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  • vor 10 Stunden

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Transkript
00:20Love Is Enough
00:30Can make it feel stormy weather
00:32As long as we stay together
00:37Love Is Enough
00:55Honey!
01:03Honey!
01:04Oh!
01:05Oh!
01:06Lass dich ansehen!
01:07Oh!
01:07Du siehst ja mĂŒde aus!
01:09Vielen Dank fĂŒr die nette BegrĂŒĂŸung!
01:10Hast wohl zu viel gefeiert, was?
01:12Nee, ich hatte PrĂŒfungen!
01:13Keine Zeit zum Feiern!
01:14Also bei mir war das damals anders!
01:16Ja, ich weiß!
01:17Das war auch im letzten Jahrhundert und du hast auch nach zwei Semestern geschmissen!
01:20Ja, weil ich nÀmlich begriffen habe, dass ich was ganz anderes will!
01:23Und bist du bereit oder bist du mĂŒde?
01:27Gib mir zehn Minuten!
01:28Ich mache mich frisch und dann legen wir los!
01:29Okay, Honey!
01:30Mama!
01:31Nenn mich hier bitte nicht Honey!
01:32Na gut, dann nenn du mich nicht Mama!
01:35Mama!
01:36Dann frag mich auch ein, ich assistiere!
01:38Ja, mach!
01:39Dr. Heimann!
01:40Dr. Globisch!
01:42Ich wĂŒrde Ihnen gerne meinen Sohn vorstellen!
01:44Oh!
01:44Hallo!
01:45Dann haben wir also telefoniert!
01:46Jo!
01:47Aha!
01:47Ja, der junge Mann studiert Medizin und wird sein Pflegepraktikum bei uns machen!
01:51Herzlich willkommen in der Sachsenklinik!
01:53Wo studieren Sie?
01:54In Heidelberg!
01:55Na, das ist eine gute Uni!
01:57Welches Semester?
01:58Viertes!
01:59Wissen Sie denn schon, welche Fachrichtungen Sie einschalten können?
02:01Welche Fachrichtungen Sie einschalten können?
02:04Äh...
02:05Na, wenn Sie fertig sind!
02:07Äh...
02:07Mein Vater, der ist Thoraxchirurg.
02:10Vielleicht mache ich das dann auch.
02:11Wusstest du im zweiten Studium ja schon welche Fachrichtungen?
02:14Ich wusste, dass Pathologie nichts fĂŒr mich ist.
02:16Bis spÀter!
02:18Hallo!
02:18Hallo!
02:19Das ist Honey, Johannes.
02:20Das ist Frau RĂŒtter, unsere Stationsleiterin.
02:22Okay, cool!
02:23Hi!
02:24Freut mich!
02:24Wir ziehen uns um und fangen gleich an!
02:26Ja?
02:27Bis spÀter!
02:38Ich bin mĂŒde.
02:41Warum sind wir schon wach?
02:45Weil es normalerweise Tims Zeit ist.
02:48Hm.
02:51Warum ist er nicht wach?
02:53Weil wir GlĂŒck haben.
02:55Hm.
03:02Ich bring den kleinen QuĂ€lgeist noch rĂŒber.
03:04Ich komme dann gleich nochmal wieder zu dir, hm?
03:06Mhm.
03:07Hm.
03:09Hm.
03:11Hm.
03:35Oh, nee.
03:37Wer kann das sein?
03:37Das ist bestimmt fĂŒr mich.
03:39Ich habe darum gebeten, dass sie mir ein paar Sachen aus der Tischlerei vorbeibringen.
03:44Dann kĂŒmmere du dich um deine Lieferung.
03:46Ich kĂŒmmere mich um Tim.
03:47Aber vorsichtig mit deinen Haaren.
03:57Boah, das steht hier aber gut.
03:58Echt?
03:59Findest du?
03:59Ja.
04:00Ja.
04:00Danke.
04:01Dir ĂŒbrigens auch.
04:03Na komm.
04:04Okay.
04:05Also, wir haben auf diesem Flur 15 Zwei-Bitt-Zimmer und 30 Minuten Zeit.
04:11Das ist hart.
04:12Ich finde das gut, dass das hier Teil eures Studiums ist.
04:14Ja.
04:14Dass wir Respekt vor der Pflege haben.
04:16Mhm.
04:16Holst du bitte Wasser?
04:17Da?
04:18Mhm.
04:21Ist das schön, dass du da bist.
04:24Hast dich nicht aufgemeldet in letzter Zeit.
04:26Na ja, ich habe eben viel zu tun.
04:27Ein bisschen mehr von dir zu erfahren wÀre schon gut.
04:29Was soll ich dir kurz erzÀhlen?
04:31Ich studiere halt einen Tag.
04:31Ja, wie ist es denn so?
04:32Äh.
04:33Macht's dir Spaß?
04:34Ja, voll.
04:34Mit wem hÀngst du gerade so rum?
04:37Na los, los geht's.
04:39Links.
04:39Jo, links.
04:43Sag mal, gibt's jemanden, den ich kennenlernen sollte?
04:47Nein, gibt es nicht.
04:49Ist das alles oder kommt da noch was?
04:51Mann, Mama.
04:52Was willst du hören?
04:54Ist gut, lÀuft alles.
04:56Sagst du nicht immer, solange ich nichts von euch höre, weiß ich, dass nichts Schlimmes ist?
04:59Ja.
04:59Ah.
05:00Zimmer 12.
05:01Medikamente?
05:02Hm.
05:07Was ist?
05:08Äh, nichts.
05:09Ich habe irgendwie eine Zerrung.
05:11Schon seit letzter Woche.
05:12Aber es geht.
05:13Alles gut.
05:14Guck mal, die sind's.
05:16Mhm.
05:17Los geht's.
05:18Guten Tag, Frau Hahn.
05:19Hallo, Frau Hahn.
