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Kurzfilme
Transkript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:59Untertitelung des ZDF, 2020
01:29Untertitelung des ZDF, 2020
01:57Untertitelung des ZDF, 2020
01:59Das klingt ja fast so, als wärst du eifersüchtig
02:03Sonnenquatsch
02:04Lena hat einen schweren Tag heute
02:06Die Presse kommt
02:07Personality Story mit Fotoshooting
02:09Und da machen sich Ringe unter den Augen nicht besonders gut
02:11Personality Story?
02:14Mhm
02:15Aktionär heißt das Blatt
02:16Nie gehört
02:19Ach, das ist eins von diesen Magazinen
02:21für den privaten Investor
02:22Oder Heimspekulanten, die jetzt wie Pilze aus dem Boden schießen
02:25Oh Gott, wie langweilig
02:27Warum macht sie da mit?
02:29Elle, wo, Cosmopolitan, Brigitte oder sowas
02:31Das würde doch viel mehr bringen
02:34Sie macht aber nicht nur Mode
02:36Sie ist auch Chefin eines Wirtschaftsunternehmens
02:38So
02:40Und jetzt muss ich los
02:42Sollte sie heute irgendwann nochmal auftauchen
02:46Dann sag ihr doch bitte, dass ich nach Köln musste in die Galeria-Zentrale
02:49Aber heute Abend zur Party bin ich auf jeden Fall wieder da
02:52Party?
02:53Naja, Party ist wahrscheinlich zu viel gesagt
02:55Waldraud hat einen neuen Lebensgefährten
02:57Der soll wahnsinnig gut kochen können
02:58Und bei der Gelegenheit will sie ihn uns gleich mal vorstellen
03:01Da bin ich aber mal gespannt
03:02Dass die Frau überhaupt noch einen Mann ins Bett kriegt, ist ein Wunder
03:06Mein Gott
03:07Ihr Kids denkt auch
03:08Jeder über 25 benutzt das Bett nur noch zum Grippe auskurieren und schlafen, oder?
03:13Hm
03:16Bis später
03:17Tschüss
03:26Tschüss
03:30Tschüss
03:48Morgen.
03:52Habe ich wieder geredet im Schlaf?
03:57Ich habe wieder von diesem Gefängnis geträumt, in Tibet.
04:00Und du warst auch da.
04:01Du bist leider in einer anderen Zelle.
04:04Das kann aber nicht ich gewesen sein.
04:06Ich habe nämlich was anderes geträumt.
04:09Was denn?
04:10Interessiert dich das wirklich?
04:12Ehrlich.
04:16Ach, das ist...
04:18Das ist ein Traum, den habe ich schon so oft geträumt,
04:20dass ich mich total gut drin auskenne und genau weiß, was kommt.
04:24Ich versuche verzweifelt, nicht wieder denselben Fehler zu machen,
04:27aber egal, was ich tue, ich bin jedes Mal wieder an der Stelle,
04:31wo ich nicht mehr weiter weiß.
04:32Das ist in irgendeiner riesigen Stadt.
04:35Ich...
04:37Ich will nach Hause, aber ich finde einfach nicht zurück.
04:42Und wo ist dein Zuhause?
04:44Also, dieser alte Kasten hier kann es ja wohl nicht sein.
04:49Und wo ist dein Zuhause?
04:53Da, wo du bist.
05:00Das stimmt nicht.
05:02Ich wünsche es mir, aber...
05:04Im Grunde genommen bin ich nichts anderes als ein Zigeuner.
05:09Ja?
05:10Group Service!
05:12Komm rein, ist nicht abgeschlossen.
05:22Fantastisch!
05:22Sogar ein weichgekochtes Ei, das du so was kannst.
05:25Und Toast mit einer Auswahl an diversen Marmeladen und Käse.
05:29Gibst du mir bitte den Bademantel an der Tür?
05:31Warum? Frühstückst du nicht gerne im Bett?
05:32Bitte!
05:34Jetzt komm, du kannst aber mal 15 Minuten später in den Laden kommen.
05:37Du bist die Chefin.
05:38Ja.
05:39Wenn ich Mitarbeiter hätte, auf die ich mich verlassen könnte.
05:42Entschuldige, aber es hat sich alles irgendwie so ergeben.
05:45Und dann war es auf einmal so spät, dass ich eben bei Wolf übernachtet habe.
05:48Aha.
05:48Dann warst du also doch da in Frankfurt bei dem Rockkonzert.
05:50Oh Mann, Lena, das hat sich total gelohnt.
05:52Ich habe mindestens 10 Filme verschossen.
05:54Frankfurt ist eine ganz andere Szene als München.
05:57Und da hast du so ganz nebenbei deinen Termin beim Jugendamt verdrängt, ja?
06:04Jugendamt?
06:06Scheiße.
06:07Was?
06:08Meine Mutter.
06:11Willst du mich heiraten?
06:13Dann hätte ich sie endlich los.
06:14Und das Jugendamt.
06:16Sorry.
06:17Schon vergeben.
06:24Aber ich könnte natürlich als Vorspeise auch überbackene Austern machen.
06:28Und als Hauptgericht, Stadt Scholle, Flugentenbrüste?
06:32Bernd, mach was du willst.
06:34Hauptsache, du hast genug in der Küche zu tun und nervst die Gäste nicht.
06:38Hey, wie soll ich denn das verstehen?
06:41Es ist nicht jedermann gegeben, ein Universalgenie zu sein.
06:45Du bist fantastisch.
06:47Im Autofahren, im Bett und in der Küche.
06:51Aber im Wohnzimmer, da bist du leider eine absolute Null.
06:56Außer du sitzt vor dem Fernseher und sagst nichts, weil du dafür eingepennt bist.
06:59Okay.
07:00Verstehe.
07:01Du genierst dich wegen mir.
07:04Komm, gib's zu.
07:05Oh, Bernd, bitte nicht schon wieder.
07:08Wir können das Ganze auch ablassen, ja?
07:11Wer A sagt, muss auch Bernd sagen.
07:14Nun fahr endlich.
07:15Du musst auch noch einkaufen.
07:17Also tschüss.
07:17Ja, tschüss.
07:18Moment, was ist denn mit Kohle?
