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  • vor 6 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Dietmar, ich war bei der Bank.
00:02Heute Morgen, ja.
00:04Genau.
00:05Und ich hoffe, dass wir jetzt damit quitt sind.
00:09Nina, du hast ihm das Geld schon überwiesen?
00:13Ja, was sollte ich denn machen?
00:14Ich weiß ja, du hältst nichts davon,
00:16Kolja auch nicht, aber
00:18wenn Dietmar vor Gericht geht,
00:19dann muss ich die Konsequenzen tragen.
00:21Er wird nicht vor Gericht gehen.
00:23Nein, hat er mir ja gerade versichert.
00:25Er hat jetzt keine Forderungen mehr an mich.
00:27Das sollte er auch lieber lassen.
00:29Am besten rufst du sofort die Bank an
00:30und lässt die Überweisung rückgängig machen.
00:32Nein, Nina, das kann ich nicht machen.
00:34Er hat mir gerade gesagt,
00:35dass sie ihm Wasser und Strom sperren,
00:36wenn ich ihm das Geld nicht überweise.
00:38Ja, da sollte er vielleicht schleunigst mal
00:39sein Golfset versetzen.
00:41Oder die anderen Wertgegenstände,
00:42die er vor dir versteckt.
00:54Begreif es endlich.
00:55Dietmar belügt dich.
00:56Und das nicht zum ersten Mal.
01:26Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:38Ach, das sind ja meine Wiedermeierstühle.
01:42Und die alten Leuchter.
01:45Sag mal, ist ja fast die ganze Wohnungseinrichtung.
01:47Das verstehe ich jetzt aber nicht.
01:49Die musst du Tiet mal doch verkaufen.
01:51Du jetzt, dein zukünftiger Ex-Mann verarscht dich nach Strich und Faden.
02:04Das kann er doch nicht machen.
02:06Meine, wir sind doch 20 Jahre verheiratet.
02:12Er hat die Sachen irgendwo im Schuppen versteckt.
02:15Vermutlich, um sie heimlich zu verkaufen und sich das Geld dann selbst in die Tasche zu stecken.
02:25Ah, Nico.
02:28Tut mir leid, was es diesmal da mit dir abzieht.
02:31An deiner Stelle würde ich das Geld so schnell wie möglich zurückholen.
02:35Er weiß, was sonst auch alles so passiert.
02:37Ach, wieso gibt es da noch irgendeine Jubs-Botschaft, von der ich wissen sollte?
02:42Na ja, vielleicht bekommt die Manufaktur bald Probleme.
02:49Nein.
02:51Nein.
02:51Nein, also, da habe ich dieses Memo geschrieben.
02:55Das nur also dient, die Mitarbeiter zu beruhigen.
02:58In Wirklichkeit ist die Manufaktur...
03:02...platte.
03:27Eins muss man euch lassen.
03:29Ihr habt eine erfrischend positive Art, mit Katastrophen umzugehen.
03:34Kaffee?
03:37Schon irgendeine Idee, wo wir die acht Millionen hernehmen, die Mutter in einem Meer von Scheinfirmen versinkt hat?
03:42Das zwar nicht, aber immerhin steht uns das Wasser nicht mehr bis zum Hals.
03:46Hm, super. Bis wohin steht es uns denn dann?
03:48Hm.
03:50Ich habe heute Nacht mit Mila telefoniert.
03:52Er ist bereit, die Rechnungen früher zu bezahlen.
03:55Gegen drei Prozentskonto.
03:57Aber unser Cashflow ist gesichert.
03:59Und das gibt uns erstmal vier Wochen Zeit, nach anderen Lösungen zu suchen.
04:03Wir könnten uns zum Beispiel nach einem Investor umschauen.
04:05Wir sind ein Familienunternehmen.
04:07Wir haben noch nie Fremdkapital in die Firma gelassen.
04:10Großvater würde...
04:11Er würde verstehen, dass wir alle Möglichkeiten in Betracht ziehen müssen, um die Firma zu retten.
04:14Sonst ist Falkenthal-Porzellan bald nur noch Geschichte.
04:16Es werden trotzdem massive Einsperrungen nötig sein.
04:20Ja.
04:22Wir werden Stellen abbauen müssen, Produktionszweige auslagern.
04:26Eine ganze Liste.
04:27Da müssen wir heute noch durchgehen.
04:28Da wartet viel Arbeit auf uns.
04:31Da freut man sich doch auf einen Tag im Büro.
04:36Ich habe diese Art von Verantwortung nie gewollt.
04:39Ich bin Designerin.
04:40Und zwar eine sehr gute.
04:43Jetzt wird es Zeit, dass du eine gute Firmenchefin wirst.
04:54Das kann nicht wahr sein, Nico.
04:56Da musst du irgendwas missverstanden haben.
05:00Ich habe es aus erster Quelle.
05:05Von Patrizia.
05:07Ihre Mutter hat es anscheinend irgendwie geschafft, der Firma ein paar Millionen abzuziehen,
05:12bevor sie selbst in der Versenkung verschwunden ist.
05:15Oh mein Gott.
05:22Okay.
05:25Wie schlimm ist es?
05:31Ich würde im nächsten Monat nicht damit rechnen, einen Gehaltscheck zu bekommen.
05:40Was?
05:43Und ich werfe Dietmar noch mein Geld in Rachen?
05:46Das muss er mir wieder geben.
05:48Den verklage ich.
05:50Ich meine, von mir aus kann er ja die Klamotten verkaufen, aber die Hälfte davon gehört mir.
