- vor 2 Tagen
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:00Natürlich, Frau van Weiden.
00:02Haben Sie hier? Sollten Sie nicht bei Ihrer Frau sein?
00:04Was haben Sie gemacht?
00:06Was haben Sie meiner Frau und meinem Kind angetan?
00:09Spricht Sie nicht mehr mit Ihnen. Vielleicht sollten Sie mal eine Eheberatung aufsuchen.
00:12Ich will eine Antwort.
00:14Finden Sie diese ganze Aufregung nicht ein bisschen übertrieben?
00:17Haben Sie sich wirklich darauf gefreut, ein Kind mit ihr großzuziehen?
00:20Dann sagen Sie mir sofort, was Sie meiner Frau und meinem Kind angetan haben
00:24und was gestern in der Wohnung passiert ist.
00:28Annabelle, ich frage ein letztes Mal.
00:31Was haben Sie mit meiner Frau gemacht?
01:08Ich habe gerade mein Kind verloren.
01:11Glauben Sie mir, nichts ist mir weniger wert als Ihr jämmerliches Leben.
01:14Was zum Teufel!
01:15Reden Sie endlich, Sie verdammtes Monster!
01:17Hagen!
01:20Hagen!
01:25Sie hat mein Kind umgebracht.
01:27Das soll sie endlich zugeben.
01:30Hagen, auf diese Weise wirst du überhaupt nichts herausbekommen.
01:32Hagen!
01:35Viktoria braucht dich!
01:39Hagen!
01:40Hagen!
01:56Sie ist es nicht wert.
02:23Hey, Tobias.
02:24Oh, Simon.
02:26Simon.
02:26Simon.
02:27Was auf, deine Unterlagen werden doch ganz schmutzig.
02:29Ach, keine Sorge, das sind Ausdrucke aus dem Internet.
02:31Die letzten Serien, die Falkenthal Porzellan auf den Markt gebracht hat.
02:35Verstehe, du willst dir einen Überblick verschaffen, ne?
02:38Und überlegen, ob man für den Anfang bestehende Serien der Porzellanmanufaktur weiter ausbauen kann.
02:43Es geht dann schneller und du musst dir nichts Neues ausdenken.
02:45Ja, dann könnte man schneller produzieren, während ich neue Designs entwickle.
02:49Das klingt doch ganz effektiv.
02:51Das wird Frau von Wein bestimmt überzeugen.
02:53Hoffentlich.
02:55Ich muss mich bei dieser Frau so schnell wie möglich unentbehrlich machen.
02:57Erst dann kann ich mit ihr verhandeln.
02:59Ja, über die Forschung deines Vaters, ne?
03:01Die Erfindung seines Katalysators ist sein Lebenswerk.
03:04Und das will er natürlich vorantreiben.
03:05Und wenn ihm dazu noch eine Festanstellung winkt, dann ist das für ihn natürlich sehr verlockend.
03:10Er will einfach nicht begreifen, dass er einen unschätzbaren Wert in den Händen hält,
03:14den er mit einer Festanstellung dieser Frau einfach in den Rachen werfen würde.
03:18Aber jetzt, da du ja Chefdesigner wirst, dann ist dein Vater doch gar nicht mehr auf die Festanstellung angewiesen.
03:23Stimmt, genau. Das ist der Plan.
03:26Hallo, ist jemand da?
03:27Hey, ihr seid schon wieder zurück.
03:31Hallo, Simon.
03:32Hallo. Ich dachte, ihr werdet in Neustadt schon mal alles einpacken und euch um den Verkauf des Hauses kümmern.
03:36Das haben wir auch. Und jetzt kümmert sich dein Bruder und dein Vater um den Umzug.
03:40Und ich bin hier, um dir für deinen ersten Arbeitstag schon mal die Daumen zu drücken.
03:46Hallo.
03:48Willkommen in eurem neuen Zuhause.
03:49Danke.
03:57Becker?
03:59Katharina?
04:00Ja, gut, dann bis gleich.
04:03Entschuldigt, aber die Arbeit ruft.
04:06Was ist los?
04:08Simon?
04:09Viel Glück.
04:10Danke, Tobias.
04:13Fragen?
04:14Was willst du von mir?
04:16Ist dir eigentlich klar, was du beinahe getan hättest?
04:19Ich kann dieses intrigante, falsche Getue nicht mehr ertragen.
04:23Ich will, dass diese Frau endlich aus unserem Leben verschwinden wird.
04:26Das will ich auch, aber doch nicht auf diese Weise.
04:29Sie hat mir offen ins Gesicht gesagt, dass ich froh sein soll, dass Vicky unser Kind verloren hat.
04:34Was hättest du gemacht?
04:41Hagen, ich kann doch deine Wut und deine Trauer verstehen.
04:44Aber du machst es nicht besser, wenn du Annabelle etwas antun willst.
04:46Ich wollte wissen, was passiert ist.
04:48Eine klare Aussage, nur eine.
04:49Aber so bekommst du gar nichts aus ihr heraus.
04:52Im Gegenteil, du gibst ihr etwas in die Hand, was sie gegen dich verwenden kann.
04:58Sie hat meine Frau entführt und sie in einem dunklen Loch fast verrecken lassen.
05:05Jetzt hat sie auch noch unser Kind auf dem Gewissen.
05:07Was muss denn noch alles passieren?
05:09Wenn Viktoria wieder gesund ist, wird sie uns sagen, was passiert ist.
05:14Und was die Entführung betrifft.
05:16Die Polizei wird nachweisen, dass Annabelle daran beteiligt war.
05:20Und dann wandert sie ab ins Gefängnis.
05:23Ich kann einfach nicht verstehen, wie du es zulassen kannst, dass diese Frau noch länger mit dir in einem Haus
05:28wohnt.
05:29Zulassen?
