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KurzfilmeTranskript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:58Untertitelung des ZDF, 2020
01:28Untertitelung des ZDF, 2020
01:39Untertitelung des ZDF, 2020
02:13Untertitelung des ZDF, 2020
02:26Untertitelung des ZDF, 2020
03:20Untertitelung des ZDF, 2020
03:21Paul, du bist ein eingefleischter Junggeselle. Du wirst sehen, sobald du wieder in deinen eigenen vier Wänden wohnst, bist du
03:27wieder ganz der Alte.
03:29Was ist mit Leo? Zieht er dann ein?
03:31Er ist Lucis Vater. Na klar. Das ist doch der Sinn vom Ganzen, dass das Kind in einer normalen Familie
03:37aufwächst.
03:37Normal. Das nennst du normal? Du und Leo und ein Kind von einer anderen? Na, herzlichen Glückwunsch.
03:49Lena, Frühstück!
03:54Guten Morgen!
03:57Sag bloß, du hast wieder die ganze Nacht durchgearbeitet.
04:01Dafür bin ich jetzt fertig. Dafür bin ich jetzt fertig. Wie spät ist es denn?
04:04Gleich halb neun. Hier, frischer Kaffee. Selbst aufgepült. Frau Schirmers nimmt es gleich.
04:08Schon neun? Sag mal, hältst du die Stellung hier, bis ich zurück bin?
04:12Jetzt ist wenigstens was. Ich hab dir das Croissant extra warm gemacht.
04:16Ich muss mich zu Hause umziehen. Ich esse im Auto, ja?
04:20Ist sie das? Deine Präsentation?
04:22Ja. Ich hab gedacht, um die trockenen Zahlen so ein bisschen aufzulockern.
04:27Toll. Typisch Lena. Wo du das nochmal alles hernimmst.
04:30Tja, weiß auch nicht. Augen aufhalten und an sich glauben vielleicht?
04:37Weißt du, was ich glaube? Dass du dich sehr verändert hast, Lena.
04:42Du denkst nur noch an die Firma, die Arbeit und Altrufe.
04:46Du lebst gar nicht mehr. Früher, da sind wir noch ab und zu ins Kino gegangen. Oder tanzen.
04:52Da war Florian auch noch da. Da hatte er die Verantwortung. Jetzt hab ich sie.
04:55Von Altrufe kaufte nämlich gar nichts.
04:59Bis später.
05:11Haben Sie es schon in diesem Laientheater versucht? Vielleicht zu einer Probe?
05:14Um diese Zeit?
05:18Vater ist auf dem Weg nach Zürich. Kunze hat mir das gerade gestanden.
05:24Zürich? Jetzt? Dann kann er ja gar nicht zur Gesellschaft da versammeln.
05:27Mich dürfen Sie nicht anschauen. Ich habe ihn informiert. Schriftlich.
05:32Du hast freie Bahn, Roland. Du und Mutter. Oder habt ihr eure Meinung geändert?
05:37Warum sollte ich?
05:38Frau Stange, setzen Sie die Abstimmung über die Einstellung von Frau Michel als Punkt 1 auf die Tagesordnung, ja?
05:43Das Thema muss vom Tisch, sonst hat es gar keinen Sinn, über den Rest zu diskutieren.
05:47Lass uns das in deinem Büro.
05:49Entschuldigen Sie, aber das geht auch Michelt Wasser.
05:52Frau Michels Kompetenzen und ihre werden sich in keinem Punkt überschneiden, Frau Stange.
05:56Also bitte, machen Sie nicht so ein Gesicht, als müssten Sie das Bett mit ihr teilen.
05:59Bisher war ich die Sekretärin der Geschäftsleitung.
06:05Das wird auch so bleiben, Frau Stange.
06:09Stange, Ihre Frau.
06:12Stellen Sie es rüber.
06:19Damit?
06:22Ja, schlecht. Ich habe gerade Bespeichern. Aber wieso?
06:25Ach, du meinst jetzt?
06:28Wo bist du?
06:31Ja, gut, ich, ähm, ich werde sehen, dass ich hier rauskomme.
06:35Ich rufe die nochmal an.
06:38Was ist, was guckst du so?
06:39Ach, Roland, du solltest mal ausspannen.
06:43Oder mit mir joggen morgens. Du siehst aus wie ein alter Turnschuh.
06:47Ja, ich habe in der letzten Zeit ein bisschen wenig Schlaf gekriegt.
06:49Aber zurück zum Thema.
06:51Birgit, und du jetzt seid dabei, Nachwuchs zu produzieren.
06:55Nicht lang.
06:56Für die Brauerei?
06:59Entschuldige, aber Cornelia hat sowas angedeutet, dass es nicht klappen will.
07:05Wie kommt die da rauf?
07:07Vergiss es.
07:08Also zum Thema.
07:10Du bist demnach wild entschlossen, es zum Konflikt kommen zu lassen zwischen dir und Lena.
07:15Felix, wie oft soll ich dir das noch erklären? Personalentscheidungen...
07:17Warte mal, Roland, lernst du nie was dazu?
07:22Wann begreifst du endlich, dass wir Lena brauchen?
07:25Und statt dir das Leben schwer zu machen, solltest du dir eher überlegen, wie wir es schaffen, dass sie hier
07:30glücklich und zufrieden ist.
07:32Ja, ja, ja.
07:35Felix, heb dir deine Plädoyers für die Gesellschafterversammlung auf.
07:39Ich muss weg.
07:40Roland, Mensch, wach auf!
07:42Gib ihr den Michel, und sie frisst ihr aus der Hand.
07:45Nein, außerdem hat die Dame einiges auf dem Kasten.
07:48Mehr als deine Frau Stangl.
08:00Frau Stangl, ich bin in einer Stunde zurück oder so.
08:02Falls Sie meinen Vater doch noch erreichen sollten, dann sagen Sie mir, soll mich auf ein Handy zurückholen, ja?
08:09Wirklich, Frau Stangl.
08:11Soviel ich weiß, wird Frau Michel auch nicht hier in der Chefetage, sondern drüben im Atelierbereich einziehen.
