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Transkript
00:20Love Is Enough
00:30Love Is Enough
00:56Alles gut soweit?
00:57Klar.
00:59Hallo, wie geht's dir heute?
01:01Beschissen.
01:02Ich hab schon gehört, die Lehmung der Linken hat es stÀrker geworden.
01:05Mach dir erstmal nicht so viel Gedanken, wir sehen uns das jetzt an.
01:08Bleib ganz ruhig liegen, es dauert nicht lange, du kennst das ja schon.
01:15Ich komm danach wieder zu dir, ja?
01:21Bis dann.
01:35Der Tumor ist nur geringfĂŒgig gewachsen, das ist schon mal was.
01:39Aber hier ist ein kleines Ödem zu sehen.
01:42Das und das Tumorwachstum erklÀren die Zunahme seiner Symptomatik.
01:47Was schlÀgst du vor?
01:48Nochmal operieren?
01:50Alles, was man entfernen konnte, hab ich schon weggenommen.
01:53Wir wĂŒrden das RĂŒckenmark massiv verletzen.
01:56Bestrahlung fÀllt auch aus.
01:57Keine ausreichende StrahlensensibilitÀt.
02:00Chemo?
02:01Das wÀre ein Versuch wert, aber er hat sie verweigert.
02:05Seine Mutter ist im Haus.
02:08Ich spreche nochmal mit dir.
02:17Alles in Ordnung?
02:19Ja, ja, nur die ĂŒblichen Beschwerden.
02:21Bleiben Sie sitzen, ich bringe Sie mit.
02:29Ich weiß, es geht mich nichts an.
02:31Ganz genau.
02:32Aber was sagt denn eigentlich der Vater des Kindes dazu?
02:40Ich fasse es nicht.
02:42Er weiß es immer noch nicht?
02:45Wann hatten Sie denn vor, ihn einzuweihen?
02:47Zum 18. Geburtstag?
02:49Ich glaube nicht, dass ich Ihnen darĂŒber Rechenschaft schuldig bin.
02:52Er ist der Vater.
02:53Er hat ein Recht darauf, es zu erfahren.
02:55Es ist mein Kind, meine Schwangerschaft und meine Entscheidung.
02:57Und jetzt lassen Sie mich in Ruhe.
02:59Ich habe zu tun.
03:03Wir haben großes GlĂŒck.
03:05Wir haben tatsÀchlich noch einen passenden Spender von Nick gefunden.
03:08In Frankreich.
03:10Ich habe gerade mit den Kollegen in Lyon gesprochen.
03:12Die können den Mann sofort einbestellen und loslegen.
03:14Übermorgen werden dann die Stammzellen hier bei uns.
03:17Das heißt, dass wir morgen mit der Konditionierung bei Nick beginnen können.
03:22Aber bevor wir das Ganze anschieben, mĂŒssen wir wissen, ob Nick sich wirklich behandeln lĂ€sst.
03:27Auf jeden Fall.
03:31Er brauchte eine Pause.
03:33Er war sehr erschöpft und natĂŒrlich auch sehr enttĂ€uscht, dass jetzt alles wieder von vorn losgeht.
03:41Aber wir haben mit ihm geredet und er hat es eingesehen.
03:44Das freut mich.
03:45Wird das wieder so eine QuĂ€lerei fĂŒr ihn?
03:48Ich denke, dass wir eine reduzierte Konditionierung bei Nick versuchen können.
03:52Die ist weniger belastend.
03:55Aber angenehm wird das auch nicht.
04:01Na?
04:03Was geht?
04:07Ehemaliger Klassenkamerad, feiert Geburtstag.
04:11Zeig mal.
04:17Wer ist deine Freunde?
04:19Ich habe mit denen nichts mehr zu tun.
04:21Bin schwer beschĂ€ftigt, du weißt ja.
04:23Wer ist die?
04:24Melanie.
04:25Ich kenne sie seit der Grundschule.
04:27Die ist ganz sĂŒĂŸ, ne?
04:29Ja, ich verstehe.
04:31Was?
04:32Na ja, jeder von uns hat doch so ein MĂ€dchen in der Schule.
04:35Die eine ganz besondere, an die man sowieso nicht rankommt,
04:38der einem das Herz bricht, ohne dass sie ĂŒberhaupt irgendwas macht
04:40und die man nicht mehr vergisst.
04:44Schwafler.
04:45Also ich habe gleich Feierabend.
04:46Wenn du willst, können wir da vorbeifahren.
04:47Sehr witzig.
04:48Nee, ich mein's ernst?
04:49Selbst wenn ich von jetzt auf gleich spontan geheilt wÀre,
04:52ich gehe da auf keinen Fall.
04:54Hallo, Chris.
04:55Hallo, Frau Loritz.
04:57Gut, dann bis spÀter.
05:02Na, meine Sonne?
05:04Hallo, Mama.
05:07Ich habe gerade mit Dr. Stein gesprochen.
05:09Sie haben einen neuen Spender gefunden.
05:10Morgen kann es losgehen.
05:13Also jetzt guck doch nicht so ernst.
05:15Das ist eine tolle Nachricht.
