- vor 17 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Ich weiß nur noch gar nichts davon, sonst hätten wir wohl nicht die schlechteste Quartalsbilanz seit 25 Jahren.
00:08Die Manufaktur hat zwar große Prestigeerfolge unter deiner Leitung eingefahren,
00:14ich denke da nur an den Gewinn des Designpreises,
00:17aber offensichtlich hast du das Tagesgeschäft vernachlässigt.
00:22Was sicherlich auch zum Teil auf meine Kappe geht.
00:24Und jetzt hat auch noch der Kunde für das Jugendstil-Design abgesagt.
00:30Huber ist abgesprungen?
00:32Wundert dich das etwa?
00:35Die Designs von Julia Schilling sind finanziell völlig inakzeptabel.
00:40Wir konnten das Angebot, das wir Huber gemacht haben, nicht halten.
00:45So unbedingt, wenn wir das Unternehmen.
00:46Genau. Jemand muss für dieses Fiasko den Kopf hinhalten.
00:50Und zwar du oder Julia Schilling.
01:23Die Designs von Julia Schilling
01:27Was soll das heißen? Julia Schilling oder ich?
01:31Welchen Teil des Satzes verstehst du nicht?
01:35Wollt ihr, dass ich abtrete?
01:37Nein, das will ich nicht.
01:40Du bleibst Chef von Falkenthal Porzellan.
01:43Dann gibt es nur eine Möglichkeit.
01:45Es wurden massive Fehler begangen.
01:47Und jemand muss sich verantwortlich zeigen.
01:49Genau.
01:52Schließlich geht es um den Fortbestand der Manufaktur.
01:56Siehst du das auch so?
01:57Soll ich Julia rausschmeißen oder selbst den Hut nehmen?
02:00Frederik, lass uns erstmal ganz in Ruhe über die Sache sprechen.
02:02Ich werde euch mal was sagen.
02:03Ich habe nicht im Geringsten vor, hier aufzugeben.
02:07Ich werde auch nicht auf die Mitarbeit von Julia Schilling verzichten.
02:10Mag sein, dass mir einige Fehler unterlaufen sind.
02:12Ein paar Fehler?
02:13Hast du die letzte Bilanz überhaupt zur Kenntnis genommen?
02:16Aber die werde ich korrigieren.
02:19Julia Schilling bleibt.
02:20Sie hat keine Schuld.
02:21Und ich nehme die Bilanz zur Kenntnis, liebe Schwiegerin.
02:23Wenn ich seh, die zu sehen will, kommen!
02:29Was für ein Einsatz.
02:31Zur falschen Zeit, am falschen Ort.
02:35Und die Gravenbergs tagen immer noch?
02:37Ja, sieht ganz so danach aus.
02:39Hoffentlich ist es nichts Schlimmes.
02:41So plötzlich.
02:43Es geht wohl um eine wichtige Entscheidung.
02:46Falkenthal Porzellan ist ein altes Familienunternehmen.
02:49Jeder Gravenberg besitzt Anteile.
02:51Werner Gravenberg natürlich die meisten.
02:53Und wenn es um eine wichtige Entscheidung geht, dann...
02:56haben alle eine Stimme abzugeben.
02:59Und welche wichtige Entscheidung steht jetzt an?
03:02Woher soll ich das wissen?
03:04Hat es was mit dem Fax zu tun?
03:07Welches Fax?
03:09Frau Gravenberg hat doch vorhin auf das Fax gewartet.
03:12Von Herrn Huber.
03:15Also es tut mir wirklich leid.
03:17Ich kann es dir nicht sagen.
03:18Sie sind Firmeninterna.
03:19Ich gehöre doch auch zur Firma.
03:21Ja, ich weiß, aber...
03:22Versteh doch.
03:23Ich kann...
03:26Tut mir leid.
03:28Ich muss jetzt einen klaren Kopf kriegen.
03:29Wir reden nachher.
03:31Natürlich.
03:35Scheint doch nicht nur um den Kunden Huber gegangen zu sein.
03:38Wir können Julia Schilling nicht für alle unsere Probleme verantwortlich machen.
03:42Zumal sie noch neu in der Firma und in der Branche ist.
03:45Genau.
03:46Julia Schilling hat keine Ahnung vom Porzellangeschäft.
03:49Deshalb...
03:49Und deshalb wäre es das Beste, wenn wir jetzt alle gemeinsam nach Lösungen suchen.
03:54Das scheint Frederik aber anders zu sehen, sonst hätte er sich nicht gerade so aufgeführt.
03:58Frederik wird sich beruhigen und es dann genauso sehen.
04:01Und wenn wir alle ein wenig kompromissbereit sind...
04:05Julia Schilling muss gekündigt werden.
04:08Sie hat schon genug Schaden angerichtet.
04:09Das entscheidet Frederik.
04:16Musstest du ihn so aufregen?
04:17Ich habe ihn doch nicht aufgeregt.
04:19Oder habe ich etwa die Meinung der Familie ignoriert?
04:22Großvater hat völlig recht.
04:25Wir müssen einen Kompromiss finden.
04:28Und wie soll dieser Kompromiss aussehen?
04:31Genau darüber müssen wir reden.
04:33Wie wir den bestehenden Auftrag retten...
04:35...und die Quartalsbilanz insgesamt wieder verbessern können.
04:38Alle zusammen.
04:40Du möchtest, dass niemand gekündigt wird?
04:42Warum sollten wir gute Leute einfach nach Hause schicken?
