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  • vor 22 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:59Untertitelung des ZDF, 2020
01:26Untertitelung des ZDF, 2020
01:31Untertitelung des ZDF, 2020
02:02Untertitelung des ZDF, 2020
02:25Keiner will mir so richtig sagen, was wirklich mit ihr los ist
02:32Und da August ihren Versöhnungstermin abgeblasen hat letzte Woche, hängt er im Haus herum wie ein Zombie
02:37Und trinkt mehr als ihm guttut
02:39Ich weiß, ich sollte mich nicht einmischen, aber allmählich mache ich mir wirklich Sorgen um ihn
02:43Ich will dazu nichts sagen
02:45Warum nicht?
02:48Weil jedes Wort alles nur noch schlimmer macht, im Endeffekt
02:53Ich glaube, ich habe die Tür gehört
03:00Was machst du denn hier?
03:01Ich dachte, du sitzt mit Nathalie an den neuen Schnitten
03:03Ja eben, wir sind mit den ersten Entwürfen schon fertig
03:05Ich hole Nachschub
03:06Na, da musst du dich aber erst durch das Chaos auf meinem Arbeitstisch bühen
03:09Tag
03:09Guten Tag
03:10Ach, Dr. Holzknecht kommt gleich und wahrscheinlich kriegen wir heute Abend Gäste
03:13Oh, eine Party?
03:15Ja, eher eine Einladung zum Essen
03:18Entschuldigung
03:18Ach, ich bitte Sie
03:20Ich wollte sowieso nicht stören
03:22Haben Sie einfach noch ein bisschen Geduld
03:23Ich bin sicher, Birgit wird das mit ihrem Vater klären, sobald sie zurück ist
03:26Ja, das hoffe ich
03:27Zeigen Sie Florian liebe Grüße und geben Sie einen dicken Kuss
03:30Das mache ich
03:31Auf Wiedersehen
03:31Und bitte
03:33Sie können natürlich jederzeit kommen, um ihn zu sehen
03:35Oder wenn Sie mit ihm spazieren gehen wollen
03:37Wenn er einmal gerade nicht schläft
03:38Vielen Dank
03:39Das weiß ich
03:51Frau Offenbach
03:54Gut, dass ich Sie treffe
03:55Ich versuche seit Tagen, August zu erreichen, aber ruf nicht zurück
03:58Ach, das wissen Sie doch viel besser als ich
04:01Warum?
04:01Das Birgit immer noch in Paris
04:03Ja
04:04Und Sie wissen nicht zufällig, was sie da macht
04:06Urlaub
04:06Das ist wenigstens das, was sie gesagt hat
04:08Mehr weiß ich auch nicht
04:23Frau Terni?
04:24Ich bin in der Küche
04:28Auch ein Kaffee?
04:29Guten Tag, nein, für mich nichts, danke
04:31Lassen Sie jetzt rüber gehen
04:32Ich suche mal noch den Zucker
04:34Sagen Sie, der Besuch von Frau Offenbach
04:35Hatte da irgendetwas mit Birgit zu tun?
04:38Ja, indirekt schon
04:39Anscheinend hat Mayerbeer ihr gar nichts erzählt
04:41Und jetzt macht sie sich Sorgen, weil er zu viel trinkt
04:43Und alles in sich reinfrisst
04:46Ich glaube, ich weiß, warum Birgit nach Paris ist
04:49Frau Stangl hat mir ein Foto gezeigt, das ist eine Klatschzeitschrift
04:53Birgit Mayerbeer bei der Eröffnung einer neuen Boutique von Rousseau
04:58Wirklich?
04:59Ja, aber was will sie denn da?
05:00Die machen doch ihre eigene Mode
05:02Tja
05:03Jedenfalls gefällt mir das überhaupt nicht, wenn sie da im Erleingang irgendetwas anzettelt
05:07So, war gar nicht so leicht, die zu finden
05:09Tag, Herr Dr. Holzknecht
05:10Tag, Frau Moderna
05:12Also ehrlich, Sie müssen mal dringend was tun, was Ihr Outfit angeht
05:16Ich glaube, ich muss mal mit Ihnen shoppen gehen
05:19Kommen Sie einfach
05:21Ja, aber wieso? Der Anzug ist doch noch völlig passabel
05:24Passabel?
05:25Ihre Position, da muss ich jetzt suche ein Statement sein, nicht passabel
05:30Äh, Angela, halt!
05:31Kannst du, Uwe, bitten, mir alles über Rousseau aus dem Internet auszudrucken?
05:35Rousseau?
05:36Was hast du denn vor?
05:37Nichts? Und jetzt beeil dich, weil du musst um 16 Uhr wieder da sein
05:39Okay
05:40Ach so, und ähm, sagt Natalie, dass ich später noch bei ihr vorbeischau, ja?
05:43Wie Sie meinen, Frau Chefin
05:48Herr Dr. Holzknecht
05:50Das ist doch jetzt nicht wegen Angela, oder?
05:54Naja, ein Statement
05:56Also mir ist wichtiger, wer im Anzug steckt
05:58Und da hätten wir niemand Besseren finden können als Sie
06:07Trotzdem brauchen wir Verstärkung, jetzt wo Birgit ausfällt
06:11Und ich hab mir gedacht, warum lange suchen, wenn wir den besten Mann praktisch vor der Nase haben
06:16Sie meinen?