05:21Ich bin Johannes Westphal und ich kĂŒmmere mich heute um Sie.
05:24Mal ein neues Gesicht, schön.
05:27Brauchen Sie Wasser fĂŒr Ihre Tabletten?
05:28Dann schenke ich Ihnen frisches Ei.
05:30Ja.
05:31Das wÀre schön.
05:35Au.
05:36Hey, was hat er denn?
05:38Also, das muss sich jetzt jemand ansehen.
05:40Ich sage Hans-Peter Bescheid.
05:42Es geht schon.
05:43Es geht gleich vorbei.
05:43Entschuldigen Sie bitte, Frau Hahn.
05:49Du Tischler ist aber jetzt nicht zu Hause.
05:51Ich baue es hier nur auf.
05:52Es wird eine Überraschung fĂŒr die ganze Familie.
05:54Hier.
05:54Oh.
05:55Da sind wir aber gespannt.
05:56Was?
05:58Mhm.
05:58Komm mal mit.
06:01So.
06:02Sie und Staune.
06:04Ja, aber Tim hat auch schon mal ein Bett.
06:06Ja, aber das hier.
06:07Das ist ein Beistellbett fĂŒr unser Bett.
06:09Eigenanwurf.
06:09Maßeinfertigung.
06:11Wir wollten Tim doch daran gewöhnen, in seinem Zimmer zu schlafen.
06:14Tim hat noch nie in seinem Zimmer geschlafen.
06:16Ja, aber das ist das langfristige Ziel.
06:17Ich fange jetzt nach meiner Nieren-OP wieder an zu arbeiten.
06:20Da sollten die unruhigen NĂ€chte vorbei sein.
06:22Hops.
06:24Davon trÀumst du doch, Frau Dr. Petersen.
06:26Dieses Ding kommt mir jedenfalls nicht in mein Schlafzimmer.
06:29Moment mal.
06:30Hi.
06:30Dein Schlafzimmer?
06:31Ich wohne hier aber auch schon seit mehr als drei Monaten, hm?
06:36Wenn ich wieder arbeite, brauche ich mehr Schlaf und mehr Struktur.
06:38Das weißt du doch.
06:39Ja, und deshalb hÀngt ja da auch dieser Plan.
06:42Aber der funktioniert nur, wenn ich nicht zusammenklappe, hm?
06:45Und wenn ich jetzt aber jedes Mal aufstehen muss
06:47und rĂŒber ins Kinderzimmer muss, wenn er wach wird, dann...
06:49Dann muss er lernen, durchzuschlafen. Ist gut.
06:51Ich mach mich vor.
06:52Oh ja, hast du gehört? Mama hat gesagt, du musst durchschlafen.
06:57Seit wann haben Sie Schmerzen?
06:58Ach, ein paar Tage. Aber wirklich immer nur ganz kurz.
07:02Ihre Frau Mutter hat mir schon viel ĂŒber Sie erzĂ€hlt.
07:04Echt?
07:04Mhm.
07:06Sie ist sehr stolz auf Sie. Schön locker bleiben.
07:09Jo.
07:09Sie sagt, Sie seien so besonnen und empathisch.
07:12Und aus Ihnen könnte ein toller Arzt werden.
07:14Das musst du ihm doch nicht gleich nur die Nase reiben.
07:16Ach, wieso? Ist doch mal schön zu hören.
07:18Bei meiner Mutter heißt es immer, nicht gemeckert ist Lob genug.
07:21Lob ist wie jede andere Medizin. So viel davon wirkt wie Gift.
07:24Es ist alles eine Frage der richtigen...
07:25Alles eine Frage der richtigen Dosierung.
07:28Also das ist definitiv keine Zerrung.
07:31Das ist eine Blinddarmreizung.
07:33Wenn Sie Pech haben, sogar eine EntzĂŒndung.
07:35Aber ich hatte ĂŒberhaupt keine Übelkeit oder Fieber oder so.
07:38Und die Schmerzen sind, wie gesagt, immer wieder weggegangen.
07:41Hm.
07:42Also wir nehmen jetzt erstmal Blut ab und bestimmen die EntzĂŒndungsparameter.
07:46Außerdem machen wir noch einen Ultraschall des Bauchraums.
07:48Dann sehen wir weiter.
07:49Das muss wirklich nicht sein.
07:50Doch, das muss sein.
07:52So, bitte.
07:54So, ja.
07:566,2 Kilogramm.
08:00Oh, Entschuldigung. Bin ich zu frĂŒh?
08:02Ja, vermutlich sind wir zu spÀt.
08:03Wir machen es heute besonders grĂŒndlich.
08:05Da ist ja der kleine Timmy.
08:08Er heißt Tim.
08:09Bist du aber groß geworden?
08:11Ja.
08:12Groß, gesund und fĂŒr sein Alter total normal entwickelt.
08:15Schön.
08:16Da fehlt nur noch die Impfung.
08:17Es wÀre die erste Sechsfachimpfung.
08:19Moment mal.
08:19DarĂŒber haben wir doch noch gar nicht gesprochen.
08:21WorĂŒber?
08:22Ich bin nicht einverstanden, dass Tim gleich die komplette Impfung kriegt.
08:24Aber natĂŒrlich wird Tim geimpft.
08:26Alles andere wĂ€re verrĂŒckt.
08:27Dr. Mikusek, sagen Sie es Ihnen bitte.
08:30Entschuldigung, aber Sie mĂŒssen das doch nicht sofort entscheiden.
08:32Vielleicht besprechen Sie sich erst nochmal.
08:35Ja.
08:38Der Ultraschall war nicht unbedingt typisch fĂŒr eine BlinddarmentzĂŒndung.
08:42Die EntzĂŒndungsparameter sind leicht erhöht.
08:44Es spricht also alles eher fĂŒr eine Blinddarmreizung.
08:48Ach, ich habe ja gesagt, das ist also nicht so schlimm.
