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  • vor 16 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:04Philipp, ich weiß einfach nicht mehr weiter.
00:10Alles bricht zusammen.
00:15Wenn Werner sein Testament ändert, dann ist alles vorbei.
00:21Dann habe ich mich all die Jahre umsonst abgemüht.
00:25Es geht doch um unseren Sohn.
00:26Ich muss das mit allen Mitteln verhindern.
00:30Ich weiß.
00:32Werner ist dein Vater.
00:35Ich hoffe, du wirst verstehen, was ich jetzt tun muss.
00:42Bitte.
00:45Bitte, Philipp, verzeih mir.
00:58Hey, what you looking for?
01:03No one has the answer.
01:06They just want more.
01:11Hey, who's gonna make it right?
01:17This could be the first day of my life.
01:26Es gibt keinen anderen Ausweg.
01:31Werner muss sterben.
01:33Er darf Frederik einfach nicht zu seinem Erben einsetzen.
01:37Werner hat doch schon zwei Herzinfarkte gehabt.
01:40Ein dritter würde doch überhaupt keinen Verdacht erwecken.
01:50Einen, den er dann eben nicht überlebt.
01:57Hast du auch keine Ruhe gefunden?
02:00Werner.
02:02Nach unserem Streit hier am Grab
02:05hatte ich das Bedürfnis,
02:07Philipp noch einmal nahe zu sein, ganz in Ruhe.
02:11Ja, es ging ja ganz genauso.
02:28Ist dir wieder schlecht, Silke?
02:31Äh, halb so wild.
02:33Hast du denn noch viel zu tun?
02:35Es geht so.
02:36Dann geh doch nach Hause.
02:37Leg die Füße hoch.
02:38Ruh dich aus.
02:39Die Sachen müssen heute noch erledigt werden.
02:42Silke, dein Arzt hat sowieso gesagt,
02:43dass du nur halbtags arbeiten sollst.
02:45Ist doch keinem damit geholfen,
02:46wenn du dich hier kaputt schuftest.
02:48Und wer macht dann meine ganzen Sachen?
02:50Ist das wichtiger,
02:51als dass es dir und deinem Kind gut geht?
02:55Vielleicht hast du recht.
02:56Ich mache eine längere Mittagspause.
02:58Okay.
03:03Ach, Frau Mertens, zu Ihnen wollte ich gehalten.
03:05Aber sind Sie auf den Sprung?
03:07Haben Sie noch was für mich?
03:08Ein paar Briefe, die müssten dringend raus.
03:10Aber ich frage jemand anderen.
03:11Auf keinen Fall.
03:12Für die Korrespondenz der Geschäftsführung
03:14bin ich zuständig.
03:14Natürlich, aber Frau Mertens,
03:16wenn Sie sich nicht wohlfühlen, dann...
03:17Wie kommen Sie denn darauf?
03:19Naja, bei Schwangeren da...
03:21Das ist kein Problem.
03:23Ich fühle mich gut.
03:24Gut, dann auf zum Diktat.
03:32Ich habe Philipp sehr geliebt.
03:38Ich weiß.
03:40Danke für diesen stillen Moment.
03:45Manabelle,
03:46auch wenn wir geschäftlich
03:47nicht einer Meinung sind,
03:50so hoffe ich doch,
03:51dass wir in Zukunft
03:53öfter diese stillen Momente
03:55wieder haben werden.
03:57Ja, sehr stille Momente.
04:01Die Aufregung der letzten Tage
04:03war meinem Herzen ziemlich zugesetzt.
04:07Geht es dir nicht gut?
04:09Doch, doch.
04:11Solange du nicht wieder dabei bist,
04:13irgendwelche Intrigen
04:14herauszuhecken,
04:15geht es mir blendend.
04:17Aber ich habe ein Auge darauf.
04:21Solange du lebst, Werner,
04:23hast du das Sagen.
04:25Das akzeptiere ich.
04:27So schnell wirst du mich nicht los.
04:32Ich habe vor,
04:33steinall zu werden
04:35und meinen Urenkel
04:36aufwachsen zu sehen.
04:39Natürlich.
04:41Für die Zeit,
04:42wenn ich nicht mehr bin,
04:44werde ich alles
04:45mit Notar Puschke regeln.
04:49Sobald er aus dem Urlaub
04:50zurück ist,
04:51werde ich Frederik
04:51als meinen Nachfolger
04:53in mein Testament einsetzen.
04:56Ja, ich weiß.
05:07Ich weiß.
05:23Niko, warte mal einen Moment.
05:25Was ist denn?
05:27Hier.
05:28Für dich.
05:30Habe ich etwa
05:30mein Geburtstag verpennt oder was?
05:33Ich habe dir das schon mal geschenkt.
05:36Jetzt mach schon auf.
05:41Die Münz-Hammlung.
05:43Aber die hat doch
05:44Christa geklaut
05:45und im Pfandhaus versetzt,
05:46um ihre Spielschulden zu bezahlen.
05:48Ja, und Julia hat sie wieder ausgelöst.
05:51Julia?
05:52Wieso Julia?
05:53Vielleicht, weil sie nicht wollte,
05:55dass wegen Christa
05:55dein Traum von der eigenen Werkstatt platzt.
05:59Papa, das ist...
06:02Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
06:04Wie wär's mit?
06:05Ich freue mich.
06:08Ich freue mich.
06:10Danke, Papa.
06:11Das ist wirklich klasse von dir und Julia.
06:14Jetzt müssen wir nur noch
06:14die Münzen
06:15zu einem guten Preis verkaufen
06:16und dann kann's
06:16endlich losgehen.
06:19Ich bin immer noch ganz platt.
