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KurzfilmeTranskript
00:00180.000 zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.
00:10Die Immobilie geht an die Dame in grün.
00:13Egal was damals passiert, egal wie verletzt ich war, es ist vorbei.
00:17Ich bin darüber hinweg.
00:19Lass es uns vergessen.
00:22Ich verspreche dir, ich werde dir nie wieder wehtun.
00:27Versprich mir einfach, dass du mich nicht mehr belügst.
00:30Wir werden uns für nur dann häufiger sehen.
00:34Dann möchte ich dir vertrauen können.
00:38Wir sollten mit der Trennung und der Beziehung abschließen und neu anfangen.
00:43Völlig unbelastet.
00:45Als Freunde.
00:51Freunde?
00:55Ich kann das nicht.
00:58Was?
01:01Ich habe dir nicht die ganze Wahrheit gesagt.
01:08Ich habe mich nicht entschlossen, hier in Falkenthal zu bleiben, weil das Jobangebot so einmalig ist, sondern dein Entwegen.
01:15Mein Entwegen?
01:16Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben, Luisa.
01:20Ich weiß, wie sehr ich dich verletzt habe, aber gib uns noch eine Chance.
01:33Ich kann das nicht.
01:38Ich will nie aufgehört, dich zu lieben.
01:43Ich kann das nicht mehr, ich kann das nicht mehr.
01:45Ich kann das nicht mal anfangen, aber ich will nicht mehr.
01:54This could be the first day of my life.
02:03Was soll das werden, Henning?
02:05Es ist die Wahrheit. Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben, Luisa.
02:08Ich glaube, ich habe gerade ein Déjà-vu.
02:11Das hast du doch schon mal gesagt.
02:12Und ich denke, kurz danach haben wir uns getrennt. Kann es sein?
02:15Das letzte Mal, wie du es nennst, liegt lange zurück.
02:18Ach, da kann man schon mal vergessen,
02:19dass man während dieser einzigartigen, wundervollen Beziehung nie die einzige Frau war.
02:23Luisa, bitte.
02:24Halt dich für konservativ.
02:26Aber ich war lange Zeit glücklich mit dir.
02:29Ich brauchte keinen anderen Mann nebenbei.
02:32Ich weiß, ich habe mich damals wie ein Idiot benannt.
02:34Na, immerhin. Das weißt du noch.
02:36Aber ich habe mich verändert.
02:37Das freut mich für dich, Henning. Wirklich.
02:39Aber ich weiß nicht, was ich damit zu tun habe.
02:43Du warst der Grund, warum ich mich verändern wollte.
02:47Ich?
02:48Ja, du.
02:51Weil ich dich einfach nicht vergessen konnte, Luisa.
03:00Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken.
03:03Und ich habe aus meinen Fehlern gelernt.
03:04Das kannst du mir glauben.
03:09Ich habe viel falsch gemacht, Luisa.
03:12Aber eins ist mir völlig klar geworden.
03:13Dich so zu enttäuschen war der schlimmste Fehler meines Lebens.
03:16Dich so zu enttäuschen war der schlimmste Fehler meines Lebens.
03:38Dich so zu enttäuschen war der schlimmste Fehler meines Lebens.
03:45Ich kann mich nicht rein trinken, aber...
03:47Aber sie hat heute schon etwas Besseres vor. Ich weiß.
03:50Oh.
03:52Ich weiß also, dass sie in Manzino mit Henning ist.
03:56Oh, das tut mir leid. Ich wollte nicht...
03:59Das muss es nicht. Mir geht's gut, wirklich.
04:05Simon, mir musst du nichts vormachen.
04:08Ich kann mir gut vorstellen, wie du dich jetzt fühlst.
04:10Ja, kannst du das?
04:12Mhm.
04:15Ja, natürlich kannst du das.
04:18Es tut mir leid.
04:20Ich...
04:21Das muss es nicht.
04:24Mir geht's gut.
04:26Wirklich.
04:37Nein, bitte. Jetzt hören Sie mir doch mal zu.
04:39Das Ganze ist ein Missverständnis.
04:40Das hätten Sie sich mir eher überlegen müssen.
04:42Ich schätze, Ihr Handzeichen war juristisch bindend.
04:45Ich hab doch nur nach dem Hund gerufen.
04:47Wir sind hier auf einer Versteigerung.
04:49Ich fass es nicht.
04:51Jetzt gehört mir der Laden.
04:53Und die darüber liegende Wohnung.
04:54Und die darüber liegende Wohnung.
04:55Wahrscheinlich hat's das Schicksal so gewollt.
04:58Tja, ich schätze, Barney hat's so gewollt.
05:00Er hat uns ja hierher geführt.
05:02Ja, leider haben wir ja den Schuldigen gefunden.
05:04Vielleicht können wir ihn ja auf Schadenersatz verklagen.
05:06Na, da hast du mir jetzt aber was eingebrockt.
05:09Barney hat gehört, dass Sie sich verändern wollen
05:11und hat gehandelt.
05:12Na prima.
05:14Dann müssen wir jetzt nur noch die lächerliche Summe
05:16von 180.000 Euro zusammenbekommen
05:17und dann ist alles gut.
05:28Vielen Dank für die Einladung.
05:30Luisa, bitte warte.
05:32Ich dachte, wir sind uns einig.
05:34Sind wir?
05:35Wir können nicht einfach da weitermachen,
05:37wo wir aufgehört haben.
05:38Natürlich nicht.
05:41Aber wir können noch mal ganz von vorne anfangen.
05:43Wir könnten es zumindest versuchen.
05:46Meinst du nicht, du hattest genügend Versuche?
05:49Glaubst du an Zufälle, Luisa?
05:52Nein.
05:53Siehst du, ich auch nicht.
05:56Was willst du damit sagen?
05:59Es hat etwas zu bedeuten,
06:01dass meine Familie mich plötzlich hier in Faltenthal baucht,
06:03gerade jetzt, wo du auch hier bist.