08:20Hallo.
08:21Frau Stangl.
08:46Hallo, Frau Stangl.
08:48Guten Morgen, Frau Michel.
08:49Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass Frau Schirmer heute ausfällt. Sie hat Fieber und ich habe gegratet, im Bett zu
08:53bleiben.
08:54Oh, medizinische Kenntnisse besitzen Sie also auch?
08:59Na schön.
09:00Bring das lieber gleich hinter uns, Frau Stangl.
09:03Sie hatten schon Probleme mit mir, als Florian Ungar noch Ihr Chef war.
09:07Ich nehme an, es hat Ihnen nicht gepasst, dass er mich wegen jeder Kleinigkeit angerufen hat, wenn er nicht weiter
09:12wusste.
09:13Damals hat mich das wenig gestört.
09:15Sie waren in Augsburg und ich saß in Frankfurt.
09:18Doch, jetzt bin ich hier.
09:20Und wohlgemerkt, Frau Stangl, nicht um Ihnen die Schuhe zu stehlen, sondern weil Lena Czerny mich gebeten hat, ihr zu
09:26helfen, den neuen Geschäftszweig bei Althofer zu etablieren.
09:29Das ist alles.
09:32Und wenn die ganze Sache ein Erfolg werden soll, dann müssen alle in der Firma an einem Strang ziehen.
09:38Soweit ich informiert bin, wird erst heute Nachmittag bei der Versammlung entschieden, ob Sie tatsächlich bei uns bleiben.
09:44Glauben Sie, ich wäre noch hier, wenn ich auch nur den geringsten Zweifel daran hätte?
09:48Gewöhnen Sie sich lieber an mich, Frau Stangl.
09:50So schnell werden Sie mich nicht mehr los.
09:58Stangl, wie?
10:00Ach, Sie sind's, Chef.
10:01Der Junior sucht Sie schon den ganzen Vormittag verzweifelt.
10:07Entschuldigung, ja, Chef.
10:14Sie ist zu Hause, da steht Ihr Auto.
10:23Grüß Sie bitte.
10:24Ich würde ja gerne mit raufkommen, aber ich habe den versprochen zu probieren.
10:27Bis nachher.
10:43Hallo?
10:44Ich bin's Lena, mach auf.
10:48Mami.
10:49Ja, wenn du dich nicht blicken lässt, muss ich eben vorbeikommen.
10:53Du machst dir ja keine Vorstellung davon, wie ich lebe im Augenblick.
10:56Ich bin heute Nacht um drei auf dem Sofa im Atelier eingeschlafen.
10:58Dass du mal zusammenklappst, isst du denn wenigstens was?
11:02Gute Idee.
11:03Machst du uns einen Kaffee?
11:04Ich habe eine halbe Stunde, aber dann muss ich wirklich los.
11:06Länger kann ich auch nicht.
11:08Wilhelm muss doch schnell am Theater vorbei, eine Umbesetzungsprobe, oder wie das heißt.
11:13Und dann fahren wir zusammen nach Zürich.
11:16Nach Zürich, heute?
11:17Er muss zu irgendeiner Bank.
11:19Und dann hat er den Tisch im Nobelrestaurant bestellt.
11:23Kronenhalle.
11:24Und ein Zimmer mit Blick über den Zürichsee.
11:27Warte mal, weißt du, wo dieses Theater ist?
11:28Ja, warum?
11:29Komm, ich denke, wir trinken Kaffee.
11:32Ich habe dich seit Wochen nicht gesehen.
11:34Ich muss Wilhelm unbedingt erreichen, bevor er abfährt.
11:37Ohne mich kann er nicht fahren.
11:39Bitte, ich muss mit dir reden.
11:43Okay.
11:51Wo ist der Kaffee?
11:52Ich mache schon, aber ich habe keinen Koffeinfreien.
11:54Macht nichts.
11:56Das Leben ist zwar aufregend genug, aber was soll's.
11:59Hat dir Wilhelm schon das Haus gezeigt?
12:01Ja.
12:02Und?
12:04Ich habe Angst, Lena.
12:07Der Mann entwickelt ein Tempo und das kaum ein halbes Jahr nach seinem Schlaganfall.
12:12Das Haus, die Schauspielerei und jetzt auch noch sein Oldtimer.
12:18Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.
12:20Habe ich mal auf einem T-Shirt gelesen.
12:22Trotzdem.
12:24Unser kleines Häuschen gefällt mir.
12:27Und ich hänge auch daran.
12:29Da bist du aufgewachsen und alle Erinnerungen.
12:34Und ich habe es endlich abbezahlt.
12:37Ja, dann vermiet es doch einfach.
12:39Du hast das Haus schon gesehen?
12:41Es ist fantastisch.
12:42Der riesige Garten und alles.
12:44Und außerdem ist es nur zehn Minuten von hier entfernt.
12:46Wir könnten uns viel öfter sehen.
12:48Und was mache ich da?
12:50Ich muss meine Stelle aufgeben.
12:52Als ob dir der Job je Spaß gemacht hätte.
12:55Trotzdem.
12:57Mami, jetzt genieß es doch einfach mal.
12:59Es ist wunderschön da draußen.
13:01Du hast es dir verdient.
13:02Und was mache ich, wenn ständig seine Familie auftaucht?
13:06Zu mir hat sich ja keiner getraut, außer Felix Althofer.
13:09Aber jetzt?
13:09Es ist sein Haus und so nah.
13:12Mami, Roland und Birgit sind sehr nett.
13:14Und dass Hedda auftaucht, kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.
13:17Wo du ihr quasi den Mann ausgespannt hast.
13:20Ich habe dafür bezahlt.
13:22Ich weiß.
13:23Ich war ein schreckliches Kind.
13:27Du warst mein Ein- und Alles.
13:30Mami.
13:32Ach, Mami.
13:33Geht's dir denn gut?
13:35Also heute Abend nach der Gesellschaft der Versammlung da, geht's mir bestimmt noch besser.
13:41Alles wird gut, Mami.
13:43Bestimmt.
14:07Und?
14:12Jetzt sag's dann, komm.