05:30Hagen, du weißt genau, dass ich Annabelle aus meinem Haus haben will.
05:33Aber du kennst auch die Scheidungsgesetze.
05:35Drei Jahre!
05:36Willst du mir erzählen, du willst doch drei Jahre mit ihr zusammenwohnen?
05:39Nein, Hagen, ich will mit Helena zusammenwohnen.
05:42Und ich glaube kaum, dass es Annabelle noch lange erträgt, tagtäglich meine Beziehung zu Helena verfolgen zu müssen.
05:52Richard, das tut sie doch schon.
05:55Und sie wird hier nie verschwingen, wenn nicht irgendwas passiert.
05:58Hagen, wir müssen abwarten, bis die Polizei Annabelles Schuld nachweist.
06:03Und das wird passieren.
06:05Ich habe aber keine Lust mehr zu fragen.
06:07Und ich habe keine Lust anzuschauen, dass du dich unglücklich machst.
06:12Und Victoria nicht nur ihr Kind, sondern auch noch den Mann verliert.
06:17Hör zu, wenn das sein muss, werde ich Mittel und Wege finden, dass du dich Annabelle nicht mehr nähern kannst.
06:22Klar?
06:27Wo willst du hin?
06:28Zu Victoria, sie braucht mich jetzt.
06:38Hier, trink dir einen Schluck.
06:41Danke.
06:42Zum Glück seid ihr ja noch rechtzeitig gekommen.
06:45Hagen war ja völlig von Sinn.
06:49Frau von Weiden, Herr Becker wäre jetzt da.
06:51Ich habe zu tun, sehen Sie das nicht.
06:53Aber ich sollte Sie noch extra bitten, zu kommen.
06:55Dann bitten Sie ihn später noch einmal zu kommen.
07:01Ja, dir scheint es ja wieder besser zu gehen.
07:03Ach, entschuldige, aber Diskussionen mit dem Personal sind jetzt das Letzte, was ich gebrauchen kann.
07:08Gut, ich gehe dann.
07:12Nina.
07:14Hättest du Hagen nicht zurückgehalten.
07:17Ich weiß nicht, was dann passiert wäre.
07:20Ich bin froh, dass unsere Probleme von früher nichts mehr zu bedeuten haben.
07:25Du hast aber was missverstanden, Annabelle.
07:27Ich wollte nicht dich vor Hagen schützen, sondern Hagen vor sich selbst.
07:45Ja, jetzt macht ihr keine Sorgen, Ben.
07:47Ich bin im Park.
07:49Ja, Sokrates passt schon auf mich auf, dass ich mich nicht wieder verlaufe.
07:53Ja, Moment, du und Nina wolltet ihr nicht einkaufen?
07:55Ja, das haben wir vorhin.
07:57Und das war wirklich nett, dass sie mir geholfen hat.
08:00Aber also spazieren gehen kann ich wirklich schon alleine.
08:03Ja, das ist mir klar.
08:06Weißt du, Nina hat mir so viel schon in letzter Zeit geholfen.
08:09Also da muss sie nicht mit mir um den Block latschen, nur weil ich mal frische Luft brauche.
08:13Sie hat sicher auch noch andere Dinge zu tun.
08:15Ja, hat sie gesagt, dass es ihr zu viel wird?
08:18Nein, natürlich nicht.
08:20Das will ich so.
08:22Weißt du, ich möchte endlich auf eigenen Beinen stehen.
08:25Ich möchte unabhängiger werden.
08:27Ja, das ist ja auch klar.
08:29Das sollst du ja auch.
08:29Und dazu muss ich eben auch mal was alleine machen.
08:33Hauptsache, du sagst Bescheid, wenn du Hilfe brauchst, dann?
08:36Na klar, du kennst mich doch.
08:39Wie wäre es denn zum Beispiel heute Abend?
08:43Wir kochen, ich bestimme und du schnipselst.
08:46Das, äh, das klingt hervorragend, weißt du?
08:48Wir sehen uns heute Abend.
08:49Bis dann.
08:50Bis dann.
08:56Meinst du, ich war überzeugend?
08:59Ben muss ja nicht wissen, dass ich Nina weggeschickt habe.
09:03Ich will, dass sie uns endlich in Ruhe lässt.
09:06Sie soll aus unserem Leben verschwinden.
09:09Vielleicht kommen Ben und ich uns dann wieder näher.
09:13Und er verliebt sich wieder in mich.
09:16Das wäre wirklich schön.
09:20Ja, ich werde Ihnen dann schon sagen, dass ich wieder sehen kann.
09:24Versprochen.
09:29Ja, bitte?
09:33Entschuldigung, dass ich hier so reinplatze, aber ich suche Frau van Weiden.
09:36Ähm, die ist im Moment außer Haus. Kann ich Ihnen vielleicht weiterhelfen?
09:39Vielleicht. Simon Becker. Ich fange heute in der Designabteilung an.
09:43Der neue Kreativchef. Herzlich willkommen, Ben Petersen.
09:46Stellvertretender Geschäftsführer und für alles verantwortlich, was nicht kreativ ist.
09:49Freut mich.
09:51Setzen wir uns.
09:52Geil.
09:53Ja, Frau van Weiden ist jetzt sicherlich noch eine Weile außer Haus.
09:58Wenn Sie möchten, führe ich Sie aber gerne herum. Oder haben Sie schon was gesehen?
10:01Nein, es war bis jetzt noch keine Zeit. Es ging alles sehr schnell.
10:04Ja, wenn Annabelle von etwas überzeugt ist, dann fackelt sie nicht lange.
10:07Ähm, entschuldigen Sie, dass ich jetzt nachfragen muss.
10:10Ich habe Ihre Unterlagen noch nicht bekommen. Wo waren Sie vorher angestellt?
