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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Da draußen ist was los. Andreas schafft den Tresen gar nicht allein.
00:03Er jongliert gerade mit belegten Broten für eine Sitzung.
00:08Und trotzdem habe ich dir was Süßes mitgebracht.
00:11Danke.
00:14Keine Ursache.
00:17Übrigens, ähm, Silke hat vorhin gekündigt.
00:21Echt? Das ist ja cool.
00:24Ach, du hörst mir überhaupt nicht zu.
00:26Sorry, das war nicht böse gemeint. Ich bin nur gerade richtig nervös.
00:30Das sind die besten Entwürfe, die ich bisher gemacht habe.
00:32Der Seniorchef muss sie einfach gut finden.
00:35Sind die Änderungen fertig?
00:37Naja, fast.
00:39Beeilen Sie sich.
00:41Ich will meinen Großvater nicht länger warten lassen.
00:51Gleich ist es überstanden, Berner.
00:54Dann ist alles vorbei.
01:01Oh, Großvater.
01:02Gott sei Dank, dass ihr kommt.
01:04Werner ist gerade zusammengebrochen.
01:05Wir müssen unbedingt den Notarzt rufen.
01:07Großvater.
01:13Hallo?
01:15Annabelle Gravenberg hier.
01:17Bitte schicken Sie sofort einen Wagen in die Falkenthaler Porzellanmanufaktur.
01:22Vermutlich eine Herzinfarkt.
01:23Bitte machen Sie schnell.
01:25Halt durch, Großvater.
01:26Bitte, du musst durchhalten.
01:35Hallo, Julia.
01:37Du hast mich angerufen?
01:38Was hast du denn, Schatz?
01:40Du bist ja so aufgeregt.
01:42Ich?
01:43Ich bin zu Hause.
01:45Wo soll ich denn sonst sein?
01:48Ach, da war ich unter der Dusche.
01:50Da habe ich das Klingen wahrscheinlich nicht gehört.
01:54Und jetzt gehe ich ins Bett, wenn du nichts dagegen hast.
01:59Ja, ich weiß, dass es noch früh ist, aber ich gehe trotzdem ins Bett.
02:03Mein Schmöker zu Ende lesen.
02:05Was anderes kann man doch hier sowieso nicht machen.
02:15Hattest du nicht eben noch zwei Teller?
02:17Natürlich.
02:19Und war das gerade ein Entwarnungsanruf?
02:21Ja.
02:22Okay.
02:24Ach, das ist ja schon viel zu kalt.
02:25Ich hole dir was Frisches.
02:30Was ist das bloß zwischen uns?
02:34Was macht Daniel mit mir?
02:37Ich habe noch nie erlebt, dass mir jemand in so kurzer Zeit so vertraut und nah war.
02:42Als wäre er genau der eine, der für mich bestimmt ist.
02:50Als nächstes kommt die Zero.
02:52Ich weiß das.
02:53Ich fühle das.
02:56Gleiches Bett.
02:57Setz auf Zero.
02:58Setz.
03:00Nein, nein, nein.
03:01Komm.
03:01Mach schon.
03:02Worauf wartest du?
03:03Setz alles.
03:04Du kriegst es 35-fach zurück.
03:0635-fach auf Zero.
03:09Jetzt komm doch mal wieder runter.
03:12Hol mir jetzt erst mal einen Drink.
03:15Wie kannst du denn jetzt weggehen?
03:17Darauf haben wir doch den ganzen Abend gewartet.
03:20Auf Zero.
03:21Wir beide, wir sprengen die Bank.
03:22Ich spreng jetzt erst mal die Bank.
03:25Ja, dann setz halt erst mal noch zwei Scheinchen, wenn du dir so sicher bist.
03:34Können wir so fetzig?
04:01Da!
04:02Sternen schnappen, siehst du?
04:04Oh ja.
04:07Jetzt können wir uns beide was wünschen.
04:09Ja, dann schauen wir.
04:57Ich möchte dich gar nicht mehr loslassen.
05:01Ich möchte...
05:02Ich möchte die ganze Nacht.
05:06Was sag ich denn da?
05:09Eine afrikanische Legende sagt, dass man mit den Menschen,
05:14die einem das Leben gerettet hat, auf immer verbunden bleibt.
05:30Wir sollten jetzt langsam wirklich los.
05:33Ja.
05:48Gibt es was Neues?
05:49Nein, er wird immer noch da drin behandelt.
05:52Hast du wenigstens Daniel erreichen können?
