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KurzfilmeTranskript
00:16Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:38ZDF für funk, 2017
01:00Das ist aber seltener Besuch
01:02Der Junior ist auch mit von der Partie
01:05Frau Stange braucht ein paar Unterschriften wegen der Fusion und allem
01:08Florian kann er noch nicht unterschreiben
01:10Bei der Gelegenheit wollte ich gleich bei Lena vorbeischauen
01:12Ist sie da?
01:13So viel ich weiß schon
01:14Prima
01:17Aber die hat jetzt ihre Zelte in der Villa aufgeschlagen.
01:28Erfahrung in der Textilbranche wünscht aber nicht Bedingungen. Haben Sie das?
01:33Richtig. Und drunter unser neues Firmenlogo.
01:37Ich denke, eine Achtelseite in Ihren Stellenanzeigen.
01:41Ich fach's Ihnen das Ganze dann auch noch zu. Ich wollte nur sicher sein, dass es in der Wochenendausgabe erscheint.
01:51Wöchentlich, bis auf Wiederholung. Danke, Frau Wichert.
01:54Mit einem Zug?
01:56Ja, Ihr Vater kriegt Zustände, wenn er das sieht.
02:00Florida, nein, bist du gewachsen?
02:05Entschuldige Sie, ich bin gleich für Sie da.
02:08Nein, so sieht das ja fürchterlich aus. Stellen Sie die Tische gegenüber und in die Mitte.
02:16Wie soll denn der ganze Aufwand?
02:18Wir haben seit gestern einen neuen kaufmännischen Leiter.
02:21Und dem Herrn Doktor ist das ehemalige Beruf von Ewald Kunze nicht repräsentativ genug.
02:26Das heißt, mein Bruder hat sich immer noch nicht gemeldet?
02:29Nein, er wird ja auch immer den Job hier. Es ist ja auf jeden Fall los.
02:33Es sei denn, Dr. Holzknecht wird eines schönen Tages von den Mitarbeitern gelünscht.
02:38So, hier an den markierten Stellen bitte.
02:41Gehst du mal zu Tante Marion?
02:43Ach, komm.
02:46Gelünscht? Ist das denn so unbeliebt?
02:49Ja, die Leute haben's nicht gern, wenn einer immer alles besser weiß.
02:53Neubi ist ein Kern, gut.
02:54Ja, aber die Alten wissen, wo der Dreck ist.
02:57Das ist auch wieder wahr.
02:59War's das?
03:00Es tut mir leid, dass Sie deshalb extra von Grünwald hierher kommen mussten.
03:04Ach, im Gegenteil.
03:06Ich bin früh, mal endlich wieder unter Menschen zu sein.
03:09Na?
03:10Ach, das ist für Sie.
03:12Ach, nein, dass Sie das nicht vergessen haben.
03:16Zartbitte und Mandelsplitte.
03:17Ich hab doch nicht Geburtstag.
03:19Ein kleines Dankeschön dafür, dass Sie mich auf dem Laufenden halten über dieses Irrenhaus hier.
03:24Aber das ist doch selbstverständlich.
03:26Schließlich muss er wissen, was in seiner zukünftigen Firma passiert, damit er notfalls protestieren kann.
03:31Ach, keine Sorge, das kann er.
03:33Stimmt's, mein Sohn?
03:34Sie sollten ihn mal hören, wenn er Hunger hat oder wenn die Windel zwickt.
03:38Na, jetzt sag auf Wiedersehen zu Tante Marion.
03:41Wiedersehen, Florian.
03:43Tschüss.
03:45Ah, ich wollte noch bei Lena Czerny vorbeischauen.
03:47Meinen Sie, das geht so unangemeldet?
03:50Ich werde Sie anmelden.
03:51Gehen Sie ruhig schon rüber.
03:52Danke.
03:56Ja, hallo, Frau Czerny-Stange.
03:58Die Frau Althofer ist hier bei mir und wird gern bei Ihnen vorbeischauen.
04:12Sieh da, sieh da, welch Glanz in unserer Hütte.
04:14Hallo Felix.
04:15Und der Kronprinz auch.
04:17Tag.
04:18Darf ich vorstellen, Inge Fabian und das ist meine Schwester Cornelia mit ihrem Florian.
04:22Angenehm.
04:23Und jetzt entschuldige, aber ich muss weiter.
04:25Moment, hast du es dir überlegt?
04:26Du weißt schon.
04:27Bitte nicht jetzt, Felix.
04:28Ja, wann dann?
04:30Ach, bist du so nett und gehst schon mal voraus?
04:32Zweiter Stock, Frau Stangell weiß Bescheid.
04:39Wer ist das?
04:40Ach, meine derzeitige Bettgefährtin.
04:42Nichts von Dauer, keine Sorge.
04:44Ich nehme an, wenn sie hört, dass es nichts ist mit dem Job in der Buchhaltung, wird es mich eh
04:47in die Wüste schicken.
04:49Aber jetzt mal im Ernst.
04:50Das ist die einmalige Chance, in kürzester Zeit dein Kapital zu verdoppeln.
04:54Wenn nicht noch mehr.
04:55Ich kenne mich mit sowas nicht aus.
04:57Das musst du auch nicht.
04:59Das übernehmen ich und Lausitz.
05:00Mit meinen Insider-Informationen kann da gar nichts schief gehen.
05:03Felix, das ist illegal.
05:06Illegal ist das, was rauskommt.
05:08Und so wie ich das eingefädelt habe, wird da nichts rauskommen.
05:10Das Geld wird in einem Fonds angelegt, den Lausitz über Lichtenstein laufen lässt.
05:15Alles anonym.
05:21Der Fonds kauft zum Emissionskurs und verkauft, sobald der Höchststand erreicht wird.
