Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen

Kategorie

đŸ“ș
TV
Transkript
00:00Musik
00:41Ihr blinder Passagier.
00:43Hm, er kommt mir grĂ¶ĂŸer vor.
00:46Hm, ist er auch.
00:50Entschuldigung, muss nur ein paar Unterlagen.
00:53Der Tumor ist um etwa drei Millimeter gewachsen, aber auf die Operation morgen hat das keinen Einfluss.
00:59Werden Sie mit dem Mikroskop arbeiten?
01:00Auf jeden Fall, um das umgebende Gewebe maximal zu schonen.
01:05Aber vorher ist ja bestimmt noch eine Tumor-Embolisation geplant, oder?
01:08Nein.
01:11Nein?
01:12Ja, genau, nein.
01:14Durch das Ange-MRT weiß ich, dass zwei GefĂ€ĂŸe in der nĂ€heren Umgebung des Tumors sind. Die kann ich sicher
01:19klippen.
01:20Aber Sie sind...
01:20Habe ich Sie zum Konsil gebeten, Dr. Stein?
01:23Jetzt bin ich ja nun mal hier.
01:24Sie sind kein Neurochirurg.
01:25Eine Embolisation kann eine unkontrollierte Blutung verhindern.
01:28Sie kann aber auch grĂ¶ĂŸere Areale schĂ€digen. Die Folgen wĂ€ren fatal.
01:31Stopp, aufhören, bitte.
01:35Martin, ich weiß, du willst helfen. Das ist nett, danke, aber nicht nötig.
01:39Maria, du hast einen Tumor im prÀfrontalen Cortex.
01:41Ja, und ich habe mich fĂŒr Dr. Peters entschieden.
01:43Vielleicht sind deine Entscheidungen nicht deine, sondern die des Tumors.
01:47Martin, bitte.
01:48Bitte.
01:49Bitte.
01:55Gehst du bitte mal abrÀumen?
01:58Geht gleich los.
02:05Extra Espresso und extra Zucker ist auch schon dabei.
02:09Also, Frau Schneider, hast du kurze Zeit hier?
02:11Sie wissen schon, jeder Gast seinen Kaffee trinkt.
02:14Nicht jeder.
02:16Manche GĂ€ste liegen mir ganz besonders am Herzen.
02:23Sie mĂŒssen mir doch kein Trinkgeld geben.
02:25Bitte, ich möchte mich erkenntlich zeigen.
02:30Dann seien Sie mal kreativ.
02:33Kreativ?
02:39Aua.
02:51Kommen Sie.
02:53Setzen Sie sich hier rein.
02:55So.
03:01So ritterlich.
03:03Störe ich beim TrÀumen?
03:05Hallo Engelchen, du störst mich doch nie.
03:07Echt, mein Mann hat auf die Ärzte hier anzuschmachten.
03:09Ich schmarte die Ärzte nicht an.
03:12Na gut.
03:13Nur ein.
03:16Hier, iss mal was.
03:18Ich wette, du hattest heute Morgen mal wieder kein FrĂŒhstĂŒck.
03:23Ja?
03:26Dr. Hoffmann, hÀtten Sie einen Moment?
03:28Wenn es nicht zu lange dauert?
03:29Ja.
03:30Ich habe nur eine Frage zum Dienstplan.
03:32VorwÀrts, voran.
03:34Sehen Sie.
03:35Ich bin in dieser Woche stolze viermal fĂŒr die Notaufnahme eingeteilt.
03:42Ja.
03:44Möglicherweise ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass mein Fachgebiet die Urologie ist.
03:49Möglicherweise ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass urologische NotfÀlle sehr hÀufig zu uns kommen.
03:54Sie sind ein ganz normaler, festangestellter Arzt dieser Klinik.
03:57Die Notaufnahme ist Ihr natĂŒrlicher Lebensraum.
03:59Mein natĂŒrlicher Lebensraum.
04:04Sollte nicht jener entsprechend seiner Qualifikation eingesetzt werden?
04:08Dr. Kaminski, wenn ich mich nicht irre, waren Sie bis vor kurzem noch Belegarzt bei uns.
04:12Und Sie haben sich wohl noch nicht an Ihre neue Stelle gewöhnt.
04:14Also, ich erwarte von meinen festangestellten Ärzten, dass Sie dieses Krankenhaus am Laufen halten.
04:18Und das tun wir alle mit Freuden.
04:20Immer da, wo der Dienstplan Sie hinbestellt.
04:23Ich komme fĂŒr MilitĂ€r.
04:24FĂŒr mich gibt es kein Aus der Reihe tanzen.
04:26Nach Tanzen ist mir auch sicher nicht zumute.
04:30Können Sie bitte die TĂŒre schließen?
04:31Und ein guter Soldat wird aus mir auch nicht mehr werden.
04:38Wie lange haben Sie die Schmerzen schon?
04:40Seit Sonntag.
04:41Und da sitzen Sie die ganze Zeit im BĂŒro neben mir und sagen nichts?
04:44Oh, Kippa, den Helm, wenn ich Sie auch noch volljammern wĂŒrde.
04:46Ja, ich hÀtte Sie gezwungen, sofort zum Arzt zu gehen.
04:48Das wÀre nicht verkehrt gewesen.
04:49Ach, das ist doch nur eine Magenverstimmung.
04:51Ach, Dr. Kaminski, gut, dass Sie hier sind.
04:53Ich habe hier eine Patientin fĂŒr die Notaufnahme, Frau Sonja Lindner.
