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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Er vermutet, dass Michael seine Finger im Spiel hat.
00:02Und ich, ich habe Michael noch verteidigt.
00:04Als mir die ganze Geschichte nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist,
00:08hat Michael Frederik als Geschäftsführer eingestellt, um mich runter zu kochen.
00:12Richard, wie soll ich denn Michael jemals wieder vertrauen können?
00:16Ja, ich habe einen Fehler gemacht.
00:18Aber das habe ich doch nur gemacht, weil ich dich liebe.
00:20Weil du mich liebst, ja?
00:21Was, bitte schön, soll denn das für eine Liebe sein?
00:23Ich hatte Angst, dich zu verlieren.
00:25Wir waren glücklich, fünf Jahre lang, bis dieser Grafenberg aufgetaucht ist.
00:28Es gibt genau zwei Menschen, die dafür verantwortlich sind, ob unsere Beziehung scheitert oder nicht.
00:32Und das sind wir beide, du und ich.
00:34Ich sage euch, in der Winterzeit gehen wir mit dem Knaller an den Markt.
00:40Aber das kann nicht sein, wenn ich es dir doch sage.
00:42Die beiden haben reagiert, als hätten sie sich aneinander verbrannt.
00:45Egal, was du jetzt sagst.
00:47Es ist nicht normal, dass Geschwister sich so verhalten, nur weil sie sich plötzlich mal berührt haben.
00:52Ich habe den beiden mal auf den Zahn gefühlt.
00:55Nura und Alexander waren ein Paar.
00:57Und sie haben sich getrennt, als sie erfahren haben, dass sie Geschwister sind.
01:00Jessica, ich habe gelogen.
01:02Die ganze Zeit.
01:06Richard ist nicht Alexanders Vater.
01:09Alexander und Nura sind keine Geschwister.
01:15Sie dürfen sich lieben.
01:31Die ganze Zeit.
01:37Hey, who's gonna make it right?
01:44This could be the first day of my life
01:54Das, das kann nicht sein.
02:00Doch, ich hab Richard damals betrogen.
02:06Um unsere Ehe stand es sehr schlecht.
02:08Wir waren wie zwei Fremde, die nur noch zufällig unter einem Dach leben.
02:13Wir waren beide sehr unglücklich.
02:16Aber wie hast du denn damals Alexanders Vater kennengelernt?
02:21Zufällig. Auf einer Geschäftsreise.
02:26Es war ein wundervoller Abend.
02:29Er hat mir Aufmerksamkeit geschenkt, mich umworben.
02:33Mit sehr viel Humor und sehr viel Sinn für Romantik.
02:37Ja, und dann kamen plötzlich Gefühle in mir hoch, die ich schon viel zu lange vermisst hatte.
02:44Und hast du es jemals bereut?
02:46Ich meine das mit Alexanders Vater?
02:49Nein.
02:51Niemals.
02:54Alexander ist mein Sohn und ich liebe ihn über alles.
02:57Aber dass ich nicht ehrlich war zu Richard, das hab ich zutiefst bereut.
03:01Bis heute.
03:08Ich glaube, es war absolut richtig, Richard nichts davon zu erzählen.
03:16Ich konnte es einfach nicht.
03:19Ich hatte Richard betrogen, obwohl wir verheiratet waren.
03:22Ich hatte schon genug Probleme damit, es vor mir selbst zu rechtfertigen.
03:26Das kann ich sehr gut verstehen.
03:30Jessica, Richard geht Ehrlichkeit über alles.
03:34Er hätte mir nie verziehen.
03:37Und dabei hab ich ihm die Schuld am Ende unserer Ehe gegeben.
03:41Ja, weil er Helena die ganze Zeit nicht vergessen konnte.
03:44Naja.
03:46Es tut weh, wenn man merkt, dass man nur an zweiter Stelle steht.
03:57Nora und Alexander sind also wirklich keine Geschwister.
04:06Du willst unsere Hochzeit absagen.
04:09Das ist nicht dein Ernst.
04:12Wie konntest du mich nur so hintergehen?
04:16Sophie, ja, das war falsch von mir.
04:18Ich hätte dir natürlich sagen müssen, dass Frederik die Anteile an der Manufaktur kaufen will.
04:23Es war Noras ausdrücklicher Wunsch, dass er die Anteile bekommt.
04:27Die Manufaktur wurde von seiner Familie gegründet.
04:29Sie war über 300 Jahre lang in deren Besitz.
04:32Findest du nicht, er hätte ein Recht auf diese Anteile?
04:35Ich wollte, dass Frederik aus Falkenthal verschwindet.
04:38Ja, ich wollte, dass er aus deinem Leben verschwindet.
04:40Und zwar ein für allemal.
04:41Und deshalb löschst du seine Zusage vom Anrufbeantworter, klar.
04:44Gut, dann frage ich dich, wenn es ihm wirklich so wichtig war.
04:46Wenn es ihm wirklich so wichtig war, warum ruft er nur auf dem Festnetz an?
04:50Warum meldet er sich danach nicht auf deinem Handy?
04:52Oder er kommt sofort hier vorbei?
04:54Ach ja, jetzt willst du ihm auch noch die Schuld in die Schuhe schieben.
04:57Hätte er vielleicht damit rechnen sollen, dass du Nachrichten für mich unterschlägst?
05:00Sophie, hör zu.
05:01Frederik ging es nie um die Manufaktur.
05:04Der will dich.
05:05Nein, jetzt hörst du mir mal zu.
05:08Frederik hat meine Entscheidung, dass ich dich heiraten werde, akzeptieren.
05:11Er hat keinen Versuch unternommen, mir von deiner Intrige zu erzählen, obwohl er wissen
05:15muss, dass du dahinter steckst.
05:16Er hat uns sogar alles Gute zu unserer Hochzeit gewünscht.
05:19Er hat meine Entscheidung, dass ich dich liebe und heiraten will, akzeptiert und nicht
05:23angezweifelt, im Gegensatz zu dir.
05:25Und warum?
