- vor 7 Wochen
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KurzfilmeTranskript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:42Untertitelung des ZDF, 2020
01:03Untertitelung des ZDF, 2020
01:12Untertitelung des ZDF, 2020
01:16Untertitelung des ZDF, 2020
01:33Untertitelung des ZDF, 2020
02:07Untertitelung des ZDF, 2020
02:08Untertitelung des ZDF, 2020
02:33Untertitelung des ZDF, 2020
02:38Untertitelung des ZDF, 2020
03:10Untertitelung des ZDF, 2020
03:12Untertitelung des ZDF, 2020
03:28Untertitelung des ZDF, 2020
04:23Untertitelung des ZDF, 2020
04:24Ich habe vor ein paar Tagen ein Telefonat von Herrn Grunewald mitgehört.
04:27Da ging es um eine Wohnung, über 600.000, 700.000 Euro.
04:30Naja, der Mann sucht halt eine Wohnung.
04:33Diese Wohnung ist in Kapstadt und gehört ihm.
04:37Ach, jetzt spürst du schon hinter ihm her.
04:42Ich weiß nicht was, aber irgendwas stimmt nicht mit ihm.
04:44Die berühmte weibliche Intuition?
04:47Wie du das sagst, klingt wie ein Geschwür.
04:49Ich werde nochmal einen Blick in seine Unterlagen werfen und ein paar Telefonate führen.
04:53In Ordnung?
04:54Danke.
05:09Frau Fandenlo.
05:10Herr Römer.
05:11Freut mich, Sie kennenzulernen.
05:12Ganz meinerseits.
05:15Tja, schön haben Sie es hier.
05:19Möchten Sie eine Tasse Kaffee oder einen Kognak?
05:22Nein, danke.
05:22Lassen Sie uns gleich zur Sache kommen.
05:26Bitte.
05:30Wie kann ich Ihnen oder Cape Altorn helfen?
05:34Es geht um eine Augsburger Textilfabrik.
05:38Ihre Bank war dort eine Zeit lang sehr engagiert.
05:42Althoffer.
05:43Die Zusammenarbeit wurde auf Wunsch der Firma beendet.
05:47Ich möchte, dass Sie Anteile für mich kaufen.
05:50Wie viel?
05:51Genug, damit niemand ohne meine Kooperation die absolute Mehrheit bei ACF erreichen kann.
05:55Also, meines Wissens verfügen Sie bereits über ein größeres Paket.
06:00Mein Bruder verfügt darüber.
06:05Können Sie das diskret für mich abwickeln?
06:08Sicher.
06:10Aber darf ich fragen, warum sich Cape Altorn plötzlich für eine Firma interessiert, die die Stoffe herstellt?
06:18Dürfen Sie nicht.
06:20Ist das ein Problem für Sie?
06:23Entschuldigen Sie meine Neugier, Frau von den Loh.
06:26Ich will offen zu Ihnen sein.
06:29Obwohl die Zusammenarbeit beendet ist, verbindet mich mit der Firma mehr, als es normalerweise üblich ist.
06:38Aus diesem Grunde sitzen Sie hier.
06:41Durch Ihre alten Verbindungen kennen Sie die Firma besser als jede andere aus Ihrer Branche.
06:54Manuela, das kannst du doch nicht machen. Die Verträge sind doch längst unterschrieben.
06:57Die Verträge beziehen sich auf die ursprünglich vereinbarten Lieferzeiten, die ihr nach eigenen Angaben nicht einhalten könnt.
07:03Aber du warst doch mit den neuen Lieferzeiten einverstanden.
07:07Nein. Ich habe gesagt, ich werde mit dem Vorstand sprechen und sehen, was ich tun kann.
07:11Der Vorstand hat abgelehnt. Das war's.
07:13Manuela, du hast abgelehnt. Du hast abgelehnt.
07:15Abgelehnt, weil du wütend auf mich bist.
07:18Dass ihr Männer euch immer so maßlos überschätzen müsst.
07:21Du hattest deinen Spaß, ich hatte meinen Spaß. Und jetzt geht's wieder ums Geschäft.
07:25Manuela, wo bist du jetzt?
07:26In München. Warum?
07:30Ich kann in einer Stunde bei dir sein, ja? Dann lass uns alles in Ruhe.
07:33Nein.
07:34Manuela!
07:35Keine Candlelight-Dinner, kein trauriger Hundeblick und vor allem keine Spiechen im Bett.
07:40Was soll das, Manuela? Ich dachte, wir hätten das geklärt. Du weißt so ganz genau, dass ich...
07:44Du kennst die Verträge. Haltet euch daran oder ihr seid draußen. Plus Konventionalstrafe.
07:52Hör auf zu heulen, du Alkohol.
07:56Nix, nada, nothing.
07:58Er hängt zwar dauernd am Handy, aber sonst keine konspirativen Treffen während oder nach der Arbeit.
08:03Keiner, der an seine Campingbus-Tür klopft.
08:05Nichts. Ich kann nichts finden.
08:08Außerdem drehe ich langsam durch mit der Doppelrolle Assistent-Detektiv.
08:11Vielleicht bilde ich mir ja tatsächlich alles nur ein.
08:14Wer sagt denn das?
08:15Dr. Holzknecht.
08:18Heute noch.
08:19Bitte.
08:20Also wenn wir bis morgen nichts finden, dann hören wir auf. Versprochen.
08:27Danke.
08:28Mein neues Beauty-Case.
08:31Wie müsste das denn sein? Es hat doch bestimmten Vermögen gekostet.
