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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Wir werden heiraten.
00:02Endlich.
00:03Endlich.
00:04Wenn ich deine Hände sehe, dann denke ich daran, dass du diese Frau umgebracht hast.
00:09Glaubst du wirklich, dass ich so einen Vater für meine Tochter will?
00:12Er lässt sich um die halbe Welt fliegen, um dir zu sagen, dass ihm deine Geschichte nicht gefällt?
00:17Ich hab schon im Pfleger gesessen, hat er sich dagegen entschieden.
00:20Das ist ein Business in Hollywood.
00:21Wie findest du denn dieses Haus?
00:30Da gibt es eine traumhafte Maisonnette-Wohnung. 120 Quadratmeter auf zwei Etagen.
00:36Hört sich toll an.
00:39Und für dich wäre in dieser Wohnung auch noch Platz.
00:43Los, komm, trau dich, schlag zu.
00:45Vielleicht verschafft es dir ein wenig genug Ton.
00:53Du bist so erbärmlich.
00:59Aber du tust mir leid, weil du nie erfahren wirst, was es bedeutet, wirklich zu lieben.
01:07Ab dem heutigen Tage bist du nicht nur mein Vater.
01:31Ab dem heutigen Tage bist du nicht nur mein Vater.
02:05Sag mal, meinst du das ernst?
02:08Du musst nicht mit mir da einziehen, Frank, aber ich fände es schön.
02:13Dann könnten wir beide nochmal ganz von vorne anfangen.
02:16Na ja, ganz von vorne ja wohl nicht.
02:20Ich meine, einmal geheiratet, einmal geschieden.
02:26Wir haben uns beide sehr verändert.
02:28Hätte ja auch gut sein können, dass wir gar nicht mehr zueinander finden.
02:36Stattdessen habe ich mich nochmal neu in dich verliebt.
02:44Und ich mich in dich.
03:08Und ich mich in dich.
03:18Ich bin natürlich nicht.
03:18Ich bin dich.
03:21Ich bin mich bekannt.
03:21Ich bin mich mal erhöht.
03:22Ich bin dich.
03:31Ich bin mir nicht.
03:42Ich verstehe es nicht. Erklär es mir bitte.
03:44Da gibt es nichts zu erklären.
03:45Du lehnst ohne Grund dein Angebot aus Hollywood ab. Bist du krank?
03:48Conny.
03:49Seit ich dich kenne, träumst du davon, einen großen Film zu machen. Und das geht nun mal nur in Hollywood.
03:53Du tust gerade so, als würde der Erfolg in Los Angeles auf der Straße liegen. Aber das Gegenteil ist der
03:58Fall.
04:00Weil, nirgendwo anders musst du für deinen Erfolg so hart kämpfen wie dort in Hollywood.
04:03Ja und wieso kämpfst du dann nicht? Willst du doch Werbespots drehen?
04:06Darum geht es doch gar nicht.
04:07Du willst nicht nach Hollywood. Du willst dich nicht mit irgendwelchen Jobs über Wasser halten. Was willst du dann?
04:12Es gibt auch noch was anderes im Leben.
04:14Aha, und was soll das sein?
04:15Ohne dieses, ich meine, ohne die andere kann ich einfach nicht leben.
04:21Mein Tom, kannst du dich bitte einmal klar und deutlich ausdrücken?
04:26Gestern im Hotel. Als ich rausgeschaut habe da, habe ich auf Palmen geguckt, den rauschenden Verkehr, das pulsierende Leben, alles
04:34bunt und schön.
04:35Aber mir wird auf einmal Hunde elend. Allein die Vorstellung, dass wir ein halbes Jahr oder noch länger getrennt sind,
04:41war für mich unerträglich.
04:44Du hast diesem Produzenten wegen mir eine Absage erteilt.
04:48Ja.
04:57Aber wir reden hier von einem halben Jahr Trennung, nicht von einem halben Jahrhundert.
05:03Ich kenne das Filmbusiness, Conny. Es wird bei diesem halben Jahr nicht bleiben. Im Gegenteil, es wird länger dauern.
05:08Ich werde so busy sein, so wenig Zeit haben, dass wir froh sein können, dass wir einmal in der Woche
05:13telefonieren.
05:15Und mal ganz ehrlich, Conny, das wäre doch das Ende unserer Beziehung.
05:34Raphael.
05:35Was willst du?
05:39Ich war beunruhigt.
05:42Du hast dir also Sorgen gemacht?
05:47Wie fühlst du dich?
05:51Wem willst du etwas vormachen, mir oder dir?
