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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:01So, Daniel, wenn wir gewusst hätten, dass du hier bist, dann wären wir...
00:06Wärt ihr was? Dann wird ihr räumütig zu Hause geblieben?
00:11Und das Elend nicht zu sehen?
00:14Kommt, wir gehen. Wir müssen uns nicht provozieren lassen.
00:16Lass uns miteinander reden, wenn du dich beruhigt hast.
00:20Wenn ich mich beruhigt habe,
00:24dann macht euch noch einen schönen Abend, genießt das gute Essen, einen vorzüglichen Wein.
00:29Daniel, du hast zu viel getrunken.
00:33Ich werde jetzt nach Hause gehen, lieber Onkel, und um mein Kind trauern.
00:38Dass du auf dem Gewissen hast.
00:40Komm, es reicht jetzt.
00:53Ich habe noch was vergessen.
01:09Hey, what you looking for?
01:14No one has the answer.
01:18They just want more.
01:22Hey, who's gonna make it right?
01:29This could be the first day of my life.
01:38Aufhören! Hör sofort auf damit!
01:43Zeig euch!
01:45Und die doch, warte!
01:46Die Polizei!
01:47Können Sie doch einen!
01:48Hören Sie sich!
01:50Ruhig!
02:13Hallo!
02:15Kann ich reinkommen?
02:17Klar.
02:18Ich brauche nur ein bisschen Wasser.
02:20Ich habe noch keine Leitung in der Werkstatt.
02:22Bedien dich.
02:35Ich habe gehört, dass Maria ihr Kind verloren hat.
02:39Es tut mir leid.
02:42Für euch alle.
02:44Danke.
02:46Ist es okay, wenn ich mich einen Moment setze?
03:00Mach dich ganz schön fertig, hm?
03:05Sie hätten sich so auf das Kind gefreut.
03:08Habt ihr doch alle, oder?
03:11Erst Großvater, dann das Baby.
03:20Ich wünschte, Großvater würde noch leben.
03:24Er wäre der Einzige, der die Familie noch zusammenhalten könnte.
03:29Ich gehe da noch ins Cozy.
03:31Würdest du nicht mitkommen?
03:33Ein bisschen quatschen?
03:35Was trinken?
03:37Oder nur was trinken und gar nicht quatschen?
03:40Vielleicht.
03:42Ich weiß noch nicht genau.
03:45Vielen Dank für das Angebot.
03:47Okay.
03:49Okay.
04:06Wir werden für den entstandenen Schaden natürlich aufkommen.
04:10Schicken Sie uns einfach die Rechnung.
04:12Und bitte richten Sie Herrn Lanzino aus,
04:13dass wir diesen Vorfall zutiefst bedauern.
04:18Sie wollen wirklich keine Anzeige erstatten?
04:20Nein.
04:20Mein Neffe, seine Verlobte,
04:23er hat einfach die Kontrolle verloren.
04:26Wir sind schon.
04:28Komm, wir haben ja nichts mehr verloren.
04:32Das alles ist deine Schuld.
04:34Ich hoffe, du kannst nachts noch ruhig schlafen.
04:40Was für ein Albtraum sind wir denn hier gelandet?
04:42Lass uns nach Hause fahren.
04:44Das, was du jetzt am dringendsten brauchst, ist ein Eisbeutel.
04:47Ich habe Daniel noch nie so außer sich gesehen.
04:50Sein Verhalten ist unentschuldbar.
04:52Aber du darfst auch nicht vergessen,
04:53was er in den letzten Tagen durchgemacht hat.
04:55Steht ja immer noch sein Neheim.
04:56Hier steht er auch.
04:58Ihr seid doch eine Familie.
05:00Du hast recht.
05:02Lass uns gehen.
05:07Wiedersehen.
05:26So ein Zufall.
05:28Suchst du also mich?
05:29Schade, dass du nicht oben in deiner Wohnung bist.
05:32Und an deinen dämlichen Geräten rumturnst.
05:34Was soll ich dann noch machen, wenn du nicht mehr kommst?
05:36Nur noch mal zum Mitschreiben.
05:38Was uns verbunden hat, war eine kleine, mittelmäßige Affäre.
