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  • vor 10 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:11Untertitelung des ZDF, 2020
00:58Untertitelung des ZDF, 2020
01:15Untertitelung des ZDF, 2020
01:38Untertitelung des ZDF, 2020
02:12Untertitelung des ZDF, 2020
02:35Untertitelung des ZDF, 2020
02:53Das ist mir völlig egal
02:55Lena, du weißt doch, wie die Leute sind
02:57Das Buch erscheint sowieso nicht
02:59Was heißt denn, das wird nicht erscheinen?
03:01Weißt du, was das ist? Das sind Korrektur fahren
03:04Die Meyerbär sich verschafft hat irgendwie
03:07Der kommt ja anscheinend in dieser Biografie
03:09noch schlechter weg als ich
03:10Und der lässt sich das bestimmt nicht gefallen
03:14Also, kein Grund zur Aufregung
03:22Da ist er ja, mein Kleiner
03:26Also ehrlich, Lena, so wie würde es nicht vorgestellt, dass ich jetzt hier alles machen darf?
03:29Entschuldige, kommt nicht wieder vor
03:32Warum gibt's denn immer dieses süße Zeug?
03:35Das sind Reformhauskekse, Vollkorn
03:38Und so langweilig schmecken sie auch
03:40Stimmt
03:40Aber wenn sie gesund sind?
03:43Was ist das?
03:46Hat Birgit bei Kunze für dich abgegeben?
03:51Ja, will ich hier nicht aufmachen?
03:53Nee, nicht jetzt
03:55Lena, jetzt sag schon, was ist denn los mit euch beiden?
03:59Nichts
04:00Das wird sich schon wieder einbringen
04:02Ach ja?
04:03Davon merke ich aber herzlich wenig
04:04Ich meine, Birgit kommt ja nichtmals mehr in die Firma
04:07Und dass ihr das stinkt, dass Chris jetzt mit dir eine Familie macht
04:10Das verstehe ich ja, aber
04:11Angela, ich will jetzt nicht drüber reden, bitte
04:15Entschuldigung
04:15Ich bin dir ja nur das Mädchen für alles
04:18Ich darf putzen und waschen und babysitten
04:21Angela, bitte
04:23Ich hab mir das irgendwie anders vorgestellt mit uns beiden
04:27Jetzt krieg das doch nicht in den falschen Hals
04:28Ich hab mir das nicht ausgesucht, das ist irgendwie gekommen
04:31Ich muss mich auch erst damit zurechtfinden
04:33Ein Mann, ein Kind, du
04:36Ja, du
04:37Oder meinst du, mir ist nicht auch klar, dass es auf Dauer kein Zustand ist?
04:41Das meine ich doch nicht
04:44Ich wollte nur wissen, was passiert ist zwischen dir und Birgit
04:46Weil, seit sie hier ausgezogen ist, da bist du so anders
04:50Stimmt
04:50Bitte hört auf, ich will nicht drüber reden
04:53Und ich hoffe, auch du respektierst das
04:55Und ich hoffe, du hörst gut zu, mein Kleiner
04:56Das sind nämlich unschätzbar wertvolle Erfahrungen, was Frauen anbelangt
05:02Und jetzt machen wir uns erst mal ein paar Eier in die Pfanne am Frühstück
05:04Was ordentlich ist, das Zeug kann ja keiner essen
05:06Tja, Eier sind alle
05:08Wie bitte?
05:09Aber du kannst ja mal zur Abwechslung einkaufen gehen
05:12Zettel hängt am Kühlschrank
05:14Kein Problem
05:16Ja, und bei der Gelegenheit kannst du ja auch den Kleinen mitnehmen
05:19Weil ich muss in die Berufsschule
05:21Und Lena hat bestimmt keine Zeit
05:24Ich muss weg
05:25Schafft ihr das?
05:28Was ist?
05:28Ich versuche, bis Mittag wieder da zu sein
05:31Tschüss, mein Liebling
05:32Und um deine Frage zu beantworten
05:38Birgit hat was von mir verlangt, das ich ihr nicht geben kann
05:42Und jetzt ist sie traurig und verletzt und schlägt um sich
05:47Und das tut weh
05:52Verstehe ich nicht
05:53Was meint sie denn?
05:56Birgit kann doch von Lena alles haben, gutmütig wie sie ist
06:00Überleg mal
06:03Du meinst, dass Birgit...
06:07Also ehrlich, das gibt's doch nicht
06:09Was glaubst du denn, warum sie dich oder mich aus dem Haus haben wollte?
06:14Damit sie Lena alleine hat
06:17Das ist ja krass
06:18Genau
06:19Und für so ein Problem gibt's keine Lösung
06:20Aber ich mach dir einen Vorschlag
06:22Wir gehen schnell zusammen zum Einkaufen
06:23Und dann setz ich dich bei der Schule ab
06:25Ist das ein Angebot?
06:36Ah, Lena, gerade wollte ich zu dir
06:37Bitte nicht jetzt
06:38Werst du von Frau Michael einen Termin geben?
06:40Hab ich versucht, aber bis nächste Woche kann ich nicht warten
06:42Hast du den Roman von Roland gelesen?
06:45Nee, du?
06:45Na klar
06:46Woher glaubst du, hat Meyerbeer die Korrektur fahren?
06:48Das Werk darf nicht erscheinen, Lena
06:50Sonst war alles, was du aufgebaut hast für die Katze
06:52Also ich hab mir nichts vorzuwerfen
06:54Ich rede nicht von Bettgeschichten
06:55Ich rede vom Umsatz
06:56Vom Image von Althofer
06:58Und was soll ich deiner Meinung nach machen?
07:00Mich vor Roland auf die Knie werfen
07:02Und ihn bitten, seinen Roman zu verbrennen, oder was?