14:16Also, die Testergebnisse von letzter Woche sind zwar noch nicht alle wieder da, aber der Doktor meint, an mir kann
14:24es nicht liegen.
14:26Ja, an mir auch nicht.
14:29Birgit, jetzt lass dich doch nicht verrückt machen.
14:31Ich kenne zig Ehepaare, bei denen es auch nicht auf Anhieb klappt.
14:33Die Stegmars zum Beispiel, zwei Jahre haben die rumgedoktert.
14:38Aber was macht dich denn so sicher, dass es an dir nicht liegen kann?
14:41Nur weil du ein Mann bist, oder was?
14:43Nein, weil ich...
14:45Weil was?
14:47Nichts.
14:50Weil du es schon unter Beweis gestellt hast.
14:53Birgit.
14:53Nein, nein, nein, nein, nein. Das will ich jetzt genau wissen.
14:56Du hast schon ein Kind?
14:57Nein.
15:01Das heißt, das Mädchen, wir haben es zur Adoption freigegeben.
15:04Ich war knapp 20 damals.
15:06Birgit.
15:08Ja, und wer ist sie?
15:09Kenne ich sie.
15:10Ist sie aus Augsburg?
15:11Das spielt doch jetzt keine Rolle.
15:13Du bist durcheinander, weil du denkst, keine Kinder kriegen zu können.
15:15Bin ich nicht.
15:17Der Arzt hat mir gerade das Gegenteil bestätigt.
15:20Und jetzt sag mir, wer es ist.
15:25Nicht?
15:26Na wunderbar.
15:27Dann fahr.
15:29Na schön, wenn du es unbedingt wissen willst,
15:32sie war die Tochter meiner Vermieterin, bei der ich gewohnt habe,
15:34während des dritten Semesters.
15:36In München.
15:37Ja, in München!
15:38Ja, und wie heißt sie?
15:40Schluss jetzt, wer geht.
15:41Die Sache ist vorbei, das ist zehn Jahre her.
15:44Aus!
15:45Mann!
15:49Soll ich dich absetzen in der Brauerei?
15:50Ja.
15:51Und heute Abend brauchst du nicht mit mir zu rechnen.
16:14Hallo, welche Ehre!
16:17Ist heute Vatertag oder habt ihr eine Freude in den Nachrichten?
16:20Nein, ich muss gleich weiter, du hast die Tasche vergessen.
16:22Also, lass den wandern.
16:26Nee, du hast die Ehe gerade.
16:28Komm.
16:29Hey, du, ich muss in die Abfüllhalle, die Spülanlage schreit mal bitte.
16:32Ja.
16:33Was ist denn das Problem mit der Spülanlage?
16:38Jetzt vergiss mal die scheiß Spülanlage.
16:41Was ist los?
16:44Ach, Roland behauptet, dass es an mir liegt, dass wir keine Kinder kriegen können.
16:48Dabei bin ich beim Arzt gewesen und bis jetzt sind alle Tests positiv ausgefallen.
16:52Ja, wie kommt er denn dann darauf?
16:53Tja, weil er schon ein Kind hat.
16:57Von irgendeiner Frau, seiner Studienzeit in München.
17:01Und das erfährt mir mal ebenso nebenbei.
17:05Das ist alles so deprimiert.
17:07Birgit, jetzt hör auf zu weinen.
17:13Es gibt's doch gar nicht, dass eine Meyerbeer keine Kinder kriegen kann.
17:17Meine Urgroßmutter hatte sieben, eine Großmutter drei, unter anderem auch mich.
17:21Und deine Mutter, Gott, hab sie selig, hätte auch noch welche gehabt, wenn es ihr vergönnt gewesen wäre.
17:27Komm, jetzt hör auf.
17:28Ich kann Frauen nicht weinen sehen und die schon gar nicht.
17:34Hör mal, verkauf.
17:37Was?
17:39Ja, verkauf die Brauerei.
17:42Mach was, irgendwas, was dir Spaß macht.
17:45Mein Freund Wilhelm Althofer, der macht's genau richtig.
17:48Der erfüllt sich seinen Jugendraum und spielt jetzt Theater.
17:51Nun langsam, langsam, so schnell geben wir nicht auf.
17:54Hat Roland dir gesagt, wer die Dame war, die er so erfolgreich geschwängert haben, denn?
17:59Nein, ich weiß nur, dass es die Tochter seiner Zimmerwirtin war.
18:03Aber das ändert doch nichts.
18:05Komm, wir fahren jetzt irgendwo hin und machen uns einen schönen Tag.
18:09Oder hast du was vor?
18:11Nein, die sind alle bei der Gesellschaft der Versammlung.
18:13Ich hab keine Ahnung, wie lange das geht.
18:15Ach, das ist doch wunderbar.
18:17In Bregenz gibt's eine Bootsausstellung, da wollte ich sowieso hin.
18:20Sag mal, um zwei, dann bin ich hier fertig.
18:23Na gut.
18:25Komm, jetzt mach mal ein anderes Gesicht.
18:28Das Leben ist viel zu kostbar, um auch nur zwei Minuten davon mit einem solchen Gesicht zu verscharen, gell?
18:37So ist es brav.
19:07Meierbeer, könnt ihr bitte den Herrn Kunze?
19:10Danke.
19:12Verräter!
19:14Also tust du auch diesen letzten Schritt?
19:16Erhöhe mein Verderben, gib mir den Todesstreich.
19:19So krönst du deine Sünden, du Kerl, den Teufel gleich!
19:23Sie mögen mir Getrostbeleidigungen sagen.
19:27Der Himmel lehrte mich, in Demut alles tragen.
19:31Ja, das ist Mäßigung, wie man sie selten sieht.
19:34Wie dieser Schurke schamlos den Himmel einbezieht.
19:37Erregt euch, wie ihr wollt.
19:39Das alles rührt mich nicht.
19:41Ich hab nur eins im Sinn.
19:44Ich tu nur meine Pflicht.
19:47Vergisst du Undankbarer, dass meine Freundestat
19:51dich aus dem tiefsten Elend hervorgehoben hat.
19:56Herr Althofer, kriegen wir das irgendwann auch mal ohne Hänger?
