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KurzfilmeTranskript
00:28Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:39Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:04Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:25Also bitte, sagen Sie ihm, wir treffen uns bei meinem Wagen vor der Villa
01:29Ja, gleich
01:32Außerdem brauchen wir den Stoff erst am Monatsende
01:33Alle Lieferungen nach Barcelona sind gestoppt
01:38Was willst du?
01:40Lena ist in der Klinik und ich muss gleich nach Wasserburg
01:44Was ist das?
01:45Wurde mir gestern zugestellt, per Einschreiben
01:52Einstweilige Verfügung
01:54Na klar
01:56Was hast du gedacht?
01:57Dass wir zusehen, wie du uns die Butter vom Brot nimmst mit deiner Firma?
02:02Dir ist doch hoffentlich klar, dass ich nicht daran denke, klein beizugehen
02:06Mach, was du willst
02:08Aber vielleicht hast du wenigstens so viel Anstand, damit zu warten, bis sich der Zustand deiner Schwester gebessert hat
02:13Und Lena wieder voll einsatzfähig ist
02:15Das hat nichts mit Anstand zu tun
02:17Ich kann nicht warten
02:18Ich habe schon zu viel investiert
02:20Jeder Tag, den ich verliere, kostet mich eine Stange Geld
02:23Dann lass es, Felix
02:26Wenn du es tatsächlich auf einen Prozess ankommen lässt, dann bist du noch mehr in den Miesen
02:29Wir werden ja sehen, wie er den längeren Atem hat
02:33Weißt du was?
02:36Du tust mir leid
02:45Roland ist in Augsburg
02:46Seiner frischgebackenen Ehefrau, seit gestern
02:51Er verhackstückt seinen Roman mit dem Verlagslektor
02:55Was soll das, Felix?
02:56Ich dachte, das interessiert dich, vor allem, weil wir vorhaben, ihn zu bitten, in meine Firma einzusteigen und hier zu
03:01bleiben
03:02Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass Lausitz ihn umbricht
03:06Weil sein Roman wird ein Flop, das steht fest
03:08Danach wird hier in Augsburg kein Hund mehr einen Knochen von ihm nehmen
03:13Außer mir, seinem lieben kleinen Bruder
03:16Und dann haben wir genug Geld in der Kriegskasse, um euch bis aufs Hemd auszuziehen
03:20Was gucken Sie so?
03:21Sie sind angebrannt
03:55Die Gattin ist für kleine
03:56Die Gattin ist für kleine Mädchen, aber willkommen im Trautenheim, Herr Althofer
03:59Was machen Sie denn hier?
04:00Rote Rosen, die originell
04:02Silke?
04:03Kein Grund zur Aufregung
04:05Mein Besuch hat rein geschäftliche Gründe
04:08Darf ich Ihnen das abnehmen?
04:10Und zu den anderen Stellen
04:11Ich habe mir auch erlaubt, die Gattin Blume mitzubringen
04:14Auch rote Rosen
04:17Du bist schon zurück?
04:20Wie lief es beim Lektor?
04:21Ja, später
04:22Aber kannst du mir sagen, was das hier soll?
04:24Dieter ist nicht wegen mir hier
04:25Er will dich sprechen
04:27Wieso setzt ihr euch nicht ins Wohnzimmer und ich mache uns eine Kleinigkeit zu essen?
04:30Danke für mich nicht
04:31Ich muss gleich wieder weg
04:32Es dauert nur zehn Minuten
04:35Ja, gut, bitte
04:37Danke
04:40Nein, nein, nicht nötig
04:42Ich habe keine Geheimnisse von meiner Frau
04:44Im Gegenteil, in Ihrem Fall ist es mir sogar lieber, ich habe einen Zeugen
04:48Bitte setzen Sie sich
04:49Was soll das misstrauen, Herr Althofer?
04:52Meine Beziehung zu Ihrer Gattin ist längst Makulatur
04:55Sie können mir getrost vertrauen
04:57Worum geht's denn?
04:58Ich weiß nicht, wie weit Sie informiert sind
04:59Es hat sich einiges getan in Ihrer Abwesenheit
05:03Althofer interessiert mich nicht mehr
05:04Ich bin hier wegen meinem Roman
05:06Und natürlich wegen meiner Schwester
05:09Ja, tragisch
05:10Ja, aber das Leben geht weiter
05:12Wollen Sie nicht zur Sache kommen?