05:17Manchmal braucht man eben zwei AnlÀufe.
05:20Sie haben einen schönen Tag mit der reduzierten Konditionierung.
05:25Hallo?
05:26Hallo?
05:27Alles klar.
05:28Wir brauchen da noch ein aktuelles EKG von ihm.
05:30Ich habe ihn schon angemeldet in 15 Minuten.
05:32Ich kann ihn hinbringen.
05:34Aber du hast Feierabend.
05:35Ja, aber ich mache das gerne.
05:37Okay, danke.
05:39Muss das wirklich alles sein?
05:41Noch eine Chemo, noch eine Konditionierung?
05:43Wir bekÀmpfen seinen Krebs.
05:46Wir sind ein Krankenhaus.
05:47Das ist unser Job.
05:48Er hat gesagt, er will das nicht mehr.
05:50Er steht im Moment unter großem psychischem Stress.
05:52Ich bin mir sicher, dass er ganz genau weiß, was er da sagt.
05:54Ohne Behandlung stirbt er.
05:56Sehr bald.
05:57Wir werden ihn nicht aufgeben.
05:59Nicht, solange es noch Hoffnung gibt.
06:18Ich soll dich zum EKG abholen.
06:21Du hast ja etwa keine Lust.
06:23Merkt man das?
06:24Doch, lieber Parti.
06:25Nein.
06:26Ich habe mit denen seit Ewigkeiten nichts mehr zu tun.
06:28Jan hat mir die Einladung nur aus Mitleid geschickt.
06:30Oder er wĂŒrde sich freuen, wenn du kommst.
06:32So kann man das natĂŒrlich auch sagen.
06:34Vergiss es einfach, okay?
06:35Mann, du kannst doch nicht die ganze Zeit hier nur rumliegen und nichts tun.
06:38Das ist doch scheiße.
06:39Wem sagst du das?
06:41Siehst du, ich habe die Lösung fĂŒr all deine Probleme.
06:47Aber nicht auf die Party.
06:52Los geht's.
06:56Schlechte Laune?
06:58Wieso?
07:02Ach, nur die Peters.
07:04Was war denn?
07:06Wusstest du, dass der Vater ihres Kindes keine Ahnung hat?
07:11Von der Schwangerschaft?
07:13Ja.
07:15Und warum erzÀhlst du mir das nicht?
07:18Meine Meinung ist, dass wir uns da raushalten.
07:22Wirklich?
07:31Darf ich?
07:34Darf ich?
07:36Und?
07:37Nervt der dicke Bauch schon?
07:40Ja.
07:41Ziemlich.
07:42In welcher Woche sind Sie denn jetzt?
07:45In der 26.
07:46Ah, dann wird es demnÀchst noch deutlich nerviger.
07:50So was habe ich schon befĂŒrchtet.
07:55Ich wĂŒrde Sie gerne um etwas bitten.
07:58Ja?
07:59Ich habe den letzten Vorsorgetermin verpasst.
08:03Gewicht?
08:05CTG und Urin können wir hier machen.
08:07Aber fĂŒr die Untersuchung brauchen Sie einen Arzt.
08:10GlĂŒcklicherweise bin ich Ärztin.
08:12Den letzten Ultraschall habe ich ja noch selber gemacht.
08:14Aber jetzt bin ich nicht mehr ganz so beweglich.
08:22Das darf ich nicht.
08:24Sie mĂŒssen gar nichts ausmessen.
08:26Helfen Sie mir, den Ultraschall Kopf zu fĂŒhren.
08:28Ich will nur sehen, ob die Plazenta gut durchblutet und der Herzschlag schön krÀftig ist.
08:33Von mir erfÀhrt niemand was.
08:39Dann wollen wir mal.
08:47Es wird kalt.
08:48Ja, ich weiß.
08:50Ja.
08:56Hm.
08:57Du bist ja ganz schön aufgeweckt.
08:59Bewegt sich ganz schön.
09:01Ja.
09:02Das kann ich Ihnen sagen.
09:03Der Herzschlag sieht gut und krÀftig aus.
09:06Dann gehen Sie mal ein kleines StĂŒck nach rechts.
09:08Ja.
09:09Gut.
09:09Und jetzt stopp.
09:12Plazenta ist gut durchblutet.
09:14Die GrĂ¶ĂŸe scheint auch normal.
09:17Ja.
09:19Mhm.
09:20Ah.
09:21Uss.
09:23Mein Junge.
09:27Gut.
09:28Danke.
09:29Bitte.
09:35Und?
09:35Wie fĂŒhlen Sie sich?
09:37Hm.
09:38Wie war es beim EKG?
09:40Ein altes Tages, wie immer.
09:43Aber du bist fit genug fĂŒr den Trip.
09:45Fit, da werde ich nicht mehr.
09:46Gut.
09:48Was ist denn?
09:49Da ist Dr. Stein.
09:50Der darf uns nicht sehen.
09:51Kannst du so lehnen, was machen wir?
10:11Los geht's.
10:13Wohin?
10:15Weiß nicht.
10:17Wie?
10:17Du weißt nicht, du musst irgendeinen Wunsch haben.