07:04Zum Beispiel
07:05Oder mach ihm ein Angebot
07:07Der wartet doch nur drauf
07:08Dieser ganze Scheiß-Roman ist doch ein einziger Hilfeschrei
07:11Bitte habt mich lieb
07:12Respektiert mich für das, was ich bin und was ich kann
07:14Ehrlich, Lena
07:15Ein Wort von dir und der ganze Spuk ist zu Ende
07:18Na, das wird Meyerbeer erledigen
07:22Birgit und er haben Millionen in Althofer gesteckt
07:24Die werden sich doch bis aufs Messer dagegen wehren
07:26Dass auch nur ein Cent wegen Rolands schriftstellerischen Ambitionen
07:28Den Bach runtergeht
07:29Da kennst du aber Roland schlecht
07:30Wenn die ihm mit Anwälten und einstweiligen Verfügung kommen
07:33Dann gießen sie doch nur Öl ins Feuer
07:35Nein, Lena
07:36Du hast ihn aus dem Nest gestoßen
07:38Also lass ihn wieder rein
07:39Nicht in die Firma hier
07:40In meine
07:41Althofer Design
07:42Roland und Felix Althofer
07:44Roland will mit dir
07:45Ja, falls du und Birgit eure Anwälte zurückpfeift
07:48Aber du musst das nicht jetzt zwischen Tür und Angel entscheiden
07:50Ich hab Frau Michel meinen Vorschlag gemeldet
07:52Lassen wir ausdrucken und dann reden wir, okay?
07:57Warum hab ich immer das Gefühl, dass du mich über den Tisch ziehen willst?
08:01Ich würde sagen, du projizierst
08:03Schau dich doch mal um
08:04Das gehört alles dir
08:06Also, wer hat hier Wehen über den Tisch gezogen?
08:21Jetzt können Sie mich doch nicht mit Namensänderung
08:24Mein Gott, wie viele Brauereien gibt es in Augsburg
08:27Die zur fachlichen Zeit im Privatbesitz waren
08:29Und den Namen des Besitzers auf jeder Flasche tragen
08:34Nein, das ist mir wurscht
08:36Und wenn diese unsägliche Geschichte in Timbuktu spielt
08:39Sie wird nicht erscheinen
08:41Und wenn sie doch erscheint
08:43Dann werde ich sie mit Gerichtsbeschlüssen so zudecken
08:45Dass ich an dieser Auflage pleite gehen
08:47Guten Tag
08:50Der Verlag?
08:51Verleger höchstpersönlich
08:52Und in einer Scheißdruckerei
08:54Haben wir unsere ganzen Prospekte drücken lassen
08:56Aber keine Sorge
08:57Er kneift den Schwanz ein
08:59Genauso wie Roland
09:00Und jetzt setzen Sie sich bitte
09:03Ich habe mit Ihnen zu reden
09:05Ich nehme an, Sie wissen um wen
09:08Und um was es sich handelt
09:11Ja, und?
09:14Dann soll das jetzt heißen, Sie wissen es nicht
09:17Oder es ist Ihnen gleichgültig?
09:19Warum fragen Sie nicht Ihre Tochter?
09:24Sie war doch bei Ihnen, oder?
09:27Kommst doch bitte mal her
09:30Kommen Sie bitte her
09:31Und schauen Sie sich das an
09:39Ich stehe oft hier
09:40Und gucke darunter
09:42Das Leben im Hof
09:44Die Menschen
09:44Der Betrieb
09:47Wissen Sie, wodurch das alles möglich ist?
09:49Ich denke schon, ja
09:51Sie denken, das existiert alles
09:53Weil Sie da drüben in der Villa
09:54Nette Klamotten nicht werfen
09:56Nein, Frau Tscherny
09:58Das Ganze existiert, weil vor über 150 Jahren
10:01Ein Mann namens Althofer
10:03Ein einfacher Weber
10:04Den Mut hatte, sich bis zum Kragen zu verschulden
10:08Und in mechanische Webstühle zu investieren
10:10Geld
10:11Frau Tscherny, nicht Kunst
10:14Geld muss man hinlegen
10:15Und dafür gerade stehen, wenn man etwas bewegen will
10:18Also ich weiß nicht, worauf Sie hinaus wollen
10:19Meine Tochter und ich, wir haben Geld investiert
10:22In Ihr Konzept, in Ihre Kreativität
10:25Nicht schöne Worte
10:26Geld
10:27Und niemand hat Sie dazu gezwungen?
10:29Nein, das heißt Birgit nicht
10:31Aber ich
10:33Ich hatte keine andere Wahl, als Geld nachzuschießen
10:36Um zu verhindern, dass meine Tochter alles verliert
10:38Also, um es jetzt kurz zu machen, Frau Tscherny
10:41Machen Sie das nicht kaputt
10:44Aber wie kommen Sie darauf?
10:46Mein Gott, jetzt sind Sie doch nicht so stur
10:50Seit der Beerdigung letzte Woche sitzt meine Tochter zu Hause
10:54Und ist nicht ansprechbar
10:56Frau Tscherny
10:59Was ist passiert?
11:02Sie beide waren doch wie Schneeweißchen und Rosa geworden
11:06Lesen Sie das mal
11:07Das hat sie für mich an der Pforte abgegeben
11:13Ich kann Ihnen nicht sagen, was passiert ist, Herr Mayerbeer
11:17Das würde alles, glaube ich, nur noch schlimmer machen
11:21Also, wissen Sie was?
