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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:01Na?
00:02Ist die Bombe schon hochgegangen?
00:05Ist mein Bruder schon ausgetickt,
00:07weil die Entwürfe noch nicht fertig sind?
00:09Ich brauchte einfach eine Pause.
00:11Wie soll man denn unter diesem Druck kreativ arbeiten?
00:15Mach dir keine Sorgen.
00:16Tu ich nicht.
00:19Wo ist denn die Mappe überhaupt?
00:22Die ist drüben bei Daniel.
00:24Ich hab die Entwürfe fertig gemacht.
00:26Ich hab deinen Namen drunter gesetzt.
00:28Was soll denn jetzt diese Ritter-Nummer?
00:31Weißt du, Patricia, ich arbeite eigentlich ganz gerne hier,
00:33aber im Moment finde ich es unerträglich.
00:35Und ich hab keine Lust auf noch so eine Szene
00:37wie die heute Mittag in Daniels Büro.
00:39Ich auch nicht.
00:46Sag mal, wollt ihr mich für dumm verkaufen?
00:49Wenn ich Entwürfe von Patricia haben möchte,
00:51dann bekomme ich sie auch von ihr und nicht von dir.
00:52Jetzt dreh mal nicht gleich durch.
00:55Wenn ihr nicht in der Lage seid, euch die Arbeit aufzuteilen,
00:57dann ist sie halt einem Designer zu viel.
00:59Haben wir uns verstanden?
01:00Was soll ich verstanden haben?
01:02Soll das einfach eine Kündigung sein?
01:03Wenn du so weitermachst, ja.
01:18Das ist eine Kündigung.
01:27Das ist eine Kündigung.
01:32Das ist eine Kündigung.
01:41Was ist eigentlich mit dir los?
01:43Wieso drohst du mit Kündigung?
01:45Es sind alle Entwürfe da.
01:46Patricia macht hier, was sie will, nur nicht ihre Arbeit.
01:49Wir arbeiten eben im Team.
01:50Ist doch völlig egal, von wem die Entwürfe sind.
01:52Im Team?
01:53Du machst die ganze Arbeit und sie macht sich einen schönen Tag?
01:55Oder wie?
01:55Du hast doch keine Ahnung, wo ich war und was ich gemacht habe.
01:58Es ist mir auch egal.
01:59Wenn ich dir eine Aufgabe gebe, hast du sie zu erfüllen.
02:02Bis jetzt hat mich noch nie jemand gefragt, wo und wann ich meine Arbeit mache.
02:06Weißt du, wie viele Nächte ich hier schon gesessen und gearbeitet habe,
02:09während du längst Feierabend hattest?
02:10Von heute an hältst du dich an die offiziellen Arbeitszeiten.
02:13Julia schafft das ja auch ohne kreative Einbußen.
02:15Daniel, das ist total unfair von dir.
02:17Patricia macht hier sehr viel.
02:18Patricia hat keine Narrenfreiheit mehr.
02:21Sie muss sich wie alle anderen unterordnen.
02:23Und wenn sie das nicht tut, muss sie die Konsequenzen tragen.
02:25Haben wir uns verstanden?
02:39Also ich hatte an weiße Blumen gedacht.
02:42Aber Frank ist der Meinung, dass wir mehr Farbe brauchen.
02:46Wer ist denn Frank?
02:48Er organisiert die Hochzeit. Ich habe dir doch von ihm erzählt.
02:51Also Frank würde die Hochzeit gerne in Morph und Flieder halten.
02:55Ich dagegen tendiere mehr zu Papaya und Aprico.
02:59Was meinst du?
03:02Sie haben doch noch nicht mal gesagt, ob wir Frank wollen.
03:05Also Daniel wird keine Zeit haben und du kannst ja unmöglich alles alleine machen.
03:09Alles alleine machen? Im Moment mache ich gar nichts.
03:13Also das hier, das ist doch nicht Morph.
03:16Das ist Schweinchenrosa.
03:18Nein, nein, das kommt überhaupt nicht in Frage.
03:19Also nur weil Daniel eingewilligt hat, unsere Hochzeit mit seiner Übernahme der Geschäftsleitung zu kommunizieren,
03:24muss es kein Riesenfest werden.
03:28Marie, die Hochzeit ist nicht nur zu eurem Vergnügen.
03:31Es werden alle Top-Kunden von Falkentalporzellan da sein.
03:36Mir kommt das Ganze etwas überstürzt vor.
03:39Wir planen die Hochzeit doch schon seit Wochen.
03:42Wäre Berners Tod nicht dazwischen gekommen.
03:44Aber damals dachte Daniel, dass ich schwanger bin.
03:47Und nun denkt er, dass du das Kind verloren hast.
03:50Das ändert doch nicht zwischen euch.
03:51Aber er ist völlig verschlossen.
03:53Seitdem ist dir noch gar nicht aufgefallen, wie unglücklich er ist?
03:56Ja.
03:57Ihm ist der Verlust des Kindes sehr nahe gegangen.
03:59Er braucht jetzt etwas, woran er glauben kann.
04:02Für ihn kommt die Hochzeit genau zum richtigen Zeitpunkt.
04:05Aber ich habe einfach nicht das Gefühl, dass diese Hochzeit aus Liebe passiert.
04:09Natürlich passiert sie aus Liebe, auch wenn er das im Moment nicht so zeigen kann.
04:13Du musst dich um gar nichts kümmern. Ich mache das schon.
04:16So, und jetzt muss ich Frank anrufen.
04:17Sag mal, brauchst du etwas aus New York?
04:21Aus New York?
04:22Ja, Frank ist gerade in New York und bereitet die Hochzeit vor.
04:30Besser hätte ich das auch nicht hingekriegt.
04:32Ach Daniel, ging es gar nicht darum, ob die Entwürfe gut sind.
04:35Nein.
04:36Der wollte nur den Chef raushängen lassen.
04:39Danke jedenfalls.
04:41Es war nicht so viel Arbeit.
04:42Nein.
04:43Dafür, dass du mich verteidigt hast.
04:46Ist schon gut.
04:48Wenn er so weitermacht, dann braucht er mir überhaupt nicht mit Kündigung zu drohen.
