- vor 2 Tagen
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TVTranskript
00:20Love Is Enough
00:30We can make it for stormy weather
00:33As long as we stay together
00:37Love Is Enough
00:41Stop!
00:43Aber der bringt doch Mama im Krankenhaus.
00:46Warum?
00:47Damit ich eine Schwester bekommen kann.
00:50Genau.
00:50Die kriegen wir auch ohne Rettungswagen.
00:53Das wÀre es doch.
00:55Hier.
00:56Das Haus.
01:01Das Haus von Frau Melzer lÀsst sich nicht in Ruhe, oder?
01:03Wir putzeln hier bald zu fĂŒnft ĂŒbereinander.
01:06Und dann hast du plötzlich eine Patientin,
01:07die ein Haus verkaufen möchte.
01:09Das ist kein Zufall, das ist Schiss.
01:10Zu frĂŒh, zu schnell.
01:12Bekomme ich dann eine Schaukel?
01:15Einfach mal ansehen, Philipp, bitte.
01:18Was wir uns anzusehen haben,
01:19ist der Ultraschall des bevorstehenden Ausbruchsversuchs von da.
01:24Ja, das Haus ist ja sehr schön,
01:25aber lass uns erst mal die Geburt abwarten.
01:26Und dann ist das Haus weg.
01:29Dann finden wir einen Anruf.
01:32Wo ist Mab?
01:33Im Kinderzimmer und ist noch nicht fertig.
01:44Guten Tag, Frau Melzer.
01:46Hier ist Asu Ritter.
01:47Ich rufe wegen des Hauses an.
02:00Was ist denn jetzt wieder das Problem?
02:03Du suchst jetzt also wirklich eine neue Wohnung?
02:05Ja.
02:06Und was wird dann mit mir?
02:07Du bist im letzten Semester.
02:09Du schreibst deine Diplomarbeit.
02:11Vielleicht mache ich ja auch ein Freisemester.
02:13Und wann willst du mit deinem Studium fertig werden?
02:15Du bist 24.
02:16HĂ€? Na und?
02:17Mit 24?
02:18Oh ja, ich weiĂ.
02:19Hattest du deine eigene Wohnung,
02:20hast dein eigenes Geld verdient.
02:21Und hatte eine reizende kleine Tochter von fĂŒnf Jahren,
02:24die schon damals nicht entscheiden konnte,
02:26welches Shirt sie in die Kita anzieht.
02:29Ruf an, wenn du mit deiner Untersuchung fertig bist.
02:31Ich hole dich dann ab.
02:33Mach dir bloà keine UmstÀnde.
02:38E.K.G. ist völlig unauffÀllig.
02:39Schöpfe, Ulrike?
02:44Sonst ist auch alles in Ordnung.
02:46Dem Attest fĂŒr ihr Praktikum steht nichts entgegen.
02:50Super.
02:51Landvermessung.
02:53Sehr interessant.
02:54Was vermessen Sie denn so?
02:55Den Brennsteig.
02:57Und?
02:57Ist er dann kĂŒrzer oder lĂ€nger?
02:59Ja, ich weiĂ.
03:00Schlechter Witz.
03:01Wir vermessen die alten Grenzsteine
03:02fĂŒr ein Institut fĂŒr Denkmalpflege.
03:07Klingt ja nicht sehr begeistert.
03:09Ach, na ja.
03:10Ich weiĂ auch nicht.
03:13Vertreten?
03:14Nee, das habe ich manchmal.
03:15Das geht aber gleich wieder weg.
03:17Ich seh mir das mal an.
03:18Ziehen Sie mal bitte die Hose aus.
03:24Geht das schon lÀnger?
03:27Zwei, drei Monate vielleicht.
03:30Hatten Sie einen Unfall
03:31oder sind Sie gestĂŒrzt?
03:32Nein.
03:36Bevor Sie auf dem Brennsteig herumhumpeln,
03:39werden wir das zur Sicherheit röntgen.
03:41Schwester Ulrike,
03:42röntgen in zwei Ebenen.
03:43Ich bin mal kurz in der GĂŒn.
03:44Schönen GrĂŒĂen.
04:11Oh, Entschuldigung.
04:13Ich wusste nicht.
04:35Sie können jetzt.
04:36Danke.
04:53Hatten Sie einen Termin?
04:56Nein, ich habe in letzter Zeit
04:58so schrecklich zugenommen.
05:00Ich kann mir das gar nicht erklÀren.
05:02Oh, das war's echt.
05:08Was wollte denn Dr. Petersen ergehen?
05:09Ach, die anderen Sonos waren belegt.
05:12Sie wollte sehen, ob hier noch eins frei ist.