11:23Jetzt kommen Sie mit mir nach Hause
11:25Was immer Sie beide miteinander haben
11:27So geht das ja nicht weiter
11:28Und das vergessen Sie mal
11:30So einfach geht das nicht
11:31Ich habe Termine
11:32Außerdem will ich erst mit Dr. Holzknick sprechen
11:35Na, also gut
11:36Dann sagen wir heute Abend
11:38Aber du sagst uns aus der Welt
11:40Und zwar so schlimm wie möglich
11:42Frau Stange
11:44Frau Stange
11:48Die Rahmenbedingungen werden wir verhandeln
11:50Sobald die Produktion in Wasserburg angelaufen ist
11:53Entschuldige, ich brauche, Frau Stange, zehn Minuten
11:55Sie ist ja schließlich auch meine Sekretärin
11:58Ist in Ordnung, Frau Stange
11:59Wir machen später weiter
12:00Guten Tag, Frau Stange
12:02Tag, Frau Tscherny
12:10Hat August mit Ihnen gesprochen?
12:11Ja
12:12Er meint, ich soll mich mit Birgit treffen
12:14Nur ich bezweifle, dass das Sinn hat
12:17Sie verkehrt nur noch schriftlich mit mir
12:23Bedingungen für eine weitere Zusammenarbeit
12:26Ich kenne die letzten Umsatzzahlen nicht
12:28Aber selbst wenn es stimmen sollte, dass Sie zurückgegangen sind
12:31Dann ist das saisonbedingt
12:32Und hat nichts mit der Kollektion zu tun
12:34In Zukunft eine Marketingfirma beauftragen
12:38Die die neuen Modelle im Markt testen wird
12:40Bevor wir in Produktion gehen
12:43Darüber hinaus halte ich es für dringend notwendig
12:45Ein oder zwei zusätzliche Designer einzustellen
12:48Um in Zukunft Engpässe zu verhindern
12:50Die durch deine privaten Interessen entstanden sind
12:53Wenn überhaupt
12:54Dann sind die Engpässe entstanden
12:56Durch die Verlagerung der Fertigung nach Wasserburg
12:58Und nicht durch mein Privatleben
12:59Aber darum geht es überhaupt nicht
13:01Birgit will mich loswerden
13:03Frau Tscherny
13:05Marketingfirma
13:06Sie will mir meine Designkompetenz nehmen
13:08Und sie weiß genau, dass ich da nicht mitmache
13:10Sie vergessen dabei aber eins, Frau Tscherny
13:14Außer dem Aufsichtsrat
13:15Hat Ihnen niemand irgendetwas zu sagen
13:19Sie sind der Vorstand
13:21Aber Sie wissen doch auch, wie wichtig Birgit hier ist
13:24Und abgesehen davon, dass ich so eine Art von Kleinkrieg hasse
13:27Habe ich überhaupt keine Zeit für sowas
13:34Wollen Sie mir nicht sagen, was vorgefallen ist
13:39Wenn Sie mir versprechen, dass Sie es für sich behalten
13:42Das versteht sich von selbst
13:45Wie soll ich es sagen
13:48Das Ganze ist ein Missverständnis
13:51Birgit hat
13:53Meine Freundschaft und meine Bereitwilligkeit mit ihr
13:55Unter einem Dach zu leben und zu arbeiten
13:57Falsch verstanden
14:00Sie hat sich in mich verliebt
14:02Und das da
14:03Das ist die Reaktion auf meine Ablehnung
14:05Ach du, du bist rei
14:07Was soll ich machen?
14:09Ich kann ja nicht
14:10Ohne des lieben Friedens willen mit ihr ins Bett gehen, oder?
14:14Weiß August Mayer wer davon?
14:16Nein, niemand
14:16Außer ihm
14:17Ja, und Chris und Angela
14:19Die haben das ja hautnah miterlebt
14:23Also das hier würde ich nicht so ernst nehmen
14:28Ja, aber angenommen, Birgit
14:29Ist bereit, sich heute Abend mit mir zu treffen
14:33Was soll ich denn dann sagen?
14:36Sie bleiben ruhig und sachlich
14:39Und versuchen, ihr klarzumachen
14:42Dass es nicht in ihrem Interesse liegen kann
14:44Wenn die Firma darunter leidet
14:48Entschuldigung, Herr Mayer will es Ihnen ausrichten
14:50Dass er Sie um 17 Uhr abholen wird
14:51Sie wüssten Bescheid?
14:52Ja, danke, Frau Stange
14:54Soll das heißen, er ist schon weg?
14:56Wir wollten doch die Sache mit dem Kommando
14:58Er meint, das muss der Chef
14:59Also, Herr Altrufer Senior
15:00Selbst in die Hand nehmen
15:15Wie geht es?
15:17Wie geht es?
15:47Na, glaubst du mir jetzt?
15:56Hast du mit dem Verlierer gesprochen?
15:58Na, gesprochen ist leicht untertrieben
15:59Ich habe ihn angebrüllt und mit dem Anwalt gedroht
16:02Aber
16:03Weißt der Himmel, ob das was nützt?
16:06Nein, Wilhelm
16:07Du musst das deinem Sohn ausreden
16:14Das ist ein gutes Buch
16:16Und jedes Wort ist wahr
16:18Auch wenn es weh tut
16:20Gutes Buch
16:22Entschuldige, ich nenne sowas Nestbeschmutzung
16:25Komm doch jetzt nicht mit Kunst
16:27Nein, nein, nein
16:29Du gehst jetzt zu Roland
16:31Und machst ihm klar, dass das nicht geht
16:35Komm
16:37Er ist in der Wohnung seiner Frau
16:39Die Frau Stangeln hat das für mich recherchiert
16:41Ja, wenn du willst, dann komm ich mit
16:44Damit du nicht in der Schwach wirst
16:45Hat Heather das Buch gelesen?
16:47Ja, bist du verrückt?
16:50Ich habe sowieso die Hölle zu Hause
16:53Birgit und Lena haben sich, weiß Gott warum, zerstritten
16:56Und Birgit weichert sich jetzt in die Firma zu gehen
16:58Ich finde, Heather sollte es auch lesen
17:02Wie denn?
