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KurzfilmeTranskript
00:00Und nach unserem Streit, was ist dann passiert?
00:04Du warst plötzlich verschwunden.
00:09Und dann...
00:11Dann hab ich nach dir gesucht,
00:13weil ich mit dir reden wollte.
00:16Du hast die Villa verlassen.
00:21Und dann?
00:22Was ist dann passiert?
00:26Und dann...
00:31Dann...
00:32Marie, lass gut sein, wenn du dich nicht erinnerst.
00:34Nein, nein, nein, ich...
00:38Ich möchte mich erinnern, aber du musst mir helfen.
00:42Na, komm.
00:43Also nochmal von vorne, ja?
00:46Also du warst plötzlich verschwunden.
00:50Und ich war völlig fertig.
00:52Und dann...
00:53hab ich nach dir gesucht.
00:56Lass gut sein, Marie.
00:57Und dann, nein, warte.
01:00Dann...
01:01War ich im Garten?
01:04Nein.
01:06Ich war...
01:08Am See.
01:10Nein, ja.
01:11Nein, nein, nein, nein, nein.
01:12Hör auf, Marie.
01:12Am Bootshaus.
01:15Am Bootshaus.
01:16Ja?
01:17Marie, es ist gut hier.
01:18Am Bootshaus.
01:20Am Bootshaus.
01:21Nein.
01:21Ja, Daniel, sag's mir.
01:23War ich am Bootshaus.
01:24Ist schon gut, Marie.
01:26Ist gut.
01:31Marie, was ist mit dir?
01:34Marie.
01:37Marie.
01:39Marie.
02:08Untertitelung. BR 2018
02:12Marie, beruhige dich doch.
02:16Marie.
02:22Was kommt hier? Ganz ruhig. Ganz ruhig.
02:26Ganz ruhig.
02:33Ich, äh, gehe nach oben.
02:36Anscheinend bin ich ja hier nicht mehr erwünscht.
02:38Hör auf damit. Die Opferrolle steht dir nicht.
02:48Grafenberg?
02:50Hallo, Frau Riedmann.
02:52Nein, tut mir leid, mein Bruder ist nicht hier.
02:56Ja, das kann sein, aber er hat mir nichts gesagt.
02:59Das weiß ich nicht.
03:01Aber ich richte ihm gerne aus, dass er sie zurückrufen soll.
03:06War das Kommissarin Riedmann?
03:08Gibt es Neuigkeiten?
03:10Sie wollte Daniel sprechen.
03:12Es ging um Marie.
03:15Vielleicht erinnert Marie sich ja bald an die Nacht.
03:18Dann würde sich wenigstens alles aufklären.
03:47Ich habe ihr ein Beruhigungsmittel gegeben. Sie wird jetzt schlafen.
03:50Vielen Dank.
03:54Worüber haben Sie gesprochen?
03:58Meine Güte.
04:00Herr Grafenberg, wir werden eine Vereinbarung.
04:03Liebevolle Zuneigung.
04:05Harmlose Erinnerungen und Gespräche.
04:08Aber nichts ansprechen, was Sie irgendwie aufregen könnte.
04:12Ich wollte Sie ja daran hindern.
04:14Es tut mir leid.
04:16Es hat einen Grund, wenn ich keine polizeiliche Vernehmung zulasse.
04:21Und dann kommen ausgerechnet Sie und bedrängen Sie mit Ihren Fragen.
04:25Das wollte ich nicht.
04:27Ich kann verstehen, dass Sie am Tathergang interessiert sind.
04:32Aber das kann im Moment Frau Vermond massiv schaden.
04:40Wenn Frau Vermond mit traumatischen Erlebnissen konfrontiert wird,
04:45kann das zu Komplikationen führen.
04:49Wie meinen Sie das?
04:52Ihre Seele hat eine Schwelle übertreten, von der wir nur sehr wenig wissen.
04:59Die Gefahr, dass sie da bleibt, für immer, ist noch nicht gebannt.
05:07Aber ich wollte doch nur...
05:09Das hat einen Grund, warum Sie die Ereignisse dieser Nacht verdrängt.
05:14Weil die Erinnerung daran zu schmerzhaft ist.
05:17Lassen Sie Ihre Zeit.
05:19Ihr Zustand ist nach alles andere als stabil.
05:22Auch wenn sie bei Bewusstsein ist.
05:26Danke.
05:29Tun Sie sich und Frau Vermond einen Gefallen.
05:34Kommen Sie erst mal nicht mehr wiederher.
05:51Findest du es nicht auch merkwürdig,
05:52dass Annabelle nach ihrer Haftentlassung wieder direkt hierher kommt?
05:56Das ist ihr Zuhause.
05:58Wenn sie sich ein Hotelzimmer nehmen würde, wäre das ein Schuldeingeständnis.
