Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:28Untertitelung. BR 2018
00:54Melden Sie mich bei Althoff, Herr Senior.
00:56Und wen darf ich?
01:00Was trinken Sie für Bier?
01:02Bier? Äh, Altenkloster.
01:07Probieren Sie mal ein Meierbier.
01:09Ein Meierbier? Selbstständlich.
01:18Dort, der Chef ist noch in der Villa.
01:38Malthoffer? Wer? Ach, herrje. Danke.
01:44Selbstreden können Sie und Roland hier im Haus bleiben, solange Sie wollen.
01:47Oh, wie großzügig.
01:49Nur, dieses Arrangement hat wenig Zukunftsperspektive, findest du nicht?
01:53Keine Angst. Sobald wir etwas Passendes finden, sind Sie uns los.
01:57Verstehen Sie mich nicht falsch.
01:59Mir würde, wenn ich Ihr Vater wäre, die Art und Weise, wie Ihre Ehe zustande gekommen ist, auch Probleme machen.
02:05Also ehrlich, Vater, was soll das?
02:07Birgit ist meine Frau. Gewöhn dich bitte dran.
02:10Und hör endlich auf mit dem bescheuerten Sie.
02:14Der Vater hat den Besuch von Herrn Meierbier gemeldet.
02:18Vater?
02:20Ich nehme an, der Besuch gilt dir.
02:21Nein, dich will er sehen, sagt Herr Danner.
02:25Wenn er nach mir fragen sollte, ich bin nicht da.
02:28Na, geht's.
02:31Ja, und was soll ich machen?
02:33Nichts. Ich erledige das schon.
02:57Es ist eigentlich nicht meine Art, bei den Mitmenschen schon beim Frühstück auf die Nerven zu gehen, aber ist meine
03:03Tochter bei Ihnen?
03:05Kommen Sie, Herr Wann.
03:09Haben Sie schon gefrühstückt?
03:11Ich frühstücke nie.
03:13Aber gegen eine Kaffee hätte ich nichts einzuwenden.
03:15Bitte.
03:30Ich bin etwas unter Zeitdruck unserer Messe-Delegation aus Mailand dort zurückgerautet.
03:34Ja, ich möchte auch schon längst in der Luft sein nach Frankfurt.
03:39Geld betteln.
03:41Sylvia, bringst du uns einen Kaffee?
03:44Ja.
03:49Meine Tochter ist doch hier.
03:51Ja, mit die Oma.
03:57Herr Althofer, ich rede nicht gern um den heißen Brei herum.
04:03Kommen wir also gleich zur Sache.
04:04Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege.
04:08Vor zwei Monaten stand Ihre Firma auf der Kippe.
04:1318 Millionen Verbindlichkeiten, no Cashflow.
04:17Dabei quatschen Sie in Ihrer Panik Ihren Ältesten.
04:20Er soll doch seine alte Tanzstundenflamme heiraten,
04:23um sich bei dieser Gelegenheit mit der Aussteuer von Großvater Mayerbär zu sanieren.
04:33Herr Mayerbär, wenn Sie diese Sicht, diese einseitige Sicht der Dinge,
04:38auch Ihrer Tochter an den Kopf geworfen haben sollten,
04:42dann kann ich es sehr gut verstehen, wenn sie mit Ihnen gebrochen hat.
04:48Ach, bleiben Sie doch sitzen, Herr Mayerbär.
04:53Vielen Dank, Sylvia.
04:54Bitte, bitte.
04:58Sie sprachen von meiner einseitigen Sicht.
05:02Ganz Augsburg ist dieser Meinung.
05:05Ihr Sohn hat Birgit nach dem Abitur fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.
05:10Und dann haben die beiden sich über zehn Jahre überhaupt nicht gesehen.
05:17Woher nun diese plötzliche Liebe?
05:20Ich weiß nur, dass Ihre Tochter meinen Sohn geheiratet hat,
05:24ohne von mir oder meinem Sohn mit vorgehaltener Pistole dazu gezwungen worden zu sein.
05:29Was mich genauso an dieser Verbindung stört wie Sie,
05:33ist, dass Ihre Tochter es offenbar nur getan hat,
05:36um an das Erbe des Großvaters zu kommen.
05:38Ach, Sie, wie spieligen diese Heiraten?
05:41Herr Halt, doof!
05:43Mein Sohn hat mich vor vollendete Tatsachen gestellt.
05:46Glauben Sie mir.
05:47Das würde ich gerne von meiner Tochter selbst hören.
05:50Wo ist sie?
05:52Sie will sie nicht sehen.
05:54So.
05:55Willen Sie das nicht?
05:57Passen Sie mal auf.
05:59Herr Bär.
06:00Birgit!
06:07Birgit!
06:08Hilf mich, Dolmereiter, komm jetzt runter!
06:14Birgit!
06:16So.
06:16Mir reicht es jetzt mit diesem blöden Versteckspiel.
06:18Ich gehe jetzt da runter.
06:19Nein!
06:20Doch.
06:20Und du kommst mit.
06:21Birgit!
06:21Roland!
06:22Wenn wir jetzt runtergehen,
06:24dann hat er sofort wieder Oberwasser.
06:25Ich habe keine Angst vor ihm.
06:26Jetzt glaub mir doch.
06:28Ich kenne ihn.
06:30Er denkt, es ist alles nur irgendeine kleine Laune von mir.
06:33Und er muss endlich begreifen, wie ernst es mir ist.
06:37Bitte.
06:38Birgit!
06:42Ich bin keine 17 mehr.
06:44Und ich muss endlich tun, was ich für richtig halte,
06:46und nicht, was er dafür hält.
06:49Und du wirst mir dabei helfen.
06:55Morgen, Herr Unger.
06:56Morgen, Herr Dunger.
06:57Sind Sie bitte so nett und sagen mir sofort Bescheid,
06:58wenn die Meile in der Truppe eintrifft?
07:00Klar, Herr Unger.
07:17Herr Mayer, wer?
07:19Was wollen Sie?
07:21Unger.
07:23Florian Unger.
07:24Ich bin der neue Geschäftsführer bei Althofer.
07:27Wenn Sie es bei mir auf den Job abgesehen haben...
07:29Nein, nein, nein.
07:30Ich wollte mich nur erkundigen,
07:31ob Sie schon über mein Angebot entschieden haben.
07:33Was den Gasthof von Frau Schirmer betrifft.
07:36Es liegt auch schon ein Gutachten von der Augsburger Bank vor.
07:39650.000.