05:15Ah.
05:16Jetzt, Marine, ich will die Kleine sehen.
05:18Jetzt wird's kalt.
05:21Ich möchte einen Termin vereinbaren.
05:23FĂŒr heute.
05:25Ja, es ist ziemlich dringend.
05:27Zwölf Uhr?
05:28Ja, das mĂŒsste gehen.
05:30Der Name ist Peters.
05:31Danke.
05:36Dr. Glorisch?
05:37Dr. Peters.
05:38Ich weiĂ, Sie hĂ€tten heute Nachmittag
05:39eigentlich keinen Dienst,
05:40aber ich brĂ€uchte OP-UnterstĂŒtzung.
05:42Circa 14 Uhr.
05:43Das ist kein Problem.
05:44Ich habe nur einen kurzen Termin.
05:46Danke.
05:46Gut, bis spÀter.
05:48Ja, bis dann.
05:49Danke sehr nochmal.
05:52Und wie lief deine OP?
05:54War ja ein ziemlich ernster Befund.
05:56Na ja.
05:59Aber?
06:01Roland.
06:03Sieben Worte in der OP.
06:04Tupfer, Skalpell, Spreizen,
06:07Lichtklemme, Zumachen.
06:09Das waren sechs.
06:11Ja.
06:11Und beim Rausgehen so was Àhnliches wie Danke.
06:16Er ekelt sich immer mehr ein.
06:19Ich bin auch seinetwegen hier in der Klinik geblieben.
06:22Aber ich werde ihm nicht hinterherlaufen.
06:26WeiĂ, was du meinst.
06:29Selbst ich mache mir langsam Sorgen um ihn.
06:37Morgen.
06:38Morgen.
06:42Ihre Patientin?
06:43Bitte?
06:44In die Röntgenaufnahme.
06:45Ja, junge Patientin.
06:46Persistierende Schmerzen im Knie.
06:49Keine Traumaanamnese.
06:51Ich kann hier erstmal nichts AuffÀlliges erkennen.
06:53Ich schon.
06:53Osteosarkom frĂŒhes Stadium.
06:55AbklÀren.
07:22Hallo, Frau Peters.
07:23Mein Name ist Frings.
07:25Nehmen Sie mich Platz.
07:26Danke.
07:29FĂŒr Ihre Unterlagen, persönliche Angaben, Schwangerschaftsverlauf.
07:32Aktueller Stand neunte Woche.
07:33Danke.
07:34Ich bin Ărztin und mit dem Prozedere medizinisch und juristisch vertraut.
07:38Wir mĂŒssen also nicht das ganze Programm abarbeiten.
07:41Programm, wie das klingt.
07:43Bisschen sachlich.
07:44Ja, das sollte es doch auch sein.
07:46Es ist ein persönliches GesprÀch.
07:48Ich habe es bereits grĂŒndlich erwogen, sonst wĂ€re ich ja nicht gekommen.
07:52Augen zu und durch, das ist ganz normal.
07:54Bitte, ich möchte keinerlei Bewertung oder EinschÀtzung.
07:58Ich habe eine Schwangerschaft, die ich nach reiflicher Ăberlegung abbrechen möchte.
08:01Also her mit dem Beratungsschein, aber flott.
08:04Bitte?
08:0770 Prozent der Frauen, die da auf diesem Platz sitzen, die gehen auch so verzweifelt in die Offensive.
08:13Ich bin nicht verzweifelt.
08:16Lassen Sie uns doch einfach mal zwei Schritte zurĂŒckgehen und ĂŒber Sie sprechen.
08:20Ăber die Beziehung, die zu Ihrer Schwangerschaft gefĂŒhrt hat, ĂŒber die Situation.
08:25Und dann?
08:27Wie viele Minuten haben Sie, um sich ein Bild von mir zu machen?
08:30Ich nehme mir die Zeit, die es braucht, ĂŒber Alternativen zu sprechen, ĂŒber Ihre Rechte, auch ĂŒber die finanziellen.
08:37Sie können es sich vielleicht gerade nicht vorstellen, aber so ein GesprÀch, das kann...
08:41Meine Entscheidung Àndern?
08:42Wir sollten gemeinsam alle Aspekte besprechen.
08:45Was wollen Sie mir sagen ĂŒber Leben, das erhalten werden soll?
08:48Ich bin Ărztin.
08:50Ich operiere.
08:51Ich erhalte Leben seit ĂŒber 15 Jahren.
08:53Und wollen Sie sich gerade gegen das Leben, das in Ihnen wÀchst, entscheiden?
08:56DarĂŒber will ich mit Ihnen reden.
08:58Ich aber nicht.