08:35Na und, ist doch mein Geld.
08:38Wer hat denn hier eine Spielzeugeisenbahn bestellt?
08:42Herr Kruse, jetzt hör endlich auf.
08:44Tolle Spaßbremse.
08:47Wow, ein GVD-Player.
08:50Der war sicher richtig teuer.
08:53Mann, das ist ja schöner wie Weihnachten.
08:56Ein Hoch auf unsere Schnäpfchen-Karte und ihre Prozente.
09:02Bitte, das Ding vibriert ja wie der Teufel.
09:04Es sind ja ganz neue Seiten in dir.
09:13Was ihr immer gleich alle denkt.
09:18Ah, Frau Stamm, jetzt ist mein Vater da.
09:20Ja, aber er hat telefoniert.
09:21So, das hier muss sofort raus.
09:23Und den Brief, den habe ich nochmal geändert.
09:26Eine Frau Kiefer von der OMS-Bank möchte Frau Czerny sprechen.
09:29Sie hat immer versucht, Herrn Tetzlaff zu erreichen, aber scheinbar geht es im Moment nicht.
09:32Deshalb ist sie bei mir gelandet.
09:34Kiefer, ja, ich kümmere mich drum.
09:35Vielleicht ist ja Lena endlich zur Vernunft gekommen und versucht, einen Kredit aufzutreiben.
09:39Das glaube ich nicht, dass sich die OMS-Bank auf so ein Harakiri-Unternehmen einlässt.
09:43Die Bank von Lausitz macht das.
09:46Ja, dann sagen Sie das, Lena.
09:47Das werde ich heute Nachmittag tun.
09:49Wäre schön, wenn Sie dabei sein könnten.
09:53Ja, Althoffer?
09:55Birgit?
09:56Ich bin im Krankenhaus.
09:58Papa hatte den Kreislauf-Kollaps.
10:00Also, dass Töchter immer so übertreiben müssen.
10:03Außerdem, Handys sind hier verboten.
10:05Könnt ihr die Sitzung nicht ohne mich...
10:07Ach so.
10:09Ja, dann bin ich heute Nachmittag zurück.
10:12Papa?
10:13Nee, der kann auf keinen Fall.
10:14Ja, natürlich kann ich.
10:17Sag mal, reichen dir die Untersuchungsergebnisse noch nicht?
10:19Nicht, erhöhte Blutfettwerte, hoher Blutdruck und Verdacht auf Fettstoffwechselstörungen.
10:25Jetzt hör doch auf!
10:26Ich bin übrigens sehr gespannt, was der Arzt gleich zu deinen Herzkranzgefäßen sagen wird.
10:31Ja, wo bleibt denn dieser Kurfuscher überhaupt?
10:33Du, ich sage dir, wenn der in drei Minuten nicht hier ist, bin ich hier weg.
10:39Bellamy, Größe 42, Katalogseite.
10:42Die Lieferzeit beträgt zwei Wochen, das bleibt so sehr gut.
10:45Hallo, es sind Sie, Frau Saja.
10:46Ich habe die Miete gestern überwiesen.
10:50Nein, das wird nicht nochmal vorkommen.
10:55Niemand trägt irgendwelche Möbel aus meiner Wohnung.
10:57Schon gar kein Gläubiger.
11:00Sie kennen doch Frau Weigern, die sitzt die ganze Zeit am Fenster und spielt sich irgendwelche Geschichten zusammen.
11:06Nein, Sie kriegen das Geld heute noch.
11:10Ja.
11:22Katja!
11:27Das kann doch nicht sein.
11:28Alle Zeitungen schreiben, dass Kapstadt boomt.
11:31Gut, aber du sagst, wir kriegen für das Apartment nur einen Dumpingpreis.
11:34Was soll ich machen?
11:35Die geben nicht mehr.
11:36Die Kohle sitzt nicht mehr so locker, auch nicht in Kapstadt.
11:39Also wie viel?
11:40Auf jeden Fall unter 700.000.
11:43Das reicht ja gerade für die Option und ein paar Reparaturen.
11:47Falls wir die Option bekommen.
11:48Ich weiß nicht warum, aber deine Schwester hat ein Angebot gemacht für die 200.000 Akers.
11:53In bar.
11:54Sie will einen Tausch machen.
11:55Land gegen meine Anteile an Cape Itron.
11:57Dann akzeptiere es.
11:58Du hast nur Anspruch auf Cape Itron, wenn die ACF-Aktie steigt, auf ein Minimum von 35 Euro.
12:05Das ist überhaupt nicht machbar.
12:07Aber meine Schwester glaubt, dass ich es schaffe.
12:09Du nicht.
12:10Deswegen will sie mich mit dem Land erpressen.
12:12Wir haben das Vorkaufsrecht nur noch für eine Woche.
12:15Dann müssen wir bezahlen.
12:17Gib's auf, Stefan.
12:18Nimm die drei Millionen oder was sie dir bieten für deine Aktien und komm zurück.
12:22Ich habe nicht vor, ihr Cape Itron in den Rachen zu werfen, nur damit ich es bequem habe.
12:28Oh, es ist also eine persönliche Sache.
12:30Es ist immer was Persönliches, Bob.
12:33Tja, aber es geht jetzt nicht um deine Schwester.
12:36Es geht im Moment um die Chefin von der Firma in Augsburg.
12:39Deine neue Flamme.
12:42Ich will das, was mir zusteht.
12:44Sonst nichts.
12:45Dann werde ich das erste schwarze Mitglied im königlichen Golfclub.
