- vor 8 Stunden
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:00Aber ich finde, Sie haben nicht das Recht, Noras Herkunft zu verschweigen.
00:06Hören Sie auf.
00:09Ich weiß, wer Noras Mutter ist.
00:49Was Sie wissen, ist, bitte sagen Sie mir, wer Sie ist.
00:55Ich, äh, ich helfe Ihnen und Sie versprechen mir, die ganze Sache danach ruhen zu lassen.
01:02Aber das kann ich nicht versprechen.
01:04Sie können sich nicht vorstellen, wie wichtig das für meine Schwester ist.
01:10Also schön.
01:13Kommen Sie.
01:20Hier.
01:32Ein anonymes Grab?
01:35Ich verstehe nicht.
01:37Das ist das Grab von der Frau, die Sie suchen.
01:41Noras Mutter.
01:50Noras Mutter ist tot.
01:54Sind Sie ganz sicher?
01:56Natürlich bin ich sicher.
02:00Wer könnte den furchtbaren Tag jemals vergessen?
02:03Was ist damals passiert?
02:07Eine Geschichte so traurig, dass ich sie all die Jahre versucht habe, aus meinem Gedächtnis zu verbannen.
02:14Deshalb haben Sie uns auch die Wahrheit nicht erzählt.
02:17Ja.
02:19Ich wollte an das Ereignis nicht erinnert werden.
02:28Es tut mir sehr leid, wenn ich diese Wunde jetzt wieder aufreiße.
02:35Aber bitte erzählen Sie mir, was an diesem Tag passiert ist.
02:41Die Frau, die die kleine Nora damals zu uns brachte.
02:48Wir kennen nicht einmal ihre Namen.
02:51Hat sich...
02:52...wenige Tage, nachdem sie zu uns kamen...
02:58...das Leben genommen.
03:05Oh Gott.
03:21Ich fahre jetzt.
03:23In die Schweiz.
03:25Ja.
03:26Ich muss zu Nina.
03:28Wiedersehen.
03:31Gibt es eins?
03:35Du weißt, dass ich nicht zu dir zurückgehen kann.
03:40Viel Glück.
03:44Ben.
03:48Ich liebe dich.
03:51Ich melde mich von unterwegs.
04:24Es ist so schön zu sehen, wie wohl sich Paula hier fühlt.
04:27Hier hat sie Freunde und ein Zuhause.
04:29Und Paula muss ich mir wirklich keine Sorgen machen.
04:31Und was ist mit mir selbst?
04:34Ich muss eine Entscheidung treffen.
04:36Falkenthal zu verlassen war richtig.
04:38Aber wie geht's jetzt weiter?
04:40Ich sollte den Fotoauftrag in Armenien annehmen.
04:42Das ist genau das, was ich immer am liebsten gemacht habe.
04:45Und was ich am besten kann.
04:47Und vielleicht gelingt es mir dort sogar, Ben zu vergessen.
04:51Ben vergessen.
04:53Wie sollte das wohl gehen?
04:55Er wird für immer in meinem Herzen sein.
04:58Aber die Arbeit wird den Schmerz vielleicht erträglicher machen.
05:02Ja, Nina Bergmann hier.
05:04Die Chefredaktion hätte ich gern gesprochen.
05:09Ja, hallo, Nina Bergmann.
05:12Ja.
05:13Ja, ich habe mich entschieden.
05:16Ja, ich weiß, es hat etwas länger gedauert.
05:20Doch.
05:20Doch, ich arbeite sehr gerne für Sie.
05:24Ja, genau.
05:27Ich nehme den Auftrag an.
05:35Vielen Dank, Frau Van Beiden.
05:37Das war's, Herr Türen.
05:39Frau Hertel.
05:40Oh, ja?
05:41Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen privaten und dienstlichen Angelegenheiten?
05:45Familienangelegenheiten.
05:46Ja, natürlich.
05:48Hervorragend.
05:49Dann verhalten Sie sich in Zukunft doch dementsprechend.
05:52Ich...
05:52Ich wünsche nicht, dass Sie mit anderen Angestellten meine Familienangelegenheiten diskutieren.
05:59Weder mit Frau Maywald, noch mit sonst jemandem.
06:01Haben wir uns richtig verstanden?
06:09Van Weiden.
06:11Katja Weber hier.
06:13Frau Weber.
06:14Haben Sie etwas für mich?
06:16Nina Bergmann hat den Job in Armenien angenommen.
06:19Der Redakteur hat mich eben angerufen.
06:20Wunderbar.
06:22Das wird Sie für eine Weile beschäftigt halten.
06:25Darauf können Sie wetten.
06:27Wie immer gute Arbeit.
06:28Ihr Geld ist unterwegs.
06:30Danke, Frau Weber.
06:32Wiederhören.
06:38Was verlangst du?
06:42Du ziehst aus dem Gutshaus aus und lässt die Familie in Ruhe.
06:46Also gut.
06:49Du findest heraus, dass ich nichts mit der Entführung zu tun habe.
06:55Und ich verlasse das Gutshaus.
06:58Dafür wird sie hoffentlich beweisen,
07:00dass ich nichts mit der Entführungssache zu tun habe.
07:04Dann bin ich endlich aus der Geschichte raus.
07:07Ja.
07:10Allerdings kann ich für die Zeit danach keine Mitwisserin gebrauchen.
07:15Hören Sie sich doch mal um, ob irgendwo eine Fotojournalistin gesucht wird.
07:21Möglichst weit weg von Falkenthal.
