- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Jedenfalls ist sie überhaupt nicht mein Typ.
00:01Deswegen hast du ja auch mit ihr getanzt und so leuchtende Augen bekommen,
00:03als du vorhin von ihr gesprochen hast.
00:05Okay, ich gebe es zu, die Frau hat was.
00:07Du willst mit mir tanzen?
00:08Ja.
00:09Jetzt?
00:10Warum nicht?
00:21Zieh deine Aussage zurück
00:23oder ich werde den Staatsanwalt höchstpersönlich über deinen Meinheit informieren.
00:28Du kannst mir nicht drohen.
00:30Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Meinheit und alles, was damit im Zusammenhang steht,
00:34vor Gericht auf keinen Fall erwähnen.
00:37Wie soll ich mir und vor allem meinem Vater jemals wieder in die Augen sehen können,
00:40wenn ich nicht endlich alles gestehe?
00:42Ist Ihnen lieber, dass der Prozess platzt und Annabelle Grafenberg straffrei davon kommt, ja?
00:48Wenn also in Ihrem Geständnis von Meinheit nicht die Rede ist,
00:53dann hat es diesen Meinheit nicht gegeben.
00:55Ich muss dazu etwas sagen.
01:05Es tut mir leid, aber du irrst dich.
01:10Ich habe einen Meinheit geleistet.
01:26Ich muss dazu etwas sagen.
01:30Es tut mir leid, aber du kannst, ja?
01:36Wir brauchen einen Mit dunklen.
01:51Ich habe im Prozess zum Viktoria van Weyden gelogen.
01:58Es tut mir leid.
02:01Ruhe, bitte.
02:04Frau van Weyden, Sie wissen, dass Meinheit unter Strafe steht
02:07und dass Sie nichts aussagen müssen, was Sie belasten würde.
02:10Ja.
02:11Wollen Sie dennoch bei Ihrer Aussage bleiben?
02:15Ja.
02:17Ich will, dass die ganze Wahrheit auf den Tisch kommt.
02:21Ich habe damals einen Meinheit geleistet,
02:23um den Verdacht gegen meine Mutter zu entkräften.
02:28Die Verhandlung wird unterbrochen.
02:30Die Anwälte bitte zu mir.
03:02So, so, Sie mag mich also, ja?
03:04Was war das dann eben, bitte?
03:06Temperament?
03:07Leidenschaft.
03:08Blödsinn.
03:09Die Frau ist auch völlig verknallt.
03:10Durcheinander?
03:12Überspannt.
03:13Immerhin hast du sie geküsst.
03:15Nicht so weit gegangen?
03:16Sie sah nicht so aus, als ob es ihr nicht gefallen hätte.
03:19Und wie sie mit dir getanzt hat?
03:21Ich mit ihr meinst du wohl?
03:22Tom, die Luft hat gebrannt.
03:24Was soll ich jetzt eurer Meinung nach machen?
03:26Hinterher renne ich ihr jedenfalls nicht.
03:28Brauchst du auch gar nicht.
03:33Ich habe meine Tasche vergessen.
03:39Ja, wünsche dir auch einen schönen Tag.
03:42Ich übernehme die Hysterikerin und du den Polizisten.
03:46Okay.
03:48Ich wusste, dass ich recht habe.
03:49Die Frau ist überspannt.
03:51Aber sowas von...
04:03Frau Landmann.
04:05Hallo, Adam.
04:06Gehe ich recht in der Annahme, dass Frau Grafenberg noch nicht verteilt worden ist?
04:10Stimmt.
04:11Aber sie hat es wieder geschafft, sich einen großen Auftritt zu verschaffen.
04:15Nennt dem Prozess einen Skandal und Noras Geständnis eine Lüge.
04:20Darf ich raten, da sie ihr Herz auf der Zunge tragen, konnten sie in dem Moment nicht an sich halten.
04:26Ich habe lediglich eine klitzekleine Bemerkung gemacht.
04:28Eine klitzekleine Bemerkung.
04:30Und anstatt Annabelle den Mund zu verbieten, hat er mich rausgeworfen.
04:33Vielleicht blieb ihm keine andere Wahl.
04:35Was?
04:37Wer lässt sich einwickeln von ihrem Getue?
04:39Das dürfte für einen Mann in dieser Position eher unwahrscheinlich sein.
04:43Herr Adam, auf wessen Seite stehen Sie eigentlich?
04:46Das wissen Sie doch.
04:47Auf Ihrer.
04:51Ich weiß nicht.
04:53Annabelle versucht wieder mit allen Tricks ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
04:56Und ich werde das dumme Gefühl nicht los, dass es ihr auch diesmal wieder gelingen könnte.
05:06Ich will Ihre Entscheidung natürlich nicht vorgreifen, Herr Vorsitzender.
05:10Aber bei diesem Stand der Dinge gibt es ja wohl keine andere Möglichkeit, als das Verfahren gegen meine Mandantin sofort
05:16einzustellen.
05:17Dafür gibt es überhaupt keinen Grund.
05:19Ich bitte Sie.
05:20Liebe Frau Kollegin, Ihre Mandantin hat gerade eben einen Meinheit gestanden.
05:24Wie glaubwürdig ist eine solche Hauptbelastungszeugin?
05:26Was meine Mandantin in der Vergangenheit die Unwahrheit gesagt hat, ändert nichts an der Glaubwürdigkeit Ihrer Aussage heute.
05:32Sie hat sich ohne Not und trotz der absehbaren negativen Folgen für sich selbst zu Ihrem Meinheit bekannt.
05:38Herr Staatsanwalt.
05:40Für mich gibt es zu diesem Zeitpunkt keinen Grund, das Verfahren einzustellen.
05:44Zumindest nicht vor Anhörung sämtliche Zeugen und Gutachter.
