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  • vor 5 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:03Die Wildrosenentwürfe, die, die sind nicht...
00:10Entschuldigt bitte.
00:14Patricia Gravenberg?
00:18Verstehe.
00:19Ja, in Ordnung, ich werde kommen.
00:24Entschuldigung, das war wichtig.
00:27Also, was wolltest du uns sagen?
00:29Ich habe jetzt keine Zeit mehr, ein wichtiger Termin.
00:32Tut mir leid, wegen der Störung.
00:45Hast du es dir überlegt?
00:46Ich habe jetzt keine Zeit mehr, ein wichtiger Termin.
01:06Ich habe jetzt keine Zeit mehr, ein wichtiger Termin.
01:25Willst du für mich arbeiten?
01:27Ja, Patricia, du kannst die Entwerfer haben.
01:31Das ist gut.
01:34Vorausgesetzt, du machst mir ein entsprechendes Angebot.
01:38Natürlich tue ich das.
01:39Das ist das geringste Problem.
01:45Wärst du mit 200 Euro pro Entwurf einverstanden?
01:51Ja?
01:53Gut.
01:56Ein Vorschuss.
02:00Danke.
02:01Du brauchst dich nicht zu bedanken.
02:02Das ist ein Deal, weiter nichts.
02:05Das weiß ich, Patricia.
02:07Das Wichtigste in dieser Angelegenheit ist, dass es strikt unter uns bleibt.
02:13Ich meine, es würde dir sowieso niemand glauben, wenn du behaupten würdest, du würdest für uns Entwürfe liefern.
02:20Ist mir klar.
02:21Ich werde es für mich behalten.
02:24Und wenn meine Familie wüsste, dass die Entwürfe von dir sind...
02:28...würde ich den Auftrag nicht kriegen.
02:30Ja.
02:31So sieht's aus.
02:33Patricia, ich hab kein Problem damit.
02:36Ich freue mich, als Designerin zu arbeiten und damit Geld zu verdienen.
02:41Aber dir ist schon klar, dass du damit auch alle Rechte an Falkenthaler Porzellan abgibst.
02:46Dein Name taucht wirklich nirgendwo auf.
02:52Ja, ich weiß.
02:53Gut.
02:56Und ich bräuchte dir Entwürfe morgen früh.
03:00Morgen?
03:02Ja.
03:03Schaffst du das?
03:05Ja, das schaffe ich.
03:07Gut.
03:13Was ist?
03:14Naja.
03:16Danke.
03:38Bin ich eigentlich total übergeschnappt, Patricia Gravenberg sämtliche Rechte an meinen Entwürfen zu übertragen?
03:46Aber einen anderen Weg, den Job zu machen, hätte es nicht gegeben.
03:50Mama und ich brauchen das Geld.
03:51Und außerdem wird mir die Arbeit Spaß machen.
03:54Meine Entwürfe, meine Zeichnungen werden von Falkenthal Porzellan umgesetzt.
03:58Und das, obwohl ich kein abgeschlossenes Studium oder nennenswerte Berufserfahrung habe.
04:04Diese Chance bekomme ich nur einmal.
04:06Es war richtig, zuzusagen.
04:19Ach, das reicht.
04:21Was hast du gemacht?
04:22Ich habe versucht, Texte für den neuen Katalog zu schreiben.
04:24Die müssen auch noch ins Japanische übersetzt werden.
04:26Und, ist das eilig?
04:27Ja, eigentlich schon, aber ich mache morgen weiter.
04:30Du bist ganz schön angespannt, oder?
04:32Ich habe nur ein bisschen Kopfschmerzen.
04:34Daniel, du musst versuchen zu entspannen und den Kopf freizubekommen.
04:41Das ist nur leichter gesagt als getan.
04:44Ach, ich ärgere mich einfach immer noch über diese fürchterliche Begegnung auf Jans Geburtstag.
04:48Du meinst wegen Julia.
04:50Es war eine blöde Idee von mir, dich zu überreden und hinzugeben.
04:53Nein, war es nicht.
04:55Jan ist mein allerbester Freund und es wird doch wohl möglich sein,
04:58dass ich meinem besten Freund zum Geburtstag gratuliere.
05:01Daniel, ich möchte, dass du weißt, dass ich dich verstehe, was Julia betrifft.
05:06Aber das hat so gut wie gar nichts mit Julia zu tun.
05:09Ich möchte einfach wieder überall hingehen können,
05:12ohne dauernd solche Begegnungen fürchten zu müssen.
05:14Es war sehr unangenehm für uns alle.
05:16Besonders für dich.
05:17Nein, ich kann damit umgehen.
05:21Es dauert eben eine Weile, bis die Wogen sich glätten.
05:23Das ist doch normal.
05:26Ich muss dir sowas von auf die Nerven gehen.
05:28Nein, das tust du nicht.
05:33Entspann dich und nimm dir einfach ein bisschen Zeit.
05:37Du bist wunderbar, Marie.
05:40Du tust mir so gut, weißt du das?
05:50Geht's dir jetzt besser?
05:51Ja, die Kopfschmerzen sind fast weg.
05:54Wollen wir den Text nochmal anschauen?
05:56Willst du?
05:58Ja, zeig mal her.
06:16Du kannst Schluss, Mann.
06:17Den Rest schaffe ich allein.
06:18Ich mach das schon.
06:19Ich wollte heute sowieso ein bisschen länger bleiben und noch arbeiten.
06:21Was denn arbeiten?
06:25Zeichnen.
06:27Das wird dir nicht gefallen.