05:41Und die ist längst vorbei.
05:43Geht das in deinen Spatzenhörn?
05:44Aha, du glaubst also,
05:45du bist jetzt alleine mit deiner Mutter fertig.
05:47Allerdings.
05:49Jedenfalls brauche ich niemanden,
05:50der so blöd ist,
05:51sich bei einem Einbruch in der Manufaktur erwischen zu lassen.
05:54Wirklich brillante Arbeit, du Profi.
05:57Na ja?
05:59Ja.
06:00Andreas hat dich gesehen,
06:01als du den Telefonanschluss meiner Mutter gecheckt hast.
06:03Und das zeugt nicht gerade von deinem Können.
06:06Und?
06:07Deswegen wirst du mir trotzdem nicht die Polizei auf den Hals setzen.
06:10War doch schließlich dein Auftrag, oder?
06:11Weißt du was?
06:12Vergiss es.
06:13Komm, setz dich endlich.
06:15Wie wär's mit einem Bier?
06:16Ich lade dich ein.
06:25Na gut.
06:26Dann eben nicht.
06:28Was ist denn, wenn Dr. Launermann mich wirklich nicht mehr behandeln will?
06:32Das ist doch ein Quatsch.
06:32Er muss dich behandeln.
06:33Auch wenn du Kassenpatientin bist.
06:35Er ist diensthabender Arzt.
06:37Oh, jetzt hat es sich schon wieder so komisch angefühlt.
06:42Andreas, ich hab echt so eine Angst, dass mir das Gleiche passieren könnte wie Marie.
06:51Frau Mertens.
06:53Hallo, Andreas Grill.
06:54Ich will einen Kollegen von Frau Mertens.
06:55Ich hab sie hergefangen.
06:57Aha.
06:58Was ist denn das Problem, Frau Mertens?
07:00Sie haben Schmerzen im Bauchbereich?
07:02Ja.
07:04Das fühlt sich ganz komisch an.
07:07Wie Krämpfe.
07:10Aha.
07:11Bitte.
07:12Ja, sicher.
07:14Kannst du nicht hierbleiben, bitte?
07:15Ähm, ja, sicher.
07:17Ist doch kein Problem, Dr. Launermann, oder?
07:18Ja, ja.
07:22Wann haben denn diese Krämpfe eingesetzt?
07:25Den ganzen Tag schon.
07:27Es wird immer schlimmer.
07:30Gut.
07:33Dankeschön.
07:33Nur damit wir uns richtig verstehen.
07:34Du kriegst dein Bier, wenn du das schnell ausdrängst, und dann endlich verschwindest.
07:37Ich hab deine Visage wirklich langsam satt.
07:44Bestimmt so.
07:57Ist er schon lange hier?
07:59Lange genug, um mehr auf den Wecker zu gehen.
08:01Und Patricia?
08:02War die auch da?
08:03Ja, ist aber nicht lange geblieben.
08:05Ich glaub, sie war mit ihm verabredet.
08:10Komisch.
08:10Ich denke, da läuft nichts mehr zwischen den beiden.
08:13So kann man sich ehren.
08:16Hast du ein Bier für mich?
08:17Ja.
08:21Ist ja viel los heute, hm?
08:24Andreas und Silke waren vorhin da.
08:26Aber ihr ging's nicht so gut.
08:28Andreas hat sie sicherheitshalber ins Krankenhaus gefahren.
08:30Das Krankenhaus?
08:32Ja, Silke meint, das Baby hat sich komisch bewegt.
08:34Und dann hat sie Krämpfe bekommen.
08:36Ach du Scheiße.
08:37Muss ja nichts Schlimmes sein, aber falls doch.
08:38Ich möchte mir nicht vorstellen, was dann mit Silke ist.
08:41Erst Marie und dann das.
08:44Andreas wollte sich melden, sobald sie was genaueres wissen.
08:48Sie hat gerade angefangen, sich so richtig auf das Kind zu freuen.
09:02Eins, was nur Daniel lassen hat, ganz schön stark drauf.
09:05Ja, und du die Macho-Sprüche.
09:07Bin ich so schlimm?
09:09Nein.
09:10Aber die ganze Situation ist einfach...
