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Kurzfilme
Transkript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:59Untertitelung des ZDF, 2020
01:04Untertitelung des ZDF, 2020
01:39Untertitelung des ZDF, 2020
01:56Das kann ich verstehen. Die Zeitungen waren ja voll von dem Bonner Konzert und der ganzen Veranstaltung.
02:00Ja, und Geld habe ich auch. Das hilft natürlich.
02:03Jetzt mach dich mal nicht klein. Sowas kriegt man doch nicht nur wegen Geld angeboten.
02:07Andreas ist überglücklich darüber, weil er mich kreuzten kann, durch die Gegend fliegen kann.
02:11Er sammelt nämlich Flugplätze und diesmal sind es gleich drei auf einem Streich.
02:15Leipzig, Hamburg, Nürnberg und wahrscheinlich auch noch Hannover.
02:18Aber da sag ich dir noch Bescheid.
02:20Das macht dir doch nichts aus, oder?
02:21Nein, Angela ist doch total fanat in den Kleinen. Die wird den am liebsten für immer behalten.
02:27Und was ist eigentlich mit dir und Chris?
02:32Funkstille.
02:34Aber im Augenblick ist hier so viel los, dass ich eh keine Zeit hätte für ein Privatleben.
02:38Und die Mode wird auch immer schnelllebiger. Schau dir das mal an.
02:42Was ist das?
02:42Von Angela, unserem Trendscout. Ich komme ja nicht mehr raus hier.
02:47Vater sagt, ihr wollt die Näherei nach Augsburg holen?
02:50Wollen schon.
02:52Aber ob sich das letztlich finanzieren lässt, ist eine andere Frage.
02:55Holzknecht arbeitet dran.
03:00Aber was anderes, ähm, hast du das gehört? Mit Roland?
03:06Sein Roman.
03:08Ich meine, mir kann es ja egal sein, aber es ist nicht gut für die Firma, meinen alle.
03:11Ich glaube nicht, dass daraus was wird.
03:16Nur Schwarz, bitte.
03:18Gut.
03:19Ich muss nochmal rüber ins Büro.
03:21Den Rest können wir ja nachher machen.
03:22Aber spätestens um eins muss ich zum Flughafen.
03:25Ja, aber bitte ruf mich vorsichtshalber um elf nochmal auf dem Handy an.
03:28Ich weiß nicht, wie lange das dauert mit Holzknecht.
03:29Vergiss den Termin um zehn nicht, sonst kriegt Herr Mayerbär wieder rote Flecken im Gesicht.
03:33Alles klar.
03:34Tschüss.
03:35Tschüss und schönen Urlaub.
03:36Ja, den habe ich auch nötig.
03:39Und wie werde ich den erst nötig haben?
03:41Eine Woche ohne Waltraud. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich das überstehen soll.
03:45Kann doch Frau Stangel machen.
03:47Frau Stangel arbeitet für Wilhelm, Mayerbär und Holzknecht.
03:50Nee, nee, ich habe Nathalie verdonnert. Die kennt sich aus.
03:56Du meinst also, Roland macht nicht ernst?
03:59Selbst wenn er bis zum Wortende kommen sollte.
04:01Er wird nicht den Mut haben, mit seinen Ergüssen an die Öffentlichkeit zu gehen.
04:06Ich muss wirklich.
04:07Ich bring dich noch runter.
04:08Nein, nicht nötig.
04:09Geh ruhig dran.
04:11Sobald ich im Hotel bin, rufe ich dich an.
04:13Und wenn du Lust hast, heute Abend wird das Konzert übertragen, im Dritten.
04:16Alles Gute und viel Spaß.
04:18Danke, tschüss.
04:22Tschüss, Arnie.
04:37So, mein Schatz.
04:38Sagst du noch Tschüss zu deiner Mami?
04:41Kriege ich einen Kuss?
04:42Na los, sei nicht so unhöflich.
04:44Ach, sein Teddy.
04:46Okay.
04:49Okay.
04:49Okay.
04:52Okay.
04:55So, mein Schatz, den Scheck kriegst du, sobald ich zurück bin, ja?
05:00Wie Sie wollen.
05:01Gute Reise.
05:01Danke.
05:02Bis Mittwoch, spätestens Donnerstag.
05:20Hallo.
05:21Hallo, wie ist Andy?
05:22Jetzt nimmst du ihn dann bitte zurück.
05:25Na?
05:26Kennst du mich noch?
05:27Ich bin die Lena.
05:30Ach Mist, jetzt habe ich die Kamera vergessen.
05:32Machst halt einmal keine Fotos.
05:34Komm mal, Althofer, Ihr Wagen steht bereit.
05:37Pass aber auf, ja?
05:38Ach, Juru.
05:40Mittag seid ihr zurück, okay?
05:41Ja.
05:44Tschüss.
05:50Und dann ein Direktor Hausmann von der WNB.
05:53Der wollte Lena ganz dringend sprechen, aber ich habe ihn an Dr. Holzknecht weitergeladen.
05:56Gut.
05:57Dann, äh...
05:59Bernd, aber kannst du mich anklopfen?
06:01Was machst du hier überhaupt?
06:03Unser Urlaub fällt ins Wasser.
06:05Brüll jetzt nicht gleich los.
06:07Ich weiß, ich weiß, aber der Willi hat einen Unfall und liegt in der Klinik und der Kollege Ahmed kann
06:12auch nicht übernehmen, weil der ist ja schon im Urlaub.
06:14Ich bin der Letzte und mein Chef hat mich geradezu erpresst, entweder oder.
06:18Wir fliegen pünktlich um ein Uhr von München ab in den Urlaub und sitzen dann abends am Strand in Florida.
