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  • vor 3 Monaten

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Transkript
00:00Musik
00:45Hallo.
00:50Entschuldigung, hallo?
00:52Ja, was gibt's?
00:53Ich bin Dr. Peters, ich fahre heute mit Ihnen raus.
00:56Ah.
00:58Sie sind's.
00:59Hallo, Frank Michelsen.
01:02Willkommen auf meinen Wagen.
01:04Das ist mein Kollege, Albert.
01:07Ich wollte noch mal schnell die Medikamente durchgehen.
01:10Müssen Sie nicht. Habe ich schon gemacht. Ist alles da.
01:12Aber dennoch werde ich Sie noch mal gegenchecken.
01:15Tun Sie sich keinen Zwang an.
01:18Also stimmt das, was die anderen über Sie erzählen?
01:20Natürlich kann ich nicht wissen, was man über mich erzählt, wenn ich selbst nicht anwesend bin.
01:24Naja, man sagt, Sie seien im Wahnsinns Neurochirurgin.
01:28fachlich über jeden Zweifel erhaben, aber ansonsten absolut humorfrei.
01:34Das Vita Lohn fehlt.
01:40Den Energetiker habe ich hier.
01:42Nach den Jahren habe ich mein eigenes System entwickelt.
01:44Es ist viel praktischer, weil man hat...
01:46Verstehe, aber ich brauche die Standardsortierung.
01:49Außerdem ist es gegen die Richtlinie, Musik am Arbeitsplatz zu hören.
01:52Und Essen auch.
01:53Wieso?
01:54Wir werden erst in 20 Minuten einsatzbereit gemeldet.
01:59Auf eine gute Zusammenarbeit, Dr. Peters.
02:03Und wen wollen Sie jetzt in dieses Führungskräfteseminar schicken?
02:06Üblicherweise die Assistenzärzte im ersten oder zweiten Jahr.
02:09Also diejenigen mit Perspektive.
02:12Die Burgsmüller zum Beispiel.
02:13Oder Herr Kagawa.
02:15Herr Heilmann hat Brenner ins Spiel gebracht.
02:19Brenner?
02:19Ja.
02:31Am besten sprechen Sie das mit dem Klinikleiter ab.
02:35Der Antrag muss allerdings diese Woche noch eingereicht werden, sonst verfällt die staatliche Förderung.
02:38Bis wann brauchen Sie den Namen?
02:40Am besten bis heute noch.
02:42Gut, ich werde darüber nachdenken.
02:44Das ist privat, da sollte ich besser rangehen.
02:46Natürlich.
02:50Was willst du?
02:55Habe ich dich?
02:57Bitte fang jetzt nicht schon wieder damit an.
03:02Nein, das kann ich nicht.
03:05Aber das hat doch damit überhaupt nichts zu tun.
03:08Nein, ich bin Chef als dieser Klinik und ich kann hier nicht einfach so weg.
03:12Hallo?
03:14Das kann doch nicht wahr sein.
03:21Brenner, was machen Sie da?
03:23Äh, mein, mein Kugelschreiber, die Mine.
03:28Ist das eine OP-Brille?
03:34Wieso haben Sie sich denn nicht bemerkbar gemacht?
03:36Ja, Sie haben ja gerade telefoniert, da wollte ich nicht stören.
03:39Schon gut.
03:41Haben Sie nichts zu tun?
03:43Doch.
03:44Doch.
03:45Na dann.
03:45Ja.
03:49Ja.
03:58Jenne, das ist ja eine Überraschung.
04:00Was machst du denn hier?
04:02Hast du deine Mailbox nicht abgehört?
04:03Nein.
04:04Wieso, ist was passiert?
04:05Wo ist Tim?
04:06Bei meinen Großeltern und es geht ihm gut.
04:10Dann hattest du sehen sollen.
04:12Für mich einen Kaffee, bitte.
04:13Ich habe überraschend den Job hier reingekommen.
04:15Der Bauherr hat den Termin vorverlegt.
04:17Der Architekt hat geträumt, der Statiker gepennt und ich darf die Sache mal wieder ausbaden.
04:22Und auf deinen Termin bereitest du dich ausgerechnet in unserer Cafeteria vor?
04:26Ja, die Baustelle ist gleich um die Ecke und der Kaffee ist so gut.
04:30Verstehe.
04:31Danke.
04:33Ich mach das schon.
04:36Möglicherweise wollte ich aber auch das Schöne mit dem Praktischen verbinden.
04:41Ich hatte Sehnsucht, ich wollte dich sehen.
04:43Leider habe ich kaum Zeit.
04:45Ja, das ist ja nichts Neues.
04:46Aber ich habe hier wirklich gleich einen Termin.
04:48Und schon geht's los.
04:50Wann fährst du wieder zurück nach Schwerin?
04:52Oma und Opa erwarten mich erst morgen, also ich könnte dich nach Dienstschloss abholen.
04:56Gut, aber ich weiß noch nicht...
04:58Wann du hier rauskommst, hm?
05:01Genau.
05:02Ich bin für den Rettungsdienst eingeteilt und da lässt sich sowas immer schwer planen.
05:06Gut, ich warte.
05:08Okay.
05:09Pass auf dich auf, ja?
05:13Was haben wir?
05:15Wendelstraße.
05:16Südlich vom Stadtrand.
05:17Weiblich.
05:18Ende 50.
05:19Sturz von einer Leiter im Garten.
05:21Verdacht auf schwere Kopf- und Rückenverletzung.
05:23Wie lange sind wir unterwegs?
05:24Elf Minuten.
05:25Sicher?
05:26Das wäre schnell.
05:27Das wäre nicht nur schnell, das ist schnell.
05:29Okay.
05:44So Kinder, ich wäre dann soweit.
05:46Jonas, ich habe für dich auch die Schwimmflügel angepackt.
05:51Was denn?
05:53Der Hut?
05:54Du hast noch kein Radio gehört, oder?
05:57Nein.
05:58Beim Rockwitz-Festival gab es eine Massenpanik.