07:25Gute Reise, Nida.
07:33Und eines Tages ist deine Mutter vor der Pfarrei aufgetaucht.
07:37Mit dir auf dem Arm.
07:38Du warst erst ein paar Tage alt.
07:41Wie rührend.
07:41Das ist ja fast wie ein Märchen.
07:43Sie waren gute Menschen, die sich der armen Seele annehmen wollten.
07:46Mach dich nur lustig.
07:48Ich erzähl dir nur das, was ich von Frau Wiegand erfahren habe.
07:50Bisher war es aber noch nicht so viel Neues.
07:53Deine Mutter und du, ihr habt dann ein paar Tage bei dem Pfarrer und seiner Haushälterin gewohnt.
07:57Und da ist wohl auch dieses Foto entstanden.
08:03Und dann...
08:06Dann hat deine Mutter sich das Leben genommen.
08:08Keiner weiß warum.
08:12Ein vollerter Glück vermutlich.
08:14Wahrscheinlich war es im Pfarrhaus schöner, als sie ertragen konnte.
08:18Frau Wiegand hat sich um dich gekümmert.
08:20Sie hat versucht, deine Familie ausfindig zu machen.
08:23Wahrscheinlich wollte die alte Schachtel mich nur schnell loswerden.
08:27Das war so nicht noch.
08:31Und irgendwie ist sie dann auf Werner Grafenberg gestoßen.
08:34Und was hat der damit zu tun?
08:37Er hat Frau Wiegand Geld dafür gegeben, dass sie eine Familie für dich findet, bei der du es gut hast.
08:42Dann hat die gute Frau Wiegand mich also einfach verkauft?
08:46Nein, sie hat deine Adoption vermittelt.
08:49Sie hat den Namen meiner Mutter verschwiegen.
08:51Weil sie ihn selbst nicht wusste.
08:53Und sie wollte dein Leben mit dem Selbstmord deiner Mutter nicht belasten.
08:56Deshalb hat sie geschwiegen.
08:57Oh, mir kommen die Tränen.
09:00Musst du immer so sarkastisch sein.
09:02Es geht hier um deine Mutter.
09:05So wahrscheinlich war es sie deine Mutter.
09:08Eben.
09:08Das ist alles nur Spekulation.
09:10Ein hübsches, kleines Ruhestück.
09:12Das muss ich sagen, aber ein bisschen dünn.
09:16Wenn du möchtest, begleite ich dich zum Friedhof.
09:19Willst du das Grab sehen?
09:20Nein!
09:21Diese Frau nimmt sich einfach das Leben und ich soll ihr jetzt Blumen hinstellen, oder was?
09:26Nora.
09:27Ja.
09:29Gott, was rebe ich ja nicht so auf.
09:33Vielleicht bin ich ja trotz allem noch eine Gravenberg.
09:36Weil ich das niemals beweisen kann.
09:39Es war kein Happy End, aber...
09:41Naja.
09:42Nette Geschichte.
09:45Du kannst es dir ja überlegen.
09:48Hier ist die Wegbeschreibung zu dem Grab.
09:51Sag mal, können wir mal über was anderes reden?
09:55Sicher.
09:57Über was?
09:58Ich weiß nicht.
09:59Über die Arbeit?
10:02Wann lerne ich denn deinen Traummann kennen?
10:04Warte es ab.
10:08Ja.
10:10Irgendwann werde ich ihn bestimmt kennenlernen.
10:15Ich...
10:15Ich muss leider ins Gutshaus.
10:19Tut mir leid.
10:23Bis später.
10:36Ich weiß, Richard.
10:37Es ist überraschend, aber...
10:38Ich habe mir entschlossen, den Auftrag anzunehmen.
10:41Ja, ich finde es ja auch gut, dass du wieder arbeitest.
10:43Das habe ich dir immer gesagt.
10:44Es...
10:44Das kommt halt so überraschend.
10:46Du weißt doch, wie das ist in deinem Job.
10:48Manchmal kommen die Aufträge eben ganz kurzfristig.
10:51Ja, das stimmt.
10:52Max hat sich manchmal erst kenneldet,
10:54da war er schon auf dem halben Weg nach Tibet oder sonst wo hin.
10:58Hast du mit Paula gesprochen?
10:59Ja.
11:00Ja, ich bin hier im Internat bei ihr.
11:03Sie findet es okay.
11:04Übrigens geht es ihr sehr gut hier.
11:06Sie fühlt sich sehr wohl im Internat.
11:07Und ich glaube, um Paula müssen wir uns keine Sorgen machen.
11:11Ja, ich weiß.
11:12Und um dich?
11:15Pass schon auf mich auf.
11:17Ja.
11:18Nina, sag mal...
11:19Oh, warte mal kurz.
11:20Ähm, Richard, ich bekomme gerade einen Anruf rein.
11:24Mein Chefredakteur wollte mich nochmal briefen.
11:26Ähm, ich muss los machen, ja?
11:29Ja.
11:30Dann gute Reise und bis bald.
11:33Ja, danke.
11:35Grüß alle von mir.
11:36Ja, mach...
11:37Du, Nina, sag mal, ich weiß jetzt gar nicht, wohin du reist.
11:40Ich meine, nur für alle...
11:41Nina!
11:46Nina will verreisen.
11:48Ja, sie hat einen Auftrag angenommen.
11:49Ganz überraschend.
11:50Und ich weiß nicht einmal wo.
11:53Das ist doch gut, wenn sie wieder arbeitet.