04:44Das kann jetzt nicht dein Ernst sein.
04:46Auf wessen Seite stehst du eigentlich, Bruder Herz?
04:49Auf der Seite der Firma.
04:51Dann pass mal auf, dass du nicht zwischen den Fronten zerrieben wirst.
04:57Und vor allem steh zu deinen Entscheidungen.
05:05Tja.
05:07Dein Plan scheint ja nicht so recht zu funktionieren.
05:10Abwarten.
05:23Huber hat die Jugendstil-Serie abgesagt.
05:26Aber warum denn das?
05:28Er war doch ganz begeistert von den Entwürfen.
05:31Die Serie wird ihm zu teuer.
05:34Wir liegen mittlerweile auch deutlich über dem ursprünglich vereinbarten Preis.
05:39Wie viel?
05:42Fast ein Drittel.
05:47Ich habe einfach meiner Fantasie freien Lauf gelassen.
05:49Ich habe überhaupt nicht darüber nachgedacht, dass es vielleicht zu teuer werden könnte.
05:53Es ist ja auch in Ordnung.
05:54Und du kennst die Preise nicht.
05:56Es wäre meine Aufgabe gewesen, darauf zu achten.
05:58Trotzdem.
06:00Als Designerin muss ich auch die Umsetzung meiner Ideen im Auge behalten.
06:04Du musst dir keine Vorwürfe machen.
06:07Ich habe darauf vertraut, dass der Kunde dieses Produkt auch zu einem höheren Preis abnimmt.
06:10Das ist mein Fehler.
06:11Aber ich...
06:12Was die Sache nicht leichter macht.
06:15Die Bilanz der letzten drei Monate sieht nicht besonders toll aus.
06:20Das Wildrosen-Design.
06:23Hat momentan mehr gekostet, als es bisher eingebracht hat.
06:27Das ist auch nicht deine Schuld.
06:28Das ist völlig normal.
06:31Ohnehin macht es sowieso keinen Sinn, irgendwelche Schulddiskussionen hier loszutreten.
06:36Sondern?
06:38Ich habe Fehler gemacht.
06:39Mag sein.
06:40Umso wichtiger ist es, aller Welt zu zeigen, dass wir es besser können.
06:45Du willst es doch gar nicht aller Welt zeigen.
06:47Du willst es bloß deiner Familie beweisen.
06:51Stehen.
06:53Es gibt schlechtere Gründe zu kämpfen.
06:56Heißt das, du wirst mir helfen?
06:57Wann fangen wir an?
07:00Sofort?
07:02Sofort.
07:08Wunderbar.
07:09Allein das war es schon wert.
07:11Also so habe ich mir das vorgestellt.
07:13Was?
07:14Kaum fängt die Arbeit an, verdrückt sich der Mann.
07:17Ich... ich muss...
07:18Ist schon gut.
07:20Bis später.
07:20Bis später.
07:39Ich wollte nur mal gucken, wie ihr im Kühlschrank unser Besuch vereinbekommt.
07:43Hast du schon wieder Hunger?
07:44Willst du noch was essen?
07:45Nee, es war ein Scherz.
07:47Achso.
07:49Ihr wart ja ganz schön schnell wieder weg.
07:50Du und dein Freund?
07:52Ja, wir mussten wieder arbeiten.
07:55Wie läuft denn eigentlich das Praktikum?
07:57Braucht es Spaß?
07:59Ist schon okay.
08:05Sind das Daniels Sachen?
08:07Ja.
08:12Charlotte, diesmal wird es wirklich...
08:14Ey, ey.
08:15Es ist euer Ding.
08:17Ich gönne es dir.
08:19Aber ich glaube einfach nicht dran.
08:25War dir ganz nett, dein Freund.
08:29Ein bisschen...
08:31schüchtern vielleicht.
08:32Marie.
08:34Du willst doch jetzt nicht wirklich mit mir über Kolja sprechen.
08:37Natürlich will ich das.
08:39Du willst ablenken.
08:42Wovon denn?
08:44Sag mal, verstehst du nicht?
08:46Wir hatten doch gerade bestimmt Wichtigeres zu bereden,
08:49als Kolja oder das Praktikum.
08:51Na gut, dann...
08:53dann sprechen wir eben über uns.
08:55Über Daniel und mich.
08:59Vielleicht ein anderer Mann.
09:10Also, es ist wirklich kein Wunder,
09:12dass eure Kalkulation aus dem Bruder gelaufen ist.
09:14Allein die Materialkosten sind viel zu hoch.
09:17Vor allem das Blattgold.
09:19Danke, Herr Schlaumeier.
09:21Warum hast du mir das nicht früher gesagt?
09:23Du hast dich in letzter Zeit dermaßen als Chef aufgespielt,
09:26da wollte ich mich nicht einmischen.
09:29Weil es effektiver ist,
09:30mich ins offene Messer laufen zu lassen, ja?
09:33Das glaubst du?
09:36Willst du etwas sagen,
09:37dass du deine Ambitionen auf den Chefsessel bereits begraben hast?
09:40Wenn ich Ambitionen auf den Chefsessel hätte,
09:43dann würde ich das bestimmt nicht auf so eine schäbige Weise tun.
09:45Ach, nein?
09:46Nein.
09:48Frederik,
09:49ich habe einfach keine Lust,
09:51eine Suppe auszulöffeln,
09:52die du dir selbst eingebrockt hast.
09:53Ich hätte gerne mit dir zusammen an dieser Suppe gekocht.
