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  • vor 6 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:02Man kann mit Infrarotlicht Moleküle zum Schwingen bringen und damit Krebszellen zerstören,
00:07molekulare Presslufthämmer. Krass, oder?
00:10Mhm, toll. Hey, Dr. Lindner hat dich ja voll angefixt mit der Onko.
00:13Ja, ist spannend und der macht dann nicht gleich rund.
00:15Ah, bist du Dr. M etwa untreu?
00:18Quatsch, für den habe ich auch Zeit.
00:20Also heute hat er vor allem für mich Zeit und für einen Mann aus Rumänien,
00:23dem wir wieder auf die Beine helfen wollen.
00:24Ist doch super, gönne ich dir.
00:27Warum hast du nicht so gute Laune? Du warst heute Contodienst.
00:30Ah, das ist doch die perfekte Gelegenheit, mich bei den Oberärzten beliebt zu machen.
00:33Ah, du meinst einzusteigen?
00:35Du willst zweigleisig fahren, bei Dr. Lindner und Dr. M.
00:38Wieso nicht? Ich habe Power für alle.
00:40Auch für meine Verlaufskontrolle, für die ich heute so null Zeit habe.
00:44Ah, ich hätte auch noch ein paar Arztbriefe, sehr interessanten Lehrrecht.
00:47Ja, wenn ihr mich so nett fragt, vielleicht ein nächstes Mal.
00:51Äh, kannst du das Dr. Randhanna zurückgeben? Ich bin spät dran.
00:58Guten Morgen, Dr. Muburg.
01:00Hummel!
01:00Wir behandeln ja heute einen Patienten mit vielfalt der Sprunggelenksfraktur.
01:03Glauben Sie, es war ein Behandlungsfehler?
01:05Was ist der größte Feind der Ärzte?
01:09Patienten, die erst dann kommen, wenn es zu spät ist.
01:12Ja, aber es ist ja nicht zu spät. Er kriegt ja eine neue Sprunggelenksprothese.
01:15Ja, aber die hat er nicht gebraucht, wenn er frühzeitig zum Arzt gegangen wäre.
01:20Und was haben die Dovas mir nicht getan in Rumänien?
01:23Papa, hier ist der beste Arzt. Du bist alleine. Wie willst du zur Physiotherapie kommen?
01:30Drei Kilometer den Berg runter und zwei Stunden mit dem Bus in die Stadt. Jeden Tag.
01:34Wie kann ich dir wenigstens helfen?
01:37Irgendwo hat er noch nicht übernachten müssen.
01:41Und mein Enkel kennt er ja auch nicht gesehen.
01:43Nochmal, Theo hat hohes Fieber. Ich will nicht, dass du dich bei ihm ansteckst vor der OP.
01:49Hallo, Frau Jakob.
01:50Dr. Moreau. Schön, Sie endlich persönlich zu treffen. Und danke, dass es geklappt hat.
01:55Das ist mein Vater, Erwin.
01:57Hallihallo. Guten Tag.
01:59Hummel, hallo.
02:00Guten Tag.
02:00Bringen Sie ihn ins Behandlungszimmer.
02:03Schaffst du das alleine, Papa? Ich muss leider zurück nach Hause zu Theo.
02:06Naja, geh nur, geh. Ich schaff das auch allein.
02:11Geh jetzt. Brauch ich doch nicht.
02:14Wohin denn überhaupt?
02:16Geradeaus.
02:21Den nehme ich mir mit. Danke.
02:27Ja, dann bis später.
02:28Ja.
02:30So.
02:31Ich helfe Ihnen mal.
02:32Ach, brauche ich doch nicht. Die sind ja gekreist nicht.
02:39Hallo, Herr Baumann. Können Sie gehen?
02:42Ja.
02:44Gerrit Baumann, 30 Jahre. Keine bekannten Vorerkrankungen.
02:49Hier steht, dass Sie von der Leiter gefallen sind? Unfall im Haushalt?
02:52Bei mir. Auf einer Hochzeitslocation. Ich habe Herzen in den Baum gehängt.
02:58Ich bin Dr. Rantala. Das ist Dr. Galura. Ist Ihnen schwindelig? Sind Sie auch auf den Kopf gefallen?
03:04Nee. Aber die Herzen sind zerbrochen. Mein Bruder hat echt recht. Ich bin für gar nichts zu gebrauchen.
03:10Die Schulter ist wahrscheinlich ausgekugelt. Wir geben Schmerzmittel und machen ein Hündchen.
03:15Mhm.
03:17Aber dauert es lange. Ich muss leider noch zurück.
03:19Noch mehr Herzen brechen.
03:21Haben Sie sonst noch irgendwo Schmerzen?
03:24Wenn nichts gebrochen ist, dann können Sie heute wieder gehen.
03:27Ach, doch so schnell. Ich meine, schön. Meine beste Freundin heiratet morgen.
03:33Wie schön. Mein Bruder.
03:39Also, ich verstehe nicht, warum man jetzt noch Blut abhellen muss.
03:42Wir machen immer ein Aufnahmelabor, damit uns in der OP nichts überrascht.
03:46Da ist doch nur der Fuß.
03:47Ohne aktuelles Blutbild kann ich Sie nicht operieren.
03:49Danach geht's ins Röntgen. Das MRT ist schon angemeldet.
03:53Röntgenbild haben Sie in Rumänien auch schon gemacht.
03:55Ich brauche aktuelle Bilder. Darf ich?
03:59Ja, sicher, sicher.
04:13Sie haben vor drei Jahren Ihren Fuß gebrochen. Das Sprunggelenk, um genauer zu sein.
04:18Kein Wunder, warum Sie immer noch Schmerzen haben. Das ist nicht gut verheilt.
04:21Haben Sie den Fuß in den letzten Tagen stark belastet?
04:23Na, es war eine Erntezeit.
04:26Warum sind Sie nicht gleich zum Arzt gegangen? Der hätte Ihnen wahrscheinlich eher helfen können.
04:30Na, weil ich dafür vom Berg runter muss. Und der Weg zum Doktor ist weit.
04:34Bringen Sie die Blutprobe ins Labor.
04:47Die Schmerzen sind unerträglich, ja?
04:50Ja, geht so.
04:53Sie leben in den Bergen.
04:54Ja.
04:55Wer kümmert sich jetzt um den Hof?
04:58Na, meine Tochter hat eine Nachbarsohn gefroht. Der kümmert sich jetzt drum.
05:02Die kennen Sie schon aus der Kindheit.
05:06Haben Sie mehr Mischung gemacht als ein Stall voller Vieh.
05:12Nee, Mama. Nein, wirklich. Das ist keine gute Idee. Ja, weil ich hier schneller raus bin, als ihr da seid.
05:22Gib Papa einen Kuss von mir, ja?
05:24Okay. Mhm. Ciao.
05:33Deine Bambini-Rennfahrer haben dich vermisst.
