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KurzfilmeTranskript
00:28Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:35Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:17Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:25Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:51Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:20Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:37Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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03:03Untertitelung des ZDF für funk, 2017
03:23Untertitelung des ZDF für funk, 2017
03:24Untertitelung des ZDF für funk, 2017
03:26Untertitelung des ZDF für funk, 2017
04:12Herr Kunt,
04:15Was gibt's, Herr Walz?
04:16Haben Sie mit Emma geredet?
04:17Nein, aber ich hab Sie heute Abend zu unserem Treffen eingeladen, bei Bruno.
04:20Und Sie kommen am besten auch mit.
04:22Was denn für ein Treffen?
04:23Sie sind nicht der einzige Lottogewinner, der nicht weiß, wie man mit Geld umgeht.
04:27Ja, Raten abstottern ist eben einfacher, als Geld zu verwalten.
04:30Ich weiß, was ich mit der Kohle machen würde.
04:32Die Schnellreinigung am Bahnhof ist zu verkaufen.
04:34Aber Emma ist ja stur wie ein Bock.
04:36Heute Abend, Herr Walz, nicht jetzt.
04:38Verdammt.
04:58Wann das Ganze über die Bühne gehen kann, hängt von der Unternehmensbewertung durch die Kommission ab.
05:03Aber wie ich von Felix gehört habe, dürfte es da keine Probleme geben, oder Felix?
05:07Tja, wenn Althofer die noch ausstehenden Rechnungen etwas nach unten korrigiert ist, Lena, mit ihrem Laden in der Gewinnzone.
05:13Und das nach so kurzer Zeit.
05:15Schon erledigt. 20 Prozent dürfte er reichen.
05:18Also mir ist das alles zu hoch. Muss ich überhaupt dabei sein, heute Mittag?
05:22Kannst mir auch eine Vollmacht geben.
05:23Hat sich denn endlich Vater gemeldet?
05:25Soll das heißen, dass du ihn noch nicht erreicht?
05:27Ich hab's gestern und heute den ganzen Morgen versucht.
05:30Glaubst du, Lena hat ihn wieder rumgekriegt?
05:33Wie denn? Sie weiß ja von nichts.
05:35Und wenn? Eine Aktiengesellschaft kann doch nur in ihrem Sinne sein.
05:38Genau. Fashion Factory AG klingt doch gut.
05:41Wenn es so ist, warum dann diese Verschwörung?
05:44Kannst du nicht mal nach den Kleinen schauen?
05:46Florian Zahnt. Frau Schirmer ist bei ihm.
05:49Das ist keine Verschwörung. Nur eine Vorsichtsmaßnahme.
05:53Bei Lena weiß man nie. Und ich will sie nicht kopfscheu machen. Das ist alles.
05:58Der einzige Unterschied ist, dass eine Aktiengesellschaft sich das Kapital von den Anlegern besorgt, statt von den Banken.
06:04Und dieses Kapital kann der Vorstand dann entsprechend den Empfehlungen des Aufsichtsrates investieren.
06:09Zum Beispiel in Althofer. Das Konstrukt ist gut gedacht.
06:15Und der Aufsichtsrat sind wir.
06:17So ist es.
06:20Und somit haben wir die Stimmenmehrheit und die Fashion Factory wieder im Griff.
06:27Ziemlich gemein.
06:28Na sagen wir, irgendwo hört die Liebe auf und der gesunde Geschäftsinn fängt an.
06:33So wie Lena loslegt, das kann nicht gut gehen auf Dauer.
06:36Roland, kannst du mal bitte versuchen, einen Vater zu erreichen?
06:38Ja.
06:40Gott, der Junge kann einmal wirklich die letzte Nerv rauben.
06:44Warum sind Männer immer so wehleidig?
06:46Oh.
06:47Die sind eben sensibler als Frauen.
07:16Das ist ja gut.
07:17Das ist doch nur die Lena.
07:19Morgen.
07:20Morgen.
07:21Na, wie war's?
07:22Braun bist du gewonnen.
07:24Froh, wieder in meinen vier Wänden zu sein.
07:26Der Kaffee ist leider kalt.
07:28Macht nichts.
07:28Ich muss eh gleich wieder weiter.
07:30Ich wollte dich sprechen.
07:32Also vor der Gesellschaftsversammlung heute.
07:34Das hab ich mir fast gedacht.
07:36Du weißt, worum es geht?
07:38Ich bin erst um Mitternacht nach Hause gekommen.
07:40Meierbeer wollte natürlich unbedingt noch einen trinken.
07:43Ich nehme an, die Tagesordnung ist in der Post, aber ehrlich gesagt, das interessiert mich nicht sonderlich.
07:49Das sollte es dich aber.
07:51Oder ist es dir vielleicht egal, was aus mir wird?
07:54Ich hatte bisher den Eindruck, dass du gut für dich selbst sorgen kannst.
07:58Und da ja doch Birgit die Mehrheit bei Altrufer hat, brauchst du mich erst recht nicht mehr, deine Ideen durchzusetzen.
08:14Das heißt, Sie haben immer noch das Sagen in der Gesellschaftsversammlung.
08:19Um was geht es denn?
08:22Umwandlung der Tochterfirma Czerny in eine Aktiengesellschaft.
08:26Mit mir im Vorstand.
08:29Ach.
08:31Das klingt doch gut.
08:33Nein?
08:35Was willst du denn noch?
