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Transkript
00:20Love is Enough
00:40Schön, dass du Zeit hast.
00:41Davon habe ich jede Menge.
00:43Und erst recht zu deinem Geburtstag.
00:47Mama, sag mal, hĂ€ltst du das wirklich fĂŒr eine gute Idee?
00:49Ich bin 18. Ich entscheide, wer zu meiner Party kommt.
00:52Na, und was sagt Mama dazu?
00:54Komm, meine Freundinnen warten.
00:58Hier.
01:01Wie ist der neu? Also, ich meine, gebraucht neu.
01:04Geborgt von einem Freund.
01:07Aber fahren tut er noch, oder?
01:10Ist fĂŒr dich.
01:30Alles okay?
01:33Ja, alles bestens.
01:36Sicher?
01:38Ja, ja, alles gut.
01:44Die restlichen Unterlagen von Frau Kaiser haben wir spÀtestens heute Nachmittag.
01:48Ich habe vorhin mit der Uniklinik telefoniert.
01:52Roland?
01:54Alles in Ordnung?
01:57Ja, natĂŒrlich.
01:59Wir machen die OP Ende der Woche.
02:01Wer assistiert?
02:03Das musst du nicht unbedingt machen.
02:04Wir sind an dem Tag gut besetzt.
02:05Der Fall interessiert mich.
02:06Ich werde dranbleiben.
02:20Lothar?
02:24Lothar!
02:26Hallo?
02:27Alles in Ordnung?
02:28Um den Krankenwagen, bitte.
02:30Schnell!
02:32Lothar!
02:34Gut.
02:35Dann ist der OP-Plan fĂŒr Donnerstag also klar.
02:37Und die kleineren OPs, die danach noch kommen, die kannst du ja dann abgeben.
02:40Warum?
02:41Ja?
02:43Ah, es ist gerade ĂŒber dem OP-Plan.
02:46Ich wollte auch nur fragen, ob alles klar ist fĂŒr morgen mit dem Kongress.
02:49Wieso nicht?
02:50Wollen wir den Vortrag nochmal durchgehen?
02:52Nein.
02:53Obwohl mir lieber wĂ€re, wenn Brentano ihn halten wĂŒrde.
02:56Also das haben wir doch nun wirklich schon durch.
02:59Luca Ostberger war seine Patientin, seine Operation, seine Veröffentlichung.
03:03Jetzt lass ihn doch.
03:04Brentano ist gerade erst zum dritten Mal Vater geworden.
03:06Und ich brauche einen Klinikchef, der PrÀsenz zeigt.
03:09Stattdessen operiert der andauernd.
03:11Mein Beruf? Schon vergessen?
03:13Roland, ich laufe mir die Hacken ab, um dich fĂŒr diesen EinfĂŒhrungsvortrag durchzusetzen.
03:22Lothar Heinrich, 18, Verkehrsunfall, Auto, Kontra, Raum.
03:25Erbeck hat sich nicht geöffnet, initial bewusstlos, Verdacht auf SchÀdel-Hirntrauma.
03:29Ist dich selbst gefahren?
03:30Er saß am Steuer, hatte keine Papiere bei sich.
03:33Kopfplatzwunde, Verdacht auf SAT.
03:35Ansprechbar?
03:36Eigentlich schon, aber er spricht nicht.
03:37Dr. Schneider, Schockraum 1.
03:39Ja, du ist hier links rum.
03:40Wir gehen in die drei.
03:43Melden Sie schon mal ein CT an.
03:45Ja, mach ich.
03:46Frau Heinrich, können Sie mich hören?
03:48Ich habe die gebrochen.
03:49Entschuldigung.
03:50Frau Marquardt, ich wollte Sie noch mal fragen.
03:52Der Kongress morgen in Hamburg.
03:54Ich dachte, das hÀtten wir geklÀrt.
03:56Das ist ein Kongress fĂŒr Klinikleiter.
03:59Dr. Heimann ist als Referent geladen.
04:01Sie werden in diesem Vortrag mehrfach als behandelnder Arzt und als Co-Autor genannt.
04:06Was wollen Sie denn noch, dass ich Sie durch die MĂŒnkebergstraße trage?
04:10Im Dezember hĂ€tte ich was Schönes fĂŒr Sie in Erlangen.
04:13In Erlangen.
04:14Im Dezember.
04:15Da will wohl keiner hin von Ihnen.
04:17Jetzt machen Sie sich doch nicht immer so klein.
04:23Danke, Frau Dr. Schneider.
04:24Gerne.
04:26Ich bin Dr. Kaminski, das ist Schwester Ulrike.
04:29Sagen Sie uns bitte Ihren Namen.
04:35Sie waren in einen Unfall verwickelt.
04:38Erinnern Sie sich, was passiert ist?
04:40Das muss der Schock sein.
04:44Haben Sie vor dem Unfall Alkohol getrunken?
04:48Ich wollte gar nicht.
04:50Ich bin so auf die Toilette.
04:51Soll Sie jemanden?
04:53Alleine.
04:53Bitte alleine.
04:54Ich komme.
04:55Komm da nicht wieder.
04:56Jetzt schon.
04:57Jetzt schon.
05:01Na, sprechen konnte er jedenfalls.
05:03Was, Sie meinen, er?
05:04Na, der ist niemals zur Toilette.
05:06Der verpisst sich.
05:07Na, dann laufe ich ihm nach.
05:08Ja, fangen Sie ihn ein.
05:10Nehmen Sie ein Lasso mit.