07:40Ich würde auf 700 erhöhen.
07:42Legen Sie noch 300 drauf, dann können wir reden.
07:45Eine Million?
07:46Das finanziert doch keine Bank.
07:47Dann heiraten Sie eine Frau mit Geld.
07:49Ist doch bei Althofer üblich, wenn man knapp bei Kasse ist.
07:59Warum nicht?
08:00Birgit arbeitet auch in der Firma von ihren Vatern.
08:03Du hast Musik studiert, nicht Betriebswirtschaft wie Frau Mayerbär.
08:08Willst du als Näherin arbeiten bei Frau Martinek?
08:10Nein, im Vertrieb, bei Felix.
08:12Ich habe auch Kunstgeschichte studiert, nicht nur Musik.
08:15Und ich kann gut mit Menschen.
08:19Darf ich kurz stören?
08:20Na, kommen Sie, kommen Sie.
08:22Setzen Sie sich.
08:23Guten Morgen, Frau Reishofer.
08:25Guten Morgen.
08:26Entschuldigen Sie bitte meinen Aufzug, aber ich...
08:28Wir hatten gestern Trioprobe bis zwei Uhr morgens.
08:31Meine Tochter hat sich in den Kopf gesetzt,
08:33sich in Betrieb nützlich machen zu morgen.
08:35Was ist denn daran so abartig?
08:37Aber bitte, ich kann ja auch Felix fragen.
08:39Er hat doch noch immer keinen Ersatz für einen Horn, oder?
08:42Und ich bin mit Stoffen aufgewachsen.
08:43Das ist doch gar nicht so eine schlechte Idee, Herr Althofer.
08:45Sprechen Sie zufällig Italienisch?
08:48Leidlich.
08:49Ich habe sechs Jahre Latein auf der Schule gehabt.
08:52Und ich war früher oft an der italienischen Riviera segeln.
08:55Mit Großvaters Yacht, wie Sie wissen.
08:57Warum?
08:59Lena Cerny hat die gesamte Palette ihrer Kreation
09:02exklusiv an den Modekonzern Boretti verkauft.
09:06Wie bitte?
09:08Boretti, das ist ja irre.
09:10Haben Sie das Schriftgeld?
09:11Ihr Sohn bringt die Vorverträge aus Mailand mit.
09:13Eine Jahresproduktion.
09:14Ich habe schon mit Herrn Hülern geredet.
09:16Dafür müssen wir die M5 umrüsten.
09:20Lena Cern.
09:25Und was habe ich damit zu tun?
09:27Als direkter Kontakt zu Boretti.
09:29Persönliche Betreuung.
09:30Und dass Sie Althofer heißen,
09:32muss dabei ja nicht von Nachteil sein.
09:34Na gut, dann werde ich mein Italienisch aufholieren.
09:37Kaffee?
09:38Oh, danke.
09:39Ich muss wieder rüber.
09:40Ach, Ihr Gehalt handeln Sie doch am besten mit Ihrem Vater aus.
09:42Bei ihm holen Sie sicherlich mehr raus als bei mir.
09:47Boretti exklusiv.
09:49Das ist nicht zu fassen.
09:52Was halten Sie davon,
09:54wenn wir eine kleine Feier veranstalten?
09:56Für unseren erfolgreichen Heimkehrer.
09:59Nichts Großes.
10:00Ganz im Team, hier in der Villa.
10:02Ja, davon halte ich sehr viel.
10:04Also, dann bis später.
10:091, 2, 3, 4, 5, 6.
10:13Ah, Kind.
10:14Cornelia, was ist denn endlich gefahren?
10:17Du kannst doch nicht um die Arbeit, hm?
10:19Perché no?
10:21Die Sylvia hat da was angedeutet.
10:24Bist du in Florian Unger verliebt, hm?
10:27Amo, Ami, Amo, Ami, Amante, Amano.
10:35Einen wunderschönen guten Morgen.
10:37Morgen, Herr Unger.
10:38Morgen.
10:39Ach, treiben Sie bitte weiter für mich auf.
10:41Und dann brauche ich den Direktor von der Augsburger Bank.
10:43Und zwar jetzt.
10:44Ei, ei, Sir.
10:45Aber Sie sollten zuerst mit dieser Anhalterin reden.
10:47Ich habe Sie endlich erreicht.
10:48Ach, äh, Frau Cortez?
10:50Aha.
10:50Das ist prima.
10:51Dann das zuerst.
10:54Also, ja, Mario?
10:56Dann lasse ich den Tisch servieren.
10:58Na gut.
10:59Aber nur, wenn Ilona mich nicht braucht heute Abend.
11:01Weil die hat ganz schön was mitgemacht in meinen.
11:03Die Nerven von der Dietrichsen dürften sich inzwischen doch beruhigt haben.
11:06Ist doch alles blendend gelaufen mit der Czerny.
11:08Naja, die Czerny ist doch gerade...
11:10Firma Althofer, Stange.
11:14Ja, Frau Cortez.
11:15Der Herr Unger ist jetzt da.
11:17Ich verbinde.
11:17Augenblick.
11:19Danke, Frau Stange.
11:21Äh, Frau Cortez?
11:22Unger.
11:23Der Name wird Ihnen nichts sagen.
11:25Ich bin der Chef von dem Lastwagenfahrer, der mit Ihnen diesen Unfall in...
11:29Bitte, Frau Cortez.
11:31Wir sollten dringend mal mit...
11:33Frau Cortez?
11:37Scheibenkleister.
11:39Frau Stange?
11:40Ja?
11:42Ich brauche sofort die Adresse von Frau Cortez.
11:45Gut.
11:45Ich bin so schnell wie möglich wieder zurück.
11:48Ach, hat sich Felix Althofer oder Frau Czerny schon bei Ihnen gemeldet?
11:51Nein, aber die anderen sind mit dem Flieger in München gelandet.
11:55Frau Czerny ist sowieso im Wagen mit Felix Althofer zurückgefahren.
11:59Ach, warum denn das?
12:01Mich dürfen Sie das nicht fragen.
12:14Stange?
12:22Nathalie, wenn du den ganzen Tag am Fenster stehst, kommt er auch nicht früher.
12:27Hier, ein Probelauf von der M5.
12:30Zähl die Fäden.
12:31Wieland will wissen, warum der Schusseintrag nicht richtig ist.
12:35Übrigens, Dr. Straubinger hat angerufen.
12:38Leo will, dass du dich bei ihm meldest.
12:40Ach ja, will er das?
