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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Gegenseitig unterstützen kann die Manufaktur wieder so erfolgreich werden, wie sie es einmal war.
00:04Frederic, Großvater hat dich zum Hauptanteilseigner der Manufaktur und damit zum Chef bestimmt.
00:09Ich bin bereit, seine Entscheidung zu akzeptieren, wenn du das meinst.
00:13Ich habe aus der Zeitung vom Tod ihres Vaters erfahren.
00:17Ich möchte Ihnen meinen Beileid ausdrücken.
00:19Vielen Dank.
00:21Wegen der Testamentseröffnung werden wir uns in den nächsten Tagen mit Ihnen in Verbindung setzen.
00:25Ehrlich gesagt bin ich deswegen gekommen.
00:27Ihrem Vater war schon vor Jahren sehr wichtig gewesen, dass die Testamentseröffnung möglichst unmittelbar nach seinem Ableben geschieht.
00:35Damit die Geschäfte weiterlaufen können.
00:38Ja, dann sollten wir uns schnellstmöglichst um einen Termin kümmern.
00:41Ja, das sollten wir.
00:44Leider ist es ja nun nicht mehr zu der gewünschten Änderung des Testaments gekommen.
00:51Mein Vater hat sein Testament nicht mehr geändert?
00:54Ich dachte, Sie wüssten davon.
01:10Das ist ja nun nicht mehr.
01:36Wissen Sie, warum mein Vater den Termin abgesagt hat?
01:39Tut mir leid, Herr Grafenberg, dazu kann ich Ihnen gar nichts sagen.
01:41Und um ehrlich zu sein, habe ich auch nicht direkt mit Ihrem Vater gesprochen.
01:47Meine Sekretärin hat das Gespräch angenommen, aber wenn ich mich recht erinnere,
01:51er hat die Assistentin Ihres Vaters den Termin abgesagt.
01:55Frau Mertens?
01:56Tut mir leid, ich weiß es wirklich nicht.
02:00Ihr Vater hat sich dann kurz darauf noch um einen erneuten, raschen Termin bemüht.
02:04Aber ich hatte einen Urlaub geplant.
02:07Und wir hatten dann für morgen einen neuen Termin angesetzt.
02:14Leider zu spät.
02:17Dennoch, ich muss das Testament eröffnen.
02:21Nee, natürlich.
02:23Kommen Sie doch heute Abend zu und sind die wieder.
02:26Ja.
02:28Danke.
02:29Auf Wiedersehen.
02:31Auf Wiedersehen.
02:32Auf Wiedersehen.
02:42Mein Vater hat sein Testament nicht geändert.
02:46Hast du, was das bedeutet?
02:51Vater hat es mir damals sehr übel genommen, dass ich nach Südafrika gegangen bin,
02:55mich nicht für die Firma interessiert habe.
02:58Er wollte mich sogar enterben.
03:02Das heißt?
03:05Das heißt, Daniel erbt alles.
03:15Hi Charlie, was treibt dich denn so früh hierher?
03:17Ich bin krank.
03:19Aha.
03:20Was ansteckend ist?
03:22Ja, aber nur wenn du so blöd weiterfragst.
03:26Krieg ich einen Milchkaffee?
03:27Kommt sofort.
03:28Mit viel Milch und Zucker ist gut für die Nerven.
03:39Ich war in Werners Grab.
03:43Ich war da mit Keuer verabredet.
03:46Aber wer ist nicht aufgetaucht, beziehungsweise erst auf den letzten Drücker?
03:49Lass mich raten.
03:51Aber mit seiner Mutter unterwegs scheint ihm ja alles sehr viel wichtiger zu sein als ich.
03:55Sich zwischen Mutter und Freundin zu entscheiden, ist aber auch nicht immer leicht.
03:59Ach, Erfahrungswerte.
04:00Sagen wir mal so, in meinem engeren Bekanntenkreis.
04:03Das ist ja auch egal.
04:07Das ist ja für irgendwas irgendwie gut, ne?
04:10Und vielleicht hätte ich mich gar nicht so von Werner verabschieden können, wenn er ja dabei gewesen wäre.
04:20Und?
04:23Was und?
04:24Ja, was hat er gesagt, der alte Herr Grafenberg?
04:30Ich glaube, es geht ihm ganz gut.
04:32Weil er endlich seine Ruhe hat?
04:35Ja.
04:37Kein Familienstress mehr, keine Diäten und der kann bestimmt so viel rauchen, wie er will.
04:41Die dicksten Zigarren, die es gibt.
04:44Ja.
04:45Es war bestimmt nicht leicht für dich da am Grab.
04:47Ich hab das mit deinen Eltern gehört.
04:51Deswegen wollte Collier ja eigentlich auch mitkommen.
04:54Aber jetzt hast du es allein geschafft.
05:05Na, läuft die Kiste?
05:07Ach, wie am Schnürchen.
05:10Tim, kann ich heute mal was für dich tun?
05:12Nee, ich bin gerade auf dem Weg zu Collier.
05:13Der soll sich ein paar Rowlinge angucken.
05:14Du, Collier ist nicht da.
05:16Der ist mit Charlotte unterwegs.
05:18Übrigens, ich hab ne Wohnung gefunden.
