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  • vor 2 Tagen

Kategorie

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Kurzfilme
Transkript
00:01Nina.
00:11Was machst du denn hier?
00:12Ich war gerade...
00:13Woher wusstest du, dass ich hier bin?
00:17Ich finde dich doch überall.
00:20Egal, wo du bist.
00:31Ich fange dazu, dass ich hier bin.
00:34Ich fange dazu, dass ich mich darauf bin.
00:42Ich bin viel Glück, aber...
00:44Ich bin viel Glück.
00:49Ich bin viel Glück.
00:50Ich bin viel Glück.
01:20Untertitelung des ZDF, 2020
01:49Untertitelung des ZDF, 2020
02:19Untertitelung des ZDF, 2020
02:34Untertitelung des ZDF, 2020
02:51Untertitelung des ZDF, 2020
03:16Ja, mein Handy hat mich gerade an einen Termin erinnert
03:23Okay
03:27Ich bringe dich noch eins Gutes aus
03:36Ihr denkt, es hat wirklich keinen Sinn, mit dieser Annabelle zu reden?
03:41Ja, so würde ich das nicht sagen
03:44Ich kann nicht beurteilen, ob Frau von Weiden nicht vielleicht gerade jetzt einen fehligen Chemiker sucht
03:49Oh, danke für das Kompliment
03:51Ich glaube, was Tobias meint, ist, dass es schwer ist, mit Annabelle auszukommen
03:57Sie ist launisch und herrisch und wenn ihr was nicht passt, dann gute Nacht
04:01Besten Voraussetzungen für mein Bewerbungsgespräch
04:05Tja, sie ist eben bei Falkenthal Porzellan die letzte und höchste Instanz
04:08Und was heißt das genau?
04:11Naja, das heißt, wenn sie Nein sagt, was ich nicht hoffe
04:15Ja, das wäre dann schon das Ende der Fahnenstange
04:19Komm, Tobias, ich kenne diesen listigen Gesichtsausdruck
04:22Das wäre jetzt einen besseren Vorschlag
04:25Dann könnte es sein
04:26Aber nur, wenn du uns Revanche gibst
04:55Ich habe es versucht
04:58Ich habe es wirklich versucht, unnötig zu sein, aber ich schaffe es nicht
05:01Ich kann es nicht, ich fühle es auch gar nicht
05:04Ich weiß
05:07Mir geht es genauso, wenn ich
05:09Ich wünsche, es könnte genauso sein
05:16Aber im Moment ist das ein Traum, ne?
05:18Ja, ich weiß
05:23Am liebsten würde ich jeden Augenblick mit dir für immer festhalten
05:34Aber
05:35Aber jetzt ist wieder Alltag
05:37Ja
05:41Eine kleine Auszeit wäre jetzt schön
05:45Hm?
05:48Aber wie du sagst
05:51Im Moment
05:54Ist Alltag
06:00Bis bald
06:01Na
06:04Bis bald
06:32Auf was trinken wir?
06:35Auf Elsa
06:37Elsa
06:37Elsa ist gut
06:38Auf Elsa, dass es ihr bald wieder besser geht
06:44Mir ist heute Nachmittag erst bewusst geworden, wie fertig sie eigentlich ist
06:48Verständlich
06:49Stell dir mal vor, du könntest plötzlich nichts mehr sehen
06:51Ach, schreckliche Vorstellung
06:53Und du?
06:53Du hast sie auch noch erschreckt
06:55Ist das fein?
06:56Nein, macht man nicht
06:57Gar nicht
06:58Wir müssen uns bei ihm bedanken
07:00Na?
07:01Ohne ihn wüssten wir gar nicht, wie hilflos und ängstlich sie eigentlich ist
07:05Stimmt
07:05Hab ich dir Unrecht getan
07:06Entschuldige Socke
07:07Nenn ihn nicht immer so
07:08Was denn?
07:10Socke
07:10Socke sagt sie doch viel schneller als Sokrates
07:12Blöd, Mann
07:14Und das Lösegeld hat auch schon fein
07:16Oh, erinnere mich nicht daran
07:18Wenn ich an Annabelle denke, kommt mir alles hoch
07:20Wohnt sie eigentlich noch bei euch?
07:22Klar, die zieht die Nummer bis zur Scheidung durch
07:25Oh
07:26Hallo
07:26Oh Eva, hallo
07:28Entschuldige, ich wusste nicht, dass du nicht allein bist
07:30Äh, ich muss sowieso jetzt nach Hause
07:33Komm, Eva, jetzt, komm
07:35Gute Nacht, Läschen
07:36Gute Nacht
07:37Tschüss Socke
07:43Entschuldige nochmal, also, aber
07:45Hast du einen Moment Zeit?
07:47Ich hätte eine Bitte an dich
07:54Sagen sie mir nicht dauernd, was nicht geht
07:56Ich bezahle sie dafür, dass sie meine Probleme lösen
07:59Die Behörden geben das Geld erst frei, wenn geklärt ist, woher es stammt
08:03Das Geld ist mein Eigentum
08:05Ich brauche es dringend in der Manufaktur
08:08Die Staatsanwaltschaft hat kein Recht, es zu beschlagnahmen
08:10Die Rechtslage ist ein bisschen komplizierter
08:12Sie sind als deutsche Staatsbürgerin verpflichtet, der Finanzbehörde sämtliche Einkünfte aus all ihren Geschäften weltweit anzugeben
08:19Und weiter?