07:20Für den Wein, den wolltest du bezahlen.
07:23Ja.
07:25Hier.
07:26Danke.
07:27Tschüss.
07:29Oder soll ich doch lieber die gefüllten Pilze machen, die dir gestern so geschmeckt haben?
07:32Und als Hauptgericht Heilboot in...
07:36Kohl hier.
07:54Fashion Factory, Michel?
07:56Na endlich.
07:57Ich versuche, dich schon dauernd zu erreichen.
07:59Entschuldige.
08:00Aber Bernd hat die volle Panik wegen heute Abend.
08:02Heute Abend?
08:03Ach so, stimmt ja.
08:05Jetzt mach bloß keinen Rückzieher.
08:06Land ist sehr sensibel und würde das nicht verkraften.
08:09Nee, nee, ich schaff das schon irgendwie.
08:10Ich hab mir übrigens überlegt, dieses Fotoshooting mach ich lieber in der Galeria.
08:14Hier sieht's entsetzlich aus.
08:16Es sei denn, du schickst die Putztruppe vom Büro rüber.
08:19Also ehrlich, es gibt drei Frauen.
08:21Da wird doch eine dazu fähig sein, mal den Staubsauger in die Hand zu nehmen.
08:24Du bist herzlich eingeladen.
08:27Wir machen's in der Galeria.
08:29Entschuldige, ich brauch jetzt dringend einen Kaffee.
08:31Sehen wir uns nachher?
08:32Ja, natürlich.
08:32Ich muss mich auch noch vorbereiten.
08:34Haben die eigentlich die Fragen für das Interview schon gefaxt?
08:37Ja, da ist was.
08:38Moment.
08:41Ja.
08:43Na gut, dann bis gleich.
08:46Ich ertreib das nicht, wenn du sauer auf mich bist, Lena.
08:50Ich bin nicht sauer.
08:51Ich mach mir Sorgen.
08:53Ich frag mich, ob ich die Rolle spielen möchte, die du mir offenbar zuschieben willst.
08:56Welche Rolle?
08:57Die Mutterrolle.
08:58In dem Fall kannst du nämlich gleich nach Hause gehen.
09:01Und wenn du jetzt noch einen Schritt weitermachst, dann kannst du auch zurück zu deinen Freunden unter der Brücke.
09:05Das kannst du dir echt als erstes abgewöhnen, immer abzuhauen, wenn dir was nicht passt.
09:14Jetzt versteh mich doch.
09:17Ich will deine Freundin sein und nicht deine Aufpasserin.
09:21Aber blöderweise fühle ich mich verantwortlich.
09:25Jetzt schau mich halt bitte an.
09:33Ich durfte in deinem Alter auch nicht mit irgendwelchen Typen auf Rockkonzerte und zwei Tage weiß Gott wo pennen.
09:38Wolf ist ein alter Kumpel, da war nichts.
09:40Ich würde es trotzdem gerne vorher wissen.
09:43Und wenn du die Fotos siehst, dann weißt du, dass es sich gelohnt hat.
09:46Aber du brauchst mir doch nicht mehr zu beweisen, dass du gut bist als Trendscout.
09:50Das weiß ich doch.
09:51Sonst hätte ich dich niemals bei Waltraud und Holzknecht durchboxen können.
09:55Aber wir müssen einfach als allererstes deine familiäre Situation klären.
09:59Stell dir mal vor, das Jugendamt taucht bei mir auf und ich habe keine Ahnung, wo du steckst und was
10:02du machst.
10:02Sehr gut, ich habe es begriffen.
10:05Schaust du die Fotos trotzdem mal an?
10:07Bitte, bitte.
10:09Nicht jetzt.
10:12Aber du kannst mir nachher helfen, mich ein bisschen zu verschönern für das Fotoshooting.
10:16Ich schaue aus wie... wie...
10:18Wie eine, die mit einem Mann im Bett gewesen ist und tierisch viel Spaß gehabt hat.
10:22So, so?
10:22Ja, laut Birgit.
10:24Und sie war schon total eifersüchtig.
10:26Birgit?
10:27Ach ja, und ich soll dir noch sagen, dass sie heute in Köln ist, aber zur Party wird sie wieder
10:31da sein.
10:32Party?
10:32Was für eine Party?
10:33Hier, heute Abend.
10:34Vielleicht bist du ja bis dahin angezogen und präsentabel.
10:37Ciao, Liebling.
10:38Musst du schon weg?
10:39Ja, wir sind berufstätig.
10:42Im Gegensatz zu dir.
10:43Ciao, Liebling.
10:45Ciao, Liebling.
10:49Ciao, Liebling.
11:00Morgen, ihr Damen.
11:01Morgen.
11:01Hast du schon auf?
11:02Ja.
11:03Einen Moment.
11:04Gehst du schon mal vor?
11:05Ich komme gleich nach.
11:05Ja.
11:07Sag mal, könntest du ihm bei der Gelegenheit schonend beibringen, dass er endlich was Vernünftiges tun soll?
11:11Der hängt hier den ganzen Tag nur rum.
11:13Das tut ihm nicht gut.
11:14Und mir auch nicht.
11:15Wieso?
11:16Ich habe gedacht, er fotografiert wieder für dich, so wie früher.
11:18Das will ich irgendwie nicht.
11:21Ich meine, dem Fotografen kann man die Meinung sagen und notfalls auch durchsetzen, aber beim eigenen Freund, das fällt mir
11:25irgendwie schwer.
11:27Warum muss immer alles so kompliziert sein?
11:30Nathalie hört auch nicht auf mich.
11:32Ich bin einfach zu nett.
11:33Wann war Nathalie immer noch nicht beim Therapeuten?
11:36Nein.
11:37Du weißt Bescheid?
11:39Hat ein Weichen gedauert.
11:40Sie macht das echt raffiniert.
11:43Ich habe versucht, sie nicht aus den Augen zu lassen, aber irgendwie schafft sie es dann doch immer.
11:49Gestern zum Beispiel, als ich erst um zehn nach Hause gekommen bin nach unserem Meeting,
11:53da habe ich im Abfall zwei leere Pizzakartons gefunden und zwei leere Eisbecher.
11:57Und dann hat sie noch mit mir zu Abend gegessen.