05:53Nein, das solltest du lieber nicht tun.
05:55Damit erreichst du genau das Gegenteil.
05:56Ja, aber warum denn?
05:58Wir haben die Fotos.
05:59Das sind Beweise.
06:01Birgit, Dietmar ist clever.
06:02Irgendwas sagt mir, dass er schon eine Ausrede finden wird.
06:03Und dann gehst du leer aus.
06:04Na ja, nun noch leerer geht der wohl kaum.
06:07Du solltest ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen.
06:09Was soll ich denn machen?
06:10Soll ich ein leeres Haus ausräumen?
06:12Nein.
06:13Du gehst am besten so schnell wie möglich mit den Fotos zu deinem Anwalt und schilderst ihm die Situation.
06:17Am liebsten würde ich so schnell wie möglich zu Dietmar gehen und ihm den Herz umdrehen.
06:21Das kannst du später immer noch machen.
06:22Jetzt geht es doch erstmal darum, dass du bekommst, was dir zusteht.
06:25Und deshalb sollte Dietmar nicht wissen, dass du seine miese Tour durchschaust.
06:28Hallo.
06:30Ah, sind das schon die Fotos für meinen Angela-Kalender?
06:35Nein.
06:36Aber Nina ist da eben ein richtig stinkender Fisch ins Netz gegangen.
06:41Und das ist doch...
06:42Dietmar!
06:45Dann hat Colli also recht gehabt.
06:47Dietmar hat euch die ganze Zeit nur vorgespielt, dass er pleite ist.
06:50Ja, der fährt mit dem Fahrrad zum Schuppen, um da in seinen schicken Sportwagen umzusteigen.
06:54Also das ist eine miese Tour.
06:56Ja.
06:57Aber...
06:59Das war nur die gute Nachricht.
07:01Wieso, gibt es auch noch schlechter?
07:02Ja.
07:08Falkenthal-Porzellan ist pleite.
07:11Ja.
07:21Ja.
07:25Ja.
07:26Ja.
07:28Ja.
07:38Ja.
07:46Ja, das muss ja eine tolle Nacht gewesen sein.
07:48Oh Mann, Tim, kannst du nicht anklopfen.
07:50Ich wollte eigentlich nur die Rohlinge für Lilly vorbeibringen.
07:52Die ist nicht da.
07:53Verstehe.
07:54Aber wo warst du eigentlich heute Morgen?
07:56Ja, ich bin aus dem Haus gegangen, als du noch im Bett warst.
07:59Ich habe in dein Zimmer geguckt und dein Bett sah ganz schön unbenutzt aus.
08:02Kann es sein, dass du gar nicht in der WG geschlafen hast?
08:04Ich habe auf dem Sofa gepennt.
08:07Da lag ich.
08:12Wenn ich mich nicht irre, ist das aber ein Knutschleck.
08:17Und Tim, hast du nichts anderes zu tun?
08:19Wie du siehst, Lilly kommt erst später.
08:20Wie ich sehe, hast du dich ganz schön schnell über Charlie hinweg getröstet.
08:24Darf man erfahren, wer die neu ist?
08:25Nein, darf man nicht. Das ist ja wohl meine Sache.
08:27Ey, ey, ey. Ganz schön cool.
08:29So kenne ich dich gar nicht.
08:31Die Rohlinge kannst du da lassen.
08:33Und die nehme ich lieber mit.
08:34So verliebt, wie du bist, rennst du noch dagegen.
08:49Hallo, Nina.
08:51Ich kann mir das gar nicht vorstellen.
08:53Die Manufakturen-Pleite.
08:55Es ist ein Glück, dass das der alte Herr Gravenberg nicht mehr mit ansehen muss.
08:58Ist diese Navelle Gravenberg eigentlich seine Tochter?
09:01Nein, seine Schwiegertochter.
09:03Sie wollte schon immer die Leitung der Firma haben.
09:06Und jetzt hat sie die Manufaktur-Liebe in den Ruin getrieben,
09:08als ihrem Schwager Frederik den Chefsessel zu überlassen.
09:11Hm, reizende Person.
09:12Da ist ja froh, dass du nicht begegnet bist.
09:15Ich kenne auch so jemanden.
09:17Wovon andere bekommt, was sie haben will, zerstört sie es lieber.
09:21Lager mit der Schwiegermutter?
09:23Nein, zum Glück habe ich keine.
09:25Sag mal, wo steckt eigentlich Paula?
09:27Na, sie ist um und liest.
09:31Ich wollte noch ein paar Fotos machen für deinen Kalender.
09:34Kann man vom Bootshaus aus das Westufer sehen?
09:36Na klar.
09:37Das findet ein Blick über den ganzen See.
09:43Noch einen Kaffee vorher?
09:45Nee, danke.
09:45Ich will Paula nicht so lange allein lassen.
09:48Aber wenn du willst, kann ich mich um sie kümmern.
09:50Wirklich?
09:51Sie ist zwar ein Bücherfan,
09:52aber im Garten rumtoben findet sie noch besser.
09:55Mir wird schon was einfangen.
09:56Ich beeil mich.
09:57Bis gleich.
09:59Nina?
10:00Ja?
10:01Deine Kamera.
10:02Ach.
10:04Tschüss.
10:10Paula?
10:14Ich würde wirklich gerne wissen,
10:15was die sich dabei denken.
10:16Ob die das aus purer Bosheit machen
10:18oder ob ihnen nur langweilig ist.
