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Transkript
00:20Love Is Enough
00:39Huch, Entschuldigung. Entschuldigung.
00:54Kopf oder Zahl?
00:58Kaffee?
01:00Schwarz nehme ich mal an.
01:06Was ist mit deinen HĂ€nden?
01:07Ja, was schon, es tut weh.
01:08So schlimm die Schmerzen?
01:09Ja.
01:10Ich hole einen Arzt, warte hier, okay?
01:12Ja.
01:13Danke.
01:14Guten Abend.
01:14Guten Abend.
01:15Knut Kullmann, 62, ist beim Singen im Chor kollabiert.
01:19Guten Abend, Herr Kullmann.
01:21Mir war nur etwas flau.
01:23Leider steht der Bass immer hinten und ganz oben.
01:25Ja, aber er ist schon einige Stufen gestĂŒrzt.
01:27Mit dem Kopf aufgeschlagen, Kopfplatzwunde, Verdacht auf leichte GehirnerschĂŒtterung.
01:31Wir sehen uns das gleiche an.
01:32Ich kann doch selber laufen.
01:34Ja, und singen können Sie auch, nur das Fein mĂŒssen wir noch ĂŒben.
01:36Sie haben ja recht.
01:4760 zu 100, nicht gerade berauschen, ist immer so niedrig bei Ihnen?
01:49Ich bin ja wenig unter Zucker, hab seit Mittag nichts mehr gegessen.
01:52Das muss aber nicht so gut.
01:55Da hat sich jemals diese Bauchschmerzen in den Griff bekommen.
01:58Was sind denn das fĂŒr Schmerzen?
01:59Seit Monaten plage ich nicht mit BauchdrĂŒcken herum.
02:03Nicht nach jeder Mahlzeit, aber oft, dort frĂŒh war es besonders schlimm.
02:06Ich wollte bei der Probe kein Risiko eingehen.
02:08Darf ich?
02:12Fahnen Sie damit schon mal beim Arzt?
02:14Mein Hausarzt hat mich zu ein paar Spezialisten geschickt.
02:17Nicht hinterher waren die auch nicht schlauer, so wie Sie wahrscheinlich.
02:20Wir nehmen Ihnen gleich Blut ab.
02:22Vielleicht ergibt das einen Hinweis, das Ultraschall des Bauches.
02:25Danach kann ich nach Hause?
02:26Herr Kuhlmann, Sie sind kollabiert.
02:28Ja.
02:29Sie haben eine leichte GehirnerschĂŒtterung.
02:30Außerdem klagen Sie ĂŒber unklare Bauchschmerzen.
02:33FĂŒr uns sind das ausreichend GrĂŒnde, Sie ĂŒber Nacht hier zu behalten.
02:37Soll wir jemanden benachrichtigen?
02:38Nein.
02:4114, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 21.
02:4722, 22, 23, 23.
02:49Ein StĂŒck, ein StĂŒck, ein StĂŒck, ein StĂŒck, ein StĂŒck, ein StĂŒck, ein StĂŒck, ein StĂŒck.
02:51Alles muss versteckt sein.
02:56Wo seid ihr?
02:58HĂ€?
02:59Nicht der Wer?
03:05Ist er weg?
03:06Ich muss mal.
03:08Wo seid ihr denn?
03:09Hallo?
03:12Hallo?
03:13Niemand zu Hause?
03:15Hallo, mein Großer.
03:18Wo sind denn alle?
03:20Versteckt.
03:21Verstehe.
03:23Na gut, ich helfe dir beim Suchen.
03:25Ja.
03:26MĂ€uschen, MĂ€uschen, piep einmal.
03:30Piep.
03:32Die sind unter dem Tisch.
03:35Herzlich willkommen zu Hause.
03:39Herzlich willkommen zu Hause.
03:45Papa, wann gibt's das zu essen?
03:50Das kannst du wieder anlegen.
03:51Danke.
03:57Inverlagerei?
03:57Das ist elbisch.
03:59Wie bei Herr der Riege?
04:00Mhm.
04:00Und das heißt?
04:01Die Götter halten ihre HĂ€nde ĂŒber uns.
04:04Gut zu wissen.
04:06Oh Mann.
04:07So doll?
04:08Ja, ich dachte, ich krieg hier was gegen die Scheißschmerzen.
04:11Ich bin extra frĂŒher von der Probe los.
04:15Am Anfang des Monats unseren ersten Kick.
04:18Herr TÀuber, wir haben uns ja schon im Röntgen kennengelernt.
04:21Das ist Dr. Heilmann, unser Klinikdirektor.
04:24Stimmt was nicht?
04:25Ihre Röntgenbilder zeigen fortgeschrittene Knochennekrosen in beiden Handgelenken.
04:29Die Struktur des Knochens ist deutlich aufgereicht.
04:32Krass, das ist ja wirklich interessant.
04:36Sind Sie beruflich Strahlungen ausgesetzt?
04:38Arbeiten Sie mit Druckluft?
04:39Ich job im Supermarkt.
04:41Was ist mit Tauchen?
04:43Nee.
04:45Die Nekrose in der linken Hand ist schon sehr groß.
04:47Sie ist bereits in die GelenkflÀche eingebrochen.
04:50Ist das schlimm?
04:51Ja.
04:52Sie kommen um eine OP nicht herum.
04:55Aber nicht sofort, oder?
04:57Das Gelenk muss dringend stabilisiert werden.
05:00Sie bekommen bis zur Operation eine Schiene.
05:02Wir werden Sie stationÀr aufnehmen.
05:03Dann folgen noch einige Untersuchungen,
05:05um die Ursache fĂŒr die Nekrosen herauszufinden.
05:09Okay.
05:16Wie kann ich die Aufnahmen haben?
05:18Irgendwie gedruckt?
05:19Ich sehe mal, was sich da machen lÀsst.