12:42Also, Emma, ich verstehe dich nicht.
12:44Was hast du auf einmal gegen Leo?
12:46Komm, jetzt mach.
12:47Die Wieland braucht das dringend.
12:48Er muss die M5 für den Italienauftrag flott kriegen, ja?
12:51Zeig mal her.
12:52Ja.
12:53Ja.
13:24Entschuldigung.
13:27Kennen Sie zufällig eine Frau Cortez?
13:29Ja, das bin ich. Wieso?
13:32Das ist normalerweise nicht meine Art.
13:35Mein Name ist Unger. Wir hatten gerade telefoniert.
13:37Ich hab Ihnen doch gesagt, dass ich nichts weiß.
13:39Entschuldigen Sie bitte, aber das glaube ich Ihnen nicht.
13:41Donnerstag vor drei Wochen sind Sie doch von einem Lastwagenfahrer kurz vor Augsburg mitgenommen worden.
13:45Bitte, Frau Cortez, sonst muss ich die Polizei einschalten.
13:49Sie sind eine wichtige Zeugin.
13:52Der Fahrer sitzt in U-Haft, weil er laut Anklage unter Alkoholeinfluss einen schweren Unfall verursacht haben soll.
13:58Und wird wahrscheinlich zu einer längeren Strafe verurteilt werden, weil er sich auch noch der Festnahme durch die Polizei widersetzt
14:03hat.
14:04Herr Weiz ist einer meiner Mitarbeiter. Ich würde ihm sehr gerne helfen.
14:07Und dazu brauche ich Ihre Aussage.
14:09Er war nicht betrunken und die Ampel war grün.
14:11Ja, warum haben Sie es nicht der Polizei gesagt? Und warum sind Sie überhaupt weggelaufen?
14:14Weil ich schuld war.
14:16Sie?
14:18Erst hat er gesagt, er kann mich nur bis Augsburg zum Bahnhof mitnehmen.
14:21Und dann ist er bis München durchgefahren.
14:23Weil er dachte, er darf zur Belohnung dafür mit mir ins Bett.
14:26Nein.
14:28Doch. Der hat mich angefummelt.
14:30Und dann habe ich mich gewehrt und, naja, an der Kreuzung hat er nicht aufgepasst.
14:36Dieser Unglücksmensch.
14:38Also, wissen Sie was? Warum reden wir nicht mal mit dem Anwalt von Herrn Weiz?
14:41Dr. Straubinger ist ein Profi. Vielleicht fällt ihm was Passendes dazu ein.
14:46Bitte, Frau Cortes.
14:48Auch wenn er sich pflegelhaft Ihnen gegenüber benommen hat.
14:51Dass dadurch sein ganzes Leben ruiniert sein soll, das wäre doch furchtbar.
14:59Also, wenn Sie mich fragen, sollten Sie das Ding verschrotten und eine neue kaufen?
15:03Von deinem 13. Monatsstaat, oder wie?
15:05Sag doch noch, was ich denke.
15:07Äh, außerdem schaffe ich das sowieso nicht mehr alleine.
15:10Die komplette numerische Steuerung muss neu programmiert werden.
15:13Ja, ich werde mal mit dem Oma reden, ne?
15:15Ach, sieh mal einer an. Das gnädige Fräulein gibt es sich auch mal bei uns, die hier.
15:30Morgen, Herr Wieland.
15:32Morgen.
15:32Kann ich Sie kurz sprechen?
15:33Sicher, bitte.
15:35Äh, Jan, immer zählt die Fäden aus.
15:37Vielleicht kriegst du es ja hin, wenn du weißt, welche Fäden falsch laufen.
15:40Bitte.
15:44Was gibt's denn?
15:46Ich werde in der nächsten Zeit im Vertrieb mitarbeiten, als Koordinatorin für den Italien-Auftrag.
15:51Ach.
15:52Ja, und deshalb dachte ich, Sie könnten mir vielleicht die Kollektion zeigen, die Frau Czerny an Burette verkauft hat.
15:58Ja, die sind alle in Mailand.
16:00Und neue gibt's erst, wenn die in 5 wieder läuft.
16:03Wie, das heißt, wir haben eine Kollektion verkauft, die wir nicht produzieren können?
16:06Sie haben's erpasst.
16:08Aber ich wasche meine Hände in Unschuld.
16:12Danke, Herr Klenz.
16:27Hier?
16:29Geheimtipp von Leo Weiz.
16:30Die Kapitäne der Landstraße wissen genau, wo es gemütlich ist und gutes Essen.
16:33Aber man erwartet uns doch in der Firma.
16:34Nach diesem Höhenflug in Mailand brauche ich eine weiche Landung, bevor wir wieder in Provinz-Miv und Alltagsbetrieb untergehen.
16:41Außerdem in Mailand hatten wir ja keine private Minute.
16:43Und ehrlich gesagt, von der Fahrt habe ich mir auch mehr versprochen.
16:45Dann hat man schon mal die Gelegenheit, mit seinem Chef in einem Sportwagen über Alpenpässe zu glühen.
16:50Entschuldigung, ich musste die Orders sortieren und dann außerdem die Farbnuancen...
16:53Va bene, va bene. Aber jetzt ist Pause, okay?
16:57Okay, Chef.
17:00Schön, dass Sie so schnell kommen, Klenz.
17:01Guten Tag, Herr Klenz.
17:04Und darf ich vorstellen? Isabella Cortez.
17:06Schraubinger, angenehm.
17:07Nehmen Sie bitte Platz.
17:11Also, die Aussage von Frau Cortez bestätigt zu 80 Prozent die Aussage von Herrn Weiz.
17:16Moment, das würde ich lieber nicht aus zweiter Hand erfahren.
17:19Würden Sie den Hergang schildern?
17:22Ja, also, da gibt es nicht so viel zu erzählen.
17:25Der Herr Weiz war so freundlich, mich bis München mitzunehmen.
17:28Und auf der Landsberger Straße war um die Uhrzeit kaum Verkehr.
17:31Und die Ampel war grün.
17:33Da kam plötzlich von links der Pkw.
17:36Der Herr Weiz konnte zwar noch bremsen, aber...
17:38Verstehe.
17:39War Herr Weiz betrunken?
17:41Man hat eine zerbrochene Flasche Wein gefunden in der Fahrerzelle.
17:44Nein, die Flasche war von mir.
17:45Ein Geschenk.
17:46Ich habe sie aus Portugal mitgebracht.
17:47Das heißt, sie war verkorkt?