09:56Oder warst du mit deinem Privatleben so beschäftigt?
09:58Immer noch besser als Privates und Geschäftliches zu vermischen.
10:00Meinst du nicht auch?
10:01Was meinst du damit?
10:02Nichts.
10:03Du willst mir unterstellen,
10:04dass ich Julia Schilling aus Privatinteresse hier angestellt hätte?
10:07Nein.
10:08Du solltest nicht von dir auf andere schließen.
10:10Komm, Frederik, lass gut sein.
10:11Dann findest du es doch richtig,
10:12wenn ich Julia so schnell wie möglich raussmeiße, ja?
10:14Das habe ich doch gar nicht gesagt!
10:16Aber gedacht.
10:19Es hat keinen Sinn,
10:20dass wir uns gegenseitig zerfleischen.
10:22Ja.
10:23Aber es reinigt die Luft.
10:27Frederik.
10:31Wir haben ein Problem.
10:33Wir sollten das klären wie zwei erwachsene Menschen.
10:36Ich habe ein Problem.
10:38Ich habe das auch zu verantworten
10:39und deshalb werde ich mich drum kümmern.
10:42Wie du meinst.
10:43Du bist der Chef.
10:45Aber ich freue mich über jede Hilfe,
10:46wenn sie ehrlich gemeint ist.
10:48Hm?
11:09Die Karten kannst du wegpacken.
11:11Willst du nicht wieder zurück in die Firma?
11:14Kluge Entscheidung.
11:15Wer sagt denn sowas?
11:17Klar will ich meinen Job in der Designabteilung zurück.
11:20Und ich werde ihn auch kriegen.
11:22Sogar bald.
11:23Ach ja?
11:24Wie hat Annabelle das denn hingekriegt?
11:26Wieso Annabelle?
11:29Da steckt doch mit Sicherheit deine Mutter dahinter.
11:32Diesmal nicht.
11:34Frederik und Julia haben es ganz allein hingekriegt,
11:36sich in Schwierigkeiten zu bringen.
11:37Und du glaubst wirklich, dass das ausreicht?
11:40Du hättest Frederik sehen sollen.
11:43Jedenfalls
11:46brauchen wir Julias Mutter jetzt nicht mehr in die Spielsucht zu treiben.
11:49Hast du ein Moral schon, weil die arme Frau jetzt spielen will?
11:52Es dauert mir einfach zu lange.
11:55Dafür wird es mit Sicherheit funktionieren.
11:59Straight Flash.
12:02Und was ist dein Gewinn?
12:04Das wird sich zeigen.
12:10Ich glaub, da ist irgendwas im Busch.
12:12Du hörst doch schon wieder das Gras wachsen.
12:15Ach ja?
12:16Und was glaubst du, hat das zu bedeuten,
12:18dass sich alle Gravenbergs plötzlich einfach so treffen?
12:21Keine Ahnung.
12:22Aber denen gehört doch der Laden.
12:24Und mit langen Gesichtern wieder rauskommen?
12:27Mein Gott.
12:28Es läuft halt nicht immer alles wie geschmiert.
12:30Ist doch kein Grund zur Panik.
12:32Das sagst du so einfach.
12:34Die Chefs haben ein bisschen Probleme miteinander.
12:37Aber es ist doch nichts Neues, oder?
12:38Hoffentlich sehen die das genauso.
12:42Freu dich doch.
12:43Schließlich durften wir deswegen früher nach Hause gehen.
12:47Auch das macht mir eher Sorgen.
12:49Was soll denn die ganze Paranoia?
12:51Wir sind die Azubis.
12:52Uns werden sie schon nicht rausschmeißen.
12:59Hast du heute Abend noch was vor?
13:01Ich weiß nicht.
13:02Ich glaub, ich bleib zu Hause.
13:04Und Tim?
13:06Wir sind nicht verabredet.
13:09Ist alles okay bei euch?
13:13Hast du doch vorhin gesehen.
13:15Dumme Missverständnisse.
13:17Und jetzt?
13:20Was und jetzt?
13:21Wir sehen uns einfach heute Abend nicht.
13:23Sonst nichts.
13:26Und du?
13:27Triffst du dich heute mit Charlie?
13:29Ja, ich hoff's.
13:30Wir haben ja zum Glück früher Schluss gehabt.
13:33Endlich hast du's geschnallt.
13:35Na, dann komm ich zu spät morgen.
13:38Du langweil dich nicht zu sehr.
13:39So ganz allein.
13:55Also, wenn wir für das Dekor nur die Standardfarben statt der teuren Spezialmischung verwenden,
14:01dann spart das nach meiner Rechnung vielleicht vier, fünf Prozent?
14:08Wir müssen 30 Prozent einsparen, um den vereinbarten Preis einzuhalten.
14:12Du weißt einfach nicht, wo ich ansetzen soll.
14:14Alles, was mir einfällt, das verändert das ursprüngliche Design so stark,
14:17dass es überhaupt nichts mehr mit dem zu tun hat, was Huber so gefallen hat.
14:21Es muss einen Weg geben.
14:23Und ich bin sicher, dass wir beide ihn finden werden.
14:27Frederik, vielleicht sollten wir uns professionellere Hilfe holen.
14:31Ich habe noch nicht mal mein Studium beendet.
14:34So erstaunlicher, wie gut du bist.
14:37Aber ich habe mich bereits umgehört.
14:39Die guten Leute sind alle beschäftigt.
14:42Was ist mit Patricia?
