- vor 16 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:39Untertitelung des ZDF, 2020
01:05Untertitelung des ZDF, 2020
01:56Untertitelung des ZDF, 2020
02:00Ich habe vom Fenster aus gesehen, dass du kommst. Florian spielt friedlich oben in seinem Bett. Ich muss kurz in
02:05die Verwaltung rüber.
02:07Was ist los? So schnell gerannt?
02:09Du wolltest dich doch um Florian kümmern. Ich muss rüber zu Nathalie.
02:12Ich bin doch gleich wieder da. Ruf Nathalie an und sag ihr, dass ich dich hier dringend brauche.
02:16Aber ich habe doch versprochen, ihr zu helfen. Die neuen Stoffmuster von Kruse für Paris sind fertig.
02:21Ich bin doch in einer halben Stunde wieder da.
02:23Aber bestimmt, ja?
02:24Ja!
02:41Habt's nun gehört? Gratuliere!
02:43Danke!
02:44Wie hat Roland sich angestellt?
02:45Sehr gut. Ich habe die Damen verarztet und er die Einkäufer. Und ob du's glaubst oder nicht, der hat 28
02:50.000 Meter von diesem schauerlichen Schlangenmuster verkauft, das die Dietrichsen damals für die Bars von der Chelsea Hotelkette designt hat
02:57und nie loswerden konnte.
02:5928.000? Haben wir überhaupt so viel?
03:01Das will ich gerade mit Wieland checken. Falls nicht, kann er ja noch nachlegen.
03:06Sag mal, ist Roland oben?
03:07Ja, bei Dr. Holzknecht.
03:16Jetzt nerven Sie nicht, Herr Wieland. Herr Althofer ist auf dem Weg zu Ihnen. Ja, natürlich, Felix. Wer denn sonst?
03:27Mein Gott, jammern Sie nicht. Seien Sie lieber froh, dass Sie was zu tun haben.
03:31Es gibt Menschen, denen kann man es wirklich nicht recht machen. Der Mann, der diese Packung erfunden hat, der hat
03:36nie versucht, eine rauszukriegen.
03:38Geben Sie her.
03:39Danke.
03:40Was ist denn das?
03:42Gegen Migräne.
03:44Danke.
03:46Sie Arme.
03:48Ich hoffe, die helfen. Sonst falle ich ausgeheult.
03:52Migräne muss ja was Furchtbares sein.
03:54Das kann man laut sagen.
03:56Kann ich Sie trotzdem was fragen?
03:57Ja, natürlich.
03:59Ist Roland noch bei Dr. Holzknecht?
04:01Ja, aber gehen Sie ruhig rein. Der Doktor sollte längst unterwegs sein.
04:05Na gut.
04:07Was heißt hier abwarten? Ich meine, es war doch abgemacht, dass wir unsere Provisionen in Optionen für Anteile ausbezahlt bekommen.
04:14Tag, Frau Czerny.
04:15Tag, Herr Doktor.
04:16Hi, Roland.
04:17Hallo.
04:18Felix hat mir schon erzählt, wie gut es gelaufen ist. Das hätte ich ja nie gedacht, dass ihr beide so
04:22ein prima Team seid.
04:23Ich auch nicht.
04:24Das gibt's denn, Frau Czerny. Hoffentlich nichts Dringendes. Ich bin ja nicht schon ein bisschen spät dran. Finanzamt.
04:29Nein, nein, gehen Sie ruhig. Ich wollte mit Roland sprechen. Was will das Finanzamt?
04:34Äh, ausnahmsweise mal was Erfreuliches. Wir kriegen vermutlich eine größere Rückzahlung. Verdienst unseres neuen Steuerberaters.
04:41Also, was ist jetzt, Herr Holzgericht?
04:45Ich verstehe ja, Herr Althofer, dass Sie gerne von dem hohen Kurs gerade profitieren möchten.
04:50Aber wir sind dabei, mit unserer Hausbank keine Kapitalerhöhung durchzuziehen und die Anzahl der Anteile zu erhöhen und neu zu
04:56verteilen.
04:57Wegen Birgit?
04:58Und dem Franzosen.
04:59Ja. Aber in spätestens ein bis zwei Wochen sollte das über die Bühne sein.
05:04Ach, und nochmals meine Anerkennung.
05:07Laut Frau Stangel war das das beste Ergebnis in Düsseldorf seit dem Boomjahr 88.
05:13Danke. Aber so fühle ich mich auch.
05:15Und mir ist auch ein Rätsel, wie Felix diesen Messebetrieb jahrzehntelang durchgehalten hat, ohne verrückt zu werden.
05:20Er ist doch verrückt.
05:21Na ja, sagen wir, irre erfolgreich.
05:27Wollen wir uns setzen?
05:29Das ist übrigens ein schönes Kostüm. Ist das aus deiner neuen Kollektion?
05:32Nee, das ist ein altes von meiner Mutter. Ich hab's nur umgehen lassen. Aber ich arbeite an was Ähnlichem.
05:37Entschuldige, aber ich habe ein Gefühl in den Beinen, als hätte ich Krampfadern von der ewigen Rumsteherei auf dem Messestanz.
05:43Ist schon gut, wenn wir sind unter uns.
05:44Was gibt's denn?
05:47Birgit.
05:48Nein, bitte nicht.
05:51Roland.
05:52Ich bin davon überzeugt, dass du der Einzige bist, der sie zur Besinnung bringen kann.
05:56Was, ich? Ja, wie kommst du denn darauf? Und jetzt, wo ich mit Silke verheiratet bin, doch schon zweimal nicht.
06:00Trotzdem, du musst es versuchen, weil...
06:03Ihr Vater schafft es einfach nicht, über seinen Schatten zu springen. Und ich...
06:07Ich hab schon genug Porzellan zerschlagen.
06:10Birgit hat sie nicht mehr alle. Das ist doch das Problem.
06:13Roland.