04:52Dann gehe ich von alleine.
04:54Ich glaube, er steht ziemlich unter Druck.
04:57Erst der Tod eures Großvaters, dann das Kind.
04:59Er frisst alles in sich rein und schottet sich ab.
05:02Ja, aber dann soll er zum Arzt gehen und nicht alle anderen schikanieren.
05:05Es hat ihm anscheinend noch nicht gereicht, Frederik aus dem Haus zu jagen.
05:08Dir kann er nun wirklich nichts vorwerfen.
05:10Er weiß doch, was er an dir hat.
05:12Jedenfalls nichts, was nicht durch dich zu ersetzen wäre.
05:22Tut mir leid.
05:24Das war unfair.
05:26Ich habe einfach schlechte Laune.
05:29Hängt die zufällig mit Nico zusammen?
05:32Wieso?
05:33Hast du mit ihm gesprochen?
05:34Nein.
05:36Soll ich?
05:37Quatsch.
05:39Der geht mir schon genug auf die Nerven.
05:41Habe ich gemerkt, immerhin ist der ganze Ärger ja dadurch entstanden,
05:44dass du wutentbrannt rausgerannt bist, weil Nico angerufen hat.
05:48Das...
05:49Das war Zufall.
05:53Kann es sein, dass Daniel nicht der einzige Grafenberg ist,
05:55der im Moment nicht mit seinen Gefühlen umgehen kann?
06:06Ich finde es halt einfach unfair, dass ich abgemahnt werde, weil ich Birgit helfe.
06:10Thomas, das ist eine Weltsensation.
06:12Ja, aber wenn du den Rohling nicht im Ofen vergessen hättest,
06:14dann wäre wahrscheinlich gar nichts passiert.
06:15Ja, ja, ja, fall du mir auch noch in den Rücken.
06:17Ich falle nicht in Warten.
06:19Ich falle nicht in Warten.
06:19Ich falle, ihr beiden.
06:24Ist irgendwas?
06:25Hieß es bis heute, Thomas?
06:27Nein, nur Tim hatte heute Stress in der Manufaktur,
06:30weil er Birgit am Computer geholfen hat.
06:32So was bekommt man Stress?
06:34Ja, wir wurden beide abgemahnt.
06:35Total übertrieben.
06:38Oh, es tut mir leid.
06:39Birgit?
06:40Ja, da geht es auch schlecht.
06:43Könnte ich mir denken.
06:44Vielleicht sollte ich sie mal anrufen.
06:46Mach mal leise eben.
06:47Die ist noch zu Hause.
06:48Die wollte noch ins Cozy gehen.
06:50Was?
06:51Allein?
06:52Ins Cozy?
06:53Ja, wir wollten ja noch den Film schauen hier.
06:56Mit dem ihr ja offensichtlich unheimlich Spaß habt, hm?
07:03Willst du lieber ins Cozy?
07:06Ja, ich find's halt blöd, sie da rein sitzen zu lassen.
07:09Warum hast du denn nichts gesagt?
07:11Och, Lilly, du kannst bei sowas ganz schön eifersüchtig werden.
07:15Bei Charlotte war ich vielleicht mal eifersüchtig, aber Birgit?
07:19Das ist die Mutter von deinem besten Kumpel, mit der wirst du ja wohl kaum rumflarten.
07:23Nee, wohl kaum.
07:25Na, also.
07:26Dann gehst du jetzt ins Cozy und ich kümmere mich um meinen Papa.
07:31Hm?
07:31Okay.
07:32Dauert auch nicht lange.
07:34Tschüss, Rebecca.
07:36Tschüss, Tim.
07:37Grüß, Birgit.
07:38Ja, moin.
07:41Na, komm.
07:45Also gut, Frank, wir nehmen das Brautkleid mit der langen Schleppe.
07:49Ja, das macht doch einfach mehr her.
07:52Na, nein, zwei Meter reichen, sonst kann die arme Marie sich ja überhaupt nicht mehr bewegen.
07:57Aha.
07:58Haben Sie sich dann schon um die Kirche gekümmert?
08:00Hier in Falkenthal?
08:02Ach, die ist doch viel zu klein für die vielen Gäste.
08:06Äh, Moment, Frank.
08:08Bei der Wahl der Kirche sollte Marie ein Wörtchen mitreden.
08:12Ja, ja, ja.
08:12Ich werde sie fragen, ob sie lieber eine barocke oder eine gotische Kirche möchte.
08:16Marie?
08:19Marie?
08:21Sie ist bestimmt noch für einen Moment.
08:26Ja, das können wir doch später klären.
08:28Ja, natürlich weiß ich, dass die Zeit drängt.
08:31Niemand weiß das besser als ich.
08:41Ich kann ja verstehen, dass Sie hier weg wollen.
08:43Aber müssen Sie deswegen hier herumschleichen wie ein Dieb, wenn Sie etwas brauchen?
08:49Je weniger ich Daniel begegne, umso besser ist es für alle.
08:52Er wird Ihnen eines Tages verzeihen.
08:55Sind Sie da sicher?
08:56Ich habe das noch sehr liebhaft im Ohr, dass ich für ihn gestorben bin.
08:59Und zwar für immer.
09:01Sogar Marie gibt Ihnen keine Schuld daran, dass sie die Treppe runtergestürzt ist.
09:07Das ist sehr großherzig von hier, aber...
09:09Wäre ich an diesem Tag nicht hierher gekommen, um mit ihr zu reden, dann...
09:13Dann würde Ihr Kind jetzt noch leben.
09:16Glauben Sie mir, Eva, ich...
09:17Ich würde gerne alles tun, um das Ganze ungeschehen zu machen, aber...
09:21Im Moment ist es einfach besser. Ich halte mich von allen fern.
09:24Aber davon, dass Sie hier ausziehen, wird auch keiner lebendig.
09:28Aber vielleicht stirbt die Erinnerung schneller an all das, was hier geschehen ist.
09:40Die muss ich vorerst mal hier lassen.
09:42Ja, dann lassen Sie sie da, bis Sie einen Platz gefunden haben.
09:45Schließlich kommt hier nichts weg.