14:46Daran habe ich auch schon gedacht.
14:50Ich befürchte nur, dass sie sich auf eine Zusammenarbeit mit ihr nicht einlassen würde.
14:53Das befürchtest du. Also weißt du's nicht.
14:58Zumindest würde sie einfordern, wie der Chef in der Designabteilung zu sein.
15:01Ich habe damit kein Problem.
15:03Im Gegenteil, ich glaube, ich könnte von Patricia sehr viel lernen.
15:06Das spricht für dich.
15:44Ja, hallo.
15:46Kann ich bitte Markus Edelhoff sprechen?
15:48Danke.
15:53Ja, hallo.
15:54Hier ist Christa Schilling.
15:56Na, wie steht's?
15:58Mit heute Abend.
15:59Und der nächsten Pokerrunde.
16:03Na, dann sagen Sie's mir eben ungenau.
16:09Hören Sie.
16:10Ich bin alt genug, um selber zu entscheiden, was ich tun und was ich lassen sollte, ja?
16:16Hm.
16:18Na also, geht doch.
16:21Ja.
16:23Das sollte ich finden.
16:26Danke.
16:27Danke.
16:37Was hängst du denn hier rum?
16:40Was ist mit dir? Ich dachte, du bist mit Charlie unterwegs.
16:43Hat die dir Stress oder was?
16:44Bestimmt nicht so viel wie du und Lilly.
16:46Wir waren vorhin kurz im Korsi, aber Madame hatte keine Lust mehr.
16:52Verstehe einer, die Frauen.
16:54Sag nicht, du willst es wirklich versuchen.
16:56Ja, Spaß beiseite. Was ist bei euch los?
16:59Ach, nichts.
17:00Komisch. Genau das Gleiche hat Lilly auch gesagt.
17:03Nee, ganz im Ernst. Ich weiß es nicht.
17:05Ich war noch nie so lange mit einem Mädchen zusammen.
17:07Heißt das, du hast den Eindruck, du bist schon zu lange mit ihr zusammen?
17:10Nein, ganz und gar nicht.
17:12Im Gegenteil. Ich will unbedingt mit Lilly zusammen sein.
17:15Weißt du, was ich glaube? Ich glaube, ihr seid einfach über diese erste Verliebtheitsphase hinweg.
17:22Mhm. Was soll das heißen?
17:25Naja, das heißt, dass eure Beziehung jetzt den Alltag meistern muss.
17:29Das klingt ja wie aus einer Frauenzeitschrift.
17:31Na und? Deswegen muss es ja nicht unbedingt falsch sein.
17:34Ihr müsst euch umeinander bemühen, gegenseitig überraschen.
17:37Überraschen?
17:38Ja, ihr müsst euch überlegen, was der andere so mag.
17:41Kleine Aufmerksamkeiten, Liebesbeweise eben.
17:44Du bist ja DER Frauenversteher.
17:46Na ja, ich habe ein paar Filme gesehen.
18:02Daniel, ich muss mit dir reden.
18:05Wenn es um die Firma geht, dann lass uns das bitte morgen besprechen.
18:07Für heute habe ich Feierabend.
18:08Es geht um deine Familie.
18:10Ich mache mir ernsthaft Sorgen um deine Schwester.
18:14Das hat sie einfach nicht verdient, dass Frederik sie so abserviert.
18:17Nur wegen dieser Aushilfe.
18:20Also wenn es nach mir ginge, dann wäre Patrizia schon längst wieder auf ihrem Posten.
18:24Gerade jetzt ist ihre Hilfe so wichtig.
18:26Dann hol sie doch zurück.
18:27Sie wartet doch nur darauf.
18:29Das ist aber letztendlich Frederiks Entscheidung.
18:32Frederik hat sich heute einmal mehr als unfähig erwiesen.
18:35Du musst ihn vor veränderte Tatsachen stellen.
18:37Ich fürchte, damit erreiche ich bei ihm überhaupt nichts.
18:41Willst du lieber zusehen, wie er zusammen mit dieser Aushilfskellnerin die Firma ruiniert?
18:46Mutter, du übertreibst wieder maßlos.
18:48Ich wollte mich sowieso darum kümmern.
18:50Um die Firma und auch um Patrizias Rückkehr.
18:53Wie läuft es denn eigentlich mit dir und Marie?
18:56Ich dachte schon, du wolltest gar nicht mehr fragen.
18:58Danke, es läuft gut.
19:00Dann kümmere dich gut um Marie, um sie und um euer Baby.
19:04Du weißt, wie sensibel sie ist.
19:07Das weiß ich.
19:08Und gerade deswegen wäre es am allerbesten, wenn ihr alle und du auch, Mutter, uns einfach in Ruhe lasst.
19:38Da sind sie ja.
19:40Tja, da bin ich.
19:41Warum auch nicht?
19:42Ja, eben.
19:44Kommen Sie, wir haben Sie erwartet.
19:45Ohne Sie würden wir die Runde auflösen.
19:47Das wäre aber schade, oder?
19:49Ja, sehr schade.
20:04Wir haben noch nicht einmal die Hälfte von dem eingespart, was nötig ist.
20:07Dann geht es jetzt ans Eingemachte.
20:10Julia, was wäre, wenn wir die Designs grundsätzlich vereinfachen?
20:15Wie?
20:16Schau, ich liebe die Details und Nuancierungen.
20:19Aber sie kosten in der Umsetzung viel Zeit und Material und damit Geld.
