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KurzfilmeTranskript
00:00Jetzt verbrechen. Das hätte Werner nie zugelassen.
00:03Und was hast du vor? Willst du dir Daniel zur Brust nehmen?
00:07Er lässt niemand an sich heran. Man kann mit ihm gar nicht reden.
00:10Je mehr man ihn bedrängt, umso mehr entfernt er sich.
00:14Also meine Mutter.
00:17Die Zeit des Redens ist vorbei. Wir müssen handeln.
00:19Und ich will mich auch nicht länger ausschließen lassen.
00:21Willst du wieder einziehen?
00:22Wenn du nichts dagegen hast?
00:24Nein, ganz im Gegenteil.
00:26Ich glaube, du hast hier nichts zu suchen.
00:30Und ich glaube, du hast es nicht zu entscheiden.
00:31Die Villa gehört mir. Schon vergessen?
00:34Ich werde nicht länger deinen Machenschaften und Intrigen tatenlos zusehen.
00:38Mach dich nicht lächerlich.
00:40Du opferst das Glück deines Sohnes, um deine Pläne zu verwirklichen?
00:44Hast du nicht Werner in den Tod getrieben?
00:46Was redest du da?
00:48Ich werde dir das Handwerk legen. Deine Zeit ist abgelaufen.
01:28Das habt ihr euch hier fein ausgedacht.
01:30Euch so zu verbünden.
01:31Ich habe ihm nur erlaubt, wieder in der Villa zu wohnen.
01:35Und ich werde dir keine ruhige Minute mehr gönnen. Verlass dich drauf.
01:38Na, was willst du tun?
01:39Mir hinterher schniffeln.
01:41Nur zu dir Arbeit.
01:43Ich glaube, ich muss nur den Teppich anheben und finde all die Dinge, die du seit Jahren drunter kehrst.
01:47Tu dir nur keinen Zwang an.
01:49Eva kann sicherlich noch Hilfe beim Putzen gebrauchen.
01:51Glaubst du, ich lasse zu, dass eine angeheierte Sekretärin unsere Familie zerstört?
01:55Wenn ich mich recht erinnere, hast du mit deinem Talent fast die Firma ruiniert.
01:59Lass dich nicht provozieren, Frederic.
02:03Weißt du, warum ich dir nicht wieder in die Gurgel gehe?
02:05Du wirst es kaum für dich behalten.
02:07Ich gönne dir sein gnädiges Ende nicht.
02:10Du wirst eines Tages den Sack und Asche hier vom Hof gejagt.
02:12Verlass dich drauf.
02:13Was ist das hier? Schneewittchen und ich bin die böse Königin?
02:17Soweit ich weiß, gab es sieben Zwerge.
02:19Ich sehe allerdings hier nur einen.
02:22Das Witze machen wird ja noch vergehen.
02:24Das glaube ich kaum.
02:26Wo es doch so viel Freude bereitet, dir jeden Tag dabei zuzusehen, was für ein erbärmlicher Versager du bist.
02:46Es sah nicht so aus, als hätte sie das sonderlich beeindruckt.
02:50Lass sie bellen, so viel sie will.
02:53Dafür kann ich besser zubeißen.
03:16Das wusste ich doch schon immer, dass du das Zeug zum Chefdesign hast.
03:19Ach Quatsch. Ich tritzel nur so ein bisschen herum.
03:23Für sowas braucht Patrizia normalerweise drei Tage.
03:26Scheiße, warum? Ich habe keine Lust, wegen dir Ärger zu bekommen.
03:29Ärger? Von wem denn bitte?
03:31Patrizia wurde gefeuert, Julia hat gekündigt.
03:34Was ist mit dem Chef?
03:37Daniel Gravenberg. Dem solltest du das mal zeigen.
03:42So wie der momentan drauf ist, nein, danke.
03:45Wieso? Vielleicht wirst du sogar gleich zum Chefdesigner ernannt.
03:48Sehr witzig. Schon vergessen, ich bin immer noch in der Ausbildung.
03:52Ja, schon. Aber manche, die studiert haben, haben bei weitem nicht so viel auf Lager wie du.
03:57Vergiss es, ich werde mich nicht freiwillig in die Schussliebe geben.
04:00Kolja, manchmal muss man was riskieren, um weiterzukommen.
04:03Na, dann geh du doch zu Daniel Gravenberg und mach ihm ein paar Vorschläge.
04:09Ja. Ich bist so verrückt. Meinst du, ich will mir eine Abmahnung einfangen?
04:13Aha, so, so.
04:18Was machen wir denn jetzt ohne Chef?
04:21Ist doch ganz einfach. Wir warten, bis jemand kommt und uns Arbeit gibt.
04:25Klingt gut.
04:44Ich glaube, ich bin nicht ganz unschuldig daran, dass er gerade so ist, wie er ist.
04:48Quatsch. Daran hat niemand Schuld. Und du schon gar nicht.
04:52Doch, indirekt schon. Ich meine, dass Daniel so schnell aus der Haut fährt, dass er dich sogar aus der Firma
04:57schmeißt.
04:58Das ist doch Unsinn. Was hast du denn damit zu tun?
05:01Daniel muss einfach mal wieder zu sich kommen.
05:04Aber ich glaube, dass er in Wirklichkeit sauer auf mich war, als er dich entlassen hat.
05:10Er bereut das ganz bestimmt schon wieder.
05:12Gut. Aber er braucht sich nicht einzubilden, dass ich wieder zurück in die Firma komme.
05:17Auch nicht, wenn er dich darum bittet?
05:19Und dann? Soll ich mich weiter gängeln lassen?
05:25Geschwister erkennt man auch daran, dass sie zusammenhalten, wenn andere es nicht tun.
05:30Er braucht dich doch in der Firma.