10:20Von wem sprichst du?
10:21Von Dietmar oder von der Grafenberg?
10:24Von beiden.
10:27Aber die Grafenberg ist wenigstens nicht so blöd
10:29und lässt sich von ihrer Familie erwischen.
10:31Es heißt, sie ist mit acht Millionen durchgebracht.
10:37Naja.
10:39Das möchte ich mir gar nicht vorstellen.
10:41Warst du schon beim Anwalt?
10:43Ja, gerade.
10:44Ich habe ihm die Fotos gebracht.
10:45Er meint, er wird jetzt die rechtliche Lage klären
10:48und ich muss abwarten.
10:50Kannst du dir in der Lage überhaupt noch einen Anwalt leisten?
10:52Ich meine, was ist, wenn wir von der Manufaktur
10:53wirklich kein Gehalt mehr bekommen?
10:56Das sieht wirklich schlecht aus.
10:57Nico hat erzählt, es dauert nicht mehr lange,
10:59dann wird die Firma hier Konkurs anmelden.
11:01Dann steht hier alles still.
11:03Frau Hertel,
11:05würden Sie es bitte unterlassen,
11:06solche Gerüchte in Umlauf zu bringen?
11:08Tut mir leid, Herr Grafenberg.
11:09Entschuldigung.
11:11Wir stecken in Schwierigkeiten.
11:13Wir werden sicher nicht Konkurs anmelden.
11:15Es ist nur so, Herr Grafenberg,
11:17dass wenn wir hier alle gekündigt werden sollen,
11:20dann würden wir das auch sehr gern rechtzeitig erfahren.
11:23Das werden Sie.
11:25Bis dahin machen Sie die Arbeit,
11:27für die Sie auch in Zukunft für uns bezahlt werden.
11:30Ich möchte in fünf Minuten ein Espresso in meinem Büro.
11:47Koja, jetzt lass mich doch erst mal ankommen.
11:49Ich muss die ganze Zeit an heute Nacht denken.
11:51Ja, aber jetzt ist morgen
11:52und wir befinden uns in der Firma.
11:54Es kann jeden Augenblick jemand im Raum stehen.
11:56Heute Nacht hast du aber nicht so viel Rücksicht
11:58auf unsere Kollegen genommen.
12:02War ich das etwa?
12:04Tim hat es sofort gesehen.
12:05Ich musste mir was einfallen lassen.
12:08Tim war hier?
12:09Was wollte er denn?
12:11Die Ruhlinge vorbeibringen,
12:12aber wenn du mich fragst,
12:13war das eine ziemlich dämliche Ausrede dafür,
12:15dass er eigentlich dich sehen wollte.
12:16Ich will aber ihn nicht sehen.
12:18Mir reicht dieser süße Kollege aus der Designabteilung,
12:21der mit dem Knutschfleck.
12:23Du stehst auf Knutschflecken,
12:25dann bin ich für Partner-Look.
12:26Oh, Koja, wenn jemand reinkommt.
12:28Ich hab die Tür im Blick.
12:30Hallo.
12:32Ich wollte nur was an Lilies Hals nachgucken.
12:35Ja, ich dachte, mich hat da was gestochen.
12:38Aber da ist nichts.
12:40Vielleicht ist es eine Allergie.
12:41Ich gehe mal zum Arzt.
12:42Friedrich hat mir erzählt,
12:43dass heute Morgen Gerüchte in der Firma kursierten,
12:45was immer ihr gehört habt.
12:46Ihr kriegt euren Lohn.
12:48Und eure Jobs sind sicher.
12:50Da sind wir aber erleichtert.
12:53Wir haben uns schon Sorgen gemacht.
12:54Das müsst ihr nicht mehr.
12:56Ach so, und ich brauche die neuen Würfel für das Tesalice
12:58bis Ende der Woche auf den Rummeligen.
12:59Schafft ihr das?
13:00Kein Problem.
13:01Klar.
13:08War wohl nicht der richtige Zeitpunkt für Knutschflecke.
13:17Und das kannst du schon allein lesen?
13:19Klar, ich konnte schon vor der Schule lesen.
13:21Das hat mir Mama beigebracht.
13:24Worum geht es denn in Elmbuch?
13:26Um vier Freunde, die um die Welt reisen.
13:28Das klingt ja spannend.
13:29Ja, total.
13:30In Amerika leben sie in Indianerzelt.
13:33Und in Indien reiten sie auf Kamelen.
13:35Ja, aber Kamele gehören ja wohl eher in die Wüste.
13:42Hast du denn schon mal echte Kamele gesehen?
13:44Wir könnten dir einen zugehen.
13:46Nein, ich bleibe lieber hier.
13:50Und was willst du ja machen?
13:52Wir könnten im Gartenhaus spielen.
13:54Wie in dem ollen Rumpelschuppen?
13:56Wir könnten ihn aufräumen und ein Beet anlegen.
13:59Ein Beet?
14:01Ich mag Blumen und Gemüse.
14:03Und du hast ganz viele Samentütchen.
14:06Aber du weißt schon, dass so ein Beet etwas Zeit braucht,
14:10bis man die ersten Pflanzen sieht.
14:11Klar weiß ich das, Onkel Tobias.
14:16Ja, dann schauen wir mal dem Schuppen nach,
14:19was wir da so finden.
14:21Mhm.
14:28Gut.
14:32Ah, voll ja.
14:36Du hattest übrigens recht.
14:37Ich werde ab jetzt nur noch auf dich hören.
