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KurzfilmeTranskript
00:00Nein.
00:00Entschuldige bitte.
00:04Es ist im Moment ein bisschen, wie soll ich sagen, schwierig.
00:07Sie soll nicht den Eindruck haben, dass ich ihr hinterher telefoniere und ihr nicht zutraue.
00:10Nur ich mache mir Sorgen, weil sie nicht da ist.
00:13Verstehe. Aber sie ist nicht hier.
00:15Hast du vielleicht eine Ahnung, wo sie sein könnte?
00:58Untertitelung. BR 2018
01:25Oh Gott, oh mein Gott.
01:38Oh nein.
01:41Wo ist das Handy?
01:44Wo ist das verdammte Handy?
01:48Hilfe!
01:52Hilfe!
01:54Hilfe!
01:58Hilfe! Wer ist denn da?
02:04Hallo, das ist die Mailbox von Elsa Bede.
02:05Wieder eine Mailbox.
02:06Bitte hinterlassen Sie Ihre Nachricht nach dem Piepsturm.
02:08Elsa?
02:09Ich bin's Ben.
02:10Wenn du das abhörst, dann melde dich doch bitte ganz schnell bei mir, ja?
02:13Danke.
02:32Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal viel Spaß hatte.
02:35Ja, es ist ein bisschen, als wären wir nicht in den See, sondern in eine andere Welt getaucht.
02:41Ja, eine Welt, in der es nur uns beide gibt.
02:51Ben?
02:52Äh, Nina, weißt du, wo Elsa ist?
02:55Nein, wieso?
02:56Ist was passiert?
02:58Na, sie ist nicht zu Hause.
02:59Ihr Telefon ist auf Mailbox umgeschaltet.
03:00Ich hab keine Ahnung, wo sie steckt.
03:02Ja, ist sie vielleicht bei Hagen?
03:04Den kann ich nicht erreichen.
03:05Mit Viktoria hab ich gerade gesprochen, aber sie hat auch keine Ahnung.
03:08Okay, soll ich vorbeikommen?
03:10Nein, nein, das musst du nicht.
03:12Ben, du machst dir doch Sorgen.
03:15Ja.
03:17Okay, ich warte hier auf dich.
03:28Wenn du die Scheidungspapiere unterzeichnest, dann gehört der Scheck dir.
03:31Und die Manufaktur ist gerettet.
03:34Das ist sehr aufmerksam von dir.
03:37Aber ich fürchte, hier liegt ein Missverständnis vor.
03:40Ich habe nicht vor, dein Angebot anzunehmen.
03:43Ach, komm, Annabelle.
03:46Es ist ein fairer Betrag.
03:48Du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass ich dir mehr zahle.
03:50Das würde keinen Unterschied machen.
03:56Aber das glaubst du dir nicht.
03:59Dein Geld interessiert mich nicht.
04:06Das ist nicht der passende Zeitpunkt für deinen Stolz, Annabelle.
04:10Wenn du diese Chance nicht ergreifst,
04:12dann bist du ruiniert.
04:13Darum geht's doch gar nicht.
04:16Aber ich erwarte nicht, dass du das verstehst.
04:22Entschuldigt bitte diese Störung.
04:25Hagen, weißt du, wo Elsa ist?
04:26Nein, warum?
04:28Ben hat gerade angerufen.
04:30Elsa ist verschwunden.
04:45Sagen Sie, hat Ihre Schwester irgendetwas gesagt,
04:50jetzt, wo sie weiß, wer Ihr Vater ist?
04:52Sie meinte nur, ja, ein Toter.
04:55Oh, und da wollen Sie trotzdem weiter suchen?
05:00Nora tut nur so cool.
05:02Darunter liegt eine ganz tiefe Kränkung,
05:04weil sie als Kind einfach so weggegeben wurde.
05:06Ich möchte ihr die Möglichkeit geben,
05:08ihre Mutter kennenzulernen.
05:09Ob sie es dann wirklich tun will,
05:11das ist Noras Entscheidung.
05:12Ihre Schwester hat wirklich Glück,
05:14dass Sie sich so für sie einsetzen, Luisa.
05:17Aber ich meine,
05:19vielleicht finden wir ja beide gemeinsam etwas
05:21über Noras Mutter heraus.
05:23Ich habe zwar Werner Gravenberg versprochen,
05:26dass ich seine Gründe akzeptieren werde,
05:28warum er damals geschwiegen hat,
05:30aber ich habe nicht gesagt,
05:32dass ich Ihnen nicht helfen werde.
05:56Hallo, Marianne.
05:59Hallo, Tobias.
06:00Ist ja wunderschön.
06:02Also das ist wirklich ein Händchen für Blumen.
06:05Ja, manchmal vermisse ich das sehr.
06:08Das Blumenstecken,
06:09den Geruch, die Farben.
06:12Ja, du warst mal eine begeisterte Floristin.
06:14Ja.
06:16Bis Simon kam.
06:18Und dann Konstanze und Sebastian.
06:20Und dann hatte ich keine Zeit mehr für Blumen.
06:23Und inzwischen ist der Osterstrauß
06:25der Höhepunkt des Jahres.
06:27Aber jetzt hast du doch Zeit.
06:30Jetzt muss ich mich erst mal darum kümmern,
06:31dass Harald wieder Arbeit kriegt.
06:34Ja, aber Harald war doch gerade bei Frau von Weiden
06:36und klang doch ganz optimistisch,
06:38als er zurückkam.
06:40Tja.
06:42Das war alles gespielt.
06:48Frau von Weiden hat ihn quasi rausgeworfen.
06:52Sie hat ihn nicht mal angehört.
06:55Verstehe.
06:56Und er war zu stolz, das zuzugeben.
07:00Harald ist am Boden zerstört.
07:01Er kann sich überhaupt nicht erklären,
07:03warum seine Erfindung
07:04auf ein derartiges Desinteresse stößt.
07:06Ja, aber hat Bennig mit Frau von Weiden gesprochen
07:08und sie über Haralds Forschung informiert?
07:12Offensichtlich nicht.
07:14Sie wusste nicht, wer er ist
07:15und auch nicht, was er ihr zu sagen hat.
07:17Also sinnvoller kann sie ihr Geld doch gar nicht anlegen.
07:20Sie wird es noch bereuen,
07:22dass sie Harald nicht angehört hat.
07:24Spätestens, wenn die nächste Manufaktur
07:26Haralds Forschung fördert.
07:28Ja, das hoffe ich auch.
07:30Aber eigentlich brauchen wir das Geld jetzt.
07:33Und das ziemlich dringend.