12:00Und da hast du nichts gesagt?
12:02Ich traue mich nicht.
12:04Ich bin ein Feigling, ich weiß.
12:06Ich habe Angst, sie geht dann zu ihrem Felix zurück.
12:08Der merkt sowas ja nicht, weil er zu sehr mit sich beschäftigt ist.
12:10Also, wenn sie das nicht freiwillig macht, dann müssen wir sie halt zwingen.
12:15Nathalie, zwingen.
12:18Zusammen schaffen wir das.
12:32Chris?
12:34Ja.
12:38Sag mal, weißt du, wer die geschossen hat?
12:42Irgendein Italiener aus dem Stall von Boretti.
12:44Namen habe ich vergessen.
12:45Also Kunst kann man das nicht nennen.
12:47Kunst ist im Internet auch nicht gefragt.
12:49Und der beste Mann für Print- und Hochglanzanzeigen ist leider verhindert.
12:52Der sitzt im Damenbademantel auf dem Sofa seiner Lebensgefährtin und dreht Däumchen.
12:57Was ist los mit dir?
12:59Ganz einfach.
13:00Ich hätte nicht zurückkommen sollen.
13:02Ach so ein Quatsch.
13:02Du hättest nicht wegfahren sollen.
13:04Wir waren ein gutes Team.
13:04Wir haben viel Spaß gehabt und eine Menge Kohle verdient.
13:08Du brauchst bloß was zu sagen und du kannst dein Atelier wieder haben.
13:11Nathalie und ich finden schon was anderes.
13:14Ein paar Anrufe bei den Agenturen und du bist wieder im Geschäft.
13:19Chris!
13:21Mit einem Kind hätte das alles Sinn gemacht.
13:24Und einer Frau, die außer ihrem Geschäft auch noch was anderes im Kopf hat.
13:26Und hier.
13:27Verstehst du?
13:28Mann, wenn es um ein Kind geht, dann probiert er das halt nochmal.
13:32Ich gehe jetzt duschen.
13:33Herrgott nochmal, Chris!
13:37Ich habe mir mein ganzes Leben lang was vorgelegen.
13:40Auch diese Tibet-Nummer war eine Lüge.
13:42Aber das wird einem leider erst dann klar, wenn man wochenlang in der dunklen Zelle sitzt.
13:47Alleine.
13:48Mit offenen Augen.
13:50Und in ein schwarzes Nichts-Start.
13:54So lange bis man feststellt, da ist nichts.
13:57Gar nichts, Uwe.
14:00Selbst wenn die Tür wieder aufgeht und Licht in die Zelle fällt.
14:05Nichts.
14:06Alles weg.
14:08Leer.
14:09Du lebst eine Illusion, Uwe.
14:11Ja, gerne.
14:14Du bist verrückt.
14:17Wach auf, Mensch.
14:18Das ist vorbei.
14:52Du wirst es nicht für möglich halten.
14:54Aber ich stehe auf dem Augsburger Sportflugplatz.
14:57Und schaue jetzt so, wie unser Anwalt, Dr. Straubinger, gerade zu seiner ersten Landung ansetzt.
15:03Mhm.
15:04Und so wie das aussieht, möchte ich nicht in den Flieger sein.
15:09Da habe ich sie doch ruhiger.
15:12Wie?
15:14Roland?
15:15Der schreibt.
15:16Jeden Tag, stundenlang.
15:18Immer noch an diesem blöden Enthüllungsroman?
15:20Silke, bitte.
15:21Du musst ihm das ausreden.
15:23Leider schreibt er gut, Dieter.
15:25Und abends liest er mir mal vor.
15:27Er liest dir vor, so, so wie romantisch.
15:30Aber hast du ihm endlich mal vorgerechnet, dass er hier 600.000 Euro rumliegen hat, die wir dringend brauchen könnten?
15:37Nein.
15:38Wieso redest du nicht einfach mit Herrn Althoffer Senior?
15:41Weil unsere bisherigen Zusammenkünfte unter keinem besonders guten Stern gestanden haben, Gelinde gesagt.
15:47Silke, wir brauchen das Einverständnis, beziehungsweise die Vollmacht von deinem Roland.
15:52Und deshalb rufe ich auch an.
15:53Gibt es in dem Kaff irgendwo ein Faxgerät?
15:56Das Wort Fax haben die hier noch nicht mal gehört.
15:59Aber ich denke, ich kann das in Verdicke ja arrangieren.
16:02Marie liefert einmal die Woche hin.
16:04Was ist heute für ein Tag?
16:05Der 21.
16:07Nicht das Datum, welcher Wochentag?
16:09Du weißt nicht, was heute für ein Tag ist?
16:12Ach du Schade.
16:15Eine Sekunde.
16:26Entschuldige, aber um ein Haar hätte dieser Wahnsinnige tatsächlich Bruch gemacht.
16:32Silke, heute ist Donnerstag.
16:34Ruf mich bitte sofort zurück, wenn du eine Nummer hast, an die ich die Vollmacht wachsen kann.
16:39Komm, bitte Silke, du hast deinen Roland und ich bekomme eine Vollmacht, okay?
16:45Spätestens am Montag, zu Börsenbeginn, brauche ich seine Unterschrift.
16:48Ich werde sehen, was ich tun kann.
16:50Immerhin hat er das Handy ja auch inzwischen akzeptiert.
16:53Aber versprechen kann ich nichts.
16:56Bis dann.
16:57Okay, bis dann.
16:59Okay, bis dann.
17:18Gut war's?
17:19Ja, super.
17:22Super, ich habe dir geankert.
17:24Ja, ich habe dir geankert.
17:33Mein erster Alleinflug.
17:35Ich fürchte, Sie werden immer alleine fliegen müssen,
17:37so wie das vorhin ausgesehen hat.
17:39Der Wind ist unberechenbar.
17:41Ist wie im richtigen Leben.
17:42Alles unberechenbar.
17:43Nicht alles.
17:44Da muss ich Ihnen widersprechen.
17:47Menschen sind berechenbar.
17:49Am Montag haben Sie Ihre Vollmacht.
17:51Sie haben Roland Althoff erreicht.
17:53Besser.
17:54Ich habe die Frau erreicht, die ihn an den Eiern hat.