08:20Wenn Sie mit einem Koffer voller Geld aus China nach Deutschland einreisen, ohne den Betrag und die Herkunft zu deklarieren,
08:26geht das Finanzgericht von verdeckten Gewinnen, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung aus
08:30Gilt man nicht als unschuldig, solange eine Schuld nicht bewiesen ist?
08:35Grundsätzlich ja, aber in Ihrem Fall sagt das Finanzgericht, dass es der Lebenserfahrung widerspricht, dass jemand legal so viel Geld
08:41mit sich führt, ohne es anzugeben
08:42Und dann dreht sich die Beweislast um
08:46Das heißt, ich muss nachweisen, woher ich das Geld habe, sonst bekomme ich es nicht wieder?
08:52Darauf läuft es hinaus
08:57Danke, ich melde mich wieder bei Ihnen
08:59Gute Nacht, wo von beiden
09:10Also
09:11In der Kiste
09:13Da war ein doppelter Boden
09:17Und
09:18Da habe ich
09:19Einen Brief
09:20An Werner Grafenberg gefunden
09:23Und du hast den Brief aufgemacht?
09:26Ich habe lange gezögert
09:27Aber weißt du, Werner und ich, wir standen uns sehr nah
09:31Schon klar
09:32Und?
09:33Was stand drin in dem Brief?
09:36Also
09:38Da war die Rede von einem Mädchen, das vor 30 Jahren geboren wurde
09:42Und offenbar hat Werner jemanden dafür bezahlt, dass er sich um die Adoption dieses Mädchens kümmert
09:49Aha, das ist ja interessant
09:53Ja
09:53Also
09:54Hier
09:57Das Foto lag noch dabei
09:59Und das ist alles
10:01Und was hat Werner mit dem Kind zu tun?
10:06Ich vermute, dass Werner der Vater dieses Kindes ist
10:13Deshalb dieses Telefonat heute Mittag, von dem du nichts erzählen wolltest
10:15Ja
10:17Das war die Adoptionsstelle, die konnte mir auch nicht weiterhelfen
10:20Erik, du musst mir helfen herauszufinden, was damals passiert ist
10:24Wer dieses Mädchen ist
10:26Also
10:26Vielleicht weiß sie ja nichts von ihrer tatsächlichen Herkunft
10:29Und ich bin die Einzige, die ihr helfen könnte herauszufinden, wer sie wirklich ist
10:34Okay
10:34Und deshalb die Suchanzeige bei wer-sind-meine-eltern.de
10:36Ja
10:38Ich wäre dir dankbar, wenn du mir hilfst
10:40Ja klar
10:40Aber weißt du, nur dieses Foto, das ist ein bisschen wenig
10:44Babys sehen doch da alle gleich aus
10:45Ich meine
10:45Ja, aber sieh mal, hier am linken Arm, da ist ein Kettchen
10:49Vielleicht erkennt das jemand
10:50Ja, okay
10:52Ja, versuchen wir es
10:54Danke
11:00Es tut mir leid, wenn ich dich blamiert habe
11:02Ich habe normalerweise auch gar keine Angst vor Hunden
11:05Bei einem Picknick im Park mit Ben hat ein Hund mal Ben den Autoschlüssel geklaut
11:09Und das wurde dann wirklich das schönste Picknick, was ich je hatte
11:12Drei
11:14Zwei
11:15Eins
11:16Jetzt
11:21Der Nachmittag war wirklich Schönheit
11:23Ja, das fand ich auch
11:27Ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt
11:32Weißt du, du kanntest ja Sokrates nicht und hast nur sein Bällen gehört
11:35Naja, ich war aber trotzdem ganz schön hysterisch
11:38Du hattest Angst
11:39Das hat mit Hysterie nichts zu tun
11:43Ach, danke, Maike
11:45Das war auch gut, dass wir mal so offen darüber gesprochen haben
11:48Ja, das finde ich auch
11:50Weißt du, es ist
11:52Es ist wirklich schwer, jemandem zu helfen, der
11:56Der die Hilfe nicht möchte
12:00Was hältst du eigentlich davon, wenn ich wieder arbeiten gehen würde?
12:05Naja, ja, ist schon klar
12:07Ich will natürlich nicht den kompletten Job am Empfang machen
12:10Aber ich könnte doch zum Beispiel telefonieren
12:13Da muss man ja nicht unbedingt sehen können
12:14Alle mal besser, als sich zu Hause einzuigeln
12:17Genau
12:19Ben, bist du das?
12:21Ja, ja, ich komme gleich
12:37Hallo ihr zwei
12:38Hallo, Mensch
12:39Tut mir leid, dass ich so spät bin
12:41Ich war noch im Büro
12:42Und wie war es in der Manufaktur?
12:44Gut
12:45Tobias hat angerufen
12:46Er hat wohl einen Bruder, Harald
12:48Der ist Chemiker
12:48Und hat irgendein besonderes Brennverfahren entwickelt
12:51Morgen kommt er vorbei und will es mir vorstellen
12:52Mal sehen, was er uns anzubieten hat
12:53Möchtest du noch was essen?