06:17Felix Althofer, ja
06:18Und gegebenenfalls auch Roland
06:20Also Felix für den Vertrieb und die repräsentativen Aufgaben aus Birgits Bereich
06:24Und Roland für die Stofffertigung, wie gehabt
06:25Und ich?
06:27Na, Sie haben ja alle Hände voll zu tun mit Wasserburg und der Fertigung
06:31Und dann auch noch, was den ganzen kaufmännischen Bereich angeht
06:33Und die Aktionäre
06:34Und Roland und Felix werden natürlich an Sie berichten
06:37Sie glauben tatsächlich, dass die beiden dazu bereit sind?
06:40Also Felix mit Sicherheit
06:41Wenn ich ihm und seiner Firma keine Steine in den Weg lege
06:44Und ihm erlaube, seine ganzen Accessoires in meinen Boutiquen zu verkaufen
06:48Und Roland
06:50Tja, sein Roman, der ist ja immer noch nicht erschienen
06:52Und ich fürchte, dass er im Augenblick ziemlich isoliert ist
06:55Gesellschaftlich
06:56Aber wenn ich ihm und seiner Frau die Tür öffne
06:59Jedenfalls will ich die beiden heute Abend mit Begleitung einladen
07:03Und Ihnen ein Angebot machen
07:06Wenn Sie jetzt nicht irgendwelche gravierenden Einwände haben
07:08Ne, ne, ne
07:10Solange sich die Konditionen im Rahmen halten
07:13Nein, ich dachte nur, dass Sie
07:16Naja, es ist ja kein Geheimnis, dass Sie und die Althofers nicht gerade im Frieden auseinandergegangen sind
07:23Damals
07:24Da war ich ein Niemand
07:27Kein Geld, keine Entscheidungskompetenz
07:29Immer auf das Wohlwollen der Familie angewiesen
07:33Aber jetzt
07:36Ja, dann
07:38Die einzigen, die uns wirklich gefährlich werden können, sind Birgit und ihr Vater
07:42Diese Sache mit Rousseau, die gefällt mir einfach nicht
07:44Ja
07:46Lassen wir uns überraschen
07:49Ach, es gibt auch noch eine gute Nachricht
07:50Ich habe endlich diesen Designer erreicht, diesen Daniel Kruse
07:54Der ist zwar im Augenblick voll mit einer Opernproduktion beschäftigt
07:57Aber wenn Sie es wünschen, dann kann er sich heute Nachmittag kurz vor dem Gespräch loseisen
08:03Ja, eigentlich wäre es mir lieber, Chris wäre dabei
08:05Aber, ja, von mir aus, gut
08:07Ja, dann rufe ich ihn an
08:09Äh, 15 Uhr?
08:11Ähm, 16 Uhr
08:12Und hier bitte
08:14So
08:16Sonst noch was?
08:20Wie steht denn der Kurs heute?
08:25Wir haben mit 26 eröffnet heute früh, aber Textilwerte stehen ziemlich unter Druck
08:28Aber wenn das mit Wasserburg weiter so gut läuft
08:30Und die kürzeren Zugriffszeiten und Wege auf das Ergebnis durchschlagen
08:34Dann sehe ich da kein Problem, Sie?
08:36Nein, wenn wir die Nebenkosten weiterhin auf dem Level halten können
08:39Dann bin ich auch sehr optimistisch
08:41Aber es hängt natürlich alles nur von Ihnen ab
08:43Ob wir genügend Umsatz machen
08:45Tja, deswegen arbeite ich jetzt auch gleich weiter
08:48Ich habe mich übrigens tatsächlich in Kindermode versucht
08:51Wollen Sie mal sehen?
08:54Angela findet es zu konservativ
08:57Ja, mich dürfen Sie nicht fragen
08:59Sonst gebe ich womöglich wieder ein falsches Statement
09:01Jetzt nehmen Sie es mal nicht so tragisch
09:04Angelas Modevorstellungen sind halt ein bisschen ausgefallen
09:05Gott sei Dank
09:07Ja, ich werde mir Mühe geben
09:08Warum kommen Sie nicht heute Abend auch dazu?
09:10Zur Sicherheit, sonst bin ich wieder so was von nachgeblich
09:14Ja, sehr gerne
09:19Ja, Waltraud
09:20Nee, der geht gerade
09:21Aber gut, dass du anrufst
09:22Kannst du mich bitte der Reihe nach erst mit Felix und da mit Roland verbinden?
09:26Gut
09:26Und versuch doch bitte den Termin mit Benra zu verschieben
09:29Ich kriege Besuch um 16 Uhr von unserem neuen Designer
09:31So Gott will
09:33Okay, bis nachher
09:56Jetzt hör auf, Nathalie
09:58Bringst mich ganz durcheinander
09:59Ja, wann dann?
10:01Ja, wann dann?
10:01Wir sehen uns ja kaum noch
10:02Und wenn, dann schläfst du sofort vorm Fernseher ein
10:07Hallo Angela
10:08Hi
10:08Sieht man dich auch mal wieder?
10:10Ja, sorry, aber find du dich mal auf Linas Arbeitstisch zurecht
10:13Und dir soll ich ausrichten, dass du alles über Rousseau raussuchen sollst, was es im Internet über den Laden gibt
10:18und ihr dann ausdrucken
10:48Rousseau?
10:56Wie bitte?
10:58Ja, oder warum glaubst du koche ich dir dauernd dein Lieblingsessen und stell sogar Kerzen auf den Tisch?
