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Kurzfilme
Transkript
00:14Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:59Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:10Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:11Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:13Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:28Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:51Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:58Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:01Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:16Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:18Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:43Nein, bitte.
02:44Kommst mit. Fragen kosten. Lena mag dich.
02:47Na, gerade deshalb. Ich will ihr die Peinlichkeit ersparen, Nein sagen zu müssen.
02:51Mein Gott, Owo, kein Wunder, dass du es nicht weiterbringst.
02:54Du musst ja nichts sagen. Ich rede mit ihr.
02:57Komm jetzt, du sturer Bock.
03:03Wer was erreichen will im Leben, der darf nicht rumstehen und warten, dass was passiert.
03:08Von Berlin hat zum Beispiel immer noch eine kleine Lehrerin bei Altacker und Vorstandsvorsitzende.
03:14Na ja.
03:17Ach, Nathalie, gut, dass du kommst. Kannst du dir mal die Stoffmuster anschauen, bitte?
03:21Von Paul? Ja. Hallo, Uwe, wie geht's?
03:25Bescheiden. Aber Chris hat sich gemeldet.
03:28Schon vorgestern aus Ram Salah. Du müsstest eigentlich auch eine E-Mail haben.
03:33Schon viel besser als der letzte. Und absorbieren tut er auch.
03:36Na, das musst du erst checken.
03:38Was soll das werden?
03:39Für unsere neue Sportswear-Kollektion. Ich check das.
03:46Aber deswegen sind wir nicht hier, Lena. Es geht um Uwe.
03:51Ja, seit Chris weg ist, krebst er im Existenzminimum rum und kann sein Labor nicht mehr finanzieren.
03:56Weißt du, und da dachte ich mir, wo doch Tom jetzt ausgestiegen ist und wir einen neuen Computerspezialisten brauchen,
04:01dass Uwe doch der ideale Mann wäre für den Job mit seinem Background.
04:05Abgesehen von seinen sonstigen Fähigkeiten.
04:08Du brauchst ihn natürlich zu nichts verpflichtet zu fühlen, nur weil ich mit Chris befreundet bin.
04:12Nee, nee, keine Sorge. Der Job ist zu wichtig. Da kann ich mir keine Gefühle leisten.
04:16Und? Was hältst du davon?
04:19Es kam auf einen Versuch an.
04:21Wann kannst du anfangen?
04:23Na ja, ich müsste mir das natürlich erst mal angucken.
04:25Jungs, tu nicht so bescheiden. Zeig dir deine Bewerbungsunterlagen.
04:34Hier, Abitur. Hochschule für Gestaltung Würzburg. Werbeagentur Jonas und Brettscheider Düsseldorf.
04:38Ja, ja, ist ja gut, ist ja gut. Warum zeigst du ihm nicht, wo alles ist?
04:44Wenn Birgit nichts dagegen hat, von mir aus.
04:47Jawohl!
04:47Cool.
04:48Komm.
04:49Danke.
04:50Nichts zu danken.
05:08Hallo, Lena. Verzeih, wenn ich mich erst jetzt melde, aber wir sind gerade aus Tibet zurück.
05:12Und ich hatte dort wieder Zeit, noch Gelegenheit zu mailen oder anzurufen.
05:16Wenn ich natürlich geahnt hätte, dass du in anderen Umständen bist.
05:31Sie geht nicht dran. Zustände sind das.
05:35Ich verstehe sowieso nicht, wieso sie ihr Büro in der Villa hat. Wo gibt's denn sowas?
05:39Weck dich nicht unnötig auf. Sie wird sich schon melden.
05:42Herr Mayer, wir sind heute auch noch nicht erschienen. Der nervt nur ständig per Telefon.
05:49Da kann ich ja eigentlich wieder gehen.
05:53Entschuldige.
05:54Bitte geh nicht, ohne vorher mit Paul Wieland gesprochen zu haben. Der versucht seit Tagen einen Termin bei dir zu
05:58kriegen.
05:59Was hat er denn?
06:01Probleme mit der Geschäftsleitung, nehme ich an. Wie dir alle.
06:05Wie soll das denn heißen?
06:07Ja, hier weiß doch keiner mehr, wo oben und unten und vorn und hinten ist.
06:11Ich glaube, ich kann nicht beruhigen. Wenn alles klappt, haben wir am nächsten Ersten einen neuen Mann hier.
06:16Wie?
06:17August hat jemand im Auge. Aus seiner Brauereizeit. Ich hoffe, es klappt.
06:23Weiß Frau Czerny das?
06:24Noch nicht, aber ich nehme an, Sie haben nichts dagegen, dass hier jemand den Bürokram abbläht.
06:29Bitte sprich, bevor du gehst mit Paul Wieland.
06:32Ja, Herr.
06:43Also ehrlich, Lena, du willst doch nicht ernsthaft diesem Neandertaler Toms Job geben.
06:47Hör auf, Felix. Ich habe gerade weiß Gott andere Sorgen.
06:51Das kannst du mir nicht antun, Lena.
06:53Dass der Typ mir Nathalie ausgespannt hat, ist schon bescheuert genug, aber dass ich ihm jetzt noch noch jeden Tag
06:58in der Kantine begegnen muss.
06:59Was? Lena!
07:05Als ob du je in der Kantine essen würdest. Das ist sie doch nicht fein genug.