07:36Wir haben seit Monaten unser privates Geld
07:38in Haralds Forschung gesteckt.
07:41Und wie du ja weißt,
07:42stehen Konstanze und Sebastian
07:43noch nicht auf eigenen Füßen.
07:46Zwei Kinder in der Ausbildung
07:47sind kein Pappenstil.
07:48Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
07:52Ich hatte so gehofft,
07:53dass wir in Falkenthal bleiben können.
07:55Weil ich daran denke,
07:56was uns allein die Reisen
07:57zu den anderen Manufakturen kosten werden.
08:01Lass mich nochmal mit Benn
08:03über Haralds Forschung sprechen.
08:05Vielleicht kann ich etwas erreichen.
08:16Ja, offensichtlich hat sie sich
08:17auf den Weg gemacht,
08:17nachdem du und Viktoria gegangen seid.
08:19Ihre Handtasche und einen Stock
08:20hat sie mitgenommen.
08:21Was ist denn mit ihrem Handy?
08:23Ich erreiche nur Mailbox.
08:24Mensch, wo kann sie denn sein?
08:25Ja, hat sie dir und Viktoria
08:26gegenüber dann irgendetwas erwähnt?
08:27Wollte sie irgendwo hin?
08:28Nein, sie hat uns hoch und heilig versprochen,
08:30zu Hause zu bleiben.
08:31Ja und? Hast du eine Idee,
08:32wo sie sein könnte, Hagen?
08:33Nein, nichts.
08:34Ich dachte, wir hätten ihr
08:35diesen Spaziergang ausgeredet.
08:36Sonst werde ich doch überhaupt
08:37nicht diese Wohnung verlassen.
08:38Ja, ist ja gut, Hagen.
08:39Jetzt mach dir keine Vorwürfe.
08:40Du kannst ja auch nicht so...
08:40Mensch, Elsa war noch nie
08:41alleine draußen.
08:42Sie kann sich doch überhaupt
08:43nicht zurechtfinden.
08:44Gott, ich hab gedacht,
08:45ich hätte sie überzeugt,
08:46nicht zu gehen.
08:46Ja, warum hat sie denn nichts gesagt?
08:47Ich meine, Herrgott,
08:48nochmal, ich wäre mit dir
08:49spazieren gegangen.
08:51Ben, das ist es ja gerade.
08:55Elsa hat Angst,
08:56dass sie dir zur Last fällt,
08:57weil du dich ständig
08:58um sie kümmern musst.
08:59Deswegen ist sie wahrscheinlich
08:59allein rausgegangen,
09:00um dir zu zeigen,
09:01wie selbstständig sie ist.
09:02Quatsch.
09:03Quatsch.
09:11Hallo, sind Sie blind?
09:12Bleiben Sie sofort stehen.
09:13Haben Sie Warnschilder
09:14nicht gesehen?
09:15Hier ist Jagdgebiet.
09:16Was?
09:16Oh Gott, ich weiß überhaupt
09:17nicht, wo ich bin.
09:18Können Sie mir helfen?
09:19Meine Güte,
09:20Sie sind ja wirklich...
09:22Haben Sie keine Angst,
09:23ich bin bei Ihnen.
09:25Ich bin wirklich froh,
09:27dass Sie jetzt da sind.
09:32Kommen Sie,
09:33wir müssen schleunigst weg von hier.
09:55Das ist Daniel,
09:57Mernas Enkel,
09:58mit seiner Frau Julia.
10:01Sie leiten ein Hilfsprojekt
10:04in Afrika.
10:06Schönes Paar.
10:07Finde ich auch.
10:09Und das ist Frederik,
10:12Wernas jüngerer Sohn.
10:15Der reist inzwischen
10:16wieder durch die Weltgeschichte.
10:18Die Grafenbergs
10:19scheinen ganz schön
10:19durch die Welt zu kommen.
10:20Ach, Frederik ist ein Sonderfall.
10:23Er hat versucht,
10:24in Falkenthal zu bleiben.
10:27Wer ist diese Frau?
10:28Das.
10:30Ja, das ist Patricia.
10:32Die Schwester von Daniel,
10:33also Wernas Enkelin.
10:35Sie ist Designerin
10:36und lebt jetzt in New York.
10:39Das ist also Noras Familie.
10:43Wie schade,
10:43dass Nora sie nicht mehr
10:44kennengelernt hat.
10:47Ach,
10:47was kommt vielleicht noch?
10:49Außerdem hat sie ja sie.
10:52Auch wenn sie nicht
10:53die leibliche Schwester sind.
10:55Ich kenne meine Wurzeln.
10:57Und es gibt mir Sicherheit,
10:58auch wenn meine Eltern
10:59nicht mehr leben.
11:03Wer ist denn diese Frau?
11:04Gehört ihr auch zur Familie?
11:05Nein,
11:07das ist Frau Paulsen.
11:08Sie war eine Zeit lang
11:10mit in der Geschäftsführung.
11:13Ähm,
11:14könnte sich mein...
11:15Nein,
11:16nein,
11:16nein,
11:17Also Sie und Werner,
11:18Sie haben sich überhaupt
11:18nicht vertragen.
11:21Na gut,
11:22dann wühlen wir mal weiter
11:23in der Vergangenheit
11:25von Werner Grafenberg.
11:27Aber ich hole uns inzwischen
11:28noch ein paar Kekse,
11:30ja?
11:48Na,
11:50na,
11:51kleine Pause?
11:52Ach,
11:52hör auf,
11:53unsere Arbeitszeiten
11:53sind zwar verkürzt,
11:54aber dafür müssen wir
11:55doppelt so viel schaffen.
11:55Die van beiden
11:56spinnt komplett.
11:57Ich frage mich die ganze Zeit,
11:58warum sie so eine Hektik macht,
12:00wegen neuer Entwürfe
12:01und Kollektionen.
12:03Beschäftigungstherapie?
12:03Wahrscheinlich,
12:04und zum Dank darf ich mich
12:04dann noch zusammenfalten lassen.
12:05Colle,
12:06du bist ja wohl selber schuld,
12:07ja?
12:07Du könntest längst in Afrika sitzen.
12:09Ja,
12:09da ist es bestimmt nicht blöd.
12:10Genau,
12:10Daniel wäre ein super Chef
12:11und nach der Arbeit,
12:12da gehst du nicht hier ins Cozy,
12:13sondern in einen Beachclub.
12:14Die Werkstatt befindet sich
12:15im Landesinneren.
12:16Dann geh doch in den Safari-Club.
12:18Tut ja so,
12:18als hätte ich bereits abgesagt.