06:07Wir sollen noch eine Chance bekommen.
06:24Frau Bernstein, Herr Ritter ist da.
06:25Danke.
06:26Danke.
06:27Hagen, schön, dich zu sehen.
06:30Wer denn da?
06:30Möchtest du was trinken?
06:32Danke, nein.
06:34Und, wie geht's Richard?
06:36Den Umständen entsprechend.
06:38Aromatherapie verabreicht von einer Horde
06:40bildhübscher junger Masseurin.
06:41Wie soll's einem Mann da schon gehen?
06:44Naja, wir haben ja nur telefoniert,
06:46aber Richard hat sich schon lange
06:47nicht mehr so entspannt angehört.
06:49Freut mich wirklich, das zu hören.
06:51Ja, die Ruhe tut ihm gut.
06:53Er hat in letzter Zeit ja auch einiges durchzustehen.
06:57Nicht nur er.
06:58Wie geht es dir?
07:00Ganz gut soweit.
07:02Die Aussicht auf Annabels beidige Verurteilung
07:04lässt mich einiges besser ertragen.
07:07Darüber wollte ich mit dir sprechen.
07:09Auch nach seiner Auszeit
07:10wird Richard noch sehr viel Ruhe brauchen.
07:12Denkst du, dass die Scheidung durchzusetzen ist,
07:14bevor er zurückkommt?
07:16Durch die Härtefallregelung
07:17haben wir alle Chancen der Welt,
07:19die Scheidung so schnell wie möglich durchzusetzen.
07:21Du meinst also,
07:22sie kann gegen diese Härtefallregelung
07:24überhaupt nichts tun?
07:26Ich wüsste nicht was.
07:28Sie müsste schon einen Beweis
07:29für ihre Unschuld haben.
07:35Was soll das heißen?
07:37Ich habe Sie nicht engagiert als Anwalt,
07:40damit Sie mir sagen, was nicht geht.
07:42Hören Sie, Frau von Weiden...
07:43Nein, Sie hören zu.
07:45Man hat mir versichert,
07:46Sie wären der Beste auf diesem Gebiet.
07:47Und ich hoffe doch sehr,
07:48wir haben über das Erbegebiet gesprochen.
07:50Ich tue wirklich, was ich kann,
07:51aber diese Härtefallregelung...
07:52Ach, Sie tun es schon wieder.
07:55Ich will kein Aber mehr hören.
07:57Sagen Sie mir sofort,
07:58was ich tun kann,
07:59um die Scheidung von meinem Mann zu verhindern
08:01oder such mir einen anderen Anwalt.
08:03Naja, es gäbe da vielleicht eine Möglichkeit, aber...
08:06Aber, aber, ich höre.
08:07Mal angenommen,
08:08Sie würden die Vermögensaufstellung
08:09Ihres Mannes so, wie sie ist,
08:11nicht akzeptieren,
08:12egal ob formal oder inhaltlich.
08:13Warum sollte ich das tun,
08:15beziehungsweise nicht tun?
08:16Um Zeit zu gewinnen.
08:18Ihr Mann müsste die Dinge einzeln mit Ihnen durchgehen.
08:20Neue Listen erstellen,
08:20so etwas kann dauern.
08:22Verzögerungstaktik.
08:24Hm.
08:25So lange, bis meine Unschuld bewiesen ist.
08:27Damit wäre die Härtefallregelung vorläufig infällig.
08:33Alle Indizien sprechen gegen Annabelle.
08:37Sie hatte das Gift,
08:38mit dem Viktoria ermordet wurde,
08:39in der Tasche.
08:41Sie war zuletzt mit ihr zusammen.
08:43Und sie hatte mehr als ein Motiv.
08:52Trotzdem frage ich mich manchmal,
08:53ob das alles richtig ist,
08:54was wir machen, Hagen.
08:56Helena, ich dachte,
08:56wir wären uns einig,
08:57dass Annabelle verurteilt werden muss.
08:58Ja, natürlich, aber...
09:00Sie hat deine Tochter getötet.
09:04Trotzdem.
09:06Viktoria hat das Gift besorgt.
09:08Sie wollte Annabelle töten und nicht umgekehrt.
09:10Aber nicht Annabelle ist tot,
09:12sondern Viktoria.
09:13Annabelle hat ihr beim Sterben zugesehen.
09:17Das werde ich ihr niemals verzeihen.
09:20Helena,
09:20niemand außer uns beiden weiß,
09:21dass Viktoria Annabelle töten wollte.
09:23Niemand außer uns beiden.
09:25Doch.
09:26Annabelle weiß es.
09:30Aber sie weiß nicht,
09:31dass es einen Beweis für ihre Unschuld gegeben hat.
09:36Es war richtig,
09:38Victorias Abschiedsbrief zu vernichten.
09:42Annabelle ist schuldig,
09:43so oder so.
09:45Dafür muss sie büßen.
09:50Natürlich bin ich unschuldig.
09:52Was glauben Sie denn?
09:53Nichts für ungut, Frau von Weiden.
09:54Der Glaube ist ja da.
09:55Allein die Beweise fehlen.
09:56Es gibt einen Beweis für meine Unschuld.
09:58Ich weiß ganz genau,
09:59dass Hagen Ritter ihn zurückhält.
10:01So leid es mir tut.
10:03Aber ich fürchte,
10:03auch diesen Tatbestand können wir nicht beweisen.
10:07Ihre positive Grundeinstellung
10:08beeindruckt mich immer wieder.
10:11Frau von Weiden,
10:12ich halte mich nur an die Tatsache.
10:14Erfreuen Sie aufzulabern.
10:15Machen Sie endlich Ihren Job
10:16oder wenigstens den Teil,
10:17den Sie beherrschen.
10:19Sie werden es ja wohl noch hinbekommen
10:20und dem Anwalt der Gegenpartei mitteilen,
10:22dass ich nicht Ihre
10:24Vermögensaufstellung
10:24was auch immer
10:25nicht akzeptiere.
