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KurzfilmeTranskript
00:00Ich eine Gefahr für euer Kind bin?
00:02Kannst du ihr das verdenken, nachdem du heute Mutter wie ein Wahnsinniger attackiert hast?
00:09Frederic, ich werde dich zu nichts zwingen.
00:13Aber ich glaube, es ist das Beste, wenn du ausziehst.
00:17Ich könnte vorübergehend zu Julia ziehen.
00:20Ich hatte an eine endgültigere Lösung gedacht.
00:27Ich denke, es ist das Beste, wenn du Falkenthal verlässt und zurückgehst nach Südafrika.
01:07Du weißt also, dass ich Falkenthal verlasse?
01:10Es ist für alle das Beste, Frederic.
01:13Ich habe kein Zuhause mehr in Südafrika.
01:16Wir werden dir deine Anteile aus der Firma ausbezahlen, damit du dir eine neue Existenz aufbauen kannst.
01:22Wie wollt ihr denn das finanzieren?
01:27Marie.
01:28Ja.
01:30Tja, dann werden ja alle Probleme gelöst.
01:35Daniel, das ist keine Entscheidung, die ich hier übers Knie brechen werde.
01:41Aber ich werde es mir überlegen.
01:43Gut.
01:45Aber bitte überlege es dir schnell.
01:48Denn so wie es jetzt ist, ist es für alle unerträglich.
01:53Was hast du dir vorhin ausgedacht?
01:56Mich mit dieser Abtreibungspille zu erpressen?
01:58Wenn du nicht versucht hättest, Silke das Zeug ohne ihr Wissen zu verabreichen,
02:03hättest du jetzt kein Problem.
02:05Und wie oft zulass in der Zukunft mein Problem wäre?
02:08Oder wirst du mir die Beweise zurückgeben?
02:11Schauen wir, wie du dich bei der Sache mit meiner Mutter anstellst.
02:15Dann zeige ich mich lieber selber an.
02:17Schon die einstweilige Verfügung vergessen?
02:20Du bist wegen deiner anderen Angriffe auf Silke aktenkundig geworden.
02:23Und ich fürchte, ein weiteres Mal kommst du nicht so einfach davon.
02:34Was genau soll ich über deine Mutter herausfinden?
02:41Jemand hat hochgiftige Farben für die Firma bestellt.
02:44Wahrscheinlich war das kein Versehen.
02:47Wahrscheinlich wollte dieser jemand Frederik schaden.
02:50Und ich soll das beweisen?
02:52Wenn es beweisbar ist, ja.
02:55Dazu brauche ich einen Zugang zum Computer deiner Mutter.
02:57Außerdem muss ich an ihr Telefon ran, an ihr Handy.
02:59Und wie soll ich das machen?
03:01Ich habe in der Firma Hausverbot.
03:02Das wirst du ja wohl umgehen können.
03:06Ohne deine Unterstützung schaffe ich es nicht.
03:09Die kriegst du.
03:22Ich an deiner Stelle würde keine Zeit verlieren.
03:25Die Beweise für deinen hinterhältigen Abtreibungsversuch
03:28können jederzeit bei der Polizei auftauchen.
03:42Du hast deinen Vater auf dem Gewissen.
03:45Hör auf!
03:46Letztendlich ist es für alle das Beste, das er tut.
03:48Du Milchstück!
03:49Beste, du seid!
03:51Hält!
03:51Hör weg!
03:53Ich kann dir was rumgebracht, ich weiß es!
03:57Mutter?
03:59Ja?
04:02Geht es dir gut?
04:04Natürlich.
04:05Ist es noch zu sehen?
04:08Mir tut es noch sehr weh.
04:10Ach was, nur ein kleiner Blüterguss, nichts weiter.
04:13So jemand wie Frederik kann mir nicht wirklich wehtun.
04:19Das, was ich so vergessen kann.
04:22Das scheint hier jeden zu überraschen.
04:27Aber nicht mich.
04:29Es war doch abzusehen, dass er sich nicht mehr in der Gewalt hat.
04:33Also ich hätte es ihm nicht zugetraut.
04:35Du bist eben ein besonderer Mensch.
04:37Ganz anders als dein Onkel.
04:40Was machen wir denn jetzt mit ihm?
04:43Ich habe ihn gebeten, nach Südafrika zurückzukehren.
04:46Wirklich?
04:47Ja.
04:49Wir werden ihm mit Maries Hilfe seinen Anteil ausbezahlen,
04:52damit er sich dort eine neue Existenz aufbauen kann.
04:55Aber hoffentlich fällt diese Abfindung nicht allzu üppig aus.
05:01Immerhin hat er die Lodge für die Manufaktur verkauft.
05:03Was völlig unnötig war.
05:04Er wird seinen vollen Anteil bekommen.
05:06Wenn es sein muss.
05:09Ich würde auch jeden Preis bezahlen,
05:12um ihn am anderen Ende der Welt zu wissen.
05:15Noch hat er sich nicht entschieden.
05:17Er wird gehen.
05:18Du wirst sehen.
05:20Kann ich noch etwas für dich tun?
05:22Nein, aber danke, dass du fragst.
05:26Kümmere dich besser um Marie.
05:29Sie hat dieser Vorfall heute Morgen mindestens so erschreckt wie mich.
05:39Adieu, Friedrich.
05:44Daniel ist extra ins Kursi gekommen, um dir das zu sagen?
05:49Ja.
05:51Er hat mir angeboten, mich auszuzahlen.
05:58Ich könnte mir damit eine neue Lodge in Südafrika kaufen.
06:06Und, ähm...
06:09Willst du das?
06:13Ich weiß nicht.
06:19Aber was soll ich denn hier noch machen?
06:23Du könntest so lange kämpfen,
06:25bis du Annabelle das Handwerk gelegt hast.
06:28Ob das überhaupt irgendjemand schafft?
06:30Du solltest es auf jeden Fall versuchen.
06:34Es vergiftet mich.
06:37Ich habe halt derartig die Kontrolle verloren,
06:39dass ich sie fast umgebracht hätte.
06:43Wenn ich irgendwann herausgefunden habe,
06:45was zwischen Vater und Annabelle passiert ist,
06:47ist aus mir ein gewalttätiger Psychopath geworden.
06:49Ach, Unsinn.
06:52Du hast dich heute einfach ein bisschen über dich selbst erschrocken.
06:57Du?
06:59Hast du dich nicht über mich erschrocken?
07:01Nein.
07:04Deine Reaktion war nicht gerade vorbildlich.
