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  • vor 6 Wochen

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Transkript
00:24Love Is Enough
00:30You can make it for stormy weather
00:34As long as we stay together
00:38Love Is Enough
00:40Cornelius, komm.
00:41Nur noch das Level.
00:44Lass mich.
00:46Ich will das jetzt sowieso nicht machen und das tut weh.
00:48Bist ein Weichei oder was?
00:49Du bist ein Weichei.
00:50Mama hÀlt uns das sowieso nie erlaubt.
00:52Aber Mama ist nicht mehr da, also heul nicht rum.
00:56Wenn wir fertig sind, kriegst du es wieder.
00:58Danach.
00:59Du bist ein fieser Arsch.
01:01Hast du ĂŒberhaupt die SchlĂŒssel?
01:03Arsch sagt man nicht.
01:04Den klaut tut man auch nicht.
01:06Ist nur gelieb.
01:06Papa hat dir auch einen.
01:10Jetzt komm halt.
01:12Tut sie voll weh.
01:14Und wo?
01:16Reingefallen.
01:18Cornelius!
01:26Cornelius Pieper, elf Jahre.
01:27FußgĂ€nger kontra PKW auf dem Schulweg.
01:30SchÀdel-Hirnzahmer mit tastbarer Kalottenfraktur.
01:33Und Kopfplatz unten im Stirnbereich.
01:34Bei drei, eins.
01:35Zu recht.
01:36Außerdem Verdacht auf Radiusfraktur links.
01:38Sie mĂŒssen ihn retten, und bitte.
01:40Entschuldige, wer bist du?
01:41Ich bin Mats, Cornelius Bruder.
01:43Dein Bruder ist bei uns in GuckenhÀnden, Herr Brenner.
01:46Wir helfen deinem Bruder am besten, wenn wir die Ärzte in Ruhe ihre Arbeit machen lassen.
01:49Komm.
01:49Aber er darf nicht sterben.
01:51Ehrlich auch noch.
01:52Wir machen alles, damit das nicht passiert, versprochen.
01:54War er initial bewusstlos?
01:56Nein, initial ansprechbar.
01:58Er hat auf Reize reagiert.
01:59Wegen des SATs haben wir ihn aber sofort sediert und intubiert.
02:03Gut, Schockraum eins.
02:08Dann bist du damit einverstanden, dass wir ab KW 17 abwechselnd das Bad putzen.
02:14Mhm.
02:16Manchmal frage ich mich ehrlich, warum ich diesen Haushaltsplan mache.
02:19Ja, ich mich auch.
02:21Sehst du, mir macht das Spaß.
02:23Ein bisschen vielleicht.
02:25Das gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr dich, Jonas.
02:27Kein Bock.
02:30Du weißt ja noch nicht mal, worum es geht.
02:32Und?
02:34Trotzdem kein Bock.
02:39Was hat er denn?
02:40Seine Freundin hat ihn abgeschossen.
02:42Seitdem ist er stinkig.
02:44Jonas hat eine Freundin?
02:45Naja, jetzt nicht mehr.
02:46Das ist ja das Problem.
02:48Warum weiß ich nichts davon?
02:50Keine Ahnung.
02:51HĂ€tte er das in den Kalender eintragen sollen?
02:53KW 14 vielleicht?
02:55Dieser, das ist unfair.
02:56Du weißt, dass ich viel arbeite.
02:57Stimmt.
03:01Und wieso hat ihn seine Freundin, wie du sagst, abgeschossen?
03:05Trag ihn doch.
03:13Soll ich den nicht doch in meiner Schule absetzen?
03:16Das passt ja, danke.
03:17Ich lauf den Rest.
03:21Warte mal einen Moment.
03:24Lisa hat es mir erzÀhlt.
03:27So etwas tut dir mal weh.
03:29Was denn?
03:31Das mit deiner Freundin.
03:33Wie lange war der denn zusammen?
03:35Ich will da jetzt echt nicht drĂŒber reden.
03:37Verstehe ich.
03:38Aber wenn du mal jemanden brauchst.
03:40Ich muss jetzt los.
03:41Danke.
03:42Bis spÀter.
03:43TschĂŒss.
03:56Das Liebesleben von Teenagern, das ist doch immer dramatisch.
03:59Auch nicht mehr als bei uns Erwachsenen.
04:01Ist das nicht null?
04:03Ach ja, ihr stellt ja heute der Presse das neue Exzellenzzentrum vor.
04:07Und ausgerechnet heute erwischt mich so eine starke ErkÀltung.
04:10Ich tu deiner gewinnenden Ausstrahlung keinen ab.
04:13Aber du bist wirklich charmant.
04:15Da sollte sich Jonas meine Scheibe von abschneiden.
04:18Der hat an Tipps von seinem Großvater kein Interesse.
04:22Bis spÀter.
04:23Bis spÀter.
04:25Hallo.
04:26Schön, Sie zu sehen.
04:27Guten Morgen.
04:27Schöner Tag heute.
04:29Mich hat leider eine starke ErkÀltung erwischt.
04:31Ich möchte sie nicht anstecken.
04:32Haben Sie das nicht schon?
04:40Felix freut sich wirklich schon, Sie zu sehen.
04:43Das wÀre das erste Mal seit langem, dass er sich freut, seinen Vater zu sehen.
04:46Es ist aber so.
04:47Er kann das nur nicht so zeigen.
04:51Felix wartet schon.
04:56Der Junge hat eine ausgedehnte Impressionsfraktur.
04:59Und dazu noch ein kleines subdurales HĂ€matom und eine leichte Hirnschwellung.
05:03Was leider trotzdem noch nicht allzu viel heißt.
05:06Von der völligen Genesung bis zur lebenslangen Behinderung ist also jeder Verlauf denkbar.
05:10Jetzt entlasten wir als erstes die Blutung und machen uns ein genaues Bild der Fraktur.