05:36Es gibt da noch was, was ich dir sagen muss.
05:42Ich habe Frederik erlaubt, wieder in die Villa zu ziehen.
05:45Ist das okay für dich?
05:47Ja. Ja, klar.
05:49Ich habe immer gesagt, dass mein Treppensturz ein Unfall war.
05:52Frederik trifft keine Schuld.
05:54Ich bin froh, dass du das sagst.
05:58Und ich bin froh, dass endlich mal jemand was gegen meine Mutter unternehmen will.
06:02Wenn nämlich überhaupt jemand Schuld daran ist, dass Daniel am Rad dreht, dann meine Mutter.
06:17Ist er es?
06:19Nein. Ich habe mich wohl verhört.
06:22Frederik ist ja schon seit Stunden unterwegs.
06:25Mach dir keine Sorgen.
06:28Frederik wird Annabelle Gravenberg schon nicht an den Hals gegangen sein.
06:31Ich meine nicht schon wieder.
06:33Seit das neulich passiert ist, habe ich immer ein ungutes Gefühl, wenn die beiden aufeinandertreffen.
06:37Frederik weiß, dass Annabelle ihn damals provozieren wollte.
06:40Er wird nicht nochmal drauf reinfallen.
06:42Aber dass er zurück in die Villa ziehen will, das ist eine offene Kampfansage an sie.
06:50Überleg dir mal, wie es ist, wenn jemand deine Familie bedroht.
06:56Das ist schwer zu sagen.
06:58Ich habe aber nie eine richtige Familie gehabt.
07:01Mal angenommen, ich bin dein Vater und wir waren immer zusammen.
07:06Dann kommt plötzlich jemand wie Annabelle und plötzlich streiten und bekriegen sich alle.
07:12Wahrscheinlich hat Frederik gar keine andere Wahl, als zurück in die Villa zu gehen, sich Annabelle zu stellen.
07:18Denk dran, wie du reagiert hast, als Christa hier alles auf den Kopf gestellt hat.
07:24Und Christa ist deine Mutter.
07:25Ja.
07:26Keine Außenstehende.
07:27Ich war so sauer, dass sie einfach abgehauen ist.
07:31Sie wird immer deine Mutter bleiben.
07:33Ja, natürlich.
07:35Sie ist ja auch die einzige Familie, die ich je hatte.
07:39Du meinst...
07:40bisher.
07:41Bisher.
07:44Bisher.
07:46Bisher.
07:51Hast du Marie gesehen?
07:53Sie scheint heute schon früh aus dem Haus zu sein.
07:55Ja.
07:56Charlotte hatte angerufen und wollte irgendwas.
07:58Marie ist sofort los.
08:00Frederik war auch schon hier.
08:03Was wollte er?
08:04Offenbar hat er die frühe Stunde genutzt, um Patricia abzupassen.
08:08Er will hier wieder wohnen.
08:11Soll mir recht sein.
08:12Das ist alles?
08:14Deine Privatfäde mit Frederik interessiert mich nicht.
08:16Für mich ist er gestorben.
08:20Daniel, Marie hat dir sehr wehgetan.
08:23Dass sie die Hochzeit abgesagt hat, ist einfach unbegreiflich.
08:26Aber trotzdem darf dir doch nicht alles egal sein.
08:29Für wen oder was soll ich denn jetzt noch kämpfen?
08:32Ich dachte, ich hätte eine Zukunft, eine Frau und ein Kind.
08:35Und jetzt habe ich gar nichts mehr.
08:36Marie steht unter großem Druck.
08:38Aber das heißt doch nicht, dass sie dich nicht liebt.
08:40Sie stößt mich von sich, weil sie mich liebt.
08:43Tut mir leid, diese Logik verstehe ich nicht.
08:44Du weißt, dass sie ein schwieriger Mensch sein kann.
08:48Hat sie dir noch mal irgendwas zu dir gesagt?
08:50Ich meine, warum sie die Hochzeit abgesagt hat.
08:53Ach, wahrscheinlich weiß sie selbst nicht den Grund für ihr seltsames Verhalten.
08:57Aber vergiss nicht, vor kurzem war sie noch in einem Sanatorium.
09:02Ich habe mich noch nie so fremd neben ihr gefühlt.
09:05Ich dachte die ganze Zeit, wenigstens sie steht zu mir.
09:11Wenn jetzt Frederic allerdings wieder im Haus ist, wird er versuchen, einen Keil zwischen uns zu treiben.
09:17Es ist mir egal, was er denkt.
09:19Hauptsache, er setzt Marie nicht irgendwelche wilden Ideen in den Kopf.
09:22Das Beste wäre es, wenn die beiden sich so wenig wie möglich begegnen.
09:26Ich kann sie ja schlecht einsperren.
09:28Und außerdem, ich weiß nicht mal, ob sie überhaupt bleiben will.
09:32Egal, was passiert.
09:34Ich werde zu dir stehen.
10:00Wenn Jörg Zehn
10:02Baby Mobiles aufhängt,
10:03ich glaube trotzdem nicht an seine guten Absichten.
10:05Aber warum sollte er denn das alles tun?
10:07Um sich das Sorgerecht für das Kind zu erstreiten.
10:10Ja, dann könnte er doch gleich zum Anwalt gehen
10:13und bräuchte nicht so einen Aufwand zu betreiben.
10:15Du vergisst die Unterlassungsklage.
10:18Was meinst du denn jetzt damit?
10:20Also wenn ich so eine Klage am Hals hätte
10:21und was von dir wollen würde,
10:23dann wäre ich auch ganz nett zu dir, damit du dann schnell die Klage fallen lässt.
10:26Aber wir laufen uns doch jetzt schon dauernd über den Weg.
10:29Ich glaube nicht, dass Jörg sich die Arbeit machen würde, nur für mich.