17:49Ja.
17:50Nur noch eine Frage.
17:52Warum haben Sie sich von der Unfallstelle entfernt?
17:56Weil ich noch eine Verabredung mit meinem neuen Arbeitgeber hatte und sowieso viel zu spät dran war.
18:01Arbeitgeber? Abends um neun?
18:03Ja, der war auch nicht mehr da.
18:05Und den Job habe ich auch nicht gekriegt deswegen.
18:08Tja, das sollte doch erstmal genügen, oder?
18:10Bleibt immer noch der Widerstand gegen die Festnahme.
18:13Herr Doktor, so wie ich die Beamten einschätze,
18:15werden Sie nicht gerade zimperlich mit einem Fahrer umgegangen sein,
18:18der nach Alkohol stinkt und behauptet, nichts getrunken zu haben.
18:21Ich lasse Ihre Aussage zu Protokoll nehmen.
18:23Und ich mache gleich diese Woche noch einen Termin mit dem Staatsanwalt von Herrn Weiz.
18:26Bitte hinterlassen Sie eine Adresse, damit wir wissen, wo wir Sie erreichen können.
18:33Wir sehen uns ja heute Abend bei der Feier.
18:35Tja.
18:36Herr Althofer hat mich eingeladen.
18:38Es geht um irgendwelche Vorverträge mit einem italienischen Modekonzern.
18:41Das soll ich mir bei der Kegnerin sagen.
18:43Ich weiß, ich weiß, ich weiß.
18:44Also dann bis heute Abend.
18:45Bis heute Abend.
18:45Und nochmals danke, Herr Doktor.
18:46Bitte, Herr.
18:52Tja.
18:53Danke.
18:54Wofür?
18:55Dass Sie das weggelassen haben.
18:57Mit der Belästigung.
18:58Ach, wissen Sie, wenn man so aussieht wie ich,
19:00dann ist man daran gewöhnt, dass man dumm angemacht wird.
19:03Haben Sie schon was vor jetzt?
19:05Nein, nein, keine Angst.
19:06Ich will Sie nicht anmachen.
19:08Nein?
19:10Was halten Sie davon, wenn ich es unserem Werksleiter vorstelle?
19:12Sie haben doch angedeutet, dass Sie keinen Job haben.
19:14Wir suchen Auszubildende.
19:16Was haben Sie gelernt, wenn ich fragen darf?
19:19Ja, also zuletzt habe ich für eine Firma in Hamburg gearbeitet.
19:22Internet.
19:23Also Computer.
19:24Ja.
19:25Und was machen Sie?
19:26Textilien.
19:28Das hat heutzutage sehr viel mit Computern zu tun.
19:31Also?
19:37Was gibt es da zu lachen? Das ist mein völliger Ernst.
19:39Herr Althofer, das ist einfach lächerlich.
19:41Felix, bitte.
19:42Felix, das geht nicht.
19:44Soll ich dir sagen, was passieren wird?
19:46Althofer wird den Auftrag vermasseln.
19:48Noch nicht mal die kleine Auflage für die Messe am Sehen gekriegt
19:50und außer Haus geben müssen.
19:51Mit der Jahresproduktion für Boretti
19:53ist Wieland mit seinen Maschinen völlig überfordert.
19:55Und was dann?
19:56Lass uns fahren, ja?
19:58Dein Talent ist verschwendet an die Firma.
20:00Das habe ich dir schon gesagt, als ich zum ersten Mal deine Muster gesehen habe.
20:02Meins auch.
20:03So lange Leute wie die Dietrichsen und mein Vater den Stil diktieren in der Firma.
20:07Da ist ja auch noch Herr Unger, oder?
20:08Ein Mann ohne jeglichen Geschmack, der nur Geld im Kopf hat.
20:11Lena, wir nehmen den Boretti-Etat,
20:13lassen in Thailand oder Korea auf supermodernen Maschinen produzieren
20:16und verdienen uns eine goldene Nase.
20:18Cherny Fashion Fabrics.
20:20Cherny, das klingt wie Fendi.
20:21Prada, da ist Musik drin.
20:23Das würdest du deiner Familie wirklich antun?
20:25Den größten Auftrag der Firmengeschichte klauen?
20:27Pardon, äh, ich wurde auch nicht gefragt,
20:29als man mir zuerst Roland vor die Nase gesetzt hat
20:31und jetzt den Unger.
20:32Aber bitte, wir können ihn ja anbieten,
20:35als Tochterfirma mit eigenem Profitcenter zu produzieren.
20:42Oh, nee, das ist nicht wahr.
20:44Scheiße.
20:47Für Schlüssel.
20:49Mein Gott, meine ganzen Papiere und Verträge sind in den Wagen.
20:51Bald kann der nicht sein.
20:57Ja, ist da die Polizei?
20:58Mein Wagen ist geklaut worden.
21:01Vor ca. einer halben Stunde.
21:05Also an Achsen hier ist auch was dran.
21:07Ja.
21:12Na, Herr Wieland, wie sieht's aus?
21:14Der Kühler ist im Eimer und die Achse hat was abgekriegt.
21:16Nicht, ansonsten Blechschaden.
21:19Naja, wenn der Leo da wäre,
21:20würden wir es in 0,0x wieder hinkriegen.
21:22Achso, darf ich vorstellen?
21:23Das ist Isabella Cortez, Herr Wieland.
21:25Guten Tag.
21:26Tag.
21:27Ich gebe ihm besser nicht die Hand.
21:29Das macht nicht.
21:30Frau Cortez ist Computerspezialistin.
21:32Naja, also Spezialistin ist ein bisschen übertrieben.
21:34Und sie wird ihr Einverständnis vorausgesetzt,
21:36eine Ausbildung bei Althofer machen.
21:37Und bei Ihnen wird sie anfangen.
21:39Ich weiß, es kommt jetzt alles etwas überraschend,
21:41aber entschuldigen Sie uns einen kleinen Augenblick.
21:43Bitte.
21:44Moment mal, Moment mal.
21:45Was habe ich da eben gehört?
21:46Ausbildung?
21:49Hallöchen.
21:52Also wenn Ihre Fähigkeiten am Computer
21:54genauso gut sind wie Ihre Beine,
21:55dann soll es mir recht sein.
21:57Hallo, Jan.
21:58Du meinst tatsächlich,
22:00die Czerny hat sich an den Felix Althofer angeschlossen?
22:05Naja, wie auch immer.
22:07Gelohnt hat sich die ganze Sache jedenfalls.
