- vor 6 Wochen
Kategorie
📺
TVTranskript
00:00Musik
00:44Die doofe Kräuter hat mich heute schon wieder voll angemeckert.
00:48Vermutlich hatte Frau Kräuter mal wieder überhaupt keinen Grund dazu, oder?
00:51Doch, aber ich habe ja nicht allein gespatzt, das ist ungerecht.
00:55Na gut, dann nennen Sie von mir aus ungerecht, aber doof ist sie nicht. Können wir uns darauf einigen?
00:59Hey, da ist der Rudi. Rudi, komm!
01:03Hallo. Na, ihr beide kennt euch, ne?
01:07Das ist der Hund von Frau Böhmer. Die geht immer hier spazieren. Da ist sie.
01:14Hallo Frau Böhmer.
01:16Hallo Hannah.
01:17Geht es Ihnen nicht gut?
01:19Die übliche Zipperlein.
01:21Hallo, ich bin Hannas Mutter.
01:23Guten Tag, ist nicht so schlimm.
01:26Ich bin ja schließlich nicht mehr die Jüngste.
01:29Ich laufe ein bisschen mit Rudi rum. Rudi, komm!
01:32Aber renn nicht so weit weg. Hörst du?
01:35Ja.
01:42Sieht das nicht hübsch aus, die beiden?
01:45Ja, Hannah liebt Hunden über alles.
01:47Ja, ich weiß.
01:49Oh, darf ich mal ihren Puls füllen?
01:53Hanna hat mir schon erzählt, dass sie Ärztin sind.
01:57Also wenn sie mag, kann sie auch öfter mal mit Rudi spazieren gehen.
02:01Ich bin ja sehr oft allein, weil mein Sohn Michael, der hat viel zu tun, der ist ständig unterwegs.
02:09Aber es ist gut, Herr Hiru.
02:13Wenn ich mich nun schon in die Niederung des Angestellten-Daseins bewegen muss, könnten Sie mir ruhig ein wenig entgegenkommen.
02:19Ich kann Ihnen doch nicht jedes Mal Extrawürste braten.
02:21Wenn ich jetzt auf Ihren Vorschlag eingehe, dann muss ich das ja für jeden tun.
02:25Ich bin aber nicht jeder.
02:26Also so kommen wir doch nicht weiter.
02:28Zumal Sie ja ganz offensichtlich nicht wirklich bei der Sache sind.
02:32Merkt man das?
02:33Naja, ich bin gedanklich ein bisschen absorbiert.
02:36Was könnte wohl wichtiger sein, als eine einvernehmliche Überstundenregelung mit Ihrem wertvollsten Mitarbeiter zu finden?
02:44Frau Bader hat sich angekündigt.
02:46Die müsste jeden Moment hier sein.
02:53Und was wählt sie?
02:56Das würde ich auch gerne wissen.
02:57Sie hat nur so nebulöse Andeutungen gemacht.
03:01Haben Sie etwa Angst, die Bader könnte herausgefunden haben, dass Sie ihr den Liebhaber ausgespannt haben?
03:08Ich möchte mir gar nicht ausmeilen, wie ich in der Öffentlichkeit dastehe, wenn das rauskommt.
03:12Als Sünderin natürlich.
03:14Früher hätte man Sie auf den Marktplatz an den Pranger gestellt.
03:18Heute müssen Sie nur ein wenig Klatsch und Tratscher tragen.
03:21Ich liebe Ihre sensible, einfühlsame Art.
03:30Jetzt wird's ernst.
03:32Wird schon schief gehen.
03:34Herr Rhein.
03:35Guten Tag.
03:36Oh, störe ich.
03:38Ich war gerade im Begriff zu gehen.
03:40Ähm, wir sprechen später weiter.
03:45Gut siehst du aus.
03:47Soll das ein Witz sein?
03:48So ernst hab ich's nicht gemeint.
03:52Halt und leisten hoch.
03:53Was ist denn mit dem los?
03:55Sie kennen ihn doch.
03:58So, was führt sie denn nun zu mir?
04:00Das ist eine etwas längere Agenda.
04:01Ah, so.
04:05Wollen Sie mir nicht vielleicht erst mal einen Kaffee anbieten?
04:09Natürlich.
04:10Ich würde vorschlagen, dafür gehen wir in die Cafeteria.
04:14Cafeteria?
04:17Danke.
04:21Wie lange haben Sie die Schmerzen schon?
04:23Seit zwei Wochen vielleicht.
04:26Fieber?
04:28Ja, letzte Nacht hab ich ganz schön geschwitzt.
04:32Und da waren Sie noch nicht beim Arzt?
04:33War ich schon lange nicht mehr.
04:36Mein Hausarzt ist ja vor drei Jahren gestorben.
04:40Sie haben ernsthafte Symptome, Frau Böhmer.
04:42Sie müssen sich untersuchen lassen.
04:45Machen Sie sich mal keine Sorgen.
04:47Das wird schon wieder.
04:52Also, ich ruf jetzt einen Krankenwagen.
04:56Nein, ich...
04:57Doch, es könnte wirklich etwas Ernstes sein.
04:59Vielleicht sogar lebensgefährlich.
05:00Glauben Sie mir.
05:01Ja, ich kann doch jetzt nicht ins Krankenhaus.