12:20Äh,
12:20mal ganz kurz,
12:20was ist hier Afrika,
12:22Safari?
12:22habe ich was verpasst?
12:23Pass auf,
12:24Colle hat das Angebot
12:24von seinem ehemaligen Chef
12:25in Afrika zu arbeiten.
12:27Echt?
12:28Ist doch super,
12:29da komme ich dich besuchen.
12:30Hast du einen Pool?
12:31Jetzt kommt mal wieder runter.
12:34Was hat er denn?
12:35Ja,
12:35der Arme weiß nicht,
12:36ob er das Angebot annehmen soll.
12:52Richard,
12:53kann ich dich kurz sprechen?
12:56Worum geht es?
12:59Ich möchte dir erklären,
13:02warum ich dein Angebot
13:03nicht angenommen habe.
13:09Da bin ich aber gespannt.
13:12Ich kann über unsere Ehe
13:14nicht verhandeln,
13:14wie über einen Geschäftsvertrag.
13:18Das überrascht mich aber,
13:20denn als solchen
13:20bist du sie doch eingegangen.
13:22Was willst du damit sagen?
13:24Dass du mich nur geheiratet hast,
13:25um die Manufaktur zurückzubekommen.
13:27Also verschoben mich
13:28mit dem Theater.
13:28Das ist doch nicht dein Ernst.
13:30Ich habe dich nur
13:31aus einem Grund geheiratet.
13:33Aus Liebe.
13:39Dir geht es nur um
13:40Macht und Geld.
13:42Und durch die Ehe mit mir
13:43hast du beides bekommen.
13:44Und er will,
13:45ich kenne dich.
13:47Offensichtlich nicht gut genug.
13:48Sonst wüsstest du,
13:49dass du mich nicht
13:50aus unserer Ehe herauskaufen kannst.
13:51Für kein Geld der Welt.
13:52Unsere Ehe existiert nicht mehr.
13:55Aber du kannst die Manufaktur retten,
13:57wenn du auf mein Angebot eingehst.
13:58Ach, die Manufaktur
13:59ist mir egal.
14:00Es geht mir um dich.
14:04Ich...
14:04Ich habe nie aufgehört,
14:06dich zu lieben.
14:09Das werde ich dir beweisen.
14:17Tut mir leid,
14:18wenn ich sie angeschrien habe.
14:19Ist eigentlich nicht meine Art.
14:20Ich bin froh,
14:21dass sie mich überhaupt gesehen haben.
14:22Das bin ich auch.
14:24Sind wir aus dem Jagdgebiet jetzt raus?
14:25Ja.
14:25Oh, hier ist ihr Stock.
14:31Ah.
14:33Ah, danke.
14:35Danke.
14:36Gott sei Dank
14:37hat mich niemand
14:37mit einem Hasen verwechselt
14:39und mir eine Ladung Schrot
14:40ins Hinterteil gejagt.
14:41Dafür sind Ihre Ohren
14:42nicht lang genug.
14:44zum Glück.
14:45Hier ist ein Baumsturm.
14:46Da können Sie sich hinsetzen.
14:47Hinter Ihnen.
14:49Ah.
14:51Ja.
14:52Das ist auch gut.
14:53Ich habe das Gefühl,
14:54meine Beine sind aus Gummi.
14:58Ach.
15:00Ja.
15:01Langsam geht es mir besser.
15:07Das ist wirklich schön hier.
15:11Sind Sie noch da?
15:13Wie, ja, ja, natürlich.
15:14Schön, dass es Ihnen
15:15wieder besser geht.
15:17Ich wollte nur
15:18einen Spaziergang machen.
15:20Soll ich jemanden
15:21für Sie anrufen?
15:22Oh, ja,
15:22mein Ehemann,
15:23der wartet.
15:24Mein Handy.
15:25Als es vorhin geklingelt hat,
15:27da wollte ich es holen
15:28und dabei habe ich es verloren.
15:30Glauben Sie,
15:30das war hier in der Nähe?
15:32Ja,
15:32so weit bin ich ja nicht gekommen.
15:34Dann nehmen Sie erst mal meins.
15:36Ich suche inzwischen.
15:38Brauchen Sie Hilfe?
15:39Nein, nein,
15:39das geht schon.
15:40Dann bringe ich Sie nach Hause.
15:42Danke sehr.
15:55Petersen, ja?
15:56Hallo, Beden.
15:57Ich bin's, Elsa.
15:58Ach, bin ich froh,
15:59dass du anrufst.
16:01Ist alles in Ordnung mit dir?
16:04Ja, bestens.
16:05Ich hätte auch früher angerufen,
16:07aber ich habe mein Handy verloren.
16:08Ich habe mich schon gefragt,
16:09warum ich dich nicht erreiche.
16:12Wo steckst du denn?
16:14Ich bin unterwegs.
16:15Ich bin spazieren.
16:17Aha.
16:17Hagen und Nina sind hier.
16:18Wir haben uns alle gefragt,
16:19wo du auf einmal abgeblieben bist.
16:21Ach,
16:22tut mir leid,
16:22wenn ich nicht früher anrufen konnte.
16:24Ihr habt euch sicher Sorgen gemacht.
16:26Na ja,
16:26schon gut.
16:27Kann ich dich denn abholen?
16:28Nein,
16:29das ist nicht nötig.
16:30Ah,
16:31okay.
16:32Bis später.
16:33Ja,
16:34bis später.
16:36Das war Elsa.
16:38Ist alles in Ordnung.
16:39Es wird von irgendjemandem
16:40nach Hause gebracht.
16:42Ach,
16:42Mensch,
16:42Gott sei Dank.
16:44Ach,
16:45ja.
16:54Also,
16:54die Kekse sind fantastisch.
16:56Die kriegst
16:57unser Hotelkontidorm längst
16:58nicht so gut hin.
17:00Das ist ein ganz altes Rezept.
17:03Das Geheimnis liegt darin,
17:05dass man die Butter
17:05mindestens
17:06zehn Minuten lang
17:07schaumig schlagen muss.
17:09Und das ist alles?
17:11Ja.
17:11Die einfachsten Tricks
17:12sind meistens
17:13die wirkungsvollsten.
17:15Auch beim Backen.
17:16Das sollte man einmal
17:17den Leuten
17:17in unserer Küche auch sagen.
17:19Die verkünsteln sich manchmal
17:20mit seltsamsten Kreationen.
17:21Schmecken tut das Ganze
17:22nach gar nicht.
17:24Warum arbeiten Sie eigentlich
17:25als Servicekraft?
17:31Also,
17:31ich war mal Hausdame.
