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Kurzfilme
Transkript
00:00Riecht ihr schon?
00:02Das ist Gas.
00:04Ich habe im Bad ein Rohr aus der Wand gezogen und jetzt strömt Gas aus.
00:08Und jetzt stell dir mal vor, was passiert, wenn ich dich hier anzünde.
00:12Hey, was ist denn los mit euch?
00:14Für wie blöd haltet ihr mich denn?
00:17Jagt mich doch nicht selber in die Luft.
00:20Außerdem ist ja noch gar nicht genug Gas hier drinnen.
00:24Aber in ein, zwei Stunden dürfte es einen ziemlichen Knall geben.
00:28Wenn zum Beispiel das Telefon klingelt, ein kleiner elektrischer Funke und alles fliegt hier in die Luft.
00:40Also, bis dann.
00:51Ihr hört von mir.
01:08Hey, what you looking for?
01:14No one has the answer.
01:17They just want more.
01:21Hey, who's gonna make it right?
01:28This could be the first day of my life.
01:50Oh, wow.
01:53Oh, wow.
01:56Oh, wow.
02:07Oh Gott, ey. Was machen wir denn jetzt?
02:13Okay, bleib ruhig nachdenken.
02:16Es gibt für alles eine Lösung.
02:18Es gibt für alles eine Lösung.
02:19Ja.
02:27Nein, das geht nicht.
02:29Das geht nicht, das geht nicht, das geht nicht.
02:41Ist besser dahin.
02:48Hilfe!
02:50Genau, wir müssen rufen.
02:51Hilfe!
02:53Hilfe, hört uns denn niemand?
02:55Hilfe!
02:58Hilfe!
03:03Hilfe!
03:05Ich wünsche dir alles Gute.
03:08Herr Jan, wo willst du denn hin?
03:10Hab ich doch gerade gesagt.
03:12Zu Silke!
03:13Vertrau mir, Jan, es ist keine gute Idee.
03:15Bleib hier, stell dir mal vor, dir passiert dieselbe Pleite wie mir mit Lill.
03:20Nichts für ungut, aber bei Lilly hast du Riesenmisten.
03:24Ja, ich weiß doch, aber...
03:28Ich hab gedacht, dass wir mich in der Manufaktur vor der versammelten Mannschaft ihr sagen, wie wichtig sie ist.
03:35Und wie du siehst, es hilft nichts, wenn du dich als Mann von einer Frau zum Deppen machst.
03:40Es bringt einfach nichts.
03:41Hey, sorry, die Situation mit Silke ist ein bisschen anders.
03:46Okay, wenn du schon hochgehst, dann komm ich aber mit als moralische Unterstützung.
03:50So weit kommt's noch.
03:56Ah Jan, das ist ein Bier für mich.
03:58Wie siehst du denn aus?
04:00Hast du in einer Ölpfütze ausgerutscht?
04:02Ich hatte eben die Ecke zu tun.
04:03Der Motorraddoktor macht das auch Hausbesuch.
04:06Was willst du denn schon wieder hier?
04:09Verfolgst du mich?
04:12Ist der Hacke dicht?
04:14Geh einfach nach oben und schlaf deinen Rausch aus.
04:15Nico, ich lass mich von dir nicht hier vertreiben.
04:17Nicht aus dem Cosi, nicht von eurem Gartenzaun und sonst so...
04:20Hallo!
04:20Ich bin ein freier Mann, Jan, ja?
04:24Ich kann mich streiten, wo auch immer ich will.
04:27Lass mich einfach in Ruhe, okay?
04:28Vor allem warst Lilly in Ruhe.
04:30Hast du mich verstanden?
04:31Weißt du, was ich nicht verstehe?
04:33Warum du dich da einmischst?
04:34Das ist eine Sache zwischen Lilly und mir.
04:36Ach ja?
04:37Du hast meiner Schwester das Herz gebrochen.
04:39Wie wär's, wenn ich dir zum Ausgang ein paar Knochen breche?
04:42Dann warte doch, komm her, komm her.
04:43Jetzt reicht's!
04:45Leute, Leute, Leute, okay.
05:15Ich hab was für dich.
05:19Von Annabelle.
05:21Den hat sie mir gegeben, kurz bevor sie...
05:25Ich verstehe.
05:29Ich weiß, das muss eine ganz schlimme Zeit für dich sein.
05:33Ist schon gut.
05:35Du musst dir wirklich keine Sorgen machen.
05:37Ich seh doch, wie dich das Ganze mitnimmt.
05:40Natürlich lässt mich das nicht kalt.
05:43Annabelle wär niemals so weit gegangen, wenn ich nicht...
05:45Daniel, nein, das war ihre Entscheidung.
05:49Dich trifft keine Schuld, riecht dir das gar nicht erst ein.
05:54Du hattest doch keine andere Wahl.
05:57Du musstest dich von ihr distanzieren, nach allem, was sie getan hat.
06:12Frau Grafenberg!
06:15Sie wurden schon aus dem Grafenhaus entlassen?
06:18Ja, ich hoffe, Sie haben nichts dagegen einzuwenden.
06:22Nein, ich...
06:23Ich bin erleichtert.
06:25Wir haben uns alle Sorgen gemacht.
06:27Das brauchen Sie nicht.
06:28Mir geht's gut.
06:31Ich werde nur ein paar Sachen zusammenpacken und dann gehe ich in ein Hotel.
