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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Ich wollte hier aus dem Weg gehen, aber sie hat mich einfach nicht gehen lassen.
00:02Und dann hat sie mich gezogen und dann hat sie mich geschubst und dann bin ich hingefallen.
00:08Und als sie gesehen hat, dass ich Schmerzen hatte, da ist sie weggerannt.
00:10Und ich dachte noch, sie will vielleicht Hilfe holen.
00:13Lass mich bitte erklären, warum ich es getan habe.
00:15Bitte Mutter, ich will es nicht wissen.
00:17Jessica hat gerade unser Kind verloren und wie es aussieht, ist die Frau, die ich seit Jahren über alles liebe,
00:21dafür verantwortlich.
00:23Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nora es mit Absicht getan hat.
00:25Ich auch nicht.
00:26Aber ich kann mir sehr gut ihre Wut darüber vorstellen, dass du uns sechs Jahre lang belogen hast.
00:30Willst du etwa damit sagen...
00:31Ohne diese Lüge wäre ich seit Monaten mit Nora glücklich.
00:33Jessica und ich wären kein Paar und sie wären nie Stanger von mir gewesen.
00:36Das alles hier wäre nie passiert, Mutter.
00:38Egal was du sagst oder tust, du wirst die nie bekommen, das schwöre ich dir.
00:41Alexander, Gott sei Dank, Nora hat mir schon wieder gedroht.
00:45Nora, lass sie in Ruhe.
00:46Glaub ihr kein Wort, das ist alles nur Theater.
00:48Du hast dir wirklich gedroht.
00:50Weil ich will, dass sie dir die Wahrheit sagt.
00:52Röchst du das?
00:54Es ist genau wie gestern.
00:55Hör auf zu lügen, sie will uns trennen.
00:57Merkst du das nicht?
00:58Ich kann diese Anschuldigung nicht mehr ertragen.
01:00Tu irgendwas!
01:01Schaff sie hier raus!
01:02Glaubst du wirklich, dass ich dich belüge?
01:04Natürlich tut sie das.
01:05Weil sie mich loswerden will.
01:07Du musst dich entscheiden, wem du glaubst.
01:08Ihr oder mir.
01:20Hey, what you looking for?
01:26No one has the answer.
01:29They just want more.
01:33Hey, who's gonna make it right?
01:41This could be the first day of my life.
01:51Geh, bitte.
01:54Dann glaubst du also ihr.
01:56Was erwartest du von mir, Nora?
01:58Ich komme ins Zimmer und höre, wie du Jessica massiv bedrängst.
02:01Und das kurz nachdem sie unser Baby verloren hat.
02:02Ich wollte, dass sie dir die Wahrheit sagt.
02:04Und wenn du eine Sekunde früher reingekommen wärst, dann hättest du es auch gehört.
02:07Ich halte das nicht mehr aus.
02:08Sie soll endlich gehen.
02:09Beruhig dich, Jessica.
02:10Du musst dich schonen.
02:31Nora!
02:34Kommst du von Alexander?
02:36Nein, von Jessica.
02:38Ich wollte, dass sie endlich die Wahrheit sagt über das, was gestern wirklich passiert ist.
02:42Weißt du, dass sie ihr Kind verloren hat, das ist tragisch.
02:45Aber bestimmt nicht meine Schuld.
02:48Was genau ist denn passiert?
02:50Wir hatten gestern Streit auf der Terrasse.
02:53Sie wollte nicht, dass ich Alexander sage, dass wir keine Geschwister sind.
02:57Ja, und dann?
02:58Und dann bin ich gegangen.
02:59Und ich habe sie weder gestoßen, noch liegen gelassen, noch sonst irgendwas.
03:02Ich bin einfach gegangen.
03:03Ich weiß, den Rest hat sie erfunden.
03:06Ich weiß inzwischen, zu was Jessica in der Lage ist.
03:09Sie ist nicht das arme, unschuldige Ding, für das sie sich gerne ausgibt.
03:12Schade nur, dass Alexander das anders sieht.
03:15Man glaubt also ihre Geschichte.
03:16Jedes Wort.
03:18Er will, dass ich sie in Zukunft in Ruhe lasse.
03:21Ich bin schuldig, aber ich kann nicht mehr.
03:30Alexander, am liebsten hätte ich, dass sie einfach aus unserem Leben verschwindet.
03:35Was hat sie denn noch gesagt?
03:38Dass sie uns auseinanderbringen wird.
03:40Dass ihr dazu jedes Mittel recht ist.
03:44Dass ich dich niemals bekommen werde.
03:46Ja, das habe ich gehört.
03:51Und sie hat mir von Harald Becker erzählt.
03:55Wie meinst du das?
03:58Sie hat gesagt, dass wenn ich dich nicht in Ruhe lasse, dass ich dann so enden würde wie er.
04:04Sie war gar nicht mehr sie selbst.
04:08Ruhe dich ein bisschen aus, ja?
04:10Und mach dir keine Sorgen.
04:12Es wird dir nichts passieren, das verspreche ich dir.
04:14Alexander.
04:17Ich liebe dich.
04:28Du hast es nicht anders gefolgt, Nora.
04:34Hast du Nora gesehen?
04:36Sie ist vor einer Minute zur Tür raus.
04:39Alexander, Nora hat mir eben erzählt, was gerade passiert ist.
04:43Du musst ihr glauben, was sie über Jessica sagt, ist die Wahrheit.
04:47Wie du Wahrheit definierst, das wissen wir ja.
04:49Was hat es denn damit zu tun, dass ich...
04:51Du kannst es ruhig sagen.
04:53Dass du mich jahrelang darüber belogen hast, dass mein Vater ist.
04:55Alexander, wir müssen endlich darüber reden, bitte.
04:58Erstmal habe ich mit Nora zu reden.
05:10Herr Grafenberg.