06:21Ich hätte nie gedacht,
06:21dass wir die Münzen
06:22jemals wiedersehen.
06:23Ehrlich gesagt,
06:23ich auch nicht.
06:25Julia ist echt eine klasse Frau.
06:26Ich kapiere nicht,
06:27warum ihre Mutter ganz anders ist.
06:28Ich meine, spielsüchtig...
06:31Entschuldigung,
06:32ich wollte nicht.
06:33Dankeschön, gut.
06:37Ich werde mich wohl damit abfinden müssen,
06:39dass ich zweimal in meinem Leben
06:42auf die Versprechung
06:42derselben Frau reingefallen bin.
06:49vor allem wir uns sehr,
06:50dass die Jugendstilserie
06:51bei ihren Kunden
06:52so großen Anklang gefunden hat.
06:54Punkt Absatz.
06:55Zu unserem Bedauern
06:56müssen wir Ihnen mitteilen,
06:57dass wir Ihrem weiteren Wunsch
06:58nach Lieferung
06:59leider nicht nachkommen können.
07:02Frau Mertens,
07:03es hat doch keinen Sinn,
07:04dass Sie sich hier quälen.
07:07Das ist schon in Ordnung.
07:08Es ist alles...
07:09alles gut.
07:11Das sehe ich.
07:20Danke.
07:26Wo waren wir stehen geblieben?
07:29Frau Mertens,
07:31ich schätze Ihre Arbeit zählen.
07:33Aber so kann es wirklich
07:34nicht weitergehen.
07:36Das tut mir so leid,
07:38der Grabenberg.
07:39Das ist das...
07:41Das ist das erste Mal,
07:42dass ich wegen der Schwangerschaft
07:43so neben der Spur bin.
07:45Das kommt bestimmt nie wieder vor.
07:48Sie nehmen sich heute Nachmittag frei.
07:50Ich rufe in der Buchhaltung an,
07:52die schicken mir jemanden,
07:53der die restlichen Briefe für mich tippt.
07:56Was ist mit morgen?
07:59Morgen kommen Sie nur,
08:00wenn Sie wirklich fit sind.
08:03Aber...
08:05wenn ich jetzt öfter wegen der Schwangerschaft
08:08nicht so ganz fit bin,
08:10was machen wir denn dann?
08:16Dann werden wir eine Lösung finden,
08:17mit der alle zufrieden sind.
08:19Und abgesehen von heute
08:20sind Sie doch immer voll leistungsfähig.
08:22Oder?
08:24Ja, aber wenn ich...
08:27Wenn ich da noch
08:28sechs Wochen
08:30Mutterschaftsurlaub nehmen muss...
08:32Frau Mertens,
08:33ich hoffe,
08:34Sie nehmen sich mehr Zeit
08:34für sich und die Kinder.
08:38Ich verstehe schon, Herr Grafenberg.
08:44Soll ich jemanden bitten,
08:45dass er Sie nach Hause bringt?
08:49Nein, es geht schon.
08:50Danke.
09:00Herr Grafenberg,
09:02könnten Sie mich
09:02jemanden zum Diktat schicken?
09:04Danke.
09:13Na, schwenkst du in Erinnerung?
09:18Ich gebe mich einem Luxus hin,
09:20den man sich im Alter
09:21ungestraft leisten darf.
09:24Ich bin hemmungslos sentimental.
09:28Das sind doch
09:29eure alten Hochzeitsbilder, oder?
09:30Ja, das sind sie.
09:32Wie wunderschön
09:34meine Charlotte aussieht.
09:36Wie eine Prinzessin im Märchen.
09:38Sie strahlt regelrecht vor Glück.
09:41Kein Wunder bei dem Bräutigam.
09:43Findest du?
09:45Mein Großvater,
09:46du siehst super aus im Smoking.
09:50Fast so toll wie gestern Abend.
09:52Fängst du jetzt schon wieder davon an?
09:55Womit?
09:57Na, ich werde doch wohl
09:58unsere langjährige Haushälterin
10:00einmal zum Abendessen ausführen dürfen.
10:03Ja, natürlich.
10:04Ist doch auch nichts dabei, oder?
10:09Das ist aber eine schöne Bräusche,
10:11die Großmutter da trägt.
10:13Oh ja.
10:16Das war
10:19das Hochzeitsgeschenk
10:20der Manufaktur.
10:22eine eigens für die Hochzeit
10:24angefertigte Brosche
10:26aus Porzellan.
10:29Das wäre doch was Tolles Altes
10:30für Marie.
10:31Wie?
10:32Was Tolles Altes für Marie?
10:34Ja, für die Hochzeit.
10:35Marie braucht was Altes,
10:36was Neues,
10:37was Blaues
10:37und was Geborgtes.
10:39Das ist eine gute Idee.
10:42Leider gibt es da
10:43ein Problem.
10:45Und welches?
10:47Die Brosche liegt irgendwo
10:49auf dem Meeresgrund
10:51der Ägäis.
10:52Was?
10:53Wieso das denn?
10:54Ja, wir waren
10:55auf der Hochzeitsreise.
10:56Aber wir
10:58hatten eine stürmische
11:00Überfahrt
11:01und dabei ist sie
11:02über Bord gegangen.
11:03Zu schade.
11:05So was wird heute
11:06gar nicht mehr hergestellt.
11:08Ja.
11:09Sie war einmalig.
11:14Hast du Lust
11:15auf den Spaziergang?
11:16Oh, danke.
11:17Ich komme gerade
11:18vom Friedhof.
11:20Ich habe deine Mutter
11:20getroffen.
11:22Mutter war
11:23in Vaters Grab?
11:24Ja.
11:26Der kleine
11:27Wutausbruch
11:27neulich am Grab
11:28hat sie sehr beeindruckt.