06:34Sie wollen uns also wirklich verlassen?
06:38Unter den gegebenen Umständen ist es sicher das Beste.
06:41Denken Sie nicht?
06:54Hilfe!
06:56Hilfe!
06:58Wie viel Zeit haben wir noch, bis Jörg anruft?
07:01Ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist er schon länger weg.
07:05Wir müssten hier raus, Silke.
07:06Wenn er anruft.
07:08Der ruft nicht an.
07:09Was?
07:10Nein, das kann er nicht machen, weißt du?
07:12Hier sind so viele Menschen.
07:14Das macht er nicht, das bringt Jörg nicht.
07:16Hör zu, es ist egal, ob er anruft oder nicht.
07:18Er hat die Gasleitung rausgerissen, hier strömt Gas raus.
07:21Es reicht, wenn jemand klingelt.
07:22Was? Warum?
07:23Weil der Strom fließt.
07:24Der Klingeldraht kann auch Funken schlagen.
07:27Nein.
07:28Nein, nein, nein, nein, nein.
07:30Ich sterbe so nicht und mein Baby wird leben.
07:33Hilfe!
07:34Hilfe!
07:35Hilfe!
07:37Hilfe!
07:40Hilfe!
07:41Hilfe!
07:43Hilfe!
08:11Ja, ich habe Marie im Bootshaus niedergeschlagen.
08:15Es ist mir, weiß Gott, nicht leicht gefallen.
08:17Ich habe Werner getötet.
08:24Hallo.
08:24Hilfe!
08:31Hilfe!
08:32Hilfe!
08:42Hilfe!
08:42Hilfe!
08:42Hilfe!
08:43Hilfe!
08:43Hilfe!
08:43Hilfe!
08:43Hilfe!
08:47Hilfe!
08:51Hilfe!
08:55Marie geht jetzt wieder zurück in die Schweiz.
08:57Nein, sie peint schon.
08:59Du wirst sie sicher sehr vermissen, oder?
09:01Ich meine, sie ist gerade erst aufgewacht und dann geht sie ja schon wieder.
09:04Ja, und deshalb wollte ich auch noch mal mit ihr...
09:07Hilfe!
09:08Das war Maria.
09:09Das sind doch Silke und Andreas.
09:12Hilfe!
09:16Silke, Andreas?
09:17Ja!
09:18Ja!
09:19Bitte nicht klingeln!
09:20Ihr dürft auf keinen Fall klingeln, hört ihr?
09:23Ja, okay, was ist denn los bei euch?
09:26Hör zu, du musst sofort die Polizei und die Feuerwehr holen.
09:28Hier strömt Gas aus.
09:30Das Haus kann jeden Moment in die Luft fliegen, okay?
09:32Aber, aber, wieso kommt ihr nicht raus?
09:35Wir sind gefesselt.
09:37Jetzt tu doch bitte, was Andreas euch sagt.
09:39Okay, okay, ich gehe zu Jan und tue Hilfe.
09:41Du verschwindest von hier.
09:42Nein, ich bleib hier, ich könnte doch einfach...
09:44Charlotte, ich hab keine Ahnung, was hier los ist.
09:45Ey, wir können Silke und Andreas nicht alleine lassen.
09:47Charlie, bitte!
09:48Wir haben jetzt keine Zeit zu diskutieren.
09:49Komm, geh!
09:50Ich bleib hier.
09:52Okay, komm, ihr hört, Hilfe, hört ihr!
09:54Wir sind gleich bei euch, keine Angst!
09:59Siehst du, ich hab gewusst, wir werden gerettet.
10:03Wenn die die Tür aufkriegen, ohne dass ein Funke fliegt?
10:11Warum bist du zurückgekommen?
10:13Ich dachte, ich hab mich klar genug ausgedrückt.
10:15Ich will dich nicht mehr sehen.
10:17Ich kann so nicht gehen.
10:19Du bist mein Sohn.
10:22Bitte lies den Brief.
10:24Ich werde dich auch nie wieder um etwas bitten.
10:27Warum sollte ich?
10:30Ich möchte, dass du verstehst, warum ich das getan habe.
10:33Ich meine, dass alles in dem Brief stehen alle Antworten auf die Fragen, die du mir gestellt hast.
10:45Du irrst dich.
10:48Ich habe keine Fragen mehr an dich.
10:49Aber ich...
10:50Es ist zu spät.
10:52Als ich Antworten gebraucht hatte, hast du sie mir verweigert.
10:55Ich bin fertig mit dir.
10:59Das kannst du nicht.
11:00Das ist unmöglich.
11:02Ich will nichts mehr von dir wissen.
11:04Ich habe keine Fragen mehr und deine Antworten sind ohne Bedeutung.
11:26Ich habe keine Fragen mehr.
12:05Ich bin froh, dass die Frau das Lelanden, die sich begriffen hat.
12:07was für eine Null du bist.
12:12Hey, ihr müsst mir helfen.
12:14Bei Silke und Adriel strömt Gas aus.
12:16Wie, Gas? Wo sind die beiden?
12:19In ihrer Wohnung. Sie sind wohl gefesselt.
12:20Deswegen können sie das Gas nicht abstellen.
12:22Und wir kommen von draußen nicht rein.
12:23Sag mal, willst du uns verarschen?
12:25Wir müssen die Feuerwehr, wir rufen uns den Haupthahn abstellen.
12:28Der ist im Keller.