10:27Auf das Gesicht von Hagen Ritter
10:29bin ich mal gespannt.
10:30Er wird Sie aufsuchen wollen,
10:32um Sie zum Einlenken zu bewegen.
10:34Gut.
10:35Das Bessere kann mir ja gar nicht passieren.
10:47Sie werden es.
10:51So was nennen Sie Essen?
10:56Ich kriege diesen Hagen Ritter.
10:58Ihn und diesen verdammten Beweis.
11:00Darauf kann er sich verlassen.
11:12Es war richtig,
11:14Victorias Abschiedsbrief zu vernichten.
11:16Annabelle ist schuldig,
11:18so oder so.
11:28Mein Liebster, Hagen.
11:30Wenn du diese Zeilen liest,
11:32werde ich in einem Flugzeug
11:34nach Mexiko sitzen.
11:36Verzeih mir, mein Liebster.
11:39Verzeih mir,
11:40dass ich dich anlügen musste.
11:42Wenn du diesen Brief
11:43in Händen hältst,
11:45wird Annabelle
11:46tot sein.
11:48Ich liebe dich.
11:50Vergiss das niemals.
11:53Deine
11:53Victoria.
12:05Du fühlst mich so, Vicky.
12:08Gott,
12:09ich brauch dich so sehr.
12:18Ich liebe dich.
12:47Tschüss.
13:06Versprichst du mir was?
13:08Ganz sicher nicht, ohne vorher zu wissen was.
13:11Versprichst du mir wenigstens nachzudenken über uns und...
13:14Das Schicksal.
13:22Es tut mir leid, ich kann jetzt nicht.
13:25Luisa?
13:54Versprichst du?
13:55Das ist ein wunderliegende Eierschein.
13:56Versprichst du mir?
13:57Ich putze.
13:59Wir haben eine Putzfrau.
14:01Ja, aber die kommt ja nur zweimal die Woche.
14:05Okay, was ist los?
14:06Gar nicht.
14:07Komm schon, sag mir was du ausgefressen hast.
14:09Ich weiß nicht was du meinst.
14:12Du hast hier noch nie geputzt.
14:14Na, dann wird's doch mal Zeit.
14:15Ich mein, ich hab gekocht, die Küche ist dreckig, also mach mich sie sauber.
14:18Oh, bitte sag mir, dass es nicht ist, was ich denke.
14:21Woher soll ich denn wissen, was du denkst?
14:24Konrad.
14:25Was hat der denn jetzt damit zu tun?
14:27Kleiner, immer wenn du so guckst, wie du gerade guckst, ist entweder ein Kerl im Spiel oder es geht um...
14:33Rede mit mir.
14:34Kannst du mir ein bisschen was leihen?
14:35Oder es geht um Geld.
14:38Wie viel brauchst du?
14:40100.
14:4380.
14:471000.
14:57Wie gut er aussieht.
14:59So in sich gekehrt.
15:01Ganz bei sich.
15:04Soll ich ihn stören, um ihm zu sagen, dass ich ihn liebe?
15:08Und keinen anderen auf dieser Welt?
15:12Warum tue ich es nicht einfach?
15:15Warum gehe ich nicht hinein zu ihm?
15:18Ich kann es nicht um Noras willen.
15:21Was sollte ich ihr sagen?
15:23Ich bin jetzt mit dem Mann zusammen, den du liebst?
15:34Okay.
15:40So.
15:49Ach, Eva, sagen Sie doch bitte Luisa Bescheid.
15:51Sie möchte mir diese Medikamente aus der Apotheke besorgen.
15:54Vor allen Dingen meine Schlaftabletten.
15:56Das tut mir leid. Luisa ist heute Abend schon weg.
15:59Aber ich kann das doch besorgen.
16:01Ach, morgen reicht vollkommen.
16:03Sehr gut.
16:04Danke.
16:10Hallo, Eva.
16:11Ach, Lissi, da bist du ja. Möchtest du mit mir essen?
16:13Ich komme gleich.
16:19Die Rose ist wirklich sehr schön.
16:22Ja. Und ziemlich stachlig.
16:25Ich glaube, sie hätte Vicky gefallen.
16:32Und, möchtest du wissen, wie es deinem Vater geht?
16:35Warst du bei ihm?
16:38Wie sieht er denn aus? Geht's ihm gut?
16:40Wann kommt er denn zurück?
16:42Also, es geht ihm viel besser und er sieht wunderbar aus.
16:46Und bald ist er wieder bei uns, um alle deine Fragen präzise zu beantworten.
16:49Und hast du ihm erzählt, dass ich mich fürs Abi angemeldet habe?
16:52Ja.
16:54Er sagte, du sollst dich nicht überschlagen.
16:57Jetzt hättest du so lange gewartet, da käme es auf ein paar Tage auch nicht mehr an.
17:00Das hat er nicht gesagt.
17:03Nein, natürlich nicht.
17:04Er platzt voll stolz auf seine Tochter.
17:08Henning, hallo.
17:09Hallo, Henning.
17:10Entschuldigt, ich wollte nur meine Sachen holen und dann ins Hotel.
17:13Ins Hotel?
17:15Wieso das denn?
17:16Na ja, jetzt wo ich eine Weile hier in Falkenthal bleibe, werde ich mir eine Wohnung suchen, denke ich.
17:21Ich möchte auf keinen Fall länger belästigen.
17:23Das tust du nicht, oder?
17:25Lissi hat natürlich recht.
17:27Natürlich wohnst du weiter bei uns.
17:29Wir haben noch Platz genug.
17:30Und in der Bibliothek kannst du arbeiten, wann du willst.
17:33Tja, aber das ist wirklich nicht nötig.
17:35Na und ob das nötig ist.
17:40Zwei können sehr überzeugend sein.
17:47Dann war Barney auf einmal weg.
17:49Barney.
17:50Das ist der Hund.
17:51Und dann habe ich Konrad getroffen.
17:53Deinen Förster.
17:54Das ist nicht mein Förster.
