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  • vor 2 Tagen

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Transkript
00:24Love is Enough
00:30We can make it the stormy weather
00:34As long as we stay together
00:37Love is Enough
00:45Guten Abend. Ich dachte, Sie machen zurzeit keine Spätdienste wegen der Familie.
00:50Ist auch eher eine Ausnahme. Aso hat heute frei.
00:53Hallo. Hallo.
00:55Sie wollen bestimmt zu Dr. Peters. Die habe ich heute noch gar nicht gesehen.
00:58Ach, da kann ich helfen. Sie ist noch im OP.
01:01Tim, du bist ja groß geworden.
01:04Können Sie mal ganz kurz?
01:05Ja, danke.
01:08Kannst du dich noch an mich erinnern?
01:10Ich habe dir mal aus einem Fachbuch vorgelesen.
01:13Mein spieliges Wort ist Diocidose.
01:16Hallo? Wo bist du?
01:19Ist doch lieber Leipzig.
01:24Ist irgendjemand bei dir?
01:26Gar keiner?
01:27Gut, dann bleib da bitte liegen, wo du bist. Ich rufe dir sofort einen Rettungswagen.
01:31Was ist passiert?
01:32Das war mein Großvater. Er hat plötzlich seine Beine nicht mehr gespürt und ist auf dem Weg zur Toilette gestürzt.
01:36Jetzt liegt er auf dem Rastplatz an der A14, kurz vor Leipzig.
01:41Der Patient hat berichtet, dass er vor einigen Tagen vom Scheunendach gefallen ist. Seitdem leidet er unter Schmerzen im Rücken
01:46und Gefühlsstörungen in den Beinen.
01:48Danke.
01:50Wie lange ist denn der Sturz genau her?
01:53Nein, jetzt nicht später.
01:54Fünf Tage.
01:57Hallo Herr Derbeck, ich bin Lea Peters.
02:01Und vor dem Sturz war alles in Ordnung. Keinerlei Auffälligkeiten in den Beinen.
02:09Herr Derbeck, und unmittelbar nach dem Sturz haben Sie das zum ersten Mal bemerkt?
02:14Nee, ja.
02:16Ein bisschen genauer dürfen Sie schon sein.
02:18Erst konnte ich nicht mehr laufen. Ein paar Stunden später war es dann schon besser. Seitdem habe ich die Schmerzen.
02:29Können Sie die Beine heben?
02:32Zuerst das linke.
02:35Ja, und was ist mit dem rechten?
02:41Spüren Sie das?
02:43Ein bisschen. Das kribbelt.
02:45Wahrscheinlich eine instabile Wirbelfraktur, die sich durch das Laufen und die Autofahrt noch verschoben hat.
02:50Mennen Sie ihn bitte zum CT an und dann sehen wir weiter.
02:53Werde ich wieder laufen können?
02:54Das kann man jetzt noch nicht sagen.
03:02Mann, ich dachte, wir ziehen in die Häuser.
03:04Ja, aber ich musste einspringen. Ich kann hier nicht weg.
03:07Das ist echt scheiße an deinem Job.
03:09Wenn du irgendwann mal Arzt werden solltest, wirst du auch nach Dienste haben.
03:12Ja, auf dem Weg nach oben muss man natürlich Opfer bringen.
03:15Erstmal. Aber dann...
03:16Ich bleibe auch nicht viel mal Krankenpfleger.
03:17Dann ist das so, ja?
03:19Das ist so.
03:20Lennart, Finger weg.
03:22Hey, ich kenne mich damit aus. Ich habe gerade erst einen Unterschallkurs gemacht.
03:25Soll ich dir mal zeigen, wie es geht?
03:26Pack es zurück, bitte.
03:28Dann ist ja gut.
03:37Hey.
03:47Lennart, Alter, du nervst.
03:48Wie reden Sie denn mit mir, junger Mann?
03:50Wissen Sie etwa nicht, wenn Sie hier Vorsicht haben?
03:54Dr. Kerminski, dem Arzt, dem die Frauen zu Füßen liegen.
04:03Hey, Rosa. Brauchst du was?
04:05Hab schon. Neues Wasser geholt.
04:06Alles klar.
04:09Das klingt nicht so gut.
04:11Wenn die Blindern da bezieht, ist es viel schlimmer.
04:13Aber das ist ganz normal. Am besten, du drückst so richtig schön gegen, wenn du husten musst. Das hilft.
04:19Ja.
04:20Das ist ja ein Notfall, aber ich könnte mir die Operationsrunde ja mal ansehen.
04:24Ist nicht nötig.
04:25Ja, wenn Sie doch Probleme machen, dann ist alles in Ordnung.
04:28Okay, ich bring dich zurück aufs Zimmer und bring dir auch gleich ein Tier gegen den Husten.
04:38Steht ihr Angebot noch?
04:41Wie wir schon vermutet haben, ein instabile Wirbelfraktur LWK 1 und 2.
04:47Ein Wunder, dass er so lange damit rumlaufen konnte.
04:49Das Rückenmark muss dringend entlastet und die beiden Wirbel stabilisiert werden.
04:53Also los.
04:57Wie sieht es bei Ihnen aus?
04:58Sein Kreislauf ist zunehmend instabil.
05:00Das kann auch dauern.
05:01Es ist sehr schwierig, die Wirbel wieder aufzurichten.
05:03Kein Wunder nach einer Woche.
05:05Bitte das Licht korrigieren.
05:07Ich bin dabei, den vierten Pedickel zu setzen.
05:09Wenn der Fixateur intern sitzt, müssen wir aber noch Laminektomieren.
05:12Er fällt im Druck.
05:13Was ist los?
05:15Wie ich schon sagte, außerdem zeigt er massive Extrasystolen.
05:18Sie müssen das hinkriegen.
05:19Brechen Sie ab, sonst kann ich hier für nichts garantieren.
05:21Das ist unmöglich, wir können nicht so lassen.
05:23Dr. Heilmann, er bleibt uns auf dem Tisch.
05:26Wenn ich jetzt aufhöre, war der ganze Eingriff umsonst.