05:11Herr Grafenberg.
05:11Ja?
05:12Mein Name ist Teil der Kriminalpolizei.
05:14Das hier ist mein Kollege Herr Beinbach.
05:16Sie kommen sicher wegen meiner Anzeige gegen Herrn Adam.
05:19Dürfen wir reinkommen?
05:20Aber sicher.
05:27Herr Adam hat Ihre Lebensgefährtin Frau Sophie Nowak bedrängt.
05:31Daraufhin haben Sie ihn wegen sexueller Nötigung angezeigt.
05:33Ist das korrekt?
05:34Ja, das ist korrekt.
05:37Wir würden uns die örtlichen Gegebenheiten gerne näher anschauen.
05:40Wo hat denn der Übergriff stattgefunden?
05:42In der Wohnung von Herrn Adam, beziehungsweise von Frau Nowak.
05:46Meine Lebensgefährtin hat ihn an diesem Abend besucht.
05:48Gut. Soweit ich informiert bin, wohnt Herr Adam in einem Hotel.
05:54Erst sehr kurzem.
05:56Er hat die Wohnung wieder Frau Nowak überlassen.
05:59Es ist jetzt Ihre Adresse.
06:01Wieso wieder?
06:03Frau Nowak und Herr Adam waren verlobt.
06:05Sie haben dort gemeinsam gelebt.
06:07Verstehe.
06:09Dann schlage ich vor, dass Sie uns in die Wohnung von Frau Nowak begleiten.
06:13Damit Sie uns dort vor Ort sagen, was genau passiert ist.
06:18Ist das wirklich nötig?
06:19Ich meine, könnten wir meine Aussage nicht doch hier aufnehmen?
06:22Leider nein.
06:24Ja, verstehe.
06:36Warum glaubt Alexander mir nicht?
06:39Ich dachte, wir lieben uns und können einander vertrauen.
06:43Jessica darf mit dieser miesen Tour nicht durchkommen.
06:45Sogar der Verlust ihres Babys ist dir völlig egal.
06:48Wie kann jemand nur so abgebrüht sein?
06:54Wahrscheinlich hat Luisa damals genauso über mich gedacht.
06:57Mir war auch jedes Mittel recht, um meinen Willen durchzusetzen.
07:01Aber es muss doch irgendeinen Weg geben, um Alexander zu zeigen, was ihr gerade vor sich geht.
07:06Wie kannst du Jessica das antun?
07:08Sie hat gerade unser Kind verloren und ist völlig am Ende.
07:11Und du gehst hin und drohst ja auch noch.
07:12Ich wollte nur, dass sie dir die Wahrheit sagt.
07:15Deine Wahrheit, ja.
07:16Sag mal, Alexander, merkst du das nicht?
07:18Sie versucht alles, um zu verhindern, dass wir beide glücklich werden.
07:21Wie sollen wir denn glücklich werden, wenn du mein Kind auf dem Gewissen hast?
07:23Das habe ich nicht.
07:25Es gibt Zeugen, Nora.
07:26Du hast Jessica im Streit gestoßen und sie ist gestürzt.
07:29Und du?
07:30Du hast sie einfach liegen lassen.
07:32Sag mal, traust du mir wirklich so was Abscheuliches zu?
07:37Es fällt mir schwer, das zu sagen, Nora.
07:39Aber du hast in der Vergangenheit noch viel schlimmere Dinge getan.
07:49Dann ist eure Zeit, als wir sind nur eine Wohngemeinschaft, also endlich vorbei.
07:54Hm, glaubst du, ich würde sonst kein Schlafzimmer teilen?
07:57Und was ist mit euren Heiratsplänen?
08:00Wir gucken erst mal, wie das so läuft, so als Paar.
08:05Bist du enttäuscht, dass Tom deinen Heiratsantrag nicht angenommen hat?
08:09Nö, ist okay.
08:12Naja, Konstanze, was soll er denn auch machen?
08:14Ihr hattet diesen Streit, du wirfst ihn aus der Wohnung, er hat den Unfall, dann willst du ihn auf einmal
08:18heiraten?
08:18Ja, ich weiß, ich habe ihn total überrumpelt.
08:21Ein bisschen.
08:22Irgendwie verstehe ich ihn sogar.
08:24Ich meine, woher soll er denn wissen, dass ich jetzt plötzlich wirklich zu ihm stehe, dass ich ihn...
08:29Dass du ihn liebst?
08:32Ja, und darum muss ich ihm das jetzt beweisen.
08:35Gib mir mal die Schrauben von da drüben.
08:37Also, okay.
08:43Entschuldigung, die muss ich noch bügeln.
08:45Seit wann bügelst du denn Toms Hemden?
08:48Seit heute. Kannst du mir erst zeigen, wie das geht, ohne Falten?
08:52Äh, nee, da ist eher Konrad der Spezialist.
08:56Konstanze, glaubst du denn wirklich, dass du erst bügeln und waschen musst, um Tom davon zu überzeugen, dass du ihn
09:02liebst?
09:02Ich aktiviere meine häuslichen Gene. Das wollte er doch immer.
09:05Komm, jetzt lass uns reinholen. Ich muss noch das Essen für dich auf den Tisch bringen.
09:10Ich hätte nie gedacht, dass du mir mal meine Vergangenheit vorwerfen würdest.
09:14Das ist so unfair.
09:17Das ist die Wahrheit, oder nicht?
09:19Ich habe für meine Fehler teuer bezahlt. Und ich weiß, wie es ist, ein Kind zu verlieren.
09:23Und trotzdem wirfst du Jessica vor, dass sie lügt?
09:25Ich habe nicht gesagt, dass sie keine Fehlgeburt hatte.
09:28Ich habe gesagt, dass ich sie nicht im Park angegriffen und sie dort liegen gelassen habe.
09:32Was ist denn dann im Park passiert?