05:26Was so gegen Quartalsende sein dürfte, wenn die neuen Umsatzprognosen fällig sind.
05:31Lena kann das Tempo unmöglich halten.
05:34Es klemmt jetzt schon an allen Ecken und Händen.
05:36Sag mal, was hast du eigentlich plötzlich gegen Lena?
05:39Er macht doch ein Herz und eine Seele die ganze Zeit.
05:42Da hatte ich auch noch Anteile an der Firma und was zu sagen.
05:44Aber jetzt, jetzt haben wir einen Vorstand direkt vor unserer Nase und drüber noch ein Aufsichtsrat.
05:50Wir sind doch nur noch ganz kleine Nummern hier.
05:52Ach, hör auf. Ich kann das alles nicht mehr hören.
06:14Ich bin jetzt, Lena.
06:18Hallo.
06:21Na?
06:23Also ich sag's euch gleich, bei mir sieht's wüst aus.
06:25Ich bin mitten in der Kollektion.
06:26Wir wollen dich gar nicht lange stören.
06:28Unsinn. Ich freue mich, dich auf euch zu sehen.
06:30Toll siehst du aus.
06:31Und Florian, ist dir auch kein Wunder.
06:33Wir faulen uns den ganzen Tag im Gegensatz zu dir.
06:38Wahnsinn.
06:39Das hast du ja toll hingekriegt.
06:42Hat mal ja nett ausgesehen.
06:44Aber jetzt.
06:46Magst du einen heißen Tee?
06:48Ich hab allerdings nur Kräutertee.
06:49Nein, danke.
06:50Ich war eben bei Frau Stangel und dachte, ich schau mal kurz bei dir vorbei.
06:54Weil Grünwald ist für mich immer noch ein ziemliches Niemandsland.
06:57Und na ja, ich hatte einfach Sehnsucht nach vertrauten Menschen.
07:05Sag mal, liest das die neue Kollektion?
07:07Ja, aber ich bin irgendwie noch nicht ganz zufrieden.
07:12Wieso?
07:13Das ist doch schön.
07:15Na ja, die einzelnen Sachen sind schon schön.
07:18Aber irgendwie zu einer guten Kollektion, da fehlt mir noch irgendwie der große Buh.
07:25Was ist?
07:30Weißt du, ich bin nicht besonders glücklich da draußen.
07:33Und da ich viel Zeit zum Nachdenken hatte.
07:37Na ja, ich...
07:38Dieses idiotische Halbschwestern-Dasein.
07:41Für das du nichts kannst und ich genauso wenig.
07:43Das...
07:44Ich würde es schön finden, wenn wir Freundinnen sein könnten.
07:49Das finde ich auch.
07:56Wie geht es dir denn eigentlich?
07:58Meine Mutter hat mir erzählt, dass du...
08:01Also unter dem Siegel der Verschwiegenheit natürlich...
08:04Ach so.
08:06Na ja, das weiß sowieso bald jeder.
08:08Das Getratsche in so einer kleinen Firma.
08:10Aber sag mir mal eins.
08:12War dir auch so gotterbärmlich schlecht bei Florian?
08:15Ach, nur die ersten Wochen, hm?
08:18Ja, aber es ist nicht nur die Übelkeit.
08:20Das ist kurz bevor du gekommen bist.
08:22Das ist wie ein...
08:22Das ist ein Schmerz, als ob jemand mit einem Messer.
08:25Das kenne ich, aber das geht vorüber.
08:27Hast du schon den Ultraschall gemacht?
08:28Am Freitag habe ich ihn zu mir.
08:30Komm.
08:30Danke.
08:31Du wirst sehen, das beruhigt ungemein, wenn man weiß, was los ist.
08:38Was hat er denn?
08:39Ich glaube, er hat was in der Hose gehalten.
08:41Irgendwie witzig.
08:42Nein, im Bad weißt du, was es ist.
08:59Ja.
09:01Warum gehst du nicht ran?
09:02Ich habe vorhin schon mal angerufen.
09:04Entschuldige, mir war nicht gut.
09:06Mir ist auch nicht gut.
09:08Ich bin erst um vier Uhr früh ins Bett gekommen.
09:10Bernd hat die Spätschicht gefahren.
09:12Und er mag es nicht, wenn er heimkommt und es ist niemand da.
09:14Aber es wird dir gleich besser gehen.
09:16Stell dir vor, Sie haben Lucy gefunden.
09:18Nein.
09:19Wo?
09:19Die Mutter hat sie doch geschnappt und ist mit ihr ins Ausland.
09:23Die Polizei versucht gerade rauszufinden, wohin.
09:25Na, immerhin ist ihr nichts passiert.
09:27Trotzdem solltest du mal mit Frau Martinek reden.
09:30Ich glaube, du bist die Einzige, die bei ihr durchkommt.
09:35Ja, dann hast du noch einen Haufen Post.
09:37Die Hälfte davon hausinterne im Leben ist von unserem lieben Herrn Doktor.
09:41Der Mann hat ja einen größten Papierausstoß,
09:42als die gesamte Stoffproduktion von Herrn Wieland.
09:46Ja, und wenn man gerade vom Teufel spricht, da kommt er schon.
09:48Also komm bitte vorbei, wenn du ein paar Minuten hast, ja?
09:50Guten Tag, Frau Hölk.
09:51Äh, Michel.
09:56Kann ich was für Sie tun?
09:57Ja.
09:59Ja, da Frau Czerny auf meine diversen Memos keine Reaktion zeigt,
10:03wollte ich Sie mal persönlich aufsuchen.
10:04Aber ich kann Sie nicht finden.
10:06Das ist kein Zufall, Herr Doktor.
