- vor 15 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:02Hoffentlich ist er überhaupt zu Hause.
00:04Meinst du nicht, ist es besser, wenn wir einzeln mit ihm sprechen?
00:07Das haben wir doch versucht.
00:09Das reicht.
00:11Wir stehen das zusammen durch.
00:15Ich finde auch, wir sollten uns nicht vor ihm verstecken.
00:22Nein, das möchte ich auch nicht.
00:42Julia, ich liebe dich.
00:46Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben.
00:49Nicht eine Minute.
01:00What you looking for?
01:03No one has the answer.
01:06They just want more.
01:11Hey, who's gonna make it back?
01:17This could be the first day of my life.
01:38Frederic.
01:41Es tut mir leid.
01:44Ich wollte nicht.
01:46Wir wollten...
01:49Schon gut.
01:51Ich habe sie überlebt.
01:55Ach ja, Glückwunsch zu bevorstehenden Hochzeiten.
01:59Deshalb sind wir hier.
02:01Wir wollten es dir gerade sagen.
02:05Ich weiß es schon.
02:07Wir möchten gern mit dir reden.
02:13Ich bin...
02:15ziemlich kaputt und...
02:17die letzten Tage in der Manufaktur waren auch nicht ganz einfach.
02:21Ich verstehe.
02:22Wir können es ja auch immer noch verschieben.
02:26Wenn was ist.
02:27Wir haben uns ein Zimmer im Hotel reserviert.
02:30Im Falkenthalerhof.
02:32Im Hotel?
02:33Wieso übernachtet ihr nicht hier?
02:36Ich habe kein Problem damit.
02:39Und wie ihr sicher wisst,
02:41befindet sich die Wille bald nicht mehr in Familienbesitz.
02:44Nutzt die Zeit, um Abschied zu nehmen.
03:00Ich habe dich gesucht.
03:04Eva hat mir gesagt,
03:05dass du zum Karpel bist.
03:09Traurig?
03:11Sauer.
03:12Auf wen denn?
03:16Mein Großvater wüsste,
03:17was die mit seiner Firma machen.
03:20Der hört sich im...
03:26Ich kapiere einfach nicht,
03:27wie Frederik sich von dieser
03:28Viktoria van Weiden
03:29so einwickeln lassen kann.
03:31Was ist denn passiert?
03:32Er schläft mit ihr.
03:35Voller Körperinsatz will ich werden, weil...
03:37Lass die Sprüche.
03:38Ich bin nicht in Stimmung dazu.
03:40Sorry.
03:41Ich wollte dich nur ein bisschen aufmachen.
03:44Sie versucht, die Firma zu zerschlagen
03:46und er checkt es nicht.
03:47Er unterschreibt ohne Rücksprache mit mir
03:49den Vertrag, er geht mit ihr ins Bett
03:51und du denkst, sag mal, geht's noch?
03:52Und er sagt, er hätte alles im Griff
03:54und ich sollte mich nicht
03:55von meinen Gefühlen leiten lassen.
03:57Wie kommt er denn da rauf?
03:59Er wirft mir vor,
04:01ich hätte Viktoria noch nie leiden können.
04:04Ich wollte sie aus persönlichen Gründen
04:05nicht in der Firma haben,
04:06obwohl sie angeblich unsere Rettung war.
04:09Ja, aber noch besitzt sie doch
04:10die Mehrheit der Anteile.
04:11Ja, noch.
04:13Aber Frederik hat sie schon auf ihrer Seite.
04:16Und wer weiß, welches Ass Viktoria
04:18noch im Armel hat.
04:24Mein Großvater hat so hart
04:26für Falkenthal-Porzellan gearbeitet.
04:29Es war sein Lebenswerk.
04:33Er hat Verantwortung übernommen.
04:35Seine Mitarbeiter geliebt.
04:46Und jetzt sitzt dieses blonde Gift
04:48in der Chefetage.
04:50Ich könnte kotzen.
05:01Es gibt keinen Grund,
05:02dass ihr im Hotel übernachtet.
05:04Wir fanden es irgendwie unangebracht
05:06nach allem, was passiert ist.
05:07Wir wollten es uns allen
05:09einfach etwas leichter machen.
05:13Danke für die Rücksichtnahme.
05:14Frederik.
05:18Ich weiß, dass alles,
05:19was ich jetzt sagen kann,
05:20in deinen Ohren schal klingen muss.
05:21Aber ich...
05:21Daniel hat völlig recht.
05:24Wir sollten es uns alle
05:25nicht so schwer machen.
05:27Unsere Familie hat schon genug durchgemacht.
05:29Übernachtet in der Villa.
05:30Ich habe kein Problem damit.
05:32Ich habe noch einen Termin.
05:36Irgendwie.
05:52Ich weiß.
06:04Ich habe ein paar Mal.
06:17Sag mal, dir liegt doch was auf dem Herzen.
06:21Ja.
06:24Also pass auf, es geht um Tobias.
06:30Wir sind uns näher gekommen.
06:33Nein, du und Tobias?
06:35Mhm. Das ist doch wunderbar.
06:38Meine Mutter war heute so ganz anders. So aufgekratzt. Sie hat eine neue Halskette. Ich glaube, sie hat ein Date.
06:46So, so.
06:48Weißt du da vielleicht irgendwas?