19:59Entschuldigen Sie, aber ich muss doch jetzt sowieso weg.
20:02Sie haben gesagt, eine Stunde.
20:04Es ist jetzt elf Uhr.
20:05Ich muss gegen vier in Zürich sein.
20:07Herr Althofer, in zwei Wochen haben wir Premiere.
20:10Bis dahin bin ich wieder zurück.
20:12Witzig, witzig.
20:16Von der Premiere hängt ab, ob wir von der Stadt Geld bekommen.
20:19Darüber würde ich mir keine Sorgen machen.
20:20Ich kenne den halben Stadtrat mit Vornamen.
20:22Bitte, kann ich jetzt gehen?
20:24Also gut.
20:26Dann machen wir jetzt eine kleine Pause und springen dann auf den Dritten.
20:29Tschüss.
20:34Herr Althofer, meinen Sie, Sie haben nächste Woche Zeit?
20:38Wir könnten eine Extraprobe machen.
20:40Oder zwei.
20:43Ich ruf Sie an, ja?
20:46Na, wie war ich?
20:48Sehr überzeugt.
20:49Aber spielen würde ich das nicht nennen.
20:50Du bist ja so wie immer.
20:52Also ein Schauspieler, der aussieht wie ein Schauspieler und sich aufführt wie ein Schauspieler,
20:56ist kein Schauspieler.
20:57Aha.
21:00Wilhelm, ich muss dich noch kurz sprechen.
21:02Lena, hat das nicht Zeit?
21:04Nein.
21:05Es geht um die Gesellschaftsversammlung heute Mittag.
21:08Und da du ja nicht dabei sein willst und ich ohne deine Stimme niemals die Mehrheit bekomme,
21:12wollte ich dich bitten, dass du mir dein Stimmrecht überträgst.
21:15Wieso glaubst du denn, dass dein Konzept überstimmt wird?
21:19Ich denke, das ist alles mit Roland und Felix besprochen.
21:22Also der springende Punkt wird garantiert nicht mein Konzept sein.
21:24Sondern?
21:25Ich möchte Waltraud Michel als meine rechte Hand engagieren.
21:28Und Hedda und Roland passt das überhaupt nicht.
21:30Moment, Waltraud Michel, das ist doch diese Frankfurter Sekretärin von Florian.
21:36Ja.
21:37Ja, und hat denn Roland einen triftigen Grund?
21:41Na ja, also sie hat der hiesigen Polizei das Material für die Untersuchung gegeben.
21:44Sie hat geglaubt, Florian wurde umgebracht.
21:47Sie war das.
21:49Bei uns waren sie auch und haben Wilhelm verhört.
21:52Ja, und glaubt sie das immer noch?
21:55Solange der Fall nicht restlos geklärt ist, wird es immer Zweifel geben.
21:58Ja.
21:59Und Roland war nicht der einzige, der Grund dazu gehabt hätte.
22:03Als Florian mich am Tag seiner Abreise auf dem Hof eiskalt abserviert hat,
22:07also die Firma vor dem Ruin, meine schwangere Tochter verlassen.
22:11Ich war auch nahe daran.
22:13Also jedenfalls, ohne eine Frau wie Waltraud Michel, mit ihrer Erfahrung und dem Abstand, die sie hat, kann ich das
22:17nicht schaffen.
22:19Also, wenn Roland sich durchsetzt und Frau Michel gehen muss, dann ist es wirklich besser, wir lassen das Ganze.
22:23Und ihr wurstelt euch weiter so durch wie bisher.
22:26Ja, ich kann dazu nichts sagen.
22:28Außer, dass mir Angst und Bange wird, wenn ich so etwas höre.
22:32Dieser ständige Unfriede.
22:34Bist du dir denn so sicher, Lena?
22:37Wenn Althofer die Chance verpasst, in diesen neuen Märkten mit völlig anderen Produkten und Vertriebswegen einzusteigen,
22:43und zwar bevor es alle anderen machen, dann kostet es später ein Vielfaches und der Markt ist von den anderen
22:48besetzt.
22:50Also...
22:51Ja, gut.
22:53Danke.
22:55Und wenn du mir das jetzt kurz schriftlich noch bestätigen könntest, ich habe einen kurzen Text vorbereitet.
22:59Du musst nur noch unterschreiben.
23:08Du warst dir ganz sicher, dass ich Ja sagen würde, hm?
23:12Du vertraust mir doch, oder?
23:18Und du vergisst nicht, was du mir versprochen hast?
23:23Nein, aber jetzt muss ich wirklich gehen.
23:27Komm, Brunnen.
23:31Komm, Brunnen.des
24:04Entschuldigen Sie, ich habe Sie gesehen beim Zuschauerraum.
24:09Die Frau, die mit Herrn Althoffer weggefahren ist, wissen Sie, ob das seine Frau ist?
24:17Warum fragen Sie ihn das nicht selber?
24:37Haben Sie sich die Tabletten besorgt, Frau Schirmer?
24:40Also Ihre kalten Essig wickeln in allen Ehren, aber damit kriegen Sie die Nebenhüllen nicht frei.
24:45Ja, aber...
24:47Gott sei Dank, hier kommt die Frau Martinek, die hilft mir sicher weiter.
24:50Ich rufe Sie später nochmal an, um gute Besserung. Ja? Tschüss.
24:55Jetzt liegt sie flach, hm?
24:56Ich habe ihr schon vor zwei Tagen gesagt, dass sie zu Hause bleiben soll.
25:01Und ausgerechnet überbackenen Nudelauflauf hat sie vorbereitet.
25:04Wissen Sie, wie die Soße geht? Eier, Schinken...
25:07Lassen Sie mal.
25:09Sie haben doch bestimmt Besseres zu tun, wo doch heute Mittag die Sitzung ist.
25:12Nein, ich sitze ungern herum und warte darauf, dass andere entscheiden, wie es weitergehen soll.
25:18Und das hier lenkt mich ab.
25:20Ich habe Frau Schirmer hoch und heilig gestern versprechen müssen, sonst hätten Sie keine zehn Pferde ins Bett gekriegt.