06:01So berechnend kann auch nur Annabelle sein.
06:04Und ausgerechnet jetzt verschwindet Cathy, ohne sich zu verabschieden.
06:07Und mit ihr Annabelles Alibi.
06:11Glaubst du, Cathy hat gelogen?
06:13Ich kann es nicht beweisen.
06:15Ich kann mir vorstellen, dass Annabelle sie überzeugt hat,
06:17ihr ein Alibi zu geben.
06:19Es ist nicht unsere Aufgabe, das herauszufinden.
06:23Nein.
06:25Das macht Daniel.
06:27Die Polizei ist an dem Fall auch noch dran.
06:30Die Polizei hat es auch geschafft, Jörgen kommen zu lassen.
06:37Ich möchte, dass das endlich alles vorbei ist.
06:40Ich möchte, dass wir uns nur noch um unsere Hochzeitsvorbehaltung kümmern.
06:45Ich auch.
06:48Du wirst bestimmt ein ganz wundervoller Bräutigam sein.
06:51Ja.
06:53Und du, eine ganz wundervolle Bräut.
07:02Ich hole das noch erst, was du trieb, hm?
07:16Hallo?
07:17Hallo, mein Herz.
07:19Wer ist da?
07:21Warte mal.
07:23Jörg?
07:24Ich wusste, dass du mich nicht vergessen hast.
07:26Und ich vergesse dich auch nicht.
07:28Wenn du glaubst, dass du mich los bist, hast du dich geschnitten.
07:31Jörg, was?
07:31Verbrech mich nicht.
07:33Ich bin noch nicht fertig mit dir, Julia.
07:35Ich bin ganz in deiner Nähe.
07:38Bis bald.
07:40Bis bald.
08:00Meine kleine Freundin hatte gemütlich Sehnsucht nach mir.
08:04Danke nochmal.
08:05Gerne geschehen.
08:06Keine Wunsch.
08:07Tschau.
08:07Tschau.
08:17Tschau.
08:18Hey, Charlie.
08:19Hey.
08:20Bist du schon da?
08:21Ich dachte, du wärst noch im Krankenhaus.
08:23Bei einer Villa.
08:26Ich war bei meinen Eltern.
08:28Beziehungsweise bei meiner Mutter, als mein Vater plötzlich aufgetaucht ist.
08:31Sie trun total am Rad.
08:33Mein Vater ist angeblich pleite und meine Mutter soll jetzt für ihn zahlen.
08:38Und ich soll mich aus allem raushalten und studieren.
08:43Entschuldige.
08:44Wo solltest du dich raushalten?
08:52Daniel glaubt, dass Annabelle mir nur das Schlangengift besorgt hat, weil sie gehofft hat, dass Marie daran stirbt.
08:58Seid ihr jetzt völlig durch?
09:03Oder glaubst du, da ist was Wahres dran?
09:08Ich weiß es nicht.
09:11Kann ein Mensch so grausam sein?
09:16Annabelle hätte in aller Ruhe zugesehen, ich meine eigene Schwester umbringen kann.
09:49Ich dachte, dass Jörg längst das Haus hat.
09:51Ich weiß nicht, dass er das Land verlassen hat.
09:53Er bringt sich in Gefahr, nur um mich zu bedrohen?
09:57Aber war er jemals anders?
10:01Ich verstehe nicht, was er damit bezweckt.
10:03Er wird von mir niemals bekommen, was er will.
10:05Das müsste er doch wissen.
10:08Ich werde das der Polizei melden müssen.
10:13Auch wenn es die anderen beunruhigen wird.
10:16Friedrich und Daniel.
10:20Was hast du?
10:22Ach nichts, ich...
10:24Ist alles in Ordnung?
10:26Ja.
10:29Hat deine Mutter angerufen?
10:31Was? Nein, wieso?
10:36Nein.
10:37Nein.
10:37Nein.
10:41Was hat er gesagt?
10:44Er hat gesagt, dass er mit mir noch nicht fertig ist.
10:48Und dass er ganz in der Nähe ist.
10:51Wir müssen sofort Frau Riedmann anrufen.
10:53Hat das nicht Zeit bis morgen?
10:54Das war doch jetzt nur ein Anruf.
10:56Deswegen müssen wir uns ja jetzt nicht gegenseitig verrückt machen, oder?
10:59Wir müssen das melden.
11:00Jörg ist auf der Flucht.
11:02Das ist ein wichtiger Hinweis, dass er noch im Lande ist.
11:04Aus dem mache ich mir Sorgen.
11:08Jörg ist gefährlich.
11:11Das weiß ich zu schätzen, Frederik, aber...
11:14Wir sollten trotzdem nicht in Panik verfallen, ja?
11:17Okay.