11:32Sie war sehr nachdenklich
11:34und zahm.
11:36Das ist bestimmt
11:37nur die Ruhe
11:37vor dem nächsten Sturm.
11:40Vermutlich hast du recht.
11:44Ich hoffe nur,
11:45dass bald
11:45die Testamentsänderung
11:47über die Bühne geht,
11:49damit endlich
11:50hier wieder
11:50Ruhe einkehrt.
11:55Dazu wird es nicht kommen.
12:00Hast du dir eigentlich
12:01schon einen Namen
12:01für die Werkstatt überlegt?
12:03Weiß noch nicht so genau.
12:05Nico Becker.
12:07Motorrad-Reparaturservice
12:07Falkenthal.
12:08Wie findest du das?
12:10Ganz okay.
12:12Sag mal,
12:12was ist denn los?
12:14Freust du dich gar nicht
12:14auf deine Werkstatt?
12:15Doch schon.
12:16Ich habe nur Schiss,
12:17dass was schief geht.
12:20Also mit Motorrädern
12:21kennst du dich doch aus.
12:21Was soll denn da groß
12:22schief gehen?
12:24Die Maschinen kann ich
12:25wieder zum Laufen kriegen,
12:25aber was ist mit den Steuern,
12:27der Buchhaltung und so weiter?
12:28Da habe ich überhaupt
12:28keine Ahnung.
12:29Kann man lernen.
12:30Dann machst du den Kurs
12:30an der Volkshochschule.
12:32Dann wissen wir es,
12:32verstehe ich auch noch das an.
12:33Ich habe einfach Angst,
12:34dass ich so viel Geld
12:35in den Sand setze.
12:36Geld hast du nicht mal
12:37mir gehört.
12:38Na klar gehört es dir.
12:38Ich habe dir
12:39den Münzsammeln geschenkt.
12:40Morgen habe ich einen Termin
12:41beim Münzhändler
12:42und ich werde deinen
12:43erstklassigen Preis
12:43für dich raushandeln.
12:46Und was ist mit
12:47Lille und Julia?
12:49Wieso, was soll mit denen sein?
12:50Denen gehört doch auch
12:51ein Teil von der Münzsammlung.
12:53Ist doch sowas
12:53wie ein vorzeitig
12:54ausbezahltes Erbe, stimmt's?
12:55Das ist noch mal halblich.
12:57Ich habe noch lange
12:58nicht vor, irgendwas zu vererben.
13:00Aber Julia hat die Münzen
13:01doch mit ihrem Geld ausgelöst.
13:03Ja, weil sie nicht wollte,
13:04dass das, was Christe getan hat,
13:06zwischen uns steht.
13:08Das ist erst mal besser,
13:09wenn wir mit Lille und Julia reden,
13:11bevor du die Münzen verkaufst.
13:13Also gut, wir fragen sie.
13:15Aber das ist noch lange
13:16kein Grund, hier im Gartenhaus
13:17nicht auszumisten
13:18und klar schifft so.
13:19Okay.
13:40Wie lief's denn heute mit Silke?
13:42Ich möchte sie nach Hause schicken.
13:45Ging's ihr so schlecht?
13:47Ich hab Angst gehabt,
13:48dass sie mir zusammenklappt.
13:49Ist das in letzter Zeit
13:50eigentlich öfter?
13:50Na ja,
13:53viele Frauen haben
13:54Probleme mit Übelkeit
13:56in den ersten Wochen.
13:58Warum sagt sie mir da nichts?
14:00Oder geht's zum Arzt
14:00und lässt sich krank schreiben?
14:01Oh, Frederik.
14:03So einfach ist das nicht.
14:05Sie befürchtet,
14:06dass die Geschäftsleitung
14:07ihr das übel nehmen würde.
14:09Dafür gibt's ja wirklich
14:10keinen Grund.
14:11Ja, das sagst du.
14:16Hm.
14:18Annabelle.
14:19Auch.
14:21Aber vieles geht auch
14:22von Silke selbst aus.
14:23Sie möchte einfach
14:24unentbehrlich sein,
14:25verstehst du?
14:26Das ist ein schönes Gefühl,
14:27unentbehrlich zu sein.
14:28Das lenkt nicht ab,
14:29da ist nämlich noch was.
14:32Was denn?
14:34Es hat auch mit dir zu tun.
14:36Mhm.
14:37Silkes Arzt hat nämlich gesagt,
14:39dass sie eigentlich
14:39nur halbtags arbeiten soll.
14:42Und sie verschweigt mir das,
14:43weil sie um den Arbeitsplatz
14:44Angst hat.
14:45Silke liebt ihren Job.
14:49Und was schlägst du vor?
14:51Ich hab mir gedacht,
14:53wenn wir alle
14:54Silke so viel Arbeit
14:55wie möglich abnehmen,
14:56sie quasi mit der Nase
14:57draufstoßen,
14:57dass sie zur Zeit
14:58nicht acht Stunden
14:59am Tag arbeiten muss.
15:01Sie sozusagen
15:02von der Arbeit entwöhnen.
15:03Sozusagen.
15:06Kannst du mir das demonstrieren?
15:09Nein.
15:10Ich esse.
15:29Marie?
15:37Hier bist du.
15:42Ist was passiert?
15:45Nein.
15:47Wie geht's dir denn?
15:48Also euch,
15:50die und den kleinen Toni?
15:51Och, Daniel,
15:52ich bin ja wirklich nicht in der Stimmung
15:53für diese Toni-Sache.
15:55Ist ja gut.
15:56Ich bin immer noch ich.
15:57Egal, was in mir drin ist,
15:58oder...
15:59oder auch nicht.
16:03Es tut mir leid.