05:14Ist er schon in der OP-Vorbereitung?
05:15Ja.
05:18Frau Marquardt, keine Sorge, Sie haben ihn gleich wieder.
05:21Kommen Sie bitte.
05:24So wild wird es schon nicht sein.
05:27Er nimmt das erste Mal den Verband ab und wir sehen, wie deine Wunde verheilt ist.
05:30Ich finde das schon wild.
05:32Entschuldigung, aber Dr. Hoffmann wartet wirklich.
05:35Alles Gute.
05:36Ich drĂŒcke dir die Damen.
05:46Nervös?
05:51Also, nicht offiziell.
05:55Man hat ihn mit einer Schreckschusspistole ins Gesicht geschossen.
05:59Da darf man schon mal angespannt sein.
06:03Okay.
06:05Danke.
06:06Danke.
06:08Da ist ja Ihr Monogramm eingesteckt.
06:11Ja.
06:12Das bekommen Sie wieder gewaschen und gemĂŒtlich.
06:15Ja, ist nicht nötig.
06:17Doch, ich bestehe drauf.
06:19Wollen Sie bitte beschweren?
06:21Alles gut, auch mein Krankenhaus Koller hÀlt sich in Grenzen.
06:25Frau Marquardt hat sich wohl gut um Sie gekĂŒmmert.
06:27Ja.
06:28Ich hatte viel Zeit, ĂŒber mein Leben nachzudenken.
06:31Naja, nach so einer existenziellen Erfahrung, da relativiert sich so einiges.
06:34Oder man versteht, wer wirklich wichtig im Leben ist.
07:06Die Fraktur ist wirklich sehr ausgedeckt.
07:17Bevor wir uns jetzt anschweigen, können wir auch ĂŒber die PrĂ€sentation nachher reden.
07:21Ja.
07:22Ja.
07:33Ja.
07:34Ja.
07:34Ja.
07:35Ja.
07:46Ja.
07:50Das sieht toll aus. Das ist schön geworden.
07:54Ja, es ist. Dr. Hoffmann hat echt gute Arbeit geleistet.
07:58Ich bin so erleichtert.
08:01Danke. Danke, dass ihr beide fĂŒr mich da wart.
08:09Eigentlich wĂ€re es ein idealer Fall fĂŒr ein mitwachsendes Implantat aus dem 3D-Drucker.
08:13Ja, das klingt toll. Aber leider ist es noch im Experimental-Stadium.
08:18Aber immerhin eröffnet die Sachsen-Gene jetzt das neue Exzellenzzentrum.
08:22Eben.
08:23Aber dieses Verfahren hat noch nie alle Schritte einer medizinischen Zulassung durchlaufen.
08:27Wir sollten dennoch darĂŒber nachdenken.
08:29Ja, das sollten wir.
08:31Und das aus deinem Munde.
08:33Ich weiß nicht, was du meinst.
08:35So, jetzt hÀtten wir es. Wir machen einen temporÀren Verschluss.
08:39Warum geht ihr vor der Schule ĂŒberhaupt ins Studio?
08:42Ich hatte mein Handy da vergessen.
08:45Und deswegen klaust du extra meine SchlĂŒssel?
08:50Schon okay. Komm her.
08:53Das soll der Vater sein?
08:55Ja, wieso?
08:56Na, guck doch mal seine Kinder an. Guck ihn an.
09:02Hallo, sind Sie der Vater von Cornelius? Mein Name ist Brenner, ich...
09:05Sind Sie ein Pfleger oder sowas?
09:07Ich bin gerade in der Facharztausbildung.
09:09Kann ich mit dem richtigen Doktor sprechen?
09:12Ich bin ein richtiger Arzt, falls Sie das meinen.
09:14Ich will aber den Chefarzt. Oder spricht er nur mit Privatpatienten?
09:18Nein, aber...
09:20Na ja, was stehen Sie ja noch hier rum? Holen Sie mir Ihren Chef.
09:23Er operiert gerade. Ihren Sohn.
09:28Gut.
09:31Aber den vorwurfsvollen Ton in der Stimme können Sie nicht klemmen.
09:34Der Unfall war ja nicht meine Schuld.
09:35Das habe ich nicht gemeint.
09:38Dr. Heilmann hat nach der Operation bestimmt ein paar Minuten fĂŒr Sie.
09:42Ja, das will ich ja hoffen.
09:43Noch was?
09:44Nein.
09:46Wenn du noch was brauchst oder Fragen hast, komm ruhig zu mir, ja?
09:55Ich bin sofort da.
09:57Dr. Heilmann, gut, dass ich Sie sehe.
09:58Was gibt's denn?
09:59Der Vater von Cornelius möchte Sie unbedingt persönlich sprechen.
10:02Das trifft sich gut. Ich wollte ihm nÀmlich vorschlagen, bei seinem Sohn ein 3D-DruckschÀdelimplantat einzusetzen.
10:08Ja, da will ich Sie aber vorwarten.
10:10Der Vater ist etwas speziell.
10:12Speziell in welchem Sinn?
10:13Im unfreundlichen Sinn.
10:15Wenn wir dem Sohn helfen wollen, ist ein unfreundlicher Vater das kleinere Problem.
10:20Noch mal einladen, ne?
10:25Ich weiß gar nicht, was mit mir los ist.
10:27So was habe ich ĂŒberhaupt noch nie erlebt, dass eine ErkĂ€ltung so rasant zuschlĂ€gt.
10:32Die einzige Medizin, die da wirklich hilft, nennt sich Bettruhe.
10:38Das geht aber nicht.
10:39Wir stellen heute der Presse das Bioprenzentrum vor und da stecken Monate Arbeit drin.
10:43Husten?
10:48Trotzdem, Sie brauchen Bettruhe.