07:07Aber ich weiß, wozu Annabelle einen treiben kann.
07:11Es gibt einen einzigen Grund,
07:12warum ich entfalten und teilbleibe.
07:15Welchen?
07:17Dich.
07:26Dich.
07:28Marie?
07:31Was machst du da?
07:33Daniel.
07:34Ist das Cognac?
07:37Ähm.
07:39Das, das...
07:41Das war ein Ausrutscher, ich...
07:43Machst du das öfter?
07:44Heimlich Alkohol trinken?
07:45Nein, nein, nein, nie.
07:48Das...
07:49Du musst damit aufhören, hast du verstanden?
07:51Ja.
07:52Denk an unser Kind.
07:52Ja, es war wirklich nur ein Ausrutscher.
07:57Fredericks Angriff auf Annabelle ist mir einfach keine Ruhe.
07:59Das ist bald vorbei.
08:01Frederic wird uns wahrscheinlich bald verlassen.
08:04Wirklich?
08:06Ich habe ihm angeboten, ihn auszubezahlen,
08:08damit er zurückkehren kann nach Südafrika.
08:10Ja, und, und...
08:12Nehmt er an?
08:13Er will es sich überlegen,
08:14aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er es tut.
08:16Ja, das ist gut.
08:17Das wäre gut.
08:19Die ganze Familie wird sich jetzt beruhigen.
08:21Mhm.
08:25Ach, danke.
08:33Verachtest du mich jetzt?
08:35Wegen dem Cognac?
08:36Ja.
08:38Ich weiß gar nicht, was in mich gefahren ist.
08:42Nachdem, was heute alles passiert ist,
08:44könnte ich selbst eingebrauchen.
08:47Naja.
08:48Hier.
08:50Du darfst ja.
09:14Werner?
09:16Wohl kaum.
09:18Guten Morgen, Frau Grafenberg.
09:20Entschuldigung, ich glaubte für einen Moment...
09:22Was hatten Sie geglaubt?
09:24Hatten Sie geglaubt,
09:25Sie könnten Ihre Arbeit jetzt schleifen lassen?
09:28Nur, weil mein Schwiegervater nicht mehr da ist.
09:31Wie bitte?
09:32Nun, es ist 8.13 Uhr.
09:35Seit unendlich vielen Jahren haben wir die feste Verabredung,
09:37um Punkt 8 zu frühstücken.
09:39Und wie ich sehe, ist nichts da.
09:40Aber ich...
09:41Ja?
09:42Das hat doch auch seit unendlich vielen Jahren gut geklappt.
09:46Wenn es nicht mehr klappt, Eva,
09:48dann suchen Sie das Gespräch mit mir.
09:50Jeder ist ersetzbar.
09:51Das muss unsere ganze Familie gerade lernen.
10:10Ich kann dir gar nichts zum Frühstücken anbieten.
10:12Ich habe mich eingekauft.
10:14Das macht gar nichts.
10:15Der Kaffee reicht völlig.
10:17Der Gedanke gefällt mir immer besser,
10:19dass wir den ganzen Familienkrieg hinter uns lassen.
10:23Wir?
10:24Ja.
10:25Ich könnte wieder eine Lodge in Südafrika aufbauen.
10:27Du kümmerst dich um den Tierschutz.
10:29Leitest wieder Safaris.
10:32Du liebst auch Südafrika genauso sehr wie ich?
10:34Ja, das tue ich.
10:36Aber...
10:38Ich habe jetzt hier ein Leben.
10:43Das gefällt dir besser als das, was du in Afrika hattest.
10:45Darum geht es gar nicht.
10:48Aber ich habe mir hier was aufgebaut.
10:49Ich arbeite in meinem Traumberuf.
10:51Ich habe Freunde.
10:51Ich habe vielleicht meinen Vater gefunden.
10:53Ich erlebe zum ersten Mal, wie es ist, eine Familie zu haben.
11:00Das Einzige, was dem noch im Wege steht, bin ich.
11:03So meine ich das nicht.
11:08Aber das sind alles Dinge, die ich mir immer gewünscht habe.
11:14Ich kann eigentlich gar nicht von dir verlangen,
11:16dass du mich nach Südafrika begleitest.
11:21Die Vorstellung von einem Leben mit dir in Südafrika ist sehr verlockend.
11:26Aber ich müsste dafür so viel aufgeben.
11:28Und ich weiß nicht, ob ich das möchte.
11:32Das verstehe ich.
11:37Im Gegensatz zu mir hast du nicht viel zu verlieren.
11:40Nein.
11:41Ich bin arbeitslos und habe keine Familie mehr.
11:46Das war doch noch kein Nein.
11:48Ich will einfach ein bisschen mehr Zeit, um darüber nachzudenken.
11:55Wenn es überhaupt irgendjemanden gibt,
11:57für den ich mein Falkenthaler Leben hier stehen und liegen lassen würde,
12:00dann bist du das.
12:0555 Quadratmeter für 210 Euro?
12:08Oh, das ist aber günstig.
12:10Auch mit Dachsträgen, ja.
12:13Eine kleine Terrasse und möbliert?
12:15Ja, das hört sich gut an.
12:17Ach, was Wohnungsbesichtigung.
12:19Ich ziehe gleich heute Abend ein.
12:21Danke. Wiederhören.
12:24Sie wollen in eine Wohnung einziehen,
12:26die Sie nicht mal vorher gesehen haben?
12:28Tim, das hat sich so gut angehört.
12:30Wenn davon nur die Hälfte stimmt,
12:32dann ist die Wohnung klasse.
12:33Und wenn nicht?
12:34Ziehe ich nächsten Monat wieder aus.
12:36Ich kann ja verstehen,
12:37dass Sie möglichst schnell eine eigene Wohnung haben möchten,
12:39aber ist das nicht ein bisschen übers Knie gebrochen?
12:42Tim, ich habe mich gestern Abend endgültig von Dietmar getrennt.
12:45Ich habe einen Schlussstrich
12:47unter die letzten 20 Jahre meines Lebens gezogen.
12:51Und ich kann ja nur sagen,
12:52ich fühle mich 20 Jahre leichter.
12:55Tja, aber Sie stören hier doch niemanden.
12:57Nehmen Sie sich die Zeit
12:58und schauen sich so eine Wohnung an.
12:59Jeder hier wird froh sein,
13:00endlich wieder in seinem eigenen Bett schlafen zu können.
13:03Ich auch.
13:04Okay, aber
13:07das hier
13:08nehmen Sie mit.