05:56Was redest du da?
05:59Du bist doch nur hier, um zu sehen, wie es aussieht, wenn ich am Boden bin.
06:04Schau genau hin.
06:06So sieht es aus.
06:09Das ist der Moment, auf den ihr alle gewartet habt.
06:13Ich gebe es zu.
06:15Mein Leben ist ein einziger Trümmerhaufen.
06:18Nichts.
06:19Nichts habe ich geschafft.
06:22Los.
06:25Verachte mich.
06:27Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich selber verachte.
06:30Ich habe...
06:36Lass mich doch alle in Ruhe.
06:49Na, wie geht es meinem kleinen Enkelkind?
06:52Ja, sie hat heute Nacht fast durchgeschlafen, bis auf einmal.
06:56Und essen tut sie eigentlich auch ganz gut.
06:58Das ist schön.
07:00Das ist ja nicht selbstverständlich bei so einem kleinen Kind.
07:04Manchmal schreien die Babys sehr viel oder sind nervös, wenn in ihrer Umgebung etwas nicht stimmt.
07:11Und Letizia hat ja einiges mitgemacht.
07:13Ja, aber sie scheint das gut zu verkraften.
07:19Ich war heute bei Raphael.
07:24Na ja.
07:25Was hat er gesagt?
07:28Er hat mich gefragt, ob ich ihn immer noch heiraten will.
07:32Aber ich kann nicht.
07:33Das geht nicht, Amelie.
07:36Sie müssen sich von mir nicht rechtfertigen.
07:39Und ehrlich gesagt, ich finde Ihre Entscheidung richtig.
07:42Nach allem, was passiert ist.
07:45Haben Sie eigentlich vor, Raphael zu besuchen?
07:48Nein.
07:50Das kann ich nicht.
07:52Es ist einfach noch viel zu früh.
07:54Als Mutter macht man sich natürlich immer wieder Vorwürfe und fragt sich, was hat man falsch gemacht.
08:00Selbst bei einem erwachsenen Kind.
08:05Ich bin mir sicher, dass ich auch meine Fehler machen werde.
08:08Aber das merkt man eben erst hinterher.
08:10Mit Letizia haben Sie noch alles für sich.
08:13Mein Gott, wenn ich daran denke, als Raphael klein war.
08:18Ja, und jetzt haben wir dich, du kleiner Wonnebrocken.
08:24Letizia ist wirklich mein großer Lichtblick im Augenblick.
08:28Na ja, und natürlich auch die Hochzeit von David und Lena, dass die beiden wieder zusammengefunden haben.
08:34Macht mich glücklich.
08:38Ich glaube, es ist dann auch besser, wenn ich meine Sachen packen und gehe.
08:42Das müssen Sie selbst entscheiden.
08:45Obwohl, ich glaube, ich würde an Ihrer Stelle auch so handeln.
08:51Aber trotzdem...
08:52Ja?
08:55Letizia ist unser Enkelkind.
08:58Also, Vanessa, wenn Sie noch Zeit brauchen, um für sich und Ihre Tochter eine neue Perspektive zu finden,
09:06können Sie ruhig weiter auf dem Schloss hier oben bleiben.
09:10Alles Weitere wird sich zeigen.
09:14Danke, Amelie.
09:26Das Spiel ist aus.
09:28Endgültig und für immer.
09:36Noch nicht ganz.
09:38Du wirst dich für deine Taten verantworten müssen.
09:42Mit allen Konsequenzen.
09:43Ich habe keine Angst vor dem Gefängnis.
09:47Ich habe nur Angst vor der Einsamkeit und meinen Gedanken,
09:50die sich in meinem Kopf drehen wie wirbeln und nicht aufhören und immer weiterlaufen und weiterlaufen.
09:54Du bist der Einzige, der das ändern kann.
09:57Aber du musst es wollen.
09:59Ich weiß nicht mehr, was ich will.
10:01Ich weiß nicht mehr, wer ich bin.
10:02Du hast deine Frau Julia getötet und auf deinen Sohn David geschossen.
10:07Das sind schon mal zwei Anhaltspunkte.
10:10Immerhin hast du deinen Humor nicht verloren.
10:12Das täuscht.
10:14Mir ist absolut nichts zum Lachen zur Mutter.
10:19Was ist mit Mutter?
10:21Kommt sie her?
10:23Das kann ich dir nicht sagen.
10:26Du solltest in nächster Zeit nicht mit ihr rechnen.
10:31Aber Vanessa war doch da.
10:36Ich habe sie verloren.
10:38Darum bin ich selber schuld.