17:58Ich meine, die Frau, die er liebt.
18:01An spätestens morgen wird der Kurs sinken,
18:03wenn nicht nur wir unsere Gewinne mit ins Wochenende nehmen,
18:05sondern auch noch viele andere Daytrader.
18:07Und am Montag schlagen wir wieder zu.
18:10Und zwar mit einer Million mehr im Portfolio.
18:12Sie scheinen sich Ihrer Sache sehr sicher zu sein.
18:15Im Gegensatz zu Ihnen spiele ich nie selber.
18:18Ich begnüge mich mit Provisionen.
18:19Und die sind in jedem Fall fällig.
18:22Ja, aber ich wünschte mir,
18:24dass Sie endlich auch Ihre Gattin davon überzeugen könnten,
18:26mit einzusteigen.
18:27Sie können sie fragen.
18:28Sie kommt gerade.
18:30Ach, lieben Gerne.
18:32Na, ich glaube, Ihre Gattin hatte das gegen mich.
18:34Unerklärlicherweise, weil wir kennen uns ja kaum.
18:36Aber ich wette,
18:38wenn Sie am Samstagmorgen bei Frühstück
18:40so nebenbei fallen lassen,
18:41dass Felix Althoffer und seine Mutter
18:43in knapp drei Tagen je 200.000 gut gemacht haben,
18:46dann wird sie sicher aufgeschlossen.
18:49Hallo, Frau Althoffer.
18:50Schön, Sie mal wiederzusehen.
18:51Hallo.
18:53Hallo.
18:55Entschuldige, ich bin aufgehalten worden.
18:57Wie ging's denn?
18:58Prima, was dachtest du?
18:59Ihr Mann ist ein Naturtalent.
19:01Ja, er ist gelandet wie ein Schmetterling
19:03auf einem Butterbrot.
19:05So, jetzt muss ich mich wieder verabschieden.
19:07Ich bin mit dem Bruder verabredet.
19:09Wenn er nicht wieder absagt,
19:10weil er in der Notaufnahme liegt.
19:12Felix?
19:13Was reden Sie denn da?
19:14Angeblich sein Herz.
19:15Die Ärzte können nichts finden.
19:18Naja, einen angenehmen Tag noch
19:20und Ihnen weiterhin guten Flug.
19:23Wiedersehen.
19:26Was für ein schleimiger Widerling.
19:28Ich verstehe das nicht, Andreas.
19:29Wieso gibst du dich mit diesen Menschen ab?
19:31Dieser schleimige Widerling,
19:32wie du ihn nennst,
19:33hat mir innerhalb von drei Tagen
19:3440.000 verdient.
19:36Wenn du nicht so stur wärst,
19:37hättest du längst 200.000 mehr
19:39auf deinem Sparkonto.
19:40200.000?
19:41Das ist ja obszön.
19:43Obszön, ich bitte dich.
19:45Entschuldige für das bisschen Geld,
19:46das ich für meine Anteile
19:47an der Firma gekriegt habe.
19:49Dafür haben mein Großvater
19:50und mein Vater ein Leben lang gearbeitet.
19:51Ein bisschen ist leicht untertrieben,
19:53mein Schatz.
19:53Aber du hast recht.
19:54Mit Arbeit verdient man genug
19:56zum Überleben.
19:57Mit Investitionen genug zum Leben.
19:59Und zwar richtig.
20:00Du solltest dir das noch mal überlegen.
20:02Bis Montag hast du noch Zeit.
20:04Lausitz hat Roland erreicht.
20:06Und wenn er von ihm
20:07eine Vollmacht erhält,
20:08ist unser Fonds um 600.000 stärker.
20:23Hallo.
20:24Hey.
20:26Was ist denn das?
20:28Ein Langzeit-EKG,
20:30damit ich endlich beweisen kann,
20:32dass ich mir meine Herzrhythmusstörung
20:33nicht einbilde.
20:34Also, komm.
20:35Wohin?
20:38Wir fahren jetzt nach Hause
20:40und legen uns mächtig ins Zeug.
20:44Felix.
20:46Ich will, dass es wieder passiert, Engel.
20:48Wir halten mich doch alle
20:49für einen hysterischen Hypochonder,
20:50der sich das alles nur einbildet.
20:53Mit dir ist es zum ersten Mal passiert.
20:55In der Badewanne.
20:56Und genau so werden wir es wieder machen.
20:59Wir kaufen zwei Hummer
21:00und setzen uns in die Badewanne.
21:01Und du wirst mir die aufregendsten
21:04EKG-Kurven zaubern,
21:05die diese Knalltüten
21:06von Ärzten je gesehen haben.
21:27Stange?
21:29Ewald, kann ich dich zurückrufen?
21:32Was?
21:34Polizei?
21:34Die wollen die Angela Materna abholen.
21:37Im Auftrag des Jugendamts.
21:38Ach, du liebes Bisschen.
21:40Weißt du, wo Lena steckt?
21:41In der Villa geht keiner dran.
21:43Sag den Beamten,
21:44sie möchten sich bitte
21:45einen Moment gedulden, ja?
21:53Ach ja,
21:54ich habe ein Termin
21:54für Nathalie gekriegt.
21:55Der Herr Doktor
21:56opfert seine Mittagspause.
21:58Alto,
21:58Fatscherni, Fashion.
21:59Michel, guten Tag.
22:00Hallo, Waltraud, Marion.
22:02Sagen Sie,
22:03ist die Angela Materna bei Ihnen?
22:05Und die Frau Czerny?
22:07Weil an der Pforte
22:08ein Streifenwagen steht.
22:09Die wollen die Angela abholen.
22:10Polizei?
22:12Äh, Moment,
22:13ich gehe gleich weiter.
22:15Frau Stange,
22:15ich fürchte,
22:16den Termin beim Jugendamt
22:17kannst du absagen.
22:19Frau Stange?
22:22Angela, die,
22:23die ist nicht im Haus,
22:24die ist in Frankfurt,
22:25beruflich.
22:26Ich erwarte sie erst
22:26am Montag wieder.
22:27Lena!
22:28Ja, da kann ich Ihnen
22:29jetzt auch nicht helfen.
22:30Dann sagen Sie den Herren,
22:31dass ich versuche,
22:32sie telefonisch zu erreichen.