13:11Tim,
13:13da gibt's ein Bett.
13:13Ja, aber wenn das durchhängt wie eine Hängematte,
13:16dann können Sie damit besser auf den Boden schlafen.
13:17Das ist besser für den Rücken.
13:19Danke, Mama.
13:26Du bist hier.
13:28Morgen.
13:31Ich brauche ein paar frische Sachen.
13:33Ich bin gleich wieder weg.
13:36Wo ist Eva eigentlich?
13:37Wieso gibt's kein Frühstück?
13:39Ich bin eben erst von Julia gekommen.
13:42Aha.
13:43Naja, ich kann ja auch nach Manufaktur frühstücken.
13:45Soll ich dir auch ein Brot machen?
13:47Nein, danke.
13:47Geht schon.
13:49Wie du willst.
13:53Frederik, es ist nicht wegen mir.
13:56Aber Mutter kann jeden Moment runterkommen
13:58und es ist, glaube ich, am besten,
13:59wenn ihr euch nicht begegnet.
14:01Ich brauche nicht lange.
14:03Ich habe auch nicht vor, zu streiten
14:04oder irgendjemandem wehzutun.
14:08Marie war
14:10ziemlich mitgenommen wegen gestern.
14:19Frederik!
14:21Wie schön, dass es dir schon wieder schmeckt.
14:31Vor wenigen Monaten noch
14:32wäre ich jedem jubelnd um den Hals gefallen,
14:34der mir ein Leben in Südafrika angeboten hätte.
14:39Und heute tut Frederik genau das
14:42und ich habe Angst.
14:45Mein ganzes Leben lang
14:47bin ich Mama hinterhergereist.
14:49Wenn ich jetzt Frederik nach Südafrika folge,
14:53ist es nicht genau dasselbe?
14:58Soll ich ein Leben lang
15:00mein Schicksal an das eines anderen Menschen hängen?
15:11Ich bin nur für einen Sprung hier.
15:12Ich brauche frische Sachen.
15:15Guten Morgen zusammen.
15:16Guten Morgen.
15:17Guten Morgen, Patricia.
15:20Schon wieder alle im Ring.
15:22Ich sollte nicht hier sein.
15:25Es tut mir leid.
15:26Frederik,
15:28das, was
15:29geschehen ist,
15:31war sehr schlimm.
15:33Nicht nur für mich.
15:36Es ist eine
15:38Katastrophe
15:38für die ganze Familie.
15:41Ja, allerdings.
15:42Werners Tod
15:43hat uns alle
15:44aus der Fassung gebracht
15:46und
15:48natürlich
15:49kann jeder
15:50nur so reagieren,
15:51wie es ihm entspricht.
15:53Und
15:55weil dem so ist,
15:57verzeih ich dir.
16:00Wir vergessen das
16:01ganz einfach.
16:06Ich danke dir, Annabelle.
16:09Ich weiß,
16:10das zu schätzen.
16:12Daniel hat mir erzählt,
16:14dass du mit dem Gedanken spielst
16:16nach Südafrika
16:16zurückzugehen.
16:18Ja.
16:19Ich denke ernsthaft drüber nach.
16:21Aber
16:21ich kann das nicht
16:22allein entscheiden.
16:23Das verstehe ich.
16:27Tja,
16:27dann
16:29gehe ich mal wieder.
16:35Das war sehr
16:36großherzig von dir.
16:39Er hätte sich wenigstens
16:40entschuldigen können.
16:41Was erwartest du?
16:45Worüber denkst du nach,
16:46Patrizia?
16:49Du steckst voller
16:50Geheimnisse.
16:51Nicht?
16:55Was wird es
16:56überhaupt aus
16:56Frederik?
16:59Frederik
17:00darf nicht mehr
17:01in der Firma arbeiten.
17:03Der Streit
17:03mit Annabelle
17:04war so heftig,
17:05dass Daniel
17:05keine andere Wahl
17:06blieb.
17:09ist schlimm
17:10für Frederik
17:10sein.
17:13Er überlegt
17:14jetzt zurück
17:14nach Südafrika
17:15zu gehen.
17:17Daniel
17:17wird ihm
17:17seinen Anteil
17:18ausbezahlen.
17:22Das wäre
17:22wahrscheinlich
17:23das Beste
17:23für ihn.
17:27Habt ihr
17:27schon darüber
17:28geredet?
17:29Ja.
17:31Er hat mir
17:32angeboten,
17:32mit ihm
17:33zu gehen.
17:34Aber ich
17:35weiß nicht.
17:38Er tut dir
17:39gut,
17:39Julia.
17:42Soll ich
17:42mein Leben
17:43hier einfach
17:43so aufgeben?
17:45Wie meinst
17:45du das?
17:48Seit ich
17:49denken kann,
17:50bin ich mit
17:50Mama um die
17:50halbe Welt
17:51gezogen.
17:52Ihretwegen
17:53konnte ich nie
17:53irgendwo heimisch
17:54werden.
17:54Jetzt habe ich
17:55auf einmal
17:55mein Zuhause,
17:57Freunde,
17:57Arbeit
17:59und dich.
18:01Und du hast
18:02jetzt Angst,
18:02das alles
18:03zu verlieren.
18:06Ich habe
18:07auch Angst,
18:07dich zu
18:07verlieren.
18:08Bist du
18:09verrückt?
18:10Du verlierst
18:10doch hier
18:11dein Zuhause
18:11nicht.
18:12Und wenn
18:13du an den
18:13Südpol
18:14gehst
18:14oder auf
18:15den Mond,
18:16du bist
18:16und bleibst
18:17doch
18:19meine
18:19Julia.
18:23Ich würde
18:24mich einfach
18:24schlecht
18:24finden,
18:24dich hier
18:25so
18:25zurückzulassen.
18:28Das
18:28machen
18:29Kinder
18:29normalerweise
18:29mit ihren
18:30Eltern.
18:33folge
18:34deinem
18:34Herzen,
18:34Julia.
18:36Julia.
18:46Hier sind
18:47sie also.
18:52Man
18:53vermisst sie
18:53schon in der
18:53Villa.
18:56Einmal kam
18:57er in die
18:57Küche
18:58und sagte
18:58in seiner
18:59ruppigen
18:59Art,
19:00guten
19:00Morgen,
19:01Eva.
19:01Ich hoffe,
19:02wenigstens
19:02Sie haben
19:03gut geschlafen.
19:03Ich brauche
19:04den weltbesten
19:05Kaffee
19:05und den
19:06können nur
19:06Sie machen.