09:14Daniel hat dieses Kind so viel bedeutet.
09:16Und jetzt wird's ihm genommen, bevor es überhaupt wirklich da war.
09:20In den seien Augen bin ich der Schuld, eh.
09:22Das Stimmste daran ist, er hat recht.
09:24Das ist doch Blödsinn, Frederik.
09:25Es war ein Unfall.
09:27Ein schrecklicher, bedauernswert der Unfall, der Marie passiert ist.
09:30Da ist niemand Schuld dran.
09:33Ich hab Marie bedrängt.
09:35Hätte ich sie mit meinen Fragen nicht zu dir enge getrieben,
09:37dann wäre sie nicht kopflos weggelaufen
09:39und die Treppe hinuntergefallen.
09:42Willst du dir jetzt für den Rest seines Lebens die Schuld daran geben?
09:46Ich muss doch für mein Handeln Verantwortung übernehmen.
09:48Das hast du doch gemacht.
09:50Du hast dich Daniel und Marie gestellt.
09:53Du hast sie um Verzeihung gebeten.
09:54Du hast versucht, alles zu erklären.
09:57Und Marie hat das verstanden.
09:59Sie ist die Letzte, die dich zum Schuldigen abstempelt.
10:04Aber Daniel sieht das nicht so.
10:05Der Wolle fast verrückt wird vor Trauer.
10:09Ich wünschte, wir könnten ihm das leichter machen, aber es geht eben nicht.
10:13Mit dem Verlust muss er ganz alleine fertig werden.
10:18So wie ich mit mir in Schuld gefühle.
10:20Du bist nicht alleine.
10:23Und du musst dich auch nicht so quälen.
10:26Oder dich zusammenschlagen lassen von Daniel.
10:28Damit ist doch nun wirklich niemandem geholfen.
10:30Weder ihm noch dir.
11:00Du bist nicht alleine.
11:00Entschuldige, Marie.
11:01Ich würde dich nicht aufwecken.
11:08Was ist denn los?
11:11Ist irgendwas passiert?
11:15Ich...
11:15Ich habe Frederik im Lanzino gesehen.
11:19Und?
11:21Habt ihr euch gestritten?
11:27Es tut mir leid.
11:28Ich habe...
11:29Ich habe Brot gesehen.
11:33Ich wollte, dass wir unser Kind wenigstens beerdigen können.
11:37Aber Lonnemann hat gesagt, es ist schon weg.
11:42Sie hatten sich schon darum gekümmert.
11:45Das sei normal bei Fehlgeburten in den ersten Monaten.
11:51Entschuldige, Marie.
11:52Ich dachte, es würde uns helfen.
11:55Und als Frederik vor mir stand, ich...
11:59Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten.
12:03Für dich durchgedreht.
12:09Nein.
12:17Ich bin für dich da.
12:20Ja.
12:28Machen Sie keinen Ultraschall?
12:31Einen Moment, Frau Mertens.
12:34Gleich.
12:37Wissen Sie denn, was mit dem Baby ist?
12:39Allerdings.
12:42Ja, ist es was Ernstes?
12:44Müssen wir uns Sorgen machen?
12:46Der Kleine hat Schluck auf.
12:48Schluck auf?
12:51Ja, und besser, sie gewöhnt sich schon mal dran.
12:53Er wird sie in den nächsten Monaten noch öfter damit quälen.
12:57Hast du gewusst, dass kleine Babys im Bauch schon einen Schluck aufhaben können?
13:01Also, trotz meiner mehrwöchigen Erfahrung als angehender Vater, nein.
13:09Ja, also machen Sie sich keine Sorgen.
13:11Dem Kind geht es hervorragend.
13:13Möchten Sie trotzdem noch eine Ultraschalluntersuchung?
13:16Ich möchte, dass Sie sich ganz sicher sind.
13:18Das bin ich zwar auch so, aber wo Sie schon mal hier sind, gucken wir uns den kleinen Dorf ruhig
13:23an.
13:24Ja.
13:37Oh, nahm der Bein.
13:41Lass dich nicht stören, das sah sehr gemütlich aus.
13:45Schon okay.
13:46Wir wollten gerade sowieso ins Bett gehen.
13:48Ja, schon gut.