10:19Letzte Chance.
10:20Wer weiß, wann die nicht immer rauslassen?
10:21Hört sich ja richtig verlocken dann, wenn du das so sagst.
10:25Ja.
10:26Tut mir leid.
10:29Wir könnten ans Meer fahren, in die Berge, alles was du willst.
10:33Was macht dir am meisten Spaß?
10:37Ja?
10:40Ist es dir peinlich?
10:42Nein.
10:42Ja, dann sag mal.
10:46Ich stehe total auf Eisenbahnen.
10:48Auf Dampfloks.
10:50Das ist schon ein bisschen peinlich.
10:52Ist das mein illegaler Ausflug oder deiner?
10:54Okay.
10:58Dampfloks.
10:59Ich sag dir, wo wir hinfahren.
11:02Alles klar.
11:08Niemand lebt wie in der Margarine-Werbung.
11:11Niemand, der nicht dauerhaft unter Psychopharmaka steht.
11:18Genau das ist das Problem.
11:19Finden Sie.
11:21Kinder brauchen keine perfekten Familien, weil das Leben nicht perfekt ist.
11:25Der kleine Mann braucht eine Bezugsperson, die ihn ĂŒber alles liebt.
11:28Und ich bin mir sicher, dass Sie dieser Mensch sein werden.
11:32Sie mĂŒssen es nur zulassen.
11:37Danke.
11:49Du findest das wirklich geil, ne?
11:51Die Klappe.
11:54Da kommt er.
11:59Ui, ui, ui, ui, ui, ui, ui.
12:29Entschuldigung, können Sie mir kurz helfen?
12:30NatĂŒrlich.
12:32Ja, danke.
12:35Okay, bei drei. Eins, zwei, drei.
12:41Perfekt.
12:43Danke.
13:00Was geht los?
13:32Das habe ich mir schon immer gewĂŒnscht.
13:47Die Fahrkampf, bitte.
13:50Ja.
13:51Hier.
13:55Danke.
13:56Bitteschön.
13:57Geht es?
13:58Danke.
14:06Da habe ich was gut bei dir.
14:08Kann ich ja eh nicht mehr einlösen.
14:19Wow.
14:20Schon nicht so schlecht hier.
14:22Ich habe gelesen, an guten Tagen kann man das Meer sehen.
14:27In welche Richtung soll es sein?
14:30Keine Ahnung.
14:30Ah.
14:33Ah.
14:36Ich habe gehört, an guten Tagen kann man Leipzig sehen.
14:39Aha.
14:39In welche Richtung?
14:41Weiß auch nicht.
14:48Sag mal.
14:50So festgefroren.
14:51geht nicht anders.
15:04Wir warten auf unseren Sohn, können Sie uns sagen, wo der ist?
15:06Der sollte nochmal zum EKG-Routine vor der Konditionierung.
15:09Ja, ich weiß.
15:10Aber mĂŒsste er da nicht schon lĂ€ngst zurĂŒck sein?
15:11Stimmt.
15:12Ich frag mal nach.
15:15Hallo, hier ist Miriam Schneider Chirurgie.
15:18Dominik Lorenz, ist der vielleicht noch bei euch?
15:20Ich.
15:20Oh.
15:22Alles klar.
15:23Danke.
15:25Nick war da und Chris hat ihn abgeholt.
15:27Und wo ist er dann jetzt?
15:31Ist es deins?
15:32Ja.
15:36Wo ist denn das?
15:38Hier.
15:39Dein Vater.
15:42Mach's aus.
15:57Na, geht's wieder nach Hause?
15:59Erstmal zurĂŒck ins Tal.
16:00Wir schauen noch bei einer Party vorbei.
16:02Ach ja?
16:03Warum nicht?
16:05Ich habe mit dem LokfĂŒhrer gesprochen.
16:06Er hat noch Platz im FĂŒhrerstand.
16:08Willst du mitfahren?
16:09Im Ernst?
16:10Klar.
16:11Das geht?
16:11Wenn er das sagt.
16:14Los geht's.
16:42Los geht's.
16:47All you need is a dream and a lover.
17:08Und? Es hat ihn niemand gesehen.
17:10Nicht auf der Station, in der Cafeteria, am Empfang.
17:13Haben Sie schon bei Chris angerufen?
17:14Der hat beim EKG auf ihn gewartet. Er geht nicht ran.
17:17Er kann doch nicht so einfach verschwinden.
17:18Jedenfalls nicht ohne Hilfe.
17:20Wo ist unser Sohn?
17:21Wir wissen es nicht. Wie bitte?
17:23Ich glaube, es gibt zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Grund, sich Sorgen zu machen.
17:26Es gibt bestimmt eine harmlose ErklÀrung.
17:28Unser Sohn ist seit heute Mittag verschwunden und das ist alles, was Ihnen dazu einfÀllt.
17:32Komm, beruhig dich, Susanne.
17:33Ja, aber ich hab doch einfach nur Angst um ihn. Der ist doch völlig hilflos.
17:36Wir verstehen Ihre Aufregung.
17:39Nick ist weg. Chris ist weg.
