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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:03Julia Schilling?
00:06Jan, hallo.
00:09Danke, es geht so.
00:12Julia, ich bin hier mit dem Kursus.
00:15Wie geht's ihm denn?
00:17Nicht gut.
00:19Es ist mir leid, dass ich...
00:21... fast so als die ganze Zeit...
00:24Ich weiß nicht.
00:28Ich versuche es, okay?
00:31Danke.
00:38Hey.
01:03Hey, what you looking for?
01:08No one has the answer.
01:11They just want more.
01:15Hey, who's gonna make it right?
01:22This could be the first day of my life.
01:45Es zerreißt ihm das Herz.
01:48Ich bin so froh, dass du bei mir bist.
01:54Wie würde ich mich wohl fühlen, wenn ich wüsste, dass ich Mama nie wiedersehen würde?
02:02Und Daniel?
02:05Daniel sitzt jetzt im Kursi und fühlt sich genauso schrecklich.
02:09So schrecklich, dass sie an mich sogar anruft.
02:15Aber ich kann Frederik jetzt nicht alleine lassen.
02:22Nicht heute.
02:25Ich gehöre jetzt zu ihm und nicht zu Daniel.
02:35Nicht mehr.
02:38Ich muss Daniel loslassen.
03:03Es tut mir so leid.
03:04Nein.
03:06Nein.
03:16Nein.
03:18Nein.
03:19Nein.
03:21Nein.
03:50Untertitelung des ZDF, 2020
03:56Ich weiß, wie sehr du deinen Großvater geliebt hast.
04:01Du warst immer sein Liebling.
04:07Es tut mir so unendlich leid, Patricia.
04:14Wenn ich irgendetwas für dich tun kann,
04:18es hat doch noch geklappt.
04:20Der Großvater bekommt den gleichen Sack wie Papa.
04:25Die Grenze für die Beerdigung werden auch rechtzeitig fertig sein.
04:28Die Blumen sind bestellt.
04:31Die Musik für die Trauerfeier muss ich noch aussuchen.
04:35Die Planung sieht so aus,
04:36dass wir übermorgen die Trauerfeier vormittags ansetzen
04:39und im Anschluss daran zur Beerdigung gehen.
04:43Und die Beerdigung findet nur im kleinsten Kreis statt?
04:45Ja, wie besprochen.
04:49Deshalb hat es sich auch angeboten, die Trauerfeier vorzuziehen.
04:52Dann können sich alle Gäste in Ruhe von Großvater verabschieden
04:56und wir können uns nach der Beisetzung zurückziehen.
05:02Du machst es wirklich sehr, sehr gut.
05:09Weißt du, wo Eva ist?
05:11Bei Tobias.
05:14Da werde ich mich mal um Marie kümmern.
05:18Die ist vorhin rausgegangen.
05:23Weißt du, wo hin?
05:44Ich danke euch, dass ich heute hier sein konnte.
05:49Wir freuen uns, dass du hier bist, Eva.
05:51Ja.
05:53Jetzt wird es aber Zeit für mich.
06:00Du bist ja jederzeit willkommen, Eva.
06:02Danke, Tobias.
06:04Du weißt das, ja?
06:06Ich weiß das sehr zu schätzen.
06:09Ich wahre dich.
06:11Keine Umstände.
06:12Doch, doch.
06:13Nein, es ist nicht nötig.
06:14Doch, ich bestehe drauf.
06:15Es ist spät und kalt draußen.
06:18Na gut.
06:21Tschüss.
06:30Sie hat ihn sehr gemocht in Alten Gravenberg.
06:33Über 40 Jahre hat sie für ihn gearbeitet.
06:37Und du?
06:3825 Jahre?
06:43Wenn du lieber zu Tim willst.
06:45Nein.
06:45Ich will hier sein bei euch.
06:47Tim versteht das schon.
06:51Ich bin froh, dass du da bist, Lilly.
06:53Ich auch, Papa.
07:02Daniel, wo steckst du denn?