17:04Die Eltern, die alles perfekt machen, die gibt es gar nicht
17:08Und ebenso wenig gibt es Kinder, die alles perfekt machen
17:12Aber da gehst du doch nicht her und schreibst einen Roman über die Fehler und Macken deines Sohnes
17:18Damit alle Welt erfährt, dass er eine Enttäuschung war
17:21Für dich und seine Mutter
17:24Von mir als Ex-Schwiegerfader gar nicht zu reden
17:27Und das soll ich ihm sagen?
17:28Ja, so oder so ähnlich
17:31Jedenfalls ein Schlitt fest
17:33Wenn dieses Buch erscheint
17:36Dann kann mir die Firma Althofer gestohlen bleiben
17:40Das ist mein Ernst, Wille
17:42Dann steige ich aus
17:44Und meine Tochter auch
17:49Gianni?
17:51Nee, tut mir leid, Nathalie, das geht heute nicht
17:53Angela kommt erst nach eins aus der Berufsschule
17:55Und ich habe Chris versprochen, bis zum Mittagessen zu Hause zu sein
17:58Heute Abend ist auch schon verplant
18:01Aber vielleicht morgen
18:04Komm doch einfach zu uns, Uwe und du
18:07Ja, so machen wir es
18:09Bis dann
18:12Also tut mir leid, ich finde das gar nicht so doof
18:16Na ja, jede Firma braucht ein vernünftiges Marketing
18:18Und du bist doch jetzt schon total überlastet mit dem Design
18:21Und mit dem Kind wird es doch nicht besser
18:23Sag mal, Waltraud, spinnst du?
18:24Ich lasse doch meine Modelle nicht von irgendeiner Marketingfirma testen
18:27Wieso nicht? Hast du Angst?
18:29Ach was?
18:30Aber du weißt doch, wie sowas läuft
18:32Die holen 20 bis 30 Frauen von der Straße
18:34Und die sollen dann entscheiden, ob mein Modell gut oder schlecht ist
18:36Das ist ja wohl ein Witz, oder?
18:37Aber dann hättest du schon mal ein erstes Feedback
18:39Und du kannst dann immer noch entscheiden, ob du dich daran halten willst oder nicht?
18:43Eben nicht
18:44Wenn Birgit sich querlegt
18:45Ich weiß nicht, was zwischen euch beiden vorgefallen ist
18:48Und ich will es auch gar nicht wissen
18:50Aber eins weiß ich
18:51Mit Gewalt lässt sich nichts erreichen
18:53Man kann doch über alles diskutieren
18:56Zum Beispiel auch über den Vorschlag, den Felix heute gemailt hat
19:01Also ich finde ihn akzeptabel
19:03Wer weiß, wie lange so ein Gerichtsprozess dauert
19:06Und es ist doch fraglich, ob du ihn überhaupt gewinnst
19:08Und selbst wenn du Recht bekommst
19:10Gut ist das nicht für dein Image
19:12Den Söhnen von Althofen die Verwendung ihres Namens zu verbieten
19:16Und im Gegenzug hätten wir dann endlich diese leidige Geschichte mit diesem Roman vom Tisch
19:2120% vom Nettoerlös
19:23Über die Lizenzgebühr kann man doch immer noch verhandeln
19:26Aber jetzt wartet doch erst mal ab, ob die Jungs das überhaupt stemmen
19:30Zusammen
19:35Was?
19:38Lena!
19:40Mach weiter uns
19:42Ich glaube es ist soweit
19:44Ich habe all die Jahre weder links noch rechts geschaut
19:47Bin einfach stur meinen Weg gegangen
19:48Und jetzt ich, ich
19:50Ich werde einfach nicht damit fertig angekommen zu sein, verstehst du?
19:53Schau mich doch an
19:54Sieht so ein Vorstand aus?
19:56Von einer Firma mit fast 200 Mitarbeitern?
19:59Außerdem wollte ich das alles gar nicht
20:01Ich will Mode machen, so wie früher, allein
20:03Und ich will ein eigenes Leben haben, so wie alle anderen Menschen auch
20:07Stammt dieser Text von dir oder von deinem Lebensgefährten?
20:11Kannst du auch mal was anderes als sarkastisch sein?
20:13Ich bin nicht sarkastisch
20:14Ich bin nur ehrlich, Lena, tut mir leid
20:18Du hast dir einen Lebenstraum erfüllt
20:20Das ist mehr als die meisten Menschen schaffen
20:22Ich habe es nicht geschafft zum Beispiel
20:24Deswegen hält sich mein Mitleid mit dir in Grenzen
20:27Aber ich helfe dir gerne, dass dein Traum sich nicht in Luft auflöst
20:34Jetzt geh nach Hause und denk drüber nach
20:36Den Rest können wir heute Nachmittag erledigen
20:40Michel?
20:42Ah, Herr Benrath
20:44Ja, äh, es tut mir leid
20:46Aber Frau Czerny kann im Augenblick nicht gestört werden
20:50Äh, darf ich fragen, um was es sich handelt?
20:55Vielleicht morgen um zwei
20:56Bis dahin müsste ich eigentlich aus Wasserburg zurück sein
20:59Äh, und falls was dazwischen kommt, dann rufe ich sie von unterwegs aus an
21:02Danke, Frau Michel
21:07Und?
21:13Morgen um zwei hat sie Zeit
21:16Ja, was willst du ja sagen?
21:18Ich werde dir sagen, dass das so wie der Holznecht sich das vorstellt nicht geht
21:21Und dass wir uns den Job teilen wollen
21:24Zwei Werksleiter
21:26Das kriegst du nie durch
21:27Nicht für zwei Werksleiter-Gehälter, aber
21:30Wenn wir unsere Gehälter in einen Topf werfen und Fifty-Fifty machen
21:33Dann kann das denen da oben noch eigentlich egal sein, oder?