19:09Er hat
19:09immer ein
19:10nettes
19:10Wort übrig,
19:11egal
19:11wie viel
19:12Sorgen
19:12und
19:12Stress
19:13er
19:13hatte.
19:16Fehlt
19:16mir
19:16auch.
19:18Es
19:18ist
19:19so
19:19kalt
19:19geworden,
19:19seit
19:20er
19:20weg
19:20ist.
19:32Ihre
19:32Schwägerin
19:33hat
19:34mir
19:34nahegelegt
19:35zu
19:35kündigen.
19:37Was?
19:40Es
19:41tut
19:41mir
19:41leid,
19:41sicher
19:42meine
19:42Schuld.
19:43Ich
19:44bin
19:44gestern
19:44mit
19:44Annabelle
19:45aneinander
19:45geraten,
19:46mehr als
19:47sonst.
19:48Und
19:49das hat
19:49sie
19:49sicher
19:49so
19:49aufgebracht.
19:50Was
19:51ist
19:51denn
19:51passiert?
19:53Eine
19:54hässliche
19:54Geschichte,
19:55aber
19:57auf jeden
19:57Fall
19:58arbeite
19:58ich
19:58nicht
19:58mehr
19:58in der
19:58Manufaktur.
19:59Dann
20:00hat
20:00Annabelle
20:01ja
20:01erreicht,
20:01was
20:01sie
20:01wollte.
20:02Was
20:03werden
20:03sie
20:03denn
20:03jetzt
20:03machen?
20:06Ich
20:06denke
20:07ernsthaft
20:07darüber
20:07nach
20:07Südafrika
20:08zurück
20:08zu
20:08gehen.
20:09Ach,
20:10nicht
20:10das
20:10auch
20:11noch.
20:11Also
20:11dann
20:12werde
20:12ich
20:12ernsthaft
20:13kündigen
20:13und
20:14mich
20:14auf
20:14meinen
20:14alten
20:14Teil
20:15zurück
20:15ziehen.
20:16Wunderbar.
20:17Dann
20:18nehme ich sie mit.
20:19Nicht zum Arbeiten,
20:20zum Ausruhen.
20:21Oh,
20:21Frederic,
20:22wie Sie
20:22sich das
20:23vorstellen.
20:24Ich meine
20:25das
20:25ernst.
20:26Sie
20:26haben
20:26was
20:26besseres
20:27verdient,
20:27als sich
20:27vom
20:27Rest
20:28meiner
20:28Familie
20:28tyrannisieren
20:29zu
20:29lassen.
20:30Das
20:30ist
20:31sehr
20:31lieb
20:31von
20:31Ihnen.
20:32Aber
20:32einen
20:33alten
20:33Baum
20:33darf
20:34man
20:34nicht
20:34verpflanzen.
20:37Ich sehe
20:37keinen
20:38alten
20:38Baum.
20:41Es wird
20:41sehr schwer,
20:42wenn Sie
20:42weggehen.
20:45Ich weiß es ja
20:46selbst noch nicht.
20:54Ich hoffe,
20:55Frederic entscheidet
20:55sich bald,
20:56mein Angebot
20:56anzunehmen.
20:57Wir sollten
20:58ihn so schnell
20:58wie möglich
20:59ausbezahlen.
21:00Ich muss
21:01erst noch
21:01mit
21:01Marie
21:01darüber
21:02sprechen.
21:03Sie
21:03wird
21:03uns
21:03mit
21:04ihrem
21:04Vermögen
21:04unterstützen.
21:05Schließlich
21:06ist sie
21:06die
21:06Mutter
21:06deines
21:07Kindes.
21:08Und
21:09das
21:09Praktische
21:09daran
21:10ist,
21:10wenn
21:11Frederic
21:11geht,
21:12wird er
21:12Julia
21:13Schilling
21:13mitnehmen.
21:15Wenn
21:15sie
21:15mit
21:15ihm
21:15geht?
21:16Natürlich
21:17wird sie,
21:17dass sie
21:17ist doch
21:17seine
21:18Freundin.
21:18Sie
21:19wird ihn
21:19doch
21:19nicht
21:19im
21:19Stich
21:20lassen.
21:22Und
21:22wenn
21:22Julia
21:23nicht
21:23mit
21:23ihm
21:23geht,
21:23dann
21:23gibt
21:24es
21:24auch
21:24keinen
21:24Grund,
21:24auf
21:24ihre
21:24Mitarbeit
21:25zu
21:25verzichten.
21:25Daniel,
21:26überwähl doch mal.
21:28Julia
21:29leistet
21:29hervorragende
21:30Arbeit,
21:30das weißt du
21:30so gut
21:30wie ich.
21:32Außerdem
21:32ist sie
21:32so schnell
21:32gar nicht
21:33ersetzbar.
21:34Deine
21:34Schwester
21:35hat
21:35jahrelang
21:35die
21:36Design-Abteilung
21:36erfolgreich
21:37alleine
21:38geleitet.
21:39Und
21:39jetzt,
21:40wo
21:40Marie
21:40in
21:41Zukunft
21:41auch
21:41öfter
21:42in der
21:42Manufaktur
21:43sein
21:43wird,
21:44wisst
21:44du,
21:44dass
21:44sie
21:44jeden
21:45Tag
21:45Julia
21:45Schilling
21:46begegnen
21:46muss?
21:46Die
21:47beiden
21:47waren
21:47mal
21:47Freundinnen.
21:48Sie
21:48werden
21:54belasten.
21:56Nein,
21:57vielleicht
21:57hast
21:58du
21:58recht.
21:59Marie
22:00steht
22:00unter
22:00großem
22:00Druck.
22:02Gestern
22:02Nacht...
22:03Was war
22:04gestern
22:04Nacht?
22:05Nichts.
22:06Ich
22:07kann
22:07sie
22:07auch
22:07selbst
22:08fragen.
22:09Es
22:10ging
22:10ihr
22:10nicht
22:10gut.
22:11Sie
22:12war
22:12kurz
22:12davor
22:12von
22:13deinem
22:13Cognac
22:13zu
22:13trinken.
22:14Könntest
22:15du
22:15bitte
22:15darauf
22:15achten,
22:15dass
22:15er
22:16nicht
22:16so
22:16offen
22:16rum
22:16steht?
22:17Natürlich.
22:18Wir
22:19sollten
22:19alle
22:19jetzt
22:19besser
22:20auf
22:20Marie
22:20aufpassen.