08:37Etwa alles, Lena?
08:40Bei diesem Aufsichtsrat hätte ich keine Chance gegen den Rest der Familie.
08:45Und von Nathalie weiß ich leider, dass sie das neue Kapital nur bedingt in die Fashion Factory investieren wollen.
08:50Oh, Lena.
08:53Bitte.
08:55Ich kann dir keine Vorschriften machen.
08:57Es würde mir reichen, wenn du einfach fern bleibst.
09:00Laut Satzung ist die Vollzähligkeit der Gesellschaft dann notwendig.
09:05Also, bitte, Vater.
09:11Ist denn der Firma sich Geld auf dem Aktienmarkt besorgt?
09:15Das ist doch nichts Verwerfliches.
09:17Nein.
09:19Aber ich hätte doch dann in meiner eigenen Firma nichts mehr zu sagen.
09:23Und genau das ist der Plan.
09:25Oder glaubst du, die machen das, weil die mich so lieben oder aus Interesse an meiner Firma?
09:30Felix war immer auf deiner Seite.
09:33Mit mir.
09:37Geld verändert Menschen.
09:39Wer Geld hat, will mehr Geld.
09:42Und wie viel ist eine Freundschaft wert?
09:45Auf dem Kapitalmarkt.
09:54Bitte, Vater.
10:08Was sagt man dazu?
10:10Was sagt man dazu?
10:13Es hat die Frage.
10:23Nein.
10:25Schein.
10:32Ich lese.
10:33Für mein Rei ist seit Male.
10:38Das ist
10:58Hier ist es.
10:59Hier?
10:59Ja, also da oben.
11:02Das Penthouse.
11:03Ja, also Haus ist übertrieben, aber für uns beide wird es schon reichen.
11:12Oh, die Schlüssel.
11:13Bitte, könnten Sie eingehen.
11:22Nein, nein, warte, warte, warte.
11:23Augen zu, mach die Augen zu.
11:32Olaf.
11:37Nein, nein, nein.
12:03Ich heiße davon, wenn wir unseren Wohnhof einweihen.
12:05Ich muss erst mittags zurück sein in der Firma.
12:07Unsere?
12:08Ich dachte...
12:09An Herrn Dalla natürlich.
12:10Musst nur noch unterschreiben.
12:13Wann?
12:14In der Küche liegt der Betrag.
12:18Und, gefällt sie dir?
12:19Sie ist traumhaft, danke.
12:21Das ist wirklich sehr, sehr nett von dir.
12:24In der Küche, sagst du?
12:26Ja.
12:36Hast du mal einen Stift?
12:40Ich verstehe dich.
12:42Roland.
12:43Die Reichen, okay.
12:46Wir sollen glücklich sein.
12:48Ich weiß es.
12:50Musst du nicht zu deiner Gesellschaft dafür sein, oder?
12:52Das ist nur eine Formalität.
12:53Und dann sind wir reich, Säcke.
13:22Ich habe ein bisschen meinen Marion spioniert.
13:24Die Prüfung durch die Emissionsbank war für Freitag vorgesehen.
13:27Aber Sie haben den Termin auf Montag verschoben, weil es anscheinend an einem Tag nicht zu schaffen ist.
13:31Okay. Danke, Herr Kunze.
13:37So gut möchte ich es auch mal haben, wie der Junior von schönen Frauen durch die Gegend geschoben werden.
13:44Schöne Frauen, so ein Schmarrn. Gehen Sie uns auf, Herr Kunze.
13:48Außerdem, ich meine, jetzt, wo Sie im Lotto gewonnen haben, dürfte es doch kein Problem sein.
13:53Kaufen Sie einen dicken Rollstuhl und lassen Sie ihn von einer hübschen, jungen, kranken Schwester verwöhnen.
13:59Frau Schirmer, das war als Kompliment gedacht.
14:03Entschuldigen, es tut mir leid, aber heute geht der Bub zahnt und geht alle im Haus auf die Nerven.
14:10Na ja, und dann, Sie haben ja bestimmt gehört, dass die Frau Althoffer ausziehen will aus der Villa.
14:17Na.
14:17Und ich soll mit.
14:19Ja, warum denn das?
14:20Keine Ahnung.
14:22Fragen Sie mich was Leichteres, aber so ist das wahrscheinlich mit den reichen Leuten.
14:26Nix ist Ihnen gut genug.
14:27Ja, ja, du Dünnöchen weinen.
14:30Ja, sei froh, dass du anderen kriegst und dass dir keine gezogen werden wie uns einem, gell?
14:45Isabella!
14:48Wie warst du, New York?
14:51Isabella?
14:56Isabella?
15:05Hallo.
15:06Hallo.
15:07Was ist denn mit Isabella und dir schon wieder auf?
15:10Ja, den Urlaub hätten wir uns sparen können. Es ist alles schiefgelaufen.
15:14Ist vorbei. Vielleicht auch besser so.
15:17Wieso denn?
15:19Vergiss es. Sag mir lieber, wer in meinem Computer spioniert hat.
15:22Was?
15:23Na ja, irgendjemand hat die gesamten Umsätze und die Kundenstammdatei runtergeladen.
15:27Woher willst du denn das wissen?
15:29Lena, ich bin Hacker. Und ich kann es auf den Tod nicht leiden, wenn ich selbst gehackt werde.
15:33Ich habe eine Falle eingebaut, die alle Log-Ins registriert.