17:42Und meine AutoschlĂŒsse suche ich auch schon die ganze Zeit.
17:44Und wann haben Sie die zum letzten Mal gesehen?
17:47Als Chris Feierabend gemacht hat.
17:48Da haben wir auch schon unsere ganz harmlose ErklÀrung.
17:51Na gut, wenn Chris bei ihm ist, dann mĂŒssen wir uns alle keine Sorgen machen.
17:54Ich ruf ihn nochmal an.
18:04Und? Ist hier irgendwo?
18:06Nee. Ist ja auch egal.
18:14Ich hÀtte nie gedacht, dass du da bist. Wie lÀuft's?
18:17Rollt. RĂŒckwĂ€rts und bergab. Aber rollt. Das ist Chris, mein Pfleger.
18:21Hi.
18:21Es sind jetzt gar nicht so viele da, die du von damals kennst.
18:25Aber ich find's trotzdem voll krass, dass du da bist.
18:29Willst du was singen?
18:30Meinst du echt?
18:31Kappe dir im Baby.
18:36Ey Leute, das hier ist Nick. Mein bester Freund aus der Grundschule.
18:39Ohne ihn hÀtte ich's nie aufs Gymnasium geschafft.
18:42Und ich hÀtte nie geglaubt, dass er heute da ist.
18:44Also macht mal LĂ€rm fĂŒr Nick.
18:50Was ist jetzt fĂŒr Lied?
18:52135.
18:54135.
18:56Dann fĂŒr dir.
18:58Geil, du hast ja doch Geschmack.
18:59Nick, Nick, Nick, Nick, Nick, Nick, Nick, Nick, Nick, Nick, Nick.
19:07Na, nacht um auf eins, wenn das Fernsehen rauscht,
19:19leg ich mich aufs Bett und mal mir aus, wie es wÀr, wenn ich nicht der Werte ich bin,
19:24sondern Kanzler, Kaiser, König oder Königin.
19:27Ich denk mir, was der Kula kann, das kann ich auch, ich will Vivaldi hören.
19:31Tag ein Tag auf, ich treff hier rum, bis das die USA reisen.
19:36Conny, ma Vivaldi, ich weiß nicht, dass alles und noch viel mehr wĂŒrde ich machen,
19:46wenn ich König von Deutschland wÀre.
19:50Das ist nicht zu fassen.
19:54Jetzt mĂŒssen wir ihm aber eine Abmahnung geben, oder?
19:57Chris wollte bestimmt niemanden in Schwierigkeiten bringen.
19:59Er kĂŒmmert sich toll um Nick, die sind Freunde.
20:02Trotzdem kann er ihn nicht einfach ohne unser Wissen aus dem Krankenhaus entfernen,
20:05er ist Mitarbeiter der Sachsenklinik, wir mĂŒssen ihm vertrauen können.
20:08Da haben Sie recht.
20:11Aber technisch gesehen hatte er bereits Feierabend.
20:14Doch war so.
20:15Chris hat doch selbst erlebt, was es heißt, lange im Krankenhaus zu liegen.
20:20Nick glaubt, das ist seine letzte Chance, hier nochmal rauszukommen.
20:23Das alles und noch viel mehr wĂŒrde ich machen, wenn ich König von Deutschland wĂ€re.
20:39Das war total geil.
20:41Du bist ja doch hier.
20:42Das du da bist, ist ja wohl tausendmal krasser.
20:47Es ist schön, dich zu sehen.
20:50Ich hab ein paar Mal an dich gedacht.
20:52Echt?
20:55Wie geht's?
20:56Der LeukÀmie?
20:57Der geht's gut.
20:59Fuck.
21:00Find ich auch.
21:06Ich mag deinen Ticko.
21:08Ich mag dich schon immer.
21:09Ich mag dich.
21:11Ich mag dich schon immer.
21:19Du bist gut?
21:21Echt.
21:24Singen, singen, singen, singen, singen, singen, singen, singen, singen, singen, singen.
21:29Singen! Singen! Singen! Singen!
21:31Hoffst du etwas Zeit fĂŒr mich, dann singe ich ein Lied fĂŒr dich.
21:37Von 99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont.
21:44Denkst du vielleicht grad an mich, dann singe ich ein Lied fĂŒr dich.
21:50Von 99 Luftballons und dass sowas von sowas kommt.
22:00Von 99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont.
22:04Hier ist man fĂŒr UFOs ausgemalt, darum schickte ein General.
22:09Eine Fliegerstaffel hinterher, ein Land geben, wenn es so wehr.
22:14Der Ball war dort auf Horizont, nur 99 Luftballons.
22:25Können Sie uns mal erklÀren, was Sie sich bei der Aktion gedacht haben?
22:28Das war alles meine Idee. Chris hat mich nur begleitet, damit mir nichts passiert.
22:32Wir konnten Sie stundenlang nicht erreichen. Wo waren Sie ĂŒberhaupt?
22:36Auf dem Brocken.
22:37Wo?
22:38Auf dem Brocken. Viele Steine, mĂŒde Beine, Aussicht keine.
22:43Heinrich Heine.
22:44Ich fand die Aussicht eigentlich ganz gut.