25:24Ja, die Frau Schirmer, die ist noch vom alten Schlag. Arbeiten bis zum Umfallen.
25:29Ich könnte den Salat machen.
25:31Ach nee, ist schon gut, lassen Sie mal.
25:33Wenn Sie was tun wollen, dann können Sie vielleicht die Luzi von der Schule abholen. Sie kennen sie doch, oder?
25:37Ja, sicher, gern.
25:38Gut. Und wo die Tiberius-Schule ist, das schreibe ich Ihnen auf.
25:42Nein, nein, nicht nötig. Der Taxifahrer wird das schon wissen.
25:44Na gut, dann, ähm, ja, also, Kochen ist nun wirklich nicht so meine Stärke.
25:50Wenn man allein liegt, dann lohnt sich das nicht.
25:52Sie sind eine seltsame Frau, wenn ich das einfach mal so sagen darf.
25:57Ja, das finde ich auch, aber ich habe mich inzwischen an mich gewöhnt.
26:02Äh, ja, danke.
26:13Also, die Frau ist mir irgendwie unheimlich.
26:17Bleibt sie nur oder nicht?
26:19Das hängt von der Sitzung ab, heute Mittag.
26:22Du wolltest was besprechen?
26:24Ja, hat der Paul schon was zu dir gesagt?
26:28Nö, warum?
26:30Ich habe eine Wohnung gefunden für Luzi und dich.
26:34Wieso? Läuft doch alles prima.
26:37Paul zieht aus und du ziehst ein.
26:40Das ist jetzt wohl ein Witz, oder?
26:43Paul zieht aus? Aus seiner Wohnung?
26:45Aus meiner Wohnung.
26:47Und du fährst nachher bei der Sparkasse vorbei und hebst 3000 Mark ab.
26:51Ich habe das mit der Frau Dobl von der Kasse schon geklärt.
26:53Emma.
26:54Bitte tu, was ich sage.
26:56Dein Kind braucht einen Vater, auch wenn du ein lausiger Vater bist.
26:59Aber ein lausiger Vater ist immer noch besser als Paul.
27:03Ey, ich bin kein lausiger Vater.
27:05Was kann ich dafür, dass Luzi mich nicht akzeptiert?
27:07Jede Menge kannst du dafür.
27:10Aber es ist noch nicht zu spät.
27:11In ihrem Alter hast du noch eine Chance, einen guten Eindruck zu machen.
27:18Das ist doch dein altes Sparbuch.
27:21Nur noch 17.000?
27:23Ja, meine Weltreise mit Paul, die war auch finanziell ein Desaster.
27:28So, jetzt geh oder hilf mir.
27:30Die Frau Schirmer ist ausgefallen.
27:32Ne, ne, ne, du, ich muss laden.
27:33Ich bin sowieso schon zu spät dran.
27:35Ach, Leo.
27:38Das sag schon.
27:40Was?
27:41Ja, wie du das findest, Himmel, nochmal.
27:43Dass wir wieder zusammenziehen und fast wie eine richtige Familie sind.
27:46Ach so.
27:47Doch, doch.
27:50Ja, was soll ich denn sonst sagen?
27:53Ja, also, da musst du schon selber draufkommen, Leo.
27:56Wenn ich's dir vorbeten muss, dann bringt's nix.
27:59Tschüss.
28:04Tschüss.
28:14Isabella!
28:16Ich muss mit dir reden.
28:22Ich bin nicht der Hacker, glaub mir.
28:24Aber ich kann mir denken, wer es ist.
28:26Ach, und wer?
28:28Der Typ, den du gestern angehimmelt hast.
28:30Im Pazifik.
28:31Der mit dem Ohrring?
28:32Nein, der andere.
28:34Die Frau Schirmer ist seine Oma.
28:37Zum Blödsinn.
28:40Er hat ne Computerwerkstatt.
28:42In dem Hinterhof, nicht weit von der Schirmer.
28:43Ich hab sie gefragt.
29:03Aber darum geht's ja gar nicht.
29:05Ich hab rausgefunden, dass Urs einen Börsenclub in der Firma hat und Aktien dealt.
29:09Bitte, Urs?
29:10Ja, ein Zocker.
29:12Daytrading mit Optionen und Neuemissionen.
29:15Deshalb hat er keine Lust, Textilingenieur zu werden.
29:18Tja.
29:19Na lass mal, du hast jetzt andere Sorgen.
29:22Toi, toi, toi.
29:23Für die Gesellschaft der Versammlung.
29:25Danke.
29:37Tag, Frau Seiler.
29:39Frau Steil, können Sie mir kurz helfen?
29:41Das Band da festhalten und langsam durchziehen.
29:47Was wird denn das?
29:48Das Kleid.
29:49Das erste aus Lenas Kollektion.
29:51Sie hat das erst gestern Nacht gezeichnet, aber vielleicht schaff ich's ja bis zur Präsentation.
29:55Dann kann sie's nämlich anziehen.
29:57Sozusagen als Demonstration, wie sie sich ihre Linien etwa vorstellt.
30:01Halt nicht so schnell, Frau Stange.
30:03Entschuldigung.
30:04Ja, sowas könnte ich nie anziehen.
30:07Aber wieso denn nicht?
30:08Natürlich nicht zur Arbeit, aber zu einem Rendezvous?
30:12Sicher.
30:14Eigentlich wollte ich Frau Michl sprechen.
30:16Wissen Sie, wo die ist?
30:17Na, Frau Schirmer schauen und dann Luzi von der Schule abholen.
30:20Ach so.
30:21Ich kann Ihnen Ihre Handynummer geben.
30:22Nein, nein, das ist nicht nötig.
30:23Ich kann's ja später nochmal versuchen.
30:25So.
30:26Danke.
30:28Und jetzt noch die Bänder einfädeln und dann...
30:31Lena, guck mal.
30:32Ich bin gleich fertig.
30:34Danke, Frau Czerny.
30:35Cornelia Althoffer lässt fragen, ob Sie heute Abend zum Essen kommen wollen.
30:38Nach der Gesellschaft der Versammlung.
