- vor 18 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:59Untertitelung des ZDF, 2020
01:03Untertitelung des ZDF, 2020
01:25Ach ja, und Dr. Huber kommt nachher noch vorbei, wenn er Zeit hat und schaut nach Angela
01:30Und so lange soll sie aber die kalten Wickel machen
01:37Jetzt mach dir keine Sorgen, ich werde das alles schon regeln
01:39Danke, es kommt halt irgendwie immer alles zusammen
01:43Trotzdem finde ich es bescheuert, dass du nicht fliegst
01:44Ich werde mich schon wieder dran gewöhnen, aber jetzt allein der Gedanke und dass Florian dann...
01:48Und warum nicht mit dem Zug? Autofahren ist noch viel gefährlicher
01:51Aber im Auto kann ich in Ruhe arbeiten und telefonieren
01:54Weil Bernd gehört ja praktisch zur Firma
01:56Aber sag keinem was, ja, ich bin bei Wilhelm oder so
02:00Alles klar
02:01Wie geht's, schöne Frau?
02:03Ich spare dir deine Komplimente
02:04Und fahr nicht wie ein Verrückter
02:06Zu Befehl
02:20Oh Gott, das klingt ja entsetzlich
02:22Ich weiß auch genau, wer mir das angehängt hat
02:28Meine Rache wird fürchterlich sein
02:30Wer?
02:32Martin
02:33Der junge Mann, der dauernd anruft
02:35Der nervt
02:38Was soll das denn werden?
02:41Radenwickel
02:41Anordnung von der Chefin
02:43Äh, kalte Wickel
02:44Bitte verschone mich
02:47Das hilft wirklich, glaub mir
02:49Das ist ein uraltes Hausrezept
02:52Komm, tut auch gar nicht weh
02:56Wie geht's?
02:57Jetzt stelle ich mich so an
03:00So ist es brav
03:02Und der Onkel Doktor
03:04Kommt auch gleich und schaut nach dir
03:07Das ist ein ganz netter
03:09Na toll
03:10Das, wo ich so aussehe, vergiss es
03:14Wo geht Lena eigentlich hin?
03:16Frankfurt?
03:17Das ist Geheimsache
03:18Nur Waltraud weiß Bescheid
03:19Und wieso fährt sie mit dem Taxi?
03:22Seit Cornelia abgestürzt ist da
03:24Na, da hat's halt Angst
03:25Aber das war doch eine winzige Maschine
03:27Klar, aber du weißt doch inzwischen
03:29Wie emotional Lena sein kann
03:33Unser Kronprinz
03:35Es wird ja auch Zeit
03:36Aber gestern bis 9 Uhr wach
03:39Weil wenn Lena mal Zeit hat
03:41Will sie einfach nicht aufhören
03:42Und er natürlich erst recht nicht
03:44Ruf mich einfach, wenn du was brauchst
03:45Ich lass die Tür offen
03:47Und wenn die Wickel da warm werden
03:49Dann mach dir neue
03:50Okay?
03:51Okay
03:54Flogischwätzchen, komm schon
04:06Ja, guten Morgen
04:07Ja, guten Morgen Frau Stangl
04:07Ist Dr. Holzkirch schon im Haus?
04:09Ja, aber der telefoniert gerade
04:11Kann er Sie zurückrufen?
04:12Äh, nee, lieber nicht
04:14Können Sie ihn bitten zu unterbrechen?
04:16Moment
04:20Und wo in Frankfurt soll das sein?
04:22Ach, das ist mitten in der Stadt
04:23Die höchsten Gebäude
04:24Das kann man eigentlich gar nicht verfehlen
04:27Hören Sie?
04:28Ja, Frau Stangl
04:28Er ist jetzt frei
04:29Ich verbinde
04:32Hallo, Herr Dr. Holzknecht
04:33Guten Morgen
04:33Ich hoffe keine Katastrophenmeldung
04:35Nein, nein
04:36Ich wollte Ihnen nur sagen
04:37Dass Sie das Meeting mit Felix und Roland
04:39Leider allein durchziehen müssen
04:40Verträge sind eh nicht mein Ding
04:42Und ich muss nach Frankfurt
04:44Frankfurt? Wieso denn heute schon?
04:45Birgit hat um einen Termin gebeten
04:48Und ich möchte nicht ohne finanzielle Rückendeckung dastehen
04:50Falls sie tatsächlich was in petto hat
04:53Ja, verstehe
04:54Ja, dann viel Glück
04:56Mit den Herren Althofer werde ich schon fertig
04:58Festgeschrieben wird ohnehin noch nichts
04:59Und ich kann mich ja immer mit dem Aufsichtsrat rausreden
05:03Wilhelm Althofer wollte eventuell auch dazukommen
05:05Sehr gut
05:06Hauptsache Sie passen auf Felix auf
05:08Der ist ein Fuchs
05:08Und sein Bruder tut, was er sagt
05:11Ich bin auch ein Fuchs
05:12Machen Sie mir keine Sorgen
05:13Mach ich auch nicht
05:14Ich melde mich, wenn ich zurück bin
05:16Danke
05:16Nicht zu danken
05:17Guten Flug
05:21Alles klar bei Ihnen?
05:23Wenn Sie was brauchen
05:24Ich stehe gern zu Diensten
05:26Danke
05:26Aber im Augenblick reicht mir einfach nur Ruhe
05:42Silke
05:44Morgen
05:45Roland oben?
05:47Ja
05:47Habt ihr euch wieder zusammengerauft?
05:50Was verstehst du darunter?
05:52Naja, habt ihr euch geeinigt, was den Roman angeht?
05:55Von mir aus hätte ich noch rausbringen können
05:57Wir sind so oder so wieder am Ball
05:59Am Ball?