11:02Aber warum sagst du das denn nicht einfach?
11:05Klar heirate ich dich, wenn du das willst
11:07Aber darf ich jetzt bitte endlich meinen Job machen hier?
11:09Ist gleich Mittag
11:11Hast du das gehört?
11:12Klar heirate ich dich einfach, wenn du das willst
11:15Gratuliere
11:16Und jetzt komm, ja?
11:17Ich muss um vier schon wieder drüben sein
11:19Nein, ich will nicht
11:20Wenigstens nicht so
11:34Nein, also jetzt mal im Ernst, wieso denn heiraten?
11:37Ich mein, wenn man sich liebt, dann bleibt man doch sowieso zusammen
11:39Und wenn man sich nicht mehr liebt, dann trennt man sich eben kurz und schmerzlos
11:42So redet man nur, wenn man 16 ist, wie du und von Tuten und Blasen keine Ahnung hat
11:46Wer will wen heiraten?
11:48Natalie den Uwe
11:49Das wird aber auch langsam Zeit
11:51Was soll das denn heißen?
11:57Weiz?
11:59Ja, woher soll ich das wissen, Herr Kunze?
12:01Vielleicht ist er auf dem Weg nach Wasserburg, wieso?
12:03Weil er Besuch hat
12:06Besuch?
12:06Wer?
12:08Schon gut immer, ich ruf mal den Wasserburg an
12:10Bis heute Abend
12:11Übrigens, der Kurs hat wieder angezogen
12:13Fast 27 Euro
12:18Tut mir leid, Frau Ramirez
12:20Herr Weiz, Herr Weiz ist mit dem Lastwagen unterwegs
12:24Kann ich, ähm, kann ich warten hier?
12:28Ja, ich bin eigentlich auf sowas nicht eingerechnet, aber, aber bitte
12:35Hier, bitte setzen Sie sich
12:37Ah
12:37Ja, ich bin einfach
12:54Ja, ich bin eigentlich aufgemacht
13:06Lasst
13:08Also, Herr Kunze, was war da los?
13:10Jemand hat nach Leo gefragt.
13:13Möglicherweise ein Vertreter oder so.
13:15Vertreter? Für was?
13:17Keine Ahnung. Lebensversicherung?
13:20Er hat gesagt, er kommt morgen nochmal vorbei.
13:23Vielleicht hat Leo seine Beiträge nicht gezahlt.
13:27Wieso? Erwarten Sie jemand?
13:28Ich? Nein.
13:30Na ja, sind Sie so nett und rufen mich an, wenn der Leo zurückkommt?
13:34Na klar, gern.
13:36Danke.
13:46Danke.
14:15Hallo, Ria.
14:17Herr Althofer, Ihr Bruder ist auch da.
14:20Ich weiß. Wie lange tagt er schon mit dem Typen?
14:23Eine Stunde oder so. Ein Bier?
14:25Nee, ein Cappuccino. Aber Koffein frei, bitte.
14:28Wie geht's Ihnen denn?
14:30Och gut. Ich habe beschlossen, mein Herz zu ignorieren.
14:34Na, das dürfte Ihnen nicht schwerfallen.
14:35Wie meinen Sie denn das?
14:37Na, bei Ihrem Umsatz an Frauen.
14:43Herr Westkamp.
14:47Bringen Sie mir den Cappuccino an den Tisch.
14:53Na, Trouble mit dem Herrn Verleger?
14:55Ja, ich habe den Vertrag nicht unterschrieben.
14:58Der Roman?
14:59Roland, ich dachte, wir sind uns einig.
15:01Ria?
15:02Roland, ja komm mal. Fall doch nicht von einem Extrem ins andere.
15:06Warte wenigstens ab.
15:07Ich habe Leute nur hören, dass Birgit und Lena auf Kollisionskurs sind.
15:10Und Birgit seit einer Woche in Paris ist und keinen Strich für die Firma tut.
15:16Erstens, Felix, das Buch wird nicht gedruckt und damit basta.
15:19Ich kann mein Leben nicht zwischen zwei Buchdeckel auf den Markt werfen.
15:22Das geht nicht.
15:23Es war völlig egal, wer daran in irgendeiner Form interessiert ist.
15:26Und zweitens werde ich mich nicht vor deinen Karren entspannt lassen.
15:30Felix, wann kapierst du endlich, dass Lena jetzt am Drücke ist?
15:33und dass du dir mit deinen Intrigen immer nur ins eigene Fleisch geschnitten hast?
15:38Na, dann würde es dich vielleicht interessieren,
15:39dass Lena uns beide heute Abend zum Essen eingeladen hat.
15:43Wie bitte?
15:44Und zwar mit Damen.
15:46Kein Witz, vor einer halben Stunde hat sie angerufen.
15:48Ich habe gleich versucht, dich zu erreichen, aber da war nur deine Frau dran.
15:51Ich hoffe, sie hat Lena keinen Korb gegeben, so mies wie die geklungen hat.
15:55Hängt bei euch der Haussegenschieb?
15:58Danke, Ria.
15:59So, alles zusammen, bitte.
16:00Auf den Cappuccino setzen Sie bitte auch mit drauf, ja?
16:03Okay.
16:04Silke ist sauer, dass ich den Roman nicht rausbringe, aber sie wird sich wieder verruhigen.
16:09Du kommst auf jeden Fall heute Abend und keinen Ton davon,
16:12dass der Roman nicht erscheint, damit wir wenigstens ein Ass im Ärmel haben.