05:11Und grĂŒĂŸen Sie ihn von mir.
05:15Entschuldigung.
05:16Mein Name ist Becker.
05:17Man hat mir gesagt, dass meine Tochter hier liegt.
05:19Lotta Heinig.
05:21Ein Arzt hat gleich Zeit fĂŒr Sie.
05:23Was ist denn passiert?
05:25Es war ein Autounfall.
05:26Aber ihr geht soweit gut.
05:28Der Fahrer und der Beifahrer wurden...
05:30Haarer?
05:31Ja, ein Mann.
05:32Mitte 50, so mittelgroß.
05:3450?
05:35Ja.
05:35Wenig Haare?
05:36Ja.
05:37Das könnte Ihr Vater sein.
05:39Er ist mein Ex-Mann.
05:40Wo ist denn meine Tochter, bitte?
05:42Kommen Sie.
05:50Sie hat GlĂŒck gehabt.
05:53Keine Hirnblutung, keine inneren Verletzungen.
05:55Aber sie hat eine heftige GehirnerschĂŒtterung.
05:57Deshalb beobachten wir sie hier auf der ETS.
05:59Wissen Sie denn, wie das alles passiert ist?
06:02Tja, Ihr Airbag ist wohl nicht aufgegangen.
06:05Aber der Airbag von diesem Fahrer, der ist aufgegangen und ihm ist nichts passiert, ja?
06:11Ja, er ist aus der Klinik geflĂŒchtet.
06:13Er wirkt, Àhm...
06:15Betrunken.
06:17Haben Sie eine Blutprobe von ihm?
06:19Dazu ist es leider nicht gekommen.
06:20Tja, ich habe wirklich alles dafĂŒr getan, dass der Lotte an Ihren Bruder nicht mehr sehen
06:25kann.
06:26Und er?
06:26Im Prinzip einer Oma an Ihrem 18.
06:29Geburtstag.
06:30Wiedersehen, der Ausgang ist gleich.
06:32Ich frage den behandelnden Arzt.
06:34Dr.
06:34Kaminski?
06:35Die Herren sind vom Verkehrsermittlungsdienst.
06:37Möchten Lotte Heini sprechen?
06:40Das ist momentan leider nicht möglich.
06:42Wir geben Ihnen Bescheid, wenn die Patientin ansprechbar ist.
06:44Ich kann Ihnen sagen, wer den Wunschfall verursacht hat.
06:46Mein Mann.
06:47Und prĂŒfe, wer sich ewig bindet.
06:50Waren Sie Zeugen des Unfallgeschehens?
06:51Nein, aber ich weiß, wer im Steuer gesessen hat.
06:53Mein Mann, also mein Ex-Mann.
07:39Wie Sie wissen, Osteosarcoma ist der grĂ¶ĂŸte Kanzler, der in der Kanzler entsteht.
07:52Wie Sie wissen, ob Sie nicht einschlafen wĂŒrden, ob Sie nicht einschlafen wĂŒrden.
08:11Warum erzÀhlst du nicht von der Frau?
08:12Wie schwer es ihr gefallen ist, sich fĂŒr die Operation zu entscheiden und die Angst, die
08:16ihre Mutter hatte.
08:17Das ist ein wissenschaftlicher Vortrag.
08:19Und dann guckst du die Leute an und tust du, als wÀre dir das alles gerade eingefallen.
08:22Aber wieso?
08:23Es steht doch hier.
08:24Ja, dann wirkt es vielleicht lockerer.
08:26Lockerer?
08:27Mhm.
08:29Mein Englisch ist besser geworden.
08:34Ich glaube, ich bleib doch hier.
08:38So.
08:41Hey.
08:42Na?
08:44Weiß Roland noch an seinem Vortrag?
08:46Ja, er performt nicht richtig.
08:48Performt nicht richtig.
08:50FrĂŒher reichte es, wenn man ein guter Arzt war.
08:53Was wird der jetzt machen?
08:55Weiß ich nicht.
08:56Ich guck mal nach.
08:58Roland sollte auch kĂŒrzer treten.
09:00Statt jetzt noch in der Weltgeschichte herumzureisen.
09:04Zwei Tage Hamburg.
09:08Achso, ja, stimmt.
09:10Es hat damals mit Pia zusammen von Hamburg nach London gesegelt.
09:31Na, Papa, was siehst du?
09:34Na, was ich befĂŒrchtet habe.
09:36Roland Heilmann.
09:39Und kannst du Roland Heilmann nicht leiden?
09:45Ich habe im Moment das GefĂŒhl, als ob alles ĂŒber meinen Kopf zusammenschlĂ€gt.
09:52FĂŒr die Klinik reicht es gerade noch.
09:58Das kriege ich hin.
10:00Dein verlÀngertes Wohnzimmer hat Pia manchmal gesagt.
10:13Herr Heinrich, guten Morgen.
10:16Sie wollen bestimmt zu Lotta.
10:18Wie geht's dir?
10:20Davon können Sie sich selbst ein Bild machen, aber vorher sollten wir Sie untersuchen.
10:23Ich kann da nicht reinigen, nachdem was passiert ist.
10:26Was ist denn passiert?
10:26Wie kam es denn zu diesem Unfall?
10:28Mir war plötzlich schwarz vor Augen.
10:30Meinen Sie, das glaubt mir irgendjemand?
10:32Wieso denn nicht?
10:33Das mĂŒssen Sie halt richtig stellen.
10:34Quatsch!
10:35Der Doktor hat doch sein Urteil ĂŒber mich schon lĂ€ngst gezeigt.