05:48Ich glaube kaum, dass Gutachter ausreichen werden, die Angeklagte zu überführen.
05:51Solange sie die Tat nicht gesteht...
05:53Warum sollte sie?
05:55Frau Gravenberg ist unschuldig.
05:57Hat sie deshalb versucht, meine Mandantin unter Druck zu setzen?
06:00Sie bewegen sich auf sehr dünnem Eis, werte Kollegin.
06:03Und Sie nehmen leichtfertig die Unarten Ihrer Mandantin an, Herr Kollege.
06:07Also gut, ich schließe mich der Meinung der Staatsanwaltschaft an.
06:11Der Prozess wird auf heute nach Mittag vertagt.
06:15Ich hoffe allerdings, Frau Novak, dass Sie noch einiges in Petto haben.
06:31Ich hätte dich wirklich sofort in meine finanzielle Lage einweihen sollen.
06:34Wichtig ist, dass wir ab jetzt an einem Strang ziehen.
06:37Das habe ich endlich kapiert.
06:39Ich liebe dich.
06:41Chaot.
06:43Wahrscheinlich werden wir gleich die Gelegenheit haben, an einem Strang zu ziehen.
06:56Ein Fändungsbescheid.
06:57Aber das können die doch nicht machen.
06:58Die können doch nicht einfach fänden, ohne vorher eine Mahnung geschickt zu haben.
07:01Die müssen eingedrodelt sein, während wir im Urlaub waren.
07:04Autsch.
07:05Nein.
07:07Ich kann mir nicht vorstellen, dass mir meine Bank noch einen Kredit gewährt.
07:10Ich muss noch mal mit meinem Sachbearbeiter reden.
07:14Vielleicht gibt es ja noch eine andere Möglichkeit.
07:21Henning Reichenbach?
07:22Ja.
07:23Immerhin ist die Manufaktur dein größter Auftraggeber.
07:26Vielleicht gibt er dir ja einen Vorschuss.
07:28Ich weiß nicht.
07:29Rede mal mit ihm.
07:30Versuchen solltest du es.
07:33Herr Reichenbach?
07:34Hallo.
07:35Hätten Sie mal fünf Minuten für mich?
07:36Das ist gerade schlecht.
07:37Ich habe gleich einen Termin mit Herrn Hagendorf.
07:39Ich hätte Sie gern dabei.
07:41Nicht?
07:42Warum?
07:43Das erkläre ich Ihnen gleich.
07:46Na, hat ja super geklappt.
07:48Versuch's später nochmal.
07:58Wenn Sie wollen, könnte ich dem Prozess beiwohnen, sozusagen als Ihr persönlicher Gerichtsreporter.
08:04Das ist sehr nett von Ihnen.
08:06Aber Sie kennen mich doch.
08:08Ich würde Sie doch mit meinen Fragen zur Weißglut treiben.
08:12Außerdem sind Marianne und Tobias vor Ort.
08:15Wenn ich sonst noch irgendwas für Sie tun kann, Frau Landmann?
08:18Danke, Herr Adam.
08:24Herr Adam.
08:26Hallo.
08:26Hallo, Eva.
08:27Hallo.
08:28Wie ist er denn schon wieder da?
08:30Ist denn der Prozess vorbei?
08:32Ich meine, ist etwas passiert?
08:33Sagt mir bitte nicht, dass Annabelle...
08:35Die Verhandlung ist unterbrochen worden, weil Nora zugegeben hat, damals im Prozess, um Victorias
08:40Tod gelogen zu haben.
08:42Und er eilt.
08:43Ach, als Annabelle freigesprochen wurde.
08:45Und was bedeutet das jetzt für diesen Prozess?
08:47Sie hat damit ihre eigene Glaubwürdigkeit infrage gestellt.
08:52Ich habe immer geahnt, dass dieser Prozess scheitern könnte, weil Annabelle dafür sorgt.
08:59Aber doch nicht, dass Nora sich selbst belastet.
09:01Manchmal verstehe ich dieses Mädchen nicht.
09:03Immerhin hat sie jetzt alles gesagt.
09:05Ja.
09:06Und wenn Annabelle deswegen wieder davon kommt?
09:11Es kann schon sein, dass der Prozess ganz abgebrochen wird.
09:16Richard van Weymer jedenfalls sehr betroffen.
09:18Er hätte seine Tochter gerade noch gegen alle Anfeindungen verteidigt und erklärt, dass
09:22es nicht mehr nötigt hat zu lügen.
09:26Es muss sie sehr große Überwindung gekostet haben.
09:39Was glaubt er eigentlich, wer er ist?
09:40Er hat dir einen Kuss gegeben und nicht versucht, dir dein Portemonnaie zu klauen.
09:43So ein aufgeblasener, arroganter, attraktiver...
09:47Attraktiv... was?
09:48Nein!
09:49Elsa, der Typ ist wirklich total...
09:51Bockig, die Frau.
09:52Sie hätte sich keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn sie sich wenigstens bei mir entschuldigt hätte.
09:56Dafür, dass sie mit dir getanzt hat.
09:58Quatsch.
09:59Für die Ohrfeige.
10:00Der hätte sich ja wohl auch mal entschuldigen können für den Kuss.
10:03Du bist ins Warnis gekommen, hast dir deine Tasche gekrallt und warst wieder weg.
10:06Da konnte er ja nicht mal Luft holen.
10:08Wenn er gewollt hätte...
10:09Wenn du gewollt hättest.
10:11Ey, Moment mal, Elsa, du tust gerade so, als würde ich Tom Nowak eigentlich ganz toll finden.
10:15Hallo?
10:16Er und ich, es geht gar nicht.
10:18Das ist wie Feuer und Wasser.
10:20Ja, ja, schon klar.
10:20Jetzt hören wir mal zu.
10:21Als ich Konrad kennenlernte.