17:56Na ja, ist ja auch egal.
17:57Jedenfalls ist Barney direkt in diese Kneipe reingestürmt.
18:00In der zufällig eine Zwangsversteigerung stattfand.
18:03Das kann doch kein Zufall sein.
18:05Verstehst du?
18:08Und dann?
18:09Na ja, dann habe ich den Hund gerufen und dabei irgendwie so meine Hand bewegt.
18:14Moment, Moment.
18:15Du willst mir aber nicht erzählen, dass du so an die Kneipe gekommen bist.
18:18Hallo Barney, komm mal her, Kleiner.
18:20Zum Ersten, zum Zweiten.
18:21Und die Kneipe geht an die blonde Frau mit dem Hund.
18:23War es so?
18:27Elsa.
18:29Okay.
18:32Wie heißt der Laden?
18:34Wieso?
18:34Schon vergessen?
18:35Dein Bruder ist Anwalt.
18:36Ich hau dich da raus.
18:37Hagen, aber ich glaube, diesmal will ich überhaupt nicht, dass du mich da raushaust.
18:41Du hast doch immer gesagt, ich muss meinen eigenen Weg finden.
18:44Ja, aber Elsa, doch nicht in eine untergekommene Kneipe.
18:47Das wird ein Café und ist fast so gut wie neu.
18:50Du musst es dir mal angucken und die Wohnung da drüber, die ist...
18:53Du hast schon eine Wohnung.
18:55Ich brauche einen richtigen Neuanfang.
18:57Ja, das verstehe ich ja, aber...
18:59Mensch, jetzt überleg doch mal 180.000.
19:02Ich weiß, das ist wirklich viel Geld, aber ich verspreche dir, ich werde dir alles zurückzahlen, bis auf den letzten
19:06Cent.
19:06Mir geht es nicht um das Geld.
19:08So eine Kneipe eröffnen, das ist Verantwortung und jede Menge Arbeit.
19:11Aber ich kann doch arbeiten.
19:13Und ich kann mir einen Businessplan erstellen.
19:14Du.
19:18Kleine, sag mir nicht böse, aber von Betriebswirtschaft, hast du nicht wirklich viel Ahnung?
19:21Dann lerne ich es eben.
19:24Okay.
19:25Ich muss noch ein bisschen arbeiten, wir reden morgen, ja?
19:35Von wegen, keine Ahnung.
19:46So.
19:47Das werden wir ja mal sehen.
19:56Ja, und dann?
19:57Was nun dann?
19:59Was hast du darauf geantwortet?
20:00Dass wir genug Versuche hatten.
20:02Und wenn das eine weiß, dann ja wie du.
20:04Das klingt ja fast wie ein Vorwurf.
20:06Du kennst Henning genauso lange wie ich.
20:09Dieser Mann ist ein Macho.
20:12Miskel.
20:14Genau die Worte, die mir fehlten.
20:15Hm, Luisa.
20:17Das macht doch einen Mann erst spannend.
20:19Wenn er fremd geht?
20:20Nein.
20:22Dass er kein Langweiler ist.
20:24Hm, naja, ein Langweiler ist Henning wirklich nicht.
20:28Außerdem verändern sich Menschen.
20:31Habt ihr euch abgesprochen?
20:33Wieso?
20:35Ach, Henning hat mir heute Abend es gleich gesagt.
20:37Wirklich?
20:39Mensch, dann solltest du doch darüber nachdenken.
20:42Henning ist doch ein toller Mann.
20:45Boah, er sieht gut aus.
20:47Er ist witzig.
20:48Er kommt aus einer wohlhabenden Familie.
20:50Nimm du ihn.
20:52Er liebt leider dich.
20:53Wie blöd.
20:57Allerdings...
20:58Was?
20:59Ich finde, du solltest zugreifen.
21:02Naja, unsere Verhältnisse werden sich wohl so schnell nicht bessern,
21:05bis ich nachgewiesen habe, dass Annabelle meine Mutter ist.
21:08Und in der Zwischenzeit soll ich schon mal reich heiraten,
21:11damit für uns beide gesorgt ist.
21:15Dass du immer so uneigennützig denken musst.
21:18Ah, ich weiß jetzt, was du denkst.
21:21Du denkst, dass ich das alles nur mache,
21:23damit ich bei Simon freie Wahn habe.
21:26Jetzt, wo du es sagst.
21:27Hm, ich gebe zu.
21:28Das wäre natürlich ein ganz praktischer Nebeneffekt.
21:34Aber, Luisa,
21:38ob du mir es jetzt glaubst oder nicht.
21:42Ich...
21:43Ich wünsche mir nichts mehr,
21:47als dass es dir gut geht.
21:49Du bist doch meine Schwester.
21:52Der wichtigste Mensch in meinem Leben.
21:55Hm?
21:57Ich wünsche mir,
21:59dass du endlich das Glück findest,
22:01dass du wirklich verdienst.
22:29Ich wünsche mir,
22:39morgen.
22:41Morgen.
22:44Du warst fleißig.
22:47Das ist der Plan für die Schuldentilgung.
22:50Du siehst also,
22:51du kriegst wirklich jeden Cent zurück.
22:5422 Jahren und vier Monaten, ja.
22:56Naja, es dauert ein bisschen.
22:59Und was sagst du?
23:01Ich sage,
23:02die Frau Kaffeehausbesitzerin
23:03kriegt jetzt erst mal selber einen Kaffee.
23:06Aber du musst doch zugeben,
23:08dafür, dass ich in der Ausbildung
23:09nur ein paar Stunden Rechnungsführung hatte,
23:11ist das doch gar nicht so schlecht.
23:13Ja, das stimmt.
23:16Das stimmt.
23:17Heißt das jetzt, dass...
23:18Das heißt,
23:18dein lieber Bruder,
23:19koch dir jetzt erst mal einen Kaffee.
23:23Hast du die ganze Nacht hier gesessen?
23:25Tja,
23:25ich wollte auch mal sehen,
23:26wie das so ist,
23:27richtig zu arbeiten.
