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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Sohn, ich weiß, du wärst niemals in der Lage, Marie so etwas anzutun.
00:05So, die Zeit ist sonnend. Kommen Sie mal bitte.
00:08Bitte halte durch.
00:17Ich hol dich hier raus. Dafür sorge ich.
00:22Bravo.
00:24Was für ein Auftritt, Annabelle.
00:26Man könnte meinen, du meinst das Ernst.
00:30Frau Grafenberg, kommen Sie da bitte.
00:32Das tue ich.
00:33Ja, ja, ja.
00:37Dann warum sagst du dann nicht die Wahrheit?
00:42Es sind so viele Beamte hier.
00:45Erzähl ihnen doch, dass du Marie niedergeschlagen hast.
00:49Und dann ist Daniel heute Abend wieder auf freiem Fuß.
01:24Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:30Hat Frederik recht?
01:33War die Beziehung zwischen Daniel und Marie von Anfang an zum Scheitern verurteilt?
01:39Weil Daniel nur wegen des Kindes zu Marie zurückgegangen ist?
01:43Wegen eines Kindes, das es gar nicht gab?
01:48Daniel wollte damals um unsere Liebe kämpfen.
01:51Aber ich habe keine Chance für uns gesehen.
01:55Nicht mit einem Kind, das immer zwischen uns gestanden hätte.
02:00Ich kann Daniel jetzt nicht alleine lassen.
02:03Ich muss für ihn kämpfen, das bin ich ihm schuldig.
02:28Jan?
02:31Hallo?
02:34Äh, hey, hallo.
02:36Kein Wunder, dass hier nichts los ist, wenn der Barkeeper schläft.
02:39Ja, sorry, was kann ich euch bringen?
02:41Ein Bier.
02:42Für mich einen Gin Tonic, bitte.
02:46Was ist denn mit dem los?
02:48Keine Ahnung.
02:49Vielleicht hat es was mit deinem Bruder zu tun.
02:52Ja, natürlich, bestimmt.
02:56Daniel ist sein bester Freund.
02:59Meine Freundin würde ich auch nicht gerne im Knast sehen.
03:02Daniel ist unschuldig.
03:03Er hat mit Maries Unfall überhaupt nichts zu tun.
03:06Ich weiß.
03:10Womit habe ich das eigentlich verdient?
03:12Was?
03:14Du spielst in Samarita.
03:17Steht dir übrigens gut, die Rolle.
03:20Pure Langeweile.
03:21Ich habe gar nichts Besseres zu tun.
03:23Verstehe.
03:25Ja, Entschuldigung.
03:27Kein Problem.
03:34Die Polizei war hier.
03:37Ja.
03:38Sprech mit allen, die Daniel an dem Abend, dass Marie einen Unfallhatter gesehen hat.
03:43Sag mal, was ist eigentlich los mit dir?
03:47Ich muss das Ihnen sagen.
03:49Was?
03:50Was?
03:52Dass sich Daniel an dem Abend wie ein Idiot aufgeführt hat.
03:56Er war völlig betrunken und naja, er hat merkwürdige Sachen gesagt.
04:02Zum Beispiel?
04:04Zum Beispiel, dass er sich wünscht, Marie wäre tot.
04:08Das hat er doch nicht ernst gemeint.
04:10Ja, ich weiß.
04:13Aber?
04:14Du hast das doch nicht etwa der Polizei erzählt.
04:18Was hätte ich denn tun sollen?
04:20Was du hättest tun sollen?
04:24Deine Klappe halten, um deinen besten Freund nicht ans Messer zu liefern.
04:27Das hättest du tun sollen.
04:55Wovor hast du eigentlich mehr Angst, dass Daniel dich hassen wird?
04:58Wenn er die Wahrheit erfährt?
05:01Oder dass du selber hinter Gittern landest?
05:06Unangenehm, so ein schlechtes Gewissen, oder?
05:09Du bist nicht real.
05:11Das stimmt, ich bin nicht real.
05:14Aber ich bin der letzte Rest Menschlichkeit in dir, Annabelle.
05:18Und ich sage dir, dein Auftritt bei Daniel im Gefängnis war erbärmlich.
05:24Ein Wort von dir, und er wäre frei gewesen.
05:27Wie kann man nur so feige sein?
05:30Ich werde Daniel da rausholen.
05:32Du meinst, weil er unschuldig ist?
05:35Das ist aber auch das Mindeste, was du für ihn tun kannst, findest du nicht?
05:41Ich tue alles, damit Daniel nicht leidet.
05:47Damit Daniel nicht leidet.
05:50Ich bitte dich, Annabelle.