20:24Aber ich kann doch nicht einfach jede zweite Linie weglassen.
20:27Das hat dann ja nichts mehr mit dem Design zu tun, was dem Kunden so gefallen hat.
20:30So habe ich das nicht gemeint.
20:33Vielleicht könnte man die Zeichnungen irgendwie schematisieren.
20:39Schau mal, so wie ich jetzt hier sitze, du erkennst doch jedes Detail, jede Pore, jede Haarsträhne.
20:44Stimmt, jede Falte.
20:48So genau wollte ich es gar nicht wissen.
20:50Aber jetzt stell dir doch mal vor, du würdest die Einzelheit nicht mehr erkennen.
20:54Sondern nur die Frisur, die Poren nicht, auch keine Falten mehr.
20:57Würdest du mich erkennen?
20:59Na, erkennen schon, aber es wird dir doch irgendwie was fehlen.
21:03Hm.
21:04Na, das nehme ich mal als Kompliment.
21:06Erst die Details sorgen doch für, für Einzigartigkeit.
21:10Aber ich weiß schon, was du meinst.
21:12Ich bin ja auf deiner Seite.
21:13Ich liebe die Details, aber leider...
21:15Müssen wir einsparen.
21:17Ja.
21:19Ich glaube, wir sollten morgen weiter machen.
21:22Wenn du meinst.
21:24Soll ich dich nach Hause bringen?
21:26Nein, danke.
21:27Ich möchte noch ein bisschen spazieren gehen, den Kopf auslüften, Gedanken sammeln und so.
21:44Schauen Sie nicht so traurig, meine Herren.
21:46Die nächste Runde geht an Sie.
21:49Vielleicht.
21:53Danke für die Einladung.
21:55Gerne.
21:58Gehört die Wohnung eigentlich Ihnen?
22:00Wie bitte?
22:01Ah, nein.
22:02Die gehört einem Freund.
22:03Das dachte ich mir schon.
22:05Der Stil passt gar nicht zu Ihnen.
22:08Richten Sie Ihrem Freund schöne Grüße aus.
22:11Aber es ist schon ganz schön spät, oder?
22:14Finden Sie?
22:14Ich fange gerade an, warm zu werden.
22:17Wollen Sie nicht trotzdem langsam aufhören, wo Sie so schön gewonnen haben?
22:20Eben.
22:21Ich kann doch jetzt meine Glückssträhne nicht unterbrechen.
22:24Ja, ich dachte ja nur.
22:27Machen Sie sich keine Sorgen.
22:28Ich habe das alles im Griff.
22:30Wenn ich will, kann ich jederzeit aufhören.
22:36Vielleicht sollten Sie sich auch einen Kaffee nehmen, zum Wachbleiben.
23:01Was für ein Tag.
23:04ausgerechnet jetzt, wo ich gerade erst zurückgekommen bin, ballen sich die größten Schwierigkeiten zusammen.
23:12Nur die Zusammenarbeit mit Frederik macht mir Mut.
23:16Obwohl seine Familie so großen Druck macht und obwohl ich Fehler gemacht habe, steht er zu mir und glaubt an
23:21mich.
23:48Ich will mir nur noch diese Aufstellung ansehen.
23:54Ich wollte mir sowieso auch noch was anschauen.
24:01Vielen Dank übrigens, dass du meine Sachen eingeräumt hast.
24:04Keine Ursache. Ich hoffe, du findest alles.
24:07Na klar.
24:08Weißt du, ich habe so viel um die Ohren im Moment, obwohl Frederik alles alleine machen würde.
24:13Wenn ich euch irgendwie helfen kann.
24:17Du hilfst mir schon so viel.
24:39Marie, ich brauche einfach noch ein bisschen Zeit.
24:43Das wird okay.
24:46Das Kind, unser Kind, das verbindet uns sehr.
24:53Aber bis wir uns wieder so nah sind wie vorher, das dauert noch ein wenig.
25:00Hängt das vielleicht mit...
25:01Nein.
25:03Das hat nichts mit Julia zu tun.
25:18Es ist schon spät.
25:26Das ist schon so skast.
25:55Ich möchte, dass du eins weißt.
25:56Ich bin immer noch sicher, dass es absolut richtig war, dich zu meinem Nachfolger zu machen.
26:04Auch wenn das mancher in diesem Hause anders sieht.
26:10Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt.
26:12Trotzdem, dass die Quartalszahlen so schlecht sind und wir obendrein einen Auftrag verlieren,
26:18das ist eine ernsthafte Angelegenheit.
26:21Ich weiß, Vater.
26:26Ich versuche mit allen Kräften zu retten, was zu retten ist.
26:31Langfristig werden wir wieder schwarze Zeilen schreiben, davon bin ich überzeugt.
26:34Daran habe ich keinen Zweifel.
26:37Du bist ein fähiger Geschäftsmann.
26:39Aber?
26:40In dieser Situation musst du jede Hilfe annehmen, die du kriegen kannst.
26:47Du meinst Patricia?
26:50Auch.
26:51Ich habe bereits daran gedacht, ich werde auch mit dir sprechen.
26:54Wie meinst du noch?
26:57Annabelle, ich weiß, was du sagen willst.
27:01Wahrscheinlich hast du mit vielem sogar recht.
27:04Dennoch, Annabelle ist eine überaus kompetente Kraft.
27:13Wir werden den Huber-Auftrag retten.
27:17Versprochen.
27:20Gut.
27:31Schematisieren.
27:32Nicht die Details, nur das Wesentliche wiedergeben.