05:33Setzen Sie die Stangen auf den Fixateur, dann ist Schluss.
05:36Ohne die Laminektomie?
05:37Wir machen ihn zu.
05:46Ja, das sieht alles sehr gut aus.
05:48Was genau?
05:49Die Wunde.
05:51Wer hat operiert?
05:52Ähm, Dr. Stein.
05:53Ja, fast perfekte Arbeit.
05:56Minimalinvasiv wird zwar eleganter gewesen, aber...
05:57Ja, ich weiß, aber mein Blintern war schon am Platzen.
06:00Da haben die die OP so durchgezogen, obwohl ich mega erkältet bin.
06:05Richten Sie sich doch mal bitte auf.
06:12So, jetzt durch den offenen Mund bitte ein- und ausatmen.
06:15Mhm.
06:23Okay, wir machen Sicherheitshalber noch ein Ultraschall.
06:26Okay.
06:30Da haben wir Ihre Leber, Ihre Rippen...
06:34...und hier...
06:38...ich.
06:40...wolltet ihr gerade deinen Tee vorbeibringen.
06:44Ähm...
06:44...alles klar.
06:46Dankeschön.
06:50Ihr Kreislauf ist völlig entgleist.
06:52Wir mussten die OP abbrechen.
06:54Sie haben sich jetzt aber gut gefangen.
06:57Das Problem ist, dass wir zwar die Wirbel wieder aufrichten und mit einem Fixateur stabilisieren konnten,
07:02aber wir hatten keine Zeit mehr, das Rückenmark zu entlasten.
07:06Und was bedeutet das?
07:09Das kann man noch nicht sagen.
07:15Dr. Brantano?
07:18Wie geht's Ihrem Großvater?
07:19Er ist gerade wieder aufgewacht.
07:21Ich brauche Ihren Ehering.
07:23Nein, was?
07:24Wieso?
07:24Weil, also, das wäre jetzt ein bisschen zu kompliziert zu erklären.
07:27Also, bitte, ja?
07:28Sie bekommen ihn ja wieder.
07:30Ja, aber...
07:30Bitte, nur bis morgen.
07:34Ich verstehe nur Bahnhof, aber...
07:37Danke.
07:44Hm.
07:46Immer noch wie eingeschlappt.
07:49Das Rückenmark ist durch den Unfall und die Operation auch irritiert.
07:52Ich gehe davon aus, dass es sich noch bessert.
07:54Wir müssen abwarten.
07:56Wo ist denn euer Tim?
07:58Tim, zu Hause bei der Babysitterin.
08:01Warum machst du denn so was?
08:03Weiß Oma überhaupt, dass du hier bist?
08:05Das war sogar ihre Idee.
08:09Dass Lea sich Mama den Rücken anguckt.
08:11Auch, dass du mit gebrochenem Rückgrat 350 Kilometer mit deiner alten Karre fährst?
08:15Aber das hätten wir uns ja nie kennengelernt.
08:23Du trägst ja sogar deinen Ring, schön.
08:28Meine Frau und ich, wir sind über 60 Jahre verheiratet.
08:31Unseren Ring tragen wir jeden Tag.
08:33Opa, das interessiert auch Lea jetzt nicht, hm?
08:39Jenna, glaubt dein Großvater nun, wir sind verheiratet, oder glaubt er das nicht?
08:44Wahrscheinlich schon.
08:46Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit?
08:47Hoch oder weniger hoch?
08:48Oma hat ihm erzählt, wir hätten es heimlich durchgezogen.
08:52Das hat sie einfach so behauptet?
08:56Bevor ich mit Tim das letzte Mal über das Wochenende da war.
08:58Meine Großeltern hatten mich ja schon länger nicht mehr gesehen.
09:00Und meine Oma hatte sich gewünscht, dass wir ein paar harmonische Tage miteinander verbringen.
09:04Verstehst du?
09:04Nein, das verstehe ich nicht.
09:06So, sie ist jetzt wieder auf ihrem Zimmer.
09:09Lennart, Mann, was soll der Scheiße? Ich habe hier die Verantwortung.
09:12Ja, es tut mir leid. Ich habe Scheiße gebaut.
09:17Mann, was fühlst du denn noch? Ich habe mich entschuldigt.
09:20Ich mache mal einen Abgang.
09:21Nee, stopp, stopp.
09:23Bei der Untersuchung gerade, was hast du da entdeckt?
09:27Nichts.
09:27Hör auf, rumzudrucksen, sag mir einfach die Wahrheit.
09:30Ich habe sie abgehört.
09:32Nun, da war ein abgeschwichtes Atemgeräusch, rechts unten.
09:35Ja, weiter?
09:36Keine Ahnung, darum habe ich ja den Ultraschall gemacht.
09:38Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat, aber ich habe da was gesehen.
09:42Was hast du gesehen?
09:43Ich weiß es nicht.
09:45Es ist auf jeden Fall nicht normal aus.
09:47Zuerst habe ich gedacht, dass es vielleicht ein Tumor sein könnte, aber das ist wahrscheinlich Quatsch.
09:55Gut, ja, dann muss ich morgen Dr. Steimisch jetzt sagen.
09:57Ja, was willst du dem sagen, dass ich als verkleideter Arzt Patient untersuche und du dabei zuließ?
10:02Was glaubst du, was das für ein Ärger gibt?
10:03Wir haben gar keine andere Wahl.
10:05Ich sage doch, dass ich mich wahrscheinlich geirrt habe.
10:08Außerdem gehört sie doch gar nicht zur Risikogruppe in dem Alter.
10:11Es sei denn, sie ist Kettenrohörerin. Ist sie das?
10:13Nein.
10:13Also, vergiss es. Denk einfach nicht mehr darüber nach.
10:19Nach dem Unfall, also dem Tod meiner Mutter, mein Vater wollte mich nicht mehr.
10:25Dein Vater hat dich auch einfach allein gelassen?
10:26Warum hast du mir das denn nie erzählt?
10:31Meine Großeltern standen plötzlich mit ihrer Trauer und einem Zehnjährigen da. Er ist damit einfach nicht klargekommen.