06:50Naja, wissen tue ich nicht, aber ich könnte mir was denken.
06:55Aha. Na, jetzt sag schon.
06:58Naja, ich kann mir schon vorstellen, dass es zwischen den beiden gefunkt hat.
07:02Zwischen...
07:04meinem Vater und deiner Mutter, ja.
07:07Das gibt's nicht.
07:09Hat sich das schon seit Längerem angebahnt.
07:13Hm.
07:15Aber das erzählst du nicht, dass du das von mir hast.
07:17Ich hab gesagt, dass ich dicht halte.
07:20Ne, ne, schon, schon okay.
07:22Naja, dann sind wir sozusagen verwandt.
07:28Bloß nicht.
07:38Hallo, ich bin's, Christa.
07:40Wo steckst du?
07:42Unter meinem Auto. Und du?
07:44Ich bin der Falkenthal.
07:46Hast du Julia schon von mir erzählt?
07:49Nein, noch nicht.
07:51Deshalb rufe ich auch an.
07:53Bist du dir sicher, dass du Julia kennenlernen willst?
07:56Na ja, klar will ich sie kennenlernen.
07:58Das ist mir wichtig.
07:59Und dir doch auch, oder?
08:01Du hast recht.
08:02Wann kommst du an?
08:03Ja, ich denke, morgen Vormittag bin ich da.
08:07Gut, bis dann.
08:09Fahr vorsichtig.
08:10Oh, das ist gerade nicht so wirklich mein Problem.
08:13Bis morgen, Christa.
08:14Ich freu mich, euch beide zu sehen.
08:20Au!
08:27Mist!
08:30Wie, du lässt die beiden unter deinem Dach übernachten?
08:34Danke.
08:36Es ist nicht mein Dach.
08:37Und es war auch nie meines.
08:40Mein Vater hat die Villa Patricia vermacht
08:41und jetzt gehört sie irgendeiner Immobilienfirma.
08:44Es ist doch egal. Es ist dein Zuhause.
08:46Also, ich weiß nicht, was ich getan hätte
08:48nach allem, was die dir angetan haben.
08:50Schon gut, Viktoria.
08:51Ich hätte sie ganz sicherlich nicht in meinem Haus übernachten lassen.
08:55Ich will Daniel und Julia nicht als meine Feinde betrachten.
09:00Wie schaffst du das?
09:04Die mich nicht zurückblicke.
09:06Aber dafür muss man doch blind sein.
09:08Was wirst du mir denn sagen? Soll ich sie jetzt hassen?
09:11Nein, nein.
09:14Ich wollte dir nur sagen,
09:16wie sehr ich dich bewundere.
09:18Für deine Souveränität und Großherzigkeit.
09:25Ich mag dich.
09:27Du bist so anders als ich.
09:34Meine größte Niederlage wäre, wenn ich mich jetzt gehen lasse.
09:38Wenn ich unversöhnlich wäre.
09:42Es ist wirklich genug kaputt gegangen und es muss ein Ende haben.
09:47Und Daniel...
09:49Daniel ist immer noch ein Teil meiner Familie.
09:52Wir wissen beide, dass einen niemand so sehr verletzen kann,
09:55wie ein Teil der eigenen Familie.
09:59Und im Gegensatz zu seinen Freunden
10:01kann man sich seine Neffen nichten
10:02und vor allem die Schwägerinnen leider nicht aussuchen.
10:05Einmal Tiramisu?
10:06Für die Dame.
10:11Danke.
10:11Gerne.
10:27Hey.
10:28Julia.
10:30Komm, setz dich.
10:31Danke.
10:32Möchtest du was trinken?
10:33Nein, danke.
10:36Und?
10:37Wie war dein Treffen mit deiner Mutter?
10:40Zuerst war mir ziemlich mulmig.
10:43Aber als sie denn vor mir stand,
10:44da habe ich mich riesig gefreut.
10:48Keine schlechten Gefühle?
10:51Nein.
10:51Bei dir?
10:54Also, um ehrlich zu sein,
10:56im ersten Moment dachte ich,
10:58was will Christa wieder hier?
10:59Hat sie Schulden?
11:00Ist wieder was passiert?
11:01Nein, sie wollte mir zur Hochzeit gratulieren.
11:03Ja, ich weiß.
11:04Und mit ihrer Vergangenheit zurechtkommen.
11:06Ich glaube, sie hat sich wirklich verändert.
11:08Die Therapie scheint wirklich was gebracht zu haben.
11:12Aber wie oft hat sie uns schon getäuscht und enttäuscht?
11:17Ich hoffe, dass sie diesmal keine böse Überraschung mit dem Gepäck hat.
11:21Sie ist trotz allem meine Mutter.
11:23So wie du mein Vater bist.
11:25Und ich bin froh, dass ich euch beide habe.
11:29Weißt du was?
11:31Was hältst du davon, wenn wir deine Rückkehr aus Südafrika feiern?
11:34Ein gemeinsamer Umtrunk der Familie Becker mit der Familie Herd.
11:37Sehr gerne.
11:41Sprichst du aus eigener Erfahrung?
11:43Womit?
11:45Dass man sich seine Familie nicht aussuchen kann.
11:48Ich hätte gerne ein Mitspracherecht gehabt, als mein Bruder Max sich seine Frau ausgesucht hat.