15:36Hier, vor meiner Abreise 417, jetzt sind es 418.
15:40Und das Passwort hat er auch gehabt.
15:42Ja, also, Birgit kann es nicht gewesen sein, die ist in Mailand.
15:45Ja, Frau Michel habe ich gefragt. Die war es auch nicht.
15:48Bleibst nur noch du.
15:52Ach, übrigens, ich, ähm, ich habe Chris Gellert gesehen in New York.
15:56Bei einem Konzert von tibetischen Mönchen im Central Park.
16:00Mit einer Frau.
16:02Ja, und?
16:04Chris ist oft in New York.
16:06Na, wie auch immer, ich bin echt froh, dass du wieder da bist.
16:09Dann klappt alles wieder.
16:11Und wer das war, das finde ich raus.
16:13Ich habe schon eine Ahnung, wer.
16:28Wer ist hier?
16:29Lena!
16:30Gleich.
16:32Ich bin nicht sicher, ob sie schon zurück ist, aber...
16:35Moment, bitte.
16:37Dr. Lausitz.
16:39Tut mir leid, Herr Doktor, aber vielleicht probieren Sie es gegen Mittag nochmal.
16:43Gut, werde ich ja ausrichten.
16:45Wiederhören.
16:48Lena, Lena, Lena.
16:50Bitte, Walter, ich habe mir fest vorgenommen, mir diesen Tag nicht vermiesen zu lassen.
16:53Also bitte, haben wenigstens du keine Probleme, ja?
16:56Wieso? Was ist denn?
16:58Also mal abgesehen vom Geschäft, das mir, weiß Gott, bis hier steht,
17:01weil ich hier nichts machen darf, außer Katastrophen verhindern,
17:03anstatt mich um meine Designs zu kümmern.
17:04Und dann diese Gesellschafter.
17:07Nee, ausgerechnet jetzt muss Chris irgendwie so eine Art Burnout bekommen
17:10und sich anderweitig trösten lassen.
17:12Ich lerne dann diese Geschichte mit Tom und Isabella, das ist...
17:16Christ geht fremd?
17:18Nein.
17:20Also, nein.
17:23Aber warum erzählt er mir nichts?
17:25Tom hat ihn in New York gesehen, mit irgendeiner Frau.
17:29Aber wurscht, vergiss es.
17:32Es ist ein wunderschöner Tag, die Sonne scheint
17:34und ich weiß endlich, was ich in Berlin auf der Modewoche zeige.
17:37Ich habe ein paar super Ideen.
17:38Moment, Lena, obwohl es dir nicht in die Kram passt.
17:42Aber das solltest du dir lieber mal ansehen.
17:44Ein angenehmes Problem.
17:46Althofer gibt uns 20% Rabatt.
17:48Rückwirkend sogar.
17:49Was?
17:50Ja, ich habe es natürlich sofort abgecheckt.
17:52Drüben, mit Frau Stangen und Roland Althofer.
17:54Es ist kein Versehen.
17:56Aber die machen doch dann Verlust.
17:57Das meint Frau Stangen auch.
17:59Wann kommt Birgit nochmal aus Mailand zurück?
18:02Äh, um 13 Uhr.
18:04Um 9 Uhr die Maschine mal an Zürich.
18:0612.30 Uhr Zürich Augsburg.
18:08Dann versuch sie bitte auf dem Handy zu erreichen in Zürich.
18:10Sie soll sich sofort bei mir melden.
18:16Dann kann ich gleich hier kündigen.
18:19Wie?
18:20Was soll das denn jetzt heißen?
18:22Leo dreht durch.
18:23Der Herr Lottomillionär will die Schnellreinigung am Bahnhof übernehmen.
18:26Dabei, wenn wir alle Raten abbezahlen, sind von den 300.000 gerade noch 214.000 übrig.
18:32Leo und Schnellreinigung.
18:33Also das darf doch nicht wahr sein.
18:35Er will, dass ich im Laden stehe und er kutschiert mit dem Lieferwagen rum.
18:39Aber du willst mich trotzdem nicht etwa im Stich lassen?
18:41Ja, natürlich nicht.
18:43Aber du kennst doch Leo.
18:44Leo, jetzt behauptet er unser Anteil, das sei eigentlich sein Geld.
18:47Weil vier von den sechs richtigen seine Zahlen waren.
18:50In dem Sammeltipp.
18:51Und außerdem hat ausnahmsweise er mal den Beitrag berappt.
18:54Emma, du bleibst.
18:55Egal, was dein Leo sagt.
18:57Du bist fest eingeplant, wenn das losgeht mit der Konfektionierung.
19:00Also bitte lass dich bloß nicht bequatschen, ja?
19:03Okay.
19:06Übrigens, die Prüfungskommission kommt erst nächste Woche.
19:09Ja, ich weiß.
19:10Felix hat erst gestern wieder stundenlang mit Lose telefoniert.
19:15Wir haben unsere Bilanzen hochgerechnet auf die nächsten Jahre.
19:18Und mit potenziellen Umsätzen schon klärt, dass einem schwindelig wird.
19:22Wie, der hatte unsere Bilanz?
19:23Ja, oder eine Zwischenbilanz.
19:24Was weiß ich.
19:25Weißt du, ich habe so getan, als würde ich fernsehen.
19:27Und Felix ist in die Küche gegangen zum Telefonieren.