07:09Und genau dasselbe gilt für Nathalie.
07:11Du, du hast sie doch Uwe praktisch in die Arme getrieben.
07:13Also bitte verschone mich mit dem Blödsinn.
07:15Sag mal, wie redest du mit mir?
07:18Gewöhn dich dran, dass du hier nicht mehr der Juniorchef bist und auch nicht der Personalchef, sondern Verkaufsleiter.
07:23Abgesehen davon hast du meine beste Freundin behandelt wie den letzten Dreck.
07:33Jetzt mach keinen Aufstand, Leo. Ich kann hier heute nicht weg.
07:36Also musst du, Luzi, von der Schule abholen.
07:39Lena, warte.
07:44Wie kommst du dazu, gegen meinen Willen und hinter meinem Rücken Christ zu verständigen?
07:48Dann hat er sich endlich gemeldet.
07:50Ach, das findest du auch noch gut, ja?
07:54Lena...
07:55Nee, nix, Lena.
07:57Ich komm mir ja langsam vor wie der Depp vom Dienst.
08:00Jeder meckert an meinen Entscheidungen rum, keiner macht, was ich sage.
08:02Niemand hat dich lieb.
08:06Also, ich möchte darum bitten, nicht mit allen anderen in einen Topf geschmissen zu werden.
08:10Ich respektiere deine Entscheidungen, wenn ich sie begreife.
08:13Aber deine Entscheidung, den Vater deines Kindes munter durch die Welt zigeunern zu lassen,
08:18während du ihn hier brauchst an deiner Seite und ihn liebst,
08:20da muss ich sagen, das kapiere ich nicht.
08:23Sag mal, bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass ich froh bin inzwischen, dass er gegangen ist?
08:27Und dass ich nicht jede Nacht die Kissen vollweine vor lauter Sehnsucht nach ihm?
08:30Also, vollweinen, das finde ich ein bisschen übertrieben.
08:34Ich dachte immer, du und Chris, ihr seid doch...
08:37Ja, was, was, was sind wir?
08:39Das weiß ich nicht.
08:41Aber ich gehe jede Wette ein.
08:43Wenn jetzt die Tür aufgeht und da steht Chris, dann würden dir die Knie weich wären.
08:47Und alles, was du eben so locker vom Hocker abgelassen hast, das wäre deine reine Makulatur.
08:56Ist was?
08:58Nein, Entschuldigung.
09:00Ja, also, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg eben zum Propheten kommen.
09:04Ich weiß, es tut mir leid.
09:06Frau Stangel hat mich angerufen, aber ich...
09:07So kurz, vor dem Start einer neuen Kollektion geht es hier immer zu wie im Irrenhaus.
09:11Das ist doch nichts Neues in Ihrer Branche.
09:13Jedes Frühjahr, jeden Herbst, aber mit der entsprechenden Planung...
09:18Ist das doch ein Begriff zu kriegen, oder?
09:19Ja, bei Bierflaschen vielleicht.
09:21Liebe Frau Czerny, ich bin noch nicht ganz zwei Monate hier engagiert.
09:28Und jedes Mal, wenn etwas verschlampt wurde oder wenn etwas schief ging,
09:31dann musste ich mir anhören, ja, Althofer, ah, das ist eben was Besonderes.
09:37Und Mode, das ist bitte was ganz anderes, und so weiter, und so weiter.
09:41Wissen Sie, was ich glaube, Frau Czerny?
09:44Ich glaube, das ist alles eine faule Ausrede.
09:47So.
09:49Nach diesen markigen Worten nun zum angenehmeren Teil meines Besuches.
09:54Hedda und ich möchten Sie heute Abend zum Essen bitten.
09:5720 Uhr.
09:57Bitte keine Einwände.
09:58Sie müssen es möglich machen.
10:01Mir geht es, kommt auch.
10:02Ich hol Sie gleich vom Flugplatz ab.
10:03Herr Mayerbär, ich kann nicht.
10:05Oder wird unser neuer kaufmännischer Leiter aber sehr enttäuscht sein.
10:10Denn er hat seine Zusage davon abhängig gemacht, dass er mit Ihnen klarkommt.
10:15Ein neuer kaufmännischer Leiter?
10:17Ja.
10:18Es ist mir gelungen, meinen besten Mann aus der Brauerei abzuwerben.
10:23Dr. Wilfried Holzknecht war meine rechte und meine linke Hand.
10:28Herr Mayerbär ist eine betriebswirtschaftliche Legende.
10:32Ein Bierbrauer?
10:33Der hat doch überhaupt keine textile Kompetenz.
10:36Und ob.
10:38Er hat angefangen in der Webererei seines Vaters, bevor er sich nach Mexiko abgeseilt hat.
10:43Und bevor er bei mir anfing, hat er etliche Firmen auf Vordermann gebracht.
10:47Frau Czerny, Sie müssen es möglich machen.
10:50Ich rechne fest mit Ihnen.
10:53Übrigens, Herr Dacord selbst.
10:55Königin Pastetchen mit Wild Ragu.
11:02Oh Gott.
11:04Wie soll ich das durchstehen?
11:06Wo ich gerade mal Knänkelbrot und Kamillentee bei mir behalten habe.
11:09Tja, und einen neuen kaufmännischen Leiter musst du jetzt auch noch schlucken.