11:19Wir werden Frau Riedmann anrufen und dir erzählen, was passiert ist.
11:41Das Wichtigste ist, sich von seiner Angst nicht beherrschen zu lassen.
11:45Denn dann haben sie sich schon zum Opfer gemacht.
11:50Die haben gut reden.
11:52Also echt.
11:54Gehen sie aus, verabreden sie sich oder unternehmen sie etwas alleine.
11:58Nur verkriechen sie sich nicht in ihren eigenen vier Wänden.
12:05Auch wenn sie sich körperlich unterlegen fühlen,
12:08letztendlich entscheidet ihre innere Stärke.
12:12An der können sie arbeiten.
12:14Jetzt, sofort, jederzeit.
12:17Okay.
12:22Okay.
12:24Einfache Gegenstände, die sie immer zur Hand haben,
12:27können ihnen in brenzligen Situationen das Leben retten.
12:29Zum Beispiel ihr Schlüsselbund.
12:33Schlüsselbund.
12:40Naja.
12:41Ob das Jörg Angst macht?
12:47Klemmen sie den Schlüssel mit der Spitze nach außen,
12:51zwischen zwei Fingern und machen sie eine Faust.
12:57Etwas so.
13:00Okay.
13:03Verstehe.
13:05Sehr gut.
13:18Sonnen.
13:19Haben Sie irgendwelche Hintergrundgeräusche gehört?
13:21Kirchenläuten oder irgendetwas?
13:23Nein, es hat sich eher so angehört,
13:24als sei er irgendwo drinnen gewesen.
13:26Darf ich mal?
13:27Mhm.
13:32Er ist keine Nummernkennung.
13:33Er scheint von der Telefonzelle aus angerufen zu haben.
13:35Wir brauchen so schnell wie möglich Polizeischutz für Julia.
13:37Ja, den werde ich beantragen.
13:39Ist das Ihr Ernst?
13:40Wollen Sie warten, bis Julia angegriffen wird?
13:42Jörg Schwarz hat sie als Geisel genommen.
13:44Sie wissen, wozu dieser irre fähig ist.
13:45Grafenberg, jetzt beruhigen Sie sich mal.
13:47Ich werde ja mein Möglichstes tun,
13:48aber es geht nicht von hier auf jetzt.
13:49Und hier wird ja Jörg auch ganz bestimmt nicht aufkreuzen.
13:52Ich will einfach, dass du sicher bist.
13:54Das weiß ich doch.
13:58Guten Abend.
13:59Herr Grafenberg, mit Ihnen wollte ich auch noch sprechen.
14:01Wir sind jetzt ja hier fertig.
14:02Ich werde mich melden,
14:03sobald ich Näheres über den Personenschutz weiß.
14:06Personenschutz?
14:07Jörg Schwarz hat bei Julia angerufen und ihr gedroht.
14:09Was?
14:10Es ist halb so schlimm.
14:12Halb so schlimm?
14:13Ich hoffe, das geht schnell mit dem Personenschutz.
14:14Ja, es ist alles veranlasst.
14:16Veranlasst?
14:16Und wir warten, bis irgendwas passiert ist?
14:18Daniel, es ist schon alles geregelt.
14:20Katerik.
14:22Lass uns nach oben gehen, ja?
14:32Können wir jetzt bitte unter vier Augen sprechen?
14:35Ja, sicher.
14:37Und wenn Jörg mir zu nahe kommt,
14:39dann weiß ich genau, was ich zu tun habe.
14:41Und was?
14:44Warte, hier.
14:47Okay, das kannte ich bisher nicht.
14:49Das tut bestimmt weh.
14:53Selbstverteidigung für Frauen.
14:55Die hundert besten Tricks.
14:57Wenn ich fertig bin mit Lesen,
14:58dann kann ich das gerne mal ausleihen.
15:00Das ist doch ein Frauen-U.
15:02Was soll das denn heißen?
15:04Heißt das, dass Männer keine Angst haben?
15:07Also mir jedenfalls hilft es,
15:08meine innere Stärke zu finden
15:09und keine Angst mehr zu haben.
15:11Na dann.
15:12Jörg ist jetzt außerdem schon auf einem anderen Kontinent.
15:15Wahrscheinlich, ja.
15:17Na, ihr beiden?
15:20Geht's?
15:22Ich habe jetzt gelernt,
15:23wie Frau sich verteidigen kann.
15:24Und ich habe das Gefühl,
15:25ich könnte es mit
15:26so einem Schrank aufnehmen.
15:28Also,
15:30wenn es sein müsste.
15:31Sie sind echt hammerhart,
15:32die Tricks.
15:33Ich würde mich nicht mehr mit Silke streiten.
15:34Ja, ich werde es mir merken.