05:53Bemühe dich nicht.
05:55Dein schlechtes Gewissen wirst du nicht los.
05:58Und das ist auch gut so.
05:59Denn wir beide wissen,
06:02wer in Wirklichkeit
06:04Marie fast umgebracht hat.
06:35Und das ist auch gut so.
06:42Wir müssen reden.
06:46Ja, das müssen wir.
06:51Ich verstehe ja, dass du und Daniel...
06:54Ich meine, dass du ihm helfen willst.
06:59Aber?
07:01Kein Aber.
07:04Ich wünschte nur, du würdest den Tatsachen ins Auge sehen.
07:09Welche Tatsachen meinst du denn?
07:14Daniel war in der Nacht, als Marie niedergeschlagen wurde, völlig betrunken.
07:17Das war.
07:18Und weiter?
07:20Er war wütend.
07:22Soll ich dir was sagen?
07:23Ich kann ihn gut verstehen.
07:25Marie hat ihn belogen.
07:26Sie war nie schwanger.
07:28Sie hat ihm die ganze Zeit etwas vorgemacht.
07:32Und Daniel ist in der Welt zusammengebrochen.
07:34Und deswegen wollte er sich an Marie rächen.
07:37Dann hat sie fast umgebracht.
07:38Es ist das, was du sagen möchtest.
07:39Ich weiß nicht, was passiert ist.
07:43Aber es könnte so gewesen sein.
07:46Daniel erinnert sich auch nicht.
07:49Ich wünsch mir doch auch, dass er unschuldig ist.
07:53Siehst du, das ist der Unterschied zwischen uns.
07:56Du wünschst es dir.
07:58Und ich weiß es.
08:04Ihre Schwester geht's bestimmt bald besser.
08:06Und dann kommt Charlie auch wieder zu sich.
08:08Und was, wenn nicht?
08:10Und was ist, wenn Marie nicht mehr aufwacht?
08:18Wir haben ein Problem.
08:21Wisst ihr, was mir gerade eingefallen ist?
08:23Leimann kommt morgen in die Manufaktur.
08:25Verdammt.
08:26Das habe ich total verdrängt.
08:28Wer bitte ist Leimann?
08:30Unser Berufsschullehrer.
08:31Ja, aber nicht irgendein Berufsschullehrer.
08:34Der Typ ist total ätzend.
08:37Verstehe.
08:38Ja, der hat das Wort Disziplin erfunden.
08:41Na ja, eure Ausbildung ist in ein paar Wochen vorbei.
08:44Da seid ihr denen auch los.
08:45Ja, aber vorher haben wir unsere Prüfung.
08:47Bei ihm?
08:47Mhm.
08:48Mhm.
08:48Lötz.
08:50Und Daniel sitzt im Knast.
08:52Perfekte Voraussetzung, würde ich sagen.
08:54Aber das interessiert doch diesen Leimann nicht.
08:56Doch.
08:57Er entscheidet nämlich in Absprache mit der Manufaktur,
09:00welche praktischen Arbeiten wir abgeben dürfen.
09:02Unser Gesellenstück, verstehst du?
09:03Mhm.
09:04Aber ich dachte, du hättest die Entwürfe für das Tierservice schon fertig
09:07und mit Patricia klargemacht.
09:09Ja, Tim hat recht.
09:11Herr Leimann muss mit Patricia reden.
09:12Die ist für unsere Ausbildung zuständig, nicht Daniel?
09:15Ich denke auch.
09:15Das wird einfach ganz normal zu Ende gehen.
09:18Ich meine, es tut mir wirklich leid für den Juniorchef,
09:20was alles passiert ist.
09:21Aber der kommt doch bald wieder raus
09:22und dann macht ihr eure Ausbildung ganz normal zu Ende.
09:51Hallo, Julia.
09:53Eva, guten Morgen.
09:55Frederik auch schon, was?
09:58Frederik wollte joggen gehen.
09:59Und du nicht?
10:00Ihr macht doch sonst immer alles zusammen.
10:02Ja.
10:03War das etwa für uns?
10:04Um ehrlich zu sein, das war für Charlotte.
10:06Und die hat keinen Hunger.
10:08Die ist gar nicht da.
10:10Sie hat bestimmt in der WG geschlafen.
10:12Das macht sie doch öfter.
10:13Aber nicht in letzter Zeit.
10:15Julia, ich mache mir Sorgen um Charlotte.
10:16Erst der Unfall und jetzt das Koma.
10:20Das nimmt Charlotte alles sehr mit.
10:23Das geht schon.