27:35Aber was ist das Wesentliche?
27:37Und was nützen die tollsten Einfälle, wenn sie in der Praxis nicht umsetzbar sind?
27:44Wir brauchen dringend Patricias Hilfe.
27:53Aber sie weigert sich bestimmt, mit mir zusammenzuarbeiten.
27:57Und falls sie doch zusagt, wird sie mir die Arbeit bestimmt zur Hölle machen.
28:04Hallo Silke.
28:05Hallo Jörg.
28:06Schön, dich zu schweben.
28:07Mhm.
28:08Komm, bist du nicht so cool.
28:10Ich wollte dich einfach mal wiedersehen.
28:11Ja, jetzt hast du mich ja gesehen.
28:13Wir hatten doch eigentlich eine gute Zeit zusammen.
28:15Und deswegen dachte ich...
28:17Die Betonung liegt auf hatten.
28:18Und jetzt fragt sich, für wen die Zeit gut war.
28:22Schön.
28:23Dann eben nicht.
28:27Bravo!
28:29Es wurde aber auch Zeit.
28:30Was heißt denn hier Bravo?
28:32Na, dass du Nellich in die Wüste geschickt hast.
28:36Du hast ja auch gut reden.
28:37Bei dir läuft ja alles ganz prächtig.
28:40Ja, ich kann mich nicht beklagen.
28:41Zwischen mir und Markus läuft es zur Zeit ganz gut.
28:43Ist doch schön für dich.
28:44Zilke, bei dir wird es auch noch klappen.
28:47Mit dem richtigen.
28:50Na komm, lass uns reingehen.
29:09Entschuldigung, ich wollte dich nicht stören.
29:11Kein Problem.
29:13Ich bin Nico Becker, der Bruder...
29:16Von Lili.
29:17Ich weiß.
29:19Ich bin...
29:20Marie Mervont.
29:21Ich weiß.
29:22Ähm, Eva hat mich gebeten, das Teil herauszusuchen.
29:25Ich hab früher mal hier gearbeitet und weiß, wo alles steht.
29:30Eva ist gerade zum Bäcker gegangen.
29:33Ich vermute mal, das Teil ist für sie.
29:36Also, ich mein für ihr Baby.
29:38Ja.
29:40Ja, ich...
29:41Hat sie noch gar nicht mit ihr darüber gesprochen, aber...
29:44Ehrlich gesagt, ich kann mir kaum vorstellen, so ein altes Teil noch mal zu benutzen.
29:48Höchstens zur Erinnerung.
29:49Die beiden Grafenbergs sollen da drinnen gelegen haben.
29:52Daniel und Patricia.
29:53Kaum zu glauben, oder?
29:55Na ja.
29:56Warum nicht?
30:01Lassen Sie die Liga einfach erstmal hier stehen.
30:04Okay.
30:05Schönen Tag noch.
30:06Dankeschön.
30:16Ich befürchte, er kapiert nicht mal, was eigentlich los ist.
30:19Aber so geht das echt nicht weiter.
30:22Wenn ich nur wüsste, was ich's machen soll.
30:25Ich mein, Tim ist echt ein lieber Kerl und vielleicht tut's ihm sogar leid, aber...
30:31Julia?
30:32Hörst du mir zu?
30:34Was?
30:36Äh, klar.
30:37Tim ist ein lieber Kerl.
30:39Was ist das Problem?
30:42Sorry, Julia.
30:43Du hast gerade ganz andere Probleme, hm?
30:46Stimmt.
30:46Tut mir leid, ich...
30:47Schon gut.
30:49Du bist wahrscheinlich ohnehin nicht die beste Ratgeberin für Beziehungskisten.
30:53Wie meinst du das denn?
30:57Bei dir hat's ja auch nicht geklappt.
31:00Guten Morgen.
31:01Morgen.
31:02Frederik, du kommst genau im richtigen Augenblick, ich brauch hier deine Hilfe.
31:05Wo drückt denn der Schuh?
31:07Ich versuch, die Entwürfe zu vereinfachen, so wie wir das gestern besprochen haben.
31:11Aha.
31:12Du versuchst, die Farben zu reduzieren.
31:14Mhm.
31:14Aber ohne, dass es aussieht, als ob eingespart wurde.
31:18Na ja, dann wenden wir uns einfach an die einzige Porzellanmalerin hier im Raum.
31:21Lilly.
31:23Herr Gravenberg, ich bin im zweiten Lehrjahr.
31:27Na gut.
31:28Wir haben ja auch ein paar gestandene Porzellanmal im Haus.
31:30Wisst du schon, was mit Patricia ist?
31:32Nein.
31:33Aber ich werde heute mit dir reden.
31:46Marie.
31:48Guten Morgen.
31:49Ich hab gar nicht gehört, dass du aufgestanden bist.
31:51Ich konnte nicht mehr schlafen.
31:54Eva müsste gleich mit frischem Brötchen da sein.
31:57Ach danke, ich muss dringend in die Firma.
32:00Wo kommt denn die alte Wiege her?
32:03Die hat Nico Becker gerade vorbeigebracht.
32:06Ich wusste gar nicht mehr, dass die noch gibt.
32:11Als letzter Patricia da drunchen liegen.
32:13Und vor ihr wohl du.
32:14Ja, genau.
32:17Ich kann mich noch dran erinnern, dass Patricia einmal fast aus der Wiege gefallen wäre.
32:22Weil ich im Zimmer Fußball gespielt habe.
