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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00So, das war's. Wenn Annabelle diese Mail liest, wird sie nach Feitental zurückkommen, um die Manufaktur vor der Pleite zu
00:07retten.
00:07Und die Falle schnappt zu.
00:09Ich werde immer für dich da sein. Für dich und dein Kind. Simon und ich. Wir sind deine Familie.
00:22Was ist das?
00:23Das ist unser Urlaub auf die Sichellen.
00:26Du willst also, dass ich mein Geständnis nicht morgen abgebe, sondern warte, bis ihr Annabelle nach Feitental gelockt hat?
00:32Nora, ich kann einfach nicht akzeptieren, dass du ins Gefängnis gehst und Annabelle nicht.
00:37Aber ich kann es.
00:42Mein Gott, das darf doch nicht wahr sein.
00:44Am liebsten würde ich das Kind zu uns nehmen. Solange bis Nora aus der Haft entlassen wird.
00:48Du willst was?
00:50Natürlich nur, wenn es für dich in Ordnung ist.
00:52Aber es geht hier nicht um mich, es geht um Nora. Du kannst ja nicht einfach das Kind wegnehmen.
00:56Ja, das hat meine Mutter auch schon gesagt.
00:58Ich hab mich wohl verhört, Herr Reichenbach. Heißt das etwa, ich bin ruiniert?
01:02Eine einzige Fehlkalkulation reicht manchmal aus und...
01:05Ich glaube Ihnen einfach kein Wort.
01:06Das gibt's doch gar nicht.
01:08Wusstest du das?
01:09Das Finanzamt.
01:10Die wollen bis Ende nächster Woche 20.213 Euro von mir.
01:14Angeblich steht die Manufaktur kurz vor der Insolvenz.
01:17Weißt du etwas darüber?
01:21Sag mir die Wahrheit. Will Richard mich ruinieren?
01:29Hey, whatcha looking for?
01:36No one has the answer.
01:38They just want more.
01:43Hey, who's gonna make it right?
01:59Nora, ich muss wissen, ob Richard etwas gegen mich plant.
02:03Wie kommst du darauf?
02:06Hennings letzter Geschäftsbericht irritiert mich.
02:10Seit ich aus Falkenthal weg bin, hat er mich regelmäßig auf dem Laufenden gehalten.
02:15Alle Berichte waren positiv.
02:17Bis auf den Letzten.
02:18Und?
02:20Angeblich ist die Manufaktur in ernsten Schwierigkeiten.
02:23Ein Großkunde hat einen Auftrag storniert, für den die Manufaktur bereits in Vorleistung getreten ist.
02:28Weißt du etwas darüber?
02:32Keine Ahnung, Mutter.
02:34Falls du dich erinnerst, ich arbeite nicht mehr in der Manufaktur.
02:37Vergiss nicht. Ich merke es immer, wenn du lügst.
02:41Vielleicht, weil du auch eine so gute Lügnerin bist.
02:45Nora, du bist doch der einzige Mensch, dem ich noch vertrauen kann.
02:48Du bist meine Tochter.
02:51Schön, dass du dich immer daran erinnerst, wenn es dir nützt.
02:54Du weißt ganz genau, dass das nicht stimmt.
02:57Ja, ich habe Fehler gemacht, aber das ändert doch nichts daran, dass ich dich liebe.
03:01Sag mir die Wahrheit.
03:04Ist der Geschäftsbericht gefälscht?
03:06Das schuldest du mir.
03:08Ich schulde dir gar nichts.
03:09Nora!
03:25Wie findest du das?
03:28Wunderschön.
03:29Das wird dir bestimmt gut stehen.
03:32Ich glaube, das würdest du bei jedes Kleid sagen, das ich dir zeige.
03:35Weil es stimmt.
03:36Das Einzige, was dir noch besser steht, ist, wenn du es in der Hochzeitsnacht ausziehst.
03:40Sehr charmant, Herr Becker.
03:43Ich habe eben großes Glück.
03:45Weil mich die schönste und klügste Frau, die ich kenne, heiraten wird.
03:51Ich habe nochmal über unser Gespräch nachgedacht.
03:54Was mit dem Kind passiert, wenn Nora ein Geständnis ablegt und ins Gefängnis geht.
04:00Dem Baby wird es gut gehen, weil es bei seiner Mutter ist.
04:04Ich würde mich wirklich sehr, sehr gerne um mein Kind kümmern.
04:07Auch wenn ich weiß, dass es im Gefängnis extra eine Mutter-Kind-Einrichtung gibt.
04:12Bin ich mir nicht sicher, dass es der geeignete Ort ist.
04:15Ich glaube, dass jeder Ort richtig ist, solange da eine Mutter ist, die ihr Kind liebt.
04:20Wenn wir Nora anbieten, das Baby zu uns zu nehmen, dann sagen wir damit, dass sie im Gefängnis keine gute
04:25Mutter sein kann.
04:26Und das stimmt nicht.
04:30Vielleicht hast du recht.
04:33Nora übernimmt Verantwortung für das, was sie getan hat.
04:36Und was könnte für ein Kind besser sein als Eltern, die ihm ein Vorbild sind?
04:40Ja.
04:41Ihre Entscheidung ist sehr mutig.
04:44Und wir werden sie dabei unterstützen.
04:47Wir werden uns darum kümmern, dass euer Kind unbeschwert und mit viel Liebe aufwächst.