10:07Frau Czerny möchte in der augenblicklichen Phase der Produktion nicht gefunden werden.
10:11Na ja, wir hängen mit allen Terminen.
10:13Nächste Woche ist die Messe in Paris für die neuen Stoffe.
10:15Die neue Czerny-Kollektion steht auch noch nicht.
10:17Ja, und dann auch noch die Modenschau.
10:19Was machen Sie da?
10:22Sie sind mit Ihrem technischen Equipment auf dem neuesten Stand, ne?
10:25Ja, und?
10:26Na ja, ein bisschen außergewöhnlich, finden Sie nicht?
10:30Ah, ich verstehe.
10:32Na ja, dann vorne weg und frisch von der Leber.
10:37Das hier, Herr Doktor, ist nicht der Versand, die Produktion oder die Färberei.
10:40Das hier ist mein Büro.
10:42Und wenn Sie hier antanzen mit einer Stoppuhr und einem Zollstock,
10:45um abzumessen, ob Sie hier irgendetwas abknapsen können,
10:48dann gibt es Krieg, Herr Doktor.
10:50Und ohne mich überschätzen zu wollen, den werden Sie verlieren.
10:53Denn ich bin keine Frau Stangl oder ein Herr Wieler,
10:56die sich das vielleicht gefallen lassen.
10:58Ich habe schon so einige Chefs wie Sie kommen und gehen sehen.
11:03Ich habe lediglich festgestellt,
11:06dass Sie mit einer Schreibmaschine und einem Faxgerät nicht sehr weit kommen
11:09als Sekretärin von einer so kreativen und vielbeschäftigten Frau wie Lena Tschern.
11:15Wie nehmen Sie Ihren Kaffee mit oder ohne?
11:17Mit allem, aber ich habe jetzt keine...
11:18Setzen Sie sich.
11:20Also ich muss Sie sehr bitten, ja?
11:21Ich weiß, ich weiß, Sie sind der Chef.
11:24Trotzdem würde ich an Ihrer Stelle einen Crashkurs in Sachen Althofer nicht ablehnen.
11:28Es dauert nur zehn Minuten und wird Ihnen die Sache der Firma doch um einiges erleichtern.
11:32Also erstens, allmählich sollten Sie sich die Namen der Mitarbeiter merken,
11:36nachdem Sie schon eine Woche hier sind.
11:39Zweitens, Ihre Memos an jedermann.
11:42Damit erreichen Sie gar nichts.
11:44Möchstens volle Papierkörbe.
11:46Und was Ihre Memos an Frau Tscherni betrifft, da...
11:53Tja, dann eben nicht.
11:57Und Dodo, du hast jetzt alles aufgegeben?
12:00Also ich meine die Musik und...
12:01Nein, nein, natürlich nicht.
12:02Aber mit Kind, du wirst es schon noch kennenlernen.
12:05Man hat einfach immer ein schlechtes Gewissen, wenn man so einen kleinen Bagel alleine lässt.
12:10Ganz egal, wie toll der Baby-Sitter ist.
12:13Tja, man muss eben Kompromisse machen.
12:15Ja, ich hasse Kompromisse.
12:17Ach nein, das hätte ich gar nicht gedacht.
12:22Nein, nein, du hast schon alles richtig gemacht.
12:24Und du hast es auch geschafft, jetzt gehört alles dir?
12:26Naja, und Birgit, und deinem Vater, und deinem Sohn.
12:29Ja, so habe ich das nicht gemeint.
12:31Du hast das Sagen hier.
12:33Und das ist gut so, wirklich.
12:36Okay, so.
12:37Und bitte, wann immer du Zeit oder Lust hast, komm vorbei.
12:42Ich bin die ganze Zeit alleine.
12:43Andreas ist ja ständig unterwegs und jetzt macht er auch noch den Pilotenschein.
12:49So, mein Spatz.
12:51Ansonsten sind da draußen ja nur irgendwelche Geschäftspartner und so.
12:57Bekannte, aber keine Menschen.
12:59Also ich meine, keine Menschen wie du und ich mit einem gewissen Faible fürs Kreative.
13:05Tja, also ich quassel und quassel mir ein masservoll Entschuldige bitten.
13:11Ich rufe dich an, ja?
13:13Gut.
13:13Und spätestens nach dem Ultraschall, ja?
13:15Mach ich.
13:16Tschüss.
13:36Ach, da sind Sie ja.
13:38Guten Tag, Frau Czerny.
13:39Ich habe Sie schon überholt.
13:39Bitte nicht jetzt, Herr Dr. Holzknecht.
13:41Nein, so geht das doch nicht.
13:43Es wird gehen müssen.
13:45Also entschuldigen Sie, ich bin es nicht gewöhnt, dass man so mit mir umgeht.
13:49Ich bin kaufmännischer Leiter und ich nehme meine Aufgabe ernst, aber so kann ich nicht arbeiten.
13:54Soweit ich mich erinnern kann, sind Sie hier eingestellt worden, um mir den Rücken freizuhalten.
13:57Also tun Sie das bitte, ja?
13:59Zumindest bis nach der Messe und unserer Präsentation.
14:01Danach habe ich mehr Luft.
14:02Und in der Zwischenzeit wenden Sie sich bitte an unseren Vorsitzenden, denn Sie finden Sie sicher auf dem Golfplatz.
14:20Na, endlich!
14:22Wo ist Emma?
14:23In der Kantine mit Nathalie.
14:25Nein, nein, nein, wenn du schon mal da bist.
14:27Ich brauche dringend ein paar Unterschriften von dir und dann müssen wir deine Termine festzurren.
14:30Was sein muss, muss sein.