30:40Also kann ich mich da auch hinterher entscheiden?
30:41Es könnte durchaus sein, dass es Ihnen nachher leidtut.
30:44Na ja, ich denke schon.
30:45Dr. Straubinger weiß auch nicht, ob er's schafft.
30:47Tja.
30:49Dann geh ich mal wieder.
30:50Moment, Frau Stange.
30:52Werden Sie so lieb und würden mir das kopieren für die Teilnehmer nachher?
30:55Wie viele sind wir eigentlich?
30:56Mit Ihnen sieben.
30:57Dann machen Sie doch einen Satz mehr, bitte.
30:59Und verteilen Sie es vor der Sitzung, damit sich die Gesellschaft dann ein Bild machen können.
31:02Also vorher, sonst dauert's wieder ewig.
31:05Mach ich.
31:08Guck mal.
31:10Also, ich stehe fest.
31:11Wenn Felix sich in dem Outfit sieht, dann ist dir seine Stimme sicher.
31:23Ewald!
31:25Wie oft soll ich dir noch sagen, du sollst meinen Computer in Ruhe lassen?
31:29Ich wollte nur schauen, wo die Jahrgänge 1980 bis 1990 gelagert sind.
31:3380 bis 90?
31:34Wieso?
31:36Birgit Althoffer hat gerade angerufen.
31:38Also, er ist wirklich seltsam.
31:40Sie will wissen, ob wir noch die Belege haben.
31:43Für Roland Althoffers Studentenbude damals.
31:45Warum?
31:47Ich weiß nicht mal mehr, ob er oder die Firma.
31:51Die Firma natürlich.
31:52Du bist doch Weltmeister im Von-der-Steuer-Absetzen.
31:57Ausbildung des Geschäftsführers.
31:58Das ist völlig normal.
32:00Ah ja.
32:02Die Jahrgänge 80 bis 85 liegen im Keller unter der Fahrberei.
32:06Viel Spaß.
32:07Was ist mit dir, Gold?
32:09Du bist so...
32:11zu spitz.
32:13Mein Gott, Ewald, ich hab zu tun.
32:15Ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht.
32:16Jetzt muss ich das ganze Zeug noch fotokopieren.
32:19Wenn du wartest, dann kannst du die Kopien gleich mitnehmen.
32:22Frau Tschernis Vorstellung?
32:23Ja.
32:23Zeig mir.
32:24Jetzt warte doch, bis ich fertig bin.
32:27Ich geh schon mal rüber in den Villaforstein.
32:29Ihr Bruder ist schon drüben.
32:31Ach, Herr Althoffer, wenn Sie drei Minuten warten,
32:33dann könnten Sie die Kalkulation von Frau Tschernis gleich mitnehmen.
32:36Wie bitte?
32:37Na ja, sie denkt, es geht dann nachher schneller.
32:41Da war Frau Tschernis ja ganz schön fleißig.
32:47Hunderttausend.
32:49Hat mein Vater sich noch nicht gewendet?
32:51Bei mir nicht.
33:16Willst du doch auf die Gesellschaft der Versammlung?
33:20Nein, ich fahr mit meinem Vater nach Bregenz.
33:24Hast du sie mal erzählt?
33:27Mhm.
33:29Und?
33:32Ja, er glaubt's nicht.
33:33Nicht in unserer Familie.
33:36In unserer auch nicht.
33:40Früher geht noch was.
33:44Hast du dich bei Cornelia ausgeweint etwa?
33:48Warum?
33:49Die jetzt natürlich prüfernd weitererzählen
33:51und jetzt kann ich mir von Felix anzügliche Bemerkungen anhören.
33:54Roland, wenn das alles ist, was dich stört,
33:57dann ist es ja prima.
34:11Sie muss doch irgendwas gesagt haben.
34:13Immerhin wohnt ihr zusammen.
34:16Schon, aber nicht bis ins letzte Detail.
34:18Lass dich überraschen.
34:20So, wollt ihr sonst noch irgendwas?
34:22Das dauert sowieso nur zehn Minuten.
34:24Wieso?
34:26Du und Roland, die werdet ihr doch gleich die Frau Michel abschminken
34:28und das wird es für Lena dann auch gewesen sein.
34:31Ich kann diese Frau Michel nicht ausstehen.
34:33Wo stehst du eigentlich?
34:35Ich weiß es noch nicht.
34:36Ich denke, ich werde mich in dem Punkt der Stimme enthalten.
34:40Ganz schön raffiniert.
34:42Und du stimmst natürlich wie immer mit Lena.
34:46Nur zufriedene Mitarbeiter sind produktive Mitarbeiter
34:48und wenn wir endlich ans große Geld kommen wollen,
34:51statt ständig am Existenzminimum rumzukrebsen,
34:54braucht Lena jede Menge Rückenwind.
34:57Hat Vater sich bei einem von euch gemeldet?
34:59Bei mir ganz bestimmt nicht.
35:01Was macht er mit Absicht?
35:03Sie hat ihn wieder mal völlig eingewickelt.
35:05Ach, ähm, hast du inzwischen rausgekriegt,
35:07woher er das Geld hat fürs neue Haus?
35:09Wie?
35:11Nein.
35:12Neue Maschinen?
35:12Aber das ist ja unbezahlbar.
35:15Doch nicht für sich.
35:18Lena fordert, dass Althofer die Kapazitäten erhöht.
35:20Für ihre Stoffproduktion.
35:22Also ich würde vorschlagen,
35:23wir einigen uns jetzt mal auf eine gemeinsame Linie.
35:26Erstens, Personalentscheidungen treffe ich.
35:28Zweitens, das hier ist natürlich völlig unmöglich.
35:31Neue Maschinen gibt es nicht.
35:33Sie soll sich hinten anstellen,
35:34wie jeder normale Kunde auch, der Sonderwünsche erhält.
36:01Na, wie läuft's?
36:03Nein.
36:09Gott sei Dank war ich gestern raus aus allen Positionen.
36:12Der Nasdaq war abgesoffen
36:13und die Technikwerte im DAX sind auch im Keller.
36:18Wer jetzt flüssig ist
36:19und billig einsteigen kann,
36:20der sahnt ab.