22:34Und wenn die das
22:35nicht schlucken,
22:36dann schicken Sie sie
22:37zu Frau Michel.
22:39Zu mir?
22:40Das mache ich nicht mit,
22:41Lena.
22:44Angela,
22:45kommst du mal bitte?
22:47Ist das nicht irre?
22:49Das habe ich selber genäht.
22:50Ja gut, nicht alles,
22:52aber was?
22:53Die Polizei ist an der Pforte
22:54und will dich abholen.
22:55Was?
22:56Ich habe denen erzählt,
22:57dass du in Frankfurt bist.
22:58Wenn wir Glück haben,
22:59können wir sie bis Montag hinhalten.
23:00Und falls nicht,
23:01kann ich euch ja beide
23:02im Gefängnis besuchen.
23:05Jetzt hilft nur noch eins,
23:06Angela,
23:06ich muss mit deiner Mutter
23:07sprechen und zwar sofort.
23:09Das kann ich vielleicht
23:09noch schaffen
23:10vor diesem Interview.
23:11Also, wo finde ich sie?
23:12Die ist jetzt auf Arbeit.
23:13Ja, wo?
23:14Ja, in der Brauerei.
23:15Sie arbeitet bei Mayabeer?
23:16In der Abfüllerei.
23:19Versuch sie aufzutreiben
23:20und ruf mich dann
23:21auf dem Handy an, ja?
23:22Und du, du,
23:23du gehst erst mal in die Villa,
23:25aber hinten rum,
23:25damit die Polizei dich nicht sieht
23:26und wartest,
23:27bis ich Entwarnung gebe.
23:28Oh, in die Villa?
23:29Aber was soll ich denn da machen?
23:30Was weiß ich,
23:31putzen, aufräumen,
23:31dir wird schon was einfallen.
23:37Was denn?
23:39Waltraud, bitte lass mich
23:40jetzt nicht hängen.
23:41Das ist doch nicht normal, Lena.
23:43Ja, da können wir uns
23:43die Hand geben.
23:44Ich finde es nämlich auch
23:45nicht normal,
23:45wie du das Mädchen behandelst.
23:47Nur weil sie nicht
23:48wie wir das Glück hatte,
23:49in einer guten Familie aufzuwachsen.
23:51Aber bitte,
23:52ich ziehe das auch alleine durch.
24:07Können Sie mich bitte
24:08mit der Personalabteilung verbinden?
24:11Danke.
24:13Ja, guten Tag.
24:14Arbeitet eine Frau Materna bei Ihnen?
24:26Lena?
24:28Kommst du mit?
24:29Wohin?
24:30Überraschung?
24:31Echt?
24:32Nur, ähm,
24:33was ist mit dem Teil da?
24:34Das muss noch raus
24:34vor zwölf per Kurier.
24:35Sonst ist es morgen
24:36nicht in Barcelona.
24:37Das kann Emma machen.
24:39Emma?
24:40Emma?
24:41Bist du so lieb
24:42und machst es teilfertig,
24:43an dem Natalie arbeitet?
24:43Ich muss mit ihr weg.
24:44Ja, und was ist mit dem da?
24:45Der Wieland braucht den Maschenkau
24:47und bis Mittag, hat er gesagt.
24:48Barcelona geht vor.
24:49Wenn Wieland Ärger macht,
24:50dann fragst du halt den Neuen.
24:51Wie heißt der gleich nochmal?
24:52Du meinst den Herrn Diplom-Ingenieur
24:54Alf Benrath.
24:56Warum sagst du denn das so komisch?
24:57Na, du kannst dir doch vorstellen,
24:58wie unser Paul Wieland
24:59auf 180 geht,
25:00wenn einer von uns
25:01mit dem redet
25:02und nicht mit ihm.
25:02Ja, also für die Gefühle
25:03von Herrn Wieland
25:04bin ich nicht auch noch verantwortlich.
25:05Es fiel doch nur noch
25:06die Abnäher an den Schultern, ja?
25:08Danke.
25:35Waltraud?
25:36Nee, ich glaub, da ist sie schon.
25:38Drück mir die Daumen, ja?
25:39Danke.
25:41Nimmst du?
25:47Frau Materna?
25:49Sie haben vielleicht Nerven.
25:51Im Personalbüro anrufen,
25:53wo die hier ständig Leute kündigen.
25:55Das tut mir leid,
25:56aber das ließ sich nicht vermeiden.
25:58Ich nehme an,
25:58dass Sie haben Sie veranlasst.
26:01Was soll ich machen?
26:02Sie ist meine Tochter,
26:03ich bin für Sie verantwortlich.
26:05Ob ihr das passt oder nicht.
26:06Aber Angela lebt nicht mehr
26:08auf der Straße.
26:09Sie arbeitet in meiner Firma
26:10und geht zweimal die Woche
26:11in die Berufsschule.
26:12Ja?
26:12Und wo wohnt sie bei Ihnen?
26:14Ja,
26:15Frau Materna.
26:16Ich weiß ja nicht,
26:17was zwischen Ihnen
26:18und Ihrer Tochter vorgefallen ist.
26:19Ich,
26:20ich weiß nur eins,
26:21es ist doch oft schwierig
26:22zwischen Eltern und Kindern.
26:23Gerade in Angelas Alter.
26:24Angela ist ein verzogenes
26:25Gehör, Frau Czerny.
26:26Ich mache mir wirklich Sorgen um Sie.
26:29200 Euro hat sie meinem Freund geklaut,
26:31bevor sie das letzte Mal abgehauen ist.
26:33Stimmt,
26:33die ordentlichste ist sie nicht
26:34und es fällt ihr schwer,
26:35sich zu disziplinieren.
26:36Aber sie macht Fortschritte.
26:38Und die 200 Euro,
26:39die kann sie Ihnen zurückzahlen,
26:40weil sie verdient nicht schlecht bei uns.
26:42Das trifft sich hier gut.
26:43Dann kann sie ihre arme,
26:44alte Mutter unterstützen,
26:45wenn die hier auf die Straße gesetzt wird.
26:49Sie müssen das hier rückgängig machen.
26:50Bitte.
26:51Sonst war alles umsonst.