10:39Dein Großhörter?
10:41Wir sind ständig aneinandergeraten. Das ist nicht die erste Lügengeschichte, die meine Oma eben auftritt, um die Wogen zu glatten.
10:48Mit wem warst du denn sonst noch alles verheiratet?
10:51Ja, diesmal ist sie über Szene ausgeschossen.
10:53Das ist aber eine harmlose Formulierung.
10:56Wir müssen das Spiel dann nur ein paar Tage mitspielen. Nur solange, bis Opa wieder ein Schwering ist.
11:00Warum hast du so eine Angst vor einer Auseinandersetzung mit deinem Großvater?
11:03Ich habe keine Angst.
11:04Doch, du verschweigst mir was.
11:06Und du hast mir noch nie was verschwiegen?
11:08Diese Geschichte geht niemandem etwas an. Nur mich und Opa.
11:14Gut.
11:18Außerdem heiraten kommt für mich einfach nicht in Frage. Grundsätzlich.
11:22Darum ging es doch jetzt gar nicht.
11:23Für mich schon. Auch.
11:35Guten Morgen.
11:43Guten Morgen.
11:44Gut geschlafen?
11:46Nach dem Schmerzmittel wie ein Stein.
11:50Und dein Husten?
11:51Kein Problem.
11:52Hast du irgendwie Schmerzen oder Atemnot?
11:55Wieso fragst du?
11:57Einfach nur so. Ich will wissen, wie es dir geht.
11:59Bleibt doch mal locker. Nein, nichts. Mir geht's gut.
12:02Hast du Nachtschweiß?
12:02Nein, nichts. Ich kann das alles gerade gar nicht brauchen.
12:05Ach, die Blindengeschichte war schön genug.
12:08Ich werde übernächste Woche nach Kolumbien.
12:11Kolumbien?
12:12Mhm. Für drei Monate. Vielleicht auch ein bisschen länger mal schauen.
12:15Aber Dr. Stein meinte ja, wenn ich Wunder gut verhalten, kann ich alles machen.
12:19Oh ja, klar. Aber vielleicht solltest du dann doch das...
12:26Es ist nichts. Okay?
12:29Jetzt machen wir nicht den Spielverderber hier.
12:30Ich bin überhaupt kein Spielverderber. Ich will nur sagen, dass es sinnvoll wäre, doch nochmal...
12:33Weißt du, was ich an dir eigentlich immer so toll finde?
12:38Dass du immer so gute Laune hast.
12:41Geht doch.
12:45Sag mal, Dr. Kaminski hatte heute auch Dienst?
12:50Äh, ich glaube nicht. Nee.
12:53Guten Appetit.
12:54Danke.
13:01Und wie geht's meinem Großvater?
13:02Sein Kreislauf hat sich stabilisiert.
13:04Was die Funktion seiner Beine angeht, kann ich noch keine Prognose abgeben.
13:09Yenne...
13:09Ich geh jetzt da rein und stell alles richtig.
13:12Und kannst du alles auf mich schieben.
13:13Sag ihm, dass ich dich partout nicht heiraten wollte.
13:16Bleibst du noch so lange hier draußen, bis ich fertig bin?
13:18Ja.
13:26Und? Wie geht's dir?
13:28Ach, nicht viel besser.
13:31Warum kommt deine Frau nicht rein, da?
13:34Weil sie...
13:34Sie gefällt mir.
13:37Oma und ich, wir freuen uns für dich, oder?
13:40Opa, hör mal zu, ich muss mal was richtigstellen.
13:42Verterf es nicht, ja.
13:45Opa, schluss.
13:47Ja?
13:49Ehring.
13:50Was ist damit?
13:51Ich brauche ihn.
13:53Warum nein?
13:54Es ist doch nur ein Stück bearbeitetes Edelmetall.
13:57Nicht beim ersten Problem gleich weglaufen.
14:00Ehe ist nicht immer einfach.
14:02Manchmal ist es sogar harte Arbeit.
14:04Also, Lea und ich, wir...
14:09Was ist mit euch beiden?
14:11Wir sind froh, dass wir uns haben.
14:14Herr Derbeck, ich habe gute Nachrichten für Sie.
14:17Sie werden gleich auf die Normalstation verlegt.
14:19Da werden Sie es bequemer haben.
14:21Aber zunächst schauen wir uns erst einmal Ihre Beine an.
14:24Aber warum sagst du immer Sie?
14:26Ist doch Familie.
14:27Jacques Opa.
14:28Das ist doch jetzt nicht so wichtig, hm?
14:30Also gut.
14:33Großvater.
14:38Lea?
14:40Warum hast du das gemacht?
14:42Weil ich es wollte.
14:43Außerdem ist Aufregung gerade gar nicht gut für ihn.
14:48Danke.
14:54Aber nur solange er bei uns in der Klinik ist.
14:59Mein Opa kommt doch wieder in Ordnung, oder?
15:02Ich mache mir tatsächlich Sorgen.
15:10Herr Haas.
15:12Frau Dr. Weber fragt nach Ihrem Frühstück.
15:14Ich habe vor einer halben Stunde erst abgeräumt.
15:17Das dachte ich mir.
15:18Sie hat auch was gegessen.
15:19Und das hat sie wiederum vergessen.
15:23Danke.
15:27Dr. Stein.
15:28Ja?
15:29Ich wollte Ihnen nur mitteilen,
15:31dass Frau Schliemann gestern wirklich heftigen Husten hatte.
15:34Ja, sie ist sehr erkältet.
15:36Das ist mir bekannt.
15:37Ja, aber ich fand,
15:38das klang nicht so wie eine Erkältung,
15:39sondern eher wie eine Bronchitis.
15:41Ach, Sie stellen jetzt die Diagnosen.
15:45Besorgen Sie ein Inhaliergerät.
15:47Erklären Sie es ihr.
15:48Sie soll mehrmals täglich inhalieren.
15:50Das wirkt Wunder.
15:53War es das?
15:56Inhalieren ist eine gute Idee.
15:58Danke.
16:14Vielen Dank.