05:54Sein Herr in diesem Mal noch ausgeschaltet.
05:55Aber ich habe eine Nachricht in der Lodge hinterlassen.
05:58Er soll mich sofort anrufen.
06:00Und was ist mit Onkel Frederik?
06:02Soll mit ihm sein.
06:03Hast du denn nicht auch versucht, ihn zu erreichen?
06:06Ach, das muss ich in der Aufregung ganz vergessen haben.
06:08Er hat ein Recht darauf zu erfahren,
06:10dass es seinem Vater schlecht geht.
06:11Meinst du etwa, er nimmt die nächste Maschine und kommt hierher?
06:15Zwei Jahre hat er jede Einladung seines Vaters ausgeschlagen
06:18und ihm damit das Herz gebrochen.
06:21Das ist echt geschmacklos in dieser Situation.
06:25Was ist eigentlich zwischen Großvater und dir vorgefallen?
06:28Was meinst du?
06:29Naja, er wird ja nicht einfach so einen Zusammenbruch gehabt haben.
06:32Und du warst ziemlich sauer auf ihn.
06:34Willst du damit andeuten, dass ich für Berners Zustand verantwortlich bin?
06:37Nein.
06:39Aber ihr habt bestimmt gestritten.
06:42Professor Driesler, wie geht es meinem Großvater?
06:44Will er durchkommen?
06:45Ihrem Großvater geht es den Umständen entsprechend.
06:48Sein Zustand hat sich stabilisiert.
06:51Er ist aber noch nicht über dem Berg.
06:56Du verdammtes Lichtstück!
06:59Du hast mich ausgeraubt!
07:03Ausgeraubt!
07:06Wenn ich dich in die Finger träge,
07:10wo bist du, du Schlange?
07:13Aber ich krieg dich, hörst du?
07:15Ich krieg dich!
07:16Und dann zahlst du mir alles durch!
07:22Ich krieg dich!
07:25Ich kriege dich!
07:31Du, mir mein Geld zu holst.
07:33Halt, du.
07:41Hermann!
07:47Hermann, was ist denn?
07:52Hermann, sag doch was.
08:07Hermann, was ist denn?
08:31Wenn es ein wichtiger Infarkt war, möchte ich auf Nummer sicher gehen.
08:35Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen?
08:39Na, dann können wir ja nach Hause fahren, sobald Herr Becker mit dem Wagen da ist.
08:45Ja, was soll es Werner denn bringen, wenn wir uns hier die Nacht um die Ohren schlagen?
08:48Ich glaube, dass es Großvater ziemlich viel bedeutet, wenn seine Familie hier bei ihm ist.
08:52Natürlich, Patricia, aber Werner ist nicht mehr der Jüngste.
08:56Irgendwann müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen, dass er uns möglicherweise verlassen wird.
09:11Offensichtlich hat er schon seit Längerem ein schweres Herz leiden.
09:14Das hat keiner gewusst?
09:15Doch, er und Eva, sonst niemand.
09:18Darauf hat er wohl bestanden.
09:20Aber Daniel hätte ihn doch in der Firma noch viel mehr entlasten können, oder nicht?
09:24Ihr weiß ja, Gravenberg, also Daniel, weiß er Bescheid?
09:26Ich weiß es nicht genau, aber auf jeden Fall wird es ein ziemlicher Schock für ihn,
09:29wenn er fährt, dass der Großvater fast gestorben wäre.
09:42Julia, in den Rucksack.
09:47Sind die Jungs wirklich sicher nach Hause?
09:49Ja, klar.
09:50Auf den Safaris sind die Jungs immer mein Taxi.
09:56Wenn ich nicht ganz sicher wäre, dass wir uns gleich morgen früh wiedersehen,
10:00würde ich dich nicht gehen lassen.
10:02Und ich würde nicht gehen.
10:05Ich verspreche dir, ich werde morgen früh an dieser Stelle sein.
10:08Aber ich kann heute Nacht nicht einfach wegbleiben.
10:11Wenn meine Mutter aufwacht und ich bin nicht da, dann dreht sie durch und denkt, ich sei entführt worden oder
10:15sowas.
10:15Ja, die Sorge ist hier nicht unbegründet.
10:19Morgen werde ich jede Minute bis zu deinem Abflug mit dir verbringen.
10:23Wir müssen auch so viel besprechen, die Adressen austauschen, wann ich wieder hier bin, wann, wann, wann, wann.
10:29Morgen am Flughafen, okay?