05:20Eins von unseren Internetangeboten.
05:23Ne süße, kleine Wohnung.
05:24Echt?
05:24Und die Miete ist okay?
05:25Absolut.
05:26Der Vermieter ist auch sehr nett.
05:28Ab wann ist er frei?
05:29Ab sofort.
05:30War ne gute Idee mit dieser Internetrecherche.
05:33Ich war ja erst ein bisschen skeptisch, aber warum?
05:35Sie dachten wahrscheinlich, im Internet werden nur Bruchbuden angeboten.
05:39Ich weiß auch nicht.
05:40Jedenfalls ist der Vermieter, wie gesagt, recht nett.
05:43Und ich hab ihm erzählt, dass ich die Wohnung unbedingt brauche,
05:45weil ich mich von meinem Mann getrennt habe.
05:48Das haben Sie erzählt?
05:50Ja.
05:51Ich wollte kein Geheimnis draus machen.
05:53Und außerdem...
05:55Ich bin ja auch ein bisschen stolz auf mich.
05:58Collier.
05:59Hey.
06:00Ich hab die Wohnung.
06:01Na, froh, mal wieder im eigenen Bett pennen zu können.
06:03Was ist denn los?
06:05Ich bin zu spät gekommen.
06:07Charlie war schon am Grab.
06:08Das ist jetzt total sauer.
06:09Ach, Collier, es tut mir so leid.
06:11Das ist meine Schuld.
06:12Ach, blödsinnig.
06:13Ich hätte einfach früher losgehen sollen.
06:17Mein Meister möchte, dass sich irgendein junger, aufstrebender Designer mal die neuen Rohlinge anguckt.
06:22Kommst du mit runter?
06:22Oh, Mann.
06:22Wasser...
06:34Vielen Dank.
06:53Sollte der Wunsch, den Werner Grafenberg zu Lebzeiten geäußert hat, weniger geltende als sein Testament?
07:00Als Frederic die Lodge verkauft hat, um die Manufaktur zu sanieren, da war sein Vater so stolz auf ihn.
07:05Weil Frederic damit gezeigt hat, dass er Werners Lebenswerk fortführen will.
07:09Frederic gehört an die Spitze der Manufaktur, schon weil sein Vater es so gewollt hat.
07:14Und weil er sie führen kann, diese Firma.
07:17Wenn Werner Grafenberg wüsste, dass sein letzter Wille nun nicht respektiert werden soll.
07:49Werner Grafenberg
08:00Schon wieder bei der Arbeit.
08:03Sie sollten sich ein wenig ausruhen.
08:06Arbeit tut gut, sie lenkt ab.
08:10Es ist so still im Haus.
08:13Ja.
08:15Wollen Sie nicht ein paar Tage frei machen?
08:18Weglaufen nützt auch nichts.
08:23Entschuldigen Sie, Eva, aber ich müsste Sie noch einmal mit ein paar Fragen löchern.
08:27Ja, natürlich.
08:29Es tut mir leid, dass ich neulich...
08:31Schon gut.
08:33Sagen Sie, wollte mein Vater vielleicht sein Testament doch nicht ändern?
08:37Aber ja, doch.
08:39Ihr Vater hatte doch einen neuen Termin beim Notarpurschke.
08:44Er wollte das Testament ändern.
08:48Der Termin hat ja gar nicht mehr stattgefunden.
08:51Nein.
08:53Ich habe es gerade von Purschke erfahren.
08:55Frederik, das tut mir sehr leid.
08:58Der ursprüngliche Termin wurde abgesagt.
09:00Wissen Sie etwas darüber?
09:02Ja, Werner.
09:04Ich meine, Ihr Vater hat sich sehr darüber aufgeregt.
09:08Denn er hatte das nicht veranlasst.
09:10Und er hat sofort Annabelle verdächtigt.
09:14Annabelle?
09:14Ja.
09:16Ja, er glaubte, dass sie hinter seinem Rücken den Termin abgesagt hat.
09:20Aber ich habe nicht nachgefragt.
09:22Ich wollte ihn nicht weiter aufregen.
09:26Schon gut.
09:37Was machst du denn da, Lito?
09:39Jetzt reg dich nicht auf.
09:40Ich bin ja gleich fertig.
09:42Als ich gesagt habe, dass du nicht gleich aufgeben sollst,
09:44habe ich nicht gemeint, dass du die Absage vom Gewerbeaufsichtsamt ignorieren sollst.
09:48Du weißt, du darfst ja keine Motorräder reparieren.
09:49Ist ja gut.
09:50Das ist ja nur das eine Bike.
09:52Ja, nur das eine.
09:53Das interessiert doch die Leute vom Aufsichtsamt nicht.
09:55Wenn du nicht gleich hinfährst und es meldest,
09:57dann bekommt es doch eh niemand mit.
09:59Außerdem halte ich mich eh an das Verbot.
10:01Ha, das sehe ich.
10:02Die Maschine ist eine Ausnahme.
10:03Ich habe dem Typen versprochen, dass ich sie bis morgen klar mache.
10:06Nico, du setzt damit alles aufs Spiel.
10:12Du hast dich doch wieder um Werkstattangebote gekümmert, hm?
10:17Das sind alle viel zu teuer, richtig.