32:23Ich glaube, unsere Mutter hat davon nie erfahren.
32:25Was habe ich nie erfahren?
32:28Ach, nichts.
32:32Vielleicht wäre die Wiege was für unser Baby.
32:36Naja.
32:37Wir können es uns ja nochmal überlegen.
32:41Willst du nicht mit uns frühstücken?
32:42Ich hab keine Zeit.
32:43Ich muss dringend in die Firma.
32:44Bis später.
32:46Bis später.
32:50Bis später.
32:53Meine Tasche.
32:54Danke.
32:56Marie, alles in Ordnung?
32:57Ja, ja, natürlich.
32:59Bis später.
33:01Bis dann.
33:06Du musst dich zusammenreißen.
33:08Es ist doch nichts passiert.
33:09Ich halte das nicht durch.
33:12Früher oder später wird der ganze Schwindel aufliegen.
33:14Früher oder später bist du schwanger.
33:17Dann ist alles in Ordnung.
33:19Dafür fehlt im Moment die wichtigste Voraussetzung.
33:22Dass Daniel wieder mit mir schläft.
33:27Das tut er nicht?
33:29Nein.
33:31Ganz und gar nicht.
33:38Ich nehme noch so einen Schwarzwälder Kirsch.
33:42Ist es dein Ernst?
33:44Warum nicht?
33:45Tja, ich meine nur, du hattest erst gerade zwei Donuts.
33:49Ja, und?
33:49Wenn ich eben Hunger hab?
33:52Hm, also weißt du, wenn ich nicht wüsste,
33:54dass du dich gerade erst entliebt hast,
33:56würde ich sagen, dass du verliebt bist.
33:58So ein Quatsch.
33:58Ich hab erst mal die Nase voll von Männern.
34:01Mhm.
34:01Ja, ich fühl mich total wohl so allein.
34:05Ein Cappuccino.
34:07Was will der denn schon wieder?
34:08Eine Schwarzwälder Kirschtorte um diese Zeit?
34:12Das ist ja wohl meine Sache.
34:13Wenn man es sich leisten kann.
34:15Ich könnte an der Stelle wäre da etwas vorsichtig.
34:20Die Milch ist leider aus.
34:22Gut, dann einen normalen Kaffee.
34:24Kaffee ist auch aus.
34:26Aha.
34:29Verstehe.
34:37Lass es dir schmecken.
34:49So eine Ratte.
34:51Wem sagst du das?
34:53Danke, dass du ihn nicht bedient hast.
34:57Die kannst du dir übrigens sehr wohl leisten.
35:00Lass dir nichts einreden.
35:04Kaffee ist auch schon auf?
35:11Wie kommt Marie denn an unsere alte Wiege?
35:14Wahrscheinlich hatte sie Eva irgendwo versteckt.
35:18Jedenfalls scheint es doch ernst zu werden mit den beiden.
35:22Du solltest zusehen, dass du früher aufstehst.
35:25Wieso?
35:26Ich habe doch Dauerurlaub, wie du weißt.
35:28Nicht mehr lange.
35:30Was soll das heißen?
35:33Dass du deinen Job wieder bekommst.
35:34Wie kommst du denn darauf?
35:36Frederik hat angerufen.
35:38Er will mit dir reden.
35:40Ja und?
35:41Das heißt doch noch lange nicht, dass er mir meinen Job zurückgibt.
35:44Davon würde ich aber mal ausgehen.
35:46Wahrscheinlich hat Daniel Druck gemacht.
35:48Na los, beweg dich.
35:49Zieh dir was ordentliches an.
35:51Du bist wieder Chefin der Designabteilung.
35:53Bin schon weg.
35:57Na also.
36:01Ich?
36:04Ja, es tut mir leid, dass ich gestern so blöd zu dir war.
36:08Schon in Ordnung.
36:12Was machst du da eigentlich?
36:14Das ist Daniels alte Wiege.
36:17Da hat Daniel drin gelegen.
36:19Mhm.
36:22Und jetzt soll euer Baby.
36:26Ist doch eine schöne Vorstellung, oder?
36:30Ja.
36:34Daniel scheint das wirklich ernst zu meinen.
36:37Sieht ganz so aus.
36:41Aber du würdest dein Baby doch nicht ernsthaft in dieses alte, wurmstichige Teil legen, oder?
36:47Ja, immerhin hat sie sich schon bewährt.
36:48Und wurmstichig ist sie gar nicht.
36:51Bisschen dreckig vielleicht.
36:53Ja.
36:54Warte erst mal ab, bis ich sie mit neuem Stoff ausgeschlagen habe.
36:57Dann müsste sie nicht mehr wiedererkennen.
36:59Also ich finde, sie braucht auf jeden Fall noch einen Himmel.
37:01Am besten mit demselben Stoff.
37:04Ich dachte an...
37:06Sternenmuster vor blauem Grund.
37:09Und was ist, wenn es ein Mädchen wird?
37:14Vielleicht doch besser rosa-hellblau gemustert.
37:19Brauchst du vielleicht Hilfe?
37:23Wäre gar nicht schlecht.
37:36Christi, wir waren gestern am Verabreden.
37:38Und du hast selbst vorgeschlagen, ins Kino zu gehen.
37:40Ja, ich habe die ganze Zeit zu Hause gewartet.
37:43Und als du nicht gekommen bist, habe ich gedacht, du hast es vergessen.
37:46Habe ich aber nicht.
37:47Man hätte es genauso gut zu mir kommen können.