19:29Aber ich habe alles mitgekriegt.
19:33Lena, wenn nur die Hälfte davon stimmt, dann bist du demnächst vielfache Millionärin.
19:37Sicher.
19:39Ehrlich, vielleicht ist das mit der Aktiengesellschaft keine schlechte Idee.
19:42Nathalie, da sind schon ganz andere reich geworden, die nichts vorzuweisen hatten, als eine verrückte Idee mit Zukunftsbaussichten.
19:48Nathalie, das ist doch alles nur heiße Luft.
19:50Das ist wie ein Ballon, der steigt und steigt und irgendwann ist die Luft draußen.
19:54Außerdem, wenn ich jede Entscheidung vom Aufsichtsrat absehen lassen muss,
19:57wie lange, glaubst du, dauert es, bis unsere Factory runtergewirtschaftet ist?
20:00Und was wird dann aus euch?
20:01Und allen anderen Mitarbeitern von Althofer?
20:04Denk mal da drüber nach.
20:16Isabella, also ehrlich, die M22 läuft gleich aus.
20:19Du hättest ja gleich in Amerika bleiben können, wenn du hier nur rumstehst und Löcher in die Luft starrst.
20:24Ist was?
20:27Isabella, jetzt lauf doch nicht gleich weg.
20:29War doch nicht so gemeint.
20:30Du weißt doch, was für Scherereien das gibt.
20:32Eine Maschine neu bestücken, die dann stundenlang ausfällt.
20:34Ich hab Kopfschmerzen.
20:36Ich geh nach Hause.
20:37Naja, wenn's sein muss.
20:39Aber heute Abend kommst du doch zum Clubtreffen.
20:41Bei Bruno.
20:43Solltest du aber.
20:44Ewart hält einen Vortrag über Geldanlage und Diversifikationen.
20:55Isabella!
20:57Ich roll grad zu dir.
20:59Ich hab versucht, Tromm auszuquetschen, aber der sagt ja nichts.
21:02Meine Güte, am Hotel kannst doch nicht gelegen haben.
21:04Und an mir auch nicht.
21:05Ich hab ihm unmissverständlich klargemacht, dass ich nichts von ihm will.
21:09Das ist schon gut.
21:11Seine Computer sind ihm sowieso wichtiger als wir beide zusammen.
21:15Es tut halt verdammt weh.
21:20Isabella!
21:21Ich ruf dich an!
21:23Heute Abend.
21:32Herr Wieland!
21:35Herr Wieland!
21:37Herr Wieland!
21:50Ich kann's mir schon denken.
21:5220% Rabatt?
21:54Das kommen wir unmöglich lange durchhalten.
21:56Aber haben Sie eine Ahnung, warum?
21:58Herr Althoff ist der Meinung, mit den Umsätzen, die man von euch erwarten kann, da rechnet sich das dann doch
22:02irgendwie.
22:03Was?
22:04Ich denk mal, jetzt, wo er seinen Anteil an seine Expo verscherbeln will, da kann's ihm doch egal sein, wie
22:08viel Gewinn sie damit macht.
22:10Wie viele Mitarbeiter haben Sie eigentlich noch?
22:12Puh.
22:14Da sind Freistellungen im letzten Jahr von Herrn Unger noch 89?
22:18Aber dafür fahren wir jetzt mal Überstunden.
22:20Wir verzichten auf die 20%.
22:23Aber behalten Sie das bitte vorerst für sicher.
22:25Ich will den lieben Gesellschaftlern ja nicht den Spaß verderben.
22:28Zumindest nicht vor dieser Betriebsprüfung durch die Kommission.
22:30Ach, und wenn Sie mir bitte von den Nummern hier je einen Ballen hoch ins Atelier schaffen lassen würden.
22:38Das sind ja uralte Nummern.
22:40Noch aus Gründerzeiten.
22:42Die gibt's nicht mehr.
22:44Lauter bestickte Damaste und Brokkate.
22:47Können Sie nicht im Lager nachschauen nach Resten?
22:49Ich brauch die für die Modemesse.
22:51Für die Messe? So alte Stoffe?
22:53Genau.
22:54Die Zukunft der Mode ist oft ihre eigene Vergangenheit.
23:02Scheiße!
23:16Und dann ist das so, dass Sie sich in die Boutique kommen, ja?
23:24Ja, das kann ich jetzt auch nicht ändern.
23:53Und dann ist das so, dass Sie sich in die Boutique kommen.
24:02Sayonara! Oder was sagt man?
24:05Sag mal, was machst du denn hier?
24:06Die Kontakte für den Paulus.
24:07Du musst die Ausschnitte bestimmen.
24:10Der Auftrag liegt jetzt seit über einer Woche rum.
24:13Den habe ich storniert.
24:15Wie bitte?
24:17Sorry, aber das geht jetzt vor.
24:20Busyness. Urgent.
24:22Very, very urgent.
24:24Aber der Paulus hat schon über die Hälfte angezahlt.
24:27Dann schick ihm die Kontakte an die Negative.
24:29Could you please move one step back?
24:31Eins.
24:32Was soll das denn werden?
24:33Das wird ein Plattencover.
24:34Und jetzt bitte, Uwe, du nervst.
24:36Ja, du bist gut, Chris.
24:37In dem Auftrag hänge ich mir drin mit 50 Prozent.