10:32Ich will nicht schon in der Früh mit dem Abschied nehmen anfangen
10:34und dann jede Stunde runterzählen bis zu deinem Abflug.
10:38Ich habe heute die zauberhafteste Frau der Welt getroffen.
10:45Schlaf gut.
10:47Du auch.
10:49Schlaf schnell.
10:51Oder gar nicht.
10:52Ist ja auch egal.
10:55Na los, steig ein.
10:56Okay.
11:09Martin.
11:21Ich will nicht.
11:36Ich will nicht.
11:51Daniel, hast du Lust auf einen Drink an der Bar, an deinem letzten Urlaubstag?
11:58Alles in Ordnung?
11:59Ja, in bester Ordnung.
12:03Ich habe jemanden getroffen.
12:05Ach nein.
12:07An deinem letzten Urlaubstag lässt du dich dann doch noch auf einen Flirt ein.
12:11Das war kein Flirt, das...
12:14Das war was anderes.
12:18Dich hat's hier voll erwischt.
12:21Die Safari-Leiterin?
12:23Ja.
12:25Sieht ihr euch wieder?
12:26Warum früh?
12:31Übrigens, deine Mutter hat vorhin angerufen und wollte dich erreichen.
12:34Und wollte sie was Bestimmtes?
12:36Keine Ahnung, sie hat nur an der Rezeption hinterlassen, dass du sie dringend zurückrufen sollst.
12:40Vielleicht ist was ganz Dramatisches passiert und sie hat sich ihren Fingernagel abgebrochen oder sowas.
12:45Frederic, es kann immer was Ernsthaftes mit der Firma sein.
12:50Ich ruf sie gleich mal an.
13:08Ja, ich verstehe, verstehe.
13:11Sag Großvater einen ganz lieben Gruß von mir und...
13:14dass ich...
13:16dass ich an ihn denke.
13:19Ja, ist gut.
13:20Bis morgen.
13:22Was ist los?
13:25Großvater ist zusammengebrochen.
13:28Sein Zustand ist stabil, aber...
13:30ich muss sofort meinen Flug umbuchen.
13:31Er braucht mich jetzt.
13:34Und anstatt mich auch zu informieren, hinterlässt deine Mutter nur eine Nachricht an der Rezeption?
13:38Was weiß ich, vielleicht hat sie in der Aufregung nicht dran gedacht.
13:40Aber Daniel, du kennst deine Mutter.
13:42Wo ist denn die Nummer von der Airline?
13:45Julia, sie weiß nichts von meinem Abflug.
13:47Ruf sie an.
13:48Weißt du, wo sie wohnt?
13:49Sie arbeitet in der SWA.
13:51Vielleicht wohnt sie da auch.
13:52Ruf die Rezeption an und lass sie die Nummer geben.
13:55Könntest du dich um den Flug kümmern, bitte?
13:57Ich werde gleich los telefonieren und die Flüge checken.
14:00Flüge?
14:02Du kommst mit?
14:04Selbstverständlich.
14:04In so einer Situation.
14:06Das ist mein Vater.
14:14Mama?
14:15Was machst du denn da?
14:17Was ist das für ein schickes neues Kleid?
14:20Wir müssen weg von hier.
14:21So schnell wie es geht.
14:22Frag doch nicht.
14:24Hilf mir lieber packen.
14:26Mein Gott.
14:27Das war so schrecklich.
14:28Hermann.
14:29Der Ballack.
14:30Meine Augen.
14:32Ich habe noch nie einen Bluten.
14:35Was redest du denn da?
14:37Wer ist tot?
14:37Wer ist Hermann?
14:39Was ist denn passiert?
14:40Wir müssen weg sein, bevor sie ihn finden.
14:42so weit weg wie möglich.
14:45Das glaubt mir doch gar kein Mensch.
14:46Mein Gott, ist das ein Albtraum.
14:48Mama, jetzt sag mir bitte endlich, was du wieder angestellt hast.
14:51Mama, er ist hingefallen und dann war er tot.
14:58Ja, ich bin noch dran.
15:01Bei Julia geht niemand ans Telefon.
15:04Gut, ich verstehe.
15:05Vielen Dank für Ihre Mühe trotzdem.
15:08Ja, auf Wiederhören.
15:22Das mit den Flügen ist ein bisschen komplizierter.
15:23Wir müssen die Tickets direkt am Flughafen kaufen.
15:26Ich habe Jörg schon ausrichten lassen, dass es uns gleich hinbringt.