12:49Eine Woche.
12:49Eine Woche. Aber mach keinen Scheiß, ja?
12:52Ich muss los.
12:53Ich rufe wieder an.
12:55Okay, bis bald.
12:59Ich rufe wieder an.
13:19Ich rufe wieder an.
13:30Katja, was ist los?
13:31Deine Tage hat es doch schon letzte Woche.
13:34Lass mich nur rum.
13:35Reden hilft, Katja.
13:37Vor allem bei Depressionen und diesen plötzlichen Ängsten,
13:39die einem die Brust zuschnüren,
13:41die einem das Herz rasen lassen,
13:42wenn man am liebsten weglaufen will.
13:43Ach, Depressionen kriegst du, wenn du deine komischen Bücher liest.
13:54Ich bin pleite.
13:56Ja, wer ist das nicht?
13:57Ich bin so pleite, ich kann die Miete nicht zahlen
13:59und die Couch-Garnitur, die ich letzte Woche gekauft habe,
14:01muss ich auch zurückgehen.
14:03Alle Personen, die uns Herr Gronewold als Referenz angegeben hat,
14:06haben entweder direkt oder indirekt etwas mit Cape Ildron zu tun.
14:09Cape Ildron hat seinen Hauptsitz in Kapstadt,
14:11wo auch seine Wohnung zum Verkauf steht.
14:15Naja, das kann auch Zufall sein.
14:17Zwei Euro ein sehr großer Zufall, oder?
14:20Ja, gut, ich werde mich nach der Sitzung um die Dinge kümmern,
14:22die nicht im Geschäftsbericht von Cape Ildron stehen.
14:24In Ordnung?
14:25Ja, vielleicht erfahren wir dann endlich die Wahrheit.
14:29Kann man sich auf so einen Wahnsinn einlassen?
14:31Ich habe Dr. Holst nicht erzählt,
14:33dass ich Sammelbestellerin der Krüder versandt bin.
14:35Ich wollte mich einfach absichern,
14:36damit ich danach nicht noch Gerber kriege.
14:38Und er meinte, das ist auch in Ordnung,
14:40andere machen Privat-Tuber-Partys.
14:42Und das ist auch okay.
14:43Und dann hat er sogar noch was bestellt.
14:45Könnte nicht mal jemand.
14:47Das hat doch Zeit.
14:48Du gibst ihm dann glatt 20 Prozent.
14:50Warum?
14:52Er ist so knuffig.
14:56Und außerdem war ich froh,
14:58dass ich mir nebenbei was dazu verdienen kann.
15:01Es war ein kleines Dankeschön für ihn.
15:03Blumenstrauß konnte ich immer schlecht schicken.
15:05Holzknecht erzählt der Stangel davon,
15:07die der Emma,
15:07und bald glaubt die halbe Belegschaft,
15:09dass es bei der Bäume da Prozente gibt.
15:10Er konnte ja nicht wissen,
15:12dass das eine Lüge ist.
15:13Wie viel Prozent bekommst du wirklich?
15:17Drei.
15:19Ich kapiere das nicht.
15:21Da macht man doch den Mund auf.
15:23Du hast uns doch heute Morgen erlebt.
15:25Oder die anderen.
15:27Jedes Mal, wenn Katja davon angefangen hat,
15:28dass Schluss ist mit den Prozenten,
15:30wollten wir es nicht hören.
15:30Mir steht den ganzen Tag das Telefon nicht still.
15:33Was sind hier eigentlich...
15:35Frau Bäumler.
15:38Was ist denn passiert?
15:41Die 20% Rabatt vom Versandhandel
15:43hat Katja aus eigener Tasche bezahlt.
15:49Lena, durch deine Aktienverkäufe
15:52haben wir hier nicht mehr die absolute Mehrheit.
15:54Das heißt, wir sind ein gefundenes Fressen
15:56für diese Finanzpiraten.
15:57Und dazu kommen die uralten Maschinen,
15:58die uns zusätzlich ausbremsen.
16:00Merkenthaler und Andee
16:01haben längeren Lieferzeiten zugestimmt.
16:03Wir können...
16:03Es wird keine längeren Lieferzeiten geben.
16:07Und die Verträge?
16:08Die Verträge beziehen sich auf eine Lieferzeit
16:10von zwei Wochen.
16:10Alles andere sind mündliche Vereinbarungen.
16:13Die genauso gültig sind.
16:15Entschuldigt,
16:16aber ich habe August noch nach Hause gebracht.
16:18Wie geht's, die Blende?
16:20Zum Glück ist alles halb so wild.
16:22Aber er muss ab jetzt Diät halten.
16:24Und so wie ich ihn kenne,
16:25wir mit ihm.
16:27Wie weit seid ihr?
16:29Ich habe gerade erklärt,
16:30dass es bezüglich längeren Lieferzeiten
16:31mit Merkenthaler und Andee
16:33keine schriftlichen Verträge gibt,
16:34sondern nur mündliche Vereinbarungen.
16:37Die wir aber nicht geltend machen können.
16:39Und wir werden uns nicht
16:40auf einen Rechtsstreit einlassen,
16:41an dessen Ende ein Vergleich steht,
16:43der niemandem nützt.
16:44Aber ich dachte,
16:44mit Frau Pfisterer sei alles geklärt.
16:46Woher kommt denn
16:47dieser plötzliche Sinneswandel?
16:53Es gab da ein paar Detailfragen,
16:54daran ist es letztlich gescheitert.