12:30Der Keller ist dahinten.
12:32Hast du irgendwas mit dir aufzubrechen?
12:34Ich rufe Feuerwehren.
12:42Die Feuerwehr ist bestimmt schon unterwegs.
12:44Und die holen euch dann raus.
12:47Silke, ist mit dir und dem Baby alles okay?
12:49Ja, mir geht es ganz gut.
12:51Aber dem Baby, ich weiß nicht, wie es dem Baby geht.
12:55Wenn es dir gut geht, dann geht es dem Baby bestimmt auch gut.
12:59Du darfst dir keine Gedanken machen, hörst du?
13:01Du darfst dich nicht aufregen.
13:03Aber was ist mit dir?
13:05Charlotte, du musst dich in Sicherheit bringen, wenn doch noch was passiert.
13:09Ich lasse euch doch nicht alleine.
13:11Charlotte, du gehst jetzt sofort aus dem Haus.
13:13Wenn Jörg anruft, dann gibt es hier einen Knall.
13:16Jan dreht den Haupthahn ab.
13:17Habt ihr gehört? Jan dreht den Haupthahn ab.
13:19Und Nico hat Werkzeug dabei.
13:22Wir holen euch raus.
13:24Beeilt euch bitte.
13:25Beeilt euch.
13:26Schneller, Mann.
13:32Oh Gott, sei Dank, wir haben es geschafft.
13:34Das Telefonkabel, ich zieh das Telefonkabel raus.
13:37Was ist denn los?
13:39Jörg, Jörg hat uns eingesperrt und uns gezwungen,
13:44ihm bei der Flucht zu helfen.
13:46Papiere zu besorgen und Geld und...
13:51Er wollte ja das ganze Haus in die Luft jagen.
13:54Das ist ja verrückt, ey.
13:55Der Kerl ist total wahnsinnig.
13:57Geht's euch gut?
13:59Zeig.
14:01Der Haupthahn ist recht.
14:03Polizei und Feuerwehr müssten jeden Moment da sein
14:05und ein Krankenwagen ist auch unterwegs.
14:07So lange hat er es nicht mehr geschafft, hier anzugucken.
14:10Gar nicht auszudenken, was passiert.
14:24Niko Becker?
14:26Hallo, Niko.
14:27Störe ich dich gerade?
14:30Ja.
14:31Mein Haar ist so ziemlich gestört.
14:35Ist alles in Ordnung?
14:36Du hörst dich so komisch an.
14:38Ja.
14:39Alles in Ordnung.
14:55Alles in Ordnung?
14:58Nein.
15:01Sie ist wieder da.
15:03Mutter.
15:07Man hat sie bereits aus dem Krankenhaus entlassen.
15:09Gott sei Dank.
15:12Siehst du das etwa anders?
15:14Nein, natürlich freue ich mich, dass es ihr besser geht.
15:16Aber warum musste sie denn zurückkommen?
15:18Wo hätte sie denn sonst hingehen sollen?
15:21Ich weiß nicht, Patricia, aber...
15:22Aber was?
15:24Daniel, ich weiß, dass du dich von Mutter abgewendet hast, aber...
15:29Irgendwie kann ich dich sogar verstehen.
15:31Irgendwie?
15:33Patricia, wie oft hast du mich vor ihr gewarnt?
15:35Wie oft hast du gesagt, ich soll ihr nicht einfach blind vertrauen?
15:39Und jetzt nimmst ausgerechnet du sie in Schutz?
15:41Ja, ich weiß, es ist komisch.
15:43Aber ich kann doch nicht einfach so tun, als wäre nichts passiert.
15:46Unsere Mutter hat versucht, sich umzubringen.
15:48Sie muss wirklich verzweifelt gewesen sein.
15:51Oder Frederik hat recht.
15:53Er hat eine Vermutung geäußert, dass sie...
15:56...genau das hier bezweckt haben könnte.
15:59Wie?
16:00Was denn?
16:01Dass wir uns schuldig fühlen.
16:03Ach komm, das glaubst du doch nicht im Ernst.
16:08Überlieg doch mal.
16:10Das glaube ich nicht.
16:13Es wäre eine Möglichkeit, mit der Situation besser umzugehen.
16:16Um ihr gegen wahr zu bleiben.
16:25Und wenn du ihr doch nochmal eine Chance gibst?
16:29Das kann ich nicht.
16:32Dafür ist zu viel passiert.
16:57Kann ich noch irgendwas für euch tun?
17:00Nein, danke.
17:02Na, dann geh ich mal, was?
17:04Jan, danke nochmal für alles.
17:13Geht's dir gut?
17:15Ich kann immer noch nicht fassen, was passiert ist.
17:18Silke, es ist alles vorbei.
17:20Und bei dem Kleinen was passiert ist, bei so viel Gas.
17:23Lukas geht's bestimmt gut.
17:26Und wenn ihm was passiert ist, ich...
17:28Ich bring Jörg um.
17:29Ich bring ihn um!
17:31Pst!
17:33Der Krankenwagen ist auch schon da.
17:34Es ist alles gut.
17:37Pst!
17:53Pst!
17:55Ich bin froh, dass es dir wieder besser geht.
17:58Wirklich?
18:00Ja, was war die Frage?
18:05Ich hätte angenommen, dass es dich nicht sonderlich interessiert, wie es mir geht.
18:12Wie kannst du sowas sagen?