04:57Persistierende, abdominale Schmerzen seit mehreren Tagen.
04:59Dann sehen wir uns das mal an.
05:05Danke, das schaffe ich ohne Sie.
05:10Kollege ist nicht besonders freundlich.
05:12Dr. Kaminski ist manchmal etwas eigen.
05:15Aber er ist ein sehr guter Arzt und Ihre Kollegin bei ihm in sehr guten HĂ€nden.
05:19Chefin.
05:20Frau Lindner ist meine Chefin.
05:22Kann ich sonst was fĂŒr Sie tun, Herr...
05:24Kann ich hier irgendwo warten?
05:26Ja, hier ist der Wartebereich und da vorne rechts die Cafeteria.
05:29Es wird aber eine Weile dauern, möglicherweise auch Stunden.
05:32Das ist okay.
05:33Es ist selten, dass sich ein Angestellter so um seine Chefin sorgt.
05:37Sie arbeiten wohl schon lange zusammen?
05:40Drei Monate.
05:47Ist das auszuhalten?
05:49Ja, geht schon.
05:51Ich habe eine Speditionsfirma, Import-Export.
05:55Vielleicht haben Sie ja einen von unseren Promis schon mal auf der Straße gesehen.
05:58Spedition Lindner.
05:59Mag sein.
06:01Auf jeden Fall hat einer von unseren Fahrerinnen am Samstag Fisch aus Belgien mitgebracht.
06:05Also eigentlich eine SpezialitÀt, aber irgendwie hat der komisch geschmeckt.
06:09Der Fisch ist unschuldig.
06:11Wieso? Wissen Sie, was ich habe?
06:13Mit Ihrem Magen hat es sicher nichts zu tun.
06:15Ihre Niere ist gestaut.
06:17Kaminski.
06:18Wieso?
06:18Ich schaffe es doch nicht ohne Sie.
06:21Danke.
06:24Irgendetwas blockiert Ihren Harnleiter.
06:26Was es ist, das mĂŒssen wir jetzt herausfinden.
06:28Und das heißt?
06:29Dass Sie sich darauf einstellen sollten, den Tag heute hier zu verbringen.
06:37Blutbild, Urinstatus, Kontraströntgen und eine Blasenspiegelung.
06:44Hallo Mama, ich bin's.
06:47Du, ich wollte nur mal hören, ob es irgendwas Neues gibt.
06:50Nein?
06:52Ja, weißt du, es ist nĂ€mlich so, dass ich in den nĂ€chsten Tagen nicht so gut erreichbar sein werde.
06:56Ja, es ist nichts Besonderes.
06:57Es ist einfach nur viele Nachtschichten, Operationen und so weiter.
07:01Also macht euch keine Sorgen, wenn ich, ja, wenn ich nicht ans Telefon gehe, ja?
07:06Schau, jetzt muss ich auch schon wieder Schluss machen.
07:08Also dann, ich kĂŒss dich und umarm, Papa.
07:10Ja?
07:11TschĂŒss.
07:12TschĂŒss.
07:13TschĂŒss.
07:15Du hast deinen Eltern nicht erzÀhlt, dass du krank bist?
07:18Du kennst meine Eltern nicht.
07:19Sie sind ĂŒberbesorgt.
07:21Das Letzte, was ich jetzt brauche, ist eine heulende Mutter.
07:24Hast du ĂŒberhaupt jemanden davon erzĂ€hlt?
07:26Deinen Frauen und deinen Sohn?
07:29Die wĂŒrden sich alle Sorgen machen.
07:31Und das zu Recht?
07:32Aber in zehn Tagen bin ich doch wieder fit.
07:35Ah ja, im besten Fall.
07:37Ich bin optimistisch.
07:38Ja, aber dein Urteilsvermögen ist gerade nicht das Beste.
07:40Ja, danke.
07:41Du erinnerst mich wohl gern daran, dass der Tumor mein Urteilsvermögen beeinflusst.
07:45Aber gerade darum will ich doch die Operation.
07:49Du brauchst jetzt deine Freundin.
07:56Lass sie dir helfen.
07:57FĂ€lle deine Entscheidung mit ihnen zusammen.
07:59Ist Dr. Peters eine gute Ärztin?
08:01Ja, sie ist exzellent.
08:03Aber sie ist nicht unfehlbar.
08:06Weißt du, meine beste Freundin ist KindergĂ€rtnerin.
08:09Warum sollte sie eine bessere Ratgeberin sein als Dr. Peters?
08:11Weil Medizin nicht alles ist.
08:18Du solltest jetzt nicht allein sein.
08:21Aber was ist, wenn ich dann Angst kriege und kneife?
08:26Der hier drin, der macht mich doch unberechenbar, auch fĂŒr mich selbst.
08:30WĂ€re es gut fĂŒr dich, wenn ich mit im OP bin.
08:33Du bist GefĂ€ĂŸchirurg.
08:35Hast du nichts Besseres zu tun?
08:37Eigentlich kannst du nichts dagegen haben, dass ein guter Freund dabei ist.
08:43Nein.
08:45Eigentlich nicht.
08:50Danke.
08:51Dr. Kaminski, die Untersuchungsergebnisse von Frau Lindner.
08:54Das Röntgen bestÀtigt die Stauung.
08:57Allerdings zeigt es keine Stenose.
08:59Steine ebenfalls nicht.
09:02Die Blasenspiegelung war aufschlussreich.
09:03Ein Tumor in der Blasenwand.