06:16Lena, Birgit ist doch nicht lesbisch.
06:18Entschuldige, das habe ich anders erlebt.
06:21Nein, sie... Sie verwechselt da was.
06:25Klar, mag sie dich.
06:28Liebt sie dich irgendwie.
06:29Wie? Und ihr habt zusammen gearbeitet und gelebt wie ein altes Ehepaar.
06:34Nein, ich glaube, vor allem ist sie allein.
06:37Und zwar muttersehend allein.
06:39Weil ihr Vater ist ganz gewiss kein Ersatz für einen Lebenspartner.
06:42Und dieser Zeitungsfritz, mit dem sie mal kurz was hatte, mein Gott, das war ja ein Weichei.
06:47Nein, Lena, glaub mir.
06:49Birgit schlägt im Moment einfach nur um sich wie ein zorniges kleines Kind, das denkt, keiner hat mich lieb.
06:54Und wieso sagst du ihr das nicht genauso?
06:57Ja, warum? Das war doch jetzt eine echt gute Analyse.
07:00Ja, ich habe ja schließlich lang genug bei Dr. Dornberger auf der Couch gesessen.
07:05Du musst es versuchen. Bitte.
07:07Warum? Lass sie doch.
07:09Ich mag sie halt.
07:11Sie hat mir geholfen, die Fashion Factory aufzubauen.
07:13Sie war immer für mich da.
07:15Genauso engagiert wie ich, wenn nicht noch mehr.
07:18Ich weiß einfach, dass sie todunglücklich sein wird, wenn sie so weitermacht.
07:21Was ist passiert, Lena?
07:23Du holst Felix zurück und mich?
07:24Und jetzt rennst du auch noch Birgit hinterher.
07:26Jetzt lenk nicht ab.
07:28Du redest mit ihr, ja?
07:35Also gut, aber versprich dir nicht zu viel davon.
07:38Wahrscheinlich ist es sowieso zu spät. Sie ist doch wieder in Paris.
07:41Ja, aber sie kommt heute wieder.
07:42Du könntest sie ja vom Flugplatz abholen.
07:45Silke dreht durch, wenn ich heute schon wieder weggehe.
07:48Ist sie endlich drüber weg, dass du deine Romane in der Schublade liegen lässt?
07:51Weiß nicht. Wir reden nicht drüber.
07:53Nein.
07:54Ach, da kommt sie gerade.
07:57Ein Herr Römer ist für Sie an der Pfalte.
07:59Was? Das gibt's doch gar nicht.
08:01Was soll ich Ewald sagen?
08:03Sagen Sie mir, er soll...
08:04Ach was, ich gehe selber.
08:06Herr Römer möchte warten, ich komme gleich.
08:09Hast du gehört?
08:11Herr Römer soll warten, Frau Tschernik kommt.
08:15Danke, ein bisschen besser.
08:17Die Tabletten scheinen zu helfen.
08:20Aber mit dem Investmentclub heute Abend, das wird nichts.
08:22Ich gehe sofort nach Haus, wenn ich hier rauskomme.
08:25Mhm.
08:26Danke.
08:33Herr Römer!
08:34Na, sowas!
08:36Hallo.
08:38Tja, ich hatte in München zu tun und da dachte ich, ich versuch's mal.
08:41Vielleicht hab ich ja Glück.
08:43Wird die Firma wenigstens mal sehen, die Ihnen und uns 7 Millionen Kapitalerübung wert ist.
08:48Dass Sie ja auch gerade da sind, macht das Ganze natürlich wesentlich erfreulicher.
08:53Ja, dann kommen Sie.
08:54Moment, ich muss noch eben mein Gepäck aus dem Taxi, ja?
08:57Kann ich das hier irgendwo lassen?
08:58Ich kann's bei mir einstellen.
09:00Danke.
09:03Ja, ich kann leider nicht weg, weil ich niemand hab, der auf mein Kind aufpasst.
09:06Aber ich bin sicher, ich find jemanden, der Sie durch die Firma führt.
09:08Ist ja mein Kind?
09:10Ja, nein, also es ist nicht meins, aber das ist eine sehr lange Geschichte.
09:18Also, das ist die alte Villa des Firmengründers Friedrich Althofer.
09:21Ich hab daraus so eine Art Büro-Wohn-Atelier gemacht.
09:25Management der kurzen Wege, das ist ja sehr praktisch.
09:30Ja, nur sowas zu schaffen, die 16 Stunden Arbeitstage zu überstehen.
09:34Aber Sie kennen das ja sicher auch.
09:39Bei mir sind's die vielen Reisen und die Geschäftsessen am Abend und Ach.
09:43All die Veranstaltungen, bei denen man sich sehen lassen muss.
09:46Angela, ich bin wieder da.
09:48Rüber.
09:49Florian schläft, ich hab auch schon das Babyfon angestellt.
09:52Aber rein juridisch müsste er bis Mittag durchschlafen,
09:54nachdem Zirkus ihn heute Nacht wieder veranstaltet hat.
09:57Guten Tag.
09:57Herr Römer von unserer Bank, Angela Materna.
10:00Ich mache eine Schneiderlehrerin, bin der Trend-Scout der Firma.
10:03Ist noch Kaffee da?
10:04Ähm, ja, in der Küche.
10:06Ich bring ihn rüber.
10:07Milch oder Zucker?
10:08Nein, danke, hör mich ganz schwarz.
10:09Ja?
10:09Kommen Sie.
10:10Und ein Wasser bitte noch.
10:19Na, so würde ich mir das auch gefallen lassen.
10:21Ja, bisschen viel kreatives Chaos, aber ansonsten kann ich hier sehr gut arbeiten.
10:28Ist das die Herbstkollektion?
10:31Wie?
10:32Ähm, ja.
10:33Aber wir entwickeln ständig neue Modelle.
10:35Die Modetrends wechseln ja heute so schnell.