10:23Da haben wir gedacht, dass wir überhaupt nirgendwo zusammenkommen können.
10:26Sie in der Stadt, ich immer im Wald.
10:27Mich stören Gegensätze ja auch überhaupt nicht.
10:29Im Gegenteil, ich finde das ja sogar sehr spannend.
10:32Aber sie dürfen nicht so schmerzhaft sein.
10:34Ich dachte, du magst gerade dieses Temperament an Konstanze.
10:38Vielleicht.
10:39Aber magst du hier auch irgendwas an mir?
10:41Der ist ein Bulle.
10:42Das sagst du ja jetzt schon die ganze Zeit.
10:44Aber was heißt das?
10:45Kennst du einen, kennst du alle?
10:46Was soll denn das jetzt?
10:48Na, wer im Glashaus sitzt.
10:50Du unterstellst ihm alles Mögliche, aber kennst du ihn?
10:53Nee, muss ich auch nicht.
10:59Hagendorf sollte längst hier sein.
11:00Ich weiß trotzdem nicht, warum ich bei dem Termin dabei sein soll.
11:04Ich bin Chefin der Designabteilung und nicht der Manufaktur.
11:07Was nicht ist.
11:09Ich hänge nicht an diesem Sessel hier.
11:12Eigentlich ist es schon komisch, dass Frau Grafenberg mich nicht längst gefeuert hat.
11:17Hat Ihr Anwalt denn irgendetwas angedeutet?
11:19Bis jetzt noch nicht.
11:21Aber immerhin habe ich die Bilanzen gefälscht und sie nach Falkenthal gelockt.
11:25Ja, und nach dem Geständnis von Nora wurde sie dann verhaftet.
11:28Richtig.
11:29Aber warum sollte Frau Grafenberg Sie ausgerechnet jetzt entlassen?
11:32Diese Frau hat momentan wirklich andere Probleme.
11:36Früher oder später wird es hier einen neuen Geschäftsführer geben.
11:39Und da ist es gut, dass er jemanden hat, der ihm in der Manufaktur alles zeigen und erklären kann.
11:45Und dem vor allem etwas an der Firma liegt.
11:48Wie? Sie wollen uns verlassen?
11:52Irgendwann sicher.
11:57Ja, was gibt's?
11:59Ja, stellen Sie durch.
12:03Guten Tag, Herr Hagendorf. Ich warte schon auf Sie.
12:08Ja, verstehe.
12:12Aber vielleicht sollten wir noch einmal in Ruhe über alles reden.
12:17Aber Frau Grafenberg hat doch mit der Manufaktur gar nichts mehr zu tun.
12:23Gut.
12:26Ja, das Bedauern liegt ganz auf unserer Seite.
12:29Wiederhören.
12:31Lassen Sie mich raten.
12:32Herr Hagendorf will keine Geschäfte mehr mit Falkenthal-Porzellan machen, weil die Chefin wegen Mordes und Erpressung vor Gericht steht.
12:39Es wird nicht der Letzte sein bei der wunderbaren Presse, die wir derzeit haben.
12:44Maike, wie es aussieht, kriegen wir ein richtig großes Problem.
13:02Nora.
13:04Ich kann mir meinen Tee auch später machen.
13:06Aber das ist doch nicht nötig.
13:09Komm, setz dich.
13:26Weißt du schon Bescheid?
13:29Hm.
13:31Ich weiß, ich habe alle enttäuscht und verletzt.
13:35Aber ich konnte es vorher einfach nicht zugeben.
13:40Ich wusste, dass ich meinem Vater damit das Herz brechen würde.
13:45Weine ruhig.
14:01Du hättest mal so im Blick sehen sollen, wie er mich nach meinem Beständnis angeschaut hat.
14:06Vor diesem Blick habe ich mich immer gefürchtet.
14:11Es war für uns alle ein Schock.
14:18Das war eine Tat aus deinem alten Leben.
14:22Und es war gut.
14:24Und es ist richtig, dass du dich davon trennen willst.
14:27Du hast viel Kraft.
14:29Bitte gib jetzt nicht auf.
14:30Du bist auf dem richtigen Weg.
14:35Ich liebe meinen Vater so sehr.
14:39Er liebt dich auch.
14:41Aber er wird Zeit brauchen.
14:59Tom Nowak, genau.
15:01Nein, nein, ich wollte mich nicht beschweren.
15:02Ich wollte nur...
15:05Und Sie geben die Privatnummern von Ihren Beamten nicht raus?
15:10Ja, da kann man wohl nichts machen.
15:12Nein, nein, danke.
15:13Das wird nicht nötig sein.
15:14Ich rufe wieder an.
15:17Tschüss.
15:17Ich rufe wieder an.
16:15Untertitelung des ZDF, 2020
16:18Vater, ich weiß, dass ich dir sehr wehgetan habe
16:22Nora, bitte jetzt nicht
16:23Aber ich muss dir noch was sagen, bitte hör mir zu
16:25Ich habe Hagen damals niedergeschlagen
16:28Ich bin schuld an seiner Amnesie
16:31Wir wollten Annabelle eine Falle stellen
16:33Er hat sie gezwungen zu erzählen, was damals wirklich mit Viktoria passiert ist
16:36Und ich habe alles mit einer versteckten Kamera aufgezeichnet
16:38Aber Hagen ging es nur um Rache
16:40Er stand mit einer Waffe vor Annabelle und wollte sie erschießen
16:42Ich habe ihn niedergeschlagen
16:44Ich habe Hagen niedergeschlagen
16:48Weißt du, was du da sagst?
16:52Du hast die ganze Zeit gewusst, dass Viktoria
16:56Dass Annabelle meine Tochter tatsächlich auf dem Gewissen hat
17:00Und du hast nichts gesagt
17:05Okay
17:35Okay
17:39Tom wollte mir ja ernsthaft weismachen, dass er jetzt lieber auf Distanz zu Constanze gehen will.