08:50Trotzdem sollten Sie sich schon.
08:52Ja klar, das kann ich dann ja machen.
08:54Ich wĂŒrde Sie gerne zwei bis drei Tage zur Beobachtung aufnehmen.
08:57Ach, kommen Sie doch. Das muss doch nicht sein.
08:59Na, wie schon gesagt. Die Werte sind nur leicht erhöht.
09:02Ultraschall ist nicht eindeutig. Abwarten wÀre das Beste.
09:06Weiterhin kĂŒhlen, leichte Kost, Suppe, Tee.
09:08Ich bin doch nicht hergekommen, mich jetzt hier drei Tage ins Bett zu legen.
09:11Ich mache einen Vorschlag.
09:12Ich mache erst mal weiter, halte mich an Ihre Anweisungen.
09:15Ja, Ă€hm, kĂŒhlen, Suppe, Tee.
09:17Und ich bin ja im Krankenhaus. Also, was soll mir hier passieren?
09:21Was ist mit einer Bahnhof?
09:25Wunder.
09:30Wie foreignt?
09:35Wie viel?
09:44Wie bitte?
09:46Wie bitte!
09:49Wie bitte!
09:49Wie bitte!
10:04Diphtherie, Tetanus, Polio, Pertussis, Hepatitis B, HIP. Welche Erkrankung willst du deinen Sohn aussetzen?
10:10Du tust ja so, als wenn hier ĂŒberall Wehen rumschwimmen.
10:13Als Kind hatte ich Röteln und Masern. Und es war auch nicht schlimmer als NachkÀltung.
10:16Na, GlĂŒck gehabt. Masern können schwerste HirnschĂ€den verursachen.
10:20Und, wie oft kommt das vor?
10:22Selten, aber es macht das fĂŒr die Betroffenen nicht besser.
10:25Diese Theorien ĂŒber ImpfschĂ€den hört man immer mal wieder. Aber es gibt keinen einzigen harten Beweis.
10:31Ist die Möglichkeit nicht gruselig genug?
10:33Ich schicke dir ein paar Links zu seriösen Internetseiten. Medizinisch fundierten Internetseiten. Du liest und dann reden wir weiter, ja?
10:40Gut, so machen wir das. Ich muss jetzt auch mal los.
10:44Die Bauabnahme dauert eine halbe Stunde, danach hole ich Tim ab.
10:47TschĂŒss.
11:00Hey, Johannes.
11:02Hey.
11:04Alles in Ordnung?
11:05Ja, ein bisschen Bauchschmerzen. Aber was soll ich tun?
11:10Wir teilen jetzt Kaffee und Tee aus. Manche Patienten bekommen ihre Nachmittagsmedikation. Die kannst du einfach mit aufs Tablett stellen.
11:16Am besten, wir teilen uns auf. Ich rechts, du links?
11:18Ja.
11:33Ah, wo ist Dr. Mikusek?
11:35Bei einer Patientin.
11:37Egal, wir wĂŒrden gerne noch schnell die Impfungen hinter uns bringen.
11:40Wenn Sie wollen, kann ich das machen.
11:41Gern.
11:44Das heißt, Sie haben sich geeinigt?
11:46Noch nicht, wird aber geschehen.
11:49Also das Gesetz sieht vor, dass beide Elternteile zustimmen.
11:51Ich habe den Kindesvater mit Literatur versorgt. Er wird es begreifen.
11:58Ich...
11:59Also das finde ich nicht richtig.
12:02Die Impfungen sind notwendig oder sehen Sie das anders?
12:05Nein, natĂŒrlich sind sie notwendig. Das meine ich nicht.
12:09Mein Ex-Mann meinte immer zu wissen, wie der Hase lĂ€uft und er hat sehr oft ĂŒber meinen Kopf hinweg
12:13entschieden.
12:15So was ist...
12:17...einfach nicht fair.
12:23Entschuldigung. Sie sind OberÀrztin, ich bin neu hier.
12:26Nein, nein, nein.
12:29Ich wĂ€re tatsĂ€chlich sauer, wenn Jena das Beistuhbett aufbauen wĂŒrde, obwohl ich dagegen bin.
12:33Wie bitte?
12:34Äh, Sie haben vollkommen recht. Dankeschön.
12:36Auf den einen Tag kommt das jetzt auch nicht, ja?
12:39Komm her, komm her. Zieh uns wieder einmal.
12:42Komm her, du einmal mal.
12:43So.
12:44Ja.
12:48Alles in Ordnung, Frau Hahn?
12:49In Ordnung, aber ich dachte nur...
12:52Sonst ist die Pille doch immer rosa.
12:56Wer hat Ihnen die gegeben?
12:57Na, der junge Mann von vorhin?
13:00Ich bin sehr froh, dass Sie aufgepasst haben, Frau Hahn. Es sind die Falschen.
13:03Ich kĂŒmmere mich drum.
13:05Danke.
13:05Ja, Sie kriegen die Richtigen.
13:15Du hast Frau Hahn die falschen Tabletten gegeben.
13:18Entschuldigung, musst du deswegen gleich so laut werden?
13:20Sei froh, dass ich nicht noch lauter bin.
13:22Wenn du ein PflegeschĂŒler wĂ€rst, wĂŒrde ich dich jetzt feuern.
13:24Ich hab einfach einen Fehler gemacht. Das kann doch jedem mal passieren.
13:27Nein, nicht so ein Fehler.
13:30Bei dir muss ich immer funktionieren.
13:33Was? Sag mal.
13:34Das hat doch nichts mit meinen Erwartungen an dich zu tun.
13:37Na klar hat's das.
13:38Das ist keine BĂ€ckerei.
13:40Wenn du Salz mit Zucker vertauscht, dann schmeckt der Kuchen nicht.
13:42Aber hier, wir tragen Verantwortung fĂŒr das Leben von Menschen.
13:46Ja.
13:47Ist gut.