06:00Silke
06:01Jetzt stell dich doch nicht so stur
06:03Und überhaupt erzähl mir nicht, dass du nicht genau gewusst hast, worauf du dich einlässt
06:06Bei einem Mann wie Roland
06:08Wenn du damit sagen willst, ich hätte jeden reichen Mann heiraten können, dann hast du recht
06:12Nur
06:13Ich hab mir davon was anderes versprochen
06:15Für mich und vor allem auch für ihn
06:17Aber das ist wohl zu hoch für dich
06:38Sag mal, du hast vielleicht Nerven
06:39Was willst du um die Zeit?
06:41Bist du krank?
06:42Ich nicht, aber du
06:43Was Frauen angeht
06:45Himmel, Roland
06:46Es muss doch möglich sein, deiner Frau klarzumachen, dass du nicht ihr zuliebe auf Dichter und Denker machen kannst
06:51Seit wann fühlst du dich zum Eheberater berufen?
06:54Diesen Partner, oder?
06:55Und was Silke treibt und vor allem, wie sie sich benimmt
06:58Nicht nur mir gegenüber, das ist geschäftsschädigend
07:01Silke hat's nicht leicht mit sich im Augenblick
07:05Wer hat das schon?
07:06Deshalb muss man nicht gleich jedem mit dem Arsch ins Gesicht sprengen
07:09Jetzt reicht's aber, Felix, ja?
07:11Nur noch eins, Roland
07:12Dann hör ich auf
07:13Wir haben, weiß Gott, wichtige Dinge zu besprechen
07:16Lass dich von ihr nicht mit reinziehen
07:19Was sie mit ihrem Leben anfangen will, das ist ihr Problem
07:21Und sie wird's nicht damit lösen, dass sie's auf dich projiziert und dich verändern will
07:25Und was ist denn das her?
07:27Aus meinem reichhaltigen Erfahrungsschatz mit Frauen, so und ersetzlich
07:32Wir müssen eine gemeinsame Marschrichtung festlegen für unser Meeting nachher
07:38Ich, ähm, hab mir ein paar kritische Punkte notiert
07:41Und vielleicht fällt dir auch noch was ein
07:44Erstens
07:46Unser Job in der Firma
07:47Wenn ich Lena richtig verstanden habe, will sie Birgits Aufgabenbereich zwischen uns aufteilen
07:53Ich würde vorschlagen, ich übernehme den Vertrieb in Land und du mit deiner USA-Erfahrung das Ausland
08:00Wobei ich sagen würde, dass wir uns die verschiedenen Messen in Paris, Mailand, Düsseldorf etc. teilen
08:05Einverstanden?
08:06Von mir aus?
08:07Aber dann werden auch die Provisionen geteilt, und zwar 50-50
08:11D'accord
08:12Über die Höhe werden wir uns mit dem Holzknecht sicher einigen
08:16Mir wär's am liebsten, wenn wir sie uns als Aktienoption auszahlen lassen
08:21Aber das überlasse ich dir
08:24Zweitens
08:24Unsere Firma
08:25Wir brauchen ein Büro und ein Lager
08:27Althofer übernimmt den Versand sowie alle Betriebsunkosten
08:31Da wird Lena aber aufheulen
08:33Nein, das glaube ich nicht
08:34Lena ist sehr daran interessiert, uns auf ihrer Seite zu haben in ihrem Krieg mit Birgit
08:39Und das müssen wir ausnützen
08:40Drittens und letztens
08:42Unser Firmenname und unsere Produkte bleiben unser Eigentum im Falle von Auflösung oder Verkauf der Firma
08:48Verkauf der Firma?
08:49Man weiß nie
08:50Und ich denke nicht daran, mal wieder alles aufzubauen und dann mit leeren Händen dazustehen
08:54So, und jetzt bist du dran
08:56Irgendwas, was ich vergessen habe?
09:00Ach doch, ein Aussitz, was ist mit dem?
09:02Den werden wir höflich verabschieden
09:04Da bin ich dabei, aber ich glaube kaum, dass er sich das gefallen lassen wird
09:07Es gibt bisher nichts Schriftliches
09:10Wie? Keinen Vertrag?
09:12Nur unsere mündliche Vereinbarung
09:16Außerdem hat er sich seit Wochen nicht mehr blicken lassen
09:18Ich schätze, er steckt in irgendeiner Scheiße mit dem Finanzamt
09:22Lichtenstein und Luxemburg sind auch nicht mehr das, was sie mal waren
09:25Und ich bin Gottfroh, dass wir unser Geld da abgezogen haben
09:29Roland, ich glaube, wir sind auf dem besten Wege endlich, Nägel mit Köpfen zu machen
09:33Auf Althofer Design
09:38Und dein Privatleben kriegen wir auch noch auf die Reihe
09:41Sag mal, Felix
09:43Woher diese plötige Brudernummer?
09:44Blut ist dicker als Wasser
09:47Und Griechenland hat dir gut getan
10:01Na, Ewald?
10:03Sag mal, das Meier wäre schon durch?
10:05Ja, vor 10 Minuten etwa
10:07Äh, hast du mitgekriegt, dass der Kurs schon wieder gestiegen ist?
10:10Auf 32
10:11Weißt du warum?
10:12Auf 32?
10:14Ich meine, der Quartalsabschluss war nicht schlecht
10:16Aber so umwerfen nun auch wieder nicht
10:18Ich habe keine Ahnung
10:20Na, mir soll's recht sein
10:29Lass mich in Ruhe, Ewald
10:30Ich will doch nur wissen, ob du der Emma endlich geweichtet hast
10:33Jetzt fang du nicht auch noch an
10:44Na?
10:46Na endlich
10:48Meier, wer hat schon nach dir gefragt?
10:51Und? Wie ist die Stimmung?