09:05Er blockiert den Eingang des Harnleiters.
09:07Haben Sie eine Gewebeprobe entnommen?
09:08Ja, ich habe auch ein Doppeljotkatheter gelegt, um den Abschluss in die Blase sicherzustellen, um die Niere zu entlasten.
09:13Gut.
09:14Also keine Magenverstimmung.
09:17Das heißt, ich könnte wirklich Krebs haben.
09:19Wir werden Sie jetzt erst mal stationÀr aufnehmen.
09:21Und wenn der histologische Befund da ist, sehen wir weiter.
09:24Wie lange kann das dauern?
09:25Er soll morgen Vormittag kommen.
09:26Wurde mir versprochen.
09:28Die Schwester bringt Sie auf die Station.
09:29Kommen Sie mit?
09:31Draußen wartet noch Herr Gerdes auf Sie.
09:32Herr Gerdes hat auf mich gewartet.
09:34Er will wissen, wie es Ihnen geht.
09:43Herr Gerdes!
09:44Sagen Sie bloß, Sie waren die ganze Zeit hier.
09:46Kein Problem.
09:46Ich habe von hier aus gearbeitet.
09:48Sie sind ja ein toller Kollege.
09:49Aber das wÀre wirklich nicht nötig gewesen.
09:51Ich dachte, ich könnte Sie gleich nach Hause fahren.
09:53Ja, schön wÀre es.
09:54Ich bleibe erst mal.
09:55Was haben Sie denn?
09:56Herr Gerdes.
09:58Entschuldigung.
09:59Ich gebe mich nichts an.
10:00Machen Sie sich doch einen schönen Tag.
10:02Und wenn Sie doch noch irgendwas brauchen?
10:03Klamotten oder so?
10:05Also meinen Schlafanzug lasse ich mir lieber von meiner Schwester einpacken.
10:09Aber vielleicht, Àhm...
10:11Vielleicht können Sie morgen frĂŒh im BĂŒro den Anrufbeantworter abhören.
10:15Und falls ich lÀnger bleibe, brÀuchte ich meinen Computer und die Fahrtenliste.
10:18Ja.
10:19Alles klar, Chefin.
10:20Mach ich gerne.
10:26Ihr Angestellter ist ja ein richtiger Fan.
10:28Der ist neu in Leipzig.
10:29Der ist noch einsam.
10:32Der mĂŒsste doch ungefĂ€hr Ihr Alter sein.
10:34Wollen Sie dem nicht mal die Stadt zeigen?
10:36Das ist ein richtiger kleiner Gentleman.
10:39Danke, aber mein Helfer-Syndrom lebe ich lieber bei der Arbeit aus.
10:43Kommen Sie.
10:44Hier geht's rein.
10:45Jo.
11:00Dr. Kaminski.
11:02Mein Dienst in meinem sogenannten natĂŒrlichen Lebensraum beginnt in 23 Minuten und 12 Sekunden.
11:09Vorher bitte nicht ansprechen, es sei denn, Sie wollen mir eine Zeitung anbieten.
11:12Wie wÀre es mit dem histologischen Befund von Frau Lindner?
11:24Ein Karzinom, wie befĂŒrchtet.
11:28Wir können von GlĂŒck reden, wenn es nur auf die Blasenwand beschrĂ€nkt ist.
11:31Ich habe mir erlaubt, ein CT zu veranlassen.
11:33Sehr gut, Herr Brenner.
11:35Jeder Befund.
11:37Wie gehen wir jetzt weiter vor?
11:39Kommen Sie.
11:40Ich habe schon Kaffee vorbereitet.
11:42Sie werden ja einmal besser, Brenner.
11:45Die gute Nachricht ist, der Tumor ist noch nicht in das Muskelgewebe der Blasenwand eingedrungen.
11:51Wir werden zystoskopisch operieren.
11:54Das heißt, wir gehen durch die Harnröhre, wie bei der Blasenspiegelung gestern,
11:59und tragen den Tumor mit einer Drahtschlinge ab.
12:02In Vorberatung der OP werden wir Ihnen einen fluoreszierenden Farbstoff verabreichen,
12:07der sich in den Tumorzellen einlagert und uns wÀhrend der OP die Möglichkeit gibt,
12:11unter Zuhilfen haben von blauem Licht, auch kleinste Reste von Tumorzellen zu erkennen und zu entfernen.
12:19Bereiten Sie bitte alles vor.
12:21Dieses Verfahren bietet die grĂ¶ĂŸtmögliche Sicherheit fĂŒr ein vollstĂ€ndiges Entfernen des Tumors.
12:28Guten Morgen, Frau Lindner.
12:30Was wollen Sie denn hier?
12:32Ihre Laptop bringen und das hier.
12:37Stellen Sie die Sachen dahin.
12:46Herr Gerdes, ich kann jetzt nicht.
12:49Ich muss Ihnen was sagen.
12:50Nein, nicht jetzt!
12:52Ich habe es mir fest vorgenommen und deshalb werde ich...
12:54Sehen Sie nicht, dass es mir nicht gut geht!
13:00Okay.
13:20Martin!
13:22Hey!
13:23Na?
13:24Na?
13:24Bereit zum Einchecken?
13:26Meine Suite ist die 112.
13:29Also erster Stock.
13:31Wo wolltest du gerade hin?
13:33Ach, ich habe...
13:33Ich frage, weil vielleicht hast du ja Zeit, mich zu begleiten.