10:13Ich war freier Objektdesigner.
10:15Ah ja, gut.
10:16Na ja, dann ist dieser Job wahrscheinlich genau der richtige für Sie.
10:20Es ist zwar alles etwas filigran, aber solange ich Gegenständen durch Form und Design zu mehr Ausdruck verhelfen kann, bin
10:26ich glücklich.
10:27Haben Sie denn schon eine Bleibe? Oder ich meine, Sie sind doch sicherlich neu in Falkenthal.
10:31Ja, ähm, bei meinem Onkel, Tobias Becker. Ich nehme an, Sie kennen ihn.
10:34Ja, ja, ja, sehr gut sogar. Ihren Vater habe ich übrigens auch schon kennengelernt.
10:37Ja, er arbeitet an einem neuartigen Katalysator, um das Porzellanbrennverfahren zu revolutionieren.
10:42Ja, ja, ja, von dem habe ich erfahren. Deshalb stehen Annabelle und er auch in Verhandlungen.
10:45An neuen Ideen und Mitarbeitern sind wir natürlich immer interessiert.
10:49Schön.
10:58Worauf warten Sie denn noch? Dass meine Frau ein Geständnis ablegt?
11:02Entschuldigung, ich muss mit ihr weiter in einem Haus leben.
11:06Hören Sie, wenn noch ein Mitglied meiner Familie zu Schaden kommt, dann mache ich Sie persönlich dafür verantwortlich.
11:11Ja, Sie persönlich, Herr Bauer.
11:16War das die Polizei?
11:18Ja, das war die Polizei.
11:22Vektorias Entführung liegt jetzt Wochen zurück und es gibt immer noch keine Hinweise auf den Verbleib von Beatty Kraus und
11:27auf Annabelles Mittäterschaft.
11:31Sie ist dabei, meine Familie zu zerstören und ich kann nichts tun.
11:34Ich kann nichts tun, weil alle Spuren der Polizei im Sande verlaufen.
11:38Gibt es denn gar nichts Neues?
11:40Nichts, überhaupt nichts.
11:45Es macht mich krank.
11:48Es macht mich krank, dass man Annabelle nichts nachweisen kann.
11:51Elena und ich versuchen, unsere Tochter zu schützen und wir sind absolut machtlos.
11:58Wie geht's denn, Viktoria?
12:02Elena hat vorhin aus dem Luft angerufen.
12:05Vektorias Zustand ist unverändert.
12:07Sie liegt da und sagt kein Wort.
12:11Weiß man mittlerweile, was Annabelle mit Viktorias Fehlgeburt zu tun hat?
12:17Nein, nein, nein.
12:20Es steht nur eines fest.
12:22Solange diese Frau in unserer Nähe ist, wird in meiner Familie keine Ruhe.
12:27Wenn man wenigstens nachweisen könnte, woher Annabelle das viele Geld hatte, als sie aus China kam.
12:31Die Polizei schließt aus, dass dieses Geld etwas mit unserem Lösegeld zu tun hat.
12:35Ja, Richard.
12:36Aber trotzdem schweigt sich Annabelle über die Herkunft für dieses Geldes aus.
12:39Das kann doch kein Zufall sein.
12:43Wenn es das Lösegeld ist, dann muss jemand für Annabelle in China das Geld gewaschen haben.
12:49Aber wer soll das sein?
12:50Welcher seriöse Geschäftsmann geht das Risiko ein?
12:55Ich weiß es doch auch nicht.
12:57Ich würde doch nur einen Hinweis finden würden, um Annabelle überführen zu können.
13:03Man muss herausfinden, was sie in China gemacht hat.
13:05Ich weiß es doch nicht.
13:32Oh.
13:35Entschuldigung.
13:37Ich wollte Sie nicht erschrecken.
13:39Ich bin ein ganz legaler Eindringling.
13:41Simon Becker.
13:44Ich übernehme ab heute die Leitung der Designabteilung.
13:46Wir kennen uns ja bereits.
13:48Entschuldigung, dass ich mich am See nicht vorgestellt habe.
13:51Ja.
13:53Ja, Sie waren ja auch ziemlich nass.
13:57Ich wollte sagen, ich bin Maike Hansen, die Auszubildende.
14:00Ihr Bruder hat mir schon von Ihnen erzählt.
14:02Ich gucke mir gerade einige Ihrer Zeichnungen an.
14:04Sie haben ganz schön was drauf.
14:06Danke.
14:07Sagen Sie, gibt es ein Archiv mit alten Entwürfen?
14:10Ich habe nachher noch einen Termin bei Annabelle von Weiden und würde mir gerne noch mal ein ausführliches Bild machen.
14:14Klar, es gibt Zeichnungen der einzelnen Designs sowie Fotografien der kompletten Serien.
14:22Einige Ordner stehen hier und die neuesten Kataloge stehen am Empfang.
14:29Sehr gut.
14:30Danke.
14:31Dann werde ich mich mal schlau machen.
14:33Auf Wiedersehen.
14:46Na, Maike, was gibt's?
14:48Na, meditierst du immer noch am Seeufer?
14:51Ich konzentriere meine telepathischen Sinne darauf, dass Annabelle vom Blitzer schlagen wird.
14:56Und zu einem Häufchen Asche zerfällt.
14:58Na ja, dein Erfolg ermesse ich einfach daran, ob Annabelle von Weiden hier heute in der Manufaktur auftaucht.
15:04Aber du erratst nie, wer hier heute tatsächlich aufgetaucht ist und sich durch die letzten 50 Jahre von Falkenthal-Porzellan
15:11-Designs blättert.
15:13Na, wenn ich's eh nicht errate, kannst du's mir auch gleich sagen.
15:15Der Typ aus dem See.
15:19Er?
15:20Ja.
15:21Live und in Farbe.