14:31Sonst sind Anflüge nach Paris ausgebucht und ich kriege kein ein ständiges Hotelzimmer mehr für dich.
14:37Ich fahre nicht nach Paris.
14:39Die Präsentation muss Felix mit Birgit machen.
14:42Was?
14:43Lena!
14:45Mir geht's beschissen, Waltraud.
14:48Irgendwas stimmt nicht.
14:49Mit deinem Baby?
14:50Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass das normal ist, dass man sich so elend und so kaputt fühlt.
14:54Ja, weil deine Frau Doktor sagt...
14:56Hör mir auf mit Ärzten, ja?
14:58Nach der Operation von meiner Mutter war auch angeblich alles ganz normal.
15:00Und dann?
15:03Was muss ich unterschreiben?
15:05Am dringendsten sind die Aufträge für die Fertigung.
15:09Dann kann Wieland sich nicht damit rausreden, dass nichts bestellt wurde.
15:13Das war doch alles besprochen.
15:14Wieso brauchten wir alles schriftlich für drei Durchschläge?
15:16Da steht alles in den Memos von Dr. Holzknecht, mit denen ich dich bisher verschont habe.
15:21Vergiss es und unterschreib einfach.
15:24Ich habe alles gecheckt und mit dem Stückzahn vom Vertrieb verglichen.
15:30Was ist ein Zusatz zu deinem Vertrag, die Aktienoptionen betreffend?
15:34Deine Erfolgsprämie bei einem positiven Jahresabschluss?
15:36Ja, das unterschreibe ich nicht. Das muss ich erst mit Kunze besprechen.
15:40Eine Einladung der Modeschule Essen als Gastdozentin einzusteigen.
15:45Ich habe dich entschuldigt.
15:46Danke.
15:48Und Uwe Lieber braucht ca. 1000 Euro für sein neues Programm.
15:52Frau Mayer, wer hat es schon genehmigt?
15:54Flash-Animationen, hört sich gut an.
15:57Wie macht er sich denn, der Uwe?
15:58Was man so hört, sehr gut.
16:00Nur Natalie macht mir Sorgen.
16:04Ich weiß nicht.
16:05Sie tut immer so lustig und ist fast beängstigend aufgekratzt.
16:09Aber wenn sie sich unbeobachtet fühlt, dann...
16:12Ich weiß genau, was du meinst.
16:14Ich hätte mich einfach mehr um sie kümmern sollen.
16:16Nein. Aber wann?
16:17Vor allem, wenn es einem selber so schlecht geht.
16:19Was heißt das? Ich weiß.
16:22Sie hat Bulimie, glaube ich.
16:25Bulimie? Ach, du Schande.
16:27Aber kein Wort zu ihr.
16:28Da muss man verdammt vorsichtig sein.
16:30Wofür hältst du mich?
16:32So.
16:33Und was die Termine in Paris angeht,
16:35da warten wir ab bis nach meinem Ultraschall am Freitag.
16:38Das reicht dann immer noch.
16:39Du siehst wirklich nicht gut aus, Lena.
16:41Mach mir keinen Kummer.
16:42Ich werde mir Mühe geben.
16:44Machst du mir einen Termin mit Holzknecht bitte so um 17 Uhr nach Feierabend?
16:49Willst du dir das wirklich antun?
16:50Ich habe ihn vorhin auf der Treppe ganz schön unverschämt abblitzen lassen.
16:54Das war ziemlich stillos.
16:56Bis nachher.
17:02Fashion Factory, Michel, guten Tag.
17:06Dank.
17:08Womit habe ich das verdient?
17:10Ziemlich tote Hose heute.
17:12Was hältst du denn davon, wenn ich dich abhole und wir fahren an den Baggersee?
17:16Ähm, Enten füttern.
17:19Du kriegst wohl nie genug.
17:21Und nach gestern Nacht dachte ich, du bist für mindestens eine Woche kampfunfähig.
17:25Du hast schlapp gemacht, ich nicht.
17:26Das wollen wir doch mal festhalten.
17:27Warte mal einen Augenblick.
17:32So, jetzt.
17:34Um vier Uhr früh bin ich mehr die Jüngste, also alles was recht ist.
17:38Sind Sie frei?
17:39Mist, ich kriege Kundschaft.
17:41Also nichts mit Baggersee.
17:43Ich hätte sowieso nicht können.
17:45Trotzdem, niemals aufgeben.
17:48Gut, dann bis heute Abend.
17:50Ruf mich an, wenn du fertig bist.
17:55Zum Flughafen München.
17:57Und beeilen Sie sich bitte.
17:59An mir soll es nicht liegen.
18:19Und beeilen Sie sich bitte.
18:47Ah, der Herr Doktor.
18:49Du bist unmöglich.
18:51Jetzt sei nicht sauer, Inge.
18:52Du findest schon was.
18:53Eine Frau mit deinen Talenten.
18:55Hör auf.
18:55Ich dachte, du hättest was zu melden in deiner Firma.
18:58Theoretisch schon nur.
19:01Jetzt warte doch.
19:02Ich hab noch ein paar Anrufe zu erledigen und dann gehen wir gucken.
19:05Inge.
19:09Inge.
19:11Ich weiß nicht, was Sie haben.
19:12Sieht doch sehr passabel aus.
19:14Passabel nennen Sie das?
19:18Also schauen Sie sich das an, Herr Althofe.
19:21Wie die Sardinen in der Büchse.
19:25Tja, Frau Strange, richten Sie sich seelisch schon mal darauf ein, dass Sie Ihren Schreibtisch
19:29demnächst auf der Damen-Toilette vorfinden werden.
19:31Sicher ruhiger als hier.
19:34Und darf ich fragen, was Sie der Dame gesagt haben, eben?