05:04Was wird denn dann aus Rudi?
05:05Da findet sich schon eine Lösung.
05:07Dr. Globisch, ich brauche einen RTW im Johanna-Park.
05:11Verdacht auf akuten Bauch.
05:18Frau Dr. Globisch kommt doch denn auch noch, oder?
05:21Keine Sorge.
05:22Die Kollegin kommt so schnell wie möglich.
05:24Sie muss sich ja erst mal um ihren Hund kümmern.
05:26Ach ja, der armer Rudi.
05:28Der Rudi wird bestimmt gut versorgt.
05:30Ich würde dann schon mal mit den Untersuchungen beginnen.
05:34Können wir nicht doch noch auf Frau Dr. Globisch warten?
05:36Weil die kenne ich.
05:37Ja, Sie kennen mich doch jetzt auch schon ein bisschen.
05:40Behandlungsraum 1, bitte.
05:42Ich bin sofort da.
05:44Ja, Charlotte, alles in Ordnung?
05:46Nichts ist in Ordnung, wenn dein Vater Fußball spielt.
05:49Beine ist mir genau vor die Füße gerollt.
05:52Wollte ich bloß zurückschießen.
05:53Du hast doch immer so einen guten rechten Fuß.
05:55Nichts ist gut, wenn dein Vater auch dabei Schaufensterscheiben zerschießt.
05:59Oh, jemand verletzt?
06:01Nein, aber wir brauchen die Unterlagen von der Haftpflichtversicherung.
06:06Nee.
06:06Martin, die Akte, die muss jetzt irgendwo unten im Keller sein.
06:11Gut, ich suche sie und schicke sie euch zu.
06:13Danke.
06:14Tschüss, muss weiter.
06:15Wir erwarten nächste Woche eine Delegation aus unserer Partnerstadt Bologna.
06:19Mit dabei mein dortiger Kollege Marcello Colini.
06:22Ein sehr schamanter, toller Mann.
06:25Humorvoll, intelligent, also einfach wunderbar.
06:28Ah!
06:30Solche Männer gibt es ja eigentlich gar nicht mehr.
06:33Leider.
06:35Das ist Frau Schneider, Frau Bader.
06:37Diese Spezies ist nur seltener geworden und schwer zu finden.
06:41Wenn man mal einen erwischt, Frau Marquardt, dann muss man ihn sehr gut festhalten.
06:46Danke.
06:47Wie kann ich Ihnen dabei denn jetzt helfen?
06:50Ich möchte Marcello gern die Sachsenklinik zeigen.
06:53Ach, tatsächlich.
06:55Der Kollege ist sehr interessiert in Sachen Bioprinting.
06:57Und da sind Sie ja hier mit dem Exzellenzzentrum hervorragend aufgestellt.
07:02Aber Sie möchten jetzt nicht, dass ich noch Herrn Noll für die Führung einlade.
07:07Um Himmels Willen, wie kommen Sie denn darauf?
07:12Sonderlich begeistert scheinen Sie aber nicht zu sein.
07:15Nein, nein.
07:16Wann soll denn das Ganze stattfinden?
07:18Ach, über den Termin und den genauen Ablauf müssten wir uns auch noch gesondert unterhalten.
07:23Leider habe ich jetzt gleich eine wichtige Telefonkonferenz.
07:25Wie wäre es, wenn wir das heute Abend bei einem Arbeitsessen besprechen?
07:29Heute Abend?
07:30Sagen wir um acht im Gennermanns.
07:35Okay.
07:37Was war denn das für ein Wirbelwind?
07:40Das ist unsere Leipziger Gesundheitsdezernentin.
07:44Tolle Frau.
07:47Mein Rudi war noch nie so lange ohne mich.
07:50Ja, das wird er jetzt mal eine Zeit lang überstehen.
07:52Da kennen Sie meinen Rudi nicht.
07:54Außer den Schmerzen.
07:56Gab es da noch andere Symptome?
07:57Übelkeit, Erbrechen?
07:59Eigentlich nicht.
08:00Kein Appetit.
08:01Also wird mein Rudi sein, frisst nicht.
08:03Oh, Sie müssen jetzt hier mal einen Gefallen tun.
08:05Moment.
08:05Die Luft anhalten, damit ich hier ein kleines Bild bekomme.
08:08Also, jetzt mal Luft anhalten.
08:12Also, ich koche ja für Rudi das Futter immer.
08:15Machen wir die Luft anhalten.
08:16Ja.
08:19Frau Dr. Globisch, wie geht es denn meinem Rudi?
08:22Alles gut.
08:23Hanna kümmert sich um ihn.
08:25Danke.
08:25Und wie geht es Ihnen?
08:26Gut.
08:28Keine freie Flüssigkeit.
08:30Nieren.
08:31Blinddarm ohne Befund.
08:32Leichte Abwehrspannung.
08:33Ich tippe auf eine gute Divertikulitis.
08:36Aber ich würde zur Sicherheit gern noch ein CT machen.
08:39Eine Divertikulitis, Frau Böhmer.
08:41Das ist eine Entzündung der Darmwand.
08:42Aha.
08:43Und was kommt da jetzt auf mich zu?
08:45Wir nehmen Sie jetzt ein paar Tage stationär auf.
08:47Nein, das geht nicht.
08:48Wegen Rudi.