26:55Warum machen Sie das?
26:59Ich war auch mal 16.
27:01Bin rumgehangen in München
27:03und habe die Schule geschwänzt.
27:05Aber meine Mutter hat es trotzdem immer geschafft,
27:07dass ich immer wieder nach Hause zurückgekommen bin,
27:09zu ihr und meinem Stiefvater.
27:11Ach,
27:11Ihr Vater hat Ihre Mutter und Sie auch sitzen lassen?
27:14Sie hat ihn sitzen lassen,
27:15aber das ist ja jetzt egal.
27:18Was machen wir jetzt, Frau Materna?
27:22Bitte.
27:23Nur so lange Angela,
27:25bis sie wieder Boden unter den Füßen hat
27:27und ein bisschen erwachsener geworden ist.
27:30Und Sie glauben wirklich,
27:32dass Sie das schaffen?
27:33Ja.
27:35Und was Ihren Job hier angeht,
27:37ich glaube, da kann ich Ihnen helfen.
27:38August Mayerbär,
27:39der ist unser Aufsichtsratsvorsitzender.
27:41Und ein ehemaliger Manager von hier,
27:43Dr. Holzknecht,
27:44der arbeitet auch bei uns.
27:44Herr Dr. Wilfried Holzknecht?
27:46Genau der.
27:47Der kann bestimmt was für Sie tun.
27:50Das wäre allerdings...
27:51Bitte reden Sie mit diesem Weitlechner vom Jugendamt.
27:53Da muss ich doch was machen lassen.
27:55Vor allem, wenn Sie zustimmen,
27:56dass Angela bei uns eine Ausbildung macht
27:58und nicht mehr auf der Straße lebt.
28:01Einverstanden?
28:05Gut, danke.
28:14Und?
28:15Hast du sie rumgekriegt?
28:16Sieht so aus, ja.
28:20Jetzt aber nicht ziellos.
28:22Wohin?
28:24Jetzt sag schon,
28:25ich platz gleich vorne, Leute.
28:26Ja.
28:49Ja?
28:51Komm.
28:58Dr. Dornberg, Psychotherapeut.
29:01Der soll wahnsinnig nett sein.
29:03Der hat auch Roland geholfen.
29:05Bitte.
29:07Ich komm auch mit rein,
29:08falls du Angst haben solltest.
29:09Du glaubst, ich bin verrückt?
29:11Unsinn.
29:12Ich...
29:12Wenn du nichts unternimmst, dann...
29:14An Bulimie kann man sterben.
29:16Willst du das?
29:19Tu's Uwe zuliebe.
29:20Der arme Kerl leidet wie ein Tier.
29:22Uwe weiß es?
29:24Ja.
29:24Er traut sich natürlich nicht, was zu sagen.
29:28Also bitte.
29:29Der Mann kostet 100 Euro die Stunde
29:30und wir sind schon 15 Minuten zu spät.
29:32100?
29:33Wenn die Krankenkasse nicht mitmacht,
29:34dann zahle ich das.
29:36Hm?
29:42Das tut mir leid,
29:43aber ich war drei Monate in Fernost
29:44und bin jetzt erst mit der Post durch.
29:45Da hat sich eine Menge angesammelt.
29:48Nein, nein, nein, ganz im Gegenteil.
29:50Ich bin sehr daran interessiert.
29:52Wann hat das Semester denn begonnen?
29:54Und ist die Position noch frei?
29:55Wie?
29:59Entschuldigung, wie war das?
30:00Ja, das ist kein Problem.
30:02Ich kann mich da völlig nach dem Kalender
30:03von Professor Horvath richten.
30:06Sehr gerne.
30:06Das lässt mir Zeit, meine Mappe zu aktualisieren.
30:10Nein, in Tibet.
30:11Ja, aber leider wurde fast mein ganzes Material
30:14von der chinesischen Miliz beschlagnahmt.
30:16Aber ein paar Kleinbildfilme konnte ich rausschmuggeln.
30:18Gut, dann bedanke ich mich
30:20und ja, warte auf Ihren Rückruf.
30:22Bis dann.
30:33Du kommst ruhig mal mithelfen.
30:34Tschüssi, wohnst du auch hier.
30:36Na also komm, bis jetzt hast du dir auch
30:37kein Bein ausgerissen.
30:39Außerdem, was da alles rumliegt,
30:40das ist nicht von mir.
30:41Dann putz wenigstens das Klo,
30:42weil alles, was daneben gegangen ist,
30:44ist von dir.
30:45Du bist der einzige Mann im Haus.
30:46Na, alle haben wir gute Laune heute.
30:48Was ist denn passiert?
30:49Beine hoch.
30:55Ich kann doch Nathalie
30:56nicht in der Situation
30:57allein lassen, Waltraud.
30:59Ja, dann müssen die Herren
31:00sich halt ein bisschen gedulden.
31:02Also bis später.
31:03Tschüss.
31:05Frau Seiler und ich
31:06sind übereingekommen,
31:07dass wir uns zweimal
31:09in der Woche sehen,
31:10anfangs,
31:11um besser an das Problem heranzukommen.
31:15Allerdings bin ich abends
31:16immer ausgebucht,
31:16sodass wir uns nur während der Arbeitszeit
31:18von Frau Seiler treffen können.
31:19Das kriegen wir schon hin.
31:21Na?
31:23Das wird schon.
31:24Allerdings wäre es
31:25von großem Vorteil,
31:27wenn der ehemalige
31:28Lebensgefährte von Frau Seiler
31:29das nächste Mal dabei sein könnte.
31:31Felix Althofer.
31:32Ja.
31:33Ich hoffe,
31:33das lässt sich orangieren.
31:35Man kann es ja versuchen.
31:36Oder?
31:38Danke jedenfalls,
31:39dass Sie das so schnell
31:39möglich machen konnten.
31:40Ja.
31:42Bitte.
31:43Bitte sehr.
31:45Ach, ja.
31:46Herr Rieger.
31:47Guten Tag.
31:48Guten Tag.
31:49Sie herein.
31:54Ja.
31:57Hör auf,
31:58das bringt nichts.
32:00Mit diesem Scheißkasten
32:01und Bauch
32:02und Elektroden
32:03zugepflastert.