13:47Wenn du das nicht in deine Birne kriegst, dann musst du dich fragen, ob du wirklich Arzt werden willst.
13:52Na, na, ist gut. Bitte.
13:59Was ist denn los mit dir?
14:00Nichts.
14:03Geht's dir wieder schlechter?
14:04Nein, es ist alles in Ordnung.
14:08Was hat denn Hans-Peter gesagt?
14:10Hör auf, bitte!
14:11HÀlt mich auf, so zu tun, als wÀr ich noch ein Baby!
14:28Alles okay?
14:29Ja, ich hab ja aus Versehen was weggeworfen.
14:31Alles gut.
14:32Alles gut.
14:53Scheiße.
15:00Leid, halt etwas lÀnger in der Rat.
15:02Kein Problem.
15:03WĂ€re nur gut, wenn du kurz anrufen wĂŒrdest.
15:05Ja klar.
15:06Was hat der denn?
15:08Leicht erhöhte Temperatur.
15:10Vielleicht die Aufregung.
15:11Möglicherweise hat er sich einen Infekt eingefangen.
15:13So plötzlich?
15:14Infekte kommen selten geplant.
15:18Du hast ihn impfen lassen, wÀhrend ich weg war.
15:20Ach, sei nicht albern.
15:21Albern?
15:23Lea, ich kenn dich doch.
15:24Wenn du dir etwas in den Kopf gesetzt hast, dann setzt du das auch durch.
15:27Du bist doch diejenige, die entscheidet, wann er einen schnuller kriegt oder wann er zu Hause im Zimmer schlafen soll.
15:31Ja, weil das alles Dinge sind, die notwendig sind.
15:33So wie die impfen?
15:34NatĂŒrlich.
15:34Du warst also tatsÀchlich nochmal beim Kinderarzt?
15:36Ja, aber...
15:37Lea, damit bist du eindeutig einen Schritt zu weit gegangen.
15:39Aber ich habe Tim nicht impfen lassen.
15:41Und warum hat er denn jetzt Fieber?
15:43Vielleicht ist es sogar schon eine Impfreaktion.
15:45Das ist absurd.
15:46Absurd ist, dass du noch nicht einmal, wenn es um unser eigenes Kind geht, bereit bist, Kompromisse zu machen.
15:50Ich bring den jetzt nach Hause.
15:55Das glaube ich jetzt nicht.
16:13Hör mal, so geht es nicht.
16:15Du kannst dich einfach so ausflippen und mich dann stehen lassen.
16:19Tut mir leid.
16:23Mir tut es auch leid, dass ich dich so angegangen bin.
16:29Aber was meinst du denn mit dich?
16:32Ich wĂŒrde immer alles hinterfragen.
16:34Das war einfach nur ein dummer Spruch.
16:36Ich habe mich ĂŒber mich selbst geĂ€rgert, weil ich das mit den Tabletten verwechselt habe.
16:40War nicht so ein guter Einstieg.
16:41Nee, war es wirklich nicht.
16:50Was ist denn mit dir los?
16:52Ich meine, bist du doch sonst nicht so.
16:54Wie so?
16:54Naja, so du wirkst durcheinander, so sprunghaft.
17:01Alles ein bisschen viel gerade, einfach.
17:03Das Studium?
17:04Ja.
17:07Weißt du, diese AnatomieprĂŒfung, die lief einfach nicht so gut.
17:12Was heißt denn nicht so gut?
17:14Durchgefallen.
17:15Aber ich kann das nach dem Praktikum sofort nachholen.
17:18Das ist doch gut, oder?
17:20Ja.
17:25Weißt du was?
17:26Wir machen jetzt zusammen Feierabend.
17:28Hm?
17:29Ich glaube, ich wĂŒrde noch ein bisschen bleiben.
17:31Ich muss noch ein bisschen fĂŒr die PrĂŒfung lernen.
17:33Ja, aber hast du nicht gerade gesagt, die ist erst in drei Monaten?
17:37Und heute ist unser erster Abend.
17:38Ich kenne ein Restaurant am Kostputnersee.
17:40Da wollte ich sowieso...
17:41Mama, weißt du, der erste Tag lief irgendwie suboptimal.
17:44Und wenn ich jetzt den Stoff schleifen lasse, dann komme ich mir wie ein Vollversager vor.
17:49Okay?
17:50Na klar.
17:51Also gut, dann...
17:53Bis spÀter.
17:55Mach nicht so lang.
18:20Hey.
18:22Wie geht es ihm?
18:22Er hat immer noch erhöhte Temperatur, aber er schlÀft jetzt.
18:29Es tut mir leid.
18:31Und was genau?
18:33Dass ich dir unterstellt habe, du hÀttest Tim ohne meine Zustimmung impfen lassen.
18:37Und woher weißt du, dass ich es nicht getan habe?
18:39HĂ€ttest du ihn impfen lassen, wĂŒrdest du nicht lĂŒgen, sondern dazu stehen.
18:42Und außerdem habe ich in der Klinik angerufen.
18:51Ich habe ĂŒbrigens die Artikel gelesen, die du mir empfohlen hast.
18:55Und?
18:56Sie haben leider nichts an meiner Haltung geÀndert.
18:59Und jetzt?
19:00Sieht so aus, als hÀtten wir einen Patt.
19:02Da Medizin ja wohl eher mein Fachgebiet ist, sollte ihm zweifelig entscheiden.
19:06Leia, bitte nicht schon wieder.
19:07Was heißt hier schon wieder?
19:08Ich spreche mich gerade mit dir ab.
19:10Dass wir alles so machen, wie du es fĂŒr richtig hĂ€ltst?
19:12Es geht mir hier nur um Tim, ja?
19:13Mir auch.
19:15Deine Kollegin meinte, dass man durchaus wÀhlen kann, wogegen man impft und nicht gleich die komplette Kombi nehmen muss.