24:39Du weißt, wo die Dunkelkammer ist und wie man vergrößert, weißt du auch.
24:42Also, okay, and now pretend to play the instruments.
24:50Ich bin nicht da.
24:51Ja, das kannst du zweimal sagen.
24:53Du bist im Gaga-Land.
24:57Ja, bei Gellert.
24:58Hallo, Uwe.
24:59Ist Chris in der Nähe?
25:00Offiziell nein.
25:01Aber für dich vielleicht schon.
25:02Warte mal.
25:03Lena.
25:05Sag ihr, ich rufe zurück.
25:06Ich kann gar nicht.
25:08Er kann nicht.
25:09Kundschaft aus der Manchurei oder der Wüste Gobi.
25:13Tibet, Mönche.
25:15Oder so.
25:16Sag mal, bist du Hälseherrin?
25:18Nee, leider nicht.
25:19Eine Frage nur, ist da eine Frau dabei?
25:21Eine Frau?
25:22Nee.
25:24Obwohl, bei den Kunden weiß man nie und ich kann ja schlecht runtergucken.
25:28Uwe, was ist los?
25:30Der Meister hat eine Krise.
25:32Und erlaubt sich den Luxusgut und ansonsten prompt zahlende Kunden in die Wüste zu schicken.
25:36Paulus?
25:38Wieso erzähle ich dir überhaupt noch was?
25:39Du weißt ja schon alles.
25:40Mein Gott, der ganze Anrufbeantworter ist voll damit.
25:43Weißt du noch mehr?
25:45Das ist doch ganz normal.
25:46Das hat man manchmal, so eine künstlerische Krise.
25:49Ja, und wovon soll ich die Ladenmiete bezahlen inzwischen?
25:51Und die Raten?
25:53Lena.
25:54Du musst jetzt wirklich mal mit der Faust auf den Tisch schauen, sonst dreht er noch völlig ab.
25:57Ich muss aufhören, Birgit ist da, endlich.
26:00Sag, Chris bitte, ich bin erst ab 16 Uhr zu erreichen, wegen dieser Gesellschaft der Wahrsammlung.
26:04Und falls er mich nicht erwischt, ich ruf an, sobald alles vorbei ist, ja?
26:08Okay, aber du liebst mich doch noch.
26:11Heiß und innig.
26:12Tschüss.
26:14Hallo.
26:15Was gibt's denn so Dringendes?
26:17Wir müssen miteinander reden.
26:18Hast du schon was gegessen?
26:20Nein, außer zwei Zigaretten in Zürich nichts.
26:22Ach, du brauchst?
26:24Oh, jetzt hab ich mich verplappert.
26:25Bitte erzähl niemandem was.
26:27Also, mein Vater, das erfährt, dann enterbt er mich.
26:29Dein Zeug kannst du hier lassen.
26:40Hm.
26:43Geht doch nichts über eine gute Zigarre beim Sport.
26:47Es ist nicht gerade sportlich, vor winzig kleinen Löchern im Rasen herumzustehen.
26:51Und diese sündhaft teuren Luftverpester, die werden dir einen ziemlich unsportlichen Infarkt
26:55oder Schlaganfall einbringen.
26:57Das lieb ich so an dir, Heather.
27:00Bist immer so positiv und so verständnisvoll.
27:04Wilhelm.
27:05Ja, Wilhelm.
27:06Ja, wo ist denn dein Golf beschneckt?
27:07Ich muss doch gleich zur Gesellschaft der Versammlung.
27:09Und du ärgerst dich ja doch bloß, wenn ich dich immer schlage.
27:11Du? Mich?
27:12Dass ich dich immer gewinnen lasse?
27:14Auf die Idee bist du noch gar nicht gekommen.
27:15Gib doch nicht so an, August.
27:17Was ist das Ärger in der Firma?
27:18Du hättest mir doch wirklich mal sagen können, dass Lenas Firma von den Kindern in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden soll.
27:23Ich dachte, das weißt du.
27:24Also doch.
27:25Und deine Lebensgefährtin will mit ihrer Stimme im Aufsichtsrat das große Geld machen.
27:29Felix hat gesagt, es hantiert sich.
27:31Und zwar sehr, seit Lena sich in der Kaufhausfiliale etabliert.
27:35Aber meine Tochter steckt mittendrin in diesem Wahnsinnsunternehmen.
27:39Wilhelm, was hast du mir da eingebrockt?
27:41Immerhin habe ich dir deine Lebensgefährtin eingebrockt.
27:44Sag nichts.
27:45Oder so wahr ich hier stehe.
27:46Ein falsches Wort und du kannst dir jemanden anderen suchen, der deinen Ketti hinterher zieht.
27:49Du weißt doch gar nicht, was ich sagen wollte.
27:51Was stört dich denn da dran?
27:54Ich meine, deine Tochter hat alles umgekrempelt.
27:56Und wir leben in der Tradition von Altho.
27:58Das sagst ausgerechnet du.
28:00Und was ist mit Birgit?
28:01Ah, Birgit oder Lena, wo ist da der Unterschied?
28:03Birgit ist genauso nur...
28:04Überleg dir jetzt genau, was du sagen willst.
28:07Ein falsches Wort.
28:08Und du kannst dir einen Dummen suchen, der dich auf seiner Yacht durch die Gegend schippert.
28:13Und du kannst dir eine Dumme suchen, die dir beim Zahnarzt das Händchen hält.