10:21Es tut mir leid, Nico.
10:23Schon okay.
10:25Du kannst ja nichts dafür, dass im Moment alles schiefläuft.
10:29Wenn ich meinen Job bei den Grabenwerks behalte,
10:31kann ich dir beim Startkapital vielleicht doch helfen.
10:33Das ist lieb, aber wieso solltest du ihn nicht behalten?
10:37Tja, wer weiß.
10:39Jetzt, wo Werner Grabenwerk nicht mehr lebt.
10:42So, dann wie du wird auch immer gebraucht.
10:45Ist das so?
10:45Klar.
11:07Du hast recht.
11:08Ich muss aufhören zu grübeln.
11:10Das bringt ja niemandem was.
11:11So ist es.
11:12Davon wird Werner nicht wieder lebendig und du nicht schwanger.
11:15Bitte.
11:16Lass uns von was anderem reden.
11:19Sind das die Anzeigentexte für die Falkenthaler Klassiker?
11:21Mhm.
11:23Hast du einen Moment?
11:27Vielleicht gönnst du dir doch eine Pause.
11:32Hast du Angst vor Zeugen, oder warum schickst du Marie weg?
11:42Marie leidet immer noch so sehr unter Werners Tod.
11:45Aber so wie du hier reingepoltert kommst,
11:47kann ich mir kaum vorstellen, dass du darauf Rücksicht nimmst.
11:51Du weißt, dass mein Vater sein Testament ändern wollte.
11:55Wollte?
11:56Er ist nicht mehr dazu gekommen.
11:59Der Termin bei Purschke hätte erst morgen stattgefunden.
12:03Das muss ein herber Schlag für dich sein.
12:06Hast du irgendetwas damit zu tun?
12:09Behauptet das jemand?
12:11Der Termin wurde von seiner persönlichen Assistentin abgeseigt.
12:15Da hat Frau Mertens ja endlich mal was Sinnvolles gemacht.
12:18Sie war es nicht.
12:20Ich habe mit dir gesprochen.
12:22Vater hat dich verdächtigt.
12:26Woher wirst du das wissen?
12:28Hast du mit seinem Geist gesprochen?
12:31Darum ging es also in eurem Streit vor seinem Tod.
12:33Deshalb wollte er mit uns reden.
12:35Wovon sprichst du?
12:37Deshalb hattest du ein schlechtes Gewissen an seinem Grab, ja?
12:41Ich habe ja nie ein Hehl daraus gemacht, was ich von Werners Entscheidung halte, dich zu seinem Nachfolger zu machen.
12:48Aber du kannst mich nicht dafür verantwortlich machen, dass er vor seinem Ableben anscheinend noch zur Vernunft gekommen ist.
12:55Sei doch froh, dass du es vor der Testamentseröffnung erfahren hast.
12:59So kannst du dich wenigstens in Ruhe darauf vorbereiten.
13:24Oh, Charlotte!
13:26Hallo!
13:27Hi!
13:28Wie geht's dir?
13:30Okay, ich wollte zu Kolja.
13:33Du, der ist in der Formerei. Soll ich ihm Bescheid sagen?
13:36Der freut sich sicher, dass du da bist.
13:38Der weiß Bescheid. Wir haben telefoniert.
13:40Ach so.
13:42Es tut mir wahnsinnig leid, dass Kolja zu spät gekommen ist, aber das ist meine Schuld.
13:47Aha.
13:50Charlotte, ich wollte halt unbedingt, dass er sich mit mir diese Wohnung anguckt.
13:54Wenn du auf jemand sauer bist, dann auf mich. Okay?
13:59Ich denke drüber nach.
14:00Es tut Kolja wirklich wahnsinnig leid, dass er zu spät kam.
14:04Ich möchte, dass du das weißt.
14:07Jetzt weiß ich ja Bescheid.
14:10Und, äh, übrigens, ich habe noch eine gute Nachricht.
14:13Es halte mich bald los.
14:14Ich laufe die Wohnung.
14:17Schön.
14:22Wisst ihr was?
14:24Ich sage Bescheid, dass ihr spezieren gegangen seid.
14:27Falls jemand fragt.
14:45Ähm, herein.
14:46Ah, wie ihr es?
14:49Herr Friedrich.
14:50Nehmen Sie Platz.
14:52Was führt Sie zu mir?
14:54Ich möchte nicht unhöflich sein.
14:56Sie haben jetzt verständlich ganz andere Sorgen.
14:59Ähm, was haben Sie auf dem Herzen?
15:03Sie wissen, ich fühle mich Ihrer Familie sehr verbunden.
15:08Mein Job hat mir immer Spaß gemacht.
15:11Ich habe jetzt seit dem Tod Ihres Vaters
15:16Brauchen Sie mich noch?
15:19Wollen Sie kündigen?
15:21Nein, auf keinen Fall.
15:23Sondern?
15:24Naja, Sie haben ein Fahrdienst selten in Anspruch genommen.
15:28Ihre Schwägerin zieht ihr einen Sportwagen vor.
15:30Auch Daniel fährt lieber selbst.
15:32Naja, Patricia ist meistens mit dem Motorrad unterwegs.
15:37Tobias, Sie sind der Letzte, der sich um seinen Job Sorgen machen muss.