10:53Bei Noll ist doch der Experte auf dem Gebiet 3D-Druck.
10:58Ja, das stimmt aber.
10:59Was aber?
11:00Ich will nicht, ganz einfach.
11:02Ich fĂŒrchte nur, Ihr Körper will was ganz anderes.
11:05Da muss mein Körper jetzt eben durch.
11:07Verstehe.
11:09Was verstehen Sie?
11:11Wenn GefĂŒhle im Spiel sind, neigen wir alle nicht unbedingt dazu, um rationale Entscheidungen zu treffen.
11:17Kaminski.
11:19Hören Sie mal auf.
11:21Mein Tag war wirklich schön genug.
11:23Manchmal hilft es, ĂŒber Dinge zu sprechen.
11:26Besonders mit denen, die davon betroffen sind.
11:29Felix, geht es zwar besser, aber...
11:31Ich rede nicht von Ihrem Sonntagskind.
11:35Da gibt es nichts zu besprechen.
11:39Dann habe ich das wohl bisher falsch verstanden.
11:42Er ist sein Vater.
11:47Wenn ich im Leben eines bereue, dann...
11:49in der Liebe manchmal nicht mutig genug gewesen zu sein.
11:54Ich habe Ihnen hier was aufgeschrieben.
11:56Das können Sie sich aus der Hausapotheke holen.
11:58Vielen Dank.
12:00Auch fĂŒr den Einblick in Ihr Seelenleben.
12:04Ausnahmsweise haben Sie nicht recht.
12:07Außerdem bin ich sehr wohl in der Lage, eine rationale Entscheidung zu fĂ€llen.
12:13Trotzdem gute Besserung.
12:15Danke.
12:16Und zum Abschluss, meine Damen und Herren, möchte ich mich fĂŒr die tatkrĂ€ftige und kompetente Zusammenarbeit mit Frau Marquardt bedanken.
12:23Ohne Ihre visionÀre Planung wÀre das Exzellenzzentrum in der Sachsenklinik nie entstanden.
12:32Vielen Dank.
12:35Vielen Dank.
12:41Das ist doch ganz gut gelaufen, oder nicht?
12:43Sehr gut.
12:45Vielen Dank auch, dass Sie mich aus der Bredouille gerettet hÀtten.
12:47Ich hÀtte jetzt gar nicht so lange sprechen können.
12:50Gern geschehen.
12:51Und auch sehr nett, was Sie ĂŒber mich gesagt haben.
12:54Das war nicht nett.
12:56Das war einfach die Wahrheit.
12:59Ja, jetzt ist es dann vorbei mit meinen regelmĂ€ĂŸigen Besuchen in der Sachsenklinik.
13:03Ja.
13:06Aber wenn Sie in den nÀchsten Tagen noch Hilfe brauchen, also ich bin...
13:09Oh, ich denke, das wird nicht nötig sein. Vielen Dank.
13:12Und falls doch.
13:14Naja.
13:16Wir sehen uns ja bald wieder.
13:19Entschuldigung.
13:21Ich wĂŒrde gerne die Hand geben, aber...
13:25Ich weiß.
13:27Also.
13:29Auf Wiedersehen.
13:31Auf Wiedersehen.
13:37Das Material wird vor dem Druck mit körpereigenen Stammzellen von Cornelius beimpft.
13:42Dann drucken wir das Implantat passgenau aus und setzen es in einer weiteren Operation direkt ein.
13:48Das soll funktionieren.
13:50Nach den bisherigen Studien können wir ziemlich sicher sein, dass es keine Immunreaktion auslöst.
13:55Das Material ist porös.
13:56Das heißt, Zellen und BlutgefĂ€ĂŸe können eindringen, sodass sich nach und nach ein körpereigener SchĂ€delknochen bilden kann.
14:04Haben Sie Fragen?
14:06Das Verfahren ist noch in einem Experimentierstadium.
14:09Ja, es ist noch nicht vollstĂ€ndig zugelassen, aber es ist zweifellos das Beste, was wir zurzeit fĂŒr Ihren Sohn tun
14:14können.
14:16Papa, wenn das Kunde am besten hilft?
14:19Ich weiß nicht.
14:22Hören Sie auf, mich so unter Druck zu setzen.
14:24Das war nicht meine Absicht, Herr Pieper.
14:26Ich heiße Janek.
14:28Nur die Söhne heißen Pieper.
14:32Herr Janek, grundsÀtzlich ist es wichtig, den Defekt so schnell wie möglich zu decken.
14:36Wenn Sie das noch mit Ihrer LebensgefÀhrtin besprechen...
14:38Nein, will ich nicht.
14:41Ich muss natĂŒrlich darĂŒber nachdenken. Kapieren Sie das?
14:44Das verstehe ich sehr gut.
14:46Ich muss mal in die frische Luft.
14:47Ich bin gleich wieder da.
15:04Mein Bruder muss wieder gesund werden.
15:07Außer Lebensgefahr ist er ja schon mal.
15:11Aber wenn er dauernd ins Krankenhaus muss...
15:13Ich weiß nicht, ob wir das schaffen.
15:16Mit Papa und ĂŒberhaupt.
15:19Wir werden das schon hinbekommen.
15:26Darf ich dich mal was fragen?
15:29Sie wollen bestimmt wissen, was mit meiner Mutter ist.
15:33Lebt sie nicht in Leipzig?
15:36Sie ist vor zehn Monaten gestorben.
15:39An LeukÀmie.
15:52Sarah?
15:53Ich möchte, dass du etwas fĂŒr mich tust.
15:56Kann man nicht mal fĂŒnf Minuten seine Ruhe haben?
15:58Ach, hat die ErkÀltung doch zugeschlagen?
16:00Ja.
16:01Nein, aber mir wird das einfach gerade alles zu viel.
16:04Wir haben einen neuen Patienten, der unsere Hilfe braucht.