16:18Soll ich Oma Bescheid sagen?
16:20Habe ich schon.
16:21Ja, und was hast du ihr gesagt?
16:24Nein, nichts.
16:29Dass ich in guten Händen bin mit deiner Frau.
16:35Du musst deine Lea glücklich machen, Junge.
16:39Ja, das werde ich versuchen.
16:40Nicht versuchen.
16:42Machen, Junge.
16:47Willen Sie, dass du nicht arbeitest?
16:50Einer muss sich ja um Tim kümmern
16:51und sie hat nun mal den besseren Job.
16:53Ein Mann muss für seine Familie sorgen.
16:55Das ist seine Aufgabe.
16:57Ist gut, Opa.
16:58Du musst deinem Mann stehen.
17:00Nicht, dass ich noch so ein krummer Hund werde
17:01wie mein Vater oder was.
17:02Sag's doch mal einfach.
17:03Genau das.
17:05Der hat sich überhaupt nicht
17:05um seine Familie gekümmert.
17:09Gut.
17:11Ich werde jetzt dein Auto
17:12von diesem Rastplatz holen.
17:14Und du musst endlich aufhören,
17:17immer wegzulaufen,
17:18wenn dir was nicht passt, Jenny.
17:20Sieben Jahre auf der Walz.
17:23Und keinen einzigen Mucks.
17:25Es ging mir verdammt gut dabei.
17:27Das ist deiner Oma.
17:28Sehr wehgetan.
17:29Es war nicht ihretwegen.
17:31Sie weiß das.
17:32Und du weißt es auch.
17:46Es geht gleich los.
17:49Wo ist Jenna?
17:51Weg, mein Wagen.
17:54War was?
17:55Nein.
17:58Es ist gut,
17:59dass er Familie hat.
18:01Dass er endlich mal
18:02Verantwortung übernimmt.
18:05Es wäre schön,
18:05wenn du ihn dazu bringst,
18:07dass sie öfter mal
18:08mit dem kleinen Nachverin kommt.
18:10Es würde seiner Großmutter
18:12viel bedeuten.
18:13Warum fragst du ihn nicht selbst?
18:15Ich weiß nicht.
18:17Ich glaube,
18:17ich verstehe ihn gar nicht.
18:20Ich habe versucht,
18:21einen anständigen Menschen
18:22aus ihm zu machen.
18:24Was ist los mit euch?
18:26Jenna hat mir
18:27von einem Unfall erzählt,
18:27aber nicht viel.
18:31Es war eine furchtbare Nacht.
18:33Ich habe meine Tochter verloren
18:34und der Junge seine Mutter.
18:38Wir mussten alle sehen,
18:39wie wir damit klarkommen.
18:41Und Jenna?
18:45Eine Welt war für ihn
18:46zusammengebrochen,
18:47für uns alle.
18:51Was gibt es da noch zu sagen?
18:53Worte können das
18:54nicht ungeschehen machen.
19:04Die Wirbelkörper sind
19:05schön aufgerichtet.
19:07Aber hier in diesem Bereich
19:08sieht man eine Verengung
19:08des Spinalkanals.
19:10Wir müssen ihn noch mal aufmachen
19:11und die Laminektomie durchziehen.
19:12Nein.
19:14Er wird nie wieder
19:14richtig laufen können.
19:15Ja, seine Mobilität
19:16wird sehr wahrscheinlich
19:17eingeschränkt bleiben.
19:20Also?
19:20Sie haben ihn doch
19:21bei der OP erlebt.
19:22Herr Derbeck ist weit über 80.
19:23ein Bluthochdruck.
19:24Sein EKG sieht nicht gut aus.
19:26Seine chronische,
19:27altersbedingte Herzinsuffizienz.
19:28Das weiß ich alles.
19:29Eine weitere OP
19:30ist nicht zu verantworten.
19:31Das Risiko,
19:32dass er die Narkose
19:34nicht übersteht,
19:34ist viel zu hoch.
19:35Zumal niemand sagen kann,
19:37ob der Eingriff
19:37wirklich erfolgreich sein würde.
19:39Das steht in keinem
19:39Verhältnis zueinander.
19:40Trotzdem.
19:41Er wird damit leben müssen.
19:43Herr Derbeck wird
19:44keine Dächer mehr
19:45erklimmen können,
19:45aber sonst
19:47soll ich mit ihm reden.
19:50Nein.
19:51Nein, nein.
19:52Das ist meine Aufgabe.
19:57Wir gehen weiterhin davon aus,
19:58dass deine Beine
19:59noch besser werden.
20:00Mit der Kraft.
20:00Du wirst eine intensive Reha machen,
20:02aber
20:04so wie vorher
20:06wird es nicht mehr.
20:08Und jetzt?
20:10Du musst damit rechnen,
20:11dass du auf eine Gehhilfe
20:12angewiesen sein wirst.
20:15Ich brauche meine Beine.
20:17Seit jeder damals weg ist,
20:19machen wir ganz allein den Hof.
20:21Aber eine weitere OP
20:22unter den gegebenen Umständen
20:23kommt wirklich nicht in Frage.
20:24Und wenn...
20:25Nein.
20:26Das Risiko ist einfach zu hoch.
20:28Helga,
20:29es tut mir leid.
20:31Aber wenn ich nicht mehr
20:32mithelfen kann auf dem Hof,
20:34dann heißt das,
20:36dass wir den abgeben müssen.
20:38was dann...
20:39Wollen wir das nicht alles
20:40gemeinsam mit Jenny besprechen?
20:42Ja.
20:43Was ist Jenny?
20:44Aber irgendeine Lösung
20:45muss es doch geben.
20:46Wir gehen in kein Heim.
20:50Hey,
20:50nicht so viel laufen.
20:52Ich muss mal auf die Beine kommen.
20:55Du,
20:55der Doktor Kaminski
20:56hat der...
21:00Oh,
21:01Frau Schliemann.
21:02Der Husten ist aber hartnäckig.
21:04Flieger Chris
21:04macht sich auch große Sorgen
21:06um Sie.
21:06Darf ich mal kurz?