21:35Das würdest du tun?
21:36Na klar
21:37Dafür habe ich dann auch nicht die ganze Scheiß-Verantwortung allein auf dem Buckel
21:41Und mit Stoffen und dem ganzen Althuf-Assortiment
21:43Kennst du dich doch bedeutend besser aus als ich
21:45Ja, und ich kümmere mich darum, dass die Maschinen gut laufen
21:48Hm?
21:49Also ich werde nicht schlau aus dir, aber wenn du meinst
21:52Ich glaube noch nicht, dass Geld das Wichtigste im Leben ist
21:55Wir kriegen das schon hin
22:04Hallo
22:05Hallo
22:10Wo ist Florian?
22:11Der schläft
22:12Wie es sich für einen jungen Mann aus gutem Hause gehört um die Soberzeit
22:14Wo hast denn du das Zunschi her?
22:16Es gibt jetzt einen Stand im Supermarkt
22:17Gar nicht übel
22:19Ich hab keinen Appetit
22:20Du siehst
22:22Was machst du da?
22:24Meine Vorlesung für morgen vorbereiten
22:25Die Zerstörung der Form durch die Funktion?
22:29Über Ernst Raab
22:30Designer der ersten Stunde
22:31Komm, probier
22:32Die Zerstörung der Träume durch Erfüllung?
22:38Also ich würde sagen, du schüttest mir jetzt erstmal dein Herz aus
22:40Hemmungslos
22:42Ich verspreche dir auch ganz geduldig zuzuhören
22:45Müsst du morgen echt schon wieder nach Essen?
22:48Sitzung des Lehrkörpers
22:49Ab und zu muss ich mich da schon blicken lassen
22:52Aber das ist doch nicht das Problem
22:55Nein
22:57Aber Waltraud hat mich schon so fertig gemacht
22:58Ich hab einfach keine Lust mehr drüber zu reden
23:07Birgit will zusätzliche Designer einstellen
23:11Und Waltraud findet, das ist eine gute Idee
23:13Birgit
23:14Das muss man der Frau lassen
23:15Sie weiß genau, wo es dir am meisten wehtut
23:17Ja, aber leider hat sie recht
23:18Ich komm nicht mehr nach
23:19Ich hab viel zu viel am Hals
23:22Aber
23:23Weißt du, allein der Gedanke
23:24Dass irgendjemand meine Modelle
23:28Und außerdem, wer sollen das sein?
23:29Die meisten guten Designer sind irgendwo fest
23:31Oder haben ihren eigenen Stil
23:33Ich weiß nicht
23:33Ich glaub, ich hätte da jemanden für dich
23:36Ein sehr begabter Mensch
23:37Und sehr komisch
23:38Komisch?
23:39Ja, komisch
23:41Daniel Kruse
23:42Ein Exzentriker, wie er im Buche steht
23:43Ich hab zwei seiner Kollektionen fotografiert
23:45Zum Freundschaftspreis
23:46Er hat sie aber nie losgekriegt
23:47Die waren zu experimentell
23:49Zu ungewöhnlich
23:50Er war seiner Zeit einfach voraus
23:52Aber das muss in der Mode ja nicht unbedingt von Nachteil sein
23:54Was macht er jetzt?
23:55Keine Ahnung, aber das lässt sich rauskriegen
23:57Ich glaub, ihr zwei könntet gut miteinander
24:00Ja, warten wir's ab
24:01Ich treff mich heute Abend mit Birgit
24:03Vielleicht drängt sich ja alles wieder ein
24:05Das mit Birgit geht ja sehr nah
24:07Ja, natürlich
24:10Cornelia ist nicht mehr da
24:11Und dann hab ich aber das Kind
24:13Und dann du
24:14Ich?
24:15Ja
24:17Du
24:18Du hast doch keinen Zustand auf Dauer
24:20Eine Frau mit Kind, die nie wirklich für dich Zeit hat
24:22Das heißt, mach dir nicht auch nur den Kopf wegen mir
24:24Ich bin okay
24:25Und wenn du ehrlich bist
24:26Weder du noch ich gehören zu den Typen, die
24:28In einem Reihenhaus im Vorort
24:29Einer noch glückliche Familie machen wollen
24:31Warum bist du da eigentlich so sicher?
24:32Lena
24:39Ich schau mal nach dem Kleinen
25:07Ich schau mal nach dem Kleinen
25:14Darf ich reinkommen?
25:16Ja klar, komm rein
25:19Aber bitte leise
25:22Silke schläft, sie hat Nachtdienst gehabt
25:23Komm mit in die Küche
25:26Sieht ziemlich wüst aus hier
25:30Ich hab leider nur eine Stunde, dann kommt mein Lektor
25:34Du willst das Buch also tatsächlich veröffentlichen?
25:38Ja, mal sehen
25:39Komm, setz dich doch
25:42Ich hab's gelesen
25:46Wie das?
25:48Und Mayer Bär auch
25:49Und Lena
25:51Habt ihr Kopien, oder?
25:54Felix hat sie sich irgendwie beschafft
25:56Und er ist genauso irritiert wie wir
25:58Versteh mich recht
26:01Auch wenn ich nicht so vorteilhaft dabei wegkomme
26:03Ich finde es gut
26:07Trotzdem möchte ich dich bitten
26:10Es ist dabei zu belassen und auf eine Veröffentlichung zu verzichten
26:15Obwohl du es gut findest
26:17Schonungslose Offenheit wirkt
26:19Das ist immer bestechend
26:19Das ist immer bestechend
26:20Das kann aber auch viel Unheil anrichten
26:23Meierwehr zum Beispiel hat gedroht aus der Firma Altrufe auszusteigen
26:26Wenn der Verlag nicht klein bei geht
26:28Und was das für uns alle bedeutet
26:30Das brauche ich dir doch wohl nicht zu sagen
26:33Altrufe ist nicht mehr meine Firma
26:35Roland
26:37Lass es gut sein
26:39Ich kann ja deine Gefühle verstehen
26:42Aber verletzter Stolz und Rache
26:46Daraus ist noch nie was Gutes entstanden
26:48Mit diesem Buch hast du deine Vergangenheit bewältigt
26:54Und du hast, als du Silke geheiratet hast
26:57Mit allen Konventionen gebrochen
26:59Was willst du dir denn jetzt noch beweisen?