17:43Gegen der Ohrfeige?
17:44Wie?
17:45Hast du seinen Blick gesehen, als sie ihre Tasche hier geholt hat?
17:47Sein Herz hat ja förmlich bis zum Hals geschlagen.
17:50Constanze ist ja jetzt ein bisschen sauer auf mich, weil ich ihr unterstellt habe, dass sie Tom Nova ganz toll
17:54findet.
17:55Weißt du, was sie sagt? Er und ich, wir sind wie Feuer und Wasser.
17:59Das ist fast ein bisschen wie bei uns damals, als wir uns kennengelernt haben.
18:02Ich hab dir nie eine Ohrfeige gegeben.
18:04Na, ich war ja auch nie so forsch wie Tom.
18:06Allerdings.
18:07Was soll denn das jetzt heißen?
18:09Wär es dir etwa lieber, wenn ich dich gleich beim zweiten Treffen geküsst hätte?
18:13Na ja, beim zweiten Treffen vielleicht nicht gleich, aber...
18:15Ach, ich lebe dich.
18:18Hola, ihr zwei.
18:20Hola.
18:21Störe ich?
18:22Ne, setz dich.
18:24Entschuldigt mich mal kurz.
18:30Sag mal, kann es sein, dass...
18:34Hast du vielleicht Toms Handynummer?
18:36Ja, hab ich.
18:38Ja, nicht was du denkst.
18:39Ich will ihm nur sagen, dass...
18:41Sein Verhalten, das ist...
18:44Blöd und so.
18:46So.
18:48Ja, wird sich bestimmt über deinen Anruf freuen.
18:54Ich weiß, wir hatten das anders besprochen.
18:58Jetzt hab ich ihre ganze Verhandlungsstrategie zunichte gemacht.
19:03Ich konnte nicht anders.
19:04Ich hatte das Gefühl zu ersticken, wenn ich nicht endlich den Meinheit gestehe.
19:10Und deshalb hab ich Richard auch erzählt, dass ich Hagen niedergeschlagen habe.
19:15Und dass Annabelle den Mord an Viktoria gestanden hat.
19:20Das würde mir nie verzeihen.
19:23Emotionen helfen uns jetzt nicht weiter.
19:27Der Richter hat um ein Haar den ganzen Prozess platzen lassen.
19:32Und Frau Grafenbergs Anwalt wird es ein großes Vergnügen sein,
19:35jede noch so kleine Schwindelei aus ihrem Leben hervorzuwühlen
19:38und sie als notorische Lügnerin darzustellen.
19:40Kein Mensch wird mir mehr glauben.
19:43Dabei weiß ich, dass Annabelle den Mord an Helena in Auftrag gegeben hat.
19:46Wir haben nur noch eine Chance.
19:48Richard muss noch einmal für Sie aussagen.
19:52Vergessen Sie es.
19:54Wenn irgendjemand dem Gericht klar machen kann, dass Sie sich geändert haben
19:57und dass Ihr Geständnis in allen Punkten der Wahrheit entspricht,
20:00dann ist es Ihr Vater. Er muss noch einmal für Sie aussagen.
20:07Es ist unsere letzte Chance.
20:19Und woher haben Sie die Information, dass die Firma Hagendorf abgesprungen ist?
20:24Aha.
20:27Herr Dr. Sander, nur weil Frau Grafenberg in Untersuchungshaft sitzt,
20:31heißt das ja noch nicht, dass unser Porzellan anders oder gar schlechter geworden ist.
20:37Verstehe. Schade.
20:40Ja, den wünsche ich Ihnen auch.
20:44Was geht da so los?
20:45Dr. Sanders' Lieferung geht diese Woche in den Versand.
20:49Den Auftrag nimmt er auch noch ab.
20:51Aber die Bestellung von 200 Gedecken für ein Luxushotel in München hat er storniert.
20:55Oh nein.
20:58Hagendorf, Sander, wer wird der Nächste sein?
21:02Ich fürchte, wir haben bald nicht mehr genug zu tun für unsere Belegschaft.
21:05Kurzarbeit.
21:07Einsparungen, möglicherweise auch Entlassungen.
21:10Und wegen Annabelle Grafenberg muss ich meine Auszubildenden ohne Berufsabschluss auf die Straße schicken.
21:17Ich fürchte, ich habe keine Ahnung, wie ich die Lawine stoppen soll.
21:22Wir sollten der Belegschaft gegenüber mit offenen Karten spielen.
21:27Ein Gespräch mit dem Betriebsrat?
21:28Ja.
21:30Wir müssen ehrlich zu unseren Angestellten sein.
21:33Ich wusste schon, warum ich sie in dieser Situation an meiner Seite haben will.
21:41Es mag ja sein, dass du mir tatsächlich nichts sagen konntest wegen deines Anwaltsgeheimnisses.
21:45Es ist so.
21:47Außerdem habe ich selbst erst gestern die ganze Wahrheit erfahren.
21:50Und trotzdem.
21:51Es gab für Nora absolut keinen Grund, so lange mir gegenüber zu schweigen.
21:56Ich bin ihr so entgegengekommen.
21:57Ich hatte so viel Verständnis für sie.
22:00Das weiß sie.
22:01Und sie wollte dich bestimmt nicht verletzen.
22:04Bist du da so sicher?
22:06Ich kann wirklich verstehen, dass du aufgewühlt bist.
22:10Mir selbst ging es ähnlich, als ich erfahren habe, dass sie es war, die Hagen damals niedergeschlagen hat.
22:14Siehst du?
22:15Und trotzdem willst du, dass ich für Nora aussage?
22:20Sophia, sie hat die ganze Zeit gewusst, dass Annabelle Viktoria auf dem Gewissen hat.