18:15Ja, es ist einiges schiefgelaufen zwischen uns, aber deshalb ist mir nicht egal, wie es dir geht, ob du lebst
18:21oder...
18:22Oder ob ich tot bin?
18:25Du kannst es ruhig sagen.
18:29Es fällt mir schwer, dir zu glauben.
18:35Du hattest mich genauso aus dem Haus jagen wie Daniel.
18:38Ich...
18:39Ich dachte, ein bisschen Abstand würde uns allen guttun.
18:42Natürlich.
18:43Du hattest nur das Wohl der Familie im Sinn.
18:46Vor mir kannst du dieses edelmütige Getue sein lassen.
18:50Schließlich kenne ich dich viel zu gut.
18:52Du bist meine Tochter.
18:54Und ich hatte wirklich Mitleid mit dir.
18:57Ich habe sogar versucht, dich vor Daniel zu verteidigen, aber du...
19:01Ich brauche deine Fürsprache nicht.
19:04Und auch nicht dein Mitleid.
19:10Ihr habt mir deutlich zu verstehen gegeben,
19:15dass ich für euch gestorben bin.
19:19Weißt du was?
19:23Das seid ihr für mich auch.
19:36Aber dass sie so schnell aus dem Krankenhaus entlassen wurde,
19:40wäre nach einem Selbstmordversuch,
19:41dann muss man doch psychologisch betreut werden.
19:44Sie wurde gegen ärztlichen Rat entlassen.
19:46Wolltest du sie besuchen?
19:48Natürlich.
19:50Ausgerechnet du.
19:51Ich habe dir doch gesagt,
19:53ich möchte das alles hinter mir lassen.
19:56Und außerdem,
19:58vielleicht hast du das vergessen,
19:59bin ich Spezialistin im Bewältigen von psychischen Krisen.
20:05Ich habe heute vor ihrem Selbstmordversuch noch mit ihr gesprochen.
20:09Aber warum habe ich da nichts gemerkt?
20:11Jetzt macht die doch bitte dich auch noch Vorwürfe, Marie.
20:16Nein, ich weiß,
20:17es wird dir bestimmt schwerfallen,
20:18aber ich finde,
20:20dass du dich um Annabelle kümmern musst.
20:21Sie ist deine Mutter.
20:24Wenn sie sich wirklich umbringen will,
20:25dann werde ich das nicht verhindern können.
20:26Ja, aber ich glaube nicht,
20:27dass sie sich wirklich umbringen will.
20:28Sondern?
20:30Ja, so ein Selbstmordversuch
20:31ist doch eher eine Art Hilferuf,
20:33wenn man keine andere Möglichkeit mehr sieht,
20:35wenn man keinen Ausweg mehr weiß.
20:39Wirklich, ich weiß, wovon ich rede.
20:42Annabelle ist nicht wie du, Marie.
20:45Ihr Selbstmordversuch war reiner Egoismus.
20:48Ein letzter Versuch, uns emotional zu erpressen.
20:52Wir sollten für alle Zeit,
20:53für alle Zeit sollten wir uns schuldig fühlen.
20:57Ich finde, du bist sehr hart.
21:01Ich glaube nicht,
21:02dass sie das noch einmal probieren wird.
21:07Als sie gemerkt hat,
21:08dass ich mich nicht erpressen lasse.
21:22Silke und Andreas werden noch im Krankenwagen weggebracht.
21:25Hoffentlich ist dem Baby nichts passiert.
21:29Hm?
21:30Ich kann jetzt nichts essen.
21:34Ey, wenn ich darüber nachdenke,
21:35was Silke und Andreas alles durchgemacht haben.
21:38Und keiner hat was mitbekommen.
21:40So krass.
21:41Jörg, so ein Psychopath ist es unglaublich.
21:44Überleg mal,
21:44wir wären einfach nur ein paar Minuten zu spät gekommen.
21:46Das hätte eine Explosion geben können.
21:49Darüber dürfen wir gar nicht erst nachdenken.
21:50Es ist alles gut gegangen
21:51und das ist die Hauptsache.
21:52Okay?
21:57Was hast du denn vor?
21:59Ich gehe campen.
22:01Musst du wieder einen Lilly belagern?
22:02Ja, wenn schon.
22:03Du, ich glaube, du hast ja was vergessen.
22:06Wie du hast.
22:06Ja, komm.
22:09Dass du Lilly damit nervst.
22:17Wenn es zufällig klappt, mach die Tür auf.
22:19Du bist so gut.
22:21Du, ähm,
22:35das ist ganz schön laut hier, oder?
22:36Findest du nicht, Herr?
22:37Mhm, definitiv.
22:39Komm.
22:54Du bist noch raus?
22:56Warst du bei Birgit?
22:58Ja, wieso?
23:00Hast du Tim draußen gesehen?
23:03Tim da?
23:05Gott sei Dank.
23:06Hat er also aufgegeben.
23:10Moment.
23:11Was genau hat er aufgegeben?
23:14Naja, er hat letzte Nacht vor unserem Haus gepennt.
23:17Ach so.
23:20Er wollte mit mir reden,
23:21aber ich nicht mit ihm.
23:23Ganz schön krank, oder?
23:26Vielleicht eher
23:28ganz schön verzweifelt.
23:30Sag bloß,
23:30du hast da noch Mitleid mit ihm.
23:33Lilly,
23:33ich bin sehr wütend auf Tim,
23:34weil er dir so wehgetan hat,
23:35aber
23:36trotzdem.