11:14Was ist?
11:16Woran denkst du?
11:18An Chris?
11:21Also gut, du hast ja recht.
11:23Es war falsch, ihn zu informieren.
11:25Es tut mir leid.
11:26Aber Bernd sagt immer, er tut, was sein Herz ihm sagt.
11:30Bernd?
11:31Naja, du wirst ihn schon noch kennenlernen.
11:34Er hat einen tollen Körper, ist fantastisch im Bett.
11:39Und kochen kann er wie ein Drei-Sterne-Gott.
11:42In seinem Hirn befindet sich leider nur ein Taxi und die Bundesliga-Tabelle.
11:47Aber er hat ein großes Herz und ein ganz, ganz liebes.
11:50Und dem folgt er, sagt er.
11:54Tja, ich rede Unsinn.
11:58Nee, nee, wieso?
12:00Genau das habe ich vergessen über allem.
12:03Denn, dein Bernd hat recht.
12:07Nur, wo willst hin, das Herz?
12:12Ich weiß nicht, wie es gehen soll, also.
12:15Ich weiß nicht, wie es gehen soll.
12:23In der Designer-Tabelle muss ich irgendwas überheben.
12:37Was ich sagen will.
12:38Ich bin Betriebsleiter und kein Textilfaserchemiker.
12:41Was Frau Czernig von uns verlangt, alles Hoppla Hoppo, möglichst vorgestern, das ist einfach nicht zu schaffen.
12:46Und schon gar nicht nebenher.
12:47Herr Wieland, Sie sind doch schon lange bei uns.
12:49Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
12:51Ja, aber steht da, Tropfen, höhlt den Stein.
12:53Ich fühle mich schon wie ein Schweizer Käse.
12:55Das ist einfach nicht zu schaffen, Herr Althofer.
12:57Selbst mit der dritten Schicht nicht.
12:59Und die kriege ich sowieso nicht genehmigt.
13:00Ab nächsten Ersten haben wir, so Gott will, einen neuen kaufmännischen Leiter.
13:04Wen?
13:06Es ist noch nicht ganz raus.
13:07Sagen wir, zu 90 Prozent.
13:09Im Moment arbeitet er noch bei Mayerbeer.
13:11Aber dieser Mann hat schon verschiedene Firmen wieder in Schwung gebracht.
13:14Doch nicht dieser Dr. Holzmann oder so ähnlich.
13:17Als Knecht?
13:19Ja, warum?
13:21Na dann, gute Nacht.
13:23Dieser Mann soll außerordentliche Fähigkeiten haben.
13:26Ja, fragen Sie mal die Kollegen.
13:27Der Mann ist ein Schleifer erster Güte.
13:29Herr Wieland, die gemütlichen, die guten alten Zeiten sind endgültig vorbei.
13:35Auf dem Aktienmarkt wird ein scharfer Wind.
13:37Und um im Bild zu bleiben, wenn wir demnächst an der Börse lossegeln wollen, müssen wir alle Segel setzen.
13:46Du hast gut reden, Wilhelm.
13:48Du hast deine Schäfchen im Trocknen.
14:02Ah, lässt du dich auch mal sehen?
14:05Was ist denn mit dir los?
14:08Wieland meutert.
14:11August, ganz generell.
14:13Je länger ich mir das mit ansehe, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass wir uns übernehmen.
14:18Aktiengesellschaft, guck dich doch mal um.
14:20Na und?
14:20Wir sind ein mittelständischer Textilbetrieb, kein Konzern.
14:25Dann kannst du noch so hochtrabende Titel verteilen, Vorstand, Aufsichtsrat.
14:29Tatsache ist, dass sich keiner zuständig fühlt.
14:32Die Mitarbeiter wissen nicht, wer was zu sagen hat.
14:35Bist du fertig?
14:36Und wenn du mir nicht glaubst, dann hör dich um.
14:40Im Golfplatz kriegst du das nicht mit.
14:42Was machst du heute Abend?
14:45Wieso?
14:46Also nichts.
14:47Um 8 Uhr bist du bei mir.
14:49Hedda kocht.
14:50Birgit und Lena sind da.
14:52Und Dr. Holzknecht.
14:54Das ist auch so ein Punkt.
14:57Wieland kennt ihn offensichtlich.
14:58Das soll ein Schleifer sein.
15:00Richtig.
15:01Der wird einen Diamantenschleifen aus diesem Backsteinhaufen.
15:05Wilhelm, jetzt guck ihn dir doch wenigstens mal an, bevor du über ihn urteilst.
15:10Und jetzt entschuldige mich, ich muss Birgit vom Flugplatz abholen.
15:13Also bis heute Abend.
15:19Mein Gott, Wilhelm, jetzt guck doch nicht so.
15:21Das ist doch deprimierend.
15:25Roland fehlt.
15:29Ich weiß.
15:30Ich weiß, er hat eine Menge Mist gebaut.
15:33Aber jetzt weiß ich auch, dass er eine Menge geleistet hat.
15:36Gut.
15:37Wie du meinst.
15:38Nur, wo ist er?
15:43Eben.
15:46Ist das?
15:49Findet oben.
15:54Wie für?
16:01Wie After.
16:04Wie solltet wo?
16:06Wie
16:06solltet wo du denn? Wie
16:10solltet wo? Wie
16:12solltet wo kommen? Wie
16:40Atelier Seiler?