08:50Gibt es denn niemanden, der sich um Ihren Rudi kümmern kann?
08:53Meinem Sohn will ich damit nicht zur Last fallen.
08:56Der ist ja auch dauernd unterwegs.
08:57Außerdem, der kann nicht mit Hunden.
08:59Vielleicht sollte ich ihn mal anrufen.
09:01Oh Gott, das will ihm.
09:02Der wird ja noch nervöser, wenn er plötzlich einen Ärztin anruft.
09:05Nein.
09:06Gut, aber irgendeine Lösung müssen wir finden.
09:09Tja.
09:10Nein.
09:12Kann nicht vielleicht, Hanna?
09:15Bei aller Liebe.
09:16Aber das geht nicht.
09:19Dann kann ich nicht bleiben.
09:21Das wäre lebensgefährlich.
09:23Sie machen jetzt bitte keinen Unsinn und rufen einfach mal Ihren Sohn an.
09:30Du kannst ja richtig autoritär sein.
09:34Ich will einfach nur den Hund aus dem Haus haben.
09:37Daher Frau Hanna auf die Idee kommt, sich einen zu Weihnachten zu wünschen.
09:40Du hattest übrigens recht.
09:41Mit der Divertikuli das hier.
09:44Wir werden operieren müssen.
09:45Sehe ich auch so.
09:47Ich setze Sie für morgen auf den OP-Plan.
09:49Hatte Frau Böhmer Glück, dass du auch im Tag warst.
09:53Kannst du ihr die Diagnose überbringen und die OP vorbereiten?
09:57Ich hatte mir meinen freien Tag eigentlich anders vorgestellt.
10:00Sie vertraut ihr einfach sehr.
10:02Sie kennt Hanna.
10:04Hanna hat ein paar Mal im Park mit ihrem Hund gespielt.
10:07Wie sieht's aus?
10:09Willst du die OP übernehmen?
10:11Macht sich doch sicher gut in deinem OP-Katalog.
10:15Interessieren würde es mich schon, aber so aus dem Stand?
10:18Naja, du kannst ja heute Nacht noch mal ins Buch gucken.
10:29Hallo.
10:30Sie leben also noch?
10:32Tja.
10:34Aber ich habe das Gefühl, sie ahnt irgendwas.
10:36Ich habe jetzt auch eine Vorladung bekommen.
10:39Heute Abend.
10:40Zu einem Arbeitsessen.
10:41Das klingt nach dem Beginn einer wunderbaren Mädchenfreundschaft.
10:46Sagen Sie, könnten Sie da nicht so zufällig vorbeikommen?
10:50Und mich eventuell vom Eis holen?
10:52Um acht im Gennermanns.
10:53Da gibt es auch eine wunderbare Whisky-Auswahl.
10:55Ich weiß.
10:57Aber diese Geschichte müssen Sie schon selbst ausbadern.
11:00Kominski, bitte.
11:02Ich würde auch noch mal wohlwollend über Ihre Überstundenregelung nachdenken.
11:17Das Ganze ist allerdings schon so weit fortgeschritten, dass ein Durchbruch der Darmband droht.
11:22Sie müssen schon sehr viel länger Beschwerden gehabt haben.
11:25Ja, schon ein paar Mal.
11:26Aber das ist ja dann immer von alleine wieder weggegangen.
11:30Jetzt nicht mehr.
11:32Wir werden den betroffenen Darmabschnitt entfernen müssen.
11:34Die Operation ist für morgen einberaumt.
11:37Ja, Frau Doktor, was soll ich da sagen?
11:39Ich habe ja keine Ahnung.
11:40Aber wenn mir nur was passiert, was ist denn dann mit Rudi?
11:48Mischa!
11:49Kommen Sie rein.
11:50Wir sind gerade fertig.
11:53Wenn Sie mit Ihrer Mutter gesprochen haben, würden Sie dann bitte noch mal im Ärztezimmer vorbeikommen.
11:57Wir müssen über Rudi reden.
11:59Wir sehen uns morgen zur OP.
12:19Wir können nicht mehr vergewaltigt werden.
12:24Frau Doktor Globisch?
12:27Können wir?
12:28Ich brauche mal einen Augenblick für mich.
12:42Katrin?
12:45Martin!
12:46Martin, bring mich hier weg!
13:05Was ist los?
13:11Die Elinza!
13:15Der Typ, der dich überfallen hat.
13:20Aufgelauert.
13:22Überfallen und vergewaltigt.
13:23Spre ich es ruhig aus.
13:24Was ist mit dem?
13:25Der ist im Knast.
13:28Vier Jahre.
13:29Der hat da doch abgesessen.
13:33Ich bin ihm gerade begegnet.
13:36Wo?
13:38Er ist Frau Böhmers Wort.
13:59Hallo, Anna.
14:01Hallo.
14:05Du musst gleich Tschüss sagen zu Rudi.
14:07Warum?
14:08Der Martin wird ihn nämlich gleich mitnehmen und zu Frau Böhmers Sohn bringen.
14:10Ach nö, das kann ich aber auch selber machen.
14:13Keine Diskussion, mein Schatz.
14:15Hast du nicht noch so viele Hausaufgaben auf?
14:17Ja.
14:18Na siehst du.
14:20Wie geht's Frau Böhmers?