07:05Ich fange langsam an, mir Sorgen zu machen.
07:09Meld dich doch bitte mal, ja?
07:12Oder komm nach Hause.
07:17Marie?
07:19Hier bist du?
07:21Bei der Kälte?
07:23Ja, ich brauche frische Luft.
07:27Ich kann Daniel nicht erreichen.
07:29Ich habe keine Ahnung, wo er steckt.
07:31Ach.
07:32Wahrscheinlich will er nur ein bisschen allein sein, um seine Gedanken zu ordnen.
07:35Und kommt bald nach Hause.
07:38Das ist alles jetzt nicht so einfach für ihn.
07:41Du musst jetzt stark sein.
07:44Daniel hat gerade seinen Großvater verloren.
07:47Er braucht dich jetzt an seiner Seite.
07:50Meinst du wirklich, dass er mich braucht?
07:52Ja, natürlich.
07:54Er liebt dich doch.
07:56Niemand kann ihm jetzt besser Trost und Halt geben als du.
08:00Ja, du hast recht.
08:04Ich werde für ihn da sein und ihm Halt geben.
08:08Ich werde ihm zeigen, dass er sich auf mich verlassen kann.
08:14Und ich werde für dich da sein, wann immer du ein Problem hast oder ich dir helfen kann.
08:21Du bist doch wie eine Tochter für mich.
08:23Danke.
08:24Das ist lieb von dir.
08:28Es war nie ganz leicht zwischen uns.
08:32Aber nach Philips Tod ist alles eskaliert.
08:36Ich bin mit Vater sehr gestritten.
08:40Mein ganzes Leben stand ich in Philips Schatten und auf einmal sollte ich seine Rolle übernehmen.
08:45Ich war nicht Philipp.
08:48Und deshalb bist du nach Südafrika gegangen.
08:54Die Leute hat es damals schon gegeben.
08:56Aber nach dem Streit mit Vater habe ich mich dorthin zurückgezogen.
09:00Ich wollte alles vergessen.
09:05So was kann man nicht vergessen.
09:11Nein.
09:13Das kann man nicht.
09:15All die Jahre.
09:18Ich habe immer wieder an ihn gedacht.
09:19Schließlich war es ja mein Vater.
09:25Er hat mich kein einziges Mal in Südafrika besucht.
09:29Da hätte ich mir so gerne die Lodge gezeigt.
09:33Alles, was ich aufgebaut habe.
09:36Ich wollte, dass er stolz auf mich ist.
09:39Das war er doch.
09:42Er hat dich zum Chef der Manufaktur ernannt.
09:45Er wollte, dass du sein Lebenswerk weiterführst.
09:54Wir hätten so viel mehr Zeit füreinander gebraucht.
09:58Jetzt ist es vorbei.
10:04Ihr habt die letzten Monate seines Lebens zusammen verbracht.
10:11Kurze Zeit.
10:14Ich hätte noch so viel von ihm lernen können, in jeder Hinsicht.
10:17Wir haben doch so viel vorgehabt miteinander.
10:20Wir haben uns gerade erst angefangen anzunähern.
10:27Am wichtigsten ist, dass ihr Frieden geschlossen habt.
10:32Ja, hast recht.
10:36Als ich vor ein paar Monaten aus Südafrika hierher kam, dachte ich, mein Vater stirbt.
10:41Ohne, dass wir uns miteinander versöhnt hätten.
10:46Immerhin konnte ich noch zeigen, was er mir bedeutet.
10:52Friedrich spricht mit so viel Liebe von seinem Vater.
10:55Und er hat wirklich Glück.
10:58Die beiden hatten wenigstens eine kurze Zeit miteinander.
11:01Und in der war Frieden zwischen ihnen.
11:05Ich vermiss Mama.
11:07Ich wünsche mir so sehr, dass wir auch wieder einen Weg zueinander finden.
11:12Irgendwann.
11:15Das Leben bringt die Menschen oft ganz nah zusammen.