10:25Du setzt dich jetzt erstmal hin und rufst dich aus.
10:27Ich telefoniere.
10:28Wir finden schon raus, wo Charlotte ist.
10:39Aufstehen!
10:42Andreas, der Kaffee ist fertig.
10:49Morgen!
10:53Na?
10:55Moment.
10:57Brötchen holen warst du nicht.
10:58Nein.
11:01Hast du das...
11:03Du warst die ganze Nacht...
11:04Ich meine...
11:05Du kommst jetzt erst nach Hause?
11:07Ja, stell dir vor.
11:10Du warst bis...
11:12Bis eben unterwegs?
11:13Ja.
11:15Bis eben, stell dir vor.
11:17Hast du ein Problem damit?
11:19Entschuldige, ich wusste nicht,
11:20dass ich mich hier vorher abmelden muss.
11:38Das ist Mettwurst.
11:40Das war Mettwurst.
11:43Ich bin lange nicht zum Einkaufen gekommen.
11:45Entschuldigung.
11:46Ja, anscheinend.
11:48Aber wozu man einen Kühlschrank braucht?
11:50Das weißt du schon, oder?
11:53Wir haben hier noch unten.
11:54Eben.
11:56Kaffee haben wir.
11:57Ich mach uns ein.
11:58Okay.
11:59Morgen.
12:00Morgen.
12:03Konntest du schlafen?
12:04Geht so.
12:06Aber Charlie ging's wahrscheinlich nicht anders.
12:08Sie kommt bestimmt bald wieder klar.
12:10Aber solange Marie im Krankenhaus liegt...
12:13Ja, aber sie ist doch nicht alleine damit.
12:14Ich würd dir ja gern helfen.
12:16Das weiß sie bestimmt auch.
12:19Wenn Marie dann wieder draußen ist.
12:21Ja, wenn, wenn.
12:22Aber im Moment sieht's ja wohl nicht danach aus, oder?
12:24Ähm.
12:45Guten Morgen.
12:50Guten Morgen.
12:52Warte.
12:54Ist was passiert?
12:56Nichts.
12:57Ihrer Schwester geht's den Umständen entsprechend gut, Frau Vermund.
12:59Aber Sie sollten sich ein bisschen ausruhen.
13:02Ich weiß, ich bin total ausgeruht.
13:04Im Ernst.
13:05Gönnen Sie sich eine Pause.
13:07Gehen Sie an die frische Luft.
13:08Frühstücken Sie in aller Ruhe.
13:10Mir geht's gut, wirklich.
13:11Ich bleib bei meiner Schwester.
13:12Sie muss jetzt gewaschen werden.
13:14Was kann ich doch machen?
13:15Wir sind hier in einem Krankenhaus.
13:17Und hier gibt's qualifizierte Ärzte und Krankenschwestern, die sich um ihre Schwester kümmern.
13:22Also, bisschen Vertrauen, hm?
13:24Aber ich komm wieder.
13:25Na klar.
13:43Ich geh dann mal und sag in der Firma Bescheid, dass du später kommst.
13:48Warum das denn?
13:51Na ja, du hast doch die ganze Nacht nicht geschlafen.
13:53Du wirst dich jetzt wahrscheinlich ein bisschen hinlegen.
13:56Na ja, zum Glück muss ich ja keine Hirnoperationen leiten, sondern nur ein Catering.
14:01Das schaffe ich auch ohne Schlaf.
14:04Es war nicht das erste Mal, richtig?
14:07Nein, das war nicht das erste Mal.
14:09Ich mache öfter mal eine Nacht durch.
14:12Unfassbar, oder?
14:14Na, wie schön.
14:17Hast du ein Problem damit?
14:19Nein, überhaupt nicht.
14:22Na, wie schön.
14:33So.
14:36Und?
14:37Charlotte war die ganze Nacht bei Marie im Krankenhaus.
14:39Ich werde nach dem Frühstück gleich mal hinfahren und sehen, wie es ihr geht.
14:42Das ist lieb von dir, Julia.
14:44Ich wollte nachmittags ins Krankenhaus.
14:46Ach, wie das alles nur passieren konnte.
14:50Marie im Krankenhaus.
14:52Daniel im Gefängnis.
14:55Ich würde so gern Daniel helfen.
14:58Das würde ich auch gerne.
15:01Er ist unschuldig.
15:02Das wird die Polizei auch bald rausfinden.
15:05Davon bist du felsenfest überzeugt?
15:07Natürlich.
15:09Im Gegensatz zu manch anderem in diesem Haus.
15:13Julia sei ihm nicht böse.
15:16Friedrich versucht nur realistisch zu sein.