05:16Ihr Bruder habe ich beauftragt, Ihnen ein Angebot zu machen
05:20Nämlich als Partner in seine Firma einzusteigen
05:27Althofer Design
05:28Eine potenziell äußerst interessante Geschäftsidee
05:32Mit minimalem Kapitaleinsatz den Marktwert Ihres Namens zu Cash zu machen
05:37Zwei Millionen
05:38Im ersten Jahr mit einer Umsatzsteigerung von 20 bis 30 Prozent
05:44Wurto braucht Felix dann mich?
05:46Also wenn diese Zahlen hier nicht völlig aus der Luft gegriffen sind
05:49Dann kriegt er das Geld doch nachgeworfen von den Banken
05:51Schon, nur gibt es wie immer einen kleinen Haken
05:56Die ACF AG hat Ihrem Bruder eine einsteilige Verfügung geschickt
06:00Na klar, Lena lässt sich doch so ein Geschäft nicht entgehen
06:02Es darf nicht zu einem Prozess kommen
06:04Sonst platzt unser Konzept
06:06Auch das ist nicht mein Problem
06:10Sie haben doch sicher nichts dagegen, wenn ich jetzt mit meiner Frau alleine sein möchte
06:14Selbstverständlich
06:15Aber das lasse ich Ihnen hier
06:18Sie müssen sich nicht sofort entscheiden, Herr Althofer
06:21Ihr Bruder wird sich bei Ihnen melden, sobald er wieder zurück ist
06:23Er dürfte gerade bei Dr. Holzknecht sein
06:26In der Angelegenheit
06:27Wie Sie meinen, ich bin ja hier
06:28Ich habe zu tun mit meinem Roman
06:30Ah ja, richtig, Ihr Roman
06:31Ja, ja, ja
06:32Darüber wollte Ihr Bruder auch noch mit Ihnen reden
06:34Er hatte eine faszinierende Marketing-Idee
06:39Auf Wiedersehen, Frau Althofer
06:43Wenn ich mir noch eine persönliche Bemerkung erlauben darf
06:46Mit Ihrer Frau haben Sie das große Los gezogen
06:48Hut ab
06:49So was zieht nicht jeder so konsequent durch
06:52Noch dazu hier in Augsburg
06:54Sie werden sich nicht viele Freunde machen damit
06:56Also verderben Sie es sich nicht mit den wenigen, die Sie noch haben
07:01Wie zum Beispiel Ihrem Bruder und mir
07:04Wiedersehen
07:06Wiedersehen
07:31Wie in Griechenland
07:34Deckst du mal den Tisch und schneidest Brot auf?
07:41Was wollte er?
07:42Ach, vergiss es
07:44Roland
07:45Nur so ein blödsinniges Angebot von Felix
07:50Und warum bist du dann so anders?
07:52Das kann dir doch alles egal sein, jetzt wo dein Roman bald rauskommt
07:56Der Verlag will, dass ich den Ort der Handlung von Augsburg in eine fiktive Stadt verlege
08:08Liebst du mich?
08:09Ja
08:11Ich weiß nicht, ob es so eine gute Idee ist, hier zu bleiben
08:15Och Roland, jetzt fang doch nicht schon wieder damit an
08:17Das haben wir doch lang und breit
08:20Aber die Leute werden deine Vergangenheit nicht vergessen und das erst recht nicht, wenn der Roman draußen ist
08:24Auch darüber haben wir gesprochen und wir waren uns darüber einig, dass uns das jetzt ausmacht
08:30Richter, ich meine Althofer
08:31Ja, Lena Czerny hier
08:33Könnte ich bitte Roland sprechen?
08:35Moment
08:37Für dich, Frau Czerny
08:40Ja, Lena?
08:41Hallo, ich bin im Krankenhaus
08:44Wilhelm ist beim Professor
08:45Er wollte zwar nicht, dass ich dich anrufe, aber es geht nicht anders
08:47Ich kann nicht länger hierbleiben, du musst kommen
08:50Ich muss mich wenigstens ab und zu in der Firma blicken lassen
08:52Nein, nein, schon gut, ähm, gibt's was Neues?
08:55Leider immer noch nicht
08:57Aber Straubinger geht's besser, er ist zu sich gekommen
09:00Aber niemand traut sich ihm zu sagen, dass Cornelia
09:03Wilhelm kommt zurück
09:04Also hör zu, ich geh jetzt, ja?
09:06Und lass Vater nicht so lang allein
09:07Alles klar
09:15Er meint, wenn Cornelia heute nicht aufwacht
09:18Dann will er sie in die Uniklinik nach München verlegen
09:23Hast du Hida erreicht?