05:26Warum taucht er im Lanzino auf, genau in dem Moment, wo wir unsere Hochzeit bekannt geben?
05:31Doch nur, um dich wiederzubehalten.
05:33Nein, verdammt nochmal, weil er zufälligerweise sein Portemonnaie dort vergessen hat.
05:37Frederik Grafenberg tut alles aus Berechnung, begreift das doch endlich.
05:42Nein.
05:44Der Einzige, der hier berechnet ist, ist du, Michael.
05:47Sophie, ich bitte dich.
05:49Setz unsere Zukunft nicht aufs Spiel.
05:51Was kommt denn als nächstes?
05:52Gibt es vielleicht sonst noch irgendetwas, was du mir sagen möchtest?
05:56Weißt du was?
05:57Ich will es gar nicht wissen.
05:58Sophie, du kannst jetzt nicht gehen.
05:59Ich liebe dich, das musst du mir glauben.
06:02Das tue ich sogar.
06:05Ich weiß nicht, ob das noch reicht.
06:24Wie hat Richard eigentlich damals reagiert, als du dich von ihm getrennt hast?
06:31Ich bin zu meiner Tante Anna gezogen und habe die Scheidung eingereicht.
06:36Richard konnte nichts tun.
06:39Er wurde vor vollendete Tatsachen gestellt.
06:42Aber hat er niemals versucht, Kontakt zu dir aufzunehmen oder zu Alexander?
06:47Doch.
06:48Aber ich habe abgelehnt.
06:50Ich wollte keine finanzielle Unterstützung.
06:53Weder für mich noch für Alexander.
06:55Naja, Alexander ist ja auch nicht Richards Sohn.
07:00Richard musste akzeptieren, dass ich jeglichen Kontakt abgebrochen hatte.
07:05Und Alexander habe ich gesagt, ich kann ihm nichts über seinen Vater erzählen,
07:08weil ich seit Jahren keinen Kontakt zu ihm hatte.
07:11Das stimmt zwar, aber ich habe ihm auch nicht gesagt, dass Richard nicht sein Vater ist.
07:17Bilder, darf ich Ihnen schnell etwas zu trinken bringen?
07:19Äh, ich erwarte noch jemanden.
07:21Aber Sie können mir ein Wasser mit Zitrone bringen und halten Sie bitte eine Flasche Champagner bereit.
07:26Sehr gern.
07:28Wie habt ihr euch dann wiedergefunden, Richard und du?
07:31Richard hat mich eines Tages angerufen und um ein Treffen gebeten.
07:35Aber warum hast du dich darauf eingelassen?
07:38Wo du doch früher alle Brücken zu ihm abgebrochen hattest.
07:45Weil ich Geld brauchte.
07:51Wagner-Coffee stand praktisch vor dem Ruin.
07:56Richard war meine einzige Chance.
07:58Ich hatte gehofft, dass er mir Hilfe anbieten würde.
08:02Was er dann ja auch getan hat.
08:05Weil er dachte, Alexander sei sein Sohn.
08:10Ich bin nicht stolz darauf.
08:13Aber Alexander hat das Geschäft auch sehr viel bedeutet.
08:16Ich musste ihm einfach helfen.
08:18Und mit Richards Geld war das plötzlich möglich.
08:22Und dann hast du dich wieder in Richard verliebt?
08:37Er hatte sich in den Jahren sehr verändert.
08:40Die Familie war ihm jetzt das Wichtigste.
08:44Das habe ich früher sehr an ihm vermisst.
08:49Er macht mich einfach glücklich.
08:52Er hat was Angst, ihn wieder zu verlieren.
08:54Habe ich dann wieder nicht die Wahrheit gesagt.
09:19Guten Tag, Bierbox Judith Wagner.
09:21Bitte hinterlassen Sie Ihre Nachricht nach dem Piekton.
09:23Hallo Frau Wagner.
09:24Ja, ich warte jetzt schon über eine halbe Stunde auf dich.
09:29Wir wollten doch unseren Jahrestag feiern.
09:33Also, ähm...
09:33Ja gut, also wenn du das abhörst, dann melde dich.
09:36Okay?
09:36Kuss.
09:38So kann es nicht weitergehen.
09:39Ich...
09:40Ich will nicht länger mit dieser Lüge leben.
09:42Wie meinst du das jetzt?
09:44Ich muss endlich die Wahrheit sagen.
09:46Alexander und Richard haben ein Recht darauf.
09:49Judith,
09:50Du solltest jetzt nichts überstürzen.
09:52Bitte.
09:54Überstürzen ist gut.
09:55Ich schiebe es seit über 30 Jahren vor mir her.
09:58Ja, aber wo willst du denn jetzt hin?
09:59Ja, ins Land Zino.
10:00Richard wartet dort auf mich.
10:01Und dann spreche ich mit Alexander.
10:03Judith, warte bitte.
10:07Jessica.
10:09Alexander glaubt, dass er sich in seine Schwester verliebt hat.
10:11Er muss endlich die Wahrheit erfahren.
10:20Halt, halt, halt, halt.
10:21Deine Zeit als Kellnerin ist vorbei.
10:22In der Küche hast du nichts mehr zu suchen.
10:23Keine Sorge, der Chefsessel in der Manufaktur ist viel zu bequem.
10:26Und man muss weniger laufen.
10:27Es ist viel besser für die Schuhe.
10:30Oh.
10:31Rosen und Champagner?
10:32Aha.
10:37Guten Tag.
10:38Oh, hallo.
10:38Hallo.
10:39Sollen wir so tun, als hätten wir dich nicht gesehen?
10:41Oder können wir beruhigt sein, weil du auf Judith wartest?
10:42Ihr könnt beruhigt sein.
10:44Wir wollten eigentlich unseren Jahrestag feiern
10:47und noch ein bisschen Zeit miteinander verbringen,
10:49weil ich ja morgen nach oben fliegen muss.
10:50Aber jetzt warte ich schon über eine halbe Stunde auf sie.
10:53Wisst ihr vielleicht, wo sie ist?
10:54Vorhin war sie noch im Gutshaus.