15:28Hast du deine Traumfrau erreicht?
15:30Nein.
15:30Dann hinterlass dir eine Nachricht.
15:31Mach ich doch gerade.
15:32Außerdem habe ich ihr meine Nummer in ihr Handy getippt.
15:35Heimlich.
15:36Na ja, dann kann ja nichts mehr schief gehen.
15:39Hoffentlich.
15:40Ich gehe bald noch.
15:43Mach das Licht aus.
15:44Wenn uns jemand zieht.
15:47Ja, ich glaube, hier war es.
15:49Ja, da.
15:50Nein, warte.
15:52Ich kann also nur mal sehen.
16:00Mama, hier ist nichts.
16:03Ja.
16:16Das geht doch nicht.
16:20Das kann doch nicht sein.
16:25Doch.
16:26Ja, natürlich.
16:28Die haben ihn schon gefunden.
16:29Oh Gott.
16:31Wir zogen dich doch.
16:32Die kennen doch mein Gesicht aus dem Casino.
16:34Bitte, bitte.
16:35Beruhig dich doch erst mal auf.
16:36Ich komme ins Gefängnis.
16:37Erklär mir ganz in Ruhe.
16:39Was passiert hier?
16:39Für immer und ewig.
16:40In ein südafrikanisches Gefängnis.
16:41Weißt du eigentlich, was das heißt?
16:44Das, das, das, das halte ich nicht aus.
16:47Das, das überlebe ich mich.
16:49Ich weiß.
16:51Ich springe in den nächsten Flieger.
16:53Egal, wohin er geht.
16:55Sollen die doch hier machen, was sie wollen.
16:57Mama!
16:58Mama!
17:02Mama!
17:04Mama!
17:12Herr Rhein, bist du soweit?
17:14Ja, gleich.
17:16Warum sind Sie eigentlich die ganze Zeit gesteckt?
17:19Ich muss noch was erledigen.
17:20Eine Freundin.
17:21Einen klaren Gefallen tun.
17:22Wieso?
17:23Heißt das, Sie konnten Julias Mutter helfen?
17:26Ja.
17:27Sehr sogar.
17:29Sagen Sie, haben Sie Julia seitdem noch mal gesehen?
17:31Nein.
17:32Tut mir leid.
17:34Vielleicht könnten Sie mir einen Gefallen tun.
17:47Sie sehen Sie doch fast jeden Tag.
17:49Könnten Sie ihr den hier von mir geben?
17:51Es wäre sehr wichtig.
17:52Natürlich.
17:53Kein Problem.
17:54Jetzt aber los.
18:08Da vorne ist der Schalter.
18:10Lass uns ganz schnell Tickets kaufen und sofort einchecken.
18:13Ich hoffe jetzt erstmal in der Estabon-UAL und sage, dass ich nicht zur Arbeit komme.
18:17Dann kann ich einfach verschwinden.
18:19Ich habe morgen eine Fahrpringung.
18:20Die müssen wenigstens wissen, wo ich bin.
18:22Nein, Julia, bitte nicht.
18:24Niemand darf wissen, wo wir sind.
18:26Am besten, die denken, wir sind einfach verschwunden.
18:28Mama, hörst du jetzt bitte mit dem Unsinn auf?
18:29Das ist kein Unsinn, Julia.
18:31Das ist mein voller Ernst.
18:32Ich will hier nur noch weg.
18:34Alles andere ist im Moment völlig egal.
18:36Und dass ich mir hier ein ganz, ganz wundervolles Leben aufgebaut habe, das ist dir auch völlig egal.
18:42Nein, Julia, natürlich nicht.
18:45Aber wenn wir hierbleiben, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Sie mich einsperren.
18:50Wie ein Mord.
18:51Mama, da war nichts.
18:54Niemand wird sich wegen Mordes einsperren, wenn es nicht meinen Toten gibt.
18:58Und wenn ich recht habe, willst du mich für den Rest meines Lebens im Gefängnis besuchen.
19:02In einem südafrikanischen Gefängnis.
19:05Ich kann nicht hierbleiben.
19:09Mama, warte.
19:13Du weißt ganz genau, dass ich dich nicht alleine gehen lassen würde.
19:21Julia, ich liebe dich.
19:23Du wirst sehen, in Deutschland wird alles wieder gut.
19:27Glaub mir.
19:37Ich verstehe das nicht.
19:41Da war kein Toter.
19:44Mama muss sich irren.
19:48Ich will hier nicht weg.