11:55Aber lassen wir das Thema.
11:59Ich muss jetzt wirklich los.
12:02Ich dachte eigentlich, dass wir den Abend zusammen verbringen.
12:06Das dachte ich auch.
12:09Aber mein Vater hat mich gebeten, noch einmal wichtige Vertragsunterlagen für ein neues Projekt unserer Firma durchzugehen.
12:18Was Süßes?
12:19Als kleinen Groß?
12:21Die Rechnung übernehme ich.
12:24Kann ich zahlen?
12:25Ja, natürlich.
12:34Ja?
12:36Ja, das bin ich, Nina Bergmann.
12:39Ach, der Kalenderverlag.
12:40Ja, natürlich.
12:43Ja, genau.
12:44Meine Bewerbung wurde Ihnen für ihn gebracht.
12:47Ja, so schnell habe ich ehrlich gesagt auch nicht mit einer Rückmeldung gerechnet.
12:51Der Anglerkalender, genau.
12:52Das war ich.
12:55Ja.
12:55Wie schnell brauchen Sie denn die Fotos?
13:00Verstehe.
13:01Besser gestern als heute.
13:04Ja, ich denke, das ist machbar.
13:08Ja, Landschaft im Sommer.
13:10Mhm.
13:11Felder sehen.
13:12Ja, kein Problem.
13:17Machen Sie mir ein Angebot?
13:21Einverstanden.
13:24Also, habe ich dann den Auftrag?
13:29Gut.
13:31Sie kriegen übermorgen die Bilder von mir.
13:32Per Mail.
13:33Versprochen.
13:34Ja, Sie können sich auf mich verlassen.
13:37Wiederhören.
14:06Hi.
14:07Es gab schon die eine oder andere ungemütliche Situation.
14:12Naja.
14:13Ohne Tobias Hilfe würde ich wahrscheinlich gar nicht hier sitzen.
14:16Aber umso schöner ist es doch, dass ich jetzt wieder bei euch sein kann.
14:20Naja, dann würde ich mal sagen, auf dich, Julia.
14:23Und darauf, dass in Zukunft alles genauso wird, wie du es dir wünschst.
14:28Julia hat eine Tischrede.
14:30Das hat mir auch noch nicht.
14:31Die Klappe.
14:32Keine Angst, das wird gar keine Tischrede.
14:34Ich wollte mich einfach nur mal bei euch bedanken.
14:37Ihr seid die wunderbarste Familie der ganzen Welt.
14:40Und ich bin glücklich, dass ich dazugehöre.
14:43Danke dafür, dass ich euch immer vertrauen kann und dass ich so gut aufgehoben bin hier.
14:54Und was ich übrigens noch mal fragen wollte.
14:57Lilly hat angedeutet, dass sie, Herr Becker, und meine Mutter...
15:00Also, kann es sein, dass da was läuft?
15:04Gold, ich habe versprochen, dass du nichts sagst.
15:06Ich meine ja nur.
15:08Was nur, Lilly.
15:12Ja, so könnte man es ausdrücken.
15:14Das ist ja der Abend der Bekenntnisse und Enthüllungen.
15:17Tja, so ist das eben.
15:18Wo die Liebe hinfällt, hm?
15:20Hm.
15:33Und habt ihr schon Pläne nach der Hochzeit?
15:35Na ja.
15:36Ich habe in Südafrika ein Projekt gelaufen.
15:38Ich habe dafür die Verantwortung übernommen.
15:41Natürlich haben wir schon darüber nachgedacht, ob wir jetzt in Falkental bleiben oder nicht.
15:44Heißt das, ihr wollt uns nach der Hochzeit schon wieder verlassen?
15:47Nein, darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, Eva.
15:50Jetzt sind sie doch gerade erst angekommen.
15:51Lass uns nicht gleich wieder von Abschied reden.
15:53Du hast ja so recht, Patricia.
15:54Ja.
15:55Und bevor ich noch weitere blöde Fragen stelle, mache ich mich lieber wieder an meiner Arbeit.
16:00Lass uns.
16:07Hallo.
16:08Hallo, Frederik.
16:11Jemand einen Trink?
16:12Ich kann einen vertragen.
16:14Danke, ich trinke nicht mehr.
16:16Und ich muss los.
16:17Ich bin noch mit Nico verabredet.
16:19Bis später.
16:26Wie war der Flug?
16:28Gut, danke.
16:31Und Dubai?
16:32Ich glaube, du hast uns eine Postkarte aus Dubai geschickt.
16:35Ja, Dubai war heiß.
16:37Wüste eben.
16:39Tja.
16:41Du siehst, sind wir mächtig am Packen.
16:45Ja.
16:47Auf das glückliche Hochzeitspaar.
16:53Frederik, wir wollten mit dir über die Hochzeit sprechen.
16:55Ich weiß.
16:56Euch trifft keine Schuld.
16:58So habe ich das nicht gemeint.
17:00Komm, wir reden in Ruhe darüber, okay?
17:03Worüber sollten wir reden?
17:05Ihr werdet heiraten.
17:06Dann ist ja alles gut.
17:09Ich hoffe doch nur, dass wir in Zukunft normal miteinander umgehen können.
17:14Ja, wir werden sehen.
17:17Ich wollte dir noch etwas anderes sagen.