10:56Wahrscheinlich wurde sie aufgehalten.
10:58Ah ja, okay.
10:59Ja, auf eine schöne Frau wartet man ja gerne.
11:02Wollt ihr euch im Moment setzen?
11:04Wenn du uns ein Glas Champagner anbietest?
11:06Na, gute Idee.
11:07Wir haben ja noch ein bisschen Zeit, bis Herr Rohloff kommt.
11:10Herr Rohloff? Wer ist denn Herr Rohloff?
11:11Das ist der Geschäftsführer einer Verpackungsfirma,
11:17der für uns die Schachtel für die Weihnachtsboxen anfährt.
11:20Ah ja.
11:21Und vielleicht die Verpackungen für die Winter- und Städte-Tasten.
11:23Ja, das scheint ja eure Zusammenarbeit schon recht gut zu funktionieren.
11:26Ja, kann man wohl sagen.
11:28Ein richtiges kleines Familien-Joint-Venture.
11:30Ja, genau.
11:32Die Kinder rackern sich ab,
11:33während die Eltern das Geld für Rosen und Champagner ausgeben.
11:36Ja, ich würde deine Mutter ja gerne jeden Tag auf Rosen betten,
11:39aber das erlaubt sie mir nicht.
11:40Betreib es nicht.
11:41Es muss immer noch eine Steigerung drin sein.
11:43Ja, das sagt sie auch immer.
11:44Für heute habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgedacht.
11:47Ja, das ist so schön, dich so glücklich zu sehen.
11:51Ich habe meine Tochter wieder, meinen Sohn.
11:54Auch wenn der es ja vorzieht,
11:55lieber auf einem Hausboot zu wohnen,
11:56als bei seinen Eltern im Gutshaus.
11:58Na komm, gib es zu.
11:59In Wahrheit bist du doch froh,
12:00dass du deinen guten Whisky endlich mit jemandem mitteilen musst.
12:03Ja, das hat Henning auch schon gesagt.
12:05Nein, aber im Ernst.
12:07Wir sind endlich wieder eine richtige Familie.
12:10Und Judith ist bei mir.
12:12Glaubt mir,
12:13dass ich noch einmal eine so große Liebe erleben darf,
12:15das ist ein unglaubliches Geschenk.
12:18Und genau das,
12:20das möchte ich Judith nachher gerne zeigen.
12:28Judith.
12:31Bitte überstürze jetzt nichts.
12:34Lass uns noch mal in Ruhe über alles reden.
12:36Aber meine Lüge hat schon viel zu weite Kreise gezogen.
12:39Ich will jetzt niemandem mehr damit schaden.
12:41Aber das tust du doch gar nicht.
12:42Und was ist mit Alexander?
12:44Nora und er waren ein Paar.
12:45Ich stehe ja vielleicht dem Glück meines Sohnes im Wege.
12:48Aber Alexander ist glücklich.
12:50Das glaube ich nicht.
12:52Er quält sich damit,
12:53dass er sich in seine Schwester verliebt hat.
12:55Deshalb ist er auch ausgezogen,
12:56damit er nicht jeden Tag daran erinnert wird.
12:58Das bildest du dir ein.
12:59Er will einfach nur seine eigenen vier Wände haben.
13:01Das ist alles.
13:02Die Sache zwischen den beiden ist längst vorbei.
13:04Glaub mir, ich weiß das.
13:05Die beiden können immer noch nicht normal miteinander umgehen.
13:08Ich kann das nicht länger zulassen.
13:10Judith.
13:11Die haben sich doch jetzt mit ihrer Situation abgefunden.
13:14Ich verbringe so viel Zeit mit Alexander und Nora.
13:17Ich weiß, wovon ich spreche.
13:19Selbst wenn.
13:21Richard ist nicht Alexanders Vater.
13:23Und Richard muss das wissen.
13:24Und Alexander auch.
13:26Hast du mal überlegt,
13:27was du den beiden damit antust,
13:29wenn du ihnen die Wahrheit sagst?
13:31Die beiden sind glücklich, Judith.
13:35Alexander hat endlich den Vater,
13:36den er sich sein Leben lang gewünscht hat.
13:38Und Richard hat wieder eine Familie.
13:41Aber das ist eine Illusion.
13:44Für die beiden ist es Realität,
13:46die du ihnen zerstörst.
13:49Nur weil du dein Gewissen erleichtern willst.
13:51Findest du das wirklich fair?
13:56Darum geht es doch gar nicht, Jessica.
13:59Es geht um die Wahrheit.
14:01Und dass ich die beiden Menschen anlüge,
14:02die ich auf der Welt am meisten liebe.
14:04Aber gerade weil du sie liebst,
14:07sag es ihnen nicht, Judith.
14:11Sie haben ein Recht auf die Wahrheit.
14:13Ich darf sie ihnen nicht länger vorenthalten.
14:15Ich weiß, dass du dir Sorgen machst,
14:17aber ich habe mich entschieden.
14:20Und jetzt wäre ich gerne ein paar Minuten allein.
14:38Ich weiß, was du siehst,
15:20Untertitelung des ZDF, 2020
15:34Sophie?
15:37Sophie, wo bist du?
15:39Bitte ruf mich zurück.
15:40Ich will nicht ständig mit deiner Mailbox sprechen, ich will mit dir sprechen.
15:43Du musst mir doch wenigstens die Möglichkeit geben, dir das alles zu erklären.
15:47Ich wollte dir nicht wehtun, das musst du mir glauben.
15:50Du kannst doch nicht alles wegschmeißen, nur weil ich einmal einen Fehler gemacht habe.
15:53Wir gehören doch zusammen.
15:55Sophie, denk bitte nochmal über unsere Hochzeit nach.
15:58Ich liebe dich über alles, vergiss das nicht.
16:51Ah, hallo Jessica.
16:53Ach, du, ich bin auf der Suche nach Judith.
16:55Hast du sie zufällig gesehen?
16:57Ja, sie ist oben, ich war gerade bei ihr.
17:00Oh, aber was hat sie denn?