15:18Und ich fürchte, das müssen wir alle.
15:22Eva, was soll das denn heißen?
15:24Glaubst du etwa auch...
15:24Ich glaube gar nichts.
15:26Ich weiß, dass Daniel ein sanftmütiger, offener Mensch ist, der seine Konflikte friedlich löst.
15:33Eben.
15:34Auch wenn er sich in letzter Zeit etwas verändert hat, die Umstände waren schwer.
15:38Damit musste er irgendwie fertig werden.
15:41Dir liegt Daniel immer noch sehr am Herzen.
15:47Morgen.
15:48Morgen, Frederik.
15:51Hallo.
15:53Joggen macht hungrig.
15:55Dann werde ich das Frühstück mal fertig machen.
16:49Und vielleicht nicht.
16:58Frühstück.
17:22Und da ist es wieder, das schlechte Gewissen.
17:27Oh, Daniel, hat er es sicher warm und gemütlich in seiner kleinen dunklen Zelle.
17:35Er wird doch nicht lange bleiben.
17:39Ich bin mal gespannt, wie du das anstellen willst.
17:42Immerhin hast du ihm einen Mordversuch in die Schuhe geschoben.
17:52Ich habe alles im Griff.
18:00Danke.
18:04Morgen.
18:06Schon was Neues von Daniel gehört?
18:09Nein.
18:13Ich spreche es nur ungern an, aber wir müssen überlegen, wie es mit der Manufaktur weitergeht.
18:18So lange, Daniel.
18:20Ich mache.
18:22So lange, Daniel, im Gefängnis ist.
18:23Wohin denn wahrscheinlich sein bester Freund Jan befördert hat?
18:26Jan hat nur die Wahrheit gesagt, Patrice.
18:28Mein Gott.
18:29Was ich nicht schon allen möglichen Leuten an den Kopf geworfen habe, weil ich wütend war.
18:33Nicht wahr, Mutter?
18:35Ähm.
18:36Entschuldige, ich habe nicht zugehört.
18:39Also, was ich sagen wollte, ich denke, wir sollten unsere Ressentiments im Moment mal beiseite lassen und zusammenarbeiten, nicht gegeneinander.
18:46Wir sind immer noch eine Familie.
18:49Hört, hört.
18:51Annabelle, ich wollte vorschlagen, dass ich einige der Aufgaben von Daniel übernehmen könnte, solange er nicht bei uns ist.
18:58Das hättest du wohl gern.
19:00Sie müssen nicht immer hinter alle meine böse Absicht vermuten, Frau Garvenberg.
19:04Frederik wollte doch nur helfen.
19:05Sicher doch.
19:07Du würdest mir schon helfen, lieber Schwager, wenn du deine jetzigen Aufgaben zur Zufriedenheit lösen würdest.
19:13Warum willst du dir denn nicht helfen lassen?
19:15Du musst dich doch auch noch um die Marketingabteilung kümmern.
19:18Ich danke euch wirklich allen für eure angebotene Unterstützung.
19:21Aber Daniel hat mir die Prokura übertragen.
19:24Ach, hat er das?
19:26Ja, das hat er.
19:28Ich trage jetzt die Verantwortung für die Firma.
19:31Natürlich nur, solange Daniel nicht da ist.
19:34Und was werden Sie tun, um ihn aus dem Gefängnis zu holen?
19:36Er ist unschuldig.
19:38Eine gute Frage, finde ich.
19:42Ich habe nicht umsonst den besten Anwalt der Stadt engagiert.
19:46Mein Sohn wird nicht lange im Gefängnis bleiben.
20:09Na super.
20:10Wasche?
20:11Da.
20:13Vielleicht sollten wir es mit Leimann gleich absagen.
20:16Wahrscheinlich kommt er gar nicht mehr.
20:19Was wird jetzt mit unseren Prüfungen?
20:23Was soll damit sein?
20:28Morgen.
20:29Morgen, Frau Grafenberg.
20:31Was ist jetzt mit euren Prüfungen?
20:33Die sind bald.
20:35Ich weiß, und?
20:38Herr Leimann von der Berufsschule wollte heute in die Firma kommen,
20:41um mit Ihnen die Entwürfe für die Prüfung abzusprechen.
20:45Damit Sie dann für die Benotung zugelassen werden können.
20:48Ja, richtig. Gut, dass Sie mich daran erinnert.
20:51Wo ist das Problem?
20:55Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich habe heute noch was vor.
21:01Wir dachten jetzt, wo der Chef verhaftet ist.
21:04Ich bin Ihr Bruder.