22:23Und sie hat nichts gesagt.
22:27Wir sind uns jeden Tag begegnet.
22:29Kein Wort.
22:31Obwohl sie wusste, was Viktoria mir bedeutet hat.
22:33Sie hat geschwiegen, weil sie dich nicht verlieren wollte.
22:36Sophia, du brauchst dich nicht weiter bemühen.
22:38Ich kann nicht.
22:39Ist dir klar, was das für Konsequenzen haben kann?
22:42Wenn du morgen nicht für deine Tochter aussagen willst,
22:45dann wird das Gericht ihr Geständnis vermutlich verwerfen.
22:48Und dann kommt Annabelle Grafenberg frei.
22:50Ist es das, was du willst?
22:56Wenn diese Entwicklung sich fortsetzt und weitere Kunden abspringen,
23:00müssen wir die Produktion leider auf Kurzarbeit umstellen.
23:03Natürlich hoffen wir damit, diese für uns alle schwierige Situation überstehen zu können.
23:09Wir werden jedenfalls alles dafür tun.
23:13Für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit in meinem Büro zur Verfügung.
23:16Ich danke Ihnen.
23:21Glauben Sie wirklich, dass es mit der Manufaktur wieder aufwärts gehen wird?
23:26Wie gesagt, ich hoffe es.
23:28Obwohl, das dicke Ende kommt wahrscheinlich erst noch.
23:31Wenn Annabelle Grafenberg als Mörderin verurteilt wurde.
23:35Wir sehen uns später.
23:36Okay.
23:38Ach, Herr Reichenbach, hätten Sie jetzt vielleicht fünf Minuten für mich?
23:41Tut mir leid, Herr Becker.
23:45Was ist mit dem los?
23:47Wir haben ziemlichen Stress.
23:48Du wahrscheinlich auch.
23:50Meine Bank leitet mir keinen Cent mehr.
23:52Dein Chef ist meine letzte Rettung.
23:54Er wird dir nicht helfen können.
23:56Und du hast doch selbst gesagt, ich soll mit ihm reden.
23:58Ja, da wusste ich noch nicht, dass die Manufaktur ums Überleben kämpfen muss.
24:01Was?
24:04Annabelles Prozess schlägt mittlerweile so hohe Wellen, dass wir die Produktion auf Kurzarbeit umstellen mussten.
24:11Oh nein.
24:12Dann verliere ich ja vielleicht meinen besten Kunden.
24:14Ich bin geliefert.
24:20Ich habe mir gedacht, dass ich Herrn van Weiden zum Abendessen heute einen besonders guten Tropfen reiche.
24:27Was halten Sie von dem?
24:28Es ist sehr aufmerksam von Ihnen, Herr Adam.
24:31Ich befürchte nur, dass sich die Stimmung von Herrn van Weiden dadurch nicht bessern wird.
24:37Ist der Prozess etwa doch abgebrochen worden?
24:40Das nicht.
24:41Nora war vorhin hier.
24:43Sie ist völlig verzweifelt.
24:46Sie befürchtet wahrscheinlich, dass ihr ihr Vater den Meinheit niemals verzeihen wird.
24:51Dabei hat das Mädchen doch längst eingesehen, dass es ein Fehler war, Annabelle so lange zu decken.
24:56Es war jedenfalls sehr mutig, von ihr endlich die Wahrheit zu sagen.
25:00Ja.
25:01Aber Herr van Weiden sieht das nicht so.
25:03Nora meint, er war bei ihrer Aussage sehr entwurscht.
25:08Immerhin, es ging doch dabei um den Mord von Frau Grafenberg an seiner Tochter Viktoria.
25:13Ja, also sie hätte nicht so lange verschweigen dürfen, dass sie davon wusste.
25:19Aber Nora ist doch auch nur eins von Annabelles Opfern.
25:22Es bleibt zu hoffen, dass Herr van Weiden das bald auch so sieht.
25:28Ich verstehe ja, dass er verletzt ist.
25:30Aber das Mädchen versucht doch alles wieder gut zu machen.
25:33Was sie durch ihren Auftritt bei Gericht eindeutig bewiesen hat.
25:37Aber offensichtlich war es für Herrn van Weiden nicht Beweis genug.
25:41Er braucht womöglich noch viel Zeit, um die Wahl zu verdauen.
25:44Das habe ich Nora auch gesagt.
25:47Aber sie hat Angst.
25:49Angst, ihren Vater zu verlieren.
25:52Und es darf Annabelle einfach nicht gelingen, auch diese Beziehung noch zu zerstören.
25:56Ich bin sicher, dass er seiner Tochter eines Tages verzeihen wird.
26:00Das hoffe ich.
26:02Nora liebt ihren Vater über alles.
26:06Victoria.
26:08Victoria.
26:15Victoria.
26:34Warum?
26:35Warum?
26:38Warum?
26:42Warum?
27:04Und als wir im Urlaub waren, gab es auf meinem Geschäftskonto natürlich keine Eingänge.
27:07Und deshalb kann dir die Bank keinen Kredit mehr geben.
27:11Verstehe.
27:11Genau.
27:13Ja, aber das war noch der harmlose Teil unseres Gesprächs.
27:17Danach hat der Banker mich aufgefordert, das Konto auszugleichen.
27:21Das tut mir leid.
27:23Ist lieb von dir, aber das ist meine eigene Schuld.
27:27Ich pack das schon irgendwie.
27:28Wir packen das zusammen.
27:32Ehrlich gesagt finde ich die Situation in der Manufaktur viel schlimmer.
27:36Ja, wenn alle Stricke reißen, dann werden bald über 500 Menschen auf der Straße sitzen.
27:41Und was wird dann aus dir?
27:44Genau das Gleiche.
27:45Aber ich schaffe das schon irgendwie.