10:37Das stimmt doch nicht.
10:38Sie mĂŒssen mit der Polizei reden.
10:41Herr Heinrich.
10:41Nein, das kann ich nicht.
10:43Ich schaffe das nicht.
10:44Nein, Herr Heinrich, Sie können doch nicht weg sein.
10:47Herr Heinrich!
10:48Herr Heinrich!
10:50Herr Heinrich!
10:51Hilfe!
10:53Herr Heinrich!
10:55Hat er sich bei Ihnen zu Hause versteckt?
10:58Er ist vor der Klinik zusammengebrochen.
10:59Willi rennt?
11:00Kein Atemalkohol.
11:01Sie sehen das ganz schön einseitig.
11:03Ich ziehe mich schnell um.
11:08Herr Heinrich?
11:10Ich werde Sie jetzt untersuchen, was ich gestern schon gern gemacht hÀtte.
11:13Flacher Atem, beschleunigter Puls.
11:15Danke.
11:15Machen Sie bitte Ihren Bauch frei?
11:17Ich mache schon.
11:21Sehen Sie die leichte Gelbfarbung der Haut?
11:24Mhm.
11:25Ich werde Ihren Bauch jetzt abtasten.
11:27Keine Angst, ich bin vorsichtig.
11:33Lieber druckempfindlich.
11:34Die OberflÀche hart wie eine Whiskyflasche.
11:38Ultraschall bitte.
11:39Obwohl er abgemagert wirkt, ist das Atomen vergrĂ¶ĂŸert.
11:44Vermutlich Aszitis.
11:51Ja, wie gesagt, Aszitis.
11:55Inhomogene Leber, Rinderwellig, Splenomegalie.
12:01Ich werde Sie erst mal stationÀr aufnehmen.
12:05So, da bin ich.
12:08Ich brauche ein kleines Blutbild.
12:11Gerinnung, Leberwerte, Blutalkohol.
12:13Und ich brauche ein Abdomen-CT und eine Leberbiopsie.
12:17Frisch ans Werk.
12:20Und?
12:21Also, er kriegt ein Zimmer, aber fĂŒr Dr. Kamensky steht die Diagnose anscheinend schon fest.
12:27Georg?
12:28Georg, was machst du?
12:29Georg?
12:30Du, Georg, ich warne dich.
12:32Ich warne dich.
12:33Lass dich in der Ruhe.
12:34Ich sag's, mir soll's passieren wollen.
12:39Guten Morgen.
12:41Morgen, Mann.
12:41Na, wie geht's Ihnen?
12:43Bisschen Kopfschmerzen.
12:45Wie geht's meinem Vater?
12:46Was hat er?
12:48Ja, das ist noch nicht abgeklÀrt.
12:50Ich kann einfach nicht fassen, dass er...
12:53Mama, bitte.
13:00Ausgerechnet an deinem Geburtstag kommt der wieder an.
13:03Ich wollte ihn zur Feier mitbringen.
13:05Was?
13:05Sag mal.
13:08Hast du vergessen, was der uns alles eingebrockt hat?
13:11Mama, er hat das nicht mit Absicht gemacht, das weißt du.
13:14Außerdem hat er sich geĂ€ndert.
13:15Ja, natĂŒrlich.
13:17Und du liegst hier auf der Intensivstation.
13:19Lotta, dein Vater ist Alkoholiker, dem kannst du gar nichts glauben.
13:24Er hat seit einem halben Jahr keinen Tropfen getrunken.
13:26Ja.
13:29Du bist doch sonst nicht so naiv.
13:32Ich hÀtt's gemerkt.
13:33Ich weiß noch sehr wohl, wie es ist, wenn er trinkt.
13:36Habt ihr euch mal gesehen in letzter Zeit?
13:38Nicht mal.
13:40RegelmĂ€ĂŸig.
13:47Diese ganzen Fotos neulich, die hast du fĂŒr ihn gemacht, oder?
13:50Er wollte wissen, wie es seiner Familie geht, wie es Anton geht, wie es dir geht.
13:54Lotta, das ist so ein Vertrauensbruch.
13:56Ich hab doch deinem Vater nicht umsonst das Sorgerecht entzogen.
13:59Du kannst ihm nicht vertrauen.
14:02Außerdem hat er sich null um euch gekĂŒmmert.
14:04Null!
14:05Weil er es nicht konnte, Mama.
14:07Er konnte sich ja nicht mal um sich selbst kĂŒmmern.
14:09Frau Becker, Ihre Tochter braucht noch sehr viel Ruhe.
14:11Ich glaub, es reicht jetzt.
14:13Ja, das...
14:14Das glaub ich auch.
14:21Frau Becker, Ihre Tochter ist nichts weiter passiert. Sie können froh sein.
14:27Die ganzen Jahre weiß ich nicht, wie ich die Kinder alleine durchkriegen soll.
14:31Und jetzt wendet sie sich gegen mich.
14:33Sie konnten sich von ihrem Mann lösen mit einer Scheidung.
14:36Das kann Ihre Tochter nicht. Er bleibt Ihr Vater.
14:39Sie kennt ihn gar nicht und es ist gefÀhrlich, was sie da macht.
14:42Momentan geht's ihm sehr schlecht.
14:44Das bricht mir das Herz.
14:50Übrigens, der Blutalkoholtest von Herrn Heinrich ist ohne Befund.
14:54Die Tochter sagt, er ist seit sechs Monaten trocken.
14:57Also war er gestern nĂŒchtern.