16:15Du meinst, Lena nimmt dein Angebot an?
16:17Keine Ahnung, aber irgendwas hat sie vor.
16:20Und dass sie Silke einlegt.
16:21Und meine Inge, das kann doch nur bedeuten, dass sie die veränderte Sachlage akzeptiert.
16:26Ich glaube nicht, dass Silke mitkommt.
16:30Das wird nicht klug, Roland.
16:32Ihr werdet doch sowieso von allen hier geschnitten.
16:34Wir legen auch keinen Wert drauf, mit der Augsburger Schickeria abzuhängen.
16:38Gut, ich werde versuchen, sie zu überreden.
16:42Danke.
16:43Sag mal, bist du mit dem Wagen da?
16:44Ja, warum? Hast du immer noch keinen?
16:47Nee, wozu?
16:48Danke.
16:50Bitte.
16:50Dir scheint es wirklich ernst zu sein mit deinem neuen Leben.
16:54Irgendwann muss man ernst machen.
16:56Ach, Roland.
16:57Roland, ich nehme es dir trotzdem nicht ab.
17:01Niemand verändert sich, Roland.
17:02Wir werden allenfalls älter.
17:04Und wenn wir Glück haben, ein bisschen gescheitert, uns aus der Firma rausdrängen zu lassen.
17:09Das war ein Riesenfehler.
17:10Und heute Abend bei Lena, das ist die Chance, wieder einen Fuß in die Tür zu kriegen.
17:14Mit deiner Firma.
17:15Roland.
17:16Mit unserer Firma.
17:18Althofer Design.
17:20Ich war vorige Woche in Hamburg und in Taiwan.
17:22Ich habe schon die ersten Prototypen zu Hause im Büro.
17:24Willst du mal sehen?
17:26Silke hat heute ihren einzigen freien Tag.
17:29So wie die drauf ist, wird das sowieso ein Flop.
17:32Also, keine Widerrede.
17:33Auf die halbe Stunde kommt es jetzt auch nicht mehr an.
18:16Hey da.
18:18So was?
18:19Du warst nicht mehr in der Firma und da dachte ich...
18:22Ja.
18:24Es war das erste Mal, dass ich wieder in der Firma war, seit der Beerdigung.
18:29Heißt zwar immer, das Leben geht weiter.
18:32Aber ich habe das Gefühl, seit Cornelias Tod ist das stehen geblieben.
18:37Ich weiß, was du meinst.
18:39Das eigene Kind zu überleben ist grausam.
18:42Und vollkommen unnatürlich.
18:46Aber irgendwie muss es weitergehen.
18:49Und dann ist dann noch unser Enkel.
18:51Ich war heute bei Lena.
18:52Hm?
18:53Florian geht es richtig gut.
18:55Und dieser Angela ist wirklich nett.
18:58Er führt sich auf wie der Hahn im Korbe.
19:01Komm, ich habe noch einen Kaffee.
19:03Oder willst du was essen?
19:04Es ist ja gleich Mittag.
19:05Nein, danke.
19:06Aber du kannst gerne bei mir was bekommen.
19:08Ich bin eigentlich hier wegen August.
19:10Wilhelm, du musst mit ihm reden.
19:13Was ist denn mit ihm?
19:15Ist er nicht auf seinem Boot am Budensee?
19:18Nein, er hat alles abgeblasen.
19:21Er sitzt zu Hause und geht nicht ans Telefon.
19:24und vertrinkt seine Gesundheit und seinen Verstand.
19:30Birgit.
19:33Weißt du, was da passiert ist?
19:36Männer.
19:38Frauen reden zu viel und Männer zu wenig.
19:41Vielleicht kannst du etwas herausfinden.
19:43Du bist doch sein einziger Freund.
19:46Na, ich weiß nicht.
19:48Doch, das bist du.
19:50Ich glaube, er ist zudem gut, jemanden zu haben,
19:52den er herumkommandieren kann.
19:54Den er aufpäppeln kann.
19:56Wilhelm, jetzt reiß dich mal am Riemen.
19:58Wilhelm, komm jetzt, gehen wir zum Golfspiel.
20:01Das ist eben seine Art, Zuneigung zu zeigen.
20:04Mit mir macht es genauso.
20:06Aber jetzt bist du dran.
20:07Jetzt muss er sich am Riemen reißen.
20:10Und du musst ihn davon überzeugen.
20:13Na gut, aber ich ziehe mir was anderes an.
20:16Ich rufe nochmal schnell zu Hause an.
20:18Nicht, dass er jetzt ausgerechnet weg ist.
20:28Mach auf, Ewald.
20:29Ich bin eh schon spät dran.
20:30Bei dir ist alles zu spät, Leo.
20:31Was denkst du dir eigentlich dabei?
20:33Da drin sitzt eine Truckerbraut aus Barcelona.
20:36Seit heute Morgen.
20:37Und um ein Haar hätte er immer sie gesehen.
20:38Oh, Scheiße.
20:41Ja, halt, hier kannst du nicht stehen bleiben.
20:45Ines!
20:46Was willst denn du hier?
20:48Du hast gesagt, du holst mich nach.
20:50Ja, schon, aber doch nicht jetzt.
20:52Ich muss doch erst alles klären hier.
20:55Gott, guck doch nicht so.
20:59Sag ihr, sie soll drinnen warten.