09:51Ich wünschte, ich könnte Sie mitnehmen.
09:54Mein Platz ist hier.
09:57Aber...
09:58Wir trinken noch einen Kaffee zusammen in der Küche, hm?
10:01Das sind Sie mir schuldig.
10:05Ich muss den Rest noch zusammenräumen und dann...
10:08Sehen wir weiter.
10:09Ja.
10:13Ja.
10:20Vielen Dank.
10:44Seit Marie das Kind verloren hat, ist Daniel wie ausgewechselt.
10:48Würde ich ihn nicht besser kennen, würde ich ihn für einen kalten Menschen halten.
10:52Auch wenn ich weiß, wie sehr er unter dem Verlust leidet.
10:56Aber es ist nicht fair, andere für seinen Schmerz leiden zu lassen.
11:02Ich kann ihn ja verstehen, aber wenn er so weitermacht, dann werde auch ich mir nicht alles gefallen lassen.
11:10Marie?
11:12Julia.
11:14Hallo.
11:16Ich wollte zu Daniel, weißt du, ob er da ist?
11:19Ja, er ist da.
11:21Freut sich bestimmt, dich zu sehen.
11:24Was ist denn los?
11:27Ach, Daniel hat eben ein bisschen Dampf abgelassen.
11:31Weil...
11:33Weil Patricia nicht das gemacht hat, was er wollte.
11:36Dicke Luft also.
11:41Ihr heiratet bald?
11:43Dann hast du jetzt bestimmt alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen.
11:45Nein, das macht Annabelle.
11:48Nein, das macht Annabelle.
11:50Das scheint dich nicht besonders glücklich zu machen.
11:52Doch.
11:53Doch, also...
11:56Es ist nur...
11:57Es ist nur...
11:59Daniel lässt mich gar nicht mehr an sich ran.
12:03Annabelle geht in den Hochzeitsvorbereitungen auf und...
12:06Ich brauche irgendjemand, mit dem ich reden kann.
12:10Naja, möchtest du...
12:13Hast du Lust auf den Spaziergang?
12:15Äh, kannst du denn so einfach hier weg?
12:18Naja, meine Arbeit für heute ist getan.
12:21Ich bin eigentlich nur noch da, falls irgendwas ist.
12:22Und ich will dich von nichts abhalten.
12:25Tust du nicht?
12:28Na, dann gehen wir.
12:38Hallo Silke, ich bin's, Birgit.
12:40Ach, schade, dass ich dich nicht erreiche.
12:43Ich, ähm...
12:44Ja, sitz hier am Kosi und, ähm...
12:47Ist nicht so toll gelaufen heute in der Firma, weißt du?
12:51Ach, ich wollte einfach nicht allein hier sitzen und, ähm...
12:55Ja, huch!
12:55Hi!
12:58Ähm, ja, egal.
13:00Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
13:02Tschüss!
13:03Na, ist der Platz hier noch frei?
13:05Ja, Tim, klar.
13:07Wie war der Film?
13:08Och, ganz gut.
13:09Aber ich dachte mir, ich komme nochmal auf den Sprung vorbei.
13:12Ja, super.
13:13Nett.
13:14Hast du Stress mit, äh, Lilly?
13:16Nein.
13:17Es wäre nur nicht sehr nett von mir,
13:18sie ganz alleine hier sitzen zu lassen,
13:20nach all dem, was passiert ist.
13:22Deshalb bist du extra nochmal gekommen.
13:23Tja.
13:24Hallo Tim.
13:25Hey.
13:25Endlich kommt jemand und heute hat Birgit auf.
13:26Ja, klar, wir waren verabredet.
13:28Ähm, für mich gerne einfach eine Cola
13:29und vielleicht noch ein Rotwein für die Damen.
13:31Geht auf mich.
13:32In Ordnung, na.
13:35Tim, ich wollte dir eigentlich einen ausgeben,
13:37wenn du mir heute nicht geholfen hättest.
13:39Ich wüsste nicht, was da für ein Stress in der Firma ist.
13:42So was war doch sonst nie ein Problem.
13:43Hm.
13:46Denk mal, blöde Zeit für eine Abmahnung.
13:49Ich bin noch im Probehalb, ja?
13:50Hm.
13:51Haben Sie Angst, dass Sie nicht übernommen werden?
13:53Klar.
13:54Silke sagt immer,
13:55eine bessere Vertretung kann sie sich gar nicht vorstellen.
13:59Trotzdem.
14:00Endlich stehe ich auf eigenen Füßen und dann eine Abmahnung.
14:02Was ist, wenn ich jetzt meinen Job verliere?
14:04Wenn ich kein Geld mehr verdiene?
14:05Ach, Geld, Geld, Geld.
14:06Ich habe da so eine Theorie.
14:07Man muss das Geld ausgeben,
14:08dann kommt es auch automatisch zu einem zurück.
14:09Ja.
14:11Das wäre eine süße Theorie.
14:13Aber ich glaube,
14:14ab einem gewissen Alter
14:17ist man da etwas vorsichtiger.
14:18Oder auch ängstlicher.
14:21Vielleicht.
14:23Manchmal wünschte ich mir,
14:24ich wäre in der Hinsicht nicht so ängstlich.
14:27Guck mal, Jan zum Beispiel,
14:28der hat hier den Laden auch völlig ohne Sicherheiten aufgebaut.
14:31Und läuft doch.
14:32Ja, dank Stammgästen wie dir.
14:34Irgendwann lasse ich euch das Sofa noch vergolden.
14:36Danke.
14:38Nass.
14:39Ja, irgendwas klappt schon.
14:42Trotzdem wünschte ich mir,
14:43ich könnte den Job behalten,
14:44den ich jetzt habe.
14:45Mhm, das liegt wohl in der Familie.
14:47Collier ist ja auch nicht so der Draufgänger.
14:51Ja, hat er wohl von mir.
14:53Manchmal steht er sich damit aber auch selbst im Weg.
15:04Und Annabelle telefoniert pausenlos mit Frank,
15:07das ist unser Hochzeitsplaner,
15:09und diskutiert mit ihm über irgendwelche Blumenfarben.
15:11Sei da froh, dass du das nicht machen musst.
