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KurzfilmeTranskript
00:00Ich habe schon ganz andere Schwierigkeiten gemeistert.
00:02Das hier ist eine Lappalie.
00:05Eine Lappalie?
00:06Wenn du meine Karriere für eine Lappalie hältst, bitte.
00:10Im schlimmsten Fall steht dein Wort gegen das von Julia Schilling.
00:14Und der glaubt sowieso niemand mehr.
00:17Es tut mir leid, Frederik.
00:19Natürlich kannst du mir vertrauen, sowas kommt nie wieder vor.
00:23Ich...
00:26Ich sehe mich gezwungen, dich fristlos zu entlassen.
00:36Mutter, bitte sag doch auch mal was.
00:40Ich finde, dein Onkel hat recht.
00:43Es ist besser, wenn du nicht mehr für die Manufaktur arbeitest.
01:00No one has the answer.
01:03They just want more.
01:07Hey, who's gonna make it right?
01:15This could be the first day of my life.
01:23Ach, wirklich?
01:24Dann sollte Frederik dich gleich mitfeuern.
01:26Schließlich hängst du genauso mit drin.
01:28Wer hat mich denn überredet, dir Entwürfe als meine auszugeben?
01:32Ach, also ich weiß wirklich nicht, wovon du sprichst.
01:35Merkst du denn nicht, dass du nur noch alles schlimmer machst?
01:38Ihr glaubt dir doch nicht etwa.
01:41Daniel, ich sage die Wahrheit.
01:43Es war alles ihre Idee.
01:45Du hast den Vertrag unterschrieben, Patricia.
01:47Weil sie es so wollte.
01:49Ach komm, es nützt doch nichts, jetzt die Schuld auf andere abzuwälzen.
01:52Weil es nicht alleine meine Schuld war.
01:57Frederik, bitte!
01:59Du hast den Bogen überspannt.
02:01Egal, ob dich Annabelle dazu angestiftet hat oder nicht.
02:06Wir sollten den Streit sachlich führen.
02:08Schließlich sind wir eine Familie.
02:12Familie?
02:13Ja.
02:14Eine wirklich tolle Familie.
02:26Das ist eigentlich schade.
02:28Die Arbeit an der Wildrosenserie hat mir wirklich Spaß gemacht.
02:36Aber jetzt bringt sie uns eine Menge Ärger ein.
02:42Du weißt, wozu diese Familie fähig ist.
02:45Ach Mama, es wird schon nicht so schlimm werden.
02:47Ach, vielleicht verklagen sie uns.
02:49Ein Quatsch.
02:50Warum sollten sie das denn tun?
02:53Unerlaubte Arbeit an den Entwürfen der Porzellanmanufaktur,
02:57Vertragsbetrug, was weiß ich.
02:59Das trifft auf mich alles nicht zu.
03:01Mama, mir kann niemand was anhaben.
03:02Ich habe einen ganz normalen Arbeitsvertrag erfüllt.
03:05Der nicht gültig ist.
03:06Aber nur, weil Patricia nicht bei ihrem Chef abgesegnet hat.
03:09Und dafür muss sie selber gerade stehen.
03:12Na, ist ja auch egal.
03:13Mit mir wird es keine Wildrosenserie mehr geben.
03:16Meine Arbeit für die Falkenthaler Porzellanmanufaktur ist vorbei.
03:20Vielleicht hat das Ganze doch noch sein Gutes.
03:24Annabelle Grafenberg könnte darüber ihren Job verlieren.
03:28Diese Frau findet doch immer einen Weg,
03:29ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
03:31Julia, wir können sie doch damit nicht durchkommen lassen.
03:33Vergiss es, Mama.
03:35Auf dem Vertrag steht Patricias Name.
03:37Annabelle war clever.
03:38Der kann man nichts anhängen.
03:40Nicht mal, dass sie dich hat kaufen wollen.
03:43Sorry.
03:44Das war nicht so gemeint.
03:47Das ist schon okay.
03:49Ich müsste mich entschuldigen.
03:52Das ist wirklich sehr frustrierend.
03:54Aber was sollen wir machen?
03:57Vielleicht was essen?
04:02Lügen.
04:03Und sich mit falschen Federn schmücken.
04:05Das ist nichts für dich?
04:08Entwürfe ankaufen ist geschäftliche Praxis.
04:11Du solltest von deinem hohen moralischen Ross runtersteigen, Frederik.
04:15Bevor du fällst.
04:17Auch wenn es dir sehr schwer fällt, mich zu verstehen.
04:19Es geht hier gar nicht um Moral.
04:21Es geht um den Namen dieser Firma.
04:23Und damit um die finanzielle Zukunft dieses Unternehmens.
04:27Werner, die Existenz unserer Firma wurde an dem Tag gefährdet,
04:31als du Frederik zum Chef gemacht hast.
04:40Du hast die ganze Zeit davon gewusst?
04:42Und geschwiegen?
04:44Ja, was erwartest du denn von mir?
04:46Soll ich etwa mein eigenes Kind denunzieren?
04:49Patricia, sag, du hättest sie angestiftet.
04:52Mich würde es ja nicht wundern, wenn du hinter all dem steckst.
04:55Patricia ist verzweifelt.
04:56Ich kann sie verstehen.
04:58Sie will ihre Entlassung verhindern,
05:01die du zu verantworten hast.
05:03Frederik, es reicht.
05:04Es geht ihr um Patricia und nicht um meine Mutter.
05:07Schon gut, Daniel.
05:09Ich lasse mich nicht länger beleidigen.
05:14Ist doch offensichtlich, dass sie da mit drin steckt.
05:18Frederik, du weißt, dass ich Annabelle alles zutraue.