12:55Wir haben gekocht
12:56Danke
12:57Ich gehe jetzt duschen und dann lege ich mich sofort hin
12:59Gute Nacht, ich komme auch gleich
13:01Ähm, Elsa
13:03Morgen Mittag ist der Blindenkurs für Angehörige
13:04Hast du Zeit?
13:06Ach, da habe ich jetzt auch schon den Termin mit Herrn Rückgarten
13:08Von der Blindenberatungsstelle gemacht
13:10Ach so
13:12Ja, macht das dir was aus, den alleine wahrzunehmen?
13:16Nein
13:17Ist schon okay
13:18Dann gehst du eben zu dem Kurs für die Angehörigen
13:22Bis gleich
13:22Bis gleich
13:36Was für eine herrliche Nacht
13:38So mild und sternenklar
13:41Und was für ein schöner Abend mit Ben
13:45Noch vor ein paar Stunden hätte ich im Traum nicht damit gerechnet
13:48Dass der Tag eine so wunderbare Überraschung für mich bereithält
13:52Vielleicht ist es ja doch Benz und meine Bestimmung
13:54Dass wir eines Tages zusammenfinden
13:58Ich wünschte, das Schicksal würde uns einfach mal eine Auszeit schenken
14:02Damit wir unsere Liebe leben können, ohne uns schuldig zu fühlen
14:22Verschonen Sie mich mit Ihren Ausreden
14:24Sie haben all die Jahre gut an uns verdient
14:30Wenn demnächst ein paar hundert Leute auf der Straße stehen werden
14:33Dann haben Sie das mit zu verantworten
14:36Guten Tag
14:39Die Hausbank?
14:40Ex-Hausbank
14:42Nett, dass Sie auch schon kommen
14:43Ich war gestern Abend noch sehr lange hier
14:45Mein Bedarf an Ausreden ist für heute gedeckt
14:48Fakt ist, wir bekommen keinen Kredit, nirgendwo
14:53Was ist mit dem Geld, das die Staatsanwaltschaft versucht?
14:55Anderes Thema, vergessen Sie es
14:57Naja, was soll das heißen? Geld ist das Thema dieser Besprechung
14:59Nicht dieses Geld, es ist beschlagnahmt, fertig, aus
15:03Können wir kurzfristig andere Geldquellen anzapfen?
15:06Zum Beispiel?
15:08Stille Reserven, Außenstände, Stammkapital, zum Beispiel
15:12Unsere Mittel sind ausgeschöpft
15:14Na gut, die Löhne müssen wir zahlen, ob wir Geld haben oder nicht
15:17Danke für die Belehrung
15:20Ich sehe nur einen Weg
15:22Wir müssen die Belegschaft auf Kurzarbeit setzen
15:25Das wird uns, wenn es hochkommt, 14 Tage helfen, aber dann
15:29Ich habe noch keinen besseren Vorschlag von Ihnen gehört
15:32Ein paar neue Aufträge würden auch helfen
15:34Haben Sie welche besorgt?
15:36Wir hatten einen Auftrag, einen sehr großen sogar, Kapstadt
15:39Kapstadt will ich nichts mehr zu tun haben
15:41Ja, das kann ich verstehen
15:43Wir gehen auf Kurzarbeit
15:44Geben Sie das bitte an alle Abteilungen weiter
15:47Wissen Sie was?
15:48Wie wäre es, wenn Sie das machen?
15:49Ich habe nämlich noch einen Termin
15:58Wann hast du das Gespräch mit Ben?
16:00Demnächst, ich muss gleich los
16:01Herr Pedersen ist wirklich sehr nett
16:03Vielleicht kann er sogar dafür sorgen, dass du eine Anstellung in der Manufaktur bekommst
16:06Tobias, darum geht es mir gar nicht so unbedingt
16:09Wieso, ich dachte, deshalb bist du nach Falkenthal gekommen
16:12Um dich bei der Manufaktur vorzustellen
16:14Eigentlich suche ich einen Kooperationspartner für meine Erfindung
16:17Also das musst du mir mal genauer erklären
16:18Gern, vielleicht nach dem Termin
16:21Soll ich nicht hinfahren?
16:22Es ist leid, aber ich muss noch in die Stadt nicht
16:24Ein paar Unterlagen kopieren
16:25Na dann, viel Erfolg
16:27Danke, tschüss
16:29Hallo
16:30Hallo
16:31Na?
16:32Na?
16:34Was macht denn ihr beiden?
16:36Ähm, nur ein bisschen im Internet surfen
16:38Tobias, kannst du die Wahrheit sagen, er weiß Bescheid?
16:42Ach, sonst noch jemand?
16:43Nein, nur ihr beide
16:44Wom geht's denn?