21:09Das Inhaliergerät
21:10hat er Ihnen erklärt.
21:12Ruhig vier,
21:12fünf Mal am Tag.
21:13Dann wird das schnell besser.
21:14Okay.
21:15So,
21:15Lüpfdüsen sind in Ordnung.
21:16Fieber haben Sie auch nicht.
21:18Wir behalten das im Auge.
21:20Sie müssen ja bald wieder fit sein.
21:22Für eine große Reise.
21:23Ja.
21:24Aber
21:24Dr. Kaminski meinte ja schon,
21:25dass mit meiner Lunge
21:26alles okay ist.
21:27Von daher.
21:29Dr. Kaminski?
21:31Ja.
21:32Er hat mich gestern Abend
21:33noch untersucht
21:33und einen Ultraschall
21:34von meiner Lunge gemacht.
21:35Er war sehr nett.
21:37Aha.
21:39Bis später.
21:40Tschüss.
21:43Kriege ich jetzt mal Wasser?
21:44Ja, ich denke,
21:45du solltest wirklich
21:45auch noch eine Untersuchung bestellen.
21:47Ich meine,
21:47das mit dem Husten
21:48muss abgeklärt werden,
21:49bevor du nach Blumen fliegst.
21:50Entspann dich mal, okay?
21:51Es ist nur ein Husten.
21:53Dann bist du nur so hysterisch.
21:57Ich würde mit so einem Ding
21:59da rumlaufen müssen.
22:01Ich weiß nicht,
22:01wie das gehen soll.
22:04Immerhin,
22:05unser Huf ist doch groß genug.
22:08Deine Frau könnte die Praxis
22:10im Dorf übernehmen.
22:13In, äh...
22:14Nein!
22:15Aber wir sind doch eine Familie.
22:19Wir hatten so Schwierigkeiten
22:20miteinander, ich weiß.
22:23Das ist bestimmt auch meine Schuld.
22:25So, jetzt hör mal zu.
22:27Ich bin dir wirklich dankbar
22:28für alles.
22:29Was Oma und du
22:30und was ihr beide für mich
22:30nach Mamas Tod getan habt.
22:32Ja, komm nach Hause.
22:33Aber uns ist doch beiden klar,
22:35du hast dich nur um mich gekümmert,
22:36weil du es für deine Pflicht gehalten hast.
22:37Und nur deswegen.
22:39Äh, du bist Karlottas Sohn.
22:43Weißt du, warum ich damit gegangen bin?
22:45Weil ich deine Blicke
22:46nicht mehr ertragen habe.
22:48Meine Blicke?
22:49Für dich bin ich doch
22:50das Abbild meines Vaters.
22:51Der Mann, der meine Mutter
22:52am Stich gelassen hat
22:53und letztlich auch noch
22:54Schuld an ihrem Tod ist.
22:54So ist es doch, oder?
22:55Nein, wie kommst du denn darauf?
22:58Du hast mich manchmal angesehen,
22:59als hätte ich Mama umgebracht.
23:02Das stimmt doch nicht.
23:03Niemand ist schuld.
23:05Es war ein Unfall.
23:06Es gab nur Zeit,
23:07aber ich versuche,
23:07dir alles recht zu machen.
23:09Nur damit du mich
23:09ein bisschen lieb hast.
23:11Aber das tue ich.
23:12Ja, komm auf den nichts vor.
23:14Jenny!
23:17Ach ja, und übrigens,
23:18ich bin nicht mit Lea verheiratet
23:19und ich werde sie in Zukunft
23:20auch nicht heiraten.
23:21Und mir ist scheißegal,
23:22was du darüber denkst.
23:24Mach's gut.
23:32Dr. Kaminski,
23:33ich vermisse eine Eintragung.
23:36Dr. Kaminski,
23:38ich vermisse eine Eintragung
23:40in der Akte meiner Patientin,
23:41Frau Schliemann.
23:42Reden Sie mit mir?
23:43Gibt's hier noch einen,
23:44Dr. Kaminski?
23:45Ich hoffe nicht.
23:47Aber Schliemann,
23:48das sagt mir etwas.
23:51Ein deutscher Archäologe,
23:53aber schon seit mehr
23:53als 100 Jahren tot.
23:55Rosa Schliemann.
23:56Sie liegt nach einer
23:57Apidektomie auf der Station.
23:59Das wiederum sagt mir gar nichts.
24:01Mir wurde gesagt,
24:02Sie hätten sie gestern Abend
24:03untersucht,
24:04wegen ihres Hustens.
24:05Und dann haben sie,
24:06warum auch immer,
24:07ihre Lunge geschallt.
24:09Ich wäre wirklich froh,
24:09wenn Sie das in Zukunft
24:10in der Akte vermerken könnten,
24:12Herr Kollege.
24:12Hätte ich eine solche
24:13Untersuchung durchgeführt,
24:15würden Sie in der Akte
24:16selbstverständlich
24:17einen Antrag vorfinden.
24:19Da ist aber keiner.
24:19Genau.
24:20Und was sagt uns das?
24:28Grüß.
24:29Wer hat denn nun die Untersuchung
24:31bei Frau Schliemann gemacht?
24:32Weiß ich nicht.
24:33Waren Sie nicht dabei?
24:35Nee.
24:37Das hat sich immer gedacht.
24:40Hallo.
24:41Hallo.
24:43Lennart Schönlein.
24:44Dr. Stein.
24:44Freut mich.
24:45Ich bin übrigens
24:45ein Freund von Chris
24:46und ein zukünftiger Kollege.
24:49Schönlein.
24:49Da tragen Sie ja den Namen
24:51einiger sehr berühmter Mediziner.
24:52Ja.
24:53Es besteht wahrscheinlich
24:54sogar eine Verwandtschaft
24:55zu dem Johann Lukas Schönlein
24:56aus dem 18. Jahrhundert.
24:57Gut, ich frage Frau Schliemann
24:59einfach gleich nochmal
25:00wegen des Arztes.
25:01Ja, ist ja auch
25:02jetzt nicht so wichtig.
25:03Ist nur Ärger.