21:01Ich muss nur schnell noch den Wagen loswerden
21:03und dann komme ich, okay?
21:04Okay.
21:06Und bitte, lieber, ich schläge dich an.
21:08Kein Wort zu niemandem.
21:09Ja, aber jetzt fahr.
21:20Scheiße, scheiße, scheiße.
21:21Ich muss nur schnell sein, der euch schläge dich an.
21:25Ich bin.
21:29Ich bin.
21:39Ich bin.
21:44Ich bin.
21:45Ich bin.
22:01Nein, leider.
22:03Moment, da kommt er gerade.
22:05Dr. Heidenreich für Sie.
22:06In der Sache Althofelissa.
22:08Sagen Sie mich, rufe zurück.
22:09Und keine Störung in die nächsten zehn Minuten, bitte.
22:13Es tut mir leid, Herr Doktor.
22:15Es geht jetzt doch schlecht.
22:16Kann Dr. Holzknecht Sie in zehn Minuten zurückrufen?
22:19Gut, danke.
22:34Was hat Sie?
22:35Ach, was? Bleiben Sie hier.
22:37Aber machen Sie die Tür zu, Frau Stamm.
22:40Sie haben sich einen neuen Anzug gekauft.
22:43Das ist kein neuer Anzug.
22:45Das ist ein Statement, Frau Stammel.
22:52Heiden?
22:53Aber die Krawatte...
22:56Ach so, ja, in der Tüte sind zwei passende.
22:59Zumindest laut Verkäuferin.
23:11Was hat denn Dr. Heidenreich gesagt, ob er weitergekommen ist in der Sache?
23:19Nur, dass Felix wohl reagiert hat auf seinen Schreiben.
23:24Was halten Sie eigentlich von dieser Firma Althofer-Design?
23:28Ich?
23:29Ja.
23:30Sie kennen sich doch bei Althofer sehr viel besser aus als ich.
23:33Und diese ganzen Animositäten und Probleme.
23:37Na ja, ich bin halt schon sehr lange da.
23:42Also, wenn man Rolands Roman liest, dann spürt man erst, wie tief das alles geht.
23:52Die Firma und die Familie, das war einfach immer ein und dasselbe.
23:55Deshalb sind Roland und Felix jetzt auch irgendwie heimatlos.
24:00Wissen Sie, wenn ich mir vorstelle, ich könnte nicht mehr jeden Tag hierher...
24:05Dasselbe gilt für Ewald, äh, für Herrn Kunze.
24:09Der ist ja auch sofort wiedergekommen, nachdem er in Rente war.
24:13Aber das mit Roland und Felix, das ist wohl nicht mehr zu ändern.
24:17Na ja, wer weiß.
24:20Zumindest ist Frau Czerny bereit, den beiden ein Angebot zu machen.
24:23Wirklich?
24:24Es bleibt aber unter uns.
24:27So, Frau Stammel, und jetzt sagen Sie mir.
24:30Ja, sehe ich aus wie der Generalbevollmächtigte eines Modeunternehmens.
24:35Eines sehr erfolgreichen Modeunternehmens.
24:38Das wollte ich hören.
24:40Aber jetzt mal ehrlich, Herr Doktor.
24:42Wer hat eigentlich an Ihnen rumgemäkelt?
24:44Die Frau Michel?
24:46Nee, schlimmer.
24:47Der Teenie der Firma, ein Trendscout.
24:50Die Angela?
24:52Herr Doktor.
24:54Nein, nein, Frau Stammel.
24:55Wir müssen die jungen Leute ernst nehmen.
24:57Sie sind unsere Zukunft.
24:59Im positiven wie im negativen Sinne.
25:03Außerdem, in so einem Anzug fühlt man sich doch gleich als neuer Mensch.
25:07So, und jetzt verbinden Sie mich bitte mit Dr. Heidenreich.
25:11Mach ich.
25:11Aber erst unterschreiben Sie mir das bitte.
25:13Dann kann die Post raus.
25:15Jawohl.
25:33Und lass dich ja nicht von August abwimmeln, egal was er sagt.
25:36Ich will unter irgendeinem Vorwand verschwinden und du knöpfst ihn dir dann vorher.
25:40Ich tue, was ich kann.
25:50August!
25:52August!
25:53Guck mal, wen ich zufällig getroffen habe!
25:57August!
26:01August!
26:04Ist ja komisch.
26:07So eine Pleite.
26:09Wo ist er bloß?
26:13Vielleicht hat er sich hingelegt.
26:15August!
26:15Ach, das wäre das erste Mal.
26:17Er hasst Mittagsschlaf.
26:18Er sagt, dann könnte er sich gleich in einen Sarg legen.
26:21677-677.
26:22Er hat sich ein Taxi genommen, weil ich seinen Wagen hatte.
26:25Tja, was soll ich dazu sagen?
26:27Nichts.
26:29So ist er hier.
26:43Wacht Sie bitte hier.
26:45Es kann sein, dass Sie mit der nächsten Maschine kommt.
27:01Waltraud, ich bin's.
27:02Rat mal, wen ich eben zum Flughafen gefahren habe.
27:05Die Königin von Saba, Madonna.
27:07Nein, euren Herrn Mayerbär.
27:09Oh, wie aufregend.
27:11Weißt du, was er mich gefragt hat?
27:13Nein, Bernd, das weiß ich nicht.
27:15Denn ich war nicht dabei.