10:53Ich würde sagen Medium
10:54Birgit ist wohl in der Firma
10:55Er telefoniert gerade mit dir
10:58Na ja
10:59Dann warte ich mal lieber
11:01Ich gehe so lange zu Hause
11:03Der wollte zwar nicht gestört werden
11:05Weil er sich auf das Treffen mit Felix und Roland vorbereiten will
11:08Aber bei dir ist das ja was anderes
11:11Nein, das möchte ich in diesem Stadium der Verhandlungen vermeiden
11:16Ja, weil ihr Anwälte die Partner immer kopfscheu macht mit euren gedrechselten juristischen Formulierungen
11:22Nein, ich wollte nur hören, ob dir spontan irgendein Einwander einfällt gegen meine Argumentation
11:29Ja wunderbar, gut, ich melde mich nach dem Meeting wieder
11:32Ja, danke, bis dann
11:35Es war Dr. Heidenreich
11:38Ich wollte mich rechtlich absichern, was den Vertrag mit Ihren Söhnen angeht
11:41Also kommt die Zusammenarbeit wirklich zustande?
11:44Sieht ganz so aus, ja
11:46Bitte
11:48Frau Czerny ist aber auch wirklich sehr großzügig
11:51Leider kann sie nachher nicht dabei sein
11:52Sie musste nach Frankfurt
11:54Hat denn das mit dem unerklärlichen Großanstieg zu tun?
12:00Nein, nein, nein
12:02Ganz so unerklärlich ist er aber auch nicht
12:06Irgendjemand kauft alles, was er kriegen kann, egal zu welchem Preis
12:09Felix und Roland sind es nicht, ich habe das checken lassen
12:13Lichtensteiner Familienfonds ist aufgelöst
12:15Ich nehme an, das Geld steckt in ihrer eigenen Firma
12:17Aber wer kauft dann? Birgit?
12:21Frau Czerny vermutet, dass sie sich in Paris mit dem Vorstand von Rousseau getroffen hat
12:26Wie kommt Lena darauf?
12:29Frau Stangl hat sie auf einem Foto erkannt
12:31Auf einer Klatschseite von einer Illustrierten
12:34Mehr ist nicht
12:35Aber Frau Czerny und Frau Mayerbär werden sich heute Abend treffen
12:38Und danach sind wir vielleicht schlauer
12:42Entschuldige, Herr Mayerbär hat jetzt aufgelegt
12:45Ist das nicht ewig schade?
12:48Jetzt, wo die Familie sich endlich zu vertragen scheint, büxt Birgit aus
12:52Das werden wir auch mal in den Griff kriegen
12:57So, Frau Stangl, ich wäre jetzt bereit
12:58Wir können die Telefonliste in den Angriff nehmen
13:00Wasserburg zuerst, ja?
13:02Ach, und dann vielleicht einen Kaffee?
13:05August!
13:05Komm sofort!
13:07Mach die Tür zu
13:13Was ist denn los?
13:15Wilhelm
13:18Ich habe dreimal in meinem Leben geheult
13:22Das erste Mal, als mich mein Vater verdroschen hat
13:27Obwohl nicht ich es war, der unserer Katze die Blechbüchse an den Schwanz gebunden hat
13:32Das zweite Mal, als meine Frau starb
13:38Und nichts
13:41Mit meiner Tochter
13:47Wilhelm, was habe ich falsch gemacht?
13:50Nichts, August
13:54Birgit hat immer gekriegt, was sie wollte
13:57Ich habe sie machen lassen
13:58Mich nie eingemischt
13:59Obwohl mir das manchmal wirklich nicht leicht gefallen ist
14:03Und wegen ihr sitze ich jetzt hier
14:07Wegen ihr habe ich in diese Firma investiert
14:09Weil ich geglaubt habe, sie meint es ernst
14:11Und jetzt
14:13Die will verkaufen
14:15Wenn Lena es nicht tut
14:17Und ihr den Platz frei macht
14:18Das ist doch nicht wahr
14:20Hast du den Kurs gesehen?
14:22Hier
14:2332
14:24Vorhin war er sogar mal auf 33
14:28Dr. Holzknecht hat den Verdacht
14:29Dass sie mit dem Vorstand von Rousseau verhandelt hat in Paris
14:33Was du meinst?
14:35Birgit und er?
14:36Wenn sie tatsächlich vorhaben sollte, Althofer zu übernehmen
14:39Das schafft sie nicht allein
14:41Nicht einmal, wenn du mithalten würdest
14:46Was?
14:48Ich will diese Firma nicht mehr sehen
14:49Und meine Tochter auch nicht
14:52August
14:54Wilhelm
14:54Das ekelt mich alles ab
14:57Dieser sexuelle Kram
14:59Und dieses mir Ausweichen
15:00Im Hotelwohnen
15:01Heller hat versucht, sie zur Vernunft zu bringen
15:03Die hat sie einfach weggeschickt
15:05Und jetzt das!
15:08Wenn du jetzt durch diese Tür gehst
15:10Dann verlierst du mehr als die Firma
15:12Oder deine Tochter
15:16Und ich verliere dich
15:18Und ich habe in letzter Zeit, weiß Gott, genug verloren
15:24Wilhelm
15:27Ich weiß, dass mir mir sowas wie Gefühle nicht zutragt
15:32Aber ich habe mir immer eine richtige, wirkliche Familie gewünscht
15:37Das hätte Sinn gemacht
15:40Ein erfüllter Lebensabend
15:42Ein guter Schwiegersohn
15:43Ein paar Enkelkinder
15:46Aber was habe ich gekriegt?
15:49Eine verkaufte Brauerei
15:51Und eine kaputte Familie
15:53Weißt du noch, was du mir nach Rosas Tod gesagt hast?
15:57Als ich dachte
15:58Alles wäre sinnlos
16:03Akzeptiere den Schmerz
16:05Nimm ihn als einen Bestandteil deines Lebens
16:09Ja, aber wie soll ich denn den Unsinn, den meine Tochter da anstellt, akzeptieren?
16:14Lass es zu
16:17Lass sie so sein, wie sie ist
16:19Zeig ihr, dass du sie liebst
16:22Ihren Unsinn brauchst du ja nicht unbedingt zu unterstützen
16:26Ich fürchte, das kann ich nicht
16:28August, sei doch nicht so stur
16:31Was soll ich denn sagen?