13:49Ich will auch gleich schlafen gehen.
13:50Dann habt ihr das Wohnzimmer wieder für euch.
13:52Also, ich hoffe mal, dass Frau Hertel möglichst bald eine eigene Wohnung findet und dann sind sie mich auch wieder
13:56los.
13:58Warst du so lange bei Eva?
14:01Sie macht sich Sorgen um Daniel und Marie.
14:04So ein Verlust ist eine sehr schlimme Erfahrung für ein Paar.
14:08Charlotte hat vorhin erzählt, dass Frederik irgendwas mit dem Treppensturz zu tun haben soll.
14:14Was sind das denn für unsinnige Anschuldigungen?
14:18Na ja, es soll einen Streit gegeben haben oder so ähnlich, hat Charlotte erzählt.
14:24Aber es kann doch niemand ernsthaft glauben, dass Frederik irgendwer eine Schuld trifft.
14:29Na ja, ich wollte ja auch nur wissen, ob Eva irgendwas in die Richtung gesagt hat.
14:32Ja, absolut nicht. Alle bedauern, was passiert ist. Und Frederik sicher auch.
14:37Ja, Charlotte macht sich nur Sorgen um ihre Schwester.
14:39Und wenn Julia was zustoßen würde, würde Lilia sich auch auf ihre Seite stellen.
14:46Ja, ich habe Tim erzählt, dass Julia meine Halbschwester ist. Das ist doch in Ordnung, oder?
14:52Sicher. Ist ja schließlich kein Staatsgeheimnis.
15:12So, Frau Mertens, hier ist der Beweis, dass ihr Kind nicht nur sehr gesund, sondern auch sehr photogen ist.
15:20Oh, ich bin so froh, dass es dem Kleinen gut geht.
15:24Wahnsinn. Sieht schön aus wie ein kleiner Mensch.
15:25Ja.
15:27Ach übrigens, Frau Mertens, der Kollege, zu dem ich Sie überweisen wollte, ist doch ziemlich ausgelastet.
15:33Ich schlage vor, Sie bleiben meine Patientin, wenn Sie wollen.
15:37Ja?
15:38Natürlich, sehr gerne.
15:56Davon hattest du heute genug.
16:01Wie geht es Marie?
16:03Sie ist eingeschlafen.
16:06Ich weiß, du machst im Moment eine sehr schwere Zeit durch.
16:12Aber du darfst dich nicht so gehen lassen.
16:19Ich weiß einfach nicht mehr, wie es weitergehen soll.
16:22Und deshalb schlägst du in der Öffentlichkeit um dich?
16:26Mein Kind ist tot.
16:28Und Frederik sagt nur, dass es ihm leidtut.
16:32Glaub mir, ich verstehe deine Wut.
16:35Aber du darfst dich nicht auf Frederiks Niveau herablassen.
16:40Frederik ist auf mich losgegangen, weil er Werners Tod nicht verkraftet hat.
16:43Er war allein.
16:45Aber wir sind für dich da.
16:47Deine Familie.
16:49Marie und ich.
16:52Ich weiß nicht, wie ich Marie helfen kann.
16:55Sie will sich nicht trösten lassen.
16:57Sei einfach nur für sie da.
16:59Deine Liebe wird ihr helfen, das alles bald zu vergessen.
17:04Ich bin wieder.
17:11Guten Abend, Daniel.
17:23Ich bin wieder.
18:13Das ist unser Kind.
18:16Du siehst einfach fantastisch aus.
18:18Ehrlich gesagt, ich fühle mich auch so.
18:21Die Schwangerschaft scheint dir wirklich gut zu tun.
18:23Hm.
18:23Was?
18:25Days.
18:34Musik
19:05Musik
19:36Musik
20:16Worüber hast du mit meinem Vater am Vorabend seines Todes gesprochen?
20:18Weiß ich nicht mehr
20:19Was weißt du über Annabelle?
20:20Ich weiß es nicht mehr
20:22Annabelle!
20:29Ich habe geträumt
20:33Ich war da und dann ist sie gefallen
20:35Und ich habe sie nicht festhalten können
20:40Das ging doch alles so schnell
20:43Du hättest Marie nicht festhalten können
20:45Sie ist gestolpert
21:08Morgen, Nico!