10:32Nein.
10:33Du glaubst an die wahnwitzige Idee, dass Jörg sein Herz für Kinder entdeckt hat.
10:37Das erste eigene Kind hat schon so manchen Mann verändert.
10:40Ach so.
10:41Steht das in einem deiner Schwangerschaftsbücher?
10:43Ich habe doch gar nicht gesagt, dass ich wieder zu ihm zurück will.
10:46Aber du träumst davon, das Baby, wenn es mal da ist,
10:48alle paar Tage meinem Papi abzugeben,
10:50der dann in seiner Krabbelecke drauf aufpasst.
10:52Quatsch.
10:53Ich würde das Kind niemals alleine mit Jörg lassen.
10:56Und warum nicht?
10:58Weil du ihm nicht traust.
11:00Ich bin noch nicht blöd und gefährde mein Kind.
11:02Aber wenn Jörg jetzt bereit ist, Verantwortung zu übernehmen...
11:06Sag mal, wie oft musste ich dich denn vor Jörg beschützen?
11:09Hast du nichts dazugelernt?
11:12Andreas, ich bin dir wirklich sehr, sehr dankbar
11:14für alles, was du für mich getan hast.
11:16Aber hier geht es jetzt um das Kind.
11:19Und du bist nun mal nicht der Vater.
11:35Ich bin wieder da.
11:37Und? Wie ist es gelaufen?
11:40Patrice weiß nichts dagegen, dass ich wieder einziehe.
11:42Annabelle hat die Krallen ausgefahren,
11:43aber sie konnte nicht viel ausrichten.
11:45Und Daniel? Was hat der gesagt?
11:47Den habe ich nicht gesehen.
11:48Ich vermute, dass der stinksauer ist, wenn er es erfährt.
11:50Und das willst du dir jeden Tag antun?
11:52Ich kann einfach nicht zulassen,
11:53dass diese Hexe meine Familie zerstört.
11:56Aber du weißt, dass du gegen Annabelle und Daniel zusammen
11:58keine Chance hast.
12:00Ich bin lang genug davon gelaufen.
12:03Vater hat immer gesagt, Blut ist dicker als Wasser.
12:06Der hatte recht.
12:09Ich werde noch heute zurückgehen.
12:16Frederik.
12:19Was erwartest du jetzt von mir?
12:25Ich wäre natürlich gerne mit dir zusammen.
12:27Aber ich weiß auch, dass ich dir das gar nicht zumuten kann.
12:30Ich weiß gar nicht, ob ich das möchte.
12:35Wir müssen das nicht jetzt klären.
12:37Ich mache den Anfang.
12:39Und wenn die Luft nicht mehr ganz so dick ist,
12:41dann denken wir noch mal drüber nach.
12:59Herzlichen Glückwunsch.
13:01Wozu?
13:05Dazu, dass du Frederik erlaubt hast,
13:06wieder in der Villa zu wohnen.
13:08Das dachte ich mir, dass dich das freut.
13:11Dass er und Mutter sich jetzt
13:13bis aufs Blut bekämpfen werden, ist dir klar.
13:16Wenigstens deckt Frederik
13:17nicht Mutters Lügen und Intrigen.
13:20Du willst dich doch nur dafür rächen,
13:21dass ich dich gefeuert habe.
13:22Vielleicht.
13:27Hast du Lust, wieder in der Manufaktur zu arbeiten?
13:31Und die Gegenleistung?
13:33Soll ich Frederiks Einzug wieder rückgängig machen?
13:36Ich habe keine Lust mehr,
13:37hier dauernd den Schiedsrichter zu spielen.
13:39Ich kriege ja nicht mal mein eigenes Leben in den Griff.
13:42Daniel.
13:46Setz dich doch mal einen Moment.
13:48Wozu?
13:50Um darüber zu reden,
13:51was eigentlich mit dir los ist.
13:55Es gibt nichts,
13:55worüber ich mit dir reden möchte.
13:57Und genau wegen dieser arroganten Haltung
13:59will ich nicht mehr mit dir zusammen arbeiten.
14:05Ja, Mama.
14:13Liebe Julia,
14:14die Wochen hier in der Klinik waren hart,
14:16aber ich habe die Therapie fast überstanden.
14:19Und werde bald entlassen.
14:21Keine Angst.
14:23Ich komme nicht zurück.
14:25Aber ich hoffe,
14:25dass wir in Kontakt bleiben.
14:27Vielleicht hast du ja eines Tages Lust,
14:28deiner Mutter wieder Gesellschaft zu leisten.
14:30Alles Liebe,
14:30deine Christa.
14:34Ich freue mich,
14:35dass es Mama wieder gut geht.
14:39Sieht aus,
14:39als würde sie endlich ihren Weg finden.
14:42Vielleicht können wir ja wirklich
14:43eines Tages wieder eine Familie sein.
14:59Hey!
14:59Hallo!
15:01Störe ich dich?
15:03Nö,
15:03habe mein Gott
15:04einen kleinen Mittagsschlaf gemacht.
15:06Kommst du nicht völlig
15:07durcheinander
15:08bei deinen Arbeitszeiten?
15:10Nein,
15:11ich habe gerade gefrühstückt.
15:14Möchtest du noch ein bisschen Tee?
15:16Danke.
15:17Ja,
15:18gerne.
15:21Ach,
15:22übrigens,
15:23ich habe das Geld
15:24überhaupt nicht gebraucht.
15:26Jan hat nämlich
15:27das Geld
15:29glücklicherweise
15:30sichergestellt.
15:31Ach so.
15:34Na ja,
15:35dann
15:36siehst einfach
15:37als eine Art
15:38Stipendium
15:39für diesen Monat.
15:41Boah,
15:41danke schön.
15:45Cool.