15:35Für den Fall,
15:36dass wir uns wieder streiten,
15:37wer mit Saugen dran ist.
15:39Ich lade dich auch ein Bier ein, ja?
15:42Kennst du eigentlich schon
15:43den Trick mit dem Korken?
15:45Nein, wie geht denn der?
15:47Ja, dann hast du mal einen Korken?
15:54Den Trick habe ich von meinem Cousin.
15:56Das hat er mir damals gezeigt,
15:57als ich in der Schule
15:58ein paar Probleme hatte mit Schlägern.
16:01Das erhöht die Schlaghaft
16:02ums Zehnfache.
16:04Mir hätte ich den Hals gerettet.
16:05Naja, also mir ist die Sache
16:06mit dem Schüsselbund lieber.
16:07Das habe ich wenigstens immer dabei.
16:11Wenn du dieses Kind kriegst,
16:12dann wirst du keine ruhige Minute mehr haben.
16:14Los, steig rein.
16:14Nein!
16:16Du wirst dich mit diesem Kind
16:17nicht erpressen.
16:18Du wirst tun, was ich dir sage.
16:22Alles in Ordnung?
16:24Jörg.
16:26Och, ich hätte schwören können.
16:29Das ist...
16:30Komm, Söke, ich bring dich nach Hause.
16:49Kann ich Ihnen was zu trinken anbieten?
16:50Nein, danke.
16:51Stört es Sie wenig?
16:51Nein, nein, bitte.
16:55Sie werden noch Schritte einleiten
16:57gegen Jörg Schwarz, meine ich.
16:59Ich finde es äußerst wichtig,
17:00dass Julia Schilling einen Polizeischutz bekommt.
17:02Ja, ich werde mich darum kümmern.
17:04Aber das habe ich bereits
17:05mit Frau Schilling und dem Verlobten abgesprochen.
17:08Herr Grafenberg,
17:10ich habe heute mit Professor Lampkin telefoniert.
17:13Sie waren ja im Krankenhaus.
17:16Ja.
17:18Ich war nicht besonders glücklich zu hören,
17:19dass Professor Lampkin
17:20eine Vernehmung von Marie Wermond ablehnt.
17:23Sie haben mir was anderes erzählt?
17:25Es tut mir leid.
17:26Herr Grafenberg,
17:27wir müssen hier zusammenarbeiten.
17:29Und das funktioniert nur,
17:30wenn Sie ehrlich sind.
17:32Ich habe einen Fehler gemacht.
17:33Dafür habe ich jetzt Besuchsverbot.
17:35Also ist Marie nicht in Gefahr.
17:36Ich kann Sie ja verstehen,
17:37aber es ist wirklich das Beste.
17:38Glauben Sie mir.
17:39Das weiß ich.
17:42Oh, Entschuldigung.
17:43Ich wusste nicht,
17:44dass Sie im Haus sind.
17:46Ich wollte gerade gehen.
17:47Wir bleiben in Verbindung.
17:50Grafenberg?
17:59Warst du bei Marie?
18:00Ja.
18:02Wie geht es ihr?
18:04Kann sie sich immer noch nicht erinnern?
18:08Nein, kann sie nicht.
18:10Du kannst aufatmen.
18:13Ich wünschte,
18:14sie könnte sich erinnern.
18:15Dann wäre endlich bewiesen,
18:16Hör auf mit diesem Schmierentheater.
18:20Ob Marie sich erinnern kann oder nicht,
18:21spielt keine Rolle.
18:23Ich weiß, dass du es warst.
18:31Ach, jetzt habe ich das Buch unten liegen lassen.
18:33Sie geht jetzt ja Zeit bis morgen.
18:35Stimmt.
18:39Bist du sicher,
18:40dass es dir und dem Kleinen gut geht?
18:42Soll ich nicht lieber doch einen Arzt rufen?
18:43Nein.
18:44Der Kleine regt sich halt auch auf,
18:46wenn ich mich aufrege.
18:47Und er braucht oft länger als ich,
18:49sich wieder zu beruhigen.
18:55Der Kleine, der boxt,
18:56als wollte er Jörg K.o. schlagen.
18:59Fühl mal.
19:02Das war ein kräftiger Linkssack.
19:03Ja.
19:08Ich habe mich gerade unmöglich benommen im Kosi, oder?
19:12Überhaupt nicht.
19:13Mach dir da bitte keine Sorgen, okay?
19:15Ruhe dich aus,
19:16ich mache dir mal einen Tee.
19:23Hattest du nicht eine Verabredung?
19:25Ich habe abgesagt.
19:26Die Kneipe gibt es morgen auch noch.
19:29Ach ja.
19:30Und den Typen,
19:31den gibt es morgen auch noch.
19:31Das ist ein alter Schulkollege.
19:34Der läuft nicht weg.