21:07Das...
21:09Was dachtet ihr?
21:10Dass Sie deshalb eure Ausbildung nicht zu Ende machen müssen?
21:16Damit eins klar ist.
21:18Mein Bruder sitzt zu Unrecht im Gefängnis.
21:20Und das wird sicher bald bewiesen sein.
21:22Und bis dahin geht hier alles vollkommen normal weiter.
21:26Ist das klar?
21:29Worauf wartet Ihr noch?
21:34Was bedeutet das für unsere Prüfung?
21:36Dass Ihr dafür büffeln müsst.
21:38Und jetzt ab an die Arbeit.
21:54Silke, bitte sorgen Sie dafür,
21:55dass dieser Wisch und alle anderen Exemplare
21:57davon aus der Firma verschwinden, ja?
21:59Ist selbstverständlich, Frau Grafenberg.
22:01Ist mein Onkel in seinem Büro?
22:02Ja.
22:11Faltenteil, Porzellan.
22:12Merkens, was kann ich für Sie tun?
22:14Nein.
22:15Wir werden Sie in keine terminlichen Schwierigkeiten bringen.
22:17Es wird zu keinem Verzögerung kommen,
22:18das verspreche ich Ihnen.
22:21Ja, Sie können sich auf mich verlassen.
22:24Auf Wiederhören.
22:26Die Zulieferbetriebe
22:27und unsere Mitarbeiter sind verunsichert.
22:30Ja.
22:31Meine Azubis drehen auch am Rad.
22:33Kein Wunder.
22:35Es kommt doch nicht jeden Tag vor,
22:36dass der Chef wegen versuchten Totschlages verhaftet wird.
22:38Das ist ein Irrtum.
22:40Und die Polizei wird das auch noch begreifen.
22:43Du glaubst an Daniels Unschuld?
22:45Natürlich tue ich das.
22:46Er ist mein Bruder.
22:49Obwohl er sich in letzter Zeit
22:50komplett daneben benommen hat.
22:55Er kommt halt doch nach unserer Mutter.
23:04Denkst du etwa,
23:05er hat was mit Maries Unfall zu tun?
23:08Ich weiß es nicht.
23:10Ich wünschte, er hätte nicht.
23:11Daniel würde niemals so weit gehen,
23:13jemanden totzuschlagen.
23:15Das sagt Julia auch, aber...
23:17Sie hat recht.
23:19Wenn...
23:20wenn seine Familie nicht mehr an ihn glaubt,
23:22wer... wer soll es denn dann tun?
23:25Was können wir für ihn tun?
23:28Ich weiß nur, was wir tun müssen.
23:31Was meinst du?
23:32Solange Daniel nicht da ist,
23:33kann Mutter hier schalten und walten, wie sie will.
23:36Du hast ja selbst gehört,
23:37was sie heute Morgen gesagt hat.
23:39Er hat ihr die Geschäftsleitung übergeben.
23:40Ja, eben.
23:42Und wir müssen dafür sorgen,
23:43dass sie ihr keinen Schaden anrichten kann,
23:44solange sie alleine im Ruder sitzt.
23:46Stellst du dir das vor?
23:48Annabelle wird nicht freiwillig
23:49ihre Macht mit uns teilen.
23:51Dann müssen wir sie eben zwingen.
24:09Wir müssen sie quasi nötigen,
24:11dass sie das Krankenhaus mal verlässt
24:12und einen Spaziergang macht.
24:14Frau Fermont besteht weiterhin darauf,
24:15bei ihrer Schwester zu bleiben.
24:17Ja, die beiden haben keine Eltern mehr.
24:20Marie ist die einzige Familie,
24:21die Schörlöffel noch hat.
24:22Ach so, verstehe.
24:25Entschuldigung.
24:29Wer hat dir das angetan, Marie?
24:32Es ist schlimm.
24:33Ich wünschte, ich könnte dir helfen.
24:35Dir und Daniel.
24:38Er hätte damals gedacht,
24:40was alles passieren würde damals,
24:42als du nach Falkenthal kamst.
24:43Ich bin mit Daniel zusammen.
24:45Es tut mir leid.
24:48Ich wusste das nicht von Daniel und dir.
24:50Was musst du mir sagen, Daniel?
24:55Marie ist schwanger.
25:18Unsere Freundschaft hatte doch nie eine wirkliche Chance.
25:23Daniel stand von Anfang an zwischen uns.
25:27Wie verzweifelt musst du gewesen sein, Marie,
25:29dass du Daniel vorlügen musstest,
25:31schwanger zu sein.