17:33Das habe ich eigentlich gelernt.
17:35Das ist ein sehr
17:37verantwortungsvoller Posten.
17:38Und warum sind Sie das nicht mehr?
17:40Ich wurde degradiert.
17:42Wie das denn?
17:44Das ist eine lange Geschichte,
17:45aber
17:46vielleicht erzähle ich es
17:47irgendwann einmal.
17:56Woran kann das bloß liegen,
17:59dass Nora
18:00nicht bei ihrer Mutter
18:01aufwachsen durfte?
18:04Ich frage mich die ganze Zeit,
18:06warum man die Frau
18:07auf dem Foto nicht sieht.
18:09Da hatte wohl jemand
18:10ein großes Interesse daran,
18:13dass man die Mutter
18:14nicht erkennen kann.
18:16oder jemand war so wütend,
18:17dass er den Kopf
18:18einfach abgeschnitten hat.
18:19Ja, das ist auch
18:20eine Erklärung.
18:23Mich kann ich nur mehr
18:24über diese Frau rausfinden.
18:27Tja.
18:27Ich würde so gerne wissen,
18:29ob Nora
18:29ihr ähnlich sieht.
18:32Also,
18:32offenbar hatte jemand
18:34ein sehr großes Interesse,
18:37die Identität
18:38dieser Frau zu vertuschen.
18:41Wer könnte daran
18:42Interesse haben?
18:45Also,
18:46ich schlage vor,
18:48wir nehmen uns jetzt
18:49noch einmal
18:49alle Frauen vor,
18:51die hier
18:52auf den Fotos sind.
18:57Frau von Weiden,
18:59Herr Becker
19:00bittet um ein Gespräch.
19:01Er wartet in der Eingangshalle.
19:02Der Chemiker
19:03oder der Hausmeister?
19:04Tobias Becker,
19:05der Hausmeister.
19:07Ach,
19:07der soll sich an Frau Bernstein wenden.
19:09Ich habe jetzt
19:09weder den Nerv
19:10noch die Zeit,
19:10mich mit Handwerkern
19:11auseinanderzusetzen.
19:12Er möchte ausdrücklich
19:13zu Ihnen.
19:15Ja,
19:16wenn es unbedingt sein muss.
19:17Hoffentlich fasst er sich kurz.
19:22Entschuldigen Sie die Störung,
19:23Frau von Weiden.
19:24Wenn es um
19:26eine Unterschrift geht,
19:27dann legen Sie die Mappe
19:28doch bitte auf den Tisch.
19:29Ich schaue sie mir dann
19:30später an.
19:31Das sind die Forschungsunterlagen
19:32von Harald Becker,
19:33meinem Bruder.
19:33Er hat vergessen,
19:34Sie ihn zur Ansicht
19:35dazulassen.
19:36Ach ja, stimmt.
19:37Da war was.
19:38Aber die Mühe
19:39hätten Sie sich sparen können.
19:40Ich habe bereits gesagt,
19:41dass ich kein Interesse habe.
19:43Frau von Weiden,
19:44mein Bruder hat heute Morgen
19:45vielleicht einen etwas
19:46ungünstigen Zeitpunkt erwischt,
19:47aber er ist ein
19:49hochqualifizierter Wissenschaftler.
19:51Na schön,
19:51dann wird er ja keine Schwierigkeit haben,
19:53woanders gut unterzukommen.
19:54Er arbeitet in einem Projekt,
19:56das für jede
19:57Porzellanmanufaktur
19:57von Nutzen wäre.
19:59Herr Pedersen
20:00hält die Arbeit meines Bruders
20:01für sehr vielversprechend.
20:02Damit lässt sich
20:03eine Menge Geld sparen
20:05und hat mir geraten,
20:06mich direkt an Sie zu wenden.
20:07Ja, ja.
20:08Er hat mich darüber informiert.
20:11Ich lasse Ihnen die Unterlagen da.
20:12Vielleicht hat ja
20:13eine Ihrer Spezialisten Zeit,
20:14einen Blick darauf zu werfen.
20:27So.
20:30Fertig.
20:31Jetzt habe ich wirklich
20:32jedes Bild,
20:34auf dem nur
20:35ein kleiner
20:36Rockzipfel
20:37zu sehen ist,
20:38aus diesem Kasten
20:39rausgeholt.
20:42Vielleicht gibt es
20:43irgendwo ein Foto
20:44von Noras Mutter,
20:45wo sie dieselbe Kleidung trägt.
20:47Und den Kopf
20:47noch auf den Schultern hat.
20:50Das hier zum Beispiel.
20:52Das ist doch die gleiche Farbe.
20:54Ja, das könnte...
20:55Nein, das ist doch
20:56ein ganz anderes Muster.
20:57Oh, schrecklich,
20:58was wir damals getragen haben.
21:00Und das hier?
21:03Das bin ja ich.
21:06An die hohen Absätze
21:07kann ich mich noch erinnern.
21:08Bestanden den aber gut?
21:10Ne, aber Stolperfallen,
21:12oh, bin ich mit denen
21:13umgeknickst.
21:14Und die hier?
21:17Das ist die Chefin
21:18vom Golfclub,
21:19die ist viel zu alt
21:20zum Kinderkriegen.
21:23Entweder sind die Frauen
21:24zu alt, zu jung,
21:25oder sie waren
21:26zur fraglichen Zeit nicht schwanger.
21:29Warten Sie es ab.
21:30Sie haben doch gerade
21:31erst angefangen.
21:34Sie haben ja recht.
21:36Aber wenn ich ehrlich bin,
21:37hatte ich schon gehofft,
21:39dass wir sofort
21:40eine Spur finden.
21:41Wenn ich ehrlich bin,
21:43ich auch.
21:46soll ich Ihnen mal was verraten?
21:48Hm.
21:50Geduld ist nicht
21:51meine allergrößte Stärke.
21:52Hm.
21:56Aber ich bin sicher,
21:57dass es hier irgendwo
21:57in Falkenthal
21:58eine Spur gibt
21:59und die werde ich finden.
22:00Hm.
22:01Okay, Miss Holmes,
22:03ich bin dabei.
22:06Aber jetzt ist es
22:07schon so spät.
22:08Ich muss rüber
22:09ins Gutshaus
22:10das Abendessen
22:11vorbereiten.
22:12Ich helfe Ihnen.
22:13Hm?
22:14Wenn Sie mit mir
22:15nochmal den Stapel durchsehen.
22:18Ja, abgemacht.
22:28Ich habe beinahe vergessen,
22:30wie schön das im Wald ist.
22:32Sind Sie oft hier?