14:39Wann sprichst du?
14:40Bitte.
14:41Schau dir das mal an.
14:46Na her, sieht aus wie ein Heeler-Schuppen.
14:50Die Lampe, die kenne ich.
14:51Ja, stand in unserem Wohnzimmer.
14:54Das ist ja Papa.
14:56Und das hier sind meine Biedermeier-Stühlchen.
15:00Ach, das bedeutet ja, dass...
15:01Papa uns die ganze Zeit was vorgemacht hat mit seiner Insolvenz.
15:04Der bunkert unsere Sachen in diesem Schuppen,
15:07um sie hinter unserem Rücken heimlich zu verhökern.
15:10Papas Lieblingsspruch war immer,
15:11man darf sich nichts gefallen lassen.
15:12Der kann was erleben.
15:13Ja.
15:14Ich war schon beim Anwalt,
15:15aber Nina meint,
15:17ich soll nichts überstürzen.
15:19Nina hat die Fotos gemacht?
15:20Mhm.
15:21Rein zufällig.
15:22Vielleicht sollte ich meine Cousine doch mal kennenlernen.
15:24Sag ich ja.
15:29Wir können uns das Catering einfach nicht mehr leisten.
15:31Jetzt erzähl mir nicht,
15:32dass uns die paar Brötchen in den Konkurs treiben.
15:34Patricia hat recht,
15:35wir können doch nicht Andreas entlassen.
15:37Silke ist schon arbeitslos.
15:38Die beiden bekommen bald das Baby.
15:40Ich sag ja nicht,
15:41dass wir das Catering komplett dicht machen müssen.
15:42Aber wir können es nicht weiter aus Firmengeldern subventionieren.
15:45Seht euch doch die Zahlen mal an.
15:47Mit dem Geld können wir zwei Leute
15:49in der Porzellanmalerei weiter beschäftigen.
15:51Und wenn wir doch weiter einen Schritt
15:52in Richtung Massenproduktion gehen?
15:55Daniel hatte ja schon Kontakt aufgenommen
15:56mit ein paar Handelsketten,
15:57die unser Porzellan vertreiben wollen.
15:59Für so einen Deal braucht man Zeit.
16:01Die haben wir nicht.
16:03Daniel ist weg.
16:04Wir brauchen kurzfristige Lösungen.
16:07Wir müssen einen Großteil der Formerei auslagern.
16:10Es ist einfach zu teuer,
16:11eine Produktionsstätte zu halten,
16:13bei der der gesamte Ablauf der Herstellung
16:15in einer Hand liegt.
16:17Es sei denn, wir verdoppeln die Preise.
16:19Ach.
16:21Und wer soll dann vielleicht ein Tarpazellan noch kaufen?
16:23Dann einmal nur.
16:26Im Klartext heißt das also gesund schrumpfen.
16:29Und mit den Mitarbeitern, die uns bleiben,
16:31die vorhandenen Aufträge ausführen.
16:34Wenn sie uns nicht bereits weggelaufen sind.
16:36Wie oft soll ich es denn noch sagen?
16:38Es tut mir leid,
16:39dass ich Nico von unseren Problemen erzählt habe.
16:41Vielleicht gehen die guten Leute ja von selbst.
16:43Nachdem es Nico gelungen ist,
16:44die gesamte Belegschaft über Nacht zu verunsichern.
16:46Mein Gott, ich musste einfach mit jemandem reden.
16:49Jetzt fang doch bitte nicht wieder damit an.
16:50Das Thema hatten wir doch wirklich schon.
16:53Ja, du hast recht.
16:56Also gut, zurück zur Produktion.
16:59Wie viele Leute brauchen wir mindestens,
17:01um die vorhandenen Aufträge durchzuführen?
17:09Bevor du mich gleich anfarrst,
17:10das sind die Rohlinge für das neue Service.
17:14Die hättest du auch vorhin hier lassen können.
17:16Nee, das war mir zu gefährlich.
17:18Kocher schwebt gerade auf Wolke Nummer 7,
17:19der hätte die wahrscheinlich umgerannt.
17:21Hat er dir was erzählt?
17:23Nö, warum?
17:25Naja, er hat heute Nacht nicht in der WG geschlafen
17:27und hatte einen Knutschfleck.
17:29Einen Knutschfleck?
17:31Ich fand es auch ein bisschen komisch,
17:33so kurz nach Charlotte schon eine neue.
17:37Für mich gibt es immer nur eine Form.
17:39Ich vermisse dich.
17:43Machst du dir keine Sorgen um deinen Job?
17:45Ach, wegen der Gerüchte.
17:48In der Formerei kann die nicht einsparen.
17:50Und warum nicht?
17:52Ich bin noch in der Ausbildung,
17:53aber die setzen mich als folle Kraft ein.
17:54Die wären noch blöd, wenn sie mich rausschmeißen.
17:57Dann würde ich vorschlagen,
17:58dass du wieder zurück in die Formerei gehst,
18:00bevor da alles den Bach runtergeht.
18:20macht dann 170.
18:24180.
18:26Danke.
18:27Tschau, tschau.
18:28Tschüss.
18:42Wie wär's denn mit einem Stück Abdrückung?
18:44Viel zu tun, Eva.
18:45Ach, ne kleine Pause wird doch wohl noch drin sein, hm?
18:48Okay.
18:53Hast du Patrizia heute schon gesehen?
18:55Ja, warum?
18:56Ach, nur so.
18:58Hm.