16:06Ist Herr Noll noch da?
16:08Nein, warum?
16:09Ich möchte die neue Technik fĂŒr ein mitwachsendes SchĂ€delimplantat verwenden.
16:15Ja, aber diese Technik, die ist doch noch in der PrĂŒfungsphase.
16:18Weiß ich doch, darum brauche ich ja die Hilfe von Herrn Noll.
16:21Ich kann dir gerne seine Telefonnummer geben.
16:23Ich glaube, es ist sicherer, wenn du ihn ĂŒberzeugst.
16:26Ich habe wirklich tausend andere Sachen zu tun.
16:29Sarah, habe ich dich jemals um Hilfe gebeten, wenn es nicht wichtig war?
16:44Sarah?
16:45Äh, Frau Markwart.
16:48Klar, kann ich.
16:50Kein Termin, der sich nicht verschieben lÀsst.
16:53Aber was es da zu lÀcheln gibt?
16:54Wer sagt denn, dass ich lÀchle?
16:58Das ist natĂŒrlich nur eine rein berufliche Anfrage.
17:00Klar, was denn sonst?
17:03Ja, eigentlich könnten wir ja jetzt aufhören miteinander zu telefonieren.
17:05Das stimmt.
17:14So, Vorsicht, der Kakao ist noch heiß.
17:16Dankeschön.
17:20Kann ich heute Nacht hier bei Conny schlafen?
17:25Ich frage mal den Chefarzt und du deinen Vater.
17:30Weißt du eigentlich, dass ein Koma im Prinzip nur ein sehr tiefer Schlaf ist?
17:34Dann schlÀft Conny nur?
17:36Ja.
17:37So kann sich sein Körper besser vom Unfall erholen.
17:41Wenn du willst, kannst du ihm was vorlesen.
17:43Oder sonst etwas machen, das er gerne mag.
17:46Wir spielen beide gerne Blockflöte.
17:49Blockflöte?
17:50Ja, ich weiß, war uncool.
17:53Unser Vater sagt auch, dass es ein weicher Instrument ist.
17:56Kommt ihr zwei eigentlich gut mit ihm aus?
18:00Er gibt sich schon MĂŒhe.
18:03Aber er versteht halt nicht viel von Kindern.
18:06Deshalb hat sich unsere Mutter auch von ihm getrennt.
18:10Wir haben ihn auch eigentlich nur zweimal im Jahr gesehen.
18:13Bevor Mama gestorben ist.
18:15Dann ist er ja praktisch zu einem Fremden gezogen.
18:18Aber jetzt ist er auch noch nicht sicher, ob wir bei ihm bleiben können.
18:21Ja, wieso das denn?
18:23Mein Vater ist TĂ€towierer.
18:26Er arbeitet viel auf Motorbike-Treffen.
18:28Ist eine Menge unterwegs.
18:31TĂ€towierer ist cool.
18:33Ich habe jetzt auch angefangen zu zeichnen.
18:41Du hast bei dem Unfall aber nichts abgekriegt?
18:43Nein, alles gut.
18:50Du hast Talent.
18:52Danke.
18:54Wenn ich gut genug werde, kann ich vielleicht mal fĂŒr meinen Vater arbeiten.
18:59Hat er gesagt.
19:01Und vielleicht gibt er uns dann auch nicht weg.
19:03Nein, es geht ihm nicht gut.
19:05Aber er ist außer Lebensgefahr.
19:07Ja.
19:09Ja, ja, ja, ja.
19:12Aber jetzt wollen Sie, dass ich schon wieder zu irgendeiner neumodischen Behandlungsmethode meinen OP gebe.
19:18Ja, aber was, wenn ich wieder die falsche Entscheidung treffe?
19:23Doch.
19:24Doch, es ist meine Schuld, dass sie tot ist.
19:27Ich weiß einfach nicht, ob ich fĂŒr die beiden ein guter Vater sein kann.
19:31Doch, doch, wir mĂŒssen darĂŒber nachdenken.
19:34Vielleicht gibt es da jemanden, der besser fĂŒr die beiden sorgen kann.
19:40Warte mal.
19:42Hey.
19:44Was ist los, Großer?
19:46Malz!
19:49Malz!
19:53Es ist auf jeden Fall nicht ohne Risiko.
19:55Es geht darum, dem Patienten optimal zu helfen und dabei jede Möglichkeit in Betracht zu ziehen.
19:59Also, versteh mich bitte nicht falsch.
20:04Ich habe volles MitgefĂŒhl fĂŒr den Jungen.
20:07Aber wenn da was schief lĂ€uft, dann wĂ€re das fĂŒr die Sachsenklinik fatal.
20:12Normalerweise bist du doch die Erste, die sich fĂŒr medizinische Innovationen ausspricht.
20:16Ja, aber ich habe die volle Verantwortung fĂŒr die Klinik und nicht nur fĂŒr einen einzelnen Patienten.
20:20Die habe ich auch.
20:21Also, ich denke, aus medizinischer Sicht kann man das machen.
20:24Gut. Wie schnell können Sie denn das entsprechende Implantatmaterial besorgen?
20:27Na, wenn wir uns das mit einem Expresskurier schicken lassen, dann haben wir es morgen hier in Leipzig.
20:32Moment. Und wer trĂ€gt dafĂŒr die Kosten?
20:35Also, ich jedenfalls nicht. Kleiner Scherz.
20:37Da finden wir sicher eine Lösung.
20:39Also, meine Firma hat einen kleinen Spendenetat.
20:42Dann sind wir uns einig.
20:43Also, ich finde, das hört sich gut an.
20:45Wieder ein Problem gelöst. Danke, Kollegen.
20:47Und, Herr Noll, vielen Dank. Sie sind uns eine große Hilfe.
20:51Ich weiß wirklich nicht, was Ihr Problem ist.