17:20Ich respektiere deine Entscheidung, die du für die Firma getroffen hast.
17:25Dann weißt du also, dass deine Mutter Geld unterschlagen hat und wir die von beiden Gruppe beteiligen mussten.
17:30Ja, Julia hat mir davon erzählt.
17:33Ich möchte auch, dass du weißt, dass ich nicht mehr in die Firma zurückkehren werde.
17:37Dieses Kapitel ist für mich abgeschlossen.
17:41Okay.
18:00Bisschen schnell ging das ja jetzt schon, oder?
18:02Was denn?
18:03Na ja, das mit deiner Mutter und meinem Vater.
18:06Ach ja.
18:09Und wie findest du's?
18:10Ganz okay.
18:13Ja.
18:14Ich freue mich ja auch für meinen Vater und der sieht wirklich glücklich aus.
18:18Aber?
18:20Bisschen komisch ist das irgendwie doch.
18:22Ist nur eine Frage der Gewohnheit.
18:27Was sagt die Post?
18:29Dass wir vielleicht bald keinen Strom mehr bekommen.
18:33Warum?
18:35Weil Tim die Stromrechnung nicht bezahlt hat.
18:52Blüß mich.
18:54Ich brauch das jetzt.
19:02Was ist denn los?
19:04Ich hab Sehnsucht nach ein bisschen Wärme.
19:07Ist dir das so kalt?
19:09Zu Hause ist es so ungemütlich geworden.
19:12So fremd.
19:14Überall Umzugskisten.
19:15Abschied.
19:17Du brauchst einfach ein bisschen Abwechslung.
19:19Meer statt See.
19:21Wüste statt den Wesen.
19:24Ja.
19:24Vielleicht sollten wir wirklich ein paar Tage Urlaub machen.
19:27Mhm.
19:27Das war nicht das, was ich meinte.
19:30Wollen wir nicht endlich unsere Weltreise angehen?
19:32Jetzt.
19:33Ja, jetzt.
19:34Ich hab dafür im Moment keinen Kopf.
19:39Dann werden wir endlich von uns alleine.
19:43Du müsstest nicht mehr frieren.
19:47Irgendwann, Nico.
19:49Aber nicht gleich.
19:51Solange Julia und Daniel da sind, will ich nicht weg.
19:54Du vergisst unseren Plan nicht, ja?
19:57Ganz sicher nicht.
19:59Ja.
20:17Hey.
20:18Hey.
20:22War dein Abend schön?
20:23Ja.
20:24Sehr schön.
20:25Und deiner?
20:29Tja, wie man's nimmt.
20:30Ich hatte ein Gespräch mit Frederik.
20:33Ich hab ihm gesagt, dass ich nicht mehr in die Manufaktur zurück will und...
20:37...dass ich alle seine geschäftlichen Entscheidungen respektiere.
20:40Und wer hat das aufgenommen?
20:43Er war sehr unnahbar.
20:46Aber ich glaube, irgendwie war er erleichtert, dass ich das überhaupt angesprochen habe.
20:51Und sonst?
20:53Wie ist es denn für dich, wieder hier zu sein?
20:55Ich weiß nicht.
20:58Es ist ein bisschen wie auf der Durchreise.
20:59Ja.
21:01Bist du gar nicht traurig drüber, dass die Villa verkauft ist?
21:04Doch.
21:06Aber nicht meinetwegen.
21:09Ich bin traurig wegen Patricia und Eva.
21:12Ja.
21:13Für die beiden ist es sehr schwer, ich weiß.
21:17Trotzdem bin ich froh, noch einmal hier zu sein.
21:20Mit dir.
21:22Es ist...
21:25Es ist wie eine Versöhnung mit allem, was passiert ist.
21:28Ja.
21:47Morgen, bitte.
21:49Na, ein bisschen so auf dem Sprung.
21:51Willst du los?
21:52Ja.
21:53Ein neuer Job.
21:54Ach.
21:55Ich denke, du willst mehr Zeit mit Paula verbringen.
21:57Ja, und vielleicht kann der neue Job bald den im Lanzino ersetzen.
22:00Ich habe mich doch als Fotografin bei ein paar Verlagen beworben.
22:02Ja, das hat mir Tobias erzählt.
22:05Und einer von denen hat sich gestern bei mir gemeldet.
22:07Aufnahmen für einen Kalender, Landschaft im Sommer und so.
22:12Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Auftrag für einen Kalenderverlag jemals so glücklich machen könnte.
22:16Aber das ist doch toll.
22:18Zahlen Sie wenigstens ordentlich?
22:19Hm.
22:20Ist ein kleiner Verlag.
22:21Aber drei bis vier von solchen Aufträgen im Monat und ich müsste nicht mal kellnern.
22:24Ja, und warum musst du so plötzlich los?
22:27Hat der Verlag Zeitdruck?
22:28Ja, sonst hätten die mich gar nicht angerufen.
22:30Die sind von einem anderen Fotografen versetzt worden und haben Termine in der Druckerei.
22:33Die brauchen die Bilder sofort.
22:35Deshalb komme ich auch vorbei.
22:36Hättest du Zeit, auf Paula aufzupassen?
22:39Ja, ja, klar.
22:40Ich muss zwar nachher zur Arbeit, aber du, Tobias, kann ja auch rübernehmen.