11:19Und dann reißt es sie wieder auseinander.
11:22Und meistens passiert das, ohne dass man genau sagen kann, warum.
11:28Welche Bedeutung haben schon die Gründe für eine Trennung im Angesicht des Todes?
11:33Ist nicht am Ende alles, was zählt?
11:36Dass man den Menschen, die man liebt, auch gezeigt hat, dass man sie liebt?
11:42Wie es Daniel jetzt wohl geht?
11:45Wie kommt er wohl mit seiner Trauer zurecht?
12:07Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal so geboren gefühlt habe.
12:12Nicht mal bei Marie.
12:17Wahrscheinlich das letzte Mal mit meinen Eltern.
12:31Nein, ich kann up cybersecurity Center finden an.
12:32Nein, ich kann auf die paar Bedeutung kommen.
12:32Ich kann hierher zurecht.
12:33Und in der Zeit.
12:33Und in der Zeit geht's.
12:45Sehr Lahm, dich sind meine Checksz.
12:45Danke căken.
12:50Du bist noch wach.
12:53Ja.
12:55Ich konnte nicht schlafen.
12:58Nur mit dich.
13:00Ich war noch bei Jan.
13:03Das verstehe ich.
13:10Daniel.
13:15Ich möchte immer für dich da sein.
13:19Das weiß ich.
13:23Und wenn ich irgendwas für dich tun kann?
13:27Das tust du doch.
13:29Du bist für mich da.
13:34Ihr seid für mich da.
13:49Das tust du doch.
14:21Habe ich verschlafen? Wie spät ist es?
14:23Es ist noch früh am Morgen, Patricia.
14:26Am besten ist es, du gehst in dein Bett und schläfst dich aus.
14:29Ich habe keine Zeit.
14:31Du musst dich ausschlafen. Gerade in dieser Zeit.
14:35Aber morgen ist die Beerdigung und es gibt noch so viel zu tun.
14:38Du kannst doch nicht alles allein machen.
14:42Irgendwer muss sich doch darum kümmern.
14:44Ich kann dir doch helfen.
14:45Nein.
14:46Nein.
14:48Ich will das machen.
14:50Patricia, ich verstehe das ja.
14:52Aber du hilfst niemandem, wenn du dich übernimmst.
15:01Dein Großvater ist gestorben.
15:07Du musst die Trauer an dich heranlassen.
15:10Mit dir umgehen.
15:16Wie gesagt, ich habe viel zu tun.
15:19Ich werde jetzt schnell duschen und dann treffe ich mich mit dem Bestatter,
15:21um die Trauerzeremonie durchzusprechen.
15:37Lieb von dir, Nico, dass du Eva gestern nach Hause gebracht hast.
15:41Sie war auch ziemlich wackelig auf dein Bein.
15:44Na, das alles nimmt sie ziemlich mit.
15:47Kein Wunder, so viel Zeit, wie sie mit Herrn Gravenberg verbracht hat.
15:52Wer ist die meisten Ehepaare schaffen?
15:55Irgendwie waren sie auch sowas wie ein altes Ehepaar.
16:00Ich werde halt in die Villa gehen und kondolieren.
16:03Tu das.
16:04Du hast ja auch für die Gravenbergs gearbeitet.
16:06Und Werner Gravenberg hat dich immer sehr gemocht.
16:10Und was ist denn mit dir?
16:11Kommst du mit?
16:14Ich gehe morgen zur Trauerfeier.
16:15Und heute muss ich sowieso in die Manufaktur.
16:19Schon merkwürdig, dass sie euch in dieser Situation nicht mal freigeben.
16:24Frederik Gravenberg hat gestern in seiner Rede gesagt,
16:26dass es im Sinne von seinem Vater wäre, wenn der Betrieb weiterläuft.
16:33Und was ist mit den Gravenbergs? Arbeiten die auch?
16:36Also Frederik Gravenberg bestimmt, aber...
16:38Ja, Annabelle bestimmt auch, denke ich, aber...