18:59Worüber habt ihr denn gestritten?
19:01Na, was wohl?
19:02Über die Firma natürlich.
19:05Es sind schwierige Zeiten für die Manufaktur.
19:08Patrizia und Frederik tun, was sie können.
19:11Ja, wahrscheinlich Leute feuern.
19:12So kann man eine Firma auch retten.
19:15Was es denn läuten wird, ist ihnen doch egal.
19:17Nico, das stimmt nicht und das weißt du auch.
19:19Und warum dann diese Geheimniskrämerei?
19:21Auf Patrizias Schultern lastet jetzt eine große Verantwortung.
19:24Und anstatt mit ihr zu streiten, solltest du sie lieber unterstützen, so gut du kannst.
19:39Ich glaube, ich habe heute Morgen nichts gebaut.
19:42Es gibt nichts, was man nicht wiedergutmachen kann.
19:45Das ist Patrizias Lieblingskuchen.
19:47Soll ich ihn einpacken?
19:51Ja.
19:59Das denkst du.
20:00Ja, das denke ich.
20:01Komm, lass uns zurückgehen.
20:02Okay.
20:04Ups.
20:10Sag mal, das ist doch nicht mein Kolja.
20:12Ich meine, der macht sich um alles und jeden Gedanken.
20:15Ja, ich kann zu glauben, dass sich Charlotte und er erst getrennt haben.
20:19Sag mal, kann es sein, dass er sich ganz schön gut mit Lilly tröstet?
20:23Was?
20:24Kolja und Lilly?
20:25Oh, nie im Leben.
20:26Die sind wie Bruder und Schwester.
20:28Komisch.
20:29Normalerweise habe ich eine Antenne für sowas.
20:31Und ich wundere mich, warum macht er sich so wenig Gedanken, was hier in der Firma los ist.
20:35Ich meine, hier geht es drunter und drüber, es geht uns doch alle an.
20:39Und, ähm, der sieht auch nicht so aus, als hätte er gerade eine Gehaltserhöhung bekommen.
20:45Das ist der vierte Abteilungsleiter, der jetzt von Gravenberg rauskommt.
20:48Ich sage dir, da hat er als Kündigungen...
20:51Oh.
20:53Herr Gravenberg, bitte?
20:56Frau Hertel, könnten Sie bitte Herrn Mertens ausrichten, dass ich Ihnen in meinem Büro sprechen möchte?
21:03Ja, sicher, sofort.
21:06Ach, der will bestimmt nur einen Kaffee.
21:16Tut mir leid, Nina, aber es geht nicht.
21:19Ich kann deine Fotos nicht unter Pseudonym veröffentlichen.
21:21Bei anderen Fotografen macht er das doch auch.
21:23Warum bei mir nicht?
21:24Weil jeder, der nur ein bisschen Ahnung davon hat, sofort deine Handschrift erkennt.
21:28Du bist einfach zu gut.
21:29Selbst wenn du dir Mühe gibst, es schlecht zu sein.
21:33Danke für das Kompliment, aber ich halte das für übertrieben.
21:36Dein Schwiegervater wird sie sofort erkennen, garantiert.
21:39Und ich muss dir nicht sagen, was das bedeutet.
21:41Ja.
21:42Tut mir leid.
21:44Ich wollte dich nicht in Schwierigkeiten bringen, Mert.
21:46Schon okay.
21:47Irgendwann wird er damit aufhören, beim Verleger Drogen zu machen.
21:50Was hast du denn jetzt vor?
21:53Das, was ich immer mache, wenn es brenzlig wird?
21:56Mir was anderes überlegen.
21:58Wenn du Geld brauchst, ich habe da noch was gespart.
22:01Nein, danke, Bernd.
22:02Das ist echt nett von dir.
22:04Aber Novelle komme ich schon noch klar.
22:06Wenn mir das Geld ausgeht, dann melde ich mich wieder.
22:09Versprochen.
22:25Richtig so?
22:26Ja, perfekt.
22:27Und du hast dir wirklich eine Gärtnerin verloren, egal.
22:30Dann sagt Frank auch immer.
22:31Ist das dein Freund der Frank?
22:33Ja, auch.
22:34Er ist ja gerne bei Opa im Haus.
22:36Wie, dein Opa hat einen Gärtner?
22:38Du musst ja einen großen Garten haben.
22:40Na ja, so ist es ja auch nicht.
22:43Und deiner ist viel schöner.
22:45Dann bin ich ja beruhigt.
22:53Habt ihr eigentlich viele Schnecken hier?
22:56Na, im Sommer schon.
22:57Dann müsst ihr ein kleines Schälchen mit Bier in die Beete legen.
23:02Da fallen sie dann rein.
23:03Dann könnt ihr ja richtig gut aus.
23:05Schaut mal auf, Frank.
23:08Ich werde schon darauf achten, dass die Schnecken deine Radiesse nicht fassen.
23:11Da kannst du jederzeit vorbeikommen und sie dir angucken.
23:15Danke, Onkel Tobias.
23:18Weißt du was, Paula?
23:19Nenn mich doch einfach nur Tobias.
23:22Wieso?
23:23Na ja, also mir reicht Tobias.
23:27Mir nicht.
23:29Verstehe.
23:31Wieso nicht?
23:33Der Mann von Tante Birgit ist doch mein Onkel, oder?
23:37Ja, das ist dein Onkel.
23:39Siehste, also bist du Onkel, Tobias.
23:52Also mit anderen Worten, ich bin gefeuert.