23:37Jetzt sagst du bestimmt noch,
23:38dass er mich nur belagert,
23:39weil er mich noch liebt,
23:41und warum soll ich das nicht sagen?
23:44Weil mir das egal ist.
23:47Er soll einfach gehen.
23:49Er denkt,
23:50dass er mich so wieder rumkriegt,
23:52aber es funktioniert so nicht.
23:57Komm.
24:26Oh je,
24:26wie sieht's hier aus?
24:29Im Krankenhaus hab ich die ganze Nacht
24:30wachgelegen und wollte nur nach Hause.
24:32Aber jetzt?
24:33Ja,
24:34jetzt ist es so,
24:34als ob Jörg jeden Moment reinkommt.
24:39Die Hauptsache ist doch,
24:40dass es dem Lukas gut geht.
24:43Das ist das Wichtigste.
24:44Ja,
24:44du hast recht,
24:45das ist das Wichtigste.
24:48Am besten,
24:49wir lassen die Schlösser auswechseln
24:51und machen so eine Sicherheitskette davor,
24:54oder?
24:55Das ist eine gute Idee,
24:56ja.
24:56Okay.
25:00Wer ist da?
25:03Ich kann laufen.
25:15Bist du schon aufgestanden,
25:17oder
25:17hast du noch gar nicht geschlafen?
25:19Guten Morgen.
25:20Guten Morgen.
25:21Ich hab kein Auge zugemacht.
25:25Annabelle ist wieder da.
25:26Ich weiß.
25:27Ich hab sie gestern Abend noch getroffen.
25:29Sie hat sich ein paar Sachen geholt
25:31und dann wollte sie ins Hotel.
25:33Aber
25:34dann hat sie das woanders überlegt.
25:36Wieso hat sie hier übernachtet?
25:41Daniel,
25:44ich weiß,
25:44wie schwer das alles für dich sein muss.
25:50bis jetzt war alles klar.
25:52Ich wusste,
25:53wie ich mich ihr gegenüber verhalten muss.
25:57Bis sie versucht hat,
25:58sich umzubringen.
26:02Heißt das,
26:04du willst dir noch eine Chance geben?
26:08Ich hab die ganze Nacht drüber nachgedacht.
26:12Ich kann es nicht.
26:18Weißt du,
26:19ich habe ihr vertraut.
26:22Ich hab wirklich geglaubt,
26:24dass ihr an uns irgendetwas liegt.
26:26Aber das stimmt nicht.
26:28Es ging ihr die ganze Zeit nur um sich.
26:33Vielleicht bin ich herzlos.
26:36Vielleicht war ihr Selbstmordversuch auch
26:38wirklich ein letzter Hilfeschrei.
26:41Vielleicht müsste ich bereit sein,
26:42einen Schritt auf sie zuzugehen.
26:45Aber mein Gefühl,
26:48mein Gefühl sagt nein.
26:53Ich habe keine Mutter mehr.
27:00Übrigens,
27:00ich habe noch Brötchen mitgebracht
27:02und ich dachte mir mal so,
27:03ich leide mich zum Frühstück rein.
27:05Das ist lieb von dir,
27:05aber ich will gleich zur Arbeit.
27:08Bist du sicher,
27:09dass du das schaffst?
27:10Ich meine,
27:10willst du dich nicht krank melden?
27:13Sagst du das,
27:14weil du nicht alleine sein möchtest?
27:15Na ja, Charlotte ist ja da,
27:16aber meinst du,
27:18das packst du?
27:19Sicher.
27:20Außerdem möchte ich gerne wissen,
27:21was für ein Chaos da entstanden ist.
27:24in meiner Abwesenheit.
27:26Na ja,
27:26du musst es ja wissen.
27:28Also,
27:29bis dann.
27:30Tschüss,
27:31ihr drei.
27:34Mach's gut.
27:38Also,
27:39Tee oder Kaffee?
27:40Du, Charlotte,
27:41würdest du dir was ausmachen,
27:42wenn wir drüben
27:43in der WG frühstücken?
27:45Nee,
27:45überhaupt nicht.
27:46Aber wir müssten
27:48deinen Kühlschrank plündern,
27:49weil unserer ist wie immer leer.
27:50Aber nur,
27:51wenn ich Tim und Kolja
27:52nicht auf die Nerven gehe.
27:53Ach,
27:53Quatsch.
27:54Außerdem ist Kolja
27:55eh mit seiner Mutter
27:55zum Frühstück verabredet.
27:57Okay.
27:58Dann schauen wir jetzt mal nach,
28:00was in unserem Raum ist.
28:01Okay.
28:05Morgen.
28:08Ich habe schon gehört,
28:09dass du wieder hier bist.
28:11Keine Sorge,
28:12das ist nicht von Dauer.
28:15Ich hoffe,
28:16du hast deinen Spaß.
28:18Na komm schon,
28:19Frederik.
28:19Du musst das doch
28:20hier sehr genießen.
28:22Ich bin nicht du.
28:25Ich bedauere es,
28:26dass es so weit gekommen ist.
28:27Spare dir deine Heuchelei.
28:29Wir sind unter uns.
28:33Ich meine das ernst.
28:34Ich habe gehofft,
28:35dass es einen anderen Weg
28:36für uns gegeben hätte.
28:39Du hättest einfach
28:40in Südafrika bleiben sollen.