06:25Ist das klar?
06:26Ja, natürlich, aber nicht jetzt. Später irgendwann.
06:30Nur heute. Oder ich fahre allein.
06:32Waltraud, guck mich nicht so an. Das macht mich ganz krank. Wir reden heute Abend darüber.
06:35Ja, ich muss mich beeilen. Ich muss noch die Papiere von Willi zur Polizei bringen und dann muss ich noch
06:39seine Schicht übernehmen.
06:40Tu jetzt nichts, was dir später leid tut, okay?
06:44Wo waren wir stehen geblieben?
06:46Waltraud, ich ruf dich an.
06:48Wo waren wir stehen geblieben?
06:50Also, Frau Michel, der Bernd kann doch nichts dafür.
06:53Welcher Bernd?
07:01Ich habe seit einem Jahr keinen Urlaub mehr gemacht und das ist die einzige Woche, wo ich Lena allein lassen
07:06kann.
07:07Rufen Sie seinen Chef an und machen ihn zur Schnecke.
07:09Ach, mir wird schon was einfallen.
07:14Ich jedenfalls fahre in Urlaub. Mit Bernd.
07:16Wozu hätte ich denn sonst zwei Kilo abgenommen?
07:19Damit ich in diesen Briefmarkengroßen Bikini passe, den er mir geschenkt hat.
07:24Also, wie war das mit Dr. Hausmann? Welche Firma?
07:27Direktor Hausmann von den Wasserburger Nähbetrieben nochmal. Kann ich jetzt durchstellen?
07:37Herr Direktor, Dr. Holzknecht ist jetzt frei. Ich verbinde.
07:42Herr Althofer, was kann ich für Sie tun?
07:44Tag, Frau Stangel. Ich müsste Dr. Holzknecht sprechen.
07:48Das tut mir leid. Der telefoniert gerade, aber Herr Meyerbeer hat sie auch auf seiner Liste. Der ist frei.
07:54Gut. Meyerbeer tut's auch.
08:04Entschuldigung, Herr Althofer ist zufällig da. Oder hat sich das erledigt?
08:07Nein, nein, nein, nein. Er soll reinkommen.
08:13Herr Althofer, ich wollte längst ein paar Takte mit Ihnen reden, aber ich bin ja gestern erst zurückgekommen.
08:19Um was geht's?
08:22Noch eine Kaffee für Herrn Althofer.
08:24Koffein, Frau.
08:25Auch das. Für mich bitte mit allem.
08:29Ja, wissen Sie, es ist mir selten passiert in meinem Leben, dass mein Riecher mich an der Nase rumgeführt hat.
08:38Pfff. Tolle Formulierung. Sollte ich mir patentieren lassen. Bitte setzen Sie sich da.
08:46Also, ich muss zugeben, in Ihrem Fall habe ich völlig falsch gelegen.
08:53Ach ja.
08:54Ich habe Ihnen einen Köder ausgelegt, letzte Woche bei der Sitzung. Aber Sie haben mich angebissen.
09:02Ich verstehe nicht.
09:03Na, die Quartalsbilanz mit den Gewinnen pro Aktie.
09:06Ich wäre jedem Wetter eingegangen, dass Sie sofort Ihren Bäcker anrufen, diesen Dings da.
09:13Und alle Kohle im Familienfonds auf Althofer setzen.
09:17Vor Veröffentlichung der Zahlen.
09:21Aber dann ist ja der Kurs bis Börsenschluss um zwei Punkte gefallen, was nur heißen kann, dass Sie Ihr Insiderwissen
09:30für sich behalten haben.
09:33Tut mir leid, wenn sich Ihr Riecher schon wieder täuscht. Genau das hatte ich vor.
09:38Und dass ich es nicht getan habe, liegt nicht an meiner Charakterstärke. Die hört bei Beträgen um die 560 nämlich
09:43auf.
09:44Sondern?
09:44Sondern meiner ehemaligen Lebensgefährtin und an meiner Pumpe. Aber ich will, dass Sie nicht weiter ausbreiten.
09:52Ich bin eigentlich gekommen, um zu kündigen. Ich werde ab sofort nicht mehr für Althofer arbeiten.
09:58Herr Althofer, jetzt machen Sie doch keinen Unsinn. Was soll Sie denn machen? Für die Konkurrenz arbeiten?
10:03Oh, da herrscht ein raures Klima. Da nutzt Ihnen Ihr Name gar nichts.
10:08Oh doch. Der Name wird mir sogar sehr viel nützen. Und jetzt muss ich leider.
10:15Ich habe Sie immer für cleverer gehalten als Ihren Bruder.
10:18Oh Gott, Herr Althofer. Ausgerechnet jetzt, wo es erst richtig losgeht. Und wo wir jeden Mann brauchen.
10:26Ihre Tochter macht das sehr gut. Und soviel ich weiß, hat sie schon einen Ersatzmann im Auge.
10:30Ach, das ist doch Blödsinn. Das war doch nur für den Fall, dass Ihr Gesundheitszustand sich rapide verschlechtert.
10:35Herr Mayerbär, als mein Vater je noch saß, als Chef der Firma, das war schon schwer genug.
10:42Jetzt habe ich zwei Väter, sozusagen. Und das sind zwei zu viel. Aber danke, Ihr Vertrauen ehrt mich.
10:48Und ich denke, unsere Wege werden sich noch häufiger kreuzen, als Ihnen lieb sein dürfte.
10:53Was haben Sie vor?
10:56Ich bin cleverer als mein Bruder, Herr Mayerbär.
10:59Ja, ich behalte meine Karten, die beim Hermen.