10:42Ich habe niemanden mehr.
10:45Niemanden.
10:47Hör doch auf mit deinem Selbstmitleid!
10:50Ja, was soll ich denn machen?
10:52Ich habe ja alles in meinem Leben falsch gemacht.
10:54Alles!
10:56Ich möchte die Zeit zurückdrehen und alles ändern.
11:01Das dürfte das erste Mal sein in deinem Leben, dass du etwas bereust.
11:07Als dein Vater kann ich nicht akzeptieren, was du getan hast.
11:12Aber ich bin für dich da.
11:20Wo kommst du wieder?
11:24Morgen, wenn du willst.
11:25Danke, Fritz.
11:39Also.
11:41Welcher der beiden gefällt dir besser?
11:44Ich finde beide gut.
11:47Hey.
11:48Etwas mehr Begeisterung, bitte, ja?
11:50Wenn sich deine Mutter für dein Hochzeitskleid Nummer zwei noch mal eine ganze Woche hinsetzt.
11:57Ist es schon ein bisschen peinlich.
11:59Ich meine, nur weil ich mein erstes Hochzeitskleid nicht tragen will, musst du mir jetzt noch ein zweites nähen.
12:07Ich muss gar nichts, mein Schatz.
12:09Wenn ich dir ein zweites Kleid nähe, dann tue ich das absolut freiwillig.
12:14Außerdem hängen an deinem ersten Kleid so viele schlechte Erinnerungen.
12:18Und dein Hochzeitskleid soll doch das wichtigste Andenken an den schönsten Tag in deinem Leben sein.
12:28Du und Papa, ihr seht so glücklich aus auf eurem Hochzeitsbild.
12:33Oh, Schatz.
12:36Ich war so fürchterlich verliebt in deinen Vater.
12:39So wie jetzt?
12:42Anders.
12:44Ist ja auch schon über 30 Jahre her.
12:48Ich freue mich, dass ihr beide wieder zusammen seid.
12:52Also ich hätte das gar nicht mehr für möglich gehalten.
12:55Dein Vater hat sich durch den Prozess sehr verändert und mir ist klar geworden, wie wichtig er mir ist und...
13:05Naja...
13:07Dass ich ihn immer noch liebe.
13:13Ach, Mama.
13:17Weißt du was?
13:21Ich habe eine wunderbare Idee.
13:23Mein Hochzeitskleid soll auch dir Glück bringen.
13:26Ich werde ein Stück davon heraustrennen und in dein Kleid einnähen.
13:30Dann habe ich das schönste Hochzeitskleid, das man sich wünschen kann.
13:34Danke, Mama.
13:48Ist geschehen noch Zeichen und Wunder.
13:50Ist Raphael doch nicht der Mörder?
13:52Lass mich bloß mit Raphael in Ruhe.
13:54Nein, ich habe mich mit Amelie unterhalten.
13:56Hat sie dir angeboten, dich zum Bus zu bringen, wenn du das Schloss verlassen musst?
13:59Ich kann hier wohnen bleiben, bis ich für mich und Letizia was Neues gefunden habe.
14:04Ja, aber das wusstest du doch schon vorher.
14:06Ja, aber es ist doch was anderes, ob man notgedrungen geduldet wird oder ob man es wirklich ehrlich angeboten bekommt.
14:11Schwesternchen, nach allem, was du dir hier auf diesem Schloss geleistet hast, wirst du immer nur geduldet sein.
14:16Und selbst wenn Amelie dir angeboten hat, hier zu bleiben, dann tut sie das nur ihrem Enkelkind zuliebe.
14:21Ich weiß.
14:23Was willst du denn?
14:25Ist es immer noch dein Wunsch, auf einem Schloss zu leben?
14:28Das war immer mein Plan.
14:31Aber bis vor kurzem habe ich auch noch überlegt, wie ich Amelie am besten manipulieren kann, um hierbleiben zu können.
14:36Und was hindert dich daran?
14:40Es...
14:41Lach mich jetzt bitte nicht aus, aber es fühlt sich einfach nicht mehr richtig an.
14:46Ja, ich möchte nicht, dass Letizia eine Mutter hat, die nur durch Lügen und Intrigen weiterkommt.
14:52Jetzt ist es das erste Mal, dass ich es anders versuchen will.
14:56Ich weiß nur noch nicht, wie.
14:58Heißt das etwa, du möchtest zum ersten Mal in deinem Leben auf eigenen Beinen stehen?
15:04Vielleicht.
15:04Vielleicht.
15:05Wow.