28:41Das ist einfach unglaublich.
28:43Danke.
28:44Das nehme ich als Kompliment.
28:47Danke.
28:48Ich hatte gehofft,
28:49dass die Ereignisse der letzten Tage
28:50etwas bei dir bewirkt haben.
28:52Das haben sie auch.
28:56Ich weiß nicht,
28:57was du planst.
28:58Aber du solltest dir überlegen,
29:00ob du deinen Kampf
29:01nicht aufgibst.
29:03und meine Firmenanteile
29:05an Daniel verkaufe?
29:07Du wirst es doch nicht
29:08auf einen Rechtsstreit
29:09mit Daniel einkommen lassen.
29:10Keine Sorge.
29:11Ich kümmere mich darum.
29:14Gut.
29:18Ich denke,
29:19dass wir uns in nächster Zeit
29:19nicht wiedersehen.
29:22Leb wohl.
29:31Du wirst dich noch wundern.
29:33Wir sind doch lange
29:34nicht fertig miteinander.
29:40Hm.
29:41Im Krankenhaus,
29:42da gab es schon um halb sieben
29:43Frühstück.
29:44Da kriegt doch kein Mensch
29:45was runter.
29:46Was?
29:46Du warst es die ganze Nacht
29:47im Krankenhaus?
29:48Mhm.
29:49Nur zur Beobachtung.
29:51Ach so, okay, verstehe.
29:52Du bist schwanger
29:53und da darf man natürlich
29:54kein Risiko eingehen.
29:56Wie geht's dem Baby?
29:57Hm.
29:58Ihm geht's sehr gut.
29:59Und es sind auch
30:00keine Spätfolgen zu erwarten.
30:01Boah, Gott sei Dank.
30:03Das ist alles euer Verdienst.
30:04Wärt ihr nicht gekommen?
30:06Dann wäre jemand anderes gekommen.
30:07Ganz sicher.
30:08Hm.
30:12Ich hab deine Schwester getroffen
30:14im Krankenhaus heute Morgen.
30:15Ach so, ja,
30:16die muss manchmal noch
30:17zur Nachuntersuchung.
30:19Sie sah aber schon wieder
30:20sehr gut aus.
30:21Hm.
30:24Sie fühlt sich auch schon wieder
30:25fit genug,
30:26um in die Schweiz zu gehen.
30:29Hm.
30:30Das muss hart sein für dich, oder?
30:33Er ist aus dem Koma aufgewacht
30:34und jetzt fährt sie schon wieder weg?
30:36Ja.
30:38Marie möchte,
30:39dass ich mitkomme.
30:40Mhm.
30:41Und du möchtest wahrscheinlich
30:42lieber bei Kolja bleiben, oder?
30:44Versteht sie das?
30:46Sie hat sogar angeboten,
30:48dass Kolja mitkommen kann.
30:49Sie würde ihm sogar
30:50das Studium bezahlen.
30:52Das ist aber großzügig von ihr.
30:54Ja.
30:55Aber hat Kolja nicht ein Stipendium?
30:58Ja.
31:00Für die Uni Hamburg.
31:02Oh nein.
31:03Und er hat mich auch gefragt,
31:04ob ich mitkommen möchte.
31:05Oh nein.
31:07Hm.
31:07Du sagst es.
31:09Und ich kann mich nicht zweiteilen.
31:12Aber findest du nicht,
31:13dass Marie alt genug ist,
31:14um auf sich selbst aufzupassen?
31:16Doch, ganz bestimmt.
31:18Aber ich will sie begleiten.
31:19Sie ist meine Schwester.
31:22Und genauso gerne
31:23würde ich mit Kolja gehen.
31:26Ich will einfach nicht
31:27den einen für den anderen aufgeben.
31:30Dann solltest du Kolja fragen,
31:31ob er mitkommt.
31:32Ob er sich vorstellen kann,
31:33auch in der Schweiz zu studieren.
31:35Ja, das muss ich wohl.
31:37Das solltest du bald tun,
31:38damit er Zeit hat,
31:39sich genau zu überlegen,
31:40was er möchte.
31:45Kolja,
31:45mach jetzt die verdammte Tür auf.
31:47Ich muss aufs Klo.
31:47Tim,
31:49wir haben das total vergessen.
31:54Entschuldigung.
32:02Ja.
32:08Dieser Jörg Schwarz
32:09muss geistesgestört sein.
32:11Ich meine,
32:12Silke ist schwanger.
32:12Von ihm.
32:14So was macht doch kein Mensch.
32:16Ja.
32:17Können wir jetzt bitte
32:18diesen Albtraum vergessen
32:19und über etwas anderes sprechen?
32:21Ja,
32:21Entschuldigung.
32:23Was wolltest du denn
32:23auf deinem Brot?
32:24Salami oder Schinken?
32:25Hm,
32:26Schinken.
32:27Bitte.
32:30Pass bloß auf dich auf.
32:32Hamburg ist eine Großstadt,
32:34da hört man so einiges.
32:36Ich muss ja nicht gehen.
32:39Hast du immer noch nicht entschieden,
32:40ob du das Stipendium annimmst?
32:45Ich,
32:46ich weiß es nicht.
32:47Ich will Charlotte
32:48nicht alleine lassen.
32:49Und außerdem,
32:50Lilly hat sich gerade
32:51von Tim getrennt,
32:52die kann ich doch
32:52nicht im Stich lassen.