19:51Aber sie braucht mich.
19:54Ich kann sie nicht alleine lassen.
19:56Ich kann sie nicht alleine lassen.
20:20Und sagen Sie, Julia, doch bitte, dass es mir leid tut.
20:24Alles andere steht in dem Brief, den ich Ihnen gegeben habe.
20:26Machen Sie sich keine Sorgen, Herr Grafenberg.
20:30Sorry, hat ein bisschen länger gedauert.
20:33Eine Maschine ist gerade abgeflogen, aber die nächste geht in 20 Minuten.
20:35Prima.
20:36Brauchen Sie mich denn noch?
20:37Nein, danke, Herr.
20:38Dann wollte ich Sie in einer Woche wieder ab.
20:40Ja.
20:41Ich melde mich noch und gebe die genaue Anpruchszeit durch.
20:43Na dann, guten Flug.
20:44Danke.
20:45Und die Sachen mit dem Brief, die können Sie erst erledigt mitmachen.
20:49Das ist sehr nett von Ihnen.
20:50Tschüss.
20:52Tschüss.
20:53Tschüss.
20:54Wir nehmen noch ein Drink.
20:55Na gut.
20:58Na gut.
21:04Na gut.
21:23Wir sollten uns einen Führer besorgen.
21:26Für Hotels und Pensionen.
21:28Ach, glaubst du, dass wir uns ein Zimmer leisten können?
21:31Na etwa nicht?
21:33Mama, wir haben fast alles Geld, das wir hatten, für die Flugtickets auszugeben.
21:36Wir haben jetzt noch 32 Euro übrig und das muss uns für die nächsten Tage reichen.
21:40Und zwar für Unterkunft, für Essen und für alles andere, was wir sonst noch brauchen werden.
21:44Aber was machen wir denn dann?
21:46Das reicht ja nicht mal bis morgen.
21:48Ja, da hast du wohl recht.
21:49Aber du musstest ja unbedingt völlig überstürzt und kopflos aus Südafrika abreißen.
21:53Oh Gott, Julia.
21:55Das tut mir alles so leid.
21:57Warum muss ich uns immer wieder in diese Schwierigkeiten bringen?
22:00Warum kann ich mich nicht einfach mal zusammenreißen?
22:03Ich wollte dir keine Vorwürfe machen.
22:05Aber du hast doch recht.
22:07Wie oft habe ich uns schon in diese Situation gebracht?
22:10Und das alles wegen meiner verdammten Spielerei.
22:12Wie oft?
22:13Mama, wie wäre es, wenn wir uns einfach jetzt ein ruhiges Plätzchen suchen,
22:17an dem wir überlegen, was wir als nächstes anfangen?
22:19Einverstanden?
22:22Ich bin so froh, dass ich dich habe, Julia.
22:25Ohne dich, ich weiß gar nicht, wo ich gelandet wäre.
22:28Ich liebe dich, Julia.
22:30Ist schon gut, Mama.
22:32Ich liebe dich auch.
22:35Jetzt komm.
23:05Ich bin so froh, dass es dir wieder besser geht.
23:12Aber bist du sicher, dass es eine gute Idee war, schon heute das Krankenhaus zu verlassen?
23:16Gegen den ausdrücklichen Rat der Ärzte?
23:18Deine Sorge in allen Ehren, Annabelle.
23:20Aber du weißt sehr genau, wie abscheulich ich Krankenhäuser finde.
23:25Schön, dass du wieder da bist.
23:27Übrigens, Daniel kommt heute aus Südastika zurück.
23:30Er hat extra wegen dir einen früheren Flug genommen.
23:32Oh, das freut mich aber sehr.
23:34Und er wird sich freundlich, in der Firma zu entlasten.
23:37Aber ich...
23:37Keine Widerrede, Werner.
23:39Schon schlimm genug, dass du uns so lange deine Herzprobleme beschwiegen hast.
23:44Patricia und ich, wir haben mit Professor Diesler gesprochen.
23:47Und wir haben ihm zugesagt, dass wir darauf achten werden, dass du etwas kürzer trittst.
23:52Habe ich recht?
23:53Ja.
23:54Jetzt hört mal zu, ihr beiden.
23:57Ich entscheide immer noch selbst, wann ich kürzer trete und wann nicht.
24:00Ist das klar?
24:08Herr Grafenberg, ich bin so froh, dass es Ihnen wieder besser geht.
24:13Ich habe mir solche Sorgen gemacht.
24:15Ich bitte Sie, Eva.