13:36Ich bin jetzt doch ganz schön...
13:38Nervös?
13:39Mhm.
13:40Ich glaube, ich habe das unterschÀtzt.
13:41Es ist was ganz anderes, als Patientin herzukommen.
13:44Na klar, ich begleite dich.
13:46Danke.
13:53Willst du nicht doch noch deine Leute anrufen?
13:57Meine sogenannten Leute sind doch alle in MĂŒnchen.
14:00Die werden sowieso nicht mehr rechtzeitig hier.
14:10Könntest du nicht meine Leute sein?
14:12Nur bis ich in Narkose bin.
14:28Der Angestellte von Frau Lindner hÀngt seit einer Stunde auf dem Gang rum.
14:31Hm?
14:32Ist der in seiner Chefin verknallt, oder was?
14:35Das geht uns nichts an.
14:36Haben Sie nichts Besseres zu tun?
14:52Herr Gavis, kann ich Ihnen helfen?
14:56Ähm, können Sie mir sagen, was Frau Lindner hat?
15:00Also, was fĂŒr eine Krankheit?
15:02Dann mĂŒssen Sie Frau Lindner schon selbst fragen.
15:04Ja, sie redet nicht mit mir.
15:06Ja, dann.
15:07Frau Lindner hat ein Recht auf PrivatsphÀre, oder nicht?
15:10Ja, ja.
15:11Es ist ein besonderer Fall.
15:13Gehen Sie nach Hause, Herr Gerdes.
15:15Sie verstehen das nicht.
15:16Ich bin nicht einfach nur Ihr Angestellter.
15:18Das will ich gar nicht wissen.
15:19Nicht das, was Sie denken.
15:21Bitte.
15:22Halten Sie mich nicht fĂŒr verrĂŒckt.
15:25Ich weiß aber nicht, was ich machen soll.
15:38Frau Lindner ist nicht nur meine Chefin.
15:40Sie ist auch meine Mutter.
15:42Ach.
15:42Ja, sie weiß es aber noch nicht.
15:44Wie soll das denn gehen?
15:45Sie hat mich nach meiner Geburt weggegeben.
15:47Wir hatten nie Kontakt.
15:50Ich bin im Reim aufgewachsen und als Kind wollte ich nichts von meiner Mutter wissen.
15:54Erst im Studium hat sich das geÀndert.
15:56Haben Sie die Unterlagen eingesehen?
15:58Na ja, so einfach war das nicht.
16:00Meine Mutter hat bei meiner Geburt einen falschen Namen angegeben.
16:04Eine Hebamme aus dem Geburtskrankenhaus hat aber noch ein Foto.
16:14Ein Detektiv hat sie gefunden.
16:17Und wie kommt es, dass Sie fĂŒr Frau Lindner, also Ihre Mutter, arbeiten?
16:20Na ja, zuerst wollte ich dort ein Praktikum machen.
16:22Einen Monat.
16:23Mir sie nur mal angucken.
16:26Wir haben uns auf Anhieb verstanden.
16:27Da war so eine Verbindung zwischen uns.
16:29Ja, und deshalb hat sie mich dann angestellt.
16:32Sie haben nie etwas gesagt?
16:34Na ja, ich wollte.
16:35Aber in der Spedition ist es oft so hektisch.
16:37Und mittlerweile ist es schwierig.
16:41Und Frau Lindner wird es bestimmt komisch finden, wo ich halt schon seit drei Monaten fĂŒr sie arbeite.
16:49Aber ich mache mir Sorgen um sie.
16:50Ich möchte nur wissen, wie schlimm die Krankheit ist.
16:53Da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen.
16:55Das tut mir leid.
17:00Verstehe.
17:03Vielen Dank fĂŒr den Kaffee.
17:10Das hÀtte ich jetzt nicht von Ihnen gedacht.
17:13Haben Sie kein Herz?
17:15Sie haben uns belauscht?
17:17Wie steht es denn um seine Mutter?
17:20Ja, stellen Sie sich das mal vor, die Frau stirbt.
17:21Und der Junge hat keine Gelegenheit mehr, sich mit ihr auszutauschen.
17:25Lauschen gehört sich nicht.
17:26Schönen Tag, Frau Schneider.
17:29Was kann ich denn dafĂŒr, wenn die GĂ€ste so laut reden?
17:42Wie lange wird die OP dauern?
17:44Circa drei Stunden.
17:45Hat Dr. Peters nicht mit Ihnen gesprochen?
17:47Doch, doch.
17:48Ich wollte nur...
17:49Ach, ich weiß auch nicht.
17:50Ich bin einfach so aufgeregt.
17:52Kann ich noch irgendwas fĂŒr Sie tun?
17:54Danke.
18:00Willst du zu mir?
18:02Ausnahmsweise möchte ich mal zur Patientin.
18:06Da bin ich.
18:09Mein Handy liegt in meinem Nachttisch.
18:11Meine Eltern heißen Valentin.
18:14Gerda und Peter Valentin.
18:16Wenn was schief geht, rufst du sie dann an.
18:18Und Moritz auch, ja?
18:19Da geht nichts schief.
18:20Mach dir keines auch.
18:21Ja, aber wenn doch.
18:23Rufst du sie an, bitte.
18:24Versprich es mir.
18:25Ja, das verspreche ich dir.
18:27Aber Dr. Peters ist eine sehr gute Ärztin.
18:30Aber nicht unfehlbar.
18:33Jetzt tue es immer noch fĂŒr einen Fehler, auf die Embolisation zu verzichten.