25:32Du hast mit dieser Lüge so viel zerstört,
25:35auch wenn du es aus Liebe getan hast.
25:43Ich wünsche dir so sehr,
25:44dass du wieder gesund wirst, Marie.
25:52Vielen Dank, Frau.
26:16Vielleicht kannst du das alles irgendwann hinter dir lassen.
26:23Ich bin froh, ich bin froh, ich bin froh.
27:16Ich bin froh, ich bin froh.
27:23Nein, sag ich ja gar nicht. Schreiben die hier in der Zeitung.
27:26Morgen, Andreas.
27:27Morgen.
27:28Könntest du bitte deiner charmanten Vertretung ausrichten, dass das Geschirr aus dem Konferenzraum abgeräumt ist?
27:34Könntest du bitte dem Kollegen vom Catering sagen, dass er nicht jeden seine Arbeitsschritte zu erläutern braucht?
27:39Falls es deine Kollegin interessiert, sie hätte sich darüber beschwert, dass der Konferenzraum unaufgeräumt ist.
27:45Und womit? Mit Recht.
27:48Könntest du bitte deiner Kollegin noch was ausrichten?
27:52Ich wusste nie, wie es ist, mit deiner Frau verheiratet zu sein.
27:56Jetzt weiß ich es.
27:57Tatsächlich.
28:11Was gibt es denn so Wichtiges zu besprechen?
28:16Ich habe dieses Schmierblatt auch schon gesehen.
28:19Widerlich.
28:21Die Belegschaft ist verunsichert.
28:23Und die Zulieferer sind es auch.
28:25Und bevor auch noch die Kunden unruhig werden, sollten wir handeln.
28:28Was sollten wir deiner Meinung nach tun?
28:31Die Zeitung verklagen?
28:34Daniels Festnahme hat für viel Wirbel gesorgt.
28:36Wir müssen dem irgendwas entgegensetzen.
28:38Was kümmert mich das Geschwätz der Leute?
28:40Daniel wird bald rauskommen.
28:43Und so eine erfolgreiche Manufaktur wie Freitentalporzellan kann durch so einen Zwischenfall nicht erschüttert werden.
28:49Wenn du dich da mal nicht täuscht.
28:52Frederik, die Firma hat deine Geschäftsleitung überlebt.
28:56Schlimmer kann es nun wirklich nicht kommen.
28:58Das ist wirklich nicht der Zeitpunkt zum Polemisieren.
29:01Ich verstehe auch nicht, warum du dir in einer solch schwierigen Situation nicht helfen lässt.
29:05Ich finde auch, du solltest dich jetzt um die Marketingabteilung kümmern.
29:08Um unsere Außenwirkung ist es im Moment nämlich nicht besonders gut bestellt.
29:12Und die Geschäftsleitung übernimmt Frederik.
29:16Wir könnten uns die Aufgaben teilen.
29:17Mein lieber Schwager, meine Meinung von dir war noch nie eine besonders gute, wie du weißt.
29:22Aber das hier ist wirklich der Gipfel.
29:25Mutter, was soll das?
29:26Du kannst schließlich nicht alle Entscheidungen der Firma alleine fällen.
29:30Das war doch klar, dass du auf diese Weise versuchst, deinen Job zurückzubekommen.
29:34Du weißt, dass das nicht stimmt.
29:37Du weißt auch, dass Vater nie zulassen würde,
29:40dass du die Verantwortung für die Firma alleine trägst, wenn er noch leben würde.
29:43Er lebt aber nicht mehr.
29:45Und wie du siehst, trage ich die Verantwortung doch.
29:48Ja.
29:49Und weißt du warum?
29:50Weil du es bist, die dir Situation schamlos ausnutzt.
29:53Jetzt kannst du ja schalten und weiten, wie du willst.
29:56Der liebe Daniel ist ja nicht da, um dir auf die Finger zu gucken.
29:59Wie kannst du es wagen, mir vorzuwerfen?
30:00Ich würde Daniels Unglück für mich persönlich ausnutzen.
30:04Es ist wirklich schlimm genug, für eine Mutter mit ansehen zu müssen,
30:07wie ihr Sohn hinter Kitter gebracht wird.
30:09Aber mir auch noch zu unterstellen,
30:11ich würde persönliche Vorteile daraus ziehen.
30:13Das ist wirklich ungeheuerlich.
30:15Hör zu, Mutter.
30:16Ich habe genug gehört.
30:17Raus.
30:18Lass uns doch.
30:19Raus!
30:20Raus!
30:20Raus.
30:27Raus.
30:34Raus.
30:37Raus.
30:39Raus.
30:41Raus.