19:38Dass wir einen Textiltechniker suchen.
19:41Frau Strange, ich habe Ihnen doch ausdrücklich erklärt.
19:44Herr Althofe.
19:44Ich mache da nicht mit.
19:46Ich lasse mich nicht vor Ihren Karren spannen, wenn Sie Ihren Bekanntschaften das Blaue vom
19:50Himmel versprechen, nur um sie zu...
19:52Ja?
19:54Sie wissen schon.
19:57Ja, gleich.
19:59Moment.
20:00Zuerst ich.
20:01Und was meine Bekanntschaften angeht, Mode ist das Geschäft mit der Illusion.
20:05Und Illusionen zerstört man nicht, Frau Stange.
20:08Die pflegt man.
20:10Pflegt man.
20:14Das war mal mein Büro in der guten alten Zeit.
20:20Tja.
20:22Althofe, entschuldigen Sie mich aber, wenn Sie hier nur zum Plaudern hergekommen sind.
20:26Sie sehen.
20:27Sie haben was gegen mich.
20:30Stimmt's?
20:31Keine Angst.
20:32Das bin ich gewöhnt.
20:34Und im Laufe der Zeit habe ich ein dickes Fell gekriegt.
20:37Ich habe bisher, mit Erfolg darf ich sagen, meine privaten Meinungen und Gefühle von den
20:43aktuellen Tagesgeschäften zu trennen verstanden.
20:46Ich möchte das auch weiterhin zur Hand haben.
20:48Tut mir leid, aber bei der Lektüre Ihres letzten Memos konnte ich nicht umhin, mich persönlich
20:54auf den Schlips getreten zu fühlen.
20:56Möchte die Betriebsleitung Sie um Ihr Verständnis bitten, wenn ab sofort alle Geschäftsreisen
21:01unter 500 Kilometer ausgenommen, die des Vorstands, mit der Deutschen Bahn AG abgewickelt werden
21:06müssen.
21:07Das ist doch ein schlechter Witz.
21:08Es bleibt Ihnen unbenommen, weiterhin in der Business Class rumzujetten.
21:12Auf eigene Kosten natürlich.
21:14Natürlich.
21:14Allerdings bin ich der Meinung, dass Sie als Verkaufsleiter mit gutem Beispiel vorangehen
21:18müssen.
21:19Dazu zählt auch ein angemessenes Verhalten auf dem Betriebsgelände.
21:22Wie bitte?
21:24Ach so, Sie meinen eben auf dem Flur.
21:26Ja.
21:28Herr Althofer, ich bin vom Aufsichtsrat dieser Firma engagiert worden, um hier das Ruder
21:32rumzureißen.
21:34Und das für ein horrendes Honorar, das ich nur deswegen so unverschämt hoch angesetzt
21:38habe, um diesen Job nicht machen zu müssen.
21:41Aber Ihr Herr Vater und mein ehemaliger Chef sind offenbar der Meinung, dass ich das Geld
21:45wert bin.
21:46Und ich bin wild entschlossen, mir jeden einzelnen Cent davon zu verdienen.
21:50Mit Bahnfahrten zweiter Klasse.
21:55Wissen Sie, wie viel Sie hier letztes Jahr verflogen haben?
21:5950.000 Euro.
22:01Dafür kann ich zwei Mann zusätzlich ein ganzes Jahr lang in der Fertigung einstellen.
22:05Wenn ich geschickt verhandle, sogar drei.
22:07Ja, klar.
22:08Und wenn wir alle mit dem Fahrrad fahren, gleich eine ganze Schicht extra und rund um die
22:13Uhr produzieren.
22:14Wenn die Firma Althofer demnächst an der Börse gehandelt wird, da gilt nicht der gute
22:17alte Name, was da gilt nur der Gewinn.
22:20Da ich davon ausgehe, dass Sie demnächst hier als Großaktionär wieder einsteigen möchten,
22:26müssen doch meine Maßnahmen völlig in Ihrem Sinne sein, oder?
22:28Ich?
22:29Wie kommen Sie darauf?
22:34Herr Mayerbär hat mir ausdrücklich versichert, dass alle ehemaligen Gesellschafter hier
22:37Aktien zeichnen werden.
22:38Ich nicht.
22:39Ich habe mein Geld in Lichtenstein angelegt.
22:42Roland fällt aus bekannten oder mehr unbekannten Gründen aus, und soviel ich weiß, hat meine
22:46Schwester auch was Besseres vor mit ihrem Anteil.
22:48Und meine Mutter, die ist gottfroh, dass sie mit dieser Firma nichts mehr Mut hat.
22:52So, und jetzt muss ich mich beeilen, wenn ich nächste Woche in Paris sein will, mit dem Zug.
22:58Tja, ich musste mich vorher noch nach Stuttgart und Düsseldorf, aber ich kann ja was Nettes
23:04stricken unterwegs, für unsere Winterkollektion.
23:18Ich habe Herrn Mayerbär endlich erreicht.
23:22Er ist auf dem Golfplatz, will aber nach Feierabend noch vorbeikommen.
23:27Herr Dr. Holzknecht?
23:29Ja, ich habe es gehört.
23:32Danke.
23:33Außerdem bittet Sie Frau Czerny bei ihr vorbeizuschauen nach 17 Uhr.
23:37In der Villa.
23:39Ja, das lässt sich einrichten.
23:42Wo gehen Sie hin?
23:43Sie wollten doch...
23:44Machen wir morgen.
24:18Mahlzeit, schöne Frau.
24:20Ja, sowas.
24:22Der Herr Junior, ja, dass man Sie auch einmal da sieht.