16:41Und Patricia?
16:45Gestern war sie jedenfalls nicht da.
16:47Ich glaube auch nicht, dass sie so schnell wieder arbeiten wird.
17:01Guten Morgen.
17:02Morgen.
17:04Kann ich irgendwie helfen?
17:06Ja, hol doch ein bisschen Besteck.
17:08Okay.
17:09Die Jungs schlafen noch?
17:13Koya ist noch im Bad, aber der kommt gleich.
17:16Du, deine Schwester hat schon zweimal angerufen.
17:20Der Kaffee riecht gut.
17:22Fragst du gar nicht, was sie gesagt hat?
17:25Sie wollte ich unbedingt sprechen.
17:28Sie klang ziemlich verzweifelt.
17:30Ja, und wieder mal geht's wieder nur um meine Schwester.
17:36Tut mir leid.
17:37Tut mir auch leid.
17:39Ich wollte mich nicht einmischen.
17:43Berna war wie ein Großvater für mich.
17:46Und das ist verdammt viel, wenn man keine Eltern mehr hat.
17:51Marie weiß es ganz genau.
17:53Und sie hat es nicht mal geschafft, mich anzurufen.
17:57Stattdessen erfahre ich das aus der Zeitung wie jeder andere auch.
18:03Marie hat mich einfach vergessen.
18:10Sie ist das einzig bisschen bei mir, was ich noch habe.
18:17Ich habe mir einfach nur gewünscht, dass ihr mich in meinen Arm nehmt.
18:21Charlottchen.
18:23Die war bestimmt einfach auch geschockt.
18:33Danke.
18:34Wofür denn?
18:37Dass du für mich da bist, wie ich es mir von Marie gewünscht hätte.
18:42Kannst du mal zu mir kommen?
18:56Patrizia.
19:05Bist du schon auf?
19:06Ja.
19:08Und ich habe ziemlich viel zu tun.
19:10Ich treffe mich jetzt mit dem Bestatter, um die Trauerzeremonie durchzusprechen.
19:15Warte doch mal einen Moment.
19:24Ich bin wahnsinnig stolz auf dich.
19:28Ich könnte das nicht.
19:30Ist doch nur ein bisschen Organisation.
19:33Weißt du noch?
19:37Wie Großvater uns das Segen beigebracht hat.
19:40Und wir gekentert sind?
19:45Er hat uns aus dem Wasser gefischt.
19:50Und dann sind wir ins Bootshaus.
19:54Da haben wir dann gewartet, bis die Klamotten trocken waren.
19:57Wir durften keinem was erzählen.
20:00Dort sind wir nie wieder mit ihm auf das Boot gedurft.
20:05Dann sind wir auch nie segeln gelernt.
20:11Das war unser Geheimnis.
20:14Und das ist es immer noch.
20:19Ich könnte mir nie vorstellen, wie es ohne ihn ist.
20:24Ich kann es immer noch nicht.
20:25Ich auch nicht.
20:35Ich muss jetzt wirklich los.
20:37Okay.
20:40Okay.
20:42Okay.
20:58Julia.
20:59Ich habe nur einen kurzen Spaziergang gemacht.
21:05Magst du einen Kaffee?
21:08Danke.
21:08Ich wollte gerade wieder zurück zu Frederik.
21:12Ich würde mich freuen, wenn du mehr Gesellschaft leistest.
21:29Es tut mir sehr leid.
21:32Der Tod von Werner Grafenberg.
21:34Ja.
21:38Er kam für alle sehr plötzlich.
21:42Geht es dir gut?
21:44Den Umständen entsprechend?
21:47Ja.
21:49Und deine Schwangerschaft?
21:54Alles bestens.
22:01Ich mache mir ein bisschen Sorgen um Charlotte.
22:07Ich habe vergessen, sie anzurufen und dir zu sagen, dass Werner gestorben ist.
22:13Das nimmt sie mir natürlich übel.
22:16Aber ich habe es einfach vergessen.