22:09Dieser Auftrag von Goretti?
22:12Wahnsinn.
22:13Nein, ich gehe auch nicht zu der Feier in der Villa heute Abend.
22:16Ich bin schon verabredet.
22:18Mit Ebert.
22:21Ilona, ich muss Schluss.
22:23Hast du schon richtig gehört?
22:24Eine Million Villa für das Objekt.
22:25Nein, natürlich nicht,
22:27aber den Bienen auch schon zurecht.
22:28Bleib mal kurz dran.
22:29Können Sie Frau Martinek bitten, zu mir zu kommen?
22:31Es gibt sehr, sehr gute Nachrichten.
22:32Na schön.
22:34Nein, Gott, nein.
22:35Nicht für dich, für Frau Martinek.
22:37Stange.
22:38Ja, Frau Martinek.
22:39Herr Unger würde Sie gern sprechen.
22:41Es geht um Leo.
22:42Gute Nachrichten, sagt er.
22:44Ja, ich denke gleich.
22:46Ah ja, gut.
22:52Ja, natürlich.
22:53Eine Sekunde, Waltraud.
22:54Frau Martinek muss noch schnell zu Herrn Wieland, aber dann kommen Sie.
22:57Kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie.
23:00300.000 Eigenkapital.
23:02Als Sicherheit kann die Bank ja meine 500.000 haben, die in der Firma stecken.
23:07Waltraud, man lebt nur einmal.
23:10Ich liebe deine einfühlsamen Kommentare.
23:13Also bitte bleib dran an der Sache.
23:14Ich brauche das Geld, ja?
23:15Tschüss.
23:17Darf ich fragen, was für gute Nachrichten?
23:20Leo.
23:20Ach so, Frau Cortez ist bereit, für Herrn Waltz auszusagen.
23:23Oh, Gott sei Dank.
23:25So, aber jetzt mal was, was anderes, Frau Stange.
23:28Jetzt setzen Sie doch mal hin.
23:30Sie kennen doch sicherlich einen guten Juwelier in Augsburg.
23:33Ich suche nämlich einen Geschenk für Waltraud.
23:38Geburtstag?
23:39Verlobung?
23:40Verlobung?
23:40Da kennen Sie Waltraud aber schlecht.
23:42Nein, das Geschenk soll eine Anerkennung sein für Ihre Geduld.
23:45Mit mir so all die Jahre.
23:47Na ja, ich habe bei Kurtz in der Bahnhofstraße neulich was ganz Zauberhaftes gesehen.
23:52Ein Saphir an so einer unsichtbaren Kette.
23:54Sieht aus, als ob der Stein am Hals schwebt.
23:57Wie viel?
23:586.000.
24:00Ach du.
24:01Gibt's auch billiger.
24:03Mit dem Aquamarin.
24:04Und wenn Ihre Waltraud blaue Augen hat, dann passt der Stein sehr gut zur Augenfahme.
24:09Hat sie.
24:10Hat sie.
24:11Danke, Frau Stange.
24:14Also, Kurtz Bahnhofstraße.
24:16Mhm.
24:17Gleich neben dem Stehcafé.
24:19Ist doch sowas.
24:21Schade.
24:22Ihre Waltraud hätte sich sicher sehr gefreut, aber sie hat braune Augen.
24:25Also jedenfalls, wenn das Foto stimmt, was Sie mir neulich gezeigt haben.
24:29Komisch.
24:29Also ich dachte immer, Sie werden...
24:30Blatt.
24:32Sie können vielleicht einer Ehefrau was vormachen.
24:34Einer Sekretärin?
24:36Nicht?
24:40Ja?
24:43Althofer.
24:43Ich wollte nur sagen, wir kommen etwas später.
24:46Mein Wagen ist geklaut worden.
24:48Was?
24:49Hm, weit wird der Blödmann nicht kommen.
24:50Das Auto hat einen Sender eingebaut.
24:52Bis es nur, Lena hat alle Besseunterlagenwagen vergessen.
24:55Wir kommen auch auf sowas.
24:56Am helllichten Tag, auf einem belebten Parkplatz.
24:58Wir waren höchstens eine halbe Stunde im Lokal.
25:01Wo sind Sie denn?
25:02Meinen Sie, Sie schaffen es doch für Feierabend?
25:03Sicher.
25:04In zwei, drei Stunden trudeln wir ein.
25:06Ja, ich habe der Polizei Ihre Nummer gegeben.
25:08Rufen Sie mich an, ja?
25:09Wenn Sie sich in der Zwischenzeit was tun.
25:10Danke. Bis später.
25:12Ich muss aber erst zu meiner Mutter.
25:13Meine ganzen Klamotten sind im Auto.
25:15Kein Thema.
25:16Bei der Gelegenheit kannst du mich ja vorstellen.
25:17Als zukünftigen Schwedersohn.
25:20Sehr witzig.
25:20Wieso?
25:21Ist doch nur eine Frage der Zeit.
25:22Wir haben die gleiche Wellenlänge.
25:23Wir sind ein fantastisches Team.
25:25You have the looks, I have the brain.
25:27Let's make money, money, money.
25:29Also erstens bist du überhaupt nicht mehr ein Typ.
25:32Zweitens sollte man ja Privates und Berufliches grundsätzlich und strikt auseinanderhalten.
25:37Und drittens ist da glaube ich noch jemand mit dem Namen Nathalie.
25:40Nathalie, das hat doch keine Zukunft.
25:42Ist doch nicht dein Ernst.
25:43Sie ist völlig auf dich fixiert.
25:45Ich weiß, sie ist ja auch okay, aber du bist doch eine ganz andere Klasse.
25:49Lena, gib's doch zu.
25:50Wir beide sind wie aus einem Holz geschnitzt.
25:51Wie Bruder und Schwester.
25:54Ja, genau.
25:55Und so soll's auch bleiben, okay?
25:59Nach München, Ramersdorf.
26:06Dank, Frau Stammel.
26:08Hallo, Frau Bartigek.
26:09Wie geht's denn dem Leo?
26:11Keine Ahnung, aber Sie können ihn ja mal besuchen.
26:14Der Herr Unger-Frei?
26:16Der telefoniert noch, aber ich denke, Sie können schon reingehen.
26:20Gut, danke.
26:22Und was kostet das?
26:26Und eine neue Maschine?
26:28Ach du.
26:30Ich werde mit Herrn Althoffer reden.
26:32Danke, Herr Gider.
26:34Wir haben wieder Probleme mit der M5.