09:24Ja, aber sie kann erst weg, wenn Mayerbeer kommt, um Florian zu übernehmen
09:29Aber Roland kommt
09:32Ich hab dir doch gesagt, dass ich...
09:34Ich weiß
09:35Aber ihr habt euch doch noch gar nicht gesehen, seit er zurück ist
09:40Ich hab Angst davor
09:43Roland ist dein Sohn
09:45Und Cornelia ist seine Schwester
09:46Lass ihn doch einfach mal nur Sohn und Bruder sein
09:50Und vielleicht lässt du seine Frau aus dem Spiel
09:52Ich meine, er scheint sie wirklich zu lieben
09:54Sonst hätte er sie wohl kaum geheiratet
09:59Waltraud weiß immer, wo ich bin
10:00Und meine Handynummer, die hast du noch, oder?
10:02Ja
10:05Ich komm, sobald ich kann
10:30Hallo, Waltraud
10:31Entschuldige, dass ich so spät abgenommen habe
10:33Aber Dr. Holz kriegt man auf der anderen Leitung
10:35Felix will einen Termin mit ihm
10:37Und er hätte gern, dass du dabei bist
10:38Wann?
10:39Wenn möglich, jetzt gleich
10:41Es geht nicht
10:42Ich bin zum Essen verabredet
10:43Und da muss ich noch kurz in die Galeria
10:45Mittagessen?
10:47Aber davon steht nichts in meinem Terminkalender
10:49Das ist auch privat
10:51Ist Angela im Atelier?
10:53Vorhin war sie noch da, warum?
10:55Sie soll sich bei Mayerbeer melden
10:57Hedda braucht einen Babysitter für Florian
11:00Da wird sie sich aber freuen
11:02Also dann, bis später
11:32Und da wird sie sich bei Mayerbeer melden
11:37Darf ich?
11:38Bitte
11:39Aber erwarten Sie keine Reaktion
11:41Er bekommt sehr starke Schmerzmittel
11:55Andreas
11:57Und was jetzt?
12:02War es das wert?
12:04Das ist alles
12:07Cornelia
12:10Wenn du erfährst, dass sie vielleicht nie
12:18Gute Nachrichten, Herr Althofer
12:19Ihre Tochter ist wieder bei uns
12:43Aber nur kurz, ja
12:44Ich hole den Professor
12:56Kild
13:00Lass dir Zeit
13:07Andreas?
13:08Geht es besser
13:11Florian ist bei Hedda
13:15Jetzt wird alles gut
13:17Wo du wieder bei uns bist
13:21Herr Althofer
13:22Wenn ich Sie sehr bitten darf
13:26Fertig
13:32Fertig
13:37Es
13:38Diese Linke
13:38stirred
13:38saud電
13:39La
13:39Lass
13:40ist
13:41sag
13:53Pock
14:14Hi.
14:16Und?
14:18Straubinger scheint es besser zu gehen.
14:20Aber Cornelia...
14:25Schön, dass du gekommen bist.
14:26Klar.
14:28Wie geht es an der Uni?
14:29Von 40 Studenten habe ich 25 wieder aus meinem Kurs geworfen.
14:33Du machst dir keinen Begriff, wer alles glaubt,
14:35zum Mediendesigner oder zum Fotografen berufen zu sein.
14:39Aber der Rest ist ganz okay.
14:43Was ist?
14:45Nichts.
14:47Herr Professor.
14:48Ich bin kein Professor, ich bin Dozent.
14:51Und davon laufen dort jede Menge rum.
14:57Du fehlst mir.
15:00Ja, was war's denn?
15:02Du fehlst mir auch.
15:04Aber nur der Alte kriegst, der du früher warst.
15:08Der Neue, der ist mir ein bisschen zu anspruchsvoll.
15:12Der Neue ist in Essen.
15:14Hier sitzt der Alte.
15:16Der coole, arrogante Werbefotokam.
15:23Chris, ich habe jetzt keine Lust auf solche Spielchen.
15:25Können wir woanders hinnehmen?
15:26Nein.
15:27Frau Czerny, dass Sie auch mal wieder hier sind.
15:30Und auch gleich wieder weg.
15:31Nein, das stimmt so.
15:32Entschuldigung.
15:33Schon gut.
15:34Aber wie geht es der Cornelia-Altrufe?
15:36Den Umständen entsprechend.
15:38Schlecht.
15:39In der Zeitung steht, dass der Dr. Straubinger...
15:41Bitte nicht hier.
15:43Entschuldigung.
15:44Peace.
15:53Verstehst du, was ich meine?