11:55Ja, das finde ich auch.
11:57Sie wirkte in der letzten Zeit so angespannt.
12:00Ich soll dich grüßen übrigens.
12:01Danke.
12:01Ja.
12:03Wie war dein Termin?
12:05Oh, ich will dich damit nicht langweilen.
12:08Erfolgreich.
12:11Wir steigen bei Aerospace United ein.
12:19Wie war es mit Victoria?
12:22Wir haben nach dem Frühstück einen langen Spaziergang gemacht.
12:26Sie weiß nicht, ob es richtig ist, Hagens Vorschlag anzunehmen und Freitanzahl zu verlassen.
12:31Hm, und was hast du ihr geraten?
12:33Dass es das Beste wäre, was sie tun kann.
12:36Sie hat einen tollen Mann an ihrer Seite, sie hat Geld, die Welt steht ihr offen.
12:41Also, soweit es ihre Bewährungsauflagen zulassen.
12:45Ja.
12:46Und sie wäre nicht mit diesen ständigen Auseinandersetzungen und Konfrontationen mit Annabelle ausgesetzt.
12:50Tja, das ist das Wichtigste.
12:53Ich hatte den Eindruck, sie sieht das auch so.
12:58Es wird nicht leicht, sie jetzt gehen zu lassen.
13:02Das stimmt.
13:03Aber wir müssen sie loslassen, wenn wir sie vor Annabelle schützen wollen.
13:08Hm?
13:19Das ist ja schrecklich.
13:20Wie konnte Ben Elsa das nur antun?
13:23Ich habe ihn zur Rede gestellt.
13:25Er sagt, er konnte sich nicht gegen seine Gefühle wehren.
13:28Und Elsa konnte die ganze Zeit schon sehen?
13:31Seit ein paar Tagen.
13:33Sie hat es ihm verschwiegen, weil sie ihn an sich bänden wollte.
13:39Was willst du denn jetzt machen?
13:42Ganz ehrlich?
13:44Ich möchte am liebsten von ihr verschwinden.
13:47Einfach auf und davon.
13:50Vicky, ich kann dir gar nicht sagen, wie satt ich das hier alles habe.
13:53Und für dich wäre es auch, das beste Falkenteil zu verlassen.
13:56Du willst wirklich alles aufgeben?
13:57Nein, das will ich nicht. Ganz im Gegenteil.
13:59Ich will alles behalten, was ich habe.
14:01Und deswegen muss ich dich in Sicherheit bringen.
14:03Ich will einfach nicht, dass die Annabelle jemals wieder über dem Weg läuft.
14:07Und wo wollen wir uns verstecken?
14:09Auf einer Hallig in der Nordsee oder lieber auf einer Almhütte?
14:12Deutschland hat ja so viele schöne Ecken.
14:16Ich hatte da mehr an die Malua Islands gedacht.
14:20Du kennst meine Bewährungsauflagen.
14:23Ja, über den Punkt habe ich auch schon nachgedacht.
14:26Aha.
14:28Und auf welchen raffinierten Winkelzug ist der Herr Anwalt gekommen?
14:32Wir tauchen unter.
14:35Witzig.
14:36Wir besorgen uns neue Pässe, eine neue Identität und tauchen einfach unter.
14:40Für immer.
14:47Und falls Sie uns auf die Schliche kommen sollten?
14:50Zwischen Deutschland und den Malua Islands besteht kein Auslieferungsabkommen.
14:57Du machst dich lustig über mich.
15:00Mir war nie etwas ernster.
15:08Wenn du möchtest, begleite ich dich zum Friedhof.
15:11Willst du das Grab sehen?
15:12Nein!
15:17Jetzt sag doch mal, wie läuft es im Labor?
15:19Du, sehr gut, muss ich wirklich sagen.
15:20Die Bedingungen sind exzellent.
15:22Die Mitarbeiter sind motiviert.
15:24Das Labor ist gut ausgerüstet.
15:26Ich glaube, ich bin bald fertig mit meiner Form.
15:27Da wird sich einer bei von Weiden freuen.
15:29Und wir werden dich in Zukunft noch weniger zu Gesicht bekommen.
15:31Oh, hat sich Mutter beschwert.
15:33Ach nein, sie freut sich doch für dich.
15:35Und ich mich im Übrigen auch.
15:36Danke.
15:37Du hast es dir wirklich verdient.
15:38Endlich hast du einen Arbeitsplatz, an dem du dich mal richtig austoben kannst.
15:41Hallo, Nora.
15:44Sag mal, gibt es Post für mich?
15:46Habe ich dir schon auf den Schreibtisch gelegt.
15:48Oh, danke.
15:49Toller Service.
15:50Gern geschehen.
15:51Also, wenn du hier noch zu tun hast, dann können wir uns auch später unterhalten.
15:55Nein, Quatsch.
15:57Sag mal, haben wir eigentlich schon auf deinen neuen Job angestoßen?
16:01Ja klar, mit Tobias.
16:02Nein, ich meine wir beide.
16:05Nein, das haben wir überhaupt schon lange nicht.
16:07Dann sollten wir das schleunigst tun.
16:08Was hältst du von einem gepflegten Feierabendbier?
16:10Das ist vorausgesetzt, du machst Feierabend.
16:12Aber sicher, wenn mein vielbeschäftigter Sohn mal Zeit für mich hat.
16:15Kennst du das Lazino?
16:16Nein, noch nicht.
16:17Das ist ein sehr gutes Restaurant, dem Anlass angemessen.