15:07Vielleicht wird hier doch noch was aus meiner kleinen Schwester.
15:10Das wird mir nicht überheblich.
15:34Hallo.
15:36Hallo.
15:37Hallo.
15:41Und, wie war's mit Toni?
15:43Nett.
15:43War schön.
15:44Ich soll dich ganz lieb grüßen.
15:45Danke.
15:50Lena kann froh sein, dass ihre Mutter so nähen kann.
15:54Du meinst, weil es das zweite Kleid ist, das ich für sie mache.
15:57Ich weiß.
15:58Es ist viel Arbeit.
16:00Ja.
16:01Aber ich möchte, dass sie mit einem neuen Kleid in ein neues Leben geht.
16:05Und außerdem mache ich das sehr gern.
16:07Hast du es je bereut, mich so früh geheiratet zu haben?
16:13Nein.
16:14Überhaupt nicht.
16:15Obwohl ich heute niemandem mehr empfehlen würde, so früh zu heiraten.
16:19Gott, man weiß ja wirklich noch gar nicht, wer man ist.
16:22Damals hatte ich einfach nicht den Mut zu sagen, dass ich nicht nur Hausfrau und Mutter sein möchte.
16:27Dass ich auch arbeiten will, weil es wichtig ist für mich und für unsere Ehe.
16:36So konnten wir früher nie miteinander reden.
16:40Siehst du?
16:42Ich...
16:44Wir haben dazugelernt.
16:49Und dafür liebe ich dich.
16:53Immer noch.
17:04Bitteschön.
17:05Möchtest du sonst noch was?
17:06Vielleicht was essen?
17:08Ich treffe mich gleich mit David.
17:09War ja klar.
17:10Ihr beide seid ja quasi unzertrennlich.
17:12Das stimmt.
17:13Doch, das stimmt.
17:15Aber das ist normal.
17:16Wenn man kurz davor steht, den Menschen zu heiraten, den man über alles liebt.
17:20Das ist so romantisch.
17:22Das sagt ja die Richtige.
17:24Tom hat seinen Auftrag in L.A. abgesagt wegen dir.
17:27Das ist romantisch.
17:29Romantisch oder dumm.
17:30Das ist ein echter Liebesbeweis.
17:32Aber jeder Regisseur will in Hollywood arbeiten.
17:35Vielleicht gibt es einen anderen Grund, warum er den Auftrag abgelehnt hat.
17:39Nö, der einzige Grund war Conny.
17:41Aber die Art Liebesbeweis scheint ja in unserer Zeit nicht mehr so sexy zu sein.
17:46Ey, du hast gelauscht.
17:47Ja.
17:49Wäre ja nicht schwer.
17:50Wenn ich gewusst hätte, dass du so unglücklich bist mit meiner Entscheidung, dann wäre ich gleich drüben geblieben.
17:55Ich lasse euch mal alleine.
17:57Alles klar.
17:58Tschüss.
17:59Ciao.
18:01Jetzt sei nicht sauer.
18:03Wie man es macht, macht man es falsch.
18:05Ich bin froh, dass du hier geblieben bist.
18:07Aber glücklicher wärst du gewesen, wenn ich den Auftrag angenommen hätte, oder?
18:11Nein.
18:12Ich wollte nur nicht, dass du meinetwegen deinen Traum aufgibst und das irgendwann bereust.
18:16Das ist alles.
18:25Hey, Papa.
18:27Hey, Jen.
18:29Was geht?
18:30Ich will was.
18:31Gerne.
18:33Aber erst muss ich noch was mit deiner Mutter besprechen.
18:35Immer müsst ihr labern.
18:37Nee, du Frechdachs.
18:38Geh mal auf dein Zimmer, da gibt es fast eine Überraschung für dich.
18:40Was denn?
18:41Ja, geh schauen.
18:42Wenn ich sie erzähle, ist keine Überraschung mehr.
18:43Hopp, los.
18:43Gut.
18:46Und, hast du dir einen gemütlichen Nachmittag gemacht?
18:50Wollen wir uns kurz setzen?
18:55Ich hab heute ein bisschen mit Frank gequatscht.
19:03Braurach hat mir ein Jobangebot gemacht.
19:06Und ist der schlechter als der, den du jetzt machst?
19:11Eigentlich nicht.
19:13Ich krieg sogar mehr Geld.
19:15Und wo ist der Hacken?
19:19Ich bin da nur noch alle vier Wochen in Köln.
19:21Das heißt, ich kann mich nicht mehr so um Luca kümmern wie bis jetzt.
19:26Für wie lange wäre es denn?