05:35Das sehe ich. Aber ich will nicht, dass Sie mich so sehen. Und dass mich irgendwer so sieht.
05:44Hier.
05:46Ein echtes Rennauto wäre mir lieber.
05:49Kein Problem, ich mach das. Die Kinderstation wird sich freuen.
05:53Obwohl, könnte ich den roten haben?
05:57Klar.
05:59Wann kann ich nach Hause? Ich schaff's jeden Tag ein Stück weit nach Hause.
06:03Das ist eine großartige Leistung. Nur eine Woche nach Ihrer Peritonektomie.
06:07Ja, aber noch nicht die Ziellinie.
06:08Ja, aber mein Zustand ist stabil.
06:11Das sehen wir dann nach der Visite.
06:14Ich geh auf mein Zimmer.
06:16Kann mich bringen nicht.
06:17Nee.
06:19Das schaff ich alleine.
06:25Die Krebsdiagnose hat alles auf den Kopf gestellt.
06:28Ihr kennt euch ja nicht so lange.
06:30Klar ist euer Leben grad nach der Bahnfahrt.
06:33Marc, kann ich dir noch irgendwas abnehmen?
06:38Kannst du meinen Fachartikel lesen?
06:41Netter Versuch.
06:50Oh, hat jemand Geburtstag?
06:52Irgendwann, für die Kinderstation.
06:55Könnte ich Sie vielleicht bitten, dass Sie den Dienstplan machen?
06:58Ja, klar kann ich machen.
06:59Sehr gut. Und könnten Sie Dr. Lindner fragen, ob er heute eine Arthroskopie übernehmen könnte?
07:02Die kann ich auch machen.
07:03Sie haben genug auf dem Plan.
07:05Das schaffe ich schon.
07:06Ich glaube, ich habe mich klar ausgedrückt.
07:10Gute Nachrichten, Herr Baumann.
07:13Nichts gebrochen.
07:15Sie bekommen eine Kurznarkose, während wir Ihre Schulter einrenken.
07:20Okay.
07:21120 Milligramm Propofol?
07:23Wir starten mit 80 Milligramm.
07:29Ich muss die Trauerrede noch schreiben.
07:33Sie meinen die Trauerrede?
07:35Hm?
07:36Ah ja, klar.
07:38Sie sind nicht glücklich darüber, dass Ihr Bruder Ihre Freundin heiratet?
07:42Ich gönne ihm alles Glück der Welt, aber...
07:46Er hat mir mal einen Schnurrbeil angeklebt.
07:50Mit Sekundenklärer.
07:52Bin ich froh, dass ich Eisekind bin.
07:55Schade.
07:56Da sind Ihnen eine Menge guter Streiche entgangen.
07:59Also ich wäre total happy, wenn mein bester Freund meine Schwester heiratet.
08:02Ich weiß viel mehr als meine beste Freundin.
08:10Traktion gegen Traktion?
08:11Mhm.
08:15Heiraten ist bescheuert.
08:18Heißt das, Sie wollen nie heiraten?
08:21Scheidungen sind teuer.
08:22Warum so negativ?
08:24Die Spannung lockert sich.
08:26Er wird seine beste Freundin verlieren.
08:29Aha, Sie sind doch eine Romantikerin.
08:38Dr. Scherbers.
08:39Herr Maric, ich muss gleich in eine Sitzung, aber ich habe Ihnen einen roten Ordner an den Stationscounter gelegt.
08:44Ja, sehe ich.
08:45Ich brauche Blutwerte und PCR-Tests der Patienten. Können Sie sich darum kümmern? Steht alles im Ordner.
08:50Ja, kriege ich hin.
08:51Danke. Wenn Sie irgendwelche Fragen haben, dann melden Sie sich, ja?
08:57Dr. Lindner, gleich Nachsager bei Frau Jansson?
08:59Ja. Können Sie den für mich in mein Fach legen?
09:05Alles okay?
09:06Nein. Das ist ein Aufsatz zum Thema Immuntherapie. Ich wurde um meine Meinung gebeten und sollte ihn bis morgen eigentlich
09:11durcharbeiten, aber ich glaube, ich muss es absagen.
09:14Ich kann ihn gerne für Sie durcharbeiten und zusammenfassen. Dann können Sie schnell ein Bild machen.
09:18Ja, ich mache das ständig für Dr. Moreau.
09:21Bis morgen?
09:21Ja klar, bei so einem spannenden Thema.
09:23Vielen Dank, Sie haben ein Gut bei mir.
09:25Okay.
09:27Maric, Sie sehen so aus, als hätten Sie nichts zu tun.
09:32Patientenbriefe schreiben. Bis morgen. Okay?
09:47Sie sind damit durch die Sicherheitskontrolle gekommen?
09:51Ja, ich werde mein Enkelchen was schenken aus der Heimat.
09:56Wann haben Sie ihn denn das letzte Mal gesehen?
09:59Gar nicht.
10:01Ich kenne nur von Fotos.
10:03Als er auf die Welt gekommen ist, hat er gerade mal wie zwei Stück Butter gewohnt. Frühchensort mit Opa Eich.
10:09Und jetzt ist er drei Jahre alt. Ein schönes Kerlchen.
10:14Wo in Rumänien leben Sie?
10:16Ein paar Nord.
10:18Soll sehr schön sein dort.
10:20Hügel und Felder, soweit ein Aue schauen kann.
10:24Morgen, bei Sonneaufgang hast du Licht. So was hast du noch nicht gesehen.
10:29Und die Bergflüsse? Frisches, eiskaltes Wasser. Selbst im Sommer.
10:35Schönes Land.
10:36Und ein gutes Land. Fruchtbarer Boden.
10:38Ja, klingt nach Arbeit.
10:40Ja, ja. Früher haben sie auch alle angepackt. Aber also doch.
10:46Sind viele ausgewandert. Noch viel gestorben, ne? Meine Frau auch.
10:52Sie sind zweisprachig aufgewachsen?
10:54Ich habe mein Leben lang nur Deutsch geredet.
10:58Ich klinge, woher an dem Dorf nur Deutsch geredet.
11:00Bei Nordischwäbisch halt.
11:03Das ist der Matthias da. Wollen wir rein?
11:07Ja, sicher.
11:15Kräftiger Händedruck.
11:16Ich habe meinem lebter Umfeld gehorreit.
11:19Wie geht es denn Ihrem Sohn?
11:20Hm, nicht besser. Mein Mann ist gerade bei ihm.
11:25Mein Vater hat Ihnen hoffentlich keinen Ärger gemacht.
11:27Er ist manchmal etwas störrisch.
11:30Er hat seine Eigenheiten.
11:33Es war so schwer, ihn zu bereden herzukommen.
11:36Aber ich will, dass er endlich diese Schmerzen los wird.
11:39Ich würde für meine Eltern auch die besten Ärzte wollen.
11:41Und hier kann ich für ihn da sein.