15:54Ja.
15:55Von jetzt auf gleich kann alles vorbei sein.
15:57Und dann liegst du da, zerschmettert, oder bist ein Leben lang ein Krüppel.
16:03Sei dich doch.
16:04Und deshalb muss man immer so leben, als wäre jeder Tag der letzte Tag oder die letzte Minute.
16:11Was würdest du zum Beispiel tun, wenn du wüsstest, das wäre deine letzte Stunde?
16:17Dann würde ich dich küssen.
16:20Ja, dann tue es doch.
16:32Es könnte Wilhelm sein, aus der Klinik.
16:36Ja?
16:38Lena, sie ist zu sich gekommen.
16:40Und sie hat mich erkannt.
16:42Und sie hat nach ihrem Mann gefahren.
16:45Gott, bin ich erleichtert.
16:47Ich komme sofort.
16:48Nein, es ist nicht nötig.
16:49Die Ärzte sind ja noch bei ihr.
16:51Ich darf auch nicht zu ihr.
16:53Und dann...
16:53Roland ist ja bei mir.
16:55Bis später dann, oder?
16:56Oder morgen?
16:57Aber ruf mich an, sobald man wieder zu ihr darf, ja?
17:00Ich bin mit Felix und Holzknecht verabredet, aber ich kann da sofort weg.
17:03Also gut.
17:05Dann bis später.
17:06Lena.
17:08Du hast recht gehabt.
17:10Bitten hilft.
17:11Ja.
17:13Bis dann.
17:14Bis dann.
17:17Sie hat es geschafft.
17:19Du magst sie.
17:21Ja?
17:23Komisch.
17:24Sie war diejenige, die den ersten Schritt auf mich zugetan hat.
17:26Nicht ich auf sie.
17:29So, wir haben noch eine halbe Stunde.
17:31Das ist eine halbe Ewigkeit in Sekunden.
17:33Danke.
17:52Es ist alles so unwirklich hier, ohne die Frau Schirme.
17:55Weiß man jetzt schon, woran sie gestorben ist?
17:58Ach, ich mache mir solche Vorwürfe, dass ich ihren Anruf von wegen Krankenhaus nicht ernster genommen habe.
18:04Ich weiß nur, dass sie am selben Tag, an dem sie eingeliefert wurde, ganz ruhig eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht
18:12ist.
18:12Das ist eigentlich ein schöner Tod.
18:15Aber sie fehlt hier einfach in allen Ecken und Enden.
18:18Und das nicht nur, weil die Hälfte der Belegschaft schon über die Brustzimmel motzt.
18:22Emma.
18:24Ich muss ins Büro.
18:25Oh, da geht es nur noch drunter und drüber.
18:31Ja, Kantine Weiz?
18:33Doch, der ist da.
18:35Paul, du sollst sofort in die Fertigung kommen.
18:38Alarm!
18:39Oh, Scheiße.
18:40Habe ich es nicht gesagt?
18:42Ausgerechnet jetzt, wo der Brennrad in Wasserburg ist.
18:45Ach, dann ist das also klar mit der Fertigung doch.
18:54Darf ich fragen, wie es Ihrer Schwester geht, Herr Althorfer?
18:57So wie es einem geht, der aus 40 Meter vom Himmel fällt.
19:19Und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie das Ganze noch schriftlich zusammenstellen könnten für die Aufsichtsratssitzung.
19:25Mache ich. Kein Problem.
19:26Ach, und danke für Ihr Vertrauen.
19:28An Ihrer Stelle würde ich aufhören, sich bei der Geschäftsleitung einzuschleimen und ganz schnell an Ihren Arbeitsplatz gehen.
19:33Da läuft alles gewaltig schief.
19:35Danke. Tschüss.
19:38Was soll denn das, Felix? Was machst du überhaupt noch hier?
19:40Ich weiß, es geht mich nichts mehr an, aber ich kann eben nicht aus meiner Haut.
19:44Wenn du so weitermachst, dann bekommst du noch Hausverbot.
19:48Jürgen, sehr vorsichtig, ja?
19:51Du kannst froh sein, dass ich dich nicht angezeigt habe.
19:54Wie bitte?
19:55Du hast unsere Kundenkartei mitgehen lassen. Und ich warne dich.
19:59Wenn mir zu Ohren kommen sollte, dass du sie für deine Firma einsetzt, in irgendeiner Form,
20:04dann hast du nicht nur eine Klage wegen Markenschutzrechtes am Hals, sondern auch noch wegen Diebstahls.
20:09Und jetzt verschwinden.