17:01Ich habe jetzt über eine Stunde im Lanzino auf sie gewartet, ihr Telefon war auch ausgeschaltet.
17:05Sie hat sich ein bisschen hingelegt, weil sie Migräne hat.
17:09Aha, und warum hat sie mich da nicht angerufen?
17:12Sie wusste doch, dass ich auf sie warte.
17:14Vielleicht hat sie einfach die Zeit vergessen.
17:16So, Zeit vergessen, na gut.
17:18Ich werde mal nachher schauen.
17:19Ich glaube nicht, dass das so eine gute Idee ist.
17:21Sie war gerade dabei, einzuschlafen.
17:24Das ist ja merkwürdig.
17:26Heute Morgen macht sie sie noch einen ganz normalen Eindruck.
17:28Ja, vielleicht das Wetter.
17:30Ich bin sicher, wenn sie sich ein bisschen ausgeruht hat, dann wird es ihr gleich besser gehen.
17:34Vor allen Dingen, wenn sie die schönen Blumen sieht.
17:37Was für ein Strauß.
17:39Habe ich etwa Judiths Geburtstag vergessen?
17:41Nein, nein, nein, nein, aber unsere Beziehung hat heute Geburtstag.
17:44Heute vor sechs Jahren haben wir uns wieder ineinander verliebt.
17:46Wie romantisch. Herzlichen Glückwunsch.
17:49Ihr seid so ein schönes Paar.
17:51Dankeschön, danke.
17:53Wir wollen nachher im Kreis der Familie anstoßen.
17:55Du bist doch dabei, oder?
17:56Oh, wollt ihr bei diesem Ereignis nicht lieber unter euch sein?
17:59Also ich bitte dich.
18:00Du warst so lange mit Alexander zusammen.
18:02Außerdem bist du mit Judith befreundet.
18:04Also du gehörst auch schon fast zur Familie.
18:05Vielen Dank, Richard.
18:07Es ist sehr schön, wieder bei euch zu sein.
18:09Es ist fast so wie früher.
18:11Du bist hier immer herzlich willkommen.
18:13Ich hoffe, du weißt das.
18:15So, und jetzt will ich doch nur nach Judith schauen.
18:23Ich kann mir sehr gut vorstellen, was jetzt an Ihnen vorgeht.
18:27Das würde mich wundern.
18:28Ach komm, Sie hören auf mir, was vorzumachen.
18:30Sophie und ich, wir haben uns gestritten.
18:31Das freut Sie doch.
18:32Jetzt haben Sie endlich das erreicht, was Sie wollten.
18:35Wenn Sie das wirklich glauben, dann sind Sie noch ein größerer Idiot, als ich gedacht habe.
18:39Entschuldigung, habe ich mich gerade verhört?
18:40Wenn es mir um meinen Vorteil bei Sophie gehen würde, hätte ich ihr längst davon erzählt,
18:44wie Sie mich beim Kauf der Anteile übervorteilt haben.
18:46Vielleicht hatten Sie einfach nur Angst, dass Sophie Ihnen diesen Quatsch überhaupt nicht abkauft.
18:50Ach.
18:51Erst der gelöschte Anruf auf Ihrem Anruf beantworte.
18:54Dann die gefälschte Bestellung über 10.000 Fässer Kaolin.
18:58Ich glaube, Sie unterschätzen Sophies Intelligenz.
19:00Da sind Sie nicht gleich zu ihr gerannt und haben mir alles prühwarm erzählt?
19:03Verstehe ich gar nicht.
19:05Weil ich Sophie liebe und weil ich will, dass sie glücklich ist.
19:09Mag sein, dass Sie Sophie mit diesem Gerede beeindrucken können.
19:12Bei mir zieht das nicht.
19:13Ich weiß ganz genau, warum Sie da sind.
19:15Sie würden wirklich alles, wirklich alles dafür tun, damit Sophie und ich uns trennen.
19:20Dafür brauchen Sie mich gar nicht.
19:22Das erledigen Sie gerade selbst.
19:24Wachen Sie auf.
19:26Sie haben alles.
19:28Sie setzen es aufs Spiel mit dieser blöden Eifersucht und diesen lächerlichen Intrigen.
19:33Wenn Sophie glaubt, dass Sie der Richtige sind, dann wünsche ich ihr Glück.
19:36Oh, wie edelmütig.
19:38Und Sie glauben wirklich, dass ich Ihnen diesen Mist abkaufe?
19:40Sie haben mir gerade gesagt, dass Sie sie lieben.
19:42Ich liebe sie und deshalb will ich, dass sie glücklich ist.
19:44Und wenn es sein muss, mit Ihnen.
19:53Oh, ich habe unsere Verabredung im Lanzino vergessen.
19:56Entschuldige.
19:57Heute Morgen habe ich noch daran gedacht.
19:59Na, das ist nicht so wild.
20:00Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.
20:02Ist alles in Ordnung mit dir?
20:03Ja.
20:04Ähm, ich, ähm...
20:06Ach, mir ging es vorhin nicht so gut.
20:07Ja, ja, ich weiß.
20:08Jessica hat schon alles erzählt.
20:10Was macht deine Migräne?
20:13Ich muss wohl eingeschlafen sein.
20:16Und du hast die ganze Zeit auf mich gewartet.
20:18Aber das ist nicht so schlimm.
20:21Nora und Alexander sind zu einer Besprechung zufällig ins Lanzino gekommen.
20:24Und wir haben die Zeit für ein kleines Familientreffen genutzt.
20:28Oh, die Blumen sind natürlich für dich.
20:30Entschuldige.
20:31Nicht mehr ganz taufrisch, aber passend zu unserem Jahrestag.
20:34Ja, die sind wirklich sehr schön.
20:36Vielen Dank.
20:38Siehst blass aus.
20:41Es ist nur...
20:46...wegen unseres Jahrestages.
20:49Ich musste plötzlich an früher denken und an Tante Anna.
20:53Wieso das denn?
20:54Ist dir was passiert?
20:56Nein.
20:59Ich habe vorhin noch mal die Sachen angesehen, die Tante Anna mir geschickt hat.