23:58Ja und nein.
24:00Als festangestellter der Manufaktur, ja.
24:03Aber Sie könnten das Catering selbstständig weiterführen.
24:07Ich soll mich selbstständig machen?
24:09Ja.
24:10Sie würden keinen Lohn mehr bekommen, aber Sie könnten als Subunternehmer das Catering führen.
24:15Es würde natürlich keine Pacht anfallen.
24:18Alles, was Sie einwirtschaften, fließt in Ihre eigene Tasche.
24:21Es ist zumindest eine Statue für Sie und Ihre Frau.
24:24Danke.
24:25Vielen Dank.
24:30Ich kann verstehen, dass Sie verärgert sind.
24:34Aber ich habe einfach keine andere Wahl.
24:44So, an Ihrem Entschluss ist nichts mehr zu rütteln, ja?
24:50Ich wünschte, es wäre anders.
25:08Und seit wann ist Andreas beim Chef?
25:10Eine Viertelstunde ungefähr.
25:12Aber die können auch das Catering nicht dicht machen.
25:14Müssen auch die Leute wenigstens bei Laune halten, die hierbleiben.
25:17Gilt das auch für dich?
25:19Ja, erst mal.
25:21Mir denn, du, ihr könnt echt froh sein, dass ihr eure Ausbildung beendet und eure Übernahmeverträge in der Tasche habt.
25:27Das scheint deine Laune ja nicht zu beeinflussen.
25:29Hm.
25:30Nee, heute nicht.
25:32Was ist denn der Grund für deine gute Laune?
25:36Lilly.
25:38Lilly.
25:40Wir konnten heute mehr als drei Worte miteinander wechseln, ohne dass sie mich gleich angeschnauzt hat.
25:45Weißt du, was das bedeutet?
25:47Ehrlich gesagt, nicht.
25:50Gib uns noch ein bisschen Zeit und wir werden wieder richtig gute Freunde.
25:55Tim, das würde ich an deiner Stelle nicht so optimistisch sehen.
25:58Ja, wenn wir wieder auf einer Wellenlänge sind, dann kommt alles Weitere wie von selbst.
26:02Lilly ist die Frau meines Lebens.
26:04Werde ich nicht einfach so aufgeben.
26:12Andreas, wir wollten uns nur schnell einen Kaffee machen.
26:15Das hat ja ganz schön lang gedauert.
26:17Ja, und?
26:18Ab heute müsst ihr euch dran gewöhnen.
26:20Und das heißt jetzt Selbstbedienung.
26:22Ich mache den Laden dicht.
26:31Wir sind einen Schritt weiter.
26:33Doch die Richtung, die wir einschlagen müssen, ist ein Weg, den wir niemals gehen wollten.
26:38Mitarbeiter entlassen.
26:40Die Abteilungen auslagern.
26:41Das waren Annabels Pläne.
26:45So wollte sie die Manufaktur führen.
26:47Und nun ist Frederic gezwungen zu handeln, wie sie es gewollt hätte.
26:53Ihre Macht scheint wie ein Fluch über ihm zu liegen.
26:57Ob das jemals ein Ende nimmt?
27:01Ich hoffe es.
27:03Für Frederic.
27:05Und für mich.
27:10Überprüfen Sie bitte alle Verträge.
27:12Wo können wir Abfindungen zahlen?
27:14Bei welchen Mitarbeitern ließen sich Vorruhestandsregelungen treffen?
27:17Und dann brauche ich eine Liste von allen Manufakturen, die Auszubildende suchen.
27:22Ja, es eilt.
27:24Danke.
27:27Alles muss man dir lassen.
27:29Mut hast du.
27:31Ach ja?
27:32Dass du dich hier überhaupt noch reintraust, alle Achtung.
27:36Immerhin hat deine frohe Botschaft von unserer Pleite gleich die Runde gemacht.
27:44Das ist mir einfach rausgerutscht.
27:46Außerdem hätte ich nicht damit gerechnet, dass Birgit das überall rummert sich.
27:49Was hätte sie denn machen sollen?
27:51Sie hat Angst, wir alle hier.
27:54Ja.
27:55Ich hasse es, wenn man Leute über ihre Zukunft im Unklaren lässt.
28:00Da haben sie doch nicht mal die Chance, sich rechtzeitig um etwas Neues zu kümmern.
28:03Was glaubst du eigentlich, was ich hier mache?
28:05Wir versuchen so viele Mitarbeiter wie möglich in anderen Firmen unterzubringen.
28:10Leider gibt es davon nicht so viele.
28:15Kommt nicht wieder vor.
28:17Okay?
28:20Okay.
28:22Frieden?
28:26Frieden.
28:29Ich glaube, ich muss mich erst mal daran gewöhnen, dass meine Freundin der Chefin eines großen Unternehmens ist.
28:36Hoffen wir, dass es so groß bleibt.
28:43Niko, du bist nur wirklich eine große Hilfe, aber wenn ich dir Sachen von der Firma erzähle, dann bleibt das
28:50zukünftig unter uns.
28:52Versprochen?
28:56Versprochen.
29:02Und was ist das?
29:06Und was ist das?
29:10Der Kuchen.
29:11Der Kuchen.
29:11Von Eva.
29:16Hm.
29:16Hm.
29:22Hm.
29:22Der ist gut.
29:25Vielleicht sollten wir Eva mit dem Catering betreuen.
29:29Frag besser nicht.
29:33Und was hast du denen jetzt gesagt?