11:431200 Kilometer, das fährt man nicht so schnell mal eben, wenn er was braucht.
11:47Klar. Sie verstehen das sofort.
11:50Können Sie ihm das auch mal erklären?
11:55Theo kam 18 Wochen zu früh auf die Welt.
11:58Er hat es gut überstanden.
11:59Aber sein Immunsystem ist...
12:02Er nimmt alles mit.
12:04Und seitdem habe ich es einfach nicht mehr geschafft, ihn zu besuchen.
12:07Jedes Mal ist was dazwischen gekommen.
12:08Meine Eltern, die wohnen zwar nur in Bremen, aber ich sehe sie trotzdem kaum.
12:13Ich glaube manchmal, er nimmt es mir übel, dass ich hier Grafik studiert habe, einen guten Job gefunden, mich ja
12:20kennengelernt und hier den hier bekommen habe.
12:27Süß.
12:27Ja.
12:31Ist doch schön, dass Sie sich hier ein Leben aufgebaut haben.
12:34Wir reden kaum.
12:36Selbst wenn wir uns sehen.
12:38Mein Vater, der tut alles ab mit einem...
12:43Na ja, mach dich nur lustig über mich.
12:47Frau Jakob, ich würde gerne mit Ihnen die OPs besprechen.
13:01Sie hatten doch gesagt, Sie haben nichts gegessen.
13:05Habe ich auch nicht.
13:07Seit mein Bruder meinte, dass ich die Traurige schreiben soll, gehe ich nichts mehr runter.
13:13Lieber Lasse, du heiratest die tollste Frau auf der ganzen Welt.
13:18Kein Fieber, könnte auch ein PONV sein.
13:23Postoperative Nausea im Baumring, also Übelkeit nach der Narkose.
13:26Passiert bei Propofol eher selten.
13:28Wir geben Ihnen etwas gegen die Übelkeit und nehmen Ihnen Blut ab.
13:40Eva, hey.
13:42Es tut mir voll leid, ich bin noch im Klinikum.
13:45Gerrit, alles okay? Ich mach nur Sorgen, alle Fragen nach dir.
13:49Meine Schulter war ausgekugelt.
13:51Aber jetzt ist sie wieder drin und mir geht's super.
13:54Ich kann zu dir kommen, gerade passt es.
13:56Nein, nein, nein, nein, du. Ich bin schon so gut wie entlassen.
13:59Bruder, alles noch dran?
14:01Eva fragt die ganze Zeit nach dir.
14:03Bis morgen bist du fit, ja? Du bist schließlich mein Trauzeuge.
14:07Weiß ich doch.
14:09Tschüss.
14:13Es macht sich Sorgen nicht.
14:18So, die MRT-Aufnahmen von heute zeigen, das Gelenk ist höchstwahrscheinlich entzündet.
14:23Mögliche Ursache ist eine starke mechanische Reizung.
14:27Hm?
14:29Ja, der Futtermais war reif.
14:32Das lass ich mal als Ursache gelten.
14:34Und was heißt das jetzt?
14:35Das heißt, wenn das tatsächlich eine Entzündung ist, dann können wir sie nicht operieren.
14:39Aber deswegen sind wir hier.
14:40Es gibt Tage, an denen kann er kaum noch laufen.
14:43Woher willst du denn das wissen?
14:44Hat Vlad mir gesagt.
14:45Falls es in dem Gelenk tatsächlich eine Entzündung ist, muss ich mich zuerst darum kümmern.
14:49Erst dann kann ich die Fehlstellung korrigieren und die Endoprothese einsetzen.
14:54Und wie lange dauert das, bis ich heim kann?
14:57Ja, also nach der OP sechs Wochen leichte Physiotherapie, zwei bis drei Monate Belastungsaufbau und dann intensive Reha.
15:04Bis dann sind meine Viecher auf dem Hof tot.
15:06Och, deine Tiere, dein Mais, die Heuernte.
15:08Ja, das ist meine Leber, aber dafür interessierst du dich ja nicht.
15:11Für die gesamte Behandlung, falls es zu keinen Komplikationen kommt, 14 bis 16 Monate.
15:18Nee.
15:21Okay, ich kann das Gelenk aber auch versteifen.
15:27Und wie lange dauert das?
15:29Sechs bis zwölf Wochen Ruhestellung nach der OP und nach zwölf Monaten können Sie wieder schmerzfrei laufen.
15:34Nee.
15:36Ja, dann gibt es nur noch eine Möglichkeit.
15:40Und welche?
15:42Amputation.
15:43Was?
15:44Mobilisierung nach sechs Wochen.
15:46Dann kriegen Sie eine Unterschenkelprothese und können nach zwei Monaten wieder arbeiten.
15:50Das ist ein sehr schwerer Eingriff.
15:54Das will ich.
15:56Nein!
15:57Ich will die Amputation.
16:05Mh.
16:06Mh.
16:08Cremig.
16:09Mh.
16:10Fruchtig.
16:11Mh.
16:12Wunderbar.
16:14Mh.
16:16Mh.
16:17Mh.
16:18Mh.
16:19Mh.
16:20Mh.
16:21Ja, das war ein Geschenk.
16:22Wäre doch schade, es wegzuschmeißen.
16:26Mh.
16:27Post-OP Tag 7.
16:29Kreislauf stabil, Temperatur unauffällig, Leukozyten weiter rückläufig.
16:34Das sieht schon mal gut aus.
16:35Wie geht's dir?
16:36Cremig, fruchtig, wunderbar.
16:39Mh.
16:40Leider immer noch furchtbar.
16:42Mh.
16:43Das dauert einfach, aber es wird besser, glaube ich.
16:45Hast du gar keinen Appetit?
16:47Auf Haferschleim mit Apfelmus.
16:50Ich will einen Burger.
16:52Burger.
16:53Okay, kriegst du.
16:54In 6-8 Wochen ohne Fleisch, ohne Käse und ohne Weizenmehl.
16:58Gott, das habe ich nicht gehört.
17:01Mektion selbstständig, Stuhlgang wieder eingesetzt.
17:04Sehen Sie, was ich hier durchmachen muss?
17:07So, ich muss auch mal zum Mektion.
17:09Ähm, ich übernehme nachher deine OP.
17:11Herr Maric, wenn ich hier raus bin, dann kommen Sie mit mir auf die Kartbahn
17:15und wir fahren, bis Ihnen schlecht ist.
17:18Klingt gut.
17:19Mhm.
17:22Kann ich jetzt mal wieder mit Marc sprechen?
17:25Nicht mit Dr. Lindner.
17:27Marc schmuggelt mir hier bestimmt was Richtiges zu essen rein.
17:39Warum haben Sie ihm eine Amputation vorgeschlagen?
17:41Papa, das kannst du doch nicht ernst meinen.
17:44Das ist Wahnsinn!
17:46Warum willst du deinen Fuß nicht retten lassen?
17:48Du?