26:36Ja, Nathalie hat die fehlerhaften Felden ausgezählt.
26:39Die Fadenwächter funktionieren nicht richtig.
26:42Die Maschine läuft weiter, obwohl die Felden brechen.
26:45Ja, aber deshalb haben Sie mich sicher nicht herzitiert.
26:48Ach so, nein, es gibt auch erfreuliche Nachrichten.
26:52Wir haben die Zeugin von Leo gefunden.
26:54Wie schön.
26:55War's das?
26:57Frau Martinek, sind Sie sich im Klaren darüber, was das bedeutet?
26:59Ach doch, ich glaub schon.
27:01Leo kommt auf Bewährung frei oder gegen Kaution
27:04und dann kann er ja zu seiner Freundin nach Eschendorf ziehen
27:07und seiner kleinen Tochter beibringen, wie man Tüten klebt.
27:11Freundin, Tochter, Eschendorf?
27:13Frau Martinek, was soll denn das?
27:17Leo ist viel auf Achse, Herr Unger.
27:19Da gibt's jede Menge netter Anhalterinnen
27:21und in jeder Tankstelle nette und vor allem jüngere Menschen.
27:26Da kann ein Mann schon mal vergessen, dass zu Hause eine Emma auf ihn wartet.
27:31Leo hat ein Kind mit einem weiblichen Tankwart in Eschendorf.
27:35Tja, aber wissen Sie, am meisten ärgere ich mich über mich selber.
27:40Das habe ich mir eigentlich eingebildet.
27:42Nur weil ich ihm geholfen habe, wieder auf die Beine zu kommen,
27:44ihm ein Zuhause gegeben habe.
27:48Sagen Sie meinen schönen Gruß.
27:50Er kann seine Sachen abholen.
27:51Sie stehen im Keller.
27:53Schönen Tag noch.
28:04Frau Steinberg, können Sie bitte für mich die Besuchszeiten
28:07vom Untersuchungsgefängnis rauskriegen?
28:10Danke.
28:16Nathalie?
28:22Du brauchst nicht zu warten.
28:23Vor Feierabend kommen die nicht.
28:25Denen ist der Wagen geklaut worden.
28:26Wie? Woher weißt du das?
28:28Die Frau Stangel hat mit der Polizei telefoniert.
28:33Das Kind ist von Felix Altäufer, stimmt's?
28:38Oh, oh.
28:45Martinek?
28:46Emma, jetzt leg bitte nicht wieder auf.
28:49Ich glaube, Sie sind falsch verbunden.
28:51Hier ist nicht die Tankstelle Eschendorf.
28:53Ey, ich darf bloß einmal pro Tag telefonieren.
28:55Wir müssen reden, Emma.
28:59Emma?
29:02Scheiße!
29:04Sie haben Besuch, Arbeids.
29:05Kommen Sie.
29:06Wer?
29:07Wieder dieser Anwalt?
29:08Nein, nein, Herr Unger.
29:16Im Knast, ja.
29:18Nein, Waltraud nur zu Besuch.
29:21Trotzdem, ist ein ziemlich merkwürdiges Gefühl hier.
29:25Also, jetzt mal was anderes, was den Kredit angeht.
29:27Was Neues?
29:29Ja, natürlich, das können Sie haben.
29:30Schriftlich, von Herrn Altäufer persönlich.
29:33Gut, sage Ihnen einen schönen Dank.
29:34Ich kann die Summe bis spätestens Weihnachten wieder ablösen, ja?
29:37Also, bis später.
29:39Danke, Waltraud.
29:44Guten Tag, Waltraud.
29:46Guten Tag, Waltraud.
29:47Na, wie geht's?
29:49Beschissen, wie sonst.
29:51Also, erstens, wir haben Ihre Zeugin gefunden.
29:54Zweitens, ich habe in der Klinik angerufen.
29:56Ihre Unfallgegner sind entlassen worden, vor drei Tagen.
29:58Keine bleibenden Schäden.
30:00Außer natürlich in der saftigen Krankenhausrichtung.
30:02Also, es sieht doch alles gar nicht so schlecht aus.
30:04Aber, Herr Waltz, was ist denn los mit Ihnen?
30:09Anhalterinnen an die Wäsche gehen?
30:11Weiß Emma das?
30:13Nein, das nicht.
30:16Aber wer ist denn diese Frau?
30:18Von der Tankstelle, in Eschendorf.
30:21Scheiße.
30:24Also, es ist wahr.
30:26Mann, das, das ist doch über fünf Jahre her.
30:30Helga ist nur ins Gefängnis gekommen, weil mein Scheck nicht kam.
30:33Ich drücke jeden Monat 500 ab.
30:35Für die Kleine, verstehen Sie?
30:37Mehr ist dann nicht mehr.
30:39Mensch, Mensch, Mensch, Herr Waltz.
30:41Warum haben Sie es Emma denn nicht gesagt?
30:43So was ist doch ganz verständlich.
30:45Bitte, Herr Unger.
30:46Sie müssen Emma klar machen, dass ich nichts mehr am Hut habe mit der Frau.
30:50Mit mir redet sie doch nicht mehr.
30:52Ja.
30:53Sie lässt ihn ausrichten.
30:56Ihre Sachen seien im Keller.
30:59Sieht fast so aus, als hätte ich mal wieder alles vermasselt, was?
31:03Ach, jetzt lassen Sie sich nicht unterkriegen, Herr Waltz.
31:06Ich glaube, jetzt muss ich wieder.
31:10Bei Althofa haben Sie immer ein Zuhause.
31:13Bei Emma fürchte ich leider nicht mehr.
31:16Ich schaue mich raus.
31:17Ja.
31:28Selig, bitte.
31:29Es dauert nur zehn Minuten, okay?
31:31Die Zeit läuft.
31:36Hallo, Mami.
31:37Ich habe leider nur ein paar Minuten.
31:39Und, alles gut gegangen?
31:41Besser als gut.
31:42Dein Geschenk ist nur leider geklaut worden unterwegs und mein Gepäck auch.
31:45Sag mal, darf ich mir deinen Lippenstift ausleihen?
31:47Sei doch so lieb und hol mein rotes Kleid ganz oben, da im Schrank links.
31:50Sag mal, wer ist denn dieser junge Mann da draußen im Taxi?
31:53Felix Althofa.
31:54Bitte, Mami, ich muss noch duschen und heute Abend ist dieser Empfang in der Villa.
31:57Ich kann doch da unmöglich so hin.
32:01Nein, schon in München.