06:00Es soll wohl eine ganze Reihe Verletzte geben.
06:02Haben Sie gesagt, wie viele?
06:03Es gibt noch keine genauen Zahlen, aber es sollen wohl an die 100 sein.
06:07Hat die Klinik auch nicht angerufen?
06:09Doch, jetzt.
06:10Heimann?
06:12Ich bin schon unterwegs.
06:16Geh nur.
06:17Für uns ist das besser.
06:19Wir hängen ja sowieso lieber mit unseren Freunden ab.
06:21Ja, ist ja auch total peinlich, mit seinem Opa baden zu fahren.
06:24Ja.
06:26Ihr seid schon toll.
06:29Ich mache es wieder gut, versprochen.
06:38Alle mal hier hören.
06:40Am Eingang zum Rockwitz-Musikfestival gab es eine Massenpanik.
06:45Wir rechnen mit einer hohen Anzahl leicht wie schwer verletzter Personen.
06:48Dazu werden bis auf Weiteres alle Kapazitäten in der Notaufnahme gebündelt.
06:53Wir richten einen Triagebereich ein.
06:56Dort werden alle Patienten gesichtet und in vier schwere Grade eingeteilt.
07:01Rot, akute vitale Gefährdung.
07:03Orange, dringlich, innerhalb von 15 Minuten.
07:06Gelb, weniger dringlich, innerhalb von 60 Minuten.
07:10Und grün, nicht dringlich.
07:12Wer dann in welcher Zone arbeitet, das erfahren Sie jetzt gleich von unseren Oberärzten.
07:17An die Kollegen im Triagebereich.
07:19Arbeiten Sie gründlich.
07:21Ihr Urteil entscheidet über Leben und Tod.
07:24Das wird ein langer Tag.
07:25Geben wir unser Bestes.
07:26Danke.
07:31Wir geben doch immer unser Bestes.
07:34Weißer, wer das meint.
07:39Ja, keine Sorge, ich zieh mich schon noch um.
07:41Ja, gib mal dein Bestes.
07:46Was ist denn passiert?
07:48Sie sind beim Obstpflücken vor einer Leiter gefallen.
07:51Wir bringen Sie jetzt ins Krankenhaus.
07:52Oh, mein Kopf.
07:54Ich kann mich nicht bewegen.
07:55Und Luft kriege ich auch kaum.
07:56Sie sind mit dem Kopf aufgeschlagen.
07:58Sie haben eine schwere Gehirnerschütterung.
08:00Außerdem besteht der Verdacht, dass Sie sich an der Wirbelsäule verletzt haben könnten.
08:03Deshalb haben wir Sie auf dem Blatt fixiert.
08:05Ich gebe Ihnen im Wagen noch etwas gegen die Schmerzen.
08:08Spüren Sie Ihre Beine?
08:09Das kribbelt fühlt sich komisch an.
08:11Die Finger auch.
08:13Ich kann jetzt nicht ausfallen.
08:14Meine Tochter heiratet nächste Woche.
08:15Da ist noch viel zu tun.
08:17Bis dann bin ich doch wieder fit, oder?
08:19Ich glaube, das wird...
08:21Jetzt fahren wir Sie erstmal in die Klinik und lassen Sie untersuchen.
08:23Dann schauen wir weiter.
08:24Einverstanden vor Radebeut?
08:26Ja gut, einverstanden.
08:38Kann ich Sie kurz sprechen?
08:39Da kommt echt eine Flut von Anfragen rein.
08:41Irgendwo muss was Größeres passiert sein.
08:43Machen Sie das nicht nochmal, Herr Michelsen.
08:45Was meinen Sie?
08:46Sie haben sich in die Interaktion mit einer Patientin eingemischt.
08:49Ich wollte Frau Radebeut beruhigen.
08:51Was hätte es denn gebracht, wenn Sie die Wahrheit gesagt hätten?
08:53Gar nichts.
09:28Hallo.
09:29Schwere Atemnot.
09:31Stumpfes Thorax-Zaun war mit Verdacht auf Ritten-Serienfraktur.
09:33Alle haben gegen den Zaun gedrückt.
09:35Ich bin nicht rausgekommen.
09:36Kreislauf?
09:37Na ja, nach 1000 Milliliter im Schuss immer noch instabil bei 80, Puls 110.
09:43Katrin?
09:44Für dich, gelbe Zone, Kreislaufstabilisierung, Intubation, dann Spiral-CT.
09:48Alles klar.
09:51Tut mir leid, du mir einen freien Tag.
09:52Wenn es Ihnen welche Schwierigkeiten gibt, piepen Sie mich an, ja?
09:57Ich weiß gar nicht, was du hast.
09:59Ich bin ja, er macht das sehr gut.
10:00Man muss ja nicht beim Militär gewesen sein, um mit sowas hier klarzukommen, oder?
10:13Können Sie Ihrem Kollegen bitte sagen, dass er den Wagen ruhiger halten soll?
10:16Ja, natürlich.
10:17Falk, mach mal langsam.
10:19Keine Sorge, wir sind gleich da.
10:23Sie trübt ein, wir müssen das beeilen.
10:30Was macht der Idiot denn da?
10:53Alles gut, nur einen Platzwunder.
10:55Was ist passiert?
11:05Leitstelle?
11:09Frau Radebeut?
11:11Frau Radebeut, Augen auf!
11:25Der Idiot hat das Blaulicht missachtet.
11:27Der hat mich einfach geschnitten.
11:29Ich musste ausweichen.
11:30Verdammt, Propillendifferenz.
11:31Sie hat eine Epiduralblutung.
11:33Wir müssen sofort in die Klinik.
11:34Ich habe die Leichter schon informiert.
11:36Die schicken einen Wagen.
11:37Wie lange wird das dauern?
11:40Wie lange?
11:41Momentan sind alle Wagen im Einsatz.
11:44Genau könnte ich es nicht sagen, aber ungefähr eine halbe Stunde.
11:46Eine halbe Stunde?