17:48Nee!
17:49Als Arzt bin ich verpflichtet, unserem Patienten alle Informationen zu geben.
17:54Wo willst du denn jetzt hin?
17:55Ich hab Dorscht!
17:57Da, Papa.
17:58Ich bin keine 14 mehr und ich lasse mir den Mund nicht verbieten.
18:02Ich werde ihm die anderen Optionen für die OP erklären.
18:05Ach, glauben Sie, es war zu dumm, den Unterschied zwischen Fuß ab und Fuß dran zu erkennen?
18:10Nein, aber Sie hätten vorher ein psychologisches Konzil anfordern müssen.
18:13Warte, wird doch ein Kollege mit ihm reden.
18:15Und für morgen berufe ich die Ethikkommission ein.
18:18Ich kann doch hoffentlich da lehnen lassen und du Arsch wie auf der Los!
18:20Ich hab dich nicht verlassen!
18:22Ich habe hier in Erfurt mein Glück gefunden und das sollte dich freuen!
18:26Gib her!
18:27Das wird die Ethikkommission niemals genehmigen!
18:29Okay, woher wollen Sie das wissen, ne? Sie wissen doch gar nicht, wie da man lebt!
18:32Also, hören Sie auf zu quasseln und bringen Sie ihn in den Funktionsraum!
18:35Und wofür das?
18:36Für eine Funktion, verdammt nochmal!
18:39Du kannst doch hier bei uns bleiben und gesund werden!
18:42Wir kriegen das hin!
18:43Vlad kümmert sich um den Hof, er macht bestimmt gute Arbeit!
18:45Ja, das muss ich auch noch bewähren! Und bezahlt muss er auch noch Geld!
18:48Ich mach das schon!
18:49Ich brauche Almoser von dir!
18:52Mist!
18:53Was ist jetzt schon wieder los?
18:55Theo geht's schlechter!
18:57Ich bin's zu ihm!
18:58Ja, dann geh!
19:01Geh!
19:03Das kann ich auch erleben!
19:04Papa, ich komm später wieder, ja?
19:06Und dann reden wir weiter!
19:08CRP, kleines Blutbild, Elektrolyte, Leber- und Nierenwerte, alles unauffällig!
19:12Also doch, kleine Romantikerin!
19:14Er hat Gefühle für seine beste Freundin!
19:16Seine Schwägerin!
19:17Schwägerin in Spee! Sieht doch nach PONV aus!
19:21Aber so heftig habe ich das bei Propofol noch nie gesehen!
19:23Vielleicht gibt es einen Zusammenhang zwischen seinem emotionalen Stress
19:28und seiner Übelkeit!
19:29Deswegen habe ich die ganze Zeit über seine Beziehung nachgedacht!
19:32Schon allein bei dem Gedanken, meine große Liebe heiratet jemand anderen, wird mir schlecht!
19:36Ich sehe auch noch!
19:38Jedenfalls habe ich einen Artikel in einem japanischen Fachjournal gefunden!
19:41Sie sprechen Japanisch?
19:43Nein, aber die KI!
19:44Es konnte ein Zusammenhang zwischen dem Stresslevel des Patienten und dem Schwiergrad des PONV festgestellt werden!
19:51Dann helfen Sie ihm, seine emotionale Krise in den Griff zu bekommen!
19:55Beruhigungstee oder doch gleich Haloperidol?
19:58Vielleicht starten Sie erst mal mit ein paar Atemübungen!
20:01Ich!
20:01Was war Ihre Idee?
20:07Wie kommt das Kurschkoanimal?
20:09Bine!
20:11Woher tun Sie, Vlad?
20:12Woher bin ich meine?
20:14Bine!
20:17Und?
20:18Konnten Sie alles klären?
20:19Ja, ja!
20:21Der Vlad kennt noch mein Vieh nicht!
20:24Herr Jakob!
20:26Ich bin Ärztin geworden, um Menschen zu helfen!
20:29Nicht um Ihnen Körperteile abzunehmen, die man eigentlich noch reparieren kann!
20:32Aber ihr ganzes Jahr kann ja auch nicht dobleiben!
20:35So, alles fertig für die Funktion?
20:37Mhm!
20:39Was machen wir so eigentlich?
20:41Wir entnehmen Ihnen Flüssigkeit aus Ihrem entzündeten Sprunggelenk!
20:46Wobei ich ehrlich gesagt nicht weiß, warum!
20:48Da Dr. Moreau Ihnen ja eh den Fuß abheben wird!
20:53Ja, deswegen haben Sie mich noch einen Termin mit der psychologischen Fachberatung!
20:57Was? Ich bin doch nicht verrückt!
20:59Das ist alles von unseren Sachen!
21:01Wenn die Ethikkommission zustimmt, dann kann ich morgen amputieren!
21:06Ja, und wozu dann die Funktion?
21:09Na ja, wir müssen uns schon sicher sein, ob wir es mit Keimen zu tun haben!
21:17Maric!
21:18Wo?
21:19Ah ja, klar!
21:20Ja, mach ich!
21:26Danke!
21:31Oh Gott, Entschuldigung!
21:33Herr Maric, haben Sie...
21:35Ja, Moment!
21:36Klar, hier!
21:37Die erste Hälfte Ihres Artikels, der ist echt lang!
21:39Oh, vielen Dank!
21:40Aber ich...
21:41Ich wollte Sie eigentlich um einen weiteren Gefallen bitten!
21:44Okay!
21:45Ich brauche eine Aufstellung aller Reha-Kliniken, die ein besonderes Augenmerk auf primäre peritoneale Karzinome gelegt haben!
21:50Für Frau Jansson? Können wir Sie schon entlassen?
21:52Ja, es gab keine postoperativen Komplikationen!
21:54Was ich jetzt brauche, ist ein bisschen Unterstützung bei der Genesung!
21:56Okay, okay! Reha-Kliniken bis!
21:58Ja!
21:59Okay!
22:00Ja, Dankeschön!
22:03Dr. Scherbers, was gibt's?
22:05Ich war bei einem der Patienten und er hat mir gesagt, dass ihm bisher noch kein Blut abgenommen wurde!
22:09Okay!
22:10Die Blut- und PCR-Tests?
22:11Der rote Ordner, ja, ist in Arbeit!
22:14Äh, schön!
22:15Ich brauche die Ergebnisse bis morgen um elf!
22:17Ja!
22:18Ich verlasse mich auf Sie!
22:24Dr. Berger!
22:25Ich spring für Dr. Lindner ein!
22:27Ist was passiert?
22:29Frau Jansson, also nichts Schlimmeres!
22:31Okay!
22:32Haben Sie den Dienstplan fertig?
22:34Den mache ich noch!
22:37Hat mir das nicht heute Morgen so besprochen?
22:40Ich fand's jetzt erstmal wichtig, einem Kollegen zu helfen!
22:42Wenn der Dienstplan mal etwas später kommt, das ist ja kein Weltuntergang!