16:57Ich kann ja mal mit ihr sprechen.
16:59Auf keinen Fall.
17:04Also, in einem Punkt,
17:06da muss ich Roland recht geben.
17:07Die ACF gehört dringend
17:09auf solide finanzielle Füße gestellt.
17:11Das ist in deinem Kredit solide.
17:14Er gibt uns Handlungsspülraum.
17:16Die absolute Mehrheit der Aktien
17:18und er erlaubt uns
17:19eine neue Maschine kaufen zu können.
17:22Lena, ein neuer Kredit
17:23ist unsere einzige Chance.
17:25Wir brauchen wieder eine Bank,
17:26der wir vertrauen können.
17:28Und, entschuldige, wenn ich das sage,
17:31nicht in jeder Bank sitzt ein Römer.
17:37Dein Vater hat recht, Lena.
17:43Ja, worauf warten wir denn noch?
17:46Ich bin dafür.
17:59Was sollte das eben?
18:01Wolltest du mir zeigen,
18:02was passiert,
18:03wenn ich mal was ohne dich mache,
18:04oder wie?
18:04Ach, Lena.
18:05Wie konntest du mir
18:05so in den Rücken fallen?
18:10Als du mich gebeten hast,
18:11einen Teil deiner Aktien zu verkaufen,
18:12damit du den Kredit
18:13an Römer zurückzahlen kannst,
18:15da war ich wie du davon überzeugt,
18:16das Richtige zu tun.
18:19Aber ich habe auch emotional entschieden.
18:23Ich habe gewusst,
18:24dass Römer dich liebt
18:25und dass du ihn auch mal geliebt hast.
18:26Und wie du wollte ich,
18:28dass dann Schlussstrich gezogen wird.
18:29Also ich habe den Fehler gemacht, ja?
18:31Wirst du das damit sagen?
18:33Wenn uns Cape Itron
18:34nicht so im Nacken sitzen würde
18:35und wenn das mit der Lieferzeit
18:37geklappt hätte aber so.
18:39Roland und dein Vater haben recht,
18:40wenn wir nicht bald etwas unternehmen,
18:42dann wird es die ACF
18:42in dieser Form nicht mehr geben.
18:47Und wenn ihr euch irrt?
18:51Wenn Cape Itron's Interesse an uns
18:53einen ganz anderen Grund hat?
18:55Mit einem Kredit
18:55sind wir in jedem Fall
18:56auf der sichern Seite.
18:58Wir können die Aktienmehrheit zurückkaufen,
18:59wir können neue Maschinen anschaffen.
19:01Aber wenn du dich ärgst,
19:04dann verlieren viele Leute ihre Arbeit
19:05und du verlierst alles,
19:06wofür du jemals gearbeitet hast.
19:09Willst du das Risiko eingehen?
19:16Ja, ich weiß,
19:17dass unsere Mitarbeiter in Wasserburg
19:19im Moment übergeblutscht
19:20und abaziert werden,
19:20Herr Dr. Heinreich,
19:21und wir arbeiten auch dran.
19:22Und sobald der Kredit genehmigt ist,
19:24wird...
19:24Herr Altmann meldet sich bei Ihnen zurück,
19:26ja?
19:26Wiederhören.
19:28Was ist denn, wie ich spinnst du?
19:31Was läuft da zwischen dir
19:32und Frau Pfisterer?
19:35Nichts.
19:36Und warum soll ich dann nicht
19:37mit ihr über Detailfragen sprechen?
19:39Aus demselben Grund,
19:40warum ich mich nie
19:41ins Marketing dieser Firma eingemischt habe.
19:43Es ist immer deine Aufgabe gewesen.
19:45Du warst noch nie ein guter Lügner.
19:52Selbst wenn zwischen Manuila Pfisterer
19:54und mir irgendwas gewesen sein sollte,
19:56Birgit, ich meine,
19:57was würde das ändern?
19:58Du warst monatelang in...
20:01Ich war in der Klapsmühle Sachsoch.
20:02Kein Mensch wusste,
20:04ob du jemals wieder zurückkommen würdest.
20:05Also war was zwischen euch?
20:07Ja.
20:09Aber als wir miteinander geschlafen haben?
20:11Birgit, es ging ums Geschäft.
20:13Es ging um einen Auftrag,
20:14ohne den diese Firma
20:15nicht mehr existieren könnte.
20:17Ach, das heißt,
20:17du bist mit ihr ins Bett gegangen,
20:18weil ich die Firma runtergewirtschaftet habe?
20:21Birgit, natürlich nicht.
20:22Ja, wenn das so ist,
20:23dann lass mich meinen Job machen
20:24und sag mir, wo ich sie finde.
20:25Dann kann ich reinen Tisch machen.
20:27Das ist das Beste für uns
20:28und für die Firma.
20:31Du meinst...
20:33du und ich, dass wir...
20:35Roland, hör auf!
20:37Nach allem, was passiert ist,
20:38brauche ich ein bisschen Zeit für mich.
20:41Na gut, dann fahr zu ihr.
20:43Sie wohnt im Bavaria Hotel in München.
21:12Liga?
21:14Lena?
21:15Ja.
21:19Herr Dr. Lau sitzt auf dem Weg.
21:26Möchtest du dabei sein, wenn Roland mit ihm redet?
21:30Nee.
21:33Lena.
21:37Die Entscheidung, die du damals getroffen hast, war richtig.
21:42Aber jetzt ist eine andere Situation.
21:46Ich konnte mich immer auf meinen Bauch verlassen.