11:47Das dauert zu lange.
11:50Sie wird Partycard?
11:52Das Gehirn klemmt ein.
11:57Sind Sie selber verletzt?
11:59Nur eine Prellung.
12:00Es geht schon wieder.
12:02Was machen wir denn jetzt?
12:04Wir müssen das entlasten, sonst stirbt sie.
12:10Besorgen Sie mir einen Akkuschrauber mit Bogen.
12:11Was?
12:12Ich bin Neurochirurgin.
12:13Dämmert da was bei Ihnen?
12:14Ja, aber wo soll ich jetzt einen Akkuschrauber her holen?
12:16Keine Ahnung.
12:17Klingeln Sie irgendwo?
12:17Finden Sie einen Baumarkt?
12:18Aber vereilen Sie sich.
12:19Okay, alles klar.
12:20Okay.
12:20Okay.
12:23Wir müssen Sie entupieren.
12:24Schaffen Sie das?
12:26Wo ist der nächste Baumarkt?
12:28Schnell.
12:29Ich glaube, nein.
12:30Danke.
12:39Dr. Hoffmann, schauen Sie mal.
12:44Radius-Fraktur.
12:45Bringen Sie die Frau in den Gipsraum, ja?
12:46Und hier antragen.
13:18Ich muss auch wieder runter.
13:19Ja, da muss ich auch hin, aber der Aufzug kommt nicht.
13:22Ja, bei dem Andrang in der Notaufnahme ist der im Dauerbetrieb.
13:25Was?
13:26Ein verunglückter RTW.
13:27Das hat uns ja gerade noch gefehlt.
13:29Gibt es Verletzte?
13:31Gut, danke.
13:34Können Sie mir helfen?
13:35Ja, selbstverständlich.
13:47Ich habe es gleich.
13:49Ja.
13:53Oh, verdammt.
13:54Bitte nicht.
14:01Dr. Hoffmann?
14:13Hans Berger, Verdacht auf proximale Humerus-Faktoren.
14:16Haben Sie außer?
14:18Im Arm noch andere Schmerzen?
14:20Ich wusste meinen Bruder.
14:21Haben Sie meinen Bruder gesehen?
14:22Kann ich nicht sagen.
14:23Wir haben heute sehr viele Patienten.
14:24Wie heißt Ihr Bruder denn?
14:25Manu.
14:26Manuel Berger.
14:27Bitte, Sie müssen mir helfen.
14:28Ich habe Ihnen in der Menge verloren.
14:30Wir kümmern uns.
14:31Ich gebe Ihnen Bescheid.
14:31Grüne Zone.
14:33Danke.
14:35Ich gebe mal eine schlechte Nachricht.
14:37Dr. Peters mit dem Rettungswagen verunglückt.
14:39Ist sie verletzt?
14:40Darüber habe ich keine Informationen.
14:42Aber Ihren Freund habe ich getroffen.
14:43Der war zufällig in der Klinik.
14:45War meine Idee, dass die Kollegen immer mal wieder Notarzt fahren.
14:47Ja, und das war eine gute Idee.
14:49So etwas kannst du ja nicht vorhersehen.
14:50Ich weiß es trotzdem.
14:54So.
14:56Wie sieht es aus?
15:00Nagelneu und sauber.
15:03Straße runter war ein Werkzeugladen.
15:05Gut, dann übernehmen Sie jetzt.
15:07Albert-Sinn-Pause.
15:13Was haben Sie eigentlich vor?
15:15Der Hirndruck muss dringend verringert werden.
15:17So stirbt sie.
15:18Ich mache eine Grünleinbohrung.
15:20So kann das Hämatom zumindest teilweise abschließen.
15:24Sie werden mir assistieren und sagen Sie mir zu.
15:26Ich sage das jetzt alles nur einmal.
15:29Ich mache zwei kleine Schritte in die Kopfhaut.
15:33Vor und hinter dem Ohr in Augenbrauenhöhe.
15:36Dann bohre ich jeweils ein Loch in die Schädeldecke.
15:39Sie müssen mir frei Sicht verschaffen.
15:41Tupfer und Saure liegen schon bereit.
15:44Halten Sie die Vitalwerte im Glück.
15:47Und los gehen Sie.
15:48Ja.
16:05Was ist passiert?
16:07Sie sind die Treppe runtergefallen.
16:10Und wie lange war ich für ein Muskelungs?
16:12Circa 10 Minuten.
16:14Wie fühlen Sie sich?
16:16Gut genug.
16:17Ich muss.
16:17Was soll das werden?
16:19Sie haben eine heftige Gehirnerschütterung.
16:21Verdacht auf Rettatoren-Manschettenlesion.
16:23Ja, das lassen Sie jetzt mal meine Sorge sein.
16:25Wie viele Neuzugänge sind denn in der letzten halben Stunde reingekommen?
16:2816.
16:29Dr. Hoffmann, legen Sie sich bitte wieder...
16:31Das ist alles in Ordnung.
16:32Ich brauche ihn.
16:33Bitte.
16:35Herr Brenner hat Ihre Nase bereits versorgt.
16:38Aber Sie haben einen SRT.
16:40Zweiten Grades.
16:41Das darf doch nicht wahr sein.
16:42Oberschwester Neurochecks alle 30 Minuten.
16:44Und dass wir uns richtig verstehen, Sie bleiben liegen.
16:46Das ist eine dienstliche Anweisung.
16:49Haben Sie ein Auge drauf.
16:50Schwester Aussuch?
16:59Brenner, haben Sie was zu schreiben?
17:00Ja, sicher.
17:04Also, achten Sie an der Übergabe, dass die Diagramme ausgefüllt werden, vollständig.
17:12Wir brauchen alle Indikatoren.
17:15Sie kontrollieren die Zonen und setzen Sie die Springer ein.
17:21Was denn?
17:22Sie haben mich aus dem Spiel genommen.
17:25Also, überwachen Sie die Abläufe in der Notaufnahme.
17:30Die Herzfrequenz hat sich normalisiert.