06:30Du machst mich immer neugieriger.
06:34Also, ich hab das Angebot von Patricia jetzt doch angenommen.
06:38Du verkaufst ihr deine Entwürfe?
06:42Und woher kommt der plötzliche Sinneswandel?
06:45Weil ich das Geld brauche.
06:47Und weil ich als Designerin arbeiten kann, ja.
06:49Aber dieser Deal von Patricia hat sich nicht geändert.
06:53Ich liefere die Entwürfe.
06:55Ich liefere die Entwürfe und sie gibt sie dann als ihre aus.
06:57Du wolltest dich doch von den Grafenbergs fernhalten.
06:59Ja, Jan, ich weiß.
07:01Jetzt hab ich mich aber entschieden.
07:03Mach's mir doch nicht so schwer.
07:05Julia, hältst du es wirklich für so eine gute Idee, weiter mit den Grafenbergs zu tun zu haben?
07:09Besonders nach der Sache an meinem Geburtstag?
07:10Ich hab doch gar nichts mit ihnen zu tun.
07:12Ich arbeite nur für sie.
07:14Anonym.
07:16Und dazu muss ich ja nur Patricia treffen.
07:18Du arbeitest nur für sie.
07:20Und hilfst Patricia, einen ganz fiesen falschen Deal durchzuziehen.
07:24Jan, ich hab zum ersten Mal in meinem Leben die Chance als Designerin zu arbeiten.
07:28Und du wirst überhaupt nichts davon haben.
07:30Du stellst denen wahrscheinlich eine richtig schöne Serie auf die Beine und bleibst selber unbekannt.
07:36Ich brauch das Geld.
07:38Außerdem ist es vielleicht ein Anfang.
07:41Der ist unglaublich wichtig für mich.
07:43Bist du sicher, dass das Ganze nichts mit Daniel zu tun hat?
08:03Hat meine Arbeit für die Grafenbergs nun was mit Daniel zu tun oder nicht?
08:08Hätte ich den Job angenommen, wenn Patricia nicht Daniels Schwester wäre?
08:14Auch wenn ich keinen direkten Kontakt zu ihm habe.
08:17Ich möchte trotzdem, dass ihm die Entwürfe gefallen.
08:21Es wäre schön zu wissen, dass er wenigstens von meiner Arbeit überzeugt ist.
08:25Von mir selbst hält er im Moment ja herzlich wenig.
08:28Und nur, weil er seiner Mutter glaubt.
08:32Ich muss endlich aufhören, mir darüber Gedanken zu machen.
08:35Seine Mutter hat gewonnen.
08:37Daniel hat sich von mir getrennt und ist mit Marie zusammen.
08:40Daran kann ich jetzt erstmal nichts ändern.
08:44Es ist also gut, wenn ich Arbeit habe.
08:47Dann kann ich diese ganze Intrige und ihre Folgen besser vergessen.
09:10Morgen, Mama.
09:11Entschuldige, jetzt habe ich dich doch geweckt.
09:14Es macht nichts.
09:16Wir bekommen gleich Besuch.
09:19Was?
09:20Wem denn?
09:21Nico kommt.
09:22Er schaut nach der Heizung.
09:23Ach, die Heizung.
09:25Das ist ja gut.
09:26Du musst gestern Nacht unheimlich spät gekommen sein.
09:29Ich habe dich überhaupt nicht mehr gehört.
09:31Ja, es war unglaublich viel los im Cozy.
09:34Die Gäste klebten richtig an den Stühlen.
09:37Und immer wenn ich dachte, gut, jetzt haben sie ausgetrunken,
09:39dann haben sie noch eine neue Runde bestellt.
09:40Tut mir leid für dich.
09:42Sag mal, wir sollten einfach in der Zukunft die Betten tauschen,
09:46damit du ausschlafen kannst.
09:48Ach, das geht schon, Mama.
09:50Es hat sich ja gelohnt.
09:53Hier.
09:58Für die Haushaltskasse.
10:00Hast du so viel Geld verdient?
10:03Ja.
10:05Jan hat mich bezahlt.
10:07Und es gab auch unglaublich viel Trinkgeld gestern.
10:09Das ist gut.
10:11Danke.
10:12Ich werde in nächster Zeit so viel bei Jan arbeiten,
10:15dass wir Tobias in den nächsten Tagen die Miete geben können.
10:19Du machst mir ein richtig schlechtes Gewissen.
10:21Ach, wieso denn?
10:22Freu dich doch einfach.
10:23Ja, ich will endlich auch etwas Geld verdienen.
10:26Es bleibt immer alles an dir hängen.
10:28Jetzt hast du doch die Annonce aufgegeben.
10:30Da wird sich bestimmt bald jemand melden.
10:33Na, hoffentlich.
10:36Bestimmt.
10:37Du musst einfach ein bisschen Geduld haben.
10:48Guten Morgen.
10:50Hey.
10:54Du hast geguckt, wie ich schlafe.
10:57Das sah so süß aus.
11:01Schön, dass du da bist.
11:05Fühlst du dich wohl?
11:07Sehr wohl.
11:11Es ist doch ganz früh.
11:13Ja, ne?
11:16Soll ich Frühstück machen?
11:18Oh, ja.
11:19Was hätten Sie denn gern?
11:20Ich hätte gern ein Toast mit Rührei,
11:27ein Milchkaffee,
11:29einen frisch ausgepressten Orangensaft
11:32und ein Honigbrötchen.
11:34Okay.
11:36Kommt sofort.
11:51Ich fahre jetzt in die Firma.