19:29Solange die Braurach da unten zu tun hat.
19:31Sechs Monate.
19:33Vielleicht sogar länger.
19:34Und du würdest gut verdienen.
19:37Ich wäre 24 Stunden im Einsatz.
19:40Ich könnte Stunden schreiben, bis der Arzt kommt.
19:44Lohnen würde es sich schon, aber...
19:49Ich glaub, ich mach's nicht.
19:50Bist du verräugt?
19:51Du kannst das Geld auch gebrochen.
19:53Ja, aber Luca braucht mich.
19:56Vor allem jetzt.
19:58Du hast dich jahrelang um Luca allein gekümmert.
20:00Jetzt kann ich für ihn sorgen.
20:03Dass Luca so ein toller Junge geworden ist, das hat er dir zu verdanken.
20:09Dir aber auch.
20:10Nimm den Job an, Toni.
20:13Sechs Monate gehen schnell vorbei.
20:48Das ist genau das richtige Lied.
20:52Ich weiß.
20:53Und du bist genau die richtige Frau.
20:55Für diesen Song.
20:57Für mich.
20:59Ich hab jemanden angerufen.
21:01Mhm.
21:02Und mit wem hast du telefoniert?
21:03Jemand, der Say My Name im Internet angeklickt hat.
21:06Ein Fan?
21:07Nein, ein Produzent.
21:08Der war begeistert.
21:09Der hat mich gefragt, ob ich noch mehr Songs habe.
21:11Ah, jetzt verstehe ich, warum das genau das richtige Lied war.
21:13Was hältst du davon, wenn wir das Lied neu arrangieren?
21:17Ich finde es musikalisch einfach zu brav.
21:19Der Drive fehlt.
21:21Was meinst du?
21:23Ich weiß ganz genau, was du meinst.
21:28Aber haben wir nicht eigentlich eine Hochzeit zu organisieren?
21:31Ja, wir müssen auch ein Haus bauen und einen Baum pflanzen.
21:34Das ist Männersache.
21:36Macho.
21:39Wir haben die ganze Nacht Zeit, um diesen Song neu zu arrangieren.
21:43Das klingt gut.
21:48Habe ich dir heute eigentlich schon gesagt, wie sehr ich dich liebe?
21:52Nein, das hast du nicht.
21:56Sag's mir.
21:56Ich liebe dich.
21:59Mhm.
22:02Ich liebe dich auch.
22:03Nein, ich liebe dich.
22:04Ich liebe dich.
22:06Ich liebe dich.
22:13Ich fange schon mal an, auszusortieren.
22:16Was sehe ich?
22:18Wie, die Vase willst du auch wegwerfen?
22:20Ja.
22:21Je weniger wir in die neue Wohnung mitnehmen, umso besser.
22:24Die ist von Tante Antje.
22:26Der Schwester meines Vaters.
22:27So.
22:28Und sie hat 20 Jahre lang bei uns im Schrank gestanden.
22:32Und da hast du sie auch nicht vermisst.
22:34So langsam frage ich mich, was ich überhaupt vermissen werde.
22:37Ich meine, wirklich vermissen.
22:39Willst du einfach alles zurücklassen und überhaupt nichts mitnehmen?
22:45Wie viele Jahre wir hier verbracht haben.
22:52Ja.
22:57Schöne Stunden, nicht so schöne Stunden.
23:02Diese Wohnung war immer ein wundervolles Zuhause für unsere Kinder.
23:06Ja.
23:06Und jetzt sind sie groß und haben ihr eigenes Zuhause.
23:11Und wir, wir sind ein bisschen erwachsener geworden.
23:15Doch.
23:16Du.
23:17Du bist nicht erwachsen.
23:21Deswegen möchte ich eigentlich überhaupt nichts mitnehmen.
23:25Wir richten uns neu ein.
23:27Wir richten unser Leben ganz neu ein.
23:31Das ist jetzt nicht dein Ernst.
23:37Wir nehmen nur das mit, was wir anhaben.
23:44Wir schlafen auf Matratzen und essen auf dem Fußboden.
23:50Wir sterben ein Abenteuer.
23:55Bist du bereit?
23:59Ja.
24:00Ich bin zu allem bereit.
24:16Darf ich?
24:19Was willst du denn hier?
24:27Toni, ich weiß, dass du sauer auf mich bist.
24:30Ich bin mehr als sauer.
24:36Was ich getan habe, das ist unentschuldbar.
24:39Weißt du eigentlich, wie weh du mir getan hast?
24:45Du hast mir vorgemacht, dass wir ein Kind zusammen haben.