16:34Ich habe die Frau, die ich liebe, verloren
16:37Meine Tochter ist tot
16:41Es tut mir leid, Wilhelm
16:45Aber ich kann nicht
16:49Ruf mich an, wenn alles vorbei ist
16:52Dr. Holzknecht soll meine Post erledigen
16:55Ich bin im Urlaub
16:56Ja, aber Sie wollten doch nachher bei dem Meeting dabei sein
16:59August, ich bitte dich, nun schütter mir gleich das Kind mit dem Bade aus
17:03Das Kind hat mich ausgeschüttet, Wilhelm
17:05Aber du schaffst das schon
17:06Sind ja deine Söhne, nicht?
17:08Meinen Segen haben sie
17:14Was hat er denn, Wilhelm?
17:17Birgit
17:19Sei so nett, doch verbinde mich mit Heather und
17:21Versuch Birgit irgendwo in der Firma zu erreichen
17:23Ja
17:32Das ist doch nicht so tragisch, Emma
17:33Der Leo ist, naja
17:45Was heißt denn, die Lena nicht zu erreichen?
17:47Lena ist immer zu erreichen
17:49Ihre Loyalität zu ihrer Chefin in allen Ehren
17:52Aber ich bin nicht irgendwer, den Sie einfach so abwimmeln können mit irgendeiner faulen Ausrede
17:56Lena ist unterwegs und auch ich kann sie nur über ihre Mailbox erreichen
18:01Unterwegs, wo denn?
18:02Wir sind verabredet und zwar heute Abend
18:03Bis heute Abend wird sie sicherlich wieder da sein
18:06Und jetzt entschuldigen Sie mich
18:07Das alles muss noch mit der Nachmittagspost raus
18:09Sagen Sie, was haben Sie eigentlich gegen mich?
18:15Gegen Sie gar nichts
18:17Nur etwas gegen unprofessionelles Verhalten am Arbeitsplatz
18:21Was erlauben Sie sich?
18:23Frau Meyerbeer
18:25Wenn ich eins in eins zusammenzähle, dann haben Sie Ihren Job gehörig mit Ihrem Privatleben durcheinander gebracht
18:30Und jetzt befinden Sie sich in einer Sackgasse
18:33Da irren Sie sich gewaltig, Frau Michel
18:36Gut, wie Sie meinen
18:38Ich habe mich immer gefragt, warum Sie sich so sehr für diese Firma engagieren
18:42Zuerst dachte ich, Sie wollten Ihrem geschiedenen Mann etwas beweisen und die vor die Tür sitzen
18:46Aber jetzt ist es ja raus
18:49Es war Lena, die Sie wollten, nicht die Firma
18:54Wenn ich Ihnen einen guten Rat geben darf, Frau Michel
18:56Schauen Sie sich schon mal nach einem anderen Job um
18:58Und wenn möglich, nicht in Augsburg
19:10Gottes Saison
19:12Ich muss wieder in die Villa
19:13Also Emma, jetzt dreh nicht durch
19:15Ich habe Kunze gefragt
19:16Leo hat die Frau wieder nach Hause geschickt
19:18Es ist aus, vorbei
19:19Nach Barcelona muss er auch nicht mehr
19:21Ach, wahrscheinlich hat er in Wasserburg schon wieder neues Bratkartoffelverhältnis
19:24Emma
19:25Ja, ist schon gut
19:27Jetzt geh
19:28Grüß Angela von mir
19:29Vielleicht kann ich Sie besuchen nach Feierabend, wenn es nicht wieder so spät wird
19:33Jetzt, wo du auch ausfällst heute
19:36Lena ist um sieben wieder zurück, vielleicht sogar früher
19:38Dann helfe ich dir noch
19:40So, aber jetzt muss ich schließlich will ich den süßen Stratzen schwarten lassen
19:44In dem Alter sind Sie süß, die Männer
19:46Aber sobald Sie laufen können
19:48Dann rennen Sie weg
19:49Das wird schon wieder, Emma
19:51Ihr habt doch ganz andere Sachen miteinander durchgestanden
19:54Du hast deinem Felix doch auch irgendwann den Laufpass gegeben
19:56Das war was anderes
19:58Naja, natürlich
20:01Trotzdem
20:02Danke, Nathalie
20:03Vor allem für das da
20:05Das hat ein Mann schon zu bieten im Vergleich zu einer Schachtel Pralinen
20:09Eben
20:22Ja?
20:25Sie wollten wissen, wie der Kurs steht?
20:27Achso, ja, und?
20:3032
20:31Plus minus 3%
20:33Gut, danke
20:34Und das können Sie gerne wegschmeißen, bitte
20:37Wieso?
20:39Ja, das war das erste Poster von Lena und das ist nicht mehr aktuell
20:44Was ist? Sie können gehen
21:04Oui, Monsieur Dupont, s'il vous plaît
21:06Wie?
21:08Wie?
21:08Wilgert Meierbeer
21:09Aber sicherlich, er ist sehr wichtig
21:13Wie?
21:16Wie?
21:23Wie?
21:27Wie?
21:28Wie?
21:34Wie?
21:35Wie?
21:36Wie?
21:36Wie?
21:37Wie?
21:38Wie?
21:39Wie?
21:40Wie?
21:40Wie?
21:41Wie?
21:41Wie?
21:42Wie?
21:42Wie?
21:42Wie?
21:43Du, ich verstehe dich gerade ganz schlecht. Wir sind in der Tiefgarage.
21:47Was hast du gesagt?
21:48Ich habe gesagt, am Schluss hat sie angedeutet, dass ich mich nach einem anderen Job umsehen soll.
21:52Das hat Birgit gesagt?
21:54Ja. Du hast recht, es wird ernst. Also dann, viel Glück.
21:57Danke.
21:58Wie geht's denn Angela?
22:00Natalie meint gut. Aber Dr. Huber war immer noch nicht da.
22:03Das ist bestimmt der Virus, der im Moment rumgeht. Pass bloß auf, dass du ihn nicht selber einfängst. Oder Florian?