11:53Kann ich dich irgendwo hin mitnehmen?
11:54Danke.
11:55Ich bleibe hier und arbeite mich
11:56durch die Finanzberichte unserer Kaufhäuser.
11:59Unsere?
12:01Du sagst immer noch unsere,
12:02als wären deine Eltern noch am Leben?
12:05Stimmt.
12:06Das habe ich mir nicht abgewöhnt.
12:08Aber sie gehören ja auch Charlotte und mir.
12:10Also uns.
12:12Deine Eltern fehlen dir noch.
12:15Der Unfall ist schon so lange her.
12:17Ich habe gelernt, damit umzugehen.
12:19Fehlen werden sie immer.
12:21Ich bewundere dich, Marie.
12:24Du bist ganz allein und
12:26du wirst so stark.
12:28Aber so allein bin ich doch gar nicht.
12:31Immerhin gibt es noch Charlotte.
12:32Es gibt dich,
12:34euch alle, Daniel.
12:36Ich kenne deine Meinung zu Daniel und mir.
12:39Und deswegen sage ich auch nichts mehr dazu.
12:42Es entwickelt sich gut zwischen mir und Daniel.
12:45Wir sind ehrlich zueinander
12:47und wir tun uns gut.
12:48Ich habe ja auch gar nichts gegen eure Beziehung.
12:53Ich finde nur das Tempo,
12:54das Daniel vorlegt,
12:55er wird sich schnell.
12:57Ich weiß.
12:58Er denkt noch viel an Julia.
13:00Aber das muss so sein.
13:02Stört dich das überhaupt nicht?
13:04Die Frage ist nicht,
13:05ob es mich stört,
13:06sondern ob ich es verstehe.
13:08Und das tue ich.
13:11Es ist dir sehr ernst, hm?
13:14Werde ich sonst noch hier?
13:21So.
13:23Frühstück ist fertig.
13:25Was ist das denn?
13:27Das ist alles,
13:28was noch da war.
13:30Spaghetti.
13:31Ich liebe Spaghetti.
13:33Auch zum Frühstück.
13:34Am liebsten zum Frühstück.
13:38Was ist das Grüne?
13:40Das ist Petersilie.
13:45Schmeckt.
13:49Besonders die Farbe ist toll.
13:54Ich bin wieder zurück.
13:56Colia, du bist wieder da.
13:58Ich gehe dann mal wieder.
13:59Nein, warte.
14:02Wie war es in Italien?
14:03Wolltest du nicht gestern schon kommen?
14:05Ja, aber dann ist ein Flug ausgefallen
14:07und ich bin jetzt heute Morgen aus meiner Hand erst los.
14:11Ich will euch jetzt auch nicht weiter stören.
14:13Der Wunsch dir, der ist schon angekommen.
14:15Ich habe mich sehr gefreut.
14:16Ich habe mir gleich was gewünscht.
14:18Ah, ja.
14:20Na gut, ich gehe da mal duschen.
14:22Wir müssen ja auch alle bald los.
14:26Hast du schon gefrühstückt?
14:33Hallo, Nico?
14:44Ah, Frederik, was machst du denn hier?
14:46Die Tür war offen.
14:48Ich kann mir schon denken, was du willst.
14:53Aber dieses Mal wirst du es nicht schaffen, mich zu überreden.
14:57Das wäre aber schade.
14:59Ist der noch warm?
15:01Ja.
15:07Ich kann dich besser verstehen, als du glaubst.
15:11Meinst du?
15:13Es ist wegen Patrizia nicht wahr?
15:16Die behandeln mich wie ein Fusabtreter.
15:19Muss ich mir das gefallen lassen?
15:21Nein, auf keinen Fall.
15:24Ich weiß selbst nicht, was ich jetzt machen soll.
15:27Du kannst doch was.
15:28Mach was damit.
15:30Heizungen reparieren.
15:31Toll.
15:32Hat nicht mehr funktioniert.
15:33Wieso nicht?
15:35Sie geht wieder, aber es ist nur eine Frage der Zeit,
15:38bis sie wieder zusammenkracht.
15:39Wo ist das Problem?
15:40Elektronik ist im Eimer.
15:41Ist so teuer wie ein Gebrauchtwagen.
15:45Ich möchte gern helfen, Nico.
15:46Möchtest du mir denn helfen?
15:48Ich gebe dir das Geld.
15:49Als zinsloses Darlehen.
15:53Das würdest du tun?
15:54Natürlich.
15:55Wie viel brauchst du genau?
16:01Der war so zärtlich, so süß.
16:04Och, so eine Nacht hätte ich auch gern mal wieder.
16:06Er hat mir sogar Frühstück ans Bett gebracht.
16:09Wirklich?
16:10Och, ist das gut.
16:11Croissants und Kaffee.
16:14Naja, es gab aufgebratene Spaghetti mit Petersilie.
16:20Nein, Silke, das war total schön.
16:22Wir sehen uns später, ja?
16:24Ja.
16:26Guten Morgen, Herr Schwarz.
16:28Guten Morgen, Frau Mertens.
16:30Darf ich fragen, was Sie da an meinem Computer machen?
16:33Ich erkundige mich im Internet,
16:35wo man in Falkenthal Möbel kaufen kann.
16:37Möbel, Geschirre, Gardinen, alles, was man so braucht.
16:40Ist doch in Ordnung, oder?
16:42Äh, ja.
16:43Es gibt zwei sehr gute Möbelgeschäfte hier in Falkenthal.
16:45Warum interessiert Sie das?