09:02Frau Peters, es geht doch nicht um diesen Beratungsschein.
09:05Den kriegen Sie sowieso.
09:07Das hier, das ist eine Chance, eine Hoffnung.
09:09Ja, fĂŒr mich.
09:11Ja.
09:21Hat das Ihr GynÀkologe gemacht?
09:24Nein, ich.
09:28Können Sie wirklich so auf das Sans gehen?
09:32Ja.
09:34Was ist jetzt mit dem Beratungsschein?
09:38Heute Nachmittag?
09:40Nach 17 Uhr.
09:41Gut.
09:44Dann wĂŒrde ich Sie bitten, diesen Fragebogen ausgefĂŒllt mitzubringen.
09:55Sie verurteilen mich.
09:57Nein, das steht mir gar nicht zu.
10:00Ich frage mich nur, ob Ihre Entschlossenheit, der Ablehnung des Kindes gilt.
10:05Oder ob es da irgendwelche GefĂŒhle gibt, die Sie weghaben wollen.
10:18Ich frage mich nur, ob Ihre Entschlossenheit, der Ablehnung des Kindes ist, der Ablehnung des Kindes ist.
10:21Hey.
10:24Und, wissen Sie jetzt, was mit meinem Knie ist?
10:27Mit groĂer Wahrscheinlichkeit haben wir es, mit einem Osteosarcom zu tun.
10:34Das ist doch Krebs.
10:36Ein Tumor, der das umliegende Knochengewebe zerstört.
10:41Wie schlimm ist es denn?
10:43Auf den Röntgenbildern war es kaum zu erkennen.
10:45Es scheint ein frĂŒhes Stadium zu sein.
10:47Aber dann ist es doch heilbar.
10:49Es ist auf jeden Fall behandelbar.
10:52Mehr kann ich erst nach den weiteren Untersuchungen sagen.
10:56Sie haben jetzt gleich einen Termin in der Radiologie, MRT und CT.
11:00AnschlieĂend wĂŒrde ich gerne eine Biopsie des Tumors durchfĂŒhren.
11:03Dazu mĂŒssen wir eine Gewebeprobe entnehmen.
11:05Keine Angst, Sie werden nichts spĂŒren.
11:09Das ist jetzt alles ziemlich viel fĂŒr Sie.
11:11Wollen Sie jemanden anrufen?
11:13Nein.
11:15Sollen wir jemanden benachrichtigen?
11:17Da ist niemand.
11:19Ihre Eltern?
11:48Soll ich Sie mitnehmen?
11:50Hallo, Frau Dr. Peters.
11:52Ich muss nicht in die Klinik.
11:53Soll ich Sie irgendwo absetzen?
11:55Ich muss in den Finkenweg sieben.
11:57Das ist kein Problem.
11:58Danke.
12:03Oh, Entschuldigung, ich bin zu frĂŒh.
12:05Machen Sie ruhig fertig.
12:07Gibt es was Interessantes?
12:09Ăh, ja.
12:10Ein Osteosarkom.
12:12Aha.
12:14Wie alt ist der Patient?
12:16Patientin, 24.
12:18Gibt es schon eine Histologie?
12:19Biopsie wird gerade vorbereitet.
12:21Metastasen?
12:22Kann ich noch nicht sagen, die Diagnostik lÀuft noch.
12:24Hm.
12:25Das Problem bei einem Osteosarkom sind ja die Mikrometastasen.
12:28Ja.
12:30Zeigen Sie die Aufnahmen doch, Dr. Heilmann.
12:31Die hat eine Menge Erfahrung auf diesem Gebiet.
12:33Ja.
12:35Das geht jetzt nicht gegen Ihre Kompetenz.
12:38Ich weiĂ aber...
12:40Was?
12:42Er hat mich auf diese Diagnose aufmerksam gemacht.
12:44Aber ein GesprĂ€ch darĂŒber war einfach nicht möglich.
12:49Wenn Sie die Befunde zusammen haben, dann beraten wir uns im Kollegium.
12:53Gut.
12:54Ich möchte nur nicht, dass der Eindruck entsteht, ich wĂŒrde schlecht ĂŒber Dr. Heilmann sprechen.
12:59Nein, nein.
13:00Ist schon in Ordnung.
13:09Neunte, zehnte Woche.
13:11Was?
13:12Wie kommen Sie denn darauf?
13:14Sie haben das Bild im Solo nicht gelöscht.
13:16Hat es noch jemand gesehen?
13:18Nein.
13:19Ich habe es gelöscht.
13:22Danke.
13:24Ende des Teams.
13:37Entschuldigung, mein Name ist Ostberger.
13:40Meine Tochter Luca ist heute Morgen zu einer Untersuchung gekommen und hat sich seitdem nicht mehr gemeldet.