22:29Ja,
22:29hallo
22:29Birki,
22:30was machst
22:30du denn
22:30schon so
22:31früh
22:31hier?
22:31Guten
22:31Morgen.
22:32Silke,
22:32ich wollte
22:32dich
22:33nur
22:33fragen,
22:33ob
22:33ich
22:33mal
22:34kurz
22:34meine
22:34Sachen
22:34hier
22:35lassen
22:35kann.
22:36Äh,
22:36warte mal,
22:37also,
22:37nur bis
22:38nachher.
22:39Ja,
22:39stell sie doch
22:39einfach
22:40da irgendwo
22:40ab.
22:41Ja,
22:41wenn's
22:41sie
22:41nicht
22:42stört.
22:44Silke,
22:44ich hab
22:44endlich
22:44eine
22:45Wohnung.
22:46Mit
22:46Dachschräger,
22:47ganz gemütlich,
22:48möbliert und
22:48richtig billig.
22:49Das hört sich ja
22:50gut an.
22:51Herzlichen Glückwunsch.
22:52Da kannst du
22:53doch deine Sachen
22:53dann gleich
22:54hinbringen.
22:55Du,
22:55ich krieg ja
22:56erst heute Abend
22:56den Schlüssel.
22:57Ah,
22:58okay.
22:59Und was ist
23:00mit Renovieren?
23:01Ja,
23:02ich weiß noch gar
23:02nicht,
23:02ob's da überhaupt
23:03was zu
23:03renovieren
23:04gibt.
23:05Ähm,
23:06soll das heißen,
23:06du hast die
23:07Wohnung noch nicht
23:07gesehen?
23:08So schlimm
23:09wird's schon
23:09nicht sein.
23:10Weißt,
23:10was ich jetzt
23:11brauche?
23:11Ist ein eigenes
23:12Bett und ein
23:12halbwegs
23:13sauberes
23:13Bad.
23:14Naja,
23:15da wünsche ich
23:15dir,
23:15dass das alles
23:16ganz,
23:16ganz toll wird.
23:17Ja,
23:17danke.
23:18Du,
23:18ich muss noch
23:19mal rasch los,
23:19ein bisschen
23:20was einkaufen,
23:21so Putzzeug
23:21und so.
23:22Bis nachher.
23:23Du,
23:23Birgit,
23:24könntest du
23:24vielleicht etwas
23:25früher kommen,
23:26weil ich hab
23:26nachher noch
23:26einen Termin
23:27und...
23:27Ja,
23:28na klar,
23:28mach ich doch.
23:29Das ist ganz lieb,
23:30danke.
23:30Tschüss,
23:30Silke.
23:31Tschüss.
23:38Wenn Friederik
23:38wirklich geht,
23:40dann überlege
23:41ich ernsthaft,
23:42ob ich in Rente
23:42gehe.
23:44Die Atmosphäre
23:44in diesem Haus
23:45ist so vergiftet,
23:46das schüttelt einen.
23:48Ja,
23:48aber was willst
23:49du dann tun?
23:52Ja,
23:53da fällt mir
23:54schon was ein.
23:56Herr Grafenberg
23:57hat mir das Haus
23:58vermacht,
23:58in dem ich wohne.
24:00Ich werde mich
24:01um den Garten
24:02kümmern,
24:03ich werde verreisen
24:05und mich an den
24:05Gedanken gewöhnen,
24:06dass mich
24:06niemand mehr braucht.
24:08Du wirst doch
24:09immer hier gebraucht.
24:10Aber deine Arbeit,
24:11die kann ruhig mal
24:12jemand anders machen.
24:13Das ist lieb von dir,
24:14Tobias.
24:20Was ist eigentlich
24:21mit Nikos Werkstatt?
24:23Na,
24:23es sieht nicht gut aus.
24:25Er will jetzt
24:25seine ganzen Ersatzteile
24:26und das Werkzeug
24:27verkaufen.
24:28Damit hat der Junge
24:29wieder mal
24:29keine Perspektive.
24:31Und deine Anstellung?
24:32Die ist doch auch
24:33nur noch Makulatur.
24:35Ja,
24:35ich weiß.
24:36Es wird höchste Zeit,
24:37dass ich mir mal überlege,
24:39was ich sonst noch
24:39machen kann.
24:42Würdest du
24:43sogar nach Südafrika gehen?
24:46Südafrika?
24:47Zu Löwen und Krokodilen
24:49und immer nur
24:49Straußensteaks essen?
24:51Nein.
24:52Na,
24:52für den Urlaub?
24:52Gerne.
24:54Aber ich glaube,
24:54ich würde
24:55Falkenthal
24:56sehr schnell vermissen.
25:00Geht mir genauso.
25:08Marie?
25:12Was hast du dir
25:13eigentlich dabei gedacht?
25:15Dich mit Cognac
25:16erwischen zu lassen?
25:17Bist du jetzt
25:17vollkommen durchgedreht?
25:18Ich weiß,
25:19es war idiotisch.
25:20Aber nach dem Schock
25:21gestern musste ich mich
25:22irgendwie beruhigen.
25:23Dann lass dir von Eva
25:24einen Tee machen.
25:26Daniel glaubt,
25:27du bist schwanger.
25:27Schwangere trinken nicht.
25:30Ich schaffe es nicht.
25:31nicht mehr.
25:32Ich kann ihn einfach
25:33nicht mehr anlügen.
25:34Ich habe dir doch
25:35schon erklärt.
25:36Daniel steht
25:36im Moment wahnsinnig
25:37unter Druck.
25:39Wir können ihm
25:40jetzt nicht eine
25:40Fehlgeburt präsentieren.
25:42Sonst passiert
25:42noch sonst was.
25:43Aber wenn wir es
25:44nicht tun,
25:44dann passiert mit mir
25:45sonst was.
25:47Hast du darüber
25:48vielleicht schon mal
25:48nachgedacht?
25:49Es sind doch nur
25:49ein paar Tage,
25:50um die ich dich bitte,
25:51bis Frederik aus dem Haus ist.
25:53Dann können wir
25:54in aller Ruhe
25:54mit Dr. Lonnemann
25:55die Fehlgeburt angehen.
25:58Ich weiß nicht,
25:59ob ich das noch schaffe.
26:04Willst du das riskieren?
26:08Also gut,
26:09ich rufe Lonnemann an
26:10und vereinbare
26:11einen Termin.
26:12Warum das denn?
26:14So eine Fehlgeburt
26:15lässt sich nicht einfach
26:16aus dem Ärmel schütteln.