18:39Alles gut.
18:40Du hast dich mit deiner Chirurgin fĂŒr diesen Weg entschieden.
18:43Das akzeptiere ich.
18:45Ja, du hast recht.
18:47Einen soliden Plan wirft man nicht fĂŒr einen Schnellschuss ĂŒber den Haufen.
18:50Oder?
18:51Können wir dann?
18:53Locken Sie mich bitte aus, bevor ich meine Meinung doch noch Àndere.
19:07Das sieht doch alles schon sehr gut aus, Herr Lewandowski.
19:11Wir sehen uns nÀchste Woche.
19:13Danke.
19:14Wiedersehen.
19:15Wiedersehen.
19:20Lassen Sie Frau Lindners Krankenakte unauffÀllig aus Ihrer Tasche fallen, wenn der vermeintliche
19:25Sohn mal zufÀllig hinter Ihnen geht.
19:28Ja, und wie fehle ich es ein, dass er hinter mir geht?
19:33Brenner, das war ein Scherz.
19:35Wie oft habe ich Ihnen gesagt, niemals ins Privatleben der Patienten einmischen.
19:39Na, wir haben doch auch eine menschliche Verantwortung.
19:41Und die nehmen wir wahr, indem wir die Menschen gesund machen, nicht indem wir sie manipulieren.
19:48Gib mir meine Praxis zurĂŒck.
19:57Viel Betrieb heute in meinem OP-Saal.
20:00Ich hoffe, das macht Sie nicht nervös.
20:05Wir sind vor Ort.
20:07Geben wir unserem Besuch doch einen kleinen Crashkurs, wie Neurochirurgie geht.
20:11Können Sie bitte konzentriert weiterarbeiten?
20:16Wie geht's ihr?
20:17Sie ist stabil.
20:18Gut, ich beginne mit der PrÀparation.
20:20Messer.
20:27SpĂŒlen.
20:30Gut.
20:31Sie sind sehr nah an einer Arterie.
20:34Ja, klipp bitte.
20:44Klipp sitzt.
20:45Das war das erste GefĂ€ĂŸ.
20:48Gehen wir nun das zweite an.
20:50Neurotupfer.
20:58Eine Blutung.
20:59Kommt vor.
21:01Saugen.
21:02Feine Pinzettel.
21:08Die Frequenz steigt.
21:10Das darf nicht wahr sein.
21:11Wenn Sie sich nicht unter Kontrolle kriegen, dann haben Sie in meinem OP nichts zu suchen.
21:15Und jetzt absolute Ruhe, bitte.
21:22Klipp.
21:26Klipp sitzt.
21:28Blutung steht.
21:29Schweiß.
21:31FĂŒr unseren Besuch.
21:33Brauch ich nicht.
21:42Frau Schneider.
21:46Hallo.
21:48Sie können bei meiner Kollegin bestimmen.
21:50Ich brauche aber Ihre Hilfe.
21:54Wobei?
21:55Der junge Mann von vorhin.
21:57Also, ich habe nochmal drĂŒber nachgedacht.
22:00Vielleicht könnten wir ihm doch helfen.
22:02Ich wusste es.
22:04Ich wusste, Sie haben mein Herz.
22:10Was war das denn?
22:12Was war was?
22:13Das war doch nicht deine OP.
22:15Ich war von Anfang an fĂŒr die Embolisation.
22:18Und jetzt ist genau das passiert, was ich befĂŒrchtet habe.
22:20Aber es kann immer mal zu Blutungen kommen.
22:22Dr. Peters hatte das doch schnell im Griff.
22:24Was warst du denn nur so nervös?
22:26LĂ€uft da was zwischen dir und Dr. Weber?
22:27Nein.
22:28Wir arbeiten viel zusammen.
22:32Sollen Sie ĂŒber die?
22:33Nein.
22:36Ich fĂŒhle mich verantwortlich fĂŒr Sie.
22:39Wie mir ist sie nach Leipzig gegangen.
22:40Sie hatte keine Freunde, keine Familie.
22:42Ich bin derjenige, mit dem Sie am meisten zu tun haben.
22:45Ja, das verstehe ich.
22:46Aber trotzdem können Sie Ihre Kommentare das nĂ€chste Mal fĂŒr sich behalten.
22:50Sehr irritierend.
22:51Hat mich einige Sekunden gekostet.
22:53Oh, jetzt bin ich schuld an der Blutung.
22:54Hey, es ist doch jetzt alles in Ordnung.
22:57Nein, ist es nicht.
22:58Das wissen wir nÀmlich erst, wenn Dr. Weber wieder wach ist.
23:03Ich will ihn nicht mehr in meinem OP sehen.
23:11Warum sagen Sie nicht, wer mich sprechen will?
23:13Sie werden es gleich erfahren.
23:15Aber nicht mein Ex-Mann.
23:16Nein.
23:17Versprochen.
23:19Versprochen.
23:19Den halte ich nicht aus.
23:21Nicht am Abend vor meiner Operation.
23:23Sie haben nicht schon geschlossen?
23:25Wir haben eine Sondererlaubnis.
23:30Hallo, Frau Lindner.
23:32Ach, Sie sind der, der mich sprechen will.
23:35Ja, dann lasse ich Sie mal alleine.
23:40Das ist sehr freundlich, dass Sie die Cafeteria fĂŒr uns offen halten.
23:44Haben Sie noch Schmerzen?
23:45Dagegen haben die Mittelchen.