15:41Sie bleiben selbstverständlich unser Chauffeur.
15:45Auch wenn ich das vielleicht gar nicht mehr zu entscheiden habe.
15:48Niemand wird Sie entlassen.
15:51Danke, Friedrich.
15:58Du kannst dir ja wohl vorstellen, dass ich mir ziemlich dämlich vorkomme, wenn du mich wegen deiner Mutter versetzt.
16:03Ja, schon klar.
16:04Aber du weißt auch, dass die Situation mit meiner Mutter im Moment etwas Besonderes ist.
16:09Und dass ich an Werners Grappel ist ganz normal?
16:12Natürlich nicht.
16:13Das tut mir ja auch leid.
16:15Aber dass wir wenigstens anrufen können.
16:17Stimmt.
16:22Wenigstens gibst du es zu und da findest du keine Ausreden.
16:26Und wenn deine Mutter die Wohnung bekommt, dann hat das sogar noch was Gutes.
16:32Wir brauchen wieder mehr Zeit füreinander.
16:34Mhm.
16:37Mir ist übrigens noch was klar geworden.
16:40Als ich vorhin allein im COSI war, da habe ich mit Jan gesprochen.
16:43Hast du Jan von unserem Streit erzählt?
16:47Ja, aber keine Sorge, er hat dich sogar in Schutz genommen.
16:52Nein, mal im Ernst.
16:54Ich glaube, es hat mir gut getan, alleine an Werners Grapp zu gehen.
16:59So konnte ich mich in Ruhe von ihm verabschieden.
17:02Und jetzt ist es nur eine Sache zwischen ihm und mir.
17:16Ich habe gehört, Purschke war heute in der Firma.
17:19Ja.
17:20Er kommt heute Abend in die Villa zur Testamentseröffnung.
17:23So schnell?
17:26Vater wollte das so.
17:30Vater hat einen Termin bei Purschke zur Testamentsänderung.
17:33Ich weiß, er hat mit mir darüber gesprochen.
17:37Dieser Termin hat nie stattgefunden.
17:41Du wusstest das nicht?
17:43Nein, woher?
17:45Laut Purschke hat Vaters persönliche Assistentin den Termin abgesagt,
17:49aber Frau Mertens hat dieses Telefonat nie geführt.
17:53Ich erbe also nach wie vor die Mehrheit der Firmenanteile.
18:00Annabelle hat die Nachricht sehr gefallen, als sie es von mir erfuhr,
18:04wenn sie es nicht ohnehin schon vorher musste.
18:07Wo führst du hinaus?
18:09Es könnte doch sein, dass deine Mutter diesen Termin abgesagt hat.
18:12Ach, ist doch Unsinn.
18:14Was kann denn meine Mutter dafür, dass Großvater einen Termin absagt?
18:17Der Vater hat ihn nicht abgesagt.
18:19Er hat sogar einen neuen gemacht.
18:21Der wäre morgen gewesen.
18:24Frederik, ich weiß, dass Großvater sein Testament zu deinen Gunsten ändern wollte.
18:31Entschuldige, ich muss nachdenken.
18:43Daniel!
18:46Können wir was für dich tun?
18:47Ich dachte, meine Mutter wäre hier.
18:49Bis jetzt hat sie mich heute in Ruhe gelassen.
18:56Heute Abend ist die Testamentseröffnung.
18:58Hast du mit Frederik gesprochen?
19:01Entschuldige, ich war zufällig dabei, als Herr Purschke bei Frederik war.
19:05Hm.
19:06Julia, würdest du dir was ausmachen, kurz rauszugehen?
19:09Gar nicht, klar.
19:10Ich wollte sowieso Pause machen.
19:19Was ist los?
19:22Willst du die Testamentseröffnung verhindern, oder was?
19:25Großvater ist nicht mehr dazu gekommen, sein Testament zu hindern.
19:28Und was soll ich jetzt dazu sagen?
19:31Ehrlich gesagt, ist mir scheißegal, was in diesem Papier steht.
19:34Großvater ist tot.
19:37Eben.
19:38Und deswegen kann dir das Testament doch nicht völlig egal sein.
19:41Es ist alles durcheinander.
19:42Und so wie es jetzt aussieht, wird nicht Frederik, sondern ich die Firmenleitung übernehmen.
19:45Sag mal, weißt du eigentlich, was du da sagst?
19:48Großvater ist gerade eben beerdigt worden.
19:50Und ihr habt nichts Besseres zu tun, als euch die Köpfe einzuschlagen, um das Testament?
19:54Darum geht es doch überhaupt nicht.
19:55Ich muss mich doch irgendwie dazu verhalten.
19:57Als ob dieses Testament das Wichtigste wäre.
20:02Du weißt doch, was Großvater wollte.
20:16Herr Schulze, was soll das heißen?
20:18Ich hätte meinem Mann das Auto geklaut.
20:19Das war unser Auto.
20:22Ja, Sie kennen mich doch gar nicht, Herr Schulze.
20:24Ich bitte Sie, ich brauche diese Wohnung unbedingt.
20:28Herr Schulze, ich bin sehr zuverlässig.
20:30Sie werden keinen Ärger mit mir haben.
20:32Herr Schulze, Herr Schulze!