20:53Aber das habe ich doch schon hundertmal erklÀrt.
20:56Wir befinden uns hier in einer rechtlichen Grauzuse.
20:58Und das Risiko fĂŒr die Sachsenklinik ist einfach...
21:00Aber deshalb werden unsere AnwÀlte alles unternehmen, um die Sache abzusichern. Das verspreche ich Ihnen.
21:05Warum geht es Ihnen eigentlich wirklich?
21:07Wie bitte?
21:09Es geht darum, dass Sie mich nicht bei sich haben wollen.
21:11Ach, was? Verstreitet Ihr?
21:14Keine Meinungverschiedenheit.
21:17Hast Du jetzt ein paar Minuten Zeit fĂŒr mich?
21:19Jetzt gerade nicht. Erst Feierabend, ja?
21:21Mhm.
21:28Ich bin verrĂŒckt, Neri.
21:32Ich kann den Vater nicht erreichen.
21:34Probieren Sie es weiter. Er muss so schnell wie möglich der OP zustimmen.
21:37Ist Mats hier? Haben Sie ihn gesehen?
21:40Nein. Was ist denn mit Mats?
21:41Das sieht Sie gar nichts an.
21:43Ich habe Neuigkeiten fĂŒr Sie. Wir haben uns nochmal im Kollegium und mit den Technikern beraten.
21:48Wir können jetzt tatsĂ€chlich ein passgenaues, mitwachsendes Implantat fĂŒr Cornelius herstellen.
21:53Vergessen Sie es. Ich werde mich auf kein Risiko mehr einlassen.
21:57Das ist wirklich eine einmalige Chance, Ihrem Sohn viel Leid zu ersparen.
22:00Sie können mir viel erzÀhlen, wenn der Tag lang ist. Aber Sie sind es ja nicht, der den Mist nachher
22:04auslöffeln muss.
22:05Herr Janek!
22:05Das ist mein letztes Wort. Cornelius wird konventionell behandelt. Punkt.
22:17Das war deutlich.
22:18Ich weiß, ich sollte das vermutlich nicht mal denken. Aber könnte man eben nicht zeitweise die GesundheitsfĂŒrsorge entziehen?
22:25Es liegt keine KindeswohlgefÀhrdung vor. Das Verfahren ist experimentell und es gibt eine andere Option.
22:30Kein Richter wĂŒrde gegen ihn entscheiden.
22:31Ja, Sie haben ja recht.
22:33Der Weg ist schwer genug. Cornelius' Vater muss voll dahinter stehen.
22:36Und seine Kinder brauchen ihn. Sie haben erst vor kurzem Ihre Mutter verloren.
22:51Bitte verraten Sie mich nicht.
23:00Ich finde es langweilig.
23:02Na, hören Sie mal, Chris. Finden Sie das nicht auch irgendwie schön?
23:05Warum? Was daran schön? Ist ja immer nur ein GerĂŒcht ĂŒber eine Hochzeit.
23:08Ja, aber da ist doch irgendwas im Busch bei Herrn Sondock und Frau Marquardt.
23:12Keine Ahnung. Aber ich bin noch nicht so der romantische Typ.
23:16Wobei eigentlich schon, aber naja.
23:21Ist es so, wie es ist? Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass dieser IT-Typ das wirklich ernst meint.
23:27Sie hĂ€tten den Blick in seinen Augen sehen sollen. Eine Frau spĂŒrt sowas.
23:32Mhm. Sie finden es doch nur toll, wenn ein jĂŒngerer Mann auf eine Ă€ltere Frau steht.
23:36Ja, und? Und? Was ist daran so besonders?
23:40Wenn ein jĂŒngerer Mann, also eine Ă€ltere Frau heiratet, dann heißt das, dass ihm die Äußerlichkeiten nicht das Wichtigste sind.
23:46Ach so.
23:47Außerdem gönn ich sie vom ganzen Herzen.
23:51Herr Sondock hat eine schwere Verletzung. Dabei ist ihm klar geworden, wie sehr Frau Marquardt liebt und will ja jetzt
23:55einen Heiratsantrag machen.
24:03Sarah.
24:06Wir kennen uns jetzt schon eine Weile, ne? Und ich verbringe unfassbar gern Zeit mit dir. Und du weißt, wie
24:13gern ich mit dir zusammen bin. Und darum habe ich das GefĂŒhl, es ist der richtige Moment und der richtige
24:19Zeitpunkt, um dich zu fragen, ob du mit mir ...
24:22Also, Felix, es tut mir total leid, aber ich kann dich nicht heiraten.
24:27Eine Firma grĂŒnden möchtest?
24:30Heiraten? Wieso heiraten?
24:33Ach, du willst mich ... gar nicht?
24:35Nein!
24:37Eine Firma grĂŒnden?
24:39Ja, ein Start-up.
24:41Du erinnerst dich doch an meine Fitness-App.
24:46Ich habe endlich die 500.000 Finanzierung bekommen.
24:49Wow, das ist ja toll!
24:50Ja.
24:54Heiraten.
24:56Wie bist du denn jetzt da aufgekommen?
24:59Ach, das ... das war irgendwie ein MissverstÀndnis.
25:07Die Buletten sind hier ĂŒbrigens super. Eine Extraportion fĂŒr den jungen Mann.
25:11Und dann rufen wir deinen Vater an und sagen ihm Bescheid, wo du steckst.
25:15Eigentlich esse ich kein Fleisch.
25:17Dann bitte nur die Kartoffelsuppe fĂŒr den jungen Mann.
25:19Alles klar.
25:20Meine Mutter war Vegetarierin. Ich habe eigentlich noch nie richtig Fleisch gegessen.
25:25Auch wenn Papa will, das wirst du jetzt wenigstens mal ausprobieren.
25:28Deine Mutter und dein Vater waren schon ziemlich unterschiedlich, oder?