15:47Ja,
15:47immer wenn du da bist,
15:47habe ich so ein bisschen
15:48das Gefühl
15:49von Elternbesuch.
15:50Liegt wohl daran,
15:51dass du in dieser Luxusvilla wohnst.
15:54Ich bin gern hier.
15:55Ich finde,
15:55eure Wohnung ist so,
15:58na ja,
15:58wie soll ich sagen,
15:59so nett unaufgeräumt.
16:02Ja,
16:02ja,
16:03liegt wahrscheinlich daran,
16:03dass hier niemand
16:04so nett ist,
16:04mal aufzuräumen.
16:12In der Villa
16:13fühle ich mich
16:13immer fremder gerade.
16:17Wieso
16:18bleibst du nicht einfach
16:20hier
16:20bei uns?
16:23Alle geben mir die Schuld.
16:26An der abgesagten Hochzeit?
16:29Als ob es nur eine Laune
16:30von mir wäre,
16:30dass ich Daniel
16:31nicht heiraten will.
16:32Ach man,
16:33du kennst doch Annabelle,
16:34wenn es nicht nach ihrem Kopf geht.
16:36Das stimmt.
16:37Das kenne ich besser,
16:38als du dir vorstellen kannst.
16:40Aber mal im Ernst,
16:41warum ziehst du nicht
16:42einfach für eine Weile
16:43aus der Villa aus?
16:45Nein,
16:45das will ich nicht.
16:47Dann hätte Daniel das Gefühl,
16:49dass ich ihm endgültig
16:49die Tür vor der Nase zuschlage.
16:51Nein.
16:52Du willst ihn nicht heiraten,
16:53aber trennen willst du dich
16:54auch nicht,
16:55hallo?
16:57Es ist halt
17:00ziemlich kompliziert.
17:03Wie kompliziert?
17:06sehr kompliziert.
17:09Tja,
17:11auf in den Kampf.
17:16Du kannst jederzeit herkommen.
17:18Und du weißt,
17:19dass du jederzeit
17:20in die Villa kommen kannst.
17:22Julia,
17:23ich muss dir nicht sagen,
17:24wie glücklich ich wäre,
17:25wenn du...
17:25Ich überleg's mir.
17:27Okay?
17:33Lass dich von Annabelle
17:34nicht provozieren.
17:36Aber das ist doch
17:36der Spaß an der Sache.
17:40Gut.
17:48Friedrich hat recht.
17:50Man kann nicht immer weglaufen.
17:52Also stellt er sich
17:53den Konflikten
17:54in seiner Familie,
17:54auch wenn's ihm schwerfällt.
17:57Würde ich das
17:58an seiner Stelle
17:58genauso machen?
18:01Ich lebe hier
18:02in einer Familie
18:03und weiß nicht mal,
18:03ob ich wirklich
18:04ein Teil davon bin.
18:09Ich hab immer geglaubt,
18:10dass mir das
18:10nicht so wichtig ist.
18:12Aber jetzt
18:13fühl ich mir denn je,
18:14dass ich keinen Platz hab,
18:15von dem ich sagen kann,
18:16dass ich da zu Hause bin.
18:20Soll das immer
18:21so weitergehen?
18:23Wo ist mein Zuhause?
18:27Wo gehör ich hin?
18:37Ach, Silke!
18:38Deine Zeitung.
18:39Ach, die kannst du behalten.
18:40Ich hab nach Wohnungen geguckt,
18:41steht nix drin.
18:42Ach, du legst deinem Tempo vor.
18:44Bisschen Zeit
18:45hast du doch immer, oder?
18:46Ich will einfach
18:47früh genug damit anfangen.
18:49Ich seh's ja,
18:49wie schwierig es ist,
18:50für dich eine Wohnung
18:51zu finden.
18:52Und wenn der Kleine da ist,
18:53dann brauch ich wirklich
18:54eine schöne Wohnung.
18:55Noch ein bisschen Zeit
18:56ist doch noch.
18:58Sehen wir uns heute Abend
18:59im Kusi?
19:01Ich weiß noch nicht.
19:12Ich geh dann jetzt.
19:21kommst du heute Abend mit ins Kusi?
19:25Vielleicht.
19:28Andreas, wir sind doch trotzdem noch Freunde, oder?
19:32Ich weiß nicht,
19:33wie wir das?
19:35Ich versteh dich so gut,
19:37dass du dir Sorgen machst.
19:38Wegen Jörg.
19:41Aber
19:42ich,
19:43ich muss ihm
19:44eine zweite Chance geben.
19:45Na klar,
19:46mach nur.
19:47Aber verlang nicht,
19:48dass ich dich da wieder rausboxe.
19:50Nein,
19:51natürlich nicht.
19:52Aber
19:54können wir heute Abend
19:56nicht ins Kusi gehen
19:57mit zwei richtig
19:57nicht gute Freunde?
20:03Na klar.
20:05Oh,
20:06Entschuldige.
20:10Hallo?
20:11Ach,
20:13Jörg,
20:13du bist es.
20:16Oh,
20:16ich bin heute Abend
20:17eigentlich schon verabredet.
20:20Ach so,
20:21es ist sehr dringend.
20:23Ja,
20:24dann,
20:26mhm.
20:27Ja klar.
20:29Bis dann.
20:35Alles in Ordnung.
20:36Ich habe auch andere Freunde,
20:38mit denen ich mich treffen kann.
20:45Ich würde gerne mit meiner Mutter sprechen,
20:47Christa Schilling.
20:51Wissen Sie,
20:51wann sie zurückkommt?
20:54Verstehe.
20:56Nein,
20:56ich möchte nichts bestellen.
20:57Ich rufe nochmal an.
20:58Vielen Dank.
21:02Hey,
21:02Patricia,
21:03was machst du denn hier?