15:22Er hat sich eben vorgestellt, er ist der neue Chef-Designer.
15:26Er ist nur kurz was vom Empfang holen und müsste gleich wieder hier sein.
15:30Na, und wahrscheinlich noch klatschnass und in Badehose.
15:33Wenn du mir nicht glaubst, selber schon.
15:35Ups.
15:35Mm-Jah schien.
15:40Das war's.
16:14Wie geht's ihr?
16:16Nicht gut. Sie ist immer noch völlig verstört.
16:24Da hat sie zu dir auch noch nichts gesagt.
16:26Nein.
16:28Vielleicht ist es ja wirklich ein Symptom dieser posttraumatischen Störung, dass sie nicht spricht.
16:33Ich wünschte nur, ich könnte dir helfen.
16:36Du bist für sie da. Das ist im Augenblick alles, was sie braucht.
16:40Sie wird sicherlich bald mit dir sprechen.
16:42Helena, ich weiß, dass Annabelle dafür verantwortlich ist.
16:44Ich weiß nur nicht, was genau passiert ist.
16:46Hast du sie zur Rede gestellt?
16:48Ich hab's versucht.
16:50Hagen, tu nichts Unüberlegtes.
16:53Damit hilfst du Victoria auch nicht über den Schmerz hinweg.
16:55Du bist mit deiner Trauer nicht allein.
16:58Helena, ich bin in Ordnung.
17:00Ich mach mir nur Sorgen um Vicky.
17:02Wenn du mit jemandem reden willst.
17:04Wir sind immer für dich da, das weißt du ja.
17:07Danke.
17:12Lass uns wissen, wie es Victoria geht.
17:15Und wenn du etwas brauchst, dann melde dich.
17:18Ja.
17:34Das riecht aber gut.
17:37Ich koche gerade Marmelade.
17:39Willst du dir eine kleine Pause gönnen?
17:42Mit einem Kaffee und einem Marmeladenbrötchen?
17:45Das klingt verlockend, aber ich muss gleich weitermachen.
17:48Staubwäschung, Fenster putzen.
17:50So fleißig wie du bist, werde ich dich wohl in der Küche kaum noch zu Gesicht bekommen.
17:53Das glaube ich nicht.
17:54Hier fühle ich mich doch am wohlsten.
17:56Na schön.
17:56Dann holen wir das mit dem Marmeladenbrötchen später nach.
17:59Auf jeden Fall.
18:01Sag mal, machst du aus diesen Gänseblümchen hier auch Marmelade?
18:05Nein.
18:06Die geben dem Salat ein feines, herbes Aroma.
18:10Ja, und außerdem finde ich, haben die Blümchen sowas fröhliches, buntes.
18:14Gute Idee.
18:16Genauso etwas braucht diese Familie jetzt.
18:18Ja.
18:19Die Frauenweidens machen jetzt eine schwere Zeit durch.
18:25Hast du schon mit deiner Schwester telefoniert?
18:30Nein.
18:31Ich bin noch nicht dazu gekommen.
18:42Sie brennt darauf, Neuigkeiten zu erfahren, aber die kann ich ihr im Moment nicht geben.
18:47Frau Bernstein hat nun wirklich genug eigene Sorgen.
18:50Tja.
18:53Damit wird sich Nora wohl abfinden müssen.
18:56Ja.
18:57Das wird sie allerdings nicht freuen.
19:00Aber das ist nicht deine Schuld, Luisa.
19:03Du kümmerst dich schon nach Kräften um die Belange deiner Schwester.
19:05Und wenn der richtige Zeitpunkt kommt, dann wirst du auch mit Frau Bernstein sprechen können.
19:10Da bin ich mir ganz sicher.
19:12Genau.
19:13Das werde ich Nora später sagen.
19:19Arme Viktoria.
19:22Wenn ich mir vorstelle, ich hätte mein Kind damals verloren.
19:28Nicht auszudenken.
19:31Ich kann Richards Verzweiflung und seine Sorge um die Familie so gut verstehen.
19:36Dass man das, was man liebt, mit aller Macht schützen und zusammenhalten will.
19:42Darum möchte Elsa auch sicherlich mehr Distanz zu mir.
19:44Ich glaube, sie spürt, dass ich Ben immer noch liebe.
19:47Das Schlimme ist, ich kann ihr diesen Zweifel nicht nehmen.
19:52Ich kann nur ihren Wunsch respektieren und mich mehr aus ihrem Leben heraushalten.
19:58Wahrscheinlich würde ich an ihrer Stelle genauso reagieren.
20:30Ben?
20:32Hallo, Nina.
20:33Ich wollte unbedingt deine Stimme hören.
20:35Ich habe gerade an dich gedacht.
20:38Wie war der Vormittag mit Elsa?
20:41Ja, genau darüber wollte ich mit ihr sprechen.
20:45Sag mal, ist dir irgendwas an Elsa aufgefallen?
20:49Nein, nein, wieso?
20:51Ich war heute bei ihr und wollte mit ihr spazieren gehen, aber sie hat mich regelrecht weggeschickt.
20:57Naja, aber du weißt doch, wie das ist.
20:59Sie kämpft darum, dass sie alleine klarkommt.
21:02Ja, natürlich.
21:04Aber trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass sie...
21:07Naja, dass sie irgendwie spürt, was zwischen uns ist oder...
21:11... mich deshalb nicht mehr sehen will.
21:14Nein, nein, nein, das glaube ich nicht.
21:15Also, ich habe vorhin mit ihr telefoniert und das klang ganz so, als wolle sie sich nur beweisen, dass sie
21:21alleine klarkommt.
21:21Wirklich.
21:23Und du glaubst wirklich, das hat nichts mit mir zu tun oder mit uns?
21:27Nein, nein, das glaube ich wirklich nicht.