22:45Ja, für manche vielleicht nicht, aber es gibt auch Mitarbeiter, die sich nicht nur um sich selbst kümmern!
22:49Die müssen Familie organisieren oder so!
22:51Wollen Sie damit sagen, dass ich mich nur um mich selbst kümmere?
22:54Nein, aber ich muss hier gerade alles auffangen!
22:56Ich mach den Dienstplan!
22:56Ja, und ich kann nicht jedem hinterherrennen und gucken, ob er die Aufgabe dann auch wirklich erledigt hat!
23:00Ja, vielleicht sollten Sie dann Ihren Mitarbeitern einfach vertrauen!
23:11Tief durch die Nase ein!
23:15Tief durch den Mund aus!
23:21Tief durch die Nase!
23:22Wissen Sie, ich bin eigentlich eher so der Ruhige!
23:24Und Eva ist die Wälde!
23:26Nur atmen!
23:29Ich hab nach der Schule erst mal ein freiwilliges Jahr gemacht!
23:32Eva war gleich so, ich geh nach London!
23:35Ich werd Unternehmensberaterin!
23:38Typisch Eva!
23:40Hilft dir die Entspannung?
23:42Nee, überhaupt nicht. Mir ist immer noch kotzübel von der Narkose.
23:46Herr Baumann, das war nicht die Narkose.
23:50Und wovon kommt es dann?
23:52Weil Ihre Eva heiratet.
23:56Ich will nicht, dass sie heiratet.
23:59Wollen Sie nicht, dass sie heiratet? Oder dass Sie Ihren Bruder heiratet? Beides.
24:03Sie lieben sie.
24:04Ja. Ja, seit der Grundschule.
24:08So, jetzt ist es raus.
24:11Weiß Sie von Ihren Gefühlen?
24:13Nein. Warum nicht?
24:15Weil ich nicht glaube, dass sie Gefühle für mich hat.
24:18Ah, und jetzt hat sie sich Ihren Bruder geschnappt.
24:21Ja.
24:22Weil ich ein Feigling bin.
24:25Vor zwei Jahren hat sie mir einen Fallschirmsprung geschenkt.
24:28Ich habe mich nicht getraut.
24:30Mein Bruder ist mitgegangen.
24:32Seitdem sind Sie zusammen.
24:36Mein Bruder soll glücklich sein.
24:38Ja.
24:40Auch wenn ich Eva dafür aufgeben muss.
24:44Und Sie wollen sich die Hochzeit wirklich geben?
24:48Ich bin sein Trauzeuge.
24:50Und ich...
24:53Ich muss diese Traurede schreiben.
25:00So müssen Sie definitiv noch hierbleiben.
25:07Na, gib Gas!
25:11Was?
25:12Sie gibt Schokolade ohne Ende.
25:13Los, los, los!
25:14Sie hat Streit mit einer Kollegin.
25:17Komm, das ist die letzte Kurve.
25:18Komm!
25:18Ich bin schneller, ja!
25:20Dr. Schermas.
25:23Dankeschön.
25:24Ja!
25:25Maria ist als Erste durchs Ziel.
25:29Gratuliere ihr von mir, ja?
25:31Bist du beim Rennen in zwei Wochen auch dabei?
25:34Äh, das weiß ich nicht.
25:35Ich muss auflegen, ja?
25:38Ciao.
25:43Malia hat sich für die Jugend-Europameisterschaft qualifiziert und ich war nicht dabei.
25:49Alex, du musst niemandem vorspielen, dass es dir gut geht.
25:51Mir auch nicht, ne?
25:55Ach, ich hab mich noch nie so schwach gefühlt.
25:57Und ich hasse es, dass du mich so siehst.
26:01Auf der Haben-Seite, ich sehe sowas jeden Tag.
26:03Das ist nichts, womit du mehr jung wirst.
26:04Ja, schade eigentlich.
26:08Wann fühle ich mich wieder wie ein Mensch?
26:13Zeig, nach der OP lässt die Lebensqualität erstmal nach.
26:16Nach circa sechs Monaten hast du dieses Tal durchschritten.
26:22Bleibst du hier, bis ich eingeschlafen bin?
26:26Wir müssen noch über die Reha reden.
26:29Nee, nicht jetzt.
26:33Entschuldige, ich bin keine gute Gesellschaft.
26:43Ja?
26:45Papa?
26:47Nina?
26:49Was machst du denn da?
26:51Der Theo braucht dich doch.
26:53Geht ihm besser.
26:55Das Fiebermittel wirkt.
26:56Aha.
27:00Ich hab Krautwickel für dich gemacht.
27:03Sarmale.
27:04Die isst du doch so gerne.
27:05Ja, wenn du das so gemacht hast, wie deine Mutter es immer gemacht hat, dann jo.
27:09Aber du musst doch nicht immer hin und her fordern.
27:13Doch, Papa, muss ich.
27:15Und ich hab nachgedacht.
27:17Ich kann deine Entscheidung nicht einfach so hinnehmen.
27:21Ich hab mit Micha gesprochen.
27:23Du lässt die richtige OP machen und du wohnst zu lange bei uns.
27:29Und das habt ihr entschieden?
27:30Was ist so schlimm daran, bei uns zu bleiben?
27:37Ich will doch nicht sein.
27:38Verstehst du das nicht?
27:40Meine Heimat ist in Rumänien.
27:41Wir sind deine Familie, Papa.
27:43Heimat ist da, wo die Familie ist.
27:45Du hast keine Verbindung mehr zu dem Boden, wo unsere Familie begraben ist.
27:50Du hast die Gefühle mehr verheimatet.
27:52Du, Papa, ich liebe den Hof.
27:54Es war schön, ihn wiederzusehen, als ich dich abgeholt hab.
27:56Erinnert mich an meine glückliche Kindheit.
27:58Aber jetzt, jetzt ist Erfurt mein Zuhause.
28:02Das, was du Zuhause nennst.
28:04Doch fühl ich mich mehr amputiert, als wenn sie mir meinen Fuß abschneiden.
28:07Papa, ich bin deine Tochter und ich verbiete dir diese OP.
28:12Du hast mich doch dafür doch hergeschleppt.
28:14Du wirst dir den Fuß nicht abnehmen lassen.
28:16Punkt.
28:16Schluss jetzt!
28:17Fini, Schluss!
28:18Meine Tochter hat mich respektiert!
28:21Du bist immer meine Tochter!
28:23Kein Schienen!
28:39Herr Baumann!
28:41Wie geht es Ihnen?
28:44Schmerzen, Übelkeit?
28:47Gerade ist alles gut.
28:48Temperatur im Blutdruck war normal.
28:50Ich denke, dann können wir Sie entlassen.
28:54Dann schaffe ich es noch zur Trauung, oder?
28:59Wollen Sie meine Rede hören?
29:01Nein, danke.
29:02Klar.