30:53Ich werde mich um das Kind kümmern, aber ich will dich deshalb nicht verlieren.
31:00Wie werden Marie und du und das Kind und ich zusammen glücklich?
31:05Ich hab dich beheben.
31:08Es gab nie.
31:09Es gab nie.
31:10Warum hast du das getan?
31:16Was soll das? Ruhe verdammt nochmal!
31:20Alles in Ordnung.
31:33Verdammt, wenn ihr mich doch bloß erinnern könnt.
31:38Es gibt kein Kind, es gibt keine Schrankerschaft, es gibt keine Fähige, obwohl ich nicht!
31:56Was?
31:56Ach, ach du...
31:59Hab ich es?
32:02Hab ich dir das angetan?
32:18Es ist mir, ehrlich gesagt, egal, wie Sie das machen.
32:21Mein Sohn kann dort nicht bleiben.
32:24Ja, lassen Sie sich etwas einfallen.
32:26Herr Frau Grafenberg, Ihr Sohn steht unter Verdacht,
32:28seine Verlobte fast erschlagen zu haben.
32:30So einfach ist es nicht.
32:31Ich zahle Ihnen nicht dieses unverschämte Honorar,
32:34damit Sie mir sagen, was nicht geht.
32:37Meier, es gäbe vielleicht eine Möglichkeit.
32:39Ich höre.
32:40Bei einem Schuldeingeständnis könnten die Behörden Ihrem Sohn sicher entgegenkommen.
32:45Er kann sich aber an die Tatnacht nicht erinnern.
32:47Vielleicht kommt die Erinnerung ja plötzlich zurück.
32:51Verstehe.
32:52Marie Vermond hat ihren Sohn mit dieser Lüge,
32:54sie sei schwanger, extrem unter Druck gesetzt.
32:56Er könnte immer feck gehandelt haben.
32:58Dazu käme die eingeschränkte Schuldfähigkeit,
33:01Ihr Sohn war sehr betrunken.
33:02Es könnte sein, dass unter diesen Umständen
33:04ein sehr viel geringeres Strafmaß herauskommt,
33:06das vielleicht sogar auf Bewährung ausgesetzt werden könnte.
33:11Das wäre tatsächlich eine Möglichkeit.
33:21Ich bin beeindruckt, wirklich.
33:24Was würde dein Sohn ohne dich machen?
33:27Ich habe gesagt, dass ich Daniel da raushole.
33:30Natürlich wirst du das.
33:31Und weißt du, was das Beste an dem Geständnis ist?
33:34Du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe.
33:36Daniel bleibt nicht länger im Gefängnis.
33:39Und die Polizei hat einen Schuldigen.
33:42Gut, einen unschuldigen Schuldigen.
33:44Aber die Hauptsache ist doch dabei,
33:46dass sie niemanden mehr verdächtigen.
33:51Nicht wahr?
33:53Niemanden, der die Tat wirklich begangen hat.
33:56Dich zum Beispiel.
34:06Silke, es geht mich zwar nichts an.
34:07Ja genau, es geht dich nichts an.
34:09Ich dachte, wir waren uns einig,
34:10dass du mit Andreas in einer Wohngemeinschaft lebst.
34:13Nicht in einer Partnerschaft.
34:14Ich meine, Andreas ist schließlich...
34:16Ja, Andreas ist schwul, ich weiß.
34:19Aber auch in einer WG herrschen bestimmte Regeln.
34:22Ja, die beinhalten ja wohl nicht,
34:24dass man einander vorschreibt,
34:25wie und wo man seine Nächte verbringt.
34:26Ich sehe schon, du willst mich nicht verstehen.
34:28Och, Silke, jetzt warte doch mal.
34:30Schönen Feierabend noch.
34:32Und ich glaube, bis morgen oder so.
34:44Na, ist das ein Gesellenstück oder ist das ein Gesellenstück?
34:46Das ist ja gleich eine ganze Anzahl von Gesellenstücken.
34:49Ja, ein Service besteht immer aus mehreren Teilen.
34:52Ja, schon, aber meinst du nicht,
34:54du hast dir ein bisschen viel vorgenommen?
34:55Wieso?
34:56Das muss nächste Woche fertig sein.
34:58Ja, das schaffe ich schon.
35:00Außerdem hilft Tim mehr.
35:01Ja, zieh du lieber zu, dass du deinen Kram fertig kriegst.
35:08Charlie.
35:09Hey, Charlie.
35:11Wie geht's deiner Schwester?
35:14Ich bin am Abend Catering.
35:17Es tut mir so leid, Charlie.
35:20Mir auch.