36:22Ich bin flüssig.
36:23Hä?
36:26Wow.
36:283000.
36:30Wo hast du die her?
36:31Ich denke, du bist pleite.
36:33Das ist die Kaution,
36:34die Paul für Emmas Wohnung löhnen musste.
36:37Wie?
36:37Ja, sie hat ihn doch jetzt vor die Tür gesetzt
36:39und da will er natürlich seine Kohle wieder.
36:40Aber ob er sie jetzt kriegt oder später,
36:42ist doch egal.
36:43Freitag brauche ich's.
36:45Okay.
36:46Aber ich krieg 20% vom Gewinn.
36:48Als Fondsmanager.
36:51Willkommen im Club.
36:53Heute Abend geb ich bei Bruno einen aus.
36:55Zeig, was du kannst.
36:57Wo das herkommt.
36:58Da ist noch mehr.
37:07Toll.
37:08Passt perfekt zu dir.
37:10Und super jung und feminin.
37:12Ja, also...
37:13Ich glaube, ich lasse es lieber.
37:15Aber warum denn?
37:16Jetzt, wo ich mich extra so beeilt habe.
37:19Wovor hast du denn Angst?
37:20Du siehst fantastisch aus.
37:21Ja.
37:22Aber ich meine,
37:23auf dem Meeting sind zwei Frauen,
37:24die könnten das ein bisschen anders sehen.
37:26Lena.
37:26Nein.
37:27Also, das finde ich jetzt echt doof.
37:30Mein Gott, verstehe mich doch.
37:31Weniger ist manchmal besser als zu viel.
37:33Und ich meine,
37:33mein Konzept wird sich schon genug schocken.
37:35Hast du Jan eigentlich wegen der Halle gefragt?
37:37Ja.
37:37Er meint im zweiten Stock über der Halle 1,
37:39da müsste jede Menge Platz sein.
37:40Wenn man das alte Lager räumt oder ausmistet.
37:43Früher standen da wohl noch Maschinen,
37:44als Althofer noch Uniformstoffe liefern musste.
37:47Gut.
37:48Also, es ist gleich soweit.
37:50Wie lange wird es dauern?
37:52Keine Ahnung.
37:54Treffen wir uns nachher in der Kantine?
37:56Ja.
37:58Viel Glück.
37:59Ich drücke dir die Daumen.
38:09Gut, dass ich Sie noch treffe.
38:10Ich wollte Sie nämlich nicht ins Gefecht ziehen lassen,
38:12ohne Ihnen vorher Glück zu wünschen.
38:14Obwohl ich mir damit ins eigene Fleisch schneide.
38:16Denn wenn Sie gewinnen,
38:17muss ich bleiben.
38:18Ich würde Sie am liebsten mitnehmen.
38:19Sie können das ganz gut allein.
38:21Aber denken Sie immer dran,
38:22Druck erzeugt Gegendruck.
38:24Lassen Sie es zu keiner Frontenbildung kommen.
38:26Seien Sie wie Wasser.
38:27Das findet immer seinen Weg.
38:30Ohne Sie hätte ich das alles nie geschafft.
38:32Papier ist geduldig.
38:34Zahlen muss man mit Leben füllen.
38:36Das können die wenigsten.
38:37Sie können es.
38:39Also tun Sie es.
38:42Vor allem müssen wir klären,
38:43wie Frau Czerny es schaffen will,
38:44das Designstudio und ihre Modeabenteuer
38:46unter einen Hut zu kriegen.
38:48Auch für sie hat der Tag schließlich nur 24 Stunden,
38:50wie für uns Minderbegabte auch.
38:52Sie kommt.
38:54Gut, sind wir uns einig.
38:56Hier ist es auf Punkt 1, ja.
38:57Und da wirst du bei ihr auf Granit beißen.
38:59Wie ich Frau Czerny einschätze,
39:01wird sie sich wegen einer Frau Michel
39:02nicht von ihren ehrgeizten Plänen abbringen lassen.
39:05Genau der Meinung bin ich auch.
39:06Und was den Rest des Konzepts betrifft,
39:08wird sie Kompromisse machen müssen.
39:10Bitte, Frau Czerny.
39:15Hallo, Lena.
39:18Guten Tag.
39:18Hallo.
39:19Hallo.
39:22Setz dich.
39:23Sprudel, Saft.
39:24Nein, danke.
39:27Ja.
39:29Also.
39:31Wenn ich einleitend gleich mal was sagen darf.
39:35Wir haben uns Ihre Konzeption zu Gemüte geführt.
39:38Ja, und ich muss sagen,
39:40alle Achtung, das hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut.
39:43Auch Herr Kunze war beeindruckt.
39:44Nicht wahr, Herr Kunze?
39:46Doch, doch.
39:48Wenn ich auch die Gewinnerwartungen etwas zu optimistisch finde.
39:51Aber bevor wir ins Detail gehen,
39:54sollten wir Punkt 1 der Tagesordnung klären.
39:59Waldraud Michel?
39:59Genau.
40:02Leider hat die Familie mit einer Stimmenenthaltung dagegen entschieden.
40:07Nein, nicht ich.
40:08Ich bin dafür.
40:09Ich hoffe, Sie können mit dieser Entscheidung leben,
40:11denn ansonsten ist Ihr Konzept durchaus diskutierbar,
40:14abgesehen vielleicht von...
40:14Nein, ich kann mit dieser Entscheidung nicht leben, Herr Althofer.
40:17Gott, was soll das blöde Sie jetzt schon wieder?
40:19Ich dachte, darüber wären wir schon weg.
40:21Das ist jetzt nicht das Thema, Felix.
40:24Frau Gianni, es ist nun mal so.
40:26Gesellschafter sind bei uns Familienmitglieder.
40:28Richtig.
40:29Deswegen steht mir eigentlich auch eine Stimme zu.
40:31Aber da ich ja leider keine eigene habe,
40:34hat mir Wilhelm für heute sozusagen sein Stimmrecht ausgeliehen.
40:37Bitte schön.
40:41Das...
40:42Darf er das denn?