14:22Sie muss noch ein paar Tage in der Klinik bleiben.
14:25Hat sie was Schlimmes?
14:28Tja, dann kann ich dich doch morgen besuchen.
14:30Frau Böhmer wird morgen operiert und braucht dann ein paar Tage Ruhe.
14:34Na komm, verabschiede dich.
14:35Tschüss Rudi.
14:38Und ab zu den Hausaufgaben.
14:39Tschüss, Anna.
14:40Tschüss.
14:43Wenn ich den Hund übergebe, soll ich diesen Menschen noch irgendwas von ihm bestellen?
14:52Ich komme dann später nochmal mit Roland vorbei, Jan.
15:01Übrigens ist zwar nicht ganz der Moment, aber die Wohnung ist wirklich toll geworden.
15:07Wir stehen das zusammen durch.
15:13Bis gleich.
15:23Ja?
15:25Ich bring den Hund.
15:26Ich komme.
15:39Ja.
15:41Ja.
15:41Die Rudi.
15:42Ja.
15:42Ich weiß nicht, was Sie vorhaben, aber wenn Sie Frau Dr. Globisch zu nahe kommen...
15:45Ich hätte auf die Begegnung heute gerne verzichtet.
15:49Dann haben wir uns verstanden.
15:53Ich habe dich gebeten, ich habe dich gebeten.
16:20Guten Abend, Frau Bader. Schön, dass Sie gekommen sind. Dienst ist Dienst.
16:26Bitte. Darf ich Ihnen schon was zu trinken bringen?
16:29Ja. Nehmen Sie ein Champagner. Die Stadt zahlt.
16:34Nein, ich hätte gerne einen Wodka-Martini. Geschüttelt und nicht gerührt. Eisgekühlt.
16:41Aber ohne Eis, bitte. Sehr gerne. Die junge Dame ist offenbar kein Filmfan.
16:49Ja, aber Sie haben ja das kleine Zitat verstanden.
16:52Wir beide sind schon irgendwie aus dem gleichen Holz geschnitzt, oder?
16:56So, also. Wie haben Sie sich denn jetzt den Ablauf des Besuchs von Herrn Coligny vorgestellt?
17:03Wie süß. So was haben Sie auch noch?
17:08Ich auch. Wir sind eben die analoge Generation.
17:12Wenn ich an all unsere jungen Referenten denke, mit ihren Smartphones und Tablets.
17:16Da muss nur mal der Akku leer sein. Und schon sind die völlig hilflos.
17:20Ach so, das stimmt. Also.
17:23Jetzt entspannen Sie sich mal. Um dieses protokollarische Zeug kümmert sich mein Referent.
17:30Ach so. Ich dachte, ich bin gekommen, um das mit Ihnen zu besprechen.
17:36Das war nur ein Vorwand. Ich weiß, angesichts unseres bisherigen Verhältnisses mag Ihnen das jetzt sicher etwas merkwürdig vorkommen.
17:45Aber ich wollte mal mit Ihnen reden. So von Frau zu Frau.
17:55Oh, ja. Vielen Dank. Dankeschön.
17:57Na dann, Prost erstmal. Ja, Prost.
18:09Entschuldige, dass ich vorhin so unfreundlich zu dir war.
18:14Das war nicht richtig von mir. Tut mir leid.
18:17Schon gut. Warum bist du denn so?
18:24Mach dir keine Sorgen, Schatz.
18:28Morgen ist schon wieder ein anderer Tag und da sieht die Welt schon wieder ganz freundlich aus.
18:35Ich hab dich lieb.
18:37Ich dich auch.
18:53Jetzt gucken Sie doch nicht so. Ich muss mir einfach Mut andringen für das, was ich Ihnen zu sagen habe.
18:59Mir fällt das alles anderer als leicht, weil wir ja nun nicht gerade die besten Freundinnen sind.
19:04Aber ich bin in gewisser Weise, wie soll ich sagen, verzweifelt. Ja, das bin ich.
19:11Und zwar so sehr, dass ich sogar bereit bin, Sie um Hilfe und Rat zu bitten.
19:17Mich um Hilfe bitten?
19:20Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen behilflich sein könnte.
19:22Ich war doch mit Richard Neul zusammen.
19:24Ja, ich weiß.
19:27Es ist leider vorbei.
19:29Richard hat mich verlassen.
19:31Mich?
19:32Das muss man sich mal vorstellen.
19:34Wie in irgend so einer blöden Kuh.
19:39Und was habe ich jetzt damit zu tun?
19:42Sie sind doch mit Richard Sohn zusammen.
19:45Und ich dachte, vielleicht könnte ich mit Ihrer Hilfe rauskriegen, wer diese Frau ist.
19:50Da muss ich Sie leider enttäuschen. Ich bin nicht mehr mit Felix zusammen.
19:55Ach.
19:57Hat er Sie auch sitzen lassen?
19:59Naja, der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.
20:02Nein, also, wir haben uns einfach auseinandergelebt.
20:07Mhm.
20:08Verstehe.
20:09Mir müssen Sie nichts vormachen.
20:12Frauen wie wir sind normalerweise zu stolz, so etwas zuzugeben.
20:15Was zuzugeben?
20:16Verlassen worden zu sein.
20:18Bin ich aber nicht.
20:21Einen wunderschönen Abend, die Damen.