16:42Tut mir leid, Leo, aber Emma musste zu Paul rüber.
16:46Luzi?
16:47Keine Ahnung, aber ich war auch nicht in der Kantine heute. Warum?
16:50Weil sie nicht auf mich gewartet hat.
16:52Jetzt reg dich nicht auf. Wahrscheinlich ist sie mit einer Freundin mit.
16:55Oh Gott, Emma reißt mir den Kopf ab.
16:57Aber was soll ich machen?
16:59Ich habe über eine Stunde gebraucht für diese verdammten acht Kilometer von der Ausfahrt bis zur Schule.
17:03Warte, Emma kommt.
17:04Leo, hast du Luzi abgeholt?
17:06Nein.
17:08Leo, was gibt's?
17:09Sie ist nicht bei dir.
17:10Nein.
17:11Ich habe doch gesagt, ich kann nicht.
17:13Sag bloß, du bist jetzt erst hin.
17:17Scheiße.
17:28Hallo?
17:29Kommt ihr mal her?
17:34Ich suche meine Tochter, die Luzi.
17:36Kennt ihr die?
17:37Nee?
18:04Also ruf mich an, ja?
18:05Vielleicht lässt sich da was machen.
18:06Danke.
18:10Entschuldigen Sie, aber wie ist der Teufel, wie sieht's Frau Meierbär im gleichen Flieger?
18:13Ihr Vater holt sie auch noch ab.
18:15Hat sie gesehen?
18:16Natürlich nicht.
18:17Deshalb komme ich ja zu spät.
18:20Was trinken Sie denn da?
18:21Ich bin ein bisschen zu spät.
18:22Und die Zeit schon?
18:24Wie ihr Sorgen hat, hat auch nie Köhler.
18:27Äh, wie denn Busch?
18:28Die fromme Helene.
18:30Mir kommt eher Max und Moritz in den Sinn, wenn ich uns so sehe.
18:35Was meinen Sie?
18:36Naja, sonderlich erfolgreich war unsere Zusammenarbeit ja nicht gerade.
18:41Hallo Ria, schön Sie wiederzusehen.
18:44Mach's auf, Stein.
18:45Ach, auch so einen Tonic, bitte.
18:48Mit oder ohne Gin?
18:50Ohne. Aber ich hätte gerne ein paar Erdnüsse dazu.
18:53Die sind alle.
18:55Das mag ich schon, diese Frau.
18:58Ihre unverfälschte Offenheit.
19:02Wollen Sie nicht zur Sache kommen? Ich habe zu tun.
19:05Jetzt sind Sie erst mal dran.
19:07So eine Sache interessiert mich nämlich erst ab einer gewissen Größenordnung.
19:12Laut Protokoll der Sitzung vom 18. letzten Monats wurde Althofer mit 20 Millionen bewertet.
19:17Das entspricht einer Million Anteile, a 20 Euro.
19:2251 Prozent behält die Firma, sprich Familie Meyerbeer und ihr Neffe.
19:28Und mein Vater und Frau Czerny nicht zu vergessen für die Einbringung ihrer Tochterfirma.
19:32Es handelt sich also um exakt 94.000 Anteile.
19:36So. Entspricht das Ihrer Vorstellung von Größenordnung?
19:41Darüber könnte man reden.
19:45Ich will so viel davon, wie ich kriegen kann. Und zwar zum Ausgabekurs.
19:49100.000 Stück?
19:53So viel ich kriegen kann, habe ich gesagt.
19:56Sie müssen sich Ihrer Sache ziemlich sicher sein.
19:59Der Kurs wird hochgehen, das steht fest.
20:03So, wie die Auftragslage aussieht, kann Lena mindestens einen Euro pro Aktie ausschütten zum Jahresende.
20:10Vor Steuern, versteht sich.
20:11Das gibt's doch gar nicht.
20:13So, wie es aussieht, habe ich gesagt.
20:15Sie meinen...
20:16Ich meine, dass es nach dem ersten Quartal durchaus zu einer Korrektur der Gewinnerwartung kommen könnte.
20:22Nach unten.
20:23Aber dann bin ich längst raus aus dem Papier.
20:27Und steigen zu einem niedrigeren Kurs wieder ein.
20:29Die berühmte Jojo-Methode.
20:31So ungefähr.
20:33Mein lieber Herr Althofer, Sie wissen, dass Sie mit derartigen Praktiken Ihre Firma in den Ruin treiben können.
20:38Althofer ist nicht mehr meine Firma.
20:42Ich bin nur der Verkaufsleiter, wie mir heute vom Vorstand genüsslich reingerieben wurde.
20:48Oh, danke.
20:52Na dann, Prost.
21:24Ich bin nur der Verkaufsleiter, wie mir heute vom Vorstand genüsslich reingeriert wurde.
21:37Wenn ich natürlich geahnt hätte, dass du in anderen Umständen bist, hätte ich diesen Wahnsinn natürlich abgeblasen.
21:44Warum hast du nichts gesagt, Lena?
21:46Oder hast du es selbst nicht gewusst?
21:49Das ändert doch alles ein Kind, oder?
21:53Ein Kind ändert alles.
21:56Ich bin nur der Dere in der Aufstellung.
21:59from
22:27Lina!
22:28Lina!