20:24Was ist denn schon wieder?
20:26Ich bin da gespind. Das hast du leider von Schrott programmiert.
20:28Rass mich mal.
20:31Das Programm und die Steuerung sind vollkommen in Ordnung.
20:34Wenn dir jemand spinnt, dann bist das du.
20:35Nicht in diesem Ton, ja?
20:36Ja, ist doch wahr.
20:38Lassen Sie die letzten 100 Meter rauslaufen.
20:41Ich sage inzwischen holzen euch Bescheid, dass die Lieferung nach Wasserbock gefährdet ist.
20:48Ja, guck nicht so. Mach, was er sagt.
20:53Tag, verstanden.
20:54Tag.
20:57Ist mein Vater da?
20:59Der muss zu Hause das Kind töten. Frau Offenbach ist in der Klinik. Cornelia ist bei Bewusstsein.
21:05Ach, na Gott sei Dank. Können Sie mich gleich mit Lina verbinden?
21:09Das war Dr. Holzmeck.
21:11Ach so.
21:11Ja, dann.
21:14Was habe ich gehört? Cornelia ist hier auf.
21:18Da bin ich wieder.
21:19Herr Althofer, ich habe Sie doch gebeten, in der Kantine zu warten, bis ich Sie anrufe.
21:25Lena ist da. Unten steht der Wagen. Also melden Sie mich an, bitte, ja?
21:29Das geht nicht. Dr. Holzgnecht hat ausdrücklich gesagt, dass er erst mit Frau Czerny allein sprechen möchte.
21:33Und Frau Mayer wäre jetzt auch noch drin. Also bitte, Herr Althofer.
21:41Herr Stange? Herr Benrath?
21:46Was?
21:48So, dann wollen wir mal.
21:51Ich dachte, bevor wir darüber reden, ob wir nun tatsächlich neue Boutiquen eröffnen, schauen wir uns erst mal ein paar
21:55Objekte an, die dafür in Frage kommen können.
22:02Das hier müsste Hamburg sein, wenn die Dias richtig beschriftet sind.
22:09Das ist Köln.
22:14Rostock.
22:19Chemnitz.
22:22Entschuldigung, Herr Doktor, Sie sollen in die Fertigung kommen. Da ist eine Panne passiert, die M17 steht.
22:27Was? Das betrifft ja wohl hoffentlich nicht die Lage für Wasserburg.
22:30Ich fürchte doch.
22:31Das darf doch nicht wahr sein.
22:36Wo finde ich sie nachher?
22:37Drüben, im Atelier.
22:41Herr Dr. Holzgnecht, ich...
22:42Tut mir leid, Herr Althofer. Keine Zeit.
22:49Na, habt ihr euch wenigstens auf eine Marschrichtung geeinigt, was mich anwählt?
22:52Felix.
22:53Lena, ich verstehe das nicht.
22:55Seit Stunden werde ich hingehalten, als wäre ich ein Rosierer, der euch Schnürsenkel andrehen will.
22:59Du wirst noch länger warten müssen.
23:00Wie du weißt, sind wir im Augenblick ohne Rechtsvertretung. Und bis wir einen Ersatz für Straubinger finden, das kann dauern.
23:07Lena, warum können wir das nicht unter uns regeln? Du und ich? Du bist der Chef hier. Da können die
23:12Meierbärs noch so auf den Busch klopfen.
23:14Und jetzt mal ehrlich. Was nehme ich dir schon groß weg?
23:17Na, hör mal. Du nimmst mir mein Label.
23:20Ich lebe doch nur von den Brosamen, die von deinem Tisch fallen.
23:24Accessoires, was ist das schon?
23:25Ich bin auch gerne bereit, die Designs mit dir abzustimmen, falls du Angst hast, ich könnte geschmacklosen Schrott produzieren.
23:31Accessoires sind keine Brosamen, Felix. Das weißt du genauso gut wie ich.
23:35Mann, ich bin doch auch nicht scharf auf dem Prozess.
23:38Vielleicht können wir uns irgendwie gütlich einigen, aber bitte nicht jetzt und heute.
23:44Herr Stammel, wenn Sie was aus der Klinik haben, ich bin drüben bei Frau Michel.
23:48Gut. Ach, Frau Czerny, würden Sie das bitte, Frau Michel, mitnehmen?
23:51Ja, danke.
23:53Wann, Lena? Morgen.
23:55Oder vielleicht am Wochenende?
24:02Na gut, ich gebe es auf. Dann sehen wir uns eben vor Gericht wieder.