25:04Dafür sind ja die Krankenarten da.
25:06Also, schönen Abend noch.
25:08Schönen Feierabend.
25:10Gut.
25:11Ja.
25:13Was machen wir?
25:14Dieser Dr. Stein,
25:14Sie der nicht rund gelassen?
25:15Nein, natürlich nicht.
25:16Ihr denkt,
25:16dass sie einen ganz banalen Infekt hat.
25:17Dann hat sie vielleicht
25:18auch nur einen banalen Infekt.
25:19Ich habe das gerade nochmal recherchiert.
25:21Die Symptome für Lungenkrebs
25:22sind unspezifisch.
25:23Die meisten frühzeitig
25:23entdeckten Bronchialkation.
25:25Wir sind Zufallsbefunde, richtig?
25:26Ja, schon, aber
25:28ich bin ein blutiger Anfänger.
25:29Ich habe doch gar keine Erfahrung
25:30auf dem Gebiet.
25:31Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit,
25:32dass ich recht habe?
25:33Ja, aber die Wahrscheinlichkeit besteht.
25:35Ich hätte Dr. Stein einfach
25:36direkt die Wahrheit sagen sollen.
25:37Jetzt mal langsam.
25:38Willst du hier rausfliegen?
25:40Ich habe zwölf Semester
25:41Humanmedizin studiert.
25:42Ich bin fast fertig.
25:43Was glaubst du,
25:43was passiert, wenn rauskommt,
25:44dass ich mich als Arzt ausgegeben habe?
25:45Es muss trotzdem abgeklärt werden.
25:47Es kann doch nicht so schwer sein,
25:48irgendeinen Arzt dazu zu bringen,
25:49ein verdammtes Röntgenthorax zu erstellen.
25:50Was glaubst du,
25:51was ich die ganze Zeit probiert habe?
25:53Es geht um ihr Leben.
25:54Scheiß auf dein Studium.
25:55Das ist doch Wahnsinn.
25:59Es muss eine andere Möglichkeit geben.
26:04Ich werde keinen einzigen Tag
26:05auf diesen Hof zurückgehen.
26:07Warum erzählst du mir nicht endlich,
26:08was damals passiert ist?
26:13Zwischen meinen Eltern
26:14war es ein ewiges Hin und Her.
26:17Sie hatten ständig Streit.
26:20Meine Mutter ist dann immer mit mir
26:21zu meinen Großeltern gefangen.
26:25Und in dieser Nacht?
26:29Mein Vater hatte angerufen.
26:31Sie haben natürlich wieder gestritten.
26:34Aber dann wollte sie
26:36auf einmal zu ihm.
26:38Vermute ich,
26:38um sich auszusprechen.
26:42Ich habe schon geschlafen.
26:46Aber sie wollte unbedingt,
26:47dass ich mitkomme.
26:51Ich hatte aber keine Lust.
26:53Das weiß ich noch.
26:54Es war eiskalt.
26:57Es hat Schnee gelegen.
27:00Ich habe im Auto hinten gesessen.
27:04Und dann?
27:08Ich war wütend und müde
27:10und die ganze Zeit rumgejammert.
27:16Meine Mutter musste sich immer wieder
27:18zu mir umdrehen
27:18und mich beruhigen.
27:24Und dann?
27:28Hat er blödlichen Knall gegeben.
27:32Ich bin im Krankenhaus wieder aufgewacht.
27:38Wir sind gegen einen Baum geprallt.
27:40Meine Mutter ist noch
27:42auf der Straße gestorben.
27:47Verstehst du,
27:47das ist alles nur passiert,
27:48weil ich...
27:48Es war ein Unfall.
27:51Wenn ich doch hinten
27:51einfach meinen Mund gehalten hätte
27:52und nicht so viel rumgeschrien hätte,
27:54dann...
27:54Du warst ein Kind.
27:56Du willst wissen,
27:57warum war ich weggelaufen?
27:59Ich habe sie umgebracht.
28:01Ich bin schuld
28:02und mein Großvater
28:03hat mich jeden Tag daran erinnert.
28:04Nein, nein.
28:06Hey, Mensch, nein.
28:38Dr. Brantanus Ring
28:39mit Dank zurück.
28:40Und meiner?
28:42Da gibt es ein kleines Problem.
28:44Ich bekomme nicht mehr ab.
28:46Ich habe es schon
28:46mit allem Möglichen probiert.
28:47Schmierseife, Öl.
28:48Zeigen Sie mal.
28:50Darf ich?
28:51Ja.
28:55Au!
28:56Sind Sie denn verrückt geworden?
28:57Was machen wir denn jetzt?
28:58Wenn man ihn aufsägen würde.
29:00Mein Ehering wird nicht aufgesägt.
29:02Auch gar keinen Fall.
29:03Ein guter Goldschmink
29:04bekäme das sicher wieder hin.
29:05Das ist mein Ehering.
29:06Jetzt werden Sie nicht hysterisch.
29:08Mir fällt bestimmt noch irgendwas ein.
29:12Und Jenny glaubt wirklich,
29:15er ist schuld
29:15am Unfall seiner Mutter?
29:18Ja.
29:20Aber ich habe ihm nie
29:21die Schuld gegeben.
29:23Er ist doch mein Junge.
29:25Jenny war gestern
29:26völlig verzweifelt.
29:27So habe ich ihn noch nie gesehen.
29:30Habt ihr denn mit Jenny
29:31noch nie über den Unfall geredet?
29:34Nein.
29:35Aber warum denn nicht?
29:39Es war so furchtbar die Nacht.
29:40Die Polizei hat angerufen.
29:44Sie mussten Carlotta
29:46und den Jungen
29:46aus dem Auto rausschneiden.
29:51Wir haben nur geweint.
29:54Wochenlang geweint.
29:57Aber irgendwie
29:59muss es ja weitergehen.
30:02Reden war nicht.
30:06und danach
30:12bleib liegen.
30:13Ich muss das in Ordnung bringen.
30:14Nein, du bleibst liegen.
30:15Du kannst nicht aufstehen.
30:15Du bist vorgestern
30:16frisch operiert worden.