32:04Da kommt einfach
32:05keine Stimmung auf.
32:06Sorry.
32:07Ist schon okay.
32:08Ehrlich gesagt,
32:09ich hab null Bock drauf,
32:11dass du,
32:11ich mein,
32:12einen Herzinfarkt kriegst,
32:13nur um denen
32:14in der Klinik
32:14was zu bewalsen.
32:16Also,
32:16das hab ich mir nicht
32:17unter einem romantischen
32:19Nachmittag im Bett
32:19vorgestellt.
32:22Nichts.
32:23Hör auf,
32:23das macht einen ja
32:24wahnsinnig.
32:25Entschuldige,
32:26das ist mein Herz
32:27und mein Bett
32:28und meine Wohnung.
32:29Da kann ich machen,
32:29was ich will, ja?
32:32Ist doch wahr,
32:34Inge.
32:36Inge.
32:39Na gut,
32:40dann eben nicht.
32:42Nein.
32:43Nein.
32:44Nein.
33:06Du glaubst doch nicht
33:06im Ernst,
33:07dass du Felix
33:07zum Therapeuten
33:08in die Sprechstunde kriegst.
33:09Ich nicht,
33:10du machst das.
33:11Wo ist er eigentlich?
33:12Ich hab ihn ja schon
33:13ewig nicht mehr gesehen.
33:14Er hat sich krank gemeldet.
33:16Irgendwas mit dem Herz.
33:17Wieso?
33:18Er hat doch gar keins.
33:19Nathalie,
33:20jetzt sei dich ungerecht.
33:21Du hast immerhin
33:21jahrelang mit ihm
33:22zusammengelebt.
33:23Hat Dornberg eigentlich gesagt,
33:25warum er ihn dabei haben will?
33:26Na ja,
33:27da hat's ja angefangen
33:28bei mir mit der,
33:29der,
33:29oh Gott,
33:30wie ich dieses Wort hasse.
33:31Nathalie,
33:32das ist nicht peinlich.
33:33Begreif das endlich.
33:35Ach nee,
33:35unser Herr Doktor.
33:38Was will der denn hier?
33:42Hallo Herr Doktor,
33:43werden Sie auch fotografiert?
33:45Nein,
33:46nein.
33:48Ich muss zu meiner Schande gestehen,
33:50dass ich bisher noch nie
33:50hier gewesen bin
33:51in Ihrer Boutique
33:52und da dachte ich...
33:52Sie meinen wohl
33:53in unserer Boutique?
33:54Ja, sicher.
33:56Ja.
33:56Ich würde gerne Polaroid machen,
33:57um das Licht zu checken.
33:58Können Sie kurz kommen, bitte?
34:00Nathalie,
34:00kannst du das für mich machen?
34:01Ja, klar.
34:05Wohin?
34:06Hier drüben, bitte.
34:09Hier?
34:10Ja.
34:14Sie haben keinen Grund,
34:16nervös zu sein.
34:16Sie sehen blendend aus,
34:17wenn ich das mal so sagen darf.
34:18Sie dürfen.
34:19Ich kann heute jede Ermunterung brauchen.
34:24Ich habe mir die Fragen
34:25des Redakteurs kurz angeschaut
34:26und ich möchte Ihnen vorschlagen,
34:27auf seine Fragen zwei und drei
34:29eher vage zu antworten.
34:31Ich hatte sowieso nicht vor,
34:33näher auf unsere Umsätze einzugehen.
34:35Sehr schön.
34:35Und bitte auch kein Wort
34:37über unsere Gewinnerwartung pro Aktie.
34:39Jede Äußerung dieser Art
34:40kann den Kurs beeinflussen.
34:42Wir werden uns alle
34:43daran gewöhnen müssen,
34:44sehr vorsichtig zu formulieren.
34:45Wollen Sie nicht das Interview geben?
34:47Ich bitte Sie,
34:49dem Gesicht und der Wampe,
34:50das hätte einen rapiden
34:51Kurssturz erfolge.
34:52Also wirklich.
34:53Lena!
34:58Ach, ähm, kann ich Sie anschließend noch
35:00zu einer Tasse Kaffee einladen?
35:01Ich brauche unbedingt hier
35:02okay als Vorstand.
35:03Der Aufsichtsrat meutert.
35:04Ach, Sie meinen August Meierbär.
35:06Ja, ich habe ihm den Anker
35:07von der Tuttlinger GmbH abgeschmettert.
35:09Tja, wir brauchen keine Garnfirma.
35:11Wir brauchen eine andere Näherei.
35:18Ja, so ist gut.
35:20Aha.
35:35Und bitte in die Kamera schauen.
35:39Ja.
35:54Sag mal, Bernd,
35:56wo bleibst du denn?
36:00So, eine Ente braucht doch ewig im Ofen.
36:02Es gibt keine Ente.
36:04Vorsichtig, da sind die Wachteleier drin.
36:06Wachteleier?
36:07Das ist ja verwehrt.
36:08Keine Ente?
36:10Ente ist doch langweilig.
36:11Ich habe Kängel-Steaks gekriegt.
36:15Du hast bitte was?
36:17Bernd!
36:18Das war was anderes.
36:20Im Beutel gegart, oder wie?
36:22Wacht's ab.
36:23Das ist ganz lecker.
36:24Mit Preiselbeer-Gelais,
36:25Austernpilzen in einem Nest
36:27von Knoblauchpüree.
36:28Du isst das vielleicht.
36:30Ich eventuell.
36:31Ich meine, dir zuliebe.
36:32Aber so wie ich Lena und Frau Meierbär kenne,
36:34die kriegen keinen Bissen runter.
36:36Diese Göre sowieso nicht.
36:38Allenfalls die Nathalie Seiler,
36:39aber die sind alles Fresser.
36:40Na gut, komm, gib die Beutel hier.
36:42Ihr könnt ja immer noch Pizza bestellen.
36:44Lass doch, du kommst schon.
36:45Du kommst!
36:57Jetzt hör auf zu stänkern.
36:59Du kommst mit.
37:01Lena wird sich freuen,
37:02dass sie nicht wieder mit mir
37:02vor dem Fernseher einschlafen muss.
37:05Und dir tut's gut.
37:07Von der Natur alleine
37:08kann ja kein Mensch leben.