26:18Gib mir wenigstens
26:19die Zeit,
26:20alles so einzufädeln,
26:21dass es glaubhaft ist.
26:23Also gut.
26:24Ich bin ja schon froh,
26:26wenn irgendetwas passiert.
26:28Ich will,
26:29dass dieser Spuk
26:30endlich aufhört.
26:31Das wird er.
26:32Schon bald.
26:38Du, Silke,
26:39könntest du mir sagen,
26:40ob...
26:43Ist meine Mutter
26:44schon da?
26:45Nein,
26:45sie hat die zweite Schicht.
26:47Und warum
26:48steht dann
26:48da
26:49ihr Koffer?
26:51Weil sie doch
26:52heute Abend
26:52in ihre neue Wohnung zieht.
26:53da hat sie
26:54die Sachen
26:54gleich mitgebracht.
26:57Meine Mutter
26:57hat eine neue Wohnung?
26:58Ja,
26:59mit Dachschräge,
27:00möbliert
27:00und ganz billig.
27:02Und warum
27:02weiß ich davon nichts?
27:03Das ging doch alles
27:04sehr schnell.
27:04Sie hat sich
27:05die Wohnung
27:05nicht mehr angeschaut.
27:08Ich hoffe,
27:08sie weiß,
27:09was sie tut.
27:11Das hört sich ja
27:11gerade so an,
27:12als wäre sie
27:12deine Tochter.
27:14Ah,
27:15so kommt es mir
27:15in letzter Zeit
27:16auch vor.
27:17Ja.
27:30Patricia?
27:32Was gibt's?
27:34Ich
27:34habe ja Sachen
27:35für dich.
27:36Sachen?
27:37Ersatzteile
27:38für dein Motorrad.
27:39Und was
27:40soll ich
27:40jetzt damit?
27:42Ich hatte sie
27:43eigentlich für
27:43meine Werkstatt
27:44gekauft,
27:44aber
27:45so wie es aussieht,
27:46wird es so schnell
27:46keine Werkstatt geben.
27:49Okay.
27:50Was willst du
27:51dafür haben?
27:53Nichts?
27:54Komm, Nico.
27:55Du bist doch
27:56immer klamm.
27:56Also,
27:57wie viel?
27:58Das sollte
27:58ein Geschenk sein,
27:59aber
27:59sowas kannst du dir
28:01wohl nicht vorstellen,
28:01dass es mal
28:02was umsonst gibt.
28:03Sogar für dich.
28:09Nico!
28:18Was ist denn?
28:22Ich soll das Handy
28:22von meiner Mutter
28:23Clown?
28:25Du bist doch
28:25der Schnüffler.
28:26Also besorgst du
28:27gefälligst selbst.
28:47Andreas,
28:48ich habe jetzt
28:48meinen nächsten
28:49Urkerschalter-Termin.
28:50Bring das Foto mit.
28:51Ich will unbedingt sehen,
28:52ob sich der Kleine
28:52bei dir auch gut benimmt.
28:53Ich wollte dich eigentlich
28:54fragen, ob du nicht
28:55Lust hättest, mitzukommen.
28:57Ehrlich?
28:58Soll ich mitkommen?
28:59Ja, also nur,
29:00wenn es dir nichts ausmacht.
29:01Nein, ich würde mich
29:02wahnsinnig freuen,
29:03wenn es dir nicht peinlich ist.
29:04Ach komm,
29:05wir sind doch eh schon
29:05wie so ein altes Ehepaar.
29:07Ja,
29:08und dann muss dann
29:08der schwule Freund
29:09hier halten.
29:10Nein,
29:12ich möchte diesen Moment
29:13einfach mit jemandem teilen.
29:15Ich fühle mich
29:15wirklich geehrt,
29:16dass ich derjenige
29:16sein darf.
29:18Ich weiß gar nicht,
29:19mein Spielgeld
29:20müsste schon längst
29:20da sein.
29:23Ach,
29:23Frau Grafenberg.
29:25Frau Hertel
29:26ist zwar noch nicht da,
29:27aber könnte ich
29:27vielleicht schon
29:28früher gehen?
29:29Nicht,
29:30wenn es keinen
29:30besonderen Grund
29:31dafür gibt.
29:31Ich habe
29:32einen Ultraschalter-Termin.
29:33Ach so.
29:34Ja,
29:35natürlich.
29:36Viel Glück,
29:37oder was immer man da sagt.
29:38Danke,
29:39das ist sehr nett.
29:42Also,
29:43wenn es so weitergeht,
29:44könnte man fast glauben,
29:44Patricia hat ein Herz
29:45für Kinder.
29:46Wieso?
29:48Na,
29:48hör mal,
29:49gestern hat sie dich
29:50noch davon abgehalten,
29:51dieses Aloe-Vera-Getränk
29:52aus der Post zu trinken,
29:54damit du nichts abbekommst
29:55und jetzt ist sie schon
29:57fast dahingeschmolzen,
29:58als du ihr von deinem
29:59Ultraschalter-Termin
30:00erzählt hast.
30:01Ja,
30:02das sind weibliche
30:03Urinstinkte.
30:04Wenn es um Kinder
30:04oder Kinderkriegen geht,
30:05da halten wir Frauen
30:06einfach zusammen.
30:08Mhm.
30:09Ja.
30:17Ja,
30:17dann bis heute Abend.
30:19Ich freue mich.
30:21Ach,
30:22Entschuldigung,
30:22Frau Grafenheit.
30:23Damit können Sie
30:24denn nicht aufpassen.
30:25Das wollte ich nicht.
30:26Was schleichen Sie
30:26eigentlich hier herum?
30:27Zufällig in der Gegend.
30:29Dann verziehen Sie sich
30:30mal ganz zufällig.
30:32Sonst lasse ich
30:33den Werkschutz rufen.
30:54Hallo, Eva.
30:55Hallo, Nico.
30:56Hi.
30:58Was ist denn mit dir los?
30:59Alles super.
31:00Außer,
31:01dass ich jedem rate,
31:02einen großen Bogen
31:03um die Wähler Grafenberg
31:04zu machen.
31:04Das ist echt
31:05ein Tretminfeld.
31:08Was ist passiert?
31:09Passiert ist nichts.
31:10Ich hatte nur
31:11eine Begegnung
31:12der dritten Art.
31:12Mit Annabelle Grafenberg?
31:14Fast.
31:15Mit Patricia.
31:17Was hat Patricia
31:18denn gemacht?