29:05Liebe Eva, lieber Lasse, werdet glücklich.
29:15Punkt.
29:18Das war's.
29:20Kurz und knackig.
29:22Vielleicht starten Sie mit einem Witz darüber, dass so viele Leute kommen, weil es umsonst Essen gibt.
29:28Sagen Sie etwas Nettes über die beiden.
29:31Oder ein paar peinliche Anekdoten.
29:33Ich hab's ja schon versucht, aber alles, was ich sage, verrät meine Gefühle.
29:45Ich halte das nicht aus, die beiden zusammenzusehen.
29:48Dann hilft nur...
29:50Ausfondern!
29:53Ich meine, ein Studienkollege von mir ist in Brasilien.
29:56Der will mich schon lange abwerben.
29:58Ich meine...
29:58Geht's Ihnen gut?
29:59Ich meine, ich kann ihn eigentlich gleich anrufen.
30:01Der hat eine Softwarefirma.
30:03Das ist eigentlich perfekt.
30:04Ich brauch nur noch...
30:06Die, die, die, die...
30:06Ivo?
30:07Kommen Sie mit.
30:08Die einfach anrufen.
30:10Komm mal.
30:11Wenn ich theoretisch...
30:12Herr Baumann...
30:13Gleich morgen los, oder?
30:13Alles wird gut, Herr Baumann.
30:14Das ist doch super.
30:17Was ist passiert?
30:18In 20 Minuten hab ich eine OP.
30:20Bis dahin müssen die Entlastungsbriefe für Dr. M. fertig sein und die Zusammenfassung für Dr. Lindner.
30:23Aber die Liste mit den Reha-Kliniken hab ich ihm schon geschickt.
30:24Ich dachte, du liegst hier blutend am Boden.
30:27Ivo, ich hab auch eine OP.
30:28Ich soll einen Fuß amputieren, den ich lieber dranlassen möchte.
30:30Was echt?
30:31Und ich darf Kotzbeutel entfernen.
30:32Also wo ist jetzt der Notfall?
30:33Ja, ich hab Dr. Scherbers Laboruntersuchungen vergessen, aber die sind gleich fertig und hier musst du sie bitte, bitte für
30:36mich auswerten.
30:37Sag mal, bist du irre?
30:38Hast du überhaupt geschlafen?
30:39Intervallschlaf, komm schon, bitte. Ich brauch eure Hilfe.
30:41Du hast dich doch völlig übernommen.
30:42So, und wir sollen jetzt dafür sorgen, dass du vor den Oberärzten glänzt.
30:45Nein, ich schaff das. Ich bin voll im Flow.
30:46Aber ja.
30:50Okay, was springt für uns dabei raus?
30:52Ich erzähl euch alles, was in der KI-Prothetik mittlerweile so geht. Das ist genial.
30:55Ja, okay, ich lad euch ein zum Essen, heute Abend.
30:57Ihr habt freie Wahl.
30:58Ja, danke.
31:02Willst du denn essen?
31:04Denen haben meine Kids mir geschenkt, damit ich schnell wieder kräftig bin.
31:10Nee, ich guck den nur an.
31:13Dafür hab ich meine Vorkost daran.
31:15Julia mag keine Burger.
31:22Schön.
31:24Kann ich die Reha auch hier machen?
31:26Nicht hier und auch nicht arbeiten.
31:29Reha ist in Vorzeitbeschäftigung, sechs Tage die Woche.
31:33Lass mich keine Abkürzung nehmen.
31:36Du machst die Reha für dich, ja?
31:39Dass du wieder fit wirst, dass es dir gut geht, gesund wirst.
31:43Deswegen stationär und deswegen in einer Klinik, die möglichst weit weg ist.
31:47Und niemand verpflichtet bist wieder.
31:48Und dann Kartbahn noch deinen Freunden oder den Kids.
31:54Und dir?
31:58Melde dich einfach, wenn du soweit bist.
32:02Dr. Maric hat dir auch eine am Meer rausgesucht.
32:05War ich auch schon lange nicht mehr.
32:07Am Meer.
32:15Ich hab die OP für heute Nachmittag angesetzt.
32:21Haben Sie noch Schmerzen?
32:22Ja.
32:23Jeder Tag.
32:26Sondern es, wenn das Wetter umschlottet.
32:27Ich kann ihm was dagegen geben.
32:29Ach was.
32:32Wegen Kishtern.
32:36Es war...
32:37Wie soll ich sagen, es...
32:39Ihre Tochter wollte mir helfen.
32:42Ich weiß.
32:46Sie hat ein anderes Leben.
32:49Und das stört sie?
32:51Du hoffest nichts mehr für sie.
32:54Das ist kein Ort mehr für sie.
32:56Wie sie hat.
32:59Sie vermissen sie, ja?
33:07Kann ich Sie bitte,
33:09das meine Tochter zu kennen?
33:12Für meinen Enkel.
33:18Ist schön geworden.
33:21Hey, Ivo.
33:22Die Laborergebnisse für Dr. Schalber sind fertig.
33:24Ich lege die, die man ins Fach
33:25und ich freue mich sehr aufs Abendessen.
33:28Also...
33:28Dr. Hummel?
33:29Ist mein Vater schon im OP?
33:31Äh, nee, noch nicht.
33:32Ich suche ihn gerade selber.
33:34Das habe ich mit Theo gebastelt.
33:36Er will, dass ich es ihm vor der OP gebe.
33:38Würden Sie vielleicht?
33:39Wollen Sie ihm das nicht lieber selber geben?
33:41Er will mich nicht sehen.
33:44Ich lege es ihm auf den Nachttisch.
33:46Ich lege es ihm auf den Nachttisch.
33:50Mein Vater muss tun, was er tun muss.
33:52Ich muss einfach lernen, das zu akzeptieren.
33:58Verzeiht mir nicht, dass ich gegangen bin.
34:03Frau Jakob,
34:05ich habe etwas von Ihrem Vater.
34:09Das hat er für seinen Enkel geschnitzt.
34:12Ich weiß, Ihr Vater ist gerne sein eigener Herr,
34:14aber niemand ist gerne einsam.
34:18Breiten Sie sich bitte auf die Amputation vor, ja?
34:21Die OP ist in zwei Stunden.
34:23Wo ist mein Vater jetzt?
34:26Sie haben ihm da einen Floh ins Ohr gesetzt mit dem Auswandern.
34:29Ihre Tipps zu seiner Rede waren so schlecht,
34:31dass er lieber das Land verlässt, als sie zu halten.
34:34Ja, dann schreiben Sie doch eine Rede.
34:36Er sollte nicht auf diese Hochzeit gehen.
34:38Ja, es wäre sinnvoll, ein Liebesgeständnis zu schreiben.
34:41Das schafft er doch niemals.
34:43Der kriegt schon einen Juckreiz, wenn sie nur anruft.
34:45Moment, Moment.
34:47Es juckt nicht, weil sie anruft,
34:49sondern weil er nicht rangeht.