16:19Sagen wir ja gegen acht.
16:21Ja, passt sehr gut.
16:23Okay, dann bis später.
16:23Bis dann.
16:24Tschüss.
16:25Tschüss.
16:28Also gegen acht.
16:29Das passt mir auch ganz hervorragend.
16:39Und nach dem Tod der Frau hat sich Frau Wiegand darum gekümmert, dass Nora adoptiert wird.
16:43Sie hat so getan, als hätte sie das Baby auf den Treppen zur Kirche gefunden.
16:48Und so kam Nora zu meinen Eltern.
16:50Wahrscheinlich war sie es auch, die den Brief an Werner Grafenberg geschrieben hat.
16:54Jedenfalls war unser Eindruck richtig, dass sie uns nicht die ganze Wahrheit gesagt hat.
16:59Sie wollte nicht mehr an dieser traurigen Geschichte rühren.
17:02Das kann man ja auch irgendwie verstehen.
17:04Ja, und es war auch richtig, dass sie sich erst einmal darum gekümmert hat, dass das Baby eine Pflegefamilie bekommt.
17:12Und meine Eltern haben sich damals zu dieser Zeit sehnlichst ein Kind gewünscht.
17:17Hast du eigentlich Nora erzählt, was du herausgefunden hast?
17:21Hm.
17:23Und? Wie hat sie reagiert?
17:26Sie versteckt sich hinter Sarkasmus und Gleichgültigkeit wie immer.
17:30Naja, war ja zu erwarten.
17:32Aber ich kenne Nora.
17:35Ich weiß, dass ihr das alles sehr zu schaffen macht.
17:39Etwas, was sie sich immer gewünscht hat, war eine Familie, zu der sie wirklich gehört.
17:42Also nicht, dass meine Eltern sie nicht geliebt haben.
17:45Oder sie haben alles für sie getan, aber...
17:47Na, das weiß ich doch.
17:51Aber Nora hatte nie das Gefühl, wirklich dazuzugehören.
17:55Es war nie eine richtige Maiwald.
17:58Weil sie eine Grafenberg ist, vielleicht.
18:02Aber...
18:03Warum hat Werner sie nicht zu sich genommen?
18:07Also, irgendetwas hat ihn daran gehindert.
18:11Obwohl er die Frau gekannt haben musste.
18:14Denn ich meine, warum hätte er sich denn sonst darum kümmern sollen?
18:20Aber vielleicht...
18:21Vielleicht war er überhaupt nicht der Vater.
18:25Das wäre mir wohl nie herausbekommen.
18:30Willst du Elsa wirklich in dieser Situation alleine lassen?
18:33Nein, natürlich nicht.
18:34Und dafür müssten wir auch eine Lösung finden.
18:37Aber Vicky, das sind doch nicht wirklich deine Gründe.
18:40Worüber denkst du nach?
18:42Ich denke darüber nach, ob das wirklich der richtige Weg ist.
18:46In meinen Augen ist es der einzige Weg.
18:49Wenn wir in Deutschland bleiben, kommen wir nicht zur Ruhe.
18:51Und Deutschland verlassen können wir nur unter anderem Namen.
18:54Nicht wir.
18:55Ich?
18:57Glaubst du, wirklich ich lasse dich allein?
19:00Vicky.
19:05Ich liebe dich.
19:07Und ich lasse dich nie wieder los.
19:12Hagen weißt auch, was das bedeutet.
19:15Du wärst dann nicht mehr Hagen Ritter.
19:17Du wärst kein Anwalt mehr.
19:19Du wärst überhaupt niemand mehr.
19:21Ich wäre der Mann, der mit der Frau zusammen ist, die er liebt.
19:26Wir würden wieder heiraten und Kinder kriegen.
19:31Und wir würden nie wieder nach Deutschland zurück können.
19:34Zu deiner Familie.
19:35Zu meiner Familie.
19:36Die könnten uns doch alle besuchen kommen.
19:38Auf unserer riesigen Ranch mit...
19:40mit 100 Pferden.
19:43Schatz.
19:44Ich hab eine Tierhaarallergie.
19:49Denk doch wenigstens mal drüber nach.
19:54Glaubst du nicht, wir hätten ein Leben lang das Gefühl,
19:56wir wären vor Annabelle davon gelaufen?
19:59Das ist mir egal.
20:02Du bist mein Leben.
20:04Alles andere spielt keine Rolle.
20:22So, kannst du uns bitte Harald geben?
20:23Er hat sie auf dem Tisch liegen lassen.
20:25Ja klar, kann ich machen.
20:26Aber bring's ihm doch selber.
20:28Da kannst du dir das Labor anschauen.
20:29Ach, lieber nicht.
20:30Ich möchte eurer Chefin heute ungern über den Weg laufen.
20:32Was?
20:33Guck mal her.
20:34Seit wann scheust du denn Konfrontation?
20:37Tun wir das nicht alle gelegentlich?
20:39Nee.
20:41Hast du eigentlich mit Else gesprochen?
20:44Ja, gut.
20:45Eins zu null für dich.
20:46Du kennst mich eben zu gut.
20:48Ich hab versucht, sie anzurufen, aber...
20:51Du weißt nicht, was du ihr sagen sollst.
20:52Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie enttäuscht ich von ihr bin.
20:55Ja, weil sie dich gelogen hat.
20:56Mich?
20:57Uns alle?
20:58Uns tagelang vorzuspielen, sie wäre blind.