27:49Hey.
27:51Wir schaffen das.
27:55Geteiltes Leid ist halbes Leid.
28:00Soll ich dir was sagen?
28:01Obwohl mir das Wasser jetzt bis zum Hals steht, habe ich trotzdem das Gefühl, dass ich mit dir nicht untergehen
28:05kann.
28:16So, ich hoffe, dass nach dieser Unterbrechung keine weiteren Anträge vorliegen.
28:21Herr Dr. Hartmann, Frau Nowak.
28:25Gut, dann können wir endlich mit der Zeugenvernehmung fortfahren.
28:28Den Zeugen Richard van Weyden, bitte.
28:32Zeuge Richard van Weyden, bitte.
28:35Herr van Weyden ist nicht dranwesend.
28:39Tja, Frau Nowak.
28:41Wo bleibt denn Ihr Zeuge?
28:43Herr van Weyden muss jeden Moment hier sein.
28:45Er ist unterwegs.
28:47Wahrscheinlich muss er seine Hand kühlen, die er sich verbrannt hat, als er sich für seine Tochter ins Feuer gelegt
28:51hat.
28:53Auch wenn es dem Wertenkollegen fremd sein dürfte, das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist zuweilen recht kompliziert, weil Emotionen
29:03eine sehr große Rolle spielen.
29:05Im Falle meiner Mandantin trifft dies im besonderen Maße zu, weil sie lange Zeit gar nicht wusste, wer ihre Eltern
29:11sind.
29:12Und nur deshalb, und das wird Herr van Weyden so gleich bestätigen, ist sie überhaupt nach Falkenthal gekommen, um ihre
29:20Wurzeln zu suchen.
29:21Zum Glück hat Frau van Weyden inzwischen ihre Eltern gefunden.
29:24In Gestalt einer Mutter, die ihr trotz aller Verfehlungen mit Verständnis und mit Zuneigung gegenüber tritt.
29:32Und in einem Vater, der sich gerade enttäuscht von ihr abwendet.
29:37Das allein spricht meines Erachtens Bände.
29:39Das würde es in der Tat, wenn es der Wahrheit entspreche.
29:43Da wir auf Herrn van Weyden verzichten müssen, schlage ich vor, dass wir als nächstes den Rechtsmediziner Herrn Dr. Winter
29:49hören, der...
29:51Richard von Weyden.
29:55Ich bitte Sie in den Zeugestand.
30:09Weißt du, auch wenn ich nicht so forsch bin wie andere Männer, dafür bin ich ein wahrer Gentleman.
30:14Dann hatte ich ja wenigstens einen Grund, mich in dich zu verlieben.
30:18Au!
30:22Konstanza hat es mit Tom übrigens auch voll erwischt. Sie hat mich nach seiner Telefonnummer gefragt.
30:26Ehrlich?
30:27Mir wollte sie heute den ganzen Tag weismachen, dass sie kein bisschen an Tom interessiert ist.
30:32Vielleicht hat ja euer Gespräch was bei ihr bewirkt.
30:35Wir müssen den beiden einfach ein bisschen mehr auf die Sprünge helfen.
30:38Ja, ich hoffe, sie ruft ihn jetzt wirklich an.
30:40Also Tom ist nach ihrer Ohrfeige ziemlich verunsichert.
30:44Wie lange kann denn so ein Katze-und-Maus-Spiel gehen?
30:48Also, bei uns ging es ziemlich lange.
30:51Meinst du, wir haben unsere Freunde auch so wahnsinnig gemacht?
30:53Nee. Im Gegensatz zu Tom und Konstanze waren wir wirklich harmlos.
30:58Hauptsache, die beiden werden irgendwann glücklich.
31:01Langweilen werden sie sich jedenfalls nicht miteinander.
31:03Das stimmt. Sie haben ja immerhin schon ein gemeinsames Hobby.
31:08Tango.
31:09Jetzt müssen sie nur noch im Austausch von Zärtlichkeit ein bisschen feilen.
31:12Wenn Konstanze Tom jedes Mal eine runterhaut, sobald er sie küsst, das könnte ein Problem werden.
31:19Sag mal, wir müssen uns jetzt nicht mehr wirklich um das Liebesleben unserer Freunde kümmern.
31:22Und da können wir doch eigentlich auch mal ein bisschen Tango tanzen.
31:28Also, eine CD liegt irgendwo hinter der Couch.
31:32Na, das ist so gut.
31:42Das ist die Mailbox von Tom Nowak. Nachrichten bitte nach dem Piep.
31:47Hi Tom, hier ist Konstanze Becker, die Frau mit der starken Vorhand.
31:51Und, ja, also, wenn deine Wange wieder abgeschwollen ist, dann können wir uns ja mal auf ein Café verabreden, oder?
31:59Ganz unverbindlich und ohne Verurteile.
32:02Meld dich doch einfach.
32:05Der Junge ist überhaupt nicht zu Hause. Um diese Zeit arbeitet er nämlich noch.
32:10Davon würde ich mich gern selbst überzeugen.
32:12Was ist denn los?
32:13Dieser Herr hier will zu Sebastian.
32:15Der ist nicht da. Worum geht's denn?
32:17Kruse, Amtsgericht Falkenthal.
32:21Ich habe hier einen sofort zu vollstreckenden Pfändungsbeschluss gegen Herrn Sebastian Becker.
32:26Wieso das denn?
32:28Herr Becker schuldet dem Finanzamt Steuern und Gebühren in nicht unbeträchtlicher Höhe.
32:32Und da er alle Zahlungsaufforderungen ignoriert hat, bin ich beauftragt mit der Zwangsvollstreckung und das bewegliche Vermögen.
32:38Und was heißt das jetzt auf Deutsch?
32:40Nun, ich bin hier, um Wertgegenstände aus Herrn Beckers Besitz sicherzustellen.