09:33Ich weiß es nicht. Ich weiß, dass ich dort weggegangen bin.
09:37Und sie war okay. Sie war aufgebracht, aber es war alles in Ordnung mit ihr.
09:42Ludwig und Michael Adam sagen, sie haben dich aufgebracht, weil gehen sehen.
09:45Das stimmt.
09:46Und im nächsten Moment haben sie Jessica am Boden liegen sehen.
09:48Mit Schmerzen, die später zur Fehlgeburt geführt haben.
09:50Da muss doch mehr passiert sein zwischen euch.
09:54Ich kann sagen, was ich will. Du glaubst mir sowieso nicht.
09:57Und was war danach, Nora, auf dem Hausboot?
10:00Das weißt du doch.
10:02Ich bin zu dir gekommen, um dir die Wahrheit zu sagen.
10:04Um dir zu sagen, dass wir keine Geschwister sind.
10:06Ja.
10:07Und du wolltest nicht, dass ich ins Telefon gehe.
10:09Du hast es sogar ausgeschaltet.
10:11Und als meine Mutter an der Tür stand, hast du mich gebeten, nicht mit ihr zu sprechen.
10:17Du glaubst, dass ich mit aller Macht verhindern wollte, dass...
10:20Du erfährst, was mit Jessica passiert ist.
10:23Du hast doch eben erst zu Jessica gesagt, dass sie mich nie bekommen hat.
10:26Das habe ich nicht.
10:27Ich habe mich doch nicht verhört.
10:28Ich habe ihr gesagt, dass sie aufhören soll mit ihren Lügen, dass sie dir endlich die Wahrheit sagen soll.
10:34Es sind immer die anderen, oder?
10:37Als ich damals die Geschichten über deine Vergangenheit gehört habe, da habe ich davon nichts geglaubt.
10:41Aber jetzt habe ich das Gefühl, ich kenne dich überhaupt nicht mehr, Nora.
10:48Wenn das so ist, dann solltest du jetzt besser gehen.
10:52Das glaube ich auch.
11:15Die Polizei hat sich vorhin gemeldet und die kommen gleich vorbei, um mich zu vernehmen.
11:22Sophie, es tut mir leid, dass du wegen mir so viel durchmachen musst.
11:27Ich wünsche dir, dass wäre alles nie passiert.
11:28Lass gut sein.
11:30Und dass ich meine Aussage überhaupt machen muss, habe ich schließlich Frederik zu verdanken.
11:33Nein.
11:35Weil ich die Kontrolle verloren habe.
11:37Weil ich dich bedrängt habe.
11:38Deshalb.
11:39Und ich kann Frederik absolut verstehen, wenn er mich anzeigen will.
11:42Bitte.
11:42Du hast dich bei mir entschuldigt und damit ist die Sache zwischen uns beiden für mich geklärt.
11:46Ja, aber nicht zwischen dir und Frederik.
11:48Ihr habt euch getrennt.
11:49Naja, nicht ganz.
11:50Ich bin jetzt erstmal ausgezogen, aber das ist jetzt auch alles unwichtig.
11:53Ich muss mir jetzt Gedanken darüber machen, was ich der Polizei sagen werde.
11:57Sophie, was ich getan habe, ist wirklich unverzeihlich.
12:00Und ich werde dafür auch die Verantwortung übernehmen.
12:02Ja, ich finde nur, die Beamten sollen auch erfahren, dass das Ganze eine Ausnahmesituation war.
12:06Und vor allem, dass du so etwas niemals wieder tun würdest.
12:13Tja, da sind sie schon.
12:19Schönen guten Tag, Kripo Falkenthal.
12:21Mein Name ist Heine.
12:22Das ist mein Kollege Herr Beinbach.
12:26Sie sind Frau Nowak?
12:27Ja, das ist Michael Adam.
12:29Er wollte sich gerade verabschieben.
12:34Wenn irgendetwas ist, ruf mich ruhig an.
12:36Jede Zeit.
12:44Hallo, Sophie.
12:46Wir haben Herrn Grafenberg gebeten, seine Aussage direkt vor Ort zu wiederholen.
12:49Ich hoffe, das ist kein Problem.
12:52Nein.
12:54Natürlich nicht.
13:04Ach, und schönen Gruß an Frau Landmann.
13:05Beim nächsten Mal hätte ich gerne richtiges Gebäck und nicht dieses Trockenfutter, ja?
13:10Katharina?
13:20Wie ich höre, geht es dir schon wieder besser?
13:25Nee, ist nicht nach Gesellschaft.
13:30Natürlich.
13:31Nach Noras bösem Angriff brauchst du jetzt sicherlich viel Ruhe.
13:34Richtig?
13:35Du hast es erfasst, Judith.
13:37Würdest du bitte die Tür zumachen?
13:39Und zwar von außen, ja?
13:47Wie konnte ich noch so dumm sein und auf dich hereinfallen?
13:50Und ich habe wirklich geglaubt, du wärst die richtige Frau für Alexander.
13:53Das bin ich auch.
13:55Oh nein.
13:56Alexander hat etwas Besseres verdient.
13:58Nicht so eine hinterhältige, bösartige Lügnerin.
14:01Du solltest nicht von dir auf andere schließen, Judith.
14:06Jessica, wir beide wissen, dass die Geschichte, Nora hätte dich angeblich zu Boden gestoßen
14:11und wäre deshalb für deine Fehlgeburt verantwortlich, frei erfunden ist.
14:14Und wenn schon.
14:15Du kannst mir nichts beweisen.
14:18Ich könnte Alexander erzählen, dass du die ganze Zeit gewusst hast, dass sie nicht seine Schwester ist.
14:23Ja?
14:25Nur zu.
14:27Bei eurem vorbildlichen Vertrauensverhältnis glaubt er dir bestimmt jedes Wort.