17:32Ihre Aktion war erfolgreich.
17:34Das war echt beeindruckende Arbeit.
17:40Wie genau ist der Unfall noch mal passiert?
17:43Irgend so ein Wahnsinniger hat mich geschnitten und ich wollte ausweichen und an der Rums.
17:48Hat es geknallt.
17:49Und der Anderradfahrerflucht gegangen?
17:51Ja, scheint so.
17:53Warten Sie mal.
17:54Denken Sie etwa, ich bin schuld in dem Unfall?
17:55Ich denke gar nichts.
17:57Ich fahre seit zwölf Jahren Rettungswagen.
17:59Unfallfrei, also fast.
18:01So was ist mir jetzt zum ersten Mal passiert.
18:02Ist schon in Ordnung.
18:03Nein, es ist nicht in Ordnung, weil Sie mir nicht glauben.
18:05Nein, ich habe...
18:07Herr Peter?
18:10Ganz ruhig.
18:11Ich glaube, ich habe doch mehr bekommen.
18:13Sie sollten sich dringend untersuchen lassen.
18:15Der hat ja wir für Sie schon unterwegs.
18:18Sieben Sie mal, haben Sie was getrunken?
18:20Wie bitte?
18:21Ihr Atem, Sie riechen nach Alkohol.
18:23Nein, ich habe nichts getrunken.
18:25Aber Sie riechen nach Alkohol.
18:26Ich dachte das vorhin schon mal kurz.
18:29Ich habe...
18:30Ganz ruhig, ganz ruhig, ganz ruhig.
18:32Okay.
18:42Entschuldigung, ich muss Sie durch.
18:43Meine Freundin ist da hinten.
18:44Ihre Freundin?
18:45Sie ist Ärztin.
18:46Sie war in dem Wagen.
18:47Welcher Wagen?
18:48Sagen Sie mal, haben Sie was an den Ohren?
18:49Sie ist die Ärztin auf dem Rettungswagen gewesen.
18:51Und sie ist Ihre Freundin?
18:52Sie ist meine Lebensgefährtin.
18:53Wir haben ein Kind zusammen.
19:05Herr Dr. Heimann, ich würde gerne einen Assistenzarzt abstellen, der sich nur um die Kommunikation zwischen Zone Rot und OP
19:12kümmert.
19:12Wer hat sich das einfallen lassen?
19:13Na ich, Dr. Hoffmann hat mich beauftragt, die Prozesse in der Notaufnahme zu überwachen.
19:19Und da dachte ich...
19:19Gute Idee, teilen Sie jemanden ein.
19:21Ja, aber...
19:22Dann bin ich jetzt also Dr. Hoffmanns Stellvertreter?
19:23Vorsicht.
19:24Er ist ein Laufmuschel.
19:25Entschuldigung.
19:26Also ich finde, Sie haben das alles ziemlich gut im Griff.
19:28Tja, das weiß halt jeder, was er zu tun hat, nicht?
19:30Genau.
19:33Dr. Hoffmann?
19:35Ja?
19:36Ja, ich...
19:37Ja?
19:40Hey, wie geht's dir?
19:43Geh ich schon mal besser.
19:46Was machst du hier?
19:48Ich hab von dem Unfall gehört und musste sehen, wie es dir geht.
19:53Wieso denn das?
19:55Wieso denn das?
19:57Sag mal, bist du auch am Kopf verletzt?
19:58Hm.
20:00Sie hättest da im Krankenhaus auf mich warten können.
20:03Da hab ich's aber nicht mehr ausgehalten.
20:05Du hättest sowieso nicht helfen können.
20:08Im Gegenteil.
20:11Aber du gestehst mir schon zu, dass ich mir Sorgen gemacht habe.
20:13Sie steht noch unter Schock.
20:16Das tue ich nicht.
20:16Halten Sie sich bitte da raus.
20:20Was ist mit deinem Termin?
20:22Den hab ich verschoben.
20:24Ach, das ist doch Unsinn.
20:26Lea, verstehst du das nicht, dass ich mich erst überzeugen musste, wie es dir geht?
20:31Als Nicht-Mediziner glaube ich nicht, dass du beurteilen kannst, wie es mir geht.
20:35Ich befürchte, Sie haben recht. Sie steht immer noch unter Schock.
20:38Ah.
20:39Lea?
20:42Wir reden später, ja?
20:44Die sind auch gleich da.
20:54Deshalb hat das Pflegepersonal sich entschieden, die Patienten, die nur Verbände und Täterdrucksprophylaxe brauchen, erst mal im Ambulanzgang zu belassen
21:01und...
21:01Moment.
21:02Das Pflegepersonal?
21:04Nein.
21:06Die Ambulanzgänge müssen frei bleiben.
21:08Sie müssen mal endlich lernen, sich durchzusetzen, Brenner.
21:11Entschuldigen Sie bitte...
21:12Sehen Sie, genau das ist das, was ich meine.
21:14Lektion 1.
21:16Hören Sie auf, Sie ständig zu entschuldigen.
21:17Ja, aber...
21:18Zweitens.
21:19Stellen Sie sich mal ordentlich hin.
21:21Dr. Hoffmann.
21:23Brenner?
21:24Die Notaufnahme ist voll mit Verletzten.
21:25Ich habe jetzt wirklich Wichtiges zu tun, als Haltung zu nehmen.
21:29Dr. Heilmann hat Ihnen Bettruhe verordnet.
21:30Damit sind Sie jetzt ein Patient und Ihre Pflichten hier enthoben.
21:34Also jetzt benehmen Sie sich auch wie ein Patient und halten Sie den Betrieb nicht auf.
21:40Äh...
21:41Bitte.
21:45Danke.
21:49Ich, äh, muss dann jetzt wieder...
21:51Machen Sie das nicht kaputt, Brenner.
21:53Das war gerade sehr gut.
21:55Ja?
21:58Ja, dann später.
22:10Ach, Radebeul, ist das nicht die Patientin von Frau Peters?