15:14Ich möchte nicht wissen,
15:15in welchem bonbonfarbenen Albtraum ich landen werde.
15:21Du kannst dich gar nicht richtig freuen, oder?
15:24Irgendwie nicht.
15:27Ich mache mir Gedanken um Daniel.
15:29Er sagt zwar, dass er mich heiraten will,
15:31aber irgendwie kommt er mir fremd vor.
15:34Das geht ihm, glaube ich, nicht so gut.
15:36Das verstehe ich ja, aber
15:38ich möchte gerne für ihn da sein.
15:42Vielleicht will er dich einfach nicht belasten.
15:46Aber wir wohnen im selben Haus,
15:48schlafen im selben Bett,
15:50und leben in völlig getrennten Welten.
15:53Ist das eine glückliche Beziehung?
15:59Es muss sehr schwer sein,
16:00füreinander da zu sein,
16:01nach dem, was ihr durchgemacht habt.
16:06Manchmal habe ich das Gefühl,
16:07Daniel weiß selbst nicht mehr,
16:08warum er mich heiraten will.
16:11Stattdessen findet er irgendwelche praktischen Gründe.
16:14zum Beispiel will er den Wechsel der Firmenleitung bekannt geben.
16:22Ich denke, dass Daniel sich trotzdem nach nichts mehr sehnt,
16:26als sich endlich wieder mit dir wohlzufühlen.
16:29Aber wie soll ich ihm das geben,
16:30wenn er mich gar nicht an sich heranlässt?
16:33Die Hochzeit ist endlich wieder was Positives,
16:35was in seinem Leben passiert.
16:36Das gibt ihm Halt.
16:37Ja, das meint Annabelle auch,
16:39aber man kann jemanden doch nicht heiraten,
16:41um ihm eine Freude zu machen.
16:44Er braucht eine Perspektive.
16:47Und mit der Hochzeit kannst du ihm die geben.
16:49Das ist doch was Gutes, oder?
16:52Die Frage ist nur,
16:55ob ich die richtige Perspektive bin.
17:10Marie?
17:11Hallo?
17:12Du bist schon zurück?
17:14Ja, wo ist Marie?
17:15Marie ist nicht da.
17:16Was soll das heißen?
17:18Ich glaube, sie ist spazieren gegangen.
17:19Du glaubst.
17:20Du sagst es so vorwurfsvoll.
17:22Ich habe gerade stundenlang
17:23wegen eurer Hochzeit herumtelefoniert.
17:25Aber wo sie ist, weißt du nicht.
17:27Nein, sie war plötzlich verschwunden.
17:29Ich kann mich schließlich nicht um alles kümmern.
17:31Mir wäre es lieber,
17:32du würdest dich mehr um Marie kümmern,
17:33als um die perfekte Inszenierung unserer Hochzeit.
17:40Ich habe mir frische Sachen geholt.
17:42Ich habe dir ausdrücklich gesagt,
17:43dass ich dich hier nicht mehr sehen will.
17:45Ich kann nicht ahnen,
17:46dass du so früh nach Hause kommst.
17:47Du weißt genau,
17:48dass es nicht nur um mich geht.
17:50Ich bin nicht gekommen, um zu streiten.
17:51Also bitte mach keinen Aufstand.
17:53Ich soll glücklich sein,
17:54dass der Mörder meines Kindes durchs Haus schleicht.
17:59Ich kann verstehen, dass du das so siehst.
18:01Es war ein schrecklicher Unfall
18:03und ich fühle mich dafür verantwortlich.
18:04Das stimmt.
18:05Marie hat das auch gesagt.
18:08Was soll dieses Gequatsche von einem Unfall?
18:10Mein Kind ist tot und Schuld ist Frederik.
18:12Daniel, bitte.
18:13Ihr könnt doch nicht so miteinander reden.
18:15Es gibt nichts mehr zu reden, Eva.
18:17Es ist besser,
18:18du kommst in der nächsten halben Stunde nicht in die Küche.
18:20Ich habe Eva versprochen,
18:21auf einem Café zu bleiben.
18:24Daniel.
18:25Ich möchte allein sein.
18:37Gibt es noch mehr interessante Theorien über Kolja?
18:40Vielleicht,
18:41aber ich glaube nicht,
18:42dass ich meinen allerbesten Freund
18:43gerade vor seiner Mutter irgendwie anschwärzen sollte.
18:46Oh, hast du recht.
18:49Wie wäre es eigentlich,
18:50wenn wir beide uns duzen?
18:52Ich bin Tim.
18:53Halt dich fest.
18:56Birgit.
18:56Ich weiß.
18:57Und ich finde immer,
18:58Birgit hasst gar nicht zu ihm.
19:00Ah.
19:01Was würde denn zu mir passen?
19:03Vielleicht Malene oder Beate oder Barbara?
19:10Vortreffer.
19:11Äh.
19:13Mein zweiter Vorname ist Barbara.
19:15Birgit Barbara.
19:17Nee.
19:18Ja.
19:19Fand mein Vater irgendwie lustig.
19:22Das ist aber ein sehr eigener Humor.
19:23Ja.
19:24In der Schule nannten sie mich meistens Bazzi
19:26und darum bin ich da zu Birgit übergegangen.
19:28Ach.
19:29Okay.
19:30Das war mein Geheimnis.
19:31Du bist bereit.
19:33Ey, ähm, okay.
19:36Ich habe recht lang Daumen gelutscht.
19:40Mh-mh.
19:40Mhm.
19:41Wie lange?
19:42Bis ich 16 war.
19:45Nicht im Leben.
19:46Mhm.
19:48Hier kann man sogar einen Zahnabdruck sehen.
19:54Ähm.
19:56Und deine Eltern,
19:57die haben nichts dagegen unternommen?
19:58Ja, jede Menge.
19:59Aber ich war so ein Dickkopf.
20:01Und eigentlich habe ich erst,
20:03als ich verstanden habe,
20:03dass die Frauen dann nicht so draufstehen,
20:05habe ich dann aufgehört.
20:07Kohle Masche.
20:08Der sanfte Matsch.
20:09Da brichst du jedes Mädchen Herz mit.