24:26Ja, das liegt nicht an Ihnen, Frau Schirmer, und auch nicht an Ihrer köstlichen Auswahl hier,
24:30sondern das liegt an mir.
24:32Ach, und jetzt habe ich das letzte Stück vom Sauerbraten dem Herrn Wieland gegeben.
24:36Ach, das macht fast gar nichts.
24:37Geben Sie mir zwei von den Würstchen da.
24:38So fühle ich mich nämlich.
24:40Wie ein Würstchen.
24:43Mahlzeit, Sie machen mit Ihre Sprüche.
24:46Trotzdem bin ich froh, dass wenigstens einer eine gute Stimmung verbreitet hier.
24:50Ja, schauen Sie an die Sonne, lauter traurige Gesichter.
24:58Halt, nicht so viel!
25:01Seid ihr seid auch der Holznächt bei uns ist, lauft ja jeder rum wie drei Tage Regenwetter.
25:07Es kann ja nicht jeder so ein sonniges Gemüt haben wie Sie, Frau Schirmer.
25:15Ist es gestartet?
25:17Ja, bitte gerne doch. Selbstverständlich, Herr Althofer.
25:29Übrigens, jemand kommt nicht.
25:33Hallo.
25:34Hast du gehört, was ich gesagt habe?
25:36Lena kommt nicht.
25:38Mehr fällt dir dazu nicht ein.
25:41Na ja, dann können wir Felix einladen.
25:44Spinnst du?
25:44Und ihm zeigen, wie glücklich wir sind.
25:47Aber sonst bist du gesund, ja?
25:50Oh Gott, wenn ich ihn jetzt so sehe, dann tut er mir fast leid.
25:53Wie er aussieht.
25:54Wieso? Wie sieht er aus?
25:55Überhaupt nicht wie ein Mann.
25:57Ach, und wie sehe ich aus?
25:59Felix sieht aus wie einer, der nicht alt werden will.
26:01Alles ein touch too much.
26:02Ich will auch nicht alt werden.
26:07Wir werden zusammen alt werden.
26:09Versprichst du mir das?
26:11Was ist mit dir los?
26:12Da kriegt man ja richtig Angst.
26:14Versprich es mir.
26:15Ich will wissen, wo ich daheim bin.
26:17Und zwar für immer.
26:18Ich mag nicht mehr rumrennen und suchen.
26:20Ja, gut, verspreche ich dir.
26:22Ehrlich?
26:23Ja!
26:23Und jetzt gib mir mein Tablett wieder.
26:32Ich liebe dich.
26:35Schau gut, iss weiter.
26:44Da guckt er mich an und fragt mich, warum die M27 nicht läuft.
26:47Wo doch jeder weiß, dass der Leo erst gestern aus Kaiserslautern zurückgekommen ist.
26:50Wegen der Luzi.
26:54Herr, die Natalie Seiler.
26:58Ja, alte liebe Ross nicht.
27:00Obwohl, wenn ich sie jetzt so sehe, kann ich nicht mehr verstehen, dass ich so lange mit ihr zusammengelebt habe.
27:05Aber wo waren Sie stehen geblieben?
27:07Dr. Holzknecht.
27:08Dr. Holzknecht, richtig.
27:09Also, Herr Wieland, wenn ich Ihnen einen guten Rat geben darf, verschwenden Sie nicht Ihre kostbare Energie in fruchtlosen Grabenkämpfen
27:16mit dem Mann.
27:17Der sitzt am längeren Hebel und der wird bleiben.
27:19Also, Sie haben gut reden.
27:22Ja, Sie sind die meiste Zeit außer Haus.
27:24Und wenn ich Ihnen noch einen Rat geben darf?
27:26Hören Sie auf, sich wegen allem und jedem zu beschweren.
27:29Das vermittelt den Eindruck, dass Sie Ihren Job nicht im Griff haben und überfordert sind.
27:33Wer sagt das?
27:36Niemand.
27:37Ich versuche nur, Ihnen meine bescheidenen Erfahrungen in betriebsdynamischen Prozessen zu vermitteln.
27:41Bei mir im Verkauf wird auch alles Mögliche schief.
27:45Aber ich bin doch nicht so bescheuert, das auch noch an die große Glocke zu hängen.
27:48Ich sage nur, was Sache ist.
27:50Ach, Herr Wieland.
28:14Die Polizei meint, Helga sei mit ihrem neuen Freund nach Dubrovnik und hat Luzi mitgenommen.
28:19Ich verstehe das nicht.
28:21Erst hat sie uns Luzi verkauft und dann entführt sie das Kind.
28:25Ist Leo immer noch in Kaiserslautern?
28:27Nee, gestern Nacht ist er zurückgekommen.
28:29Aber wir reden nicht mehr miteinander, der Leo und ich.
28:32Aber ihr müsst.
28:33Gerade jetzt.
28:35Wozu ist man denn sonst zusammen?
28:37Das bringt Luzi doch auch nicht zurück, wenn Leo und du...
28:39Ich kann nicht.
28:40Immer wenn ich ihn sehe, da kriege ich so eine Wut.
28:42Ich könnte ihn umbringen.
28:43In so einem Fall gibt es doch keine Schuld.
28:46Oder ist ein Bankdirektor schuld, wenn seine Bank überfallen wird?
28:49Oder ein Vater, dem die Ex das Kind entführt?
28:52Die muss die Entführung eh schon früher geplant haben.
28:55Und hätte Luzi auch mitgenommen, wenn Leo rechtzeitig da gewesen wäre.
29:00Luzi hat es so schwer gehabt im Leben.
29:02Erst mit ihrer Mutter und mit einem Vater wie Leo, der sich nicht kümmert um seine Kleine.
29:08Und jetzt...
29:09Ich wollte alles gut machen.