11:10Ach, du bist hier. Ähm, sag, kann ich nicht kurz sprechen? Ich muss noch schnell hoch zu meinem Vater.
11:16Nicht nötig. Du bist mich los. Ich habe meinen Job gerade zur Verfügung gestellt, wie man so sagt.
11:21Ach. Und warum auf einmal? Ich dachte, Vater wollte sich bei dir entschuldigen.
11:24Vergiss es, Birgit. Es ist für uns alle das Beste. Dann hast du und Lena endlich freie Bahn.
11:32Ja, weißt du denn, was los ist mit deinem Herzen?
11:34Die Ärzte meinen, das kann jedem passieren. Arithmin.
11:38Ich habe beschlossen, es zu ignorieren. Also, ich rufe dich an nächste Woche, dann können wir die Übergabe machen.
11:42Kundenlisten, Kontakte, etc.
11:44Ähm, Moment, aber am Anfang der Woche, weil am Donnerstag muss ich mit Lena nach New York zum Annual Fashion
11:50Award von Newcomers.
11:51Ich glaube, Lena hat eine echte Chance, den Preis zu gewinnen.
11:54Gratuliere.
11:55Ja, dann alles Gute.
11:57Keine Sorge, ich fall immer wieder auf die Füße, im Gegensatz zu Roland. Der fällt immer auf die Schnauze.
12:02Hm.
12:03Hm.
12:06Hm.
12:06Hm.
12:08Hm.
12:08Hm.
12:12Hm.
12:23Morgen, Frau Schongel.
12:25Morgen.
12:26Schöner Tag heute, hm?
12:28Na ja, ein bisschen sehr turbulent für meinen Geschmack.
12:32Schon gut.
12:34Gehen Sie ruhig rein, der Doktor ist drin, aber ihr Vater erwartet Sie.
12:37Ja Mädchen, wo bleibst du denn?
12:39Hier geht alles drunter und drüber und bald und bald keiner vom Wohl da.
12:43Ja, ich hab schon gehört, Felix geht, aber damit hab ich gerechnet und vorgesorgt, also kein Rund zur Panik.
12:49Erzähl's hier, Wilfried.
12:53Sagt Ihnen der Name WNB, sagt Ihnen der Name WNB etwas?
12:57Nein, sollte er?
12:58Nein, ich musste mich auch erst kundig machen.
13:01Die Wasserburger Nähbetriebe sind ein mittelständisches Unternehmen etwa unserer Größe und die stehen heute so da wie Althofer vor zwei
13:10Jahren, nämlich kurz vorm Haus.
13:12Heute früh hat der Alleininhaber der Firma, Direktor Hausmann, angerufen und uns ein Angebot unterbreitet.
13:21Und ein verdammt gutes Angebot.
13:24Mir wäre es schön blöd, wenn wir da nicht zuschauen würden.
13:27Hm, und das wäre?
13:31Übernahme sämtlicher Verbindlichkeiten und 50% der Bankschulden.
13:35Dann gehört der Laden uns.
13:36Mit Mann und Maus und mit der modernsten Maschine.
13:40Ja, das heißt, ihr wollt die Näherei jetzt doch nicht hier.
13:43Wir müssen uns das natürlich alles erstmal anschauen.
13:46Ich fahre heute Mittag hin. Wenn Sie möchten, können Sie sehr gerne mitkommen.
13:49Birgit, wir haben das mal über den Daumen gepeilt.
13:52Wenn das hinhauen sollte, dann sparen wir Millionen.
13:56Kannst du schweigen von der Zeit, die es dauern würde, hier alles einzurichten und personell zu besetzen?
14:01Und Wasserburg liegt so zusammen um die Ecke.
14:05Na schön, wann wollen Sie denn los?
14:07Etwa in einer halben Stunde.
14:09Direktor Hausmann hat mich zum Essen in die alte Mühle eingeladen.
14:13Gut, dann bist du.
14:15Willst du mich auch mitkommen?
14:16Ja, liebend gern, aber ich bin mit Wilhelm verabredet.
14:19Häng dich mal.
14:21Damit er nicht durchdreht, wenn jetzt auch noch Felix der Firma seines Vaters den Rücken kehrt.
14:28Ich hätte gern ein Taxi vorbestellt.
14:3115 Uhr, Firma Althofe an der Pforte.
14:35Moment, ich hätte gern den Fahrer vom letzten Mal, er kennt den Weg.
14:38Sein Name war Bruno oder so ähnlich.
14:42Ja, genau, Bernd.
14:44Können Sie das arrangieren?
14:45Ja.
14:46Der Name ist Seiler.
14:49Vielen Dank.
14:51Äh, also jetzt kapiere ich gar nichts mehr, Frau Michel.
14:53Was soll das?
14:54Ich brauche kein Taxi.
14:56Aber ich.
14:58Sagen Sie, ist Lena im Haus?
15:00Ähm, vorhin war sie noch im Callcenter, aber vielleicht ist sie jetzt drüben im Studio.
15:04Das hier ist die Wochendispo für Lina und Frau Meierbeer.
15:08Mit allen Telefonnummern.
15:09Viel Spaß.
15:19Was?
15:39Vater?
15:41Ja?
15:43Sag mal, wie siehst du denn aus?
15:46Wie eine lebende Waschmittelreklame.
15:48Ich putze den verdammten Vogelkiff.
15:51Ich mache bitte die Tür zu, da haut sie uns ab.
15:53Dieser Vogel hat nämlich einen Vogel.
15:55Ich habe nur fünf Minuten Zeit.
15:57Ich muss heute noch nach Leipzig, Tournee.
16:00Und Florian?
16:01Das ist bei Lena und Angela.