21:49Und auf dich.
21:50Das kannst du jetzt auch noch.
21:52Auch wenn wir dieses Mal anderer Meinung sind.
21:56Lena, du bist meine Tochter, ich liebe dich und ich möchte dir nie wehtun.
22:01Aber wir müssen handeln.
22:05Vielleicht...
22:06Vielleicht war es ein Fehler, den Kredit zurückzuzahlen.
22:10Ich weiß es nicht.
22:14Ich werde unsicher.
22:17Was mein Gefühl betrifft.
22:19Meine Menschenkenntnis, meine Entscheidungen.
22:23Und je unsicherer ich werde, desto größer wird das alles hier.
22:27Und das macht dir Angst.
22:33Wer so viel Verantwortung trägt und keine Angst hat, der ist dumm.
22:39Ich hatte auch immer Angst.
22:41Denk mal an Roland, Holzknecht.
22:45Die Angst darf dich nur nicht lähmen.
22:47Da ist der Weg.
22:49Und du gehst voran.
22:53Ich bin froh, dass du wieder da bist.
22:57Ich begleite dich.
22:59Ich nehme dich auch immer bei der Hand.
23:02Aber den Weg musst du gehen.
23:04Du ganz allein.
23:07Wie viel?
23:09Mit allen offenen Rechnungen und dem, was ich...
23:11Das ganze Trauerspiel.
23:14Rund 3.700 Euro.
23:25Und das alles nur, weil Sie mir eine Packung künstlichen Fischgüller für 29,90 bestellt haben?
23:30Abzüglich 20 Prozent.
23:34Also zuerst mal sagen Sie allen Bescheid, damit die Waren, die noch nicht verbraucht worden sind, zurückgegeben werden können.
23:38Aber wenn die alle erfahren, dass ich gelogen habe, dann kann ich ja gleich kündigen.
23:43Dann guckt mir ja keiner mehr an.
23:44Früher oder später müssen Sie es sagen, oder wollen Sie ewig so weitermachen?
23:48Es tut mir wirklich so leid.
23:51Nein, nein, nein. Mir tut's leid.
23:54Mein gesunder Menschenverstand oder zumindest meine Erfahrung hätten mir sagen sollen,
23:58dass niemand, die nebenbei als Sammelbestellerin arbeitet, 20 Prozent Rabatt kriegt.
24:05Tja, also, ähm, wenn ich Ihnen sonst noch irgendwie helfen kann mit der Belegschaft reden, oder...
24:11Nein, da muss ich jetzt selber durch.
24:13Irgendwie war es ja schön. Alle waren nett zu einem.
24:16Und man war jemand und nicht nur die lustige Dicke aus dem Callcenter.
24:20Sie sind nicht dick.
24:21Finden Sie?
24:23Ja.
24:25Danke, Herr Dr. Holstein. Sie sind wirklich ein...
24:28Guter Schiff.
24:30Ja.
24:37Und? Was hat er gesagt?
24:39Ich soll mit der Belegschaft sprechen, damit ich einen Teil der Ware zurückbekomme.
24:43Und außerdem hilft er mir bei einem Kredit.
24:46Er ist echt ein toller Mann, Ihr Chef.
24:48Ja.
24:50Es tut mir so leid, dass ich Sie in diese Situation gebracht habe.
24:53Ich sage noch zu Emma und zu Frau Althoffe, sie sollen sich an Sie wenden.
24:56Es war ja nett gemeint.
24:59Wiedersehen, Frau Stangl.
25:00Wiedersehen.
25:13Also, nee.
25:14Wir hatten gerade Mittag, da war genug Zeit zum Telefonieren.
25:16Nur ganz kurz, okay?
25:19Die Dreier stehen geblieben.
25:20Wir brauchen Wunder.
25:21Und das möglichst vorgestern.
25:23Sie werden guter Lehrer.
25:25Lehrer?
25:26Bin ich lebensmüde?
25:29Also, bitte.
25:30Bitte.
25:42Bitte.
25:46Bitte.
25:47Bitte.
26:03Bitte.
26:06Bitte.
26:08Bitte.
26:36Ich suche Frau Czerny.
27:08Ich bin nicht nur hier und...
27:09Jetzt mach schon.
27:12Wie kann ich helfen?
27:13Das ist die Frau Kiefer.
27:15Das ist die Frau Kiefer.
27:15Sie bewirbt sich für die Stelle als Leiterin der Nähabteilung.
27:18Wie bitte?
27:20Ich bin Bankhauffrau.
27:21Und dann bewerben Sie sich um die Stelle?
27:23Ich habe mich nicht beworben.
27:25Sie hat sich nicht beworben.
27:26Sie hat sich nicht beworben.
27:27Ja, aber...
27:28Kann ich jetzt bitte mit Frau Czerny sprechen?
27:30Wie heute noch?
27:32Unmöglich.
27:34Sie hat hier irgendwo meine Möbel und ich muss ein paar Sachen mitnehmen.
27:37Ich kenne die Frau überhaupt nicht, die hier wohnt.
27:39Ja!
27:39Kommen Sie.
27:40Wenn irgendwas ist, ich bin irgendwie zu reichen, ne?
27:43Äh...
27:43Wird das also doch noch wahr?
27:45Kaffee?
27:46Kleiner Cognac?
27:47Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
27:49Sie kennen die Zahlen, nicht die Konditionen.
27:51Machen wir es kurz.
27:52Tja, ganz so einfach ist das leider nicht, Herr Althofer.
27:57Sag ich jetzt nicht, dass Sie ein Rücktier machen.