05:18Und das ist in Ordnung.
05:20Danke, es geht schon.
05:23Ich habe einfach noch nicht mit Annabelle gerechnet.
05:27Jetzt hätte wieder versucht, dich zu manipulieren.
05:29Richtig?
05:31Sie hat das ganze Register gezogen.
05:37Und hat das irgendetwas für dich verändert?
05:45Du willst wissen, ob ich mit meiner Aussage bei der Polizei warte, bis du Annabelle zurück nach Falkenthal gelockt hast,
05:50richtig?
05:53Der gefälschte Geschäftsbericht hat sie verunsichert.
05:56Es ist nur eine Frage der Zeit, dass ihr wieder herkommt.
06:06Nein.
06:08Ich werde meine Aussage wie geplant machen.
06:11Ich gehe morgen früh zur Polizei.
06:13Und gebe endlich mein unterschriebenes Geständnis ab.
06:18Und ich werde mich anzeigen.
06:22Ich muss es tun.
06:23Für mich.
06:23Meine Entscheidung hat nichts mit Annabelle zu tun.
06:29Verstehe.
06:32Du findest es nicht richtig.
06:34Doch, doch, natürlich.
06:36Doch, doch.
06:40Ich würde nur, dass Annabelle dann sofort erfährt, dass gegen sie ermittelt wird.
06:45Und dann wird sie untertauchen, anstatt nach Falkenthal zurückzukehren.
06:50Und sie wird nicht zur Verantwortung gezogen.
06:54Verstehst du, Nora?
06:56Du hast dich dazu entschieden.
06:58Obwohl du ein Kind erwartest.
06:59Du nimmst so viel auf dich.
07:01Und ich will verdammt nochmal, dass Annabelle das auch tun muss.
07:05Aber das würde es mir nicht leichter machen, die Haftstrafe zu überstehen.
07:08Ich will nicht.
07:21Ich will nicht.
07:38Ich fasse es nicht.
07:3920.213 Euro Steuernachzahlung.
07:42Ja, aber hat Lisse dir nicht neben der Firma ungefähr diese Summe geschenkt, als sie Falkenthal verlassen hat?
07:47Ja, schon.
07:50Aber...
07:51Wie ist die Summe denn angelegt?
07:56Das ist nicht dein Ernst?
07:59Du hast das Geld überhaupt nicht investiert, sondern davon eure Reise auf diese Schellen bezahlt?
08:05Ich habe mich schon gewundert, wie du dir diesen Spaß überhaupt leisten kannst.
08:08Ich habe nicht alles ausgegeben.
08:09Den Rest habe ich ja noch.
08:10Du schenkst Maike eine Reise, die 5000 Euro kostet?
08:13Es sollte etwas ganz Besonderes sein.
08:16Maike hat mich stark unterstützt in letzter Zeit.
08:18Sie hat mir bei der Steuererklärung geholfen und war für mich da, als es Simon schlecht ging.
08:22Ja, dafür aber erwartet sie bestimmt keinen Luxusurlaub auf den Seychellen.
08:25Den Urlaub hat sie trotzdem verdient.
08:29Sebastian, geht es denn hier darum, dir selbst zu beweisen, dass du Maike etwas bieten kannst?
08:34Auch wenn du kein Millionär bist, sondern Kurierdienstfahrer?
08:37Ich bin fest davon überzeugt, dass Luxus und Geld für Maike nicht wichtig sind.
08:42Das ist auch nicht der Grund, warum ich die Reise gebucht habe.
08:45Hm?
08:45Mein Bruder ist fast gestorben.
08:48Das Leben kann verdammt kurz sein.
08:50Und wenn ich eins gelernt habe in den letzten Wochen, dann...
08:53dass man es genießen sollte.
08:56Ja, das ist ja auch richtig und ich verstehe dich auch,
08:59aber du kannst dafür nicht deine Existenz aufs Spiel setzen.
09:02Aber...
09:02Wie hast du neulich gesagt?
09:04Alle meine Freunde machen etwas aus ihrem Leben.
09:06Und ich kriege einen Kurierdienst geschenkt und wohne bei Mama zu Hause.
09:10Jetzt kannst du aus deinem Leben was machen.
09:12Indem du Verantwortung übernimmst.
09:18Wie bitte?
09:20Annabelle hat dich angerufen?
09:21Ja.
09:23Sie wollte von mir wissen, ob Richard etwas gegen sie plant.
09:26Pass auf, es ist so.
09:27Richard versucht, Annabelle mit einem Trick zurück nach Falkenthal zu holen.
09:31Und warum?
09:32Damit sie hier ist, wenn ich mein Geständnis ablege.
09:35Damit man sie sofort verhaften kann.
09:37Verstehe.
09:38Er fürchtet nämlich, dass sie für immer untertaucht,
09:41wenn sie erfährt, dass nach ihr gefahndet wird.
09:44Ja, und was sollst du dabei tun?
09:46Ich soll mit dem Geständnis warten,
09:48bis Richards Trick funktioniert hat
09:50und Annabelle wieder zurück in Falkenthal ist.
09:52Ja, da hat er wahrscheinlich recht.
09:54Ja, und wirst du das tun?
09:56Luisa, ich will das Geständnis für mich ablegen,
09:59damit ich neu anfangen kann.
10:01Verstehst du?
10:02Mit Annabelle hat es nichts zu tun.