15:00Die Laborwerte von heute zeigen mir allerdings, dass er in der Zeit davor stark ĂŒbertrieben hat.
15:09Jetzt sag mir doch mal, wie es meinem Vater geht.
15:15Sag mal, wer ist du eigentlich?
15:22Oh.
15:23Letter Versuch.
15:25Sie wĂŒrde gerne wissen, wie es ihrem Vater geht.
15:28Ich bin eine direkte Verwandte und volljÀhrig.
15:32Hat eine Lebererkrankung.
15:34Schlimm?
15:36Ziemlich.
15:40Meine Mutter hat recht.
15:42Er hat frĂŒher schlimm getrunken.
15:44Aber das war nicht immer so.
15:46Als Anton und ich klein waren, waren wir als Familie andauernd unterwegs.
15:51Anton ist Ihr Bruder?
15:54Mein Vater war S-Bahn-Fahrer.
15:57Manchmal hat er uns zur Arbeit genommen.
15:59Mein kleiner Bruder war es das GrĂ¶ĂŸte.
16:02Warum hat er irgendwann angefangen zu trinken?
16:08Vor sechs Jahren ist ihm jemand vor den Zug gesprungen.
16:11Drei Tage vor Weihnachten.
16:13Der Mann war gleich tot.
16:20Seit Papa von der Nachtschicht nach Hause kam, war alles anders.
16:23Papa war anders.
16:25Meine Mutter hat versucht, es zu verheimlichen.
16:28Er wollte mit niemandem darĂŒber reden.
16:31Irgendwann ist er auch einfach nicht mehr zur Arbeit gegangen.
16:35Wir mĂŒssen von einem beginnenden Leberversagen ausgehen.
16:40Also was ist das mit mir und meiner Leber?
16:45Die Leberzirrhose ist das Endstadium einer chronischen Lebererkrankung.
16:52Also ja.
16:54Ich vermute, dass der Alkoholmissbrauch die Ursache dafĂŒr ist.
17:01Leider kann ich nicht behaupten, dass ich das hier ĂŒberraschen wĂŒrde.
17:07Was ist denn?
17:08Herr Leberz, kurz, es gibt ein Problem mit Ihrer Krankenkassenkarte.
17:11Und zwar sind Sie seit vier Monaten nicht mehr versichert.
17:15Was?
17:17Das kann nicht sein.
17:21Ich suche eigentlich Dr. Stein.
17:25Was ist mit dem Verkehrsunfall gestern?
17:27Weiß die Polizei schon was?
17:29Der GeflĂŒchtete hat von sich aus den Weg zurĂŒck in die Klinik gefunden.
17:32Ich habe ihn stationÀr aufgenommen.
17:35Allerdings nicht unfallbedingt.
17:38Leberzirrhose im Endstadium.
17:39Die Leberbiopsie hat den Verdacht bestÀtigt.
17:43Außerdem haben wir noch eine chronische Hepatitis C bei ihm entdeckt.
17:49Das klÀrt, warum die Zirrhose so weit fortgeschritten ist.
17:52Das Leberversagen schreitet voran.
17:54Er wird bald eine Leberdialyse brauchen.
17:55Es wird nicht reichen, so wie es aussieht.
17:57Er braucht eine neue Leber.
18:00Der Mann ist 53, seit sechs Monaten trockener Alkoholiker.
18:04Hat kein stabiles soziales Umfeld, also nicht gerade die Poolposition bei Neotransplanten.
18:09Das Schönste kommt noch erst derzeit ohne Krankenversicherung.
18:12Ich spreche darĂŒber mit Frau Markwörter und Frau Glowisch.
18:15Danke, das wÀre sehr hilfreich.
18:25Lothar?
18:28Musst du nicht im Bett liegen?
18:30Ich bin okay.
18:32Wie geht's dir?
18:33Tut mir so leid, was gestern passiert ist.
18:39Papa.
18:40Au.
18:41Nee.
18:43Wir leben noch.
18:47Da bringe ich dich zu deinem Geburtstag bei mir auf.
18:51Sowas Àhnliches hat Mama doch bestimmt gesagt, oder?
18:55Sowas in der Art.
18:57Aber was ist jetzt mit dir?
18:59Na ja.
19:01Sag mal so.
19:04Ich krieg jetzt die Quittung fĂŒr alles.
19:08Hört sich ernst an.
19:12Es ist.
19:14Wie ernst?
19:20Papa.
19:22Du musst versterben.
19:24Was machst du denn hier?
19:27FĂŒnf Minuten.
19:29Okay.
19:37Roland, ich fasse kurz zusammen.
19:38Der Mann, der lebt in unsicheren sozialen VerhÀltnissen.
19:41Der ist nicht versichert.
19:42Und du willst ihn an die Leberdialyse anschließen
19:43und bei Neotransplant anmelden.
19:45Was bist du denn eigentlich von Beruf?
19:47Ich bin Arzt.
19:47Du bist Klinikleiter, aber das hast du wohl vergessen.
19:51Roland, Frau Markwart hat recht.
19:53Vielleicht irgendwo muss das Geld herkommen.
19:54Das heißt, den Mann von der Infusion abklemmen,
19:56ihn anziehen und wieder nach Hause schieben.
19:58Wir werden ihn adÀquat behandeln,
19:59wie jeden anderen Patienten auch,
20:00wenn es sein muss, auf Klinik kosten.
20:02Roland, das ist mir zu abenteuerlich.
20:04So kann man als Klinikleiter keine Entscheidungen treffen.