13:45Ja, sie wurde stationÀr aufgenommen.
13:46Was ist denn passiert?
13:47Der Befund muss noch abgeklÀrt werden.
13:49Ja, und?
13:51Das wird Ihnen der behandelnde Arzt erklÀren.
13:53Kann ich zu meiner Tochter?
13:54Ja, natĂŒrlich.
13:55Ich bringe sie zu ihr.
13:57Du mĂŒsstest schon wach sein.
13:59Ein kleiner Eingriff wurde durchgefĂŒhrt.
14:01Ein Eingriff?
14:04Da ist es.
14:08Wollen Sie mitkommen?
14:13Oh, ist das schön.
14:31Ganz schön leichtsinnig.
14:34Ach, ist doch ein gutes VerstĂŒck.
14:37Ich meinte, in Ihrem Zustand schwer zu heben.
14:39Ach, was?
14:40Oh.
14:41Absolut.
14:42Danke.
14:43Danke.
14:52Ich warte doch lieber im Auto.
14:56Okay.
15:14Das ist der Wahnsinn.
15:17Mit Kamin.
15:22Oh.
15:25Oh.
15:26Oh, shit.
15:29Philipp, siehst du, wie hell das hier ist?
15:31Wir haben so viel Platz.
15:33Wir könnten glatt noch ein paar Kinder kriegen.
15:37Das wird unser Zuhause.
15:46Mietz?
15:51Mietz?
15:55Mietz, Mietz.
15:57Mietz, Mietz.
16:03Mietz?
16:05Mietz?
16:06Mietz, Mietz.
16:09Mietz, Mietz.
16:10Mietz, Mietz.
16:10Ah!
16:40Ah!
16:46Frau Dr. Peters!
16:49Hallo?
16:52Frau Dr. Peters!
16:55Hallo?
17:20Frau Dr. Peters!
17:37Du hast nicht angerufen.
17:40Ich habe mir Sorgen gemacht.
17:41Ach ja.
17:42Sei jetzt nicht albern.
17:44Was haben die denn festgestellt, dass sie dich hier behalten haben?
17:47Und was war das fĂŒr ein Eingriff?
17:49Kann dir doch egal sein.
17:50Können wir das bitte lassen?
17:52Also, was hast du?
17:57Krebs.
18:00Was?
18:00Ja, da drin.
18:06Luka.
18:07Ich bin immer fĂŒr dich da.
18:10Du suchst dir einfach eine neue Wohnung, weil du mich loswerden willst.
18:12Und jetzt kommst du und sagst, ich bin fĂŒr dich da.
18:15Loswerden?
18:15Luka, was redest du da?
18:17Ist doch so.
18:18Nein, ist es nicht.
18:19Es ging darum, dass du endlich ein paar Entscheidungen fĂŒr dein Leben triffst.
18:23Du meinst fĂŒr dein neues Leben?
18:25Das ist so Ego von dir.
18:29Nach 24 Jahren Mutterjob kann ich mir wohl ein klein wenig Ego gönnen.
18:34Aber das hat doch nichts mit deiner Krankheit zu tun.
18:36FĂŒr mich schon.
18:36Ich habe keine Lust mehr, mir anzuhören, dass ich nichts allein hinkriege.
18:40Aber das habe ich doch nie gesagt.
18:41Aber du denkst es.
18:42Und immer hast du alles entschieden?
18:44Geregelt?
18:44Dich geopfert?
18:45Ich habe dir manchmal einen liebevollen Schubs gegeben, weil du dich nie entscheiden konntest.
18:50Ja.
18:51Jetzt habe ich mich eben entschieden.
18:52Und du brauchst nicht die besorgte Mama zu spielen.
18:55Das ist kindisch und unfair, Luka.
19:01Frau Ostberger, ich wĂŒrde Sie gerne ĂŒber das Ergebnis der Biopsie informieren.
19:06Sie sind?
19:07Ich bin Lukas Mutter.
19:09Ja.
19:09Das geht nur mich etwas an.
19:12Sie sind verstÀndlicherweise sehr aufgeregt.
19:15Ich will nicht, dass sie dabei ist.
19:20Ich war drauĂen.
19:35Die Biopsie hat den Verdacht leider bestÀtigt.
19:39Es handelt sich um ein Osteosakon.
19:46Aber Sie können diesen Tumor doch operieren.
19:51Wir werden auch operieren.
19:52Aber vorher mĂŒssen wir eine Chemotherapie durchfĂŒhren.
19:55Eben die Haare ausfallen?
19:58Die wachsen wieder nach.
20:01Diese Chemo ist unbedingt notwendig.