24:18Unkraut vergeht nicht.
24:19Ich verstehe aber nicht, warum Sie nicht noch etwas länger im Krankenhaus geblieben sind.
24:23Aber Eva, das verstehen Sie ganz genau.
24:26Krankenhäuser machen einen in meinem Alter nicht mehr gesund,
24:29sondern genau das Gegenteil.
24:31Aber dann glauben Sie jetzt nicht, dass ich nicht ein Auge auf Sie haben werde.
24:35Sie werden hier schön auf dem Sofa sitzen bleiben und sich ausrufen.
24:39Das ist ja sehr aufmerksam, Eva.
24:41Aber ich habe...
24:41Kein Aber dieses Mal nicht, Herr Grafenberg.
24:44Ab jetzt müssen Sie mehr auf Ihre Gesundheit achten.
24:48Es ist gut, Eva.
24:50Ich tue, was Sie sagen.
24:57Ach, Tobias, fahren Sie bitte zum Flughafen, holen meinen Sohn ab.
25:01Er hat eine frühere Maschine genommen.
25:03Gerne.
25:14Marion.
25:15Marion Winkler.
25:17Vielleicht können wir bei der ein paar Tage unterkommen.
25:20Ist das deine Freundin aus Saasbach-Walden?
25:22Ja, genau.
25:23Wenn du fährst nach Saasbach-Walden, reicht das Geld nicht.
25:28Na ja, wer weiß.
25:31Vielleicht wäre Marion auch gar nicht so begeistert,
25:33wenn ich plötzlich bei ihr auftauchen würde.
25:38Gott.
25:41Wie habe ich es bloß geschafft,
25:42überall verbrannte Erde zu hinterlassen?
25:47Ich habe keine Freunde mehr.
25:49Keine Bekannten,
25:51die ich um Hilfe bitten könnte.
25:54Nein.
26:00Entschuldige,
26:01aber ich glaube,
26:02ich gehe mich mal lieber ein bisschen frisch los.
26:08Arme Mama.
26:10Sie fühlt sich schrecklich.
26:13So verzweifelt habe ich sie noch nie gesehen.
26:16Aber sie hat recht.
26:17Wir haben keine Freunde mehr,
26:19die wir um Hilfe bitten könnten.
26:23In diesem Moment wartet Daniel gerade auf mich.
26:27Er wird glauben,
26:28dass ich ihn versetzt habe,
26:29dass es mir nicht wichtig war.
26:33Was würde ich darum geben,
26:34jetzt in Südafrika an der Lodge zu stehen
26:36und mit ihm den Tag zu verbringen?
26:39Wie kann man jemanden so sehr vermissen,
26:41den man gar nicht richtig kennt?
27:00Jetzt wäre er treffen.
27:04Romeo,
27:06Romeo,
27:06Julia hat deinen Brief sicher schon erhalten.
27:08Meinst du?
27:09Auf Jörges Verlass.
27:20Vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden,
27:23dass dieser Augenblick mit Daniel alles war.
27:26Vielleicht muss ich ihn vergessen.
27:29Je schneller ich das alles hinter mir lasse,
27:30umso leichter wird es.
27:32Was hältst du davon,
27:34wenn wir eine Kleinigkeit essen?
27:36Ich weiß,
27:37wir haben nicht so viel Geld,
27:37aber...
27:38Doch, doch, ich könnte auch was vertragen.
27:39Gut.
27:59Und, bist du soweit?
28:01Gleich.
28:02Geh doch schon mal vor.
28:03Okay?
28:07Okay?
28:10Okay.
28:14Okay.
28:20Okay.
28:41Ich glaube, der Falle kommt Tobias. Kann das sein?
28:45Ja, das ist er.
28:46Er hat sich in den letzten zwei Jahren auch nicht verändert.
28:49Hallo.
28:50Hallo, Tobias.
28:51Schön, Sie zu sehen.
28:51Ganz meinerseits, Herr Grafenberg.
28:53Hallo, Daniel.
28:55Ihr Großvater wird Sie auf jeden Fall sehr freuen.
29:00So, jetzt haben wir los.
29:02Ich hole mir nur schnell eine Zeitung.
29:04Ich komme mit.
29:07Komm, wir setzen uns dahinten.
29:15So, hier ist dein Wasser.
29:17Und das Puten-Sanutsch.
29:19Danke.
29:38Was ist denn das für eine Karte?
29:47Das sieht ja nett aus.
29:50Das ist Falkenthal.