20:10Sarah, ich muss mich auf diesen Konkreis vorbereiten.
20:13Können wir das GesprÀch vertagen?
20:15Sicher.
20:19Hamburg, wir kommen.
20:21Vielleicht ist das mit Hamburg gerade keine so gute Idee.
20:23Roland brÀuchte eigentlich Ruhe.
20:26Ich kann das jetzt nicht mehr abblasen.
20:29Vielleicht ist es auch eine gute Ablenkung vom Klinikalltag.
20:35Ich kann dir nicht viel sagen, Anton.
20:37Papa ist erst seit ein paar Stunden hier.
20:41Du, ich muss auflegen, der Professor kommt.
20:44Ja, die mögen das ja nicht so mit Handys.
20:47Okay.
20:47Ärgern wir mal nicht.
20:48Ich hatte die Hoffnung, Professor zu werden, schon aufgegeben.
20:53Ich weiß nicht, wie ich meinem Bruder klarmachen soll,
20:55dass unser Vater so krank ist.
20:57Wie alt ist Ihr Bruder denn?
20:5914.
21:00Aber noch ziemlich kindlich.
21:02Obwohl er immer den harten Knochen rauskehrt.
21:05Bei wem er sich das wohl abgeguckt hat.
21:13Schwester Ulrike hat mir von der Vorgeschichte Ihres Vaters erzÀhlt.
21:18Nicht um Ihr Vertrauen zu missbrauchen,
21:20sondern um das Bild, das wir uns von einem Patienten machen, abzurunden.
21:25Ist nur nicht immer so.
21:28War Ihr Vater denn nach diesem S-Bahn-Unfall nicht in psychologischer Betreuung?
21:34Kann sein.
21:35Er ist traumatisiert.
21:37Könnte mir Ihre Mutter vielleicht...
21:39Was kann ich denn fĂŒr meinen Vater machen?
21:41DafĂŒr sind im Moment wir zustĂ€ndig.
21:44Und?
21:45Was können Sie tun?
21:47DarĂŒber denken wir sehr angestrengt nach.
21:51Genau so einen Spruch habe ich erwartet.
22:25Ich habe nur das.
22:26Tu mir einen Gefallen und mach ein anderes Gesicht.
22:28Ich habe nur das.
22:29Moin Moin.
22:30GrĂŒĂŸ Gott.
22:31Marquardt und Heilmann.
22:33Bitte schön.
22:33Ja.
22:35Ach guck mal.
22:36Professor Jenkins und Dr. Kraus.
22:38Schön.
22:39Die sehe ich ja nachher beim Kongress.
22:41Der Kongress beginnt genau in diesem Moment.
22:44Danke Ihnen.
22:47Professor Jenkins.
22:48Professor Jenkins.
23:01Walter.
23:05Kann ich dich was fragen?
23:10Als du den Unfall hattest mit der S-Bahn.
23:12Ach guck mal.
23:13Das ist alles schon so lange her.
23:17Ich will nicht darĂŒber reden.
23:18Das willst du nie.
23:19Aber ich möchte es verstehen.
23:21Ja.
23:23Ich auch, SĂŒĂŸe.
23:24Ich auch.
23:27TrÀume nÀmlich noch heute davon.
23:30Hat dir keiner irgendwie Hilfe angeboten?
23:34Ja, ich war ein paar Mal bei einer Psychologin, damit ich weiterfahren konnte.
23:40Sie hat ihr Programm abgehakt.
23:42Ich hatte meinen Stempel und die Unterschrift und weiter ging's.
23:45Aber das war es nicht, oder?
23:47SĂŒĂŸe, das bringt doch jetzt alles nichts mehr.
23:50Ich war erst zwölf.
23:52Da war alles anders.
23:55Anton ist da bis heute nicht durch.
24:03Da wĂ€re noch so viel zu klĂ€ren zwischen uns, bevor Schluss ist fĂŒr mich, hm?
24:09Du siehst ja, ich bring nicht mal das.
24:18Hi.
24:20Sie mĂŒssen noch mal zum Urtaschen.
24:24Was machen Sie denn hier?
24:26Welcher Teil von Sie haben Bettruhe war nicht zu verstehen?
24:29Das ist immer schon weg.
24:31Ich bitte darum.
24:41Mal abgesehen von der Bettruhe.
24:43Es ist gut fĂŒr Ihren Vater, wenn Sie bei ihm sind.
24:45Was fehlt meinem Vater?
24:47Ja.
24:55Also gut.
24:57Ihr Vater braucht eine neue Leber.
25:00Und wo bekommt er die her?
25:01Das ist doch nicht so einfach, oder?
25:08Meine Oma guckt immer diese Gesundheitssendung.
25:11Neulich hat ein Patient von einem Verwandten
25:14ein StĂŒck seiner Leber bekommen.
25:15Hat Ihr Vater Geschwister?
25:20Frau Heinig.
25:22So was bricht man nicht einfach ĂŒbers Knie.
25:24Sollen Sie auch gar nicht.
25:26Es mĂŒssten aufwendige Tests gemacht werden.
25:29Ich liege hier den ganzen Tag nur rum.
25:34Ladies and gentlemen.
25:36I'm sure many of you have read the latest publication.
25:39Vielleicht hÀtten wir doch ein kleines GlÀschen Prosecco als Auflockerung trinken sollen.
25:43Bist du auch aufgeregt?
25:45Geht so.
25:49Jetzt gehst du gleich da raus.
25:50Now please welcome Ronald Heilmann,
25:53the medical head of the Sachsen Clinic.