16:46Sag bloß, ihr habt schon die Suchanzeige aufgegeben
16:48Ja, gestern Nacht
16:49Und jetzt will Erik nachsehen, ob sich schon jemand gemeldet hat
16:56Das Internet ist zwar schnell, aber so schnell auch wieder nicht
17:09Tut mir leid, Frau Van Weiden, da kann ich nichts für Sie tun
17:12Das verstehe ich einfach nicht
17:13Mein Schwiegervater und mein Sohn haben doch schon bei Ihnen eingekauft
17:17Da werden Sie mir doch einen Zahlungsaufschub von sieben Tagen gewähren können
17:21Das ist leider im Moment nicht möglich
17:23Bedauere
17:24Auf Wiedersehen
17:25Auf Wiedersehen
17:27Auf Wiedersehen
17:45Richard?
17:48Guten Morgen, was möchtest du?
17:51Ein Kaffee, wenn es dir nichts ausmacht?
17:54Ich muss mich entschuldigen, aber ich bin verabredet
17:57Du kennst doch diese Speisekarte, in- und auswendig
18:01Du brauchst keine Ausrede, wenn du nicht mit mir reden willst
18:06Also gut, was willst du?
18:08Dass du mir glaubst
18:10Ich habe nichts mit Victorias Entführung zu tun
18:15Die Beweise sprechen gegen dich
18:16Nein
18:17Indizien
18:19Vermutungen, üble Nachrede
18:20Das sind die Punkte, die gegen mich sprechen
18:22Das ist schon eine ganze Menge, findest du nicht?
18:25Aber sie haben nichts mit der Wahrheit zu tun
18:28So wenig wie du?
18:31Richard, das Geld, das du in meinem Zimmer gefunden hast
18:34Ist der Gewinn eines Geschäfts
18:37Praktisch, genau was für eins?
18:39Ich habe in China sehr lukrative Verhandlungen geführt
18:44Und worum ging es genau?
18:46Wo sind die Verträge?
18:47Warum wurde das Geschäft in bar abgewickelt?
18:52Ich, äh
18:52Ich kann dir nichts darüber sagen
18:56Das habe ich auch nicht erwartet
18:58Und du solltest von mir nicht erwarten
19:01Dass ich deinen Beteuerungen auch nur eine Sekunde glaube
19:03Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest
19:32Woher wusstest du, dass ich hier bin?
19:35Ich finde dich doch überall
19:38Egal wo du bist
19:39Ich liebe dich, Ben
19:51Ich liebe dich auch
19:53Halt mich fest
20:05Ich glaube, ich habe dich noch nie so lächeln gesehen
20:07Morgen, Nessin
20:09Morgen
20:14Sam, hast du ein Preisausschreiben gewonnen oder einfach nur gut geschlafen?
20:19Beides wäre am besten
20:20Oder erbittest du himmlischen Beistand
20:22Nein, das ist mein Glücksbringer
20:25Und, hast du dir was gewünscht?
20:29Oder an einen Wunsch gedacht, der schon in Erfüllung gegangen ist?
20:33Beides, Lissi
20:36Mein Glücksbringer ist Sokrates
20:38Seit er bei mir ist es für mich nichts mehr wirklich schief gegangen
20:41Klingt gut, dein Glücksbringer
20:44Wir könnten ja mal tauschen
20:47
20:56Träumen Sie, Herr van Beiden?
20:58Ich habe Sie eben gefragt, ob der Platz frei ist
21:00Und ob ich mich zu Ihnen setzen darf
21:02Helena, entschuldige, natürlich
21:10Dankeschön
21:16Wo warst du denn mit deinen Gedanken?
21:19Ach, das willst du nicht wirklich wissen
21:21Hm, jetzt erst recht
21:24Annabelle war vor einigen Minuten hier
21:26Bestimmt, das will ich nicht wissen
21:28Sie beteuert ihre Unschuld
21:31Also hat es die Viktoria entführt
21:33So einfach ist die Logik, wenn es um diese Frau geht
21:38Wie darf ich dein Schweigen deuten?
21:41Zweifelst du immer noch an ihrer Schuld?
21:45Nein, ich glaube, dass ich es war, aber
21:48Wir können es ihr nicht nachweisen
21:49Das ist Aufgabe der Polizei
21:51Und wir sollten unsere Zeit nicht damit vertun
21:55Womit möchtest du denn unsere Zeit vertun?
22:01Soll ich es dir ins Ohr sagen?
22:03Und das stetig
22:05Du bist wunderschön, wenn du errötest
22:08Das war schon früher so
22:10Hast du es heute darauf abgesehen, mich in Verlegenheit zu bringen?
22:14Ich bin froh, wenn es mir immer noch gelingt
22:16Und ich bin froh, dass du so gute Laune hast
22:19Ich habe einen Grund dazu
22:21Viktoria ist wieder in Freiheit
22:22Die Schwangerschaft läuft unkompliziert
22:24Dem Baby geht es gut und
22:27Sie, Frau Bernstein, kommen nach Falkenthal
22:31Hoffentlich bereust du es nicht
22:32Noch kann ich meine Kisten und Koffer zurück nach Kanada beordern
22:35Das Einzige, was ich bereue, sind all die Jahre, die wir vergeudet haben
22:39Denk nicht an die Vergangenheit
22:42Das reicht
22:43Lass uns die Gegenwart feiern
22:45Was hältst du von einem großen Essen im Kreis der Familie?
22:49Ja, schön
22:56Was meinst du?
22:57Sollen wir nochmal nachsehen?
22:59Im Internet?