10:37Sobald wir merken, dass ein Teil sich schlecht verkauft, nehmen wir es aus dem Programm und legen was Neues auf.
10:41Setzen Sie sich.
10:42Danke.
10:44Und, äh, was passiert mit der Ausschussware?
10:48Früher haben wir sie verkauft an Händlern, die sie verramscht haben.
10:50Aber da kriegt man so wenig, dass wir unseren Internetauftritt erweitert haben.
10:54Fashion Factory Basement.
10:56Sozusagen eine Art virtuelles Outlet.
10:58Sehr klug.
11:02Kekse sind leider alle.
11:03Danke.
11:04Es macht nichts.
11:07Ich gehe dann mal rüber, ne?
11:08Ja, aber bitte nimm Rudi mit, der ist immer so unruhig, wenn du nicht da bist.
11:11Okay.
11:11Komm, Rudi.
11:13Danke.
11:13Bitte.
11:15Und was ist jetzt mit Ihrem kleinen Firmenproblem?
11:20Naja, dank Ihrer Kreditzusage kann ich ja der Zukunft gelassen entgegensehen.
11:23Egal, was passiert.
11:24Und selbst im schlimmsten Fall werde ich nicht die ganze Summe brauchen.
11:27Die Messe in Düsseldorf war ein voller Erfolg für Althofer.
11:30Und ich weiß nicht, ob Sie es gelesen haben, letzte Woche im Wirtschaftsteil...
11:33Mhm, der Großauftrag der Bahn.
11:35Gratuliere.
11:35Genau.
11:37Jedenfalls, die Stofffertigung ist voll ausgelastet.
11:42Entschuldigung, ich sage mal schnell meiner Sekretärin Bescheid.
11:45Bitte, ich will Ihre Zeit sowieso nicht so lange in Anspruch nehmen.
11:54Ja, Waltrock, ich bin's.
11:55Ich habe überraschend Besuch bekommen von Herrn Römer.
11:59Und?
11:59Was will er?
12:00Händchen halten?
12:01Nein.
12:02Er will sich die Firma anschauen.
12:04Hat vielleicht Herr Benra Zeit oder Uwe?
12:06Schick ihn einfach zu mir.
12:08Ich organisiere schon was.
12:10Schließlich will ich ihn ja auch kennenlernen.
12:11Damit ich weiß, was da auf uns zukommt.
12:13Ja, also ich schicke ihn dann zu dir rüber, ja?
12:15Bis später.
12:16Aber nicht zu spät.
12:24Nathalie.
12:25Meinst du, du kannst nachher mal für eine halbe Stunde das Telefon hüten?
12:28Ich muss unseren Banker durch den Betrieb führen.
12:30Ich nicht, aber Angela muss gleich kommen.
12:34Was ist mit mir?
12:37Traust du dir zu, für eine halbe Stunde das Telefon zu übernehmen?
12:41Telefon?
12:41Ist dieses Teil, wo man reinsprich, oben hört man Stimmen?
12:44Ja, hallo, Rudi.
12:45Wie witzig.
12:46Komm, ich erkläre es dir.
12:48Tag, Frau Weiz.
12:49Tag, Angela.
12:50Was haben Sie denn?
12:53Lio war am Wochenende in Barcelona.
12:54Schluss machen mit seiner Spanierin, hat er gesagt.
12:56Aber Emma glaubt ihm natürlich kein Wort.
12:58Ja, wunderbar.
12:59Ich dachte, das hätten wir überstanden.
13:00Angela.
13:01Ja?
13:10Telefonieren ist gar nicht so einfach.
13:13Deine Stimme ist wie eine Visitenkarte für die Firma.
13:16Und wie du mit dem Anrufer umgehst.
13:18Kein Problem.
13:20Gut, dann mal los.
13:24Fashion Factory, Mann.
13:27Was fällt Ihnen ein?
13:29Ihre anzüglichen Bemerkungen können sich in Zukunft sparen, klar?
13:32Angela.
13:33Für Sie, ihr Taxifahrer.
13:34Oh.
13:35Bernd?
13:37Sag mal, bist du vom wilden Affen gebissen?
13:40Nein, kann ich nicht.
13:42Entschuldigung.
13:43Schon gut.
13:47Darf ich Sie mal was fragen, Frau Michel?
13:49Ja.
13:51Aber Sie sagen nichts, Lena.
13:55Das kann ich allerdings nicht versprechen.
13:57Um was geht's denn?
14:01Das kam heute per Einschreiben.
14:03Von meinem Klassenlehrer aus der Berufsschule.
14:07Ja, nur weil ich ein paar Mal nicht da war.
14:10Also einmal wegen der Virusgrippe und dann ist Rudi doch weggelaufen und ich musste ihn suchen gehen.
14:16Naja, und gestern, da war ich mit Thomas in München.
14:22Ein paar Mal.
14:23Sag mal, bist du von allen guten Geistern verlassen?
14:25Deine Leistungen lassen auch zu wünschen übrig.
14:29Betriebs, Wirtschaft, Textilkunde, das brauche ich doch alles gar nicht.
14:33Lena war doch auch nie auf der Berufsschule.
14:36Also erstens, wie kommst du dazu, einen Brief zu öffnen, der nicht für dich bestimmt ist?
14:41Zweitens, wieso schickt dieser Mensch den Brief an Lena und nicht an deine Mutter?
14:46Weil sie ihm gesagt hat, dass sie als mein Arbeitgeber Bescheid wissen möchte.
14:50Drittens, wieso zeigst du ihn mir und nicht Lena?
14:54Weil die doch dann gleich wieder durchdrehen würde und sofort in die Schule rennt, wo sie doch eh keine Zeit
14:58hat und alles.
15:00Da hast du auch wieder recht.
15:02Also gut, aber glaub ja nicht, dass du so locker damit bei mir durchkommst.
15:07Ab sofort will ich deine Schularbeiten sehen.