23:47Jetzt mal zur Sache.
23:49Warum haben Sie mich aus dem Bett geholt?
23:53Also, das ist...
23:57Ein Geschenk fĂŒr mich?
24:19Wo haben Sie das her?
24:21Von der Hebamme, die mich entbunden hat.
24:23Das Baby auf dem Bild, das bin ich.
24:25Ich bin Ihr Sohn.
24:28Nein.
24:30Nein.
24:31Nein.
24:32Bitte, ich nehme Ihnen nichts ĂŒbel.
24:34Spiegel nieren Sie mich aus.
24:37Arbeiten Sie deswegen fĂŒr mich.
24:41Herr Brenner, bitte.
24:43Ich möchte auf mein Zimmer.
24:44Sofort.
24:54Ich werde mich ĂŒber Sie beschweren.
24:57Sie haben mich da noch hingefahren.
25:00Ein Arzt macht doch sowas nicht.
25:02Ein guter Arzt macht doch sowas nicht.
25:14Was ist denn so schlimm an mir?
25:17Überhaupt nichts.
25:18Überhaupt nichts ist an Ihnen schlimm.
25:23Sonst ist Frau Lindner so ein lieber Mensch zu Ihrer Familie und sogar zu Ihren Angestellten.
25:33Ich bin mir sicher, dass es nichts mit Ihnen zu tun hat.
25:37Eher mit ihr selbst.
25:43Warum will meine Mutter mich nicht?
25:47Warum will mich meine eigene Mutter nicht haben?
25:55Ich bin doch Ihr Kind.
25:58Ich bin doch nicht.
26:37Ist Herr Gerdes gegangen?
26:40Der arme Junge.
26:42Frau Lindner hat sich auch sehr aufgeregt.
26:44Das schlechte Gewissen.
26:46Der Junge ist Ihr Fleisch und Blut.
26:48Ja, wenn das mit dem Fleisch und Blut nicht stimmt.
26:50Wissen Sie, was ich denke?
26:53Frau Lindner hasst den Vater von Herrn Gerdes.
26:56Er hat sie wÀhrend der Schwangerschaft verlassen.
26:57Oder Schlimmeres.
26:59Und deshalb lehnt sie ihren Sohn ab.
27:02Schade.
27:03Wirklich schade.
27:04Der Junge hÀtte was Besseres verdient.
27:07Dr. Kaminski hat recht.
27:09Warum lerne ich nicht endlich, mich rauszuhalten?
27:11Wieso sollten Sie so etwas lernen?
27:14Raushalten ist was fĂŒr Feiglinge.
27:16Und Sie, Sie sind kein Feigling.
27:19FĂŒr mich sind Sie ein Held.
27:21Also jetzt ĂŒbertreiben Sie aber.
27:24Mama?
27:26Du bist ja noch da.
27:28Hallo Engelchen.
27:29Was macht ihr hier?
27:30Ja, ich wollte gerade gehen.
27:32Also noch schönen Abend und vielen Dank nochmal.
27:37Danke.
27:40WofĂŒr?
27:42Mama, kannst du nicht einfach mal nur deinen Job machen?
27:45Möchtest du einen Keks?
27:47Morgen sind die hart.
27:58Hey.
28:02Maria.
28:08Du bist ja da.
28:11Klar.
28:12Ich bin doch deine Leute.
28:18Möchtest du was trinken?
28:28Nein?
28:29Das ist gut.
28:45Sehr gut.
28:54Könntest du jetzt fĂŒr mich mal deine Zehen bewegen?
29:03Super.
29:06Steht alles in Ordnung zu sein.
29:10Ja, ja. Verspannter Nacken.
29:13Die Operation war sehr anstrengend.
29:15Welche Operation?
29:26Sie haben mich angerufen? Was ist los?
29:28Kommen Sie, Dr. Weber.
29:36Herein.
29:40Guten Morgen, Frau Lindner.
29:42Morgen.
29:44Ich komme nur, um die EinverstÀndniserklÀrungen abzuholen.
29:48Liegt alles da drĂŒben.
29:49Ja.
29:50Das ist mein Arzt, Dr. Brenner.
29:52Das ist meine Familie.
29:52Meine Schwester Katja und Nadja, ihre MĂ€nner Heinz und Reinhardt.
29:55Das ist die Moni.
29:56Und da hinten, das ist die Ronny.
29:57Ja, freut mich.
29:58Wir sehen uns nachher, ja.
30:03Konnten Sie schlafen?
30:05Na ja, wenn ich operiert werde, schlafe ich doch sowieso.
30:07Ja, da haben Sie auch recht.
30:09Haben Sie noch Fragen zur OP?
30:11Ich wĂŒrde wirklich gerne wissen, wie geht es denn dem Herrn Gerdes.
30:14Wissen Sie das?
30:15Nicht gut.
30:17Er hat nicht verstanden, warum Sie so ablehnend waren.
30:20Das habe ich befĂŒrchtet.
30:21Ich muss die Sache unwenken klÀren.
30:23Soll ich ihn informieren, wenn Sie das Gröbste hinter sich haben?
30:25Nein, ich muss jetzt mit ihm sprechen, bevor ich mich unter das Messer lege.
30:28Aber dafĂŒr ist jetzt keine Zeit.
30:30Herr Brenner, ich glaube, Sie sind mir was schuldig.
30:45Herr Brenner!
30:47Dr. Kaminski, was gibt's?
30:49Sie meinen außer Ihrer miserablen Organisation?