32:54Kolja,
32:55du bist bestimmt
32:56der beste Freund,
32:56den sich Lilly wünschen kann.
32:58Aber du musst jetzt mal
32:59an dich denken.
33:00Es geht um deine Zukunft.
33:01Ja,
33:01aber um deine auch.
33:02Was?
33:02Ja,
33:03du bist gerade
33:03mittendrin in der Scheidung
33:04und Papa benimmt sich unmöglich.
33:06Danke,
33:07Großer.
33:08Ich schaff das schon.
33:11Übrigens,
33:12die haben jetzt
33:13das Telefon erfunden.
33:17Hamburg ist sehr schön.
33:18Du,
33:19da sollst
33:19mehr Brücken geben
33:20als in Venedig.
33:22Ich habe im Bad
33:22ein Rohr aus der Wand gezogen
33:23und jetzt strömt Gas raus.
33:25Stell dir mal vor,
33:26was passiert,
33:27wenn ich die hier anzunehmen.
33:28In ein,
33:28zwei Stunden
33:29dürfte es einen
33:30ziemlichen Knall gehen.
33:31Zum Beispiel,
33:31dass die Gefunkling
33:32hat.
33:32Ein kleiner elektrischer Funke.
33:35Und alles fliegt sich
33:36in die Luft.
33:46Alles in Ordnung,
33:48Andreas?
33:49Andreas?
33:51Ja,
33:51ist alles okay.
33:52Ich habe,
33:52wie ist noch alles
33:54hochgekommen.
33:56Vielleicht hast du dir
33:57einfach zu viel
33:58zugemutet.
33:59Geh nach Hause,
34:00Andreas.
34:01Das bringt doch nichts,
34:02wenn du dich hier quälst.
34:05Also,
34:05ich bin nicht krank,
34:06okay?
34:07Nein,
34:08aber traumatisiert.
34:09Ich meine,
34:10du hast unter
34:10Lebensgefahr gestanden.
34:11Du warst eine Geisel.
34:14Mir ist nur wichtig,
34:15dass man dieses Schwein
34:16endlich fasst.
34:17Natürlich fasst man ihn.
34:18So einer darf einfach
34:18nicht frei herumlaufen.
34:20Andreas,
34:21ich entschuldige dich
34:22bei Herrn Gravenberg
34:24und jetzt mache ich das hier,
34:26okay?
34:39Ob Daniel
34:40den Abschiedsbrief
34:40seiner Mutter gelesen hat?
34:43Was immer darin steht,
34:44ich hoffe,
34:45Annabelle bereut,
34:45was sie getan hat.
34:47Hoffentlich versucht sie
34:48nicht nochmal,
34:48sich umzubringen.
34:50Wer weiß,
34:51ob am nächsten Mal
34:52jemand in der Nähe ist
34:52und sie rettet.
34:58Frau Gravenberg,
34:58ich wusste gar nicht,
34:59dass Sie schon wieder da sind.
35:01Geht's Ihnen wieder besser?
35:02Oh ja,
35:03sehr viel besser.
35:05Das freut mich,
35:06wirklich.
35:08Sie werden mir wahrscheinlich
35:09nicht glauben,
35:10was ich jetzt sage,
35:10aber ich wünsche Ihnen
35:12für die Zukunft
35:13alles Gute
35:14und ich hoffe,
35:15dass Sie all das
35:16hier hinter sich lassen können
35:17und irgendwo neu anfangen.
35:19Sie sind wirklich
35:20so ein herzensguter Mensch,
35:22Frau Schilling.
35:24Ach ja,
35:25ich habe ja ganz vergessen,
35:26mich bei Ihnen zu bedanken.
35:28Sie haben mich
35:28vor einem wirklich
35:29schlimmen Fehler bewahrt.
35:31Hoffentlich bereuen Sie
35:32das nicht eines Tages.
35:36Ich habe mich geirrt.
35:39Diese Frau ist weit
35:40entfernt davon,
35:41sich umzubringen.
35:42Wie ist das möglich?
35:45Das war wieder
35:46die alte Annabelle.
35:50Unversöhnlich
35:50und verschlagen.
36:02Was ist Jörg Schwarz
36:03eigentlich für ein Mensch?
36:04Wie kann man
36:04ein ganzes Haus
36:05voller unschuldiger Menschen
36:06einfach so in die Luft
36:07springen wollen?
36:08Keine Ahnung,
36:09frag mich nicht.
36:11Mann,
36:11ihr könnt echt stolz
36:12auf euch sein,
36:13Charlotte und du.
36:14Ihr habt allen
36:14das Leben gerettet.
36:15Das übertreibt nicht.
36:17Doch.
36:18Ich wäre bestimmt
36:19nicht so cool geblieben.
36:20Ich hätte wahrscheinlich
36:20Panik gekriegt
36:21und wäre weggerannt.
36:22Ja,
36:22das glaubst du jetzt
36:23nur,
36:23weil du Zeit hattest,
36:24darüber nachzudenken.
36:30Was war das denn?
36:32Ach,
36:32sag es mir nicht.
36:33Der interessiert mich
36:33doch gar nicht mehr.
36:35Oh Mist,
36:36ich habe vergessen,
36:36sein Zimmer wieder
36:37aufzuschließen.
36:38Du hast ihn eingesperrt?
36:42Ja,
36:42er wollte wieder
36:43vor eurem Haus pennen.