15:09Aber Frau Michel, ich kann doch...
15:11Und ich werde dich höchstpersönlich jeden Mittwoch und Freitag bei der Schule abliefern.
15:15Bis du begriffen hast, dass es Dinge gibt, die man tun muss.
15:18Auch wenn sie einmal nicht in den Kram passen.
15:20Ist das klar?
15:21Aber Frau Michel...
15:22Dieses Frau Michel kannst du weglassen.
15:25Waltraud reicht völlig.
15:27Okay?
15:29Okay.
15:31Äh, wer ist Thomas?
15:34So ein Typ halt.
15:36Und, äh, was macht er?
15:41Fashion Factory Materne Apparat Michel.
15:43Guten Tag, Herr Doktor.
15:46Nein, aber ich kann Sie mit der Villa verbinden. Einen Augenblick bitte.
15:49Wer ist das?
15:50Dr. Heidenreich.
15:52Mist, geht keiner ran.
15:55Tut mir leid, Herr Doktor, aber Frau Czerny muss unterwegs sein. Kann sie sie zurückrufen?
16:01Ja, richtig aus. Danke. Wiederhören.
16:06Und? Wie war ich als Visitenkarte?
16:12Ach, akzeptabel.
16:18So, es ist einfach geradeaus und dann sehen Sie schon rechts den Eingang.
16:22Danke, ich werde es schon finden.
16:23Aber Sie kommen nachher noch vorbei, oder?
16:25Also, zehn Minuten Zeit habe ich schon noch...
16:27Wie, zehn Minuten?
16:28Das ist ja für uns eine ganze Ewigkeit.
16:49Frau Stangel, ich bin's.
16:50Ist Dr. Holzknecht schon zurück?
16:52Nein, warum?
16:54Dann versuchen Sie, ihn bitte auf dem Handy zu erreichen.
16:56Er soll so schnell wie möglich kommen.
16:58Und sagen Sie ihm, Max Römer von unserer Hausbank ist da.
17:01Verstehe.
17:02Alles klar.
17:03Danke.
17:12Stangel, Herr Doktor, bitte rufen Sie mich umgehend zurück.
17:15Es ist dringend.
17:17Wo brennt es denn?
17:18Herr Römer ist im Haus.
17:20Von der Bank? Wo?
17:22In der Villa nehme ich an.
17:24Aber gut, dass Sie da sind.
17:25Bei Ihnen brennt es nämlich auch.
17:27Dr. Lausitz sucht Sie.
17:28Und er hat mich in seiner unnachahmlich charmanten Art gebeten,
17:32Ihnen auszurichten,
17:33dass er gerichtlich gegen Sie vorgehen wird,
17:35wenn Sie nicht binnen einer Stunde bei sich zu Hause im Büro sind.
17:37Oh, scheiße.
17:39Ich meine natürlich mehr als in Gegenwart einer Dame.
17:42Und wann war das?
17:43Ja, ungefähr vor einer halben Stunde.
17:48Dann sagen Sie, Frau Miffigoff, Sie sollen nicht zurückkommen.
17:51Ich brauche die Ankunftszeit der Maschine aus Frankfurt, die sie für Frau Meierberg gebucht hat.
17:56Haben Sie das?
17:57Gut.
17:58Aber nicht vergessen, ja?
18:00Dankeschön.
18:03Du willst Birgit abholen?
18:05Ja, das war Lenas Idee.
18:07Und jetzt hast du mit Wieland gesprochen.
18:09Vergiss Wieland, wir haben andere Probleme.
18:11Lausitz hängt bei mir zu Hause im Büro und schäumt.
18:13Habe ich es nicht gesagt?
18:14Kein Grund zur Panik, den verarzten wir schon.
18:17Wir?
18:18Du allenfalls.
18:19Du hast doch gesagt, er hat keinen Vertrag.
18:21Jedenfalls keinen unterschriebenen.
18:23Mündlich.
18:23Hat mir natürlich alles schon geklärt.
18:25Und wenn er spitz gekriegt hat, dass wir ihn jetzt ausführen wollen.
18:27Sag nicht immer wir.
18:29Das geht alles auf dein Konto, Felix.
18:31Mit anderen Worten, du kommst nicht mit?
18:33Nein!
18:34Ich habe hier zig Auftragsbestätigungen rauszuschicken von der Messe in Düsseldorf
18:38und dann noch der Termin mit Birgit.
18:39Tut mir leid.
18:40Die Suppe musst du alleine auslöffeln.
18:42Na gut.
18:42Dann machst du aber meine Aufträge bitte mit.
18:44Wir sind doch schließlich Partner, oder?
18:49Herr Arthofer, die Angela hat angerufen.
18:52Der Flieger aus Frankfurt landet um 14.10 Uhr.
18:55Ach, schon?
18:57Aha.
18:57Frau Stangl, haben Sie ein bisschen Zeit?
18:59Ich würde gerne die Auftragsbestätigung fertig machen.
19:02Ach, muss das sein, Herr Arthofer.
19:04Meine Migräne.
19:06Na gut, geht der Rest eben morgen raus.
19:09Danke.
19:09Morgen geht's bestimmt wieder.
19:34Na super.
19:35Da du doch immer alles besser weißt, Arthofer, dann sag mir doch mal bitte, wie ich 14.000
19:39Meter Schlange Silber drauf der M43 laufen lassen soll, wo die doch mit dem neuen Design
19:44von Kruse bestückt ist.
19:45Wenn du zur Abwechslung mal in den Netzplan reingeschaut hättest, dann hättest du gesehen,
19:49dass du mit dem Auftrag Kruse sehr wohl Zeit hast.
19:51Aber nein, immer alles Pi mal Daumen, typisch.
19:53Diese Rollen werden dann eingepärbt und zwar in solchen sehr schönen bunten Farben vor.
19:57Vor allem Herr Kruse freut sich immer drauf.