40:43Na, jetzt ist mir klar, warum sich Vater bedeckt hält.
40:46Ich habe schon letzte Woche versucht, Ihnen klarzumachen,
40:48dass ich ohne eine erfahrene Kraft an meiner Seite
40:50niemals eine solche Aufgabe angehen würde.
40:52Ich meine, ich kann doch nicht alles alleine machen.
40:54Mode und Stoffdesign und dazu noch das Alltagsgeschäft.
40:57Dazu brauche ich Frau Michel.
40:58Wozu sind wir dann überhaupt noch hier?
41:00Damit du bestimmst uns doch alle.
41:02Moment, Moment.
41:03Nur wenn wir uns nicht einig sind.
41:05Ich weigere mich weiter, in dieser Farce mitzuspielen.
41:07Als Statistin.
41:08Mutter, du bleibst.
41:11Gut.
41:12Himmel, Herrgott, noch mal.
41:13Gebt Lena, Frau Michel und kommen wir zum Wesentlichen.
41:15Also ich bin dabei. Wer noch?
41:24Na prima.
41:25Also weiter im Text.
41:27Punkt 2.
41:28Wird vertagt.
41:30Unter dieser Bedingung kann ich nicht über das Wohl und Wehe
41:32der Firma Althofer entscheiden.
41:34Das ist doch geradezu ein Blankoscheck für Frau Czerny.
41:36Genau.
41:37Roland.
41:38Roland, bitte setz dich.
41:39Nein, das muss ich erst mit Vater abklären.
41:41Die Firma Althofer ist doch nicht dazu da,
41:43die Karriere von Frau Czerny zu finanzieren
41:44und wenn es schief geht, die Scherben zu kitten.
41:46Da haben Sie natürlich völlig recht.
41:49Althofer muss meine Karriere nicht finanzieren,
41:50weil ich längst eine habe.
41:51Wenn nicht hier, dann in Mailand.
41:53Und was das Finanzielle betrifft,
41:55ich meine, die 2 Millionen Abfindungen
41:57wären sowieso fällig gewesen,
41:58wenn Herr Unger nicht verunglückt wäre.
42:01Sag doch.
42:02Du glaubst, ich habe ihn auf dem Gewissen.
42:03Komm, sag's doch.
42:04Roland.
42:05Mensch, Roland.
42:06Nein, die Sitzung ist vertagt.
42:08Ohne Vaterstimme lasse ich mich nicht auf sowas ein.
42:10Aber bitte, wo wir so nett zusammensitzen,
42:12ihr könnt mich gleich als Geschäftsführer abwählen.
42:14Bitte.
42:14Bitte, Roland, setz dich.
42:16Nein, nein, ist schon gut.
42:17Ich will nur festhalten,
42:18dass Punkt 1 verabschiedet ist
42:19und Frau Michel bleibt, ja?
42:23Ja, gut.
42:24Aber nur unter der Bedingung,
42:25sie sitzt nicht auf meiner Etage.
42:27Das hatte ich sowieso nicht vor.
42:29Und ich würde sagen,
42:30in Zukunft ersparen wir uns
42:31diese heiteren Familientreffen.
42:33Sie haben die Zahlen,
42:34darunter läuft nichts.
42:35Entscheiden Sie sich.
42:35Wiedersehen.
42:38Klasse, Roland.
42:40Lena.
42:42Wird mir ja immer ähnlicher.
42:44Obwohl sie nicht mal meine Tochter ist.
42:49Firma Althofer Kunze?
42:51Ach, Althofer.
42:52Ja, der ist da.
42:53Moment.
42:55Sag mal, Vater,
42:55wo zum Teufel steckst du?
42:58Versteh doch.
42:59Mit dem Persilstein von Vater
43:00hast du ihn voll erwischt.
43:02Das steckt keiner so schnell weg
43:03und Roland schon gar nicht.
43:04Du kriegst dein Geld.
43:06Vielleicht nicht ganz so viel,
43:06aber genug.
43:08Alles wird laufen wie geplant.
43:10Lena.
43:11Was willst du denn noch?
43:13Nicht geliebt werden, jedenfalls.
43:14Ich will respektiert werden
43:15für das, was ich kann
43:16und zu leisten imstande bin,
43:17wenn man mich mal lässt.
43:19Mein Vorschlag ist
43:19hieb und stichfest.
43:20Da kannst du jeden Banker fragen,
43:21jeden Wirtschaftsprüfer.
43:22Waltraud hat das gecheckt.
43:24Also bitte sorg dafür,
43:25dass er verabschiedet wird
43:26und sagt mir Bescheid, ja?
43:39Jawoll.
43:41Und das da?
43:43Vier.
43:44Richtig.
43:51Ich hab's nicht geschafft.
43:53Aber sie hab ich durchgekriegt.
43:56Der Rest ist also wegen mir gescheitert.
43:58Zumindest für heute.
43:59Aber man kommt ja auch mit kleinen Schriften
44:01irgendwann ans Ziel.
44:02Warum haben Sie mich nicht geopfert?
44:04Manchmal muss man die Dame opfern,
44:05um ein Schachspiel zu gewinnen.
44:06Ich hab Schach nie gemacht.
44:07Und?
44:08Frau Miche bleibt.
44:09Na toll.
44:10Herzlich willkommen bei uns.
44:12Und kochen bringe ich Ihnen auch noch bei.
44:15Ich hab Nathalie und Isabella versprochen,
44:17dass wir nachher noch ein bisschen feiern.
44:18Kommen Sie mit?
44:19Ja, ja, gehen Sie ruhig.
44:21Ich komm schon allein klar.
44:28Kommt euch einfach wieder her.
44:30Ich hab's nicht geschafft.
44:31Ich hab's nicht geschafft.
44:32Und wenn ich schaff's nicht so,
44:32wenn dein Herz ist,
44:34es wird verraten.
44:36Aber es ist nie die gleiche.
44:38Ich bin ja auch.
44:42Ich bin ja auch.
44:46Ich bin ja auch.
44:53Ich bin ja auch.
45:23Untertitelung des ZDF, 2020
45:27Untertitelung des ZDF, 2020
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