25:32Bitte.
25:33Mama war Lehrerin an der Musikschule.
25:35Mein Vater hat sie kennengelernt, als sie mal Geige in seiner Death-Metal-Band gespielt hat.
25:39Mhm.
25:40Weißt du eigentlich, warum dein Vater so dagegen ist, dass Cornelius nach der neuen Methode behandelt wird?
25:48Vielleicht hat es was mit Mamas Tod zu tun.
25:51Ja, aber du sagtest doch, dass sich beide nicht so nahe standen.
25:55Stimmt.
25:57Eigentlich konnten sie sich nicht ausstehen.
25:59Obwohl das am Ende besser geworden ist.
26:04Au.
26:06Alles in Ordnung?
26:07Ja, alles gut.
26:09Also wenn du Schmerzen hast, dann kann ich mir das mal ansehen.
26:13Geht schon, danke.
26:16Der Vater ist einverstanden.
26:17Wir könnten eine Ausnahme machen und Mats bei seinem Bruder ĂŒbernachten lassen.
26:21Warum?
26:21Ja, weil es gut fĂŒr seinen Bruder wĂ€re, wenn er spĂŒrt, dass er nicht alleine ist.
26:25Herr Brenner, kann ich Sie mal kurz unter vier Augen sprechen?
26:31Machen Sie das nie wieder.
26:33Was?
26:36Mich emotional mit dem Jungen unter Druck setzen.
26:38Ja, ich...
26:39Das hier ist ein Krankenhaus.
26:40Und ich als Chefarzt muss gewÀhrleisten, dass alle wichtigen AblÀufe Reibungslos funktionieren.
26:45Dabei kann ich nicht auf jedes rĂŒhrende Einzelschicksal RĂŒcksicht nehmen.
26:47Haben Sie mich verstanden?
26:48Ja, aber...
26:49Wollen Sie mich widersprechen?
26:50Nein.
26:51Gut.
26:52FĂŒr einen kurzen Moment habe ich gedacht, dass Sie mir widersprechen wollten.
26:55Tut mir leid.
26:56Sie tragen die volle Verantwortung, Brenner.
27:00WofĂŒr jetzt?
27:03Wenn der Junge stört, mache ich sie in den Kopf kĂŒrzer.
27:06Verstanden?
27:07Verstanden.
27:09Dann bring ich dich mal zu deinem Bruder.
27:11Na, der wird sich freuen.
27:35Du bist ja noch wach.
27:36Na, ich wollte es noch lesen.
27:38Na dann.
27:39Willst du auch ein Bier?
27:42Du hast mir noch nie ein Bier angeboten.
27:47Du bist doch erwachsen.
27:49Oder?
28:03Klingelt da dein Handy?
28:05Ne, es kommt eher aus deiner Tasche.
28:09Wer ruft mich denn um die Zeit noch an?
28:18Anonym.
28:21Aufgelegt.
28:22Wahrscheinlich hat sich einfach nur irgendjemand verwÀhlt.
28:26Gesundheit.
28:27Danke.
28:29Sag mal, kannst du mich eigentlich morgen zur Schule fahren?
28:31Ne, ich bleib morgen mal zu Hause mit meiner ErkÀltung.
28:34Echt jetzt?
28:35Machst du auch sonst nie krank?
28:37Ich mach ja auch nicht krank. Ich bin krank.
28:39Du bleibst ja aber sonst nicht mal zu Hause, wenn du schon halb tot bist.
28:44Morgen schon.
28:58Zwischen mir und Phoebe ist immer noch Schluss.
29:00Falls du das wissen willst.
29:03Phoebe heißt sie.
29:09War ich eigentlich als Ziehvater genug fĂŒr dich da?
29:13Fragst du das jetzt ernsthaft?
29:15Na, ich arbeite viel und nach Pias Tod ist es nicht unbedingt besser geworden.
29:19Stimmt.
29:23Ganz ehrlich, als Opa und Vater bist du ganz okay.
29:28Aber?
29:30Du solltest lernen besser zuzuhören.
29:32Dann hÀtte ich dir nÀmlich schon erzÀhlt, dass ich dran schuld bin.
29:35Dass sich Phoebe von mir getrennt hat.
29:38Ehrlich?
29:40Ich war so bescheuert und hab mit einer anderen rumgeknutscht auf einer Party.
29:48Willst du nichts dazu sagen?
29:51Ich hör dir einfach weiter zu.
30:10Wenn Sie wieder versuchen, mich zu diesem Implantat zu ĂŒberreden, dann vergessen Sie es.
30:14Ich wollte nur mit Ihnen sprechen.
30:15Aber ich nicht mit Ihnen. Jetzt hauen Sie ab.
30:18Sie haben gestern gesagt, dass Sie kein Risiko mehr eingehen wollen.
30:22Stimmt.
30:22Ich habe ein bisschen recherchiert und habe mir die Krankenakte Ihrer Ex-Frau angesehen.
30:27Was soll denn das?
30:29Symphatische LeukÀmie behandelt mit einer neuartigen Gentherapie.
30:32Sie standen als BevollmĂ€chtigter in der PatientenverfĂŒgung.
30:36Sie waren derjenige, der die Entscheidung zur Gentherapie gefÀllt hat.
30:39Zu der Behandlungsmethode, an deren Komplikationen die Mutter ihrer Söhne dann gestorben ist.
30:45Was zur Hölle wollen Sie mir damit sagen?
30:50Was wollen Sie von mir?
30:54Meine Frau ist vor etwas mehr als einem Jahr gestorben.
30:58Ich kann verstehen, wie Sie sich fĂŒhlen.
31:01Glauben Sie mir.
31:11Wenn Sie bitte alle Termine fĂŒr mich absagen wĂŒrden.
31:14Ja.
31:16Ja, ich denke morgen bin ich wieder fit. Vielen Dank.