20:00Ja, und das sind unsere beiden Werksleiter, Herr Wieland und Herr Benrath.
20:05Das ist Herr Römer von unserer Hausbank.
20:07Tag, die Herren.
20:07Tag.
20:07Lassen Sie sich durch mich nicht von der Arbeit abhalten, ja?
20:09Wie Sie sehen, läuft hier alles vollautomatisiert und computergesteuert.
20:13Und die beiden Herren erklären Ihnen sicherlich gern den Produktionsablauf.
20:17Danke, das ist nicht nötig.
20:18Doch, vielleicht eine Frage.
20:19Für wen?
20:20Dieser Stoff da, für wen ist der?
20:21Der geht nach Italien, sind 4.000 Meter für die...
20:238.000 Meter, London.
20:25Der Kollege ist noch neu hier.
20:27Der London-Auftrag läuft auf der M17.
20:29Außerdem sind es nicht 8.000, sondern 18.000 Meter.
20:32Danke, meine Herren.
20:33Also Hauptsache, Sie sehen, alles läuft hier auf Hochtouren.
20:36Kommen Sie.
20:37Danke.
20:38Wiedersehen.
20:39Wiederschauen.
20:40Wiedersehen.
20:43Sag mal, was soll denn das?
20:45Neu hier.
20:46Ja, stimmt doch, oder?
20:48Und...
20:49Überzeug dich selber.
20:518.000 Meter, London, auf der M43.
20:55Hm?
20:56Schönen Tag noch.
20:59Schatz.
21:04Wirkliche.
21:05GER tricky.
21:05B courtroom.
21:05US public-yachen. Wirkliche
21:06.なab?
21:27Und...umen
21:29Watch dia.
21:43Das ging aber schnell
21:45Na, wenn wir schon mal den Mann im Haus haben, dem wir sieben Millionen wert sind
21:48Das werde ich mir doch nicht entgehen lassen
21:50Oder hat die Bank einen Rückzieher gemacht?
21:52Nein, nein
21:54Sie haben nur die Kreditzusage auf ein Jahr beschränkt
21:56Aber das reicht uns ja eigentlich
22:00Und deswegen reist er extra aus Frankfurt, ne?
22:02Aus München, er hatte da zu tun
22:05Aber ich glaube, er wollte sich persönlich vom Zustand der Firma überzeugen
22:08Wegen meiner blauen Augen kriegt man sicher keine sieben Millionen
22:11Na ja, wenn ich das Geld hätte
22:13Danke
22:14Wo ist ein Römer jetzt? Soll ich zu ihm hin?
22:17Nein, der müsste gleich durch sein mit der Besichtigung
22:19Ich habe ihn gebeten, nochmal vorbeizuschauen nachher
22:21Vielleicht hat er Fragen, was den Betrieb angeht
22:23Da wäre es mir lieber, Sie sind dabei
22:25Also wenn überhaupt
22:27Dann wird er wissen wollen, was wir mit seinem Geld vorhaben
22:30Was meinen Sie?
22:32Den oder den?
22:34Ach, Frau Czerny, Sie wissen doch
22:36Ich und Geschmack, das...
22:39Gut, dann stelle ich meine Frage anders
22:42Welchen würden Sie für Ihre Frau aussuchen?
22:43Den oder den?
22:48Also, wenn ich eine hätte
22:53Dann, äh...
22:54Den dann
22:56Gut
22:57Falls Sie sich die Modellnummer notieren wollen
22:59Dann können Sie den Umsatz kontrollieren
23:01Und sehen, ob Sie nicht alleine dastehen mit Ihrem Geschmack
23:04Oh, Florian
23:05Es waren über zwei Stunden
23:07Also Sie entschuldigen mich
23:08Der Kronprinz geht vor
23:22Frau Czerny?
23:28Frau Czerny muss sich kurz um den Kleinen kümmern
23:32Holzknecht
23:32Ah
23:34Freut mich, Sie endlich mal persönlich kennenzulernen
23:35Ja, ich freue mich auch
23:36Sie sind für mich kein unbeschriebenes Platz
23:38Sie waren der General bei der Meierbeerbrauerei, richtig?
23:41Ja
23:42Danke
23:42Ich werde inzwischen wahrscheinlich auch schon höher gerutscht in der Firma
23:46Bitte schon
23:48Aber
23:49Mein alter Chef hat mich hierher gelockt
23:51Ich habe allerdings keine Sekunde bereut
23:53Ist dann doch interessanter, Mode und Textil, ne?
23:55Na, man weiß nie, wer als nächster Pleite macht
23:58Wie geht das zusammen, Bier und Mode?
24:01Ich habe in der Firma von meinen Eltern angefangen
24:03Auch Textil
24:06Inzwischen auch Pleite
24:07Aber mein Vater hat noch rechtzeitig das Handtuch geworfen
24:11Aber was meinen Sie denn zu unserem Betrieb?
24:13Ja, ist ganz gut in Schuss
24:15Sieht man im alten Backsteinkasten von außen gar nicht an
24:17Soll ja auch nicht einen Schönheitswettbewerb gewinnen
24:20Ihnen sagen Sie doch mal, wie sehen Sie die aktuelle Situation der Firma?
24:26Wir kontern die feindliche Übernahme mit einer Kapitalerhöhung
24:29Unter Ausschluss des Bezugsrechts von außen stehenden Aktionären
24:34Funktioniert natürlich nur, wenn Rousseau sich bis jetzt noch keine Sperrminorität zusammengekauft hat
24:39Ach, unser Kronprinz
24:41Ja, der Kronprinz hat Hunger
24:44Hallo, junger Mann
24:45Sag, schönen guten Tag
24:47Und auf Wiedersehen
24:48Leider, mach's gut, Kletterprinz
24:50Ich muss gehen
24:50Ach was, bleiben Sie doch noch zum Essen
24:52Also nichts Berühmtes, ein Salat oder so
24:54Und eine Suppe ist auch noch da
24:55Und dann können wir uns noch unterhalten, während ich den Kleinen versorge
24:58Na ja, dann verschiebe ich eben den nächsten Termin
25:01Banking mit Familienanschluss
25:02Das hat man ja nicht jeden Tag, ne?