21:10Morgen!
21:14Ist was?
21:17Hören Sie immer noch mit Jörg rum?
21:20Wie bitte?
21:21Du hättest mir ruhig sagen können, dass du mit Jörg verabredet bist
21:24Als ich dich gestern gefragt habe, ob wir zusammen was trinken gehen
21:28Kann es sein, dass sich da ein Funke Eifersucht bei dir regt?
21:31Du hast immer noch nicht kapiert, was für ein Mistkerl dieser Typ ist
21:35Volltreffer
21:36Ich kann dir versichern, dass da nichts mehr mit ihm läuft
21:39Zufrieden?
21:40Ja, und deswegen hast du dich gestern mit Jörg getroffen
21:43Genau
21:44Was habe ich?
21:45Jan hat es mir erzählt
21:46Natürlich!
21:48Jan weiß ja immer genau über alles Bescheid
21:51Am besten fragst du in Zukunft nur noch andere Leute, was ich mache
21:54Und redest überhaupt nicht mehr mit mir
22:04Vielleicht unterschätzt du deine Schwester
22:05Nach allem, was du mir erzählt hast, kommt sie
22:08Trotz der Fehlgeburt ganz gut zurecht
22:11Da wäre ich mir nicht so sicher
22:13Vielleicht ist sie stärker, als du denkst
22:17Ja, vielleicht
22:19Aber das wäre mal was ganz Neues für Marie
22:24Ich habe eine Freundin
22:25Die hatte auch eine Fehlgeburt
22:26Das war vor ungefähr zehn Jahren
22:30Heute ist sie glückliche Mutter von drei gesunden Kindern
22:33Hat sie das Kind durch einen Treppensturz verloren?
22:37Nein, es war kein Unfall
22:41Ich habe einfach Angst, dass Marie das alles nicht schafft
22:45Aber ihr seid doch alle für sie da
22:46Die Gravenbergs, Daniel, du
22:49Ach, Daniel, der ist doch selber total fertig
22:51Ja, dann muss Marie jetzt eben mal für ihn da sein
22:55Wenn man gebraucht wird, entwickelt man ungeahnte Kräfte
22:59Manchmal mehr, als man glaubt
23:00Ich dachte, durch das Kind wird endlich mal was gut bei Marie
23:05Ich dachte, sie wird jetzt mal mit Daniel glücklich
23:09Und jetzt ist wieder erstmal alles kaputt
23:23Gibt es eigentlich in dem Haus keine gescheite Kaffee?
23:26Lass mal, ich mach das schon
23:30Oh nein, ist heute nicht mein Tag
23:33Kein Problem, du brauchst ihn nicht entschuldigen
23:36Gibt es eigentlich irgendetwas, was du nicht verzeihen oder verstehen kannst?
23:40Durchaus
23:41Wenn du die Zahnpastatube so in der Mitte zusammenquartest, wie das vorhin gemacht hast
23:45Das finde ich absolut unverzeihlich
23:53Ich bin so froh, dass ich hier sein kann
23:55Bleib, solange du möchtest
23:58Ich will dich nicht aufhalten
23:59Du musst zur Arbeit in der Manufaktur
24:01Wir haben schon noch Zeit gemeinsam zu frühstücken
24:05Komm
24:08Was wirst du machen, wenn du Daniel nachher siehst?
24:11Ich werde mich so normal wie möglich verhalten
24:14Er soll nicht denken, dass wir kein Verständnis dafür haben, was gestern passiert ist
24:18Glaub, es ist klug, nochmal mit ihm zu reden
24:21Menschen tun in ihrer Trauer oft verletzende Dinge
24:24Du bist ja auch auf Annabelle losgegangen
24:27Ja
24:29Ich habe bis jetzt nicht verziehen, dass sie mich derartig gereizt hat
24:33Annabelle hat ja auch kein Verständnis für dich gezeigt
24:35Aber du verstehst doch Daniel
24:38Wie kann ich ihm das zeigen?
24:41Indem du immer wieder auf ihn zugehst
25:18Faltenthal, Porzellan, Birgit Hertel, guten Morgen
25:21Guten Tag, mein Name ist Maja
25:22Könnte ich bitte mit Frau Merten sprechen?