16:05Weißt du,
16:05das ist...
16:06das ist alles so verwirrend.
16:07Da ist man...
16:08da ist man auf einmal schwanger
16:09und...
16:10und dann fühlt es sich
16:11plötzlich gar nicht mehr so an.
16:14Ist sehr gut.
16:15Es tut mir leid.
16:19Es geht mir heute einfach nicht so gut.
16:22Das sind die hormonellen Umstellungen.
16:24Die machen einem ganz schön zu schaffen, oder?
16:27Ja.
16:29Gibt es irgendwas,
16:30was ich für dich tun kann?
16:32Einen heißen Kakao vielleicht.
16:34Oder eine Wärmflasche.
16:36Kannst du mich einfach
16:37zwei, drei Stunden alleine lassen?
16:40Ja, natürlich.
16:41Wenn du das willst.
16:45Daniel?
16:45Hm?
16:47Du bist ein wunderbarer Mann.
16:51Ich liebe dich.
16:52Ich liebe dich immer alles.
16:54Vergiss das nicht, ja?
16:55Egal, was passiert.
16:57Ich liebe dich.
17:00Ich liebe dich auch.
17:22Boah, ich bin total voll.
17:24Super lecker, diese Pizza.
17:28Wirst du noch mal abbeißen?
17:30Danke, ich bin satt.
17:33Oh.
17:35Oh, nee.
17:36Ich bin hundemüde.
17:38Mama, wegen uns brauchst du nicht,
17:40wenn du noch irgendwie was im Fernsehen sehen möchtest.
17:41Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein.
17:43Ich fließ noch ein bisschen
17:44und ich putz mir jetzt schon mal die Zähne,
17:47damit ich euch da nicht wecke,
17:48wenn ihr,
17:49wenn ihr schon schlaft.
17:51Gute Nacht.
17:52Gute Nacht.
17:54Deine Mutter hat ein echt gutes Gefühl
17:56für den Sprechenteil.
18:05Sag mal, deine Mutter lässt uns allein
18:06und du willst lesen?
18:08Warte doch noch, sie ist im Bad.
18:10Ja, und da wird sie sicherlich
18:11auch noch ein paar Minuten bleiben.
18:16Koya!
18:18Spinn mal nicht rum.
18:24Cool, wenn ihr noch redet,
18:26dann kann ich ja noch ein kleines Spielchen machen, oder?
18:28Nein.
18:30Störe ich?
18:33Okay, dann gehe ich mal wieder.
18:59Na nun?
19:01Warum sitzen Sie denn hier so einsam herum,
19:04Herr Grafenberg?
19:08Wenn Charlotte noch da wäre,
19:11würden wir bald
19:12eine goldene Hochzeit feiern.
19:20Sie können sie nicht vergessen, nicht wahr?
19:23Auch nicht nach all den Jahren.
19:26Ja.
19:29Ist das der Grund,
19:31warum Sie nie wieder geheiratet haben?
19:36Sie haben ja auch nie wieder geheiratet.
19:41Eine Ehe hat mir gereicht.
19:44Außerdem hatte ich ja eine Familie,
19:46um die ich mich kümmern musste.
19:48Und da war kein Platz für etwas anderes,
19:51schon gar nicht für einen anderen Mann.
19:53Ich konnte mir auch nie vorstellen,
19:56mich noch einmal in eine andere Frau
19:58zu verlieben.
20:01Ich war mit der Firma verheiratet,
20:02und wenn ich nach Hause kam,
20:04waren Sie da.
20:08Darf ich Sie heute Abend nach Hause bringen?
20:18Ich bin müde.
20:20Ich bin müde.
20:23Auf einmal.
20:26Ja, tut mir leid,
20:27aber mir ist heute einfach nicht danach.
20:30Ha?
20:31Nacht.
20:40Sag mal,
20:42soll das heißen,
20:42wir können nicht so lange deine Mutter hier ist?
20:44Was hat das denn damit zu tun?
20:48Kolja,
20:49das ist verklemmt.
20:51Süß verklemmt,
20:52aber total verklemmt.
20:55Du musst mal mit deiner Mutter sprechen.
20:59Ja,
20:59Probleme lösen sich nicht,
21:00indem man sie tot schweigt,
21:02sondern indem man darüber redet.
21:04Ich will sie nicht verletzen.
21:06Das tust du aber,
21:07wenn du nicht mit ihr sprichst.
21:09Sie ist doch nicht blöd,
21:11sie merkt doch,
21:11wie dich die Situation nervt.
21:13Ja,
21:14vielleicht hast du recht.
21:16Gute Nacht.
21:18Also,
21:19sprichst du mit ihr oder nicht?
21:21Ja,
21:21vielleicht.
21:23Ja oder nein,
21:24vielleicht gibt's nicht.
21:26Gut,
21:27ich rede mit ihr.
21:29Versprochen?
21:32Versprochen.
21:35Ich bin mir sicher,
21:36sie wird es verstehen.
21:39Nacht.
21:41Nacht.
22:08Können wir gehen?
22:10Dr. Lonnemann ist ein vielbeschäftigter Arzt.
22:12Es war nicht einfach,
22:13so einen Termin zu bekommen.
22:14Muss das sein?
22:16Du bist nicht schwanger.
22:17Hast du das schon vergessen?
22:19Wie könnte ich?
22:21Dr. Lonnemann ist der Einzige,
22:23der dir aus dieser müstlichen Lage
22:25heraushelfen kann.
22:26Weil kein anderer Arzt dazu bereit ist,
22:28mir gefälschte Ultraschallbilder zu geben.
22:31Dr. Lonnemann ist ein guter Arzt,
22:33der dir helfen wird,
22:34endlich schwanger zu werden.