27:17Er hat mich gefragt, ob ich schwul sei.
27:20Das kommt daher, dass du eine Schnauze erträgst.
27:22Ich habe dich immer gewarnt.
27:24Aber keine Angst, Schatz.
27:25Ich glaube kaum, dass Herr Mayerbär dich in sein Bett locken möchte.
27:29Entschuldige, ich muss Schluss machen.
27:30Da kommt ein Anruf auf der anderen Leitung.
27:32Waltraud, ich bin's.
27:32Tschüss.
27:34Michel?
27:48Ehrlich, Papa.
27:50In die Cocktailball, Sie wissen schon.
27:51Ich muss in die Firma.
27:52Ich bin die Firma und du kommst jetzt mit.
27:55Los, komm, steig ein.
28:02Los, komm, steig ein.
28:48Angela, Lena hat angerufen.
28:50Du kannst kommen.
28:52Aber vorher sollst du bitte noch helfen, die Sachen für die Einladung rüberzutragen.
28:57Okay.
28:58Bin gleich fertig.
28:59Ist es nicht süß?
29:01Ja, ja.
29:02Wahnsinnig süß.
29:08Ist was, Frau Weiz?
29:09Nein, ich, äh, mein Rücken macht mir wieder zu schaffen.
29:14Aber es geht schon wieder.
29:17Was ist das für eine Einladung bei Lena?
29:21Nichts Privates.
29:23Ein Geschäftsessen.
29:25Angela, bitte.
29:27Ja.
29:34Meinst du, du kannst es für mich fertig machen?
29:39Mir ist nicht gut.
29:40Ich muss nach Hause.
29:41Wie weit bist du denn?
29:42Nur noch der Saum und die zwei Abnäher.
29:44Ich hab's mit Kreide markiert.
29:46Na gut.
29:46Muss Oberheit auf mich warten.
29:47Danke.
29:52Tschüss.
29:52Ciao, Süße.
29:53Tschüss.
29:55Tschüss.
29:58Tschüss.
30:03Tschüss.
30:26Willst du mir nicht sagen, worum es geht?
30:28Kannst du dir nicht denken, worum es geht?
30:31Wieso?
30:32Hat Lena was gesagt?
30:33Nein.
30:34Was hätte sie mir denn sagen sollen?
30:37Ach, Vater.
30:38Ich will es von dir.
30:40Sonst verliere ich den Verstand.
30:42Meine Tochter liebt eine Frau.
30:46Mein Gott.
30:48Meine Sexualität hat eben eine etwas größere Bandbreite.
30:54Was ist denn daran so entsetzlich?
30:56Das ist sowieso ein Wunder, dass ich so lange gebraucht habe, da drauf zu kommen.
31:01Woher hätte ich wissen sollen, dass ich Lena gleichgültig bin?
31:04Und sie alles nur für sich, ihren Erfolg und ihre Firma tut?
31:09Größere Bandbreite.
31:11Mein Gott, Birgit.
31:12Jetzt mach doch kein Drama daraus.
31:14Lass uns lieber zusammen überlegen, wie es jetzt weitergeht.
31:18Tag.
31:19Ein Pilz für Sie, Herr Mayerbär?
31:21Ja.
31:22Und einen doppelten Schnaps, egal welchen.
31:26Den Schnaps lassen Sie bitte weg.
31:27Und ich nehme ein Glas Champagner.
31:30Wie Sie wünschen.
31:31Zur Feier des Tages.
31:34Jetzt guck doch nicht so, Papa.
31:36Die Einzige, die sich hier was vorzuwerfen hat, bin ich.
31:40Weil ich mich so in Lena getäuscht habe.
31:43Ich dachte, sie...
31:45Ich meine nach allem, was ich für sie getan habe.
31:49Dass sie mich nicht nur hat abblitzen lassen.
31:50Nein.
31:51Das reicht einer Lena Tschandi nicht.
31:53Sie hat mich auch noch vor Chris bloßgestellt.
31:56Ja, was hast du denn erwartet?
31:57Dass sie dich heiratet, oder was?
31:59Ich verstehe die Welt nicht mehr.
32:01Und ich verstehe dich nicht.
32:03Hörst du überhaupt, was ich dir sage?
32:05Birgit, wie kannst du mir das antun?
32:08Wenn das erst in der Firma rum ist.
32:09Und wenn das in Augsburg rum ist.
32:11Die Tochter von Mayerbär...
32:13Hör auf!
32:13Nein, ich höre nicht auf.
32:15Ich will wissen, wie du dir das gedacht hast mit Lena.
32:18Und überhaupt...
32:18Ich weiß nicht.
32:20Ich weiß nur, dass eine von uns beiden zu viel ist in der Firma.
32:23Und entweder sie geht, oder ich...
32:26Moment.
32:27Moment.
32:27Du willst doch nicht etwa...
32:54Ja?
32:56Ja, bitte.
32:58Ah, Kruse ist mein Name.
32:59Guten Tag.
33:00Ich habe eine Verabredung mit Frau Scherner in der Villa.
33:02Wurde mir mitgeteilt, was immer das auch sein soll.
33:05Moment, ich melde Sie an.
33:07Ja, bitte tun Sie, was Sie nicht lassen können.
33:11Den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind.
33:14Entschuldige.
33:16Ja?
33:18Nein, das geht schon in Ordnung.
33:19Warum?
33:21Ach so.
33:22Herr Kruse ist Designer, Herr Kunze.