05:20Aber zuerst legen wir die Schiene an.
05:30Das sieht so krass aus.
05:32Bestimmt.
05:33Haben Sie sowas schon mal gesehen, Schwester Ulrike?
05:39Das sind Stigmata.
05:41Stigma was?
05:42Sie sind kein Arzt, oder?
05:43Als Stigmata bezeichnet man die Wundmale Jesu Christi.
05:46Sie treten auf als eine EinprĂ€gung auf HĂ€nden, FĂŒĂŸen, an der Seite und auf der Stirn.
05:50Sie sollten mal meine FĂŒĂŸe sehen.
05:53Hast du schon mal was von Franz von Assisi gehört?
05:56Wie viele Stigmatisierte trug er sichtbare Male?
05:59Es gibt aber auch unsichtbare.
06:01Und was hat das so zu bedeuten?
06:02ZunÀchst einmal, dass er operiert werden muss.
06:05Eine Stigmatisation ist ein besonderes, ein mystisches Ereignis.
06:09Und wir sind alle mit dabei.
06:10Diese Menschen sind auserwÀhlt.
06:12Sie gehören zum engsten Kreis des Herrn.
06:15Ich schlage vor, wir warten die morgige Untersuchung ab.
06:17Wir sehen nachher noch mal nach Ihnen.
06:18Kommen Sie bitte mit.
06:26Ein Apfel am Tag und der Doktor bleibt, wo er mag.
06:30Du kannst ja wirklich ein paar Vitamine vertragen.
06:32Ich habe mir den Schnupfen von Pauline eingefangen.
06:35Also sie ist auf jeden Fall putzmunter.
06:37Hallo meine SĂŒĂŸe.
06:38Na komm mal her.
06:40Hier.
06:40Legst dich lieber wieder hin.
06:42Genau.
06:43Wir schaffen das ja auch ohne dich.
06:44Ich bringe die Jungs gleich in den Kindergarten und dann drehe ich noch eine Runde ĂŒber die Felder.
06:49Vielen Dank.
06:50Apropos Jungs, wo stecken die beiden denn eigentlich?
06:52Max sucht noch sein Lieblings-T-Shirt.
06:54Und Oskar?
06:55Kommt auch gleich.
06:57Wir hatten noch was Wichtiges zu besprechen.
06:59Was denn?
07:01MÀnnergesprÀche.
07:01Verstehe.
07:02Lieber nicht.
07:06Ciao meine SĂŒĂŸe.
07:08Mach's gut und viel Spaß mit Franzi.
07:10Danke.
07:11Bis spÀter.
07:12TschĂŒss ihr zwei.
07:14Schönen Tag.
07:15Euch auch.
07:19Gut, dass du da bist.
07:23Warte.
07:36Herr Kullmann klagt seit Monaten ĂŒber rezidivierende abdominelle Beschwerden gehĂ€uft nach Mahlzeiten.
07:42Meistens verschwinden sie genauso schnell, wie sie gekommen sind.
07:45Von seinem Hausarzt ist er zur internistischen AbklÀrung verwiesen worden.
07:49Robus Crohn und Colitis ulcerosa wurden ausgeschlossen.
07:52Wir werden sie heute noch einmal durchchecken.
07:53Na ja, die Hoffnung stirbt er bekanntlich zuletzt.
07:58Dann zum nÀchsten Patienten, Herr Brenner.
08:00Bei Janis TĂ€uber haben wir es mit einer aseptischen Osteonekrose im Bereich des Handgelenks und der Handwurzel zu tun.
08:07Hat die Anamnese was ergeben, Chemotherapie oder Bestrahlung in der Vorgeschichte?
08:11Ich war nie im Krankenhaus.
08:13Außer zu meiner Geburt.
08:16Was ist mit Lebensgewohnheiten?
08:17Trinken Sie regelmĂ€ĂŸig Alkohol?
08:19Ein, zwei Bier.
08:21Mehr nicht.
08:22Also selten mehr.
08:24Außerdem kiffe ich in letzter Zeit ein bisschen.
08:26Es hilft gegen die Schmerzen.
08:28Blutbild, Urinstatus.
08:29Was noch, Herr Brenner?
08:31SchÀdelröntgen zum Ausschluss eines Plasmocytons.
08:32Sehr gut.
08:34In seinem Fall gibt es vielleicht keine medizinische ErklÀrung.
08:38Er hĂ€lt mich fĂŒr auserwĂ€hlt.
08:40Von ganz oben.
08:41Herr Kuhlmann kennt sich ein wenig aus mit sogenannten Stigmata.
08:44Ihr Gottvertrauen in allen Ehren, aber vertrauen Sie ein wenig mehr auf unsere irdischen FĂ€higkeiten, auch wenn es Ihnen schwer
08:50fÀllt.
08:53Herr TĂ€uber wird morgen operiert.
08:55Bereiten Sie alles vor.
08:56Zur Sicherheit machen wir noch ein Drogenscreening.
08:59Der Junge sieht zwar ein bisschen wild aus, aber das heißt ja nicht, dass er unbedingt...
09:01Übernehmen Sie die Verantwortung, wenn plötzlich was passiert in dem OP?
09:04Aber was ist Ihnen denn ĂŒber die Leber gelaufen?
09:07Seit wann mischen sich Patienten in die Visite ein?
09:09Herr Kuhlmann hat eine wahre Odyssee hinter sich, was sein Glauben in die Medizin infrage stellt.
09:14Trotzdem ist er kein Messias, sondern hat lediglich Knochennekrosen.
09:17Jeder kann glauben, was er will.
09:19Wir trennen die zwei.
09:21Aber beide könnten aus der Konstellation profitieren.
09:24Ich denke, wir sollten Schwester Ulrich...
09:25Ihre Verantwortung.
09:26EinschÀtzung vertrauen.
09:28Ach.
09:33Nein, das mĂŒsst ihr nicht.