22:44Super.
22:44Danke, Birgit.
22:45Ach, noch was?
22:46Tobias, ihr seid ein sehr schönes Paar.
22:49Tobias und du meine ich.
22:59Ich habe dir doch erzählt, dass ich mich während meiner Therapie mit meiner Vergangenheit beschäftigt habe.
23:04Ja.
23:06Mein Therapeut meinte, dass es für meine Zukunft wichtig ist, dass ich mit meiner Vergangenheit ins Reine komme.
23:12Und kann ich dir dabei irgendwie helfen?
23:17Es gibt eine Sache, die für mich immer noch nicht geklärt ist.
23:21Welche?
23:23Ob Tobias wirklich dein Vater ist.
23:28Also für mich ist die Sache geklärt.
23:30Tobias ist mein Vater, das fühle ich.
23:32In meinem Herzen.
23:36Warum lässt du dann keinen Vaterschaftstest machen?
23:39Damit ich mir genauso sicher sein kann wie du.
23:42Es gibt einen Vaterschaftstest.
23:44Es gibt einen?
23:45Ja, wir haben einen machen lassen.
23:48Und?
23:50Was ist das Ergebnis?
23:52Das Ergebnis kennen wir nicht.
23:53Wir haben ihn weggeworfen.
23:55Egal, was da drin steht, Mama.
23:57Tobias ist mein Vater und ich bin seine Tochter.
24:00So einfach ist das.
24:09Guten Tag.
24:11Ist Frau Hertel gar nicht da?
24:13Die kommt gleich wieder.
24:14Kann ich Ihnen helfen?
24:16Ich würde gern mit Herrn Grafenberg sprechen.
24:18Der ist noch nicht da.
24:20Ja, dann, ähm, dann warte ich einfach.
24:24Ist es sehr dringend?
24:27Ich muss mit Herrn Grafenberg über meinen Vertrag sprechen.
24:35So was lenkt bei Personalgesprächen nur ab.
24:37Oh Gott, ähm, ja, das kommt beim Campen manchmal vor.
24:40Campen?
24:41Vielleicht kann ich Ihnen weiterhelfen.
24:43Viktoria von Weiden.
24:44Und Sie?
24:45Ähm, Tim Gerlach.
24:46Ich war bis vor kurzem hier angestellt und...
24:48Hat man Ihnen gekündigt?
24:50Frau von Weiden?
24:51Ähm, nein, ich hab mich selbst gekündigt.
24:54Und, ähm, jetzt wollte ich Herrn Grafenberg fragen,
24:57ob ich vielleicht meine Kündigung wieder zurücknehmen könnte.
24:59Warum haben Sie denn dann überhaupt gekündigt?
25:02Ich hatte ein paar private Probleme.
25:05Und die sind jetzt ausgestanden?
25:07Ja.
25:09Sehen Sie, Herr Gerlach, heute kündigen,
25:11morgen die Kündigung zurückziehen,
25:13übermorgen vielleicht wieder kündigen.
25:15So was nennt man unzuverlässig.
25:16Und auf solche Mitarbeiter kann diese Firma wirklich verzichten.
25:19Also, ich bin sicher, dass Herr Grafenberg...
25:20Ich sehe keine Möglichkeit, Sie wieder einzustellen.
25:22Und ich denke, Herr Grafenberg wird sich diesem Urteil anschließen.
25:25Schönen Tag noch, Herr Gerlach.
25:26Und viel Erfolg für Ihren weiteren Lebensweg.
25:31Vielleicht ist das für dich so einfach.
25:34Für mich nicht.
25:35Wie meinst du das?
25:39Ich bin meiner Vergangenheit hinterhergereist.
25:41Ich war auf Fehmarn.
25:44Um Peter zu treffen.
25:45Mhm.
25:46Peter Peterson.
25:47Der Mann, mit dem ich einen Sommer vor deiner Geburt einer Vera hatte.
25:52Und?
25:55Er ist inzwischen gestorben.
25:59Aber ich hab seinen Sohn getroffen.
26:02Ben Peterson.
26:03Aus der Ehe von Peter.
26:06Er könnte dein Halbbruder sein.
26:10Mein Halbbruder?
26:12Das ist doch völlig abwegig, Mama.
26:15Ist es nicht.
26:16Solange nicht geklärt ist, wer wirklich dein Vater ist.
26:19Und wenn es Peter ist.
26:21Und nicht Tobias.
26:22Dann ist Ben dein Halbbruder.
26:25Hast du ihm von mir erzählt?
26:27Ja.
26:28Er würde dich gerne kennenlernen.
26:31Mama.
26:33Du machst einem völlig wildfremden Menschen Hoffnung,
26:35dass ich seine Halbschwester sein könnte.
26:37Das ist absurd.
26:39Nicht für ihn.
26:42Weißt du, was du jetzt machst?
26:45Du rufst diesen Ben an
26:46und erklärst ihm, dass alles ein Irrtum war.
26:49Dass er die ganze Sache vergessen soll.
26:52Das geht nicht.
26:54Warum?
26:56Ben ist auf dem Weg nach Falkenthal.
27:01Ein Halbbruder.
27:12Musik
27:51Hallo?
27:53Hi!
27:55Würden Sie mir wohl einen Gefallen tun?