21:03Den Strampelanzug von Alexander und die Fotos.
21:07Und dann kamen plötzlich die Erinnerungen an früher hoch, als wir uns getrennt haben.
21:12Aber, Schatz, das ist schon so unendlich lange her.
21:15Nein, das ist es nicht. Plötzlich war alles wieder da.
21:18Aber bitte komm, lass uns nicht heute darüber nachdenken.
21:22Richard, bitte hör mir jetzt zu.
21:27Ich muss dir etwas sehr Wichtiges sagen.
21:31Okay.
21:38Steck endlich diesen Einkaufsstrafzeitel weg. Der macht mich doch ganz nervös.
21:42Und mich macht es nervös, wenn du vom Einkaufen immer nur mit Müsli und Schokolade zurückkommst.
21:46Der Kühlschrank weiß aber mittlerweile schon gar nicht mehr, wie Gemüse überhaupt aussieht.
21:49Ich kaufe eben nach dem Lustprinzip ein.
21:51Weißt du, ich höre auf meine innere Stimme.
21:52Die sagt mir, ich möchte gern was Sinnliches und kein Grünzeug.
21:55Wenn ich koche, hat deine innere Stimme bis jetzt aber auch noch nichts dagegen gehabt.
21:58Und wer hat mein Müsli in sich reingestopft heute?
22:01Womit wir wieder beim Thema wären. Es war nämlich nichts anderes mehr da.
22:04Sophie, du kommst wie gerufen. Kannst du bitte mal deinem Spießerbruder erklären,
22:07dass es tausendmal wichtiger ist, ein ordentliches Stück Schokolade im Schrank zu haben,
22:10als alles Grünzeug dieser Welt?
22:12Habt ihr Schokolade da?
22:16Sophie, was ist passiert?
22:19Michael hat mich die ganze Zeit belogen.
22:21Dieser Anrufbeantworter war überhaupt nicht kaputt und alles war.
22:24Das ist wie in seiner verdammten Eifersoße.
22:27Wo ist Michael jetzt?
22:28Keine Ahnung, ich bin erst noch länger.
22:31Ich mach das schon.
22:33Kümmer du dich um Sophie, die braucht dich jetzt.
22:40Warum vertraut er mir nicht?
22:44Verdammt doch mal, wir wollen doch morgen heiraten.
22:46Was soll ich jetzt tun?
22:49Wir kriegen das alles hin, okay?
22:54Ich war sehr unglücklich damals.
22:56Wir haben kaum noch miteinander gesprochen
22:58und du warst ständig auf Geschäftsreisen.
23:00Es tut mir leid, dass du ausgerechnet heute
23:02an diese taurige Zeit denken musst.
23:04Ich denke sehr oft daran.
23:06Genauer gesagt, seit das Paket von Tante Anna gekommen ist.
23:10Richard, damals habe ich dir die Schuld an allem gegeben.
23:13Aber wenn eine Beziehung kaputt geht,
23:15dann sind immer beide daran schuld.
23:17Und ich hatte unsere Ehe irgendwann aufgegeben.
23:21Ich habe dich damals wochenlang alleine zu Hause gelassen
23:24und dich nicht in mein Leben einbezogen.
23:27Das muss furchtbar für dich gewesen sein,
23:28so neben mir herzuleben.
23:31Richard, genau darüber wollte ich mit dir sprechen.
23:33Entschuldige, Liebling, ich glaube, ich weiß, was du sagen willst.
23:35Ich habe dich allein gelassen,
23:37als du mich am meisten gebraucht hast.
23:39Ich begreife überhaupt nicht,
23:40wie ich mich damals so verhalten konnte.
23:43Wir haben beide Fehler gemacht.
23:46Als ich mich damals von dir getrennt habe
23:47und nicht wollte, dass du Kontakt zu Alexander hast,
23:49da...
23:50Ja gut, du warst verletzt, das verstehe ich doch.
23:52Ich hätte das nicht hinnehmen dürfen.
23:54Ich hätte um euch kämpfen müssen,
23:55um dich und um unseren Sohn.
23:57Aber ich habe dich ziehen lassen.
24:00Richard, ich...
24:00Nein, nein, nein, bitte, bitte.
24:01Hör mir zu.
24:03In all den Jahren habe ich nicht ein einziges Mal versucht,
24:06euch zu finden.
24:07Ihr habt mir auch keine großen Gedanken gemacht,
24:08darüber, wie es euch vielleicht geht.
24:11Ich habe mich einfach aus der Verantwortung gestorben.
24:14Und ich bin...
24:15Ich bin euch unendlich dankbar,
24:17dass ihr beide mir eine zweite Chance gegeben habt.
24:20Richard.
24:22Richard, bitte hör mir zu.
24:24Ich muss dir etwas wirklich Wichtiges sagen.
24:25Ja, ich dir auch.
24:26Und das...
24:27Das kann jetzt auch keine Sekunde länger warten.
24:32Als...
24:33Nach Helenas Tod
24:35habe ich geglaubt,
24:35dass ich nie wieder glücklich werden könnte.
24:38Aber...
24:38Aber dann kamst du.
24:41Und...
24:42Ich habe nicht nur die Liebe wieder gefunden,
24:45sondern...
24:46Ich habe auch einen Sohn bekommen.
24:49Wir sind jetzt eine richtige Familie.
24:52Und ich kann dir gar nicht sagen,
24:53wie viel mir das bedeutet.
24:55Judith.
24:58Ich möchte alles,
25:00das, was wir damals versäumt haben,
25:02jetzt mit dir wieder nachholen.
25:04Und darum bitte ich dich von ganzem Herzen.
25:08Werde wieder meine Frau.
25:10Ich verspreche dir,
25:11ich werde alles dafür tun,
25:13dass du diesmal glücklich wirst.
25:40Nein, mach dir keine Sorgen, Nora.
25:41Judith geht es gut.
25:42Sie hatte unsere Verabredung nur vergessen.
25:44Ja, na, naja.
25:46Und eure Besprechung ist schon beendet?