09:34Ich bin da wieder am Start.
09:36Ja, weiß ich nicht.
09:37Ein, zwei Tage vielleicht.
09:40Ja, aber...
09:43Okay.
09:44Ja, danke.
09:46Bis dann.
09:48Danke.
09:49Ärger mit deinen Kumpels.
09:51Ja.
09:56Ich bin Schlagzeug.
09:58Spielte.
09:58Bis gerade eben.
10:00Am Anfang des Monats unseren ersten großen Gig.
10:03Ziemlich ferte Sache.
10:04Und die suchen sich jetzt einen neuen Drummer.
10:06Ja, Musik ist dein Ding.
10:09Ich trommel nur so ein bisschen rum, aber ja.
10:11Sonst kriege ich ja nicht so viel auf die Reihe.
10:13Ja, die Schule hast du hinter dir?
10:15Ich bin nach der Zehnten ab.
10:17Da habe ich einen Schlosserlehrer angefangen.
10:20Das war es wohl nicht?
10:21Nee.
10:21Die Arbeit nicht und die Kollegen irgendwie auch nicht.
10:26Ich bin ja irgendwie nicht zurechtgekommen.
10:28Was jetzt ist, weiß ich auch nicht.
10:31Ich kann mir gut vorstellen, wie du dich gerade fĂŒhlst.
10:34Der Tod meiner Frau hat mir den Boden weggezogen.
10:39Das tut mir leid.
10:44Zu Hause, im Alltag und auch im Beruf.
10:47Wir waren Lehrer an derselben Schule.
10:50Welche FĂ€cher?
10:52Sie Deutsch und Mathe, ich Englisch und Musik.
10:55Musik?
10:55Was ist dein Lieblingsinstrument?
10:58Klavier.
11:00Aber am liebsten singe ich zusammen mit anderen.
11:02Im Chor?
11:04Bei uns in der Gemeinde.
11:05Das Singen und die Gemeinschaft dort.
11:07Die haben mich gerettet.
11:08Und ihr Glaube an Gott, oder?
11:09Ehrlich gesagt, den musste ich erst wiederfinden.
11:13Wie haben Sie das gemacht?
11:14Sagt dir der Jakobsweg etwas?
11:17Schon mal gehört, aber...
11:19In Santiago di Compostela in Spanien.
11:21Da liegt das Grab des Apostels Jakobus.
11:24Auf den Pilgerwegen begegnet man den unterschiedlichsten Menschen.
11:28Manche auf der Suche nach sich selbst.
11:30Und andere nach einem höheren Sinn.
11:33Der Weg ist das Ziel.
11:36Soll ich den Arzt rufen?
11:38Geht schon wieder.
11:40Danke.
11:42Danke.
11:53Gesundheit.
11:54Danke.
11:55Keine Fachliteratur im Schlafzimmer.
12:01Wie war dein Tag?
12:04Viel zu lang.
12:06Das habe ich vermisst.
12:09Sehr sogar.
12:23Ich fĂŒhle mich wie ein Zobby.
12:26Der besonders viel Schlaf braucht.
12:28Und Nasenspray.
12:35Ich fĂŒhle mich.
12:41Oh, oh, oh, oh.
13:07Du kannst meinen Joghurt auch noch haben.
13:09Danke.
13:09Bitte.
13:11Ich könnte die ganze Zeit essen.
13:12Das habe ich mitgekriegt.
13:15Ich verzichte auf Anraten meiner Heilpraktikerin lieber auf Milchprodukte.
13:19Und? Hilft's?
13:20Nein, wie das meiste, was ich schon probiert habe.
13:23Herr, dĂŒrfte ich dich auch um etwas bitten?
13:32WĂŒrdest du bei mir die Hand drauflegen?
13:35Bestimmt nicht.
13:36Dass wir zusammen auf diesem Zimmer sind, ist doch kein Zufall, meinst du nicht?
13:40Ich glaube noch nicht mal an Gott.
13:42Sagt dir Paulus etwas?
13:44Ist das noch so ein Apostel?
13:45Paulus war ein UnglÀubiger, hat sogar Christen verfolgt, bis Gott ihm ein Zeichen gesendet hat.
13:50Er war der erste Stigmatisierte.
13:53Mir sendet Gott bestimmt kein Zeichen.
13:55Vielleicht hat er das schon.
13:58Gott wÀhlt mitunter die Unvollkommenen, um die Vollkommenheit zu erreichen.
14:03Herr Kohlmann, der diensthabende Arzt möchte, dass Sie noch mal zum Blutabnehmen kommen, bitte.
14:08Schwester Miriam bringt Sie hin.
14:11Ich kann alleine gehen.
14:14Gut, nicht stĂŒrzen.
14:15Nein.
14:18Sagen Sie, glauben Sie an Gott?
14:21Ein schlauer Mensch hat mal gesagt, es gibt keinen Beweis fĂŒr seine Existenz, aber auch keinen, der dagegen spricht.
14:30Was ist, wenn Herr Kohlmann recht hat?
14:33Womit denn?
14:35Angeblich wÀhlt der da oben auch mal Leute wie mich aus.
14:40FĂŒhlen Sie sich denn wie der AuserwĂ€hlte?
14:43Naja, ich bin schon irgendwie anders, sagen zumindest Leute, die mich kennen.
14:49Was sagen die denn so?
14:50Naja, ich hau manchmal so Sachen raus, die sonst kaum jemand weiß.
14:54Aber ich weiß das einfach.
14:56Keine Ahnung wieso.
14:57Vielleicht sind Sie einfach nur ein guter Menschenkenner.
15:01Vielleicht.
15:02Oder auch nur ein Freak.
15:05Joghurt weiter essen?
15:06Mhm, danke.
15:07Gute Nacht.
15:08Gute Nacht.
15:09Das war's.
15:41Oh!
15:43Entschuldige, ich...