25:04Ja dann, bitte
25:07Ja dann, bitte
25:47Ja, na ja
25:49Ich glaube, er kommt
25:50Ich ruf sie zurück
25:53Ja, Enkel, wo bleibst du?
25:57Dieter, entschuldige, aber
25:59Seit wann sind wir perdu?
26:02Na, seit unserem letzten Besäufnis zur Firmengründung, oder Inge?
26:05Schon wirklich, ich wäre nicht eingeladen
26:07Soll ich euch lieber alleine lassen?
26:09Nein, aber du darfst uns was zu trinken anbieten
26:11Danke für mich nicht
26:12Ich will es kurz machen, Herr Althofer
26:14Ich habe gerade mit einem Spezialisten für Vertragsrecht telefoniert
26:18Und ihm die Sachlage geschildert
26:19Vertrag?
26:20Wir haben keinen Vertrag
26:21Wir haben allenfalls eine mündliche Vereinbarung
26:23Oder habe ich was unterschrieben, Inge?
26:25Das stimmt, Herr Doktor
26:26Sie wollten den Vertragsentwurf erst Ihrem Spezialisten zeigen
26:30Jetzt lassen wir doch diese Spielchen, Herr Althofer
26:32Sie wissen genauso um die Gültigkeit mündlicher Verträge wie ich
26:35Außerdem bin ich bereits in Ihrem Auftrag tätig geworden
26:38Herr Doktor Holzknecht wird es bestimmt eine ganz besondere Ehre sein, das zu bezeugen
26:42Also jetzt kommen wir doch nicht so, Dieter
26:44Du willst mich jetzt abkochen, weil du mitbekommen hast, dass ich einen anderen Partner habe
26:48Abkochen
26:50Ist wohl kaum der richtige Begriff
26:52Ausziehen
26:52Und zwar bis aufs Hemd trifft es schon eher
26:55Es sei denn, wir kommen zu einer weniger schmerzlichen Einigung
26:59So
27:01Und wie sieht die aus?
27:04Naja, es gibt genau drei Möglichkeiten, von denen ich die letzte bevorzuge
27:11Ich höre
27:14Erstens
27:17Sie erfüllen den Vertrag und ich bleibe Partner bei Althofer Design
27:20Mit entsprechender Gewinnbeteiligung, die im Vertrag vorgesehen
27:24Zweitens
27:25Zweitens, Sie weigern sich den Vertrag zu honorieren und wir gehen vor Gericht
27:29In dem Falle dürfen Sie neben der Abfindung auch noch die Gerichtskosten beraten
27:33Weil den Prozess gewinne ich mit Pauken und Trompeten
27:37Oder drittens, wie viel willst du?
27:39Ich habe das kurz durchgerechnet, entsprechend Ihrer Gewinnprognosen
27:42Die sich ja jetzt, dank Ihrer Zusammenarbeit mit Lena Czerni, wesentlich besser darstellen
27:48Wir haben noch kein einziges Teil verkauft, Herr Gott, nochmal
27:50Nicht mal unsere Website steht, weil wir keine Fotos haben
27:53Also beherrsch dich bitte, ja
27:5450.000
27:55Und keinen Cent weniger
27:58Und das ist geschenkt
28:0050.000?
28:01Und wofür, wenn ich fragen darf?
28:03Dafür, dass Ihr Chef es nicht für nötig gehalten hat, mich über die veränderte Sachlage zu informieren
28:08Sie dachten wohl, Sie können das einfach unter den Tisch fallen lassen
28:1320.000
28:1450, Herr Althofer
28:16Ich lasse mich nicht verarschen
28:17Von Ihnen schon gar nicht
28:20Nachdem ich weiß Gott was unternommen habe, um Ihr Label durchzuboxen
28:23Nicht mit mir
28:25Wollen Sie den Scheck gleich ausstellen oder soll ich Ihnen eine Rechnung schicken?
28:29Scheck?
28:30Ich dachte, Sie wären wenigstens technologisch ganz weit vorne
28:34Ach, Online-Banking
28:36Sie scheinen von mir gelernt zu haben
28:40Wie ich höre, soll Althofer von Rousseau aufgekauft werden
28:46Ihre Bankverbindung können Sie gefällig selbst eingeben
28:51Tja
28:52Schade
28:54Wirklich schade
28:55Wir hätten ein Vermögen machen können
28:58So wie der Kurs losgegangen ist
29:08Vielen Dank für den Kaffee
29:11Bemühen Sie sich nicht, ich finde den Weg auch allein
29:14Fallen Sie nicht die Treppe runter
29:16Ich falle ihm auf die Füße, Herr Althofer
29:19Bis zum nächsten Mal
29:26Warum hast du denn bezahlt?
29:27Der Typ blufft doch nur
29:28Ich kann jetzt keinen Prozess gebrauchen
29:31Schon gar nicht, falls Birgit Ernst macht
29:33Und Althofer doch noch übernommen wird
29:35Von den Franzosen
29:36Aber du hast doch gesagt, Althofer hat immer noch die Mehrheit
29:39Noch?
29:40Wenn Rousseau auch nur 40% zusammenkriegt
29:44Was glaubst du, was dann los ist?
29:45Mit 40% kann der jeden Kandidaten in den Vorstand drücken
29:49Wie soll das gehen?