22:46Kannst du dir vorstellen, was deine Eltern durchgemacht haben?
22:51Nick ist schwer krank. Können nicht einfach mit ihm abhauen und eine Spritztur machen.
22:56Aber es hat ihm gut getan und dass dem Patienten ihr gut geht, ist doch mein Job.
22:59DarĂŒber kann man aber reden, Chris. Da muss man sich nicht heimlich wegstehlen.
23:02HÀtten Sie es denn erlaubt, wenn ich gefragt hÀtte?
23:04NatĂŒrlich nicht.
23:05Sehen Sie.
23:11Und wie geht's dir?
23:12Mir geht's super.
23:14Ich wĂŒrde dich trotzdem gerne nochmal untersuchen. Ist das in Ordnung?
23:19Und wir reden noch.
23:22Einatmen.
23:25Ausatmen.
23:28Sie dĂŒrfen Chris keine Schuld geben. Es war wirklich alles meine Idee.
23:32Nochmal tief einatmen.
23:36Ausatmen.
23:38Ich hab ihn drum gebeten. Er wollte das nicht.
23:41Ich glaub dir kein Wort.
23:43Aber was ist denn so schlimm da dran?
23:45Deine Temperatur ist erhöht. Das Herz rast. Dein Blutdruck ist im Keller.
23:49Du hast dich total ĂŒbernommen und das weißt du auch.
23:52Dabei war ich doch schon fast wieder gesund.
23:54Mit dieser Einstellung wirst du es nicht.
23:56Und mit einer anderen Einstellung?
23:58Glauben Sie wirklich, ich hab noch eine Chance?
24:01Ja.
24:03Nick!
24:04Mensch, was machst du denn fĂŒr Sachen?
24:06Hey, du hast schon mitbekommen, dass ich dich angerufen hab, oder?
24:09Warum bist du denn nicht rangegangen?
24:12Warum tust du sowas?
24:14Ich wollte mich einfach nur mal ganz normal fĂŒhlen.
24:16Aber das bist du nicht.
24:19Tu mir einen Gefallen.
24:21Versprich mir, dass du sowas nie wieder machst.
24:23Bitte.
24:25Okay.
24:27Mama?
24:28Hm?
24:29Das war schön heute.
24:32Und das war wichtig fĂŒr mich.
24:33Deine Behandlung ist wichtig.
24:35Dass du wieder gesund wirst.
24:36Das ist wichtig.
24:36Bis spÀter.
24:38TschĂŒss.
24:56Melanie?
24:58Sorry, ich hab das Handy nicht gefunden.
25:00Melanie?
25:08Hallo, hier ist die Mailbox von Melanie.
25:10Nachrichten bitte nach dem Piep.
25:22Hi, ich bin Nick.
25:24Ich hab nicht mehr lange zu leben.
25:26Und ich kann nicht mehr.
25:33Warum?
25:36Es war doch ein schöner Tag heute.
25:38Deswegen ja.
25:40Besser wird's nicht.
25:41Das weißt du doch gar nicht.
25:44Anglos.
25:44Dann fangen wir mich auch noch damit an.
25:47Hast du Ärger gekriegt?
25:49Nicht der Rede wert.
25:55Und du?
25:57Machst ein Videotagebuch?
25:59Schreiben geht ja nicht mehr.
26:02Video eigentlich auch nicht.
26:06Brauchst du Hilfe?
26:19Okay.
26:25Hi, ich bin Nick.
26:27Ich hatte heute den schönsten Tag meines Lebens.
26:30Ist auch nicht so schwer, denn mein Leben war bisher ziemlich Àtzend.
26:49Das glaub ich jetzt nicht.
26:51Henne, was machst du denn hier?
26:53Hat gestern Abend jemand auf meinem Blog geschrieben, dass ich vorbeikomme, weil du mich brauchst.
26:56Wer schreibt das?
26:57Keine Ahnung, ist doch egal.
26:58Aber offensichtlich stimmt's.
27:00Warum meinst du, dass ich dich brauche?
27:01Weil das auch mein Kind ist.
27:03Woher willst du das wissen?
27:05Okay, ich bin ganz ohr.
27:06Schieß los.
27:08Ich hab jetzt keine Zeit.
27:09HĂ€?
27:10Du kannst mich jetzt hier nicht so stehen lassen.
27:11Das ist wichtig.
27:12Meine Patienten sind wichtig.
27:13Ja, wann hast du Zeit?
27:15Weiß ich nicht.
27:15SpÀter.
27:16Ach komm schon.
27:17Ich melde mich.
27:18Wir sprechen uns noch.
27:25Hast du es schon gesehen?
27:26Was?
27:27Du hast es noch nicht gesehen, was?
27:28Pass mal auf.
27:30Und?
27:32Guck mal bitte genau hin.
27:35Dein Video hat 22.000 Likes ĂŒber Nacht.
27:41Scheiße.
27:42Ich glaub, das war Melanie.
27:43Sie hat es wahrscheinlich ĂŒberall gepostet.
27:45Sie mag dich.
27:48Und guck mal, was die Leute darunter schreiben.
27:50Du bist so tapfer halt durch.