23:00Also ganz ehrlich
23:01Ich weiß nicht
23:02Wie, wie meinst du das?
23:06Das ist schwer zu erklären
23:10Oma, komm her
23:12Setz dich mal her zu mir
23:21Ist albern nicht, oder?
23:23Hast du Angst, dass sich jemand melden könnte?
23:26Aber
23:29Weißt du
23:32Werner
23:33Ich kannte ihn so lange
23:36Er war
23:38einer von den Menschen, die man ganz selten trifft
23:42Und hast du Angst, du könntest jetzt in Zukunft schlechter von ihm denken
23:45Wenn er wirklich ein uneheliches Kind hätte?
23:47Oder glaubst du, deine Bewunderung für ihn würde das aushalten?
23:52Das weiß ich eben nicht
23:54Tja
23:55Dann musst du es riskieren
23:56Sonst wirst du immer an ihm zweifeln
24:08Das wollen wir doch mal lieber lassen, oder?
24:11Ja, ich wollte es ja gar nicht anzünden
24:13Ich wollte nur mal dran riechen
24:14Und ich kann mir nicht vorstellen, dass unser Kind das gutheißen würde
24:20Hey
24:21Du wirst eine süße Mutter, da bin ich sicher
24:23Bestimmt
24:25Weißt du was?
24:26Auf die Krabbelgruppe freue ich mich besonders
24:28Und ich erst
24:33Hast du schon den Anruf von deinen Eltern abgehört?
24:35Wegen der Einladung zum Mittagessen?
24:36Naja, für mich klang das eher wie eine spontane Familienfeier
24:40Ob Annabelle auch kommt?
24:42Vicky, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie eingeladen ist
24:45Und selbst wenn, hättest du ein Problem damit, sie zu sehen?
24:49Ja
24:50Ich nehme es als Härtetest für die Begegnung mit nervtötenden Müttern bei der Beckenbodengymnastik
24:53So mag ich dich
24:55Zu vorkommen, tolerant und freundlich
24:58Gibst du mir noch ein paar Minuten, ich brauche noch etwas
25:04Das habe ich gesehen
25:07Ich bin ein Verderber
25:15Alles Gute
25:16Und nur Mut
25:17Denk daran, du musst dich nicht verstecken
25:20Bis nachher
25:24Harald ist so aufgeregt
25:26Beginnt jetzt das Gespräch mit Ben?
25:29Sich selbst zu präsentieren oder zu verkaufen, das liegt ihm einfach nicht
25:32Er ist eben ein Tüftler und Forscher und bastelt am liebsten allein vor sich hin
25:38So war es schon in der Schulzeit
25:40Nur beim Kartenspielen ist er immer so richtig aus sich rausgegangen
25:44Dann hoffen wir mal, dass er das jetzt auch tut
25:52Guten Tag, Herr Peters
25:53Ah, Herr Becker, jetzt Sie kennenzulernen
25:55Danke, dass Sie Zeit für mich haben
25:57Oh, entschuldigen Sie
26:00Es darf doch ein Spaß sein
26:01Kein Problem, ich hätte es
26:03Die Kündigung des Instituts für Materialforschung hat ihn hart getroffen
26:07Ja, so ist es nicht leicht zu verkraften
26:09Nun kann ich ein Lied singen
26:11Als mir Frau von Weyden damals gekündigt hatte
26:15Das war ganz schön schwer
26:18Wie lange ist Harald denn schon arbeitslos?
26:21Sechs Monate
26:21Was?
26:23So lange schon?
26:25Warum hat er denn nie was gesagt?
26:27Er wollte dich damit nicht belasten
26:30Aber ich bin doch sein Bruder
26:31Er hätte sich doch jederzeit melden können
26:34Zuerst dachte er, er würde schneller wieder eine Arbeit finden
26:37Und dann hat er sich dafür geschämt, dass er immer noch keine hat
26:39Und bald seine Familie nicht mehr ernähren kann
26:44So, ich glaube, das dürfte es sein
26:46Danke
26:47Danke
26:48Wie ich höre, sind Sie Chemiker?
26:49Das sieht sehr nach Forschungsergebnissen aus
26:51Ja, das stimmt
26:52Das zum Beispiel, das ist sehr interessant
26:54Das ist ein Patent, das ich angemeldet habe
26:58Damit können Sie den Siedepunkt von Wasser reduzieren
27:01Sehr praktisch, wenn man Tee kochen will und keine Zeit hat
27:04Was?