24:51Du hast mich nicht nur verlassen.
24:54Und dann hast du mich im Glauben gelassen, dass dieses Baby gestorben ist.
25:06Toni, glaube mir.
25:08Wenn ich es ungeschehen machen könnte, ich würde alles dafür geben.
25:13Das sagst du jetzt?
25:15Ja.
25:17Eine späte Einsicht, ich weiß.
25:25Toni, können wir vielleicht Freunde sein?
25:29Freunde?
25:33Wenn Raphael kein Mörder wäre und im Gefängnis sitzen würde
25:36und du würdest ein schönes Leben auf dem Schloss haben,
25:38würdest du dann immer noch wollen, dass wir Freunde sind?
25:42Toni, so ist das nicht.
25:48Kommst du, Toni?
25:50Du solltest mit Luca reden.
25:52Ja, mein Schatz.
25:53Ich bin gleich da.
26:04Wie du hörst,
26:07braucht mich meine Familie.
26:13Toni?
26:17Ich werde wahrscheinlich die Stadt verlassen.
26:20Vielleicht sehen wir uns nie wieder.
26:26Das ist die beste Idee, die du seit langem hattest.
26:34Adieu, Toni.
26:36Ich wünsche dir alles Gute.
26:50Ich wünsche dir alles Gute.
26:59Vielleicht kannst du mir die Frauen mal klären.
27:02Ich kann dir nur eine Frau klären.
27:05Und die ist absolut unerklärlich.
27:08David, nimm es mir nicht übel.
27:09Du weißt, dass ich mich für Lena und dich freue, aber ich brauche wirklich...
27:12Okay, okay, okay.
27:12Ich versuche jetzt mal einen Moment nicht so verliebt zu sein,
27:15um mich voll auf dich zu konzentrieren.
27:17Also, was gibt's?
27:19Ich kann Conny einfach nicht verstehen.
27:22Also, eins ist schon mal klar.
27:23Du hättest dir nicht unbedingt vor vollendete Tatsachen stellen dürfen.
27:26Ja, dann hätte sie zu mir gesagt,
27:28Tom, sag mal, bist du verrückt, so ein Angebot auszuschlagen?
27:31Womit sie auch nicht ganz Unrecht gehabt hätte.
27:32Okay.
27:34Stellen wir dieses Ding mal weiter durch.
27:36Ich hätte diesen Auftrag also angenommen.
27:38Wäre ein halbes Jahr drüben, mindestens ein halbes Jahr, wahrscheinlich länger.
27:41Ihr hättet jeden Tag telefoniert oder gemailt.
27:44Wir gehen davon aus, ein halbes Jahr.
27:46Ja, dann kommt der Film raus, schlägt möglicherweise ein wie eine Bombe und dann?
27:51Ja, und dann?
27:52Naja, wir wären geschieden, bevor wir überhaupt geheiratet hätten.
27:55Also, jetzt komme ich nicht mehr mit.
27:57David, ich wäre irgendwann drin in der amerikanischen Filmindustrie,
28:01hätte einen Auftrag nach dem nächsten.
28:03Naja, und du weißt doch, wie das Spiel läuft.
28:05Irgendwann kannst du nicht mehr Nein sagen.
28:06Vielleicht solltest du einfach dieses Schreckensszenario
28:08von dem erfolgreichen Regisseur in Hollywood mit Conny mal besprechen.
28:12Aber dann würde sie auch sagen, hey, Tom, bist du verrückt?
28:14Das glaube ich nicht.
28:16Conny wünscht sich einen Mann, der zu dem steht, was ihm wichtig ist.
28:20Genau wie dieses Hollywood-Projekt.
28:23Sprich mit ihr.
28:24Ich bin mir sicher, sie wird mitziehen.
28:28Hast du dem Produzenten schon definitiv abgesagt?
28:32Im Prinzip schon.
28:34Also, nicht wirklich.
28:36Also, ich habe ihm gesagt, dass ich mich unwohl fühle.
28:38Und weil es eine konkrete Absage ist.
28:44In Los Angeles, da wäre es jetzt Mittag.
29:11Das ist Daniel, Oso.
29:15Er war's. Er hat meine Mutter umgebracht.
29:18Was?
29:19Raphael.
29:20Bring Letizia und dich in Sicherheit. Schnell und ruf die Polizei.
29:22Halten Sie deinen Mund.
29:28Bitte.
29:29Zeig mal mit dir.
29:31Leg die Waffe hin.
29:33Verschwinde von hier jetzt. Schnell.