28:16Ah, sitz doch.
28:17Schmerz.
28:18Ich brauche deinen Rat.
28:20Ich weiß nicht, wie ich nachher in der Versammlung abstimmen soll.
28:23Bis in die Implom-Haus hätte.
28:25Die letzten Löcher wirst du bestimmt allein schaffen.
28:27Wie viel Prozent Anteil hast du gemacht, Herr Blatt?
28:30Ich hatte mal 40 Prozent, aber der Enkel hat 15 Prozent gekümmt.
28:33Naja, 25 ist besser als gar nichts.
28:35Also wenn ich du wäre, was ich Gott sei Dank nicht bin, dann würde ich die behalten.
28:38Denn eins steht fest.
28:39Wenn die jungen Leute weiter so wurschteln, dann geht der ganze Laden unter wie die Titanic.
28:44Wir dürfen dann die Besatzung wieder aus dem Wasser ziehen, ne?
28:46Wie üblich.
28:59Das müsste dich doch auch stutzig gemacht haben, diese plötzliche Verzögerung.
29:03Wer kommt denn auf sowas?
29:05Straubinger hatte doch auch völlig plausible Gründe.
29:07Ich meine, der Versuch, mehr Geld rauszuschinden durch die Neubewertung von Cornelias Anteilen.
29:11So dramatisch hat sich die Geschäftslage nicht verändert, dass ich das lohnen würde.
29:16Der einzige Grund dafür ist, dass die Familie nicht mehr verkaufen will.
29:20Diese Aktiengesellschaft, die dient nur dazu, mich wieder unter Kontrolle zu bringen.
29:23Und natürlich wollen die an unserem Erfolg mehr verdienen als bisher.
29:28Was ist?
29:29Was denkst du?
29:31Ich komme mir ziemlich doof vor.
29:33Meine liebe Ex-Verwandtschaft nutzt mein Engagement, um dich in deiner eigenen Firma zu entmachten.
29:39Und ich habe ihn auch noch über Lausens die Hintertür geöffnet.
29:43Da ist keine Hintertür, Birgit.
29:45Wenn überhaupt, dann müssen sie den Haupteingang benutzen.
29:48Und wir stehen davor und verlangen Eintritt.
29:50Und wie, bitteschön?
29:53Ich habe Wilhelm gebeten, nicht zu erscheinen auf dieser Gesellschafterversammlung.
29:57Und du bearbeitest Roland.
30:00Von Frau Stangel weiß ich, dass er aus lauter Vorfreude auf dein Geld seine Finanzen ziemlich strapaziert hat.
30:07Und?
30:08Ja, du führst ihm seine katastrophale finanzielle Situation vor Augen und bietest ihm nochmal die 4 Millionen.
30:14Was bitte nützen uns 15%?
30:18Wenn Wilhelm mit uns stimmt und dein Vater an Hellas Anteile kommt, dann haben wir 55%.
30:30Ich verstehe.
30:32Also somit bricht deren gesamte rosige Konstruktion zusammen und alles bleibt, wie es war.
30:37Mit einem kleinen Unterschied.
30:39Wir sitzen dann im Aufsichtsrat und können endlich durchstarten.
30:45Du willst also immer noch an die Börse?
30:48Nicht ich.
30:49Wir.
30:51Also, auf uns.
30:54Auf uns.
31:17Hallo, Marion.
31:19Der ist gerade bei mir durch.
31:22Ihr Vater ist auf dem Gelände.
31:24Sehr gut.
31:27So, das war's.
31:29Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz müssen aber heute noch raus.
31:32Per Express.
31:34Vater.
31:35Na, wie war's?
31:36Siehst gut aus.
31:38Tag, Marion.
31:39Tag, Wilhelm.
31:40Du hast Farbe gekriegt.
31:42Schon gehört, unsere Frau Stangel hat im Lotto gewonnen mit ihrer Tippgemeinschaft.
31:47Ist nicht der Rede wert.
31:48300.000.
31:50Na, das ist doch was.
31:51300.000.
31:52Na, ich gratuliere.
31:54Sehen wir uns später?
31:56Für heute geht's nicht.
31:57Vielleicht am Wochenende.
31:58Ich ruf dich an.
32:03Setz dich doch bitte.
32:05Kann ich dir was anbieten?
32:07Nein, danke.
32:08Es dauert noch eine Weile.
32:09Roland ist noch in der Stadt.
32:11Ich dachte, wir machen das drüben in der Villa.
32:16Ich hab' das erst heute früh bekommen.
32:20Noch keine Zeit gehabt, darüber nachzudenken.
32:25Aktiengesellschaft?
32:26Glaubst du denn, dass die Tochterfirma schon so weit ist?
32:29Laut Zwischen-Bilanz- und Gewinnerwartung allemal.
32:32Du kannst es gerne sehen.
32:34Schon gut, schon gut.
32:35Was mich viel mehr interessiert ist, was passiert denn da mit Altwurfer?
32:41Was soll passieren?
32:43Über 50 Prozent der Kapazität ist von Lena ausgelastet.
32:46Und das wird sicher noch mehr werden.
32:49Und du?
32:51Und Roland?
32:52Roland bleibt de facto also Geschäftsführer wie gehabt.
32:55Und ich, naja, ob ich weiterhin den Vertreter spiele.
33:00Das steht in den Sternen.
33:02Wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle,
33:05dann wohl eher nicht.