27:52Viel GlĂŒck.
27:53Ich hab voll geheult.
27:54Das ist so traurig.
27:55Und du bist so mutig.
27:57Das nimmt dir ganz schön mit.
27:58Das wollte ich nicht.
28:00Tja, zu spÀt.
28:01Wenn meine Eltern das sehen.
28:02Die packen das nicht.
28:03Die können das nicht.
28:04Du darfst nicht immer an deine Eltern denken.
28:06Du musst auch immer an dich denken.
28:07Du willst die Therapie nicht mehr.
28:09Aber keiner hier hört dir zu.
28:10Die hören dir zu.
28:11Die sind auf deiner Seite.
28:13Oder hast du es dir anders ĂŒberlegt?
28:14Nein.
28:16Ich hab Schiss vor dem, was kommt.
28:18Aber ich will keine Chemo mehr.
28:21Ja.
28:22Ja.
28:23Aber weder deine Eltern noch die Klinik ĂŒber das wahrhaben.
28:27Das hier ist deine Chance.
28:30Ich wollte nie Kinder.
28:32Das war nie eine Option.
28:33Ich bin keine Mutter.
28:35Aber jetzt bist du schwanger.
28:37Daran brauchst du mich nicht zu erinnern.
28:38Ja, ich versuche ja eine Lösung zu finden.
28:40Wie sieht die aus?
28:42Was ist dein Plan?
28:45Wir könnten eine Familie sein.
28:48Ich wĂ€re bereit dafĂŒr, Lea.
28:50Wir sind nicht mehr zusammen.
28:52Weil du das so entschieden hast.
28:54Ich wollte nicht gehen.
28:58Unglaublich.
28:59Wir bekommen ein Kind.
29:00Und ich bin bereit dafĂŒr.
29:02Bis eben hattest du keine Ahnung, dass dieses Kind existiert.
29:05Du hast mich verlassen, weil es dir eine Heidenangst eingejagt hat, jemanden zu lieben.
29:09Bloß nicht die Kontrolle verlieren.
29:10Bloß nicht zulassen, dass etwas passiert, was du nicht kontrollieren kannst.
29:15Aber jetzt ist was passiert.
29:17Ein Baby kann man nicht wegdiskutieren.
29:25Ich muss in die OP.
29:27Was ist jetzt?
29:28Ich weiß es nicht.
29:30Lea, du kannst nicht immer weglaufen, wenn es schwierig wird.
29:32Ich bleibe hier, bis wir das geklÀrt haben, egal wie lange das dauert.
29:36Möchtest du noch?
29:37Danke.
29:41Hallo, Nick.
29:42Hallo.
29:43Fertig mit Essen?
29:45Gut.
29:46Dann geht es jetzt los mit der Konditionierung.
29:49Das kennst du ja schon, obwohl es diesmal andere Medikamente sind.
29:52Wir hoffen, dass es dadurch weniger unangenehm wird.
29:56Nein.
29:57Ich will nicht.
30:00Geht's dir nicht gut, oder?
30:02Nein, mir geht's beschissen.
30:03Und deswegen will ich das auch nicht mehr.
30:05Nick, das ist wichtig, das weißt du.
30:07Ich weiß, dass man mir nicht mehr helfen kann.
30:09Mein Körper nimmt die Transplantation nicht an.
30:11Die ganze Behandlung bringt nichts mehr.
30:13Aber das stimmt doch nicht.
30:14Es gibt noch Hoffnung.
30:16Wir dĂŒrfen jetzt nicht aufgeben.
30:18Selbst wenn wir die LeukĂ€mie diesmal zurĂŒckdringen, dann habe ich immer noch den Tumor.
30:21Ich werde demnÀchst komplett gelÀhmt sein.
30:23Vielleicht hilft die Chemo ja auch gegen den Tumor.
30:25Das ist doch gar nicht abzusehen.
30:27Doch, Mama.
30:27Und das weißt du auch.
30:29Und deswegen habe ich beschlossen, dass ich mich nicht mehr behandeln lassen will.
30:33Diesmal wirklich.
30:34Du bist mĂŒde, frustriert.
30:37Es tut mir leid.
30:38Aber du kannst mich nicht ĂŒberreden.
30:41Ich sage nein.
30:47Nick verweigert die Behandlung.
30:49Er hat mich wieder weggeschickt.
30:52Wirklich?
30:55Weißt du warum?
30:57Nein.
30:59Ihr wart doch gestern den ganzen Tag zusammen.
31:01Da habt ihr nicht geredet?
31:02Doch.
31:03Klar wird es nicht.
31:04Nicht darĂŒber.
31:05Chris?
31:06Hm?
31:07Was ist los?
31:13Ja, natĂŒrlich haben wir darĂŒber geredet.
31:19Nick hat gestern das hier gepostet.
31:2628.000 Likes?
31:33FĂŒr wen machen wir das eigentlich alles?
31:35FĂŒr Nick oder fĂŒr uns?
31:36Was ist denn das fĂŒr eine Frage?
31:39Ich weiß nicht, ob das richtig ist, fĂŒr sein Leben zu kĂ€mpfen, wenn er dieses Leben eigentlich
31:42gar nicht mehr will.