25:50Sehr gut.
25:51Sehr gut.
25:52Dann kommt doch bitte direkt ins Gutshaus.
25:54Ich habe mit Judith gerade etwas sehr Wichtiges besprochen
25:56und ich möchte,
25:57dass auch ihr so schnell wie möglich erfahrt.
25:59Ja, es ist sehr wichtig.
26:02Okay.
26:03Bis bald.
26:04Tschüss.
26:09Und, was wollte ich da?
26:11Wir wollen mit uns sprechen.
26:13Besonders Gutshaus kommen, es ist dringend.
26:16Jetzt guck doch nicht gleich so besorgt.
26:19Sicher geht es um Richards Überraschung.
26:21Er und meine Mutter wollen sich aus dem Geschäft zurückziehen
26:23und eine Weltreise wie die Bäckers machen.
26:25Nein, das ist was anderes.
26:27Ich kenne Richard.
26:29Und wenn es um uns geht?
26:31Wie kommst du denn darauf?
26:33Warum sollen Richard und Judith sonst mit uns reden wollen?
26:36Unbedingt zusammen.
26:37Und es geht um eine sehr ernste Angelegenheit.
26:41Aber vorhin im Lanzino war Richard noch ganz normal.
26:43Ja, aber dann hat er mit Judith gesprochen.
26:45Oh Gott, wenn sie irgendwas gemerkt hat.
26:47Nora, zwischen uns ist nichts mehr.
26:50Ich bin extra ausgezogen, damit wir auf Abstand gehen können.
26:53Und ja, wir arbeiten zusammen, aber bemühen uns um Normalität.
26:56Deine Briefe hast du verbrannt.
27:00Vorhin im Wurzhaus.
27:02Da war Judith auch.
27:03Und sie hat uns gesehen, als sie mir aus der Jacke geholfen hat.
27:06Ja, und?
27:07Wir sind völlig ertappt auseinandergefahren.
27:10So was tun Bruder und Schwester nicht.
27:11Jetzt beruhig dich doch.
27:13Zwischen uns gibt es nichts, was meine Mutter und Richard nicht sehen dürfen.
27:17Und alles andere geht lange zurück.
27:27Was ist denn jetzt eigentlich mit dir und Jessica?
27:33Nichts.
27:35Ja, ich weiß, wir wollten beide offen sein für andere Partner, aber...
27:38Ich denke, wir sollten nicht gegenseitig der Grund dafür sein, dass wir uns nicht mehr verlieben können.
27:43Ja, aber...
27:44Ich weiß, man kann keine Gefühle erzwingen, aber...
27:49Du solltest ja noch eine zweite Chance geben.
28:00Was hast du Richard denn gesagt?
28:03Ich hab versucht, ihm die Wahrheit zu sagen.
28:06Aber ich bin nicht dazu gekommen.
28:10Und warum nicht?
28:13Weil er...
28:17Weil er plötzlich um meine Hand angehalten hat.
28:20Da konnte ich es nicht mehr.
28:21Ja, aber das ist ja großartig.
28:24Dass ihr heiratet, meine ich.
28:27Du hast den Antrag doch angenommen, oder?
28:34Ich freue mich so für dich.
28:38Wenn ich die Wahrheit gesagt hätte, dann würde ich jetzt wahrscheinlich schon Koffer packen.
28:42Ja, aber das ist doch ganz egal.
28:44Richard liebt dich.
28:45Er will, dass du seine Frau wirst.
28:48Willst du das durch eine Beichte zerstören?
28:55Ich will dem Mann, den ich liebe, die Wahrheit sagen, weil er das verdient hat.
29:00Und hat er auch verdient, unglücklich zu sein?
29:03Wegen einer Sache, die 30 Jahre her ist und die man nicht mehr ändern kann?
29:08Richard hat endlich die Familie, die er sich so lange gewünscht hat.
29:12Willst du ihm das kaputt machen?
29:15Und was ist mit Nora und Alexander?
29:18Die beiden haben sich einmal geliebt und sie wären vielleicht heute noch zusammen, wenn sie wüssten, dass sie keine Geschwister
29:23sind.
29:23Ich kenne Alexander.
29:25Er liebt Nora.
29:26Wie eine Schwester.
29:28Alles andere ist längst vorbei.
29:31Und ich bin mir sicher, dass sie das genauso sieht.
29:33Als Alexander und ich noch zusammen waren, da haben wir sehr oft darüber gesprochen, wie sehr er sich immer nach
29:39seinem Vater gesehnt hat.
29:41Und wie froh er ist, dass du ihm endlich die Wahrheit gesagt hast.
29:45Er liebt Richard.
29:47Ruinier ihn das nicht.
29:51Ich habe das Gefühl, dass ich für mein eigenes Glück die beiden Menschen verrate, die mir auf der Welt am
29:57allerwichtigsten sind.
29:59Ich sehe das ganz anders.
30:01Für das Glück von Richard und Alexander nimmst du es auf dich, dein Geheimnis für dich zu behalten.
30:07Egal wie schwer dir das fällt.
30:09Es ist Liebe, Judith.
30:12Und ich finde nicht, dass es einen Grund gibt, weswegen du dich schuldig fühlen müsstest.
30:23Ich finde nicht, dass du dich schuldig fühlen musstest.
30:32Ich fühle mich einfach, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen.
30:40Wie konnte ich mich bloß so in Michael täuschen?
30:42Michael ist immer noch dasselbe.
30:44Du hast nur eine Schwäche an ihm kennengelernt.
30:47Klingt jetzt irgendwie so, als würdest du ihn entschuldigen wollen.
30:50Auf keinen Fall.
30:52Ich wundere mich ja selber, dass er mit Frederik so eine Nummer abgezogen hat.
30:56Außerdem hätte er dich nicht anlügen dürfen.
30:57Das ist nicht zu entschuldigen.
31:00Aber?
31:02Das Komplettpaket Liebe mit Garantie zum Glück ist sein, gibt es nicht.
31:05Aber ich habe den Eindruck, dass du dir genau das von Michael erhofft hast.