22:10Danke. Ich rufe dich an, sobald wir hier raus sind, ja?
22:12Ja. Drück mir die Daumen.
22:13Schönen Gruß. Ich melde mich gleich.
22:15Schönen Gruß von Bernd. Er meldet sich gleich.
22:17Ich habe es gehört. Danke.
22:20Wie lange wird es dauern?
22:22Keine Ahnung. Wenn ich Pech habe, fünf Minuten. Wenn es gut läuft, halbe Stunde.
22:27Dann warte ich gleich hier.
22:30Wie sehe ich aus?
22:32Alles Roger.
22:35Toll. Wirklich.
22:37Danke.
22:58Ja?
22:59Bitte.
23:00Dankeschön.
23:01Ach, Frau Czerny.
23:04Ich hatte Sie eigentlich später erwartet. Der Flughafen müssen wir wieder zu wegen Überlastung. Tag?
23:11Ich bin mit dem Auto hier.
23:12Von Augsburg?
23:14Ich habe mich fahren lassen. Mit dem Auto ist man flexibler und irgendwie privater.
23:18Verstehe.
23:21Sie spielen Golf?
23:22Wie? Ach so, nein. Das heißt, recht und schlecht. Ich muss demnächst gegen einen potenziellen Großkunden antreten und mein Chef
23:29hat mich gebeten, nicht wieder so schlecht auszusehen.
23:32Wollen Sie auch mal probieren?
23:34Also, ich weiß nicht.
23:37Wenn Sie den Ball da hineinkriegen, ja, dann können Sie von mir haben, was Sie wollen.
23:45Das ist aber sehr mutig. Sie wissen ja gar nicht, was ich von Ihnen will.
23:49Ja oder nein?
23:51Ich spiele nicht Golf.
23:52Aber Sie haben keine Angst vor dem Risiko, oder?
23:56Nein.
23:57Na dann.
23:59Dann.
24:19Also, bravo. Sie wollen behaupten, Sie hätten noch nie Golf gespielt.
24:23Mini-Golf. Das letzte Mal mit 14. Im Urlaub mit meiner Mutter.
24:27Nehmen Sie Platz mit.
24:30Frau Schmidbauer, den Champagner bitte.
24:32Nein, für mich nicht. Danke.
24:34Ich habe auch ehrlich gesagt nicht so viel Zeit, weil ich um spätestens 19 Uhr wieder in Augsburg sein muss.
24:38Schade. Ich hatte mir den Abend eigentlich freigehalten für Sie. Ich meine, nach der Golfrunde.
24:43Aber bitte, das Geschäft geht vor.
24:45Äh, Sie wollen auch sonst nichts trinken?
24:48Ich bin zu nervös. Ich will erst loswerden, warum ich hier bin.
24:52Also, Frau Schmidbauer, keinen Champagner und auch sonst nichts. Danke.
24:58Ich weiß doch, warum Sie hier sind.
25:01Sonst würde ich doch nie so eine waghalsige Wette eingehen.
25:03Ach so?
25:05Als Sie anriefen und um einen Termin baten, da habe ich mir Ihre Umsätze bei uns ausdrucken lassen und Ihre
25:10letzte Bilanz geprüft.
25:13Und bei dieser Gelegenheit habe ich festgestellt, dass Ihr Aktienkurs überproportional gestiegen ist in der letzten Woche.
25:18Deswegen bin ich nicht hier.
25:20Ich bin noch nicht fertig.
25:21Sie wollen Geld.
25:23Viel Geld.
25:25Das ist kein Kunststück, das zu erraten.
25:28Wir sind eine klassische Firmenkundenbank für den Mittelstand und wir kümmern uns am liebsten persönlich um unsere Kunden.
25:34Jeder Kunde, der sich die Mühe macht, um einen persönlichen Termin bei mir nachzusuchen, will Geld.
25:39Und in Ihrem Fall muss es viel sein, weil, naja, also seit ich Ihnen meine Visitenkarte gegeben habe, bei dem
25:46Empfang damals in Mailand, haben Sie sich nicht mehr gemeldet.
25:50Damals wusste ich auch nicht, dass Sie bei Ihrer Bank für die Firmenkunden zuständig sind.
25:54Und damals brauchte ich auch kein Geld, weil ich dachte, dass man mit Kreativität und genug Ausdauer und Ehrgeiz es
25:59auch so schaffen kann.
26:01Jemand will Sie aufkaufen.
26:02Habe ich recht?
26:04Es sieht wenigstens danach aus, ja.
26:06Der Termin heute Abend um 19 Uhr geht genau darum.
26:09Und ich will nicht in die Verhandlung gehen ohne entsprechende Rückendeckung.
26:12Verstehen Sie?
26:14Wie viel?
26:16Ich denke, sieben Millionen.
26:22Kann sein, dass ich das Geld nie wirklich brauchen werde.
26:25Und wenn, dann sicher nicht alles auf einmal.
26:27Es ist nur für den extremen Notfall.
26:29Was verstehen Sie unter extremen Notfall?
26:32Dass man versucht, mich aus der Firma zu drängen. Mit Geld.
26:35Ohne Sie ist die Firma nur die Hälfte wert, wenn überhaupt.
26:38Sie überschätzen mich.
26:40Frau Czarni, die Textil- und Modebranche ist eine der unsichersten Branchen auf dem heutigen Markt.
26:44Ihre Firma hat mit großer Zuverlässigkeit Gewinn- und Umsatzsteigerungen zu verzeichnen.
26:50Sie haben es sogar geschafft, in den USA Fuß zu fassen, also ich glaube kaum, dass ich Sie überschätze.
26:56Was auch immer Sie machen, Sie scheinen es richtig zu machen.
27:00Und was sehr wichtig ist, auch unser Vorstand ist der Meinung.
27:04Ich vertraue Ihnen.
27:07Warum?
27:08Sie werden sich nicht mehr erinnern, aber ich, damals in Mailand, da habe ich mitgekriegt, wie Sie am kalten Buffet,
27:15wie Sie da mit diesem Italiener geredet haben.