23:30Entschuldige,
23:30ich war gestern ungerecht zu dir.
23:32Ich hatte einen ziemlich harten Tag.
23:34Ich muss mich ja auch entschuldigen.
23:36Marie,
23:37dich nur von mir,
23:37dabei hast du ganz andere Probleme.
23:39Ist schon okay.
23:40Sind eh immer nur die gleichen.
23:43Annabelle?
23:44Wie läuft's denn mit der Scheidung von Richard?
23:48Ich denke,
23:49sie wird den Namen von beiden
23:50nicht mehr lange tragen.
23:56Hagen Ritter?
23:58Wie bitte?
24:00Ja, ich kümmere mich drum.
24:02Das träume ich doch,
24:03so eine Schlange.
24:04Alles okay?
24:06Überhaupt nichts ist okay.
24:08Ich muss weg.
24:09Hagen?
24:12Hagen!
24:15Na toll.
24:16Was heißt das jetzt?
24:28Das heißt also,
24:29Annabelle will uns hinhalten.
24:31Ich denke,
24:32sie kann gegen die Härtefallregelung
24:33nichts unternehmen.
24:35Na ja,
24:36ein paar Rechte hat sie schon.
24:37Sie kann natürlich
24:38die Vermögensaufstellung
24:39ihres Ehemanns zurückweisen.
24:40Ich sage dir doch,
24:40sie spielt auf Zeit.
24:41Ich möchte auf keinen Fall,
24:43dass Richard sich deswegen
24:44mit Annabelle auseinandersetzen muss.
24:49Ich regle das.
24:57Ja,
24:58Hagen Ritter hier.
24:59Ja,
25:00Richard van Weidens Anwalt.
25:01Hören Sie,
25:02ich muss dringend
25:02mit Annabelle van Weiden reden.
25:03Sie?
25:05Sie ist verhastet.
25:07Okay,
25:08danke.
25:09Was ist denn mit Annabelle?
25:11Sie verweigert jegliche Gespräche.
25:13Madame ist unpässlich.
25:14Wie bitte?
25:17Sie will uns provozieren.
25:19Sie will mich provozieren.
25:21Hagen.
25:23Hagen.
25:25Helena,
25:26sie versucht schon wieder,
25:27ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
25:29Du solltest dich jetzt erst einmal
25:30einen Moment setzen.
25:31Dieses Mal wird dir das nicht gelingen.
25:32Nicht dieses Mal.
25:33Warte.
25:34Was ist?
25:35Wir haben keine Zeit zu verlieren.
25:36Ich mache mir Sorgen.
25:37Das ist völlig unnützlich.
25:37Ich bin dir sehr dankbar
25:38für deine Hilfe.
25:39Aber ich weiß auch,
25:40wie schmerzlich der Umgang
25:41mit Annabelle für dich sein muss.
25:43Bist du dir wirklich sicher,
25:44dass du dieser Sache
25:44emotional gewachsen bist?
25:49Ja.
25:51180.000.
25:52Euro.
25:53Was denn sonst?
25:55Sicherheiten,
25:56natürlich.
25:56Und wie hoch wären die Zinsen?
25:59Soll es jetzt ein Witz sein?
26:01Ja.
26:02Danke.
26:07Hi.
26:08Hey.
26:09Das klingt ja nicht gerade so,
26:11wie heute kaufe ich ein Kaffee
26:12und morgen die ganze Welt.
26:13Na, wenn das Kaffee
26:14gleich so viel kostet
26:14wie die halbe Welt.
26:16Darf ich reinkommen?
26:17Sind sie für mich?
26:18Nein, für ihren Bruder.
26:21Na, wenigstens lächeln Sie wieder.
26:23Dankeschön.
26:23Die wachsen übrigens genau
26:24um die Ecke ihrer neuen Behausung.
26:26Naja, wenn das überhaupt
26:27meine neue Behausung wird.
26:28Sie ist es bereits schon vergessen?
26:31Aber nur, wenn ich bis morgen
26:32die Kaufsumme zusammenkriege.
26:35Lassen Sie mich raten,
26:35Ihr Bruder leiht Ihnen das Geld nicht?
26:37Ach, heute Morgen.
26:39Ja, da hatte ich ihn fast soweit.
26:40Kaffee?
26:41Ja, gern.
26:44Sie kommen aber hoffentlich
26:45nicht auf die Idee,
26:46sich was von denen da zu leihen.
26:47Nein, nein, das sind alles Kreditteile.
26:49Danke.
26:50Die verlangen viel zu viel
26:51und sind nicht zimperlich,
26:53wenn das Geld
26:53nicht rechtzeitig zurückgezahlt wird.
26:55Das kann mir bei meinem Bruder
26:56aber auch passieren.
26:57Ja, die Frage ist,
26:57ob er am Ende Zement nehmen würde.
27:01Und Sie gucken zu viel Fernsehen?
27:03Ich habe gar keinen Fernseher.
27:05Und woher wissen Sie dann so viel
27:06über mafiöse Kreditgeschäfte?
27:09Lebenserfahrung?
27:11Wir könnten auch eine Bank überfallen.
27:14Ich habe ein Gewehr.
27:17Am Ende sind Sie gar kein Förster.
27:21Nein, nein,
27:21ich fürchte,
27:22um meinen Bruder komme ich nicht herum.
27:24Sie wollen ihn aber nicht etwa erpressen?
27:28Nein.
27:30Natürlich nicht.
27:43Hi.
27:44Hallo.
27:45Schon so früh unterwegs?
27:47Ich muss in die Stadt was besorgen,
27:49Frau Bernstein.
27:51Ja, ich will dich nicht aufhalten.
27:58gestern Abend,
28:02ich war noch mal im Atelier
28:03und ich hatte überlegt,
28:05ob ich reinkommen soll.
28:07Und warum hast du es nicht getan?
28:10Ich weiß auch nicht.
28:11Ich dachte...