10:04Und ich will auch nicht mehr lügen,
10:06das habe ich ihm auch gesagt.
10:08Und wann gehst du zur Polizei?
10:11Gleich morgen früh.
10:12Kommissarin Redmann tritt dann ihren Dienst an.
10:15Die ist die Nachfolgerin von Delbrück.
10:19Sie kennt Annabelle schon aus früheren Zeiten.
10:24Meine Aussage ist dann nur noch ein Puzzlestück
10:27in einer riesengroßen Ermittlungsreihe.
10:29Sie hat vor, den ganzen Fall wieder aufzurollen.
10:33Ja, und ich habe meinen Teil dazu beigetragen.
10:35Fertig.
10:38Sollen wir dich begleiten?
10:39Nein, es geht schon.
10:40Ich schaffe das.
10:41Bist du sicher?
10:42Wir würden es wirklich gerne machen.
10:43Simon, ich will es einfach nur hinter mich bringen, okay?
10:48Entschuldigung, ich bin einfach ein bisschen durchnommen.
10:52Ich habe solche Angst.
10:54Nicht um mich, sondern um mein Kind.
10:57Das brauchst du nicht.
10:59Deinem Baby wird es gut gehen, da bin ich mir sicher.
11:02Das glaube ich auch.
11:03Mach dir nicht so viele Sorgen.
11:05Ich habe Angst, dass ich es nicht schaffen werde.
11:07Was meinst du denn?
11:08Dass ich nicht für mein Baby da sein kann.
11:12Nora, ich verstehe, dass du aufgewühlt bist.
11:16Aber du wirst das mit dem Baby ganz großartig machen.
11:18Da bin ich mir sicher.
11:22Wenn ich wirklich ins Gefängnis muss,
11:27würdet ihr euch dann um mein Kind kümmern?
11:45Ich gebe zu.
11:47Ich hatte gehofft, dass Annabels Anruf etwas bei Nora verändert.
11:50So wie es vorhin bei dir war?
11:53Ja.
11:55Als ich ihre Stimme gehört habe, da konnte ich nur eines denken.
12:00Wann wird sie endlich zur Rechenschaft gezogen?
12:02Sie hat so schlimme Dinge getan.
12:05Und Nora will sie einfach so davon kommen lassen.
12:09Ich kenne diesen Blick, Richard.
12:11Und er gefällt mir gar nicht.
12:13Den hatte Hagen auch immer, wenn es um Annabelle ging.
12:18Es ist schwer, Annabelle für das, was sie getan hat, nicht zu hassen.
12:21Und ich kann damit erst abschließen,
12:24wenn sie ihre gerechte Strafe bekommen hat.
12:27Du willst, dass Annabelle ins Gefängnis kommt.
12:30Gut, das will ich auch.
12:32Aber Nora hat einen anderen Weg gewählt.
12:34Und du solltest stolz auf sie sein.
12:36Sie hat es endlich geschafft, sich von Annabelle loszusagen.
12:40Sie steht nicht mehr unter ihrem Einfluss.
12:43Richard, sie braucht jetzt deine Unterstützung.
12:47Du solltest für sie da sein.
12:50Und ich setze sie unter Druck.
12:55Zeig ihr einfach, dass du hinter ihr stehst.
13:01Wahrscheinlich hast du recht.
13:09Du willst dein Kind an uns abgeben?
13:11Ich will, dass es meinem Kind gut geht.
13:14Es soll nicht darunter leiden, dass ich im Gefängnis sitze.
13:17Glaubst du nicht, dass es eher darunter leidet, wenn du es abgibst?
13:20Ein Kind braucht seine Mutter.
13:21Du wirst eine gute Mutter sein.
13:23Egal wo.
13:25Du weißt selbst, wie es ist, ohne die leibliche Mutter aufzuwachsen.
13:28Ja, das weiß ich.
13:30Aber mit ist es manchmal auch nicht leichter.
13:32Zumindest, wenn man so eine Mutter hat wie ich.
13:34Aber du bist nicht Annabelle.
13:41Was wäre wohl aus mir geworden, wenn Annabelle mich niemals weggegeben hätte?
13:46Wäre ich dann genauso wie sie?
13:49Ich glaube kaum, dass ich dann jemals erkannt hätte, was richtig und was falsch ist.
13:53Aber du hast es erkannt und du wirst es deinem Kind beibringen.
13:58Wir hatten eine schöne Kindheit, oder?
14:00Du hast darunter gelitten, dass du adoptiert worden bist.
14:04Du hattest immer das Gefühl, dass unsere Eltern mich lieber haben als dich.
14:10Das ist so ein Quatsch.
14:12Sie haben dich nicht anders behandelt als mich.
14:15Das war doch meine Standardausrede, weil immer alle anderen schuld sein mussten.
14:20Luisa, wir sind in einer intakten und liebevollen Familie aufgewachsen.
14:24Einen besseren Start ins Leben kann man sich gar nicht vorstellen.
14:27Ja, aber...
14:28Ich will, dass mein Kind genauso behütet aufwächst.
14:31Und hier ist es möglich.
14:32Hier ist sein Vater, seine Tante, seine Großeltern.
14:37Ich weiß, dass ich mir keine Sorgen machen muss, wenn es bei euch ist.
14:42Bitte.
14:47Wir haben dir versprochen, dich zu unterstützen.
14:51Dazu stehen wir.