32:44Das können Sie vergessen. Das Haus gehört den Van Weidens. Wir wohnen hier nur. Und dem Jungen gehört überhaupt nichts.
32:50Gute Frau, wir wollen nicht den Toaster, sondern das Motorrad von Herrn Becker.
32:53Das ist doch wieder typisch. Die jagen die kleinen Leute und die wirklichen Verbrecher lassen sie laufen.
32:59Ich tue nur meine Pflicht.
33:01Äh, wie Sie sehen, ist Herr Becker ja nicht zu Hause.
33:05Mein Bruder hatte noch nie ein gutes Timing.
33:11Natürlich hat mich der Meinheit meiner Tochter schwer getroffen.
33:16Zumal er viele Fragen aufwirft.
33:18Zum Beispiel, ob man ihrer Tochter Glauben schenken darf, wenn sie behauptet,
33:22meine Mandantin hätte einen Auftrag zum Mord an Helena Bernstein gegeben.
33:29Hören Sie, ich vertraue meiner Tochter trotzdem.
33:34Sie sagt die Wahrheit, glauben Sie mir.
33:36Aber sie hat Ihnen den Meinheit verschwiegen.
33:39Haben Sie dafür irgendeine Erklärung?
33:42Ich nehme an, sie hatte Angst.
33:45Angst, dass ich sie verstoßen könnte wegen ihrer Lüge im damaligen Prozess.
33:48Und wahrscheinlich wollte sie nicht riskieren, mein Vertrauen zu verlieren.
33:52Ein Gefühl, das ihre Mutter ihr ohnehin nie gegeben hat.
33:57Einspruch, das ist reine Spekulation.
33:59Außerdem geht es hier nicht um die Eignung meiner Mandantin als Mutter.
34:03Stattgegeben.
34:04Richtig.
34:06Es geht nicht um die fehlenden Muttergefühle von Annabelle Gradenberg,
34:09sondern um den von ihr in Auftrag gegebenen Mord an meiner Frau Helena.
34:13Einspruch.
34:14Herr van Weiden.
34:16Wir alle hier verstehen Ihre Betroffenheit.
34:18Aber noch ist nicht bewiesen, dass die Angeklagte den Mord in Auftrag gegeben hat.
34:23Bislang gibt es dazu nur die Aussage ihrer Tochter.
34:29Nora sagt die Wahrheit.
34:32Und sie ist nicht die Einzige, die den Mord bezeugen kann.
34:38Ruhe, Ruhe bitte, Ruhe.
34:47Sebastian muss sofort verschwinden.
34:49Was?
34:50Der Gerichtsvollzieher ist da.
34:54Herr Becker?
34:56Ich habe hier einen Pfändungsbeschluss.
34:59Sind Sie in der Lage, die ausstände Summe von...
35:00Ich hatte die Meinung erst heute in der Post. Ehrlich.
35:02Tut mir leid, dann muss ich das Motorrad pfänden.
35:05Aber ohne Motorrad kann ich nicht arbeiten.
35:07Und ohne Arbeiten gibt es keine Schuldentilgung.
35:08Das Motorrad ist nicht auf Ihre Firma angemeldet.
35:11Demzufolge ist es Privatbesitz.
35:12Also die Schlüssel bitte.
35:14Wenn Sie das Motorrad haben wollen, dann müssen Sie auch mich mitnehmen.
35:17Und das wäre dann schon Freiheitsberaubung.
35:19Hören Sie nicht auf Sie. Ich besorge das Geld. Versprochen.
35:21Geben Sie mir eine Stunde.
35:23Eine halbe Stunde.
35:24Auf diese Weise lösen Sie Ihre Probleme nicht.
35:31Und jetzt?
35:33Du hast keine Ahnung, wo du das Geld herkriegst, oder?
35:37Ich würde dir ja gerne helfen, aber so viel...
35:39Von dir könnte ich das Geld sowieso nicht annehmen.
35:41Na ja, dann gibt es nur eine Möglichkeit.
35:42Du musst das Motorrad erst mal verstecken.
35:45Spinnst du?
35:49Verstehen Sie nicht?
35:50Ich selbst habe gehört, wie diese Frau den Mord an Helena Bernstein gestanden hat.
35:54Ruhe, Ruhe bitte!
35:56Wenn Sie das bezeugen können, wieso liegt dann dem Gericht nichts vor?
35:59Ja, weil bisher noch niemand davon gewusst hat.
36:02Sie behaupten, meine Mandantin hätte Ihnen gegenüber einen Mord gestanden?
36:05Ich habe nicht gesagt, dass Sie Ihnen mir gegenüber gestanden haben.
36:07Aber Sie haben das Geständnis gehört.
36:09Wie können wir uns das vorstellen?
36:12Sie ist zu Ihnen gekommen.
36:13Haben Sie Sie irgendwie beeinflusst?
36:15Ich habe ein Gespräch mitgehört.
36:17Wie das?
36:18Rein zufällig?
36:21Ich hatte ein Mikrofon platziert.
36:23Sie haben eine Wanze installiert.
36:26Nur der Vollständigkeit halber.
36:28Mit wem hat Frau Grafenberg sich da unterhalten?
36:30Mit einem Priester.
36:33Danke.
36:34Streichen Sie diese Aussage aus dem Protokoll.
36:36Aber sie hat den Mordanschlag zugegeben, verstehen Sie?
36:40Sie haben sich auf unrechtmäßige Weise Informationen beschafft,
36:43die noch dazu durch das Beichte eines geschützt und insofern nicht zu verwenden sind.
36:47Verlassen Sie bitte den Zeugenstand.
36:50Sie haben nicht viel Glück mit Ihrem Zeugen mehr, Frau Paulin.
36:56Darf ich jetzt um die Befragung meiner Mandantin bitten?