19:19Ja, das ist richtig.
19:20Man hat die Impfstoffe allerdings kombiniert, der durch die Mehrfachimpfung keine erhöhten Nebenwirkungen nachgewiesen werden konnte.
19:25Und man den Kindern nicht ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum mehrere Spritzen geben muss.
19:29Ja, aber man kann durchaus zwei oder drei weglassen oder wenigstens ein bisschen spÀter impfen.
19:33Womit wir wieder am Anfang unserer Diskussion wÀren.
19:35Ja, dann mĂŒssen wir wohl einen Kompromiss finden.
19:38Du weißt, was ein Kompromiss ist, oder?
19:40Das ist das, was man macht, wenn man mit einer Person zusammenleben will.
19:43Ich weiß, was ein Kompromiss ist.
19:45Das ist der kleinste gemeinsame Nenner, auf den man sich einigen kann und damit weit weg vom jeweiligen Ideal.
19:50Willst du damit sagen, dass alle Entscheidungen, die wir gemeinsam treffen, schlechter sind als die, die du alleine triffst?
19:53Ja, natĂŒrlich.
19:57Das Gleiche gilt auch fĂŒr dich.
20:00Lea, manchmal weiß ich nicht, wie wir das hinkriegen wollen.
20:02Was?
20:02Das mit uns.
20:35Hey.
20:37Hm?
20:39Guten Morgen.
20:41Guten Morgen.
20:42Tim.
20:43Aha.
20:45Musst du los?
20:46In der KĂŒche steht Kaffee fĂŒr dich.
20:48Danke.
20:50Wie geht's, Tim?
20:52Es war eine unruhige Nacht, aber er schlÀft jetzt.
20:54Keine Temperatur.
20:58Willst du noch mal reden?
20:59Ich muss los.
21:01Okay.
21:05SchlÀft Tim bei uns im Bett?
21:08Im Bestellbett?
21:10Tim war sehr zufrieden.
21:12Das habe ich doch gestern gar nicht mehr fertig gemacht.
21:14Nein, das habe ich gemacht.
21:16Du?
21:17Ich habe es gemacht wie auf deiner Zeichnung.
21:19Ich wusste nur nicht, wie ich die RĂ€der anruhen soll.
21:23Wir sehen uns heute Abend.
21:30Junge, Junge, Junge, Junge.
21:33Diese Frau ĂŒberrascht einen Rippen mal wieder.
21:35Ja.
21:53Ich muss mich noch sagen.
21:55Ja.
21:55Danke.
22:10Johannes.
22:12Ja?
22:13Ich habe mir Sorgen gemacht.
22:14Wo warst du denn die ganze Nacht?
22:16Ich war hier.
22:18In der Klinik?
22:19Ja, ich habe gelernt.
22:20Hast du Schlaf?
22:22Keine Ahnung.
22:2420, 30 Minuten vielleicht.
22:26Das geht so nicht, Johannes.
22:27Du kannst so hier nicht arbeiten.
22:28Klar kann ich.
22:29Gib mir fĂŒnf Minuten, ich bin wieder voll da.
22:31Weißt du, an der Uni habe ich mal vier NĂ€chte in Folge durchgearbeitet.
22:34Das geht.
22:34Nein, das geht nicht.
22:36Hast du mal in den Spiegel gesehen?
22:39Ramp, Ramp, thank you, ma'am.
22:43Kaffee?
22:45Hat Hans-Peter dir nicht gesagt, du sollst Karen zeigen?
22:47Mann, Mama, was willst du denn von mir?
22:50Dir kann man wirklich gar nichts recht machen, oder?
22:52Was?
22:53Vergiss es.
22:54Ist schon gut.
22:55Alles okay.
22:56Pass mal auf.
22:56Ich sage jetzt Bescheid, dass du dein Praktikum hier verschieben wirst.
23:00Warum?
23:01Weil du dich erst mal ausschlafen wirst und dann reden wir beide mal.
23:04Mama, ich kann ab.
23:07Was ist los?
23:09Was ist mit dir?
23:10Scheiß.
23:11Johannes, setz dich hin.
23:14Schwester Miriam, ich glaube, wir brauchen einen Arzt.
23:17Johannes, Johannes.
23:19Hör mich mal an.
23:19Ich fĂŒrchte, wir kommen jetzt nicht mehr um eine Operation herum.
23:22Nein, keine OP.
23:24So spinnst du?
23:25NatĂŒrlich lĂ€sst du dich operieren.
23:27Johannes, du studierst Medizin.
23:30Du weißt, was passiert, wenn die EntzĂŒndung voranschreitet.
23:33Es kann zu einem Blinden am Durchbruch kommen.
23:35Das wiederum kann zu einer Peritonitis, zu einer BauchfellentzĂŒndung fĂŒhren.
23:39Dann wird es richtig gefÀhrlich.
23:41Es geht alles wieder vorbei.
23:42Jetzt sag mir einen Grund, warum du dich nicht operieren lassen willst.
23:48Johannes, was ist mit dir los?
23:52Schwester Ulrike?
23:54Könnten Sie mich mit dem Patienten einen Moment allein lassen?
23:57Schwester Ulrike, ist das jetzt dein Ernst oder was?
24:00Johannes, was ist hier los?
24:01Bitte, Ulrike.
24:04Das darf nicht wahr sein.
24:09Ich weiß nicht, was an dem Morgen gut sein soll.
24:12Entschuldigung, das galt nicht Ihnen.
24:14Dann bin ich aber froh.
24:20Also, was verheimlichst du uns, hm?
24:31Jeder an der Uni nimmt das Zeug.
24:33Ja gut, vielleicht nicht jeder, aber viele.
24:36Kurz vor den PrĂŒfungen ist in Heidelberg davon kaum mehr was zu bekommen.
24:39Wussten Sie, dass Pervitin frĂŒher den Soldaten gegeben wurde?
24:41Ja, ich habe davon gelesen.