20:04Wir konnten bei Ihnen bisher keine Metastasen nachweisen, aber...
20:08Aber das ist doch gut.
20:10GrundsÀtzlich schon.
20:11Das Problem ist aber, dass diese Art von Tumor frĂŒhzeitig Mikrometastasen bildet,
20:15die sich jeglicher Bildgebung entziehen.
20:18Mit der prÀoperativen Chemotherapie haben wir die Chance,
20:21all diese nicht sichtbaren Krebszellen abzutöten.
20:25AuĂerdem verkleinern wir damit den Tumor.
20:29Das erleichtert die Operation.
20:34Die Chemotherapie wird sehr belastend sein.
20:38Wir versuchen, die Nebenwirkungen zu mildern.
20:44Sie sollten wÀhrend der Behandlung nicht allein sein.
20:48Trauen Sie mir das nicht zu?
20:54Die Behandlung fĂŒhrt einen rasch an physische und psychische Grenzen.
21:01Ich schaff das.
21:06Was darf ich Ihre Mutter sagen?
21:09Ist mir egal.
21:10Aber ich will sie nicht hier haben.
21:22Vielleicht nicht ganz der richtige Zeitpunkt,
21:25um Ihrer Mutter was zu beweisen.
21:42Also, wo sind Sie? Es ist Zeit. Ich muss zurĂŒck in die Klinik.
21:46Frau Dr. Peters? Hallo?
21:48Wo sind Sie?
21:50Hier unten im Keller.
21:54Was ist passiert?
21:55Die wehen?
21:56Nein, nein.
21:57Mir geht es gut.
21:59Mein Knöchel.
22:01Ich kann nicht mehr auftreten.
22:03Ist jetzt hier die Treppe runtergefallen?
22:04Ja.
22:10Gebrauchen ist er wahrscheinlich nicht.
22:12Aber Sie könnten ein BÀnderriss haben,
22:14so wie es geschmollen ist.
22:17Glauben Sie, wir schaffen es zusammen die Treppe rauf?
22:19Ja.
22:20Gut.
22:21Schau.
22:23Ganz langsam.
22:27Sollen wir dich doch lieber den TV anrufen und sie abholen lassen?
22:30Nein, nein. Das schaffe ich schon.
22:33Okay.
22:33Ganz langsam.
22:35Ganz langsam.
22:38Ganz langsam.
22:40Ja.
22:47Oh nein.
22:50Ganz langsam.
22:53Ja.
23:00Oh nein.
23:02Das kann doch nicht sein.
23:16Oh nein.
23:21Oh nein.
23:23Oh nein.
23:24Ich habe gleich eine OP.
23:25Wir mĂŒssen die Klinik anrufen.
23:27Ich habe gleich eine OP.
23:30Nein.
23:31Mein Handy liegt auf dem Tisch.
23:34Oh.
23:36Oh.
23:37Oh.
23:40Oh.
23:41Oh.
23:42Oh.
23:44Oh.
23:52Oh.
23:53Oh.
23:55Oh.
23:55Oh.
23:55Oh.
23:56Ich glaube nicht, als Sie nach der Familie gefragt haben.
23:56Ich habe sie gesagt, als sie nach der Familie gefragt haben.
23:58Da ist niemand?
24:01Darf ich fragen, was zwischen Ihnen vorgefallen ist?
24:04Achja, da hat sich bei ihr was hochgeschaukelt.
24:08Und was?
24:12Wie soll ich das erklÀren?
24:15IchâŠ
24:17Sie nimmt mir gerade ĂŒbel, dass ich unsere LebensverhĂ€ltnisse Ă€ndere.
24:21Ich will umziehen.
24:23Endlich eine Atelierwohnung.
24:25Ich bin Industriedesignerin und Luca soll sich eine eigene Wohnung suchen.
24:29Ach so.
24:38Bin ja selbst schuld dran.
24:42Als ich mit Luca schwanger war, habe ich noch studiert.
24:46Und nach der Geburt nur kurz ausgesetzt.
24:51Dann gleich rein in den Job.
24:54Ich hatte wenig Zeit fĂŒr sie und auch ein schlechtes Gewissen.
25:00Als es dann mit meinen AuftrÀgen lief und ich mehr Zeit hatte,
25:03habe ich versucht, alles wieder gut zu machen.
25:05Ein wunderbares Nest zu bauen.
25:09Und als sie lĂ€ngst FlĂŒgge war, habe ich ihr das Fliegen nicht beigebracht.
25:16Verstehe.
25:22Wie ernst ist es denn?
25:25DĂŒrfen Sie mir das sagen?
25:28Wir behandeln Ihre Tochter im Rahmen einer sehr erprobten Studie.