14:52Ich würde mich wirklich sehr gerne um unser Kind kümmern.
14:55Ich hoffe, das weißt du.
14:58Aber bist du dir wirklich sicher, dass du das willst?
15:01Ich weiß, dass du das willst.
15:31Ich weiß, dass du das willst.
16:08Aber bist du dir wirklich sicher, dass du das willst?
16:23Glaubst du, Nora wird sich von dem Kind trennen?
16:28Ich weiß es nicht.
16:33Das muss die schwerste Entscheidung sein, die eine Frau treffen kann.
16:39Das ist seltsam, aber...
16:42Ich habe die gleichen Sorgen wie Nora gehabt.
16:45Und ich wollte dir genau das anbieten.
16:47Aber jetzt...
16:51Jetzt weißt du auch nicht mehr, ob das richtig ist.
16:53Ich hoffe,-----
17:21Guten Morgen, Frau.
17:23Morgen.
17:25Ich wollte dir etwas sagen.
17:26Egal, was du sagst, ich muss es tun.
17:28Ich weiß.
17:30Ich wollte dir sagen, dass du das Richtige tust.
17:33Und dass ich sehr stolz auf dich bin.
17:36Danke.
17:39Gut, wollen wir?
17:41Wir?
17:43Ja, hast du gedacht, ich lasse dich allein zur Polizei gehen?
17:46Ich bin an deiner Seite.
17:47Egal, was passiert.
17:51Hast du Angst?
17:53Jetzt weiß ich, was die Leute meinen, wenn sie sagen, mir schlottern die Knie.
18:00Komm.
18:11Danke, dass du bei mir bist.
18:17Zusammen schaffen wir das.
18:33So, der Kaffee ohne Zucker.
18:35Für die Bikini-Figur, danke.
18:39Herr Reichenbach, ich möchte gerne Urlaub antragen.
18:44Aber das läuft doch über die Personalabteilung.
18:45Ja, ich weiß, es ist ein spezieller Fall.
18:49Sebastian hat mir eine Reise geschenkt, auf die Seychellen.
18:51In ein Fünf-Sterne-Bungalow mit Privatstrand.
18:54Das freut mich für Sie.
18:56Ja, nur das Problem ist, der Flieger geht heute Abend.
18:58Und ich weiß, das ist ein bisschen kurzfristig.
19:02Aber wissen Sie, die neue Art Deco-Linie, die ist doch schon fertig.
19:05Und ja, was Neues steht doch gerade nicht an.
19:07Meike, wenn Führungskräfte Urlaub beantragen, ist es üblich, dass vorher eine Vertretung gefunden wird.
19:13Eine Espresso, bitte.
19:14Ja, ich weiß, aber das würde jetzt alles so lange dauern.
19:17Tja.
19:19Das Mädchen hat oft bis spät in die Nacht gearbeitet.
19:22Sie hat diesen Urlaub verdient.
19:24Und als Sie damals nicht zu präsentieren...
19:26Frau Becker, wenn Sie mich einmal ausreden lassen würden.
19:30Meike, Sie haben in den letzten Monaten außergewöhnlich gute Arbeit geleistet.
19:35Also bekomme ich den Urlaub?
19:38Viel Spaß.
19:39Vielen Dank, Herr Reichenbach.
20:07Frau von Weiden, Ihre Schwester und...
20:09Ich dachte schon, Sie behalten dich gleich dort und wir sehen uns gar nicht mehr.
20:14Nein.
20:16Allerdings darf ich Falkenthaler nicht verlassen.
20:19So, jetzt habe ich es getan.
20:21Ich habe mein Geständnis abgegeben.
20:23Kommissarin Redmann hat mir dann noch ein paar Fragen gestellt.
20:25Und wie geht es dir?
20:28Ich bin mir nicht sicher.
20:29Ich habe mir nicht gedacht, dass ich erleichtert bin, wenn ich es hinter mir habe, aber...
20:33Und?
20:36Ehrlich gesagt, nein.
20:40Aber jetzt habe ich es getan.
20:41Jetzt gibt es kein Zurück mehr.
20:43Auch wenn ich mal nochmal nach Hause durfte.
20:47Tja, die Polizei erstellt jetzt einen Ermittlungsbericht...
20:51...für das Gericht und auf Grundlage dessen wird dann die Anklage...
20:55...behoben und Nora der Prozess gemacht.
20:58Und ich bereite in der Zwischenzeit die Verteidigung vor.
21:03Da war noch ein bisschen Zeit.
21:06Sollen wir uns da noch was Schönes unternehmen?
21:08Du hast dein Wunsch frei?
21:12Vor ein paar Wochen wäre ich wahrscheinlich nur mal ordentlich shoppen gegangen, bis die Kreditkarte glüht.
21:17Aber jetzt will ich eigentlich nur noch bei euch bleiben.
21:20Oh!
21:22Jetzt muss ich auch schon heulen.
21:25Gewöhn dich dran.
21:26So ist das, wenn man nett ist.
21:29Dann gibt es ja noch Hoffnung.
21:31Ganz bestimmt.
21:32Ganz bestimmt.
21:39Oh mein Gott, ich kann es gar nicht glauben.
21:41Heute Abend setze ich im Flieger ins Paradies.
21:43Ich freue mich so für dich.
21:44Vielen Dank, dass du dich für mich eingesetzt hast.
21:46Das habe ich doch gern gemacht.