27:04Dass wir dir alle den Buckel runterrutschen sollen
27:07Deine Mutter
27:08Dein Bruder
27:10Das Andenken deiner Schwester
27:13Roland, wofür?
27:15Für die Auflage von 10 oder 5000 Büchern
27:18Und was dann?
27:21Du wirst kein zweites Buch schreiben
27:22Das weißt du so gut wie ich
27:24Aber das Leben
27:27Das Leben geht weiter
27:32Silke, entschuldige
27:33Was ist?
27:34Nichts, Vater geht gleich wieder
27:36Komm, leg dich wieder hin
27:36Sie sind wegen Rolands Roman hier
27:38Ja, Felix hat die ganze Verwandtschaft mit Kopien versorgt
27:41Und Vater hat ihn gelesen
27:43Und?
27:44Ich hoffe, Sie sind genauso begeistert wie ich
27:46Ja
27:48Aber ich habe ihn gebeten
27:49Auf eine Veröffentlichung zu verzichten
27:52Und um das gleiche möchte ich Sie bitten
27:55Mayer will seine Anwälte einschalten
27:56Und sein Geld abziehen aus der Firma
27:59Das war zu erwarten, oder?
28:01Und Sie lassen sich vor diesen Karren spannen?
28:03Als Vater?
28:05Dieser Roman ist das erste und einzige Mal
28:08Dass Roland was Eigenständiges und Gutes geschaffen hat
28:11Und nur weil sich irgendwelche verkorksten Spießer darin wiedererkennen
28:14Wollen Sie Ihrem Sohn das auch noch verderben?
28:16Ach, ich habe Sie auch wiedererkannt
28:20Und Ihre Rolle ist bei all dem auch nicht so toll
28:23Sie haben noch von diesen verkorksten Spießern gelebt
28:25Und einen davon geheiratet
28:26So, jetzt reicht es aber
28:27Ja, jetzt schon gut, ich gehe
28:30Die Entscheidung liegt bei dir
28:33Roland, wenn dieses Buch erscheint
28:36Dann ist das etwas Unwiderrufliches
28:38Und nicht mehr gut zu machen
28:41Und in dem Fall
28:44Tust du mir jetzt schon leid
28:48Sie, Sie können ein Leid tun
28:49Nach allem, was Sie Ihren Kindern angetan haben
28:51Mit Ihrem Althofer-Clan
28:53Was muss denn noch alles passieren, damit Sie endlich aufwachen?
29:00Roland
29:01Du gehörst nicht mehr zu denen
29:02Du hast die Seiten gewechselt
29:03Du bist Schriftsteller
29:06Roland
29:07Entschuldige, Silke, mein Lektor kommt gleich
29:09Also Roland, wenn du jetzt aufgibst, dann
29:11Dann was?
29:13Dann bin ich nichts mehr wert
29:14Oder dann gehst du, oder was?
29:15Ich bin kein Schriftsteller
29:17Und ich habe satt, immer was beweisen zu müssen
29:19Schon gar nicht dir oder mir
29:21Ich bin, wie ich bin
29:22Und wem das nicht passt
29:24Der kann mir gestohlen bleiben
29:52Und ich bin einig, das ist linearly
30:11Glockenzeichen
30:30Birgit?
30:32Birgit?
30:36Birgit?
30:37Birgit?
30:39Also ehrlich, ich ertrage das nicht länger.
30:41Wenn du schon hier bei uns wohnst, dann kannst du auch ein bisschen mit anpacken.
30:44Und wie das hier aussieht.
30:46Birgit, ich rede mit dir!
30:50Altes Wiederhaben.
30:52Also, Birgit, was ist los?
30:53Willst du deinen Vater und mich in den Wahnsinn treiben?
30:56Du bist ja kein Teenager mehr, der sich bei jedem Wehwehchen ins Bett verkriecht
31:00und vor lauter Frust vollfrisst.
31:03Ich flieg nach Paris morgen. Dann müsst du mich los für eine Weile.
31:06Nach Paris? Wieso?
31:09Urlaub.
31:30Ja?
31:32August, wo steckst du denn?
31:34Ich bin in der Stadt. Und du?
31:36Also seit Stunden versuche ich dich zu erreichen.
31:39Ist Birgit denn nicht da?
31:41Na klar. Aber du kannst doch wohl von ihr nicht erwarten, dass sie den Hörer abnimmt.
31:46Geschweige denn den Frühstückstisch abräumt.
31:48Ich bring heute Abend Lena Czerny mit nach Hause.
31:52Bitte sorge dafür, dass Birgit nicht weggeht.
31:56Sie hat die ganze Woche keinen Fuß vor die Tür gesetzt.
31:58Warum sollte sie es ausgerechnet heute tun?
32:01Da kommt Wilhelm. Also bis später.
32:03Aber sag bitte Birgit nichts davon.
32:06Moment!
32:08Kommt denn Lena zum Essen?
32:09Dann muss ich doch...
32:10Kommt, wir machen doch keine Staatsaffäre daraus. Ich will ja nur, dass die beiden miteinander reden.
32:16Na und?
32:18Jetzt geht's schon.
32:21Rolands Frau steckt dahinter.
32:23Er selber ist gar nicht so erticht darauf.
32:25Ja, hast du ihm gesagt, was das für Konsequenzen haben wird?
32:28Sicher.