27:05Ach so, ja
27:06Nein, das ist eher für die Turbinentechnologie genau
27:11Gedacht
27:11Also wenn Sie als Wasserdampfstrom erzeugen
27:14Ja, das klingt, als würden Sie auf vielen Gebieten tätig sein
27:16Naja
27:18Aber das sind wie gesagt nur Abfallprodukte meiner Forschung
27:21Im Wesentlichen beschäftige ich mich
27:23Moment
27:24Hier
27:24Beschäftige ich mich mit Tonmineralien
27:27Und deren Verwendung in der Kosmetik
27:29Ja, und die Herstellung von Polyethyle
27:33Kaolin zum Beispiel, das Sie ja als Rohstoff für die Herstellung von Porzellan benötigen
27:37Naja, damit beschäftige ich mich ja jeden Tag
27:39Naja, ich weiß
27:40Darum bin ich auch hier
27:41Ich forsche in einem Projekt, das ich Ihnen gerne vorstellen möchte
27:44Ja, dann legen Sie mal los
27:46Es klingt, als ob er finanziell in Schwierigkeiten steckt
27:52Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber du weißt ja, wie es ist
27:56Selbst wenn man sehr bescheiden lebt
27:58Etwas Geld braucht man eben doch
28:01Natürlich, schon wegen der Kinder
28:05Simon, der verdient zwar ganz gut, aber Constanze studiert in Buenos Aires und Sebastian lebt noch zu Hause
28:13Wir hatten in den letzten Monaten nur Ausgaben, also es wäre schon gut, wenn wieder etwas Geld reinkäme
28:22Wie das Gespräch wohl läuft?
28:24Es geht dabei um Elastizitätsmodule und Polymerketten
28:31Einfach gesagt, ich arbeite an der Entwicklung einer Formel zur Herstellung eines Katalysators
28:37Und mit Hilfe dieses Katalysators kann man die bisherigen Brennzeiten von Kaolin-haltigen Produkten um die Hälfte reduzieren
28:44Zu deutsch, die Tassen sind schneller fertig
28:47Ja, und Sie sparen Energie und Sie wissen, was Strom heute kostet
28:50Verstehe ich das richtig? Sie wollen für uns als Chemiker arbeiten?
28:53Nein, das ist nicht ganz richtig
28:55Ich möchte meine Formel weiterentwickeln und dazu benötige ich eine Manufaktur als Kooperationspartner
29:00Denn die Wirkung des Katalysators muss vor der Freigabe natürlich getestet werden
29:04Also Sie brauchen Produktionsstraßen, Testläufe und Ähnliches
29:07Ja, richtig
29:08Ein Werksvertrag auf Honorarbasis würde reichen
29:11Dann könnte ich mein Verfahren zu Ende entwickeln und die Technologie der Manufaktur nützen
29:15Aber das können wir doch alles später besprechen
29:17Ja, das klingt nicht uninteressant
29:19Also kürzere Brennzeiten würden das Produktionsvolumen erhöhen, oder?
29:22Nach meinen Berechnungen könnten Sie sogar doppelt so viel produzieren
29:26Aber ich habe das Prinzip hier in einem Dossier
29:29Wo habe ich es denn?
29:31Ach ja, hier, hier
29:32Ich habe das alles mal zusammengestellt
29:33Ohne die Formeln natürlich, die sind mein Geheimnis
29:39Hochtemperatur, du hast den Sinn
29:43Ähm, Herr Becker, ich mache Ihnen einen Vorschlag
29:45Ich lese Ihr Manuskript in aller Ruhe durch
29:47Ich bespreche es mit Frau von Weiden und melde mich dann wieder bei Ihnen
29:50Ja
29:51Einverstanden?
29:52Natürlich
29:52Danke
29:56Meine Tasche
29:58Sie sind mit der Brille
29:59Äh, da
30:02Danke, Wiedersehen
30:12Vielen Dank, Frau Landmann
30:13Ich weiß, dieses Familienessen ist sehr kurzfristig angesetzt, aber
30:17Umso mehr freue ich mich, dass alles so gut geklappt hat
30:19Sie kennen mich doch
30:21Unmöglich, es wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger
30:24Ja, ich weiß
30:25Kommt, Frau Gratis, genug gespielt
30:27Na, ihr beiden, was habt ihr denn vor?
30:30Ach, jede Menge
30:31Erst muss ich in den Park die letzten Sozialstunden hinter mich bringen
30:34Dann will ich mit Sokrates zum Tierarzt und später bin ich noch mit Erik verabredet
30:39Aha
30:40Dann brauchst du bald einen Privatsekretär
30:42Hm?
30:43Damit du die wichtigsten Termine nicht vergisst
30:49Oh, nee, das Mittagessen
30:50Ja, das Mittagessen
30:52Dann hast du meine SMS also erhalten
30:53Ja, ich hab vergessen zu antworten, Entschuldige
30:55Es ist ja auch nicht so schlimm, Lissi
30:57Ich will nur, dass ihr alle da seid
30:58Ich möchte euch etwas mitteilen
31:02Hört sich ja spannend an
31:04Lass mich raten
31:08Annabelle hat der Blitz getroffen?
31:20Mittagessen
31:22Oder störe ich etwa?
31:24Nein, nein, komm rein, ich lese gerade Chinesisch
31:26Was hältst du hier von?
31:28Dispersität, Analyse und Perzentilwerte
31:30Ich würde sagen, das klingt appetitlich
31:33Oh, das sieht aber auch sehr appetitlich aus
31:34Ja, das ist dein Mittagessen, bedien dich
31:38Und?
31:41Wie ist die Stimmung in der Firmenleitung?
31:44Ja, wie soll sie sein, wenn sie Kurzarbeit fährt?
31:46Aber ihr kriegt das doch in den Griff, oder?