25:55Was ist denn mit dir?
25:57Ich weiß nicht.
26:01Du gehst jetzt gleich da raus
26:03und hÀltst dein Referat.
26:07Ich kann das nicht.
26:08Was?
26:09Dr. Heilmann?
26:10Sie sind hier jetzt dran.
26:12Danke.
26:13Ich kann das.
26:15Wirklich nicht.
26:17Aber, Àh.
26:19Und was wollen wir jetzt?
26:33Und was wollen wir jetzt?
26:59So, ich geh da rein.
27:00Okay, schön verabend.
27:03Frau Hennig.
27:03Ich hab mich testen lassen.
27:05Ich kann fĂŒr meinen Vater spenden.
27:06Kann ich's ihm gleich sagen?
27:07Nein, Sie warten bitte bis morgen.
27:09Wieso?
27:10Weil das nicht so einfach ist.
27:13Das ist psychologisch viel komplizierter, als Sie denken.
27:15FĂŒr Ihren Vater, aber auch fĂŒr Sie.
27:17Sie schlafen drĂŒber, reden morgen mit einem Arzt und dann gehen Sie erst zu Ihrem Vater.
27:22Sie klingen genau wie Dr. Kaminski.
27:29Nein, kling ich nicht.
27:31Sind wir uns einig?
27:32Nein, kling ich nicht.
27:33Das war's.
28:13Willst du mir irgendwas sagen?
28:18Du warst gut.
28:25Ich glaube, ich weiß, wie du dich fĂŒhlst.
28:29Wir alle vermissen Pia.
28:30Ja, die Kinder und...
28:33Wie nett, dass du mich trösten willst, Frau.
28:36Du kannst dir nicht vorstellen, wie mir zumute ist.
28:41Aber vielleicht brauchst du jetzt Hilfe.
28:44Du musst mir sagen, wie wir dich unterstĂŒtzen können.
28:49Als ich dich vorhin hab reden hören, hab ich gedacht,
28:53du kannst das hier alles viel besser als ich.
28:57Quatsch.
28:59Sarah, bitte sei mir nicht böse.
29:05Bitte sei mir nicht böse.
29:21Was soll das heißen? Sie wissen nicht, wo er ist.
29:23Er hat noch nicht mal aus dem Hotel ausgecheckt.
29:25Ich hab seine Sachen bei mir drĂŒben im BĂŒro.
29:26Die im Hotel haben gesagt, er hat sich ein Taxi zum Bahnhof bestellt.
29:29Und ich weiß noch nicht mal, ob er ĂŒberhaupt nach Leipzig zurĂŒckgefahren ist.
29:32Ist er vielleicht zu Hause?
29:33Das brauchen Sie nicht probieren. Ich hab schon dreimal angerufen.
29:36Aber wo ist er dann?
29:37Ich weiß es nicht. Irgendwo in der Stadt.
29:39Vielleicht ist er auch unterwegs ausgestiegen.
29:42Roland doch nicht.
29:55Ich weiß es nicht.
30:28Kann man Ihnen irgendwie helfen?
30:29Lotte Heinig ist gerade drin und will Ihren Vater ĂŒberreden,
30:32einen Teil Ihrer Leber anzunehmen.
30:36Wissen Sie was? Sie stellen sich jetzt hier hin
30:38und lassen niemanden rein, bevor sie wieder rauskommt.
30:41Auch nicht Dr. Kaminski?
30:42Nee, auch nicht Dr. Kaminski.
30:44Und wenn Sie doch jemanden reinlassen,
30:45haben Sie keine frohe Minute mehr.
30:46Das können Sie mir glauben.
30:47Was ist noch? Fragen?
30:48Nee.
30:51Kommt ĂŒberhaupt nicht in Frage.
30:56Weißt du, wie gefĂ€hrlich so eine Operation ist?
30:58Ich hab vorgestern schon dein Leben aufs Spiel gesetzt.
31:00Denk doch mal darĂŒber nach.
31:15Du bist der einzige Mensch, der noch ein Pfifferling auf mich setzt.
31:20Ich lass nicht zu, dass du das machst.
31:23Du kannst doch nicht einfach aufgeben.
31:26Meine Zeit lÀuft ab, Lotte.
31:30Und so, wie ich gelebt hab, muss ich damit klarkommen.
31:35Du hast gesagt, es gibt noch eine Menge zu klÀren zwischen uns.
31:39Zwischen dir und Anton.
31:42Vielleicht auch zwischen dir und Mama.
31:44Ich kann euch eure Kindheit nicht zurĂŒckgeben.
31:48Die war, wie sie war.
31:51Aber Anton und ich,
31:53wir haben keinen Moment gedacht, wir hÀtten keinen Vater mehr.
31:57Denkst du mal daran?
32:00Oft, als du glaubst.
32:02Er fragt nach dir.
32:05Das Gute.
32:07Das Gute.
32:08Das Gute, meine Große.
32:23Manchmal muss man die Dinge so annehmen, wie sie sind.
32:30Papa, bitte.
32:49Ich weiß zwar nicht, was Sie hier machen und was das werden soll.
32:52Aber ich will jetzt zu meinem Patienten.
32:54Der braucht gerade aber ganz dringend seine Ruhe.
32:57Ach, und das entscheiden Sie?
32:59Ja.
32:59Falls ich irgendetwas gesagt haben sollte,
33:01dann tut es mir leid, aber bitte rufe an.
33:05Gibt es hier irgendwelche Probleme?