16:47Naja, jetzt, wo ich in Falkenthal bleibe,
16:49muss ich mich hier einrichten.
16:51Meine Wohnung nehmen und sowas.
16:53Ah, ja.
16:55Sie sehen heute Morgen mal wieder unheimlich hübsch aus, Frau Mertens.
17:00Oh, danke schön.
17:03Jemand wie Sie müsste mich eigentlich beim Möbelkauf begleiten.
17:06Ich bin doch ganz fremd hier.
17:08Sie kennen bestimmt die guten Geschäfte.
17:11Sie meinen,
17:13äh, ich,
17:13ich soll Sie beim Aussuchen begleiten?
17:19Würden Sie das tun?
17:21Frauen haben ja das viel bessere Händchen für sowas.
17:25Aber wenn Sie meinen...
17:28So.
17:30Hier haben Sie Ihren PC wieder an.
17:34Dankeschön.
17:36Wir sehen uns.
17:37Ja.
17:41Du musst mir alles von Mailand erzählen.
17:44Das war ganz okay.
17:47Wie ganz okay?
17:48Ich dachte, Mailand müsste wahnsinnig aufregend sein.
17:51Das war heiß.
17:52Sie haben einen schönen Dom.
17:55Im Museum ist was Lustiges passiert.
17:58Erzähl.
17:59Da war ein Führer und der hat erzählt,
18:01wie man vor 500 Jahren Fresken gemacht hat.
18:03Und ich war wohl etwas vorlaut.
18:06Wie vorlaut?
18:07Ja, ich hab ihm erzählt,
18:08dass man jede Farbe dafür anders hergestellt hat.
18:10Also, dass man zum Beispiel, ähm,
18:12farbiges Glas zu errieben hat und verwendet hat.
18:14Und dass deswegen einige Farben schneller verblassen als andere und so ein Zeug hat.
18:18Dafür bist du gerüffelt worden?
18:19Nein, der Mann hat mir einen Job im Museum angeboten.
18:22Ehrlich?
18:22Ehrlich?
18:23Ja.
18:24Ist ja witzig.
18:27Ich mach's vielleicht.
18:29Kolja.
18:31Mal raus aus Falkenthal ist vielleicht eine ganz gute Idee.
18:35Aber würdest du dann einfach deine Ausbildung abbrechen?
18:38Das weiß ich noch nicht.
18:40Ich hab dir was mitgebracht.
18:42Ja?
18:46Das ist ein Stück von einem Kronleuchter aus dem vorletzten Jahrhundert.
18:51Wir haben eine Kunstwerkstatt besucht und die stellen Glas- und Porzellanarbeiten her.
18:57Kolja.
18:59Die haben früher die Paläste beliefert.
19:01Das ist ein ganz altes Stück Glas von einem Kronleuchter, der früher mal den Medici's gehört hat.
19:07Wenn du's ans Licht hältst, ein bisschen rumprobierst, dann kriegst du manchmal damit einen Regenbogen hin.
19:13Das hat mich an dich erinnert.
19:18Oh, hallo, Kolja, wieder zurück.
19:21Ja, guten Morgen.
19:23Na dann los.
19:24Es gibt viel zu tun.
19:26Sind das die neuen Entwürfe?
19:27Darf ich mal sehen?
19:29Die sind ja richtig super.
19:30Wow.
19:32Soll ich die, die...
19:33Ja, Kolja, sie sind neu, sie sind klasse.
19:35Und so wie es aussieht, werden wir sie machen.
19:38Schön.
19:46Ich dachte, wir sollten die Serie in Härte 6 produzieren.
19:50Oder noch weniger?
19:52Also ganz hauchdünnem China-Porzellan.
19:54Ja.
19:55Es kommt natürlich dann nur ein kleiner Kundenkreis in Frage.
19:59Was für eine Auflage ungefähr?
20:01Ich dachte, ich teste es aus.
20:04Ich lasse eine kleine Serie Prototypen herstellen
20:06und präsentiere sie dann einem ausgewählten Kundenkreis.
20:10Ja, ja, im Prinzip pflichte ich dir bei.
20:13Es ist nur so...
20:16Könntest du dir vorstellen,
20:17dass wir eine kleine Serie Prototypen herstellen
20:19und dass wir sie einem ausgewählten Kundenkreis präsentieren?
20:22Ginge das auch?
20:23Natürlich geht das.
20:24Was bist du denn so empfindlich?
20:26Ich bin überhaupt nicht empfindlich.
20:28Wir haben nur vereinbart,
20:29dass wir wichtige Entscheidungen zusammentreffen, Frederik.
20:31Das tun wir doch.
20:33Das war ein sprachlicher Ausrutscher.
20:35Entschuldige bitte.
20:36Du wirst mir Empfindlichkeit vor.
20:39Jetzt hängt die Sache nicht zu hoch.
20:41Ich habe mich nicht auf diesen Chefsessel gesetzt,
20:44um dir irgendetwas wegzunehmen.
20:45Ich habe kein Problem damit,
20:46dass du mein Chef bist, Frederik.
20:48Aber lass uns bitte an unsere Verabredung halten.
20:54Du hast völlig recht.
20:57Wir werden eine kleine Serie Prototypen herstellen
21:00und sie gemeinsam einem ausgewählten Kundenkreis präsentieren.
21:04Okay.
21:12Herr Grafenberg,
21:13ich habe hier etwas zur Stärkung.
21:17Ah, Eva.
21:19Das gute Gebäck.
21:21Ja.
21:21Ich möchte mich wegen gestern Abend entschuldigen.