28:14Was dachtest du?
28:16Ich weiß nicht,
28:17was ich dachte.
28:22Luisa...
28:23Als wir gestern unterbrochen wurden.
28:25Ich wollte dir erklären,
28:28warum ich nicht...
28:28Du hast es mir erklärt,
28:29aber ehrlich gesagt,
28:30ich habe es nicht verstanden
28:31und ich verstehe es bis heute nicht.
28:34Du und ich,
28:36wir können nicht zusammen sein.
28:39Wegen Noah?
28:40Nein, meinetwegen.
28:42Sie liebt dich
28:43Ich...
28:44Ich kann nicht einfach...
28:48Ich könnte das nicht.
28:50Niemals.
28:54Sei ehrlich, Luisa.
28:55Ist das wirklich der Grund?
28:59Du denkst doch nicht,
29:00es ist wegen Henning.
29:05Der hat damit nichts zu tun.
29:09Bist du dir da sicher?
29:13Ich bin nicht.
29:29Hagen,
29:30ich wusste gar nicht,
29:30dass du in der Manufaktur bist.
29:31Ich war bei Helena.
29:33Du hast es blass aus.
29:34Geht's dir gut?
29:35Ich warte mal kurz.
29:38Falkenteil, Porzellan,
29:39Elsa Ritter am Apparat.
29:40Was kann ich für Sie tun?
29:41Ja,
29:41einen Moment,
29:42ich verbinde.
29:49Macht Annabelle Schwierigkeiten?
29:51Sie existiert.
29:53Es reicht völlig.
29:56Ich verspreche dir,
29:58dass Annabelle
29:59für alles,
29:59was sie dir und Vicky angetan hat,
30:01bestraft wird.
30:04Komm mal her.
30:07Ich weiß,
30:08wie sehr dir Vicky fehlt.
30:09Nein,
30:09das weißt du nicht.
30:16Elsa,
30:17es tut mir leid.
30:22Das ist einfach nicht mein Tag heute.
30:24Vielleicht auch nicht mein Jahr.
30:27Ich glaube,
30:28du hast dir einfach
30:29viel zu viel
30:30gleich wieder zugemutet.
30:31Das ist Quatsch.
30:33Ich bin völlig okay.
30:38Sag mal,
30:40was ist denn das hier?
30:46Damit wollte ich dich erpressen.
30:49Ich habe gedacht,
30:50wenn ich bei diesen
30:50E-Spaul-Jungs
30:52mir Geld leihe,
30:52dann gibst du mir bestimmt was.
30:56Du kennst mich ziemlich gut,
30:57hm?
31:03Von Gott,
31:04ich überweise dir das Geld.
31:06Was?
31:08180.000?
31:09Mich erpressen, ja.
31:10Spinnst du?
31:11Du weißt ganz genau,
31:12dass ich dir das Geld
31:13gegeben hätte,
31:14früher oder später.
31:17Hagen,
31:19ich,
31:19ich,
31:19ich danke dir.
31:20Ich meine,
31:21ich verspreche dir auch,
31:21du bekommst jeden Cent zurück.
31:23Ja,
31:24schon gut.
31:26Du hast es mir ja schon gesagt.
31:27Wann in
31:2820 Jahren und vier Monaten?
31:3022.
31:41Ja,
31:41danke schön.
31:42Bis morgen dann,
31:43ja.
31:43Danke.
31:44Ich hoffe,
31:45das sind die Zeitungen,
31:46die Sie wollten.
31:47Vielen Dank,
31:48sehr nett von mir.
31:51Du wolltest doch nicht etwa
31:52ohne deine persönliche Assistentin
31:53losfahren.
31:55Ohne meine was?
31:57Unser erster gemeinsamer Arbeitstag
31:59in Falkenthal.
32:00Oh,
32:00wie aufregend.
32:03Noah,
32:03meine Liebe,
32:04ich fühle dich ja
32:04ein Missverständnis vor.
32:06Nein,
32:07da ehrst du dich,
32:08mein Lieber.
32:09Wir hatten einen Deal
32:10schon vergessen.
32:11Ich helfe dir,
32:11meine Schwester zurückzuerubern
32:13und dafür bekomme ich
32:13meinen Job zurück.
32:14Wir haben nicht darüber gesprochen,
32:16was das für ein Job ist
32:17und wann du ihn bekommst.
32:18Ich habe noch nicht mal
32:19angefangen
32:20mit meiner Faktur.
32:24Noah,
32:25das hat bei mir
32:25schon früher nicht funktioniert.
32:26Komm schon,
32:27Henning.
32:28Du weißt,
32:29dass ich eine äußerst fähige
32:30Mitarbeiterin bin
32:31und vor allem loyal.
32:33Das sind doch Eigenschaften,
32:34die sich ein Chef
32:34nur wünschen kann.
32:36Hör zu,
32:37Noah.
32:37Ich werde mit Helena reden,
32:39aber...
32:39Sie wird es schon verstehen.
32:40Wollen wir dann?
32:42Du kriegst immer,
32:43was du willst, oder?
32:44Mhm.
32:45Am Gegensatz zu dir.
32:47Entschuldige.
32:48Ich habe nur gehört,
32:49dass der Abend
32:49gestern im Lanzino
32:50nicht so gut gelaufen ist.
32:52Ich schätze,
32:52da haben wir noch
32:53einiges zu tun.
32:54Woher weißt du das?
32:56Luisa wirkt,
32:57wie soll ich sagen,
32:59nicht gerade frisch verliebt.
33:02Glaub mir,
33:03sie ist es aber.
33:04Wirklich?
33:05Sie weiß es nur noch nicht.
33:16Was passt Ihnen
33:17an der Vermögensaufstellung nicht?
33:18Ich werde mit Ihnen
33:19ganz gewiss nicht
33:20über die persönlichen Werte sprechen,
33:22die mich und meinem Mann
33:23seit vielen Jahren
33:24verbinden wollen.
33:25Ihr Mann wünscht sich nur eins.