29:44Na, meine kleine Maus?
29:49Hoffentlich erfährst du nie, was dein Vater Schreckliches getan hat.
29:56So. Jetzt ziehen wir deinen Schlafanzug an.
29:59Komm her.
30:14Komm her.
30:44Komm her.
31:30Hey, guten Abend.
31:31Mein Lieber, wie geht's dir?
31:35Ja, ja, ja. Mir geht's gut. Und dir?
31:40Du, pass mal auf.
31:41Ich hätte eine Frage an dich.
31:44Du bist doch noch mit der Musik unterwegs, oder?
31:48Sehr gut.
31:55Du willst wirklich gehen?
31:58Ja, ich fühle mich hier nicht wohl.
32:02Alles erinnert mich an Raphael.
32:06Ich kann's weg tun.
32:08Oder entsorgen.
32:11Das ändert nichts.
32:13Raphael ist auch hier, auch wenn er nicht anwesend ist.
32:17Ich spüre seine Präsenz.
32:19Seine Anzüge hängen noch im Schrank.
32:22Seine Eltern wohnen nebenan und beim Frühstück sitze ich seinem Sohn gegenüber.
32:26Ich hab immer das Gefühl, er könnte jeden Moment zur Tür hereinkommen.
32:29Aber wo willst du denn hin?
32:32Ich weiß es nicht.
32:34Erst mal in ein Hotel und dann seh ich weiter.
32:36Hast du Geld?
32:38Ja, für ein paar Tage reicht das.
32:41Ich kann dir was leihen.
32:43Das ist nicht unbedingt viel, aber ich...
32:44Danke, Schwesterherz.
32:47Ich muss jetzt sehen, wie ich alleine klarkomme.
32:51Ich werd dich vermissen.
32:55Hey.
32:57Ich bin doch nicht aus der Welt.
33:17Mutter.
33:21Hallo, Raphael.
33:31Ehrlich gesagt...
33:32...hab ich gar nicht mehr damit gerechnet, dass du kommst.
33:37Meinen Besuch hast du deinem Vater zu verdanken.
33:42Er scheint der Einzige zu sein, der noch zu mir hält.
33:46Ja.
33:49Fritz fühlt sich für dich verantwortlich.
33:52Und du?
33:56Was ist mit dir?
34:02Ich wollte eigentlich gar nicht kommen.
34:06Aber...
34:08Fritz hat mir erzählt,
34:11dass du bereust, was du getan hast.
34:15Und da hab ich dann doch gehofft,
34:17dass mein Sohn
34:20kein Unmensch ist.
34:24Ich hab so viele Unglücke bei unsere Familie gebracht.
34:37Ich lege nachts wach.
34:41Ich will verstehen,
34:44warum du das getan hast.
34:49Das hab ich falsch gemacht.
34:51Mutter.
34:53Du bist nicht schuld.
35:00Was soll denn Vanessa einmal ihrem...
35:03ihrem Kind erzählen, wenn's erwachsen ist?
35:07Ich hoffe, ich werde die Möglichkeit haben,
35:11hier mal alles zu erzählen.
35:15Ist Vanessa noch auf dem Schloss?
35:18Ja.
35:20Willst du sie bleiben?
35:22Ich hab's ihr angeboten.
35:25Wegen Letizia.
35:28Ob sie längerfristig bleibt,
35:32kann ich nicht sagen.
35:35Vanessa, was nur der richtige Mann
35:37über den Weg laufen.
35:37Ich bitte dich.
35:46Sehe ich dich wieder, Mutter.
35:50Wenn du wissen willst,
35:51ob ich dir verzeihen kann,
35:55ich hab keine Antwort drauf.
36:00Bist mein Sohn?
36:05Ich will versuchen,
36:06für dich da zu sein.
36:07Ich will versuchen,
36:40Ich brauche dringend einen Kaffee.
36:42Ich habe gerade frischengenacht.
36:44Ist Luca schon in der Schule?
36:46Wenn Toni nicht verschlafen hat.
36:48Er hat heute bei ihm übernachtet.
36:50Das ist wenigstens ein Vater, der sich kümmert.
36:54Vanessa war an Emma Geld und Status wichtiger.
36:58Aber Toni ist eh bald weg.
37:00Wo geht er hin?
37:02Nach Südfrankreich.
37:04Er hat dort einen gut bezahlten Job angenommen.
37:06Oh.
37:08Ja, für ein halbes Jahr.
37:10Aber für Luca ist das eine halbe Ewigkeit.
37:14Ja, und für dich ist es auch nicht einfach.