15:44So was macht man nicht.
15:45Äh, was?
15:46Direkt aus der Flasche trinken.
15:50Andere halten sich auch nicht dran.
15:57Schlaf schön.
15:58Gute Nacht.
15:59Ah, stock mal!
16:01Du hast da einen Sabberfleck.
16:07Äh...
16:10Die geht nicht weg.
16:13Danke.
16:15Du hast da...
16:17...auch noch...
16:18...Milch.
16:19Mhm.
16:22Und?
16:23Nacht.
16:25Nacht?
16:50Ich denk jetzt noch, bis brauchen wir mehr schlafen.
16:52Ein aktives Liebesleben...
16:56...fördert die Produktion von Immunblobulinen.
17:02Ich werde mich nie wieder ĂŒber Fachliteratur im Bett beschweren.
17:17Schlaf weiter, ich leg mich zu ihr.
17:31Ach, ach...
17:34Ach!
17:36Oah!
17:36Geht's dir nicht gut?
17:38Oah!
17:39Ich rufe besser die Nachtschwester.
17:42Habe ich schon.
17:44Hat wohl noch zu tun.
17:46Ich hÀtte gerne ein Glas Wasser.
17:48Okay.
17:56Das ist schon viel heute mit den Untersuchungen und so.
18:02Danke.
18:05Ich will dich doch die Fester rufen.
18:07Nein, aber gib mir deine Hand.
18:11Das ist doch der Quatsch.
18:13Bitte.
18:15Ein Versuch ist es doch wert.
18:25Oh Gott.
18:40Danke.
18:42Gute Nacht.
18:52Gute Nacht.
19:19Max will zu Ende spielen und Oskar malt ein Bild fĂŒr Franzi, Rosen.
19:24Aber mit dem FrĂŒhstĂŒck dĂŒrfen wir schon anfangen, ja?
19:27Ich glaube, da hat sich jemand in unser KindermÀdchen verlebt.
19:32Also ich bin unschuldig.
19:35Trotzdem musste Oskar erklÀren, dass du ihn nicht heiraten wirst.
19:39Und hat sie gut geschlafen?
19:40Ja, sehr gut.
19:47Danke nochmal, dass du dich heute Nacht um Pauline gekĂŒmmert hast.
19:50DafĂŒr bin ich heute da.
19:51Komm mal her, meine SĂŒĂŸen.
19:53Kaffee gibt's auch in der Klinik.
19:56Aber wir wollten doch in Ruhe frĂŒhstĂŒcken.
20:04Wir haben ja keine Milch mehr.
20:05Ich hab den Rest ausgetrunken. Soll ich denn rĂŒber zu den Nachbarn?
20:11Was ist das?
20:12Zur Beruhigung.
20:13Ich bin ruhig.
20:15NĂŒchtern hoffentlich auch.
20:17Seit Mitternacht nichts mehr gegessen und getrunken?
20:18Ganz im Gegensatz zu mir.
20:21Sind Ihre Beschwerden abgeklungen?
20:23Ja.
20:24Meinem Zimmernachbar sei Dank.
20:36Du bist nicht unsere HaushÀlterin. Du passt auf unsere Kinder auf.
20:40Das kann ich immerhin.
20:42Geht's dir nicht gut?
20:45Jetzt stopp mal kurz.
20:50Du musst das nicht tun. Nichts von allem.
20:53Wollt ihr, dass ich gehe?
20:54Nein, ich...
20:55Es ist wegen der Milch.
20:57Ich weiß, ich bin manchmal kein gutes Vorbild.
20:59Aber ich bin mĂŒmig.
21:01Und ich bin wirklich gerne hier bei euch.
21:03Ganz ruhig.
21:04Keiner sagt, dass du weg musst.
21:24Der Knochen ist massiver geschÀdigt, als auf den Bildern zu sehen war.
21:28Wir haben Haken ziehen.
21:30Wie lÀsst sich hier etwas fixieren?
21:33Gute Frage.
21:35Sonde?
21:39Gegebenenfalls mĂŒssen wir zusĂ€tzlich eine Platten aus der Synthese machen.
21:43Haben Sie ihn ĂŒber die Möglichkeit aufgeklĂ€rt?
21:44Ja.
21:45Ich habe alles mit Ihnen besprochen.
21:47Gut, dann gehen wir jetzt die sprungiose Entnahme an.
21:53Mehr Licht, Andrea?
21:57Skalpell?
21:57Dupfer?
22:01Wenn er nach der OP hinkt. Nicht, dass Herr Kullmann ihn fĂŒr den Leibhaftigen hĂ€lt.
22:07Besser?
22:12Jetzt erzÀhl mal.
22:14Was ist los?
22:16Es ist alles einfach gerade ein bisschen zu viel fĂŒr mich, seit der Trennung von Hendrik.
22:21Du willst ihn nicht zurĂŒck, oder?
22:22Nein, auf keinen Fall.
22:24Aber das GefĂŒhl hĂ€tte ich schon gerne mal wieder.
22:27Verliebt zu sein?
22:28Ja, zu wissen, wo du hingehörst.
22:30Du gehst zu uns.
22:31Wenn du willst.
22:33Aber wie lange?
22:35Bis alle aus dem grĂŒbsten raus sind dauert es noch.
22:42Ich passe total gerne auf eure drei auf.
22:45Aber ich bin jetzt auch schon 23.
22:47Und in meinem Lebenslauf, da steht nichts drin.
22:50Kinderbetreuung, ein bisschen Kellnern, keine Ausbildung, kein Studium.
23:01Wolltest du nicht mal Kinderkrankenschwester werden?
23:05Ich muss ohnehin in die Klinik zu einer Besprechung.
23:08Und im Anschluss sehe ich kurz auf der Kinderstation vorbei und frage, ob und wann es Bedarf gibt.
23:14Ganz unverwendlich.