21:48Meine Oma hat immer gesagt, mach dich einmal am Tag zum Narren.
21:51Damit du nicht vergisst, dass du dich nicht zu ernst nehmen darfst.
21:54Und außerdem gehörst du jetzt zu unserer Familie.
21:56Und für meine Familie mache ich alles.
22:00Vielen Dank auch, dass ich bei euch wohnen darf.
22:02Obwohl ja die letzten Wochen wirklich schwer für euch waren.
22:06Es hat uns allen gut getan, dass du bei uns warst.
22:09Gerade wenn es schwer ist, dann muss man zusammenhalten.
22:12So, und jetzt erzähl mal.
22:13Hast du alles zusammen, was du für diese Reise brauchst?
22:16Fast alles.
22:17Ich muss nur noch die Sonnencreme besorgen und eine Überraschung für Sebastian.
22:20Ja, weil ihr mir doch die Reise schenkt.
22:23Das ist eine gute Idee.
22:25Vielleicht sollte ich Tobias auch mal wieder überraschen.
22:27Ja, und ab heute Abend habt ihr ja sturmfreie Bude.
22:31Geschenk oder Menü?
22:33Menü.
22:34Also, worauf warten wir noch?
22:36Badehose oder Reiseführer?
22:39Badehose.
22:41Marianne, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf diesen Urlaub freue.
22:45Bis später.
23:04Ah, Sebastian.
23:06Hey.
23:07Ich hab dich und Maike gar nicht mehr gesehen gestern Abend.
23:10Wir waren im Kino.
23:13Hast du mit dir geredet?
23:15Noch nicht.
23:16Ich wollte zuerst noch im Reisebüro anrufen und fragen, ob ich das Geld für die Reise überhaupt zurückbekomme,
23:20wenn ich jetzt so kurzfristig storniere.
23:22Ja, und?
23:24Ich bekomme nicht alles zurück, aber den größten Teil.
23:27Ja, und wird das reichen, um die Steuernachzahlung zu leisten, die das Finanzamt von dir will?
23:31Nicht ganz, aber den Rest deckt das Firmenkonto ab.
23:36Also, du hast es noch nicht gemacht.
23:41Maike freut sich so auf diesen Urlaub.
23:43Ist mir gestern den ganzen Abend vorgeschwärmt, was sie alles mit mir machen möchte.
23:47Red mit dir, Sebastian.
23:48Das ist die Grundlage jeder guten Beziehung.
23:50Erklär die Gründe.
23:51Ich bin mir sicher, dass Maike das verstehen wird.
23:53Hm.
23:54Oder glaubst du, dass sie will, dass du deine Firma riskierst, um sie zu einem Urlaub einzuladen?
23:59Ich hab's kapiert.
24:00Ich blase die Reise ab.
24:19Ist dir nicht leicht gefallen, dich beim Essen unbeschwert zu geben, was?
24:25Nora hat Fakten geschaffen.
24:27Jetzt gibt's kein Zurück mehr.
24:29Ja, aber es war richtig.
24:31Es war richtig, ja, ja, ich weiß.
24:33Ich bin auch stolz auf sie.
24:35Aber es ist nur eine Frage der Zeit, dass sie ins Gefängnis muss.
24:38Ich hab ja schon mit dem Staatsanwalt gesprochen, als wir erfahren haben, dass sie schwanger wurde.
24:41Aber seither hat sich leider nichts verändert.
24:44Und reicht es also nicht aus, dass sie schwanger ist?
24:47Und freiwillig gestanden hat?
24:49Richard.
24:49Dass eine Bewährungsstrafe für sie herauskommt?
24:51Nora hat Harald Becker angefahren und liegen gelassen.
24:55Das ist Fahrerflucht in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung.
24:58Ja, ja, ich weiß.
24:59Und außerdem hat sie Simon und Luisa erpresst.
25:02Leider nicht nur erpresst.
25:03Delbrück hat in ihrem Auftrag Simon die Hand gebrochen.
25:07Das ist schwere Körperverletzung.
25:09Dazu kommt die Beihilfe zum Betrug, weil sie wusste, dass Annabelle den Beckerit-Vertrag gefälscht hat.
25:14Es wird ihr angerechnet, dass sie sich freiwillig stellt, aber für eine Bewährungsstrafe.
25:19Es ist einfach zu viel.
25:23Dann müssen wir also ein bis zwei Jahre ins Gefängnis.
25:27Ich werde mein Möglichstes tun, dass die Strafe so gering wie möglich ausfällt.
25:31Okay.
25:47So.
25:49Ich glaube, jetzt habe ich es.
25:52Die Einladung.
25:55Sehr schön.
26:04Hallo.
26:06Störe ich?
26:07Äh, natürlich nicht.
26:08Komm doch rein.
26:11Oh, Hochzeitskleider.
26:13Und, hast du dich schon entschieden?
26:15Das ist doch jetzt nicht wichtig.
26:19Das ist...
26:20Ich wollte noch mal mit euch reden, alleine.
26:22Erstmal vielen Dank, dass ihr vorhin da wart.
26:24Und es war richtig schön, mal wieder so zu lachen.
26:29Ja, und da gibt es ja noch was zu klären.
26:32Ich habe mir das gut überlegt und ich bleibe dabei.
26:35Ich möchte, dass ihr euch um mein Kind kümmert nach der Geburt.
26:39Simon, du bist der leibliche Vater.