30:51Wie bitte?
30:53Acht Uhr.
30:54Sie sollten die OP von Frau Lindner gleich auf acht Uhr legen.
30:58Ach so.
31:00Ich dachte mittags wÀre Ihnen recht.
31:01Ich dachte mittags wÀre Ihnen recht.
31:03Da habe ich wohl was ĂŒberhört.
31:04Haben Sie was an den Ohren?
31:06Was?
31:07Vergessen Sie es.
31:08Wer will schon den Sack schlagen, wenn er den Esel meint?
31:36Keine Blutung, kein Ödem.
31:39Da ist nichts.
31:40Ich weiß, dass das nicht stimmt.
31:42Warten wir die Corona-Schicht ab.
31:44Die wird uns auch nicht zeigen.
31:46Weil er nichts ist.
31:50Nur eine kleine Aufmerksamkeit.
31:52Dankeschön.
32:00Ich brauche einen Anwalt, aber nicht irgendeinen Feld-, Wald- und Wiesendilettanten.
32:05Wenn, dann brauche ich die beste Kanzlei, die Leipzig zu bieten hat.
32:10Und Sie denken, ich kenne die beste Kanzlei.
32:12Wer, wenn nicht Sie?
32:14Ja, das stimmt auch wieder.
32:16Worum geht es denn?
32:17Worum geht es?
32:18Die Versicherung weigert sich nach wie vor, meine Praxis vollstÀndig zu ersetzen.
32:23Ich muss da endlich mal Druck machen.
32:24Ja, aber letzte Woche schienen Sie doch mit dem Angebot der Versicherung noch ganz zufrieden zu sein.
32:28Letzte Woche.
32:32Ich muss das komplette Praxisinventar neu anschaffen.
32:35WofĂŒr brauchen Sie denn eine Praxis? Sie sind doch hier fest angestellt.
32:38Und genau das werde ich nicht lange durchhalten.
32:40Wie bitte? Die Tente auf dem Vertrag ist noch nicht mal ganz trocken.
32:44DienstplĂ€ne, Einteilungen, Hierarchien. Das ist einfach nichts fĂŒr mich.
32:48FrĂŒher haben Sie ja doch auch freiwillig Dienste ĂŒbernommen.
32:50Genau das ist das Zauberwort. Freiwillig.
32:52Heute, da muss ich...
32:57Heute, da muss ich mich von Ihrem Oberfeldwebel rumkommandieren lassen wie ein Rekrut.
33:01Ich gehe hier ein wie...
33:03Ich habe keine Lust, die Urologenstelle neu zu besetzen. Außerdem finde ich doch niemanden Ihres Kalibers.
33:07Ich gehe hier ein wie eine Seerose in der WĂŒste.
33:16Wollen Sie wirklich dabei zusehen, wie ich von Tag zu Tag brĂŒchiger werde?
33:22Ach, Kaminski, Kaminski.
33:25Verraten Sie mich bloß nicht.
33:27Ihr Ruf als gnadenlose Scheffel ist mir heilig.
33:33Danke, Sarah.
33:35Keine Ursache, Rolf.
33:37Mensch, vielleicht brauchen Sie einfach nur noch ein bisschen Zeit, um sich einzugewöhnen.
33:40Genau das wird niemals geschehen.
33:45Sie haben mich ganz schön erschreckt mit dem Foto.
33:49Dann sind Sie es doch?
33:50Die Frau auf dem Foto?
33:53Ja, das bin ich.
33:57Zumindest war ich das.
34:01Aber der kleine Junge, das Kind auf dem Foto...
34:06Das sind nicht Sie.
34:12Aber die Hebamme sagte...
34:15Mein kleiner Sohn hieß Tobias.
34:20Der wÀre eh zu alt wie Sie.
34:24Der ist gestorben, der war ja anderthalb.
34:30Sein Vater hatte nicht aufgepasst.
34:34Er ist ertrunken.
34:38Entschuldigung.
34:42Die Hebamme hatte mir dieses...
34:44Ach, das ist verdammt lang her.
34:45Der hat da irgendwas verwechselt.
34:47Wie kann man denn sowas verwechseln?
34:51Sie sind am gleichen Tag geboren wie mein Sohn.
34:55Das ist mir gleich aufgefallen, als ich Sie eingestellt habe.
35:01Es tut mir wirklich leid, dass Sie ohne Eltern aufwachsen mussten, aber...
35:06Ich wĂŒnsche mir wirklich sehr, dass Sie Ihre Mutter noch finden.
35:11Ich weiß nicht, ob ich jetzt noch weitersuche.
35:14Das ist also nicht enttÀuscht.
35:17Wir haben uns so gut verstanden.
35:19Ich dachte, das kann doch kein Zufall sein.
35:23Ich wĂŒrde viel darum gehen, so ein Zufall zu haben wie Sie.
35:27Mein Leben ist damals kaputt gegangen.
35:30Ich störe ja nur ungern, aber...
35:32Wir mĂŒssen.
35:36Alles Gute fĂŒr die Operation.
35:40Vielen Dank, dass Sie mit mir gesprochen haben.
35:42Und helfen Sie meinen Schwestern mit der Firma, wenn mir was passiert.
35:44Alleine kriegen die MĂ€dels das doch gar nicht hin.
36:07Endlich kommt mal jemand.
36:09Martin, Martin, was ist das hier an meinem Kopf?
36:12Du bist ein Verband.
36:14Warum?
36:15Hatte ich einen Unfall?