23:19Wie ist es denn gelaufen?
23:20Der Befund war sehr ausgedehnt.
23:22Wir mussten viel Knochenmaterial aus ihrem Beckenkamm entnehmen.
23:25Das kann die nÀchsten Wochen noch schmerzhaft sein.
23:28Jetzt muss ich es sagen.
23:29Aber die Wunde sollte problemlos heilen.
23:31Sie können bald wieder ĂŒbers Wasser laufen.
23:35Die Frage ist eher, wann ich wieder Schlagzeug spielen kann.
23:38Das ist schwer zu sagen, zumal das andere Handgelenk perspektivisch auch operiert werden muss.
23:42Falls wir nicht schnell die Ursache finden, um ein fortschreitender Nekrose zu verhindern.
23:48Wir arbeiten dran.
23:50Sie sind gar nicht so ruckig, wie sie immer tun.
23:52Aha.
23:53Sie können sogar ganz witzig sein.
23:54Und sie haben ein großes Herz.
23:58Manche halten das fĂŒr eine SchwĂ€che, aber ich glaube, das ist ihre große StĂ€rke.
24:01Das hat meine Frau auch immer gesagt.
24:04Sie ist gestorben.
24:06Vor kurzem erst.
24:09Ja.
24:11Ich glaube, sie wĂŒrde es sich wĂŒnschen, dass es Ihnen wieder gut geht.
24:15Ich glaube, sie wĂŒrde es sich wĂŒnschen, dass es Ihnen wieder gut geht.
24:41Ein Platz.
24:42Aha.
24:43Und ab wann?
24:45Gut.
24:46Ich bespreche das und melde mich.
24:48Und danke nochmal.
24:50Ja, du auch.
24:51TschĂŒss.
24:54Ist was mit Ihren Kindern?
24:55Nein, nein.
24:56Mit Franzi.
24:57Unserem KindermÀdchen.
24:58Also, kein Problem.
24:59Sie möchte sich nur beruflich ein wenig umorientieren.
25:02Dann haben Sie aber bald ein Problem.
25:04Franzi ist fĂŒr Sie doch unentbehrlich.
25:06FĂŒr uns alle.
25:17Da bist du ja wieder. Wie geht's?
25:20Ganz gut. Und selbst?
25:22Großartig. Dank dir.
25:24Mit Hand auflegen ist es vorerst vorbei.
25:26Gott versah uns mit zwei HĂ€nden, damit wir doppelt Gutes spenden.
25:31Heinrich Heine.
25:34Darf ich dir jemand vorstellen?
25:37Komm rein.
25:40Ich habe den beiden von deiner besonderen Gabe berichtet.
25:44Komm.
25:58Du könntest dich in Vierstadt in drei Jahren ausbilden lassen.
26:02Weiter bei uns wohnen, unsere Kinder betreuen
26:04und dir zu dem nicht gerade ĂŒppigen Gehalt.
26:07Was dazu verdienen.
26:09Guck mal, Franzi.
26:12Wow.
26:13Was fĂŒr ein schöner Strauß.
26:15So einen hat mir mal dein Papa zum ersten Hochzeitstag geschenkt.
26:18Da waren wir frisch verliebt.
26:20Vielen Dank, Oskar. Der ist wunderschön.
26:28Guten Abend zusammen.
26:29Guten Abend.
26:30Guten Abend.
26:30Ich habe gute Neuigkeiten.
26:31Na her damit.
26:34Ich habe fĂŒr Franzi einen Ausbildungsplatz klar gemacht.
26:37Als Kinderkrankenschwester.
26:39Klar gemacht.
26:40Einfach so.
26:41Und wo und bei wem?
26:43Bei Marco.
26:45Ein alter Kumpel von mir.
26:46Oberarzt in Hamburg.
26:48PĂ€diatrische Abteilung.
26:50Perfekt.
26:51Hamburg?
26:52Mhm.
26:54Das Ausbildungsjahr startet bei denen erst nÀchsten Monat.
26:57Vielen Dank.
26:58Das ist wirklich toll.
26:59Aber verdammt plötzlich.
27:01Papas Bienes ĂŒberstecken.
27:04Auf jeden Fall.
27:05Ich zÀhle.
27:06Okay.
27:11Haut ab!
27:12Verschwindet!
27:13Verlasst ihm kurz Zeit.
27:15Was ist denn hier los?
27:17Haben Sie den Notruf gedrĂŒckt?
27:19Das war Janis.
27:20Der hat uns rausgeworfen.
27:21Sag ich mal, schleppen Sie jetzt hier alle an zum Wunderhallen oder was?
27:24Kommen Sie.
27:25Ich bringe Sie auf Ihr Zimmer zurĂŒck.
27:26Lassen Sie den Jungen in Ruhe.
27:30Janis.
27:30Machen Sie auf.
27:32Sind die weg?
27:33Ja.
27:34Machen Sie auf.
27:37Herr Kohlmann, bitte.
27:38Das geht nicht.
27:38Lassen Sie mich in Ruhe.
27:39Du hast Angst und Zweifel, was ich verstehen kann.
27:42Aber du bist nicht der Erste, der bittet, möge der Kelch...
27:44Ich bin nicht derjenige, fĂŒr den Sie mich halten.
27:47Und er ist frisch operiert, Herr Kohlmann.
27:49Er braucht Ruhe.
27:52Ja?
27:56Sag mal, drehen jetzt hier alle durch, oder was?
28:05Spinnst du?
28:06Ich dachte, wir wollten Franzi auf jeden Fall halten.
28:08Du hast gesagt, sie brauchen Perspektive.
28:10Mittelfristig, ja.
28:12Ja, und wenn sich kurzfristig eine Chance ergibt, dĂŒrfen wir die doch nicht verbauen.
28:15Seit wann bist du so selbstlos?
28:17Verstecken!
28:25Papa, was ist verliebt?