14:37Judith, ich habe dich mehrfach gewarnt.
14:39Aber du musstest Alexander ja unbedingt die Wahrheit sagen.
14:42Jetzt bekommst du die Quittung.
14:46Ich weiß überhaupt nicht, was du von mir willst.
14:48Warum glaubt ihr mir denn alle nicht?
14:50Mutter, was ist hier los?
14:52Alexander, ich...
14:53Sie hat mir die gleichen Vorwürfe gemacht wie Nora.
14:56Ich halte das einfach nicht mehr aus.
14:58Alexander, ich kann dir das alles erklären.
14:59Aber nicht hier. Jessica braucht Ruhe.
15:01Wir beide unterhalten uns und... bitte.
15:16Nachdem ich von Nora van Weiden wieder Manufaktur erfahren habe,
15:19dass Michael Adam ziemlich aufgebracht war,
15:21habe ich mir Sorgen gemacht.
15:23Und Frau Nowak war bereits auf dem Weg zu ihm?
15:26Ja.
15:26Ich habe von der ganzen Aktion sowieso nicht viel gehalten.
15:29Sie meinen, dass Frau Nowak Herrn Adam ausspioniert hat,
15:32um herauszufinden, ob er für den Brand in der Manufaktur verantwortlich ist?
15:35Ich wollte ihn nicht ausspionieren,
15:36sondern lediglich an ihn appellieren, das Richtige zu tun.
15:40Wie auch immer.
15:41Ich nehme an, Sie sind dann hierher gefahren?
15:44Nachdem ich vergeblich versucht habe, Sophie auf dem Handy zu erreichen.
15:47Und als Sie hier angekommen sind, was ist dann passiert?
15:50Ich habe an die Tür geklopft, gerufen.
15:53Und auf einmal habe ich Schreie gehört.
15:55Von Frau Nowak.
15:56Herr Adam und ich hatten eine Auseinandersetzung.
15:58Was? Das war wesentlich mehr.
16:00Im Gegensatz zu dir war ich dabei.
16:02Außerdem, ich bin mir sicher, dass ich Herrn Adam hätte beruhigen können.
16:07Sophie, du hast um Hilfe gerufen.
16:09Das wirst du doch jetzt hier nicht leugnen.
16:11Ich habe mich erschrocken, aber...
16:14Ich bin mir sicher, dass er mir nichts getan hätte.
16:16Als ich hier hereingekommen bin, hat er dich auf den Boden gedrückt gehabt.
16:19Du warst völlig außer dir.
16:22Offensichtlich haben Sie unterschiedliche Ansichten, was hier genau passiert ist.
16:26Ich weiß auch warum.
16:29Sophie will die ganze Angelegenheit absichtlich herunterspielen.
16:32Das ist ein schwerer Vorwurf.
16:34Ja, und er ist völlig aus der Luft gegriffen.
16:37Was genau ist denn passiert, Frau Nowak?
16:45Nichts.
16:47Herr Adam und ich hatten eine heftige Meinungsverschiedenheit.
17:06Dann hat es Jessica also wirklich geschafft.
17:09Mit ihren Lügen hat sie Alexander gegen mich aufgebracht.
17:11Und er hat immer noch keine Ahnung, dass Michael Adam sehr wahrscheinlich der Vater von Jessicas Kind war.
17:16So wie gerade eben, habe ich ihn noch nie erlebt.
17:19So verletzend und gemein.
17:21Sogar meine Vergangenheit hat er gegen mich benutzt.
17:23Alles, was ich ihm einmal im Vertrauen erzählt habe.
17:27Gestern dachte ich noch, wir werden endlich glücklich.
17:30Und jetzt?
17:36Mann, kann man nicht auch knitterfreie Hemden kaufen? Das spart doch echt viel Zeit.
17:39Du wolltest doch die Hausfrau in dir aktivieren. Dazu gehört eben auch bügeln und kochen.
17:43Ich habe doch was im Ofen. Das habe ich ganz vergessen.
17:46Hey, hey, hey, hey, hey, hey. Sag mal, willst du die ganze Bude abfackeln?
17:50Äh, ich kümmere mich ums Essen.
17:54Oberstes Gebot beim Bügeln.
17:55Das Bügeleisen immer hinstellen, nie liegen lassen.
17:59Konstanze, das sieht ja lecker aus. Was ist denn das?
18:02Wildbraten in Hagebuttensauce.
18:04Fängst du jetzt wegen ihm auch wieder an, Fleisch zu essen?
18:06Was, ich habe doch gerade erst damit aufgehört.
18:08Für mich ist der Kartoffelbrei.
18:10Aber es ist Toms Lieblingsessen.
18:13Der wird ja ganz schön verwöhnt.
18:15Bis vor kurzem wusstest du doch noch nicht mal, wie man einen Wasserkocher bedient.
18:18Da siehst du mal, was die Liebe alles bewirkt.
18:26Was soll das, ne?
18:27Kannst du nach allem, was passiert ist, nicht wenigstens Jessica in Ruhe lassen?
18:30Alexander, du hast die Situation völlig missverstanden.
18:33Warum sollte ich ausgerechnet dir das glauben?
18:36Also gut, du willst antworten.
18:37Du willst wissen, warum ich behauptet habe, dass Richard dein Vater ist.
18:40Allerdings, ja.
18:42Auch wenn ich bezweifle, dass irgendetwas von dem, was du sagst, dein Handeln rechtfertigen kann.
18:46Wahrscheinlich nicht.
18:48Die einzige Erklärung, die ich dir geben kann, ist, dass ich Angst hatte.
18:51Eine panische Angst vor der Zukunft, vor meiner und vor deiner.
18:54Du erinnerst dich vielleicht noch, Wagner Coffee stand damals kurz vor dem Ruin.
18:57Ich habe versucht, unsere Firma zu retten.