22:33Nein, zum ersten Mal.
22:35Und wieso kennen Sie
22:36sich dann so gut aus?
22:38Ich besichtige sozusagen
22:40gerade das Revier
22:41in geheimer Mission.
22:42Ich bin nämlich Förster
22:43auf Jobsuchen.
22:45Förster?
22:46So richtig mit Kniebundhosen
22:47und Hirschhorn knüpfen?
22:48Ja, so ähnlich.
22:49Heute aber in Zivil.
22:52Oh, ich habe noch nie
22:53einen Förster kennengelernt.
22:55Naja, ich bin ja auch noch nie
22:56fast über den Haufen
22:57geschossen worden.
22:59Das ist doch
23:00ein denkwürdiger Tag.
23:05Der Wald ist nicht
23:06ganz ungefährlich.
23:07Besser, Sie nehmen
23:08beim nächsten Spaziergang
23:09jemanden mit.
23:13Ich habe satt immer alle,
23:14um Hilfe bitten zu müssen.
23:16Ich will auch mal
23:17was allein schaffen.
23:19Dann war das heute
23:19Ihr erster Spaziergang
23:20alleine?
23:23Es ist noch nicht
23:24so lange her,
23:24seit ich nichts mehr sehen kann.
23:26Hat mit einem Autounfall
23:27zu tun.
23:29Es ist bestimmt
23:30sehr schwierig,
23:30wenn man sich ganz neu
23:31in der Welt
23:32zurechtfinden muss.
23:34Naja,
23:36ich habe es ja noch
23:37gar nicht so oft versucht.
23:39Besser habe ich immer gedacht,
23:40dass ich bald wieder
23:41sehen kann, aber...
23:45das ist eine Illusion.
23:48Wenn Sie sich nicht
23:49mit der Situation
23:50abfinden,
23:51dann nehmen Sie sich
23:52die Chance,
23:52glücklich zu sein.
23:54Ja, ich weiß es ja.
23:57Aber es sperrt sich
23:58einfach alles in mir.
24:02Besinnen Sie sich
24:03auf Ihre Stärken
24:05und ziehen Sie daraus
24:06die Kraft,
24:06Ihr Leben wieder
24:07in die Hand zu nehmen.
24:10Ich weiß nicht mehr,
24:11was meine Stärken sind.
24:13Sie sind mutig
24:14und entschlossen.
24:17Obwohl Sie noch nie
24:18alleine unterwegs waren,
24:19nehmen Sie einfach
24:20Ihre Sachen
24:21und gehen los.
24:23Sie bewahren sich
24:23Ihren Humor,
24:24auch wenn Sie
24:25in einer schwierigen Lage sind.
24:27Ich kenne nicht viele Menschen,
24:28die so viel Stärke besitzen
24:29wie Sie.
24:30Finden Sie wirklich?
24:31Ja.
24:33Und damit Sie
24:34das nicht vergessen,
24:35möchte ich Ihnen
24:36etwas schenken.
24:38Was denn?
24:42Fühlen Sie mal.
24:51Das ist Holz.
24:53Eine Baumwurzel.
24:55Die Wurzel hat einem Baum
24:56die Kraft und Stärke gegeben,
24:58damit der Meter hoch
24:59wachsen konnte.
25:00Dabei hat sie nie
25:01das Tageslicht gesehen.
25:03Das ist ja schön.
25:07Vielen Dank.
25:09Also auch danke
25:10für Ihre Hilfe.
25:12Naja, vielleicht werden Sie
25:14ja auch bald Förster
25:14hier im Revier.
25:16Ich habe in den nächsten Tagen
25:17noch mehrere Besichtigungen.
25:19Mal sehen,
25:20wo es mich hin verschlägt.
25:22Ich wünsche Ihnen Glück.
25:48Kolja, überleg doch nicht so lange.
25:49Nimm das Angebot einfach an.
25:51Die Welt steckt voller Abenteuer
25:53und die finden garantiert
25:53nicht in Falkenthal statt.
25:54Ja, aber meine Familie ist hier,
25:56meine Freunde.
25:57Ich glaube, er meint uns.
26:00Und von ein paar
26:00nervenden Mitarbeitern
26:01mal ganz abgesehen,
26:02habe ich eigentlich
26:02einen Job, der ganz okay ist.
26:04Du arbeitest nur noch
26:05die Hälfte der Zeit,
26:05hast aber doppelt so viel
26:06zu tun, das ist gut.
26:08Ja, aber ich muss hier
26:09alles aufgeben
26:09und vollständig neu anfangen.
26:11Das ist schon irgendwie komisch.
26:12Das kann ich verstehen.
26:14Vielleicht wartet in Afrika
26:16das große Glück auf dich,
26:17was du verpasst,
26:18wenn du in Falkenthal versauerst.
26:19Moment,
26:20sein großes Glück
26:21kann man aber auch
26:21hier in Falkenthal finden.
26:23Also,
26:24falls du dich doch entscheidest,
26:25nach Afrika zu gehen,
26:26dann sag mir doch bitte Bescheid.
26:27Ich bräuchte nämlich
26:28mal eine Turtelpause.
26:30Nur kein Neid da hinten, ja?
26:32Liebe kann etwas
26:32Wunderbares sein.
26:34Mhm.
26:36Chef,
26:37habe ich irgendwas
26:37nicht mitgekriegt?
26:40Ah,
26:42verstehe.
26:42Und,
26:43wie heißt sie?
26:45Kate,
26:47ich glaube es ja nicht.
26:48Du lernst in Afrika
26:49ein Mädchen kennen
26:49und du sagst es uns nicht.
26:51Arbeitet sie auch für Daniel?
26:53Ja, ja,
26:53sie ist seine Assistentin.
26:55Sie hat mich rumgeführt
26:55und mir alles gezeigt.
26:57Ja, und?
26:58Ist es was Ernstes?
27:00Ja,
27:00ich weiß es nicht.
27:02Sie,
27:03keine Ahnung,
27:04sie ist eine tolle Frau,
27:04das auf jeden Fall.
27:06Noch ein Grund,
27:07den Job anzunehmen,
27:08sonst findest du nie
27:08heraus,
27:08was zwischen euch ist.
27:10Hm?
27:16Kein Wunder,
27:17dass Elsa sich
27:18entmündigt gefühlt hat.
27:19Mit meinen Tipps
27:20und Tricks
27:20habe ich sie völlig überfahren.
27:22Wieso?
27:22Ich finde es gut,
27:23dass du dich damit beschäftigst,
27:24gerade weil Elsa
27:24noch nicht so weit ist.