33:07Ja.
33:11Ein englischer Kollege hat mal behauptet,
33:14die Arbeit auf der Station
33:15könne auch von Schimpansen erledigt werden.
33:18Der Gedanke hat was.
33:20Haben Sie einen Knall, Kaminski?
33:25Ich werde dafĂŒr sorgen, dass...
33:27Dass ich keine frohe Minute mehr habe.
33:28Gut, aber da mĂŒssen Sie sich leider hinten anstehen.
33:31Die Tochter von Herrn Heinich ist gerade da drin
33:33und wen Sie der Operation ĂŒberreden.
33:35So.
33:36Meine GĂŒte, warum sagen Sie das nicht gleich?
33:40Mein Vater ist zur Operation bereit.
33:43Schön.
33:49Sie sind der unmöglichste Pfleger,
33:51der mir hier je begegnet ist.
33:53Herr Brenner war gegen Sie
33:54ein Komfortmodell.
34:00Das verbiete ich dir.
34:01Du bist noch ein Kind.
34:03Deshalb ist meine Leber auch noch ganz okay.
34:05Vorgestern, dieser Unfall,
34:07den haben wir deinem Vater zu verdanken.
34:09Und ich dachte,
34:09schlimmer kannst du ĂŒberhaupt nicht mehr werden.
34:11Aber das jetzt, das...
34:12Das setzt dem Ganzen echt die Krone auf.
34:14Das machst du nicht.
34:16Ich gehe jetzt zu deinem Vater
34:17und ich rede mit ihm.
34:18Du hast damit gar nichts zu tun.
34:20Sag mal, wie kannst denn du so sein?
34:21Rate mal,
34:23toll jahrelang von dir zu hören,
34:24was fĂŒr ein Penner mein Vater ist.
34:26Ein SĂ€ufer.
34:27Peinlich, den auf der Straße zu treffen.
34:34Erinnerst du dich,
34:36als er versucht,
34:37an unsere WohnungstĂŒr einzutreten?
34:40Er wollte Anton und mich sehen.
34:43Und...
34:45oder der Kindergeburtstag
34:47an uns Achter
34:49mit dem Volltrug mit dem Papa?
34:52Hast du jemals versucht,
34:54ihn zu verstehen?
34:59Lotta,
35:01ich wĂŒnsche dir einfach,
35:02dass du sowas...
35:03dass du nie in so eine Situation gerÀtst,
35:05in der ich war.
35:07Mit dir und deinem Bruder,
35:08mit so einem Mann.
35:10Jetzt ist er ja nicht mehr dein Mann.
35:12Aber er ist immer noch mein Vater
35:14und ich will ihm helfen.
35:16Wie gesagt,
35:17ich verbiete dir das.
35:19Ich bin 18, Mama.
35:21Du kannst mir gar nichts mehr verbieten.
35:26Guten Tag, Frau Becker.
35:28Tag.
35:28Wir brauchen Sie nochmal
35:29fĂŒr eine Blutentnahme.
35:37Sie unterstĂŒtzen diesen ganzen Irrsinn, ja?
35:41Ich werde Ihre Klinik verklagen.
35:43Ist nicht meine Klinik,
35:44aber versuchen Sie es trotzdem.
35:47Übrigens, Ihre Tochter ist...
35:49ein bemerkenswerter Mensch.
36:01Die Ausgangssituation der Jungfrau ist sehr gĂŒnstig.
36:07Sie dĂŒrfte keine Schwierigkeiten
36:08mit der Regeneration haben.
36:12Ich beginne jetzt
36:13mit dem Absetzen des Leberlappens.
36:17Sagen Sie drĂŒben Bescheid,
36:18wie weit wir sind.
36:20Wie geht's ihr?
36:21Gesunde Patientin,
36:22alles bestens.
36:25Gut, danke.
36:27Dr. Brentano setzt jetzt ab.
36:29Gut.
36:31Der Protokavallus ansteht.
36:34Geht's dem Patienten?
36:38Ich substituiere die ganze Zeit.
36:40Sein Blutdruck schwankt,
36:41aber er lÀsst sich trotzdem
36:42ganz gut fĂŒhren.
36:44Machen wir weiter.
36:45Schere.
36:50Ich durchtrenne jetzt die Arterie.
36:52Gut.
36:53Gut.
36:57Gut.
36:57Gut.
37:03Was ist los?
37:05Dr. Globisch,
37:06reden Sie mit mir.
37:07Ich kann jetzt nicht mehr abbrechen.
37:09MĂŒssen Sie auch nicht.
37:09Ich hab das im Griff.
37:11Hören Sie auf,
37:12sich wegen Dr. Heilmann verrĂŒckt zu machen.
37:14Er wird schon wieder auftauchen.
37:15Konzentrieren Sie sich auf Ihre Arbeit
37:17und ich mach das mit meiner.
37:32Gut, soweit.
37:34Jetzt dĂŒrfen wir,
37:35dass Sie sich gut erholt.
37:36Wir machen zu.
37:43So,
37:44kommen wir zum zweiten Teil
37:46der Veranstaltung.
37:48Das sieht ja gut aus.
37:50Wunderbar prĂ€parierte GefĂ€ĂŸe.
37:53Dr. Brentano
37:54wĂŒrde auch einen guten Scherfahrstab geben.
37:56Auf meiner Seite
37:57ist alles stabil.
37:58Wir könnten jetzt
37:59auch nicht mehr zurĂŒck.
38:00Ich beginne mit der
38:02Vena Cava Superior.