19:01Und deshalb hast du Richard und mir vorgespielt, dass ich sein Sohn bin?
19:04Damit er dich finanziell unterstützt?
19:07Ich habe doch nicht geahnt, dass ich mich wieder in ihn verlieben würde.
19:11Aber spätestens dann hättest du ihm die Wahrheit sagen müssen.
19:14Dann hatte ich Angst, ihn wieder zu verlieren.
19:19Alexander, wenn ich gewusst hätte, was du für Nora empfindest,
19:23dann hätte ich schon viel früher die Wahrheit gesagt.
19:25Das musst du mir glauben.
19:27Was hast du denn von mir erwartet?
19:29Dass ich dir erzähle, dass ich mich in meine eigene Schwester verliebt habe?
19:32Ich war verzweifelt, verdammt.
19:33Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte.
19:38Ich hoffe, dass ihr mir irgendwann vergeben könnt.
19:41Ich weiß nicht, ob ich das jemals kann.
19:43Du hast genau gewusst, wie sehr ich mich nach meinem Vater gesehen habe, mein Leben lang.
19:47Und nach einer Familie.
19:49Ich habe mich hier in Falkenthal zu Hause gefühlt und bin immer mehr ein Teil dieser Familie geworden.
19:54Du hast dabei zugesehen.
19:57Dabei war alles nur eine Lüge.
20:06Sie haben also an jedem Abend zu keinem Zeitpunkt befürchtet,
20:08Herr Adam könnte Ihnen etwas antun.
20:13Nein.
20:14Was soll denn das?
20:16Das ist doch nicht wahr.
20:18Wie hat es Herr Adam eigentlich verkraftet,
20:20dass Sie kurz nach Ihrer Trennung von ihm bei Herrn Grafenberg eingezogen sind?
20:24Das war nicht leicht für ihn.
20:26Und seither haben Herr Adam und Herr Grafenberg ein sehr angespanntes Verhältnis zueinander.
20:33Aber Sie pflegen weiterhin guten Kontakt zu ihm.
20:36Er scheint hier immer noch ein- und auszugehen.
20:38Wir haben uns ausgesprochen.
20:39Obwohl er Sie neulich derart bedrängt hat, dass Sie um Hilfe gerufen haben?
20:43Er hat sich bei mir entschuldigt und ich glaube ihm, dass es ihm leid tut.
20:47Und damit ist die Sache für mich geklärt.
20:49Dem Typ tut überhaupt nichts leid.
20:50Er manipuliert dich und du kriegst es nicht mit.
20:53Haben Sie noch irgendwelche Fragen an mich?
20:56Frau Nova, kann es sein, dass Herr Adam Sie in irgendeiner Form unter Druck setzt, damit Sie nicht gegen ihn
21:02aussagen?
21:04Der Einzige, der mich in dieser Angelegenheit unter Druck setzt, ist Herr Grafenberg.
21:09Herr Grafenberg, unter diesen Umständen sehe ich keinen Grund, die Befragung weiter fortzusetzen.
21:15Was soll denn das heißen?
21:16Das alles auf eine kleine private Fede zwischen Ihnen und Herrn Adam hindeutet.
21:21Das ist doch, das ist doch Unsinn.
21:23Ja, Sie behaupten, es war eine versuchte Vergewaltigung.
21:27Das Opfer allerdings sagt, es war nichts weiter als eine etwas heftigere Auseinandersetzung.
21:31Ich weiß doch, was ich gesehen habe.
21:32Du hast gar nichts gesehen.
21:34Du warst vor der Türe und hast mich lediglich gehört.
21:37Du kannst dir gar keine Meinung darüber bilden, was hier tatsächlich vorgefallen ist.
21:42Ich fürchte, dann muss ich ihr Recht geben.
21:44Überlegen Sie sich, ob Sie Ihre Anzeige aufrechterhalten wollen, Herr Grafenberg.
21:47Oder ob Sie Ihre kleine Fede mit Herrn Adam nicht lieber privat beilegen, ohne die Justiz zu bemühen.
21:55Frau Nova, Herr Kollege.
22:15Kannst du dich denn überhaupt nicht in meine damalige Lage hineinversetzen?
22:18Wagner Coffey war unsere Lebensgrundlage.
22:20Ich hatte Angst, dass wir vor dem Ruin stehen.
22:22Angst?
22:23Und damit rechtfertigst du so eine Lüge?
22:26Ja, ich habe eine falsche Entscheidung getroffen.
22:28Und das sehe ich auch alles ein.
22:30Ich hätte nie gedacht, dass du zu so etwas fähig bist.
22:33Du hast mir beigebracht, dass Lügen immer der falsche Weg ist.
22:36Aber für dich gilt diese Regel anscheinend nicht.
22:39Ich wollte immer nur, dass du glücklich bist.
22:41Vor allem wolltest du selbst glücklich sein.
22:42Das stimmt so nicht.
22:44Als ich erfahren habe, dass du Nora immer noch liebst, habe ich dir die Wahrheit gesagt.
22:48Es geht nicht nur um Nora.
22:50Alles, worauf ich in den letzten Jahren vertraut habe, war von vorne bis hinten gelogen.
22:56Alexander, ich würde alles dafür tun, um die Dinge rückgängig zu machen, aber ich kann es nicht.
23:02Ich habe auf einen Schlag alles verloren.
23:08Meine Schwester, die Frau, die ich liebe, mein Vater und mein Baby.
23:16Es tut mir so leid.
23:20Das hilft mir jetzt auch nicht mehr.
23:39Ich kann dich einfach nicht verstehen.
23:42Ich dachte, die Wahrheit ist dir wichtig.
23:44Und seit wann bestimmst du, was die Wahrheit ist und was nicht?
23:47Du bist wirklich unglaublich, Vorderich.