29:11Ihr ein richtiges Zuhause geben.
29:14Und dann...
29:16Dann...
29:17Über eine halbe Stunde lässt er das Mädel auf dem Schulhof warten.
29:20Ach Emma, es tut mir leid.
29:22Das kann ich einfach nicht vergessen.
29:26So.
29:28Ich lasse dich jetzt auch in Ruhe mit meinem Drama.
29:31Du siehst sowieso schon ganz krank aus mit dem ganzen Stress.
29:34Nach Paris wird es ruhiger.
29:36Nach Paris kommt was anderes.
29:38Ist doch immer was.
29:40Aber danke.
29:42Das war sehr lieb von dir, dass du dir die Zeit genommen hast.
29:53Das war sehr lieb von dir.
30:29Und weißt du, was das Beste ist?
30:31Dass nichts, aber auch gar nichts schief gehen kann.
30:33Das ist wie eine Lizenz zum Gelddrucken.
30:37Na jetzt sag doch mal was, Mutter.
30:39Felix, es ist schon was schief gegangen.
30:41Leider.
30:42Was denn?
30:44August hat einen Brief von der Firma aus Lichtenstein gefunden.
30:46Ich hab doch ausdrücklich gesagt, dass alle Post über mein Postfach laufen soll.
30:50Es war ja auch nur ein Prospekt.
30:52Aber August ist trotzdem misstrauisch geworden.
30:55Na und?
30:56Ihr seid nicht verheiratet.
30:58Und es ist dein Geld, nicht seins.
31:00Felix, dieser Mann ist das Beste, was einer Frau in meinem Alter passieren kann.
31:04Und ich habe nicht vor, ihn aufzugehen.
31:07Hallo, Heather.
31:08Hallo, Birgit.
31:11Männer kommen und gehen, Mutter.
31:12Aber ein Konto mit ein paar Millionen in Lichtenstein und einer Traumrendite, das bleibt.
31:17Felix, Felix.
31:19Hallo, Birgit.
31:20Wie war's in Paris?
31:21Alles unter Kontrolle?
31:23Ach, wir brauchen einen neuen Stand.
31:25Wieso neuer Stand?
31:26Der ist zuerst ein paar Jahre alt und sieht toll aus.
31:28Ja, das hat sich die Konkurrenz aufgedacht und uns hemmungslos kopiert.
31:32Du wirst es ja sehen.
31:34Ach, Paris.
31:36Da war ich schon lange nicht mehr.
31:38Willst du mit?
31:40Das geht leider nicht.
31:41Warum denn nicht?
31:43Herr August ist da wie ein Kind.
31:46Er braucht Gesellschaft.
31:48Aber lebt von dir.
31:50Du wirst mir echt unheimlich, Herr Da.
31:52Ja, du kochst, du putzt, du strickst.
31:57Du, die Frau, der alles verhasst war, was nur ein bisschen nach Haushalt gerochen hat.
32:00Also bitte übertreib nicht.
32:02Was soll das werden?
32:03Du holst Wärmer für deine Augen, oder?
32:04Komm, gib her.
32:08Strampelhöschen?
32:09Mutter sagt bloß, du, das ist doch ausgeschlossen.
32:13Wieso?
32:16Ich sehe schon, du hast keine Ahnung.
32:19Lena.
32:20Lena.
32:20Lena?
32:22Kriegt ein Kind?
32:23Ja, aber red nicht darüber.
32:25Ich habe es ihr versprechen müssen.
32:27So, jetzt kannst du.
32:29Gut.
32:31Ja, dann blende ich mich auch aus.
32:34Du, ich ruf dich an.
32:36Ach, halt.
32:36Du kannst dich mitnehmen in die Firma.
32:39Du kommst darauf, dass ich in die Firma fahre.
32:41Ist sowieso gleich Feierabend.
32:44Aber was hältst du davon, wenn ich dich zum Essen ausführe?
32:49Felix.
32:49Und anschließend, ich meine, jetzt, wo wir nicht mehr verwandt sind miteinander.
32:56Was das angeht, bist du doch immer ganz gut versorgt.
33:00Die jungen Mädels heutzutage haben nicht deine Klasse und die älteren Semester gehen immer gleich aufs Ganze.
33:06Ah ja?
33:08Ja, oder hast du was laufen in Paris?
33:10Etwa dieser gepierste Werbeleiter mit dem Zopf.
33:12Hör auf jetzt bitte, ja?
33:14Ich möchte nicht deutlicher werden müssen.
33:17Also ehrlich.
33:18Birgit, das ist doch kein Leben.
33:20Für Lena 16 Stunden am Tag den Laufburschen spielen und bei deinen Eltern wohnen.
33:24Wie eine sitzengebliebene Lateinlehrerin.
33:29Aha.
33:31Aber mit dir rumziehen und ins Bett gehen, das wäre eine Alternative.
33:36Nicht für immer und ewig.
33:37Aber lustiger wäre es sicher.
33:41Na schön, da noch mal zum Mitschreiben.
33:43Männer wie du kotzen mich an.
33:48Igitt, igitt.
33:49Und ich frage mich, wann du endlich begreifst, dass deine Masche nicht mehr zieht.
33:54Was muss da noch alles passieren?
33:56Nathalie hat es begriffen.
33:58Endlich.
33:59Aber du?
34:01So.
34:01Und wann kapierst du endlich, dass du aufs falsche Fert gesetzt hast mit deiner Lena?
34:05Die wird schlapp machen, früher oder später.
34:07Wie alle in dieser Scheißbranche.
34:09Oder vom nächsten Heil geschluckt werden und dann ist sie weg.
34:12Aber ich, ich werde immer noch da sein.
34:15Fiech.