37:09Und was sonst?
37:11Rotwein ist auch Natur, Wilhelm.
37:14In unserem Alter muss man höllisch aufpassen,
37:16dass man nicht resigniert.
37:17Und der Körper spürt das.
37:19Und meint,
37:20es ist jetzt in der Zeit,
37:21die Rolle hinunterzulassen.
37:22Aber wir haben durchgehend geöffnet, Wilhelm,
37:26für alles, was lebendig ist
37:28und sich bewegt.
37:29Ich sage dir,
37:30morgen werden wir in den Fabrikhof einreiten
37:32und meinem Wilfried Holzrecht
37:34einen Aufsichtsrat hinlegen,
37:37dass er blutige Tränen waren.
37:38Und jetzt, komm.
37:40Ja.
37:50Ach, Sie da, der Junior.
37:54Lassen Sie nur nicht,
37:55Dr. Holzknecht, zu Ohren kommen,
37:56dass Sie hier durch die Gegend kutschieren,
37:58obwohl Sie krank feiern.
38:00Felix.
38:02Was hast du denn da?
38:04Ein Langzeit-EKG.
38:05Kann ich bei dir übernachten?
38:07Ja, natürlich.
38:09August wollte gerade gehen.
38:12In diesem Fall bist du entschuldigt.
38:14Aber vergiss nicht,
38:15was ich dir gesagt habe.
38:17Und grüß Herr Dachschön.
38:18Mach ich.
38:30Nein, wirklich, Herr Orensch,
38:33du sagst es nicht nur so.
38:34Ich habe in meinem ganzen Leben
38:35noch nie ein so fantastisch guten Rehrücken gegessen.
38:38Freut mich.
38:39Und wenn Mario das sagt,
38:40dann will er so es heißen,
38:41weil der Wilk ist besonders kritisch.
38:43Danke, ich meine,
38:43man kann ja jedes Fleisch so hinkriegen.
38:45Äh, äh, schon gut, Bernd.
38:47Würdest du schon mal die Küche aufräumen, Schatz?
38:48Ja?
38:49Ich komme gleich nach.
38:49Okay, ja.
38:50Also, Wiedersehen.
38:52Wiedersehen.
38:52Tschüss.
38:52Tschüss.
38:53Wie hat es Ihnen denn geschmeckt?
38:54Sie haben ja kaum was gegessen.
38:55Ich, äh, nein.
38:57Nein, so super alles.
38:58Vor allem die Wachteleier.
38:59Ja, echt.
39:00Klasse.
39:00Komm, warte, wir gehen jetzt noch ein Trinken.
39:03Aber ich warne dich.
39:04Kein Wort von der Börse, den Aktien
39:06oder der wirtschaftlichen Weltverein.
39:08Kein Wort.
39:09War wirklich ein schöner Abend, Frau Michel.
39:11Freut mich.
39:11Und ihr Bernd, feiner Kerl.
39:13Schade, dass er die ganze Zeit
39:14in der Küche beschäftigt war.
39:16Ja, man hat ihn den ganzen Abend
39:17kaum zu Gesicht gekriegt.
39:18Naja, wenn es nach Bernd ginge,
39:19würde eine Wohnung nur aus Küche bestehen.
39:22Er tut es sowieso am liebsten auf dem Küchentisch.
39:25Frau Michel.
39:26Sie nicht?
39:28Ich?
39:30Ja, lieber ist da etwas konventioneller.
39:33Gute Nacht.
39:35Alles in Ordnung?
39:36Was sonst?
39:38Komm.
39:50Ich fahre.
39:51Du hast viel zu viel getrunken.
40:20Ich bin wieder da.
40:26Hi.
40:27Schade.
40:28Du hast was verpasst.
40:29Es war eine kulinarische Ordnung.
40:30Aber mein Trip nach Köln
40:31war auch sehr erfolgreich.
40:33Darf ich mal beißen?
40:35Hier.
40:35Ich bin eh schon papsatt.
40:36Aber es ist noch jede Menge
40:37von allem in der Küche.
40:39Lass dir doch von Waltraud noch was geben.
40:41Sehr köstlich.
40:43Erzähl.
40:44Wie war es bei der Geschäftsleute Galeria?
40:46Perfetto.
40:48Ich soll dir übrigens schöne Grüße ausrichten
40:50von einem sehr charmanten Mann,
40:51der neben mir im Flugzeug gesessen hat.
40:53Von wem?
40:54Max Römer?
40:56Römer?
40:58Erinnere dich.
40:59Ein Banker aus Frankfurt.
41:00Italien.
41:01Mailand.
41:02Boretti.
41:03Stimmt.
41:04Jetzt erinnere ich mich.
41:05Also, dass du so gute Connections
41:06zu einer der größten Banken hier hast,
41:08das hättest du mir auch früher sagen können.
41:10Aber wir haben es ja auch so geschafft.
41:13Ist doch schön, wieder hier zu sein.
41:16Frau Michel?
41:25War das eben wieder Birgit?
41:28Ich kann es auch nicht ändern.
41:29Also bitte sei nicht wieder so komisch zu ihr.
41:32Ich komme halt nicht mit dir klar,
41:33wie sie dich ständig im Beschlag nimmt.
41:35Angela merkt es auch.
41:37Ach, die hat es gerade nötig.
41:38Den halben Tag habe ich wegen der verplempert.
41:43Also, wie fast die Affäre.
41:44Typische Angela hat gefragt,
41:46ob das mit uns für immer sei
41:47oder bloß so zum Spaß.
41:49Und?
41:51Was hast du gesagt?
41:53Ich habe den Staubsauger genommen
41:55und klar schief gemacht.
41:57Ist auch eine Antwort.
41:59Wie meinst du?
42:00Ach, nichts.
42:04Lena, halt.
42:04Ich liebe dich.
42:06Aber dass du mich liebst,
42:08ist, glaube ich, erst, wenn wir uns küssen.
42:25Das ist, glaube ich.
42:38Das ist, glaube ich.
42:39Forever and ever and ever, until the end of time
42:46Forever and ever and ever, until the end of time
43:02May heaven, may heaven protect us endlessly
43:07May angels make sure that I'll be forever with you
43:14Forever with you
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