23:50Erst zwingst du mich mit deiner Anzeige dazu, dass ich überhaupt eine Aussage vor der Polizei machen muss.
23:54Und jetzt machst du mir auch noch Vorhaltungen, weil ich nicht das gesagt habe, was du hören willst, ja?
23:59Weil es nicht das war, was hier stattgefunden hat.
24:05Geh doch einfach.
24:06Los, geh.
24:08Warum muss es denn so weit kommen?
24:10Ich kann es nicht mehr hören, Vorderich.
24:11Du hattest die Wahl.
24:12Aber du musstest ja unbedingt Anzeige erstatten, nicht wahr?
24:16Wenn du den Mensch, den du am meisten liebst, um Hilfe schreien hörst, dann...
24:25Ich will nicht, dass Michael dir noch mal sowas abtut.
24:29Warum verstehst du das nicht?
24:31Wenn es dir wirklich um mich gegangen wäre,
24:34dann hättest du meinen Wunsch respektiert.
24:37Du hast alles kaputt gemacht.
25:16Du hast alles kaputt gemacht.
25:20Willkommen.
25:21Oh Gott.
25:22Oh Gott.
25:24Was kommt jetzt?
25:29Willkommen zu Hause.
25:32Was ist denn hier passiert?
25:34Ich wollte dir eine kleine Willkommensfreude bereiten.
25:37Sag mal, du hast hier geputzt?
25:39Allein?
25:40Was soll denn dieser komische Untertonen?
25:43Na ja, also putzen ist ja nur nicht gerade dein Hobby, oder?
25:45Einfach durchwischen, das macht sich wie von selbst.
25:47Ja, was soll ich sagen, ich bin sprachlos.
25:51Wenn ich früher gewusst hätte, wie einfach das ist.
25:54Moment.
25:56Was riecht mir so komisch?
25:57So...
25:59So lecker.
26:01Ich hab gekocht.
26:02Du hast...
26:03Was?
26:04Ja.
26:05Dein Lieblingsessen.
26:07Du hast jetzt nicht wirklich ein Wildbraten mit...
26:10Okay, sag mir die Wahrheit.
26:11Wo ist meine Freundin Constanze?
26:14Sie steht vor dir.
26:15Und ich muss dir noch was sagen.
26:18Ja?
26:19Ich konnt's nicht erwarten, bis du endlich wieder zu Hause bist.
26:24Das ist ja mal besser.
26:29Schön, wieder hier zu sein.
26:37Die Polizei hat Sophie befragt, wegen meiner Anzeige gegen Michael Adern.
26:40Ach, das muss schwer für Sie gewesen sein.
26:44Bis vor einer halben Stunde war ich überzeugt, das Richtige zu tun.
26:47Ich wollte Sophie vor einer weiteren Attacke von Michael beschützen.
26:50Dann hast du das Richtige getan.
26:53Aber als ich jetzt gegangen bin da...
26:57Ich hab sie hinter der verschlossenen Tür weinen gehört.
27:01Ich hab ihr einfach zu viel zugemutet.
27:04Frederik, du hast Anzeige erstattet, weil du sie liebst.
27:08Ja, aber dann hätte ich doch ihre Wünsche respektieren müssen.
27:12Ich bin einfach zu weit gegangen.
27:14Du musstest es tun.
27:15Das macht doch alles keinen Sinn mehr.
27:18Sophie ist aus... aus dem Atelier ausgezogen.
27:21Ich will sie doch nicht verlieren.
27:26Es gibt eine einzige Möglichkeit, ich muss diese Anzeige zurückziehen.
27:35Es tut mir leid, dass ich schon wieder störe, aber ich...
27:37ich hab mir Sorgen um dich gemacht.
27:39Willst du wissen, was ich bei der Polizei ausgesagt habe?
27:44Ich habe versucht zu erklären, was neulich passiert ist.
27:47Ich hab gesagt, dass du dich in einem Ausnahmezustand befunden hast
27:51und dass du für einen kurzen Moment die Kontrolle verloren hast.
27:55Zufrieden?
27:57Danke.
27:59Sophie, ich weiß, dass dir das nicht leicht gefallen ist.
28:01Besonders im Gegenwart von Frederik.
28:05Aber das ist nicht der Grund, weshalb ich gekommen bin.
28:07Ich...
28:08Ich wollte einfach nur nach dir sehen.
28:10Die ganze Sache hat mich ziemlich mitgenommen.
28:13Gibt's vielleicht irgendwas, was ich für dich tun kann?
28:16Nein.
28:17Es tut mir leid, ich...
28:19bin gerade keine gute Gesellschaft.
28:22Ich brauch jetzt erstmal ein bisschen Ruhe.
28:25Ich verstehe.
28:26Eine Frage, wie hat denn Frederik reagiert?
28:31Darüber möchte ich auch nicht sprechen.
28:36Ich will jetzt erstmal ein bisschen alleine sein.
28:38Entschuldige, bitte.
28:40Natürlich.
28:41Und Michael?
28:42Ja?
28:43Ruf das nächste Mal bitte vorher an, bevor du kommst, ja?
28:47Ich brauch Zeit für mich.
28:49Ja.
29:02Warum sind jetzt meine Klamotten in deinem Zimmer?
29:07Das hier ist nicht mehr mein Zimmer.
29:09Hast du getauscht?
29:11Das hier hat dir doch so gut gefallen.
29:12Ach Tom, für einen Polizisten stehst du echt ganz schön auf der Leitung.
29:16Bitte?
29:16Haben wir nicht gesagt, WG-Leben ist vorbei, wir wohnen jetzt richtig zusammen?
29:21Moment, du willst sagen, das hier ist unser gemeinsames Schlafzimmer und das hier ist unser gemeinsames Bett?
29:29Ja.
29:30Das heißt, wir wachen jetzt jeden Morgen zusammen auf?