25:33Ein Freund von mir hatte das.
25:35Er ist daran gestorben.
25:38Es ist eine sehr ernste Erkrankung, ja.
25:44Immer wenn Luca Angst bekommen hat, war sie so wie eben.
25:47Panisch, ungerecht, verletzend.
25:52Aber ich habe sie neun Monate in mir getragen.
25:56Ich liebe sie.
26:00Sie zu verlieren, dass ich wÀre.
26:02Sie mĂŒssen sich nicht rechtfertigen.
26:09Nein, nein.
26:11Ich mache mir nur gerade selbst Mut.
26:16Also, was genau wird jetzt?
26:34Ich glaube, es geht los.
26:40Verdammter Mist.
26:42Schaffen Sie den Abstieg?
26:44Kommen Sie, kommen Sie.
26:50Ruhig ab.
26:52Noch ein bisschen.
26:55Ja, wir haben es gleich.
26:58Ach ja.
26:59So ist gut.
27:04Wollen Sie sich das sagen?
27:05Nein.
27:08Frau Dr. Regers.
27:10Das Fenster.
27:12Vielleicht hört uns jemand.
27:18Hallo?
27:19Hallo, hört mich jemand?
27:29Waren Sie mal bei einer Geburt dabei?
27:31Frag dich schon, ja.
27:32Der Rest ist Theorie.
27:34Wir brauchen so was wie ein Laken, Deckel, HandtĂŒcher.
27:40Die Behandlung ist physisch, aber auch psychisch eine Herausforderung.
27:46Und es wÀre gut, wenn Sie diesen Weg zusammengehen könnten.
27:48So habe ich es auch Ihrer Tochter erklÀrt.
27:51Und Sie hat Nein gesagt.
27:53Sie ist beharrlich, bis leider stur.
27:57Wenn einer Ihrer PlÀne nicht aufging, da war ja immer der sichere Ort.
28:03Ich kann nur versuchen zu vermitteln.
28:06Danke sehr freundlich von Ihnen.
28:09Verstehen Sie mich nicht falsch.
28:11Ich liebe meine Tochter.
28:12Ich gehe mit ihr durch dick und dĂŒnn.
28:15Aber wenn Sie diese Erfahrung braucht?
28:22Gut, dann...
28:25Sie können sich jederzeit an mich wenden, wenn Sie Fragen haben.
28:28Und es wÀre gut, wenn Sie im Notfall auch erreichbar wÀren.
28:37Ich fahre nur kurz nach Haus.
28:39Regel ein paar Termine, hol ein paar Sachen fĂŒr Luca.
28:43Und dann bleibe ich natĂŒrlich hier.
28:46Aha.
28:49Sie weiĂ doch gar nicht, was auf Sie zukommt.
28:52Gut.
28:54Danke.
29:05Laut MRT ist der Tumor lokal auf den Knochen begrenzt.
29:08Keine Weichteilbeteiligung.
29:11Roland, wir diskutieren hier gerade das Osteosarkom der Patientin Ostberger.
29:16Vorgehensweise?
29:17Sie bekommt prÀoperativ eine neoadjuvante Chemotherapie.
29:20Nach Protokoll.
29:21Nach der OP ein weiterer Chemozyklus.
29:24ErgÀnzungen?
29:25VorschlÀge?
29:25Wir wollen deine Meinung hören.
29:26Auf meine VorschlÀge kommen Sie ja nicht an.
29:28Es gibt ein Studienprotokoll und das halten wir uns fertig.
29:30Noch was?
29:31Moment.
29:32Danke, Dr. Bontano.
29:34Ist die Chemo bestellt?
29:35Ja.
29:36Kann doch heute losgehen.
29:37Wunderbar.
29:38So was ist noch?
29:40So wie du mit den Kollegen hier umspringst, das ist inakzeptabel.
29:43Weil ich dem Behandlungsplan nichts hinzuzufĂŒgen hatte?
29:46Nein.
29:47Es ist die Art, wie du kommunizierst.
29:49Wie du allen deine Ansichten rĂŒde um die Ohren haust.
29:52Wie du unseren Beruf auf ein paar medizinische Fakten reduzierst.
29:55Das ist Effizienz.
29:56Nein, Roland.
29:56Das ist ein Arschlipf fĂŒr alle, die sich um dich Sorgen machen.
29:58Wie ich zum Beispiel.
29:59Ich hab dich nicht drum gebeten, du hÀttest nur nach Hamburg gehen können.
30:02Roland.
30:06Naja.
30:07Vielleicht war es ja die falsche Entscheidung, hier zu bleiben.
30:13Das ist nicht die Art und Weise, wie wir hier miteinander umgehen.