27:18Ennio Boretti.
27:20Genau. Ihre absolute Intoleranz jeder Inkompetenz gegenüber.
27:24Und Ihre leidenschaftliche Liebe für Ihren Job, die keiner Halbheiten duldet, das war schon sehr beeindruckend.
27:31Der Mann hatte richtig Angst vor Ihnen.
27:33Boretti-Angst.
27:35Was ist denn daran zum Fürchten, wenn man seinen Job richtig machen will?
27:38Sie sind eine Frau?
27:40Und in einer gehobenen Position?
27:43Für die meisten Männer ist das immer noch zum Fürchten.
27:45Das ist doch lächerlich.
27:47Wir Männer sind seit gut und gern, sagen wir mal, 2000 Jahren in gehobenen Positionen.
27:51Die Frauen erst seit ein paar Jahrzehnten.
27:53Es ist sehr schwer für einen König abzudanken.
27:56Und warum haben Sie dann keine Angst vor mir, sondern vertrauen mir sogar?
28:00Tja.
28:02Frauen wie Sie, wie soll ich sagen, vielleicht, ähm, meine Mutter war eine Frau wie Sie.
28:10Sie hat die Maklerfirma meines Vaters übernommen, als der viel zu früh starb.
28:15Sie hat mir erst das Fürchten beigebracht und dann wieder ausgetrieben.
28:21Mein Job als Banker besteht darin, das Geld der Bank in aussichtsreiche Unternehmen zu investieren.
28:27Wohlgemerkt, in aussichtsreiche, das heißt nicht in risikolose, das kann ja jeder.
28:31Danke.
28:35Sieben Millionen sind viel Geld.
28:37Und billig sind Sie auch nicht.
28:40Ich weiß.
28:42Und ich hoffe, dass ich Sie gar nicht brauchen werde.
28:45Und falls doch, Sie kriegen sie wieder.
28:49Gut, die Modalitäten werde ich dann mit Ihrem Dr. Holzknecht verhackstücken.
28:53Planung, Zweckbindung des Kredits, diverse Sicherheiten.
28:56Sie kennen Dr. Holzknecht?
28:57Aus einer Zeit bei Mayerberg.
28:59Ja, da haben Sie sich einen guten Mann gehandelt.
29:01Das ist ein weiterer Pluspunkt für Sie.
29:03So, und jetzt verraten Sie mir noch, wie haben Sie den Balter so einfach reingekriegt?
29:07Keine Ahnung.
29:08Ich habe einfach versucht, eine gute Figur zu machen.
29:10Das haben Sie doch gar nicht nötig.
29:12Schade, dass Sie schon wieder zurück müssen.
29:14Warum besuchen Sie uns nicht mal?
29:16Internet ist zwar sehr praktisch, aber man kann es nicht sehen und nicht anfassen.
29:19Das ist ein Wort.
29:21Rufen Sie mich an, aber lassen Sie diesmal nicht wieder so viel Zeit verstreichen.
29:24Ich gebe Ihnen noch mal meine Karte.
29:25Da ist jetzt auch meine private Handynummer drauf und meine geheime E-Mail-Adresse.
29:29Die haben nur meine Sekretärin und meinen Chef.
29:31Und Ihre Frau.
29:33Das war einmal.
29:35Entschuldigung, es tut mir leid.
29:36Nein, nein, die ist jetzt viel glücklicher.
29:38Also nicht vergessen, es muss nicht erst ein Notfall eintreten, damit Sie mich anrufen.
29:43Die Kreditzusage lasse ich Ihnen zukommen, sobald es soweit ist, ja?
29:45Also, Ihr Wort genügt mir.
29:47Mir nicht.
29:49Kommen Sie gut nach Hause.
29:50Wiedersehen.
29:55Kommen Sie genehaven.
30:05Kommen Sie gut nach Hause aus.
30:08Kommen Sie gut nach Hause?
30:08Kommen Sie gut nach Hause?
30:22Na, alles klar?
30:24Ja, und jetzt nichts wie nach Hause.
30:34Ich bin's. Überstanden.
30:52Herr Dr. Huber, endlich! Ich dachte schon, Sie haben uns vergessen.
30:56Hallo, Nathalie.
30:58Na ja, und bei mir ist eine Hausgeburt dazwischengekommen.
31:02Und außerdem bin ich im Augenblick allein in der Praxis.
31:05Und so dramatisch wird's nicht sein.
31:08Dieser Virus kassiert gerade in Augsburg.
31:10Passen Sie nur auf, dass der Kleine von Lena in sich nicht fängt.
31:13Ja, da passe ich schon auf. Ich wasche mir dauernd die Hände.
31:15Und Angela liegt natürlich im Bett. Sie hat Fieber.
31:18Noch eine Treppe weiter und die erste Tür links.
31:20Ich gehe dann wieder zu Florian.
31:22Okay.
31:27Ja?
31:31Hallo.
31:32Hallo.
31:34Hier der Thomas.
31:36Angela, hallo.
31:36Grüße Sie.
31:38Sehr schön, Sie haben's mit Wagenbecken probiert.
31:40Ja, und das bringt nichts.
31:42Wie geht's denn?
31:43Ja.
31:44Nicht gut?
31:52Jetzt gehen wir nochmal.
31:55Jetzt.
31:56Arme den Mund offen machen.
32:00Ah.
32:00Ah.
32:01Ja.
32:03Nochmal weit auf.
32:04Ah.
32:05Okay, danke.
32:08Und wenn Sie mal den Rücken freimachen, dass Sie abhorchen können?
32:18Atmen, es wird kalt.
32:19Und einmal tief durchatmen.
32:24Einmal noch.
32:27Noch einmal.
32:33Na ja.
32:34Das ist eine klassische Virusküppe.
32:37Da kann man eigentlich gar nicht viel machen, außer zu warten, bis der Körper selbst damit fertig wird.
32:42Ich lasse Ihnen das hier gegen den Hustenreiz.