29:50Auf einer Aktionärsversammlung sind nie 100% der Anteilseigner da
29:55Allenfalls 70% und dann ändern sich die Mehrheitsverhältnisse
29:58Das ist zu hoch für mich
30:00Sag mir lieber, was wir heute Abend machen
30:04Da soll ein neues Lokal aufgemacht haben, den der Prinzregentenstraße
30:07Und vorher könnten wir noch ein bisschen shoppen
30:10Ach komm, wir waren schon so lange nicht mehr in München
30:13Wir fahren jetzt in die Firma und du hilfst mir, meine Auftragsbestätigungen zu erlebigen
30:17Was?
30:18Frau Stagel hat Migräne und Roland muss zum Flughafen
30:21Also komm, ein bisschen kannst du für dein Gehalt schon arbeiten
30:25So was nennt man Sex im Büro
30:29Ja, ich wollte demnächst sowieso nach Essen
30:48Da könnte ich ja einen Abstecher nach Frankfurt machen
30:49Also das wird mich sehr freuen
30:52Bis dahin wird sich wohl auch der Wirbel um die Übernahme gelegt haben bei Althofer
30:56Ja, vielleicht sogar schon heute
30:57Birgit Meierberg kommt aus Paris zurück
30:59Ah ja
31:00Ihr Gebäck ist schon im Taxi herrüber
31:03Ja, das war ein sehr interessanter, ein sehr aufschlussreicher Tag
31:10Bis bald, hoffe ich
31:12Danke nochmal für die Gastfreundschaft
31:15Für alles
31:16Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen
31:18Guten Flug
31:46Wenn Sie hier warten, ich bin gleich wieder zurück
32:00Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:01Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:02Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:04Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:05Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:07Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:07Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:08Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:08Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:10Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:10Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:12Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:14Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft
32:23Jetzt versuch mir doch nicht, was vorzumachen, Roland.
32:26Lena schickt dich. Stimmt's?
32:27Ja, und wenn?
32:28Guck mal, ihr zwei seid doch wie ein altes Inge-Paar inzwischen,
32:31das nicht mehr miteinander reden kann, ohne sich zu fetzen.
32:33Und bei meiner profunden Kenntnis, eure beiden Charaktere,
32:36bin ich doch der geborene Eheberater, oder?
32:38Ja, du stimmst ja.
32:40Jetzt war doch nur Spaß.
32:42Da steht mein Taxi.
32:44Wir setzen uns irgendwo hin und reden.
32:52Und zwar auch über uns.
32:54Seit ich aus Griechenland zurück bin,
32:56haben wir doch kein einziges vernünftiges Wort gewechselt.
33:00Bitte.
33:26Wieso nicht?
33:27So ein Hotelzimmer ist allemal besser als ein Zuhause mit einer Ex-Schwiegermutter,
33:31die einen behandelt, als wäre man eine Aussätzige
33:33und ein Vater, der einen terrorisiert.
33:36Mein Gott, Birgit, das übertreib doch nicht so maßlos.
33:41Dein Vater versteht dich eben nicht.
33:43Aber er hat Angst um dich, und das haben inzwischen alle.
33:46Ich auch.
33:47Du?
33:48Du hast doch allenfalls Angst um deinen neuen Job und die Firma.
33:51Nein, Birgit, ich habe Angst, dass du jetzt was tust,
33:53was dir entsetzlich leidtun wird, wenn du wieder runterkommst von diesem Trip.
33:57Trip?
33:59Mir ist es noch nie so gut gegangen, Roland.
34:02Es gibt nur eine einzige Sache, die ich bereue.
34:05Ja?
34:07Ich hätte es schon damals gehen sollen, als Vater die Brauerei verkauft hat.
34:10Und als du und ich, ach, hat es alles dem Bach untergehen.
34:15Aber da war leider Lena.
34:18Ich dachte, sie empfindet das Gleiche wie ich.
34:20Aber sie hat mich nur genutzt.
34:22Und das ist bitter, Roland.
34:23Und das hat nichts mit einem alten Ehepaar zu tun.
34:25Nein, Birgit, Lena hat dich nicht ausgenutzt.
34:27Sie war, wie soll ich sagen, sie war schockiert,
34:30als du plötzlich angefangen hast mit ihr.
34:33Äh, was?
34:35Sie zu lieben?
34:37Das ist es nicht, Roland.
34:39Lena ist jetzt am Zenit.
34:41Sie ist ganz oben und sie duldet keinen neben sich.
34:44Und wenn du nichts dagegen hast, dann gehe ich jetzt duschen.
35:11Ja, Althofa?
35:12Ich bin's.
35:13Ich habe heute Frühjahrschluss gemacht.
35:14Meinst du, du schaffst es auch früher nach Hause zu kommen?
35:17Ähm, ja, ich, äh, ich muss nur noch ein paar Auftragsbestätigungen loswerden von Düsseldorf.
35:21Aber dann, ja?
35:23Wir könnten zusammen wegfahren, an die Starnberger See oder so.
35:27Aha.
35:28Ich hatte genügend Zeit, über uns nachzudenken, als du weg warst.
35:31Ja, ich auch.
35:32Du, ich bin gerade in einem wichtigen Gespräch.
35:34Kann ich dich zurückrufen?
35:35Ja, klar.
35:35Roland, kannst du mir aus dem Schrank bitte das T-Shirt...
35:38Oh, sorry.
35:39Wer war das?
35:41Wo bist du?
35:42Du, ich ruf dich gleich zurück, ja?
35:44Roland!
35:45Deine Frau?
35:46Ja.
35:47Entschuldigung.
35:50Ja.
35:51Ich, ähm, ich muss sowieso nach Hause.
35:54Eins wollte ich dir aber noch sagen, Birgit.
35:58Lena...
35:59Lena ist wirklich sehr daran interessiert, sich mit dir auszusöhnen.
36:02Wirklich.
36:03Nein, bitte hör mir jetzt zu.
36:05Aber sie ist Geschäftsfrau genug, um mit dem Schlimmsten zu rechnen und sich abzusichern.
36:09Du und deine französischen Freunde, Birgit.
36:11Ihr werdet alldrufe nicht kriegen.