24:44Ja.
24:45Und verstehen Sie jetzt, dass ich mich nicht operieren lassen kann?
24:49Ich rutsche danach sofort in den Entzug.
24:51Wir können dir dabei helfen.
24:53Nein, bitte.
24:54Es muss doch irgendeine andere Möglichkeit geben.
24:57Was ist mit Antibiotika?
24:59Das Antibiotikum, das du dir selbst verordnet hast?
25:02Das hat die EntzĂŒndung etwas kleiner gemacht.
25:04Aber vor allem hat es die Diagnose verschleiert.
25:06Und wenn wir es mit einem anderen PrÀparat versuchen?
25:10Johannes, das bringt nichts.
25:12Bitte.
25:13Kommen Sie.
25:31Und?
25:33Sagst du mir jetzt, was mit ihm los ist?
25:35Als Arzt bin ich meinen Patienten verpflichtet.
25:37Bitte komm mir jetzt nicht mit der Àrztlichen Schweigepflicht.
25:39Ja.
25:39Das da drin ist mein Sohn.
25:40Der sich mir anvertraut hat.
25:42Ich habe ihm aber dringend geraten, auch mit dir zu reden.
25:45Na toll.
25:46Und wird er jetzt operiert oder nicht?
25:47Das bespreche ich mit Dr. Heilmann.
25:50Johannes wird stationÀr aufgenommen.
25:51Bettruhe, Nahrungskarenz.
25:53Nur Tee.
25:59Wie lange nimmt der Junge die Droge schon?
26:01Na laut, eigene Angabe einige Wochen.
26:03Seine Mutterschwester Ulrich hatte keine Ahnung.
26:05Und wie wollen Sie vorgehen?
26:07Also ich werde eine sofortige laparoskopische Apendektomie durchfĂŒhren.
26:10Allerdings verweigert der Westphal den Eingriff.
26:13Er fĂŒrchtet den Entzug.
26:15Wir haben Möglichkeiten, die Entzugserscheinungen zu mildern.
26:18Zur OP gibt es keine Alternative.
26:20Überzeugen Sie ihn, bevor er als Notfall auf dem Tisch liegt.
26:22Gut.
26:24Die EntzĂŒndungsparameter sind gestiegen, auch deine Temperatur.
26:28Also wir mĂŒssen jetzt handeln.
26:30Ich sage es nochmal deutlich.
26:31Es besteht Lebensgefahr.
26:33Der Zugang lÀuft.
26:34Brauchst du mich noch?
26:35Danke.
26:40Warum redest du nicht mit ihr?
26:42Weil sie ausflippen will.
26:45Ich sehe da wohl kaum einen Unterschied zu jetzt.
26:47Sie wird das nicht verstehen.
26:48Nicht, wenn du ihr keine Chance dazu gibst.
26:50Ich schaffe das.
26:51Ich komme von dem Zeug weg.
26:53Ich habe das im Griff.
26:58VerrĂŒckt.
26:59Sie glauben mir nicht.
27:00Nein, nein.
27:02Entschuldigung.
27:05Vor kurzem war hier ein junger Patient.
27:07In deinem Alter.
27:08Alkohol- und TablettenabhÀngig.
27:10Ja und?
27:11Deine Mutter war bereit, seine Alkoholsucht zu decken.
27:14Wenn er einen Entzug macht.
27:16Und?
27:17Und hat er den Entzug gemacht?
27:19Ich weiß es nicht.
27:21Aber deine Mutter war davon ĂŒberzeugt, dass er es schafft.
27:24Sie hat an ihn geglaubt.
27:31Sie sagte, er erinnere sie an dich.
27:34Ich weiß sie nicht.
27:41Ich weiß es nicht.
27:45Ich weiß, erinnere sie an dich.
27:52Ich weiß es nicht.
27:56Ich weiß es nicht.
27:59Ich weiß, es gibt einen Entzug.
28:01Ich weiß nicht.
28:11Musik
28:12Musik
28:13Musik
28:14Musik
28:25Musik
28:28Musik
28:30Musik
28:30Musik
28:38Was machst du?
28:40Nichts
28:42Hab Pause, essen Apfel.
28:47Das hast du frĂŒher schon immer gemacht.
28:49Wenn Rico oder ich was ausgefressen und ein schlechtes Gewissen hatten.
28:52Du hast dich dann vor uns hingesetzt, bis einer angefangen hat zu reden.
28:58Manchmal stundenlang.
29:00Kam euch vielleicht nur so vor.
29:03Meistens seid ihr schon nach wenigen Minuten eingeknickt.
29:06Deine Schwester hat das ĂŒbrigens besser durchgehalten als du.
29:15Das ist eigentlich gar nicht so ein riesen Ding.
29:20Ich habe in letzter Zeit echt viel lernen mĂŒssen und um durchzuhalten, habe ich manchmal was gebraucht.
29:29Und was?
29:31Meth.
29:32Also wirklich nur manchmal ein paar Milligramm.
29:34Das machen alle und das funktioniert.
29:36Und ich höre damit auf, wenn der Stress vorbei ist.
29:41SpÀtestens nach dem Physik.
29:42Sei still.
29:44Was?
29:45Du sollst still sein.
29:48Mama.
29:48Du glaubst doch nicht wirklich, dass du einfach so weitermachen kannst.
29:54Aber ich habe das doch im Griff.
29:55Nein, das hast du nicht.
29:59Ich wusste es.
30:01Ich wusste, dass es keinen Sinn macht, mit dir darĂŒber zu reden.
30:04Du checkst das einfach nicht.
30:06NatĂŒrlich check ich das.
30:08Mein Sohn wird zum Junkie, weil er glaubt, dass er sonst sein Studium nicht hinkriegt.
30:12Mama, weißt du eigentlich, wie krass das ist?
30:14Allein fĂŒr Physiologie und Biochemie habe ich mehr lernen mĂŒssen als fĂŒrs gesamte Abi.