27:59Naja, die Zeiten ändern sich und damit die Konditionen.
28:04Wie viel mehr?
28:06Einen Dreiviertelprozentpunkt.
28:08Sie können gern zu einer anderen Bank gehen, vielleicht geben die ja Ihnen eine...
28:13Sie wissen ganz genau, dass ich das nicht kann.
28:15Sie selbst haben mir doch von den Aktienaufkäufen erzählt.
28:18Und ich muss sagen, es schreitet gut voran.
28:20Was auf unserer Seite den Zinssatz hoch treibt.
28:23Ich habe Sie nicht in diese Situation gebracht.
28:26Sie verdienen nur an beiden Seiten daran.
28:29Das ist ja nur mein Beruf.
28:31Ein halbes Prozent.
28:35Sie sind nicht in der Position, um zu verhandeln, Herr Althofer.
28:39Irgendwann sind wir es aber wieder.
28:41Und dann wollen Sie doch sicherlich wieder mit uns ins Geschäft kommen, Herr Doktor.
28:50Wozu an einem so schönen Tag schlechte Stimmung verbreiten?
28:55Ein halbes Prozent.
28:59Sobald der Kredit bewilligt ist, werde ich den Kauf der Aktien veranlassen.
29:02Dann ziehen Sie Ihre Sorgen los.
29:04Ich bin sicher, Sie werden für neue Sorgen.
29:09Wie lange wird es dauern?
29:11Äh, wie?
29:12Bis wann kann ich mit den Kreditverträgen rechnen?
29:14Ach, in zwei bis drei Tagen höchstens.
29:16Sagen Sie, der Mann dort unten?
29:18Welcher? Der Linke oder der Rechte?
29:19Der Linke.
29:21Unser neuer Ingenieur.
29:23Guter Mann. Kronwald oder so ähnlich.
29:27Interessant.
29:28Ja, wie dem auch sei. Sie hören von mir.
29:31In spätestens drei Tagen.
29:33Und Sie würden sich auch um jemand wie mich kümmern, der nicht so viel hat?
29:37Ja, sicher.
29:39Ein paar ACF-Aktien habe ich, die Ewald verwaltet.
29:42Aber sonst, man hat ja gesehen, wohin das führt mit den Aktien und so.
29:47Das, was an der Dörse passiert ist, das hat viele Menschen getroffen.
29:49Aber jetzt den Kopf in den Sand stecken und das Geld unter die Matratze legen, das macht auch keinen Sinn.
29:54Da weiß man wenigstens, was man hat.
29:56Ja.
29:57Jedes Jahr ein bisschen weniger.
30:00Um einen herum wird doch alles teurer.
30:02Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, sein Geld nach individuellen Gesichtspunkten lohnend anzulegen.
30:07Da blickt doch sowieso kein Mensch mehr durch.
30:10Mehr Auswahl bedeutet aber auch mehr Chancen.
30:14Sie finden doch auch für jeden Stoff das richtige Garn.
30:16Was ist das denn? Das ist doch keine Naht. Das ist das Ende der Nähkunst. Wie soll man da noch
30:23kreativ sein?
30:28Er hat so gehofft, dass Sie die Leitung der Nähabteilung übernehmen.
30:38Näherei, Emma Martinek.
30:40Hallo, Emma.
30:41Du glaubst nicht, was passiert ist.
30:43Ewald hat dir endlich einen Heiratsantrag gemacht.
30:46Nein, das hatten wir doch schon zweimal.
30:50Nein, nein, die Frau Bäumler aus dem Callcenter hat Probleme. Ich brauche deine Hilfe immer.
30:54Kann ich die Champagne schon mal öffnen?
30:57Sack tut's auch, Inge. In Zukunft kommt's auf jeden Cent an.
31:03Hallo.
31:04Und? Wie ist es gelaufen?
31:08Dr. Lausitz hat den Zinssatz um einen halben Prozentpunkt nach oben getrieben.
31:13Du hättest recht, wie immer.
31:16Ich habe damals eine Entscheidung getroffen, jetzt musstet ihr eine treffen.
31:21Welche letztendlich die richtige sein wird.
31:23Das werden wir erleben, so oder so.
31:26Also, wenn ich die Sachlage richtig einschätze,
31:28dann können wir uns auf jeden Fall auf das Schlimmste gefasst machen.
31:35Ist ein Grund mehr, sich wieder zu vertragen, oder?
31:42Und die Köpfe zusammenzustecken.
31:48Frieden?
31:52Frieden.
31:56Frieden.
31:57Alter Dickschädel, du.
31:59Das sagt der Richtige.
32:02Herfer Allsitz.
32:04Glocke.
32:19Yeshua!
32:33Ja?
32:38Guten Tag, Herr Gronewold.
32:40Wenn Sie mir eine Versicherung andrehen wollen.
32:43Ich sehe vielleicht so aus, aber das will ich nicht.
32:46Was denn? Staubsauger, Topfsets?
32:48Stefan Gronewold, Sohn von Vanessa Gronewold und Erbe des Elektronikkonzerns Cape Eitron.
32:54Ich frage mich, was Sie den Leuten hier in Ihrer Verkleidung verkaufen wollen.
32:58Ein Topfset sicher nicht.
33:01Hier draußen redet er sich so schlecht, vor allem wenn niemand etwas davon erfahren soll.
33:06Oder?
33:09Kommen Sie rein.
33:11Herzlichen Dank.
33:12Warum sind Sie damals so plötzlich ausgestiegen?