32:03Lena will sich nur kurz frisch machen für heute Abend.
32:05Ihr Gepäck ist im geklauten Wagen.
32:06Ach, äh, hat sich die Polizei schon gemeldet?
32:10Also, tschüss, Mami.
32:12Warte.
32:13Würdest du das bitte Wilhelm Althofa zukommen lassen, aber diskret?
32:17Sind das seine Briefe?
32:19Nein, meine.
32:21Die ich nie abgeschickt habe, damals.
32:24Sag mal, glaubst du, das ist eine gute Idee?
32:27Wilhelm war hier.
32:28Was?
32:29Er wollte nicht glauben, dass du seine Tochter bist.
32:31Jetzt muss er wohl.
32:33Dann jetzt geh, viel Spaß.
32:35Mach keine Dummheit.
32:36Keine Sorge.
32:40Sie kommt.
32:41Wow.
32:42Also, in der Dreiviertelstunde sind wir da.
32:43Stellt schon mal den Shampoos kalt.
32:46Alle Achtung, was eine Frau wie du in zehn Minuten aus sich machen kann?
32:50Das ist ja sehr charmant.
32:51Also, vor zehn Minuten sah ich grauenhaft aus, oder wie?
32:53Na, sagen wir, vorhin hast du noch zu mir gepasst.
32:56Jetzt sehe ich aus wie dein Fahrer.
33:16Bleibt uns gut und gern eine Woche, bis die Verträge mit Boretti wirklich stehen und unterschrieben sind.
33:22Also, in der Zeit müsste es Wieland und seinen Leuten noch möglich sein, die M5 aufzurüsten.
33:27Frau Stangel, den Brief an die Hausarbeiter müssten Sie mitnehmen und auf dem Heimwerk einstecken.
33:32Ja, natürlich. Roland sucht eine Wohnung.
33:34Vielleicht reicht ja eine von den Firmenwohnungen.
33:37Ich meine, falls Sie den Ansprüchen seiner Frau genügt.
33:41Tag, Chef.
33:42Tag.
33:42Ah, Herr Wieland, schön, dass Sie da sind.
33:44Ich muss gleich mit Ihnen reden.
33:46Ach so, darf ich vorstellen?
33:47Isabella Cortez, Herr Althofer.
33:49Frau Cortez wird bei uns eine Ausbildung anfangen.
33:51Als Ersatz für unseren Rockstar.
33:54Ah, ja.
33:55Na gut.
33:56Also dann, schönen Abend.
33:58Schönen Abend.
33:59Und das ist unsere gute Seele, Frau Stangel.
34:01Frau Stangel, Frau Cortez, können Sie vielleicht noch ganz schnell eine Betriebsausweise ausstellen?
34:06Vorläufig.
34:06Na ja, was sein muss, muss sein.
34:08Setzen Sie sich.
34:09Danke.
34:11Herr Umer, haben Sie mit dem Chef gesprochen?
34:13Ja, natürlich.
34:13Also kommen Sie.
34:15Ach ja, und Sie laufen mir nicht weg.
34:17Ich muss noch mit Ihnen reden.
34:18Ja.
34:21Na?
34:22Was haben Sie für einen Eindruck von hier?
34:24Was soll ich sagen?
34:25Nett ist sie ja.
34:27Und vom Computern scheint es auch eine Menge mehr zu verstehen als unser Jan.
34:30Aber was sie wirklich drauf hat, das wird sich erst in der Probezeit zeigen.
34:34Was mich aber viel mehr interessiert, was ist mit dem Leo?
34:37Herr Dr. Straublinger wird ihn wahrscheinlich auf Kaution rauskriegen.
34:40Aber ob er dann wieder bei Althofer arbeiten will, das hängt einzig und allein von Emma Martinek ab.
34:45Aber lassen wir das jetzt.
34:46Die M5.
34:47Bitte nehmen Sie Platz.
34:50Also der Chef ist der Meinung, dass wir uns eine neue zurzeit nicht leisten können.
34:54Jedenfalls nicht, bis der Auftrag unter Dach und Fach ist und die ersten Rechnungen beglichen worden.
34:58Aber, Herr Wieland, das Geld, um die Maschine General überholen zu lassen, das wäre da.
35:03Na, was meinen Sie?
35:04Können Sie das hinkriegen in einer Woche?
35:07Oder meinetwegen auch in zwei?
35:10Ja, wie Frau Stangl schon sagte, was muss, das muss.
35:12Aber nicht, dass mir hinter einer kommt und sich aufregt, dass wir Lieferschwierigkeiten haben.
35:16Herr Wieland, natürlich werde ich am Kronleuchter hängen.
35:19Aber ich glaube, Sie werden mich da schon wieder runterholen.
35:24Die Cornelia Althofer war bei mir.
35:26Herr Hunger, ist das Ihr Ernst, dass die im Vertrieb arbeiten soll?
35:29Weil sie hat Musik studiert, hat sich nie um die Firma gekümmert.
35:32Herr Wieland, in unseren Stoffen ist Musik.
35:35Und ich hoffe auch bald in unseren Umsätzen.
35:37Frau Althofer wird Herrn Boretti betreuen.
35:39Und es ist doch wunderbar, wenn Sie ein Mitglied der Familie exklusiv um ihn kümmert,
35:42als direkter Ansprechpartner und übrigens, Sie kann auch Italienisch.
35:46Naja, Sie müssen es ja wissen.
35:49Aber Herr Wieland, so haben wir es doch bis jetzt immer gehalten.
35:52Ich rede Ihnen nicht rein, was Ihre Leute und die Maschinen betrifft
35:54und Sie überlassen mir die Strategie.
35:55Und damit sind wir doch bis jetzt nicht schlecht gefahren mit diesem Arrangement.
36:00Aber schwindelig werden kann es ja manchmal schon bei Ihrem Stil.
36:04Tja, also da.
36:08Na, alles klar?
36:09Ja, ja. Die Personalakte legen wir morgen an.
36:12Ich bringe Sie zum Zug, ja?
36:13Ich habe sowieso noch was in der Bahnhofstraße zu erledigen.
36:15Okay.
36:24Sie sind da!
36:26Sie sind da!
36:41Ich würde vorschlagen, dass Sie sich in den nächsten Wochen auch noch die anderen Abteilungen ansehen.
36:45Wichtig ist, dass Sie die Firma überhaupt erst mal kennen.
36:47Oh!