20:12Na danke, Lilly wird mir was erzählen.
20:15Aber ganz im Ernst, das war ein Geheimnis und das bleibt zwischen uns.
20:19Genau wie Babsi.
20:22Ehrensache.
20:29Ich bin die Auftraggeberin und ich will echte, livrierte Kellner für die Hochzeit haben
20:34und keine studentischen Hilfskräfte.
20:36Wir hatten schon mal so eine Aushilfskellnerin und die Folgen waren verheerend.
20:42Ah, Patricia.
20:44Einen Moment, bitte.
20:46Was gibt's?
20:47Was war in der Firma los?
20:49Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst.
20:52Daniel hat sich wegen deinem Verhalten wahnsinnig aufgeregt.
20:56Kannst du nicht mal ein bisschen Rücksicht nehmen?
20:58Ich nehme die ganze Zeit Rücksicht auf Daniel.
21:01Aber das gibt ihm nicht das Recht, sich in der Firma wie der Diktator aufzuführen.
21:05Er ist jetzt der Firmenchef.
21:08Und ich bin immer noch die Chefin der Designabteilung.
21:10Wie ich meine Arbeit dort einteile, ist ganz allein meine Sache.
21:14Wenn du schon so tüchtig bist, dann machst du dir doch sicher nichts aus,
21:18Frederik aus dem Haus zu werfen.
21:19Frederik ist hier?
21:21Ja, er sitzt mit Eva in der Küche und trinkt Kaffee.
21:24Mich stört es nicht.
21:27Patricia, diese Familie hat auch ohne deine Launen schon genug zu kämpfen.
21:32Sei doch wenigstens einmal kooperativ.
21:36Ich bin nicht kooperativ.
21:43Ich habe hier wirklich schon genug akzeptiert.
21:46Ich sage nur Giftfarben.
21:47Da habe ich meinen Mund gehalten.
21:49Und ich habe auch nichts gemacht, als ihr Frederik aus dem Haus, aus meinem Haus gejagt habt.
21:54Aber jetzt ist Schluss.
21:55Wenn Frederik mit Eva Kaffee trinken will, dann soll er Kaffee trinken.
21:59Und wenn du oder Daniel das nicht sehen wollt, dann geht doch in ein anderes Zimmer.
22:02Wir haben doch genug davon.
22:12Ich sollte mich langsam mal wieder in der Villa blicken lassen.
22:15Wie heißt es doch gleich?
22:17Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören.
22:21Nein, Marie.
22:22Du solltest alles Schöne, was dir bevorsteht, richtig genießen.
22:25Das hast du verdient.
22:32Wenn du heute nicht den ersten Schritt gemacht hättest,
22:36ich hätte dich wahrscheinlich nicht angesprochen.
22:45Also, dann...
22:49Marie, ich habe heute nicht den ersten Schritt gemacht.
22:52Dass du neulich bei Frederik warst.
22:55Und ihm gesagt hast, dass er keine Schuld an dem Unfall hat.
22:59Das hat ihm sehr viel bedeutet.
23:01Danke.
23:06Das war's.
23:07Das war's.
23:08Das war's.
23:10Das war's.
23:32Und, wie läuft es so in der Schweiz?
23:34Ach, ganz okay.
23:35Die stellen sich wegen meinem Schulwechsel gar nicht so schlimm an.
23:38Das heißt, du bist bald wieder da.
23:39Hm, sieht so aus.
23:40Vermisst du mich?
23:42Und wie?
23:43In der Manufaktur giften sich gerade im Moment alle an.
23:47Und ich freue mich richtig, dass du bald wieder da bist.
23:49Das sind hier nur ein paar Tage.
23:51Was treiben die anderen denn so?
23:53Keine Ahnung.
23:55Ich bin allein.
23:56Hier in der WG.
23:57Was?
23:58Sonst ist es bei uns doch immer rappelvoll.
24:03Wahrscheinlich haben sie sich alle gegen mich verschworen.
24:06Und machen gerade irgendwas Tolles ohne mich.
24:08Ja, das wird sein.
24:10Ich küss dich.
24:11Ich dich auch.
24:12Ciao.
24:36Hallo?
24:37Hey, Lilly, ich bin's.
24:38Was machst du gerade?
24:39Was machst du gerade?
24:40Ähm, nicht viel.
24:42Ich hänge nur auf dem Sofa rum und gucke fern.
24:44Ist Tim nicht da?
24:46Nee, der wollte zu deiner Mutter ins Cozy.
24:49Tim und meine Mutter trinken eins zusammen?
24:51Ja, die hatten heute irgendwie ziemlich Stress in der Manufaktur.
24:56Wieso?
24:56Was ist denn passiert?
24:58Tim hat deiner Mama am Computer geholfen und dann hat Daniel Gravenberg die beiden dafür
25:03abgemahnt.
25:05Meine Mutter hat eine Abmahnung bekommen?
25:09Ziemlich übertrieben, ha?
25:12Wahrscheinlich macht sie sich gerade Sorgen wegen ihrem Job.
25:14Ich glaube, ich gehe gleich mal runter.
25:16Echt?
25:17Na, wenn du meinst.
25:20Ich hatte keine Lust mehr anzuhören, wie schlecht die Welt doch ist.
25:24Glaubst du, das hat Folgen?
25:25Ich meine, Mama ist ja immer noch in der Probezeit.
25:27Ach Quatsch.
25:28Daniel hatte bestimmt nur einen schlechten Tag.
25:31Wollen wir es hoffen?
25:32Und du machst heute Abend nichts mehr?
25:34Nee, ich glaube, ich gehe gleich schlafen.
25:37Hm, verstehe.
25:38Ja, dann gute Nacht.
25:41Nacht, Kolja.
26:06Koljas Gesicht hättest du sehen sollen, als seine Sankt-Martins-Lamme dann abgepackelt ist.
26:13Keine Leberfrosche.
26:14Oh, das tut mir so leid.
26:17Ja, hallo.
26:19Ich dachte, ich finde hier ein Häufchen Elend vor.
26:21Hast du die Geri-Mobilbox abgehört?
26:23Das sind wir so schnell wie möglich gekommen.
26:24Oh, wie lieb von euch.