29:51Hier ganz in der Nähe.
30:04Julia?
30:05Ich glaube, ich habe eine Idee, wo wir hinkommen.
30:25Danke, Tobias.
30:26Ja.
30:27Hat sich kaum was verändert, oder?
30:29Nein, gar nicht.
30:34Daniel.
30:34Eva.
30:36Gut, dass du wieder da bist.
30:38Wie geht's ihm?
30:39Na, du kennst ihn ja.
30:40Ja.
30:41Freuen Sie sich auch, dass ich wieder da bin?
30:44Frau, dass Sie doch gekommen sind.
30:51Ihr Vater wird sich so freuen.
30:53Kommen Sie.
30:54Danke.
31:19Scheint niemand zu Hause zu sein.
31:22Ja, am besten.
31:25Wir warten hier.
31:28Ist das schön hier.
31:30Wie lange kennst du diesen Tobias eigentlich schon?
31:34Ach, fast schon.
31:36Seit einer halben Ewigkeit.
31:38Und wieso hast du dann nie von ihm erzählt?
31:43Weiß nicht.
31:44Hat sich, glaube ich, nie so ergeben.
31:47Aber Tobias ist ein ganz wunderbarer, lieber Mensch.
31:53Wart ihr mal eng befreundet?
31:57Ja.
31:58Aber das ist alles schon fast über 30 Jahre her.
32:02Und seitdem hast du ihn nie mehr gesehen.
32:05Nein.
32:07Wie kommst du denn dann darauf, dass er uns hier aufnehmen wird?
32:10Dann sind wir ja praktisch Fremde für ihn.
32:13Julia, glaub mir.
32:14Ich bin mir sicher, dass Tobias nichts dagegen hat.
32:16Schon allein wegen der alten Zeiten.
32:20Danke, Tobias.
32:30Mutter.
32:31Daniel, ich bin so froh, dass du wieder da bist.
32:36Patrizia.
32:40Großvater.
32:42Du hast mir einen ganz schönen Schrecken angejagt.
32:48Daniel, ich hoffe, ich habe dir damit nicht deinen Urlaub verdorben.
32:53Wie war denn gestern die Safari?
32:55Du musst mir das erzählen.
32:57Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
32:59So anmutig wie eh und je.
33:01Und doch so kühl.
33:04Frederik?
33:04Was machst du denn hier?
33:06Ich wusste, du würdest dich freuen, mich wiederzusehen, verehrte Schwägerin.
33:10Jetzt habe ich Daniel auch gebet, nichts zu sagen, um mir die Überraschung nicht zu verderben.
33:15Willkommen, Schwager.
33:17Die Überraschung ist dir gelungen.
33:18Wie schön, dass du da bist, Donkel Frederik.
33:21Großvater, schau mal, wer noch gekommen ist.
33:37Frederik.
33:41Es ist wunderschön hier.
33:45Diese Gegend strahlt eine Ruhe aus, die mich irgendwie tröstet.
33:48Hier ist alles so still und friedlich.
33:51Es kam zu glauben, dass ich vor wenigen Stunden noch in Afrika in der Savanne stand und jetzt bin ich
33:55hier.
33:57Wenn mein Herz nicht in Afrika, dann wäre das hier ein Ort, an dem ich mir vorstellen könnte, zu Hause
34:01zu sein.
34:03Ich hoffe so sehr, dass wir heute Nacht hier bleiben dürfen.
34:07Ich hatte so gehofft, endlich irgendwo anzukommen und jetzt stehen wir wieder, wie schon so oft, ganz am Anfang.
34:39Der See ist bezaubernd schön.
34:41Also kannst du dir vorstellen, ein paar Tage hier zu bleiben, hm?
34:44Wenn dein Bekannter nichts dagegen hat?
34:47Klar.
34:57Entschuldigen Sie, aber das ist Privatgelände.
35:04Tobias.
35:10Christa?
35:18Wahrscheinlich bin ich die Letzte, mit der du hier gerechnet hast.
35:21Aber ich dachte, es wird langsam Zeit, dass wir uns mal wiedersehen.
35:25Nach fast 30 Jahren.
35:27Christa, das ist immer eine Überraschung.
35:32Und Sie sind?
35:33Julia, meine Tochter.
35:35Wie, du hast eine Tochter?
35:37Ja.
35:40Freut mich, Sie kennenzulernen.
35:41Tobias Becker.
35:42Freut mich auch.