16:03Keine Angst, Mutter würde ich das nie zumuten,
16:05eine Woche lang babysitten.
16:06Kannst du das für mich aufbewahren?
16:08Und was ist das?
16:10Für den Fall, dass mir etwas zustoßen sollte.
16:15Testament, Cornelia.
16:16Andreas weiß nichts davon.
16:17Ich war beim Notar in München.
16:18Der hat auch eine Kopie.
16:20Also ehrlich, Cornelia.
16:21Wenn du das nicht willst,
16:23dann fliegst du eben nicht und fährst mit der Bahn.
16:25So lange kann ich ja nicht wegbleiben.
16:27Und Andreas freut sich doch schon so.
16:29Seit er fliegt ist er ein völlig anderer Mensch.
16:32Also.
16:34Jetzt schau nicht zu.
16:35Ich habe keine Angst, wirklich.
16:39Ich finde, jeder sollte so etwas machen, so ein Testament.
16:42Da steht auch drin, was man tun sollte,
16:44wenn ich einmal nicht in der Lage sein sollte,
16:45selbst zu entscheiden.
16:47Papst.
16:49Als du damals den Schlaganfall hattest,
16:51da wären wir alle froh gewesen,
16:52so etwas zu haben.
16:53Ja, du hast ja recht, aber trotzdem.
16:57Ich muss jetzt.
16:58Aber wenn ich zurück bin,
16:59dann machen wir mal Ferien bei dir, Florian und ich.
17:01Ja?
17:02Oder ich vielleicht bei euch in Grünwald.
17:06Ich könnte deinen Urlaub gut gebrauchen.
17:08Von der Männerwirtschaft mit Felix.
17:10Auch recht.
17:11Da habe ich wenigstens meinen Flügel und kein Üben.
17:13Also, tschüss.
17:15Tschüss.
17:16Und schalt den Fernseher ein.
17:18Drittes Programm.
17:19Sicher.
17:21Ja, komm ja schon.
17:33Mitverdienen, dass ich nicht lache.
17:37Bei allen Geschäften, die ich bisher mit Ihnen gemacht habe,
17:39sind kaum die Unkosten und Spesen rausgesprungen.
17:41Aber bitte.
17:43Ich höre.
17:44Vergessen Sie es.
17:45Außerdem brauche ich dazu keinen Ex-Banker.
17:47Geld habe ich ja.
17:49Ich brauche einen Anwalt.
17:52Gebrauchsmusterschutz, Urheberrecht und so weiter.
17:54Eine Erfindung?
17:56Besser.
17:56Aber wie gesagt.
17:57Ach, Herr Althofer.
17:59Der Roman von meinem Bruder hat mich draufgebracht.
18:02Nach dem Motto, was der kann, kann ich nur allemal.
18:04Wie, Sie wollen auch noch unter die Dichter gehen?
18:07Nein.
18:09Jetzt überlegen Sie doch mal.
18:11Wenn dieses Machwerk je einen Verleger findet, warum wird das dann wohl drucken?
18:16Wegen der unsterblichen Prosa, die Roland im Rotweindusel absondert doch nicht.
18:20Sondern?
18:21Weil er auspackt.
18:23Skandal in der Augsburger Society.
18:26Warm, aber nicht heiß.
18:28Vielleicht sagen Sie schon.
18:30Wegen seines Namens.
18:32Althofer ist ein Begriff.
18:35Nicht zuletzt dank Lena Czerny.
18:37Und?
18:38Ich heiße zufällig auch Althofer.
18:51Dr. Arnulf Kramer, wie soll das sein?
18:56Hier.
18:58Das nimm schon.
19:00Sag doch.
19:01Ein Literaturagent.
19:02Ich habe mal einen Heiratsantrag gemacht, um mir verziehen, dass ich Nein gesagt habe.
19:06Ich hätte mich fragen sollen, selber schuld.
19:08Ach, Rune, das ist doch schon lange her.
19:11Ist auch nicht so schlimm.
19:13Auf deinen Roman und darauf, dass er ein Erfolg wird.
19:28Heirate mich.
19:31Bist du betrunken?
19:34Das ist erst mal ein zweites Glas.
19:35Also?
19:37Auch wenn dieser Roman nie erscheinen wird und wenn ich nie zu etwas brechen werde.
19:44Warum, Roland?
19:45Wir haben es doch auch so schön miteinander.
19:47Weißt du?
19:49Das ist wie, wenn man ein Buch zuklappt, das man zu Ende gelesen hat.
19:53Das dann die ganze Vergangenheit bewältigt ist.
19:57Deine und meine.
19:59Verstehst du, was ich meine?
20:00Und jetzt wird ein neues Buch aufgeschlagen.
20:05Und wie soll das Buch heißen?
20:08Silke und Roland.
20:11Sag ja.
20:13Unter einer Bedingung.
20:15Ja?
20:17Das Buch spielt nicht in Griechenland.
20:20Sondern?
20:23Ich will nach Hause.
20:27Gut.
20:28Aber die Hochzeit feiern wir hier, im Dorf.
20:31Mit allen Leuten, drei Tage lang.
20:33Da bist du raus.
20:36Okay.
20:37Danke.
20:48Wo gehst du hin?
20:50Ich dachte, du bist mit Bernd an der Pforte verabredet.
20:52Zu meinem Wagen, wegen dem Koffer.
20:54Ach, du hast deinen Führerschein wieder?
20:55Schon lang.
20:56Aber Bernd fährt mich doch so gern.
20:58Dazu hat er jetzt ausreichend Gelegenheit.
21:01Findest du es nicht doof?
21:02Quatsch.
21:03Ich finde es genial.