21:04Ach,
21:05ich war gerade nur in der Nähe.
21:09Und?
21:11Weißt du schon,
21:11was du mit deinem
21:12arbeitslosen Dasein anfängst?
21:15Ich habe drüber nachgedacht,
21:16aber ich bin noch
21:17zu keinem Schluss gekommen.
21:19Und du?
21:20Was willst du jetzt machen?
21:22Ich weiß noch nicht.
21:24Ich konnte um die Welt reisen,
21:27aber...
21:27Aber?
21:29Daniel hat mir heute angeboten,
21:31wieder für ihn zu arbeiten.
21:35Nach allem, was passiert ist,
21:36habe ich eigentlich keine Lust dazu.
21:39Aber sicher bist du nicht?
21:42Er war plötzlich so anders.
21:45Ich hatte fast das Gefühl,
21:47ich muss zusagen.
21:49Und vielleicht hat er dich gefragt,
21:51weil er dich braucht.
21:52Nicht nur als Designerin,
21:54meine ich.
21:55Aus geschwisterlicher Verbundenheit.
21:58Ich weiß nicht.
22:00Na ja.
22:03Blut ist dicker als Wasser.
22:04Ja.
22:06Das hat mein Großvater
22:07auch immer gesagt.
22:11Frederik hat die Konsequenzen gezogen.
22:13Er ist zurück zu seiner Familie.
22:15Obwohl es im Moment
22:15nicht gerade leicht fällt.
22:18Also wenn ich wieder
22:18in der Manufaktur arbeite,
22:20dann sicher nicht,
22:21weil ich mit Daniel verwandt bin.
22:23Wenn du nicht mit Daniel verwandt wärst,
22:25dann würdest du dir die Frage
22:26gar nicht stellen.
22:27Dann wärst du gleich
22:27woanders hingekommen.
22:29Wer weiß.
22:34Und du warst wirklich
22:36nur so in der Nähe?
22:38Mhm.
22:40Du wolltest niemanden besuchen,
22:42oder so.
22:43Kann sein.
22:44Kann nicht sein.
22:46Kann sein müsste eigentlich
22:48in seiner Werkstatt sein.
22:49Da ist er aber nicht.
22:50Na dann weiß ich's auch nicht.
22:54Also, bis dann.
22:56Bis dann.
22:59Ich dachte immer,
23:00Nico nervt dich.
23:01Tut er ja auch.
23:11Patrizia gefeuert.
23:13Julia kündigt selbst.
23:15Und was ist da bloß los?
23:18Alles hat damit angefangen,
23:20dass Frederik mich besucht hat
23:21und Daniel ihn aus der Villa
23:23werfen wollte.
23:27Und Patrizia hat ihn zurückgehalten?
23:29Ja.
23:30Und jetzt ist die Hochzeit
23:32zwischen Daniel und Marie
23:33abgesagt
23:34und der Haussegen hängt schief.
23:38Komisch, dass Patrizia
23:39sich nicht bei mir gemeldet hat.
23:40Sollte sie?
23:41Na ja.
23:42Der Job war ja verdammt wichtig.
23:44Hätte gedacht,
23:45dass ich das loswerden will.
23:47Aber du kennst doch Patrizia.
23:49Sie frisst alles in sich rein
23:50und dann explodiert sie.
23:52Ja, ich weiß.
23:54Sie bedeutet dir sehr viel, was?
23:57Ja, die sind befreundet.
23:58Nichts weiter.
23:59Hm.
24:00Patrizia hat sich
24:01in den letzten Wochen
24:01sehr verändert.
24:03Ja.
24:04Ist mir auch aufgefallen.
24:05Na, vielleicht wird aus dieser Freundschaft
24:08doch mal etwas mehr.
24:10Was muss ich denn da hören?
24:11Sie machen Nico den Hof?
24:12Was?
24:13Ich doch nicht.
24:14Und warum eigentlich nicht?
24:17Noch nicht einmal eingezogen.
24:20Ah.
24:21Falsch.
24:21Und schon geht's wieder los
24:23mit den Schmeicheleien.
24:24Ab sofort bin ich eingezogen.
24:26Ah.
24:26Weiß Annabelle denn schon Bescheid?
24:28Sie hat sicher vom Fenster aus gesehen
24:29und rötet Pech und Schwefel an.
24:31Zum Glück haben sie ihren Humor
24:33nicht verloren.
24:34und den werden sie jetzt brauchen.
24:39Danke.
24:47Störe ich dich?
24:48Im Gegenteil.
24:49Komm, setz dich und hilf mir.
24:51Das ist unser Abendessen.
24:54Na gut.
24:59Und wie steht's mit Frederik?
25:02Frederik hat seine Sachen gepackt.
25:04Er ist zurück in die Villa.
25:06Er will kämpfen.
25:07Ich kann sogar verstehen, warum.
25:09Und du?
25:11Bist ihm folgen?
25:15Frederik weiß, wofür es sich zu kämpfen lohnt
25:17und wo er hingehört.
25:19Und du weißt es nicht?
25:27Julia.
25:29Du weißt, dass du für mich längst ein Teil dieser Familie bist.
25:32Für uns alle.
25:35Ja.
25:36Dafür bin ich euch wirklich dankbar.
25:38Aber?
25:43Mama wird bald aus der Klinik entlassen.
25:48Und du überlegst, ob du zu ihr gehen sollst?
25:50Nein, aber ich überlege, ob ich nicht auch weglaufe,
25:53wie sie es all die Jahre getan hat.
25:55Wie meinst du das?
25:58Wir sagen, dass wir eine Familie sind.
26:00Aber wissen tun wir es nicht.
26:03Du wolltest den Vaterschaftstest nicht machen.
26:05Ja.
26:06Ganz schön feige, oder?