33:08Was ist?
33:09Warum stellst du dich jetzt auch gegen Lena?
33:13Wie kommst du darauf?
33:15Wenn die Factory an die Börse geht,
33:18dann ist das auch eine große Chance für Lena.
33:21Aber nicht, wenn sie in ihrer eigenen Firma nichts mehr zu sagen hat.
33:23Und wenn ihr mit dem Kapital, weiß Gott, was anstellt.
33:26Lena sieht das wenigstens so.
33:29Lena?
33:30Felix.
33:32Lena weiß, was ihr vorhabt.
33:34Und sie findet es nicht gut.
33:36Und ehrlich gesagt, ich finde es auch nicht gut.
33:40Vater!
33:41Ich werde an der Versammlung nicht teilnehmen.
33:44Ich bin drüben in der Weiberei bei Wieland.
33:47Und dann besuche ich meinen Enkel.
33:49Das kannst du nicht machen, Vater.
33:51Doch.
33:52Und du solltest dir das auch nochmal überlegen.
33:55Am Ende zählt nicht, was man gekriegt hat
33:58und was man gerafft hat im Leben.
34:02Am Ende zählt, was man gegeben hat.
34:05Aber vielleicht seid ihr noch zu jung, um das zu begreifen.
34:08In meinem Alter weiß man das.
34:14Marion?
34:15Marion?
34:17Marion?
34:24Ich mache jetzt mal eine Runde und dann bin ich zu Hause.
34:28Ja.
34:55Du, du konntest es nicht lassen, wie?
34:58Was Lena alles verraten müssen und ich, ich trottel, ich habe dir vertraut.
35:03Aber bitte, du hast deine Wahl getroffen.
35:04Wenn ich Sonntagabend zurückkomme aus Berlin, dann will ich dich in der Wohnung nicht mehr sehen.
35:09Was ist?
35:09Haben Sie nichts zu tun?
35:12Katharlie.
35:14Was um Himmels Willen hat er denn?
35:17Nichts, Emma.
35:18Nichts.
35:20Kein Anstand, kein Gefühl, kein gar nichts.
35:22Das ist ja das Schlimme.
35:38Jetzt schon?
35:40Hier ist gleich die Hölle los und ich habe überhaupt keine Lust, das über mich ergehen zu lassen.
35:43Außerdem muss ich mich mal wieder um Chris kümmern.
35:46Äh, Moment.
35:46Ah, Herr Althofer, Frau Czerny wollte gerade, ist gut, Waltraud, danke.
35:51Lässt uns bitte allein.
36:00Na schön, du hast Nathalie ausgehorcht und weißt Bescheid.
36:04Mein Fehler.
36:05Trotzdem kapiere ich nicht, warum du das hintertreiben willst, eine Aktiengesellschaft.
36:09Von irgendwem wirst du dir Geld pumpen müssen, und zwar bald.
36:12Sonst bist du weg vom Markt.
36:14Keiner schafft das allein.
36:16Und ich dachte, du hast es endlich begriffen.
36:18Ich habe was ganz anderes begriffen.
36:20Dass man sich auf niemanden verlassen kann, schon gar nicht auf dich.
36:22Jetzt bleib sachlich, bitte.
36:23Ich bin sachlich.
36:25Fakt ist ja wohl, dass auch du die Seiten gewechselt hast und nur noch absahnen willst.
36:28Oh Gott, nochmal.
36:30Ich mache da nicht mit, Felix.
36:32Bäume, die zu schnell wachsen, die fallen beim ersten Sturm um.
36:35Und im Internetgeschäft geht es verdammt stürmisch zu.
36:37Und auf diesem völlig überbewerteten Markt auch.
36:39Wer hier völlig überbewertet, nämlich sich selber, das bist du, Lena.
36:44Das hier wird es bald an jeder Ecke zu kaufen gehen, bevor du überhaupt liefern kannst.
36:49Und billiger auch.
36:50Und schneller.
36:51Zur Zeit bist du noch das Wunderkind.
36:53Aber wenn es hart auf hart kommt, dann bist du ganz schnell wieder weg vom Markt.
36:58Bitte, Lena.
36:59Lass uns das jetzt durchziehen.
37:02Oder hör dir wenigstens an, wie Lausitz und ich uns das gedacht haben.
37:06Du machst da einen riesen Schnitt, Lena, als Generalmanager der AG mit den Optionen, die du kriegst.
37:12Als Erfolgsprovision.
37:14Der Deal ist absolut fair.
37:17Das kann schon sein.
37:20Dann würde ich aber gern wissen, warum ihr es so eilig habt.
37:23Soll ich dir sagen, warum?
37:25Weil ihr es einfach nicht ertragen könnt, dass Althofer früher oder später mir gehören wird.
37:29Mit ein bisschen Geduld und ein bisschen Ausdauer.
37:32Und meiner Begabung, dem jeweiligen Trend, immer ein Stückchen voraus zu sein.
37:36Mozart ist mit 35 krepiert an dieser Begabung.
37:40Einsam und so verarmt, dass man ihn in einem Massengrab verscharrt hat.
37:44Ich bin nicht Mozart.
37:46Aber ich hätte überhaupt nichts dagegen, neben ihm verscharrt zu liegen.
37:54Vergiss den Mozart-Quatsch.
37:56Am Montag tanzt ihr die Prüfungskommission an und was dann?