29:32Nee, wenn du Frühdienst hast, dann würde ich schon gerne noch ein Stündchen länger schlafen.
29:36Ehrlich?
29:37Hättest du nicht gedacht, dass du das so durchziehst?
29:39Ich ziehe hier überhaupt nichts durch.
29:41Ich ändere nur ein paar alte Gewohnheiten.
29:42Verstehe.
29:43Und was kommt als nächstes?
29:44Du wolltest dich hier umziehen.
29:46Ja.
29:46Und dann essen wir.
29:52Irgendjemand hat meine Hemden gewaschen.
29:54Und gebügelt.
29:56Ja.
29:57Konrad hat mir beim Bügeln ein bisschen geholfen.
29:59Konstanze, langsam machst du mir Angst.
30:01Vielleicht will ich dich ja in den Wahnsinn treiben.
30:04Also mit Putzen, Kochen, Bügeln und einem gemeinsamen Schlafzimmer glaube ich eher, dass du dich selber in den Wahnsinn treibst.
30:10Ich halte das locker aus.
30:11Das hoffe ich doch.
30:13So sieht jetzt nämlich dein Leben aus.
30:17Die Überraschung ist dir gelungen.
30:20Ich liebe dich, Konstanze.
30:23Über alles.
30:26Hoffentlich sagst du es dann auch noch, wenn du den Braten probiert hast.
30:29Braten kann warten.
30:55Sie haben ja eine Grühbirne gefunden.
30:58Im Keller waren tatsächlich noch welche.
31:00Ich gehe gleich nach oben und tausche sie aus.
31:02Da müssen wir Ihren Sohn nicht extra bemühen.
31:05Danke.
31:10Guten Tag, Frau Landmann.
31:11Guten Tag.
31:12Haben Sie meinen Onkel gesehen?
31:13Ja, er ist gerade nach oben gegangen.
31:17Sie sind im Moment nicht gut auf mich zu sprechen.
31:20Wundert Sie das nach allem, was Sie Frederik und Sophie angetan haben?
31:25Was zwischen Herrn Grafenberg und Sophie vorgefallen ist, das bedauere ich zu tiefst.
31:30Hören Sie auf, Herr Adam.
31:32Vor mir brauchen Sie keine Komödie zu spielen.
31:34Ich glaube Ihnen ebenso wenig wie Frederik.
31:37Was wohl mein Onkel dazu sagen würde, wenn er das aus Ihrem Munde hört,
31:41mir jedenfalls glaubt er, dass ich mich gewandelt habe.
31:45Sie täuschen und hintergehen gerade die Menschen, denen etwas an Ihnen liegt.
31:50Und das hat Ihr Onkel nicht verdient und Frau Nowak schon gar nicht.
31:55Mit Verlaub, Frau Landmann, das geht Sie überhaupt nichts an.
31:59Und ob mich das etwas angeht, wie Sie die Menschen behandeln, die mir etwas bedeuten,
32:05Sie sollten sich schämen.
32:06Sie haben die Rücksichtnahme von Frederik gar nicht verdient.
32:10Das nennen Sie Rücksichtnahme.
32:12Er hat mich angezeigt.
32:13Für Sophie würde er alles tun.
32:16Selbst einen so selbstgefälligen und arroganten Menschen wie Sie
32:20würde er laufen lassen, der in Wirklichkeit gar nichts bereut.
32:25Aber auch gar nichts.
32:26Wenn Sie einen Funkenanstand im Leib hätten,
32:29dann wüssten Sie, dass Sie für Ihre Fehler gerade stehen müssen
32:32und Sie würden sich nicht hinter dem Mitleid von Frau Nowak verstecken.
32:37Das war's.
32:39Würden Sie meinem Onkel bitte ausrichten, dass ich hier gewesen bin?
32:43Danke. Sehr lebenswert.
33:06Entschuldige.
33:08Ich wollte dich nicht erschrecken.
33:09Ich war nur in Gedanken.
33:14Schön, dass du wieder da bist.
33:15Ich hab gerade angefangen, mich alleine zu fühlen.
33:20Nicht, bitte.
33:23Ich muss dir etwas sagen.
33:28Okay, worum geht's?
33:32Dass wir unser Baby verloren haben.
33:35Es tut mir genauso schrecklich wie für dich.
33:40Ja, aber wir kommen darüber hinweg.
33:44Wir schaffen das zusammen.
33:46Und mit ein bisschen Glück werde ich ganz bald wieder schwanger.
33:53Das hoffe ich sehr für dich.
33:56Aber ich kann für dieses Kind nicht der Vater sein.
34:01Wie meinst du das?
34:03Dass ich immer für dich da sein werde.
34:05Als dein Freund.
34:07Als mein Freund?
34:09Aber wir gehören doch zusammen.
34:10Jessica, es tut mir leid, dabei.
34:12Ich will die Verlobung lösen.
34:15Ich kann dich nicht heiraten.
34:17Ist es wegen Nora?
34:18Nein.
34:19Ich weiß, dass ich dich damit sehr verletze.
34:22Ich würde dich noch viel mehr verletzen,
34:23wenn wir einfach so weitermachen würden wie bisher.
34:26Dann ist es die Strafe dafür, dass ich unser Kind verloren habe?
34:28Nein, nein, nein.
34:29Das darfst du nicht einmal denken.
34:30Bitte.
34:32Aber irgendwas habe ich falsch gemacht.
34:34Sag's mir einfach, ja?
34:35Darum geht es nicht.
34:37Du bist wunderbar so, wie du bist.
34:40Und du verdienst es, geliebt zu werden.
34:42Aber ich kann dir das nicht geben.
34:45Nicht mehr.
34:50Alexander.
34:53Warum denn gerade ich jetzt?
34:55Warum tust du mir das an?
34:59Es tut mir leid.