26:08Nein, du hattest deine Gründe.
26:11Was, wenn du nicht meine Tochter bist?
26:13Würdest du dich dann hier genauso zu Hause fühlen?
26:16Davor habe ich ja Angst.
26:19Wir brauchen keinen Test, um uns zu beweisen,
26:22dass wir in Familie sind.
26:23Und wir fühlen uns so.
26:25Und das ist das Wichtigste.
26:28Oder?
26:41Arbeitest du jetzt zu Hause?
26:43Ich warte auf Marie.
26:45Ich versuche, mich irgendwie abzulenken.
26:46Ist sie immer noch nicht zurück?
26:48Nein.
26:49Vielleicht geht sie noch spazieren.
26:51Seit heute Morgen?
26:54Hast du sie nicht versucht zu erreichen?
26:56Doch, natürlich habe ich das.
26:57Und?
26:58Sie geht nicht ans Telefon.
27:00Ach, das gibt es doch nicht.
27:02Hier, bitte.
27:05Versuch es selbst.
27:08Hast du schon für mich gewählt?
27:10Ja.
27:12Habt ihr irgendwo einen großen Deckel?
27:14Oder irgendwas zum Wenden?
27:16Sieht das hier aus wie eine Profiküche?
27:19Ups.
27:21Bitte, dann musst du es dir mit versuchen.
27:23Ich weiß überhaupt nicht, was du tust.
27:46Was geht da vor?
27:49Was geht da vor?
27:56Ja.
27:58Ja.
27:59Ja, also.
27:59Hat doch gekluckt.
28:02Wir waren das...
28:05Daniel.
28:07Ich kann gerade nicht mit ihm sprechen.
28:09Ja, so werden sich eure Probleme ja bestimmt lösen.
28:11Mhm, ich weiß.
28:15Marie, mal ehrlich.
28:17Vielleicht solltest du mal ganz offen mit ihm reden.
28:20Charlotte, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gern ich das tun würde.
28:24Dann tu es doch einfach.
28:25Es geht aber nicht.
28:26Und warum nicht?
28:28Jetzt bitte hör auf, mich danach zu fragen.
28:30Ich werde es mir Daniel irgendwann klären, okay?
28:32Ja, irgendwann hört sich ja noch einen tollen Plan an.
28:34Jetzt lass uns doch nicht darüber streiten, ja?
28:36Ich möchte mich nicht streiten.
28:38Ich möchte dir nur helfen.
28:40Aber das tust du doch schon.
28:41Ach ja?
28:43Ja.
28:45Hier mit dir zusammen zu sein, das hilft mir wirklich schon total.
28:51Und mehr kann ich nicht für dich tun.
28:55Na gut, aber dann lass uns das öfter machen, ja?
28:58So komme ich wenigstens an ein ordentliches Essen.
29:11Wie ich sehe, hast du keine Zeit verloren.
29:14Du aber auch nicht.
29:16Dass alle meine persönlichen Sachen verschwunden sind,
29:18habe ich sicher dir zu verdanken.
29:20Ich konnte ja nun wirklich nicht ahnen,
29:21dass dein Ausdruck nicht endgültig war.
29:24Tja, zu früh gefreut.
29:26Ja, das scheint mir auch so.
29:28Dabei wäre das ein so schönes Kinderzimmer geworden.
29:31Kinderzimmer?
29:33Ach, richtig.
29:34Durch deine Schuld gibt es ja jetzt keinen Nachwuchs hier.
29:40Ich warne dich an einem Willen.
29:42Überspann den Bogen nicht.
29:44Wenn ich mich recht erinnere,
29:46hast du heute Morgen noch damit geprahlt,
29:47mir die Stirn zu bieten.
29:49Das werde ich auch.
29:51Verlass dich drauf.
29:52Das Einzige, worauf bei dir Verlass ist,
29:55sind deine Niederlagen.
29:56Die einzige Niederlage,
29:57die du in diesem Haus erleben wirst,
29:59wird deine eigene sein.
30:01Mach es dir mal hier nicht zu gemütlich.
30:03Ich glaube, lange wirst du es sowieso nicht aushalten.
30:05Ach, und falls du deine geliebten Schallplatten suchst,
30:09ich glaube, die sind im Keller.
30:14Ich glaube, die sind im Keller.
30:39Hey, bist du ganz alleine hier? Wo ist Silke?
30:43Keine Ahnung.
30:45Ihr seid doch sonst immer so unzertrennlich.
30:48Ich wüsste nicht, was sich das angeht.
30:51Entschuldigung, dass ich dich überhaupt nicht bekomme.
30:56Marvin!
31:02Hallo, Andreas.
31:03Vorsicht, ich bin heute ein bisschen schlecht drauf.
31:06Aha.
31:08Weil Silke sich mit Jörg trägt?
31:12Also, wenn ich nicht ganz genau wüsste, dass du schwul bist,
31:17würde ich sagen, normalerweise benehmen sich Männer so, die etwas süchtig sind.
31:22Quatsch.
31:24Silke weiß ganz genau, mit wem sie es bei Jörg zu tun hat.
31:27Jetzt vertrau ihr doch mal.
31:29Ich weiß doch, dass Silke nur versucht, das Beste zu tun.
31:32Aber was ist mit Jörg?
31:34Der ist der Vater des Kindes.
31:36Jetzt signalisiert er Bereitschaft, sich um das Kleine zu kümmern.
31:39Willst du ihm das vermasseln?
31:41Bin ich hier der Einzige, der sieht, dass Jörg eine krumme Tour vorhat?
31:46Nein.
31:47Aber du kannst doch nicht ewig auf Silke aufpassen.
31:50Entweder die beiden raufen sich jetzt zusammen und regeln das für die Zukunft, oder...
31:53Oder was?