31:09Nach deiner Enttäuschung mit Frederik.
31:11Ich wünsche mir eine Beziehung, in der man sich hundertprozentig aufeinander verlassen kann.
31:16Was soll denn daran falsch sein, bitte?
31:17Überhaupt nichts.
31:18Aber Michael ist eben auch mal ein Mensch.
31:20Jeder von uns hat Schwächen.
31:21Und Michaels Schwäche ist eben seine Eifersucht.
31:24Ja.
31:25Und damit hat er alles kaputt gemacht.
31:30Was soll ich denn jetzt tun?
31:34Was sagt dir dein Gefühl?
31:37Liebst du Michael?
31:39Trotz allem?
31:46Ich weiß einfach nicht mehr, ob ich ihm noch vertrauen kann.
31:51Er war mein Halt, verstehst du?
31:54Ich wäre vom höchsten Berg dieser Welt gesprungen, weil ich wusste, dass er da unten steht und mich aufhängt.
31:58Das würde er auch jetzt noch machen.
32:00Michael liebt dich so viel, da bin ich mir sicher.
32:02Aber er vertraut nicht darauf, dass ich ihn liebe.
32:05Und das ist es doch, worauf es ankommt, oder?
32:07Was eine Beziehung stark macht.
32:09Das Wissen, dass der andere einen niemals im Stich lässt, wenn man sich nicht darauf verlassen kann im Leben.
32:15Worauf denn dann?
32:17Und genau da ist sich Michael bei mir nicht sicher.
32:20Das hat er doch niemals versucht, Frederik mit dieser Intrige loszuwerden.
32:24Du meinst die, die einen Teile an der Manufaktur, die er Frederik weggeschnappt hat?
32:29Ah.
32:33Glaubst du, dass es da noch mehr gibt?
32:37Keine Ahnung.
32:42Ich wundere mich nur, dass er überhaupt zu sowas fähig ist.
32:47Du kannst mich ja nicht ändern, Sophie.
32:49Eifersucht wird immer seine Schwäche bleiben.
32:52Und du solltest ihn morgen nur heiraten, wenn du ihn genug liebst, um damit leben zu können.
33:06Es wäre wirklich Ironie des Schicksals, wenn ausgerechnet jetzt herauskommt, was Alexander und ich in Wirklichkeit füreinander empfinden.
33:12So entspannt wie im Moment war unser Umgang miteinander noch nie.
33:16Hoffentlich hat Alexander recht.
33:18Und meine Sorge ist wirklich umsonst.
33:27Also, Vater, was gibt es denn so wichtig?
33:29Moment, Moment, wir sind noch nicht vollzählig.
33:31Danke, Adam.
33:36Bin ich zu spät?
33:37Naja, genau richtig.
33:40Judith und ich wollten euch nämlich eine freudige Mitteilung machen.
33:43Jetzt mach's mal nicht so spannend, Ob. Ich will jetzt endlich wissen, was hier los ist.
33:46Ähm, naja, wie ihr vielleicht wisst,
33:48wollten wir eigentlich heute unseren Jahrestag feiern.
33:52Aber leider hat sie ihn vergessen.
33:56Und trotzdem ist dieser Tag heute ein ganz besonderer.
34:00Denn Judith hat zugestimmt, wieder meine Frau zu werden.
34:05Oh, ist doch schön.
34:06Oh, herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich so für euch beide.
34:09Ich durfte ja schon gratulieren.
34:10Aber nochmal, meinen herzlichen Glückwunsch.
34:13Danke.
34:14Ich glaube, die Gelegenheit bekommt man nicht oft,
34:17bei der Hochzeit der eigenen Eltern dabei zu sein.
34:19Bei meinem Opa stehen die Chancen da gar nicht schlecht.
34:21Der heiratet gern öfter.
34:22Hey, du Frechtax.
34:24Deinetwegen verliere ich noch sämtliche Haare.
34:26Auf unsere Eltern.
34:28Auf eure Zukunft.
34:30Ich freue mich so für dich.
34:33Und natürlich auch für dich.
34:35Also für euch alle.
34:44Ja.
34:47Entschuldigt, wenn ich störe.
34:49Es ist dringend.
34:50Kein Problem.
34:51Willst du zu mir?
34:52Ja, ich würde gerne mal mit dir reden.
34:55Wenn es geht, unter vier Augen.
34:59Klar.
35:00Ich muss sowieso was erledigen.
35:08Wie lange willst du meine Schwester eigentlich noch anlügen?
35:10Ich habe ihr doch die Wahrheit gesagt.
35:12Meinst du nicht, dass du deine Kleinigkeit vergessen hast?
35:16Du meinst die Sache mit dem Kaolin?
35:19Tom.
35:20Ich habe wirklich versucht, es ihr zu erzählen.
35:22Aber sie hat mich gar nicht zu Wort kommen lassen.
35:24Sie hat mich stehen lassen und ist aus der Wohnung gerannt.
35:26Aha.
35:27Und wann gedenkst du, das nachzuholen?
35:29Tom, meine Beziehung zu Sophie steht gerade auf der Kippe.
35:32Wenn ich ihr die Sache mit dem Kaolin jetzt auch noch erzähle,
35:34dann war es das. Dann habe ich ein für alle Mal verspielt.
35:37Ach so, dann wirst du lieber gar nichts sagen und eure Ehe mit einer Lüge beginnen.
35:39Verstehe ich das richtig, ja?
35:41Wenn sie überhaupt dazu kommt.
35:44Sophie hat mir heute gesagt, dass sie gar nicht mehr weiß, ob sie mich noch heiraten will.
35:47Und vielleicht ja auch mit Recht.
35:49Mann, Michael, was muss denn noch passieren, bis du ihr endlich die Wahrheit sagst?
35:51Ich liebe deine Schwester Tom.
35:53Das, was ich gemacht habe, war falsch, ja.
35:55Aber ich habe das nur getan, weil ich Angst hatte, sie zu verlieren.
35:58Sophie bedeutet mir alles.