22:13Mhm.
22:14Wie geht's Ihnen?
22:15Wem?
22:15Dr. Peters oder...
22:17Frau Radebeul.
22:17Beiden.
22:19Ich sehe gleich noch Dr. Peters, sobald wir hier fertig sind.
22:21Danach weiß ich mehr.
22:23So, und hier...
22:24Die Epiduralblutung ist zum Stillstand gekommen.
22:27Die Pupillen sind wieder seitengleich.
22:29Ja, das ist schon was.
22:30Wir haben nur ein richtiges Problem.
22:31Eine HWK-6-Fraktur.
22:33Instabil.
22:34Sie drückt auf das Rückenmark.
22:35Sollten wir sofort operieren.
22:37Das ist ein riskanter Eingriff.
22:38Selbst für einen Neurochirurgen.
22:40Dr. Peters fällt aus.
22:42Hast du nie will?
22:43Auch nicht.
22:43Aber wir müssen uns bald was einfällen lassen.
22:46Die Patientin kam wieder aufs Zimmer.
22:48So, ich sehe jetzt mal nach Dr. Peters.
22:51Willst du mitkommen?
22:52Sobald ich wieder Luft habe.
22:57Danke.
23:01Frau Dietz, wir machen jetzt ein CT Ihres Beckens.
23:03Bleiben Sie einfach ganz entspannt.
23:07Eine Milzruptur.
23:08Aber erst ein gerades Kapsel ist noch ein Tag.
23:12Keine freie Flüssigkeit im Abdomen.
23:14Glück im Unglück.
23:17Lea hat aber auch kurzzeitig das Bewusstsein verloren.
23:20Vermutlich wegen der Schmerzen und dem Stress.
23:22Das denke ich auch.
23:23Mir geht es gut.
23:25Was passiert jetzt?
23:26Ruhe, beobachten.
23:29Weitere Ultraschallkontrollen.
23:34Wie geht's Ihnen?
23:35Mit einem Schrecken davongekommen.
23:37Ja, und eine Milzruptur.
23:39Ersten gerades.
23:41Dr. Stein hat mir berichtet,
23:42dass Frau Radebeul eine HWK-6-Fraktur
23:45mit Hinterkantenbeteiligung hat.
23:46Sie muss sofort operiert werden.
23:47Frau Radebeul ist auch dank Ihres Eingriffs vorerst stabil.
23:51Sie werden mich wieder dienstfähig schreiben müssen.
23:53Wenn ich mich noch eine Stunde ausruhe,
23:55bis die OP-Vorbereitung abgeschlossen ist,
23:56dann kann ich auf jeden Fall wieder...
23:58Das ist jetzt nicht dein Ernst.
23:59Jene, bitte.
23:59Sie können jetzt unmöglich selbst operieren.
24:03Aber ich möchte Sie gerne in die Entscheidung mit einbeziehen.
24:05Dann haben Sie eine Idee,
24:06wer es Ihrer Meinung nach machen könnte.
24:08Ist die transportfähig?
24:10Nein.
24:10Außerdem sind die Kliniken im Umkreis
24:13momentan extrem ausgelastet.
24:21Nein.
24:22Ich bin kein Neurochirurg.
24:24Wir haben solche Eingriffe schon zusammen gemacht.
24:26Ja, da habe ich assistiert.
24:27Und Sie...
24:27Es gäbe vielleicht eine Möglichkeit,
24:29wie Dr. Peters bei der Operation
24:31zumindest dabei sein könnte,
24:32ohne selbst im OP-Saal anwesend zu sein.
24:35Was meinen Sie?
24:36Du denkst an eine geführte OP.
24:37Technisch wäre das möglich.
24:39Sie würde jeden in deiner Schritte sehen,
24:41dich beraten.
24:42Und wenn es schwierig wird,
24:43könnten Sie ihn von hier aus
24:44durch den heiklen Teil leiten.
24:47Ja, das würde möglicherweise
24:48auch ein anderes Problem lösen.
24:50Was für ein Problem?
24:51Dr. Peters wollte nach der Tumorentfernung
24:53bei Dr. Weber mich nicht mehr
24:54in Ihrem OP-Saal sehen.
24:58Naja, wir wären jetzt nicht im selben Raum.
25:13Wie sieht's aus?
25:14Es wird weniger,
25:15aber da kommen jetzt noch ein paar schwere Fälle.
25:17Er ist geborgen werden mussten.
25:18Was haben wir?
25:19Manuel Berger wurde unter einem
25:21umgestürzten Gerüst eingeklemmt.
25:22Akuter Bauch, Verdacht auf multiple Frakturen.
25:25Ich übernehme,
25:25wir bringen Herrn Berger gleich
25:27in den OP-Ultraschallabdomen.
25:29Sein Bruder ist heute auch eingeliefert worden.
25:30Sorgst du dafür, dass er Bescheid bekommt?
25:32Mach ich.
25:34Dr. Globisch?
25:35Hier.
25:36Ich suche eine Patientin, Frau Radebeuth.
25:39Sind Sie ein Angehöriger?
25:40Nein, ich bin der Rettungswagenfahrer,
25:41der sie eigentlich einliefern sollte,
25:42aber wir hatten einen Unfall.
25:44Ach, sie war mit Dr. Peters unterwegs.
25:46Ja, genau.
25:47War echt eine Krasation,
25:48die sie durchgezogen hat.
25:49Sie meinen die Bohrung?
25:50Orangener Bereich?
25:51Ja, mit dem Akkubuhraus, dem Baumarkt.
25:54Und Frau Radebeuth?
25:56Zu dem Fall kann ich Ihnen nichts sagen,
25:57da laufen interne Ermittlungen.
25:59Ermittlungen?
26:01Ein Routinevorgang.
26:02Geht zum Versicherungsfragen, soweit ich weiß.
26:03Sie glauben aber nicht,
26:04dass ich schuld bin an dem Unfall, oder?
26:07Ja, gelber Bereich.