38:10Mein Kollege Dr. Brentano
38:12hat Sie operiert.
38:14Danke.
38:16Wie ist es denn gelaufen?
38:17Sehr gut.
38:18Keine Komplikationen.
38:20Sie werden sich rasch erheulen.
38:23Ihr Vater hatte
38:24ein kleines Formtief
38:25zwischenzeitlich,
38:26aber das konnte
38:27unsere AnÀsthesistin
38:28abfangen.
38:29Und dann geht's Ihnen gut?
38:30Im Moment sieht es
38:31nicht schlecht aus.
38:32Ich bin,
38:33wie sagt man,
38:35verhaltenoptimistisch.
38:37Wie fĂŒhlen Sie sich denn?
38:39Naja.
38:41Danke Ihnen allen,
38:42dass Sie meinem Vater
38:43geholfen haben.
38:45Bis spÀter.
38:53Lothar.
38:56Lothar.
38:57Oh Gott.
38:58Ich bin so froh,
38:59dass alles gut gegangen ist.
39:03Ich wĂŒnschte,
39:04ich könnte dir so was sagen
39:05wie
39:07ich bin stolz auf dich.
39:09Ach, na ja.
39:11Das ist trotzdem
39:12das Tollste,
39:13was du mir seit Jahren
39:14gesagt hast.
39:23Ich gebe Ihnen
39:24sofort Bescheid,
39:25Frau Gaus.
39:27Nein.
39:29Hallo?
39:30Hallo.
39:32Ärger?
39:33Ach, Sorgen.
39:35Ach, Dr. Brentano.
39:37Könnten Sie morgen
39:38Vormittag mal
39:38zu mir ins BĂŒro kommen?
39:40Ich weiß,
39:41Erlangen im Dezember.
39:43Nein, vergessen Sie,
39:44Erlangen.
39:44Ich habe in Hamburg
39:45jede Menge
39:46Kongresseinladungen
39:47fĂŒr Sie bekommen.
39:48Sie wissen ja,
39:49der Vortrag war brillant
39:50und jetzt wollen Sie
39:51alle kennenlernen.
39:51Auch die amerikanischen
39:52Kollegen.
39:53Im Ernst?
39:54Morgen um 10 in meinem BĂŒro.
39:57Na dann,
39:58schönen Feierabend.
40:02Was ist mit meiner Tochter?
40:04Ihr geht's gut?
40:05Sie hat die OP gut ĂŒberstanden.
40:07Kann ich Sie sehen?
40:09Wir sagen Ihnen Bescheid,
40:10wenn sie soweit ist, ja?
40:14Ich kann das alles
40:15noch gar nicht fassen.
40:18Meine Tochter
40:19krabbt mal 18
40:20und zieht sowas durch.
40:22Ja, ist bemerkenswert.
40:25Aber Sie beide
40:26haben auch eine gute Beziehung,
40:27nicht wahr?
40:28Ja.
40:29Er hat immer zu mir gehalten.
40:31Selbst in meinen
40:32schlimmsten Zeiten.
40:34Ich habe gehört,
40:35Sie sind auf einem guten Weg.
40:38Sechs Monate
40:40und vier Tage.
40:42Kein Tropfen.
40:46Ich reise mich zusammen.
40:49Aber die Zeit
40:50kann ich trotzdem
40:50nicht zurĂŒckdrehen.
40:52Nee, das können Sie nicht.
40:54Aber Sie können
40:55sich helfen lassen.
40:56Wir könnten Ihnen zum Beispiel
40:57einem Psychologen vermitteln.
41:00Was soll ich denn
41:01mit dem Psychologen reden?
41:03Wer nĂŒtzt denn das jetzt noch?
41:05Doch, das nĂŒtzt
41:06Ihnen, Ihrer Tochter,
41:08der ganzen Familie.
41:10Familie?
41:13Schlange, ja.
41:14Habe ich mir alles
41:16durch den Suff
41:16kaputt gemacht.
41:18Ja.
41:22Ja.
41:25Ja.
41:29Ja.
41:32Ja.
41:34Ja.
41:35Ja.
41:48Ja, wenn er bis dann
41:49nicht aufgetaucht ist,
41:50dann rufen wir die Polizei.
41:51Aber jetzt macht euch
41:52doch bitte nicht verrĂŒckt.
41:54Wenn da wirklich
41:54was passiert wÀre,
41:55dann wĂŒssten wir das doch schon.
41:58Ja, gut.
42:01Mein Vater hat MĂŒhe,
42:02Charlotte zu beruhigen.
42:05Ich hatte schon eine Weile
42:06das GefĂŒhl, dass sowas kommt.
42:09Und habe nicht reagiert.
42:14Roland.
42:16Sag mal.
42:18Weißt du eigentlich,
42:19was hier los ist?
42:20Wir hÀtten ja beinahe
42:21an die Polizei gerufen.
42:24Wo warst du denn
42:25die ganze Zeit, sag mal?
42:28Keine Ahnung.
42:30Du weißt nicht,
42:31wo du gewesen bist?
42:39Was ist denn los mit dir?
42:44Ich kann nicht mehr.
42:47Ich habe gedacht,
42:47ich kriege das hin.
42:48Die Kinder.
42:50Zu Hause.
42:51Die Familie.
42:52Hier.
42:54Wir warten schon lange
42:55auf ein Zeichen.
43:00Bitte helft mir.
43:02DeineriĂšre.
43:04Das war's.
43:14Das war's.
43:14Die Frau.
43:14Vielen Dank.
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