21:24Ich weiß, ich hätte Sie vorher fragen müssen,
21:28bevor ich Ihre Notizen weiter reiche.
21:29Ja, Eva, das war ärgerlich.
21:32Aber wenn Sie mir versprechen,
21:34dass Sie mich in Zukunft mit Ihrer Christa Schilling in Frieden lassen,
21:38will ich es vergessen.
21:39Danke, Herr Grafenberg.
21:41Eva, wollen Sie hören, was ich geschrieben habe?
21:44Gerne.
21:46Die Industrialisierung hinterließ Erneuerungen in beinahe jedem Industriezweig.
21:52Nicht aber in der manuellen Porzellanherstellung.
21:56Hier half einzig die Erfindung der Eisenbahn Ende des 18. Jahrhunderts
22:01und das Streckennetz, das weltweit auf 150.000 Kilometer erweitert wurde
22:08und sich bis zum Jahre 1900 mehr als verdoppelte.
22:12Ich weiß nicht, Herr Grafenberg.
22:15Ja, was denn? Das ist doch alles recherchiert.
22:18Ja, das glaube ich Ihnen ja auch.
22:21Aber es ist ja sehr trocken.
22:24Die Wahrheit ist trocken.
22:26Was glauben Sie denn, wie mein Großvater expandiert hat,
22:30als plötzlich die Eisenbahn kam?
22:32Ja, ja, das sehe ich ja ein.
22:34Aber ich weiß nicht, ich meine, wen interessiert das schon?
22:40Ja, die Erweiterung des Streckennetzes oder der Raubzug der mitmenschlichen Gefühle?
22:46Ja, aber das ist doch sehr lehrreich und interessant.
22:48Ja, sicher, das ist es.
22:51Aber nicht spannend.
22:55Eva, ich weiß genau, worauf Sie hinaus wollen.
22:59Sie haben mir gerade eben versprochen,
23:02dass Sie mir nicht mehr mit Ihrer Christa Schilling kommen.
23:06Ja, ich weiß ja, dass Sie nicht mit Christa arbeiten wollen.
23:11Aber es muss doch noch andere Möglichkeiten geben.
23:13Ach ja? Und welche denn?
23:15Na, dann schauen wir doch einfach mal in die Zeitung.
23:17Da gibt es Annoncen und da bieten Menschen ihre Dienste an.
23:23Auf diese Dienstleister bin ich ja mal gespannt.
23:26Patricia, das sind die besten Entwürfe, die du je gemacht hast.
23:29Jetzt übertreib doch nicht so.
23:30Nein, wirklich.
23:31Frederik und ich haben vor, sie mit hauchdünnem Chinois zu kombinieren.
23:36Wenn ihr meint.
23:38Jetzt lass dich doch mal loben, du bist ja schrecklich.
23:40Warten wir es ab, wie es aussieht, wenn wir die Prototypen haben.
23:43Dann können wir immer noch jubeln.
23:46Patricia, was nervt dich denn so?
23:47Ach Mann, alle tun so, als wäre alles, was ich vorher gearbeitet habe, Käse gewesen.
23:52Nein, deine Designs waren schon immer gut.
23:54Na also.
23:55Aber das ist nun mal das Beste.
23:58Herein.
23:58Dürfen wir mal stören?
24:00Unbedingt.
24:02Wir wollten euch zum Lunch hinführen.
24:04Tut mir leid, ich kann nicht.
24:05Ich muss mit Kleinschmidt noch die Einkaufslisten durchgehen.
24:08Ach, dieser unvermeidliche Kleinschmidt.
24:11Den solltest du mir überlassen.
24:13Ich weiß schon, wie man den zu nehmen hat.
24:14Wir können euch auch nachher ein paar Antipasti vorbeibringen.
24:17Kommt überhaupt nicht in Frage.
24:19Ich übernehme Kleinschmidt und du gehst mit Marie essen.
24:22Ist das ein Wort?
24:24Das ist dein Wort, Mutter.
24:25Vielen Dank.
24:29Also, bis später.
24:30Bis später.
24:36Wie weit sind wir inzwischen mit unseren Entwürfen?
25:01Ich möchte bloß wissen, wo die kleinen glühenden Wurfgeschosse herkommen,
25:06warum die in letzter Zeit hier so durch die Gegend fliegen.
25:10Was haben Sie denn da für mich, Eva?
25:12Ja, nun lesen Sie das mal in Ruhe.
25:14Da ist bestimmt etwas drin.
25:30Erledige Schreibarbeiten schnell und günstig.
25:33Schnell und günstig bin ich selber.
25:37Tippe alles.
25:39Lese Korrektur, lektoriere und berate sie bei Texterstellungen.
25:46Na ja, schön.
25:47Text, Erstellung.
25:50Aber da war noch eine.
25:54Ja, hier.
25:57Ich schreibe Ihre Geschichte für Sie auf.
26:02Biografien, Familienchroniken, Festschriften und Reden.
26:06Erledigt professionell und seriös.
26:10Sophia Feltenstein, Schiffre, 1308.
26:15Das ist doch genau das, was Sie suchen.
26:17Das ist reine Angeberei.
26:21Professionell und seriös.
26:22Wenn ich das schon höre, Festschriften und Reden.
26:26Früher nannten die sich Moritatensänger.
26:28Heute nennen die sich seriös.
26:30Also, Herr Grafenberg, ich begreife Sie jetzt überhaupt nicht mehr.
26:35Da stehen drei Gelegenheiten in der Zeitung.
26:38Drei Gelegenheiten, um mich auszuklündern.