33:15Ich würde, wer weiß, was dafür geben, wenn ich Ihr Talent oder Ihren Erfolg hätte und Sie.
33:20Was wollen Sie?
33:21Die Frage müsste ihr lauten, was Sie hier wollen.
33:24Ihre Schwester beauftragt, mich Aktien der ACF zu kaufen und Sie spielen hier den Techniker.
33:30Ich habe mit den Aktienkäufen meiner Schwester nichts zu tun.
33:33Vielleicht hat ja Herr Althofer eine Antwort für mich.
33:37Oder Frau Czerni.
33:40Sagen Sie mir erst einmal, wer Sie sind.
33:42Dr. Dieter Lausitz. Ich vertrete die Invent Invest.
33:47Wer steht hinter Invent Invest?
33:49Max Römer.
33:52Und jetzt sind Sie dran.
33:56Manchmal ist es notwendig, wieder von vorn anzufangen, wenn man Großes bewegen will.
34:04Was bewegen?
34:08Wie wird es Ihnen gefallen, einen Kredit über 8 Millionen Euro zu vermitteln?
34:13Ich habe einen Taschenrechner, falls Sie sich die Provision ausrechnen wollen.
34:18Das kann ich im Kopf.
34:20Sie geben mir das Geld und ich garantiere Ihnen eine Verdopplung oder Verdreifachung des Wertes der ACF.
34:26In sechs Monaten.
34:28Sicherheiten kann ich nicht bieten.
34:30Über Cape Itron könnten Sie mir schon jetzt die Sicherheiten bieten.
34:34Oder gibt es da was, das ich wissen sollte?
34:37Die 8 Millionen zu einem Prozent über dem marktüblichen Zins.
34:41Damit mache ich Sie zu einem reichen Mann, Dr. Lausitz.
34:45Bedauere.
34:46Solange Sie nicht ein paar mehr von Ihren Karten auf den Tisch legen.
34:52Lieferung innerhalb 48 Stunden.
34:557 bis 15 Prozent.
34:56Rabatt gestaffelt.
34:5890 Tage zielen.
34:59Das ist...
35:00Darf ich?
35:02Das ist das Angebot.
35:04Entweder Sie gehen darauf ein oder...
35:0615.
35:07Nicht 12, 15 habe ich gesagt.
35:09Wir sprechen dann später weiter.
35:10Auf Wiederhören.
35:12Sie gehen ja nicht gerade zimperlich mit Ihren Geschäftspartnern um.
35:15Was kann ich für Sie tun?
35:18Roland hat mir von Ihnen beiden erzählt.
35:22Geben Sie ihn?
35:24Ich denke, er hat sich für Sie entschieden.
35:26Was spielt das also noch für eine Rolle?
35:29Och, es hat aber anscheinend eine Rolle gespielt, als Sie die Verlängerung der Lieferzeiten abgelehnt haben.
35:34Oder täusche ich mich?
35:35Ich denke, es ist besser, wenn Sie jetzt gehen.
35:37Und ich denke, wir sollten endlich damit anfangen, geschäftliches und privates voneinander zu trennen.
35:43Sie wollen Mode verkaufen.
35:45Wir produzieren gute Stoffe und machen noch bessere Mode daraus.
35:49Ja, leider nur zu langsam.
35:51Wir sind dabei, das zu ändern.
35:53Und ich soll Ihnen die Zeit dafür geben?
35:55Im Gegenzug dazu erhalten Sie von uns für die nächste Saison eine kleine, aber feine Modelinie, die Sie exklusiv vertreiben
36:01können.
36:02Wie klein und wie fein?
36:04Die Details besprechen Sie am besten mit Roland. Ich bin nur für das Marketing zuständig.
36:09Nur?
36:11Sind wir im Geschäft?
36:17Gut.
36:18Ich bin ein Naturtalent mit vielen Begabungen.
36:21Flirten meinst du dabei aber nicht, oder?
36:23Aber selbstverständlich.
36:25Ich bin der unumstrittene Flirt-Champion der Stadt.
36:28Mit Preisen überhäuft.
36:30Entschuldigen Sie, jetzt.
36:32Herr Tetzlarf.
36:33Nicht jetzt, ist sowieso gleich vorbei.
36:35Sie haben doch bei der letzten Sammelbestellung von Frau Bäumler dieses Parfüm bestellt.
36:39Ja, das wollte ich Angela schenken heute Abend zur ersten Folge.
36:42Ich befürchte, daraus wird nichts. Ich brauch's wieder.
36:49Besten Dank.
36:50Ja, aber was soll ich denn jetzt...
36:52Wofür hast du Angst?
36:53Scheiße.
36:53Ich bin doch bei dir.
36:55Ach Tom, bei dir klingt das alles so einfach.
37:20Vielen Dank.
37:21Morgen Nachmittag bringe ich den Kuchen rüber.
37:24Super. Wiedersehen.
37:24Entschuldigung, ich glaube, Telefon kaputt.
37:29Reicht.
37:35Oh Gott.
37:37Noch eine Lieferung.
37:38Ja, aber eine Retour.
37:40Frau Martinek und ich haben den Vorschlag von Dr. Holzknecht aufgegriffen
37:44und sind mal durch die Firma gegangen.
37:46Aber das sind ja die ganzen bestellten Sachen.
37:48Längst nicht alle.
37:49Aber alle wissen Bescheid, dass sie die Dinge, die noch nicht benutzt sind,
37:52wieder mitbringen sollen.
37:53Und sie schicken sie dann zurück.