37:18Na ja, was soll ich sagen? Kaum war die Dietrichsen der Knappenzusammenwurf an der Bildfläche und Lena hatte freie Hand,
37:24lief alles wie geschmiert.
37:24Ihr hättet sehen sollen, wie sie den Boretti verarztet hat. Dabei ist der Mensch schwul, glaube ich, ebenfalls toll.
37:31Was meinst du eigentlich mit verarztet?
37:34Na ja, ihre neuen Designs verkauft hat. Nicht aus dem Musterkoffer, am eigenen Leib.
37:39Jetzt freu dich doch, dass es geklappt hat. Oder immer befürchtet hast, dass es in Mailand nicht gut geht.
37:44Ja, freu dich doch mal. Du musst schnell dafür sorgen, dass Lena sich von der Dietrichsen nichts versagen lassen muss.
37:51Vielleicht gibst du ihr den Italienauftrag in eigener Regie. Oder überhaupt.
37:55Die Dietrichsen kriegt die konservative Schiene von Flanell bis Plüsch und Lena alles, was Pfiff und Peppert.
38:00Die Frau ist Spitzenklasse, Papa.
38:03Felix, du scheinst ja tatsächlich einmal verliebt zu sein.
38:06Das scheint nicht nur so. Auf die Liebe. Der Stoff, aus dem die Träume sind.
38:23Ja, ich weiß, das klingt bescheuert, weil Felix ja sozusagen ihr Bruder ist.
38:27Aber trotzdem, ich bin eifersüchtig, Waltraud.
38:30Ja, ich Florian Unger, der Mann, der nicht lieben kann.
38:35Mit diesen paar Worten muss ich mich leider ausblenden.
38:37Frau Schirmer, Frau Schirmer!
38:39Ja?
38:39Wir kriegen das Geld.
38:41Jetzt muss Mayerbeer nur noch Ja sagen und der Hof gehört uns.
38:45Eine Million.
38:46Ach, ich handel ihn schon auf 800.000 runter.
38:48So, und können Sie mich jetzt bitte abtrocknen?
38:51Also, Herr Unger, es ist immer vielleicht einer.
38:54Da.
39:20Also, Herr Unger.
39:30Vielen Dank.
39:56Vielen Dank.
40:53Es hätte ja auch irgendwas Wichtiges sein können.
40:58Sven, hat dir nichts gesagt?
40:59Nein.
41:01Jetzt geh nach Hause.
41:02Sein brabes Mädchen.
41:04Felix, ich...
41:05Ich bin schwanger.
41:07Wir kriegen kein Baby.
41:14Okay.
41:15Danke.
41:16Du kannst dann wirklich den schönsten Abend verdarmen.
41:21Felix!
41:22Nicht jetzt, bitte.
41:23Ich sehe, dass ich mich möglichst schnell hier losseise.
41:26Dann reden wir, okay?
41:38Okay.
41:53Ja, natürlich, die Wohnung ist nichts Besonderes, aber eine Frau mit Geschmack und Geld wie du,
41:59da könnte man durchaus was draus machen.
42:01Und irgendwann wird sich dein Schwiegervater auch beruhigt haben.
42:03Habe ich da gerade ein Du gehört?
42:05Wenn du nichts dagegen hast.
42:07Nein.
42:09Vielleicht sollten wir mal gemeinsam nach Neuland fliegen.
42:12Das wäre doch sicherlich angebracht, wenn sich die Geschäftsleitung dann auch mal blicken lässt.
42:16Ja, warum nicht?
42:17Vielleicht lässt sich das jetzt zur Vertragsunterzeichnung einrichten.
42:21Entschuldigen Sie mich einen kleinen Augenblick.
42:23Bitte.
42:26Ihr könnt es ja anbauen.
42:32Wildwasserkajak war meine geheime Landenschaft.
42:34Olympia?
42:36Bronzemedaille, ja.
42:37Darf ich Ihnen, Frau Tani, ganz kurz, dass Sie einen kleinen Padel gut umführen?
42:39Ich hatte noch keine Gelegenheit, Ihr zu Ihrem Erfolg zu gratulieren.
42:42Herr Doktor, haben Sie im Moment Zeit?
42:43Selbstverständlich.
42:44Entschuldigung.
42:49Sie, Sie haben mir gefehlt, Frau Tani.
42:52Sie mir auch, Herr Unger.
42:54Haben Sie schon was vor?
42:56Später?
42:57Bitte.
42:58Was?
42:58Sie steht im Trocknen?
42:59Hier.
43:00Ich glaube, jetzt ist ein Toast fällig.
43:03Sie oder ich?
43:04Bitte.
43:06Darf ich um die geschätzte Aufmerksamkeit bitten?
43:08Mein Gott, wie Felix sich wieder in den Mittelpunkt spielt.
43:11Ich denke, wir sollten jetzt alle das Glas erheben und der Frau gratulieren, der Althofer den Erfolg in Mailand verdankt.
43:17Und Althofer ist wieder wer.
43:20Wir mischen mit und zwar in der Champions League auf Lena Czerny.
43:27Danke.
43:28Bravo.
43:31Bravo.
43:36Althofer-Pforte.
43:39Welcher Wagen?
43:41Ach so.
43:42Ja, ja.
43:44Ja, klar.
43:45Klar sage ich Herrn Althofer.
43:47Vielen Dank, Herr Wachtmeister.
43:57Spät.
44:13Was heißt hier Schluss? Wir machen natürlich noch einen kleinen Zug ins Städtchen. Club 13 ist doch hoffentlich klar.
44:18Ohne mich bitte.
44:20Herr Althofer, die Polizei hat gerade angerufen. Die haben ihren Wagen gefunden.
44:24Wie? Wo denn?
44:25Sie haben ihn an der österreichischen Grenze erwischt. Salzburg.
44:28Wo ist dein Wagen?
44:29Ja, auf dem Parkplatz, wenn er nicht geklaut worden ist.
44:31Womit mal, Sie wollen jetzt noch nach Salzburg?
44:33Meine ganzen Verträge und Bestellungen sind doch in dem Auto.
44:36Na los, auf geht's. Zwei Stunden, das ist doch gar nichts.
44:40Zwei Stunden, das ist doch gar nichts.
44:53Zwei Stunden, das ist doch gar nichts.
45:08Zwei Stunden, das ist doch gar nichts.
45:13Zwei Stunden, das ist doch gar nichts.
45:18Zwei Stunden, das ist doch gar nichts.
45:18Zwei Stunden, das ist doch gar nichts.
45:18Untertitelung. BR 2018
Kommentare

Empfohlen