20:38Was ist denn passiert?
20:41Das wird nichts mit der Wohnung.
20:43Wieso denn?
20:45Weil dein Vater das Letzte ist.
20:47Der hat doch nicht angerufen, oder?
20:49Nee.
20:50Aber dieser Vermieter hat bei Papa zu Hause angerufen.
20:52Angeblich erkundigt er sich immer, wer seine neuen Mieter sind.
20:56Was?
20:56Denkt er erst beim Geheimdienst?
20:58Ich dachte, er war so nett.
20:59Tja, das dachte ich auch.
21:03Aber Papa ist doch auf Bali.
21:05Ja, irgendwie ist er früher zurückgekommen als geplant.
21:08Jedenfalls hat er diesem Vermieter erzählt, dass sich Papa verlassen hätte, ohne Grund, und sein Auto geklaut hätte.
21:16Tja, das mit dem Auto scheint ja wohl am meisten mehr zu tun.
21:18Das war eine gute Idee von dir, das Auto zu verkaufen.
21:22Papa ist wieder in Deutschland und hat sich noch nicht bei uns gemeldet?
21:28Oh, Frau Gravenberg.
21:31Ein grünen Tee.
21:32Natürlich, kommt sofort.
21:38Was Daniel jetzt braucht, ist Hoffnung und eine starke Frau an seiner Seite.
21:43Ja, aber du hast mir versprochen, dass wir die Scheinschwangerschaft jetzt endlich auflösen.
21:49Daniel!
21:52Was ist passiert?
21:55Großvater hat sein Testament doch nicht geändert.
21:58Ich bin nach wie vor Haupterbe.
22:00Frederik hat also mit dir gesprochen.
22:02Ja.
22:03Du hast davon gewusst?
22:05Ja, er kam vorhin hier reingerauscht und wollte mir die Schuld in die Schuhe schieben,
22:09dass Werner seinen Termin versäumt hat.
22:12Wir haben alle gewusst, dass Großvater sein Testament ändern wollte.
22:15Und auch wie.
22:17Hast du etwas mit der Verschiebung des Termins zu tun?
22:21Ich bitte dich.
22:22Jetzt fängst du auch noch damit an.
22:25Warum sollte deine Mutter einen Termin von Werner verschieben?
22:29Es ist alles etwas viel im Moment.
22:31Ja, es ist nicht leicht.
22:33Was wirst du jetzt machen?
22:35Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.
22:38Siehst du mal so.
22:39Das Schicksal hat entschieden.
22:41Und hat es gut mit uns gemeint.
22:43Wie kannst du sowas sagen?
22:45Ach.
22:46Es tut mir leid.
22:48Ich habe wohl nicht die richtigen Worte gefunden.
22:51Aber es ist doch wahr.
22:52Dein Großvater wollte immer, dass du sein Nachfolger wirst.
22:55Du solltest in die Fußstapfen deines Vaters treten.
22:58Ich weiß.
22:59Werner ist im Alter sentimental geworden.
23:02Nur deswegen hat er Frederik zum Chef gemacht.
23:05Firmenpolitisch ist es völlig unsinnig.
23:07Das weißt du so gut wie ich.
23:09Ja, das weiß ich.
23:09Aber ich kann es weder leugnen, noch vergessen.
23:12Großvater wollte sein Testament ändern.
23:14Eben, damit wir uns nach seinem Tod nicht um die Nachfolge streiten.
23:16Das stimmt.
23:18Werner hätte bestimmt keinen Streit gewollt.
23:48Hat die Dame Langeweile?
23:49Oder warum dieser spontanen Besuch?
23:51Wenn ich noch eine Sekunde länger in dieser Firma geblieben wäre, wäre ich wahrscheinlich durchgedreht.
23:56Ist dir unsere Freundin Julia mal wieder um den Weg gelaufen?
23:59Ach, Julia.
24:00Die vergeht fast vor Mitleid.
24:03Während mein Bruder und mein Onkel sich wie die Aasgeier auf Großvaters Erbe stürzen.
24:08Und deine liebe Mutter?
24:10Fällt die sich aus der Diskussion etwa raus?
24:13Solange mein Bruder weiterhin als Haupterbe eintritt.
24:17Großvater kam nämlich nicht mehr dazu, sein Testament zugunsten von Frederik zu ändern.
24:23Das ist aber ärgerlich für deinen Onkel und seine kleine blonde Freundin.
24:27Immerhin hat der alte Herr eine Menge zu vergeben.
24:31Ich bin hier, um auf andere Gedanken zu kommen.
24:34Ah.
24:35Und dabei soll ich dir helfen?
24:38Jetzt hör endlich auf zu quatschen und tu lieber was.
24:42Ja.
24:54Lecker wie immer, Eva.
24:57Dann stimmt etwas anderes nicht.
25:00Was ist los?
25:04Na, ich komme mir fast komisch vor dir gegenüber, so etwas zu sagen, aber ich fühle mich so nutzlos.
25:12Das kommt mir irgendwie bekannt vor.
25:15Wie mit Frederik gesprochen.
25:17Wirkt sehr mitgenommen.
25:19Wie wir alle.
25:21Ja, dann komme ich auch noch mit meinem Problem zu ihm.