34:51Er muss mit dir reden.
34:53Dann sollten wir ihn so schnell wie möglich entlassen.
34:56Ich brauche noch Ihre Unterschrift.
35:03Notfall bei Herrn Baumann.
35:10Erhöht der Puls in Atemnot.
35:13Herr Baumann, versuchen Sie ganz ruhig und langsam zu atmen.
35:17Er hyperventiviert.
35:18Wir brauchen eine Maske.
35:22Einatmen, ausatmen.
35:23Ich soll nach Rio kommen.
35:24Ich spreche doch nicht mal Portugiesisch.
35:26Ganz ruhig.
35:27Haben Sie schon mit ihr geredet?
35:28Was soll ich hier denn sagen, ne?
35:30Auf Wiedersehen?
35:31Danke.
35:33Ich werde Sie nie wiedersehen.
35:34Ja, das würde Ihnen helfen.
35:37Jede zweite Ehe endet in einer Scheidung.
35:39Vielleicht ist sie ja bald wieder zu haben.
35:41Das ist ein Mythos.
35:42Die meisten Ehen enden mit dem Tod.
35:43Und wie oft davon ist es Mord?
35:45Eva darf nicht sterben.
35:47Ich kann Sie jetzt nicht verlassen.
35:49Alles wird gut, Herr Baumann.
35:50Wir machen jetzt erstmal ein EKG,
35:52weil Ihre Panik schlägt auf Ihr Herz.
35:54Kommen Sie.
35:56Ganz langsam.
35:57Nein, Atmen.
36:00Ausatmen.
36:09Papa?
36:14Was soll ich dir von Theo geben?
36:16Was soll ich an Zuhause erinnern,
36:18damit du kein Heimbeer hast?
36:21Das ist aber schön.
36:24Das hat der Kleine gemacht.
36:26Das kann er.
36:28Ein bisschen geholfen.
36:33Ich habe ihm auch was gemacht.
36:35Ich habe ihn zum Doktor gekannt.
36:37Den hier?
36:38Ja, genau.
36:39Ist schön, gell, nicht?
36:42Das wird ihm bestimmt gefallen.
36:44Ja.
36:45Guck mal.
36:48Guck mal.
36:48Das ist ja Deine.
36:49Mhm.
36:51Den hast du noch.
36:52Klar.
36:53Das ist mein Glücksbringer.
36:58Du hast mir mal gesagt, wenn ein Bär in eine Falle tappt,
37:03dann verliert er lieber sein Bein als seine Freiheit.
37:06Ja.
37:08Du bist ein Bär.
37:10Ein stolzer Einzelgänger, der für sich selbst sorgt.
37:14Der hat mich besuchen sollen.
37:16Als ich schwanger war, da durfte ich nicht fliegen, Papa.
37:19Und Theo war nach der Geburt vier Monate im Krankenhaus.
37:22Und dann war er so oft krank.
37:23Die Bergluft hätte ihm doch gut getan.
37:26Du hättest nur nach Erfurt kommen müssen, um ihn zu sehen.
37:28Und ich habe nicht immer auf dich gewohrt, dass du heimkommst.
37:31Dass du mich besuchst und dass du mir helfst.
37:33Seit deinem Mutter nicht mehr do ist, muss ich alles allein machen.
37:36Das ist doch keine Familie.
37:37Du bist Familie, Papa.
37:40Und es tut mir leid, dass ich dich verlassen habe.
37:42Aber du brauchst es mich damals nicht.
37:44Aber jetzt brauchst du mich.
37:45Und es bricht mir das Herz, wenn du dir den Fuß amputieren lässt.
37:49Du, jetzt ist es aber gut.
37:50Papa, was für dich Freiheit ist, das ist für mich meine Familie.
37:55Und niemand kann mich aufhalten, für meine Lieben zu kämpfen.
37:59Ich bin für dich da, wenn du mich lässt.
38:03Egal, wie lange es dauert.
38:05Ja?
38:07Dr. Lindner, die OP hat länger gedauert.
38:09Aber ich habe alles fertig.
38:10Ich bringe Ihnen die Zusammenfassung vorbei.
38:12Maric, wo sind meine Patientenbriefe?
38:14Ja, das passt doch ganz gut.
38:15Ich kann es mal selber abholen.
38:17Warten Sie, Sie haben für uns beide gearbeitet?
38:20Wie, an einem Tag?
38:22Ich hoffe, da sind keine Fehler drin.
38:24Kollege, seit wann halten Sie sich eigentlich als Assistenzarzt?
38:27Nico war so nett und hat sich angeboten.
38:29Die haben ein bisschen schlechtes Gewissen hier.
38:31Nein, der Artikel war voll spannend.
38:32Und ich will wirklich mehr über die Onkuleanen.
38:34Was nicht bedeutet, dass ich mich nicht mehr für die Rekonstruktive interessiere.
38:37Deswegen würde ich gerne mit den beiden arbeiten.
38:40Ich glaube, der Brocken ist ein bisschen zu groß für Sie.
38:42Er sieht doch ein bisschen müde aus, oder?
38:44Quatsch.
38:45Voll fit.
38:46Kann ich noch was für Sie tun?
38:47Ich will für dich, vielen Dank.
38:50Dr. Berger, was kann ich?
38:52Okay, nee.
38:54Ist doch eine schöne Idee.
38:55Ja, da kümmere ich mich drum.
38:57Alles klar, mache ich gerne.
38:58Gute Arbeit, Nico.
38:59Danke.
38:59Ja.
39:00Ist doch mehr als ernsthaft.
39:03Dr. Scherbers, die Laborergebnisse sind in Ihrem Fach.
39:07Herr Baumann, wir konnten alles andere ausschließen.
39:11Sie hatten eine Panikattacke.
39:13Und jetzt?
39:15Ich meine, Sie haben ja recht, ich muss mit ihr reden.
39:18Aber was sage ich denn?
39:20Dass sie die schönste, tollste, klügste Frau ist, die ich kenne, die mich herausfordert und unterstützt.
39:26Sie kennen sich schon so lange.
39:28Sie werden bestimmt die richtigen Worte finden.
39:32Wie wäre es denn hiermit?
39:39Das ist perfekt.
39:44Danke.
39:45Sie haben ja ein richtiges Talent, Dr. Valora.
39:47Darf ich mal?
39:50Danke schön.
39:52Dr. Valora, also, das ist so ein schönes Liebesgeständnis.
40:00So emotional ist es jetzt auch nicht.
40:02Schicken Sie mir das.
40:03Bitte, ich werde es Eva genau so sagen.
40:08Schönen Einfuß vor den anderen, ganz langsam.
40:10Ja, ich weiß, es ist noch ein weiter Weg.
40:13Wartet mal.
40:14Moment.
40:17Sinters Mini-Burger, ja.
40:19Alles Gute zum Entlassungstag.