19:36Ein alter Schulkollege.
19:54Daniel?
19:57Störe ich dich?
19:58Nein, nein.
20:00Hat Jörg sich noch mal bei dir gemeldet?
20:02Nein.
20:03Das wird auch alles viel zu sehr aufgebauscht.
20:05Julia, du darfst Jörg nicht unterschätzen.
20:08Entschuldige.
20:10Ich mache mir einfach Sorgen.
20:11Bist du schon gut?
20:12Bitte, setz dich.
20:13Danke.
20:21Wie geht es dir denn?
20:22Gut.
20:24Daniel, das glaube ich dir nicht.
20:31Was wollte Frau Riedmann von dir?
20:34Es ging um Marie.
20:36Ich bin vorher hin bei ihr gewesen.
20:39Ich wollte wissen,
20:40was in dieser Nacht passiert ist.
20:43Aber sie konnte nicht.
20:45Ich wollte, dass sie aufhört.
20:48Aber sie hat immer weitergemacht.
20:51Sie will sich erinnern,
20:52weil sie denkt,
20:52das sei sie dir schuldig.
20:54Wahrscheinlich.
20:56Plötzlich fing ihr ganzer Körper an zu zittern
20:58und für einen Moment dachte ich,
21:00dass sie ohnmächtig wird.
21:01Oh Gott.
21:02Dann habe ich den Arzt gerufen.
21:04Und wie geht es ihr jetzt?
21:06Besser.
21:07Ich habe Besuchsverbot.
21:09Was?
21:09Das war doch gar nicht deine Schuld.
21:11Doch, Julia, irgendwie schon.
21:13Schließlich bin ich derjenige gewesen,
21:14der unbedingt wissen wollte,
21:15was in dieser Nacht passiert ist.
21:17Deswegen hat Marie sich übernommen.
21:22Ich ertrage es einfach nicht,
21:23dass meine Mutter einfach so davonkommt.
21:26Ich weiß, dass sie es war.
21:28Dann gib nicht auf, Daniel.
21:33Es tut mir so leid,
21:34dass ich...
21:36dass ich ihr damals geglaubt habe
21:37und nicht dir.
21:40Ich hätte es wissen müssen.
21:42Du weißt es jetzt.
22:11Frederik.
22:14Schläfst du schon?
22:22Wie sehr habe ich mir letzten Sommer gewünscht,
22:25dass Daniel erkennt,
22:25was seine Mutter uns angetan hat.
22:29Er weiß jetzt,
22:30dass ich ihn damals nicht belogen habe.
22:33Aber was ändert das in unserem Verhältnis?
22:35Wir sind doch längst kein Liebespaar mehr.
22:41Es muss Daniel unendlich viel kosten,
22:43die Wahrheit über seine Mutter zu akzeptieren.
22:48Aber ich werde ihm als gute Freundin beistehen.
22:50er merken,
23:19das war wirklich nicht,
23:20wer von ihm nicht ans하nicos sind.
23:20Aber ich werde ihm als ich das nicht verleiht.
23:25Vielen Dank.
23:57Vielen Dank.
24:23Vielen Dank.
24:50Vielen Dank.
25:21Worüber?
25:23Ach, die ganze Sache mit Annabelle nimmt ihn sehr mit.
25:26Und Marie geht es auch noch nicht so gut, dass sie sich erinnern könnte.
25:31Und er macht sich auch Gedanken wegen Jörgs Anruf.
25:35Jörgs Anruf?
25:36Julia hat einen Drohanruf von Jörg gehalten.
25:39Was?
25:42Der Typ ist doch irre, wenn er dich anruft, obwohl er auf der Flucht ist.
25:46Sehr bloß vorsichtig, Julia.
25:48Das bin ich ja, Patricia.
25:50Aber ich lasse mich auch nicht in Panik versetzen.
25:53Genau das bezweckt doch Jörg mit so einem Anruf.
25:55Du musst ja auch nicht gleich den Kopf verlieren, aber du kannst auf gar keinen Fall so tun, als wenn
25:58nichts wäre.
25:59Ich habe mich einmal auf Jörgs Erpressung eingelassen.
26:01Und damals habe ich alles verloren, was mir lieb und teuer war.
26:06Das wird mir nie wieder passieren.
26:10Es wird doch hoffentlich was wegen Jörg unternommen, oder?
26:13Ja, wir haben Polizeischutz beantragt. Ich hoffe, Frau Riedmann beeilt sich.
26:16Ach so, deshalb.
26:17Was deshalb?
26:18Der Polizist steht wegen Julia in der Einfahrt. Ich dachte schon wegen Mutter.
26:22Siehst du? Mir kann gar nichts mehr passieren.
26:27Wenn Silke erfährt, dass Jörg sich immer noch in Falkenthal rumtreibt, dann wird sie nicht so entspannt reagieren wie du.