21:04Die Idee hätte von mir sein können.
21:05Ja?
21:06Ein bisschen Ideenreichtum, was deine Männer betrifft, könnte dir auch nicht schaden.
21:10Na gut.
21:11Im Augenblick habe ich keinen.
21:13Aber ich habe trotzdem Familie.
21:14Ich habe Angela, Birgit.
21:17Dann habe ich jetzt eine Woche den Florian.
21:18Dann den Hund nicht zu vergessen.
21:19Das ist keine Familie.
21:20Das ist ein Wanderzirkus.
21:22Soll ich dir helfen?
21:23Danke.
21:24Der hat Rollen.
21:25Also, drück mir die Daumen.
21:28Ja, Moment.
21:29So geht es aber nicht.
21:31Also, ich wünsche dir die schönste, die faulste und wunderbarste Woche deines Lebens.
21:36Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie ich sie ohne dich überstehen soll.
21:39So, und jetzt komm her und sei nicht immer so verdammt cool.
21:44Du schaffst es noch, dass ich mir mein Make-up rühne hier.
21:47Also, mach es gut und lass dich von keinen fremden Männern anquatschen.
22:03Frau Michel!
22:05Ja, wie? Urlaub?
22:08So Gott will.
22:09Sagen Sie, wie spät ist es auf Ihrer Uhr?
22:11Auf meiner ist es zwei Minuten vor drei.
22:13Zwei Minuten nach drei.
22:15Soll ich Ihnen ein Taxi rufen?
22:16Nein, nicht nötig.
22:17Da könnte es sein.
22:27Was soll denn das weiter?
22:28Würden Sie bitte das Gepäck einladen?
22:33Na los, worauf warten Sie noch?
22:46Und? Wohin?
22:48Das Flugzeug ist doch längst weg.
22:49Jetzt fahren Sie schon.
22:51Nicht ruhig.
22:52Hör auf, ja?
22:54Sie sollen fahren.
22:55Sonst lass ich mir ein anderes Taxi kommen.
23:19Wieso nicht?
23:20Ich kann fahren, wohin ich will.
23:22Oder nicht?
23:23Venedig? Sag mal, spinnst du?
23:25Klar, fahren wir mal kurz nach Venedig.
23:28Wir lassen die Uhr laufen. Ich zahl das.
23:31Da kann dein Chef doch nichts dagegen haben.
23:33Es ist doch schnurzegal, ob du die Kohle zehn Euroweise in Augsburg zusammenkarrst
23:36oder mit einem Stich nach Venedig.
23:39Oder?
23:40Oder?
23:42Und dann?
23:43In Venedig gibt's keine Straßen, soviel ich weiß.
23:46Oder soll ich dich mit meiner Karre den Kanale Grande hoch- und runtergondeln,
23:50dass was auf die Uhr kommt, oder was?
23:51Bernd, du verdienst im Durchschnitt am Tag zwei bis dreihundert Euro.
23:56Ja, und falls noch was fehlen sollte, den Rest buttere ich zu.
23:58Das kommt uns billiger als Florida.
24:01Ich und Dela, wir haben das zusammen ausgerechnet.
24:04Oh Mann, mein Chef, der reißt mir den Kopf ab.
24:08Der geht nicht viel verloren, solange er dir nichts anderes abreißt.
24:12Ach komm, Berndchen, hm?
24:15Vergiss deinen Chef. Denk nur an mich.
24:19Na los, steig ein.
24:21Und wenn du auf die Tube drückst, dann können wir gegen Abend da sein.
24:26Hotelpension Jolanda.
24:27Direkt neben dem Danieli mit Blick auf den Markusplatz.
24:30Erst muss ich meinen Chef anrufen.
24:32Gern, hinter Salzburg.
24:33Na los, ab geht die Post.
24:43Und das Schönste ist, ich kann das ganze Geschäft praktisch von zu Hause aus betreiben.
24:47Ohne große Umbauten und Personal.
24:49Eine Mette Sekretärin müssen es und ein PC.
24:52Die Ware geht ab Lager vom Hersteller direkt zum Händler.
24:56Jetzt zeigen Sie schon was.
24:57Ist doch genial.
24:58Ja, und der Vertrieb?
25:00Ich lasse natürlich die gesamte Kundenkartei von Althoffer Fashion mitgehen.
25:03Das ist ja wohl klar.
25:04Und die meisten Kunden kenne ich persönlich.
25:06Anruf genügt.
25:08Jetzt gucken Sie nicht so pessimistisch.
25:09Da kann nichts, aber auch gar nichts schief gehen.
25:13Man müsste das durchrechnen.
25:14Und vor allem, man muss das rechtlich klären.
25:16Falls Ihnen Ihre Familie Scherach einmachen will, muss das hieb- und stichfest sein.
25:20Das ist Ihr Job.
25:22Und natürlich, ein paar Geldgeber wären auch nicht schlecht.
25:25Ich will mich nicht bis aufs Hemd ausziehen müssen.
25:28Also, einverstanden?
25:31Ich sollte mich auf meinen Geisteszustand untersuchen lassen.
25:35Warum gehe ich Ihnen immer wieder auf den Leib?
25:38Ich bin ein guter Verkäufer.
25:40Seien Sie froh, dass Sie keine Frau sind.
25:42Herr Althoffer.
25:45Und bitte, das Ganze ist top secret, bis ich den Gebrauchsmuster-Schutz habe.
25:51Und wie soll die Firma heißen?
25:53Althoffer Design.
25:56Was sonst?
26:14Na los, hopp.
26:15Wink auch mal.
26:16Genau, vielleicht sieht die Mami uns ja.
26:23So.
26:26War ein langer Spaziergang, hm?