26:08Warten Sie einfach,
26:09bis die Polizei auf Sie zukommt.
26:11Und Dr. Peters, wie geht es ihr?
26:14Gut, soweit ich weiß.
26:16Danke.
26:31Bist du dir sicher, dass du das schaffst?
26:34Sonst würde ich es nicht machen.
26:39Dich hält wohl gar nichts auf.
26:41Jan, ich habe jetzt wirklich keine Zeit
26:42für eine solche Diskussion.
26:45Lea, ich verstehe ja,
26:46dass du alles für deine Patienten gibst.
26:48Aber du warst gerade selber
26:49an einem schweren Autounfall verwickelt
26:50und willst jetzt schon wieder operieren.
26:52Ich operiere ja nicht selbst.
26:53Du weißt, was ich meine.
26:54Ich habe einfach Angst,
26:55dass du dir irgendwann zu viel zumutest.
26:57Auch du hast eine Grenze.
26:58Lass gut sein.
27:00Alles klar, gut.
27:02Tu, was du tun musst.
27:07Aber dass eins noch klar ist.
27:08Ich liebe dich
27:09und ich bin verdammt stolz
27:10auf all das, was du hier leistest.
27:12Aber tu mir bitte einen Gefallen.
27:13Wenn das hier vorbei ist,
27:14mach eine Pause.
27:17Ich muss jetzt wirklich.
27:19Gut.
27:20Du musst mir nichts versprechen.
27:21Aber versuch es bitte.
27:27Viel Erfolg.
27:28Danke.
27:31Hallo, Dr. Stein.
27:32Können Sie mich hören?
27:34Die ganze Zeit überschauen?
27:39Ja, ich weiß.
27:40Ich habe mit dir einen guten Fang gemacht.
27:42Dann halten Sie ihn sich warm, Dr. Peters.
27:46Haben Sie gute Sicht?
27:49Alles ausgezeichnet.
27:51Alle bereit?
27:53Dann legen wir los.
27:55Skalpell.
28:17Sie sind doch der Freund von Dr. Peters?
28:19Ja.
28:20Wie geht's ihr?
28:21Gut.
28:21Sie operiert sogar schon wieder.
28:23Machen Sie Witze?
28:24Obwohl, nein, das passt eigentlich zu ihr.
28:26Herr Michelsen?
28:27Ja, bitte.
28:28Wir brauchen von Ihnen noch eine genaue Aussage zum Unfallhergang.
28:31Schon wieder?
28:31Das habe ich schon hundertmal erzählt.
28:33Gibt es denn keine Zeugen?
28:34Können Sie Angaben zum Pkw machen?
28:36Ja.
28:37Es war ein blauer Kombi.
28:39Marke, keine Ahnung.
28:40Und Kennzeichen, Leipzig, PP oder PK, irgendwas.
28:44Dann brauchen wir jetzt noch eine Blutprobe von Ihnen.
28:46Moment mal, Blutprobe?
28:48Muss das wirklich sein?
28:49Gibt es damit ein Problem?
28:51Es ist etwas, Sie haben getrunken?
28:52Haben Sie irgendwas mit dem Unfallhergang zu tun?
28:54Nein, aber die Mutter meines Kindes,
28:55die war mit ihm im Einsatz
28:56und liegt deswegen jetzt hier im Krankenhaus.
28:58Wenn ich erfahre, dass das alles nur passiert ist,
28:59weil Sie sich einen hinter die Bände legt.
29:00Hey, ich habe nichts getrunken, okay?
29:02Hey, hey, hey.
29:02Jetzt beruhigen wir uns erst mal.
29:05Wir würden von Ihnen jetzt gerne eine Blutprobe nehmen lassen
29:07oder haben Sie damit ein Problem?
29:08Nein, natürlich nicht.
29:09Dann bitte.
29:10Ich trinke ja keinen Alkohol.
29:18Es ist erst mal stabil, mehr kann ich Ihnen noch nicht sagen.
29:21Setzen Sie sich doch erst mal noch irgendwo hin.
29:28Wie geht es Ihnen?
29:31Äh, Brummschädel.
29:33Der Kopf hat bei dem Sturz ganz schön was abbekommen.
29:36Ja, trotzdem habe ich nicht vor, die ganze Nacht hier zu bleiben.
29:38Wollen Sie sich mit unserem Klinikleiter anlegen?
29:41Soweit ich weiß, hat Dr. Heilmann Ihnen bei Ruhe verordnet.
29:44Würde ich mir an Ihrer Stelle nochmal überlegen.
29:48Lobisch?
29:49Ja, ich brauche mal.
29:57Alles in Ordnung?
30:00Mein Bruder war mit mir auf dem Festival.
30:04Wurde gerade operiert.
30:06Waren Sie auch bei dem Festival?
30:09Nein.
30:11Ich bin hier Arzt.
30:15Ist eine längere Geschichte.
30:19Was ist denn da draußen passiert?
30:23Ich hatte ihn einfach aus den Augen verloren.
30:27Das hat ihn wohl ziemlich erwischt.
30:29Aber die Ärztin meint, der ist vorerst stabil.
30:36Ich weiß gar nicht, warum ich jetzt rumheule.
30:38Normalerweise bin ich nicht so nah am Wasser gebaut.
30:42Eigentlich mag ich meinen Bruder auch nicht mal besonders.
30:45Aber
30:47ist eben Familie.
31:05Haken mehr nach Lateral ziehen.
31:07Ja, so ist gut.
31:08Stopp.
31:08Sehr gut.
31:10Nicht zu tief rein, ja.
31:12Spüren Sie die Fraktur?
31:14Noch ein bisschen.
31:15Ja.
31:16Und stopp.
31:20Ja.
31:22Ja.
31:27Ja.
31:32Ja.
31:44Musik
32:25Hallo?
32:29Ja, ich hab Zeit.
32:33Musik
32:44Entschuldigung, Sie haben schon Besuch, da will ich nicht stören.
32:47Kommen Sie rein, bitte.