26:32Ich gehe auf dem Weg in jemandem Faktor nochmal bei ihr vorbei.
26:38Geht der Polizist dann mit?
26:40Das hoffe ich nicht. Das wird dir Silke nur noch mehr verunsichern.
26:48Wenn ich mich nur an irgendwas erinnern könnte.
26:53Ich würde Daniel so gerne helfen.
26:57Wenn Daniel nicht gewesen wäre, dann würdest du hier überhaupt nicht.
27:00Das ist doch Quatsch.
27:03Daniel hat doch mit dem, was mir passiert ist, nichts zu tun.
27:09Weißt du eigentlich, warum er alles so genau wissen will?
27:13Keine Ahnung.
27:15Ja, was hast du denn gerade damit gemeint?
27:17Wenn Daniel jetzt nicht wäre, dann würde ich nicht liegen.
27:22Du sollst dich doch nicht aufregen.
27:26Oh nein.
27:29Bitte nicht.
27:32Weil ich mit Daniel so gestritten habe, glaubt die Polizei jetzt, dass er derjenige war, der...
27:39Ja?
27:40Ist es das?
27:42Und jetzt sag's mir doch einfach bitte.
27:44Ja.
27:45Aber er war's nicht.
27:47Er hat sogar ein Alibi.
27:49Der würde dir nie so was antun.
27:52Das weißt du.
27:53Ja, natürlich.
27:55Aber jetzt weiß ich wenigstens, warum er so genau wissen will, was in der Nacht passiert ist.
28:04Schau mal.
28:08Die hier haben wir immer gepflückt, als wir Kleinen waren. Kannst du dich noch dran erinnern?
28:14Und du meinst, die hast du in Nachbarsgarten geklaut.
28:18Ja, aber er hat sich auch immer so sehr aufgeregt. Es waren nur ein paar Blumen.
28:22Ich hoffe, diese hier sind legal.
28:25Ja, bis zu Grubersgarten war's mir dann doch ein bisschen wein.
28:29Naja.
28:30Weißt du, woran ich heute denken müsste?
28:34Und Schneeweißchen und Rosenrot.
28:39Echt?
28:40Ja.
28:42Komisch, ne? Ich hab auch keine Ahnung, warum.
28:48Ich hab dir daraus vorgelesen, als du im Koma gelegen hast.
28:53Eigentlich?
28:58Du warst oft hier, oder?
29:10Hallo?
29:12Hallo.
29:13Du kommst hier gerade rechtzeitig.
29:14Sieht ja wunderbar aus.
29:16Danke.
29:18Du hältst dir eisern durch mit dem Joggen.
29:20Respekt.
29:21Ja, es tut mir gut.
29:23Meinem Rücken geht's viel besser und irgendwie kriegt man Kopf klar.
29:27Vielleicht, ich sollte dich auch mal wieder laufen.
29:29Oder willst du immer noch nicht, dass ich mitkomme?
29:35Entschuldige, was hast du gesagt?
29:37Ach, nichts weiter.
29:40Weißt du, ich überlege die ganze Zeit, ob ich nicht vielleicht doch einen Fehler gemacht habe.
29:44Ich hätte diese Kowalski nicht so anmachen sollen.
29:48Jetzt macht er keinen Kopf, es ist nur mal passiert.
29:51Und was ist, wenn Dietmar jetzt wirklich so ein Vorstellungsgespräch hatte und es meinetwegen schiefgegangen ist?
29:58Aber du hast doch selbst gesagt, dass es eben nicht nach einem Vorstellungsgespräch aussah.
30:03Nee, danach sah es nur wirklich nicht aus.
30:06Na siehst du.
30:07Außerdem finde ich es gut, dass du aufhörst, Dietmar ihm alles zu glauben.
30:10Ja, gelogen hat er mich nur wirklich oft genug.
30:13Aber was ist, wenn er diesmal nur ausgerechnet die Wahrheit gesagt hat?
30:18Ja, hast du das Gefühl, Dietmar was schuldig zu sein?
30:21Nein.
30:22Aber ich finde, es ist nur wirklich nicht die feine englische Art, fremde Frauen derart zu beleidigen.
30:27Oh ja.
30:31Weißt du was?
30:33Ich werde diese Kowalski anrufen.
30:35Ich werde mich bei ihr entschuldigen.
30:37Das tue ich nicht für Dietmar.
30:39Das tue ich wirklich nur meinetwegen.
31:04Hallo.
31:07Hallo.
31:09Oh Gott.
31:10Oh, du, ich habe gerade nur Obstsalat geschnitten.
31:15Ach, die sind aber schön.
31:16Ich habe mir schon gedacht, dass dir Jörgs Ausbruch zu schaffen macht.