31:54In der nächsten halben Stunde hast du hier eine völlig aufgelöste Silke neben dir sitzen,
31:58um die du dich mehr kümmern kannst, als dir lieb ist.
32:00Gib mir mal ein Bier-Scharlöckchen.
32:09Hey.
32:10Hallo, Frederik.
32:13Was machst du denn im Keller?
32:15Annabelle hat keine Zeit versäumt und all meine Sachen im Haus verteilt.
32:18Die Schallplatten im feuchten Keller und die afrikanischen Skulpturen wahrscheinlich in der Waschküche.
32:23Also wenn ich irgendwo was finde, dann...
32:25Dann bringe ich's dir vorbei.
32:27Danke.
32:28Ähm...
32:29Ich hatte noch keine Gelegenheit mit dir darüber zu reden, aber...
32:32Ich ziehe wieder hier an.
32:34Ich hab immer gesagt, dass du an dem Treppensturz keine Schuld hast.
32:38So leicht mache ich mir das nicht.
32:40Ich glaube schon, dass ich Schuld daran hatte.
32:42Nein, es war ein Unfall.
32:44Und es war falsch, dass Daniel dich rausgeworfen hat.
32:46Im ersten Augenblick war es richtig, um die Wogen zu glätten.
32:50Nein.
32:51Ich finde, er hatte kein Recht dazu.
32:53Aber was mich angeht, bist du hier nicht nur geduldet, sondern herzlich willkommen.
32:59Danke.
33:00Bist du endlich wieder zu Hause?
33:02Hallo, Daniel.
33:04Warum gehst du nicht ins Telefon?
33:07Können wir das oben besprechen?
33:09Daniel?
33:16Ich bin wieder zurück.
33:25Guten Abend.
33:27Hey.
33:29Hat Patrizia dich gefunden?
33:31Patrizia?
33:32Wieso Patrizia?
33:33Die war heute hier.
33:35Hat nach dir gefragt.
33:37Hat sie gesagt, was sie wollte?
33:39Sie sah immerhin nicht so aus, als weil sie dir vor Schienbein treten.
33:42Naja.
33:44Bei Patrizia war erst mal nie so genau.
33:47Was läuft da eigentlich genau zwischen euch?
33:50Nichts.
33:50Wir sind mit Freunden.
33:51Wir sind mit Freunden.
33:53Dann gibt sich Patrizia aber ziemlich viel Mühe mit dieser Freundschaft für ihre Verhältnisse.
34:00Findest du?
34:01Mhm.
34:01Find ich.
34:03Ich finde, sie hat sich sehr verändert in letzter Zeit.
34:06Ja.
34:07Das fällt allen auf.
34:11Manchmal muss man jemandem auch eine zweite Chance geben können, Nico.
34:15Hm.
34:15Möchtest du dir vereinen, dass man dann doch eine vor das Schienbein kriegt?
34:19Ein bisschen Risiko ist immer dabei.
34:22Ja, aber das ist ein bisschen viel Risiko, finde ich.
34:25Ich hätte gedacht, du wärst mutiger.
34:27Naja.
34:29Wenn ich selbst nicht besser wüsste, dann würde ich jetzt glauben, du fährst dich auf wie
34:33meine große Schwester.
34:34Ach ja?
34:36Naja.
34:38Vielleicht bist du's ja sogar.
34:39Eben.
34:40Also ein bisschen mehr Respekt, wenn ich bitten darf.
34:42Und selbst wenn Julia nicht deine große Schwester ist, gebe ich ja hiermit die Erlaubnis,
34:46meinem Sohn den Kopf zu waschen, wann immer sie mag.
34:50Ja, natürlich.
34:53Kannst du mir mal bitte erklären, was das eben sollte?
34:55Ich habe Frederik gesagt, dass er hier willkommen ist.
34:59Und das, nachdem er unser Kind getötet hat.
35:01Daniel, bitte hör auf damit.
35:03Es war ein Unfall.
35:04Er konnte gar nichts dafür.
35:08Und wir können es auch nicht rückgängig machen.
35:11Also für eine Mutter, die gerade ihr Kind verloren hat, bist du reichlich pragmatisch.
35:19Daniel, das ist nicht fair.
35:21Ach, aber wie du mich behandelst, ist fair?
35:25Warum gehst du mir aus dem Weg, Marie?
35:27Warum drückst du meine Anrufe weg?
35:31Ich musste mit Charlotte etwas Wichtiges besprechen.
35:34Ich habe doch gar nicht gesehen, wer angerufen hat.
35:36Ich habe alle Anrufe weggedrückt.
35:39Das ist doch gelogen.
35:40Sag mir jetzt endlich, was los ist.
35:42Warum hast du unsere Hochzeit abgesagt?
35:44Ich brauche einfach Zeit, um über einige Dinge nachzudecken.
35:48Und ich glaube, die brauchst du auch.
35:50Ach, es ist ja wunderbar, dass du besser über meine Gefühle Bescheid weißt als ich selbst.
35:55Aber das sage ich doch gar nicht.
35:57Es ist nur einfach so viel passiert und die Hochzeit ist doch nur verschoben.
36:02Marie, wie viele Leute kennst du, die ihre Hochzeit absagen und dann immer noch glücklich zusammen sind?
36:08Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben.
36:12Wie soll es denn jetzt mit uns weitergehen?
36:15Ich meine, wollen wir wieder Nacht für Nacht im Bett nebeneinander liegen und so tun, als sei alles in Ordnung?
36:24Ja.
36:28Vielleicht ist es besser, wenn ich aus meinem Gästezimmer schlafe.
36:42Bin ich zu spät?
36:43Ach was?
36:44Ich bin froh, dass du gekommen bist.
36:45Darf ich dir was abnehmen?
36:46Nein, nein, nein.
36:47Den lasse ich lieber an.