32:51Eigentlich bin ich selber noch Patientin, aber ich wollte mal sehen, wie es Ihnen so geht.
32:58Das ist meine Tochter und ihr Verlobter.
33:01Das ist die Ärztin, die mit mir im Krankenwagen war.
33:06Sie hat mir mit einem Akkuschrauberlöcher in den Kopf gebohrt.
33:10Können Sie sich daran erinnern?
33:13Nein. Das hat mir der Arzt erzählt, der mich am Rücken operiert hat.
33:17Die Maßnahme war dringend notwendig. Durch den steigenden Hirndruck waren Sie in akuter Lebensgefahr.
33:22Das weiß ich doch. Sie haben ja das Leben gerettet.
33:26Dabei haben Sie sich bei dem Unfall selbst verletzt.
33:31Wie geht es Ihnen?
33:33Gut.
33:34Danke.
33:36Zum Glück.
33:38Meine Tochter hat sich solche Sorgen gemacht.
33:40Nein. Allerdings.
33:43Es war schon ein großer Schreck, als plötzlich das Krankenhaus anriesen.
33:47Ja, sicher.
33:50Sie sind extra aus Süddeutschland angereist, um sich selbst davon zu überzeugen, dass es mir gut geht.
33:58Dabei sollten Sie eigentlich Ihre Hochzeiten verbreiten.
34:05Man sorgt sich eben immer um die Menschen, die einem wichtig sind.
34:28Ja, bitte.
34:29Guten Morgen. Ich wollte nur schnell melden, dass gestern alle Neuaufnahmen ordnungsgemäß versorgt wurden.
34:35Der Stationsbetrieb läuft wieder in geordneten Bahnen.
34:39Das ist gut.
34:40Wenn Sie wollen, lasse ich Ihnen die Aufnahmeprotokolle bringen.
34:43Papierkram?
34:45Das ist genau das, was ich in meinem Zustand brauche.
34:48Tut mir leid.
34:50Was haben wir über das dauernde Entschuldigen gesagt, Herr Brenner?
34:57Gehe ich Ihnen auf die Nerven?
34:59Also, ehrlich gesagt...
35:01Nein.
35:03Sie haben ja Recht.
35:04Irgendwo.
35:05Und ich versuche, an mir zu arbeiten.
35:07Dr. Heilmann hat Sie für das Führungskräfteseminar in Bayreuth empfohlen.
35:12Ach ja, wirklich?
35:13Ich war dagegen.
35:16Verstehe.
35:17Ich weiß nicht, was Dr. Heilmann in Ihnen sieht.
35:19Dr. Hoffmann, bevor Sie weiterreden.
35:21Sprechen Sie.
35:22Es steht Ihnen natürlich frei, mich zu beurteilen.
35:26Und ich bedauere, dass Sie kein positives Bild von mir haben.
35:30Aber es ist nicht nötig, mich auch noch zu beleidigen.
35:32Vielleicht hätten Sie mich doch besser weiterreden lassen.
35:39Ich sage Ihnen jetzt mal, was ich in Ihnen sehe.
35:44Einen Arzt, der sich zuallererst für das Wohl seiner Patienten einsetzt
35:49und dazu seinen Vorgesetzten auch mal die Stirn bietet.
35:53Jemand, der im Notfall die Nerven bewahrt und den nötigen Überblick behält.
35:57Ich folge Dr. Heilmanns Empfehlung.
36:00Sie reisen nächsten Monat nach Bayreuth und nehmen an diesem Seminar teil.
36:05Es sei denn, Sie haben etwas Besseres zu tun.
36:07Nein, nein, habe ich nicht.
36:10Gut, danke.
36:12Und jetzt sorgen Sie dafür, dass ich aus diesem Zimmer rauskomme.
36:18Frau Radebeul hat gerade einen guten Eindruck gemacht.
36:20Sie kann Arm und Beine wieder bewegen.
36:22Die Gefühlsstörungen sind rückläufig.
36:24Ich weiß, ich habe schon mit ihr gesprochen.
36:27Was?
36:33Sie können wohl nicht aus Ihrer Haut, oder?
36:37Aber ob Sie wollen oder nicht, Sie sind jetzt Patientin.
36:43Also, wie geht es Ihnen heute, Frau Peters?
36:47Danke.
36:48Sehr gut.
36:49Keine akuten Beschwerden mehr.
36:52Was den Unfall Ihres Rettungswagens betrifft, gibt es Neuigkeiten.
36:55Der Fahrer war wohl nüchtern.
37:00Was sind das für Neuigkeiten?
37:02Also ein Rettungswagenfahrer sollte doch immer nüchtern sein.
37:04Dr. Peters hatte die Befürchtung, dass der Unfall unter Alkoholeinfluss zustande gekommen sein könnte.
37:09Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass ich mich offensichtlich doch getäuscht habe.
37:13Das mag vielleicht jetzt ungewöhnlich klingen, aber könnten Sie dafür sorgen, dass der Sanitäter untersucht wird?
37:19Es könnte eine Stoffwechselstörung vorliegen, vielleicht ist er Diabetiker.
37:24Guter Gedanke hier, das war anders.
37:29So, dann brauchen wir jetzt ein aktuelles Blutbild.
37:34Guten Morgen, Herr Michelsen.
37:36Ich habe hier die Ergebnisse Ihrer Blutuntersuchung.
37:39Sie hatten 0,0 Promille im Blut.
37:42Und auch das Drogenscreening war negativ.
37:44Ich habe Ihnen doch gesagt, ich habe nichts zu mir genommen.
37:47Außer ein paar Donuts.
37:48Ja, aber das ist doch nicht verboten, oder?
37:50Nein, ist es nicht. Aber genau das kann zum Problem werden.
37:53Ich möchte gerne einen Blutzuckertest bei Ihnen machen.
37:56Setzen Sie sich bitte auf die Liege, das macht Schwester Anja.
37:59Frau Doktor, ich glaube, mein BMI ist im grünen Bereich.
38:01Im Gegensatz zu Ihrem Insulinspiegel.