36:13Lena wird eine Kapitalerhöhung machen und dann verschieben sich die Machtverhältnisse.
36:18Kapitalerhöhung?
36:18Wie will sie das denn schaffen?
36:21Bei Vater ist nichts mehr zu holen.
36:23Felix und du, ihr habt euer gesamtes Geld in eure eigene Firma gesteckt.
36:26Bleibt noch, Herr da.
36:28Es gibt auch Banken, Birgit.
36:30Ja, Lena hatte sowas angedeutet.
36:32Aber die Bank möchte ich sehen, die sich auf dem Markt ausgerechnet eine Textilfirma aussucht.
36:37Nein, nein, nein, nein, nein.
36:38So schlecht steht alldrufe nicht da, ja?
36:40Mir ist auch völlig egal.
36:41Jedenfalls hat sie genug Geld in Reserve, um euch abzuschmettern.
36:45Wir brauchen doch überhaupt nicht die Mehrheit.
36:4635 bis 40 Prozent reichen völlig aus.
36:49Mir geht's.
36:50Willst du mich jetzt schlagen oder küssen?
37:00Geh zu deiner Frau Roland.
37:02Und wenn ich dir einen guten Rat geben darf, setz nicht ausschließlich auf Lena.
37:05In zwei Wochen kann die Situation völlig anders aussehen.
37:09Spätestens nach der Hauptversammlung.
37:10Denn dann sitzt ein Mann von Rousseau im Vorstand und Lena kann mich mal.
37:27Ich bin ganz sicher.
37:31Ich bin ganz sicher.
37:33Ich bin ganz sicher.
37:35Ich bin ganz sicher.
37:36Ich bin ganz sicher.
37:39Ich bin ganz sicher.
37:41In zwei Wochen, wann ist das wundere?
38:12Untertitelung des ZDF, 2020
38:43Untertitelung des ZDF, 2020
38:43Frau Stangl, Silke Althofer hier. Kann ich meinen Mann sprechen, bitte?
38:47Nein, das tut mir leid, der Gatti ist nicht da. Kann ich ihm was ausrichten?
38:51Das verstehe ich gar nicht. Er hat mich gerade angerufen. Wissen Sie, wo ich ihn erreichen kann?
38:55Ja, vielleicht. Versuchen Sie es mal auf dem Handy.
38:57Er müsste eigentlich inzwischen Frau Mayerbär vom Flughafen abgeholt haben.
39:02Ach so. Ja, dann danke.
39:04Bitte.
39:11Oh, Holland.
39:15Oh, Holland.
39:48Etwa so. Und vielleicht die Bürste mit Spitze oder schwarzem, fast durchsichtigem Tüll akzentuierte.
39:58Aber dann als Abendkleid. Und nicht für den Alltag, oder?
40:02Natürlich. Aber ich finde, wir brauchen was Ausgefallenes für die Kollektion.
40:06Jedenfalls war der nette Banker, den Frau Michel durch den Betrieb geführt hat, sehr angetan von meinen Entwürfen.
40:11Und nicht nur von meinen Entwürfen.
40:12Frau Michel hat Herrn Römer den Betrieb gezeigt?
40:14Mhm. Und schamlos mit ihm geflirtet.
40:23Roland.
40:28Wie ging's?
40:31Hallo?
40:32Ach so, ihr kennt euch ja noch gar nicht. Daniel Kruse, unser neuer Designer.
40:37Roland Althofer.
40:39Althofer? Wie aufregend.
40:42Ja, äh, braucht ihr noch lange, sonst könnte ich auch...
40:44Nein, wir sind eigentlich fertig, oder? War noch was, Herr Kruse?
40:46Nein, nein. Bitte schon weg.
40:49Komm, setz dich. Magst du was trinken?
40:51Äh, nein, danke.
40:54Also, ich, äh...
40:55Übrigens, Frau Michel lässt ausrichten, Chris Gellert kommt heute nicht. Irgendwas mit der Uni.
41:00Danke.
41:01Man sieht sie.
41:07Wollte Herr Gellert nicht unsere Fotos mitbringen für die Internetseite?
41:10Ja, ja, doch. Eigentlich schon.
41:11Aber erzähl, hast du mit Birgit gesprochen?
41:15Ja.
41:16Aber leider ohne Erfolg.
41:20Birgit will auf der Hauptversammlung einen Mann von Rousseau in den Vorstand drücken.
41:23Und ich glaube kaum, dass irgendwer sie davon abhalten kann.
41:26Scheiße.
41:29Tut mir leid, ich hab getan, was ich konnte.
41:32Wohnen Sie immer noch im Hotel?
41:34Ja.
41:37Dummerweise hat Silke angerufen, gerade in dem Moment, als Birgit aus dem Bad kam.
41:42Am liebsten würde ich jetzt gar nicht nach Hause.
41:44Ja, dann bleib halt hier.
41:46Wenn ich jetzt, wo Chris eh nicht komme,
41:48ich koche uns was und dann kannst du dir immer noch überlegen,
41:50ob du hier übernachtest.
41:52Naja, ich mach jetzt erstmal meine Auftragsbestätigung.
41:54Aber danke fürs Angebot.
41:56Sag mal,
41:59das mit dir und Silke,
42:01das läuft irgendwie nicht so toll, oder?
42:03Was soll ich sagen?
42:04Die Flitterwochen sind vorbei.
42:05Ich geh mit.
42:06Ich sag nur Angela Bescheid.
42:08Don't waste a second,
42:10wenn die tide ist turning.
42:12Die Change ist all,
42:14aber es ist never the same.
42:17Waiting for a perfect moment,
42:20I'm looking for a perfect place.
42:24The one I finally found,
42:26it's been simply clear,
42:28when I was looking in your face,
42:31you're still the one.
42:37Forever and ever and ever and ever until the end of time.
42:44We have to have to have to set the same last days.
42:49The angels take care that I'll be forever with you.
42:56Forever with you.
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