32:45Und wenn das Fieber wieder höher steigt, dann nehmen Sie hier von zwei Tabletten.
32:49Aber nicht mehr als zweimal am Tag.
32:51Okay.
32:52Und versuchen Sie zu schlafen.
32:54Das hilft am besten.
32:55Tue ich ja.
32:56Aber da habe ich immer diesen furchtbaren Träume.
32:58Das ist das Fieber.
32:59Jetzt hätte ich einen riesigen Kopf.
33:01Und alles sieht aus, als würde ich verkehrt rum durch ein Fernglas gucken.
33:05Sie werden sehen, morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
33:09Können Sie nicht noch ein bisschen hierbleiben?
33:11Mir ist so langweilig.
33:13Das würde ich ja ganz gern, aber ich habe die Praxis voller Patienten sitzen.
33:17Seien Sie froh, dass ich überhaupt gekommen bin.
33:18Das haben Sie nur vor, Charlie zu verdanken.
33:20Okay?
33:21Gute Besserung.
33:27So ein paar Tage allein im Bett und mit sich und seinen Gedanken ist auch was Gutes.
33:30Wenn man was draus macht.
33:34Denken Sie was Schönes.
33:35Darf ich an Sie denken?
33:38Sie dürfen auch an mich denken, ja.
33:40Lassen Sie die Tür bitte offen.
33:42Gute Besserung.
33:56Birgit!
33:57Bitte nicht, Wilhelm.
33:58Ich weiß, was du sagen willst.
34:00Und du weißt, was ich antworten werde.
34:01Also lassen wir es gleich, ja?
34:14Tag, Frau Stonnel.
34:16Frau Meier wieder.
34:17Dr. Holzerichter?
34:18Ja, schon, aber Sie können da jetzt nicht rein.
34:21Er hat ein Meeting.
34:22Ach ja, interessant.
34:23Verstehe.
34:25Ja, wen haben wir denn da?
34:28Die halbe Familie Althofer.
34:30Eine Verschwörung?
34:32Wenn ich gewusst hätte, dass Sie wieder hier sind, hätte ich Sie gerne dazu gebeten.
34:36Gut siehst du aus.
34:37Die Flitterwochen demnach gut überstanden?
34:39Mein Privatleben steht ja nicht auf der Tagesordnung, sondern dein Job.
34:42Darf ich die Fragen, wie du dir das vorgestellt hast?
34:44Bitte nicht.
34:46Wir sind doch alles erwachsene Menschen.
34:47Ich schlage vor, wir bleiben so sachlich wie möglich.
34:49Nehmen Sie Platz, Frau Meierbeer.
34:51Dankeschön, nicht nötig.
34:53Ich bin bestens informiert.
34:54Die verlorenen Söhne kehren in den Schoß der Firma zurück und Sie sind dabei, ein Opferlamm zu schlachten.
34:59Aber bitte, ich habe nichts dagegen.
35:01Jetzt hör auf mit dieser aufgesetzten dramatischen Nummer und setz dich.
35:04Mein Liebesleben ist mir scheißegal.
35:05Hier geht es um die Firma und um Rolands und meine Zukunft.
35:09Bitte, Frau Meierbeer.
35:15Es geht nur darum, eine Lösung zu finden, die für uns alle akzeptabel ist.
35:21Wir haben jetzt fast 14 Tage verloren und die Messe in Düsseldorf steht vor der Tür.
35:24Und da du offenbar kein Interesse, hast du es, Lena, an uns herangetreten.
35:28Und darauf seid ihr reingefallen.
35:29Also, ich weiß nicht, was in deinem Kopf vor sich geht, Birgit.
35:32Aber kannst du vielleicht mal für 10 Minuten auch an etwas anderes denken als an dich und deine Gefühle?
35:38Wir sind auch noch da.
35:40Und mehr als 200 Mitarbeiter und ein paar tausend Aktionäre, die eine Dividende erwarten.
35:45Richtig. Aktionäre.
35:47Und zufällig bin ich einer dieser Hauptaktionäre.
35:50Und ich denke an nichts anderes mehr als daran, wie man verhindern kann, dass Lena uns auf einen Abgrund zusteuert.
35:56Birgit.
35:57Seid ihr denn alle blind? Oder wollt ihr es nicht sehen?
36:01Lena ist völlig überlastet. Und zwar nicht nur mit der Kollektion.
36:04Sondern auch Stoffdesign findet so gut wie gar nicht mehr statt, seit sie auch noch Mutti spielt.
36:09Ganz zu schweigen von einem professionellen Marketing.
36:11Und dieses Mädchen, das sie da praktisch von der Straße aufgelesen hat.
36:16Ein Lehrmädchen als Trendscout, die auch noch ausfällt, weil sie ständig babysitten muss?
36:22Wir sind gerade dabei, einen zusätzlichen Designer einzustellen.
36:26Und was das Marketing angeht.
36:28Also, ich finde, wir sind bis jetzt sehr gut gefahren.
36:31Aber bitte, man kann über alles reden und Frau Czerny ist durchaus kooperationsbereit.
36:35Ja, das werden wir ja sehen.
36:37Ich habe gleich ein Treffen mit ihr.
36:38Das heißt, wenn sie mich nicht versetzt, denn angeblich ist sie irgendwo unterwegs und sollte eigentlich längst zurück sein.
36:47Stange?
36:49Die ist hier, Frau Michel?
36:51Ja, richtig, ja, aus.
36:54Danke, gleichfalls.
37:01Entschuldigung, Frau Michel hat gerade angerufen.
37:03Frau Czerny ist zurück und erwartet sie in der Villa.
37:06Ja, dann entschuldige mich.
37:08Bleiben Sie sitzen.
37:10Ach so, eins möchte ich noch sagen.
37:12Egal, zu welchem Ergebnis Sie hier heute mit Felix und Roland kommen,
37:15ich würde Ihnen raten, mit der Unterschrift zu warten, bis ich und mein Vater eine Entscheidung getroffen haben.