26:41Es gibt keine rechtlichen Schwierigkeiten.
26:43Das ist es nicht.
26:44Ich habe auch noch mal darüber nachgedacht.
26:45Ich glaube, das Kind ist am besten bei dir aufgehoben.
26:48Du wirst eine gute Mutter sein.
26:50Mein Prozess beginnt wenige Wochen nach eurer Hochzeit.
26:52Dann gehe ich ins Gefängnis.
26:53Ich kann das alles nur durchstehen, wenn ich weiß, dass ihr für mein Kind da seid.
26:57Bitte.
27:01Also, wenn es wirklich das ist, was du willst,
27:04dann versprechen wir dir das natürlich.
27:07Wir werden uns gut um den Zweck kümmern, bis du wieder da bist.
27:10Und dich so oft wie möglich besuchen.
27:12Ich danke dir so.
27:14Das bedeutet mir sehr viel.
27:21Hallo!
27:24Weißt du, was ich hier habe?
27:28Überraschung für dich.
27:29Maike, ich muss mit dir reden.
27:32Was ist denn?
27:33Würdest du gar nicht wissen, was da drin ist?
27:36Doch, klar.
27:40Ja, aber...
27:43Tata!
27:43Und?
27:44Gefällt sie dir?
27:46Super.
27:47Sebastian, was ist denn los?
27:48Ist das alles in Ordnung?
27:50Ich muss mit dir reden.
27:51Es geht um die Reise.
27:54Nein, jetzt sag nicht, du hast jetzt doch keine Zeit, mit mir in Urlaub zu fahren.
27:58Weißt du, was es mich gekostet hat, diesen Urlaub zu bekommen?
28:01Das ist es nicht.
28:03Sondern?
28:04Das Wetter.
28:05Nein, das ist nicht schlimm.
28:06Wenn schlechtes Wetter ist, dann bleiben wir einfach den ganzen Tag im Bungalow.
28:10Ich wollte dich nur ein bisschen ärgern.
28:11Natürlich fahren wir.
28:12Oh, Sebastian.
28:14Ich habe echt gedacht, dass was dazwischen gekommen ist.
28:17Ach, ich freue mich so sehr, mit dir am Privatstrand in der Hängematte zu schaukeln.
28:30Vielen Dank, Frau Redmann, ja.
28:32Gut, auf Wiederhören.
28:34Wie erwartet.
28:36Gegen Annabelle wurde Anklage erhoben.
28:38Wegen Betrug, Anstiftung zum Mord und zur Fahrerflucht.
28:41Die Fahnung läuft.
28:42Ich verstehe.
28:44Dann ist es also soweit.
28:46Ja.
28:47Ich hoffe nur, Annabelle ist schon auf dem Weg nach Falkenthal und erfährt nicht noch
28:50vorher von den polizeilichen Ermittlungen gegen sich.
28:53Ja, vergiss nicht, dass sie denkt, dass die Manufaktur kurz vor der Insolvenz steht.
28:56Das wird sie nicht zulassen.
28:58Sie wird kommen.
28:59Ich habe nur Angst, wenn sie von Noras Geständnis erfährt, dass sie dann endgültig untertaucht.
29:05Das stimmt.
29:05Gut informiert war sie immer.
29:07Außerdem, sie hätte keine Skrupel, ihrer eigenen Tochter etwas anzutun, ihre Aussage
29:11zu verhindern und nicht ins Gefängnis kommen zu müssen.
29:15Aber Richard, du hast doch das Gutshaus schützen lassen.
29:17Du hast diese private Sicherheitsfirma engagiert und die...
29:20Ja, ja, ja, ja.
29:20Nori, geht es gut.
29:26Ist alles in Ordnung?
29:27Ja, ja, klar.
29:28Ich weiß nicht, ich habe nur gerade so ein komisches Gefühl.
29:31Okay.
29:37So, das war's.
29:40Und ich dachte immer, es ist ein Vorurteil, dass Frauen hier einen kompletten Kleiderschrank
29:44mitnehmen, wenn sie in Urlaub fahren.
29:45Ich dachte, dir reicht vielleicht ein Bikini oder auch gar nichts.
29:49So?
29:50Denkst du das, ja?
29:52Jetzt bin ich schon ein bisschen enttäuscht.
29:55Willst du ein Brot?
29:56Ja, gerne.
29:57Danke.
29:58Bitte.
30:01Ach super, dann können wir nachher noch Tobias und deiner Mutter Tschüss sagen.
30:05Die müssten gleich kommen.
30:08Tobias und meine Mutter kommen jetzt nach Hause?
30:10Ja.
30:12Deine Mutter wollte Tobias doch mit dem Menü überraschen.
30:15Ja, weil die doch jetzt sturmfreie Bude haben.
30:18Und die wollten auch eher Feierabend machen.
30:22Lass uns abrunken.
30:23Sofort.
30:23Hey, was?
30:24In meinem Brot?
30:25Wir haben doch noch Zeit.
30:25Ich lade dich ins Flughafenrestaurant ein.
30:27Komm.
30:27Ja, aber willst du dich von deiner Mutter gar nicht verabschieden?
30:29Ach, ich bin in zehn Tagen.
30:31Ja, okay, wenn du meinst.
30:33Lass uns durchbrennen.
30:34Jetzt sofort.
30:35Zehn Tage lang.
30:36Ja.
30:36Warum denn nicht?