24:05Nur, dann hat das nicht nur mit mir zu tun, sondern auch mit Roland.
24:08Und den Richter möchte ich sehen, der eine Frau Czerny, den Namen Althofer, schützt.
24:12Wenn zwei Söhne und ehemalige Gesellschafter von Althofer ihre Namen zurückhaben wollen.
24:32Tag, Herr Mayerbär. Lena schickt mich. Ich soll Florian...
24:36Keine Sekunde zu spät. Ich war nahe dran, ihn auf dem Kleiderbügel zu spannen und auf dem Balkon zu hängen.
24:50Oh mein Gott, wie siehst du denn aus?
24:52Na, und dich erst.
24:54Das Hemd kann ich doch in den Müll schmeißen.
24:56Maß geschneidert.
24:58120 Euro.
24:59Aber das Geld hole ich mir zurück von der Firma, die dieses grüne Zeug produziert.
25:03Das gehört doch verboten.
25:06Sie können doch den Rest hier mit Ihrem Hemd in die Waschmaschine schmeißen.
25:09Dann bekommen Sie ein dezentes Grün.
25:11Ist grad total in.
25:17So, mein Kleiner, jetzt wird schön brav gegessen.
25:20Ein Löffelchen für die liebe Angela.
25:25Ja.
25:27Wilhelm.
25:28Ja.
25:29Ich bin jetzt zu Hause.
25:31Ich leg mich ein bisschen hin.
25:34Herr, der ist bei Cornelia.
25:35Ja, was sagt der Professor?
25:37Du, ich werd nicht schlau draus.
25:39Einerseits gibt es Anlass zur Hoffnung, andererseits schweren inneren Verletzungen,
25:46wenn eine Infektion dazukommt und so weiter und so weiter.
25:50Du, August, wir müssen überhaupt nachdenken.
25:52Ich geh dann wieder, aber iss erst was, bevor du trinkst.
25:54Ich hab dir drüben was hergerichtet in der Küche.
25:56Moment.
25:57Hast du gehört, was ich gesagt habe?
25:59Ja, ja.
26:00Roland ist hier und will gleich weg.
26:02Ich ruf dich wieder an, ja?
26:04Roland?
26:05Schon gut, Vater. Lass ihn nicht stören.
26:06Roland, bitte, bitte.
26:13Roland, lass uns nicht immer wieder den gleichen Fehler machen und über nichts reden.
26:20Also, ich bin froh, dass du wieder da bist und ich möchte deine Frau kennenlernen.
26:26Sobald wie möglich.
26:27Komm, Vater, gib dir keine Mühe.
26:29Silke weiß doch ganz genau, was sie von ihr haltet.
26:31Also.
26:33Ich gebe ja zu, dass ich mich nur schwer an den Gedanken gewöhnen kann.
26:36Aber ich will's versuchen.
26:39Ich kenn sie ja auch kaum.
26:43Na schön, ich, ähm...
26:45Ich werd sie fragen.
26:46Und jetzt leg dich wieder hin, sonst fährst du mir noch um.
26:49Ich hab ne Menge gut zu machen bei dir.
26:52Und ich hoffe, es ist nicht zu spät.
27:10Irgendwie schaffen wir das schon.
27:12Notfalls fahren wir mit halber Webbreite auf den schmaleren Maschinen.
27:15Ich möchte nur noch mal sagen, das hätte jedem passieren können, auch mir.
27:17Es ist aber Paul Wieland passiert und sowas darf es nicht geben bei unseren engen Zeitfenstern.
27:22Aber der Paul konnte doch gar nicht...
27:23Es geht, dass Sie Herr Wieland den Schutz nehmen, Herr Benrath.
27:25Aber Frau Mayerbeard hat leider recht.
27:48Ach, hier bist du?
28:01Paul, es wird schon wieder.
28:04Ein paar Wochen ist das alles vergessen und dann lachen wir drüber.
28:08Sicher.
28:20Chris, hier in Augsburg?
28:21Ja, er hat Lena getroffen heute Mittag.
28:24Aber bitte, sag's nicht weiter.
28:26Aber das ist doch toll.
28:27Dann kommen die zwei vielleicht ja doch wieder zusammen.
28:29Ich mein, Chris ist doch nur von Montag bis Donnerstag in Essen.
28:32Da bleibt das ganze lange Wochenende.
28:34Und Lena...
28:35Chris Gellert?
28:36Der ist hier?
28:38Äh, na ja...
28:39Nur was Wochenende.
28:42Wann krieg ich die Schnitzidee aus Barcelona?