21:29Elsa, Elsa gewinnt wieder neues Selbstbewusstsein.
21:32Und zwar mit riesen Fortschritten.
21:33Das ist doch das Beste, was passieren kann.
21:35Ja.
21:37Ja, natürlich, du hast ja recht.
21:39Je besser sie sich fühlt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie bald wieder sehen wird.
21:45Ja, stimmt.
21:53Entschuldigen Sie bitte die Störung.
21:55Aber ich dachte, Herr van Weiden wäre vielleicht hier.
21:57Ach, er hat mich gebeten, ihn auszurichten, dass er geschäftlich unterwegs ist und bald hier sein wird.
22:02Sein Handy ist auch abgeschaltet.
22:04Da werde ich wohl meinen Kaffee alleine trinken müssen.
22:06Wo möchten Sie ihn serviert haben?
22:09Also, um ganz ehrlich zu sein, am liebsten würde ich hier in der Küche bleiben.
22:13Es sei denn, ich stehe Ihnen im Weg.
22:14Nein, nicht doch, die ist doch groß genug. Nehmen Sie doch Platz.
22:17Luisa, ich kann dich doch für einen Moment allein lassen.
22:21Ich habe noch was Wichtiges, mit Katharina wegen des Abendessens zu besprechen.
22:24Natürlich.
22:26Und, wie geht es Ihnen an Ihrem ersten Arbeitstag?
22:29Sehr gut.
22:31Das Haus ist so schön.
22:32Ich habe jetzt schon das Gefühl, dass ich mich hier wohlfühlen werde.
22:35Ich denke, dass wir die richtige Wahl mit Ihnen getroffen haben.
22:39Vielen Dank, Frau Bernstein.
22:44Der Anhänger eines Zimmerschlüssels, gehört er Ihnen?
22:47Ja, das ist sozusagen mein Glücksbringer.
22:49Ist er aus einem Hotel?
22:51Wahrscheinlich.
22:52Also, ich habe ihm vom Flohmarkt und er ist mir vom ersten Augenblick an aufgefallen,
22:56weil genauso stelle ich mir die Anhänger für meine Zimmerschlüssel vor.
23:00Ihre Zimmerschlüssel?
23:01Ja.
23:03Mein großer Traum ist, irgendwann selbst ein Hotel zu haben.
23:07Also nicht so groß, in einer schönen Umgebung.
23:10Die Gäste sollen sich wie zu Hause fühlen, also ein Familienbetrieb.
23:13Das ist aber ein schöner Traum.
23:15Und der Schlüsselanhänger ist sozusagen der erste Schritt auf dem Weg dorthin.
23:20Genau.
23:20Und das Vergissmeinicht steht für meine Sehnsucht nach Treue und Beständigkeit.
23:25Sehr schön.
23:26Dann wünsche ich Ihnen, dass dieser Traum in Erfüllung geht.
23:29Danke, Frau Bernstein, das wünsche ich mir auch.
23:31Na, Sie sind ja auch Hotelbesitzerin.
23:34Ja, aber nicht, weil ich von einem Hotel geträumt habe.
23:37Bei mir war das ein bisschen anders.
23:50Meine Überlegung ist, vorhandene erfolgreiche Serien zu erweitern.
23:53Dafür ist kein großer Aufwand nötig und der Verkauf wird schnell angekurbelt.
23:57Um ehrlich zu sein, von meinem Chefdesigner erwarte ich ein bisschen mehr, als alte Serien neu aufzulegen.
24:02Wenn wir einen der bewährten Klassiker neu auflegen, könnten wir innerhalb der kürzesten Zeit wieder produzieren.
24:07Inzwischen machen wir uns in aller Ruhe an die Gestaltung neuer Linien.
24:10Bedauere, Herr Becker, aber die alten Designs stehen nicht mehr zur Verfügung.
24:15Warum nicht?
24:16Das hat Sie nicht zu interessieren.
24:20Die Serien von Falkenthal-Porzellan werden als Sammlerstücke hochgehandelt.
24:23Sie verschenken viel Geld, wenn Sie eine Neuauflage ablehnen.
24:26Sie sind hier als Chefdesigner eingestellt und nicht als Unternehmensberater.
24:32Also überlassen Sie das Recht den anderen.
24:35Können Sie mir bitte sagen, warum Sie alle meine Vorschläge abschießen?
24:39Als ich Sie hier eingestellt habe, hatte ich den Eindruck, Sie sind der richtige Mann für den Job.
24:45Offensichtlich habe ich mich geirrt.
24:46Weil ich die falschen Fragen stelle.
24:50Beweisen Sie erst mal, dass Sie Ihren Job können.
24:52Bedauere, Frau von beiden, so nicht.
24:55Nicht mit mir.
24:56Wie bitte?
24:58Sie haben schon versucht, meinen Vater unter Druck zu setzen.
25:00Bei mir können Sie sich das sparen.
25:02Ihren Vater?
25:03Harald Becker.
25:05Erfinder einer Formel, auf die Sie ja sehr scharf sind.
25:08Aha, Sie sind also nicht zufällig hier aufgetaucht.
25:11Keineswegs.
25:12Ich will verhindern, dass mein Vater etwas tut, was er hinterher bereut.
25:15Sie haben sich also hier anstellen lassen, damit Ihr Vater besser um seinen Vertrag feilschen kann.
25:20Vertrag?
25:20Das haben Sie schön gesagt.
25:22Knebelvertrag trifft es wohl besser.
25:26Herr Becker, Sie haben einen großen Fehler begangen.
25:29Ich lasse mich nicht erpressen.
25:31Wir uns auch nicht.
25:32Das wird sich zeigen.
25:34Ihr Vater ist doch arbeitslos.
25:36Wie lange wird er wohl ohne Ihre finanzielle Hilfe auskommen?