30:37Okay, dann los.
30:46Nora will wirklich, dass wir ihr Kind aufnehmen.
30:51Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung ist.
30:56Aber Nora hat noch viel Zeit bis zur Geburt.
30:58Sie kann es sich noch in Ruhe überlegen.
31:02Und wenn es wirklich das ist, was sie will, dann werden wir Noras Kind alle Liebe geben, die wir haben.
31:11Wir werden Nora so oft es geht besuchen.
31:14Das Kind soll von Anfang an wissen, dass es neben seinem Vater und mir eine tolle und starke Mutter hat,
31:19die bald zu ihm zurückkommen wird.
31:39Nora, was sollen denn diese ganzen Wachleute da draußen?
31:42Ich kann kaum einen Schritt machen, ohne dass einer von denen mir hinterherläuft.
31:45Ja, ich habe das Wachpersonal ein wenig aufgestockt.
31:49Die Männer sind zu deiner Sicherheit da.
31:51Aber das verstehe ich nicht.
31:52Du glaubst doch, dass Annabelle untergetaucht ist, jetzt nachdem ich meine Aussage gegen sie gemacht habe.
31:55Ja, ja.
31:57Kommissarin Rätmann hat vorhin bei Sophie angerufen.
32:00Es wurde Anklage erhoben.
32:01Die Fahndung nach Annabelle läuft bereits.
32:04Ja, und wofür brauchen wir denn noch die ganzen Wachleute?
32:16Anabelle.
32:28Anabelle.
32:30Anabelle.
32:37Ich kann kein Risiko eingehen.
32:39Es geht um deine Sicherheit.
32:41Deine Mutter hat dich schon mehrfach bedroht und du weißt, wozu sie fähig ist.
32:46Ja, das weiß ich.
32:49Ich glaube, der größte Schock war es für mich, dass sie mein Leben riskiert hat, nur um ihre Rache an
32:53dir nicht zu gefährden.
32:55Du meinst Helenas Ermordung.
32:56Sie hat zugesehen, wie ich in ihren Wagen gestiegen bin und sie hat nichts getan, um mich aufzuhalten.
33:02Entschuldige.
33:07Sophie?
33:08Bei mir wurde er eingebrochen.
33:10Was?
33:11Ist dir was passiert?
33:13Nein, nein, mir geht's gut.
33:15Aber, Richard, ich bin ganz sicher, dass es Annabelle war.
33:21Wieso?
33:22Die Unterlagen meiner aktuellen Fälle, alles wurde durchwühlt und die Kopie von Noras Geständnis lag ganz zuoberst.
33:31Richard, sie weiß Bescheid.
33:34Ich bin gleich bei dir.
33:35Danke.
33:36Ich habe mich geirrt.
33:38Wieso ist das passiert?
33:39Annabelle ist nicht untergetaucht, sie ist wieder in Falkenthal.
33:43Und sie weiß bereits von deinem Geständnis.
33:57Oh, du bist schon da?
34:01Ist das für mich?
34:04Ja.
34:05Ich wollte dich überraschen.
34:07Und womit habe ich das verdient?
34:09Weil du so bist, wie du bist.
34:11Weil du so bist, wie du bist.
34:11Und weil wir heute Abend allein sind.
34:14Wie heißt das, du hast Maike und Sebastian ins Kino geschickt?
34:17Oh, Tobias.
34:18Ich glaube, so langsam wirst du vergesslich.
34:21Wieso?
34:21Maike und Sebastian fliegen heute Abend auf die Seychellen.
34:26Eigentlich wollte ich Ihnen noch eine gute Reise wünschen, aber sie hatten es offensichtlich wahnsinnig eilig zum Flughafen zu kommen.
34:33Die sind doch gefahren.
34:37Sebastian hat einen Brief vom Finanzamt bekommen.
34:38Er muss über 20.000 Euro Steuernachzahlen.
34:43Was?
34:45Das glaube ich jetzt nicht.
34:47Und dann lädt er Maike auf die Seychellen ein?
34:51Ja, aber wie will er dann das bezahlen?
34:54Na ja, wird schon einen Weg finden.
34:57Ja, dann müssen wir doch was tun.
35:00Als ob wir wollen, dann nicht. Wir müssen warten, bis er zurück ist.
35:05Wie kann der Junge denn nur so unvernünftig sein?
35:10Wie heißt das so schön?
35:12Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
35:15Weißt du noch?
35:17Sylt, Sommer 1978.
35:21Ach du meine Güte.
35:23Das weißt du noch?
35:25Ja.
35:27Damals bin ich mit Harald zusammengekommen.
35:29Wir alle drei haben unser Geld zusammengekratzt und sind mit dem Auto deines Vaters durchgeborgen.
35:35Ja, und hatten unheimlich viel Spaß.
35:38Und nachts sind wir baden gegangen.
35:39Ja, dann waren auf einmal unsere Kleider weg.
35:43Ich finde, wir sollten wieder mal schwimmen gehen.
35:48Ja.
35:50Worauf warten wir noch?
35:57Natürlich bleiben wir hier, bis dein Vater wieder da ist.
36:00Danke.
36:01Ich wäre jetzt ungern alleine.
36:02Mach dir keine Sorgen, Nora.
36:04Das Gutsche ist gesichert wie Frau Nox.
36:06Annabelle kommt hier nicht rein.
36:09Manchmal wünschte ich mir, wir hätten Annabelle nie gefunden.