37:23Ja, die Frau sind alle.
37:27Danke, Frau Stammel, Sie können jetzt gehen.
37:28Das dauert ja noch ein bisschen länger.
37:30Ja, gut.
37:31Ach, was ist mit Dr. Heidenreich? Sie wollten...
37:33Ach so, ja, rufen Sie ihn bitte an, sagen Sie ab für heute.
37:36Gut, mache ich.
37:38Wiedersehen.
37:38Wiedersehen.
37:39Wiedersehen.
37:40So.
37:54Lena!
37:55Bleib liegen, ich habe eh nur ein paar Minuten.
37:57Birgit kommt gleich.
37:58Ach du Schande.
37:59Hast du Angst?
38:00Geht so.
38:01Na, bei der Bank ist ja eigentlich alles gut gegangen.
38:03Du hast ja immer noch Fieber.
38:05Es ist kein Fieber, es ist Liebe.
38:08Wie?
38:08Dr. Huber war da.
38:10Gott ist der süß.
38:11Lena!
38:12Birgit ist da!
38:13Ja!
38:15Also, der ist ja wohl ein bisschen alt für dich, oder?
38:17Was hast du denn für spießige Ansichten?
38:21Engelchen hat Fieberfantasie.
38:26Aber du kommst wieder, ja?
38:28Klar.
38:37Sie ist da drin und macht ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter.
38:40Ich weiß nicht, wie lange das dauert.
38:44Du kannst ja noch bleiben.
38:45Kein Problem.
38:45Uwe muss sowieso Überstunden machen.
38:47Ich kann uns ja was kochen.
38:49Wenn du was findest, ansonsten können wir uns ja eine Pizza bringen lassen.
38:53Ich kriege schon irgendwas hin.
38:55Toi, toi, toi.
39:02Entschuldigung.
39:04Angela ist krank und ich bin erst jetzt zurückgekommen.
39:07Wenn das diese Virusgrippe ist, dann gebe ich dir lieber nicht die Hand.
39:11Auch gut.
39:13Also?
39:15Ich möchte es gern kurz machen, Lena.
39:17Es gäbe zwar eine Menge zu sagen, aber ich denke, es ist für uns beide das Beste,
39:20wenn wir das Persönliche außen vor lassen und nur über das Geschäft reden.
39:23Gern.
39:24Nur wo ist der Unterschied?
39:25Wir hatten nur eine geschäftliche Beziehung.
39:27Auf freundschaftlicher Basis vielleicht.
39:29Was dich angeht.
39:31Das ist mir jetzt auch klar, nur leider zu spät.
39:34Ach ja, und ich wollte mich auch noch in aller Form bei dir entschuldigen.
39:37Dafür, dass ich so naiv und gutgläubig war, zu glauben, dass du für mich mehr empfindest,
39:41als für Kontoauszüge und Klamotten umsetze.
39:44Ach, Birgit, du weißt doch genau, dass das nicht stimmt.
39:49Ich hab dich immer gern gemocht.
39:52Und gleichzeitig hatte ich Angst, vor deinem Geld, vor deiner unbeirrbaren Art, dich bei
39:56Althofer zu engagieren.
39:58Angst?
39:58Wovor denn, Lena?
39:59Doch nicht vor mir, sondern davor, dass ich dir die Show stehlen könnte hier in der
40:03Firma.
40:05Du willst immer alles für dich allein und allein machen.
40:10Für mich ist da kein Platz, aber bitte sehr.
40:13Du kannst gerne alles hinschmeißen, deine Aktien verkaufen und gehen.
40:16Dann kannst du tun, was du willst.
40:18Wenn das so ist, dann würde ich doch vorschlagen, du gehst.
40:22Ich fürchte, das wirst du dir nicht leisten können.
40:25Immerhin besitzen mein Vater und ich rund 30 Prozent von dem Laden hier.
40:28Ihr habt ungefähr 9 Millionen in der Firma.
40:30Ich denke schon, dass ich eure Anteile übernehmen kann.
40:33Lena.
40:35Ja?
40:35Was?
40:36Das ist lächerlich.
40:38Warum sagst du nicht die Wahrheit, Birgit?
40:40Du willst Rousseau hier als deinen Partner.
40:42Seine Hausmann kauft doch schon alles, was sie kriegen kann auf dem Aktienmarkt.
40:45Rousseau, wie kommst du denn darauf?
40:47Es gibt ein Foto von dir in einer Zeitung bei seiner Boutiqueeröffnung.
40:50Und bitte sag jetzt nicht, dass du zufällig da warst.
40:53Und wenn schon.
40:55Das ändert nichts an der Tatsache, dass eine von uns beiden gehen muss.
40:59Und das wirst du sein.
41:01Und ich sag dir auch warum.
41:03Nicht, weil ich eine Bank gefunden hab, die mich auch allein finanziert ohne Meyerbeer.
41:07Und auch nicht, weil ich so toll bin oder so hübsch zeichnen kann oder was auch immer.
41:11Sondern weil du immer aus den falschen Gründen hier warst.
41:14Erst deine missglückte Ehe mit Roland und dann deine merkwürdige Beziehung zu mir.
41:20Ich bin hier, weil ich meinen Job liebe.
41:23Deswegen wirst du gehen.
41:24Früher oder später.
41:29Es sei denn, du wächst über dich hinaus und bist so großherzig und aufrichtig, wie du sein kannst.
41:36Und wir geben uns jetzt die Hand und alles wird gut.
41:47Sie ist schon wieder gegangen?
41:49Und?
41:51Lässt du mich fünf Minuten allein, bitte?
41:53Klar.
41:54Ich ruf dich einfach, wenn's Essen fertig ist.
42:07Ja?
42:11Chris, kannst du Gedanken lesen?
42:15Schön, dass du anrufst.
42:18Ich brauch dich nämlich.
42:19Dringend.
42:21Bist.
42:46Dringend.
43:16Untertitelung des ZDF für funk, 2017
43:18Untertitelung des ZDF, 2020
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