33:27Und zwar,
33:27sich so schnell wie möglich
33:28von Ihnen scheiden zu lassen.
33:29Alles, was Sie von der Liste benötigen,
33:30wird er Ihnen mit Kusshand geben,
33:31da bin ich ganz sicher.
33:32Und was Ihnen nicht passt,
33:33können Sie sprechen.
33:34Und zwar hier und jetzt.
33:35Und wenn Sie das nicht tun,
33:37werden Sie mich in den nächsten
33:38fünf Minuten von deiner Seite kennen,
33:39werden Sie sie nicht kennen.
33:41Beeindruckend,
33:42so kenne ich sie ja gar nicht.
33:44Diese männliche,
33:45verborgene Dominanz
33:46muss es wohl gewesen sein,
33:47die Viktoria damals
33:48so sehr faszinierte.
33:49Wagen Sie es nicht,
33:50Ihren Namen noch einmal
33:51auszusprechen.
33:52Vielleicht hätten Sie ja schon damals
33:53Ihre Machtspielchen
33:54einsetzen sollen.
33:55Vielleicht hätte Ihre Frau
33:57dann nicht auf Sie geschossen.
33:58Halten Sie den Mund,
33:59oder ich schwöre Ihnen.
34:00Alles in Ordnung?
34:02Ja, alles in Ordnung.
34:03Danke.
34:05Armer Hagen,
34:06Sie mussten sich ja
34:07für die Liebe entscheiden.
34:08Für eine Liebe,
34:09die niemals richtig erwidert wurde.
34:11Was wissen Sie schon
34:12von Liebe, Annabelle?
34:13Man muss kein Kenner sein,
34:15um zu begreifen,
34:16dass Viktoria sie immer
34:17nur benutzt hat.
34:18Das ist eine Lüge.
34:21Eine verdammte Lüge!
34:23Viktoria hat mich geliebt
34:24und das wissen Sie ganz genau.
34:26Sie hat mich so sehr geliebt,
34:27dass sie am Ende
34:28ihren Racheplan
34:28ganz alleine durchgezogen hat,
34:30weil sie mich nicht
34:30mit reinziehen wollte.
34:31Ja, Annabelle?
34:32Sie wollte sie umbringen.
34:34Und sie hat nichts gesagt,
34:35weil sie Angst hatte,
34:36mich zu verlieren.
34:38Dann wussten Sie also,
34:39dass sie mich umbringen wollte.
34:40Nein, verdammt noch mal!
34:42Woher sollten Sie sonst wissen,
34:45dass Viktoria mit sich gerungen hat?
34:49Weil sie es mir geschrieben hat.
34:51Sie hat es mir
34:52in ihrem Abschiedsbrief geschrieben.
34:54Können Sie sich das vorstellen?
35:07Du kannst dir nicht vorstellen,
35:08wie sähe ich mich
35:09auf die Gesichter der Leute, Frau.
35:10Ich schätze mal,
35:11dein Hof eilt ja auch hier voraus.
35:13Ach, man tut, was man kann.
35:14Ich?
35:15Entschuldigung.
35:16Hallo.
35:16Guten Tag.
35:20Ein bisschen eng.
35:21Aber warum denn?
35:22Wir machen uns einfach
35:23alle ganz klein.
35:24Große Aufgaben am Frühmorgens
35:25für einige von uns.
35:27Und du hier in der Manufaktur?
35:28Hat Frau Bernstein
35:29dir den Job wieder zurückgegeben?
35:30Nein, noch nicht.
35:31Aber ich arbeite dran.
35:32Ich drücke dir die Daumen.
35:33Danke schön.
35:37Und Sie,
35:38Sie bleiben länger in Falkenthal?
35:39Ja,
35:40ich habe hier einen Job angenommen.
35:41Verstehe.
35:42Und ich habe schon gehört,
35:43dass Sie auch hier
35:43in der Manufaktur arbeiten.
35:45Auch?
35:45Sie meinen wie Nora?
35:47Nein,
35:47ich meinte wie...
35:48Ja, stell dir vor,
35:49Henning Reichenbach
35:50ist unser neuer Geschäftsführer.
35:52Ah.
35:55Ein Abschiedsbrief.
35:57Berührend.
35:58Also gibt es doch
35:58einen Beweis
35:59für meine Unschuld?
36:00Ja.
36:02Aber es wird Ihnen nicht helfen,
36:04weil nur wir beide davon wissen.
36:06Sie sind nicht unschuldig,
36:07Hanna Belsi,
36:08Sie haben meine Frau umgebracht.
36:09Wir beide wissen,
36:10dass es Notwehr war
36:11und wenn das mal rauskommt,
36:12Es wird nicht rauskommen,
36:13niemals.
36:15Abwarten.
36:22Sie werden hier verrotten,
36:23das schwöre ich Ihnen.
36:36Luisa,
36:36da bist du ja endlich.
36:38Frau Bernstein
36:39hat dich schon gesucht.
36:40In der Apotheke
36:41war mehr los als sonst.
36:42Ich bringe die Medikamente
36:43nach oben.
36:44Nein, nein, lass nur.
36:45Sie ist schon
36:45in die Manufaktur gefahren.
36:47Ach,
36:47das tut mir leid.
36:49Kein Problem.
36:50Sie hat gesagt,
36:51sie kommt zum Mittagessen hier.
36:53Du siehst aus,
36:54als hättest du einen Gespenst gesehen.
36:57Das war nur Simon.
36:58Ah,
36:59der hat ja im Moment
37:00eine ähnliche Wirkung auf dich.
37:03Oder?
37:04Lauf dir im Augenblick
37:05nicht mehr voreinander davon.
37:07Doch.
37:08Und,
37:08was hat er gesagt?
37:09Was soll er schon gesagt haben?
37:10Was heißt das?
37:11Er liebt mich.
37:12Aha.
37:12Und jetzt denkt er auch noch,
37:13ich hätte was mit Henning.
37:14Und?
37:15Hast du?