38:05Dr. Peters sagte, sie hätte Alkoholgeruch an Ihnen wahrgenommen.
38:09Diabetes kann einen solchen Geruch verursachen.
38:12Ich bin zuckerkrank?
38:15Danke.
38:18Das bestätigt unseren Verdacht.
38:20Eine leichte Form des Diabetes.
38:22Wir würden gern dazu noch einige Untersuchungen mit Ihnen machen
38:25und Sie gegebenenfalls einstellen, damit es in Zukunft zu keinen Auswehren kommt.
38:30Okay.
38:35Ja?
38:37Haben Sie einen Moment?
38:40Wer hat Sie entlassen?
38:41Ich mich selbst. Aber Herr Brenner hat mich eingehend untersucht.
38:46Ich habe übrigens Herrn Brenner für das Führungskräfteseminar angemeldet.
38:49Gute Wahl.
38:51Ich folge nur Ihrer Einschätzung.
38:53Ist auch eine gute Wahl, bitte.
38:55Danke.
38:55Danke.
38:59Ich wollte was besprechen.
39:03Ich würde mich gerne für vier Wochen vom Dienst freistellen lassen.
39:08Darf ich fragen, warum?
39:10Private Gründe.
39:11Es gibt ja noch etwas, worum ich mich kümmern muss.
39:14Und das lässt sich nicht verschieben?
39:16Ich fürchte nicht.
39:19Ich würde nicht fragen, wenn es nicht wichtig wäre.
39:23Verstehe.
39:24Haben Sie eine Vertretung ins Auge gefasst?
39:26Ja, ich habe an Dr. Stein gedacht.
39:28Weißt du schon davon?
39:29Nein, ich wollte erst mit Ihnen sprechen.
39:31Gut, dann rede ich mit dem Kollegen.
39:33Danke.
39:36Ich muss dann mal los.
39:37Zu der Bauplanbesprechung?
39:39Ja, ich denke, das dauert so anderthalb Stunden.
39:42Wenn du willst, dann kann ich danach noch mal vorbeikommen, bevor ich nach Schwerinbrücke.
39:45Nein, das musst du nicht.
39:47Alles klar, dann.
39:49Jenna?
39:53Ich bin es nicht gewohnt, dass sich jemand um mich sorgt.
39:57Auch gab es bislang niemanden, der mir gesagt hat, ich soll auf mich aufpassen.
40:02Komm mal zu mir.
40:10Ich war es immer, die auf andere Acht gehen musste.
40:13Vielleicht wurde ich mir gegenüber deshalb ein wenig nachlässig.
40:18Auch weil ich nicht das Gefühl hatte, dass es jemandem wichtig ist, wie es mir geht.
40:25Du hast wirklich keine Ahnung davon, wie wichtig du mir bist und wie viel du mir bedeutest, hm?
40:31Doch.
40:33Doch, ich denke schon.
40:36So viel wie du und Tim mir.
40:43Und es wäre schön, wenn du nachher noch mal vorbeischauen könntest.
40:49Gut.
40:52Kommst du bald wieder?
40:53Ich brauche mich.
40:55Danke.
40:55Ab hier komme ich allein klar.
40:58Alles klar. Bis später, ja?
41:00Alles gut. Danke, dir auch.
41:02Ciao.
41:06Arbeiten Sie schon wieder?
41:08Leider nein.
41:10Wird aber auch noch ein Weilchen dauern.
41:14Die Blutuntersuchung hat ergeben, dass ich Diabetiker bin.
41:16Ich muss erst wieder richtig eingestellt werden, bevor ich wieder auf den Bock komme.
41:19Daher der Alkoholgeruch.
41:21Ja, aber ob mit oder ohne Diabetes. Ich hätte den Unfall nicht verhindern können.
41:26Ohne den Unfall hätte man den Diabetes vermutlich noch eine Weile nicht diagnostiziert.
41:30Bis sich vielleicht irgendwann zusammengeklappt wäre.
41:32Und das bei einer Rettungsfahrt. Das hätte richtig schlimm enden können.
41:37Glück im Unglück.
41:40Auch dank Ihnen.
41:43So schlimm wie alle sagen, sind Sie gar nicht.
41:46Wir sind erst einmal zusammen gefahren.
41:48Warten wir die nächsten Male ab.
41:50War das gerade sowas wie ein Scherz, Dr. Peters?
42:06Hallo.
42:07Hallo.
42:09Wo wollten Sie gehen? Ich habe was zu essen mitgebracht.
42:12Wir fahren heute nochmal in den See.
42:14Wie sieht es müde aus? Hast du nicht geschlafen in der Klinik?
42:17Nur kurz. Ich glaube, ich lege mich jetzt nochmal hin.
42:19Komm doch mit. Schlafen kannst du auch am Strand.
42:22Ach, da spielen die Musik aus diesen Ghetto-Blastern.
42:25Oder wie die Dinger heißen.
42:27Hm, naja. Wir lassen ihn. Ist müde.
42:29Müde.
42:31Wisst ihr was? Ich komme mit.
42:32Ja, aber nur wenn du dich nicht dauernd beschwerst.
42:35Seit wann beschwer ich mich dauernd?
42:37Der Sand ist zu heiß, das Wasser ist zu kalt.
42:40Früher hat eine Cola 50 Pfennig gekostet.
42:42Warum liegt der See in der Einflusssteise des Flughafens?
42:44Oh mein Gott, Lisa, mach dir endlich Sonnencreme drauf.
42:46Weißt du nicht, dass das Hautcremesrisiko erhöht ist im Sommer?
42:49Woher kommen die ganzen Menschen? Warum ist das so...
42:51Aber nicht so ...
42:53Mog dann seine champagne unteren Er suffischen.
42:53Bis zum nächsten Mal.
42:54Wir versuchen zum ersten Mal mein Flanz zu glaubben.
42:54Indonesien zu 보고gucken in кров departments beim Schmutz zu nonprofits
42:54Vielen Dank.
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