35:59Aber offenbar nicht genug, dass du ehrlich zu ihr bist.
36:01Aber das ist doch nicht wahr!
36:03Dann steht es vor dem, was du gemacht hast.
36:05Und verlang nicht von mir, für dich zu lügen,
36:07nur weil du zu feige bist, Sophie die Wahrheit zu sagen.
36:09Aber ich will doch nur meine Beziehung retten, verstehst du das nicht?
36:12Ich sehe nur, dass du die ganze Zeit Mist baust und dich auch noch dafür rechtfertigst.
36:15Glaubst du wirklich, Sophie kommt so zu dir zurück?
36:17Wem willst du ja eigentlich was vormachen?
36:20Pass auf.
36:22Du wirst Sophie die Wahrheit sagen, klar?
36:24Und wenn du es nicht machst, dann tue ich es.
36:34Mir fällt ein Stein vom Herzen.
36:36Richard wollte uns nur sagen, dass Judith und ihr heiraten.
36:39Und wie Jessica gesagt hat, wenn unsere Eltern verheiratet sind,
36:43drücken auch Alexander und ich als Geschwister noch näher zusammen.
36:46Wie eine richtige Familie.
36:49Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg.
36:52Und auch, wenn ich mir wünsche, dass er nicht mein Bruder ist.
36:56Ja, Wunder gibt es nicht.
36:59Ich muss damit leben.
37:01Und bald schaffe ich es bestimmt auch, mich darüber zu freuen,
37:04wenn er endlich mit einer anderen Frau glücklich wird.
37:08Na gut, vielleicht dauert das noch ein bisschen.
37:11Ich muss ja auch nicht gleich übertreiben.
37:15Ihr Lieben, ich möchte noch ein paar Worte sagen.
37:18Gut, aber drück nicht so auf die Tränendose, Obi.
37:20Das kann ich dir nicht versprechen, Paula.
37:24Ich weiß nicht, vielleicht liegt es ja am Alter,
37:26dass plötzlich im Leben Dinge wichtig werden,
37:29denen man früher keine Bedeutung beigemessen hat.
37:32Ich habe lange nicht begriffen, wie wichtig mir Familie ist.
37:36Bis ich meine fast verloren hätte.
37:39Ich möchte euch nur sagen,
37:42wie viel es mir bedeutet,
37:43dass ich euch habe.
37:46Ich habe bestimmt
37:47viele Dinge im Leben falsch gemacht.
37:50Und trotzdem hast du mir noch einmal
37:52dein Vertrauen geschenkt.
37:55Ich verspreche dir,
37:57dass ich dich nie wieder enttäuschen werde.
38:02Ich liebe dich, Judith.
38:08Auf euch beide.
38:10Ja, und darauf,
38:13dass die wahre Liebe immer einen Weg findet,
38:15auch wenn es manchmal ein bisschen länger dauert.
38:18Dem kann ich mich nur anschließen.
38:20Also, ich habe keine Lust,
38:2130 Jahre in der Warteschleife zu hängen.
38:23Da kann ich dich beruhigen.
38:24Das ist nicht die Regel.
38:26Außerdem war ich als Warteschleife
38:27ja auch ganz abwechslungsreich.
38:29Nora.
38:32Judith.
38:35Lass uns immer aufrichtig zueinander sein.
38:37Es sind nicht wieder solche Missverständnisse
38:39zwischen uns aufkommen, wie damals.
38:42Ja.
38:46Bitte entschuldigt mich einen Augenblick.
38:50Ja, natürlich.
38:52Natürlich.
39:04Entschuldigen mich lied interessantes.
39:22Die Warteschleifeure
39:51Untertitelung. BR 2018
39:58Gut, jetzt ist alles in Ordnung?
40:01Ja, ich musste nur einen Augenblick allein sein.
40:04Verstehe, wegen der ganzen Aufregung.
40:07Nein, das ist es nicht.
40:09Ich konnte Richards ehrliche Worte einfach nicht mehr ertragen.
40:13Er vertraut mir und glaubt, dass ich ehrlich zu ihm bin.
40:16Und ich, ich lüge ihn an.
40:20Ja, weil du ihn liebst und weil du willst, dass er glücklich ist.
40:26Das gibt mir doch nicht das Recht, die Wahrheit einfach zu unterschlagen.
40:31Jemanden zu belügen, Jessica, ist keine Liebe.
40:34Das ist einfach nur Feige.
40:38Du hast doch gesehen, wie glücklich Richard ist, weil ihr zusammen seid, als Familie.
40:45Willst du ihm dieses Glück nehmen?
40:47Nein, natürlich nicht.
40:49Aber doch nicht um jeden Preis.
40:52Ich kann dir sagen, welchen Preis du zahlst, wenn du ihm die Wahrheit sagst.
40:56Er würde dich verlassen.
40:59Und es geht doch auch um Alexander.
41:03Du hast doch die beiden gerade zusammen gesehen.
41:05Wie Vater und Sohn.
41:08Willst du ihm das kaputt machen?
41:11Ich will, dass er die Wahrheit kennt.
41:13Was gewinnt er denn dadurch?
41:15Er würde mit einem Schlag alles verlieren.
41:18Seine Mutter, der er ein Leben lang vertraut hat.
41:23Und den Vater, den er sich immer gewünscht hat.
41:26Das würde Alexander dir nie verzeihen.
41:29Was würde ich meiner Mutter nie verzeihen?
41:35Sie sind sich nach der Sicherheit, die Michael dir geben kann.
41:37Ja, aber der hat mich belogen.
41:40Könnt ihr uns kurz alleine lassen, bitte?
41:42Klar.
41:43Ja, natürlich.
41:44Damals war noch alles in Ordnung zwischen uns.
41:46Und das ist es jetzt wieder.
41:48Ihr habt eine zweite Chance bekommen.
41:49Das ist doch wunderbar.
41:51Eine zweite Chance, die auf einer Lüge basiert.
41:54Du warst die Liebe meines Lebens, Alexander.
41:56Und es war ein Fehler, dass ich damals nicht um dich gekämpft habe.
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