22:30Hier!
22:40Hallo!
22:41Hallo!
22:44Gott, du warst ja richtig aktiv!
22:46Aber ich auch, ich hab einen Traumladen gefunden!
22:49Rief Gouche und gar nicht mal teuer!
22:51Du warst in Paris?
22:52Ja, auf dem Rückweg.
22:54Und ich hab dir was mitgebracht.
22:57Ich hab's auf dem Flohmarkt gefunden.
23:00Naja, was? Mach's nicht so spannend!
23:03Ich hab halt ganz oft an dich gedacht in Paris
23:05und wollte dir was ganz Persönliches mitbringen.
23:09Bitte schön.
23:10Vielleicht denkst du ja mal an mich, wenn du sie durchblätterst.
23:12Ich denk doch sowieso Tag und Nacht mal an dich.
23:24Mann, sind die schön!
23:27Danke!
23:35Aha!
23:39Ich mach jetzt noch keine Mode für Muttis.
23:42Aber wieso denn? Ist doch schick mal was anderes!
23:45Ich bin noch nicht so weit.
23:46Außerdem muss ich mich um die neue Kollektion kümmern.
23:48Hier ist so viel los, ich komm zu gar nichts!
23:51Schau dir mal das Kleid an!
23:52Seit Wochen fummel ich an dem Ding rum und anstatt besser wird's immer bescheuerter!
23:57Ja, aber die neue Sportswear läuft doch jetzt, oder?
23:59Naja, die Stoffe hat Wieland geliefert.
24:01Aber Nathalie muss jetzt erstmal checken lassen, ob er am Körper wirklich trocken bleibt beim Joggen.
24:06Schaust du mal bitte?
24:08Das sind die neuen Farben, alles eher so weiche Grautöne.
24:13Was meinst denn du?
24:15Ach, was fragst du mich denn? Du bist doch die Künstlerin!
24:19Ja, ist ja sowieso alles egal, weil den Abend bei Heather überlebe ich eh nicht.
24:23Königin-Pastizien gefüllt mit Wild-Ragout, allein der Gedanke.
24:28Also wenn du willst, dann kann ich's eher sagen.
24:32Wehe? Da wird uns ja wohl noch was anderes einfallen.
24:48Tom, lass dich nicht bequatschen, bitte!
24:51Nein, ich muss mich nachher abholen.
24:53Ja.
25:21Ja, na los, jetzt sag schon.
25:26Es tut mir leid. Alles. Ich meine, ich wollte...
25:30Tom wurde reingelegt. Von einem Kumpel aus seiner wilden Zeit.
25:34Hat ihm 20.000 dafür geboten, dass er Koks von Spanien nach Deutschland schmuggelt.
25:42Kokain?
25:43Ja.
25:43Ja, es war aber kein Koks. Es war Mehl.
25:47Und jetzt sagen Sie, ich hätte es ausgetauscht.
25:49Ja, klar. Und zur Polizei konnte er nicht gehen und zahlen konnte er auch nicht.
25:52Und deshalb hat er halt gedacht, das Geld mit dieser Webadressennummer aufzutreiben.
25:57Mann, Mann, Tom.
26:00Ich wollte einfach nicht abhauen, ohne nochmal mit dir geredet zu haben.
26:05Und jetzt?
26:07Wir gehen nach Portugal. Zu meinem Großvater.
26:10Wie, du gehst mit?
26:11Ja, Tom kann hier nicht bleiben.
26:13Und ich seh's auch überhaupt nicht ein, ihm das Geld zu geben.
26:16Dafür können wir uns wunderbar eine Existenz in Portugal aufbauen.
26:20Und...
26:20Man kann ja auch Wein übers Internet verkaufen.
26:25Bei meinem Großvater sind wir sicherlich erst mal gut aufgerufen.
26:29Ach, Lena.
26:31So eine Scheiße.
26:33Ach, Mensch.
26:36Schau.
26:38Wer weiß, wozu es gut ist?
26:40Meine Mutter, die hätte jetzt bestimmt gesagt,
26:42in jedem Unglück steckt der Samen für ein neues Lebensglück.
26:50Mach das bloß nicht kaputt, Tom.
26:52So eine Frau wie Isabella, die findest du nicht so schnell wieder.
26:55So eine Chefin auch nicht.
26:58Ach, Tom.
27:02Ich mach's gut.
27:05Jetzt kriegst du bald wieder über Graben zwischen uns.
27:08Ja.
27:09Ja.
27:11Komm, wir gehen.
27:13Ich seh dich, wenn ich meine Papiere abhole.
27:27Johnny?
27:31Ach so, nee, die gehen gerade.
27:34Tom wollte nur noch mit mir ins Reine kommen.
27:48Das ist ja toll. Das muss Lena unbedingt sehen.
27:53Birgit, guck mal.
27:55Ah, guten Tag, Herr Lieber.
27:57Ich hab's schon gehört. Sie wollen bei uns anfangen?
27:59Ja, Lena war so nett, mir eine Chance zu geben.
28:01Jetzt guck doch. Uwe hat die Website umgebastelt.
28:03Die leert jetzt viel schneller. Zeig's ihr mal.
28:05Ich hab bloß ein paar kleine Abkürzungen eingebaut.
28:08Kein Big Deal.
28:09Und er kann wohl so Flash-Animationen einprogrammieren mit Sound.