22:20Du musstest erst mal selber damit fertig werden.
22:24Ja, aber sie hat ihn so gemocht.
22:26Und ich finde es selbst unverzeihlich.
22:28Sie hätte ihn vielleicht sogar noch mal sehen können.
22:31Sie will dir schon verzeihen.
22:34Zeig ihr einfach, dass du jetzt für sie da bist.
22:37Ja.
22:39Wenn sie mir die Gelegenheit dazu gibt.
22:43Entschuldigung, ich wollte dich nicht stören.
22:44Nein, du störst nicht.
22:47Setz dich doch zu uns.
22:57Es tut mir leid wegen Gasternabend.
22:59Ich habe es nicht mehr geschafft.
23:01Was?
23:05Jan hat mich angerufen aus dem Cosi.
23:09Ach so.
23:11Ja, danke.
23:32Ich habe gestern eine Rede in der Manufaktur gehalten.
23:36Es ist unglaublich,
23:42wie viel Liebe und Wertschätzung deine Mitarbeiter für dich haben.
23:51Ich bin stolz auf dich.
23:56Ich werde dein Ärm in Ehren halten
23:59und mich bemühen, es in deinem Sinne fortzusetzen.
24:11Ich hätte noch so viel von dir lernen können.
24:17Hätten sie noch so viel zu sagen, gell?
24:31Diesen Ort hat Werner Gravenberg geliebt.
24:35Nicht nur er.
24:38Er konnte sich nicht mal verabschieden.
24:42Was meinst du, wenn man tot ist?
24:44Vermisst man dann auch all die geliebten Menschen
24:46und die Orte, die man zurücklassen musste?
24:48Oder ist dann einfach alles vorbei?
24:54Ich kann mir nicht vorstellen, dass dann alles vorbei ist.
24:58Ich habe zwar keine Ahnung, wo er ist,
25:00aber ich bin mir sicher, dass Herr Gravenberg irgendwo ist.
25:05Und ich glaube auch, dass er mitkriegt, dass wir an ihn denken.
25:08Das glaube ich auch.
25:12Aber trotzdem, er wird nie wieder hierher kommen können.
25:16Wir werden ihn nie wieder sehen.
25:18Und er lernt nicht mal seine Urenkel kennen.
25:23Für die Gravenbergs muss es schrecklich sein.
25:28Ich hoffe, ich störe niemanden in der Villa.
25:31Aber ich will sagen, dass ich da bin.
25:35Das finde ich toll von dir, dass du da hingehst.
25:38Ich könnte das nicht.
25:39Du hast doch Friedrich auch in der Manufaktur gesehen
25:42und mit ihm gesprochen.
25:44Ja, aber die anderen nicht.
25:46Daniel oder Patricia.
25:48Hast du gehört, wie es dir geht?
25:50Wem Patricia?
25:53Wir haben uns nicht getraut zu fragen.
25:56Vielleicht sehe ich sie ja gleich in der Villa.
25:59Dann kann ich hier meinen Beilat aussprechen.
26:01Und vielleicht kann ich hier in irgendeiner Form beistehen.
26:04Den anderen Gravenbergs natürlich auch.
26:07Was aber, wenn ich total ungelegen komme?
26:12Ach, das glaube ich nicht.
26:17Nico, ich glaube, ich muss langsam los.
26:20Soll ich dich nur ein Stück begleiten?
26:22Gerne.
26:43Ist das alles in Ordnung?
26:47Ja.
26:49Ich habe nur nachgedacht.
26:54Ist wirklich alles okay?
26:55Soll ich dir einen Tee machen?
26:56Nein, nein, nein.
26:59Du musst dich nicht immer um mich kümmern.
27:03Ich möchte auch für dich da sein.
27:05Aber das bist du doch.
27:07Nein.
27:09Du hast dich die ganze Zeit um mich gekümmert,
27:11weil es mir so schlecht ging.
27:15Dabei.
27:19Es ist dein Großvater, der gestorben ist.
27:23Komm mal her.