26:25Tim hat mir Gesellschaft geleistet.
26:30Was ist denn eigentlich in der Firma überhaupt vorgefallen?
26:32Ah, setzt euch doch erst mal.
26:37Ist eine lange Geschichte.
26:39Am liebsten möchte ich gar nicht drüber nachdenken.
26:43Wo kommt denn ihr gerade her?
26:45Wir waren in der Stadt.
26:46Andreas hat mir Prospekte über Kinderwagen besorgt.
26:49Hängt sich ganz schön ins Volk, Andreas.
26:52Ich hätte nie gedacht, dass es so viele Modelle gibt.
26:54Also hör mal, dieser Kinderwagen ist das erste Fahrzeug von dem Jungen.
26:58Das prägt, da kann man viel falsch machen.
27:00Mein Gott, über sowas haben wir uns bei Kolja nie Gedanken gemacht.
27:03Also in dem Fall würde ich sagen, sucht möglichst cooles Modell aus, okay?
27:08Also ich finde die romantischen Modelle viel schöner.
27:12Und ich finde aber, dass ein funktionales Modell viel besser ist.
27:16Was sagst du, Tim?
27:17Also ich glaube nicht, dass ich der Ansprechpartner für Kinderwagen bin, oder?
27:21Was hat denn der kleine Lukas davon, wenn nur das Fahrgestellen gut ist?
27:25Du bleibst das über Lukas?
27:28Und was hat Lukas von Röschen und Spitzchen?
27:30Ist doch kein Mädchen.
27:32Also von dir hätte ich wirklich eine andere Einstellung erwartet.
27:34Okay, ich glaube, ich gehe da mal.
27:36Du hast doch jetzt auch genügend Verstärkung, oder?
27:37Ich sehe, nur weil ich schwul bin, heißt es noch lange nicht, dass ich auf Kitz stehe.
27:41Vielen Dank fürs Trösten.
27:43Das war ein sehr feiner Abend.
27:45Vielleicht machen wir sowas nochmal wieder.
27:46Mhm.
27:47Dann schönen Abend, Babsi.
27:54Also in so einen fantasielosen Kasten setze ich mein Kind nicht rein.
27:58Egal, ob Junge oder Mädchen.
28:11Ist Frederik nicht mehr da?
28:13Wie schade.
28:15Reiz mich nicht.
28:17Du hast heute schon genug Ärger gemacht.
28:20Soll das heißen, dass ich jetzt nicht nur in der Firma, sondern auch hier zu Hause nur noch das tun
28:24darf, was dir gefällt?
28:25Ich warne dich.
28:27Meine Güte.
28:29Geh joggen oder nimm eine kalte Dusche, aber lass deine schlechte Laune nicht an mir aus.
28:37Ich will einfach nicht, dass Frederik hier nochmal auftaucht.
28:41Er hat in meinem Leben nichts mehr verloren.
28:43Findest du nicht, dass du da ein bisschen übertreibst?
28:47Er ist schuld am Tod meines Kindes.
28:50Das ist nicht wahr.
28:51Es war ein Unfall.
28:53Und ich denke nicht daran, ihm das Haus zu verbieten.
28:56Sag mal, warum fällst du mir eigentlich pausenlos in den Rücken?
28:58Kannst du mir das mal erklären?
28:59Ich fall dir in den Rücken.
29:02Etwa damit, dass ich den Mund gehalten habe, als du Mutters Giftfarbenintrige gedeckt hast?
29:05Jetzt fang ich wieder damit an.
29:07Es gab überhaupt keine Beweise, dass sie bei LaTresco angerufen hat.
29:10Ich habe die ganze Zeit Rücksicht auf dich genommen.
29:13Du hast dein Kind verloren und das tut mir weit mehr leid, als du dir vorstellen kannst.
29:19Dein Mitgefühl ist wirklich umwerfend.
29:21Aber Trauer und Schmerz gibt dir keinen Freifahrtschein dafür, andere wie den letzten Dreck zu behandeln.
29:26Das stinkt mir bis hier!
29:30Wenn das so ist, dann sollten wir das dringend ändern.
29:33Ja, ganz meine Meinung.
29:35Ich zwinge dich nicht, mit mir zusammenzuarbeiten.
29:38Was willst du mir damit sagen?
29:41Du bist gefeuert.
29:44Wunderbar.
29:45Ich wollte sowieso gerade kündigen.
29:56Sie, Captain, mit so einem Wagen kommst du doch nie im Leben bei dir die Treppen hoch.
30:00Wenn der Kleine erstmal da ist, dann kann ich mir die Wohnung sowieso nicht mehr leisten.
30:03Dann nehme ich mir einfach eine Wohnung in ein paar Terren.
30:05Und was ist, wenn du keine bekommst?
30:06Sag mal, was hast du hier eigentlich markiert?
30:09Das ist mein Lieblingsmodell.
30:11Oh ja, ist doch der ideale Kompromiss, funktional.
30:14Ach guck mal, und das Design kannst du dir selber aussuchen.
30:17Ja.
30:18Das ist aber auch der teuerste.
30:20Und dabei wird ja echt nicht lang gebraucht.
30:21Gerade eben hast du noch gesagt, das ist die wichtigste Anschaffung im Leben eines Jungen.
30:26Hi Silke.
30:28So spät noch unterwegs mit dem Jungen?
30:30Ja.
30:31Und bist vor kurzem auch gut gelaunt.
30:35Andreas, ich kann ja nicht ahnen, dass ihr hier seid.
30:37Wenn es euch hilft, dann gehe ich woanders hin und trinke mein Bier alleine, okay?
30:39Wir wollten eh gerade gehen.
30:41Ja, bin auch bettreif.
30:43Ich habe noch keinen Wunsch mehr, hier zu bleiben.
30:45Ich wollte euch den Abend nicht verderben.
30:52Wie kommt es eigentlich, dass meine Gäste immer schlagartig das Lokal verlassen, wenn du hier auftauchst?
30:58Das ist mir ein Rätsel.
31:00Ich habe höflich angeboten, selber zu gehen.
31:03Das Angebot nehme ich gerne an.
31:07Ich habe es mir anders überlegt.