22:36Wie lange sollen wir eigentlich
22:37noch daran herumdoktern?
22:39Ich kann langsam nicht mehr.
22:42Marie,
22:43ich weiß,
22:43das ist eine schwierige Zeit für dich,
22:45aber du musst jetzt durchhalten.
22:47Daniel freut sich so auf das Kind
22:49und bald werdet ihr verheiratet sein
22:51und er liebt dich.
22:53Gut.
22:55Dann wollen wir
22:56Herrn Dr. Lonnemann nicht warten lassen.
22:58Guten Morgen.
22:59Guten Morgen.
22:59Wie wolltest du Dr. Lonnemann?
23:01Hoffen, hast du gar nichts erzählt.
23:02Ja, ich habe den Termin selbst fast vergessen.
23:05Was denn?
23:06Was haltet ihr davon,
23:07wenn ich alle meine Termine absage
23:09und euch begleite?
23:10Ach, das wird nicht nötig sein.
23:12Wieso?
23:14Es ist doch völlig natürlich,
23:15dass ein werdender Vater mit zum Arzt kommt.
23:17Ich habe außerdem ein paar Fragen,
23:18die ich Lonnemann gerne stellen möchte.
23:19Dafür gibt es Elternsprechstunden.
23:21Dort sind Väter herzlich willkommen.
23:23Und heute nicht.
23:25Dr. Lonnemann ist ein vielbeschäftigter Arzt.
23:30Ich fände es auch besser,
23:31wenn du ein andermal mitkommst.
23:33Also gut,
23:34wenn es dir lieber ist.
23:54Isst du kein Alkohol, ja?
23:55Danke, Mama.
23:56Ich erst gleich Angst.
23:58Gott, war mein Buch gestern langweilig.
24:00Ich bin nach zwei Seiten eingeschlafen.
24:02Und die ganze Nacht nicht wieder wach geworden.
24:06Was ist denn?
24:07Es ist versprochen.
24:08Ja, aber nicht jetzt.
24:10Doch, jetzt.
24:11Dann ist es wichtig.
24:13Hat es mit mir zu tun?
24:15Nein.
24:15Ja.
24:16Ach so.
24:18Worum geht's?
24:22Frau Hertel,
24:22was ich Keu ja einfach nicht trau zu sagen,
24:25ist, dass...
24:25Charlotte.
24:28Zur 5. ist es manchmal einfach
24:29ein bisschen eng in der WG.
24:32So.
24:34Jetzt ist es raus.
24:34Jetzt könnt ihr weiterreden.
24:36Mama, das meint sie nicht so.
24:40Ich weiß doch selber,
24:41dass das hier keine Dauerlösung ist.
24:43Jetzt versteh das bitte nicht falsch.
24:44Tue ich gar nicht.
24:46Komm mir ja auch blöd vor.
24:49Ich könnte ins Hotel gehen.
24:51Wovon willst du das bezahlen?
24:53Von dem Geld,
24:54das ich für Papas Auto bekommen habe.
24:57So recht für eine Weile.
25:00Wo willst du hin?
25:03Ins Hotel.
25:07Quatsch.
25:09Ich hänge die Wäsche auf.
25:11Bevor sie in der Maschine vergammelt.
25:15Das hast du ja wirklich super hingekriegt.
25:18Was ist das?
25:19Wir haben ein paar Tipps
25:20für den Existenzgründer.
25:21Adressen, Beratungsstellen
25:22und die Grundzüge
25:23der kleinunternehmerischen Buchhaltung.
25:26Niko,
25:26sag bloß du,
25:27bist du unter die Frühaufsteher gegangen.
25:30Als selbstständiger Unternehmer
25:31müssen sie bereit sein,
25:32mehr als acht Stunden täglich zu arbeiten.
25:34Wow.
25:35Dann geht es jetzt also tatsächlich los
25:37mit der Bäckerschen Motorradwerkstatt
25:39von Falkenthal.
25:41Die Münzsammlung ist wieder da.
25:43Das weiß ich längst.
25:45Und Papa will sie heute verkaufen.
25:48Hoffentlich kriegst du ordentlich was dafür.
25:52Aber die Münzen gehören ja auch
25:54zu einem Teil irgendwie dir.
25:56Wie?
25:57Sehr praktisches Familienerbe.
26:00Ach so, das.
26:01Ich brauch nicht mehr Geld.
26:03Mehr reicht das,
26:03was ich gerade verdiene.
26:05Und Julia?
26:07Es sind deine Münzen.
26:09Und wir warten alle nur drauf,
26:10dass du endlich deine Werkstatt aufmachst.
26:12Ja, das ist es ja.
26:14Ich hab bisher so viele Sachen
26:15immer in den Sand gesetzt.
26:17Und jetzt mit so viel Geld.
26:19Hey, deine Werkstatt,
26:21die wird so gut laufen,
26:22dass wir gar nicht wissen,
26:23was wir mit dem ganzen Geld anfangen sollen.
26:26Papa und ich,
26:26wir werden notgedrungen
26:27in der Karibik abhängen
26:29und dir ab und zu eine Postkarte schicken müssen.
26:33Tschüss.
26:35Also, sind die Münzen jetzt freigegeben?
26:37Ja, sind sie.
26:40Ich hab echt ne tolle Familie.
26:46Das ist doch ganz einfach.
26:47Wenn der Arzt sagt,
26:48Silke kann nur noch halbtags arbeiten,
26:49dann muss eine Aushilfskraft eingestellt werden,
26:51mit der sich Silke den Job teilt.
26:52Eben nicht.
26:53Das wird ja ihre Angst,
26:54wegen der Schwangerschaft
26:55jetzt ausgebotet zu werden,
26:56nur noch verstärken.