05:21Aber dass sie mit Julia Schilling Geschäfte machen wollte.
05:28Wir sollten uns lieber Gedanken machen,
05:30wie wir aus diesem Schlamassel wieder rauskommen.
05:40Echt krass.
05:41Der Laden brummt und keiner der Chefs ist da.
05:45Feierabend.
05:46Au, bei was.
05:49Keu, ja, jetzt warte.
05:52Heute Abend ist übrigens Pokal-Halbfinale.
05:55Hast du Bock noch auf ein Spiel?
06:00Pokal-Halbfinale, mehr fällt dir nicht ein?
06:02Na, jetzt haben wir wenigstens ein bisschen Zeit für uns.
06:06Ich glaube, das ist keine so gute Idee.
06:08Ich glaube, das ist eine hervorragende Idee.
06:09Du weißt doch, wie es Koja nervt,
06:11dass wir dauernd aufeinander hängen.
06:13Und er ist dann immer außen vor.
06:16Aber wir beide sind auch zusammen.
06:19Ja, na klar.
06:20Aber Koja ist mein bester Freund
06:22und ich möchte, dass es wieder so wird wie früher.
06:28Tim, Tim, es ist mir ernst.
06:31Mir ist es auch ernst.
06:35Ich möchte wirklich nicht.
06:37Okay?
06:40Ich muss nach Hause.
06:50Selbst wenn wir die Classic-Line-Serie vorziehen,
06:53die Kapazitäten im Brand etwas herunterfahren,
06:56dann müssen wir nächste Woche trotzdem
06:58mit der Wildrosen-Serie beginnen.
07:00Ja.
07:01Oder sie absagen.
07:03Patricias Entlassung war nicht sehr weitsichtig.
07:06Hättest du mit deiner Entscheidung
07:08nicht noch ein bisschen warten können?
07:10Ich habe lange genug Geduld mit ihr gehabt.
07:13Also doch, alles absagen?
07:16Oder wir suchen eine Zwischenlösung.
07:18Aber auch dafür brauchen wir einen Experten.
07:21Selbst Patrizia konnte Julius Entwürfe nicht kopieren.
07:27Das ist nicht dein Ernst, oder?
07:29Es geht nur um die Wildrosen-Serie.
07:32Wir beide kennen jemanden,
07:34der die Arbeit sofort aufnehmen kann.
07:35Julia Schilling.
07:37Auf keinen Fall.
07:40Es wäre eine Lösung.
07:42Diese Person wollte den Ruf unserer Familie
07:44in den Schmutz ziehen.
07:47Ihre Entwürfe haben den Goldberg-Preis gewonnen.
07:49Dass die junge Dame hübsch zeichnen kann,
07:51habe ich nie bezweifelt.
07:53Sie könnte mit der Arbeit sofort anfangen.
07:55Daniel, hättest du ein Problem damit?
07:57Nein, ich denke,
08:00wir können die Absage des Wildrosen-Designs
08:01nicht riskieren.
08:07Du bist jetzt der Chef des Unternehmens, Friedrich.
08:10Das ist deine Entscheidung.
08:18Aber erwarte nicht,
08:20dass ich deine Entscheidung billige.
08:21Ich weiß, wie du dich fühlst.
08:51Friedrich hat mich auch schon mal so gedemütigt.
08:53Das ist ja wohl das Allerletzte.
08:55Du hast überhaupt keine Ahnung,
08:56wie ich mich fühle.
08:57Weil du überhaupt nicht zu gefühlen fähig bist.
09:00Patricia, ich kann ja verstehen,
09:02dass du verbittert bist.
09:03Aber das habe nicht ich zu verantworten.
09:06Friedrich hat dich entlassen.
09:07Friedrich?
09:09Hat er mich von Anfang an nur ausgenutzt?
09:12Hat er mich überredet,
09:13einen Deal mit Julia zu machen?
09:14Hat er mich fallen lassen,
09:15als es plötzlich zu brenzlig wurde?
09:17Nein, das warst du.
09:17Ich bin deine Mutter.
09:19Ich lasse dich nicht im Stich.
09:20Du bekommst deinen Job zurück.
09:22Ja, das hat man ja gerade gesehen.
09:24Du hast mich fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.
09:27Aber das habe ich doch nur getan,
09:28um dich zu schützen.
09:29Was hilft es dir denn,
09:30wenn Friedrich mich auch entlässt?
09:32So bleibe ich in der Firma
09:33und kann dafür sorgen,
09:34dass du deinen Job wieder bekommst.
09:36Das Einzige, was du tun solltest,
09:38ist, dich zu schämen.
09:40Aber dazu bist du wahrscheinlich
09:41überhaupt nicht imstande.
09:42Mutter.
09:45Patricia, wir können doch über alles reden.
09:47Wir können gar nichts mehr.
09:49Wir können nicht mal mehr
09:49im selben Raum sein.
10:05Und es gibt wirklich keine andere Möglichkeit?
10:09Eine Abmahnung, eine Beurlaubung,
10:12irgendwas?
10:12Was?
10:15Wie man es noch dreht oder wendet,
10:18sie hat die Firma betrogen
10:19und sie hat versucht,
10:20meine Mutter mit reinzuziehen.
10:22Ja, aber eine fristlose Kündigung.
10:24Das ist Friedrich auch nicht leicht gefallen.
10:27Sie ist deine Schwester.
10:29Selbst wenn ich wollte, Marie.
10:31Friedrich ist der Chef.
10:32Er hat das letzte Wort
10:33und er wird sich nicht umstimmen lassen.
10:40Friedrich hat übrigens vor,
10:42Julia als Designerin anzustellen.
10:45Als Übergangslösung natürlich.
10:50Und wie denkst du darüber?