36:45Und ich dachte,
36:46er hätte endlich aufgegeben.
36:48Das wird er erst,
36:49wenn du ihm endlich klar machst,
36:50dass das alles nichts bringt.
36:51Du musst mit ihm reden.
36:52Kolja,
36:53ich lasse mich nicht
36:53vor ihm erpressen.
36:55Ich will Tim ja nicht
36:56in Schutz nehmen,
36:56aber du musst mit ihm reden.
36:58Er will wissen,
36:59woran er ist.
36:59Was soll denn
37:00das Ganze bitte bringen?
37:02Wenn du nicht
37:02für klare Verhältnisse sorgst,
37:04dann macht er sich
37:04weiter Hoffnung.
37:08Okay.
37:10Vielleicht hast du recht.
37:11Ich glaube,
37:12von einem Typen,
37:12der ein ganzes Haus
37:13vor dem Explodieren gerettet hat,
37:15kann man sich schon mal
37:15was sagen lassen.
37:16Hör doch auf.
37:17Nein,
37:18ich meine es ernst.
37:20Habe ich dir eigentlich
37:21schon mal gesagt,
37:21wie froh ich bin,
37:22dass du mein bester Freund bist?
37:25Ich glaube,
37:25wenn du zum Studium
37:26nach Hamburg ziehst,
37:27versinkt mein ganzes Leben
37:28im Chaos.
37:30Wenn ich gehe,
37:31so sicher ist das ja
37:32noch gar nicht.
37:33Kolja,
37:34du hast ein Stipendium,
37:35davon träumen andere doch nur.
37:37Das kannst du nicht
37:38einfach so aufgeben.
37:45möglicherweise hat Birgit
37:46doch recht.
37:47Du meinst,
37:48ich bin traumatisiert?
37:49Jörg wollte uns umbringen.
37:51Andreas,
37:52es ist völlig normal,
37:53dass du da ein bisschen
37:53neben der Spur bist.
37:55Hör zu,
37:55ich komme mit Extremsituationen
37:57normalerweise sehr gut klar.
37:59Ach ja,
38:00wurdest du auch schon mal
38:01von einem Psychopathen
38:02als Geisel genommen
38:03und fast umgebracht.
38:05Andreas,
38:06andere Menschen
38:07müssen nach so einem Erlebnis
38:08in psychologische Behandlung.
38:11Ich mache uns mal einen Tee, ja?
38:30Was machst denn du da?
38:32Jörgs Tasse.
38:35Ich würde am liebsten
38:35alles wegwerfen,
38:37was mit Jörg zu tun hat.
38:38Komm,
38:38jetzt beruhig,
38:39ich bin doch okay.
38:41Andreas,
38:42wenn ich dich nicht hätte,
38:43ich wüsste nicht,
38:44was ich machen würde.
38:45Ist schon gut.
38:49Meinst du,
38:49wir müssen uns
38:50eine andere Wohnung suchen?
38:51Auf keinen Fall.
38:52Ich lasse mich doch nicht
38:53von diesem Verrückten
38:53aus meiner Wohnung vertreiben.
38:56Schau mal,
38:56wir haben es uns hier
38:57so schön gemacht.
38:58Für uns und für den Kleinen.
39:00Und wenn der erst mal da ist,
39:02dann ist dieser ganze Albtraum
39:03nur noch ein blöder Witz.
39:07Okay?
39:09Okay.
39:20Hey.
39:21Na?
39:22Was gibt's denn so dringend?
39:26Also,
39:27du hast mich doch gefragt,
39:29ob ich mit nach Hamburg komme.
39:30Ja?
39:31Und du hast gesagt,
39:32du möchtest lieber bei Marie bleiben.
39:34Hast du dir das anders überlegt?
39:38Ist dann Hamburg die einzige Uni,
39:39die für dich in Frage kommt?
39:41Es ist die einzige Uni,
39:42für die ich ein Stipendium habe.
39:44Und wenn's jetzt nicht
39:44auf das Stipendium ankommen?
39:47Falkenthal hat leider keine Uni.
39:49Worauf willst du hinaus?
39:53Also,
39:54Marie wäre so schnell wie möglich
39:55in die Schweiz zurück.
39:57Und sie hat mich gefragt,
39:58ob ich sie begleite.
40:01Und sie hat vorgeschlagen,
40:02dass du auch mitkommen kannst,
40:03um dort zu studieren.
40:05Und sie würde auch erst mal
40:06für alle Kosten aufkommen.
40:08Wie?
40:08Für alle Kosten?
40:10Ja,
40:10was halt erst mal so anfällt.
40:11Und sie würde uns sogar
40:12eine eigene Wohnung finanzieren.
40:16Charlie,
40:18ich...
40:19Hey,
40:19die Unis in der Schweiz,
40:20die sind super.
40:21Und danach wärst du auch gar nicht mehr
40:22auf Falkenthalporzellan angewiesen,
40:24sondern du könntest arbeiten,
40:25wo du willst.
40:26Mann,
40:26das ist doch...
40:27das ist doch cool.
40:47Ihr glaubt,
40:48ihr seid mich für immer los?
40:51Ich komme wieder.
40:53Irgendwann.
40:55Dann sorge ich dafür,
40:57dass jeder Einzelne von euch bezahlt
40:59für das,
41:00was ihr mir angetan habt.
41:02Ich werde euch alles nehmen.
41:05Alles,
41:06was euch lieb und teuer ist.
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