26:29Schnell wieder nach Hause.
26:31Sonst stimmt doch die Lena mit uns.
26:50Nein, nein.
26:52Ich bin da ja ganz Ihrer Meinung.
26:53Das Einzige, was mich stört, sind die hohen Bankverbindlichkeiten.
26:56Mit denen kann man sich ja reden.
26:5850 Cent pro Euro oder 30 sind immer noch mehr als gar nichts.
27:02Kommen Sie doch mit hoch?
27:03Nein, ich will das gleich Lena erzählen.
27:05Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als mich für die anregende Begleitung zu bedanken.
27:09Bitte schön.
27:10Ganz meinerseits.
27:11Sehr schade, dass wir nicht noch ein bisschen mehr Zeit hatten.
27:13Ich wäre gern noch ein bisschen durch Wasserburg gelaufen.
27:15Vielleicht das nächste Mal.
27:22Lena!
27:39Das ist, glaube ich, deine Ex.
27:45Hallo, Birgit?
27:48Roland, hallo.
27:49Wo bist du?
27:49In Deutschland?
27:51Nein, ich rufe auch nur an, weil ich...
27:54Sag mal, wo ist denn Lena?
27:55Ich dachte, die wohnt jetzt in der Villa.
27:56Ja, aber ich auch wieder.
27:58Es ist gut, dass du dich mal meldest.
27:59Hier gibt es die wildesten Gerüchte.
28:01Du schreibst einen Roman?
28:02Ja, Roman.
28:03Roman ist zu viel gesagt.
28:04Das ist eher so eine Art Bestandsaufnahme oder ein Tagebuch, wenn du so willst.
28:09Tagebuch?
28:10Du nennst doch wohl keine Namen, oder?
28:12Sag mal, können wir das Thema wechseln?
28:15Ungern.
28:15Was gibt's denn?
28:17Ich bräuchte ein paar Papiere.
28:20Geburtsurkunde, Scheidungsurteil und so weiter.
28:21Das müsste alles in einem alten Schiffskoffer sein, auf dem Speicher.
28:23Wieso ist dein Pass abgelaufen, oder was?
28:26Dazu brauchst du doch kein Scheidungsurteil.
28:28Nein, ich, ähm...
28:31Ich werde wieder heiraten.
28:35Hallo, Birgit?
28:36Birgit?
28:41Heiraten?
28:42Ja, wen denn diese...
28:47Diese?
28:48Ja.
28:50Silke Regler.
28:51Und jetzt überleg dir bitte genau, was du sagst, sonst lege ich auf und frage Vater,
28:55ob er mir die Sachen schickt.
28:56Das geht genauso.
28:58Ja, du musst wissen, was du tust.
29:00Das geht mich auch nichts an.
29:02Wo soll ich die Sachen hinschicken?
29:05Postlager.
29:052, 4, 6, 3, 8.
29:08Verdikia, Griechenland.
29:08Hast du das?
29:09Mhm.
29:11Ja.
29:14Ja, ähm...
29:15Und wie geht's sonst?
29:17Äh, ja, ganz gut.
29:19Bis vor einer Minute.
29:21Dann ist es wohl besser.
29:21Wir legen auf.
29:23Danke.
29:23Bitte.
29:24Ach, und schickt die Sachen bitte per Eilboden.
29:40Hallo, Herr Doktor.
29:42Tag.
29:42Äh, wissen Sie, wo Frau Czerny ist?
29:44Im Atelier meldet sich niemand.
29:45Sekretarier Adesani besetzt.
29:47Sie ist im Callcenter, glaube ich.
29:49Ja, und Frau Michel ist heute in Urlaub gefahren.
29:51Und ich bin eigentlich ihre Vertretung.
29:53Aber ich muss zum Arzt.
29:55Ah, ja.
30:02Himmel normal, das hält man auch im Kopf nicht aus.
30:04Dann versuch's halt später nochmal.
30:05Aber die müssen das morgen unbedingt haben in Barcelona.
30:08In einer Stunde muss ich Nathalie von der Therapie abholen.
30:12Aber naja, dann nehm ich die zu dem hin nach Hause und versuch's von da.
30:15Läuft die Therapie gut?
30:17Hast du's nicht gesehen?
30:18Sie hat zwei von zugenommen.
30:19Außerdem ist sie viel fröhlicher und ausgeglichener.
30:21Fällt's nicht auch?
30:23Ich hab sie leider seit Tagen nicht gesehen.
30:25Na, wer sagt's denn?
30:26Jetzt endet er.
30:29Herr Doktor, wie komm ich zu der Ehre?
30:33Entschuldigen Sie, dass es nicht geklappt hat heute früh mit unserem Termin.
30:35Ach, scheiße.
30:36Jetzt bin ich schon wieder rausgeflogen.
30:39Entschuldigung, aber...
30:40Wir versuchen seit heute Morgen die letzten Modelle nach Barcelona zu melden.
30:43Sie können sich gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, wenn wir endlich die Fertigung
30:46hier vor Ort haben.
30:47Ach, Frau Meierbeer hat Ihnen noch nichts gesagt?
30:50Nein, was?
30:52Vielleicht können wir uns irgendwo unter vier Augen unter...
30:54Bitte sagen Sie jetzt nicht, dass es nicht klappt.
30:56Nein, nein, nein.
30:58Nur nicht ganz so, wie wir uns das angedacht haben.
31:01Vielleicht da hinten?
31:02Uwe, vielleicht stimmt hier was mit der Leitung nicht.
31:04Versuch's mal in Waldrotzbüro.
31:11Also, wie meinen Sie das, nicht ganz so?