10:54Es wäre eine gute Möglichkeit.
10:57Immerhin hat sie die Entwürfe gemacht
10:59und sie könnte gleich
11:00mit der Wildrosenserie weitermachen.
11:05Das wäre natürlich
11:06eine Riesenchance für Julia.
11:10Gerade jetzt,
11:11wo sie sich um das Stipendium bemüht,
11:14da würde ihr Name
11:15Falkenthaler Porzellan
11:16sicher nicht schaden.
11:16Sie könnte ihr Studium abschließen.
11:18Marie,
11:19es ist noch überhaupt nichts beschlossen.
11:21Es war eine Idee,
11:22die Friedrich hatte.
11:24Aber du findest sie nicht schlecht, oder?
11:26Du hast das bloß Großvater nicht wissen.
11:29Für ihn war schon
11:30der Vorschlag alleine
11:31aufregend genug.
11:35Ich wollte dich auch bitten,
11:37Julia erstmal nichts davon zu erzählen.
11:40Bis eine Entscheidung gefallen ist.
11:44Irgendwie fühle ich mich mies.
11:46Ich freue mich natürlich
11:48für Julia.
11:49Aber ist es nicht gleichzeitig
11:50Verrater und Patricia?
11:51Wir sind auch befreundet.
11:52Fast eine Familie.
11:56Oh, ist das alles kompliziert.
11:59Ja.
12:00Mit Julia ist es leider
12:01immer etwas kompliziert.
12:04Aber offensichtlich
12:06nimmt sie sich dann
12:07mit der Familie Grafenberg
12:08gar nichts.
12:14Ein Motorrad?
12:15Ja.
12:15Das ist Patrizia.
12:20So reagiert sie sich immer ab.
12:22Jetzt rast sie wieder
12:23stundenlang
12:23ziellos durch die Gegend.
12:28Willst du hinterher fahren?
12:30Nein,
12:31es würde nichts bringen.
12:33Sie wird schon auf sich aufpassen.
12:36Wir sehen morgen weiter.
13:01Na, endlich.
13:04Wir haben uns alle schon Sorgen gemacht.
13:05Ach ja?
13:06Patrizia, wir müssen reden.
13:09Reden?
13:10Es wäre ja was ganz Neues,
13:11wenn sich jemand aus meiner Familie
13:12mal wirklich für meine Geschichte
13:13interessiert.
13:15Was hast du dir eigentlich
13:16nur dabei gedacht?
13:19Hab ich das nicht gestern
13:20schon erwähnt?
13:21Mutter hat mich überredet.
13:22Ich will nichts von Annabelle hören.
13:24Warum hast du das getan?
13:26Warum hast du uns
13:27die ganze Zeit
13:28so angelogen?
13:30Das bringt doch nichts, Großvater.
13:33Vergiss es einfach, okay?
13:35Okay.
13:58Hallo?
14:00Hallo?
14:12Kann mir mal jemand
14:13bitte die Milch geben?
14:16Lilly?
14:21Nico,
14:21wenn du schon
14:22auf meinem Platz sitzt,
14:27muss ich liebe,
14:28anregende Unterhaltung
14:29mit meinen Kindern.
14:33Sorry, Papa.
14:37Trübt dich irgendwas?
14:40Wahrscheinlich das K-Wort.
14:43Ich werde immer noch
14:44Stress mit Kolja.
14:47Ach, vergiss es.
14:49Was ist mit dir?
14:50Ich?
14:52Hab Stress bei der Arbeit.
14:55Jetzt schon?
14:56Was hast du denn gemacht?
14:58Ich nichts.
15:00Jörg wird mich
15:00bestimmt heute feuern.
15:02Wie, du hast nichts gemacht
15:03und soll es gefeuert werden?
15:05Ich hab wirklich nichts gemacht,
15:06okay?
15:07Ich hab lediglich
15:07in der Firma
15:08was mitgehört
15:09und damit bin ich dann
15:10direkt zu Frederik gegangen.
15:11Und?
15:14Jörg hat mich fertig gemacht.
15:15Nur weil ich nicht
15:16zuerst zu ihm gegangen bin.
15:18Das klang sehr nach Kündigung.
15:20Du hast die Hierarchie vergessen.
15:22Da werden
15:24Vorgesetzte
15:24manchmal sauer.
15:26Das ist mir
15:26eigentlich auch egal.
15:28Ich geh da ohnehin
15:29nicht mehr hin.
15:29Der Typ kann mich mal.
15:31Das ist doch Blödsinn, Nico.
15:33Warum?
15:34Ich hab alles richtig gemacht.
15:36Dafür lass ich mich
15:37nicht so doof anmachen.
15:39Nico,
15:39du kannst dich jedes Mal
15:40in den Job schmeißen,
15:41nur wenn ein Vorgesetzter
15:42mit dir Klartext redet.
15:43Klar.
15:44Dir macht das ja auch
15:45nach 25 Jahren
15:46nicht aus,
15:47wenn der alte Grafenberg
15:48der Sack muss lang geht.
15:49Es reicht, Nico.
15:53Tim.
15:54Gott, sehr Dank.
15:55Ich hau schon mal ab.
16:00Wenigstens hab ich damit
16:01mein Leben in den Griff bekommen.
16:04Bei dir hab ich da so meine Zweifel.
16:14Morgen, Vater.
16:16Eva ist beim Einkaufen.
16:18Deine Chance.
16:20Auf Kaffee, Spiegler und Speck.
16:25Alles in Ordnung?
16:31Patricia spricht nicht mehr mit mir.
16:35Ist doch klar,
16:36dass sie die Kündigung
16:37zu schaffen macht.
16:38Nein.
16:40Es steckt mehr dahinter.
16:42Sie wirkte wie unter Schock.