29:35Ich habe denen gesagt, dass ich es mir überlegen werde.
29:39Aber die können dir doch nicht einfach so kündigen.
29:41Doch, die können mir einfach so kündigen.
29:44Aber besonders glücklich sah Frederik Grafenberg dabei nicht aus.
29:48Und alles nur wegen diesem, wegen diesem Ungeheuer.
29:52Ich sage dir, wenn die mir nochmal über den Weg laufen, dann...
29:53Ich weiß, dann drehst du den Hals um.
29:55Aber dann musst du dich leider hinten anstellen.
29:57Denn mit Annabelle Grafenberg hat noch halb Falkenthal eine Rechnung offen.
30:03Jetzt entschuldige bitte, aber ich brauche ein Bier.
30:07Gutes Essen hebt die Moral.
30:09Das weiß jedes Management.
30:11Und wenn, wenn die daran schon sparen, dann muss es der Firma wirklich schlecht gehen.
30:15Schau, wer weiß.
30:16Vielleicht war das ja auch ein Zeichen.
30:20Ich wollte mich doch schon lange selbstständig machen.
30:23Heißt das, du nimmst das Angebot an?
30:26Mal sehen.
30:28Na hör mal, wenn wir mit Jörg Schwarz fertig werden,
30:31dann wären wir auch mit so einer Firmenpleite fertig, oder?
30:37Ja.
30:40Hallo Mama.
30:42Hallo Paula.
30:44Onkel Tobias und ich haben Radieschen ausgesiegt.
30:47Wo ist Radieschen?
30:48Ganz viele.
30:50Du weißt aber schon, dass Onkel Tobias eigentlich nicht dein Onkel ist, oder?
30:53Natürlich weiß ich das.
30:55Aber ich glaube, er mag es, wenn man ihn Onkel Tobias nennt.
30:58Ach so, na dann.
31:08Du bist traurig, oder?
31:11Müssen wir wieder zurück?
31:13Ja, bald.
31:16Es wird wohl ein bisschen dauern,
31:19bis wir Tobias und Tante Birgit wieder besuchen können.
31:23Den Radieschen macht es sicher nichts aus.
31:26Onkel Tobias passt auf sie auf.
31:27Und nächstes Jahr werden wir sie auch noch sehen.
31:32Ich weiß auch noch nicht, wo wir nächstes Jahr sein werden, Paula.
31:40Ich möchte dich mal was fragen, Paula.
31:42Und du musst mir versprechen, dass du ganz ehrlich antwortest, okay?
31:45Machst du das?
31:47Versprochen.
31:50Möchtest du wieder zurück?
31:52Und wenn wir jetzt gleich losfahren, dann sind wir morgen früh schon zu Hause.
31:56Sollen wir das machen?
31:57Ja, ich bin bei dir, meine Lieb.
32:02Ich bin ja da, Paula.
32:05Ich bin ja bei dir.
32:18Ich dachte, vielleicht magst du einen Kaffee.
32:21Ich kann mir meinen Kaffee immer noch selber holen, danke.
32:24Ja, Lilly, manchmal kann man sich täuschen.
32:26In den anderen und in sich selbst.
32:28Du kannst dir keinen Kaffee holen.
32:30Das Catering hat nämlich zu.
32:32Aber es ist doch erst Mittag.
32:34Andreas ist weg.
32:36Hast du nicht mitgekriegt, dass da draußen Köpfe rollen?
32:40Ich hab hier ziemlich viel Stress.
32:42Da kann ich's mir nicht leisten, irgendwelchen Gerüchten hinterher zu schnüffeln.
32:45Ja, Gerüchte ist gut.
32:45Der Chef saß Stunden mit dem Betriebsrat zusammen.
32:48Und da ging's nicht um Lohnerhöhungen.
32:51Ganz schön stressiger Tag.
32:53Und ich hab mir überlegt, ich würde dich gern ins Kino einladen.
33:00Tim, sag was, spinnst du?
33:03Hast du immer noch nicht kapiert, dass zwischen uns Schluss ist?
33:06Natürlich ist Schluss, aber wir können doch noch Freunde sein.
33:08Nein, Tim, das können wir nicht.
33:11Jedenfalls nicht im Moment.
33:13Okay, ich weiß.
33:15Ich will das jetzt nicht alles wieder auffüllen, aber wenn wir...
33:19Tim, glaubst du, weil ich drei Sätze mit dir gewechselt hab, dass ich dann einfach alles vergessen habe?
33:28Das war wohl ein Missverständnis.
33:35Alles in Ordnung, Lilly?
33:37Ja, alles bestens.
33:50Ach, Tim, gut, dass ich Sie treffe.
33:52Können Sie kurz in mein Büro kommen?
33:53Nee, ich geh jetzt nach Hause, ich brauch ein Bier.
33:55Bitte?
33:56Ähm, ich...
33:57Nee, ich meinte, ähm...
33:58In der Formerei ist gerade die Hölle los und die brauchen mich da ganz dringend.
34:03Die werden fünf Minuten auf Sie verzichten können.
34:10Paula ist meine Tochter, verstehst du, Richard?
34:12Sie gehört zu mir.
34:13Ich werde sie nicht einfach so aufgeben.
34:16Mama!
34:17Mama!
34:19Also, wenn du so weitermachst, dann lasse ich dich hier gar nicht mehr weg.
34:23Birgis!
34:25Na ja, erst kommst du Dietmar auf die Schliche, dann fotografierst du den Angelkalender für Tobias
34:30und jetzt legst du auch noch ein Bild an.