25:24Na, ich wollte einfach wissen, wie es für mich weitergeht, jetzt wo Werner Grafenberg nicht mehr da ist.
25:30Na, das ist doch aber verständlich, dass du dir Gedanken über deine Zukunft machst.
25:35Ja, schon, aber das Gespräch hat irgendwie ein komisches Gefühl bei mir hinterlassen.
25:40Schon seltsam, was der Tod eines Menschen auslösen kann.
25:44Plötzlich scheint alles anders zu sein.
25:47Ist es das nicht auch?
25:50Ich werde nie wieder mit Werner über seine Diät streiten.
25:54Und ich werde ihn nie wieder beim heimlichen Schnaps trinken erwischen.
26:02Gestern habe ich bei uns eine Flasche von dem Kräuterschnaps gefunden.
26:06Weißt du, die du das letzte Mal zum Frühlingsfest mitgebracht hast?
26:09Ist es dir nicht bald schon wieder soweit?
26:11Ich meine, das Fest?
26:14Eigentlich schon, aber mir ist wirklich nichts zum Feiern zumute.
26:16Das kann ich verstehen.
26:18Andererseits weißt du auch, wie wichtig Werner Grafenberg Traditionen war.
26:28Vielleicht solltest du das Fest ihm zu Ehren feiern.
26:33Frühlingsfest.
26:34Es passt nicht zum Tod.
26:37Oder gerade doch.
26:42Frühling ist immer ein Neuanfang.
26:48Und wir
26:50müssen neu anfangen.
27:04Ich komme gleich nach.
27:07Ich komme gleich, ja.
27:14Immer noch dicke Luft.
27:17Gute Laune ist was anderes.
27:18Ja.
27:19Koyas Mutter wird uns wohl noch eine Weile erhalten bleiben.
27:21Mhm.
27:22Was mit der Wohnung mit dem netten Vermieter?
27:24Offensichtlich war er doch nicht so nett.
27:25Er scheint sich blendend mit meinem Vater verstanden zu haben.
27:28Und hat meiner Mutter gleich abgesagt.
27:30Was?
27:31Ja.
27:32Er hat Koyas Mutter hinterher spioniert, dann seinen Vater angerufen und ihn ausgehorcht.
27:37Das ist ja ekelhaft.
27:38Darf der sowas?
27:39Das ist doch egal.
27:39Auf jeden Fall hat mein Vater mitgemacht.
27:41Und er hat ihm auch noch erzählt, dass meine Mutter sein Auto geklaut hätte.
27:44Na gut, immerhin hat sie es verkauft, ohne dass er es wusste.
27:48Ja toll.
27:48Und er ist mit seiner Tussi nach Bali geflogen.
27:50Ist das besser, oder was?
27:51Nein, natürlich nicht.
27:52Du, Tim.
27:54Ist das ein Problem für dich, wenn meine Mutter noch ein bisschen länger bleibt?
27:57Na, Quatsch, Mann.
27:58Hast du jetzt mal mit deinem Vater gesprochen?
28:01Wenn er mit dem Vermieter telefonieren kann, ist er ja scheinbar wieder im Land.
28:06Er hat sich noch nicht gemeldet.
28:12Tja.
28:14Du hast mit Daniel gesprochen, oder?
28:17Setze ich mich durcheinander aus.
28:20Er war vollkommen überrascht, als ich ihm erzählt habe, dass Vater sein Testament nicht mehr geändert hat.
28:26Du hörst dich an, als ob dir das besondere Sorgen macht.
28:29Das trifft Daniel doch genauso unvorbereitet wie dich.
28:33Schon.
28:36Seine Reaktion hat mich etwas irritiert.
28:38Er hat nicht mal im Ansatz erkennen lassen, dass wir uns einigen.
28:42Daniel weiß, was dein Vater wollte.
28:44Das wissen alle.
28:46Die Frage ist nur, ob sich alle auch daran halten.
28:51Noch wichtiger als die Leitung der Manufaktur war deinem Vater der Frieden in der Familie.
28:55Er hat immer wieder zwischen Daniel und dir vermittelt.
28:59Du hast recht.
29:01Was in dem Testament steht, das ist die eine Sache.
29:04Was ihr daraus macht, das liegt an euch.
29:09Du willst einfach nicht aufgeben, du?
29:20Kommst du später zu mir?
29:22Ja.
29:23So schnell ich kann.
29:36Ich fühle mich wunderbar.
29:38Schön für dich.
29:45Was bringt denn eigentlich für dich dabei aus?
29:47Bei diesem Erbdrama?
29:50Jetzt fängst du auch noch damit an.
29:54Ich bin kein Leichenflederer wie der Rest meiner Familie.
29:57Ich brauch nichts.
30:00Tja, die Prinzessin hat halt schon alles.
30:02Du verstehst überhaupt nicht, worum es geht.
30:06Dein Großvater war ein alter Mann und jetzt ist er tot.
30:09So ist das Leben, meine Liebe.
30:13Ich hab dir nichts mehr verloren.
30:21Patricia.
30:24Beruhig dich.
30:28Und komm wieder, okay?
30:33Mann, ich find es so nett von dir, dass du heute bei mir bist.
30:37Obwohl ich, naja, bestimmt nicht die beste Unterhaltung bin nachdem.