30:18Aber das ist doch kein Grund, sich sein Leben zu versauen.
30:20Leben versauen?
30:23Ich muss da jetzt einfach irgendwie durch.
30:25Ja, aber nicht auf Crystal Meth.
30:29Du lÀsst dich jetzt operieren.
30:31Und danach machst du einen Entzug.
30:35Und dann sehen wir weiter.
30:37Hast du mich verstanden?
30:40Was wird denn das jetzt?
30:42Ich hau ab.
30:42Was?
30:43Was?
30:43Hör auf.
30:44Johannes.
30:45Johannes.
30:46Au.
30:46Au.
30:47Was ist los?
30:50Was ist passiert?
30:52Patient ist zusammengebrochen.
30:53Deutliche Abwehrspannung.
30:54Verdacht auf akute Appendizitis.
30:56Herr Brenner, waschen Sie sich ein.
30:58Wo ist Schwester Ulrike?
30:59Sie wartet vor dem OP.
31:01Informieren Sie sich bitte, wenn wir genaueres wissen.
31:03Im besten Fall brauchen wir 20 bis 30 Minuten.
31:06Worauf warten Sie?
31:16Wie sieht es aus?
31:18Alles gut.
31:18Zum GlĂŒck ist er soweit stabil.
31:21So, ich bin jetzt dran.
31:23Die EntzĂŒndung ist sehr weit fortgeschritten.
31:26Oh nein.
31:27Was ist los?
31:28Der Appendix ist bereits perforiert.
31:30Steigen wir um?
31:31Alle Druckhaare raus.
31:33Wir machen ihn auf.
31:33Gas aus.
31:34Bereiten seine große Lavage vor.
31:36Wir mĂŒssen den gesamten Bauchraum grĂŒndlich spĂŒlen.
31:42Okay, okay, okay.
31:44Okay, Thomas.
31:45Ich rufe dich an, wenn unser Sohn wieder wach ist.
31:47Ja?
31:49Gut.
31:50Okay, bis spÀter.
32:00Was ist los?
32:01Wie geht's ihm?
32:02Er wurde in den Aufhochraum gebracht.
32:05Wir haben eine Appendectomie durchgefĂŒhrt.
32:10Und?
32:11Jetzt sag schon!
32:12Wir mussten ihn aufmachen.
32:14Der Appendix war bereits perforiert.
32:16Wir haben alles grĂŒndlich gespĂŒlt.
32:18Er bekommt jetzt hochdosiertes Antibiotikum, um eine Peritonitis zu verhindern.
32:25Ich, ich, ich, alles mitbekommen mĂŒssen.
32:29Ich, ich, ich, sehen mĂŒssen, wie es ihm geht.
32:34Eltern bekommen nicht immer alles mit.
32:35Vor allem nicht, wenn man nicht will, dass sie was mitbekommen.
32:38Ich habe immer gedacht, wenn ich nichts höre, dann ist alles in Ordnung.
32:44Irgendwann muss man sie ja loslassen und ihnen vertrauen.
32:49Ich weiß, du willst mich trösten.
32:52Ich weiß.
32:55Kinder bleiben immer Kinder.
32:57Ich, ich habe nicht richtig hingesehen.
33:11Ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich bin immer noch mal
33:20in mich gegangen.
33:22Ich bin einverstanden, dass er geimpft wird.
33:27Und wie kommt es, dass du jetzt dafĂŒr bist?
33:30Ich habe mir noch mal die BroschĂŒre angesehen, die du mir hingelegt hast.
33:33Dabei ist mir was klar geworden.
33:34Und was?
33:36Dass Impfen auch eine Art Kompromiss ist.
33:39Aha.
33:40Und auch wenn der Einzelne dagegen ist, ist es immer noch zum Wohl der Gemeinschaft.
33:44Gut.
33:48Ja, wir beide wollen doch nur das Beste fĂŒr den kleinen Furzknoten, ha?
33:52Auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, was das Beste ist.
33:55Aber jetzt sag nicht, dass du es wieder besser machst.
34:08Ich dachte, Sie möchten vielleicht eine Tasse Tee.
34:10Das ist lieb, danke.
34:14Wie geht es ihm denn?
34:17Er ist unruhig, aber er schlÀft viel.
34:20Falls noch irgendwas ist, dann danke.
34:39Na?
34:47Ganz schön scheiß gebaut, ne?
34:50Mhm.
34:53Weißt du es, Papa?
34:56Mhm.
35:01Mama, was mache ich denn jetzt?
35:06Du brauchst doch dieses Praktikum.
35:08Kann ich denn die PrĂŒfung versauern?
35:12Kann ich das mit dem Studium komplett knicken?
35:17Dann ist es eben so.
35:20Aber dann habe ich gar nichts.
35:22Waren die letzten anderthalb Jahre umsonst?
35:28Vergeudet sind nur die Jahre, in denen du nicht tust, was du tun willst.
35:31Okay, super.
35:34Danke fĂŒr den Kalenderspruch.
35:37Johannes?
35:39Ja?
35:40Du bist 22.
35:41Gestresst, unglĂŒcklich und drogenabhĂ€ngig.
35:46Du hast alle Anzeichen eines Burnouts.
35:49Mama.
35:50Das ist die RealitÀt.
35:53Checkst du eigentlich, was ich da mache, jeden Tag?
35:56Kannst du dir das vorstellen, wie hart das ist?
35:59Dann musst du immer funktionieren.
36:01Immer.
36:02Wenn nicht, bist du raus.
36:04Dann muss man halt mal Opfer bringen.
36:06Aber doch nicht auf Kosten deiner Gesundheit.
36:10Das ist es nicht wert.
36:13Okay.
36:15Und was, was mache ich dann?
36:17Was soll ich dann machen?
36:19So wie du?
36:21Bettpfannen lernen?