31:09Ich nehme ihr.
31:14Wehe, du machst Ärger.
31:15Aber ich doch nicht.
31:18Wo ich jetzt Vater werde.
31:38Ja?
31:41Ist Marie zurück?
31:42Nein.
31:45Das ist gar nicht Ihre Art, so lange weg zu bleiben.
31:48Wahrscheinlich ist sie vor deinen Hochzeitsvorbereitungen davongelaufen.
31:52Irgendjemand muss sich ja darum kümmern.
31:54Marie jedenfalls scheint sich nicht besonders dafür zu interessieren.
31:58Es ist ja auch eine Hochzeit und kein Staatsakt.
32:01Der schönste Tag im Leben einer Mutter ist die Hochzeit ihres Sohnes.
32:06Der schönste Tag, den ich mir im Moment vorstellen kann, ist ein Tag, an dem ich nicht pausenlos an mein
32:10Kind...
32:11Wir wollen dir doch nur helfen, zu vergessen.
32:15Ach ja?
32:17Von Patrizia habe ich da einen ganz anderen Eindruck.
32:20Ich weiß.
32:22Sie ist unmöglich im Moment.
32:24Ja.
32:26Deshalb habe ich sie auch gefeuert.
32:29Du hast was?
32:30Du hast doch selbst gesagt, dass wir nicht zwei Designerinnen brauchen.
32:33Jetzt haben wir nur noch eine.
32:35Julia Schilling.
32:36Bevor du weiterredest.
32:38Julia Schilling ist im Gegensatz zu Patrizia verantwortungsbewusst und tut ihre Arbeit.
32:43Allerdings.
32:43Bei der Jugendstilserie war sie so eifrig, dass sie uns beinahe in den Ruin getrieben hätte.
32:53Ich habe es satt, dass sich alle hier in meine Entscheidungen einmischen.
32:56Es bleibt dabei.
32:57Patrizia ist raus.
32:59Und du hörst auf, dich einzumischen.
33:00Ist das klar?
33:06Tim nutzte seine Stellung bei der BA-Bank, um sich in der Zeit vom 2. September bis zum 10. Dezember
33:132002 durch gefälschte Überweisungsaufträge in insgesamt 168 Verhältnissen von Kundenkontenbeträgen...
33:21Kleine.
33:24Hast du auf mich gewartet?
33:25Ich bin eingeschlafen.
33:28Was im Kurs sind.
33:30Ach, ganz gut.
33:33Hab dich ausgeheult.
33:35Mhm, so in etwa.
33:39Du, Tim.
33:40Mhm?
33:42Ich finde es klasse, dass du dir mit Birgit so viel Mühe ergibst.
33:46Wieso?
33:49Naja, wer kümmert sich denn schon um die Mama seines besten Kumpels?
33:54Naja, so außergewöhnlich ist es nun auch wieder nicht, oder?
33:58Doch.
34:00Das war richtig nett von dir.
34:02Mhm.
34:09Hallo Jan.
34:10Ich bin's, Daniel.
34:11Sag mal, ist Marie bei dir im Kursi?
34:14Nein, es ist nichts Dringendes.
34:16Ah, gerade kommt die Tür rein.
34:18Bis später.
34:20Hallo.
34:22Entschuldige, ich bin ein bisschen spät.
34:24Ich hab mir schon Sorgen gemacht.
34:27Ja, ich war spazieren.
34:29Ich musste über einige Dinge nachdenken.
34:33Allein?
34:35Du kannst dir nicht vorstellen, was deine Mutter für ein Theater um die Hochzeit macht.
34:39Frank sagt dies, Frank sagt das, Baba.
34:43Das hab ich mir schon fast gedacht.
34:45Sie werden nichts dem Zufall überlassen.
34:50Und was ist mit uns?
34:53Was meinst du?
34:57Wir tun die ganze Zeit so, als würde uns die Hochzeit am allerwenigsten angehen.
35:03Warum ist das so?
35:05Ja, vielleicht, weil es in jeder Schlacht nur einen General gibt.
35:07Und diese Rolle will sich Mutter nicht nehmen lassen.
35:09Mann, Daniel, jetzt mal im Ernst.
35:12Warum können wir nicht darüber reden, was passiert ist?
35:15Und ob wir überhaupt noch heiraten wollen?
35:18Natürlich.
35:19Natürlich will ich dich heiraten.
35:21Und warum ausgerechnet jetzt?
35:23Ja, weil es höchste Zeit ist, oder nicht?
35:28Warum warten wir nicht, bis wir über das Kind hinweg sind?
35:32Und bis wir uns ehrlich sagen können,
35:35dass wir uns lieben und dass wir zusammengehören?
35:38Ich weiß nicht, wie du dir das vorstellst.
35:40Mutter hat schon diversen Leuten Bescheid gesagt.
35:42Wenn wir jetzt absagen, dann sind die Kunden...
35:44Ja, natürlich, die Kunden.
35:45Die sind bei dieser Hochzeit besonders wichtig.
35:48Nein, natürlich nicht.
35:50Wir beide wissen doch, was wir wollen.
35:52Ach ja, wissen wir das?
35:56Bist du dir sicher, dass du das Ganze nicht einfach nur so schnell,
35:58wie es geht, hinter dich bringen willst
35:59und dabei noch ein bisschen Firmenpolitik betreibst?
36:04Marie, ich liebe dich.
36:06Und ich will dich heiraten.
36:09Besser heute als morgen.
36:13Ich hätte nicht gedacht,
36:14dass Marie nochmal so offen mit mir redet.
36:18Danke.
36:19Ich glaube, sie ist sehr einsam in der Villa, hm?
36:22Der Aline ist den ganzen Tag in der Manufaktur und am Appell.
36:32Patricia!
36:34Je später der Abend, umso schöner die Gäste.
36:37Was ist was passiert?
36:39Mein Bruder hat mich eben gefeuert.
36:42Was?
36:43Mit welcher Begründung?
36:44Ach, wir haben uns gestritten.
36:46Es ging um seinen wahnwitzigen Auftritt in der Firma.
36:50Ich verstehe Daniel immer weniger.
36:53Er war immer der Besondere.