35:43Meine Mutter hat mir zwar noch nicht von Ihnen erzählt, aber ich kann Ihnen immerhin sagen, dass Sie ein wunderschönes
35:47Zuhause haben.
35:49Also das, was ich bis jetzt davon gesehen habe.
35:52Danke.
35:53Jetzt mache ich uns erstmal einen Kaffee.
35:55Und dann erzählt ihr mir, was euch nach Falkenthal verschlagen hat.
35:58Sag mal, Tobias, ist das dein Auto?
36:00Nee, das ist der Wagen, mein Arbeitgeber.
36:02Ich bin nur der Chauffeur der Kutsche.
36:03So, aber jetzt kommt mal rein.
36:07Es ist wirklich sehr edelmütig von Frederik, dass er wegen Werner mitgekommen ist.
36:12Mutter, du kannst dir das Theater sparen.
36:14Ich weiß genau, dass du alles andere als begeistert bist, dass Frederik hier ist.
36:18Na, ist das etwa ein Wunder nach allem, was er sich in der Vergangenheit geleistet hat?
36:22Er gehört genauso zur Familie wie alle anderen auch.
36:24Einen Großvater ist ihm überhaupt nicht egal.
36:28Mutter, es tut mir leid, ich würde mich gerne ein bisschen frisch machen.
36:31Natürlich.
36:32Aber es ist sehr wichtig, dass wir nachher mal miteinander reden.
36:35Alles, was du möchtest.
36:52Hi, Daniel Gravenberg, from Germany, hier.
36:55Oh ja, wir haben gestern Abend schon miteinander gesprochen.
36:58Genau.
36:59Ich habe sie gebeten, mich zu Julia Schilling durchzustellen.
37:02Ja, ich weiß.
37:03Aber es tut mir leid, Julia ist weg.
37:06Was meinen Sie mit weg?
37:08Sie ist verschwunden, mit ihren ganzen Sachen.
37:11Wir haben keine Ahnung, was ihr ist.
37:13Aber ihr ist doch nichts passiert, oder?
37:15Es sieht eher so aus, als sei sie abgereist, ohne was zu sagen oder eine Nachricht zu hinterlassen.
37:22Gut, vielen Dank trotzdem.
37:24Auf Wiederhören.
37:38Oben rechts in den Gang und dann ist es die zweite Tür links.
37:41Handtücher sind im Schrank.
37:42Vielen Dank, Herr Tobias, ganz lieb von dir.
37:44Ich bin dann mal in der Küche und kümmere mich um einen Kaffee, ne?
37:47Herr Becker?
37:49Julia, was halten Sie davon, wenn wir uns duzen?
37:51Und immerhin sind Christa nicht auch alte Freunde, hm?
37:54Sehr gerne, Tobias.
37:55Also, du wolltest mich was fragen?
37:58Ja, mein Handy funktioniert hier in Deutschland nicht und ich müsste dringend ein Telefonat nach Südafrika führen.
38:02Ich wollte fragen.
38:03Kein Problem.
38:04Das Telefon steht da drüben.
38:06Das ist sehr nett.
38:07Danke.
38:10Oben rechts, zweite Tür.
38:22South Africa Lodge, Ben speaking.
38:25Hi Ben, hier ist Julia, Julia Schilling.
38:27Hi Julia, was kann ich für dich tun?
38:29Ich müsste ganz dringend mit einem Gast von euch sprechen.
38:32Ich weiß leider nur den Vornamen.
38:34Wer ist Daniel?
38:35Ein Moment, ich schau mal am Computer.
38:40Julia?
38:41Sorry, aber wir haben keinen Gast mit Namen Daniel.
38:45Bist du da ganz sicher?
38:48Er war gestern noch auf einer Safari mit mir.
38:51Im Computer steht auf jeden Fall niemand, der Daniel heißt.
38:54Sorry.
38:56Danke.
39:04Ich muss mich korrigieren.
39:06Du hast überhaupt kein Herz.
39:07Ich weiß doch, was ich gesehen habe.
39:09Ich wünschte, ich könnte dir das ausreden.
39:11Ich wollte mich nochmal entschuldigen dafür, dass ich dich mit der ganzen Arbeit allein gelassen habe.
39:15Werner will Frederik zu seinem Nachfolger machen.
39:18Ist Großvater senil geworden oder was?
39:20Muss ich mir irgendwas vorwerfen?
39:22Hab ich irgendwas falsch gemacht?
39:23Gibt es irgendeine Rechtfertigung für diese Entscheidung?
39:29W Appreciate it!
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