35:22Ich kann verstehen, warum du neulich so wütend warst.
35:24Ich meine, es ist deine Schwester und
35:26ich würde auch alles versuchen,
35:28um denjenigen zu finden, der ihr das angetan hat.
35:31Okay.
35:53Silke, wir müssen reden.
35:56Also gut.
35:57Komm, bitte setz dich mal.
36:09also es geht so nicht weiter ich dachte es war klar dass jeder sein leben so weiterlebt wie es
36:16vorher auch gemacht hat und dass wir uns dann gemeinsam um das kind kümmern es war doch so
36:22besprochen oder wir sind doch freunde wir sind die besten freunde ich mag dich wirklich sehr
36:29gern das war auch der grund für diese wg hier schon mal ich war ich bin und ich werde auch
36:41immer ein schwuler mann bleiben der seine nächte so verbringen möchte wie er es für richtig hält
36:48ich möchte mich nicht immer dafür entschuldigen müssen verstehst du das ja natürlich verstehe
36:58ich das aber ich dachte halt ich dachte weißt du gestern ist so viel passiert in der firma mit
37:06daniel und und da dachte ich einfach wir verbringen den abend zusammen wir essen gemeinsam und reden und
37:14aber du hättest mich doch fragen können ich kann noch nicht deine gedanken lesen außerdem baut
37:21jeder seinen frust auf eine andere art und weise ab aber einfach so weg zu bleiben das ist nicht schön
37:30silke ich werde mich deinetwegen nicht ändern und wenn du mich nicht so akzeptierst wie ich bin
37:39dann können wir nicht zusammen wohnen tut mir leid
37:51unser anwalt hat alle möglichkeiten geprüft
37:56glaub mir das ist deine einzige chance nicht für mehrere jahre ins gefängnis zu gehen
38:03ich weiß aber nicht mehr was in dieser nacht passiert ist dann weißt du es eben jetzt
38:18du meinst obwohl ich mich gar nicht erinnern kann niemand kann das nachprüfen
38:28mal angenommen ich unterschreibe dass sie und gestehe die tat was ist wenn meine erinnerung wirklich
38:36zurückkehrt und sich herausstellt dass ich es gar nicht gewesen bin tja lieber annabelle was dann
38:57was denn hier los
39:01frag lieber nicht wenn du so weitermachst kannst du sie bald schließen ist mir auch egal was denn los jan
39:10was
39:19ich versuch gerade meinen besten freund zu erklären dass ich ihn hinter gitter gebracht
39:23hat so ein unsinn jan wer hätte das eingeredet patricia sie hat recht hat sie nicht dass der
39:32polizei die wahrheit gesagt nur die kann daniel helfen ich war sogar schon an einem tor von dieser jva
39:37ich wollte ihn besuchen aber ich kann ihm einfach nicht in die augen sehen das macht dich doch nicht
39:43so fertig das bringt dann ihn auch nicht aus dem gefängnis ja ich weiß aber was bringt ihn denn da
39:50aus
39:56wenn du die nächsten jahre deines lebens nicht einfach wegwerfen willst dann es liegt mehr fern dich
40:04unterdrückt zu setzen das machst du wirklich gut du musst mir vertrauen findest du nicht dass wenn
40:13wir nicht zu viel von ihm verlangst ich weiß doch dass du das marie nicht angetan hast allerdings wie
40:21kannst du dir da so sicher sein ich weiß doch selbst nicht mal mehr ob ich es nicht doch getan
40:25habe
40:27aber du musst es jetzt unterschreiben wenn du nicht im gefängnis bleiben willst willst du jetzt dass
40:32ich dir helfe oder nicht meine berührung bitte es ist für mich auch nicht einfach natürlich das weiß ich
40:42doch marie wird ganz bestimmt wieder gesund steh mich nicht falsch aber du musst jetzt an deine zukunft denken
40:49die firma braucht dich die familie braucht dich ich brauch dich
40:58er ist dein sohn mann abel
41:03willst du es wirklich zu lassen dass er eine tat gesteht die in wirklichkeit du begangen hast
41:17daniel hat ein geständnis unterschrieben das ist das beste was er in seiner situation tun konnte
41:22das haben sie ihm eingeregt oder sie werden sich damit abfinden müssen ich werde mich mit
41:26überhaupt nichts abfinden daniel ist unschuldig das weiß ich du würdest marie doch nie sowas tun
41:31nein fakt ist dass marie in kuma liegt und ich bin derjenige der an dem morgen im bootshaus neben mir
41:37aufgewacht ist und sich an nichts erinnern kann ich und sonst niemand
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