26:57Ja, aber wir können doch nicht
26:58tatenlos zusehen,
26:59wie Silke zusammenklappt.
27:01Silke sollte selber drauf kommen,
27:02dass es das Allerbeste für sie und ihr Kind ist,
27:04wenn sie auf den Arzt hört.
27:05Du kennst doch Silke.
27:07Die kann doch niemals loslassen.
27:09Gerade deshalb müssen wir ihr helfen.
27:12Natürlich, ohne dass sie es merkt.
27:14Ja, wie stellst du dir das vor?
27:17Ihr die Post abnehmen,
27:18kleine Botengänge für sie erledigen.
27:21Und was ist, wenn der Chef drauf kommt?
27:23Der Chef weiß es schon.
27:25Und er ist einverstanden.
27:27Gut.
27:28Dann bin ich auch dabei.
27:32Ersparen Sie uns die medizinischen Details
27:34und sagen Sie uns klipp und klar.
27:36Warum wird Marie nicht schwanger?
27:38Das lässt sich nicht so eine weitere sagen.
27:41Aber sie nimmt jetzt schon seit Wochen Hormone
27:43und nichts passiert.
27:46Das muss doch einen Grund haben.
27:49Ja, den gibt es ganz sicher.
27:50Und danach werden wir auch als nächstes suchen.
27:52Und wie?
27:53Wir werden Ihnen heute erst einmal Blut abnehmen
27:56für ein großes Blutbild.
27:58Hormonspiegel, Schilddrüse, Zucker.
28:00Und wenn das alles nichts bringt?
28:02Würde ich als nächsten Schritt
28:04eine Gebärmutterendoskopie vorschlagen.
28:07Ein kleiner operativer Eingriff.
28:09Nichts Ernstes.
28:11Nur für den Fall,
28:13dass uns die Ergebnisse der Blutuntersuchung
28:15nicht schon weiterbringen.
28:16Hat denn das Ganze überhaupt eine Aussicht auf Erfolg?
28:18Sie glauben ja gar nicht,
28:20wie viele junge Frauen genau dieselben Probleme haben.
28:22Und am Ende haben Sie alle Kinder.
28:26Wir vertrauen ganz auf Ihre Fähigkeiten.
28:30Dann gehen Sie doch schon mal nach nebenan
28:32und Schwester Margarete
28:34wird Ihnen gleich behältlich sein.
28:36Ihre Sachen können Sie hier lassen.
28:38Gut.
28:39Dankeschön.
28:49Haben Sie denn einen Verdacht,
28:50woran es liegen könnte?
28:53Ich möchte keine Prognosen abgeben,
28:55solange ich nicht die Ergebnisse
28:56der Untersuchung habe.
28:58Aber um Sie mache ich mir auch Sorgen.
29:02Sie sehen sehr abgespannt aus.
29:05Es geht schon.
29:07Ich hatte in letzter Zeit sehr viel zu tun.
29:10Die Sache mit Ihrem Schwiegervater
29:12hat Sie vermutlich sehr mitgenommen.
29:14Zwei Herzinfarkte,
29:16das ist eine ungeheure Belastung.
29:18Ja.
29:19Und ich fürchte,
29:20wenn er weiter so viel arbeitet,
29:22wird er seinen dritten Herzinfarkt bekommen.
29:26Sie wissen,
29:27dass die Überlebenschancen
29:28bei jedem weiteren Infarkt
29:29äußerst gering sind?
29:39Laut Annabelles Marktanalyse
29:40wird Falkenthal-Klassik
29:42ein Erfolg.
29:45Sauber Arbeit.
29:47Ja, das muss man ihr lassen.
29:48Von ihrem Metier versteht sie was.
29:50Ja.
29:50Leider hat sie auch ein Talent
29:52für Intrigen.
29:54Um ihr Einhalt zu gebieten,
29:55habe ich ja jetzt meine graue Eminenz.
29:58Stört's dich?
29:59Überhaupt nicht.
30:00Ich bin froh,
30:01dich an meiner Seite zu wissen.
30:02Ich vertraue auf deine Erfahrung.
30:06Ich werde dafür sorgen,
30:08dass die Kosten
30:08nicht aus dem Ruder laufen,
30:10wie bei der Jugendstilserie.
30:13Es war mein Fehler.
30:14Ich weiß.
30:15Und der von Julia Schilling.
30:18Vater, komm.
30:19Hör mit deinen Vorbehalten
30:20gegenüber Julia auf.
30:21Hauptsache,
30:22die Kalkulation stimmt.
30:24Ich werde mich
30:25aus allem anderen raushalten.
30:26Du bist der Chef, Frederik.
30:32Wäre es vielleicht möglich,
30:34den Chef
30:34kurz unter vier Augen zu sprechen?
30:38Wir waren sowieso gerade fertig.
30:40Und ich habe Eva
30:41hoch und heilig versprochen,
30:43mich an ihre Ruhezeiten zu halten.
30:47Hm?
30:55Das sind ja meine Eltern
30:56an ihrem Hochzeitstag.
30:58Siehst du die Brosche,
30:59die Großmutter trägt?
31:02Das war eine Sonderanfertigung
31:04der Manufaktur.
31:05Sie hat sie auf der Hochzeitsreise
31:07schon verloren.
31:08Was meinst du?
31:10Das wäre doch ein wunderbares
31:11Geschenk für Marie zur Hochzeit.
31:12Ein Geschenk der ganzen Familie.
31:15Wenn du die Entwürfe findest?
31:16Die müssen irgendwo
31:17im Archiv lagern.
31:19Ich hole mir höchstens
31:20ein paar staubige Finger
31:20beim Suchen.
31:22Patricia,
31:23das ist eine wundervolle Idee.