20:23Ah, Abinski.
20:25Was hat Sie denn hierher getrieben?
20:27Das wollte ich dich auch gerade fragen.
20:29Das ist die einzige Bar weit und breit, die mein Lieblings-Whisky führt.
20:33Darf ich Sie vielleicht zu einem einladen?
20:35Oh ja, gerne. Oder?
20:37Ah.
21:01Kommt rein.
21:05Guten Abend.
21:15Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Menschen nochmal wiedersehen muss.
21:18Wie willst du jetzt damit umgehen?
21:21Ich frage mich was Leichteres.
21:26Ich würde vorschlagen, dass du diese Frau Böhmer nicht mehr behandelst.
21:32Das kann ich trennen.
21:34Sicher?
21:35Sie vertraut mir.
21:36Außerdem kann sie ja nichts dafür.
21:39Aber wenn du sie weiter behandelst, wirst du ihm schwerlich aus dem Weg gehen können.
21:43Und dann ist auch noch die Frage, inwieweit Hannah weiterhin mit ihr Kontakt haben soll.
21:48Was soll ich eurer Meinung nach machen?
21:51Auswandern?
21:52Auf jeden Fall die Patientin abgeben und ein paar Tage freinehmen.
21:57Dich und Hannah schützen.
22:01Weglaufen.
22:02Ist auch nicht die Lösung.
22:08Männer.
22:10Verloben, feige, hinterhältig, niederträchtig und eigentlich entbehrlich.
22:18Habe ich recht?
22:19Na ja, also so hart würde ich das jetzt nicht ausdrücken.
22:23Und was willst du zur Verteidigung deiner Artgenossen sagen?
22:29Der Mann ist im Grunde seiner Seele böse.
22:33Die Frau auch.
22:35Aber sie agiert versteckt.
22:39Ach du immer mit einem Nietzsche.
22:42Kannst du das vielleicht auch noch mit deinen eigenen Worten formulieren?
22:48Was willst du denn wissen?
22:50Was nervt dich persönlich an Frauen?
22:54Das ist nicht nur eine Frage, das ist auch eine Unterstellung.
22:58Aber wenn wir schon mal Stunde der Wahrheit spielen, warum nicht?
23:03Mich nervt ihr unstillbares Liebesbedürfnis.
23:08Und dass sie sich das Recht nehmen, enttäuscht zu sein.
23:12Dazu dieses ständige Verlangen nach Schutz und Sicherheit.
23:17Was?
23:18Gepaart mit einem geisterhaften Wankelmut.
23:23Abmahnung wegen Frauenfeindlichkeit.
23:25Richtig. Prost.
23:26Erzählt das eurem Frauenbeauftragten.
23:30Noch eine Runde bitte.
23:34Gießt du diesen edlen Tropfen deshalb so runter, weil du rhetorisch unterlegen bist?
23:41Das ist keine Frage, sondern eine Unterstellung.
23:50Ich weiß.
23:51Ich werde dieses Exzellenzzentrum einfach schließen lassen,
23:56um Richard so einen richtigen Denkzettel zu verpassen.
23:59Nee, das können Sie wirklich nicht machen, Frau Bader.
24:01Also, wenn ich das als Frau auch verstehen kann,
24:03aber als Verwaltungschef in der Sachsenkule, da muss ich Ihnen wirklich...
24:09Ihr entschuldigt mich?
24:16Meint Sie das wirklich ernst?
24:18Quatsch.
24:19Nur einen der Krone.
24:22Ahnt Sie was?
24:25An Ihrer Stelle würde ich weiter auf die Frauensolidarität setzen.
24:29Und darauf hoffen, dass Sie nicht durch irgendeinen blöden Zufall doch noch Wind von Ihrer Affilometanol bekommt.
24:35Das gibt ein Problem.
24:36Ist der Whisky alle?
24:37Nein, könnten Sie mal bitte mitkommen.
24:39Oh.
24:48Oh.
24:50Oh.
24:51Oh.
24:52Das musste doch schief gehen.
24:55Ist dir schwindelig?
24:57Nein, mit der Hand.
25:01Ich könnte gebrochen sein.
25:04Soll ich einen Krankenwagen machen?
25:05Nein, keinen Krankenwagen.
25:07Sagen Sie dem Barkeeper, er soll mir einen kräftigen Kreislaufpuscher mixen.
25:12Limettensaft mit schön viel Chili und ein paar Tropfen Angostura.
25:19Normalerweise weckt dieses Getränk Tote wieder auf.
25:22Ach, ich verstehe das nicht.
25:23Was haben Sie der armen Frau nur angetan?
25:25Also, das finde ich jetzt wirklich nicht witzig.
25:29Machen Sie sich mal keine Sorgen.
25:31Ich bringe unser Schätzchen jetzt in die Klinik und fülle Sie mit ein paar Litern Elektrolyte ab.
25:36Morgen früh ist die wieder auf den Damm.
25:37Sicher?
25:41Das ist nur eine kleine Kreislaufschwäche.
25:44Schlafen Sie gut.
25:45Gute Nacht.
25:46Ach, falls Sie darüber nachdenken sollten, wie Sie sich bei mir revanchieren können.
25:51Akzeptieren Sie einfach meine Überstundenregelung.
25:54Das ist Erpressung.