16:45Sie fängt sich.
16:47Ich bin sicher.
16:48Ich bin mir
16:49nicht mehr sicher.
16:50dass die Entlassung
16:52die richtige Entscheidung ist.
16:54Wir waren uns einig.
16:57Patricia gehört zur Familie.
17:00Kann man einen Mitglied
17:01der Familie einfach entlassen?
17:03Reicht nicht eine Beurlaubung?
17:08Ich hatte Patricia
17:09schon einmal beurlaubt.
17:11Das ist nicht der erste Vorfall
17:13mit Patricia in der Firma.
17:15Sie hat die Prototypen
17:16der Romantik-Serie
17:17absichtlich zerstört.
17:21Das kann nicht sein.
17:23Doch.
17:26Ein klarer Akt von Sabotage.
17:28Ich hätte sie schon damals
17:29entlassen können.
17:29Aber
17:30ich dachte,
17:31es ist ein einmaliger Vorfall.
17:33Wir jetzt wissen leider nicht.
17:37Glaubst du denn,
17:38dass mich
17:38Patricias Entlassung
17:39kalt lässt?
17:42Gerade Patricia.
17:45Sie erinnert mich so sehr daran,
17:46wie ich einmal war.
17:49Und du?
17:51Du hast dich auch gefangen.
17:55Ich habe mir Gedanken
17:56über Patricias Nachfolge gemacht.
17:59Kennst meinen Vorschlag.
18:00Du weißt,
18:00dass ich diese Person
18:01nicht in der Firma sehen will.
18:03Ich habe Leuten hören,
18:05dass der Chefdesigner
18:07bei Holtgräbe
18:08nicht mehr zufrieden ist.
18:10Leuten hören heißt doch,
18:12dass du ihn abwerben willst, oder?
18:13Ja.
18:17Auch bei Swarson
18:18in
18:20Göteborg
18:20hat sich jemand interessiert.
18:24Gib mir dein Wort,
18:27dass du wenigstens
18:28mit ihnen sprichst.
18:30Natürlich.
18:32Aber wenn nichts
18:33dabei herauskommt,
18:34habe ich die letzte Entscheidung.
18:37Eier und Speck.
18:38Zwei für mich.
18:50Na?
18:52Harte Tour heute Nacht.
18:56Weißt du noch,
18:57als du deine alte 500er
18:59mal drei Tage lang
19:00schrubben musstest?
19:01Ich habe hier das Schlammloch mitgenommen,
19:03weil du mich so gemerkt hast.
19:05Ja.
19:06Ja.
19:10Daniel, was willst du?
19:11Mir sagen, wie dumm ich war?
19:14Großvater auch schon probiert.
19:16Ich habe mir Sorgen
19:17um dich gemacht.
19:19Ich will endlich wissen,
19:20was wirklich passiert ist.
19:23Was gibt es da noch zu sagen?
19:25Es war doch gestern
19:25für euch alle so klar.
19:27Für Frederik vielleicht.
19:29Ich möchte aber
19:29deine Version hören.
19:32Okay.
19:34Als ich aus dem Urlaub
19:35wieder kam.
19:36Nach der Sabotage
19:37der Romantiksehre.
19:38Ja.
19:38Willst du es jetzt hören
19:39oder nicht?
19:40Natürlich.
19:41Entschuldige bitte.
19:44Also,
19:45Frederik hat mich sofort gelobt
19:47für die neuen Entwürfe.
19:49Ich wusste überhaupt nicht,
19:50wovon er spricht.
19:51Da dachtest du,
19:52natürlich ist es deine.
19:53Sicher.
19:54Von wem kommen denn die Entwürfe
19:55in unserer Firma?
19:56Von mir.
19:58Naja.
20:00Irgendwann habe ich es dann rausbekommen.
20:03Wahrscheinlich hätte ich es
20:04sofort sagen sollen,
20:05aber
20:06ich dachte,
20:07ich kriege die Entwürfe selber hin.
20:09Und als das nicht geklappt hat,
20:11hast du sie Julia abgekauft.
20:12Erst wusste ich gar nicht,
20:13dass sie von Julia stammt.
20:17Verstehst du, Daniel?
20:20Der Druck von Frederik war so groß.
20:22Ich wusste überhaupt nicht mehr,
20:23was ich machen sollte.
20:26Ich bin da so reingeschlittert.
20:29Wir haben doch schon oft
20:29freie Designer engagiert.
20:31Ja.
20:32Aber dann haben wir es
20:33öffentlich gemacht.
20:35Und nicht auch noch Preise angenommen.
20:37Patricia, spätestens da
20:38hättest du irgendetwas sagen müssen.
20:40Und genau das wollte ich doch,
20:41aber Mutter war dagegen.
20:42Komm, nicht schon wieder diese Leier.
20:43Sobald Mutter ins Spiel kommt,
20:45lüge ich wieder, oder was?
20:46Ich weiß selbst,
20:48dass Mutter ihre Fehler hat,
20:49aber sie würde dich niemals
20:51so ins offene Messer laufen lassen.
20:52Hast du überhaupt keine Ahnung?
20:53Du weißt nicht,
20:54wozu unsere Mutter fähig ist.
20:55Wach endlich auf, Daniel!
21:11Ja?
21:13Hi, Nico!
21:15Hi!
21:17Sag mal,
21:22weißt du,
21:22was ist mit dem Wildrosen-Design passiert?
21:25Keine Ahnung.
21:26Ich meine, ich...
21:28Du weißt,
21:29dass ich es entworfen habe.
21:30Ich habe in der Firma davon gehört.
21:33Dann hat sie jetzt also
21:34die Runde gemacht.
21:35Naja,
21:36das war ja zu erwarten.