28:13Tatsächlich.
28:14Ja, es gibt da so ein Programm. Ich müsste mich mal kundig machen.
28:17Das wär doch geil, so kleine animierte Videoclips und so.
28:19Langsam, langsam. Ich bin froh, dass die Website überhaupt läuft.
28:22Also, keine Experimente momentan.
28:24Ich könnte das ja zuerst mal im Studio an meinem Computer ausprobieren.
28:27Ist das nicht unglaublich?
28:29Ja, dann kommt mal mit. Dann können wir das finanzielle regeln.
28:34Aber ich sag Ihnen gleich, mehr als bei Ihrem Vorgänger ist nicht drin im Augenblick.
28:38Das ist kein Problem.
28:40Uwe braucht erstmal was Festes für die laufenden Umkosten.
28:42Abends und am Wochenende kann er immer noch sein Foto-Imaging-Business machen.
28:45Oder? Stimmt doch.
28:47Das kann mir doch lieber auch alles selbst erzählen.
28:49Ja klar, Entschuldigung. Ich freu mich doch nur so für ihn.
28:52Bis später.
29:14Bis später.
29:15Schönen Feierabend. Bis dann, bis dann.
29:17Silke!
29:22Silke! Jetzt warte doch!
29:25Was willst du?
29:27Ich habe in Augsburg zu tun und wollte mal vorbeischauen.
29:30Ich muss sagen, es hat sich gelohnt.
29:33Lebst du hier in der Klinik eigentlich deine mir verborgen gebliebene soziale Ader aus?
29:37Oder hast du was mit deinem Chefarzt?
29:40Die Frau, von der du redest, gibt es nicht mehr. Also lass mich in Frieden, Dieter.
29:44Schade.
29:45Ich dachte, du freust dich.
29:48Silke!
29:49Du fehlst mir.
29:52Lass los!
29:54Du, ich muss erst am Montag wieder in Frankfurt sein.
29:57Wir können uns doch ein schönes Wochenende zusammen machen.
30:00Nein!
30:01Oder wenigstens heute Abend.
30:03Sag mal, bist du so blöd oder tust du nur so?
30:05Ich bin nicht mehr zu haben. Also verschwinde!
30:10Schade.
30:12Eigentlich wollte ich dir sagen, wo sich dein geliebter Roland versteckt hält.
30:16Aber, naja.
30:18Dann eben nicht.
30:22Roland?
30:25Du weißt, wo er ist?
30:27Zumindest weiß ich, wo er zum letzten Mal mit seiner Kreditkarte bezahlt hat.
30:31Das hat mich eine Menge Geld gekostet.
30:34Und wo?
30:36Bitte, Dieter.
30:37Das klingt ja schon viel netter.
30:39Also, was hältst du davon? Ich schicke das Taxi weg und du nimmst mich mit.
30:43Und dann können wir alles in Ruhe besprechen.
30:49Was ist denn?
30:51Wieso tust du das?
30:53Bist du tatsächlich so ein erbärmliches Schwein, dass du mich wieder da runterziehen willst? In den Dreck?
30:59Nein.
31:00Aber es macht mich krank, zusehen zu müssen, wie eine Frau wie du ihr Leben wegschmeißt an einen Typen wie
31:04diesen Roland Althofer.
31:07Aber bitte.
31:09Mach, was du willst.
31:10Hier.
31:11Das ist ein Kreditkartenauszug vom letzten Monat.
31:14Gott.
31:15Ich habe auf der Karte nachgeschrage.
31:17Kleines Kaffee, nördlich von Verdicke, an der Küste.
31:20Griechenland?
31:21Warum er? Und nicht ich!
31:23Du brauchst niemand.
31:25Du auch nicht.
31:27Deshalb verstehen wir uns doch so gut.
31:30Zu gut, Dieter.
31:32Danke.
31:52Musik
32:26Lass du? Lass du?
32:42Lass du?
32:45Schau, Marili, was es hier gibt.
32:50Nidia!
32:52Wie?
32:52Nidia.
32:53Nidia.
32:54Nidia.
33:03Nidia.
33:03Sehr gut.
33:06Gitter.
33:11Naja.
33:13Du hast eins gefunden.
33:15Wollen Sie eine Gesichter über mich schreiben?
33:19Nein, über mich und warum ich hier bin.
33:23Und warum sind Sie hier?
33:26Das weiß ich nicht.
33:30Aber vielleicht finde ich es raus.
33:53Ehrlich, Emma, du tust so, als ob das meine Schuld wäre. Wer hat denn Luzi nicht abgeholt?
33:58Du, und wer hat das alles kommen sehen, wo du jetzt fast den ganzen Tag arbeitest, statt halbtags wie ausgemacht?
34:03Ich.
34:04Ach.
34:07Kann mir soweit jeder folgen.
34:10Ewald, wir sind ja nicht blöd.
34:12Aber was sollen wir denn jetzt machen?
34:15Bis Althofer an die Börse geht, das kann doch ewig dauern.
34:18Ja, eben deshalb schlage ich ja vor, dass wir nicht alle Eier in einen Korb legen, sondern diversifizieren.
34:23Was? Sie wollen das Geld in Eier investieren?
34:27Ach, Frau Schirmer.