26:41Was weiß ich denn, wer hinter der Anzeige steckt?
26:46Und dem soll ich meine Firmengeheimnisse anvertrauen.
27:02Dann hast du dich also mit deiner Studienkollegin geeinigt?
27:05Ja, hab ich.
27:06Und sie weiß, dass sie auf ihre Rechte verzichtet?
27:08Ja, weiß sie.
27:10Warum bist du denn so entsetzlich unleidlich?
27:12Weil alle hier im Haus Kopf stehen wegen dieser Einwürfe.
27:15Als ging es um Leben und Tod.
27:17Es ist doch nur eine Wildrose.
27:18Was hat denn Daniel dazu gesagt?
27:20Er ist vor Begeisterung übergeschlappt.
27:23Ich hoffe nur, du hast dir nichts anmerken lassen.
27:25Wenn du andauernd so pampig bist,
27:27merkt doch jeder, dass irgendetwas nicht stimmt.
27:29Willst du das?
27:31Und wann bekommen wir Nachschub von deiner Freundin?
27:34Später.
27:35Na wunderbar.
27:37Dann kümmere ich mich jetzt um Kleinschmidt.
27:44Hallo, Julia.
27:45Lilly, Colia, was macht ihr denn hier?
27:47Wir haben gerade Mittagspause unterdachten, Baby.
27:50Gucken wir mal kurz vorbei.
27:51Das ist ja lieb von euch.
27:53Möchtet ihr was trinken?
27:54Ich hätte gern Kirschsaft.
27:55Oh ja, ich auch.
27:57Stell dir mal vor, Colia hätte in Meilen Karriere machen können.
28:01Ach, nee.
28:02Wieso?
28:03Bei deiner Klassenfahrt?
28:04Ja, also man hat mir einen Job im Museum angeboten.
28:07Ich hätte deutsche Touristen rumführen können.
28:09Ja, weil er so gut Bescheid gewusst hat.
28:11Der italienische Kunstführer hat den Besuchern irgendwas über die Freskentechnik erzählt.
28:16Und Colia konnte ihm dann noch was zu der Farbherstellung von damals sagen.
28:20Jetzt reicht's, Lilly.
28:22Und?
28:23Wolltest du den Job nicht annehmen?
28:25Ich kann auch meine Ausbildung nicht einfach so abbrechen.
28:27Außerdem arbeiten wir jetzt gerade an einem neuen Design, das richtig schön wird.
28:31Das finde ich im Moment viel spannender.
28:32Ich bin gleich wieder da.
28:35Hast du gehört?
28:37Colia, gefallen deine Entwürfe?
28:38Das freut mich.
28:40Ich würde das aber ärgern.
28:42Wieso denn?
28:43Deine Entwürfe sind sogar zum Goldberg-Design-Wettbewerb eingereicht.
28:47Stell dir mal vor, Patricia gewinnt das Ding.
28:49Ein Wettbewerb?
28:52Ach, Lilly, weißt du, wie viele Entwürfe da eingereicht werden?
28:55So schnell gewinnt man da nicht.
28:57Egal.
28:57Die Idee zur Wildrose kam von dir und Patricia hat sie geklaut.
29:01Nein, hat sie nicht.
29:02So eine Wildrose kann jetzt echt jedem einfallen.
29:06Oh, Julia.
29:07Du und Colia, ihr werdet das perfekte Paar.
29:09Immer schön bescheiden, zurückhaltend, lieb und fleißig.
29:14Super Idee, Lilly.
29:17Ich überleg's mir.
29:38Niko, stehst du jetzt erst auf?
29:42Nein.
29:45Kann ich dein Sportteil haben?
29:53Du könntest auch mal einen Abwasch machen.
29:58Verdammt, Mama Niko, du lebst hier nicht allein.
30:00Hab ich das gesagt?
30:03Hör mal, wir haben ja ein paar Verabredungen getroffen,
30:05an die wir uns alle halten und der Abwasch gehört dazu.
30:07Ich mach ihn ja nachher.
30:09Sag mal, es ist halb zwei.
30:11Kannst du mir mal bitte sagen, was du bis jetzt gemacht hast?
30:13Nein.
30:16Hast du dich vielleicht um einen Job gekümmert,
30:18dir ein paar Gedanken über deine Zukunft gemacht?
30:20Nein.
30:23Was ist dein Leben, Niko?
30:24Hast du gemerkt, die Heizung geht wieder?
30:27Ja, das ist doch schon etwas.
30:30Das wird mit Glück drei, vier Tage halten.
30:32Die Elektronik ist komplett im Eimer.
30:34Was?
30:35Ich dachte, es ist das Überdrückventil.
30:37Komm ich dir in den Keller, ich zeig's dir.
30:46Wie verstehst du dich eigentlich mit deinem Onkel Frederik seit der Firma Schiffes?
30:49Ganz gut bisher.
30:51Es gibt ein paar Kompetenzrangeleien, aber das bekommen wir in den Griff.
30:56Nur langfristig gesehen...
30:58Was?
31:01Langfristig gesehen werden wir uns gegenseitig auf den Füßen stehen.
31:04Verstehe.
31:05Keine Firma braucht zwei Chefs.
31:08Weißt du...
31:09Ich war lange darauf eingestellt, die Firma alleine zu übernehmen.
31:14Und nun?
31:16Es ist gut für die Firma, dass Frederik da ist.
31:18Und für mich ist es...
31:20Das muss ich erst noch herausfinden.
31:23Du bist ja nicht gebunden.
31:24Du kannst doch frei entscheiden, oder?