21:00Weißt du, was wir uns für Sorgen gemacht haben?
21:02Nina, Ben, Hagen, ich...
21:04Ich weiß, aber wir wissen auch, warum sie gelogen hat.
21:06Sie war verzweifelt.
21:07Sie hatte Angst, Ben zu verlieren.
21:08Trotzdem, das eine rechtfertigt doch das andere nicht.
21:10So kann man es auch sehen, aber...
21:12Trotzdem tut es mir leid für Elsa.
21:14Für ihre Ehe mit Ben, für ihre Freundschaft mit Nina.
21:17Ja.
21:17Ja.
21:19Hast du eigentlich was von Nina gehört?
21:20Tu nicht ein einziges Wort.
21:23Na, wir müssen ja Zeit lassen.
21:25Es ist schwer für sie, alles hinter sich zu lassen.
21:28Ich mach mir Sorgen um sie.
21:31Na, sie wird schon auf sich aufpassen.
21:33Sie braucht Abstand zu Falkenthal und da hat jeder seinen eigenen Weg.
21:36Ja, wahrscheinlich.
21:39Hoffentlich geht's ihr gut.
21:40Stimmt.
21:47Dann sind Ihnen die Eckdaten klar?
21:48Ja.
21:49Ja, ich flieg heute Abend von Zürich nach Eriban und stoße dort auf den LKW-Konboy,
21:54der nach Norden in die Berge fährt.
21:55Genau.
21:56Dann eine gute Reise und melden Sie sich, wenn Sie angekommen sind.
21:59Ja, ich melde noch.
22:00Danke, bis dann.
22:04Heute Abend fliegt die Maschine schon.
22:07Das geht schneller, als ich dachte.
22:09Aber vielleicht ist es gut so.
22:13Was soll ich noch länger hierbleiben?
22:15Und zurück kann ich ohnehin nicht.
22:19Ben gehört zu Elsa.
22:21Und deshalb habe ich in Falkenthal auch nichts mehr zu suchen.
22:32Taxi!
22:41Guten Tag.
22:43Immer zum Flughafen, bitte.
22:44Ja.
22:45Welches Terminal?
22:46Oh Gott, das weiß ich jetzt nicht.
22:48Der Flieger nach Zürich.
22:49Alles klar.
22:50Danke.
22:55Peterson, hallo?
22:57Hallo?
23:00Wer ist denn da?
23:02Nina, bist du das?
23:05Bitte.
23:07Nina, bitte sag was.
23:10Wenn ich jetzt antworte und er bittet mich zurück nach Falkenthal zu kommen,
23:13dann fahre ich sofort zurück und dann geht alles wieder von vorne los.
23:18Wer ist denn da?
23:24Wahrscheinlich weit verbunden.
23:39Ich liebe dich, Ben.
23:55Ja?
23:58Hallo.
24:00Viktoria.
24:02Wie schön, dich zu sehen.
24:05Stürich, du wirkst beschäftigt.
24:07Ich bereite gerade unsere nächste Übernahme vor.
24:10Volumen?
24:12800 Millionen?
24:15Egal, kein Warten.
24:17Was hast du denn auf dem Herzen?
24:19Du kennst mich ja ziemlich gut.
24:21Ich habe wirklich was auf dem Herzen.
24:23Ich kenne diesen Gesichtsausdruck.
24:27Hagen möchte, dass ich Falkenthal verlasse.
24:30Die Gründe liegen ja auf der Hand.
24:33Allerdings.
24:34Ihr hättet das schon viel früher tun sollen.
24:37Dann siehst du das also genauso?
24:39In dem Punkt sind wir uns alle einig.
24:41Du musst hier weg.
24:42Sonst hört der Konflikt mit Annabelle nie auf.
24:45Sie hat mein Kind getötet.
24:47Da soll ich ihr einfach so das Feld räumen?
24:50Du sagst das Feld.
24:52Meinst du das Schlachtfeld?
24:54Viktoria, das Leben ist kein Kreuzzug.
24:56Und das sagst du ausgerechnet mir?
24:58Ich sage es auch dir.
25:01Seit Annabelle hier in Falkenthal ist, herrschen in diesem Haus nur Hass und Gewalt.
25:06Du hast fast dein Leben verloren.
25:08Du hast, entschuldige, wenn ich dich daran erinnere, beinahe deinen Mann erschossen.
25:12Du warst im Gefängnis.
25:13Jetzt hast du dein Baby verloren.
25:14Was soll als nächstes passieren?
25:16Du hast ja recht.
25:18Es ist nur, ich möchte...
25:19Ich weiß, ich weiß.
25:21Du willst, dass Annabelle dafür bezahlt, was sie dir angetan hat.
25:23Und ich kann dich verstehen.
25:24Aber es ist der falsche Weg.
25:27Wenn du dich von Rache Gedanken leiden lässt,
25:30dann bleibst du am Ende nur selbst auf der Strecke.
25:37Geben Sie mir die Unterlagen.
25:38Ich tue sie dann in den C von Frau van Weiden.
25:41Sie können Feierabend machen.
25:42Vielen Dank.
25:42Wiedersehen. Tschüss.
25:45Hallo, Birgit.
25:47Elsa.
25:49Können wir uns kurz hinsetzen?
25:51Du, tut mir wirklich leid.
25:52Also, ich habe heute ganz schön viel zu tun.
25:55Ja.
25:58Natürlich.
25:59Vielleicht bin ich ja auch bald wieder da
26:01und dann kann ich euch helfen.
26:04Hier am Empfang.