25:55So ein böses Wort.
25:57Nach so einem schönen Abend.
25:58Gute Nacht.
26:06Vielen Dank.
26:52Und haben Sie sich die CT-Bilder nochmal angesehen?
26:55Natürlich.
26:56Haben Sie doch Bedenken?
26:57Nein.
27:00Geht's Ihnen gut?
27:01Sie wirkten gestern ein wenig desolat.
27:04Es geht mir gut. Wir können anfangen.
27:08Ach, Frau Doktor.
27:10Was ist denn nun mit Rudi?
27:11Mein Sohn hat sich gar nicht mehr gemeldet.
27:15Ist alles in Ordnung.
27:16Hanna hat sich gut um ihn gekümmert.
27:17Er ist jetzt bei Ihrem Sohn seit gestern Abend.
27:20Haben Sie noch Fragen?
27:22Mein Sohn kann doch gar nicht mit Hunden, wenn Hanna wenigstens einmal am Tag mit ihm Gassi gehen könnte.
27:29Ich meine Fragen zur OP.
27:33Nein.
27:35Also, wenn es keine weiteren Fragen zur OP gibt, dann fangen wir mal an.
27:38Ja, ich will ja auch gar nicht den Betrieb hier aufhalten.
27:45Und wie geht's unserer Patientin?
27:48Ach, Sie wissen's noch gar nicht?
27:51Wir konnten Sie reanimieren, aber Ihr Hirnschaden ist vermutlich irreversiv.
27:55Was?
27:55Bevor Sie jetzt in falsche Tränen ausbrechen, das Handgelenk ist nicht gebrochen, nur verstaucht.
28:01Ich warte noch einen Laborbefund ab.
28:03Wenn der in Ordnung ist, kann Sie nach Hause und sich dort weiter betrinken.
28:08Alkohol und Tablettenmissbrauch ist doch nicht gerade Karrierefördernd.
28:12Haben Sie denn sonst noch irgendwas gesagt?
28:17Nichts, was Ihre Paranoia weiter befeuern könnte.
28:20Was soll denn das heißen, meine Paranoia?
28:22Nun, also, die Trennung von Herrn Noll, die hat Frau Bader schon schwer mitgenommen.
28:29Also, jetzt schwingen Sie mal nicht die Moralkeule.
28:31Ich mache mir selber schon genug Vorwürfe.
28:33Stehen Sie sich mal vor, die macht ernst und stoppt wirklich die Mittel für das Bioprinting.
28:36Das wäre doch eine Katastrophe.
28:38Allerdings.
28:38Was?
28:39Frau Bader will das Exzellenzzentrum schon wieder schließen?
28:42Nein.
28:43Nein, und das vergessen Sie auch bitte ganz schnell wieder.
28:46Okay.
28:47Auch den Teil mit Herrn Noll?
28:54Wann reden wir denn nun über meine Überstundenregelung?
28:58Warum machen Sie nicht gleich eine Lautsprecherdurchsage?
29:06Mehr Retraktion?
29:10Licht bitte, Nachrichten.
29:11Ich sehe nichts.
29:14Kann ich eine andere Pinzette haben?
29:21Was ist los?
29:22Die Naht wird nicht so perfekt, wie ich mir das vorgestellt habe.
29:25Es wäre besser, wenn Sie überlegen.
29:26Wieso?
29:26Sieht doch gut aus.
29:28Aber ich bin nicht auf der Höhe.
29:30Sie ziehen das jetzt durch.
29:33Reißen Sie sich gefälligst zusammen.
29:35Weitermachen.
29:46Er, bitte?
29:49Guck mal.
29:50Frau Bader.
29:51Ach, Sie sind sie.
29:52Ich wollte doch mal nach Ihnen sehen.
29:55Wie geht es Ihnen denn heute?
29:56Inzwischen wieder ganz gut, danke.
29:58Und auch für die Diskretion.
30:01Fürs Zuhören und für Ihr Verständnis.
30:03Das ist doch selbstverständlich.
30:04Ist es nicht.
30:06Wir lagen oft genug im Clinch.
30:08Sie könnten mich jetzt genauso gut in die Pfanne hauen.
30:12Hätten Sie gedacht, dass wir uns mal auf dieser Ebene näher kommen?
30:16Nein.
30:18Aber wie das Leben so spielt.
30:21Frau Bader, ich muss jetzt doch noch mal auf den gestrigen Abend zurückkommen.
30:24Ja.
30:24Sie haben doch nicht wirklich ernsthaft vor, das Exzellenzzentrum zu schließen.
30:28Ach, keine Sorge.
30:29Das war gestern Abend wirklich so eine Schnapsidee.
30:32Ich kann Beruf und Privatleben noch ganz gut trennen.
30:35Da können Sie auch wirklich ganz unbesorgt sein.
30:38Inwiefern?
30:39Na ja, Herr Noll, also Eric Richard hat mir gesagt, dass er nicht wiederkommt.
30:43Also, dass er einen Mitarbeiter beauftragen wird, sich zukünftig um das Exzellenzzentrum in Leipzig zu kümmern.
30:48Und das hat er Ihnen erzählt?
30:52Nicht so direkt.
30:54Wie denn dann?
30:55Und warum überhaupt?
31:02Oh.
31:04Ich möchte mit Frau Bader Ihren Befund besprechen.