31:46MĂŒssen wir das nicht ernst nehmen?
31:50MĂŒssen wir ihm da nicht zuhören?
32:00Was erwartest du von mir?
32:05Dass ich unser Kind sterben lasse?
32:14Was?
32:15Keine Ahnung.
32:16Ist von einem Kollegen.
32:18Hi, ich bin Nick.
32:20Ich hatte heute den schönsten Tag meines Lebens.
32:23Ist auch nicht so schwer, denn mein Leben war bisher ziemlich Àtzend.
32:27Und besser wird es auch nicht mehr werden, denn ich habe LeukÀmie.
32:31Nichts zu machen.
32:32Und einen Tumor in der HalswirbelsÀule.
32:34Deswegen kann ich nicht mal mehr richtig die Kamera festhalten.
32:36Das macht Chris fĂŒr mich.
32:38Sag mal Hallo Chris.
32:40So.
32:40Dominik Lorenz.
32:42Er will sich nicht weiter behandeln lassen.
32:45Wie?
32:46Er hat heute Morgen die Konditionierung abgebrochen.
32:48Das hÀngt aber nicht zufÀllig mit seinem Ausflug gestern zusammen, oder?
32:51Er hat vorige Woche schon deutlich gemacht, dass er nicht viel Sinn in einer weiteren Therapie sieht.
32:56Die Eltern sind noch nicht bereit aufzugeben.
32:58VerstÀndlich.
32:59Zumal wir noch nicht am Ende unserer Möglichkeiten sind.
33:03Seine Chancen stehen nicht besonders gut, oder?
33:06Selbst wenn die Transplantation diesmal funktioniert, bleibt immer noch der inoperable spinale Tumor.
33:11Wenn er die Behandlung an diesem Punkt abbricht, dann hat er noch maximal fĂŒnf, sechs Wochen.
33:16In dem Falle können wir palliativ-medizinisch dafĂŒr sorgen, dass er nicht leiden muss.
33:20Viele Patienten und ihre Angehörigen empfinden diese letzte Zeit als etwas sehr Wertvolles.
33:26Abschied nehmen zu können, ist ein Luxus.
33:42wie ist das fĂŒr photographer Covid?
33:43Hallo, Dominik.
33:45Hallo.
33:46Darf ich?
33:47Klar.
33:55Ist das so'n großes Ding, dass der Chef persönlich kommen muss?
33:59Ich muss nicht. Ich will.
34:04Das ist ein großes Ding.
34:06Wenn du dich nicht mehr behandeln lÀsst, dann wirst du sterben.
34:08Das werde ich auch so.
34:11Ich will nur sicher sein, dass du dir der Konsequenzen bewusst bist.
34:15Das bin ich nicht.
34:17Ich habe keine Ahnung, was ich da tue.
34:20Und ich habe Angst.
34:24Aber ich kann nicht mehr so weitermachen.
34:28Ich wĂŒnschte, es könnte einfach schnell vorbei sein.
34:43Glauben Sie an Gott?
34:46Nein.
34:49Das heißt, wenn ich tot bin, ist alles vorbei.
34:52Das weiß ich nicht.
34:54Ich war schon mal klinisch tot auf dem OP-Tisch.
34:56Fast eine Dreiviertelstunde.
35:00Aber ich wusste die ganze Zeit, dass alles gut wird.
35:03Wenn ich frĂŒher solche Berichte gelesen habe, war ich fest davon ĂŒberzeugt,
35:07dass es ein letztes AufbÀumen der Synapsen im Gehirn ist.
35:11Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher.
35:16Aber selbst wenn es ein Leben nach dem Tod gibt,
35:21das macht es nicht leichter fĂŒr die, die zurĂŒckbleiben.
35:26Aber ich kann doch nicht nur fĂŒr meine Eltern weitermachen.
35:30Das hier, das ist kein Leben.
35:46Und, erledigt?
35:48Alles in Ordnung.
35:51Ich weiß, wie anstrengend deine Schwangerschaft ist.
35:53Und deine zweistĂŒndige OP ist schon unter normalen UmstĂ€nden ein Krabbacken.
35:57Wollen Sie mir irgendwas sagen?
35:59Sie sind aber heute dĂŒnnhĂ€utig.
36:05Was ist?
36:07Schluck auf.
36:09Sie oder das Kind?
36:11Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin, wenn das Ganze vorbei ist.
36:13Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie es geht.
36:43Bis wir das geklÀrt haben.
36:55Ich wollte dich anrufen.
36:57Ich habe es auch ein paar Mal versucht.
36:59Du hast es mal aufgelegt.
36:59Warum?
37:00Weil ich nicht wusste, was ich dir sagen soll.
37:06Der erste Gedanke war, dass ich abtreiben will.
37:09Aber ich konnte nicht.
37:11Dann habe ich versucht, eine Familie zu finden, die ist adoptiert.
37:29Ich habe dir erzÀhlt, dass meine Mutter gegangen ist, als ich zehn war.
37:41Bis heute frage ich mich, was ich falsch gemacht habe.
37:43Wir finden deine Lösung.