25:25Oh, ich bin die Schwangerschaftsvertretung für Frau Mertens
25:28Kann ich Ihnen helfen, Herr Maja?
25:29Frau Mertens ist schwanger
25:31Ähm, ja, deshalb ist sie nur halbtags im Büro
25:35Ja, kann man sich denn für Sie freuen?
25:37Geht es ihr gut?
25:39Ja, ich habe gerade mit ihr gesprochen, sie ist putzmunter
25:42Sie kommen nachmittags, kann ich etwas für Sie ausrichten, Herr Mayer?
25:45Nein, ich werde das mit Frau Mertens persönlich klären
25:48Wiederhören
25:51Putzmunter
25:53Das sah mir gestern aber anders aus
25:56Ich weiß, dass du mich nicht sehen möchtest
25:59Warum bist du denn hier?
26:01Ich wollte dir anbieten, dass ich zuerst mal unbefristeten Urlaub nehme
26:06Ach, wo sollst du denn hingehen?
26:09Ich kann auch hierbleiben und mich ums Geschäft kümmern
26:12Wenn du Zeit für dich und Marie brauchst
26:14Daniel, sag mir, wie ich dir helfen kann
26:16Ich brauche deine Hilfe nicht
26:17Am besten ist, du verschwindest und lässt uns in Ruhe
26:22Wenn du es dir doch anders überlegst
26:25Sag mir, was ich tun könnte
26:27Ich
26:31Ich möchte, dass du weißt, dass ich fähig da bin
26:43Was wollte er?
26:44Er wollte mir seine Hilfe anbieten
26:46Du hast ihn doch hoffentlich rausgeworfen
26:49Ich habe ihm klargemacht, dass ich ihm nichts mehr zu sagen habe
26:53Kann ich irgendetwas für dich tun?
26:56Könntest du meine Termine von heute übernehmen?
26:58Ich würde gerne nach Hause zu Marie
27:01Natürlich
27:01Du kannst dich doch auf mich verlassen
27:04Danke
27:12Ich gebe nur noch ein bisschen Zeit
27:15Daniel steht immer noch völlig neben sich
27:18Ich bin aufwachsen gesehen
27:24Und jetzt stehen wir uns wie frei mit ihm
27:25Du seid doch immer noch eine Familie
27:28Du hast auch geglaubt, du könntest dich nie wieder mit deinem Vater versöhnen
27:31Dann habt ihr es doch geschafft
27:33Es hat Jahre gedauert
27:36Daniel hat dich immer sehr dafür bewundert, dass du deinen eigenen Weg gehst
27:40Nicht manipulieren oder verbiegen ist
27:42Du bedeutest ihm immer noch sehr viel
27:45Wenn er das im Moment nicht sehen möchte
27:49Ich glaube nicht, dass er mir das jemals wird
27:50Ich bin mir sicher, dass er es eines Tages tun wird
27:57Die wenigsten einfach auf
28:01Er bedeutete immer noch viel
28:03Ich habe ihn mal geliebt, Friedrich
28:07Er war der wichtigste Mensch in meinem Leben
28:13Jetzt bist du das
28:20Danke
28:23Ich glaube, ich verschwinde
28:25Du hast nur eine Menge zu tun
28:26Das stimmt
28:28Bis nachher
28:42Friedrich gibt sich immer noch die Schuld
28:45Und je mehr Daniel ihn abweist, umso schlimmer wird es
28:50Wenn Daniel doch noch wieder einen Schritt auf Friedrich zugehen könnte
28:55Aber er ist noch zu sehr an seinem Schmerz gefangen
28:59Dieses Kind war so wichtig für Daniel
29:01Nur deswegen ist er zu Marie zurückgekehrt
29:05Ich wünsche ihm, dass er diese Entscheidung jetzt nicht bereut
29:12Hoffentlich gelingt es Daniel und Marie gemeinsam
29:14Über den schrecklichen Verlust hinwegzukommen
29:22Selbstverständlich, gerne
29:23Ich riech's ihm aus, ja?
29:25Wiederhören
29:29Na, wie lange hat dich der kleine Rabauke mit seinem Schluck aufgequält?