25:39Wie darf ich das verstehen?
25:41Ihre Probezeit ist abgelaufen.
25:43Sie sind gefeuert.
25:50Glauben Sie bloß nicht, dass Sie meinen Vater damit zur Unterschrift zwingen können.
25:52Auf Wiedersehen.
26:04Mein Vater hat mir die Royal Jaffir Hotelkette vermacht, neben einigen anderen Konzernen.
26:09Dann mussten Sie sich also um viele Geschäfte kümmern?
26:12Mhm.
26:13Dafür konnte ich die Welt bereisen.
26:15Das war genau das, was ich wollte.
26:17Überall zu Hause sein.
26:18Und jetzt nicht mehr?
26:21Langsam bemerke ich, dass ich zur Ruhe kommen will.
26:25Dass ich ein Zuhause brauche, an einem festen Ort.
26:28Das verstehe ich.
26:30Sie machen das schon richtig, Luisa.
26:33Sie leben ihr Leben, arbeiten, wollen sich etwas aufbauen.
26:36Ein Hotel, eine Familie.
26:39Und bei Ihnen war das anders?
26:42Ich habe Richard von Weiden sehr früh geheiratet und Kinder bekommen.
26:46Max und Viktoria.
26:48Und dann habe ich bemerkt, dass ich noch etwas anderes vom Leben wollte.
26:52Nämlich Karriere.
26:54Aber Sie haben noch eine Karriere gemacht?
26:56Ja.
26:57Aber auf Kosten meiner Familie.
26:59Ich habe mich von meinem Mann getrennt und die Kinder bei ihm groß werden lassen.
27:05Das war nicht sehr gut.
27:07Das habe ich inzwischen gemerkt.
27:09Es hat sehr lange gedauert, bis ich zu Viktoria ein einigermaßen akzeptables Verhältnis aufgebaut hatte.
27:15Es tut mir sehr leid, was Ihrer Tochter passiert ist.
27:19Danke.
27:23Ist sie Ihre einzige Tochter?
27:25Ja.
27:27Lissi stammt aus einer anderen Ehe.
27:33Ja? Katharina?
27:36Alles klar, ich komme.
27:40Tut mir leid.
27:42Die Getränkelieferung ist da.
27:44Ich hätte mich so gerne weiter mit Ihnen unterhalten.
27:46Dazu haben wir bestimmt noch Gelegenheit.
27:47Lassen Sie sich nicht von der Arbeit abhalten.
28:20Hallo, Nora.
28:21Ja, ich bin es, Luisa.
28:23Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich gut angekommen bin.
28:25Und dass auch alle ganz nett sind.
28:28Und was die Sache mit Frau Bernstein angeht, also...
28:31Ich habe vorhin mit ihr gesprochen und ich...
28:33Ich glaube, dass es nicht die richtige Spur ist.
28:35Aber meld dich, ja?
28:37Tschüss.
29:00Tschüss.
29:01Nora, schön, dass du dich meldest.
29:04Ja, ich habe gerade meine Mailbox abgehört. Was soll das heißen? Wir sind auf der falschen Spur.
29:09Ich habe Frau Bernstein gefragt, ob Viktoria ihre einzige Tochter ist.
29:14Und?
29:16Sie hat es bestätigt.
29:18Das bedeutet doch gar nichts. Natürlich würde sie nicht sofort zugeben, dass sie noch eine Tochter hatte, die sie als
29:22Baby weggegeben hat.
29:24Nora, ich weiß, wie sehr du dir wünschst, dass sie deine Mutter ist. Aber sie hat wirklich völlig artlos auf
29:29meine Frage reagiert.
29:30Frau Bernstein ist eine Businessfrau. Wenn ihr ihre Gefühle auf der Stirn geschrieben ständen, wäre sie jetzt nicht da, wo
29:36sie ist.
29:37Ich will doch nur, dass du dir nicht falsche Hoffnungen machst.
29:40Weißt du was, am besten ich komme selbst und frage sie.
29:42Nein, Nora, das tust du nicht.
29:45Und warum nicht?
29:47Ihre Tochter hat gerade ihr Kind verloren. Es ist jetzt wirklich nicht der richtige Zeitpunkt, sie mit sowas zu belästigen.
29:54Du hast doch damit angefangen. Du hast dich sogar in ihrem Haus anstellen lassen.
29:59Und auf einmal kneifst du.
30:00Ich habe die Stelle auch angenommen, weil ich hier das erste Mal seit Jahren eine Perspektive habe.
30:05Bitte mach mir das nicht kaputt.
30:08Verstehe.
30:09Jetzt bin ich für deinen Karriereknick vor ein paar Jahren verantwortlich.
30:12Ist es meine Schuld, dass mein Verlobter tot ist?
30:16Nora, das ist nicht fair.
30:20Aber gut, ich prüfe das nochmal nach und dann melde ich dich, ja?
30:24Und du bleibst, wo du bist, verstanden?
30:26Okay.
30:27Ruf an, wenn du was Neues weißt.
30:30Mach ich.
30:31Tschüss.
30:48Mein Talismann.
31:07Hallo.
31:10Wer sind Sie?
31:11Hallo, ich bin Lina Bergmann und Sie sind sicher Simon.
31:13Stimmt genau.
31:14Ich habe schon viel von Ihnen gehört. Sie sind der Neffe von Tobias.
31:16Und Sie sind die Mutter von Paula, die Kleine, die mein Onkel so sehr ans Herz geschlossen hat?
31:20Richtig.
31:23Arbeiten Sie hier in Falkenthal?
31:24Sagen wir es mal so, ich habe es versucht.
31:27Als Chefdesigner in der Manufaktur.
31:31Darf ich mal?
31:32Bitte.