31:20Ach, der ist doch schon längst über alle Berge.
31:24Außerdem habe ich gelesen,
31:26fürchte nichts, außer die Furcht selbst.
31:30Naja, willst du auch einen Tee?
31:31Gerne.
31:36Du...
31:37Jörg hat bei mir angerufen.
31:39Was?
31:40Keine Sorge, ich habe der Polizei schon Bescheid gesagt.
31:43Ja, und was ist, wenn er jetzt hier aufkreuzt?
31:46Das wird er nicht.
31:47Warum sollte er denn?
31:49Ja.
31:51Warum sollte er?
31:53Verstehst du nicht?
31:55Meinetwegen ist er verhaftet worden,
31:56also wird er sich auch an mir rächen.
31:58Er wird dir nichts tun.
31:59Danke.
32:01Meinst du?
32:02Ganz sicher.
32:04Ja.
32:06Ja.
32:07Also deine Nerven möchte ich haben.
32:16Hast du wirklich keine Angst?
32:18Jörg macht immer viel Wind.
32:20Aber er wird auch zusehen,
32:21dass das Schleunigst von hier verschwindet.
32:23Sonst wird die Polizei nämlich früher oder später finden.
32:27Früher wäre mir lieber.
32:30Ja.
32:33Ja.
32:34Jörg auf.
32:54Jörg habe im Hintergrund.
33:24Untertitelung des ZDF, 2020
33:27Schluss jetzt.
33:29Ich darf mich nicht verrückt machen, nur weil alle um mich herum so panisch sind.
33:34Sie meinen es ja gut, aber dadurch, dass Frederik und Daniel solche Angst um mich haben, fange ich auch noch
33:38damit an.
33:41Aber wie war das noch?
33:42Man hat nichts zu fürchten, außer der Furcht selber.
33:46Ich rede Silke gut zu und mache es selbst nicht besser.
33:49Ich muss einfach meinen eigenen Rat befolgen und ruhig bleiben.
33:57Natürlich, Charlotte, ich verstehe deinen Standpunkt.
34:01Du hast ja recht. Marie braucht absolute Ruhe.
34:05Ich wollte sie doch gar nicht aufregen.
34:09Charlotte, jetzt hör mir mal.
34:19Du darfst es ihr nicht übel nehmen.
34:23Sie hat einfach Angst um Marie.
34:24Ich weiß.
34:26Sie hat auch völlig recht. Ich mache mir selbst Vorwürfe. Danke.
34:29Ich war einfach so versessen, darauf herauszufinden, was passiert ist, dass ich...
34:34Ich bin genauso wie sie.
34:36Das ist nicht wahr. Du bist nicht wie deine Mutter.
34:40Aber ich kann nicht aufgeben.
34:42Ich will herausfinden, was passiert ist und ich will, dass sie ihre gerechte Strafe bekommt.
34:48Aber du musst Marie etwas Zeit lassen, wieder richtig gesund zu werden.
34:56Bin ich zu hart zu Annabelle?
34:58Ich glaube nicht.
35:02Ich wünschte Kati, wir hier.
35:04Dann könnten wir dieses ach so passende Alibi in Nullkomman nichts zerlegen.
35:07Du glaubst, sie hat gelogen?
35:08Ja, das muss sie.
35:10Ich habe doch mitbekommen, wie meine Mutter gestanden hat, Marie niedergeschlagen zu haben.
35:14Ich weiß auch nicht.
35:15Irgendwie muss sie Kati dazu überredet haben, ihr ein Alibi zu geben.
35:19Das konnte sie schon immer gut.
35:22Hoffentlich meldet sich Kati bald.
35:24Das wird schon.
35:27Danke, dass du mir glaubst, Eva.
35:30Du bist auf dem richtigen Weg.
35:44Ja, vielen Dank.
35:46Danke.
35:50Willst du nichts bestellen?
35:52Danke, du.
35:53Ich bin in Eile, wenn du möchtest.
35:55Danke, ich habe schon.
35:58Warum wolltest du mich so dringend sprechen?
36:02Es geht noch mal um diese Frau Kowalski.
36:04Lass bitte Frau Kowalski in Ruhe, ja?
36:06Ich habe sie nur mit Mühe beruhigen können.
36:08Ja, ich weiß.
36:10Darum geht es ja.
36:11Ich war unhöflich zu ihr.
36:12Ach ja?
36:13Ja, und ich möchte mich bei ihr entschuldigen.
36:17Dann hast du endlich eingesehen, wie dumm es war, zu glauben, dass wir ein Verhältnis haben.
36:21Gib mal.
36:22Nicht sehr der Ähnliche.
36:23Aber da ich für dich aufkommen muss, wenn du keine Arbeit hast, möchte ich kein Risiko eingehen.