28:27Wer will das wissen?
28:28Ich, Oskar.
28:31Aber wir wollten doch Verstecken spielen.
28:33Gefunden.
28:38Also, was ist dein Sohn verliebt?
28:42Verliebt ist...
28:43Du willst das wirklich wissen, ja?
28:45Ja.
28:47Also, verliebt ist, wenn man jemanden so sehr mag, dass man immer mit ihm zusammen sein will.
28:54Und warum kriegen wir die Franzi so weit weg?
29:04Wie lief der Eingriff von Jannis TĂ€uber?
29:07Insgesamt gut, auch wenn die Sprungiose Plastik ausgedehnter war als geplant.
29:11Und sind wir in der Ursache schon etwas weiter?
29:14Plasmocytum konnten wir ausschließen.
29:16SchÀdelröntgen war ohne Befund.
29:17Wir warten auf die Histologie. Vielleicht bringt das einen Ansatz.
29:20Gut. Gibt es von Ihnen dazu noch etwas?
29:23Dann bedanke ich mich fĂŒr heute.
29:29Wie geht's dir?
29:32Ich weiß nicht.
29:33Aber Alexander geht's wahrscheinlich auch nicht viel besser.
29:36Ich kann nicht was fĂŒr euch tun.
29:38Danke.
29:39Ich glaub, da mĂŒssen wir allein durch.
29:42Wann beginnt denn die erste Runde fĂŒr die Nachfolge von Frau Markmann?
29:45Ein bisschen Zeit haben wir noch.
29:47Und sie zieht die Kandidatur wirklich durch und will Strauber beerben?
29:50Sarah meint es ernst, aber manchmal geschehen ja noch Zeichen und Wunder.
29:54Du sagst es.
29:56Anscheinend gibt es jemand unter unseren Patienten, der andere durch Handauflegen heilt.
30:01Wie bitte?
30:02Ja, ein Patient hat sich bei mir beschwert.
30:04Angeblich wird ihm die Behandlung verweigert, im Gegensatz zu anderen.
30:08Ja, ich halte das auch fĂŒr Quatsch.
30:10Heilend durch Handauflegen.
30:12Aber wenn das jetzt noch mehr Patienten glauben...
30:14Dann steht unser Ruf auf dem Spiel. Wir sind eine Klinik und kein Wallfahrtsort.
30:18Genau.
30:23Wie kommen Sie dazu, sich als Wunderheiler aufzuspielen und bei Ihren Mitpatienten falsche Hoffnungen zu wecken?
30:29Janis ist ein besonderer Mensch mit besonderen FĂ€higkeiten.
30:32Und was Sie und viele Ihrer Kollegen in den letzten Monaten nicht hingekriegt haben, ist Janis gelungen.
30:36Durch Handauflegen.
30:37Und durch die Kraft Gottes.
30:39Er hat ja hoffentlich nichts dagegen, wenn wir diesen Heilungsprozess genau unter die Lupe nehmen.
30:43Auch wir lernen nicht heraus, wissen Sie?
30:45Und Ihnen empfehle ich dringend, sich von uns weiterfĂŒhrend untersuchen zu lassen.
30:48Ich bin geheilt!
30:50Herr Kullmann...
30:51Keine weiteren Untersuchungen.
30:53Das möchte ich von Ihnen schriftlich.
30:55Was? Dass ich ohne Ihre Hilfe geheilt worden bin?
30:59Dass Sie gegen ausdrĂŒcklichen Ă€rztlichen Rat die Klinik verlassen.
31:02Wunderglaube entlÀsst uns vor Gericht nÀmlich nicht aus der Verantwortung.
31:06Schwester Ulrike gibt Ihnen den entsprechenden Vordruck.
31:09Kommen Sie.
31:15Herr Kullmann scheint es wirklich besser zu gehen.
31:17Das bildete sich ein. Sie verlegen jetzt ein von den beiden auf ein anderes Zimmer. Und zwar sofort.
31:21Gut, gut. Sie haben wahrscheinlich recht, aber...
31:23Ja?
31:24Warum werden Sie denn immer so sauer?
31:26Weil ich kein VerstĂ€ndnis fĂŒr Menschen habe, die fahrlĂ€ssig mit Ihrer Gesundheit und der Gesundheit anderer umgehen.
31:32Ist Ihre Frage damit beantwortet?
31:38Wem habe ich denn das Einzelzimmer zu verdreifen?
31:40Befehl von oben.
31:42Herr Dr. Heimann war ganz schön sauer.
31:44Ach, man muss den nur zu nehmen wissen.
31:47Was haben wir Sie?
31:49Sagen wir mal so, ich kenne mich ganz gut aus mit...
31:51Mit komplizierten MĂ€nnern?
31:55Aktuell sind Sie aber Solo, oder?
31:57Woher wollen Sie das denn wissen?
31:59Kein Ehering.
32:03Ich hatte einen.
32:06Mit Gravur.
32:07Und Mann.
32:10Wo ist denn da hin?
32:12Am Bodensee, ganz weit weg. Gott sei Dank.
32:15Hat er Sie so mies behandelt?
32:19Na ja.
32:21Dazu gehören immer zwei.
32:23Trotzdem tragen Sie es ihm nach.
32:26Sie sollten damit aufhören.
32:28Das blockiert in erster Linie Sie selbst.
32:31Was Sie nicht sagen.
32:34Sie stellen schlaue Fragen.
32:36Sie sind ein guter Beobachter.
32:37Aber ich bin verdammt schlecht zu Fuß.
32:40Setzen Sie sich.
32:41Ich sage Herrn Brenner, er soll nach Ihnen schauen.
32:46Janis TĂ€uber klagt inzwischen auch ĂŒber Schmerzen in den Fußgelenken.
32:53Das sieht aus wie eine weitere Nekrose.
32:57Heilmann?