37:58Sondern sie einfach wieder nach Hause schicken.
38:00Lena, du gehst schon. Was ist denn jetzt?
38:03Na, was wohl?
38:04Desaster!
38:07Lena, komm.
38:10Alles oder nichts, wie?
38:12Warum ziehst du nicht gleich in die Villa und spielst Frau Althofer?
38:15Sie wird ja demnächst frei!
38:20Felix!
38:22Oh Gott, Lena, das ist alles so schlimm.
38:24Er hat Schluss gemacht mit mir eben.
38:26Was mache ich denn?
38:27Da kann ich nur mal wieder meine Mutter zitieren.
38:30Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
38:32Wir machen Schluss für heute, komm.
38:34Ich kann nicht.
38:35Ich muss den Schnitt noch fertig kriegen.
38:37Und was ist mit der Modewoche?
38:38Mein Gott, ich helfe dir.
38:39In zwei Stunden haben wir das geschafft.
38:41Nähen.
38:42Du willst nähen?
38:43Ja, sag mal, glaubst du, ich habe das verlernt?
38:45Schade doch nichts, mal von seinem Hohn rauszusteigen und wieder zu Fuß zu gehen.
38:48Also, komm.
39:16Entschuldigt, ich habe mich verspätet.
39:20Meine neue Wohnung.
39:22Und?
39:23Wo ist Vater?
39:25Der weigert sich an der Versammlung teilzunehmen.
39:28Das heißt, wir sind nicht beschlussfähig.
39:30Ich nehme an, dass verdanken wir dir und deiner indiskreten Freundin.
39:32Ich habe euch doch gleich gesagt, dass Lena nicht mitmachen wird.
39:35Aber wisst ihr was?
39:36Inzwischen ist mir das alles sowas von egal.
39:38Ich will nur raus aus diesem Haus.
39:40Und das so schnell wie möglich.
39:48Ja, und jetzt?
39:49Ich schlage vor, wir warten die Bewertung der Kommission ab und machen dann einen neuen Anlauf.
39:53Mich müsst ihr entschuldigen.
39:54Ich muss noch mal in die Kanzlei.
40:03Sag mal, Felix, kannst du mir erklären, was passiert ist?
40:05Es war doch alles klar.
40:09Also, das mit deiner Wohnung für dein Verhältnis, ich fürchte, das überschreitet deine Verhältnisse,
40:15wenn das schief geht mit der Aktiengesellschaft.
40:29Was ist denn los?
40:31Ist die Gesellschafterversammlung geplatzt?
40:34Ja, sieht so aus.
40:37Sei so lieb und bring das auf dem Heimweg zur Bahnpost.
40:39Es muss morgen in Frankfurt sein.
40:40An die Kommission?
40:41Ja, die geschönte Bilanz mit den Selbstmordpreisen.
40:45Ach, Ewald, wie soll das bloß weitergehen?
40:48Und in so eine Firma willst du unser Geld investieren?
40:50Warten wir es ab.
40:52Bitte sag den anderen, dass unser Anleger mit ihm bei Bruno verschoben ist.
41:01Ja, ja, die Frau Czerny.
41:03Es dauert nicht mehr lange, dann gehört ihr hier alles.
41:06Wäre doch kein Fehler, oder?
41:15Chris?
41:19Schön, dass du da bist.
41:20Ich hoffe, uns was zu essen mitgebracht.
41:22Mein Gott, ich muss dir so viel erzählen.
41:24Wie lange brauchst du noch da drin?
41:27Sorry, falscher Film.
41:28Ich bin's noch.
41:29Wo ist denn Chris?
41:31Mit dem Monks losgezogen.
41:33So ein Meditationsabend bei irgendeinem schönen geistigen Bonzen.
41:38Aber wenn du Lust hast zu kochen, Hunger hab ich auch.
41:41Und ich muss noch zwei Filme vergrößern für diesen scheiß Paulus-Auftrag.
41:46Ich weiß echt nicht mehr, was ich machen soll.
41:48Du hast gesagt, du rufst an nach dem Meeting.
41:51Mein Gott, es geht eben nicht immer so, wie man gern möchte.
41:55Entschuldigung.
41:56Wo dieser Meditationsabend genau ist, weißt du nicht zufällig?
42:01Meditation.
42:02Du bist doch sein Freund.
42:03Was ist denn los mit ihm?
42:05Ach, ich kann ihn schon irgendwo verstehen.
42:08Seit der Mann seine erste Kamera gekriegt hat, fotografiert er.
42:11Er kennt das Leben praktisch nur durch Linsen mit verschiedenen Brennweiten.
42:15Und zu 99 Prozent hat er andere Leute Leben fotografiert.
42:18Für Kohle.
42:19Oft gegen seine Überzeugung und seinen Stil.
42:22Das holt dann irgendwann ein, da kann man nichts machen.
42:25Jetzt lauf doch nicht gleich weg.
42:26Irgendwann kommt er bestimmt wieder.
42:28In dem Fall kümmere ich mich lieber um Nathalie.
42:30Felix hat mit ihr Schluss gemacht und ich bin sozusagen schuld.
42:33Ach nee.
42:34Dann ist Nathalie jetzt endlich...
42:36Nein.
42:38Sie braucht mich einfach.
42:39Meditation bringt ihr nichts.
42:47Bis zum nächsten Mal.
43:19Bis zum nächsten Mal.
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