21:38Die Manufaktur
21:39wollte die Serie unbedingt herstellen.
21:40Ich denke,
21:41sie wird jetzt auch gemacht.
21:42Was interessiert dich das überhaupt?
21:46Ich bin eigentlich schuld,
21:47dass die ganze Sache
21:48überhaupt aufgeflogen ist.
21:52Wie das denn?
21:56Ich habe da was in der Firma mitbekommen
21:59von Patrizia
22:00und habe Frederik davon erzählt.
22:03Ich hoffe,
22:03du hast es keinen Stress deswegen.
22:09Nichts,
22:09womit ich nicht zurechtkommen würde.
22:12Mach dir keine Gedanken, Nico.
22:15Wenn du in der Firma
22:16was Komisches bemerkst,
22:17dann musst du es doch melden.
22:18Ist schließlich dein Job?
22:20Nee,
22:21darum geht es nicht.
22:23Mir tut einfach Patrizia leid.
22:25Die bekommt jetzt bestimmt Ärger.
22:28Es wird schon nicht so schlimm werden.
22:31Sicher.
22:32Damit muss ich klarkommen.
22:35Ich gehe da mal besser.
22:35Schönen Tag noch.
22:37Dir auch?
22:46Na, Ben,
22:47schon bei der Arbeit?
22:48Oder doch wieder dabei,
22:49die Firma zu hintergehen?
22:52Sehr lustig.
22:53Und du?
22:54Schnüffelst du mir hinterher,
22:56um Beweise für deine
22:57abstrusen Vorwürfe zu finden?
22:59Bei dir muss man nur tief genug graben.
23:01Dann findet man schon etwas.
23:03Na, dann widme dich mal wieder
23:04deinem Detektivspiel.
23:06Komisch.
23:07Ich dachte,
23:08du hättest extra dafür
23:09Leute eingestellt.
23:12Wahrscheinlich ist das
23:12deine wahre Bestimmung.
23:14Sherlock Holmes
23:15der Porzellanbranche.
23:17Jedenfalls besser,
23:17als unsere Firma leiten.
23:19Zumindest ist deine Bilanz
23:21dort äußerst bescheiden.
23:22Bis auf Chaos stiften
23:24und, ah ja,
23:25Verwandte entlassen.
23:26Ich würde mich ja so freuen,
23:28wenn du dabei die Nächste bist.
23:30Daraus wird leider nichts.
23:33Hast du schon ganz vergessen,
23:34dass ich ganz beträchtliche
23:35Anteile an der Firma halte?
23:37Du wirst mich also nicht los,
23:39Schwager.
23:53Hallo, Patricia.
23:55Ach nee.
23:56Jetzt nicht du auch noch.
24:01Es tut mir leid,
24:02was passiert ist.
24:02Ach, tatsächlich?
24:10Daniel hat mir erzählt,
24:11wie du in die ganze Geschichte
24:12reingeschlettert bist.
24:14Dann hat er dir auch
24:15sicherlich gesagt,
24:16was für böse Dinge
24:17ich über unsere
24:18herzensgute Mutter erzähle.
24:21Schon klar.
24:23Du fällst genauso auf sie rein
24:24wie alle anderen auch.
24:28Hast du das wirklich nötig?
24:34Ich dachte,
24:35du hättest die Größe,
24:35zu deinen Fehlern zu stehen.
24:40Aber da habe ich mich
24:41wohl betäuscht.
24:59Schön, dass du auch endlich da bist.
25:01Dir auch.
25:01Einen wunderschönen guten Morgen,
25:03Kolja.
25:04Wir hatten schon ein Meeting,
25:05aber ihr hattet wahrscheinlich
25:06Wichtigeres zu tun.
25:07Puh, ist irgendwas passiert?
25:09Haben die Chefs wieder Lust,
25:10die Firma zu leiten?
25:11Wie man es nimmt.
25:13Wie jetzt?
25:16Hallo, Kolja.
25:20Och, Mann, Tim,
25:21kannst du nicht aufpassen?
25:23Patricia hat das Modell
25:24sowieso gecancelt.
25:25Herr Grafenberg hat Patricia
25:26fristlos entlassen.
25:28Du veräppelt uns, oder?
25:30Nee, das hat er gerade
25:30vor versammelter Mannschaft
25:31bekannt gegeben.
25:32Und warum?
25:34Wahnsinn.
25:35Und was passiert jetzt?
25:36Wer wird euer neuer Sklaventreiber?
25:37Keine Ahnung.
25:38Frederik hat keinen Grund genannt?
25:44Ihr Glücklichchen, ey.
25:45Niemand, der euch rumkommandiert.
25:47Das ist...
25:48Oh, da fällt mir ein.
25:49Ich muss...
25:50springen wieder runter.
25:52Tschüss.
25:53Ciao, sorry.
25:55Tschüss.
25:56Es gibt doch noch
25:57Gerechtigkeit in dieser Welt.
25:59Was war denn dieser blöde Spruch?
26:01Äh, nichts.
26:03Kolja, zeig mal.
26:06Okay.
26:09Hallo, Nico.
26:10Hallo, Eva.
26:12Ich dachte, ich hätte Patricia
26:14im Garten gesehen und dann...
26:16Die kannst du gar nicht gesehen haben, Nico.
26:19Patricia ist mit dem Motorrad weggefahren.
26:22Wann kommt sie denn wieder?
26:24Keine Ahnung.
26:29Na, willst du nicht rangehen?
26:32Ja.
26:34Hallo, Nico.
26:35Ich bin Zirk.
26:36Gedenkst du heute auch noch mal zur Arbeit zu kommen?
26:39Hallo?
26:40Ist alles okay bei dir?
26:41Geht so.