36:59Herr Grafenberg, bitte.
37:04Mann, als ich dich das letzte Mal in Schwierigkeiten gesehen habe,
37:07hatte dich die Pubertät noch fest im Griff.
37:09Dann warst du ihm lange nicht da.
37:10Ey, du kannst echt froh sein, dass du eine Freundin hast,
37:12die ihr Leben auf andere Dinge Wert legt als auf Luxus.
37:15Und was soll ich jetzt machen?
37:16Ich kann die Kohle für das Finanzamt ja nicht drucken.
37:18Red mit Mama.
37:20Ja, sie wird dir sicher eine Standpauke halten.
37:22Aber wenn es hart auf hart kommt, hat sie uns noch nie im Stich gelassen.
37:28Michael, die schaffen das schon.
37:29Irgendwie.
37:30Oh, Tom.
37:32Die schickt der Himmel.
37:34Ah, ja?
37:34Da war gerade so ein Typ, der wollte Sebastian das Motorrad wegnehmen.
37:38Das ist doch zumindest Hausfriedensbruch, oder?
37:40Nimm's mir nicht übel, Konstanze, aber dieser Typ ist der Gerichtsvollzieher.
37:44Er hat mich um Hilfe gebeten und, naja, er ist völlig im Recht.
37:48Das glaube ich jetzt nicht.
37:53Herr Becker, ich muss Sie bitten, das Motorrad freiwillig rauszurücken,
37:56weil ich sonst nicht nur die Maschine, sondern auch Sie mitnehmen müsste.
38:02Was?
38:06Das ist doch furchtbar, Marianne.
38:08Wie konnte denn das...
38:09Ja, ja, ja, du musst wieder rein.
38:12Aber ruf mich sofort an, hörst du?
38:16Holland, wann nehmen Sie erst mal Platz?
38:28Und nun erzählen Sie.
38:31Die Aussage von Herrn van Weyden wurde vom Gericht abgeschmettert.
38:35Wie geht denn sowas?
38:37Der Anwalt von Annabelle hat ihn regelrecht auseinandergenommen.
38:41Das gibt's doch nicht.
38:43Und jetzt sitzt Annabelle im Zeugenstand.
38:46Naja, die wird sich die Wahrheit schon zurechtbiegen.
38:52Noras Geständnis ist auf einmal unglaubwürdig.
38:56Und die Aussage von Herrn van Weyden gilt nicht als Beweis.
39:00Wenn jetzt nicht ein Wunder geschieht,
39:04spaziert diese Frau tatsächlich morgen schon wieder als freier Mensch durch Falkenthal.
39:14Es ist ja keine Überraschung, dass Helena Bernstein und ich
39:20nicht gerade die besten Freundinnen waren.
39:24Aber das hatte sich in den letzten Wochen deutlich verändert.
39:28Wie dürfen wir das verstehen?
39:30Nach meinem Schlaganfall haben mich Herr van Weyden und Frau Bernstein im Gutshaus aufgenommen.
39:36Das werde ich den beiden nie vergessen.
39:40Danke, Frau Gravenberg.
39:42Ihre Zeugen.
39:43Frau Gravenberg, ist es richtig, dass Sie, Frau Bernstein,
39:47Ihren Wagen für die Fahrt zum Standesamt angeboten haben?
39:52Ja, das Brautauto wurde völlig überraschend als gestohlen, beschlagnahmt.
39:58Eine Verwechslung, wie sich später herausstellte.
40:00So ein Zufall, genauso wie die Tatsache, dass die Bremsen an Ihrem Wagen ausgerechnet in dem Moment versagt haben, als
40:08Frau Bernstein drin war.
40:09Ja, ich mache mir die größten Vorwürfe.
40:12Ein ehemaliger Mitarbeiter wollte sich an mir rächen.
40:17Ihre Tochter hat aber etwas völlig anderes ausgesagt.
40:20Haben Sie eine Erklärung, wie Sie dazu kam?
40:22Nun, ich fürchte daran, bin ich nicht ganz schuldlos.
40:28Meine Tochter leidet darunter, dass ich sie kurz nach der Geburt weggegeben habe.
40:36Bitte glaubt mir, ich konnte damals nicht anders.
40:41Wir sind beide Opfer der Umstände.
40:44Ich glaube eher, dass Ihre Tochter Ihr Opfer ist.
40:47Ach, was wissen Sie denn schon? Haben Sie Kinder?
40:51Ich bin unschuldig, aber ich muss wohl akzeptieren, dass einmal gemachte Fehler nicht wieder gut zu machen sind.
41:07Ich bin doch nur eine Mutter, die ihre Kinder liebt.
41:14Frau Annabelle,
41:16Du warst schon immer eine hervorragende Schauspielerin.
41:20Und wie immer unschuldig.
41:22Frederik.
41:25Und wer sind Sie?
41:30Mein Name ist Grafenberg.
41:32Frederik Grafenberg.
41:36Es ist ein offenes Geheimnis, dass Sie glauben, meine Mandantin hätte ihren Vater umgebracht,
41:41der, so steht es im Totenschein, an einem Herzinfarkt gestorben ist.
41:46Sie hat ihn umgebracht!
41:47Der Richter wird mir schon langsam nervös.
41:49Wenn wir ihn jetzt nicht überzeugen, dann haben wir verloren.
41:52Er sollt ihr ihn vertrauen?
41:54Er macht mich für den Tod seines Vaters verantwortlich.
41:57Heißt das, Sie haben Ihren Schwiegervater?
42:00Man kann mir nichts beweisen.
42:03Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
42:04Wirkommen nicht alle!
42:04Wir wollen Sie nicht wieder...
42:06Wirgone Hit.
42:06Wir wollen sie nicht.
42:06Wir wollen sie nicht.
42:06Untertitelung des ZDF, 2020
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