36:28Du...
36:29Hast sicher noch Ihre Telefonnummer?
36:32Ja.
36:33Ja.
36:44Ja.
36:46Ich gehe dann direkt wieder.
36:48Tschüss.
36:54Entschuldigung, ich hätte gern zweimal den pochierten Seeteufel mit Safran-Risotto und eine Flasche Grauburgunder.
37:01Und bringst du dir noch ein paar Eiswürfel dazu, ja?
37:13Sie haben es geschluckt, mein Zuckerschnutchen.
37:18Warum seid ihr nicht in der Manufaktur?
37:21Ist es schon so weit gekommen, ihr redet nicht mehr mit mir?
37:25Ich verstehe nicht, warum du hier bist.
37:28Wenn du mich arbeiten lassen würdest, wäre ich jetzt in der Manufaktur.
37:31Das meine ich nicht. Warum nimmst du dir kein Hotelzimmer?
37:34Weil das hier mein Zuhause ist.
37:37Offenbar hast du vergessen, dass Werner in seinem Testament...
37:39Wenn Großvater gewusst hätte, was das für Konsequenzen hat, hätte er sicherlich eine Klausel eingefügt, die Mörderinnen ausschließt.
37:44Hört auf!
37:46Das ist ja nicht zum Aushalten.
37:48Danke, Patricia.
37:49Ich bin nicht auf deiner Seite.
37:52Kommen wir weitermachen?
38:00Wir hätten im Büro bleiben sollen.
38:02Kann man, kann man schon arbeiten?
38:04Entschuldigen Sie, die Eingangstür war offen, da bin ich...
38:06Ist was passiert?
38:08Es ist sehr schön, dass ich Sie alle zusammen antreffe.
38:11Ich hoffe, Marie, geht es gut?
38:14Wir haben hier einen Fax von unseren französischen Kollegen bekommen.
38:18Es gab einen Autounfall an der Atlantikküste.
38:21Mit einem Mietwagen.
38:23Der Wagen ist auf den Namen Cati Krüger gemietet worden.
38:27Mein Gott, Cati, ist sie verletzt?
38:31Sie ist...
38:32...tot.
38:47Der Wagen ist auf den Namen Cati Krüger.
39:05Andreas, warum klingelst du?
39:07Schlüssel vergessen.
39:08Ah.
39:09Ich war gerade auf dem Weg zum Großhändler und dachte mir,
39:11bei der Gelegenheit schaue ich kurz vorbei und frage dich, wie es dir geht.
39:14Ganz gut. Julia war hier.
39:17Jörg hat sie angerufen.
39:19Was wollte er?
39:20Na, was wohl? Er hat sie bedroht.
39:24Aber keine Angst.
39:25Sie hat Polizeischutz bekommen.
39:27Ja, aber das heißt auch, dass er sich noch hier in der Gegend aufhält.
39:31Na ja, aber das heißt auch, dass die Polizei ihn bald schnappt.
39:37Und das lässt dich ganz kalt.
39:40Na ja, Julia hat mich beruhigt.
39:42Und dann habe ich eingesehen, dass es überhaupt keinen Sinn macht, Angst zu haben.
39:46Und außerdem ist Jörg hinter Julia her.
39:48Und wird dich in Ruhe lassen, ja?
39:51Na ja, aber es ist doch ganz einleuchtend.
39:54Nicht, dass ich jetzt etwa das toll fände, dass Julia...
39:57Das habe ich auch nicht gedacht.
40:00Aber sie wird ja auch von der Polizei beschützt.
40:03Siegel, das hast du schon gesagt.
40:04Ich muss jetzt kein schlechtes Gewissen haben.
40:08Willst du schon los?
40:09Ja, ich wollte nur mal schauen, ob es dir gut geht.
40:12Ja, und wenn es mir jetzt schlecht gehen würde?
40:15Dann hätte ich dich beruhigt.
40:17Und wenn das jetzt eine halbe Stunde gedauert hätte?
40:19Dann hätte ich mir die Zeit genommen.
40:22Ja, stell dir doch einfach vor, mir geht schlecht.
40:24Wir trinken jetzt noch einen Tee zusammen.
40:27Okay, war ein Scherz.
40:29Bis zum zweiten Abend, ja?
40:47Falkenthal-Porzellan, Julia Schilling am Apparat?
40:50Herr Frank, hallo.
40:52Nein, Patriz, Frau Grafenberg hat mir bereits gesagt,
40:55dass die Vorlagen direkt an die Druckerei gehen sollen.
40:59Gut, alles klar, danke, bis dann.
41:08Frederik.
41:22Glaubst du nur, weil du schneller läufst, kannst du mir entkommen?
41:24Oh, mein Gott.
41:27Oh, mein Gott.
41:48Mach dir doch...
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