37:54Aber dann weiß ja die ganze Firma...
37:56Das ist doch egal, Katja.
37:58Wenn du noch so eine Kiste bekommst,
37:59dann bist du zwar deine Schulden noch nicht los,
38:01aber immerhin ein ganzes Stück weiter.
38:02Ich kann Sie beruhigen, Frau Bäumler.
38:04Durchweg alle, bei denen wir die Sachen eingesammelt haben,
38:07waren sehr kooperativ und sehr verständnisvoll.
38:10Es haben sogar manche gespendet, die gar nichts bestellt hatten.
38:16Mein Gott.
38:18Es tut mir so leid.
38:19Uns tut's leid.
38:20Uns hatte alle so das Schnäppchenfieber gepackt,
38:23dass sie gar keine Chance hatten, auch mal Nein zu sagen.
38:26Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
38:28Danke.
38:37ATF Tetzlaff?
38:39Frau Czani?
38:42Lausis war bei Gronewold?
38:44Wann?
38:47Ja, ich hab mir extra bei Frau Bäumler so ein Mini-Fernseher geholt,
38:49aber das Ding hat nicht funktioniert und da...
38:54Ich hab die letzten zehn Telefonnummer, die er angerufen hat.
38:57Fragen Sie nicht, das ist nämlich auch meine Kappe.
39:00Ja, okay, ich bin gleich da.
39:15Fandenloh?
39:16Was ist dein Name, bitte?
39:21Katharina Fandenloh.
39:23Äh, äh, äh, I'm sorry, wrong number.
39:29Stefan Gronewold war drei Jahre alt, als sein Vater starb und seine Mutter Vanessa den Betrieb übernahm.
39:34Cape Aitron gehört ihm?
39:36Zum Teil nur.
39:38Weil seine Mutter Vanessa hat später noch einmal geheiratet, den Entwicklungsingenieur, ähm, Peter Johnson.
39:45Mit dem zusammen hat sie eine Tochter, Katharina.
39:49Und die hat wieder geheiratet, einen Pierre Fandenloh, den sie mittlerweile in die Betriebsführung gehievt hat.
39:56Sie glauben gar nicht, wen ich wer an der Strippe hatte.
39:58Katharina Fandenloh.
40:00Der Typ telefoniert mit der Besitzerin von Cape Aitron.
40:03Ja, telefonieren Sie nicht mit Ihrer Schwester?
40:05Wieso, ich hab keine...
40:07Schwester.
40:08Schwester.
40:10Vor vier Jahren ist er ohne Angabe von Gründen aus der Betriebsleitung ausgeschieden.
40:15Bis dahin aber, war es eine Spezialität gewesen, kleine Firmen aufzukaufen,
40:20die Filetstückchen Cape Aitron einzuverleiben und den Rest wegzuschmeißen,
40:24beziehungsweise nach einer raschen Sanierung wieder Gewinn bringen zu veräußern.
40:27Fehlen wir wie wir alles sind.
40:29Genau.
40:31Entschuldigen Sie, dass Sie so lange warten mussten, aber bei uns ist im Augenblick einfach das totale Chaos.
40:36Macht nichts. Ich hätte fast eine Karriere als Leiterin der Näheabteilung gemacht.
40:40Man weiß nie, wozu man so eine Erfahrung noch braucht.
40:42Wann fängt denn Ihre Arbeit an im OMS-Bank-Beratungscenter?
40:45Morgen. Mit der Wohnung sieht es allerdings noch schlecht aus.
40:49Ich wollte Sie auch fragen, wegen der Miete.
40:51Ach was. Wenn Sie mir mal ein paar Tipps geben, was meine Finanzen betrifft, dann sind wir quitt.
40:56Ein paar? Hunderte.
40:59Nathalie.
41:03Ja, dann sag ihr, dass Tante Lena sich wahnsinnig freut, sie endlich wieder in die Arme schließen zu dürfen.
41:16Wie viel?
41:17630.000.
41:19Mehr war nicht zu holen, Stefan.
41:21Tja.
41:22Wir sind weiter im Spiel. Nur das zählt.
41:25Aber die Frage ist doch, wie lange noch, Stefan?
41:28Ich brauche dich hier, verstehst du? Oder willst du, dass mir der ganze Laden um die Ohren fliegt?
41:32Ich kann nicht.
41:33Noch nicht.
41:35Ist es Ihretwegen?
41:37Bei mir ist alles wie immer.
41:39Das weißt du doch.
41:42Ich klinge nicht traurig.
41:45Ich freue mich für dich.
41:48Ja, ja. Super.
41:50Super sehr.
41:54Nathalie, ich kann mich nicht um jeden Mitarbeiter kümmern.
41:55Auch nicht, wenn auch Stefan Grone wollte, heißt es, und dir gefällt.
41:58Nein, danke. Und jetzt hör auf, mich zu verkuppeln.
42:02Ich habe meine Gründe.
42:06Weil er mich getäuscht hat und ich ihm das niemals verzeihen werde.
42:10Hör mal, du hast wegen einer Frau deinen Job bei Cape Eitron geschmissen.
42:14Und jetzt verrennst du dich in die nächste verrückte Idee wegen einer anderen Frau.
42:18Cape Eitron zu verlassen war die beste Entscheidung meines Lebens.
42:22Du bist verliebt.
42:24Wie?
42:25Ja, ja.
42:28Ich liebe sie.
42:36Ich liebe sie.
43:06Ich liebe sie.
43:07Ich liebe sie.
43:08Ja, ja.
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