28:44Jetzt muss ich für Wasserburg einen neuen Satz machen und das kann dauern.
28:46Jan hat gesagt, er schickt sie per Overnight-Express.
28:49Lena ist im Haus?
28:51Bei Waltra, glaube ich.
28:52Wenigstens war sie da vorhin noch.
29:01Und ich sag noch, Quatsch ist nicht weiter.
29:03Ich hab sie nicht gesehen.
29:06Und überhaupt, was ist denn so schlimm dran?
29:08Birgit hat doch nichts mit Chris am Hut.
29:10Nein.
29:11Aber mit Lena.
29:13Hä?
29:15Nein.
29:17Wie kommst du auf sowas?
29:18Also bitte...
29:19Ich nicht, Chris.
29:20Er hat ja lange genug gehaust mit den beiden in der Villa.
29:23Und Birgit hat ihm damit so lange das Leben vermisst, bis er aufgegeben hat.
29:26Und deswegen ist er nach Essen gezogen.
29:28So ein Quatsch.
29:29Natürlich nicht nur deshalb.
29:31Trotzdem.
29:33Das ist doch kein Grund.
29:34Warum soll ich mir beiden ins Bett?
29:37Mich würde das nicht stören.
29:38Natalie.
29:45Wenn man die ganze Nacht nur da hockt, so wie ich gestern Nacht, dann hat man viel Zeit zum Nachdenken.
29:54Mein Leben ist ein einziges Chaos, Waltraud.
29:58Das ist ein Luftgebilde aus Terminen, aus Ideen, Ängsten, Träumen, ohne jede Basis oder eine Mitte.
30:07In mir ist es einfach nur leer.
30:11Das Chaos kann ich nachvollziehen.
30:14Ich stecke ja mit drin und tue mein Bestes, es zu organisieren.
30:18Aber was meinst du mit Mitte?
30:20Klar.
30:21Das spürt man erst, wenn man sie verloren hat.
30:23Und du hast eine.
30:25Du stehst da wie ein Fels in der Brandung.
30:28Was dir nicht passt, das lässt du an dir abprallen oder im Sand verlaufen.
30:32Dafür werde ich bezahlt, Lena.
30:35Aber ich glaube, ich weiß jetzt, was du meinst.
30:37Und?
30:38Ich habe dir schon vor Monaten gesagt, dass du mal Pause machen sollst.
30:42Nur eine Woche.
30:43Du allein.
30:44Weg von hier.
30:45Wie denn?
30:47Der Umzug nach Wasserburg, die Firma von Felix und jetzt sieht es auch noch so aus, als ob Roland mit
30:51einsteigen würde.
30:53Ganz zu schweigen von Vater und Cornelia.
30:55Dann fahr wenigstens das Wochenende über nach Essen zu deinem Chris.
30:59Das ist zwar nicht die Mitte, sondern ein bisschen tiefer, aber immerhin.
31:03Nicht nötig, er ist hier.
31:05Wir sind für heute Abend verabredet.
31:08Tja, dann.
31:09Aber das ist doch keine Lösung.
31:12Am liebsten würde ich absagen, weil Cornelia liegt auf der Intensivstation und ich...
31:17Genau das ist der Punkt.
31:19Du hast die ganze letzte Woche so nah am Tod verbracht.
31:23Ja, dann muss man sich beweisen, dass man noch am Leben ist.
31:28Tscherni?
31:45Lena, was ist denn?
31:47Cornelia, sie will mich sehen.
31:49Sehen wir uns heute noch?
31:50Weiß ich nicht.
31:54Frau Mayer, wer?
31:57Bitte lassen Sie sie.
31:58Und wenn ich Ihnen einen Rat geben darf.
32:01Und dann nehmen Sie heute Abend was.
32:02Außer Haus, meine ich.
32:03Vielleicht mit Angela.
32:05Lena muss mal allein sein dürfen.
32:06Sie braucht das im Augenblick.
32:09Warum?
32:09Hat sie irgendwas gesagt?
32:10Sie wissen genau, was ich meine.
32:21Das haben wir nicht böse, August, aber im Moment habe ich andere Sorgen.
32:25Ich weiß nicht, wann ich nach Hause komme.
32:28Lass doch das Kindermädchen im Gästezimmer übernachten.
32:30Die kann dann was zu essen machen.
32:31Und jetzt entschuldige mich bitte.
32:36Ich habe geschlafen wie ein Toter.
32:39Was ist?
32:41Ich weiß nicht.
32:44Sie haben mich ja nur zehn Minuten zu ihr gelassen.