37:15Nur weil dieser Typ plötzlich auftaucht
37:17und denkt nach allem, was war,
37:18könnte er wieder von vorne anfangen.
37:20Er bringt dich aber ganz schön durcheinander.
37:21Nein.
37:22Doch.
37:23Na, was denn nun?
37:25Ich weiß gar nicht,
37:25warum er alle denkt,
37:26dass mich noch irgendwas
37:27an diesem Kerl interessiert.
37:29Also,
37:29ich kann ja nur sagen,
37:30was...
37:31Henning Reichenbach
37:31ist ein selbstverliebter,
37:33besserwisserischer,
37:34notorisch fremdgehender
37:35Angeber.
37:36Also ganz schön viele Attribute
37:37für jemanden,
37:38der ein gleichgültig ist.
37:39Sag mal, Eva,
37:40auf welcher Seite
37:40stehst du eigentlich?
37:49Die Liebe,
37:49die Liebe ist eine Himmelsmacht.
37:51Hab ich ein Glück,
37:52dass ich das hinter mir habe.
38:02Ja,
38:02dann wünsche ich Ihnen
38:03einen guten Start.
38:04Danke.
38:05Ich werde mich jetzt
38:05erst mal gründlich
38:06einarbeiten müssen.
38:07Ach,
38:07ich bring dich schon auf den Stand.
38:08Und ich kenne den Laden hier, ja.
38:10Und wenn ich Fragen
38:11zu den Designlinien habe?
38:13Finden Sie mich logischerweise
38:15in der Designabteilung.
38:16Vielen Dank.
38:17Ich werde gerade am Anfang
38:18auf die Unterstützung
38:19meiner Mitarbeiter angewiesen sein.
38:20Kein Problem.
38:23Dann auf gute Zusammenarbeit.
38:24Auf gute Zusammenarbeit.
38:27Da dachte ich,
38:28das ist ja gar nichts.
38:29Ich hätte gedacht,
38:29ein Café ist viel teurer.
38:30Was?
38:31Noch mehr?
38:32Nee.
38:32Auf jeden Fall hat es auch
38:33eine kleine Wohnung
38:34und weißt du was?
38:35Was?
38:35Hagen hilft mir bei der Finanzierung.
38:37Guten Morgen, die Damen.
38:39Henning!
38:40Du, wir sortieren gerade die Briefe.
38:41Ich wollte sie dir
38:42gleich ins Büro bringen.
38:44Entschuldigung,
38:44darf ich vorstellen?
38:45Du, war mal weit.
38:46Kuckuck.
38:47Wir kennen uns schon, danke.
38:49Ja, aber nicht in meiner
38:50neuen Position
38:51als persönliche Assistentin
38:52der Geschäftsführung.
38:54Ich bin dann
38:54in mein Büro.
38:55Bis später.
38:56Ach ja, Mädels,
38:57und macht ihr Henning
38:58und mir noch ein Cappuccino
38:59und bringt ihn dann
38:59mit der Postungsbüro
39:00und dann sollten wir uns
39:01dringend über die Aufteilung
39:03zwischen Empfang
39:03und Sekretariat unterhalten.
39:05Da muss ja einiges
39:06neu geregelt werden.
39:07Hm?
39:11Zwick mich
39:11und sag mir,
39:12dass das nur ein Traum ist.
39:14Aua.
39:15Kein Traum.
39:19Na, du hast gut reden.
39:21Du bist ja eh weit weg.
39:24Ja.
39:37Hallo.
39:37Hallo.
39:41Ja, Annabelle.
39:42Sie wollte sie umbringen.
39:44Also gibt es doch
39:45einen Beweis
39:46für meine Unschuld?
39:47Sie hat es mir
39:47in ihrem Abschiedsbrief geschrieben.
39:49Können Sie sich das vorstellen?
39:50Aber es wird Ihnen nicht helfen,
39:51weil nur wir beide davon wissen.
39:53Weil wir wissen,
39:54dass es notwehrbar ist.
39:55Und wenn erst mal rauskommt,
39:56Es wird nicht rauskommen.
39:57Niemals.
39:59Abwarten.
40:00Sind wir, Meister?
40:03Moment.
40:04Und wir wissen doch beide,
40:05dass Annabelle
40:06niemals aufhören wird,
40:07ihre schmutzigen
40:08in den Trinkmassen schafft.
40:09Warten Sie auf mich.
40:28Hat Eva recht?
40:29Und Nora?
40:31Und Simon?
40:32Bringt Henning mich durcheinander?
40:35Bin ich doch noch nicht
40:36über ihnen weg.
40:40Vielleicht ist es ja
40:40wirklich Schicksal,
40:42dass er genau jetzt
40:42hier auftaucht.
40:44Wo es mir so schwerfällt,
40:46ohne Simon zu sein.
40:52Schicksal.
40:53Was ist das überhaupt?
40:55Henning ist hierher gekommen,
40:56um sich einen Job zu suchen.
40:58Was hat das mit mir zu tun?
41:00Ein Zufall.
41:02Nichts als ein Zufall.
41:05Aber es gibt keine Zufälle.
41:16Hören Sie, Annabelle.
41:18Sie haben keine Chance,
41:19wenn Sie versuchen...
41:19Ein Abschiedsbrief.
41:21Berührend.
41:22Also gibt es doch
41:23einen Beweis
41:23für meine Unschuld?
41:25Ja.
41:27Aber es wird Ihnen nicht helfen,
41:28weil nur wir beide davon wissen.
41:31Jetzt schon?
41:33Ich habe soeben mit meinem Anwalt telefoniert
41:35und Ihnen Kenntnis gesetzt,
41:37was hier gerade passiert ist.
41:40Ich schätze mal,
41:41es sieht nicht sehr gut aus
41:42mit Ihrer Lizenz.
41:44Und ich werde schon bald
41:45wieder auf freiem Fuß sein.
41:47Was soll ich sagen, Herr?
41:50Danke.
41:50Vielen Dank.
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