34:29Entschuldigen Sie, aber von Eier verstehe ich was. Ich habe nämlich selber Hühner gehabt früher.
34:35Was ist denn?
34:38Habt ihr sie gefunden?
34:39Die Polizei meint, wenn sie nicht aufgetaucht ist, bevor es dunkel wird, dann wollen sie anfangen zu suchen.
34:44Ach, das ist ja furchtbar.
34:45Es ist so viel passiert heutzutage. Mein Gott, das arme Kind.
34:49Der Hausmeister hat sie als letztes gesehen. Sie hat gewartet.
34:54Aber die Emma...
34:54Hör doch auf!
34:56Emma, jetzt denk doch nicht gleich das Schlimmste.
35:00Vielleicht gibt es ja eine ganz einfache Erklärung.
35:03Nur zu weinen in suchen.
35:05Könnte es nicht sein, dass ihre Mutter sie entführt hat?
35:08In Kaiserslautern geht keiner ans Telefon. Und auf ihrer Arbeitsstelle ist Helga auch nicht.
35:12Aber das kann doch auch ein gutes Zeichen sein.
35:16Ich würde sagen, wir machen Schluss für heute.
35:31Wie denn weiß es Chris also?
35:35Waltraud hat's ihm gemailt.
35:37Die wird langsam zur Übermutter. Das passt mir gar nicht.
35:41Auf der anderen Seite brauche ich ja offensichtlich jemanden, der mal auf mich aufpasst.
35:44Ich immer mit meiner Maßlosigkeit.
35:46Ich bin immer maßlos arbeitswütig, maßlos ehrgeizig, maßlos verliebt, maßlos eifersüchtig, traurig, lustig, was weiß ich.
35:52Und jetzt bin ich auch noch maßlos schwanger.
35:54Aber genau das ist doch das Tolle an dir. Guck mich doch an. Ich bin nur maßlos langweilig.
35:59Ach, Blödsinn. Du bist dir nur einfach sicherer, weil du dir nichts mehr beweisen musst.
36:04Weil du immer schon wer warst als die Tochter von Meyerbeer.
36:06Hast du ne Ahnung? Etwa nicht?
36:09Mit August als Vater, du darfst nicht vergessen, dass ich ohne Mutter aufgewachsen bin.
36:13Und mein Papa hat mich immer behandelt wie ein Junge.
36:16Aber lassen wir das.
36:17Moment.
36:20Sag mal dieser, dieser Doktor Holzknecht, was ist das für ein Mensch?
36:25Keine Angst. Kein Mann zum Verlieben.
36:28Es ist ein Arbeitstier. Ungemein beschlagen und durchsetzungsfähig.
36:33Mensch, ich kann mit dem?
36:34Naja, man muss ja nicht jeden mögen, mit dem man zusammenarbeitet.
36:36Das habe ich inzwischen gelernt. Denk an deinen Tom.
36:39Es ist doch viel wichtiger, dass man jemanden hat, auf den man sich blind verlassen kann.
36:43Wie mich zum Beispiel.
36:45Stimmt.
36:47Naja, dann, Augen zu und durch.
36:49Aber eins musst du mir versprechen.
36:51Wenn mir schlecht wird, dann musst du mich nach Hause fahren und dir irgendeine Ausrede einfahren lassen, ja?
36:55Versprochen.
37:00Hallo, wir sind da.
37:05Hallo, es tut mir leid, das Essen dauert noch ein bisschen, aber der Champagner ist im Wohnzimmer.
37:09Sollst du dir was helfen?
37:10Nein, wenn ich bloß den Teig für die blöden Pasteten nicht selber gemacht hätte.
37:13Es ist eine Heidenarbeit und in fünf Minuten gegessen, das lohnt sich eigentlich gar nicht.
37:21Ich rede nicht vom Bier.
37:23August, Thema Wechsel. Die Damen interessieren deine Präferenzen bei alkoholischen Getränken sicher nicht.
37:28Hallo, hallo, hallo.
37:30Holzknecht.
37:31Ich habe schon viel von Ihnen gehört.
37:32Ah ja, ich auch von Ihnen. Allerdings nicht nur Gutes.
37:37Volltreffer.
37:38Ich habe dich gewarnt.
37:40Das Kompliment darf ich zurückgeben.
37:42Ihr Image hat auch ein paar Schönheitsfehler.
37:45Also bitte, Herrschaften. Wollen wir nicht erst mal...
37:47Nein, nein, wieso?
37:49Wir sind ja nicht hier, weil wir zu Hause nichts zu essen kriegen, sondern weil wir rausfinden wollen, ob Dr.
37:53Holzknecht der richtige Mann für den Job ist.
37:55Und Sie, ob Sie sich auf uns einlassen wollen. Also, was haben Sie auszusetzen an mir und der Firma Althofer?
38:02Da, was guckst du mich so an? Da spielt die Musik.
38:06Bitte, wie Sie wünschen.
38:08Fangen wir doch gleich mal mit Ihnen an, weil Sie sind die Firma, soweit ich das beurteilen kann.
38:12Wenn Sie gehen, ist die Firma nichts wert.
38:14Moment, Moment.
38:16Althofer ist immer was wert.
38:18Also, entschuldigen Sie aber, August hat mir die letzte Bilanz gegeben und aus der geht nun wirklich eindeutig hervor, dass
38:24Althofer fast ausschließlich für die Czerny Fashion Factory produziert.