29:34Ich habe ihm die ganze Nacht Musik vorgespielt
29:36Irgendwann war er ruhig, nur das Problem war, dann konnte ich nicht mehr schlafen
29:40Was hast du ihm vorgespielt?
29:41Heavy Metal?
29:42Nein, bist du irre?
29:44Es soll doch nicht so werden wie sein Vater
29:47Klassische Musik
29:48Die kleine Nachtmusik
29:50Mhm, gute Wahl
29:53Übrigens, vielen Dank, dass du gestern da warst
29:55Für mich
29:56Jederzeit wieder
29:59Ich habe wirklich befürchtet, dass mir das Gleiche passiert wie Marie
30:02Und dann hat der kleine nur Schluck auf
30:04Das ist wirklich die süßeste Begründung für Bauchkrimpfe, die ich je gehört habe
30:08Ja, deshalb war es
30:12Herr Grabenberg, ich habe Sie gar nicht bemerkt
30:15Schon gut, Silke
30:16Ich freue mich sehr, dass es Ihnen und Ihrem Kind gut geht
30:22Ich bin zu Hause
30:23Meine Termine übernimmt meine Mutter
30:45Eben hat deine Mutter angerufen
30:47Daniel kommt heute früher nach Haus
30:50Manchmal verstehe ich meinen Bruder wirklich nicht
30:52Musste er heute unbedingt in die Firma?
30:54Er ist ja jetzt auf dem Weg hierher
30:59Soweit ich weiß
31:01Übernimmt deine Mutter für eine Weile
31:04Die Geschäfte
31:06Und Frederik?
31:07Ist bis auf Weiteres beurlaubt
31:09Erst will Daniel, dass Frederik hier auszieht
31:12Dann verprügelt er ihn
31:13Und jetzt schmeißt er ihn auch noch aus der Firma?
31:14Dadurch wird doch auch nichts besser
31:18Ihm hilft die Wut auf Frederik
31:20Seinen Schmerz besser zu verkraften
31:23Erzähl das einem Psychologen und Daniel wird zwangstherapiert
31:26Ist doch völlig krank
31:28Ich weiß doch auch nicht, wo das alles hinführt, Patricia
31:31Ich mache mir solche Sorgen um euch alle
31:37Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht
31:40Was denn?
31:41Der Großvater ist noch nicht lange tot
31:42Und schon ist die Familie bis aufs Blut zerstritten
31:48Das war das Letzte, was er wollte
31:51Manchmal denke ich
31:54Es ist besser
31:55Dass er das alles nicht mehr miterleben musste
32:03Hallo
32:05Hallo
32:17Schön, dass du wieder da bist
32:19Ich bin immer für dich da
32:29Warum hast du das getan?
32:38Marie, das ist doch das Einzige, was wir von unserem Kind noch haben
32:41Ja, ich weiß
32:45Aber wir müssen doch irgendwie damit abschließen
32:47Es ist vorbei
32:56Ja, da hast du recht
33:00Aber lass uns richtig Abschied nehmen
33:04Vielen
33:06Wir haben kein Grab
33:09Wir haben keine Beerdigung
33:12Aber wir können das doch nicht einfach wegwerfen
33:17Es tut mir leid
33:18Ich kann das nicht
33:22Marie, wir machen das zusammen
33:25Für uns
33:49Wenn in Asien ein Fischer
33:52Nicht mit seinem Boot vom Meer zurückkommt
33:53Dann
33:55Hat seine Familie keinen Ort
33:57Kein Grab, an dem sie um ihn trauern können
34:01Dann nehmen sie einen Korb
34:04Füllen ihn mit Blüten
34:07Und legen das Foto ihres Liebsten dazu
34:12Und wenn es Abend wird, dann gehen sie zum Meer
34:20Dann zünden sie die Kerze an
34:27Und lassen den Korb
34:33Aufs Meer treiben
34:39So können sie ihn verabschieden
34:43Und mit ihrer Trauer weiterleben
34:50Lass uns zum See gehen und unser Kind verabschieden, Marie
34:52Ich kann das nicht, Daniel
35:12So können sie ihn verabschieden, Marie
35:23So können sie ihn verabschieden, Marie
35:53So können sie ihn verabschieden, Marie
36:51So können sie ihn verabschieden, Marie
37:22Untertitelung. BR 2018
37:39Untertitelung. BR 2018
38:22Untertitelung. BR 2018
38:24Untertitelung. BR 2018
38:25Aber sicher. Hast du immer noch kein Wasser in deiner Werkstatt?