31:06Ja.
31:07Ich bin dann auch mal weg.
31:08Alles Gute.
31:14Ja, dann lieg mal los.
31:17Deine Lieberwerte sind nicht sehr gut.
31:19Ich würde gerne einen Ultraschein machen.
31:21Die Erklärung dafür dürfte doch recht einfach sein.
31:24In vino veritas.
31:26Es muss nicht immer am Alkohol liegen.
31:35Ich möchte von dem Fall entbunden werden.
31:38Warum?
31:40Persönliche Gründe.
31:43Da Sie mir sicher nicht sagen können, worin die bestehen, kann ich ja natürlich nur spekulieren.
31:48Sie können sich doch einfach damit abfinden, dass Sie das überhaupt nichts angeht.
31:52Ich möchte meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne verstehen.
32:12Und?
32:13Ihre Mutter liegt jetzt im Aufwachraum.
32:15Der Eingriff ist problemlos verlaufen.
32:17Danke.
32:18Wenn Sie aufwacht, können Sie zu ihr.
32:20Herr Dr. Hoffmann, ich...
32:23Ich hätte da noch eine Bitte.
32:26Sag mal, du hast doch schon ein ganz gutes Verhältnis zu Frau Marquardt, oder?
32:30Wir tanzen ab und zu Tango zusammen.
32:34Dann redet ihr also hin und wieder auch mal über private Dinge.
32:37Ja.
32:38Wie war Sie denn in der Zeit, als hier das Exzellenzzentrum aufgebaut wurde?
32:43So drauf?
32:45Gut.
32:46Das war schließlich eine große Sache.
32:48Und natürlich auch ein Erfolg für Sie.
32:50Es ist ja nun wirklich nicht selbstverständlich, dass die Klinik den Zuschlag bekommen hat.
32:55Wenn Richard sich nicht so vehement für die Sachsenklinik eingesetzt hätte, wer weiß.
33:00Die Leber ist ohne Befund.
33:03Auch sonst sieht alles gut aus.
33:07Wir machen noch mal ein Blutbild.
33:10Aber vermutlich war es nur eine einmalige Abweichung aufgrund der Ereignisse des Vorabends.
33:15Ich frage mich ja inzwischen, warum er sich ausgerechnet für diese Klinik so ins Zeug gelegt hat.
33:22Das ist doch ganz einfach.
33:24Tatsächlich?
33:26Weil die Mitarbeiter hier so kompetent, professionell und menschenfreundlich sind.
33:32War Frau Marquardt eigentlich glücklich mit Ihrem Felix?
33:34Sie hat doch auch hier gearbeitet.
33:37Weißt du irgendwas darüber, warum Sie jetzt nicht mehr zusammen sind?
33:41Sag einfach, worauf du hinaus willst.
33:43Das verkürzt die Angelegenheit erheblich.
33:46Wozu?
33:48Du würdest mir doch wahrscheinlich sowieso nicht ehrlich antworten.
33:54Geht's dir gut, Martin?
33:56Ich hab die halbe Nacht damit verbracht, eure Versicherung zu suchen.
33:59War denn die Aktie nicht im Schrank?
34:01Nein, war sie nicht.
34:02Ich hab das ganze Haus auf den Kopf gestellt.
34:04Ich kam mir vor wie ein Einbrecher.
34:06Und?
34:07Gefunden?
34:07Und abgeschickt.
34:09Charlotte, hältst du meinen Vater bitte von weiteren Zerstörungen auf der Insel ab?
34:13Ich werd's versuchen.
34:14Danke, Martin.
34:16Macht's gut, ihr zwei.
34:20Wie lief die OP?
34:23Ich hab den Fall abgegeben.
34:26Gute Entscheidung.
34:28Herr Linse, bitte Sie um ein persönliches Gespräch.
34:31Er wartet in der Cafeteria.
34:33Das fehlt noch, dass der dich einfach so einbestellt.
34:36Das war eine höflich vorgetragene Bitte.
34:39Offenbar hat das Ganze für ihn doch eine gewisse Dringlichkeit.
34:41Vielen Dank, Herr Kollege, für Ihre Einschätzung.
34:43Aber aus der Geschichte halten Sie sich besser raus.
34:52Du gehst da jetzt nicht hin.
35:16Was wollen Sie?
35:17Danke, dass Sie gekommen sind.
35:20Ich weiß, ich bin nicht in der Position, Sie um etwas zu bitten.
35:24Schonen Sie bitte meine Mutter mit dem, was zwischen uns passiert ist.
35:28Sie weiß nicht, dass ich im Knast war.
35:30Für sie bin ich nach wie vor der gute Junge.
35:33Das darf man ja nicht nehmen.
35:37Hanna, was machst du denn hier?
35:39Ich wollte Frau Böhmer besuchen.
35:42Die hab ich von meinem Taschengeld gekauft.
35:44Du gehst sofort wieder nach Hause.
35:46Hörst du?
35:47Warum denn?
35:48Gleich.
36:01Ja, bitte.
36:04Ach, Kaminski.
36:07Ich habe hier mal einen Vertragsentwurf entsprechend Ihren Änderungswünschen aufgesetzt.
36:13Warum nicht gleich so?
36:16Weil ich mir bisher eher Schweiglicher kaufen musste?