31:19Wiederhören.
31:40Haben Sie meine SMS nicht gekriegt?
31:43Doch.
31:44Aber da ich gerade in der Gegend war, habe ich gedacht, ich mache einen Krankenbesuch.
31:48Und bringe Ihnen die fertigen VertrÀge mit.
31:52Na ja, nach Ihrer SMS habe ich ja gedacht, Sie sind so krank, dass Sie es gar nicht mehr aus
31:55dem Bett schaffen.
31:56Das ist auch so.
31:59Ja.
32:01Darf ich jetzt reinkommen oder soll ich Ihr Wurzeln schlagen?
32:03Entschuldigung.
32:04Bitte.
32:15Ich wollte mir gerade einen Ingwer-Tee machen.
32:18Ausgezeichnet. Wissen Sie was?
32:19Sie gehen ĂŒber die VertrĂ€ge und ich mache Ihnen den Tee.
32:25Das ist aber nicht nötig.
32:27Keine Widerrede.
32:29Hinsetzen und lesen.
32:31Haben Sie Kardamom?
32:33Frisches Chili?
32:34Das ist super zum Ingwer.
32:36Ich glaube nicht.
32:38Gut, geht auch ohne.
32:41Na, wollen Sie nicht anfangen?
32:43Die VertrÀge sind immer sehr umfangreich.
32:46Das stimmt.
33:00Was, wenn es jetzt wieder die falsche Entscheidung wÀre?
33:03Dann ist es unsere gemeinsame.
33:06Das habe ich so genauso schon mal gehört.
33:09Ich kann natĂŒrlich nicht alle Risiken ausschließen, aber ich verspreche Ihnen, dass wir alles tun werden, damit Ihrem Jungen nichts
33:14passiert.
33:14WĂŒrden Sie Ihren eigenen Sohn auch mit dieser Methode operieren lassen?
33:18Ja.
33:24Versuchen wir es.
33:27Aber zu einem besseren Vater macht mich das auch nicht.
33:29Keiner wird als Vater geboren. Wir alle mĂŒssen das lernen.
33:34Jeden Tag aufs Neue.
33:36Geh aufstehen. Dein Bruder wird gerade operiert. Er darf nicht frĂŒhstĂŒcken. Du schon.
33:41So.
33:43Alles in Ordnung?
33:44Keine Ahnung.
33:45Mir ist irgendwie nicht gut. Ich muss auf die Toilette.
33:47Warte, ich helfe dir.
33:48Geht schon, danke. Ich kann da an einer.
33:51Was ist denn?
33:52Amalia.
33:54Was ist denn mit dir?
33:56Ich glaube, es hat sich entzĂŒndet.
33:57Was hat sich entzĂŒndet?
34:00Es ist alles meine Schuld.
34:02Ich wollte nur, dass wir bleiben bleiben können.
34:05Ich brauche eine Infusion und Wundversorgung, Chris.
34:07Alles klar.
34:10Was ist hier los? Was ist mit Mats?
34:12Das ist passiert.
34:16Ich war das nicht.
34:17Wer war's dann?
34:19Wer war's dann?
34:19Keine Ahnung.
34:27Ihr habt euch selbst tÀtowiert. Deshalb wart ihr morgens am Studio.
34:40Wie haben Sie es eigentlich geschafft, den Vater zu ĂŒberzeugen?
34:43Na ja. Ich habe zugehört.
34:46Aha.
34:47Das vergesse ich wohl manchmal.
34:49Sagt meine Familie.
34:52Kommt mir bekannt vor.
34:53Also ich meine, das ist eine Ärztekrankheit.
34:56Könnte daran liegen, dass wir Ärzte eben immer recht haben.
35:04Ja, das ist großartig, dass der Vater doch noch eingewilligt hat.
35:07Mhm. Und ich bin froh, dass ich es auf Sie gehört habe.
35:10Und das, wo zu hören, nicht unsere StÀrke ist.
35:14Die RĂ€nder sind vorbereitet, Kathrin?
35:17Alle sind im grĂŒnen Bereich.
35:18Dann beginnen wir mit der Implantation. Sind Sie bereit?
35:20Ich bin soweit. Das Implantat, bitte.
35:34Und Conny kriegt jetzt berichtiges neumodische Ding, mit dem er wieder ganz gesund wird?
35:39Ja, das hoffen wir jetzt.
35:45Sag mal, warum hast du das eigentlich gemacht?
35:51Weiß nicht.
35:52Vielleicht damit du siehst, dass wir keine weicher sind.
35:58Keine was?
36:00Weicher, ja.
36:05Aber wenn ich sowas sage, dann meine ich damit doch nicht euch.
36:11Können wir denn jetzt bei dir bleiben?
36:13Na klar.
36:18Aber nur, wenn du nicht wieder wegrennst.
36:20Oder deinen Bruder zu so einem Unsinn anstiftest, okay?
36:24Versprochen.
36:26Ich mein's ernst, Mats. Mach das nie wieder.
36:29Und deinen Bruder tÀtowierst du schon gar nicht, ist das klar?
36:32Ja, ich hab's gehört.
36:35Trotzdem ziemlich gute Arbeit fĂŒr einen AnfĂ€nger.
36:38Gar nicht so einfach, sich selbst zu tÀtowieren, oder?
36:41Am Anfang hat's mir hegermĂ€ĂŸig eh getan.
36:45Aber dann ging's irgendwann.
36:48Ja, ĂŒber Desinfektion musst du noch eine Menge lernen.
36:56Und? War es jetzt eine gute Idee, den Jungen hier ĂŒbernachten zu lassen?
37:02Vielleicht hĂ€tte er die Infektion woanders gar nicht ĂŒberlebt.
37:05Ich glaube, das ist eine Fangfrage.