30:16Es gab da vielleicht eine ZĂ€sur in meinem Leben.
30:19In unserer aller.
30:21Pia war unsere Freundin.
30:22Das ist ja wohl nicht miteinander zu vergleichen.
30:24Roland, du bist hier nicht allein.
30:27Aber du wirst es bald sein, wenn du weiterhin alle um dich drum herum wegbeiĂt.
30:30Denkst du, ich will das?
30:33Ich versuch's ja, aber es geht nicht.
30:34Und weiĂt du, warum es nicht geht?
30:35Weil ich euch nicht ertragen kann mit eurem Mitleid, euren Blicken, eurer RĂŒcksichtnahme.
30:40Ich bin nun mal der, der ich bin.
30:42Und wenn du das nicht aushalten könnt, dann lass mich einfach in Ruhe.
30:48Oh, das können wir vergessen.
30:59Ihr Kinderlein kommt.
31:00Kommt, wir passen.
31:03Legen Sie es hier rum.
31:08Ja, das machen wir jetzt nicht.
31:12Ruhig atmen, ruhig atmen.
31:15Kommt hier hoch.
31:18Kommt hier hoch.
31:23Ich habe Angst.
31:26Wir schaffen es.
31:29Irgendwie.
31:32Hat sich Ari vielleicht bei Ihnen gemeldet?
31:34Hat sie irgendwas gesagt, was sie vorhat?
31:36Nein, aber sie klang ziemlich aufgekratzt, verstÀndlicherweise.
31:40So, wir fangen jetzt an.
31:44Sollte es sich irgendwie seltsam anfĂŒhlen, melden Sie sich sofort.
31:48Ja.
31:49Wie lange dauert denn das?
31:51Etwa sechs Stunden.
31:53Sechs Stunden?
31:55FrĂŒher hat es noch lĂ€nger gedauert, falls Sie das tröstet.
31:59Die Wirkung setzt langsam ein.
32:01Erste Reaktion wird es in ein, zwei Stunden geben.
32:04Sie meinen, wo einem so ein bisschen schlecht wird?
32:09Luca, es wird sehr unangenehm werden.
32:11Unangenehm und hart.
32:13Ihr Körper wird extreme Reaktionen zeigen.
32:15Schwere Ăbelkeit, Erbrechen, Durchfall.
32:18Das habe ich gemeint, als ich sagte, Sie sollten sich dem nicht alleine stellen.
32:21Ja, ist ja schon gut.
32:23Ich habe es verstanden.
32:26Fangen wir an.
32:45Ich habe Durst.
32:46An Zitrone.
32:48Was?
32:49Wirklich, das regt den Speichelfluss an.
32:52Zitrone.
32:53Zitrone.
32:56Was ist?
32:58Jetzt geht es los.
32:59Die Fruchtblase ist geplatzt.
33:02Kommen wir zum akrobatischen Teil.
33:04Helfen Sie mir aus der Schrumpfhose, bitte.
33:11Okay.
33:12Hoch.
33:13Ja, danke.
33:30Helfen Sie mir.
33:31Ich bin da.
33:32Ich bin da.
33:40Ach, Akku leer.
33:42Haben Sie Dr. Peters gesehen?
33:44Nein.
33:45Der hat gleich eine OP und ist nicht da.
33:48Asu, wenn du das abhörst, melde dich.
33:50Ich mache mir Sorgen.
33:52Ist was passiert?
33:52Keine Ahnung, ich erreiche sie nicht.
33:54Weder auf dem Handy noch zu Hause.
33:57Martin, Martin, ich brauche dich ja...
34:01Kannst du eine OP ĂŒbernehmen?
34:02Dr. Peters ist nicht gekommen.
34:03Ja, gib mir einen Moment.
34:04Oh, super, danke.
34:06Wann hat denn Asu Termin?
34:09Eigentlich erst nÀchste Woche, aber...
34:10Macht es ja immer ein bisschen spannend.
34:14Dr. Stein kommt, ja?
34:17Zwei Minuten?
34:18Okay, danke.
34:19Ich brauche ein Auto.
34:21Meinen Sie in der Reparatur?
34:23Was ist denn los?
34:23Herr Asu, Sie...
34:26Ich kann das jetzt nicht erklÀren.
34:27Nehmen Sie meins.
34:32Ist das jetzt die ganze Zeit so?
34:35Manchmal baut sich die Ăbelkeit nicht so stark auf.
34:40Ja.
34:48Atmen Sie durch die Nase ein und ganz langsam durch den Mund wieder aus.
35:01Wie hÀlt das nicht aus?
35:04Ich will zu meiner Mama.