31:49Frag mich was Leichteres
31:52Ja, eigentlich wollte ich wissen, wie es dir so geht
31:55Ob die Frage jetzt leichter ist, das weiß ich natürlich nicht
32:01Du musst nicht reden, wenn du nicht willst
32:02Frag
32:05Als du gestern Abend nach Hause kamst, warst du sehr abweisend zu uns
32:11Ich war müde
32:13Du bist uns ausgewichen
32:20Denkst du noch viel an Nina?
32:23Viel?
32:26Ich denke andauernd an sie
32:28Ich habe versucht, dieses Gefühl zu ignorieren, aber
32:32Es gelingt mir nicht
32:35Ich verhänge Kurzarbeit und denke, ich möchte die freie Zeit mit ihr verbringen
32:42Ich sehe sie ständig vor mir
32:45Höre ihr Lachen
32:48Sie ist mein Leben, weißt du?
32:53Leider eins, dass ich nicht leben kann
32:58Ah, Kurs fängt gleich an
33:02Tut mir leid, du hast gefragt
33:20Ich habe ja versucht herauszufinden, wem er gehört
33:23Ich habe sogar im Tierheim angerufen
33:24Wenn sich kein Besitzer findet, gilt der Hund als herrenlos
33:27Hauptsache, du quartierst ihn nicht bei uns ein
33:28Darf man so ein Tier denn überhaupt behalten?
33:31Wo kein Kläger, da kein Richter
33:32Du hast einen richtigen Narren an Sokrates gefressen
33:35Er muss einfach bei mir bleiben
33:37Ich kümmere mich auch um ihn
33:41Also schön von mir aus
33:42Ich freue mich ja, dass du Verantwortung übernimmst
33:45Ja, sieht so aus, als hätte Sokrates eine neue Familie gefunden, was?
33:51Ich will nur sagen, dass ich mich freue, dass ihr alle da seid
33:54Ihr wisst ja, wie wichtig mir die Familie ist
33:57Und auch wenn Max heute nicht hier ist, so denken wir natürlich alle an ihn
34:02Nina
34:02Nina, ich bin froh, dass du da bist
34:06Du weißt, dass du zur Familie gehörst
34:08Und das wird immer so sein
34:10Und da wir gerade so einträchtig beieinander sitzen
34:13Möchte ich euch ankündigen, dass Helena ihr Haus in Kanada aufgibt
34:16Und hier bei uns im Gutshaus wohnen wird
34:18Echt?
34:19Herzlich willkommen
34:21Ich danke euch
34:22Tja, ich würde sagen, darauf stoßen wir an, oder?
34:24Ja
34:25Prost
34:26Auf uns?
34:26Auf uns
34:28Wenn ihr mir ein Glas gebt, dann stoße ich mit euch an
34:31Was gibt's denn zu feiern?
34:33Wo kommst du denn her?
34:35Durch den Kamin?
34:37Kann ich dir helfen, Annabelle?
34:38Du kannst mir einen Platz anbieten?
34:42Komm in einer Stunde wieder, dann kannst du dir einen aussuchen
34:45Ist es wirklich nicht der Moment für derartige Diskussionen, Annabelle?
34:48Ich will gar nicht diskutieren
34:49Ich will nur bei euch sein
34:50Ich will aber sonst niemand hier
34:52Du kannst nicht für alle sprechen
34:54Entführer und Erpresser sind hier unerwünscht
34:57Du misst wie immer mit zweierlei Maß
34:59Sein Ehemann in den Rücken zu schießen
35:01Ist auch nicht gerade ein Kavalier
35:02Es reicht
35:05Ich bitte dich zu reden, Annabelle
35:15Es tut mir leid
35:35Danke
35:36Auch noch einen Schluck?
35:38Danke
35:38Jetzt erzähl mal
35:40Wie war dein Gespräch mit Ben?
35:42Also dieser Peterson macht einen sehr komponenten Eindruck
35:44Er liest jetzt, was ich ihm dagelassen habe
35:46Und dann meldet er sich bei mir
35:49Aber das ist doch schön, wenn das Gespräch so gut gelaufen ist
35:51Ja, das können wir nur noch abwarten
35:54Gut
35:55Aber das machen wir nicht hier
35:56Wir gehen jetzt spazieren und gucken uns den herrlichen Park an
35:59Okay, mach das
36:02Tschüss
36:04Bis später
36:04Bis dann
36:09Sympathisch, die beiden
36:15Was ist das denn?
36:19Wenn ich Erik richtig verstanden habe
36:22Heißt das, ich habe eine E-Mail bekommen
36:26Ja, willst du nicht nachsehen?
36:38Das ist die Antwort auf meine Annonce
36:43Tja
36:45Schade um die nette Stimmung
36:47Ja
36:49Hey, alles in Ordnung mit dir?
36:52Na, das geht schon
36:53Sicher, komm, trink was bitte
36:56Viktoria
36:57Vielleicht solltest du dich wirklich ein bisschen hinlegen
36:59Ja, Nina hat recht
37:01Möchtest du hier?
37:03Ich bring dich nach Hause, okay?
37:04Gern
37:05Entschuldigt uns bitte
37:06Natürlich
37:10Tschüss
37:10Tschüss
37:11Tschüss
37:11Tschüss
37:12Tschüss
37:12Tschüss
37:14Tschüss
37:15Ich wünschte Annabelle würde endlich verschwinden
37:20Tut mir leid, Lissi
37:21Gehst du zu deinen Sozialstunden?