27:25Ist schon okay.
27:27Okay.
27:34Gestern.
27:36Gestern hatte ich das Gefühl,
27:38dass du gegangen bist,
27:40weil du Ruhe brauchst.
27:42Weil ich dich zu sehr vereinnahme.
27:46Ich bin gern für dich da.
27:52Oder ist es,
27:53weil Jan Julia angerufen hat?
27:58Ich meine,
27:59ein bisschen komisch fand ich es schon.
28:02Ich weiß auch nicht,
28:03warum er das getan hat.
28:05Ich habe das gar nicht richtig mitbekommen.
28:08Ist dir auch egal.
28:11Ich wollte heute in die Manufaktur.
28:14Klar.
28:16Frederik unterstützen.
28:19Ich werde Patricia mal fragen,
28:21ob sie Hilfe braucht.
28:22Sie macht alles allein.
28:24Sie wird sich freuen,
28:25dass du ihr hilfst.
28:26Und dann werde ich versuchen,
28:28Charlotte zu erreichen.
28:29Sie geht einfach nicht ins Telefon.
28:31Gute Idee.
28:32Sie braucht dich jetzt.
28:57Ja.
28:59Gut.
29:00Die Limousinen müssen um halb zwölf da sein.
29:03Für sechs Personen, richtig.
29:06Ja, wegen der weiteren Details
29:08schicke ich Ihnen noch einen Fax, ja?
29:10Danke.
29:12Was machst du denn hier?
29:14Ich muss mit dir sprechen.
29:16Ich habe jetzt gerade überhaupt keine Zeit.
29:19Entschuldigen Sie, Herr Berchtold.
29:20Ich melde mich später nochmal.
29:23Ja.
29:25Ich wollte...
29:26Wart doch mal.
29:27Ich wollte nur sagen,
29:28dass es mir ehrlich leid tut.
29:29Wegen deines Großvaters.
29:31Und...
29:32Danke.
29:34Bleib doch mal stehen.
29:35Warum hast du dich nicht mehr bei mir gemeldet?
29:37Ich hätte dir geholfen.
29:39Ich bin für dich da.
29:40Ach ja?
29:41Ja klar, ist mir wichtig.
29:44Danke, Jörg.
29:45Aber ich habe wirklich nicht viel Zeit
29:46und ich habe überhaupt keinen Nerv.
29:50Mach dir keine Sorgen um mich.
29:52Es geht mir gut.
29:53Es freut mich aber,
29:54dass es dir gut geht.
29:55Das kann ich nämlich von mir nicht behaupten.
29:58Du hast gar nicht so zu schauen.
30:02Ich sitze auf den Spielschulden
30:03von Julias Mutter
30:04und Silke versucht mir immer noch
30:05das Kind anzuhängen
30:06und ich verstehe verdammt gut,
30:07dass du mir nicht helfen willst.
30:11Aber leider hatten wir einen Deal
30:13und da lasse ich dich nicht raus.
30:15Was sonst?
30:16Was sonst?
30:18Sonst könnte ich ein kleines Gespräch
30:19mit deinem Onkel führen
30:21und ihm ein paar Sachen über dich erzählen.
30:25Meinst du nicht,
30:26dass das ein Haar träufen würde?
30:28Besonders jetzt,
30:28dass dein Vater gestorben ist?
30:32Dann tu das.
30:34Wenn du dich lächerlich machen willst.
30:52Die Einladung zur Trauerfeier.
30:58Es verändert sich alles immer so schnell.
31:01Und dann ist alles,
31:02was von einem Leben übrig bleibt,
31:04nur noch die Einladung zur Trauerfeier.
31:08Silke.
31:09Es ist alles so traurig.
31:12Ich kann es so gut verstehen,
31:15dass die Grafenbergs unter sich sein wollen
31:17bei der Beerdigung.
31:18Ich auch.
31:21Ich mache mir so Sorgen.
31:25Nee, ist nicht so, wie du denkst.