33:00TatsÀchlich?
33:02Sehr gut.
33:03Schicken Sie es in Kopie ans Ärztezimmer.
33:05Danke.
33:07Ich habe die Eisenwerte ĂŒberprĂŒfen lassen.
33:09Der Serum-Eisenspiegel war im Normbereich.
33:12Das Firitin ist viel zu hoch.
33:13Dann leidet unser Patient unter einer HĂ€mochromatose?
33:16Ja.
33:18Und die fĂŒhrt zur ĂŒbermĂ€ĂŸigen Ablagerung von Eisen in Ihrem Körper.
33:22Bei Gesunden ist Aufnahme und Ausscheidung von Eisen ausgeglichen.
33:25Der Körper benötigt Eisen zur Bildung der roten Blutzellen.
33:29ÜberschĂŒssiges Eisen lagert er ab.
33:32Zum GlĂŒck sind offensichtlich noch keine Organe betroffen, sondern nur die Knochen.
33:36Das heißt, die Löcher sind...
33:38Eine Folge von Eisenablagerung, nicht von EisennÀgeln.
33:43Und was tun wir jetzt dagegen?
33:44Die Zersetzung der Knochen selbst kann man nicht rĂŒckgĂ€ngig machen.
33:48Aber ein Fortschreiten können wir verhindern.
33:50Am wirkungsvollsten sind Aderlösche.
33:53Das klingt nach Mittelalter.
33:55Damals wie heute wird Ihnen ein halber Liter Blut abgenommen
33:58und so rund 250 Milligramm Eisen aus dem Körper entfernt.
34:03In nÀchster Zeit sind wöchentliche AderlÀsse nötig,
34:06bis Ihr Eisenspiegel auf unter 50 Mikrogramm pro Liter sinkt.
34:09Wie lange muss ich das machen lassen?
34:10Das kann unter UmstÀnden Jahre dauern.
34:13Jahre?
34:14Sobald sich die Konzentration normalisiert,
34:16mĂŒssen Sie nur noch drei bis vier Mal pro Jahr zum Aderlass.
34:19Und wir fangen jetzt sofort damit an,
34:22dass wir Mirjam...
34:23Alles gut.
34:25Danke schön.
34:27Hallo.
34:33Hey, das wird schon.
34:35Anfangs piekst es zwar kurz,
34:37aber ansonsten ist es völlig schmerzlos.
34:39Au!
34:40Na gut, fast schmerzlos.
34:42Halber Liter, das kann ja dauern.
34:44Keine Angst, wir ĂŒberprĂŒfen stĂ€ndig deinen Blutdruck,
34:46damit du uns nicht umkippst.
34:48Alles ganz normal.
34:49Ganz normal?
34:50So wie ich?
34:52Ich dachte, diese ganze Highland-Nummer wÀre dir eh ein bisschen unheimlich.
34:56Ja, irgendwie war es schon cool, plötzlich Bedeutung zu haben,
35:00fĂŒr jemanden was Besonderes zu sein.
35:03Glaub mir, du bist was Besonderes.
35:24DĂŒrfen Sie schon gehen?
35:27Nicht ganz.
35:29Sagen wir, ich habe mich selbst entlassen.
35:32Und du?
35:35Vielleicht morgen, aber sind Sie sicher, dass Sie...
35:39Danke dir fĂŒr alles.
35:41Und entschuldige.
35:42Wir hĂ€tten die nicht so ĂŒberfallen dĂŒrfen.
35:44Aber ich wollte die anderen teilhaben lassen an dem,
35:46was mir Wunderbares widerfahren ist.
35:49Wunderbares nun wirklich nicht.
35:50Doch, mein Junge.
35:52Glaub mir, du hast eine ganz besondere Gabe.
35:55Nee, ich habe einfach nur zu viel Eisen im Körper.
35:58Das lagert sich in den Knochen ab und zersetzt ihn.
36:00Ich bin kein Highland, ich bin einfach nur krank.
36:02Das erklÀrt die Ursache, aber es ist...
36:04Das ist eine Laune der Natur.
36:05Ein Zeichen Gottes.
36:07Warum sonst geht es mir jetzt wieder gut?
36:09Das weiß ich nicht, aber genau deswegen sollten Sie sich weiter untersuchen lassen.
36:13Ich bin geheilt. Mach's gut.
36:17Was, wenn Sie sich irren? Oder eher?
36:20Die Ärzte haben auch bei mir eine Weile gebraucht, bis Sie auf der richtigen Spur waren.
36:25Ist deswegen Ihre Frau, oder?
36:28Die Ärzte haben gesagt, es ist nichts Schlimmes.
36:31Und dann, was Sie plötzlich tut.
36:33Und dann hieß es, tut uns sehr leid, aber wir können nichts mehr fĂŒr Sie tun.
36:39Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen.
36:42Ja, ja, ja, aber was, wenn Gott Sie tatsÀchlich geschickt hat?
36:45Aber nicht, um Sie zu heilen, sondern um Sie aufzuhalten, hier und jetzt.
36:52Hilfe! Wir brauchen ja Hilfe!
36:56Ein Mesentrialinfarkt wie aus dem Lehrbuch.
36:58Saugen?
36:59Die Bauchschmerzen, die er in der Vergangenheit hatte, gehen vermutlich auf ein non-okklusives Geschehen zurĂŒck.
37:03Jetzt ist es zu einem kompletten Verschluss gekommen. Wie nennt man die Phase dazwischen?
37:07Das ist der sogenannte faule Frieden. Dem Patienten geht es besser, er denkt, er ist geheilt.
37:11Also definitiv keine Wunderheilung.
37:14Der Darmabschnitt hier ist bereits nekrotisch.
37:17Lange Pinzette.
37:19SpĂŒlung. Wir entfernen den Thrombus und versuchen eine Revaskularisierung.
37:23Stil-Tupfer.
37:27Was ist da los?