34:31Ach so, das ist Paulas Werk.
34:34Also, hat mir Tobias gemacht.
34:35Ich hab damit gar nichts zu tun.
34:37Ist irgendwas passiert?
34:39Nein, wieso?
34:41Nina, du hast doch geweint.
34:43Ach, das ist, weil...
34:45Ihr habt's so schön hier.
34:46Der Garten und der See und...
34:48Ich werd einfach sentimental bei so viel Idylle.
34:50Ihr könnt so lange bleiben, wie ihr wollt.
34:52Also, ich meine, bis Paula wieder zur Schule muss.
34:54Danke, Birgit.
34:56Aber wir werden wohl bald abreisen.
34:57Ich mach noch die Fotos fertig für Tobias und dann...
35:00Also, wenn du noch Hilfe brauchst wegen Dietmar, dann...
35:02Ach, lass doch jetzt Dietmar.
35:04Der ist doch völlig unwichtig.
35:05Ich war beim Anwalt, der kümmert sich um alles.
35:07Super, das ist schön für dich.
35:08Weißt du was?
35:10Jetzt setzen wir uns mal einen Moment.
35:13Damals, als meine Probleme mit Dietmar anfingen,
35:16hatte ich mich auch nicht getraut, mit irgendjemandem darüber zu reden.
35:19Weißt du, ich hab mich einfach geschämt.
35:21Ich hab mich dafür geschämt, dass unsere Ehe am Ende war.
35:24Aber meine Probleme wurden dadurch immer größer.
35:27Mir geht's gut, wirklich.
35:29Die Fotos für den Angelkalender.
35:31Das Licht ist heute so toll, ich muss da noch wirklich los.
35:35Nina, ist wirklich alles in Ordnung?
35:38Du kannst mit mir über alles reden, wenn du Sorgen machst.
35:41Sorgen? Nein.
35:42Im Gegenteil.
35:43Der Check von der Redaktion ist heute gekommen.
35:45Ich bin wieder flüssig.
35:47Dann ist es ja ein Glückstag für uns beide.
35:50Siehst du mal nach Paula, solange ich weg bin?
35:52Klar, mach ich.
35:53Ich bin wiedere.
36:03girlfriends siehst people in Kauf.
36:23Ich bin wiedere.
36:24Dabei wollte ich sie nur ins Kino einladen.
36:28Ich denke, mit Lilly ist Schluss.
36:30Ja, ist es auch. Ich glaube, ich habe etwas missverstanden.
36:33Aber Friedrich Grafenberg hast du richtig verstanden, oder?
36:36Jan, da gab es nichts misszuverstehen.
36:40Immerhin hat er dir nicht gekündigt.
36:42Ich kann meine Ausbildung zu Ende machen, aber ich werde nicht übernommen. Das ist doch die halbe Kündigung.
36:46Naja, siehst du, einfach mal so eine Art Neuanfang.
36:50Ganz im Ernst, nimm dir ein Beispiel an Daniel.
36:52Ich meine, der hat es echt schwer. Und was hat er gemacht?
36:54Er hat seine Sachen gepackt, hat alles hinter sich gelassen und fängt irgendwo irgendwie von vorne an.
36:58So müsste man es machen.
36:59Du willst dein Kosi aufgeben? Ich nehm's.
37:03Wer dich halt wird.
37:05Tim, du bist echt ein Spinner.
37:15Tim, du bist echt ein Spinner.
37:15Tim, du bist echt ein Spinner.
37:38Und du kommst auch ganz sicher bald wieder, Mama?
37:41Ja, mein Schatz. Versprochen.
37:44Und bringst du dann noch Papa mit?
37:46Ich werde alles versuchen, ohne zu finden. Okay?
37:50Okay.
38:19So einen Tag wie heute möchte ich dich noch mal erleben.
38:22War es so schlimm mit dem Betriebsrat?
38:24Ja.
38:26Ich habe versucht, Ihnen unsere Situation zu erklären, aber gebracht hat es nichts.
38:32Das hilft es auch den Leuten, wenn sie wissen, warum sie gekündigt werden.
38:35Auf der Straße sitzen sie dann trotzdem.
38:38Patricia hat sich doch um Sozialpläne gekümmert.
38:41Einige der Mitarbeiter können in anderen Manufakturen unterkommen.
38:44Anderen werden Abfindungen gezahlt.
38:46Das ist doch eine ganze Menge, was ihr schon möglich macht.
38:50Am Ende hat doch einer bei gewonnen.
38:55Outsourcing, Abbau der festen Arbeitsplätze sind genau ihre Pläne.
38:59Sie wollte sich rächen, das hat sie auch geschafft.
39:02Aber egal, wo sie jetzt ist, sie steht alleine da.
39:05Und wir haben immer noch auf uns.
39:24Herr Becker?
39:26Ja, guten Tag.
39:27Entschuldigen Sie die Störung.
39:28Sie sind der Vermieter des Ferienhauses, in dem zur Zeit Frau Hertel wohnt?
39:32Ja, da bin ich.
39:34Guten Tag.
39:35Ich bin Frau Hertel.
39:35Was können wir für Sie tun?
39:37Wir sind auf der Suche nach Ria Nichte, Nina Bergmann und der Tochter Paula.
39:42Ähm, worum handelt es sich denn?
39:44Um Kindesentführung.
39:45Was für Sie?
39:47Untertitelung des ZDF, 2020
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