32:29Auf ein Bier, Herr Althofer?
32:31Nein, danke, aber ich möchte sagen.
32:33Komm.
32:34Beginne die Firma.
32:35Ich muss mir Holzklick zur Brust nehmen.
32:38Vielleicht hat er inzwischen rausgekriegt, was Lena und Birgit miteinander haben.
32:421280, bitte.
32:43Danke, ich stimme zu dir.
32:44Danke, Herr Meyerbeer.
32:46Ich komme nicht mit.
32:48Ich fahre nach Hause.
32:51Wilhelm.
32:52Das Gespräch mit Roland ist mir ja doch ganz schön an die Nieren gegangen.
32:57Ich stecke das nicht mehr so weg wie früher.
32:59Wilhelm, es tut mir leid, dass ich dich dazu zwingen musste, aber es steht zu viel auf dem Spiel.
33:03Besonders jetzt, wo Althofer eine Aktiengesellschaft ist.
33:06Na jetzt, komm.
33:07Augen zu und durch.
33:16Na endlich.
33:18Deine Reisedyspo vom Reisebüro.
33:20Frankfurt, Hongkong, Hongkong, Taiwan.
33:23Wieso Hongkong?
33:24Weil ich noch nie da war.
33:26Und zweitens, falls ich in Taiwan nicht die Preise kriege, die wir brauchen.
33:29Und ich darf nicht mit.
33:31Inge, einer muss dir die Stellung halten.
33:33Außerdem kann sich unsere Firma das nicht leisten.
33:36Noch nicht.
33:39Das wird der Mensch von der Drückerei sein.
33:41Machst du auf?
33:42Stellung halten?
33:43Hier ist doch überhaupt nichts los.
33:44Und Geld hast du doch auch genug.
33:46Ich schon.
33:47Aber die Firma nicht.
33:48Jetzt geh.
33:56Ja, Moment.
33:57Wer sind Sie denn?
34:03Roland.
34:04Sag mal.
34:05Was fällt dir eigentlich ein?
34:07Du kannst doch nicht meinen Roman an die gesamte Familie verteilen.
34:10Ich habe lediglich...
34:12Ja, ja, ja.
34:12Was reg ich mich überhaupt auf?
34:13So war es ja immer schon.
34:14Wenn es irgendwo brennt, dann rennt der kleine Felix zu Mama und Papa und Penster.
34:18Weil du jemanden brauchst, der dich vor dir selber und deiner Sturheit beschützt.
34:21Deshalb.
34:22Inge, darf ich dir meinen Bruder Roland vorstellen?
34:24Inge Fabian, meine Assistentin.
34:28So, und jetzt machst du Schluss für heute.
34:30Ja, und was ist mit heute Abend?
34:33Ich, äh...
34:34Ich rufe dich ein, ja?
34:37Wiedersehen.
34:40Ehrlich, Roland.
34:43Ich habe das einzig und allein dir zuliebe getan.
34:46Ja, ja.
34:53Ich sage ja nicht, dass das Werk schlecht ist. Im Gegenteil.
34:56Ich bin beeindruckt.
34:59Aber...
35:01Wenn du unbedingt Schriftsteller werden willst, dann...
35:04Dann schreib doch einen Krimi.
35:05Oder eine Love-Story.
35:08Aber hau nicht die ganze Familie und halb Augsburg in die Pfanne und riskier,
35:12dass du all dein Geld mit idiotischen Prozessen verplempern musst.
35:16Vater war heute bei mir.
35:19Meyerberg droht damit, bei Althofer auszusteigen.
35:22Und ich nehme an, in dem Fall zieht Birgit auch mit.
35:27Das, äh, ist allerdings interessant.
35:31Interessant?
35:32Vater meint, das kann die Firma nicht verkraften.
35:37Wenn die ihre Anteile auf den Markt werfen,
35:40bricht der Kurs ein.
35:43Und wir könnten wieder einsteigen bei acht bis zehn Euro oder so.
35:47Das wäre doch ein sehr cleverer Schachzug.
35:49Sag mal, spinnst du?
35:51Nein, im Ernst.
35:52Vergiss alles, was ich gesagt habe.
35:55Der Roman erscheint.
35:58Wie kann ich nur so blöd sein?
36:00Mit den Anteilen von Meyerberg und Birgit hat die Familie wieder die Mehrheit.
36:07Was?
36:08Sag mal, seid ihr alle krank?
36:11Roland!
36:13Verdammt noch mal!
36:15Mach doch einmal im Leben was richtig!
36:17Und schlag zu!
36:19Roland!
36:32Dr. Horst-Klenker?
36:34Ja!
36:41Ach, du lieber Gottes, den ersten Tag!
36:45Zum Wegschmeißen.
36:47Und wenn ich daran denke, dass ich eigentlich jedes Jahr
36:49um diese Zeit auf dem Bodensee segle,
36:51dann kommen mir die Brände.
36:53Und ich soll jetzt mitweinen, oder warum?
36:56Die Natschani war bei dir.
36:58Hast du was an Erfahrung bringen können?
37:01Du meinst die Sachen mit Birgit.
37:03Na ja, was denn sonst?
37:04Ich führte doch hier was im Schilde.
37:06Also raus mit der Spargel.
37:08Das Gespräch war vertraulich, August.
37:10Tut mir leid.
37:11Aber warum lässt du denn die beiden
37:13das nicht alleine unter sich ausmachen?
37:14Weil ich fürchte, dass nichts dabei rauskommt.
37:17Was heißt vertraulich?
37:19Wilfried, du bist mein Mann in diesem Laden.
37:22Und wenn die Czerny versuchen sollte,
37:24meine Tochter kalt zu stellen
37:26oder aus der Firma zu graulen...
37:28Es hat nichts mit der Firma zu tun, August.
37:35Es ist privat.
37:37Privat?