27:25Ach ja.
27:26Der Ausflug
27:27muss auch der totale Stress
27:28für sie gewesen sein.
27:30Sie ist bestimmt
27:30völlig fertig,
27:31wenn sie wiederkommt.
27:34Hallo?
27:35Ist jemand zu Hause?
27:36Da ist du ja endlich.
27:39Komm rein, du.
27:41Hör mal, Kleine.
27:42So was machst du bitte
27:43nie wieder, ja?
27:45Ach,
27:46jetzt sei mir nicht böse,
27:47aber ich muss das
27:47einfach allein schaffen.
27:48Ja, super.
27:49Das hast du hier auch.
27:51Entschuldigt,
27:52wenn ihr euch Sorgen gemacht habt.
27:53Aber mir geht's richtig gut.
27:55Ja,
27:55das sieht man auch.
27:56Du strahlst über das ganze Gesicht.
27:57Komm,
27:57wir gehen in die Küche.
27:59Bevor ich das nächste Mal
28:00so einen Querfeldein-Orientierungsmarsch mache,
28:03übe ich noch ein bisschen.
28:03Versprochen.
28:04Ja.
28:05Seid mir nicht böse,
28:06aber ich muss los.
28:07Ja,
28:07ich wollte nur wissen,
28:07dass mit dir alles in Ordnung ist.
28:09Du hustest dich jetzt erst mal aus
28:10und ich merke mich später.
28:11Ja.
28:11Mach's gut.
28:12Tschüss.
28:13Nina,
28:14danke.
28:15Ciao.
28:16Tschüss.
28:16Danke dir.
28:18So,
28:18jetzt erzählst du,
28:19wo du warst.
28:20Naja,
28:21um ehrlich zu sein,
28:23habe ich mich natürlich verlaufen
28:25und bin mitten im Wald gelandet.
28:26Und wer hat dich jetzt nach Hause gebracht?
28:28Ja,
28:29mich hat da ein Förster aufgegabelt.
28:31Der war wirklich nett
28:32und der hat mir was geschenkt.
28:35Ich zeig's euch mal.
28:37Das klingt so,
28:38als hättest du einen aufregenden Nachmittag gehabt.
28:45Die ist aber schön.
28:46Ja.
28:48Die Wurzel ist das Symbol für innere Kraft.
28:51Und sie soll mir helfen,
28:52mich auf meine Stärken zu besinnen.
28:54Ach Gott,
28:55jetzt habe ich ganz vergessen,
28:55den Förster nach seinen Namen zu fragen.
28:57Elsa,
28:59ich finde das wirklich toll,
29:00dass du das alles alleine geschafft hast.
29:01Aber bitte, bitte,
29:02sag mir beim nächsten Mal Bescheid,
29:03was du vorhast.
29:05Das wird eine Menge sein.
29:07Ich habe mir vorgenommen,
29:08ab jetzt mein Leben wieder in die Hand zu nehmen.
29:10Und ich werde alles dafür tun,
29:11was nötig ist.
29:15Ich werde alles dafür tun,
29:25Frau Lang.
29:28Seit wann sind Sie denn hier?
29:31Seit heute Nachmittag.
29:33Ich bin Luisa Maywald.
29:34Na, wie auch immer.
29:36Machen Sie mir bitte einen Tee.
29:38Gerne.
29:39Hier ist noch was drin.
29:40Setzen Sie sich doch.
29:42Sehe ich so aus,
29:43als würde ich meinen Tee
29:44in der Küche trinken.
29:46First flush
29:47und lassen Sie ihn genau
29:47auf die Sekunde ziehen.
29:50Entschuldigung,
29:50ich kenne mich überhaupt nicht aus.
29:52Ja, was machen Sie dann in meiner Küche?
29:54Ich besuche Frau Landmann.
29:57Dann richten Sie bitte Frau Landmann aus.
30:00Ich wünsche,
30:00den Tee in meinem Zimmer zu trinken.
30:03Falls sie heute überhaupt noch die Güte hat
30:05und an ihrem Arbeitsplatz erscheint.
30:17Sie stehen ja da wie vom Donner gerührt.
30:18Ist etwas passiert?
30:20Ich hatte gerade eine Begegnung
30:21der dritten Art.
30:23Dann können Sie nur
30:25Annabelle van Weiden kennengelernt haben.
30:27Wahrscheinlich nicht von ihrer besten Seite.
30:29Die hat keine andere.
30:31Ist aber lieb von Ihnen,
30:33dass Sie so fleißig weitergerührt haben.
30:34Gerne.
30:35Also, wissen Sie,
30:36Annabelle van Weiden
30:37war die Schwiegertochter von Werner.
30:40Aber er war nie gut,
30:41auf sie zu sprechen.
30:42Dann...
30:42Nein, sie war,
30:44als ihre Schwester geboren wurde,
30:46noch gar nicht in Falkenthal.
30:49Dann kann sie mir also nicht weiterhelfen.
30:56Es tut mir wirklich leid, Harald.
30:58Ich hatte gehofft,
30:58dass sich Frau van Weiden
30:59noch mal bei dir meldet.
31:02Was hat sie denn gesagt?
31:04Eigentlich nur,
31:04dass sie kein Interesse hat.
31:06Aber ich habe ihr
31:07deine Unterlagen dargelassen.
31:08Vielleicht liest sie sie
31:10doch noch einmal durch.
31:12Ich finde nicht,
31:12dass wir darauf warten sollten.
31:14Lass es uns lieber
31:15bei einer anderen Manufaktur versuchen.
31:17Danke.
31:18Also, ich verstehe nicht,
31:19dass sie nicht merkt,
31:20was für ein Potenzial
31:20in der Sache steckt.
31:21Ich habe doch
31:22dem Petersen
31:23alles ganz genau erklärt.
31:25Also, mich überrascht
31:26das nicht wirklich,
31:26wie sie reagiert hat.
31:28Sie ist äußerst
31:30launisch und unberechenbar.
31:32Dann ist es auch besser so,
31:33dass du nicht für sie arbeitest,
31:34Harald.
31:36Ich weiß nicht,
31:36vielleicht sollte ich rübergehen
31:37und dir anhand der Unterlagen
31:38noch einmal genau
31:39die Zusammenhänge erklären.
31:41Harald, ich glaube,
31:41die Manufaktur hat im Augenblick
31:42kein Budget für Forschung übrig.
31:44Sonst hätte Ben sie
31:45doch längst nun gestimmt.
31:46Das ist wieder mal typisch,
31:47nicht?