31:25Du weißt,
31:26dass du auch deinem Großvater
31:26damit eine Riesenfreude bereitest.
31:35Könnte es vielleicht
31:36an meinem Sohn liegen?
31:38Ich meine,
31:39da muss es doch Mittel geben,
31:40die helfen können.
31:42Sie meinen
31:42potenzsteigernde Mittel?
31:43Kennen Sie sich damit aus?
31:45Ich habe die ganze Schublade
31:46davon voll.
31:47Wirklich?
31:48Ja.
31:50Was glauben Sie,
31:51wie sehr die Pharmafirmen
31:53daran interessiert sind,
31:53dass ich die meinen
31:54Patienten verschreibe?
31:57Aber so vollmundig die Versprechungen
31:59auch auf den Verpackungen klingen,
32:01teilweise haben diese Medikamente
32:04extreme Nebenwirkungen.
32:05Das kann bis zum Herzinfarkt gehen.
32:08Herzinfarkt?
32:08Es ist geradezu fahrlässig,
32:10wie leichtsinnig manche Kollegen
32:12diese Mittel herzkranken Patienten verschreiben.
32:15Aber mein Sohn ist jung
32:16und kerngesund.
32:17Er kann auch davon
32:18keinen Herzinfarkt bekommen.
32:19Vermutlich nicht.
32:21Aber wenn er zeugungsunfähig sein sollte,
32:24dann würden uns diese Mittel
32:25sowieso nicht weiterbringen.
32:29Entschuldigen Sie,
32:30aber ich muss zu einer OP.
32:34Morgen haben wir die Ergebnisse
32:35der Untersuchung vorliegen.
32:36Dann sehen wir weiter.
32:37Vielen Dank, Herr Dr. Lonnemann.
32:39Ihre Schwiegertochter
32:40müsste jeden Augenblick zurück sein.
32:42Danke.
32:43Ich warte hier auf Sie.
32:56Oh, da bist du ja schon wieder.
33:03Sie haben ja so viel Blut abgenommen,
33:05als wäre ich zu Blutspende hier.
33:06Ist ja für einen guten Zweck.
33:09Wo ist denn Dr. Lonnemann?
33:10Er musste dringend
33:11zu einer Operation.
33:13Und hat er noch irgendwas gesagt?
33:14Nur, dass morgen
33:15die Ergebnisse
33:15der Untersuchung fertig sind.
33:18Also, für mich wäre es das,
33:19wenn du nichts mehr hast.
33:30Herr Grafenberg.
33:33Kann ich was für Sie tun?
33:35Nein, danke, Frau Schilling.
33:37Patricia ist gerade nicht da,
33:38aber wenn Sie Fragen haben,
33:39dann kann ich Ihnen die
33:40vielleicht auch beantworten.
33:41Das wird nicht nötig sein.
33:44Das ist mein Lieblingsstück
33:45der Falkenthaler Klassiker.
33:47Ein altes Kaffeeservice.
33:48Es wird goldblau.
33:49Mit dem damals beliebten
33:50Blümchenmuster Hermine.
33:52Auguste Victoria, meinen Sie?
33:54Natürlich.
33:55Sie müssen es ja wissen.
33:57Es ist wunderschön.
33:59Wir arbeiten gerade dran,
34:00es mit heutigen Produktionsmethoden
34:01so originalgetreu wie möglich
34:03wieder nachzubilden.
34:04Wenn Sie nichts dagegen haben,
34:05würde ich Patricias Entwürfe
34:06lieber mit ihr selbst besprechen.
34:10Herr Grafenberg.
34:13Was haben Sie gegen mich?
34:17Sie sind hübsch,
34:18zeichnerisch begabt,
34:20sind meine Angestellte,
34:21was soll ich gegen Sie haben?
34:23Stört Sie vielleicht,
34:24dass ich die Freundin
34:24Ihres Sohnes bin?
34:25Selbst das stört mich nicht,
34:27auch wenn es mich nicht beglückt.
34:29Ich weiß,
34:30dass Sie mir die Schuld
34:31daran geben,
34:31dass Daniel eine Zeit lang
34:32sehr unglücklich war.
34:33Das ist ja jetzt vorbei.
34:36Vielleicht mache ich mir Sorgen,
34:39dass meinem Sohn
34:40eine ähnlich unglückliche Zeit
34:42bevorsteht.
34:44Ganz sicher nicht.
34:46Kann Sie das mit Bestimmtheit sagen?
34:49Hatten Sie nicht auch Daniel versprochen,
34:51sich nie von ihm zu trennen?
35:05Danke, Andreas.
35:06Gerne.
35:07Guck mal, weißt du, wo Collier ist?
35:09War er dir verabredet?
35:11Ja, na ja, nicht so direkt.
35:14Aber...
35:14Gibt's Knatsch?
35:16Ja, gibt's.
35:18Dann wird aus dem Knatsch
35:19jetzt Tratsch.
35:22Das bleibt aber unter uns, ja?
35:24Natürlich.
35:25Was liegt an?
35:26Also, kurz vor.
35:28Collier ist genervt von seiner Mutter
35:29und ich habe ihr das heute
35:30ziemlich deutlich zu verstehen gegeben.
35:33Hautsch.
35:34Hm.
35:36Mann, ich mag Birgit wirklich gerne
35:38und sie gibt sich echt Mühe.
35:39Aber in der WG ist es einfach so eng.
35:41Und daraus ergeben sich dann halt so Probleme.
35:45Verstehst du?
35:47Ist heute eigentlich sowas
35:48wie ein Poststreik oder sowas?
35:50Wieso?
35:51Ja, Andreas.