26:43Bist du krank oder was?
26:45Nein, ich dachte...
26:48Na, wegen gestern.
26:50Wegen dem Anschiss von dir.
26:51Ich dachte, ich wäre gefeuert.
26:53Ich schlage manchmal einen rauen Ton an.
26:56Das gehört einfach zum Job.
26:58Bist doch keiner, der davon gleich einknackt.
26:59Nein, natürlich nicht.
27:01Also, bewegst du dich jetzt endlich in die Firma?
27:04Klar.
27:06Ja, ich muss dann doch...
27:07Natürlich.
27:09Soll ich Patricia was ausrichten?
27:16Hör rein.
27:18Darf ich dich kurz stören?
27:20Natürlich.
27:22Du hattest doch eine Idee wegen der Wildrosenkampagne.
27:26Steht dir überhaupt noch an?
27:28Frederik versucht, einen Designer von Swanson zu erreichen.
27:31Die Suche hätte er sich sparen können, wenn er...
27:33Mutter, bitte.
27:35Hast du seine kleine Ansprache heute gehört?
27:38Wir können froh sein, dass er uns nicht auch gleich rausgeschmissen hat.
27:41Hätte er denn in deinem Fall Grund dazu gehabt?
27:45Wie meinst du das?
27:48Mutter, sei ehrlich.
27:50Hast du dir diese Geschichte mit Patricia zusammen ausgedacht?
27:54Daniel, ich bin enttäuscht.
27:56Wie kannst du glauben, dass ich meine Tochter zu so einer Idee anstifte?
28:00Eine Zusammenarbeit mit Julia Schilling.
28:03Entschuldige.
28:05Es tut mir leid.
28:06Ich weiß es auch nicht.
28:07Es sind schwierige Zeiten.
28:09Allerdings.
28:09Aber die werden sich auch wieder ändern, wenn wir endlich etwas gegen Frederik unternehmen.
28:15Mutter, ich glaube nicht, dass die Familie jetzt gegeneinander arbeiten sollte.
28:19Aber genau das tut dein Onkel doch.
28:22Erst hat er dir die Firmenleitung weggeschnappt und dann hat er auch noch die arme Patricia rausgeschmissen.
28:27Moment mal.
28:28Er hat mehr als deutlich gemacht, dass er mich lieber heute als morgen ganz aus der Firma raushaben will.
28:33Ist das nicht ein bisschen zu dramatisch?
28:36Überhaupt nicht.
28:38Daniel, bitte sei vorsichtig.
28:40Frederik wartet doch nur auf einen Vorwand, um dich auch loszuwerden.
28:45Und das wäre der Anfang vom Ende für dieses Familienunternehmen.
28:50Ich glaube nicht, dass Frederik irgendeine Taktik fährt.
28:53Und was Patricia betrifft, Mitarbeiter, die die Firmenleitung hintergehen, haben in diesem Unternehmen nichts verloren.
28:59Und das hat mit der Familie überhaupt nichts zu tun.
29:03Es tut mir leid, aber das sehe ich genauso wie Frederik.
29:17Patricia!
29:18Danke, Julia.
29:19Vielen Dank.
29:20Du hast dich wahrscheinlich noch lustig über mich gemacht.
29:22Erst Geld kassieren und mich dann seelenruig abservieren.
29:25Jetzt warte mal.
29:26Frederik hat mich fristlos entlassen.
29:28Das tut mir leid.
29:29Komm, spar dir das.
29:30Du hast doch Frederik selbst von unserem Deal erzählt.
29:32Ja, schon.
29:33Wir haben Stillschweigen vereinbart.
29:35Du hast jetzt einen Vertrag unterschrieben.
29:37Moment mal, Patricia.
29:39Wenn wir jetzt schon von Vertrag sprechen.
29:40Ich hatte überhaupt keine Ahnung davon, dass du das alles hinter dem Rücken deines Chefs abziehst.
29:44Aber ich habe mal wieder den Fehler gemacht, deiner lieben Mutter zu glauben.
29:47Und die hatte mir versichert, dass sie Frederik informiert.
29:50Patricia, ich habe wirklich versucht, den Mund zu halten.
29:52Sogar als Frederik mich das erste Mal gefragt hat.
29:55Und warum hast du das nicht getan?
29:56Jetzt bin ich meinen Job los.
29:57Dann bedank dich bei deiner Mutter.
29:59Die hat versucht, mich unter Druck zu setzen.
30:01In ihrer gewohnt unverschämten Art.
30:03Und das lasse ich mir einfach nicht mehr bieten.
30:05Ich hoffe, du verstehst das.
30:06Um deinen Job tut es mir wirklich ehrlich leid.
30:09Vergiss es.
30:16Und der ist von Bismarck?
30:19Von Fürst Otto von Bismarck.
30:22Wow.
30:24Ja, ein Dankschreiben für ein persönliches Service.
30:29Herr Grafenberg?
30:31Was ist los?
30:33Ja, was soll sein?
30:34Sie sind unkonzentriert.
30:36Ich muss Ihnen heute jedes Wort aus der Nase ziehen.
30:38Und Sie haben Ihr Tiramisu nicht gegessen.
30:42Das lassen Sie sich doch nie entgehen, wenn Eva weit weg ist.
30:46Das ist privat, geht Sie nichts an.
30:56Herr Grafenberg.
30:58Jeden Tag erzählen Sie mir hier die tiefsten Geheimnisse Ihrer Familie.
31:02Privater kann man ja wohl nicht werden.
31:06Zum Beispiel diese Affäre Ihres Uronkels mit dieser Porzellanmalerin.
31:13Wir waren uns einig, dass das nicht in die Chronik gehört.
31:18Oder dieser angeheiratete Schwager, der...