37:08Egal, was ich Ihnen antworte. Sie drehen mir einen Strick draus.
37:13Na da schon, Sie merken ja doch was.
37:16Es war keine gute Idee, es war pures GlĂŒck.
37:20Aber im Leben braucht man ja manchmal GlĂŒck.
37:22Sogar als guter Arzt.
37:33Na, schmeckt's?
37:35Mhm.
37:38Hervorragend.
37:41Hier.
37:42Dieser Paragraf, der gefÀllt mir nicht so ganz.
37:44Da geht es hauptsĂ€chlich um HaftungsausschlĂŒsse.
37:47Das hab ich schon verstanden.
37:51Ich könnte Ihnen das jetzt natĂŒrlich im Detail erklĂ€ren.
37:54Aber leichter ist es, Sie vertrauen mir.
37:57Ich Ihnen vertrauen?
37:59Es gibt durchaus Menschen, die das tun, ja.
38:04Ich fĂŒge hier eine kleine Anmerkung mit ein.
38:10Und dann unterschreibe ich.
38:17Gehen Sie ruhig ran. Von mir erfÀhrt er nichts.
38:23Was soll er denn schon erfahren, dass sein Vater geschÀftlich hier ist und mehr Tee kocht?
38:27Ja, oder vielleicht, dass Sie nur so tun, als ob Sie krank werden.
38:32Eigentlich geht's Ihnen ganz gut.
38:37Übrigens, ich geh vielleicht mit Felix nach Berlin.
38:41Wieso Berlin?
38:43Ja.
38:45Wegen dieser App-Geschichte.
38:49Woher wissen Sie denn das?
38:50Das war nur so eine Vermutung.
38:56Ach, Sie sind der geheimnisvolle Investor, der plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht ist?
39:00Anders hÀtte Felix das Geld von mir doch nie genommen.
39:04Vielleicht will er es mal alleine schaffen.
39:07Ja, arme Felix.
39:10Und was ist mit mir?
39:13Haben Sie eigentlich eine Ahnung, wie man sich fĂŒhlt, wenn man sein ganzes Leben lang von seinem eigenen Sohn verachtet
39:17wird?
39:18Jetzt tun Sie doch nicht so, als wÀren Sie das Opfer.
39:22Felix darf das mit dem Geld niemals erfahren.
39:25Noch einen Punkt auf der langen Liste der Dinge, die Felix nie erfahren darf.
39:31Was denn noch?
39:32Fragst du das ernsthaft?
39:43Sag mal, spinnst du?
40:09Ich wollte es sagen.
40:11Konni?
40:12Er macht grade auf.
40:15Konni. Kannst du mich hören?
40:18Konni.
40:22Aus
40:24Was ist passiert?
40:27Du hattest einen Unfall.
40:29Kannst du dich nicht daran erinnern?
40:34Nein, aber ich habe peilige Kopfschmerzen.
40:39Er hat Schmerzen.
40:40Wir werden die Schmerzmitteldosis erhöhen.
40:48Hallo Cornelius, ich bin Dr. Peters.
40:51Ich werde dir jetzt mit einem Licht in die Augen leuchten.
40:53Also nicht erschrecken. Einverstanden?
40:56Die Operation ist absolut planmĂ€ĂŸig verlaufen.
41:00Das ist gut. Das ist doch gut, oder?
41:02Es wird sich erst in den nÀchsten Tagen und Wochen zeigen,
41:05wie gut Cornelius das Implantat vertrÀgt.
41:07Aber wir haben allen Grund, optimistisch zu sein.
41:10Er sagt, er kann sich nicht richtig erinnern.
41:12Das ist normal.
41:13Und dass er uns das mit seinen eigenen Worten sagen kann,
41:16ist ein sehr gutes Zeichen.
41:17Okay.
41:19Wir sehen uns bei den Nachuntersuchungen.
41:21Dr. Hellmann.
41:24Danke fĂŒr alles.
41:25Und wir sehen uns bei den Nachuntersuchungen.
41:28Danke.
41:36Danke.
41:44Danke.
41:48Danke.
41:49Danke.
41:51Danke.
41:52Danke.
41:54Danke.
41:59Was ist denn hier los?
42:01Was?
42:02Wieso hört Jonas so laute Musik?
42:04Ja, Jonas ist in seinem Zimmer mit Phoebe.
42:07Die Phoebe? Seine Ex-Freundin?
42:09Jetzt wieder Freundin.
42:11Nein, Phoebe hört wohl gern laute Musik.
42:14Naja, ich glaube nicht, dass es den beiden um die Musik geht.
42:17Verstehe ich nicht.
42:19Mensch, Papa.
42:20Ja, die Musik ist doch nur so laut, damit wir nicht hören, was Sie wirklich in Jonas' Zimmer machen.
42:28Dann versöhnen Sie sich.
42:30Also kĂŒssen Sie sich.
42:31Ja, das stimmt.
42:34Weißt du was?
42:36Ich gehe jetzt mal anklopfen und sage Ihnen, Sie sollen die Musik leiser machen.
42:39Nee, nee. Ach, das stört mich nicht.
42:41Bist du dir sicher?
42:42Absolut sicher.
42:48Sag mal, Papa.
42:50Hast du Jonas wirklich erlaubt, zu Hause Bier zu trinken?
42:55Wieso?
42:56Weil er vorhin mit zwei Bier auf seinem Zimmer verschwunden ist.
43:00Hast du?
43:01Was denn?
43:02Er meint, er wÀre jetzt erwachsen.
43:06Wieso habe ich das nicht gemeint?
43:08Es war eine Ausnahme.
43:10Ich wusste, dass er lĂŒgt.
43:12Was?
43:14Was?
43:21Wieso?
43:22Ich weiß.
43:23Ich bin mir da.
43:24Ich bin mir da, immer da.
43:26Untertitelung des ZDF, 2020
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