31:19Patricia muss gar nichts
31:20machen, um blöd zu sein.
31:21Es reicht,
31:21wenn sie so isst,
31:22wie sie isst.
31:23Komm, Nico.
31:24Im Augenblick geht es
31:24der ganzen Familie
31:25Grafenberg sehr schlecht.
31:26Ach was,
31:27und das gibt Ihnen das Recht,
31:27Ihre Laune an anderen
31:28auszulassen?
31:29Ich weiß ja,
31:30dass Patricia
31:30manchmal sehr verletzend
31:32sein kann.
31:32Aber ich weiß genauso gut,
31:34dass sie im Grunde
31:35einen ganz weichen Kern hat.
31:37Nur im Moment...
31:37Ja, die Grafenbergs
31:38haben immer einen super Grund,
31:39sich daneben zu benehmen.
31:41Wenn ich das mache,
31:42ist gleich der Teufel los.
31:43Hey,
31:44nicht in dem Ton.
31:47Er hat ja recht.
31:49Nach meiner Begegnung
31:51mit Annabelle heute Morgen
31:52gehen auch mir allmählich
31:53die Argumente aus,
31:55die Grafenbergs
31:55seinen Schutz zu nehmen.
32:16Was ist los?
32:17Ich habe gerade erfahren, dass meine Mutter eine Wohnung hat.
32:20Echt?
32:22Das ist doch super.
32:24Sie will heute schon ausziehen.
32:27Komisch, davon hat sie gestern gar nichts erzählt.
32:29Ja, das findest du doch auch eigenartig, oder?
32:32Ja, naja, aber sie wird doch wissen, was sie macht.
32:35Mir war es eben peinlich, bei uns zu wohnen.
32:37Das ist doch auch irgendwie verständlich, oder?
32:38Sie hätte doch wenigstens Bescheid sagen können.
32:42Vielleicht sollten wir mal drüber reden, dass mein Praktikum weiter ändert.
32:45Hallo, ihr zwei.
32:46Ach, da kommt sie ja.
32:48Gute Neuigkeiten.
32:49Ab heute sturmfreie Bude.
32:51Hallo.
32:52Hast du deine Wohnung gefunden?
32:54Ja, heute Morgen.
32:55Sollte eigentlich eine Überraschung sein.
32:58Glückwunsch.
32:59Und wie ist sie so?
33:01Ich habe sie eigentlich noch gar nicht gesehen.
33:03Aber du hast noch nichts unterschrieben.
33:05Nein, nein.
33:06Aber der Vermieter sagt, sie soll recht gemütlich sein.
33:10Das finde ich ja klasse.
33:11Einfach mal ins Abenteuer stürzen und sehen, wo man landet.
33:15Ja, es muss da einfach was passieren.
33:18Und mit ein bisschen Farbe und ein paar Gardinen mache ich es mir überall hübsch.
33:22Also ihr zwei, ich muss jetzt.
33:24Tschüss.
33:25Tschüss.
33:28Siehst du, sie hat dir nur nichts erzählt, weil sie dich überraschen wollte.
33:32Sie hat sich die Bude noch nicht einmal angeschaut.
33:38Was ist jetzt?
33:39Reden wir vielleicht mal drüber, dass ich bald arbeitslos bin.
33:42Du, ich muss jetzt los.
33:43Lass uns später darüber reden, ja?
33:57Hat Frederik dir gesagt, ob er nach Südafrika geht oder nicht?
34:02Er hat sich noch nicht entschieden.
34:05Und du?
34:07Was machst du?
34:12Wenn Frederik weg ist, wird das ja auch nicht gerade leichter für dich.
34:15Patricia, das ist mir bewusst.
34:19Allein unter Wölfen.
34:20Das tust du dir an?
34:23Zerbricht hier nicht meinen Kopf.
34:25Entschuldigung.
34:27Ich wollte mich ja nur in deine Lage versetzen.
34:30Vielen Dank.
34:32Warum bist du eigentlich so furchtbar hämisch?
34:34Das bin ich überhaupt nicht.
34:36Meine Frage war ernst gemeint.
34:38Meine Mutter wird dir hier die Hölle bereiten.
34:40Ich arbeite sehr gerne hier.
34:43Aber falls ihr vorhabt, mir hier die Hölle zu bereiten,
34:45dann gibt es für mich auch noch andere Möglichkeiten.
34:47Ich muss hier nicht bleiben.
34:48Verstehst du?
34:49Ich kämpfe nicht gegen dich.
34:51Dazu finde ich deine Arbeit viel zu gut.
34:55Außerdem geht es mir auf den Wecker,
34:57dass alle mich mit meiner Mutter verwechseln.
35:03Wie gesagt,
35:04eine Möglichkeit wäre,
35:06dass ich dir deine gesamten Firmenanteile abkaufe.
35:09Du hättest dann ein beträchtliches Kapital.
35:13Um irgendwo neu anzufangen.
35:16Du tust ja alles, um mich loszuwerden.
35:19Es geht hier nicht nur um mich,
35:21aber seit gestern...
35:22Ich weiß.
35:24Wärst du nicht dazwischen gegangen,
35:26ich wäre wirklich imstande gewesen,
35:28an der Welt etwas anzutun.
35:30Hast du einen besseren Vorschlag?
35:34Nein.
35:36Aber ich habe dir gesagt,
35:38dass das nicht nur von mir abhängt.
35:43Was würdest du tun,
35:44wenn Julia nicht mit dir ginge?
35:51Ich wünsche mir sehr,
35:52dass sie mit mir kommt,
35:53aber sie hat ein Leben hier.
35:58Du wirst also definitiv gehen,
36:01wenn sie dich begleitet.
36:06Ja.
36:08Mit ihr würde ich gehen.
36:15Warum ist Keu ja jetzt nicht mitgekommen?
36:17Musst du noch was erledigen.
36:19Ich finde es schade,
36:20dass deine Mutter jetzt aussieht.
36:22Ja, klar.
36:23Weil jetzt keiner mehr für dich putzt
36:25und auch nichts Leckeres mehr kocht.
36:26Nein, weil ich sie einfach nett finde.
36:29Obwohl, jetzt kann wieder jeder
36:31in seinem eigenen Bett schlafen.
36:33Mhm.
36:34Das sollte dir doch gerade passen.
36:36Ja, wer weiß,
36:37wie lange ich davon noch was habe.
36:39Wieso?
36:41Mein Praktikum endet in einer Woche.
36:43Echt?
36:43Schon?