31:33Aber nach einem kurzen Gespräch mit Annabelle von Weiden war das heute mein erster und letzter Arbeitstag.
31:37Oh, das tut mir leid.
31:39Was ist denn passiert?
31:40Mochte sie ihre Entwürfe nicht?
31:41So weit bin ich gar nicht erst gekommen.
31:44Erstmal habe ich ihr vorgeschlagen, alte Serien neu aufzulegen, aber sie hat alles abgelehnt.
31:49Ich kenne die Serien.
31:51Ich habe sie mal fotografiert für Kataloge und Imagebroschüren.
31:54Aber Annabelle von Weiden will davon nichts mehr wissen.
31:58Das ist ja merkwürdig.
32:01Einige Objekte gehören gar nicht dazu.
32:03Wo haben Sie die Bilder denn her?
32:04Aus dem Internet.
32:05Ich habe nach Falkenthal vor Zerlagen gesucht.
32:09Also zum Beispiel diese Jugendstilserie, die hatte nie ein Zuckerdöschen.
32:13Sind Sie sich sicher?
32:14Na ja, hundertprozentig.
32:15Wie gesagt, ich habe sie fotografiert.
32:16Die Muster sind authentisch, aber die Formen?
32:19Vielleicht handelt es sich um Plaviate.
32:22China zum Beispiel.
32:25Entschuldigen Sie mich.
32:34Ben?
32:34Ja, ich bin's, Nina.
32:36Hör zu, hast du kurz Zeit?
32:37Ich muss dringend mit dir sprechen.
32:40Gut, ich komme in dein Büro.
32:41Bis gleich.
32:44Das klingt ja geheimnisvoll.
32:46Ja, ist es auch.
32:48Es tut mir leid, ich kann da jetzt nicht mehr zu sagen.
32:51Würden Sie mir die kurz ausleihen?
32:53Sicher.
32:54Super.
32:55Vielen Dank.
32:56Bis bald.
32:57Es war nett, Sie kennengelernt zu haben.
33:10Meinst du, Nina erzählt bin, dass ich sie weggeschickt habe?
33:16Dann würde er doch wahrscheinlich merken, dass ich den beiden auf die Schliche gekommen bin.
33:22Ja, am besten, ich rufe ihn an.
33:25Und dann, dann sage ich ihm, dass ich Nina weggeschickt habe, weil, weil ich sie nicht überfordern will.
33:32Oder so.
33:37Ja, er darf nicht merken, dass ich sie von ihm fernhalten will.
33:43Das würde ganz schön nach hinten losgehen.
33:54Hi, das ist die Mailbox von Ben Petersen.
33:56Sprecht mir was drauf, ich melde mich.
34:08Das ist die Mailbox von Nina Bergmann.
34:12Das glaube ich jetzt nicht.
34:15Jetzt treffen die sich schon wieder.
34:18Oder sehe ich schon Gespenster?
34:24Blind zu sein ist nun mal die beste Tarnung, um herauszufinden, was die beiden treiben.
34:33Wenn die mich betrügen, warum soll ich dann ehrlich sein?
34:42Hey, da bist du ja.
34:45Wolltest du trinken, wenn wir sprechen?
34:46Ja.
34:47Ich muss dir was zeigen.
34:49Hey.
34:53Hast du diese Serien schon mal gesehen?
34:56Sieht aus wie unsere Jugendstilserie.
35:04Nee, das sind nicht von uns.
35:07Wo hast du die her?
35:09Die Bilder sind aus dem Internet.
35:12Ah, sind Plagiate.
35:14Allerdings ziemlich professionell gemacht.
35:16Und was glaubst du, wo die hergestellt sein könnten?
35:19Na ja, so eine Qualität stellen eigentlich nur die Chinesen her.
35:23Genau.
35:24Annabelle war gerade in China.
35:26Und ist mit sehr viel Geld zurückgekommen.
35:29Was für ein Zufall, nicht wahr?
35:31Du meinst, die hat das Design von Falkenthal-Porzellan an China verkauft?
35:35Nein, nein, nein, nein, nein.
35:36Die würden niemals so viel Geld dafür zahlen.
35:37Ich meine, Plagiate kann man umsonst herstellen.
35:38Jetzt warte doch mal ein Abdenner.
35:41Richard zahlt fünf Millionen Euro für die Freilassung von Viktoria.
35:45Der Verbleib des Geldes ist nie festgestellt worden.
35:47Die Seriennummern sind nicht mehr aufgetaucht.
35:50Und kurz nach Viktoria's Freilassung kommt Annabelle aus China zurück.
35:54Mit fünf Millionen Euro in der Tasche.
35:58Das ist das Lösegeld.
36:01Das Lösegeld, was in China gewaschen hat?
36:03Genau.
36:04Und zwar durch ein Scheingeschäft mit chinesischen Porzellanherstellern.
36:07Ah, das würde bedeuten, Annabelle steckt doch hinter Viktoria's Entführung.
36:12Und genau das werde ich jetzt herausfinden.
36:15Ich rede mit ihr.
36:16Na, Moment, ich komme mit.
36:18Ben, das schaffe ich schon alleine.
36:20Bin schon sehr gespannt auf ihr Gesicht.
36:33Hallo, ich bin's.
36:34Maike.
36:37Wir sind in der Küche.
36:40Hi.
36:41Hi.
36:42Ich hatte schon eher Feierabend.
36:45In der Manufaktur war wirklich gar nichts los.
36:47Heißt das, dass Ben auch gleich kommt?
36:50Auch keine Ahnung.
36:52Ich glaube, er hat noch eine Besprechung.
36:56Nein.
36:57Sag nicht, du wirst auch einkaufen.
36:59Ja, Nina war heute Vormittag hier und hat mir geholfen.
37:02Na ja, die doppelte Menge an Taschentüchern kann ja nicht schaden.