27:57Warum nicht?
27:59Und Ihren Schrott wegrollen?
28:01Schrott? Welchen Schrott?
28:03Ihr Auto?
28:05Sagen Sie nichts gegen meinen Wagen. Das ist ein Kultwagen. Mein liebstes Stück.
28:08Trotzdem versaut er mir die Optik.
28:09Und Sie haben keine Ahnung, wie begehrt dieser Wagen ist.
28:12Ja, der fährt ja nicht mal.
28:13Doch, er fährt. Nicht immer, aber er fährt. Ist ein bisschen eigenwillig.
28:18Schön. Würden Sie mir dann den Gefallen tun?
28:20Für ein paar Schnappschüsse?
28:21Nein, für eine Fotografin, die ihrer Arbeit nachgeht.
28:25Wenn Sie dann so freundlich wären...
28:26Wenn Sie mir schieben helfen?
28:35Okay.
28:37Bye.
28:39See you.
28:42War das Sepu?
28:44Ja.
28:45Stell dir vor, die Brennöfen sind da. Jetzt fangen Sie endlich an, sie aufzubauen.
28:50Was ist los?
28:51Ach, halt mich mal ganz fest.
28:56Ich hätte es ahnen müssen.
28:58Jedes Mal, wenn sie auftaucht, passiert erst mal eine Katastrophe.
29:01Sie? Sprichst du von deiner Mutter?
29:03Ja.
29:03Jetzt will sie mir meinen angeblichen Halbbruder vorstellen.
29:06Sie hat ihn schon nach Falkenthal bestellt, damit wir uns mal kennenlernen.
29:10Gut, jetzt noch mal ganz von vorne, ganz langsam.
29:23Ich glaube, wir sind schnell genug. Ich versuche zu starten.
29:25Okay.
29:27Halt! Stopp!
29:33Ach, so ein Mist! Das darf doch nicht wahr sein!
29:40Ich verstehe dich, Herr Julia.
29:42Aber trotz deiner Gefühle für Tobias.
29:45Es gab immer die theoretische Möglichkeit, dass er doch nicht dein Vater ist.
29:48Theoretisch kann auch morgen ein Meteorit einschlagen.
29:51Ach.
29:53Warum nutzt du nicht einfach die Chance?
29:55Das Thema zu klären, meine ich...
29:57Es wird sonst ewig zwischen dir und deiner Mutter stehen.
30:01Du denkst, ich sollte ihn treffen?
30:04Ja.
30:05Klär das jetzt, Julian.
30:07Was hast du schon zu verlieren?
30:13Darf ich mal sehen?
30:21Wenn Sie kommen, natürlich für den Schaden auch. Das ist ja klar.
30:23Haben Sie irgendeine Ahnung, was so eine Kamera kostet?
30:25Naja, die sieht ziemlich teuer aus.
30:26Aber ich kenne jemanden, der sich damit auskennt und sie reparieren kann.
30:31Pass auf.
30:34Hier, geben Sie mir Ihre Telefonnummer an.
30:37Wirklich. Ich kümmere mich. Sie können sich auf mich verlassen.
30:43Ich gebe Ihnen meine Nummer.
30:50Ja. Ich hoffe, Ihr Freund hat wirklich Einung. Und es geht schnell.
30:58Sie, es tut mir wirklich leid.
31:00Ja, dir auch.
31:02Dass ich Sie überhaupt getroffen habe.
31:12Ja.
31:12Petersen?
31:13Ah, Christa, grüß dich. Ja.
31:17Verstehe. Du hast mit Julia gesprochen.
31:20Wir treffen uns also.
31:22Nein, nein, nein. Ich habe es mir nicht anders überlegt.
31:24Es ist nur so, ich werde mich wahrscheinlich ein paar Minuten verspäten.
31:27Aber ich komme ganz sicher.
31:29Jo, bis nachher.
31:39Daniel hat recht.
31:41Was habe ich schon zu verlieren?
31:44Ich habe einen Halbbruder und das ist Nico.
31:47Ich habe eine Halbschwester und das ist Lilly.
31:50Ich weiß, dass Tobias mein Vater ist. Ich habe eine Familie. Ich brauche keine neue.
31:55Ich hoffe nur, dass sich dieser Ben keine falschen Hoffnungen macht.
32:17Was willst du denn jetzt machen mit der Stromrechnung?
32:19Keine Ahnung.
32:20Mich nervt einfach, dass er mich nicht nur mit der Miete, sondern auch mit der Stromrechnung im Stich lässt.
32:24Red doch einfach mal mit ihm, hm?
32:26Wozu denn? Das bringt doch nichts.
32:27Er hängt doch sowieso nur in seinem Zelt rum und bringt nichts auf die Reihe.
32:31Ach komm, er hat Paula das Leben gerettet. Das hast du ihm selber zugestanden.
32:34Ja, du hast recht.
32:36Ja, manchmal kriegt er schon was auf die Reihe. Und zwar gar nicht so schlecht.
32:40Naja, es wäre halt nur gut, wenn er das mit seinem Bankkonto auch auf die Reihe kriegen würde.
32:45Allerdings.
32:47Und jetzt?
32:48Ich glaube, ich besuche ihn in der Mittagspause.
32:51Ich muss ihm irgendwie klar machen, dass ich einen neuen Mitbewohner brauche.