31:25Ja.
31:27Im Moment bindet mich Großvater noch.
31:31Das verstehe ich.
31:33Wir bringen eine neue Serie heraus.
31:36Patricia hat wunderschöne Entwürfe gemacht.
31:38Die musst du dir unbedingt bald ansehen.
31:40Da schau her, wenn man vom Teufel spricht.
31:43Sprich sie bitte nicht auf das Design an.
31:45Sie reagiert kratzpürstig.
31:47Patricia.
31:48Hallo.
31:49Komm, setz dich zu uns.
31:51Hallo.
31:52Hallo.
31:53Schön, dass du noch gekommen bist.
31:54Ja, der Gedanke an ein Paar Antipass, die war einfach unwiderstehlich.
31:59Bitte schön.
31:59Danke.
32:04Das ist mein Verwalter.
32:05Es geht sicher um das Chalet.
32:07Entschuldigt mich einen Augenblick.
32:14Dir geht's ganz gut, oder?
32:17Ja.
32:18Es geht mir wieder gut.
32:19Das ist schön.
32:21Das liegt an Marie.
32:23Sie tut mir unheimlich gut.
32:25Es freut mich, dass du...
32:28Ach, ich rede einen Quatsch zusammen.
32:31Ich wollte nur sagen, dass...
32:34Komm, spuck's aus.
32:36Ich wundere mich einfach.
32:40Wie machst du das?
32:41Hast du Julia so schnell vergessen, dass du jetzt ganz ungeschwert mit Marie zusammen sein kannst?
32:48Ich habe sie nicht vergessen.
32:51Du, Marie, nicht weh.
32:57Oh, das geht schon los mit der Sanierung des Chalets.
33:01Dabei habe ich erst letzte Woche die Baupläne angesehen.
33:05Die jedenfalls sehen wunderbar aus.
33:10Wie war's in der Firma?
33:11Gut.
33:12Wir erwarten alle mit Spannung Patricias nächste Entwürfe.
33:15Sie ist dabei, sich selbst zu übertreffen.
33:17Natürlich tut sie das.
33:18Schließlich ist sie meine Enkelin.
33:20Ho, ho.
33:21Und selbst?
33:24Es ist alles gar nicht so einfach.
33:29Ich würde dir ja immer noch vorschlagen,
33:32dass du dir von jemandem helfen lässt.
33:34Ich habe mich mit Eva versöhnt, wenn du das meinst.
33:38Aber ihre Meinung, dass ich mir eine Schreibhilfe suchen soll, hat sie nicht geändert.
33:43Jeder andere würde in deiner Situation mit einem Ghostwriter zusammenarbeiten.
33:47Ihr denkt nämlich alle, ich bin ein verbohrter alter Kerl.
33:50Dabei habe ich bloß Sorge um meine Firma.
33:53Das musst du mir jetzt näher erklären.
33:55So einem Helfer, einem Ghostwriter, muss ich doch Firmengeheimnisse anvertrauen.
34:02Familiengeheimnisse verraten.
34:03Wie soll ich wissen, ob ich dem vertrauen kann?
34:05In dem du ihn vielleicht vorher näher kennenlernst.
34:08Und unter Zuhilfenahme deiner messerscharfen Menschenkenntnis dir ein Bild von ihm machst.
34:13Bevor du ihm deine Geheimnisse ausplauderst.
34:23Die Elektronik ist hin.
34:25Ja, das ist sie.
34:27Ich habe kein Geld für eine neue.
34:28Tja, wenn Juli und Christoph für die Ferienwohnung mal Miete gezahlt hätten, dann hätten wir jetzt Geld.
34:33Moment mal, das hätte auch nicht gereicht.
34:36Außerdem werden Juli und Christoph bald Miete zahlen.
34:37Und bisher, mein Freund, waren das unsere Gäste.
34:42Vielleicht kann ich ja einen Kredit bei der Bank kriegen.
34:45Ja, übrigens, Friedrich Grafenberg hat mir ein zinsloses Darlehen angeboten.
34:52Wie bitte?
34:53Das ist besser als die Bank.
34:56Das kannst du sofort vergessen.
34:57Wieso weißt du überhaupt, dass unsere Heizung kaputt ist?
35:00Ich versuchte, dass ich zu viel die Heizung repariert habe.
35:03Mein Gott, ist das peinlich.
35:06Nico, wir werden nie von den Grafenbergs Geld annehmen.
35:07Das sind unsere Arbeitgeber.
35:09Deine Arbeitgeber.
35:11Nico, das werde ich nicht zulassen.
35:13Du wirst dich jetzt bei Friedrich Grafenberg bedanken und ihm sagen, dass wir es selbstverständlich allein schaffen.
35:18Ich kapiere dich nicht.
35:21Ich habe mich klar ausgedrückt.
35:34Frau Mertens, darf ich nochmal Ihren Computer benutzen?
35:38Ja, sicherlich.
35:40Ich muss nur noch hier die Listen versenden für den Einkauf.
35:45Dabei möchte ich Ihnen gerne über die Schulter sehen, wenn Sie gestatten.
35:49Wieso?
35:51Ich möchte sehen, ob Sie die betriebsinternen Benutzervorschriften einhalten.
35:58Betriebsinternen Benutzervorschriften?
36:00Ja.
36:01Die Benutzung der Passworte, Ihr persönlicher Code,
36:05bis hin zur fachgerechten Ablage Ihrer Unterlagen.
36:08Das muss ich alles kontrollieren.
36:09Oh Gott, das wird auch schon kontrolliert.