38:28Mein Reden?
38:30Diese Frau hat euch ganz einfach das Fell über die Ohren gezogen.
38:35Das Verrückte ist, wenn es sie nicht gegeben hätte, da wäre ihr längst vom Markt geschlachtet worden.
38:41Das mag ja alles sein, aber könntest du dich vielleicht ein bisschen unblutiger und zivilisierter ausdrücken?
38:46Ja, man kann das natürlich auch so sehen. Nur, diese ganze Entwicklung ist viel zu schnell gelaufen. Und bevor die
38:53fusionierte Firma an die Börse geht, rate ich dringend zu einer Verschnaufpause.
38:57Genau. Was macht das Essen? Ich brauche eine Grundlage. Ich bin sonst hinüber.
39:03Ich bin völlig Ihrer Meinung, Herr Dr. Holzknecht. Nur leider stehe ich hier damit allein da.
39:07Der Markt wird sich wieder erholen.
39:10Jetzt lass Sie noch erstmal weiterreden.
39:12Danke.
39:14Wollen Sie mehr, Herr?
39:15Ja, unbedingt.
39:17Gut.
39:19Also, dieses Tempo und die Ausrichtung der gesamten Produktlinie auf eine einzige Person und deren, wenn auch guten Geschmack, das
39:28ist sehr gefährlich.
39:29Weil erstens besteht eine völlige Abhängigkeit der Firma von ihrer guten Form und von ihrer kreativen Potenz.
39:37Zweitens unterliegt das Produkt zusätzlich sehr starken modischen Schwankungen des Marktes, wie der Name schon sagte.
39:44Und die Produktpalette, die ist viel zu einseitig auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet, nämlich die junge, gut verdienende Frau zwischen
39:5218 und 38, sagen wir mal.
39:54Na ja, gut. Aber was soll ich Ihrer Meinung nach tun? Und jetzt sagen Sie bitte nicht dem Markt nachlaufen,
39:59denn das kann ich nicht.
40:00Ich entwerfe Mode, die mir gefällt und die ich mir kaufen würde, weil ich sie mir leisten kann und weil
40:05sie mir steht und meinem Lebensgefühl entspricht.
40:08Genau. Und auch wenn mein Papa das nicht sehr gerne hört und ich mich vielleicht wiederholen sollte, aber Mode ist
40:16nun mal kein Bier.
40:21Das sieht ja toll aus. Ich wusste gar nicht, dass du sowas kannst.
40:27Du weißt vieles nicht von mir. Obwohl wir fast 30 Jahre verheiratet waren. Mischst du bitte den Salat?
40:34Ja.
40:37Was kannst du denn machen, was du mir verheimlicht hast?
40:41Ich habe dir gar nichts verheimlicht. Aber du hast dich nicht für mich interessiert.
40:46Außer für das, was sich in der Horizontalen abspielt.
40:49Ja, du warst, du bist immer noch eine sehr aufregende Frau. Auch vertikal.
40:56Das hat leider August vor dir festgestellt.
40:59Und nun auf Süßholz zu raspeln. Bringst du bitte die Tellerin?
41:02Ja.
41:03Entschuldigung, kann ich Sie kurz sprechen? Unter vier Augen.
41:09Gerne, wenn es nicht zu lange dauert und die Pasteten hart werden.
41:23Ich... Ja?
41:25Ich kann das nicht essen. Und ich wollte Sie bitten, es nicht persönlich zu nehmen. Es sieht echt fantastisch aus.
41:31Sie sind Vegetarierin. Hätten Sie doch was gesagt, Kind. Ich habe Lachs und marinierte Spargel.
41:36Nein, nein, bitte nicht. Ich bin schwanger. Und ich kann im Augenblick leider gar nichts bei mir behalten.
41:43Nein.
41:45Nein.
41:45Nein, das ist doch...
41:46Von dem netten Fotografen? Wie heißt er doch gleich?
41:49Chris Gallard.
41:50Ach.
41:51Außer Ihnen wissen Sie nur meine engsten Freunde und ich wollte Sie bitten...
41:54Ja, sicher, Sie brauchen Sie keine Sorgen zu machen.
41:57Sie sind auf Diät, wenn jemand nachfragt.
41:59Danke.
42:01Wenn ich diesen penetranten Doktor gegen das Schienbein trinken soll, unterm Tisch. Das müssen Sie nur sagen.
42:07Der ist schon okay, glaube ich.
42:08Hätten Sie mir reintragen?
42:10Oder wird Ihnen davon auch übel?
42:12Nee, nee. Ich muss ja nicht hinschauen.
42:15Bitte.
42:30Komm doch nur mit rauf. Ich kann jetzt noch nicht schlafen. Ich will nicht allein sein.
42:35Lina, ich muss da noch mal hin.
42:38Pass auf, du gehst jetzt erstmal in die Badewanne und entspannst dich.
42:41Und ich verspreche dir, ich bin dann spätestens ein, zwei Stunden wieder da und dann massiere ich dich so lange,
42:45bis du schläfst wie in Aberhams Schoß.
42:48Na gut.
42:51Tschüss.
42:51Tschüss.
42:52Tschüss.
42:58Tschüss.
43:09Tschüss.
43:12Tschüss.
43:14Tschüss.
43:26Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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