32:54Und zwar einen, der die Rechnung bezahlen kann.
33:00Hallo Nina. Ich wollte Paula gerade was vorlesen.
33:03Und wie war dein Foto?
33:05So ein kompletter Vollidiot hat meine Kamera kaputt gemacht.
33:07Ich habe genau zwei Fotos.
33:11Wie ist das denn passiert?
33:14Um das Foto zu bekommen, was ich haben wollte, mussten wir den abgewrackten Kultwagen von diesem Typen wegschieben.
33:19Ein Haufen Schrott.
33:21Und dabei ist die Kamera runtergefallen?
33:22Ja, und sie ist nicht mehr zu gebrauchen.
33:24Und jetzt?
33:25Keine Ahnung.
33:27Das ist die einzige digitale Kamera, die ich dabei habe.
33:30Wenn die nicht mehr funktioniert, muss ich auf meinen alten Fotoapparat umsteigen.
33:33Und der macht nicht so gute Fotos?
33:34Doch, das ist nicht das Problem.
33:36Aber da kann ich die Fotos nicht mailen.
33:37Und das bedeutet Zeitverlust.
33:38Und dann geht mir vielleicht der Auftrag flöten.
33:41Weißt du was?
33:42Hier in Falkenthal gibt es ein ganz gutes Fotogeschäft.
33:44Da gehst du jetzt erstmal hin und lässt deine Kamera durchchecken.
33:46Okay?
33:53Er hat gesagt, dass er ein paar Minuten später kommen wird.
33:56Ein paar Minuten sind um, Mama.
33:58Er ist jetzt seit einer halben Stunde überfällig.
34:00Geduld.
34:01Er kommt schon.
34:03Vielleicht hat er auch kalte Füße bekommen.
34:05Also das glaube ich nicht.
34:10Hallo.
34:11Hallo, Ben.
34:13Entschuldige meine Verspätung, aber mein Wagen ist liegen geblieben.
34:16Hallo. Ben Petersen.
34:18Julia Schilling.
34:32Also eine gewisse Ähnlichkeit ist schon da.
34:34Ach, Mama, bitte.
34:36Christa, würdest du uns einen Moment allein lassen?
34:39Na klar.
34:40Soll ich dir was zu trinken bestellen?
34:42Nein, danke.
34:45Also, dann.
34:45Entschuldigung.
34:53Wollen wir uns duzen?
34:54Ja.
34:58Glaub mir, ich war genauso überrascht wie du, als Christa plötzlich bei mir auftauchte und irgendwas von einer Halbschwester erzählt
35:03hat.
35:04Ja, meine Mutter hat einen Hang zu dramatischen Auftritten.
35:07Naja.
35:09Wie auch immer.
35:11Für mich bricht keine Welt zusammen, wenn wir nicht verwandt sind.
35:13Ich dachte mir schon, dass deine Mutter vielleicht ein bisschen überzieht.
35:19Ich bin mir einfach hundert Prozent sicher, dass wir zwei verschiedene Väter haben.
35:23Du, Peter Petersen.
35:24Und ich, Tobias Becker.
35:27Okay.
35:29Ich dachte nur, ich komme vorbei und wir klären das gleich, bevor sich auf irgendeiner Seite falsche Vorstellungen aufbauen.
35:33Ja.
35:35Sehe ich genauso.
35:37Gut.
35:38Dann wollen wir daraus nicht mehr machen, als es ist.
35:46Wann hätte ich kennengelernt zu haben?
35:48Ja.
35:49Reist du dann jetzt gleich wieder ab?
35:51Ja.
35:53Ach, und sag doch deiner Mutter, dass ich mich nochmal bei ihr melde.
35:56Mach ich.
35:57Tschüss.
35:58Ciao.
36:23Becker.
36:24Nico Becker?
36:26Ja.
36:27Hallo, ich bin Ben Petersen.
36:29Petersen?
36:31Nie gehört.
36:32Sie haben mir Ihre Telefonnummer hinter den Scheibenwischer geklemmt. Klingelt's vielleicht?
36:37Ah ja, das klingelt.
36:39Ähm, meinen Sie, wir können ins Geschäft kommen?
36:41Ja, ich denke schon.
36:43Wie, ähm, wie wär's denn? Haben Sie heute Nachmittag Zeit?
36:47Ja, aber das hängt natürlich auch vom Preis ab.
36:50Ah, über den machen Sie sich mal keine Gedanken.
36:52Ähm, um vier?
36:54Klingt gut.
36:55Ich ruf Sie kurz vorher nochmal an und, äh, sag Ihnen, wo wir uns treffen, okay?
36:59Also, bis später. Nico Becker.
37:01Ja, bis dann, Ben Petersen.
37:05Ben Petersen? Wer ist das denn?
37:07Ah, kennst du nicht.
37:10Und wo willst du jetzt so plötzlich hin?
37:12Ich muss los.
37:14Und ich soll hier alleine sitzen bleiben?
37:16Es geht um unsere gemeinsame Zukunft. Mach dir keine Sorgen.
37:34Na?
37:37Wie geht's, du Lebensretter?
37:39Wer hat dir das denn erzählt?
37:40Meine Mutter.
37:42Coole Aktion. Respekt.
37:43Ja, das war doch halb so wild.