31:21Ah, nee.
31:22Das war ja der Ex-Mann Ihrer Schwägerin, oder?
31:25Ach, ist ja auch egal.
31:26Auf jeden Fall der, der in den 20er Jahren sich in der Firmenkasse bedient hat.
31:31Das ist doch wohl auch privat.
31:34Sie geben nie auf, oder?
31:36Also gut, wenn Sie es unbedingt wissen müssen.
31:40Ich mache mir Sorgen um meine Enkel.
31:45Sie redet nicht mehr mit mir.
31:48Frederik hat sie fristlos entlassen.
31:54Naja, die Geschichte kennen Sie ja.
31:56Ihre Tochter ist ja auch beteiligt.
32:00Es gibt Situationen, da versteht man seine Kinder wirklich nicht mehr.
32:05Aber da kann man nur einfach akzeptieren, dass die Kinder eben auch manchmal Blödsinn machen.
32:11Genauso wie dieser Ex-Mann Ihrer Schwägerin.
32:16Es war der Cousin meines Vaters, der in den 20er Jahren in die Firmenkasse gegriffen hat.
32:22Aber das gehört natürlich auch nicht in die Chronik.
32:25Natürlich nicht.
32:35Eigentlich hat Tim recht.
32:37Dass wir zur Zeit keinen Boss haben, ist doch ganz lässig.
32:41Ja, ich kann auch mal einen Tag ohne Anweisungen leben.
32:43Oh ja, besonders ohne Patricias Kommandoton.
32:47Lilly, Tamesin, habe ich gesagt.
32:49Wenn ich den Teller so gewollt hätte, dann hätte ich Aprico gesagt.
32:56Ehrlich, wir kriegen die Abteilung auch alleine organisiert.
32:59Klar, wir sind der Boss.
33:01Wir sind der Boss.
33:03Und Freunde, oder?
33:08Koya, komm, können wir uns nicht endlich wieder vertragen?
33:15Dann könnte man Patricia eher fast dankbar sein,
33:18dass sie heimlich Julias Entwürfe benutzt hat.
33:21Wie bitte?
33:23Das Wildrosendesign.
33:24Das ist eigentlich von Julia.
33:26Das hat Patricia nur als ihres ausgegeben.
33:28Am Anfang zumindest.
33:29Dann hat sie Julia dafür bezahlt.
33:32Das hast du die ganze Zeit gewusst.
33:36Und natürlich erzählst du sowas deinem besten Freund nicht, ja?
33:40Ich sag's dir doch jetzt.
33:43Julia hat mich gebeten, keinem davon zu erzählen.
33:46Keinem, verstehst du?
33:48Auch jetzt noch nicht.
33:50Und was mache ich?
33:50Ich erzähl's dir.
33:51Das ist ein Vertrauensbeweis.
33:55Koya, komm, das hat nichts mit uns zu tun.
33:58Wir schmeißen die Abteilung ab jetzt alleine.
34:01Wir machen ab jetzt gar nichts mehr zusammen, okay?
34:11Was will ich hier?
34:14Daniel wird mir sowieso nicht glauben.
34:16Aber vielleicht kann ich Ihnen überreden,
34:18Patricia noch eine Chance zu geben.
34:20Sie hat die Entlassung wirklich nicht verdient.
34:23Eigentlich ist sie nur ein Opfer von Annabelle.
34:27Wenn Daniel mir auch nie glauben würde,
34:29dass seine Mutter hinter allem steckt.
34:31Vielleicht glaubt er seiner eigenen Schwester.
34:35Was machst du denn hier?
34:38Hallo, Silke.
34:39Ich möchte gern mit Daniel sprechen.
34:42Der ist nicht da.
34:44Dann kann ich ja sicher warten, oder?
34:46Wir verteilen keine Hausverbote,
34:48so wie andere Leute.
34:50Hallo, Julia.
34:52Hallo.
34:53Willst du nicht bei mir drüben warten?
34:55Gerne.
34:56Ja?
34:56Willst du einen Kaffee oder irgendwas?
34:58Danke.
35:04Jetzt geh mal ein bisschen runter vom Gas.
35:06Warum hast du Julia angelogen?
35:07Daniel ist doch da.
35:08Er will aber nicht gestört werden.
35:10Das ist so gut wie nicht da.
35:24Noch mehr Vorbestellung für das Wildrosendesign.
35:26So ist es.
35:27Eine Hotelkette aus Spanien,
35:29Kaufhose aus Süddeutschland.
35:33Was wird nur passieren,
35:35wenn das Medienecho auf den Goldbergpreis
35:36erst richtig groß wird?
35:40Wir können nicht mehr zurück,
35:41sonst haben wir unseren Ruf vollkommen verspielt.
35:44Vielleicht fühlte Patricia sich ja auch
35:45so unter Druck gesetzt,
35:46dass sie deshalb immer weiter gelogen hat.
35:49Mag sein.
35:50Das ändert nichts daran,
35:51dass sie uns angelogen hat.
35:53Du hast recht.
35:54Was machen denn die Abwehrversuche
35:56bei Swanson und den anderen Firmen?
35:58Alle möchten gerne bei uns arbeiten.
36:00Vor allem für die Summe,
36:01die ich ihnen anbiete, aber...
36:02Nicht in nächster Zeit.
36:03Ja.
36:05Du kannst Werner ruhig sagen,
36:06dass ich alles gemacht habe,
36:07aber wenn wir jetzt nicht handeln,
36:08dann kann die Firma
36:09einen richtig bösen,
36:10großen finanziellen Verlust erleiden.
36:18Hallo, Kolja.
36:19Oh, ich dachte, es wäre Lilly.
36:21Und dich strafst du mit Missachtung.