33:24Ein Künstler.
33:25Also zeigen Sie ihm den Weg, ja?
33:26Danke.
33:28Designer?
33:29Das ist nur ein Orientierungsgespräch.
33:30Chris hat ihn empfohlen.
33:32Na jedenfalls, über die Firma Rousseau gibt es jede Menge.
33:35Nur über den Firmengründer ist kaum was aufzutreiben.
33:37Nicht mal, wo er wohnt oder wie alt er ist.
33:40Ich bin da!
33:41Super.
33:42Fängst du schon mal an?
33:43Ich komme gleich nach.
33:43Ich habe nur noch einen Termin.
33:44Okay.
33:45Hi, Uwe.
33:46Hi.
33:47Ja, danke, Uwe.
33:49Und grüße Natalie von mir.
33:50Ja.
33:51Und wenn Chris am Wochenende kommt, dann unternehme wir was zusammen, okay?
33:54Gerne.
34:05Hi, Herr Strausser.
34:07Kein Wunder, dass Kunze etwas gekiert war.
34:10Hallo, Herr Kruse.
34:11Darf ich vorstellen, Uwe Lieber, unser Computerspezialist Daniel Kruse.
34:15Angenehm.
34:18Und ich bin Lena Czerny.
34:20Ich weiß.
34:21Also dann, bis später.
34:23Ciao.
34:23Ciao.
34:24Ja, dann kommen Sie mal.
34:26Ich habe leider nicht allzu viel Zeit, weil ich heute Abend Gäste habe, aber wie ich höre,
34:30sind Sie auch voll beschäftigt mit Ihrer Oper und so?
34:32Ach, das ist keine Oper, das ist eine Katastrophe.
34:34Diese Opernistin sieht aus wie die Tochter eines Metzgers und wiegt über 100 Kilo.
34:38Und ich soll sie zehn Jahre jünger und schlank machen.
34:41Und der Regisseur ist ein Sadist und Intrigant.
34:45Also jedenfalls habe ich mir geschworen, ich gehe eher ins Kloster, bevor ich mich noch
34:48einmal auf so eine Kamikaze-Produktion einlasse.
34:51Ach, also hier arbeiten Sie.
34:54Das ist die alte Unternehmervilla.
34:56Ich habe daraus eine Art Wohnatelier gemacht, weil man bei mir Privatleben und Berufsleben
34:59sowieso nicht auseinanderhalten kann.
35:01Sehr pfiffig.
35:03Wie sind Sie darauf gekommen?
35:04Also sowas habe ich kürzlich erst in London gesehen.
35:06Tatsächlich.
35:08Tja, kann ich jetzt Ihre Entwürfe sehen?
35:12Aber natürlich entschuldigen Sie.
35:15Ich habe natürlich nur meine neuesten Entwürfe mitgebracht.
35:19Mode von gestern ist ja schlimmer als drei Tage alter Fisch.
35:22Schauen Sie, als erstes ein paar, ja, Cocktail-Kleid-Studien passen zum derzeitigen Lounge-Style
35:30der elegantesten Bars in Paris und Berlin.
35:33Mhm, ja, witzig.
35:38Schauen Sie hier.
35:41So.
35:44Ja, und das hier ist etwas dezenter und kühler für die Dame in der Chefetage.
35:49Ganz schön gewagt. Aber wer die Figur dazu hat?
35:56Das gefällt mir.
35:58Das Problem dabei ist nur, dass momentan der beim Rock kurz innen ist und da wirkt das
36:01Oberteil irgendwie zu, ja, massiv.
36:05Dann ändern wir halt die Rocklänge.
36:07Ja, damit stehen Sie dann aber ziemlich allein, Frau Czerny.
36:10Das bin ich gewöhnt.
36:12Chris hat mich gewarnt.
36:14Sie haben eine sehr eigenwillige Art.
36:17Na ja, ich bin auch nicht jemand, der Sie an Konventionen hält.
36:20Von daher sehe ich da kein Problem.
36:23Entschuldigung, aber ich kriege die Panik in der Küche.
36:25Florian wirft dauernd irgendwelche Dinge durch die Gegend und ich habe Angst, dass er sich wehtut.
36:29Tja, Sie sehen.
36:31Natürlich.
36:33Das ist kein Problem.
36:35Wie verbleiben wir?
36:37Ich bespreche das mit meinen Partnern und dann melde ich mich bei Ihnen.
36:40Darf ich das da behalten?
36:41Ja, gerne.
36:43Das ist schon nicht so.
36:45Das ist Daniel Kruse.
36:46Er wird mir beim Design helfen, wenn alles klar geht.
36:48Und das ist Angela Materna.
36:49Sie macht bei uns eine Schneiderlehre und ist unser bester Trendscott.
36:52Ja, und der Einzige in diesem Laden.
36:55Ich kenne Sie irgendwo her.
36:57Waren Sie nicht letzte Woche im Cabbage?
37:00Ja, ich mache da die Korrektion für die Late Show.
37:04Wer ruft da so nach Ihnen, Ihr kleiner Sohn?
37:06Ja, ich muss mich jetzt um den Chefkoch kümmern.
37:10Ich habe mich gefreut, Herr Kruse.
37:12Vielen Dank, Frau Termin.
37:13Ach, könnten Sie mir noch ein Taxi rufen?
37:16Machst du das mal? Telefonlied auf den Tisch.
37:18Okay.
37:24Herr Kunze?