31:48Alle sprechen von Innovationen,
31:49aber wenn es ums Geld geht,
31:52kein Wunder,
31:52wenn die deutsche Wissenschaft
31:53bei den Hunden geht.
31:55Also, ich denke,
31:56ich packe jetzt.
31:58Wollt ihr wirklich
31:58noch heute fahren?
32:00Ich weiß nicht.
32:01Jetzt bleibt doch noch ein bisschen,
32:02wenigstens heute Abend.
32:04Es wäre doch schön,
32:04wenn wir noch einmal
32:04gemeinsam essen.
32:06Warum nicht?
32:08Ja.
32:09Dann werde ich zur Feier des Tages
32:10einmal den Kochlöffel schwingen
32:11und Eva kann sich zur Abwechslung
32:13mal an den gedeckten Tisch setzen.
32:15Also gut,
32:15dann werde ich dir helfen.
32:17Packen kann ich auch noch morgen.
32:18Genau.
32:26Und?
32:27Wie ist es gelaufen?
32:28Hallo.
32:29Hallo.
32:29Hat Annabelle den Vertrag unterschrieben?
32:32Im Gegenteil.
32:33Sie hat den Schick zerrissen
32:34und mir gesagt,
32:34dass ich mir die Scheidung
32:35um keinen Preis der Welt
32:36erkaufen kann.
32:38Was hat sie dir
32:39für einen Grund genannt?
32:41Angeblich bedeute ich ihr noch etwas.
32:44Glaubst du ihr?
32:46Der einzige Mensch,
32:47der Annabelle etwas bedeutet,
32:48ist sie selbst.
32:49Alle anderen versucht,
32:50sie zu manipulieren
32:51und für ihre Zwecke zu benutzen.
32:54Schwer vorstellbar,
32:55dass Annabelle einfach aufgeben will.
32:57Ohne das Geld
32:57ist die Manufaktur am Ende.
32:59Ach,
33:00so weit wird sie es niemals kommen lassen.
33:01Ihr Verhalten ist reine Taktik.
33:03Und ich werde das Gefühl nicht los,
33:05sie hat irgendetwas vor.
33:09Morgen treffen meine Sachen
33:10aus Kanada ein
33:11und dann werde ich mit der
33:13Entführerin meiner Tochter
33:14unter einem Dach wohnen.
33:16Ich habe mir meinen Einzug
33:17anders vorgestellt.
33:20Ich weiß.
33:23Aber vorerst
33:23bleibt uns nichts weiter übrig,
33:25als uns auf die Situation
33:26einzulassen
33:26und Victoria
33:27so gut es geht
33:28vor Annabelle zu schützen.
33:29Es macht mich ganz krank,
33:31dass wir nichts gegen sie
33:31unternehmen können
33:32und dass sie nach allem,
33:33was sie uns angetan hat,
33:34immer noch frei herumläuft.
33:36Wenn Annabelle schuldig ist,
33:38dann wird die Polizei
33:39das beweisen.
33:40Und bis dahin
33:42werde ich sie im Auge behalten.
33:46Dieser Harald Becker
33:47behauptet,
33:47dass sein neu entwickeltes Verfahren
33:49die Brennzeit
33:50um die Hälfte verringert.
33:51Nun, das würde
33:53Energie, Zeit
33:54und damit auch Geld sparen
33:55und somit die Kosten
33:57erheblich senken.
33:58Tja, sehen die Banken
33:59das auch so?
34:00Durchaus vorstellbar.
34:01Sie könnten effizienter,
34:03günstiger produzieren
34:04und wären damit
34:05wieder konkurrenzfähig.
34:06Danke für die Auskunft.
34:08Ich melde mich bei Ihnen,
34:09sobald ich mich entschieden habe.
34:11Danke.
34:12Ja, bitte.
34:15Kommen Sie ruhig herein.
34:18Seit wann servieren Sie den Tee?
34:22Seit Katharina Freihardt
34:24und Sie
34:25nicht auf Ihren First Flush
34:27verzichten wollen.
34:28Zum Glück haben Sie mir
34:29nicht dieses unverschämte
34:30junge Ding heraufgeschickt.
34:33Luisa Maywald?
34:34Warum sollte ich?
34:35Sie ist Gast hier.
34:37Wer in meinem Haus zu Gast ist,
34:39bestimme immer noch ich.
34:40Ich wünsche nicht,
34:41dass Fremde hier rumlungern.
34:42Luisa Maywald
34:43ist eine Bekannte von mir
34:44und keineswegs fremd.
34:47Dann füttern Sie Ihren Besuch
34:49zukünftig
34:50bei sich zu Hause durch.
34:52Die Küche ist Ihr Arbeitsplatz
34:53und nicht Ihr persönliches Wohnzimmer.
34:55Meine Arbeit
34:56hat darunter nicht gelitten.
34:59Frau Landmann,
35:00ich glaube,
35:01ich habe mich deutlich genug ausgedrückt.
35:02Ich erteile Ihnen hiermit
35:03eine offizielle Verwarnung.
35:05Ich möchte dieses Mädchen
35:06in meinem Haus nicht mehr sehen.
35:10Von Ihnen eine Verwarnung
35:11zu bekommen,
35:12betrachte ich als Kompliment.
35:14Was wollen Sie damit sagen?
35:17Das wissen Sie ganz genau.
35:19Für Luisa Maywald
35:20würde ich meine Hand
35:21ins Feuer legen.
35:22Was ich für Sie
35:23niemals tun würde,
35:24Frau von Weiden.
35:37Jetzt haben wir uns
35:38solche Sorgen
35:39um Elsa gemacht
35:40und dann hat sich doch noch
35:41alles zum Guten gewendet.
35:45So fröhlich
35:45und zuversichtlich
35:46habe ich sie schon lange
35:47nicht mehr gesehen.
35:51Der Förster ohne Namen.
35:54Naja, offenbar
35:55hat er genau die Worte gefunden,
35:56nach denen ich die letzten
35:57Wochen so verzweifelt
35:58gesucht habe.
36:02Dass es Elsa wieder besser geht,
36:03ist wie ein Wink des Schicksals.
36:05Als ob sich eine Tür,
36:06die lange verschlossen war,
36:07plötzlich ein kleines bisschen öffnet.
36:11Und vielleicht bedeutet es,
36:13dass auch Ben und ich
36:14noch eine Chance haben.
36:27Hast du schon mit deiner Mutter
36:28über Daniels Angebot gesprochen?
36:29Ich habe es kurz erwähnt.
36:31Also, wir wollen drüber reden,
36:32wenn sie wieder da ist.
36:34Ja, und wie ernst ist
36:35diese Sache mit deiner neuen Freundin?