34:15Na, ich war genauso naiv wie du.
34:17Und bin auf sie reingefallen, auf ihre blauen Augen.
34:20Ich hab ihr die Stange gehalten.
34:22Gegen die ganze Familie.
34:23Aber kaum hatte ich meine Anteile verkauft,
34:25da hat sie mich fallen aus wie eine heiße Kartoffel.
34:27Und mich zum Angestellten degradiert.
34:30Birgit.
34:30Birgit, bringst du mir bitte ein frisches Badetuch?
34:34Bitte sehr, Frau Meierbier.
34:49Ja so, Marilli.
34:50Ja so.
34:53Und danke für die Sachen.
34:56Die Potter.
35:00Die Potter.
35:10Musik
35:40Musik
36:01Mein lieber Freund, du hast vielleicht Nerven. Die M27 steht seit Mittag still wegen dir.
36:08Ich habe gerade unseren Dr. Holzknecht getroffen. Hier, ich beantrage Urlaub, und zwar ab sofort.
36:14Hast du sie noch alle?
36:15Ich lasse mich doch von diesem Holzknecht nicht zur Schnecke machen. Soll er froh sein, dass ich nicht nach Dubrovnik
36:19gefahren bin, wie sich das eigentlich gehört?
36:22Du lädst aus und fährst an so einen Flughafen. Die Testklamotten aus Barcelona sind da, im Cargo, seit heute Morgen.
36:29Leo, jetzt hör mal gut zu. Und ich sage das nur ein einziges Mal. Dr. Holzknecht, hin oder her.
36:34Wenn du mich jetzt hängen lässt, so kurz vor deinem Messer, dann, dann, mit allem Verständnis für deine Luzi, dann
36:39war das da. Deine letzte Fuhre für Althofer.
36:44Mensch, Leo, es ist doch schon alles schlimm genug. Mach nicht auch noch dein Leben kaputt.
36:52Da ist nichts mehr übrig zum Kaputtmachen.
36:55Ja, komm. Ich helfe dir. Dann geht's ruckzuck.
37:01Was willst du denn tun, Leo? Rumhocken und dir Vorwürfe machen?
37:08Arbeiten ist nur das Einzige, was wir können. Malochen bis zum Umfallen.
37:12Sonst wird das doch alles nicht zum Haushalten.
37:16Also, komm schon.
37:18Arbeiten ist nur das Einzige.
37:45Frau Czerny?
37:48Hier, die Treppe rauf!
38:08Setzen Sie sich doch. Ich bin gleich soweit.
38:13Ist das für die neue Kollektion?
38:15Mhm.
38:17Ist es dafür nicht ein bisschen zu spät?
38:19Ich meine, Ihre Show ist doch schon auf den Weg gebracht.
38:23Herr Dr. Holzknecht, stellen Sie sich mal vor, Ihre Brauerei müsste alle halbe Jahr mit einer neuen Biersorte auf den
38:29Markt.
38:30Oder noch besser, in einer neuen Flasche. Und die Konkurrenz natürlich auch.
38:35Und alles hängt nur davon ab, wie diese neue Flasche beim Kunden ankommt.
38:40Und wenn ja, ob er bereit ist, dafür den Preis zu zahlen.
38:44Wären Sie da nicht auch etwas weniger gelassen?
38:48Um nicht zu sagen, nicht ganz zurechnungsfähig, so wie ich vorhin auf der Treppe?
38:52Ach so, das meinen Sie.
38:54Und das bin ich gewöhnt.
38:55Nein, nein, nein, nein. Das war unqualifiziert und ich muss mich entschuldigen.
39:02Trotzdem, das ist genau das, was mir Sorgen macht.
39:05Diese Abhängigkeit von der Tagesform einer einzelnen Person. Was ist denn, wenn Sie krank werden, zum Beispiel?
39:10Ja, ich fürchte, das bin ich schon.
39:12Was haben Sie denn?
39:14Ich muss zum Arzt, schnell.
39:16Ich rufe den Notarzt.
39:17Nein, nein, so schnell ist es nicht. Bitte in meine Tasche.
39:30Mein Wagen steht leider drüben bei der Verwaltung.
39:32Nehmen Sie meinen. Der Schlüssel steckt.
39:38Geht's?
39:39Ja.
40:05Nichts wie raus hier.
40:06Sonst komme ich hier nie wieder weg.
40:09Ich habe uns was mitgebracht.
40:15Gibt's auch in schwarz, aber rot steht der besser.
40:18Sag mal, bist du pervers?
40:20Ja.
40:22Und du glaubst, dass ich bei sowas mitmache?
40:24Im Gegenteil, ich glaube, du wirst mich auf Knien anfählen. Das nochmal.
40:27Ja.
40:58Das nochmal, ich glaube, du wirst mich auf Knien anfangen.
41:04Das nochmal, ich glaube, du wirst mich auf Knien anfangen.
41:16Vielen Dank, dass Sie mich gleich angerufen haben. Wo ist sie?
41:19Da drin. Der Arzt sagt, man kann jetzt zu ihr, aber keiner will mir sagen, was mit ihr los ist.
41:24Ich würde vorschlagen, Sie gehen jetzt nach Hause und ich kümmere mich um sie.
41:26Aber ich...
41:26Bitte.
41:42Ja, so ist das.
41:47Was ist denn passiert?
41:51Aus der Traum.
41:55Eileiterschwangerschaft.
41:56Ist nicht ein schrecklicher Name für ein Kind?
42:01Komm, nicht weinen.
42:08Komm, nicht weinen.
42:38Komm, nicht weinen.
43:10Komm, nicht weinen.
43:12Ich werde mit euch, mit euch.
43:20Untertitelung des ZDF, 2020
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