36:54Komm, setz dich.
36:56Der jeden Streit geschlichtet hat.
36:58Offenbar hat er sich verändert.
37:01Ich bin jedenfalls froh, aus dieser Schlangengrube raus zu sein.
37:05Jetzt übertreibst du es aber, hm?
37:07Daniel mag er den Chef raushängen lassen,
37:08aber er ist auf jeden Fall integer.
37:10Integer?
37:11Hat er deshalb Mutters Intrige mit den Giftfarben gedeckt?
37:15Wie bitte?
37:18Mein integerer Bruder hat...
37:20hat ihr verschwiegen, dass Mutter mit Ladrescu telefoniert hat.
37:25Sie wollte sich agieren, dass du die falschen Farben bestellst.
37:30Daniel, hat das alles gewusst?
37:32Nein.
37:34Jedenfalls nicht von Anfang an.
37:37Aber als er davon erfahren hat...
37:40hat er es benutzt, um mich aus der Firma herauszukicken.
37:43So sieht's aus.
37:48Ich bin froh, dass du jetzt endlich die Wahrheit weißt.
37:53Daniel hat es die ganze Zeit gewusst.
37:55Deine Welt dennoch gedeckt.
38:17Es spielt keine Rolle, dass die Hochzeit kostspielig ist.
38:20Man heiratet nur einmal im Leben.
38:22Ach, Frank, das ist eine fantastische Idee.
38:25Natürlich sollte Marie ein Kleid für den ersten Tanz...
38:27Aber was soll das?
38:30Wir müssen reden.
38:31Es ist nicht mehr viel Zeit bis zur Hochzeit.
38:36Marie will so nicht heiraten.
38:38Das hatten wir doch schon.
38:40Und ich gebe ihr Recht.
38:41Wie bitte?
38:42Sie hat Recht.
38:44Wir wollen in einem kleinen Rahmen heiraten.
38:47Wie stellst du dir das vor?
38:49Ich möchte, dass du dich aus den Hochzeitsvorbereitungen raushältst,
38:52bis wir wirklich wissen, wie und wo wir heiraten.
38:57Ja?
38:59Frank.
38:59Wir wurden getrennt.
39:01Ja, ja.
39:02Alles bleibt so wie besprochen.
39:10Hallo, Herr Becker.
39:12Gravenberg hier.
39:13Ich weiß, es ist noch früh.
39:15Mach nichts.
39:16Was gibt's denn?
39:16Ich möchte, dass Sie für mich zum Flughafen fahren und dort etwas abholen.
39:19Es ist dringend.
39:20Gut.
39:20Mach mich gleich auf den Weg.
39:21Ich melde mich gleich nochmal bei Ihnen und sag Ihnen, wo genau Sie hin müssen.
39:25Gut.
39:25Bislang.
39:28Morgen, Papa.
39:29Wer war das?
39:30Hi.
39:31So, dann in Gravenberg.
39:32Er möchte, dass ich auf jeden Fall was abhole.
39:35So früh?
39:36Dann beeil dich lieber, so wie der zurzeit drauf ist.
39:39Also dafür, dass ich euch noch einen Kaffee mache, werde ich ja wohl keine Abmahnung bekommen.
39:43Oh doch.
39:44Hilfsbereitschaft wird neuerdings auch bestraft.
39:47Wie war es denn gestern im Kusi?
39:50Ja, Birgit war ganz schön down, aber ich konnte sie auf andere Gedanken bringen.
39:53So, so.
39:55Ja, und als Andreas und Silke kamen, bin ich dann aber gleich gegangen.
39:58Ja, und Birgit, wie hat sie dir die Abmahnung weggesteckt?
40:01Sie hat Angst, weil sie noch in der Probezeit ist und das erste Mal alleine über der Runden kommen muss.
40:06Vielleicht sollte sie einfach in der WG bleiben.
40:09Da ist es zumindest billig.
40:10Hallo, das ist meine WG.
40:12Da würde ich auch gerne mal wieder wohnen.
40:15Ist ja gut, das war nur ein Witz.
40:18Birgit ist nett.
40:19Mit der kann man bestimmt gut zusammenwohnen.
40:22Ja, und vor allen Dingen, seitdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat, ist sie echt locker.
40:27Hey, Jungs, wollt ihr vielleicht bei dem Gespräch alleine sein?
40:31Kann man als Mann nicht mal jemanden sympathisch finden, ohne dass einem gleich irgendwelche Absichten unterstellt werden?
40:45Guten Morgen.
40:46Guten Morgen.
40:47Die frühstücken wir heute im Bett?
40:50Möchtest du lieber unten frühstücken, wo Mutter eine Standleitung zu Frank hält?
40:53Oh nein, nein, danke. Besser nicht.
40:56Ich hätte versucht, mit ihr zu reden, aber sie stellt auf stur.
41:01Dankeschön.
41:08Daniel, ich...
41:10Ich will so nicht heiraten.
41:13Ich weiß.
41:15Ich möchte das auch nicht mehr.
41:19Wirklich?
41:21Ich habe drüber nachgedacht.
41:22Ich bin dafür, dass wir die Hochzeit, so wie Mutter sie will, absagen.
41:29Und deshalb habe ich uns das hier besorgt.
41:32Was ist das?
41:35Zwei First Class Tickets nach Las Vegas.
41:38Wir heiraten so, wie wir es uns gewünscht haben.
41:42Ohne Kunden, ohne Familie.
41:45Ganz privat, nur wir zwei.
41:47Und wann?
41:50Heute Abend.
41:58Ich werde nicht mit dir nach Las Vegas fliegen.
42:01Ist das dein letztes Wort?
42:02Ja.
42:03Es wird keine Hochzeit geben.
42:04Wie meinst du das?
42:06Marie will nicht mehr.
42:08Ich möchte einen Mann heiraten, der mich liebt.
42:10Und das tut Daniel.
42:12Das würde er nicht tun, wenn er die Wahrheit über mich wüsste.
42:14Was genau wirst du mir da eigentlich vor, Daniel?
42:16Dass du schon wieder etwas kaputt machst, was mir wichtig ist.
42:20Du willst nicht, dass ich mit Marie glücklich werde.
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