37:25Wir bräuchten bitte ein Taxi für Herrn...
37:28Kruse.
37:29Für Herrn Kruse.
37:32Rousseau, Rousseau, Rousseau.
37:36Hallo.
37:40Holzknecht?
37:42Ja, Georg.
37:45Bist du sicher? Warte mal.
37:47Danke für den Tipp, aber eigentlich müsste man jetzt ja Rousseau kaufen.
37:52Ja, reden wir nochmal drüber, ne?
37:54Mhm.
37:58Ich rufe dich wieder an.
38:01August, wo warst du denn?
38:05Deine Frau ruft ständig hier an, die sucht dich.
38:08Ich habe Birgit vom Flugplatz abgeholt.
38:13Weißt du, ich habe immer gedacht, in diesem Leben haut mich nichts mehr um.
38:18Und nun das.
38:22Komm, jetzt ruf erst mal zu Hause an.
38:25Hey, da ist drauf und dran, dich von der Polizei suchen zu lassen.
38:27Ich kann doch jetzt nicht nach Hause.
38:30Was will ich ihr denn sagen?
38:32Tut mir leid, meine Tochter ist eine wild gewordene Lesbe.
38:35August, wirklich.
38:37Wilfried,
38:39ich brauche jetzt deinen seelischen Beistand.
38:42Das geht im Moment nicht.
38:43Ich bin eingeladen, ich muss gleich los.
38:45Ich wollte nur noch den Quartalsbericht fertig machen und habe auf die Zahlen aus den USA gewartet.
38:50Eingeladen?
38:51Wo denn?
38:52Bei Lena Czerny.
38:53Felix und Roland Althofer sind auch da, das musst du verstehen, ich kann das nicht absagen.
38:57Ja, ja, wenn man dich einmal braucht.
39:00Aber gut.
39:03Wo ist denn Birgit jetzt?
39:05In ihrem Büro.
39:06Und übernachten will sie im Hotel.
39:10Sag bloß, ihr habt euch zerstritten.
39:12August.
39:13August, ich bin's.
39:15Gott, was soll denn dieser Terror?
39:18Ich habe Birgit vom Flugplatz abgeholt.
39:21Ja, in der Firma, holst du mich ab?
39:23Ja, wieso denn nicht?
39:54Na, siehra!
39:55Sie haben vielleicht Nerven?
39:56Wo waren Sie denn?
40:00Und wie sehen Sie eigentlich aus?
40:02Was?
40:03Ach so, ja.
40:04Und?
40:04Gefällt es Ihnen?
40:05Cool.
40:06Trotzdem, Lena ist sauer.
40:08Sie hat mich sogar schon in ihr Büro geschickt, weil jemand ans Telefon ging.
40:10Ja, wo sind denn die Herrschaften?
40:12Kommen Sie mit.
40:13Und wie kommen Sie darauf, dass Roland überhaupt daran interessiert ist, wieder bei Althofer zu arbeiten?
40:17Na, weil er Althofer heißt.
40:19Ich habe nicht dich gefragt.
40:21Sieke.
40:22Was?
40:22Bitte.
40:24Ich habe Roland doch nur ein Angebot gemacht.
40:26Ob er interessiert ist, weiß ich ja gar nicht.
40:28Entschuldigung.
40:30Und falls du ablegenst, ist das auch in Ordnung?
40:34Ich wollte einfach nur reinen Tisch machen.
40:36Ich glaube, wir haben alle Fehler gemacht in letzter Zeit.
40:38Und harte Zeiten hinter uns, auch persönlich.
40:42Ich für meinen Teil, ich will einfach nur gut machen, was gut zu machen ist.
40:46Aber es kann ja sein, dass ich die Einzige bin, die so empfindet.
40:51Ja, Sie müssen mich entschuldigen, aber ich musste noch Herr Mayerbeer nach Hause fahren.
40:55Er war in einem traurigen Zustand.
40:58Moment.
40:59Birgit ist zurück.
41:01Ja.
41:03Und Sie hatten eine üble Auseinandersetzung, was ja nicht anders zu erwarten war.
41:08Tja, ich fürchte, das sieht gar nicht gut aus.
41:11Herr Mayerbeer hat angedeutet, dass es hier gravierende Veränderungen geben wird.
41:14Und solange wir nicht wissen, wie es hier weitergeht, sind sämtliche Verhandlungen, in welche Richtung nun auch immer, hinfällig.
41:23Was für Veränderungen?
41:25Wie auch immer.
41:26Wir sollten uns doch den Abend, der so gut begonnen hat, nicht vergaben lassen.
41:29Herr Doktor.
41:32Danke.
41:32Ich darf kurz zusammenfassen.
41:35Felix und Roland sind geschäftlich damit einverstanden, die Firma Althoffer Design nicht als Konkurrenzveranstaltung zu uns laufen zu lassen, sondern
41:42im Unternehmensverbund irgendwie.
41:45Mit entsprechender Gewinnbeteiligung, versteht sich.
41:48Dafür sieht Roland davon ab, seinen Roman zu veröffentlichen.
41:51Das ist noch nicht entschieden.
41:53Das ist entschieden, Silke. Begreift das endlich.
41:56In dem Fall bin ich hier überflüssig.
41:58Danke.
42:11Roland, geh ihr nach.
42:17Na los.
42:34Musik.
42:45Musik.
42:51Musik.
43:16Untertitelung des ZDF, 2020
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