30:17Gib dich hin.
30:19Aber ich muss
30:20mit dem Jungen
30:25und dann
30:25auch wien.
30:50Dr. Stein!
30:52Guten Morgen.
30:53Guten Morgen.
30:53Kann ich Sie kurz unter vier Augen sprechen?
30:57Klar. Worum geht's?
30:59Es geht um Rosa.
31:09Wo ist sie?
31:10Entlassen worden.
31:11Wann?
31:12Gerade eben. Warum?
31:14Sie hat einen Tumor in der Lunge.
31:20Rosa!
31:22Da bist du ja.
31:23Ich dachte, du willst sie nicht von mir verabschieden.
31:25Es tut mir leid, aber du kannst dich fahren.
31:26Wir müssen noch mal eine Röntgenaufnahme von deiner Lunge machen.
31:28Was will sie das denn jetzt?
31:30Bliemann!
31:31Entschuldigen Sie.
31:32Ich würde sie gerne noch mal gründlich untersuchen.
31:37Sorry.
31:40Entschuldigung.
31:45Junge!
31:47Höre doch!
31:50Höre doch!
31:51Höre doch!
31:51Alles anders!
31:52Alles anders!
31:53Junge!
31:54Oh!
31:55Oh!
31:57Herr Derpeck, was machen Sie denn da?
32:00Run uns einen Rollstuhl!
32:02Was ist passiert?
32:03T25!
32:05Wo wollten Sie denn hin?
32:07Wahrscheinlich ist der Arm gebrochen.
32:08Trinken Sie ihn bitte zum Röntgen und sagen Sie Dr. Peters Bescheid.
32:18Und? Sagen Sie schon?
32:20Ja, hier ist schon etwas sehr Auffälliges zu sehen.
32:23Aber kein Krebs, oder? Das kann doch nicht sein.
32:25Es sieht nicht wie ein Karzinom aus. Aber ich möchte Sie jetzt gerne mal abhören.
32:40Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass da etwas gibt, was einige von Bronchien verschließt.
32:45Was soll das sein?
32:48Das werden wir sehen. Wir machen jetzt auf jeden Fall eine Bronchioskopie.
32:53Bitte bereiten Sie Frau Schliemann für den Eingriff vor.
32:55Und dann melden Sie sich beim Chef. Der will Sie sprechen.
33:00Es tut mir leid.
33:12Herr Dr. Heilmann.
33:13Es handelt sich tatsächlich um eine komplizierte Ellbogenfraktur.
33:17Ihr Großvater ist schon in einer OP-Vorbereitung.
33:20Aber es hieß doch, dass das Risiko von einer Narkose zu hoch ist.
33:23Eine derartige Verletzung muss operativ versorgt werden.
33:26Da haben wir keine andere Option.
33:28Und was mit einer örtlichen Betreuung?
33:30Das ist bei dieser Verletzung und dem Fall Ihres Großvaters wirklich nicht möglich.
33:34Bis später.
33:39Wenn mir was passiert.
33:40Tut es nicht. Es wird alles gut laufen.
33:43Bitte versprich mir, dass du auf wieder aufbrach.
33:46Mach dir um jene keine Gedanken.
33:47Ich sag ihm.
33:49Ich sag ihm.
33:50Herr Karl.
33:51Herr Karl hat er sie.
33:55Der Unfall war anders.
33:58Die Nacht.
34:13Spülen.
34:14Das sieht sehr gut aus.
34:16Wir haben es fast geschafft.
34:18Schraubendreher nochmal bitte.
34:19Wie geht es ihm?
34:19Sein Kreislauf ist stabil.
34:21Erstaunlich stabil.
34:23Dann sollten wir die Zeit nutzen.
34:24Wie meinen Sie das?
34:25Ich meine, wir bringen die Wirbelsäulen-Operation zu Ende.
34:28Wir waren uns einig, dass es so gehen muss.
34:30Sie haben es gehört.
34:30Er liegt schon in der richtigen Position.
34:32Wenn es eine Chance für ihn gibt, dann jetzt.
34:34Nein.
34:36Ich brauche eine halbe Stunde.
34:37Nicht länger.
34:38Ich schaffe das.
34:40Kann es sein, dass Sie sich zu viel zumuten, weil es sich um den Großvater Ihres Lebensgefährten handelt?
34:44Ich neige nicht zu emotional motivierten Fehleinschätzungen.
34:49Wein okay haben Sie.
34:56Also gut.
35:11Lea operiert ihn gerade.
35:13Oma, du brauchst sie keine Sorgen machen.
35:16Sie kommt gerade raus.
35:17Ich merke mich später, ja?
35:19Und?
35:20Wie geht es ihm?
35:21Wir haben die Ellenbogenfraktur sehr gut versorgen können.
35:24Das wird wieder.
35:25Und die Narkose?
35:26Die hat er diesmal sehr gut vertragen.
35:28Deshalb haben wir gleich weitergemacht.
35:31Weitergemacht?
35:31Wir haben das Rückenmark entlastet.
35:33Wenn wir Glück haben, wird er wieder gehen können.
35:37Willst du zu ihm?
35:39Natürlich willst du.
35:40Komm.
35:44Ja, aber was genau wollt ihr mir denn jetzt sagen?
35:46Ich weiß es nicht.
35:47Wenn er wieder wach ist, müsst ihr euch endlich aussprechen.
35:50Ich weiß nicht, was das bringen soll.
35:52Ihr habt noch nie miteinander geredet, oder?
35:54So richtig.
36:01Komm, geh rein und sprich mit ihm.
36:03Komm, geh rein und sprich mit ihm.
36:09Komm?
36:18Komm.
36:22Till �LE och upp.
36:23Komm, geh rein.
36:28Komm.
36:31Komm, komm.
36:31Also brauchst du überhaupt nicht Wasser.
36:32Komm.
36:32Komm.
36:32Gut.
36:43Ich habe ganz schön einen auf den Deckel bekommen.
36:45Zu Recht.
36:46Ja, ich weiß auch nicht, was los war. Ich hatte einfach Langeweile.