31:28Ich habe neulich im Schwangerschaftsbuch gelesen,
31:32dass sich die Stimmung der Mutter
31:33ganz stark auf das Kind überträgt.
31:36Und?
31:37Na ja,
31:38ich war doch in letzter Zeit so traurig
31:40und die Zeit davor war auch ganz schlimm.
31:42Und jetzt,
31:44ich will nicht,
31:45dass das Kind traurig ist,
31:46weil ich es bin.
31:49Weißt du, was ich glaube?
31:51Dein Kind wird wunderschön und fröhlich.
31:54Wieso glaubst du das?
31:56Weil du der liebevollste Mensch bist,
31:58den ich kenne.
31:59Das hast du jetzt aber schön gesagt.
32:02Warum kann das nicht mal ein Mann zu mir sagen?
32:05Naja.
32:07Also jetzt,
32:08ich meine,
32:08ein richtiger Mann,
32:09der sich auch für mich interessiert.
32:12Hm.
32:12Ich hab's schon kapiert, Silke.
32:16Morgen.
32:18Oh, gut, dass du da bist.
32:19Ich muss dringend mal an die frische Luft.
32:21Ja, tu das.
32:22Kannst du,
32:22kannst du die Post bitte sortieren?
32:24Ich übernehme hier
32:25und sollte auch die Post.
32:27Okay.
32:58Suchst du mich?
32:59Nein, eigentlich nicht.
33:05Frederik, ich wollte dir mein herzliches Beileid aussprechen.
33:14Danke.
33:16Es, ähm,
33:20es tut mir wirklich
33:21unendlich leid,
33:22dass
33:23du deinen Vater verloren hast.
33:26So plötzlich.
33:43auch dir,
33:44mein Baldat.
33:46Er beschließt sich dein Schwiegervater.
33:49Danke.
33:52Ich danke dir für diesen Waffenstillstand.
33:55Ich bin noch nicht dein Feind.
33:59Ich freue mich,
34:00dass wir uns gegenseitig helfen können.
34:03Ja, du hast recht.
34:05Ähm,
34:07fährst du heute noch in die Firma?
34:10Ja.
34:12Ich denke, Vater hätte es nicht gewollt,
34:14dass seinetwegen alles stillsteht.
34:16Ganz bestimmt nicht.
34:18Ich, ähm,
34:20ich komme dann später nach.
34:37Ja?
34:43Julia?
34:54Wie geht's dir?
34:57Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, dass ich den alten Gravenberg nie mehr fahren werde.
35:03Aber du kannst schon weiter für die Gravenbergs arbeiten, oder?
35:07Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.
35:10Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis sich alles wieder weniger schlimm anfühlt.
35:17Ja, so ist es.
35:25Willst du es deiner Mutter sagen?
35:27Daran habe ich auch schon gedacht.
35:30Schließlich haben sie sich gut verstanden und gut zusammengearbeitet.
35:34Aber andererseits bin ich nicht sicher.
35:37Ich möchte, dass sie sich erst mal darauf konzentriert, wieder gesund zu werden.
35:41Aber wenn sie es aus der Presse erfahren hat?
35:43Dann hätte sie sich sicher bei mir gemeldet.
35:48Vielleicht wärst du am besten, schreibst dir einen Brief.
35:52Das ist eine gute Idee.
35:55Aber dafür lasse ich mir noch ein bisschen Zeit.
36:01Wie geht's, Frederik?
36:05Es ist sehr schwer für ihn.
36:08Kann ich mir vorstellen.
36:10Ist gut, dass er dich hat.
36:14Aber wir vermissen dich natürlich.
36:17Ich euch auch.
36:32Ach, Nico.
36:33Du bist es.
36:34Ich habe dich gar nicht kommen hören.
36:36Entschuldigung, Eva.
36:36Ich wollte dich nicht erschrecken.
36:39Schon gut.
36:43Wie geht's dir heute?
36:46Ich bin froh, dass ich so viel zu tun habe.