36:21Apropos, die Bader hat mich eben mit allerlei Fragen gelöchert.
36:28Was?
36:29Was für Fragen?
36:32Fangfragen, würde ich sagen.
36:35Könnte es sein, dass Sie sich vielleicht vorhin verplappert haben?
36:38Natürlich nicht.
36:39Ich hatte aber schon den Eindruck.
36:41Was wollte denn die Bader wissen?
36:43Und vor allem, was haben Sie geantwortet?
36:45Was wird das jetzt?
36:46Ein Verhör?
36:49Ich möchte nur wissen, was Sie vermasselt haben.
36:51Das ist ja wohl...
36:53Ich hab mich nicht darum gerissen, Komplize Ihres Lotterlebens zu werden.
37:05Warum hat denn der Rudi jetzt Totfall?
37:08Was weiß ich?
37:11Weil ich nicht da bin.
37:13Er vermisst mich.
37:15Sicher, ja.
37:17Aber jetzt sag doch mal lieber, wie es dir so geht.
37:20Also, da kaufst du einen Suppenhuhn, das kochst du ab und das fütterst du ihm dann mit Reis.
37:27Ja gut, mach ich.
37:29Und ich seh zu, dass ich hier bald wieder raus bin.
37:32Das lass doch mal bitte deine Ärztin entscheiden.
37:35Frau Dr. Globisch ist ja gar nicht mehr für mich zuständig.
37:38Das macht jetzt dieser Dr. Hoffmann.
37:40Aber der ist auch sehr nett.
37:43Jetzt mach dir mal keine Sorgen, Mutti.
37:52Hauptsache, du bist da.
37:56Bist ein guter Junge.
38:14Ist das Mädchen Ihre Tochter?
38:16Wagen Sie es bloß nicht, sich ihr in irgendeiner Form zu nähern.
38:20Ich hatte...
38:20Hanna ist meine Tochter und Sie lassen sie in Ruhe.
38:23Verstanden?
38:24Dann werde ich Ihre Mutter auch an dem Irrglauben belassen, dass Ihr Sohn ein guter Junge ist.
38:29Halten Sie sich dran.
38:32Das ist der Deal.
38:49Mama, wer war der Mann, mit dem du vorhin in der Klinik gesprochen hast?
38:55War das der Sohn von Frau Böhmer?
38:59Wie kommst du denn darauf?
39:00Sie hatte mir mal ein Bild gezeigt.
39:03Ach so?
39:13Du bist zu komisch seit gestern.
39:17Isst mal deinen Salat.
39:23Pst, Frau Magwart.
39:29Frau Bader.
39:33Ich denke, wir sollten das Versteckspiel beenden.
39:38Ich habe mit Felix Sonntag telefoniert.
39:50Gut.
39:51Dann wissen Sie ja jetzt Bescheid.
39:55Ich bin diese Frau, mit der Richard geschlafen hat und weswegen er sie verlassen hat.
40:05Danke, danke für Ihre Offenheit.
40:10Wieso Offenheit?
40:11Ich dachte, Sie wussten Bescheid.
40:13Bisher nicht.
40:17Es war nur ein Bluff.
40:19Ich habe ja nicht mal Felix Telefonnummer.
40:25Wie geschmacklos ist das denn?
40:27Vater und Sohn.
40:29Unglaublich.
40:32Aber irgendwie passt das schon ganz gut zu Ihnen.
40:36Wie meinen Sie das denn?
40:37Die Interpretation überlasse ich Ihrer Fantasie.
40:41Das war ein Fehler.
40:44Da kann ich doch nichts dafür, wenn der Mann nach einer Nacht alles in Frage stellt und alles auf den
40:48Kopf stellt.
40:50So ist Richard nun mal.
40:51Ganz oder gar nicht.
40:58Wie gehen wir denn jetzt damit um?
41:03Na, was denken Sie denn?
41:05Ich werde Ihnen das Leben zur Hölle machen.
41:12Gut.
41:13Rechen Sie sich an mir, aber nicht an der Klinik.
41:16Wir brauchen das Exzellenzzentrum.
41:25Mal sehen.
41:27Ich freue mich schon auf unsere weitere Zusammenarbeit.
41:37Oh, Sie sehen aus, als könnten Sie einen Trink gebrauchen.
41:40Ja.
41:41Aber was mit Alkohol.
41:42Kommen Sie.
41:43Ich gucke mal, was ich habe.
42:20Sie schläft jetzt.
42:26Geht es nun weiter?
42:28Keine Ahnung.
42:34Ich frage mich die ganze Zeit, wie ich es ihr sage.
42:40Was sie wissen muss.
42:43Wie sie reagieren wird.
42:47Wann ist der richtige Zeitpunkt für sowas?
42:52Sind sich die beiden schon mal begegnet?
42:56Heute.
42:58Er hat sie gesehen, als sie in die Klinik kamen und ich mit ihm geredet habe.
43:04Ich glaube, er ahnt was.
43:07Die Vorstellung, dass Hannah erfährt, dass dieser Typ ihr Vater ist.
43:16Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
43:17Die Vorstellung, dass sie etwas, was sie sehen müssen.
43:25Das war's.
43:25Das war's.
43:29Das war's.
43:31Das war's.
43:31Das war's.
43:31Vielen Dank.
Kommentare