36:49Da haben Sie sich gedacht, Sie vertreiben sich die Zeit mit Doktorspielen.
36:53Ja.
36:54Sie hätten zu mir kommen müssen. Gleich am nächsten Morgen.
36:58Gibt es schon ein Ergebnis von der Bronchioskopie?
36:59Ja. Wie vermutet kein Tumor, sondern ein Fremdkörper, den Frau Schliemann vor längerer Zeit aspiriert haben muss.
37:05Kein Tumor? Das ist super.
37:07Sie bleibt über Nacht hier. Zur Beobachtung morgen früh kann sie gehen.
37:10Okay. Das ist gut.
37:12Ich frage mich, wie die Patientin darauf kommt, von Dr. Kaminski untersucht worden zu sein.
37:18Ja, das ist wirklich komisch. Weiß ich auch nicht.
37:20Weil Sie kommen ja als Dr. Kaminski nicht unbedingt in Frage.
37:23Nee, das geht ja nicht.
37:25Ich muss los.
37:27Oh, wie schade.
37:30Janne.
37:32Opa, nicht reden. Es ist alles gut gelaufen.
37:36Du bist nicht schuld am Tod deiner Mutter.
37:39Wir müssen jetzt nicht darüber sprechen.
37:41Das habe ich nie gedacht. Auch nicht eine Sekunde.
37:47Ich kann deine Blicke immer noch spüren.
37:51Ich habe in dir immer nur sie gesehen.
37:55Und du hast mich an meine, an meine Schuld erinnert.
38:01Wir hätten darüber reden müssen.
38:03Aber ich wüsste nicht, wie.
38:10Deine Mutter wollte in der Nacht nicht zu deinem Vater, um sich mit ihm zu versöhnen.
38:17Sie hatten sich furchtbar gestritten am Telefon.
38:21Sie hat mit ihm Schluss gemacht.
38:24Ich habe von ihr verlangt, dass sie zu ihm fährt und ihm noch eine Chance gibt.
38:30Das kam für sie nicht in Frage.
38:33Dann haben wir furchtbar gestritten.
38:41Und schließlich habe ich sie rausgeworfen.
38:48Mein eigenes Kind.
38:52Mitten in der Nacht.
38:53Du hattest schon ganz fest geschlafen.
38:56Draußen hat es geschneit.
38:58Die Straßen waren vereist.
38:59Es war mir egal.
39:03Ich habe euch einfach vor die Tür gejagt.
39:11Und dann kam der Anruf von der Polizei.
39:18Es war meine Schuld.
39:21Ganz allein meine Schuld.
39:28Ich konnte nicht mit dir darüber reden.
39:32Niemand.
39:40Verzeih mir.
39:48Ihr ist mein Junge.
39:58Das war der Helm von einer kleinen Spielzeugfigur.
40:02Also alles falsche Anahmen.
40:04Ja, habe ich mir doch gedacht.
40:07Die Rückenlehne von meinem Bett geht irgendwie nicht mehr.
40:11Hi.
40:12Hi.
40:13Du hast mich ja ganz schön verarscht.
40:14Ja, sorry.
40:16Aber letztlich, ich meine, sonst wäre das Plastikteil noch immer in deiner Lunge.
40:20Ach so, dann hat sie das also alles dir zu verdanken.
40:23Hey, wem denn sonst?
40:24Ja, wem denn sonst.
40:26So, Chris.
40:27Ich möchte jetzt gerne ein paar Takte hier mit Ihrem Freund reden.
40:30Alleine.
40:30Dann helfe ich dir schon mal mit dem Bett.
40:42Sie haben sich hier vorgestern als Arzt ausgegeben, als Dr. Kaminski.
40:46Ist das richtig?
40:48Also...
40:48Ich kann jetzt gleich auch noch mal Frau Schliemann fragen.
40:51Immerhin lag ich richtig, dass da was nicht stimmt.
40:53Aber Sie hatten nicht genug Arsch in der Hose, um damit zu mir zu kommen.
40:57Dem behandelnden Arzt.
40:59Weil ich doch, Chris, sowieso...
41:00Es wird Sie nicht verwundern, da ich den Dekan Ihrer Fakultät sehr gut kenne, Herr Schönlein.
41:07Nein.
41:07Ich werde Ihnen gegenüber Ihr Verhalten zur Sprache bringen.
41:26Scheiße.
41:28Ich bin geliefert.
41:32Hier, soll ich dir von Rosa geben?
41:43Oh.
41:47Die Füße hochziehen und in die andere Richtung?
41:51Sehr gut.
41:52Das sieht alles sehr gut aus.
41:53Und das so kurz nach der OP.
41:55Das heißt, ich werde wieder gesund.
41:58Ich gehe davon aus.
41:59Danke.
42:02Danke für alles.
42:05Ich habe mit Oma telefoniert.
42:07Wir haben ausgemacht, dass ich mit Tim nach Schwering komme.
42:09Und dir auf dem Hof helfe, bis du wieder auf den Beinen bist.
42:12Und was sagt deine Frau dazu?
42:13Ich habe dir doch gesagt, dass...
42:14Ich werde schon ein paar Wochen ohne Jen und Tim auskommen.
42:17Auch wenn es komisch wird.
42:19Ich finde dir sehr gut, der Ring.
42:24Ich bekomme ihn einfach nicht ab.
42:27Schwering ist ja nicht aus der Welt.
42:28Und ein freien Tag kommt uns einfach besuchen.
42:30Das habe ich aus dem Internet.
42:31Meinst du, das funktioniert?
42:36Ja, und wenn es ein Wink des Schicksals ist?
42:40Was?
42:41Ich meine, das mit dem Ehering.
42:42Also, wenn der nicht runter will, vielleicht deswegen, weil er da hingehört.
42:46Also das Ehering.
42:47Also, was ich damit eigentlich sagen wollte, ist...
42:52Du bist die Frau meines Lebens.
43:05Es geht!
43:07Na, siehst du?
43:08Aber was machst du denn da?
43:10Nicht.
43:11Alles Gute.
43:14Es funktioniert.
43:17Es funktioniert.
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