31:14Was würden Sie denn davon halten, wenn Sie die Fertigung nicht erst in einem halben
31:17Jahr hier in Deutschland hätten, sondern schon in ein, zwei Minuten?
31:21Ich wäre restlos begeistert.
31:23Aber das geht ja nicht so schnell.
31:25Maschinen, Umbauten, Personal...
31:27Doch.
31:27Mit etwas Glück und gehörigem Druck wäre das zu schaffen.
31:31Und noch dazu rund um die Hälfte billiger.
31:32Sie müssten nur einen kleinen Schönheitsfehler in Kauf nehmen.
31:34Ich hab's geahnt. Und der wäre?
31:36Die Fertigung ist nicht hier auf dem Gelände, sondern in Wasserburg.
31:40Das ist mit dem Auto knapp zwei Stunden von hier.
31:42In Wasserburg?
31:44Wenn Sie heute Abend nichts anderes vorhaben, dann würde ich Sie gerne mal hinfahren.
31:49Kleiner Ausflug ins Grüne.
31:51Mit Stadtbesichtigungen.
31:52Abendessen inklusive.
31:54Naja, also ich hab eigentlich den kleinen Sohn von Cornelia zu Gast.
31:57Aber vielleicht krieg ich Angela mal dazu, einen Abend zu Hause zu bleiben.
32:02Warum ausgerechnet Wasserburg?
32:03Lassen Sie sich überraschen.
32:06Frau Meierbär jedenfalls, sie ist Feuer und Flamme.
32:10Also, klären Sie das doch.
32:12Und falls ich nichts anderes höre, dann hole ich Sie in einer Stunde von der Villa ab, ja?
32:14Ja, gut, das müsste ich schaffen.
32:17Bis später.
32:20Das ist ein wenig.
32:30Das ist ein wenig.
32:33Das ist ein wenig.
33:06Das ist das Ende des dritten Satzes.
33:09Zu lange wirst du doch noch warten können.
33:11Vergiss deine Tochter.
33:14Mädchen machen keinen Krabbeln, aber Söhne machen Krabbeln.
33:17Und besonders deinen.
33:19Felix?
33:22Felix hat mir heute im Büro kaltgerechnete Kreppel hingeschmissen.
33:28Das konnte ich ihm nicht verdenken.
33:30Nach dem Vertrauensbeweis, den du ihm entgegengebracht hast.
33:33Ich habe mich in aller Form bei ihm entschuldigt.
33:36Und sowas fällt mir, weiß Gott, nicht leicht.
33:38Aber er hat gesagt, er hätte was lukrativeres vor.
33:44Lukrativer?
33:46Was?
33:47Das würde ich brennend gerne wissen.
33:50Es hat mir überhaupt nicht gefallen, wie er dabei gelächelt hat.
33:54Wilhelm, vielleicht sagt er dir, was er vorhat.
33:58Felix hat mich in seinem ganzen Leben nicht nach meiner Meinung gefragt.
34:02Warum sollte er jetzt damit anfangen?
34:05Außerdem bin ich froh, dass es ihm besser zu gehen scheint.
34:08Darf ich jetzt, Hilda?
34:10Bitte.
34:10Bitte.
34:15Vielen Dank.
34:44Kornelia Althofer mit der Sonata Nummer 3, Infos 58 von Frédéric Chopin, im Saal des Alten Rathauses Leipzig.
34:52Frau Althofer wird ab nächstem Jahr die Schirmherrschaft dieser so verdienstvollen Organisation übernehmen.
34:58Weißt du, Papa da ist?
34:59Nein, er ist bei Wilhelm. Er wollte zwar vor der Übertragung von Kornelias Konzert hier sein, aber du weißt ja,
35:04wie dein Vater ist.
35:05Meine Damen und Herren, ich möchte Ihnen gerne eine Geschichte aus meinem Leben erzählen.
35:09Was ist los? Kann ich dir helfen?
35:18Roland will wieder heiraten und ich brauche seine, seine Geburtsurkunde.
35:23Die Scheidungspapiere habe ich, aber die Geburtsurkunde hast du vielleicht.
35:27Wen, ich meine, wen will er denn?
35:31Dreimal darfst du raten.
35:33Sag bloß, der will diese unmögliche Person heiraten.
35:36Wie, du kennst sie?
35:38Ja, ich bin in die Bar gegangen und habe sie mir angesehen.
35:42Hört denn das nie auf mit dem Jungen.
35:44Ja, seit seiner Geburt gibt es nur Hiobsbotschaften.
35:47Entweder Katastrophen oder Peinlichkeiten.
35:49Und jetzt will er noch zu allem Überfluss dieses Tripperin heiraten.
35:52Wer weiß, was noch alles kommt.
35:54Roland hat einen Roman geschrieben.
35:57Einen Roman?
35:59Eine Bestandsaufnahme seines Lebens, sagte er.
36:02Das muss ja ein sehr erregendes Buch sein.
36:06Weißt du, Birgit, manchmal denke ich, es ist gut, dass du keine Kinder hast.
36:09Und keinen Mann.
36:11Ja, wenn es auf der Welt nur Frauen gäbe, dann würden wir wahrscheinlich wie im Paradies leben.
36:16Sag mal, hast du jetzt die Geburtsurkunde?
36:19Willst du gleich wieder gehen?
36:20Ja, ich muss, glaube ich, nochmal in die Firma.
36:22Bitte, kannst du kurz nachschauen?
36:24Ja, gut.
36:26Aber setz dich so lange, das kann dauern.
36:35Die Ärzte haben mir sehr wenig Hoffnung gemacht, meine Hand je wieder benutzen zu können.
36:42Geschweige denn, ein Konzert geben zu können.