37:29Der wird a-rhythmisch.
37:30Kammerflimmer.
37:31Defi. Schnell.
37:33Komm.
37:37Laden noch 200.
37:38Weg vom Tisch.
37:43Sinusrhythmus.
37:44Weiter geht's, Tempo.
37:56Was machst du denn hier? Gerade keine Wunderheilung auf dem Plan?
37:59Sie sollen sich ausruhen und nicht stÀndig rumlatschen.
38:01Dann hÀtte ich ihn vielleicht verpasst.
38:03Herr Kuhlmann?
38:04Wissen Sie, wie es ihm geht?
38:06Auch wenn ich's wĂŒsste, Sie sind kein Angehöriger.
38:09Ja. Davon haben wir beide nicht so viele.
38:13Ich hab versucht, ihn aufzuhalten, ihn zu ĂŒberreden, dass er sich weiter untersuchen lĂ€sst.
38:17Ich hatte ihn fast so weit.
38:18Ist also doch zu was gut, hm?
38:20Wenn wir was hören, sagen wir Bescheid.
38:22Jetzt hab ich ins Bett.
38:24Danke.
38:34Die Kinder waren ganz schön aufgekratzt.
38:36Ja, ganz besonders, Oskar.
38:40Möchtest du was aus dem KĂŒhlschrank?
38:41Nein, danke.
38:46Ich wollte mich nochmal bei euch bedanken, dass ich hier bei euch sein kann und fĂŒr alles andere, was ihr
38:51fĂŒr mich tut.
38:51Und da nicht fĂŒr, ne?
38:53Wie der Hamburger saugt?
38:55Es tut mir auf jeden Fall total gut, das GefĂŒhl zu haben, willkommen zu sein.
38:59Solange du willst.
39:00Und nochmal danke, Philipp, dass du deinen alten Freund kontaktiert hast.
39:03Aber das geht mir grad alles ein wenig zu schnell.
39:05Ich möchte mich sehr gern weiter um eure SĂŒĂŸen kĂŒmmern.
39:08Und in den nÀchsten Monaten finde ich hoffentlich heraus, was ich so will vom Leben.
39:12Von uns aus sehr gerne.
39:19Wir sollten Franzi anstellen. Offiziell, mit Arbeitsvertrag, Sozialabgaben, Urlaubstagen und festem Gehalt.
39:25Da du weiter bei uns wohnst, zahlen wir dir ein geringeres Grundgehalt.
39:31Sie bleibt also hier wohnen?
39:33Ja, sonst macht das keinen Sinn. Sie gehört ja auch schon so gut wie zur Familie.
39:38Du hattest doch was kaltgestellt.
39:41Hm?
39:41Franzi, das sollten wir feiern.
39:57Ich weiß, das macht man nicht.
40:11Bei einem Darminfarkt gibt es nicht selten ein lÀngeres schmerzfreies Intervall.
40:15Das wÀre ihn fast zum VerhÀngnis geworden.
40:18Wir mussten einen Teil des Darms entfernen, den Rest konnten wir erhalten.
40:22Die Durchblutung werden wir engmaschig kontrollieren.
40:25Und sollten keine Komplikationen auftreten, sind sie mit einem blauen Auge davon gekommen.
40:30Sie hatten offenbar ein paar Schutzenge.
40:33Ja, den hier zum Beispiel.
40:34HĂ€tten Sie die Klinik bereits verlassen, als Sie kollabiert sind, wĂŒrden wir wahrscheinlich hier so nicht zusammenstehen.
40:53Das war knapp.
40:56Sie wollten wohl den alten Herrn persönlich zu mir befragen?
41:01Noch ist es nicht so weit.
41:03Gott sei Dank.
41:04Oder wem auch immer.
41:19Danke.
41:21Der ist fĂŒr Dr. Heilmann.
41:24So, ich bin dann mal weg.
41:27Keine Angst.
41:28Dr. Heilmann hat es erlaubt.
41:29Ich habe keine Angst.
41:31Um Sie mĂŒssen wir uns wirklich keine Sorgen machen.
41:33Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
41:35WĂŒrde Herr Kohlmann sagen.
41:36Nein, das sage ich.
41:38Machen Sie es gut.
41:40Und denken Sie dran.
41:41Einmal die Woche zum Adalas.
41:43Kann ich das ĂŒbrigens ĂŒberall machen lassen?
41:44Wenn sich jemand damit auskennt?
41:46Wieso?
41:47Was haben Sie denn vor?
41:49Oh ja.
41:50Knut hatte, also Herr Kohlmann hatte mir erzÀhlt vom Jakobsweg.
41:55Und dann dachte ich, vielleicht mache ich das mal, wenn ich wieder fit bin.
41:57Und danach, ach, weiß ich noch nicht genau.
42:01Aber erzÀhlen Sie den Pilgern nichts von Ihrem Wundmalen.
42:06Wenn Sie dann zurĂŒckkommen und nicht wissen, was Sie machen sollen.
42:12Danke.
42:14Und bis dahin halten Sie hier die Stellung.
42:16Dr. Heilmann weiß es auf jeden Fall zu schĂ€tzen.
42:18Auch wenn er es nicht immer so zeigen kann.
42:30Gut, tschĂŒss.
42:31TschĂŒss.
42:44Huch, Entschuldigung.
42:46Das wollte ich gerade sagen.
42:47Also mich bei Ihnen entschuldigen fĂŒr meinen Ton in den letzten Tagen.
42:51Aha.
42:53Na gut.
42:54Beim Thema Wunder reagiere ich allergisch.
42:57Schulmedizin.
42:58Ja.
43:00Und ich dachte schon, Sie können das nicht ertragen, wenn jemand eine andere Meinung hat.
43:04Das ist pathologisch bei mir.
43:07Na, das ist fĂŒr Sie.
43:08Danke.
43:09Bitte.
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