36:48Wie du willst.
36:54Gefällt es dir?
36:57Ich habe es nicht besser hinbekommen.
36:58Das ist das Kinderzimmer.
37:05Ja, es ist wirklich sehr, sehr, sehr süß.
37:08Meinst du, der Kleine könnte sich hier wohlfühlen?
37:12Wir können dich ja mal besuchen kommen.
37:15Ich habe gehört, du bist auf Wohnungssuche.
37:17Ja, du kennst ja meine Wohnung.
37:19Teuer und ziemlich unpraktisch fürs Kind, später dann, wenn es da ist.
37:23Warum schlägst du nicht zwei Fliegen mit einer Klappe?
37:25Du sparst dir die Miete und du hast etwas dafür, dass der Kleine eine richtige Familie hat.
37:31Wie meinst du das denn jetzt?
37:33Warum ziehst du nicht einfach hier ein, Silke?
37:39Ich glaube, Silke kommt halt nicht mehr.
37:41Ist doch ein gutes Zeichen.
37:43Wofür?
37:43Dass Jörg ja wieder was antut?
37:45Ach mein Gott, du geh doch nicht immer vom Schlimmsten aus.
37:49Silke erinnert mich immer an einen Lemming.
37:53Man kann sie noch so oft vom Abgrund wegholen, sie läuft immer wieder drauf zu.
37:57Lemminge sind gar nicht so. Das ist ein Märchen.
38:01Echt?
38:02Mhm.
38:03Die erweisen sich sogar als ziemlich gute Schwimmer, wenn sie erstmals kalte Wasser gesprungen sind.
38:07Na dann ist Silke doch kein Lemming.
38:08Und du bist nicht ihr Schutzengel.
38:10So gerne du es auch wärst.
38:14Ich bin nur sauer, dass sich Silke immer wieder von Jörg so um den Finger wickeln lässt.
38:17Nein mein Schatz, du bist sauer, dass du dein Ersatzpapi Dasein aufgeben musst, noch bevor es begonnen hat.
38:24Wenn schon.
38:25Wer von euch beiden ist jetzt eigentlich der größere Egoist?
38:28Silke, die versucht ihrem Kind ein Leben mit dem richtigen Papa zu ermöglichen.
38:32Oder du, der du dich in die Idee verliebt hast, ein Kind groß zu ziehen, das nicht von dir ist.
38:40Sieht so aus, als gibt es Stress zwischen Andreas und Silke.
38:44Ja, aber ich gebe dir einen Tipp, sprich ihn nicht drauf an. Ich sag nur, wen fehlt.
38:50Nach den ersten Schwierigkeiten hast du dich verdammt gut eingearbeitet.
38:54Findest du?
38:55Also wenn es nach mir geht, hast du die Probezeit jetzt schon gestanden.
38:59Das trifft sich sehr gut, denn du hast deine Probezeit bei mir auch bei dir bestanden.
39:15Ja?
39:16Ah, alles Gute zum Einzug.
39:18Danke.
39:19Ich habe mein halbes Zimmer im Haus erst zusammensuchen müssen.
39:22Ist doch die Gelegenheit, um ein paar Scheußlichkeiten loszuwerden, oder?
39:26Ich mag die Scheußlichkeiten.
39:28Schon gut.
39:30Ich freue mich, dass du wieder da bist.
39:33Danke.
39:33Störe ich? Wolltest du gerade telefonieren?
39:35Ähm, ich wollte mich bei Julia melden.
39:39Jetzt sind wir einen halben Tag getrennt und schon vermisse ich sie.
39:44Wahnsinn, oder?
39:45Nein.
39:47Vielleicht zieht sie auch noch hier ein.
39:50Ich glaube nicht, dass das passiert.
39:52Gib ihr ein bisschen Zeit.
39:54Ich kann sie verstehen.
39:55Ich meine, wer will schon freiwillig mit meiner Mutter unter einem Dach liegen.
39:59Tja.
40:01Richtig.
40:01Jetzt, wo du es sagst.
40:12Du hast gekocht.
40:14Wir spülen ab.
40:16Na klar.
40:16Ist doch logisch.
40:20Ja?
40:21Henrik.
40:22Wie geht's?
40:24Ich bin mein Nico und Tobias.
40:27Wir sind gerade fertig mit Essen.
40:31Ja, du fühlst mich auch sehr.
40:34Ich melde mich.
40:36Bis dann.
40:39Und wie ergeht es Frederik in der Höhle des Löwen?
40:43Es ist schwerer für ihn, als er dachte, glaube ich.
40:47Es hat er nun befohlen, dass er sich seiner Familie stellen will.
40:51Es ist aber die richtige Entscheidung, Nico.
40:54Du machst dir Sorgen, ne?
40:56Ja.
40:58Aber nicht um Frederik.
41:00Der weiß ja, was er will und wo er hingehört.
41:02Ich wünschte, ich wüsste das auch.
41:06Und ich dachte, du wüsstest es inzwischen.
41:10Tobias, versteh mich nicht falsch.
41:13Ich fühl mich doch wohl bei euch.
41:14Aber die Frage, ob du mein Vater bist und ihr meine Geschwister seid, die...
41:17die wird mich doch immer verfolgen.
41:21Aber...
41:22du wolltest doch den Vaterschaftstest nicht machen.
41:25Ist das nicht so?
41:26Ja.
41:27Weil ich Angst habe.
41:30Angst, dass ihr doch nicht meine Familie seid, dass ich hier doch nicht hingehöre.
41:33Aber Julia...
41:34Ich bin mein halbes Leben lang weggelaufen, damit höre ich jetzt auf.
41:41Lass uns diesen Vaterschaftstest machen.
41:42mit Gü sanktieren.
41:46Ja.
41:47Das ist zu exception.
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