35:22Was
35:24was
35:46Hallo, Frederik.
35:49Sophie, hast du einen Moment Zeit für mich?
35:52Was willst du?
35:53Ja, wegen heute Nachmittag.
35:57Es tut mir leid, dass ich dich in eine so unangenehme Lage gebracht habe.
36:01Warum hast du es überhaupt so weit kommen lassen?
36:04Weil ich überzeugt war, dass ich recht habe.
36:08Aber mir ist klar geworden, dass es falsch war.
36:11Ich hätte mich einfach nicht über deinen klaren Wunsch so hinwegsetzen dürfen.
36:18Sophie, ich liebe dich.
36:20Und ich wollte dich einfach nur beschützen.
36:24Aber dann habe ich gemerkt, wie sehr ich dich durch mein Verhalten verletzt habe.
36:29Das wollte ich nicht.
36:31Ich weiß, Frederik.
36:34Gibst du mir eine Gelegenheit, meine Fehler wieder gut zu machen?
36:38Kannen wir reden?
36:42Eigentlich würde ich jetzt gerne alleine sein.
36:47Ich finde einfach, dass unsere Situation völlig unmöglich ist.
36:50Ich kann nicht dich sehen.
36:55Also gut.
36:57Aber nicht bei dir, okay?
37:00Mir wäre ein neutraler Ort lieber.
37:03Okay.
37:04Ist dir das Lanzino neutral genug?
37:06Sagen wir in einer Stunde?
37:09Ja, ist gut.
37:10Bis dann.
37:34Das sieht richtig gut aus.
37:36Das sieht richtig gut aus.
37:41Du kannst auch mal einen Kompromiss eingehen.
37:43Ich warte nur darauf, dass ich jeden Moment aufwache und mir fliegt eine Serviette an den Kopf mit dem Spruch,
37:46ich kann mir meinen verdammten Braten auch selber machen.
37:49Wart's ab.
37:50Bis dahin kannst du ja schon mal probieren.
37:51Okay, ich probiere.
37:57Und?
38:00Gut.
38:02Du lügst.
38:03Nee, wirklich.
38:04Im Ernst, das ist sehr interessant.
38:06Das ist furchtbar, gibst du.
38:08Pretty good.
38:11Ungefähr der furchtbarste Braten, den ich jemals gegessen habe.
38:15Aber wie sagt man, wenn das Essen versalzen ist, ist der Koch verliebt, oder?
38:19Zu viel Salz, nee, nie im Leben.
38:21Das ist ein Problem, aber.
38:26Was hältst du davon, wenn wir uns einfach den Kartoffelbrei durchzweiteilen?
38:30Weil du es bist.
38:32Deine Kompromissbereitschaft gefällt mir heute wirklich wunderbar.
38:35Komm, auf den schönsten, romantischsten und wunderbarsten Abend, den wir jemals hatten.
38:38talk, auf den schönsten, romantisch
39:08Amen.
40:06Guten Abend, Frederic.
40:09Was machen Sie denn hier? Ich habe keine Zeit für Sie.
40:12Sie warten auf Sophie, ich weiß.
40:14Sie sind hier, um sich mit ihr zu versöhnen und ihr zu sagen, wie leid Ihnen das alles tut.
40:22Sie haben unser Gespräch belauscht.
40:24Allerdings habe ich ja meine Zweifel, dass Sie Sophie damit zurückgewinnen.
40:28Die Befragung durch die Polizei, die hat wehgetan.
40:33Das hat er richtig zugesetzt.
40:35Sie verstehen schon, dass ich das nicht mit Ihnen besprechen möchte.
40:38Ach, das müssen Sie gar nicht mit mir besprechen. Ich weiß sowieso, was Sie vorhaben.
40:42Ihnen ist klar geworden, dass Sie sich mit dieser Anzeige ein Eigentor geschossen haben.
40:47Und jetzt wollen Sie diesen Fehler wieder korrigieren, indem Sie die Anzeige gegen mich zurückziehen.
40:51Das stimmt doch soweit.
40:57Aber du hast die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
41:00Sophie wird Ihnen nicht verzeihen, ganz im Gegenteil.
41:03Und ich werde Ihnen den Graben zwischen euch beiden noch tiefer machen, als er eh schon ist.
41:09Und wie wollen Sie das anstellen?
41:10Das wirst du gleich sehen.
41:13Sophie!
41:14Das ist schön, dass du vorbeikommst.
41:16Michael, was machst du hier?
41:17Ich war zufällig hier, wollte ein Glas Wein trinken, Kleinigkeit essen, habe ich vor der Reck gesehen.
41:22Und ich habe gerade nochmal versucht, mich aufrichtig bei ihm zu entschuldigen.
41:26Und ich möchte Ihnen meine Anteile an der Manufaktur überlassen.
41:31Was?
41:33Sie stehen sowieso eher Ihnen zu als mir.
41:37Sie sind doch ein mieser Heuchler.
41:39Herr Grafenberg, nehmen Sie meine Entschuldigung an.
41:43Sie ist wirklich ernst gemeint und ehrlich.
41:46Aber ich bitte Sie, ziehen Sie die Anzeige gegen mich zurück.
41:50Bitte.
41:59Dein Sohn hat mich verlassen, wusstest du das?
42:01Und du bist schuld daran.
42:03Du hast alles kaputt gemacht.
42:04Und deshalb wirst du jetzt auch alles verlieren.
42:07Ich sehe einfach keine Zukunft für uns beide.
42:10Und du hast es verdient, dass du für jemanden einfach alles bist.
42:13Aber sie ist alles für dich.
42:15Die Frau, die unser Kind auf dem Gewissen hat.
42:17Er erträgt dich nicht mehr und weißt du auch warum?
42:20Weil jedes Mal, wenn er dich ansieht, muss er daran denken, dass du sein Kind auf dem Gewissen hast.
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