40:21Und danke fürs Besorgen.
40:23Gestern hat er mir die noch verboten.
40:25Ich glaube ja nicht, dass Sie sich irgendwas verbieten lassen.
40:27Ich habe es nicht verboten.
40:28Ich habe lediglich gesagt, dass ich das für zu früh halte.
40:31Ich gebe es so gerne ganz.
40:37Einen noch für den Weg.
40:39Das Taxi wartet, ich bringe Sie hin.
40:42Danke für alles.
40:52Was ist da denn?
40:59Ich erdrücke Sie, oder?
41:00Alles erdrückt Sie, ja.
41:02Jetzt gibst du ihr gerade Raum zum Heilen.
41:04Das ist gut.
41:06Wie läuft es mit Dr. Scherbers?
41:08Ich habe nachher ein Gespräch mit ihr.
41:13Ich mag gar keine Bürger.
41:24Ich mache da nicht mit.
41:25Ich werde keinen Fuß amputieren, den man noch retten kann.
41:29Das geht gegen alles, wofür ich stehe.
41:30Und ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, wie Sie das machen können.
41:32Ich bin halt nicht so emotional wie Sie.
41:36Und was ist daran jetzt so komisch?
41:38Sie sind stur und emotionsgesteuert.
41:40Sie meinen das ja nicht böse.
41:42Aber es gibt Momente,
41:43da übersehen Sie einfach das Wesentliche.
41:49Die Amputation ist vom Tisch.
41:51Ich dachte, Herr Jakob.
41:55Sie planen eine Gelenkversteifung.
41:57Das ist die beste Option.
41:59Sind denn die Befunde der Punktion schon da?
42:01Negativ, keine Keime.
42:02Das ist doch toll.
42:03Sie haben sich nie auf eine Amputation eingestellt.
42:06Gut kombiniert, Hummel.
42:09Aber Sie konnten nicht wissen, dass er sich umentscheidet.
42:12Es gab ja.
42:13Ich glaube, das ist immer noch nicht.
42:15Das war also von Anfang an Ihr Plan,
42:18um sein Vertrauen zu gewinnen?
42:20Manchmal muss man Umwege gehen,
42:22um seine Patienten zu erreichen.
42:24Zum Beispiel über Angehörige.
42:28Dr. Moreau, manchmal sind Sie richtig einfühlsam.
42:32Wundhaken für Hummel.
42:33Und wehe, Sie geben noch einen Mucks.
42:39Das ist für Ihren Hausarzt.
42:40Von dem bekommen Sie auch die Verordnung für die Physiotherapie.
42:44Haben Sie sie erreicht?
42:45Sie ist nicht ans Telefon gegangen.
42:47Ich habe Sie auf die Mailbox gesprochen.
42:51Aber zu spät.
42:53Die Trauung findet gerade statt.
42:56Dann wohl doch Brasilien oder auf die Scheidung hoffen.
42:58Ich hoffe, Sie haben Ihr Ticket noch nicht gebucht.
43:08Eva?
43:10Gary.
43:29Ach, kommen Sie, Frau Galura.
43:31Wird Sie das denn gar nicht?
43:33Ihre Worte haben das möglich gemacht.
43:35Der Text war KI-generiert.
43:38Jeder Text hätte funktioniert.
43:41Keine Frau ruft an ihrem Hochzeitstag
43:42hundertmal einen Mann an, den sie nicht liebt.
43:45Wie er das seinem Bruder erklärt,
43:47das muss er sich selbst überlegen.
43:51Ja?
43:52Sie wollten mich sprechen?
43:55Ja.
43:55Kommen Sie rein, bitte.
44:07Ich wollte mich bei Ihnen entschuldigen.
44:09Ich hatte gestern wirklich viel um die Ohren
44:10und das war dann irgendwie einer zu viel.
44:13War ein voller Tag.
44:15Ja, trotzdem.
44:15Es war total unangebracht von mir.
44:18Und natürlich vertraue ich Ihnen.
44:21Ich habe einen Dienstplan verschickt.
44:23Habe ich gesehen.
44:24Danke.
44:25Auch für Ihre Direktheit.
44:28Gut zu wissen, dass man sich auch mal fetzen kann.
44:31Ja, finde ich auch.
44:34Jetzt, wo wir das hinter uns haben,
44:37wollen wir uns endlich mal duzen?
44:39Auf jeden Fall.
44:41Julia.
44:43Leila.
44:51Und?
44:53Ist der Fuß noch dran?
44:57Da hat der Klöcksbringer ja was gebrungen.
45:00Mhm.
45:02Ach, Mensch.
45:03Es tut mir so leid, was ich gesagt habe.
45:07Du bist und bleibst meine Tochter.
45:10Ewig und immer.
45:12Papa, ich weiß, so lange Zeit bei uns zu sein und Reha zu machen,
45:15das ist schwer für dich.
45:16Aber das kriegen wir hin.
45:19Gemeinsam.
45:21Ich habe mit Vlad telefoniert.
45:23Er kümmert sich gerne weiter um deinen Hof.
45:26Und seine Frau kocht für dich mit, wenn du wieder da bist.
45:29Warum muss die jetzt schon wieder für mich kochen?
45:32Das macht man unter Nachbarn, Papa.
45:34Sie würden dich auch zur Physiotherapie fahren.
45:36Sie haben ja ein Auto.
45:38Im Wechsel mit mir.
45:41Ich nehme ihr frei, wenn du wieder reisen kannst.
45:46Du kommst nach Rumänien?
45:48Naja, also nicht für immer, aber...
45:49Du kommst eben nach Rumänien?
45:51Ja.
45:51Mit Theo.
45:53Vielleicht tut ihm die Bergluft ja wirklich gut.
45:56Ich will ihm meine Heimat zeigen.
45:57Ja.
45:59Und dann dräng ich ihm das Holzschnitzer bei.
46:02Papa, erst drei.
46:04Ja gut, aber das kann man doch nicht früh genug kennenlernen.
46:09Ach, das wird schön.
46:11Jetzt haben wir endlich wieder eine Familie.
46:17Ach, du, ist ne, jo.
46:19Hallo, Opa Erwin.
46:21Servus.
46:24Hallo, Theo.
46:25Hallo, Michael.
46:28Ach, wie süß, der ist.
46:30Der ist doch.
46:31Der ist der, Opa.
46:33Hallo.
46:40Na, wen haben wir denn da?
46:45Ist das unser Abendessen?
46:48Ey, Ivo?
46:50Du schuldest uns ein Dinner.
46:52Hallo, wir haben dir den Hintern gerettet.
46:56Er lebt auf jeden Fall noch.
46:57Ja, aber von seiner Frau ist jetzt nicht mehr so viel übrig.
47:01Mhm.
47:03Hast du mal einen Stift?
47:20Ich hoffe, das ist nicht abwaschbar.
47:22Huh.
47:29Oh.
47:30Bis zum nächsten Mal.
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