37:42Ja, Birgit,
37:45Ach, Mensch, August, wie soll ich dir das sagen?
37:47Was ist mit Birgit?
37:51Jedenfalls ist Lena nicht schuld.
37:53Sag mal.
37:55Was redest du denn da?
38:07Birgit hat wohl festgestellt, dass sie...
38:11dass sie in Lena verliebt ist.
38:14Was?
38:15Ja, sie hat sich geoutet, wie man so sagt.
38:19Und Lena hat versucht, dir klarzumachen,
38:21dass da nichts läuft.
38:24August.
38:25Das ist kein Drama.
38:27Das ist normal heutzutage.
38:29Es ist kein Grund, sich aufzureden.
38:36Ich rufen Sie Frau Czerny an.
38:38August.
38:38Der Termin heute Abend fällt aus.
38:55Lassen Sie mal, Frau Stammel,
38:56ich mach das lieber persönlich.
38:58Was ist denn los?
39:20Jetzt fährst du Emilien an und komm,
39:22nimm ihn mal auf den Arm.
39:22Ich hab mich grad umgezogen
39:23und Meyerberg kommt gleich.
39:25Willst du mir Glück?
39:25Ja.
39:26Wann kommst denn du wieder?
39:27Weiß ich nicht.
39:29Ach, Herr Dr. Holzknecht.
39:31Frau Czerny, ich müsste Sie mal kurz sprechen.
39:34Unter vier Augen.
39:35Ja.
39:35Ja, klar, kein Problem.
39:36Tut mir leid.
39:37Wir hauen nochmal die Pilze an den Rufen.
39:38Komm.
39:39Okay.
39:41Hi.
39:42Hi.
39:42Hi.
39:43Hi.
39:44Hi.
39:44Hi.
39:47Ich glaub, ich glaub, ich hab einen Fehler gemacht.
39:52Ich hab Herrn Meyerberg gesagt,
39:53warum Birgit meint,
39:54hier den Rache-Engel spielen zu müssen.
39:55Nein.
39:57Ich hab Sie doch ausdrücklich gebeten...
39:59Er hat geglaubt,
40:01Sie hätten irgendeine Intrige gegen Birgit angezettelt.
40:04Und das, das geht nicht.
40:09Also jedenfalls hat er jetzt seinen Termin mit Ihnen abgesagt.
40:14Ich weiß, ich hätte Ihnen nicht vorgreifen dürfen
40:16und es tut mir leid, aber
40:19jetzt ist es mal raus
40:20und der Ball liegt bei Meyerbergs im Vorgarten.
40:22Hm.
40:24Naja.
40:26Schauen wir mal, was dabei rauskommt.
40:29Aber wo Sie schon mal hier sind?
40:31Ich hab heute schon mit Frau Michel beraten,
40:33wie wir
40:34mein berufliches und privates Leben
40:36ein bisschen besser in den Griff bekommen.
40:40Ich hab jetzt eine Familie, Herr Doktor.
40:42Eine etwas ungewöhnliche, zugegebenermaßen,
40:44mit einem Mann, der nur drei Tage die Woche hier ist
40:46und einem Kind, das nicht meines ist.
40:47Also eigentlich zwei Kinder, wenn ich Angela dazu rechne.
40:49Aber es ist eine Familie
40:52und diese Familie braucht mich.
40:55Waldhort hat das mal kurz mitgeschrieben
40:56und ich wollte Sie bitten, sich das anzuschauen.
41:02Und vielleicht können Sie mir helfen,
41:03diese Interessenskonflikte zu koordinieren.
41:08Wer ist Daniel Kruse?
41:09Das ist ein Modedesigner, den hat Chris mir vorgeschlagen.
41:11Er macht gerade Kostüme für eine Oper,
41:13aber ich würde ihn gern kennenlernen.
41:15Ein Designer?
41:17Sie wollen tatsächlich...
41:18Ich weiß.
41:21Und es ist mir, weiß Gott, nicht leicht gefallen.
41:24Aber manchmal muss man halt über seinen Schatten springen.
41:27Und in meinem Fall heißt das leider,
41:28dass ich mir so etwas Luxuriöses wie Stolz
41:30im Augenblick nicht leisten kann.
41:33Respekt.
41:33Aber diese Marketingfirma, was das angeht,
41:35das werde ich mit allen Mitteln zu verhindern wissen.
41:38An dem Tag, an dem ich nicht mehr weiß,
41:40ob ein Modell gut oder schlecht ist,
41:41da lege ich den Stift weg und mache was ganz anderes.
41:46Kinderkleidung zum Beispiel.
41:48Sie können es nicht sein lassen.
41:49Ich habe nichts anderes gelernt.
41:52Aber wie sieht es aus? Mögen Sie Pizza?
41:55Ja.
41:57So einen geschenkten Abend muss man noch ausnutzen, oder?
42:00Gerne.
42:01Kommen Sie.
42:12Und wo ist Frau Czerny?
42:15Birgit!
42:17Ach, sie kommt nicht!
42:19Na, das trifft sich ja gut.
42:21Birgit ist nämlich weg.
42:22Ja, ich habe ihr gesagt, dass wir Besuch bekommen,
42:24aber nicht von wem.
42:25Und da hat sie ihre Koffer gepackt und ist verschwunden.
42:27Wohin?
42:28Nach Paris.
42:32August, was ist?
42:35Ich gehe nicht besaufen.
42:37Allein.
42:39August!
42:48Allein ist nicht August.
42:50Wir gehören zusammen.
42:52So oder so.
42:54May heaven above just set us free.
42:59May angels take care of you and me.
43:03Forever and ever and ever.
43:07Until the end of time.
43:11Forever with you.
43:16Forever with you.
43:19мир trên.
43:21giorno.
43:21efectuny
43:23Amen.
43:25Ich gehe nicht.
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