36:11Sie haben wirklich keinen dankbaren Job.
36:13Ich kann mich nicht beklagen.
36:16Dann kommen Sie mal her.
36:18In Ihrem Computer laufen alle Fähnen zusammen, das wissen Sie ja, Frau Mertens.
36:23Theoretisch können Sie, was weiß ich, Ordner absichtlich falsch ablegen, damit sie nicht gefunden werden.
36:30Daten an die Konkurrenz mailen.
36:32Was?
36:33Das würde ich niemals tun.
36:35Das weiß ich doch, Frau Mertens.
36:37Aber Sie können.
36:39Theoretisch.
36:41Sie machen gerade was?
36:43Also, ich versende die Listen für den Einkauf.
36:47Da können Sie überall rein?
36:48Ja.
36:49Ich kann in alle Dateien.
36:51Und das geht nämlich so, hier, da finde ich die Listen für den Einkauf.
36:55Und dann melde ich das so, in die ganzen Listen, an den jeweiligen Hersteller.
37:01So.
37:02Und fertig.
37:04Dann können Sie ja sicher auch an die Daten der Designabteilung, in den Brand, in die Chefbüros.
37:09Ja, ich komme auch an den Chefcomputer.
37:12Dann muss ich hier so, im Moment, die Nummer von dem Chefcomputer eingeben.
37:17Und dann wäre ich bei Frederik Grafenberg.
37:21Super.
37:23Machen Sie mal.
37:25Nee, das mache ich nur auf Anweisungen oder im Notfall.
37:29Ich wollte Sie auch nur prüfen.
37:31Das war mir schon klar.
37:36Sie halten doch Ihr Versprechen und helfen mir mit der Einrichtung.
37:40Ja, gern.
37:42Haben Sie denn schon eine Wohnung gefunden?
37:44Ja, direkt über dem Crosiwon im selben Haus.
37:47Ach, wie nett.
37:49Ja.
37:51Darf ich Ihnen mal was sagen, Frau Mertens?
37:53Was denn?
37:56Sie sind der netteste Mensch von ganz Falkenthal.
38:02Dankeschön.
38:08Wir sehen uns.
38:15Endlich merkt das mal einer.
38:24Darf ich Dir mal was erzählen?
38:28Na klar, wenn Du möchtest.
38:32Es ist passiert.
38:36Das, was ich jetzt denke?
38:38Ja.
38:40Tim und ich, also, wir haben miteinander geschlafen.
38:46Und bist Du jetzt glücklich?
38:48Total.
38:50Ich hatte ja erst Angst, dass ich alles falsch machen würde, aber plötzlich war mir das egal.
38:56Das brauchst Du aber nicht.
38:57Das brauchst Du aber nicht.
38:58Man muss keine Angst haben.
38:59Man muss einfach nur auf sein Gefühl hören.
39:01Und genau das habe ich dann gemacht.
39:03Und genau das habe ich dann gemacht.
39:05Oh, Julia, er ist so lieb.
39:07Ach, er war irgendwie ganz anders als sonst.
39:11Wie denn anders?
39:12Na ja, gar nicht mehr so cool.
39:15Fast ein bisschen schüchtern.
39:18Ich glaube, das heißt, dass er Dich jetzt noch mehr mag als vorher.
39:22Ich mag ihn jetzt auch noch viel mehr als vorher.
39:27Machst Du mir bitte ein Wasser?
39:28Natürlich.
39:31Du verstehst Dich ja richtig gut mit unserem Herrn Scheriff.
39:36Mit unserem Herrn Scheriff?
39:39Jörg Schwarz.
39:41Du, der ist total nett.
39:43Na ja, ich weiß nicht.
39:44Weil Du ihn nicht kennst.
39:46Wenn man ihn näher kennenlernt, ist er richtig nett, zuvorkommend und freundlich.
39:52Pass auf, Silke, ich glaube, der will was von Dir.
39:56Na und?
39:56Das ist ja noch nicht verboten, oder?
39:58Nein, natürlich nicht.
39:59Ich meine nur, lass Dich nicht einwickeln.
40:03Ich bin nicht so naiv.
40:07Dann ist ja alles gut.
40:09Ja.
40:11Na dann.
40:23Julia Schilling, diese Zeichnungen sind klasse.
40:27Danke.
40:28Und das in so kurzer Zeit.
40:29Ein Kompliment.
40:31Es hat mir Spaß gemacht.
40:33Spaß.
40:36Du hast wirklich Talent.
40:39Warum tust Du Dir das an?
40:41Ich verstehe Dich nicht, Patrizia.
40:42Was tue ich mit denen an?
40:44Du hängst hier in Falkenthal als Kellnerin rum.
40:46Und diese Arbeiten kannst Du auch nur undercover machen.
40:49Reicht Dir das?
40:50Also erstens häng ich nicht rum.
40:53Und zweitens habe ich es in meinem Leben möglicherweise nicht ganz so leicht gehabt wie Du.
40:57Vielleicht hängst Du damit zusammen.
40:59Entschuldige.
41:01Ich habe das seltene Talent, meine Komplimente so zu verpacken, dass die Leute gekränkt sind.
41:07Wer sowas kann, hat bessere Bedingungen verdient.
41:13Oder er hat seine Gründe.
41:16Ich habe keine besonderen Gründe, Patrizia.
41:19Ich habe einfach im Moment keine andere Wahl.
41:22Ist es wegen Daniel?
41:25Seinetwegen bist Du noch in Falkenthal.
41:27Apfelst Du noch in Falkenthal
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