36:26So schlimm.
36:27Frag nicht, wir haben uns gestritten.
36:29Hast du irgendwas für uns?
36:31Anweisungen, was wir machen sollen oder so?
36:33Nein.
36:35Hast du mitbekommen,
36:37warum Patricia entlassen wurde?
36:41Ich meine, hast du was gehört?
36:44Hier ist nichts passiert.
36:46Es ist ja schon ein bisschen komisch.
36:48Erst gewinnt sie die größte Auszeichnung
36:50der Branche
36:51und dann wird sie fristlos entlassen.
36:54Ja, ist schon irgendwie komisch.
36:59Na ja, ich habe gedacht,
37:01du hättest vielleicht was mitbekommen.
37:03Nee, tut mir leid, Silke.
37:04Ich weiß leider auch nichts.
37:24Stellen Sie sich Ihre Wirbelsäule als Achse von einem Rad vor.
37:30Wie soll das funktionieren?
37:33Oder nicht aus Gummi?
37:37Werner, nimm es mir nicht übel,
37:38aber du gibst nicht gerade eine glückliche Figur ab.
37:41Ich erwarte auch gar nicht, dass dir das gefällt.
37:46Aber um es dir zu erklären, das ist ein Rückschwung.
37:49Ich mache durchaus Fortschritte beim Golf.
37:51Warum tust du dir das an, Werner?
37:55Auch als alter Mann sollte ich mich noch ein bisschen bewegen,
37:58zumal ich jetzt bei der Familienchronik
38:03viele Stunden im Sitzen zubringe.
38:06Ich dachte schon, das sei so eine Art Selbstgeiselung.
38:10Warum sollte ich mich geißeln?
38:13Vielleicht hast du ja endlich erkannt,
38:14dass es ein Fehler war,
38:16Frederik zum Chef zu machen.
38:20Und ich dachte schon,
38:22du hättest dein Lieblingsthema ad acta gelegt.
38:26Das ist aktueller denn je.
38:28Letztlich hast du Patricias Entlassung zu verantworten.
38:35Diese Unverschämtheit musst du mir dann doch erklären.
38:38Das ist ganz einfach.
38:40Frederik hat Patricia ja geradezu genötigt,
38:43diese Entwürfe als die ihrigen auszugeben.
38:45Und das konnte er nur tun,
38:47weil du ihn auf seinen Posten gehievt hast.
38:50Und ich jetzt schuld bin,
38:51dass mein Enkelkind diese Firma und diese Familie
38:56hintergangen und belogen hat.
39:07Annabelle, ich bin doch sehr gut im Abschlag.
39:11Sieh dich also vor,
39:12dass dir nicht eines Tages ein Golfball an den Kopf liegt.
39:28Entschuldige, Silke,
39:29hast du mittlerweile eine Ahnung?
39:31Du wolltest doch unbedingt warten.
39:33Wo ist das Problem?
39:34Was willst du hier?
39:36Silke mal wieder vor dem bösen Jörg war?
39:39Denk dran.
39:40Ich kann Unruhestifter ganz schnell vor die Tür setzen.
39:43Der Einzige, der hier Unruhestiftet, bist du.
39:46Du sagst mir Bescheid,
39:47wenn es ihr Ärger gibt.
39:49Ah, Herr Grafenberg,
39:51kann ich Sie einen Moment sprechen, bitte?
39:52Du hast keinen Termin.
39:53Das geht schon in Ordnung, Frau Mertens.
39:55Ich wollte Sie ohnehin gerade anrufen.
39:57Wirklich?
39:57Ich müsste dringend mit Ihnen sprechen.
39:59Allerdings nicht hier.
40:00Wären Sie so nett und würden mir in meinem Büro folgen?
40:03Gerne.
40:11Ich frage mich,
40:12was der Chef mit Julia zu besprechen hat.
40:14Beziehungsweise sie mit ihm.
40:15Wenn du möchtest, kann ich das für dich rausfinden.
40:17Das ist lieb von dir,
40:18aber ich habe bereits eine Vorahnung.
40:21Mit Daniel hat es nicht geklappt.
40:23Und jetzt versucht sie es beim anderen Grafenberg.
40:31Ich habe mitbekommen,
40:32dass Sie Patrizia entlassen haben.
40:34Ja,
40:35aber
40:36ich möchte keine Personalentscheidung
40:37mit Ihnen diskutieren.
40:39Bitte, Herr Grafenberg,
40:40ich muss dazu was sagen.
40:41Es war nicht allein Patrizias Schuld.
40:43Wie ich schon sagte,
40:45Frau Schilling,
40:46das müssen Sie wirklich mir überlassen.
40:47Aber es war meine Schusseligkeit.
40:49Ich habe meine Zeichnung in Lillys Mappe vergessen.
40:52Sonst wären Sie nie in Patrizias Hände gelangt.
40:56Das haben Sie mir alles schon gesagt.
40:57Trotzdem hätte Patricia uns mitteilen müssen,
41:00dass die Zeichnungen nicht von ihr sind.
41:01Kann man denn gar nichts mehr machen?
41:03Nein.
41:05Patricia wird Ihren Posten nicht zurückbekommen.
41:07Wir haben ein ganz anderes Problem.
41:11Ihr Wildhosendesign.
41:13Wir wollen,
41:15wir müssen diese Serie herausbringen.
41:18Und dazu brauchen wir Ihre Hilfe.
41:21Wären Sie bereit,
41:23für die Falkenthaler Porzellanmanufaktur
41:25ganz offiziell als Designerin zu arbeiten?
41:29Vielen Dank.
41:30Vielen Dank.
41:31Danke.
41:31Danke.
41:31Danke.
41:31Danke.
41:33Danke.
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