37:06Ja.
37:07Sag mal, merkt man sich eigentlich irgendwann, wo die Dinge stehen?
37:10Du greifst gar nicht mehr daneben.
37:13Ähm, ja, man merkt sich irgendwann, wo die Dinge stehen.
37:17Und das klappt ganz gut, oder?
37:20Ja.
37:21Ich hab ein bisschen Zeit.
37:23Wenn du möchtest, können wir noch mal die Blindenschrift üben.
37:26Danke, ich hab heute schon genug geübt.
37:28Gut, wenn du mich dann nicht mehr brauchst, ich bin dann in meinem Zimmer.
37:32Maike?
37:33Ja?
37:34Mit wem hat denn Ben die Besprechung?
37:36Mit Nina.
37:37Sie war total aufgeregt und wollte ihm unbedingt was erzählen.
37:50Ich hab's doch gewusst.
37:54Ich hab's doch gewusst.
38:00Annabelle von Weiden hätte so oder so erfahren, dass Harald mein Vater ist.
38:05Aber deswegen kann sie dich doch nicht einfach feuern.
38:07Doch, kann sie.
38:09Weil sie genau weiß, dass sie Papa damit unter Druck setzen kann.
38:15Und wie soll das jetzt weitergehen?
38:18Das weiß ich auch noch nicht.
38:22Also wird uns nichts anderes übrig bleiben, als auf die Bedingungen von Frau van Weiden einzugehen?
38:27Nein, Mama, das werden wir nicht.
38:28Das ist genau das, was diese Frau erreichen will.
38:30Lieber suchen wir woanders unser Glück.
38:31Ja, aber wo?
38:34Wir haben das Haus verkauft und mit dem Erlös haben wir einen Großteil unserer Schulden bezahlt.
38:39Dein Vater und dein Bruder packen gerade den Umzugswagen.
38:42Wir können die Pläne nicht einfach so umwerfen.
38:45Gut, dann bleiben wir in Falkenthal.
38:48Aber zu unseren Konditionen.
38:50Wir werden uns von Annabelle von Weiden nicht unterkriegen lassen.
38:55Und wovon, bitte schön, sollen wir leben, wenn du keine Stelle hast und dein Vater den Vertrag nicht unterschreibt?
39:02Wir werden uns schon noch ein paar Tage über Wasser halten können.
39:06Annabelle von Weiden sucht doch noch immer dringend einen neuen Chefdesigner.
39:10Wer weiß, ob sie ihre Meinung nicht nochmal ändert.
39:14Du kennst doch deinen Vater. Das Wichtigste ist für ihn, dass die Familie versorgt ist.
39:19Er wird nicht länger damit warten, diesen Vertrag zu unterschreiben, egal wie schlecht die Konditionen für uns sind.
39:25Lass mich mit ihm reden.
39:27Wenn Papa die Formel wirklich verkaufen muss, dann nur dann, nachdem ich alles, aber auch wirklich alles versucht habe.
39:41Hm.
39:43In der Tat.
39:45Das könnten Plagiate sein.
39:48Wie ärgerlich.
39:49Hör doch auf mit dem Theater und gib zu, was du in China gemacht hast.
39:53Nun, in China.
39:54Hab ich eingekauft?
39:55Gut gegessen?
39:56Mich massieren lassen?
39:57Und du steckst hinter Victorias Entführung.
39:59Ach, dieser Vorwurf ist so alt und so albern, dass er mich langweilt.
40:05Gut, die Polizei würde sicherlich brennend interessieren, wie du das Lösegeld in China gewaschen hast.
40:15Es wurde nie festgestellt, woher du das viele Geld hattest, so kurz nach der Lösegeldübergabe.
40:19Und das hier ist die Verbindung.
40:22Das soll die Verbindung sein?
40:24Verlass dich drauf, Annabelle.
40:26Ich werde beweisen, dass du das Lösegeld gewaschen hast.
40:29Und zur Not gehe ich dafür auch bis nach China.
40:32Es stimmt, ich habe unsere Designs an die Chinesen verkauft.
40:36Aber mit Victorias Entführung habe ich nichts zu tun.
40:40Ich hätte von dir, ehrlich gesagt, eine etwas raffiniertere Ausrede erwartet.
40:44Das ist keine Ausrede.
40:45Es ist die Wahrheit.
40:47Das wird sich ja dann rausstellen.
40:49Ich habe es satt, für etwas verurteilt zu werden, was ich nicht getan habe.
40:53Dann geh doch zur Polizei und erkläre, woher das Geld stammt.
40:55Das kann ich nicht.
40:56Gut, dann tue ich es.
40:58Schön.
41:00Warte.
41:02Ich sage dir die Wahrheit.
41:05Als Beweis, dass du mir trauen kannst.
41:09Das tust du doch nicht einfach so.
41:13Im Gegenzug beweist du, dass ich mit Victorias Entführung nichts zu tun habe.
41:18Du schnüffelst mir doch immer so gerne hinterher.
41:21Jetzt hast du meine ausdrückliche Erlaubnis dazu.
41:25Nimmst du an?
41:34Annabelle von Weiden war da.
41:36Und sie hat gedroht, Birgit Schwierigkeiten zu machen.
41:39Wenn er nicht unterschreibt.
41:40Die Frau ist wirklich das Allerletzte.
41:42Ihnen ist schon klar, dass fähige Designer nicht einfach so auf Bäumen wachsen.
41:44Ich muss meine Personalentscheidungen nicht vor Ihnen rechtfertigen.
41:48Helena Bernstein?
41:49Wer sind Sie?
41:51Horror.
41:52Kein Wunder, dass du mich nicht hier kennst.
41:53Also ich wüsste nicht.
41:55Jetzt freue ich mich, dich endlich kennenzulernen.
41:57Mama.
Kommentare