36:37Kate heißt sie, glaube ich, oder?
36:39Ja, das haben mich
36:40Erik, Michael und Lizzie
36:41auch schon gefragt.
36:43Ja, also,
36:44je länger ich weg bin,
36:45desto,
36:47desto mehr vermisse ich sie.
36:49Fehlt mir richtig.
36:50Hast dich verliebt, ne?
36:52Ich kann es gar nicht
36:52richtig beschreiben.
36:54Aber als Daniel mir
36:55das Angebot gemacht hat,
36:56da kam es mir schon
36:57fast absurd vor.
36:58Falkenthal verlassen,
36:59meine Freunde,
37:00meine Familie,
37:01meinen Job aufgeben.
37:03Du bekommst aber auch
37:04eine Menge dafür.
37:05Ja, aber das wird mir erst klar,
37:06seitdem ich wieder hier bin.
37:07Ich war nur eine Woche dort,
37:08aber ich fange wirklich an,
37:09dieses Land zu vermissen.
37:10Ja, das kann ich verstehen,
37:11mein Junge.
37:12Mensch, was ich da jetzt
37:13erlebt habe.
37:15Jede Tag war ein Abenteuer
37:16und ich wusste nie,
37:17was als nächstes passiert.
37:18Hast du dir nicht mal
37:19überlegt, dort zu bleiben?
37:21Dafür habe ich mir
37:22hier zu viel aufgebaut.
37:24Aber ich wusste immer,
37:25wenn ich noch mal
37:25so jung wäre wie
37:26Julia und Daniel,
37:27ja, oder wie du,
37:29tja,
37:30würde ich nicht lange überlegen.
38:00Luisa,
38:01Ich dachte genau, dass ich das nicht wollte.
38:03Ich dachte, dass du deine Meinung dann änderst.
38:05Ich bin bei Frau Landmann und sie hat mir schon ganz viel über deine Familie erzählt.
38:09Und?
38:10Du hast zwei Halbbrüder.
38:12Ich dachte, ob du vielleicht heute Abend hierher kommen willst.
38:15Sie würde dir gerne mehr von ihnen erzählen.
38:16Bitte hör endlich auf, dich in mein Leben einzumischen, Luisa.
38:19Du hast in der Vergangenheit schon genug Unheil angerichtet.
38:22Nora, bitte. Ich kann nicht ungeschehen machen, was passiert ist,
38:25auch wenn ich nichts lieber täte.
38:28Die Leier kenn ich bereits.
38:29Aber vielleicht kann ich jetzt etwas für dich tun, was dich glücklich macht.
38:32Und deinem Leben eine ganz neue Perspektive gibt.
38:35Ich sag dir mal was.
38:36Wenn du dich nicht bald wieder hier bei der Arbeit sehen lässt,
38:38sitzt du auf der Straße. Also mach dir lieber Gedanken über deine eigene Perspektive.
38:53Hey.
38:54Michael, hi.
38:55Wenn du Erik und Lissi suchst, die sind im Cozy.
38:57Nein, ich wollte wissen, wie es dir geht.
38:59Das ist ja nett.
39:00Ich kann verstehen, dass du dir das mit der Entscheidung für Afrika nicht leicht machen willst.
39:04Danke, dass du mich verstehst.
39:05Erik tut so, als ob es sich um eine Urlaubsentscheidung handeln würde.
39:08Ja, ich weiß.
39:09Aber wenn ich dort hingehe, dann gehe ich auch gewisse Verpflichtungen ein.
39:12Daniel gegenüber, den Mitarbeitern.
39:13Und wenn ich erstmal dort bin, dann will ich so schnell auch nicht wieder gehen.
39:16Weißt du, Erik sieht die Welt manchmal einfach.
39:20Aber erzähl doch mal von deinem Job. Was würdest du da machen?
39:23Also ich wäre zuständig für die Designs, für Vertrieb und Marketing.
39:27Ich hätte jede Menge Verantwortung und könnte viel freier und selbstständiger arbeiten als hier.
39:32Ich will dich natürlich nicht zu einer Entscheidung drängen, aber ich glaube, du würdest für das Projekt sehr viel Gutes
39:38tun.
39:39Und wenn jetzt auch noch die Frau, die du liebst, erwartet, dann solltest du das erst recht machen.
39:46Vielen Dank für deinen Rat.
39:49Willst du was trinken?
39:50Ne, danke. Ich bin noch verabredet.
39:52Achso.
39:53Ja.
39:55Bis dann.
39:55Bis dann. Ciao.
39:57Tschö.
40:11Daniel, hi, hier ist Kolja.
40:14Ja, Falkenthal steht noch. Und bei euch?
40:17Ah, okay. Ich soll euch ganz, ganz lieb grüßen von allen.
40:21Mach ich. Mach ich, ja.
40:25Ich bin dir ja noch eine Antwort schuldig.
40:29Genau.
40:31Ja, ich, ähm, ich werde dein Angebot annehmen.
40:36Irgendwie verstehe ich nicht, dass sie sich von ihrer Schwester so viel bieten lassen.
40:42Nora hat viel mitgemacht, Frau Landmann.
40:45Nun lassen Sie doch mal die Vergangenheit.
40:48Sie haben doch selbst gesagt, dass Ihre Eltern Nora geliebt haben.
40:53Sie haben ihr doch nichts weggenommen.
40:56Aber es hat nicht nur mit meinen Eltern zu tun.
41:01Sie haben mich doch gefragt, warum ich degradiert wurde und nicht mehr als Hausdame arbeite.
41:05Ja.
41:08Ich habe etwas getan, was Nora mir nie verzeihen wird.
41:17Wovon sprechen Sie nun?
41:20Von Holger.
41:22Wer ist Holger?
41:24Holger war Noras Verlobter.
41:27Ich bin schuld daran, dass er tot ist.
41:35Den Weg in die Manufaktur könnten Sie sich eigentlich sparen.
41:38Jetzt, nachdem Sie Richards Shake abgelehnt haben, ist das Ende doch besiegelt.
41:42Das hätten Sie wohl gern.
41:43Aber so weit ist es noch lange nicht.
41:45Vielleicht hat sogar der Fotograf selbst den Abzug gemacht.
41:47Damals gab es noch kaum Großlabors.
41:49Dann könnte man vielleicht bei alteingesessenen Fotogeschäften einen Faltenteil nachfragen.
41:52Ja, genau das wollte ich gerade vorschlagen.
41:55Hast du eine heimliche Affäre mit Nina?
41:57Ich komme gegen meine Gefühle für Nina nicht an.
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