37:17Du bist ja jetzt allein für ihn verantwortlich.
37:19Das geht schon.
37:20Luca ist ja auch kein kleines Kind mehr.
37:22Er ist ja selbstständig.
37:23Aber er hängt sehr an seinem Vater.
37:27Und inzwischen verstehe ich mich mit Toni ja auch wieder gut.
37:30Viel besser als früher.
37:33Manchmal denke ich, wenn wir uns später kennengelernt hätten,
37:36dann wären wir heute vielleicht noch zusammen.
37:40Ist das eine Option?
37:43Toni und ich?
37:44Na ja, immerhin habt ihr ein Kind zusammen.
37:47Ich weiß nicht.
37:49So habe ich nie drüber nachgedacht.
38:01Du, Tom, ähm, wenn's bei dir knapp werden sollte,
38:07also, ich mein, finanziell.
38:10Ich verdiene dir demnächst richtig gut.
38:13Also, nur, du musst dir keine Sorgen machen.
38:16Wir kriegen das schon hin.
38:17Oh, Toni, das ist total lieb von dir.
38:19Aber ich schaff das schon.
38:21Hast du was in Aussicht?
38:22Hm, vielleicht.
38:26Moment.
38:29Eine SMS von meinem Produzenten in L.A.
38:32Was?
38:37Was will er?
38:39Dass ich mit seinem amerikanischen Kurator das Drehbuch schreibe.
38:42Du hast den Auftrag doch abgesagt.
38:44Ja, aber gestern Abend habe ich meine Entscheidung wieder revidiert.
38:48Wie bitte?
38:49Vor dir sitzt zukünftiger Hollywood-Regisseur.
38:51Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
38:53Aber ich, Conny, wir kriegen das hin.
38:56Wir werden so oft miteinander telefonieren und mailen, wie's nur geht.
38:59Und alle paar Wochen besuche ich dich oder du kommst zu mir geflogen.
39:03Hm?
39:04Mhm.
39:06Ja.
39:07Ja.
39:08Warum nicht?
39:14Janka.
39:16Was machst du denn hier? Musst du nicht arbeiten?
39:20Ich muss vor allem mit dir reden.
39:22Okay.
39:24Worum geht's?
39:26Wie ich sehe, steht deine Entscheidung schon fest?
39:29Ja.
39:31Das war nicht einfach.
39:34Aber
39:36nachdem Luca so tapfer reagiert hat,
39:39ich meine, das ist eine tolle Chance.
39:44Ich weiß, dass du mit dem Job viel Geld verdienen würdest, aber
39:49ich wollte dich bitten, zu bleiben.
39:53Bitte.
39:54Janka, ich...
39:54Tu es für mich.
39:58Und tu es für deinen Sohn.
40:03Ich hab nachgedacht und ich finde, wir verstehen uns wieder richtig gut.
40:12Du wünschst dir also, dass ich hier bleibe?
40:17Ja.
40:19Das wünsch ich mir.
40:23Wie kann man einer so schönen Frau meinen Wunsch abschlagen?
40:27Ja.
40:41Aber ich finde mich so gut.
40:45Ja.
40:47Ja.
40:48Wenn du siehst, dann.
40:50Ja.
40:50Ja.
40:50Ja.
40:50Ja.
40:52Ja.
40:53Ja.
40:54Ja.
40:55Ja.
40:56Hallo, Vanessa. Sind das etwa Ihre Koffer, die da in der Halle stehen?
41:03Sie wollen doch nicht etwa ausziehen?
41:06Ehrlich gesagt, ja.
41:09Ich dachte, Sie wollten noch ein bisschen hierbleiben. Schon wegen Letizia.
41:15Ich kann nicht. Es geht nicht, Amelie. Es tut mir leid.
41:20Ich habe auch schon versucht, Sie zu überreden.
41:24Aber Letizia ist doch Davids Halbschwester. Also irgendwie gehören Sie doch jetzt zur Familie.
41:32Ist es ein Grund mehr für mich zu gehen?
41:35Nein, ich finde, es ist ein Grund mehr, hier zu bleiben.
41:39Wenn Sie es nicht für sich tun, dann doch wenigstens für Ihre Tochter.
41:51Schließ mal die Augen.
41:56Das ist ja wunderschön.
41:58Aus einer tollen Mutter.
42:02Bist auch eine tolle Frau.
42:05Würdest du uns nochmal eine Chance geben?
42:08Würdest du deinem Vater noch einmal deinen Arm reichen, bevor er dich einem anderen Mann überlässt?
42:14Mhm.
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