36:46Aber wie sie sich nun selbst davon überzeugen konnten,
36:49und es gibt keine hoffnungslosen Fälle.
36:58Auch wenn der Körper vielleicht einmal nicht mehr kann,
37:03die Seele und der Verstand in diesem Körper, die können.
37:07Mithilfe dieser Organisation und dank ihrer...
37:11Birgit!
37:12Dankeschön.
37:13Applaus
37:25Bein ist keiner da.
37:28Wodka hätte ich noch.
37:30Oder ein Meierbier.
37:33Bier ist okay.
37:41Gemütliches Büro.
37:42Da kann man nichts sagen.
37:44Naja, so bleibt es natürlich nicht.
37:46Da kommt ein Schreibtisch hin und der Computer alles vom Feinsten versteht sich
37:49und das Schlafzimmer wird mein Büro.
37:52Dann wo schläfst du?
37:53Bei Vater oder im Gästezimmer.
37:56Und warum hier nicht in München?
37:58Es wäre doch viel besser und macht mehr her als dieses Dorf.
38:01Ich brauche die Augsburger Adresse.
38:04Althofer Design Augsburg.
38:05Also, was meinst du?
38:09Willst du den Job?
38:12Kommt drauf an.
38:14Was zahlst du?
38:16Wie viel willst du?
38:19Tausend mehr als ich zuletzt hatte.
38:21Und ich will nicht Sekretärin sein.
38:23Das klingt so poplich.
38:25Du gehst aber ran.
38:27Und was willst du dann sein?
38:29Der Titel Chef ist allerdings schon weg.
38:31Assistentin der Geschäftsleitung.
38:33Okay. Abgemacht.
38:37Trinkst du nichts?
38:39Lieber nicht.
38:40Seit ich die zwei Liter Kaffee pro Tag weglasse und den Alkohol, bin ich okay.
38:44Toi, toi, toi.
38:45Na dann, auf unsere Firma.
38:49Sag mal, was macht die Firma eigentlich?
38:52Design?
38:54Accessoires zur Mode von Althofer Fashion.
38:58Uhren, Parfum, Handtaschen, Gürtel, Feuerzeuge.
39:00Alles.
39:01So wie die anderen Modehäuser auch.
39:03Wie geht denn das?
39:04Die machen dir doch einen Prozess.
39:05Na und?
39:06Ich heiße Althofer, oder?
39:08Und ich kann meinen Namen auf alles drucken, wenn ich will.
39:30Licht brennt, Birgit ist noch wach.
39:33Tja, kommen Sie doch noch mit rauf auf den Drink.
39:39Nee, es ist heute sehr viel liegen geblieben.
39:41Ich schaffe das lieber gleich noch weg.
39:43Um die Zeit stört einen keiner.
39:45Naja, vielen Dank.
39:46Es war ein sehr aufschlussreicher Abend.
39:49Auch was Sie betrifft.
39:50Ah ja?
39:51Und zu welchem Schluss sind Sie gekommen?
39:54Also diese Firma, die habe ich ja nur von außen gesehen.
39:56Aber ich habe Sie besser kennengelernt.
39:58Und mal wieder festgestellt, dass Menschen im Büro immer mit einer Maske rumlaufen.
40:02Ich auch.
40:04Mit dem Unterschied, ich bin Konfektionsware von der Stange und Sie sind ein exklusives Modell.
40:09Beide sind aus dem selben Stoff, oder?
40:12Gute Nacht.
40:14Gute Nacht.
40:18Ach, ähm, ich mache morgen gleich einen Termin mit Direktor Hausmann, ja?
40:22Aber erst gegen Abend wieder, ja?
40:24Ja, früher kann ich auch nicht.
40:26Dann bis morgen.
40:27Bis morgen.
40:47Da bist du ja.
40:48Wo bleibst du denn?
40:50Birgit.
40:52Warum weinst du denn?
40:53Was ist denn los?
40:57Roland hat mich angerufen.
41:00Er erratet wieder, diese blöde Stripperin.
41:04Ich weiß ja auch nicht, warum mich das so mitnimmt.
41:07Eigentlich kann mir das total egal sein.
41:10Weißt du, eigentlich war ich noch nie so glücklich wie mit dir und in diesem alten Haus und mit unserer
41:15Arbeit.
41:17Oh, nee.
41:18Du arme.
41:24Aber es ist schön, dass du wieder da bist.
41:26Mir geht es schon viel besser.
41:30Ich war mit Holzknecht in Wasserburg.
41:32Hat Angela nichts ausgerichtet?
41:34Nee, sie war auch schon im Bett, als ich von Hedda gekommen bin.
41:39Was sagst du denn dazu?
41:40Ist doch eine gute Idee, oder?
41:42Ja, also ich hätte schon lieber alles hier.
41:46Aber wenn ich dann schneller und früher produzieren kann, dann soll es mir recht sein.
41:52Was machen wir denn jetzt mit dir?
41:54Sollen wir nicht schlafen gehen?
41:55Morgen ist ja auch noch ein Tag.
41:58Wo ist denn der Kleine?
42:00Bei Angela?
42:02Lena.
42:07Ich muss dir was sagen.
42:08Aber du darfst mich nicht auslachen.
42:14Lena, ich hab dich wahnsinnig gern.
42:18So gern, dass ich manchmal fast Angst habe, dass es sich vielleicht ändern könnte.
42:24Was soll dich denn daran ändern?
42:27Ich brauche auch jemanden, auf den ich mich verlassen kann.
42:31Und irgendwie...
42:33...gehören wir zwei doch zusammen, oder?
42:35Ja.
43:03Das war's.
43:07Das war's.
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