26:06Unter der Leitung von Ben als Geschäftsführer.
26:09Jetzt hast du das wirklich für eine gute Idee?
26:12Nein.
26:14Birgit, ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber es tut mir alles so schrecklich leid.
26:22Es tut dir leid, ja?
26:25Weißt du, was ich mir versorgen um dich gemacht habe?
26:27Ich habe gedacht, du bleibst für immer blind.
26:30Ich wollte euch nicht belügen.
26:32Ich wusste nur überhaupt nicht, was ich machen soll.
26:37Wie wäre es denn gewesen, wenn du uns die Wahrheit gesagt hättest?
26:40Elsa, wir sind schließlich Freunde.
26:44Die Wahrheit?
26:47Darüber, dass Ben und Nina eine Affäre miteinander haben und ich davon gewusst habe?
26:52Was hättest du dann gemacht?
26:56Ich wusste nicht, mit wem ich reden kann.
26:59Und ich wollte Ben nicht verlieren.
27:01Verstehst du das nicht?
27:03Doch, Elsa, das verstehe ich.
27:05Ich verstehe auch, dass dir Ben sehr wehgetan hat und das ist, weiß Gott, nicht in Ordnung.
27:12Aber trotzdem, das rechtfertigt nicht, dass du uns so hintergangen hast.
27:18Tut mir leid, Elsa.
27:28Und dann hat Frau Wiegand die kleine Nora zur Adoptionsstelle gebracht.
27:35Die haben das Kind an Luises Eltern vermittelt.
27:38Die Maiwals.
27:40Ist ja schön, dass das Kind so schnell wieder eine neue Familie gefunden hat.
27:44Aber das Schicksal der Mutter ist ja schrecklich.
27:47Ja.
27:49Und das ist genau der Punkt.
27:52Das kann ich nicht begreifen.
27:55Du denkst an Werner, hm?
27:56Ja.
27:57Wenn die junge Frau so verzweifelt war, dass sie keinen anderen Ausweg wusste, als sich das Leben zu nehmen.
28:02Wieso hat Werner das zugelassen?
28:04Ja, das kann ich nicht verstehen.
28:05Das ist nicht der Werner, den ich kannte.
28:07Aber vielleicht wusste er gar nichts von der Ausweglosigkeit und der Verzweiflung der jungen Frau.
28:12Immerhin hat er Kontakt mit Frau Wiegand gehabt und für Nora Geld hinterlegt.
28:16Und dann gibt es ja noch den Brief aus seinem Nachlass.
28:19Hm.
28:20Vielleicht aus schlechtem Gewissen.
28:22Nein.
28:23Sie kannten Werner nicht.
28:25Also das ist...
28:26Das war der anständigste, aufrichtigste Mann, den man sich vorstellen kann.
28:30Der hätte gehandelt, wenn er nur etwas von der Verzweiflung der Mutter gewusst hätte.
28:35Wenn er nur eine Ahnung gehabt hätte.
28:37Das...
28:37Es muss eine andere Erklärung dafür geben.
28:40Aber welche?
28:46Vielleicht war Werner gar nicht der Vater.
28:50Und hat von der ganzen Sache erst später erfahren.
28:54Das wäre natürlich eine Möglichkeit, ja.
28:57Es würde auch erklären, warum er Geld hinterlegt hat, anstatt Nora zu sich zu nehmen.
29:02Ja.
29:03Was auch immer geschehen ist, eins ist sicher.
29:05Werner hätte keine Sekunde gezögert und hätte zu seiner Verantwortung gestanden.
29:12Auf jeden Fall bleibt die Sache rätselhaft.
29:15Ich werde die Wahrheit schon herausfinden.
29:23Wir sind ja fertig.
29:24Gut.
29:27Ah.
29:28Viktoria.
29:29Guten Tag, Frau von Weiden.
29:31Da kommt es genau richtig.
29:32Bist du jetzt verhaftet?
29:33Das wohl kaum.
29:36Wollen Sie es hier sagen, oder darf ich?
29:41Was hat das zu bedeuten?
29:43Wir werden die Anklage wegen schwerer Körperverletzung fallen lassen.
29:49Was?
29:51Ja, ich bin unschuldig.
29:53Aber das bekommst du noch schriftlich von der Staatsanwaltschaft.
29:56Sie hat mich mit voller Absicht die Treppe runtergeworfen.
29:59Mein Baby habe ich dabei verloren.
30:01Es tut mir sehr leid, bitte glauben Sie mir, aber eine Tatbeteiligung von Frau von Weiden lässt sich anhand der
30:07vorliegenden Fakten nicht beweisen.
30:09Ihre Aussage steht dagegen die Ihrer Stiefmutter.
30:14Ja, sollen Sie noch Fragen haben, ich bin jederzeit zu erreichen.
30:18Guten Tag.
30:20Den wünsche ich Ihnen auch.
30:21Danke.
30:25Bist du jetzt sehr enttäuscht?
30:26Das kann ich gut verstehen.
30:30Es ist sicherlich hart, immer und immer wieder die Verliererin zu sein.
30:37Hat sie die Sprache verschlagen?
30:40Na, ist mir auch recht.
30:41Ich will dir mal einen Rat geben.
30:44Hör auf, dich mit mir anzulegen.
30:47Am Ende wirst du immer nur wieder den Kürzeren ziehen.
30:59Ganz am Ende bekommt jeder das, was er verdient.
31:07Jetzt ist es bald soweit.