36:22Ich weiß es nicht.
36:25Willst du Arzt sein?
36:29Ist es das, was dich glĂŒcklich machen wĂŒrde?
36:33Ich...
36:36GlĂŒck.
36:38Das...
36:39Es geht doch nicht immer darum, glĂŒcklich zu sein.
36:44Doch.
36:46Doch, am Ende geht es nur darum.
36:51Glaub mir bitte.
36:55Ich weiß es gar nicht.
36:59Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal glĂŒcklich war.
37:07Wir finden das raus.
37:10Wir finden das raus.
37:11Und dann gehen wir dahin zurĂŒck.
37:13Und dann fangen wir einfach nochmal von vorne an.
37:17Ja?
37:25Okay.
37:27Okay.
37:28Okay.
37:29Wir fangen mal an.
37:43Wir finden das raus.
37:46Und dann gehen wir, was macht's dir wahr?
37:51Und dann wird das rausgekriegen.
37:58Naja!
37:59aber er hat durchgeschlafen.
38:00Und wir auch.
38:06Gut, das Teil scheint ganz schön praktisch zu sein.
38:11Und?
38:12Und es sieht gut aus.
38:15Und?
38:16Und ich bin froh, dass du es uns gebaut hast.
38:20War es denn so schwer, ĂŒber deinen Schatten zu sprechen?
38:23Ich weiß es nicht.
38:24Ich brauchte einfach ein wenig Zeit,
38:26um die Notwendigkeit einzusehen.
38:30Ich, ich will nicht kompromisslos sein.
38:34Aber ich bin daran gewöhnt, alles fĂŒr mich allein zu entscheiden.
38:39Als Kind.
38:42Ach, mein Vater und all die absurden Entscheidungen,
38:45die er damals gefÀllt hat.
38:47Ich fĂŒhlte mich so...
38:51so abhÀngig, wollte ich nie wieder sein.
38:55Verstehe, deshalb willst du alle Entscheidungen alleine treffen.
38:59Solange bin ich auch ganz gut damit gefahren.
39:01Solange ich fĂŒr mich allein verantwortlich war.
39:05Ja, jetzt sind wir beide aber fĂŒr uns drei verantwortlich.
39:08Ja.
39:10Ich muss einfach noch lernen, wie das geht.
39:13Dieses Familien-Ding.
39:15Nein, dieses Zusammenleben.
39:18Na ja, manchmal klappt das ja schon ganz gut.
39:23Was?
39:24Das ist normal.
39:27Au!
39:28Au!
39:31Au!
39:32Au!
39:32Au!
39:32Au!
39:32Au!
39:33Au!
39:34Au!
39:35Au!
39:36Au!
39:37Au!
39:38Au!
39:39Au!
39:45Au!
39:47Au!
39:48Au!
39:49Amen.
40:28Thomas, ich bin's noch mal. Ich muss was ... Ich muss was mit dir besprechen.
40:38Johannes sollte nicht in sein altes soziales Umfeld zurĂŒckkehren.
40:41Vielleicht ist es gut, wenn er noch mal die Uni wechselt.
40:44Ob es da wirklich anders zu geht?
40:46Stress gibt es ĂŒberall. Aber ein anderes soziales Umfeld wird ihm helfen.
40:52Ich glaube eben auch nicht, dass Johannes sein Studium fortsetzt.
40:56Na?
40:58Sein Vater ist Arzt, ich arbeite in der Pflege, seine Schwester macht eine Ausbildung zur Physiotherapeutin.
41:03Ich glaube, der kam gar nicht auf die Idee, dass er vielleicht wirklich was ganz anderes will.
41:09Gibt es irgendwas, was wir fĂŒr Sie tun können?
41:13Na ja, deswegen habe ich ja um dieses GesprÀch gebeten.
41:18Kein Fieber. Die EntzĂŒndungswerte sind auch nicht weiter gestiegen.
41:23Da hattest du noch mal GlĂŒck im Schlamassel.
41:26Ja, es war wirklich eine bescheuerte Aktion. Ich bin ja erst im dritten Semester.
41:30Aber Blinddarm ist echt absoluter Basic. Ich war einfach nur so zugedröhnt, dass ich dachte, mir kann nichts passieren.
41:35Ja, hinterher ist man immer schlauer.
41:37Ja.
41:38Wo ist denn deine Mutter? Ich dachte, sie wÀre bei dir.
41:40Die wollte noch mal mit ihren Vorgesetzten reden und dann nach Hause, um das mit dem Umzug zu organisieren.
41:45Mhm. Ziehst du nach Leipzig?
41:47Ne, wir gehen zurĂŒck nach Konstanz.
41:49Wir?
41:51Wir verlieren sie nur sehr ungern. Das will ich hoffen. Ich habe mich hier sehr wohl gefĂŒhlt. Danke.
41:59Aber ich muss jetzt, ich, ich muss mich um meinen Sohn kĂŒmmern, bis wir wissen, wie es weitergeht.
42:06Dann betrachten wir das als unbefristete Auszeit.
42:13Vielen Dank.
42:15Alles Gute.
42:16Danke.
42:20Ich bin auch noch ein paar Tage da.
42:22Trotzdem.
42:41Ulrike, du gehst weg. Nach Konstanz?
42:46Ja, Thomas kommt gleich, mein Ex-Mann. Er will nach Johannes sehen und er hilft mir beim Umzug.
42:55Er zieht wieder zusammen?
42:57Nein, aber wir ziehen an einem Strang. FĂŒr Johannes. Als Familie, das ist gut, das ist richtig.
43:06Ach, ich wĂŒrde dich auch vermissen. Sehr sogar.
43:13Wir hatten noch so viel vor. Komm mich doch besuchen. Aber ich muss jetzt einen Umzug organisieren.
43:32Bis zum nÀchsten Mal.
43:32Bis zum nÀchsten Mal.
43:34Bis zum nÀchsten Mal.
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