30:42Naja, das macht doch überhaupt nichts.
30:45Ich bin ja gern bei dir.
30:46Außerdem sind Freundinnen dazu da, dass man sich auch mal ausheulen kann.
30:50Aber ganz ehrlich, du brauchst dringend eine neue Wohnung,
30:52weil ich bin gar nicht mehr gerne hier.
30:55Was machst du denn hier?
30:56Meinen Gast verabschieden.
30:58Außerdem wohne ich hier.
30:59Schon vergessen?
31:02Komm mir bloß nicht zu nahe.
31:05Ich werde doch noch meinen Hausflug erfrei benutzen dürfen.
31:07Ist aber schuld, wenn du mir hier in die Arme läufst, oder?
31:10Machen Sie in Ihrer Wohnung doch, was Sie wollen.
31:13Aber uns lassen Sie bitte in Ruhe.
31:29Wo drückt der Schuh denn?
31:33Eva, egal wie es dir selbst geht, ich kann dir einfach nichts vormachen.
31:37Ich kenn dich, Daniel.
31:40Es ist wegen heute Abend nicht da.
31:43Du weißt, dass nur Tarpurschke zu uns kommt.
31:45Friederik hat es mir erzählt.
31:48Dann weißt du auch, dass Großvater es nicht mehr geschafft hat,
31:51Friederik als seinen Haupterben einzusetzen.
31:56Und?
31:57Was soll ich jetzt tun?
31:59Weißt du das nicht?
32:03Ich muss doch das Erbe so annehmen, wie es ist.
32:06Und außerdem,
32:08Großvater wollte jahrelang, dass ich sein Nachfolger bin.
32:13Die Entscheidung, wie du mit dieser Situation umgehst,
32:16die kann ich dir nicht abnehmen.
32:18Aber du weißt, dass dein Großvater
32:20sein Testament ändern wollte.
32:24Und wir beide wissen,
32:26dass er keinen Streit
32:28um sein Erbe gewollt hat.
32:30Hm?
32:44Ich habe mich entschlossen,
32:46mein Testament zu ändern.
32:48Ich werde Friederik
32:49auch testamentarisch
32:51zu meinem Nachfolger haben.
32:59Ich werde ich ansonsten,
32:59dafür sind nicht mehr şöchert.
33:02Ich werde ich mich entschlossen,
33:02Und noch nicht mehr.
33:11ich werde ich berühren.
33:11Ich werde ich mich entschlossen,
33:11weil ich mich entschuldige.
33:11Ich werde ich mich entschuldigen,
33:14für die Welt in der Welt.
33:14Oder ich werde ich mich entschuldigen.
33:50Untertitelung. BR 2018
34:20Untertitelung. BR 2018
34:21Neil, wolltest du nicht schon längst unten sein?
34:25Noch ist Puschke nicht da.
34:27Du weißt immer noch nicht, wie du dich verhalten sollst, hm?
34:31Und weißt du, was das Schlimmste ist?
34:34Großvater wollte sein Testament ändern und er wollte Frederik an die Spitze der Manufaktur setzen.
34:39Und ich bin mir immer noch nicht sicher darüber, ob das die richtige Entscheidung wäre.
34:43Am allerliebsten würde ich das Testament so annehmen, wie es ist.
34:47Aber das würde einen riesen Eklat geben.
34:50Du hast doch bisher mit Frederik gut zusammengearbeitet.
34:53Weil ich geduldet habe, dass er Fehler macht.
34:55Er hat so viele Fehlentscheidungen getroffen und mehr als einmal die Manufaktur in Gefahr gebracht.
34:59Aber Werner wollte bestimmt keinen Streit.
35:02Ich weiß. Aber verstehe mich doch auch mal.
35:04Ich habe jahrelang darauf hingearbeitet, die Manufaktur zu leiten.
35:08Und es war jahrelang Großvaters Wunsch.
35:12Vielleicht hatte deine Mutter ja doch recht.
35:14Und Werner hat das Testament ganz bewusst nicht mehr geändert.
35:18Ich weiß es nicht.
35:20Ich würde gerne Großvaters Wunsch, seinen Sohn als Nachfolger einzusetzen, akzeptieren.
35:24Aber nun steht es halt anders in dem Testament.
35:28Vielleicht entwinkt es Schicksals.
35:53Liebe Familie Gravenberg,
35:57es ist durchaus ungewöhnlich, dass eine Testamentseröffnung
36:00so kurz nach dem Ableben eines Anverwandten durchgeführt wird.
36:05Sie alle wissen, dass ihr Vater, Großvater, Schwiegervater und Chef
36:14ein umsichtiger und vorausschauender Mensch war.
36:18Es war deshalb sein Wunsch, dass dieser Termin so schnell wie möglich durchgeführt wird.
36:24Werner Gravenberg war ein großartiger Mann.
36:28Und ich möchte Ihnen an dieser Stelle nochmals
36:32mein ganz persönliches Beileid aussprechen.
36:37Die Aufnahme, die ich Ihnen jetzt zeigen werde,
36:41ist vor drei Jahren entstanden.
36:46Das Testament des Werner Gravenberg.
36:52Ihr Lieben,
36:55ihr wisst,
36:56wie wichtig mir immer klare Verhältnisse waren.