31:10Morgen um diese Zeit werde ich schon in den Bergen Armeniens sein.
31:13Was mich da wohl erwartet?
31:15Ein bisschen mulmig ist mir schon.
31:17Es ist lange her, dass ich alleine durch die Welt gereist bin und auf mich selbst gestellt.
31:24Ich wünschte Ben wäre bei mir.
31:26Wie gern würde ich mit ihm und Paula die Welt anschauen.
31:31So ganz allein ist selbst das Paradies ein einsamer Ort.
31:38Aber wir hatten unser Paradies.
31:41Und das werde ich für immer in mir tragen.
31:59Großunternehmerin vom Vorwurf der Entführung freigesprochen.
32:03Du kannst die Polizei täuschen und die Öffentlichkeit.
32:06Aber deiner gerechten Strafe wirst du nicht entgehen.
32:18Da bin ich wieder.
32:20Herr van Weyden möchte etwas Kaffee und Gebäck.
32:23Ich habe schon alles vorbereitet.
32:24Danke.
32:25Du bist so fleißig.
32:27Das muss ich ja auch.
32:28Sonst kann ich den Traum vom eigenen Hotel gleich vergessen.
32:31Naja, das wird schon werden.
32:32Aber, weißt du, ich bin traurig, wenn du weggehst.
32:40Was heißt das denn?
32:42Naja, jetzt wo Noras Herkunft halbwegs geklärt ist, da bleibst du doch wohl nicht mehr hier.
32:50Das hatte ich eigentlich schon vor.
32:52Mir gefällt es hier nämlich ganz gut.
32:55Wirklich?
32:55Ja, ich mag das Haus und seine Bewohner.
33:00Und vor allem die Angestellten mag ich sehr.
33:04Außerdem muss ich doch noch meinen Glücksbringer finden.
33:06Das stimmt.
33:08Ja, das ist ein guter Grund, dass du länger bleibst.
33:11Aber was ist mit deiner Schwester?
33:14Du meinst, ob sie auch bleibt?
33:16Ich schätze, jetzt wo sie schon einen Job in der Manufaktur hat, sie hofft doch Karriere zu machen.
33:23Bei Falkenthal Porzellan.
33:25Hm.
33:26Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nora sich in einer Stadt wie Falkenthal wohlfühlt.
33:32Das kann man bei ihr nie wissen.
33:35In dem einen Moment, da ist sie abweisend und distanziert und auf einmal ist sie plötzlich emotional und ganz verletzlich.
33:44Nora zu durchschauen, das ist wirklich eine schwere Aufgabe.
33:55Hast du eine Ahnung, wie lange ich dich schon suche?
34:00Du legst hier in Falkenthal auf dem Friedhof.
34:06Du hast dir ja schön leicht gemacht.
34:13Du stehst dich einfach davon.
34:19Du lässt mich bei irgendwelchen Leuten.
34:27Konntest du mir das antun?
34:38Ja, Brüderchen, es gibt ja auch super Kneipen, aber wir sitzen gerade in so einem feinen Restaurant und die Leute
34:42gucken schon komisch, weil ich telefoniere.
34:44Seh zu, dass du uns bald besuchen kommst.
34:47Hallo, Sebastian?
34:49Ja.
34:50Ja, Simon hat vollkommen recht. Du solltest so bald wie möglich hierher kommen.
34:54Deine Mutter würde sich auch freuen.
34:56Okay.
34:57Ja, dann tschüss.
35:00Sebastian klang ganz fröhlich. Ich glaube, er kommt gut zurecht.
35:04Trotzdem hätte ich ihn gerne in der Nähe, wenn sein Zivildienst vorbei ist.
35:08Sag mal, ist das der Schlüssel aus dem Atelier?
35:10Ja, ich dachte, er passt ganz gut zu dem Anhänger. Findest du nicht?
35:13Ja, aber es ist nicht dein Anhänger.
35:15Ja, wenn sich der wahre Besitzer meldet, werde ich ihn auch zurückgeben.
35:18Aber ich habe mich ein bisschen in das Stück verliebt.
35:21Apropos.
35:21Oh, hallo. Na, das ist ja eine Überraschung.
35:25Ganz unsererseits. Bitte, wollen Sie nicht Platz nehmen?
35:27Na, die möchte ich nicht stören.
35:28Das tust du überhaupt nicht. Wir waren gerade fertig mit dem Essen.
35:31Sitzt du hier.
35:35Dann, äh, schönen Abend noch. Und bis morgen.
35:39Tschüss.
35:39Tschüss.
35:40Tschüss.
35:42Ich hoffe, ich habe deinen Vater nicht vertreten.
35:44Mach dir keine Sorgen. So schnell lässt er sich nicht vertreiben.
35:46Wenn Vater gehen will, dann geht er. Und wenn er bleibt, dann redet er bis zum Morgengrauen über Katalysatoren, Destillationsgefäße
35:51und Aminosäuren.
35:52Klingt spannend.
35:54Tatsächlich?
35:55Ähm, ich wette, wir zwei finden ein besseres Gesprächsthema.
36:08Ich bin fertig, Mama.
36:10Ja, super.
36:11Und?
36:13Hast du deinen Text gekonnt?
36:14Na klar, was denkst du denn?
36:16Na.
36:17Oh, ist der süß.
36:19Ja.
36:21Den hat Ben mir geschenkt.
36:22So was wie ein Schutzengel?
36:24Ja, könnte man so sagen.
36:26Und wenn du verreist, nimmst du ihn immer mit.