37:49Hm, ich wollte noch spazieren gehen.
37:52Du warst stundenlang, warst du weg.
37:54Wirklich.
37:55Ich habe schon Sorgen gemacht.
37:56Entschuldige.
37:57Komm, lass es dabei.
37:58Du, ich habe mir überlegt, dass wir doch alles rausreißen und komplett neu einrichten.
38:04Das kostet ein Vermögen.
38:07Wenn so schlecht ist die Küche gar nicht.
38:09Ich habe doch gut verdient an der Chronik der Grafenbergs.
38:13Warum sollen wir uns dann mit halben Sachen begnügen?
38:16Aber schau...
38:16Keine Widerrede, das übernehme ich, Tobias.
38:19Du hast so viel für mich gemacht.
38:21Kann ich doch mal ein paar Küchenmöbel kaufen.
38:24Christa, wirklich?
38:24Du brauchst keine Angst zu haben.
38:26Das verpflichtet dich zu nichts.
38:28Nimm es als Geschenk.
38:31Und wenn ich viel lieber was anderes geschenkt haben möchte?
38:34Hm, das hast du doch schon längst.
38:41Herein.
38:43Ah, Frederik.
38:44Gut, dass du da bist.
38:44Ich wollte auch mit dir sprechen.
38:45Ich habe Patricia herbestellt.
38:48Willst du sie wieder einstellen?
38:49Ja, ohne fachmännische Hilfe können wir den Huber-Auftrag nicht retten.
38:52Patricia ist die Einzige, die das Wissen hat und auf die Schnelle einspringen kann.
38:56Tja, das war natürlich recht.
38:58Aber was ist mit Julia?
39:00Wie meinst du das?
39:02Patricia wird niemals mit Julia zusammenarbeiten.
39:06Das lässt meine Sorge sein.
39:07Was wolltest du mir sagen?
39:09Ich wollte dich bitten, Patricia wieder einzustellen.
39:12Dann sind wir uns ja wieder einig.
39:14Ja.
39:15Entschuldige mich auf den Schick.
39:16Hallo?
39:17Hallo, Daniel.
39:18Marie.
39:20Entschuldige, ich will dich nicht stören, aber ich habe überlegt, wir sollten die Wiege behalten.
39:25Die Wiege?
39:25Du meinst, unser Baby sollte da drin liegen?
39:28Ja, warum nicht?
39:30Naja, ich meine, die ist schon ziemlich alt, oder?
39:32Geht das überhaupt?
39:33Naja, man müsste sie halt ein bisschen herrichten.
39:36Ich meine, das hätte schon was.
39:38Geht es?
39:38Ich meine, ist das nicht zu viel Aufwand?
39:40Charlotte hat mir angeboten, zu helfen.
39:42Das ist eine gute Idee.
39:44Danke.
39:45Bis später.
39:46Bis nachher.
39:55Danke.
39:57Patricia!
39:58Du bist schon da?
40:00Ich habe ja nichts weiter zu tun, wie du weißt.
40:03Komm.
40:14Patricia, du weißt, dass ich gute Gründe gehabt habe, um dich deines Postens zu entheben.
40:19Aber ich habe nie daran gezweifelt, dass du eine ausgezeichnet und fähige Designerin bist.
40:23So?
40:25Kurzum, ich möchte dir deinen Job wieder zurückgeben.
40:29Jetzt brauchst du mich also plötzlich wieder.
40:32Ja, das stimmt.
40:34Ich brauche dich und die Firma braucht dich.
40:36Wir müssen versuchen, diesen Huber-Auftrag zu retten.
40:40Dann wirst du Julia also kündigen.
40:43Nein, das werde ich sicher nicht.
40:48Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich mit Julia Schilling zusammenarbeite.
40:51Doch, das glaube ich.
40:53Wir brauchen beides.
40:54Wir brauchen ihre Ideen und einfach Wissen.
40:56Das kommt überhaupt nicht in Frage.
40:57Ich werde niemals mit ihr zusammenarbeiten.
41:01Patricia, setz dich bitte.
41:10Weißt du, warum ich glaube, dass du den Job wieder annimmst?
41:13Da bin ich halt gespannt.
41:15Weil du meine Nichte bist.
41:17Und weil wir zwei aus demselben Holz geschnitzt sind.
41:21Ich weiß, was deine Mutter sagt.
41:23Aber du solltest deine eigenen Entscheidungen treffen.
41:26Da, wo Annabella einen Stein hat, hast du nämlich ein Herz.
41:28Und darauf solltest du dich verlassen.
41:30Ich treffe meine eigenen Entscheidungen.
41:33Patricia, ich appelliere an dein Gewissen.
41:35Ich weiß, dass du eins hast.
41:39Bitte, hilf uns, hilf der Firma.
41:42Spring über deinen Schatten und komm zurück.
41:48Begreifst du nicht, worum es geht?
41:50Klar weiß ich das.
41:51Es geht darum, deinen Arsch zu retten.
41:53Und den von Julia.
41:54Es wäre für Patricia wesentlich leichter,
41:56wenn du sie als meine Vorgesetzte zurückholst.
41:58Frederik hat alles getan, um mich zu demütigen.
42:00Und jetzt soll ich mich selber klein machen?
42:02Wir brauchen eine praxiserprobte Designerin.
42:04Das bin ich einfach nicht.
42:05Du bist genau das, was wir brauchen.
42:06Was du brauchst.
42:07Ich hab's mir überlegt.
42:09Ich mach's.
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