32:46Und da hat sie die ganze Zeit nach Lena verlangt.
32:50Nach Lena?
32:51Wieso?
32:52Ich weiß nicht.
32:54Vielleicht fantasiert sie auch nur.
32:58Kann ich zu ihr?
33:02Im Moment ist keiner drin bei Ihnen.
33:13Das wird nicht mehr.
33:17Sie sieht aus, als wäre sie überhaupt nicht mehr da.
33:41Sie spielt die ganze Zeit klein.
33:46Von mir geht es gerne.
33:48Dann lässt man sie einfach zu lieben.
34:04Lena?
34:05Ich bin's, Cornelia.
34:07Die Mutter.
34:10Ich habe Lena angerufen.
34:11Sie kommt gleich.
34:13Wie fühlst du dich?
34:16Schön.
34:17Ich habe geträumt.
34:21Weißt du noch mein erstes Konzert in der Aule vom Gymnasium?
34:26Raphael?
34:32Oh Gott, Kind.
34:33Hör doch auf.
34:37Lena?
34:40Endlich.
34:40Ich habe die ganze letzte Woche vor der Tür gesessen.
34:42Ich war nur eben kurz weg.
34:44Eine Woche?
34:45Eine Woche schon?
34:46Ist ja gut.
34:46Beruhig dich.
34:48Ich muss mit dir reden, Lena.
34:51Allein, bitte.
35:01Ich werde sterben, Lena.
35:04Nein.
35:06Cornelia!
35:08Ja!
35:13Sag doch sowas nicht.
35:15Doch.
35:18Aber ich bin nicht mehr wichtig.
35:21Florian ist wichtig.
35:26Florian.
35:28Ja?
35:30Du liebst doch Florian.
35:35Ja.
35:37Ich will nicht, dass er Heder bleibt.
35:40Du sollst seine Mutter sein.
35:45Cornelia.
35:47Er soll nicht so werden wie Felix und Roland.
35:51Aber das wird er doch auch gar nicht, weil du bist doch seine Mutter.
35:55Und du wirst ganz bestimmt wieder gesund.
35:57Ganz sicher.
35:59Was?
36:00Raphael.
36:01Was?
36:02Die Pavane.
36:05Versprich mir.
36:07Lena, bitte versprich mir.
36:09Dass du Florian zu dir nimmst, versprich es mir.
36:12Andreas.
36:14Andreas ist nicht der Vater.
36:17Und ich habe ihn nie geliebt.
36:19Aber wir beide, wir beide, wir haben den gleichen Mann geliebt.
36:23Aber er hat dich geliebt, nicht mich.
36:26Weil du...
36:27Du warst doch alles, wonach er sich gesehnt hat.
36:31Du...
36:31Die große, weite Welt und die Kunst.
36:35Deine Musik.
36:37Meine Musik.
36:41Versprich mir, dass du ihn zu dir nimmst.
36:43Versprich es mir.
36:44Du...
36:44Du liebst doch Florian.
36:47Du liebst ihn doch.
36:49Du liebst ihn.
36:54Vonidia?
37:00Vonidia?
37:02Vonidia?
37:11Was ist?
37:12Holt den Arzt schnell!
37:30Marja!
37:31Als ob es so weit ist, hat er sich noch nicht mehr zufrieden.
37:33Vonidia?
37:36Vurda!
37:43Was ist mit dem Arzt, ich bin da angeht?
37:43Das ist mit dem Arzt.
37:43Geh!
38:42Untertitelung des ZDF, 2020
39:08ZDF, 2020
39:15ZDF, 2020
39:43Ich bringe Hedda nach Hause
39:47Hier können wir ja nichts mehr tun
39:52Irgendjemand müsste es Andreas sagen
39:55Geht nur, ich mach das schon
40:18Was war da draußen los?
40:21Dieser sagt mir keiner was
40:25Cornelia ist tot, Andreas
40:29Ich weiß nicht, was ich dir sagen soll zum Trost
40:32Weil...
40:35Was sagt man einem Mann, der seine Frau auf dem Gewissen hat?
40:42Das tut mir leid
41:00Das tut mir leid, was ich bin...
41:14Das war's.
41:47Ja, was soll ich denn nun Hedda sagen?
41:50Das ist Cornelias Wunsch,
41:51dass Florian zu mir kommt.
41:54Ich bin jetzt auf den Schoß.
42:16Ich bin jetzt auf den Schoß.
43:01Ich bin jetzt auf den Schoß.
43:24Ich bin jetzt auf den Schoß.
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