37:46Jetzt untertreibst du aber.
37:47Ohne dich würde die Kleine vielleicht nicht mehr leben.
37:49Na, wahrscheinlich hätte sie sich auch selbst zu helfen gewusst.
37:52Aber ich war halt grad da.
37:54Aber deswegen bist du ja wohl nicht gekommen, oder?
37:56Nein.
37:57Und ich dachte schon, du willst mir das Seepferdchen erster Klasse für Lebensrettung überreichen.
38:03Tim, wir müssen reden.
38:07Ah nein, das hab ich ja total vergessen.
38:11Ich besorg das Geld so schnell wie möglich, ja?
38:15Und? Hast du einen Job in Aussicht?
38:18Ich war heute in einer Firma.
38:20Aber die von Weiden hat mich so eiskalt abblitzen müssen.
38:23Oh, das tut mir leid für dich.
38:26Vielleicht solltest du nochmal mit Frederik Ravenberg sprechen.
38:28Ich meine, er ist zuständig für diese ganzen Personalangelegenheiten.
38:33Dann machen wir uns nichts vorher.
38:35Auch Frederik Ravenberg wird mir meinen Job nicht wiedergeben.
38:39Was heißt, du bist zwar ein Held, aber ohne Kohle?
38:42Ja, ganz genau.
38:44Und bevor du jetzt irgendwas sagst, ich weiß, dass ich ganz alleine selber schuld daran bin.
38:48Und ich kann die Wohnung alleine nicht mehr halten?
38:50Wenn's so weitergeht, dann sitz ich bald auch auf der Straße.
38:53Schon klar.
38:54Was schlägst du vor?
38:57Ich brauche einen neuen, zahlungsfähigen Mitbewohner.
39:00Es sei denn natürlich, du hast eine andere Idee.
39:06Ja.
39:12Dann war's das wohl mit unserer gemeinsamen Zeit in der WG.
39:19Du hast mir eingefallen.
39:21Such's dir bitte einen coolen neuen Mitbewohner.
39:24Ich will nicht, dass irgend so ein Klappspaten meinen Platz einnimmt, okay?
39:28Geht klar.
39:43Ben ist ja wirklich ganz nett.
39:46Aber mein Halbbruder?
39:48Niemals.
39:50Kein tieferes Band, nicht einen Moment von Seelenverwandtschaft.
39:54Bei Tobias gab es immer ein tiefes Gefühl von Zusammengehörigkeit.
39:59Und ich weiß nicht, ob ich ihm überhaupt von der ganzen Sache erzählen soll.
40:13Hallo, Tobias.
40:14Hallo, Julia.
40:16Du kommst grad richtig zum Mittagessen.
40:17Mach grad was für mich in Paula.
40:19Willst du auch was?
40:20Nein, danke. Ich hab keinen Hunger.
40:23Ist dir irgendwas auf den Magen geschlagen?
40:26Du, ich muss mit dir reden, bevor du das von einer anderen Seite hörst.
40:32Hm?
40:37Was gibt's denn?
40:39Christa hat da wieder so eine Sache. Sie glaubt, dass...
40:42Sie glaubt, dass du nicht mal ein leiblicher Vater bist.
40:45Schon wieder? Ich mein, das hatten wir doch schon mal.
40:47Ja, das hängt mit ihrer Therapie zusammen.
40:50Sie hat Vergangenheitsforschung betrieben und...
40:52Um es kurz zu machen...
40:55Sie denkt, es sei möglich, dass ich einen Halbbruder hab.
41:00Halbbruder?
41:03Ich hab ihn grad getroffen, er heißt Ben.
41:08Dann...
41:09ist er der Sohn Ihrer damaligen Sommeraffäre.
41:13Ja.
41:15Aber er ist nicht mein Halbbruder.
41:16Genauso wenig wie dieser Peter Petersen mein Vater ist.
41:19Das spür ich einfach.
41:21Hast du dir von dem Vaterschaftstest erzählt?
41:24Ja, und auch, dass wir uns einig waren, ihn nicht zu eröffnen.
41:26Ja, was will sie denn dann noch?
41:27Dass wir noch einen Vaterschaftstest machen?
41:29Vielleicht.
41:31Ich glaub, das wird nicht nötig sein.
41:34Ja.
41:34Was wird nicht nötig sein?
41:36Einen neuen Test zu machen.
41:40Warum?
41:44Weil ich das Ergebnis bereits kenne.
41:52Du hast vollkommen richtig gehandelt.
41:55Du hast ja auch erst was gesagt, als die beiden das wissen wollten.
41:57Ja, wir wollten das Testergebius nicht wissen, richtig.
42:00Aber wir wollten auch nicht, dass es ein anderer weiß.
42:02Es ist möglich, dass Tobias nicht Julias Vater ist.
42:05Und es könnte sein, dass sie einen Halbbruder hat.
42:08Wahrscheinlich ist sie gar nicht meine Halbschwester.
42:09Vielleicht sieht man sich ja mal wieder.
42:11Wer weiß?
42:11Ich wollte ihnen ein bisschen entgegenkommen.
42:13Ich möchte einfach nicht, dass es einen Riss zwischen Tobias und mir gibt.
42:18Wie war das?
42:19Wie war das Schrauben?
42:19Wie war das Schrauben?
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