36:17Du hattest einen Gehirntumor.
36:19Ich weiß, dass ich ein Minigum habe.
36:21Dr. Peters operiert mich ja heute.
36:23Was hat denn das damit zu tun?
36:25Du bist bereits operiert worden.
36:27Nein.
36:28Das kann nicht sein.
36:32Dein KurzzeitgedÀchtnis funktioniert nicht mehr.
36:35Du vergisst alles, was seit der Operation passiert ist.
36:38Immer wieder.
36:40Was ist schiefgegangen?
36:42Eigentlich ist alles gut.
36:44Selbst das CT ist OB.
36:59Martin, was ist das da an meinem Kopf?
37:10Das ist hoffentlich alles gewesen.
37:13Mhm.
37:14Aber Vertrauen ist gut.
37:17Kontrolle ist besser.
37:19So ist es.
37:21Oh nein.
37:23Es gibt einen weiteren Tumor.
37:26Der war bei der Blasenspiegelung aber nicht zu sehen.
37:28Das ist ja das Großartige an der fotodynamischen Vorgehensweise.
37:33Also.
37:34VorwÀrts, voran.
37:36Wie unser großer Vorsitzender Chefarzt zu sagen pflegt.
37:50Unter ein Bett.
37:52Was haben Sie jetzt vor?
37:54Abwarten.
37:54Es gibt nichts, was ich sonst tun könnte.
37:55Das ist alles, was Ihnen dazu einfÀllt.
37:57Störungen der Wahrnehmung.
37:59GedÀchtnisausfÀlle.
38:00Das alles sind Dinge, die nach einer Gehirnoperation vorkommen können.
38:03Und das weißt du.
38:04In ein paar Tagen kann das schon anders aussehen.
38:06Das behauptet Dr. Peters.
38:08Gleichzeitig hat sie keine Ahnung, was sie verbockt hat.
38:10Ich habe nichts verbockt.
38:11Ich war von Anfang an fĂŒr die Embolisation.
38:13Und die hÀtte was gebracht?
38:14Keine Blutung.
38:20Ich musste mich fĂŒr ein Vorgehen entscheiden.
38:22Und ich stehe noch immer hinter meiner Entscheidung.
38:29Es geht doch nicht darum, wer Recht hat.
38:32Was ist los?
38:39Weißt du, warum sie mich kurz vor der OP gebeten hat?
38:41Falls etwas schief geht, soll ich ihre Eltern anrufen, die keine Ahnung haben.
38:45So, was soll ich denn jetzt sagen?
38:47Hallo, hier ist Dr. Stein.
38:49Vielleicht wird ihre Tochter nie wieder dieselbe sein.
38:51Du steigerst dich dann etwas rein.
39:08Martin, sag mal, warum habe ich einen verbannt?
39:12Du bist operiert worden.
39:14Dr. Peters hat das Menigeum entfernt.
39:17Aber der Eingriff ist doch erst fĂŒr heute geplant.
39:18Ich war gerade auf dem Weg ins Krankenhaus.
39:22Hatte ich einen Unfall?
39:29Martin, was ist denn nur los?
39:36Herr Gerdes, Frau Lindner ist schon aufgewacht.
39:38Ja, ich weiß.
39:39Wie geht's ihr denn?
39:40Die Schweigepflicht, das wissen Sie doch.
39:43Aber falls Sie Frau Lindner besuchen wollen?
39:45Na ja, Ihre Familie ist gerade reingegangen.
39:47Ich glaube, ich gehe wohl besser.
39:49Einen Moment.
39:52Also, wenn ich mich von der Operation erholt habe, dann geht es direkt weiter mit der Chemotherapie.
39:58Aber die Ärzte sagen, ich kann das schaffen.
40:03Frau Lindner, wie geht's Ihnen?
40:05Schon wieder?
40:06Wie heißt das?
40:07Verlaufskontrolle?
40:09Übrigens, Herr Gerdes steht draußen.
40:11Warum kommt er nicht rein?
40:12Er will dich stören.
40:13Oh, er soll reinkommen.
40:14Kann ihm mal jemand Bescheid sagen?
40:15Ich mach das schon.
40:18Herr Gerdes?
40:24Hallo, Frau Lindner.
40:26Ich möchte euch jemanden vorstellen.
40:29Das ist Herr Gerdes.
40:31Also, Daniel.
40:33Er arbeitet fĂŒr mich, aber eigentlich sind wir Freunde.
40:40Und ich glaube, ich sehe in ihm so etwas fĂŒr einen Sohn.
41:17Valentin, Maria, bist du das?
41:20Meine Kleine, wie geht's dir?
41:51Valentin?
41:52Hallo, Frau Valentin.
41:55Ich bin Dr. Martin Stein.
41:57Ein Kollege Ihrer Tochter aus der Sachsen-Klinik.
42:00Hallo.
42:02Worum geht es denn?
42:04Ich muss Ihnen was sagen.
42:06Und dann sagte sie, er ist wie ein Sohn fĂŒr mich.
42:13Und dann?
42:15Dann haben sich Ihre Schwestern vorgestellt
42:17und haben Herrn Gerdes in den Arm genommen.
42:21Und morgen ist er bei der einen,
42:24Tanja heißt sie, glaube ich,
42:26zum Kuchen eingeladen.
42:28Ja.
42:35Ja.
42:35Ja.
42:36Ja.
42:36Ja.
42:37Ja.
42:38Ja.
42:38Ja.
Kommentare

Empfohlen