36:28Hm?
36:30Dann pass gut auf meine Mama auf und bring sie mir gesund wieder nach Hause.
36:36Dann startet er in dein Flugzeug.
36:38Bald.
36:39Ich muss jetzt gleich los zum Flughafen.
36:41Und du kommst auch bald wieder.
36:44Versprochen.
36:46Und ich bring ganz tolle Fotos mit.
36:48Und dann?
36:49Und dann?
36:51Dann suchen wir uns einen Ort, der uns beiden ganz toll gefällt.
36:55Und da bleiben wir dann.
36:57Einverstanden?
36:58Kann ich dann wieder Kaninchen haben?
37:01Na klar.
37:02Aber du kannst doch Bruno und Karlchen von Tobias mitnehmen.
37:05Ja?
37:06Ja.
37:07Ich hab dich lieb, Mama.
37:09Ich hab dich auch sehr lieb, Mama.
37:14Meine Süße.
37:25Schatz.
37:26Schön, dass du zurück bist.
37:29Wie war dein Gespräch mit Richard?
37:31Er sieht die Sache genauso wie du.
37:33Wir sollten Falkenthal verlassen.
37:36Hast du ihm von meinen Plänen erzählt?
37:37Nein.
37:38Und das behalten wir auch besser für uns und hängen es nicht an die große Glocke.
37:43Moment mal.
37:45Das heißt, du bist einverstanden?
37:49Wir tauchen unter.
37:51Wir beginnen ein neues Leben.
37:53Weit weg von hier.
37:54Nur du und ich.
37:57Aber...
37:57Kümmerst du dich um die Pässe?
38:00Was?
38:01Ja.
38:02Klar, ich kümmere mich um alles.
38:05Mein Gott, ich freue mich, dass du deine Meinung geändert hast.
38:09Woran liegt denn das?
38:11Nur in dem Gespräch mit Richard?
38:13Oder ist noch irgendwas anderes passiert?
38:15Ist die Annabelle über den Weg gelaufen?
38:16Nein.
38:17Und das ist auch gut so.
38:19Bald sind wir sie los.
38:20Für alle Zeiten.
38:22Dann gibt es nur noch dich und mich.
38:31Das heißt, Frau von beiden hatte dich also schon fast wieder gefeuert?
38:35Die Dame ist, sagen wir, von schneller Entscheidungskraft.
38:39Diplomatisch ausgedrückt.
38:40Und dann hast du ihr einfach eine neue Serie antworfen?
38:43Ja, das macht man doch als Chefdesigner.
38:46Aber doch nicht über Nacht.
38:47Wie schaffst du das?
38:50Da muss mich wohl irgendwie die Muse geküsst haben.
38:53Verstehe.
38:56Ist das abstrakt gemeint oder konkret?
39:00Rein metaphysisch.
39:02Was für eine Verschwendung.
39:06Da hast du recht.
39:07Ich suche eben noch nach der richtigen.
39:11Sagst du mir Bescheid, wenn du sie gefunden hast?
39:14Du bist die Erste, versprochen.
39:17Ich kann es gar nicht erwarten.
39:19Dann muss ich noch ein bisschen gedulden.
39:23Geschade.
39:23Ich dachte, wir würden unsere Unterhaltung noch ein wenig vertiefen.
39:26Das werden wir auch.
39:27Aber nicht heute, okay?
39:30Wie du willst.
39:31Wir müssen ja nichts überstürzen.
39:33Wir sehen uns bestimmt noch oft genug.
39:36Da bin ich mir sicher.
39:46So, da sind Sie auch schon.
39:47Vielen Dank, danke.
39:48Bitte.
39:48Paula?
39:50Ben!
39:51Hey!
39:55Wo kommst du denn her?
39:57Vom Flughafen natürlich.
39:58Was machst du hier?
39:59Willst du dir das Theaterstück anschauen?
40:01Theaterstück?
40:01Romeo und Julia.
40:03Aber wir sind noch mitten in den Proben.
40:04Du pass auf, das kannst du mir doch nachher alles erzählen.
40:06Eine Frage, war deine Mama hier?
40:08Klar, bis vor zwei Minuten.
40:10Vor zwei Minuten?
40:11Und wo ist sie jetzt?
40:13Wartet aufs Taxi.
40:14Vorne an der Straße.
40:15Aha.
40:16Pass auf.
40:16Ich bin gleich wieder da, ja?
40:17Bis gleich.
40:20Bei Nataschel.
40:30Haben Sie erst das Taxi gestellt?
40:31Ja, für Bergmann.
40:32Zum Flughafen bitte.
40:34Ja.
40:35Ja.
40:51Haben Sie etwas verloren?
40:53Wie bitte?
40:55Haben Sie etwas verloren?
40:56Ähm, nein.
40:57Nein, alles Gute.
41:08Wir können da los.
41:16Bitte.
41:20Bitte.
41:27Ich bin daran schuld, dass Nina fortgegangen ist.
41:29Inwiefern?
41:30Ich habe ihr gesagt, dass sie aus unserem...
41:33...dass sie verschwinden soll.
41:35Ich meine, die Frage, ob zu dir oder zu mir, hat sie ihn auch schon erledigt.
41:37Wir sind ja schon bei mir.
41:39Weißt du, was das Geheimnis guter Bildhauerei ist?
41:41Was?
41:42Man muss warten, bis der Augenblick kommt und dann geht alles von alleine.
41:45Ja, will sich Zeit lassen und mich erst mal besser...
Kommentare