35:53Normalerweise kommen doch hier immer
35:54um die Mittagszeit so viele Briefe an
35:56und heute waren es gerade mal drei Stück.
35:58Ja, heute war einfach nicht mehr.
36:00Dann freu dich doch.
36:02Magst du was essen?
36:04Oh nein.
36:05Was ist?
36:06Was?
36:07Ich habe mir heute fest vorgenommen,
36:09mir wird nicht schlecht.
36:10Nein?
36:12Hä?
36:13Schwanger.
36:14Von wem?
36:15Ja, das willst du nicht wissen.
36:17Doch.
36:30Ich kann es Werner Gravenberg nicht verübeln,
36:32dass er mir nicht vertraut.
36:35Trotzdem ist es mir wichtig,
36:37dass er mich als Designerin anerkennt.
36:40Momentan ist Frederik der Einzige,
36:41der das tut.
36:43Alle anderen denken,
36:44dass ich nur durch meine Beziehung
36:45zu Frederik in der Firma bleibe.
36:47Die hat allen beweisen,
36:48dass ich mehr bin
36:49als nur die Freundin von irgendjemandem.
36:52Dazu habe ich zu hart gekämpft,
36:54mir zu viele Vorwürfe angehört.
37:03Der halbe Tag ist schon wieder rum
37:05und ich habe noch nichts geschafft.
37:08Schlechte Laune.
37:10Siehst du die Porzellanbrosche,
37:11die meine Großmutter da trägt?
37:14Ja, die ist wunderschön.
37:16Ich wollte sie kopieren.
37:18Als Teil der Falkenthaler Klassiker?
37:20Nee, nee.
37:20Als Sonderanfertigung.
37:23Und wo ist das Problem?
37:25Die Branche wurde in der Manufaktur hergestellt,
37:28aber anscheinend
37:28sind die alten Entwürfe verschwunden.
37:30Kannst du sie nicht einfach
37:31vom Foto kopieren?
37:32Ach, da kann man doch fast
37:34gar nichts drauf erkennen.
37:36Ja, da hast du recht.
37:39Ich muss jetzt dringend
37:40mit meinen eigenen Entwürfen weiterarbeiten.
37:42Dein Großvater war von mir,
37:44hat sie sich angesehen.
37:45Hat er irgendwas dazu gesagt?
37:47Dann fragst du ihn lieber selber.
37:49Hast du was dagegen,
37:50wenn ich es mal versuche?
37:52Verdien dich.
38:29Ich muss sicher,
38:31dass sie sich angelt.
38:33Dann spielt deine instructions.
38:37Ich erzähle dich,
38:45ich bin dabei Hallo.
38:47culturally gerne,
38:51wenn ich es mal Angeles
38:51versuche.
38:53Werner, ich würde gerne mit dir sprechen.
38:57Ja, jetzt sofort, wenn es geht.
39:01Schön, bis gleich.
39:15Kopie des Personalausweises.
39:18Ja, Kontoverbindung.
39:22Polizeiliches Führungszeugnis.
39:23Ja, das war's.
39:25Mann, ich will doch nur Motorräder reparieren.
39:28Und die tun so, als ob ich ein Unternehmen mit 250 Angestellten hochziehen will.
39:33Also, wenn der Antrag durch ist, dann hast du den schlimmsten Papierkamm erst mal vom Hals.
39:40Was?
39:41Wenn ich früher an den Maschinen meiner Kumpels rumgeschraubt habe,
39:45dann habe ich das einfach so getan.
39:46Na, und von nun an schläfst du dafür eine Rechnung.
39:49Stell dir vor, Frederik Grafenberg kommt vorbei,
39:51und wir hören, dass ich so einen Vergaser ansehe.
39:53Ich sage dann, das macht jetzt 19,50 Euro.
39:55Das kann ich doch nicht machen.
39:57Gerade deine Freunde müssen lernen,
39:59dass deine Werkstatt nur funktionieren kann,
40:01wenn du für deine Arbeit auch Geld nimmst.
40:03Und was ist mit Familienmitgliedern?
40:06Also, wenn du in Zukunft fürs Fahrrad aufpumpen Geld nimmst,
40:09ich glaube, da müssen wir noch mal drüber reden.
40:12Ich mache jeden Sommerprass.
40:29Ich war gerade in einer Besprechung mit Patrizia.
40:32Was gibt es denn so Dringendes?
40:36Du arbeitest schon wieder zu viel.
40:37Ich mache mir Sorgen um dich.
40:39Und um mir das zu sagen, hast du mich herbestellt?
40:41Nein, das ist nicht alles, Werner.
40:45Gestern, an Philips Grab,
40:47da hatte ich das Gefühl,
40:49dass wir uns wieder sehr nahe waren.
40:55Das war in den letzten Wochen nicht immer so.
40:58Ich weiß.
40:59Ich wünschte,
41:02ich könnte vieles aus der Vergangenheit
41:04ungeschehen machen.
41:05Danke.
41:07Wir können die Zeit nicht zurückdrehen,
41:10wir können nur sehen,
41:11dass wir
41:12in Zukunft
41:13wieder etwas besser miteinander auskommen.
41:16Ich möchte endlich wieder Frieden mit dir schließen.
41:19Ich
41:20bitte dich um Verzeihung
41:23für alles,
41:23was ich getan habe.
41:27Ich weiß nicht,
41:28wie viele Male du schon versprochen hast,
41:30dich zu ändern.
41:31Dieses Mal ist es mir aber wirklich ernst.
41:34Ich möchte,
41:35dass all unsere Streitereien
41:37der Vergangenheit angehören.
41:40Von mir aus gern, Annabelle.
41:45Ich schätze dich nämlich als Mensch
41:48immer noch sehr.
41:49Ich wünsche dir.
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