36:44Ja, und der Deal mit Marie war,
36:46dass ich danach wieder in die Schweiz gehe,
36:48um meine Schule fertig zu machen.
36:50Wie, das heißt,
36:51du verlässt uns bald?
36:52Vielleicht.
36:54Was war Keu ja dazu?
36:57Nichts.
36:58Wir haben nur nicht drüber gesprochen.
37:00Und ehrlich gesagt,
37:01scheint es eh noch nicht sonderlich
37:02zu interessieren.
37:09Und zuletzt gewählte Nummern
37:11nach Häufigkeit.
37:15Okay.
37:18Ah ja.
37:20Die hat sie besonders oft gewählt.
37:22Gut.
37:42Lonein, Mann.
37:58Was ist das?
37:59Eine Zeitung.
38:01Da stehen fantastische Stellenangebote drin.
38:04Sie werden sich ja jetzt sicher bald neu orientieren wollen.
38:09Ich habe Ihnen doch bereits gesagt, dass ich nicht vorhabe zu kündigen.
38:12Nein, das müssen Sie auch gar nicht. Das übernehmen wir schon für Sie.
38:16Ich habe einen Vertrag. Sie können mich nicht einfach rausschmeißen.
38:21Leider steht da nicht drin, dass wir Sie nur in der Designabteilung einsetzen dürfen.
38:26Und soweit ich weiß, kann Andreas am Catering immer noch eine Hilfe gebrauchen.
38:33War es das? Oder haben Sie mir noch was Fachliches zu sagen?
38:37Sie haben sicher schon bemerkt, dass Frederik nicht mehr da ist, um Sie zu beschützen.
38:43Passen Sie also auf, was Sie sagen.
38:45Frau Grafenberg, ich heiße es nicht gut, dass Frederik Sie angegriffen hat.
38:48Aber das bedeutet nicht, dass Sie unschuldig sind. Sie haben Dreck am Stecken.
38:52Und eines Tages wird irgendjemand das auch beweisen.
38:55Was ist denn hier los?
38:58Frau Schilling ist drauf und dran, in Frederiks Fußstapfen zu treten.
39:02Deine Mutter konnte sich mal wieder ein paar miese Bemerkungen nicht vergneifen.
39:05Das gibt Ihnen noch lange nicht das Recht, Sie zu beleidigen.
39:08Aber Sie...
39:08Nein, Julia.
39:09Ich lasse nicht zu, dass du den gleichen Ärger verursachst wie Frederik. Ist das klar?
39:19Vielleicht sollten Sie doch noch mal einen Blick in die Zeitung werfen.
39:32Also, was gibt's Neues, Meisterdetektiv?
39:40Du könntest mir über den Telefonnummern behilflich sagen.
39:43Das Handy meiner Mutter. Wie bist du denn da rangekommen?
39:47Ich bin vor der Manufaktur ganz zufällig mit deiner Frau Mutter zusammengestoßen.
39:50Es war uns beiden schrecklich peinlich.
39:52Nicht schlecht.
39:54Und was ist das?
39:55Das sind die gewählten Nummern. Und die hat sie besonders oft angerufen.
39:59Und?
40:00Und dann meldet sich ein gewisser Lonnemann.
40:03Vergiss es, das ist Maries Gynäkologe.
40:05Ja. Übrigens auch der von Silke.
40:09Ich fange ja gerade erst an.
40:11Also, die gewählten Rufnummern vom Handy meiner Mutter hätte ich auch ohne dich rausfinden können.
40:16Von wegen. Diese Nummern hier waren alle gelöscht.
40:18Und wieso erscheinen die dann da?
40:20Weil das 1A-Software ist.
40:24Profisoftware.
40:25Aha.
40:27Und wieso bekomme ich dann keine Profi-Ergebnisse?
40:32Wir müssen reden.
40:33Ich habe jetzt keine Zeit für dich.
40:35Doch, die hast du.
40:36Ich habe mir lange genug mit angesehen, wie du dich hier zum Klauen machst.
40:40Was ist denn heute eigentlich los mit dir?
40:42Suchst du Streit?
40:43Nein.
40:43Aber ich gehe ihm auch nicht mehr aus dem Weg.
40:46Julia, ich warne dich.
40:48Geh zurück an deine Arbeit und hör auf, ihr Ärger zu machen.
40:50Ich lasse mir nicht den Mund verbieten.
40:52Und wenn es das Letzte ist, was ich hier in dieser Firma tue.
40:55Ich weiß genau, was du sagen willst.
40:57Und es interessiert mich nicht.
40:58Genau das ist das Problem.
41:01Deine Mutter richtet hier ein Unheil nach dem anderen an.
41:04Jetzt komm nicht wieder mit irgendwelchen wilden Anschuldigungen gegen sie.
41:06Der Einzige, der permanent die Augen davor verschließt, bist du.
41:10Gut.
41:12Du hast gesagt, was du sagen wolltest.
41:13Ist das alles?
41:14Nein, ich bin noch nicht fertig.
41:16Daniel.
41:20Du könntest so viel Unglück verhindern, wenn du dich nicht immer völlig unkritisch hinter
41:24deine Mutter stellen würdest.
41:26Diesen Schwachsinn höre ich mir jetzt nicht mehr an.
41:28Ich hätte nicht gedacht, dass du so dumm bist und einfach auf Fredericks Verleumdung
41:33reinfällst.
41:34Ich habe meine eigenen Erfahrungen mit deiner Mutter, Daniel.
41:36Sie hat zum Beispiel versucht, mich mit dem Auto anzufahren.
41:39Das reicht jetzt, wenn du nicht aufhörst.
41:43Was dann, Daniel?
41:44Willst du mir kündigen?
41:45Mach doch!
41:47Wenn du der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen kannst, woher wartest du noch?
41:57Du kannst ganz beruhigt sein.
41:59Dr. Lonnemann wird einen sehr überzeugenden Schwangerschaftsabbruch für dich inszenieren.
42:04Wie glaubst du jetzt etwa an Fredericks Anschuldigung?
42:07Warum sollte sich das alles einfach so aus heiterem Himmel ausdenken?
42:10Vielleicht will er sich rächen.
42:12Kündige einfach.
42:13Dann komm mit mir nach Südafrika.
42:15Das ist doch genau das, was Annabelle will.
42:17Dann kriegt sie eben, was sie will.
42:18Ich finde es nicht richtig, ihr das Feld zu überlassen.
42:21al sechs Jahren
42:21während der
42:22dann
42:22hier,
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