38:30Irgendwas stimmt mit den Rohren nicht. Ich muss mich mal drum kümmern.
38:34Es gibt nichts, was du nicht reparieren kannst. Und sonst? Geht's gut voran?
38:41Ja.
38:43Was ist los? Ich hab dich doch seit Tagen nicht so schlecht gelaunt gesehen.
38:48Es gibt einfach Tage, die fangen blöd an und gehen dann so weiter.
38:51Ah, und heute ist so ein Tag.
38:54Ich weiß nicht, ob das mit der Werkstatt so eine gute Idee ist.
38:58Was ist los? Bekommst du jetzt kalte Füße? Meinst du, du schaffst das alles nicht?
39:04Nico Becker. Wenn es jemanden gibt, dem ich zutraue, aus meiner Garage eine florierende Werkstatt zu machen, dann bist du
39:12das. Das kannst du mir glauben.
39:14Warum? Das ist es nicht. Patricia, ich laufe hier ständig über den Weg und hab keinen Bock, mich dauernd anschnauzen
39:24zu lassen.
39:26Die Situation im Haus ist im Moment sehr angespannt. Und Patricia bittet nicht um Trost. Sie will allein fertig werden
39:34mit allem. Und da ist sie manchmal sehr ruppig. Du kennst sie doch.
39:38Ja, schon. Aber warum soll ich mir das geben?
39:41Patricia ist die Letzte, die etwas gegen deine Anwesenheit hier haben könnte.
39:45Das glaubst auch nur du.
39:47Ich weiß das. Hundertprozentig.
39:50Ach, Nico.
39:52Du musst noch sehr viel über Patricia lernen.
39:55Ich glaub, das will ich gar nicht.
39:57Nico.
39:57Patricia hat dich sehr gern.
40:00So gern, dass sie eines Tages hier in der Küche stand und mir von einem jungen Mann erzählte, der händeringend
40:08eine Werkstatt sucht.
40:11Das mit deiner Garage war ihre Idee?
40:15Mhm. Ganz allein ihre Idee.
40:20So, jetzt musst du mich entschuldigen.
40:22Ich muss weitermachen.
40:35Ich muss mich entschuldigen.
41:01Daniel.
41:07Geht's dir jetzt besser?
41:09Ich habe Abschied genommen.
41:11Es ist vorbei.
41:14Und ich habe einen Schluss gefasst.
41:16Lass uns das alles so schnell wie möglich vergessen, ja?
41:18Das kann ich nicht.
41:20Es tut mir so leid, dass das passiert ist.
41:23Mir auch, Marie.
41:24Und jemand muss dafür büsen.
41:28Wie, wie meinst du das?
41:30Frederik hat unser Leben zerstört und er kommt ungeschworen davon.
41:33Daniel, es war ein Unfall.
41:35Ich bin die Treppe runtergestürzt.
41:39Er hat Schuld.
41:41Ich werde ihn anzeigen wegen Totschlags.
41:43Nein.
41:43Nein.
41:44Nein, das kannst du nicht machen.
41:45Marie, ich tue das für uns.
41:47Und unser Baby.
41:57Aber vielleicht, du willst deinen Onkel anzeigen?
42:00Ja.
42:01Sie werden herausfinden, dass ich nie schwanger war.
42:04Es tut mir so leid, was passiert ist.
42:06Ich werde versuchen, Daniel davon abzuhalten.
42:08Vor allem wird schnell klar werden, welche Rolle sie bei dieser vorgetäuschten Schwangerschaft
42:12gespielt haben.
42:13Frederik gehört in den Knast.
42:15Du musst ganz genau überlegen, was du der Polizei sagst.
42:18Aber ich werde die Wahrheit sagen müssen.
42:19Zum Glück ist die Wahrheit an dem wahre Begriff.
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