37:23Ja, nur das mit dem Tierarzt muss ich jetzt wohl verschieben
37:26Hast du gehört, deine Impfung muss bis morgen warten?
37:29Also wenn du willst, Lissi, dann kann ich das für dich erledigen
37:32Echt?
37:33Das wäre ja super
37:35Gehst du mit Nina, ja?
37:38Na dann, bis später
37:39Aber pass gut auf meinen Glücksbringer auf
37:42Vielleicht erfüllt er dir ja noch meinen Wunsch
37:45Tschüss
37:46Tschüss
37:49Tschüss
37:51Tschüss
37:55Tschüss
38:19Nein, so nicht.
38:26So lasse ich mich nicht vertreiben.
38:46Sokrates, der Glücksbringer.
38:48Na, da bin ich ja mal gespannt.
39:03Ein bisschen Glück und eine kleine Wunscherfüllung wären nicht schlecht.
39:07Ich glaube an meine Liebe mit Ben.
39:09Und das Schicksal führt uns immer wieder zusammen, so wie gestern.
39:13Aber das Schicksal geht auch immer eigene Wege.
39:16Sokrates!
39:17Sokrates!
39:18Und leider ist es nicht so zu lenken, wie ich es mir wünsche.
39:26Sokrates!
39:30Aber das gibt's doch gar nicht.
39:33Hey, wo bist du denn?
39:36Lissi hat recht.
39:38Ich weiß nicht, wann wir zuletzt so harmonisch beisammen saßen.
39:42Tut mir leid, dass das Essen so geändert hat.
39:44Das war doch nicht dein Fehler.
39:46Ich verstehe nicht, dass Annabelle nicht merkt, wie wenig sie willkommen ist.
39:49Ja, das merkt sie ganz genau.
39:51Aber sie kämpft.
39:53Aufgeben kommt in ihrem Wortschatz nicht vor.
39:55Ja, sie kämpft an allen Fronten.
39:57Hier steht sie mit dem Rücken zur Wand und die Manufaktur vor dem Ruin.
40:01Meine Anwesenheit macht die Sache nicht besser.
40:04Ich besetze den Platz, den sie für sich beansprucht.
40:06Es gibt keinen Platz mehr für sie in diesem Haus.
40:09Dann hat sie sich spätestens durch die Entführung verwirkt.
40:12Das ist ein gutes Stichwort.
40:15Ich mache mir ernstlich Sorgen um Viktoria.
40:18Hast du bemerkt, wie schnell sie sich von Annabelle provozieren lässt?
40:21Ja, natürlich.
40:22Und das ist das reine Gift für sie und das Baby.
40:25Sie braucht jetzt Ruhe und Geborgenheit.
40:27Und nicht die ständige Erinnerung an die Entführung.
40:30Ja.
40:31So geht es nicht weiter.
40:33Und ich werde nicht zusehen und warten,
40:35bis hier noch ein Unglück passiert.
40:37Was hast du vor?
40:39Etwas, was ich schon längst hätte tun sollen.
40:57Ja, bitte.
41:02Richard.
41:03Ich habe gerade an dich gedacht.
41:06Da haben wir ja doch noch etwas gemeinsam.
41:08Ich habe auch über dich nachgedacht.
41:10Du sagst es so.
41:14Kommen wir am besten gleich zum Thema.
41:16Ist gut.
41:17Möchtest du dich setzen?
41:19Das wird nicht nötig sein.
41:21Die Manufaktur ist in Schwierigkeiten.
41:22Ich höre, ihr seid auf Kurzarbeit.
41:25Ja, weil das Geld, das ich benötige,
41:27von der Staatsanwaltschaft geschlagen hat.
41:28Das Thema lassen wir.
41:32Ich bin bereit,
41:33sämtliche Verbindlichkeiten der Manufaktur zu übernehmen.
41:35Die ausstehenden Gehälter eingeschlossen.
41:39Ach, Richard.
41:40Unter einer Bedingung.
41:42Du willigst in die Scheidung ein,
41:45verlässt mein Haus
41:46und kommst nie wieder zurück.
41:54Ich frage mich die ganze Zeit,
41:56ob sie Werner ähnlich sieht.
41:57Es gibt eigentlich nur einen Weg,
41:59das rauszufinden.
42:00Du meinst, ich sollte vorschlagen,
42:02sie zu treffen?
42:03Haben Sie ein Foto von Werner Grafenberg dabei?
42:05Wahrscheinlich sehen Sie jetzt nur den Vater,
42:07der sein Kind weggegeben hat.
42:08Aber glauben Sie mir,
42:10er war ein sehr, sehr feiner Mensch.
42:13Ich weiß nicht,
42:14wann ich das letzte Mal so viel Spaß hätte.
42:15Es ist ein bisschen,
42:16als wären wir nicht in den See,
42:17sondern in eine andere Welt getaucht.
42:19Oder es ist ein bisschen,
42:20wie er das alte Art,
42:21wie sie dann wegen der Daredevuistenk
42:21hat mich nicht in den Zeit.
42:22Wenn ich die Afire,
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