36:59Mit dieser Videobotschaft
37:01will ich so schnell wie möglich dafür sorgen.
37:06Außerdem
37:07möchte ich euch danken.
37:09Danken
37:10für alles, was ich mit dieser Familie
37:13zusammen erleben dürfte.
37:16Die Familie
37:16ist ein wertvolles Gut.
37:20Bewahrt es euch.
37:23Frederik,
37:25dass wir im Unfrieden auseinander gehen,
37:28bedrückt mich sehr.
37:31Dein Weggehen nach Südafrika
37:33war eine Entscheidung gegen die Manufaktur.
37:36Und auch
37:37gegen die Familie.
37:42Ich kann es nicht billigen,
37:45dass du dich auf diese Weise
37:47der Verantwortung entziehst,
37:49die dein so früh verstorbener Bruder
37:51immer getragen hat.
37:55Deshalb verfüge ich,
37:58dass Philipps Sohn,
37:59mein Enkel Daniel,
38:00die Hauptanteile der Firma erbt
38:04und die Führung der Manufaktur übernimmt.
38:09Das sieht im Detail so aus.
38:11Ihr wisst,
38:14ich halte 50%
38:15der Firmenanteile.
38:18Die sollen
38:18nach meinem Tode
38:20wie folgt verteilt werden.
38:23Liebe Patricia,
38:25du erhältst zu deinen 5%,
38:27die du von deinem Vater geerbt hast,
38:30von mir weitere 5%.
38:33Du bist eine erstklassige Designerin
38:35und hast eine große Karriere vor dir.
38:39Außerdem erkläre ich dich
38:41zur Eigentümerin der Villa.
38:43Das lebenslange Nutznießrecht
38:45aller Grafenbergs
38:47bleibt erhalten.
38:49Daniel,
38:51dir vermache ich meine restlichen Anteile.
38:53Mit denen
38:54deines Vaters
38:55besitzt du die Hälfte der Firma.
38:59Ich lege das Geschick
39:00der Manufaktur
39:01in deine Hände.
39:03Du weißt,
39:04wie stolz ich auf dich bin.
39:07Frederik,
39:08du bleibst
39:09Eigentümer der Lodge.
39:11Außerdem erwarte ich von dir,
39:13dass du deine 25%
39:14an Falkenthal-Porzellan
39:16nur zum Wohle
39:17der Firma einsetzt.
39:20Meine liebe Eva,
39:24was soll ich sagen?
39:26Uns verbindet etwas Besonderes.
39:30schon vom ersten Tage an,
39:32als sie unser Haus betraten.
39:34Ich wünsche mir,
39:37dass sie immer in der Nähe
39:38dieser Familie bleiben.
39:40Deshalb vermache ich ihnen das Haus,
39:43in dem sie bisher wohnen.
39:45Und nun zu dir,
39:46Annabelle.
39:47Wir waren oft
39:48unterschiedlicher Meinung.
39:50Aber irgendwie
39:51haben wir es immer wieder geschafft,
39:53neue anzufangen.
39:56Ich möchte,
39:58dass du neben den Anteilen
40:00deines Mannes
40:02unsere Sommerresidenz
40:03in Biarritz behältst.
40:06Mein Sohn liebte
40:07dieses Anwesen.
40:09Und wenn er noch unter uns wäre,
40:12hätte er es geerbt.
40:14Da Daniel jetzt
40:15das Ruder in der Firma übernimmt,
40:18könntest du dir
40:19etwas mehr Ruhe gönnen.
40:22Meine Lieben,
40:24bleibt stark
40:25und kämpft.
40:28Wie es alle Grafenbergs
40:29immer getan haben.
40:32Es lohnt sich zu kämpfen.
40:35Für die Manufaktur
40:38und auch für die Familie.
40:44Ohne sie
40:46ist alles nichts.
40:51Ich bitte Sie jetzt,
40:53diese Erbsschrift
40:54mit Ihrem vollen Namen
40:55zu unterzeichnen,
40:57dass Sie das Testament
40:58annählen.
41:00Bezüglich.
41:09Es gibt noch einige
41:10kleinere Geschenke
41:11und Spenden,
41:12die in einer Liste
41:12zusammengefasst sind,
41:14die ich Ihnen
41:14selbstverständlich
41:15sofort zur Verfügung
41:16stellen werde.
41:17Danke.
41:31Danke.
41:37Danke.
41:48Ich kann das aber nicht annehmen.
41:58Zunächst ist nur entscheiden,
41:59was im Testament steht.
42:00Sie wird ihn drängen,
42:01das Erbe anzunehmen.
42:02Großvater hat mir
42:03kurz vor seinem Tod erzählt,
42:04dass er Frederik
42:05zu seinem Nachfolger
42:06annennen will.
42:06Ich glaube,
42:08dass Werner Absicht
42:10ich alles beim Alten
42:11belassen wollte.
42:12Du schlägst was vor?
42:13Dass wir ab sofort
42:13die Manufaktur
42:14gemeinsam leiten.
42:15Und wir werden
42:15zusammen Fehler verhindern.
42:17Das wirst selbst
42:17du nicht schaffen.
42:18Das wieder gerade biegen,
42:20was Frederik
42:21ständig verbockt.
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