35:13Jetzt geh ran, Chris.
35:19Chris?
35:20Ja?
35:21Chris, gehen Sie in die Cafeteria.
35:22Sehen Sie nahe, ob Frau Ostberger da ist.
35:24Und bringen Sie sie her zu Ihrer Tochter.
35:26Okay.
35:29Sie ist in der Klinik.
35:31Haben Sie gedacht, sie lÀsst sie alleine?
35:41Alles in Ordnung?
35:43Ich glaube schon.
35:45Und wenn Sie den Kopf sehen,
35:46mit beiden HĂ€nden.
35:50Und der DrĂŒckstablieĂe.
35:52Und mit der Bewegung mitgehen.
35:54Frau Dr. Peters, jetzt!
35:56Oh, Mann!
36:22Mama!
36:24Mama!
36:26Ich halte es nicht aus.
36:29Doch.
36:33Mein Hals ist schon ganz gut.
36:36Die wollen das noch ein paar Mal machen.
36:39Sechs Mal insgesamt.
36:40Wenn alles gut lÀuft.
36:42Sechs Mal?
36:44Dann mĂŒssen wir jetzt durch.
36:46Ja.
36:47Ich.
36:49Wir?
36:50Ja, ja.
36:51Weil ich es nicht allein schaffen kann.
36:53Weil das keiner allein schaffen muss.
36:57Aber was ist denn, wenn ich es nicht schaffe?
36:59Schluss jetzt.
37:00Du bist immer so.
37:03So hart.
37:07Wir haben uns das nicht ausgesucht.
37:12Aber mit Mitteln kommen wir nicht durch.
37:20Ich habe frisches Wasser.
37:38Alles in Ordnung?
37:41Ja, ja.
37:42Ich brauche noch mal einen Moment.
37:44Das geht einem ganz schön an die Nieren, was?
37:46Ja.
37:47Brauchen Sie was?
37:50Frisches Wasser wÀre gut.
37:52Kommt sofort.
37:59Ich sehe das Köpfchen schon.
38:02Ich kann nie mehr.
38:03Quatsch.
38:04Weitermachen.
38:05DrĂŒcken.
38:06DrĂŒcken.
38:07DrĂŒcken.
38:08Ja.
38:09Das köpfchen ist schon da.
38:12Noch einmal pressen.
38:15DrĂŒcken.
38:15Noch einmal drĂŒcken.
38:17DrĂŒcken.
38:18DrĂŒcken.
38:19Und drĂŒcken.
38:37Wir mĂŒssen die Kleine wĂ€rmen.
38:46Das wird nicht warm genug sein.
38:51Mehr als das und KörperwÀrme haben, wie es zu bieten.
38:57Das ist wunderschön.
39:05Hier unten im Keller! In der KĂŒche, die Treppe runter!
39:23Ich rĂŒck den RTW.
39:30Das ist so wunderschön.
39:35Kann man nicht einmal eine normale Geburt haben?
39:38Beim nÀchsten Mal.
39:44Ich liebe dich.
39:50Ich liebe dich.
39:57Bleibt es bei den Namen, die wir ausgesucht haben?
40:00Hallo?
40:03Pauline?
40:06Pauline?
40:07Pauline?
40:08Pauline?
40:09Pauline?
40:10Pauline?
40:16Pauline?
40:19Nur noch eine Stunde.
40:29Pauline?
40:39Pauline?
40:41Pauline?
40:45Pauline?
40:56Pauline?
41:11Pauline?
41:16Pauline?
41:31Pauline?
41:33Pauline?
41:36Pauline?
41:40Pauline?
41:59Pauline?
41:59Pauline?
41:59Pauline?
42:11Pauline?
42:19Pauline?
42:20Pauline?
42:32Pauline?
42:33Pauline?
42:41Pauline?
42:47Pauline?
42:48Pauline?
42:50Pauline?
42:51Sieht wohl so aus.
42:52Ich will nicht.
42:56Pauline?
42:57Ich will nicht stören.
42:58Tun Sie nichts!
42:59Komm, Sie hol rein!
43:03Ich muss mich nochmal Ihnen bedanken.
43:06Ach, ich bin nur den Anweisungen einer residenten Hebamme gefolgt.
43:09Nein, nein.
43:10Nein, bis c quello.
43:20Ich wollte ja auch mal sehen, ob alles in Ordnung ist.
43:23Und das scheint es ja auch zu sein.
43:24Bleiben Sie ruhig hier.
43:26Nein, nein.
43:26Warte.
43:32Du bist so eine SĂŒĂe.
43:35Kann ich sie auch mal halten?
43:36NatĂŒrlich, immer.
43:37Ja?
43:38Wann immer du willst.
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