36:51Übrigens, vielen Dank für deine Begleitung gestern Abend.
36:55Das war selbstverständlich.
36:57Wenn ich sonst irgendwas für dich tun kann...
36:59Danke, Nico.
37:03Wie geht's den anderen?
37:06Den Umständen entsprechend.
37:09Sie haben den Großvater verloren.
37:11Und den Vater.
37:15Und, äh...
37:16Patricia?
37:19Sie hat sich in Arbeit gestürzt und lässt sich nichts anmerken.
37:22Ich glaube, es geht dir nicht sehr gut.
37:26Ist sie da?
37:28Ich habe sie vorhin im Arbeitszimmer gesehen.
37:31Da steht auch das Trauerbild und liegt das Kondolenzbuch aus.
37:34Aber ich glaube, Patricia ist im Augenblick keine gute Gesprächspartnerin.
37:38Danke, Eva.
37:39Ich wollte mich nur ins Kondolenzbuch eintragen.
38:02Du willst gerade gehen?
38:04Ja, ich gehe heute in die Manufaktur.
38:07Das hätte dein Großvater sehr zu schätzen gewusst.
38:12Das hat Frederik auch gesagt.
38:15Wenn es uns auch schwerfällt, aber wir werden die Geschäfte weiterführen.
38:18Vielleicht kannst du dir mal die Vorgänge der Falkenthal-Klassiklinie vornehmen.
38:22Darum kümmert sich Frederik?
38:24Ja, schon, aber er ist in letzter Zeit ziemlich durcheinander.
38:28Was ja auch kein Wunder ist.
38:30Natürlich.
38:31In so einem Gemütszustand, da passieren einem eben Fehler.
38:34Was meinst du damit?
38:36Es kann doch nicht schaden, wenn du die Kalkulation nochmal überprüfst.
38:41Mutter, ich gehe in die meine Faktur, um Frederik zu unterstützen.
38:44Von nichts anderem rede ich.
38:47Ich muss jetzt los.
38:49Ich gehe später in die Firma.
38:53Ich werde nochmal zum Grab seines Vaters gehen.
39:18Patricia, ich wollte dich nicht stören.
39:25Ich wollte dich nicht stören.
39:28Ich wollte dir nur mein Pilot ansprechen.
39:33Danke.
39:48Wie geht's dir?
39:52Naja, ich...
39:55Ich weiß es nicht genau.
40:07Ich hatte nicht viel Zeit, mir darüber Gedanken zu machen.
40:10Ich organisierte die Trauerfeier und wäre die um.
40:16Großvater hat nicht viel festgelegt.
40:19Mit sowas wollte er sich nie beschäftigen.
40:23Aber er hat eine Liste mit Musik zusammengestellt, ja, Marc.
40:27Und die ist wirklich gut.
40:30Da ist kein Stück drauf, das ich nicht auch mag.
40:34Ihr wart euch in manchen Sachen eben sehr ähnlich.
40:40Deshalb mochte er dich auch so sehr.
40:46Wir haben nie zusammen Musik gehört.
40:49Ich wusste überhaupt nicht, dass wir die gleichen Sachen mögen.
40:51Und jetzt...
40:58Patricia...
41:01Wenn ich irgendwas für dich tun kann,
41:03ich bin für dich da.
41:15Ich wäre sofort ins Kursi gekommen, aber ich...
41:18Ich wollte Frederik nicht alleine lassen.
41:19Du musst dich von mir nicht reinfertigen.
41:21Nur damit sie wissen, wo sie hingehören.
41:23Die Beerdigung findet nur im engsten Familienkreis statt.
41:26Jeder macht mal Fehler.
41:27Oder nicht?
41:28Ich nicht.
41:29Aber du bist derjenige, der sich bewundern lässt.
41:31Und lässt dich sogar dafür bewundern,
41:32dass du nach dem Tod deines Vaters in die Firma gehst.
41:34Das mache ich als Sohn und Nachfolger meines Vaters.
41:37Es ist meine Pflicht.
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