37:45Zusammen.
37:46Ach ja?
37:47Ja.
37:49Du probierst immer alles zu planen.
37:50Alle EventualitÀten.
37:52Aber warte doch erst mal ab.
37:53Es findet sich immer eine Lösung.
37:57FĂŒr dich ist immer alles so einfach.
38:00FĂŒr dich ist immer alles so kompliziert.
38:02Weil das Leben kompliziert ist?
38:03Weil dein Leben kompliziert ist?
38:05Weil du es kompliziert machst?
38:06Erspann mir deine Kalenderweisheiten.
38:10Ich bin hier.
38:18Ich habe mit Nick gesprochen.
38:21Ich kann dich verstehen, Martin.
38:22Ich wĂŒrde ihn auch lieber weiter behandeln.
38:26Aber ich denke, er ist reif genug, um das selbst zu entscheiden.
38:34Will er entlassen werden?
38:38Er will, dass es schnell geht.
38:40Darauf haben wir keinen Einfluss.
38:41Wir sind hier nicht in der Schwarz.
38:43Wir können dafĂŒr sorgen, dass er keine Schmerzen hat.
38:47Jemand sollte mit den Eltern reden.
38:51Habt ihr das schon gesehen?
38:53Erst entfĂŒhrt Herr Haas unseren Patienten.
38:55Und dann taucht er auch noch in Internet-Videos auf.
38:58Die Regionalklasse war so freundlich, mich darauf hinzuweisen.
39:00Normalerweise bin ich ein großer Fan von Gratis-PR fĂŒr die Sachsen-Klinik.
39:03Aber das geht entschieden zu weit.
39:06Die wollen mich immer weiter behandeln.
39:08Sagen, dass es immer noch Hoffnung gibt.
39:12Aber das ist Schwachsinn.
39:16Ich werde sterben.
39:19Und ich wĂŒnschte, es könnte schnell gehen.
39:25Sie mĂŒssen aufpassen.
39:27Ich wollte Ihnen nur helfen, wenn nicht dafĂŒr ist eine Abmahnung.
39:28Nein, nein, Sie kriegen keine Abmahnung.
39:30Was nicht heißt, dass Sie keinen Mist gebaut haben.
39:32Der Ausflug, das Video.
39:34Das geht nicht.
39:36Haben wir uns verstanden?
39:41Empathie ist gut.
39:42Aber Sie dĂŒrfen die Grenzen nicht ĂŒberschreiten.
39:45Ich habe schon Kollegen daran zugrunde gehen sehen.
39:53Wir haben dein Video gesehen.
39:56Tut mir leid.
39:57Nein.
39:58Mir tut es leid.
40:01Ich weiß, dass du seit Wochen versuchst, mit uns darĂŒber zu reden.
40:05Und jedes Mal, wenn du davon angefangen hast...
40:07Hast du abgeblockt und stattdessen darĂŒber geredet, dass alles wieder gut wird.
40:10Ja.
40:14Der Gedanke, die Sterben zu sehen.
40:22Ich kann das nicht.
40:26Ich kann den hier einfach so loslassen.
40:33Weiter zu hoffen, ist halt auch leichter.
40:36Ich verstehe das ja auch.
40:39Aber ich kann nicht weiter so tun, als wĂŒrde ich wieder gesund werden.
40:43Das werde ich nicht.
40:52Das wissen wir.
40:56Die Chemo und die Transplantation bedeuten nur noch mehr Schmerzen.
41:01Mehr falsche Hoffnungen.
41:04Mehr EnttÀuschung.
41:09Ich werde sterben.
41:14Und ich habe Angst.
41:20Wir sind die ganze Zeit bei dir.
41:26Wir lassen dich nicht allein.
41:39Angenommen, ich entscheide mich dafĂŒr, dir das Kind zu geben.
41:41Dann wÀre es das Beste, du verlÀsst Leipzig und nimmst nie wieder Kontakt mit mir auf.
41:45Was soll ich sagen, wer die Mutter ist?
41:47Vielleicht findest du ja jemanden, der zu dir passt.
41:49Und dann könnt ihr behaupten, dass sie...
41:51Du bist ja, du bist ja total durchgeknallt.
41:53Ich versuche nur...
41:54Ja, eine pragmatische Lösung fĂŒr das Problem zu finden.
41:56Aber das ist kein Problem, das ist ein Baby.
41:58Das ist unser Baby, Lea.
41:59Und das ist unsere gemeinsame Entscheidung, wie und bei wem unser Kind aufwÀchst.
42:05Vertrau mir.
42:08Keine AlleingÀnge.
42:09Du hÀltst mich auf dem Laufenden.
42:14Gut.
42:16Du wirst es nicht bereuen.
42:18Das will ich dir auch geraten haben.
42:21Es wird ĂŒbrigens ein Junge.
42:23Auch nicht?
42:24Ja, das war jedenfalls der letzte Stand.
42:25Du wirst es nicht bereuen.
42:27Du wirst es nicht bereuen.
42:29Du wirst es nicht bereuen.
42:32Du wirst es nicht bereuen.
42:32Du wirst es nicht bereuen.
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