36:12Aber die Frage, wer meine Mutter ist, hätte mich nie in Ruhe gelassen.
36:15Dann hätte ich mir wahrscheinlich immer ein Bild von ihr gemacht, das mit der Realität nicht viel zu tun hat.
36:19Anfangs wärst du nicht begeistert, als ich nach ihr gesucht habe.
36:23Bis du mir gesagt hast, dass Annabelle von Weiden meine Mutter ist, da war ich begeistert.
36:26Du kanntest sie eben nicht.
36:29Ich hab nur gesehen, wie einflussreich und wohlhabend sie ist.
36:32Und das wollte ich auch sein.
36:34Du hast alles getan, damit sie sich akzeptiert.
36:38Oh Gott.
36:39Ich war gar nicht bewusst, wie sehr ich mich danach gesehnt habe, zu jemandem zu gehören.
36:43Ich hätte dir so gewünscht, dass deine Mutter ein Mensch ist, der das auch verdient hat.
36:48Stattdessen hat sie mich immer wieder dazu gebracht, Dinge zu tun, die ich nicht machen wollte.
36:53Aber ich hätte Nein sagen können.
36:55Ich hätte Nein sagen müssen.
36:57Das sagt sich jetzt so leicht.
36:58Aber das macht es nicht weniger wahr, Simon.
37:01Aber ich werde jetzt auch Mutter und ich werde es besser machen als Annabelle.
37:05Du wirst deinem Kind ein Vorbild sein.
37:09Deshalb ist es mir so wichtig, zu dem zu stehen, was ich getan habe.
37:14Ich muss Buße tun.
37:16Versteht ihr mich?
37:20Wenn das alles vorbei ist, dann beginnt ein neues Leben für dich.
37:25Das hoffe ich.
37:27Mein Geständnis und meine Aussage gegen Annabelle sind jedenfalls ein Anfang.
37:30Du bist die Hauptbelastungszeugin gegen deine Mutter.
37:34Ja.
37:35Und ich lasse mich nicht länger von Annabelle beeinflussen.
37:38Es ist auch in der Zeit für sie, für das gerade zu stehen, was sie getan hat.
37:49Anzeige gegen Unbekannt.
37:50Und mehr kann die Polizei nicht tun.
37:52Dabei wissen wir, dass es Annabelle war.
37:54Ja, sie ist tatsächlich nach Falkenthal zurückgekommen.
37:57Wo ist Nora?
37:58Im Gutshaus, da ist sie sicher.
38:00Das ist gut.
38:02Fahr nach Hause, Richard.
38:04Ja, du hast recht.
38:06Ich weiß zwar, dass nichts passieren kann, solange meine Wachleute ein Auge auf das Gutshaus haben.
38:10Aber ich bin mir erst sicher, wenn ich wieder bei ihr bin.
38:12Das kann ich sehr gut verstehen.
38:15Danke, dass du mich zur Polizei begleitet hast.
38:17Ich darf ja.
38:19Ist alles in Ordnung?
38:21Da bin ich mir gerade nicht so sicher.
38:24Siehst du das Auto da?
38:28Du meinst das Rote?
38:29Ja.
38:30Das war vorhin auch schon da.
38:32Weißt du, wir werden verfolgt?
38:34Ich glaube schon.
38:40Die ganze Zeit habe ich gedacht, mein Vater betreibt viel zu viel Aufwand.
38:44Aber jetzt bin ich eigentlich ganz froh über die vielen Bachmänner da draußen.
38:48Hier bist du jedenfalls sicher.
38:51Jedenfalls habe ich jetzt Zeit, mich um die wichtigen Dinge mal zu kümmern.
38:54Mein Nachwuchs hat nämlich Hunger.
38:56Und ich auch.
38:57Das ist ja mal was ganz Neues.
38:58Was soll ich machen?
38:59Ich muss für zwei essen.
39:00Ja, das Kind soll ja auch groß werden.
39:02Soll ich dir was aus der Küche holen?
39:05Ich hätte eigentlich viel lieber gerne Pizza.
39:08Oder was Chinesisches.
39:11Reis wäre auch gut.
39:12Also, das klingt nachher Großbestellung.
39:15Oh, das ist eine gute Idee.
39:17Pass auf, dann hätte ich gerne eine Pizza mit Spinat und Walnüssen.
39:23Chinesische Bratnudeln.
39:25Einen Mango-Mischik.
39:27Einen Burger.
39:29Und, äh, und, äh, ja klar, Pommes.
39:33Das ist ein Witz, oder?
39:35Sehe ich aus, wie eine Frau die Witze macht?
39:36Ja, aber das kannst du doch unmöglich alles essen.
39:39Ich muss die Sachen erst mal vor mir sehen.
39:42Dann kann ich mich entscheiden.
39:44Du weißt schon, dass wir dafür einen Laster brauchen.
39:47Ich habe Hunger.
39:50Also, gut.
39:52Aber es wird ein bisschen dauern.
39:53Ich werde nicht weglaufen.
39:55Dort draußen stehen 20 Männer, die auf mich aufpassen.
39:58Danke.
40:19Er hält.
40:21Dann werden wir also tatsächlich verfolgt.
40:23Ich rufe die Polizei.
40:25Das dauert zu lange, Sophie.
40:26Es muss eine Belle sein.
40:28Oder jemand, den sie dafür bezahlt hat.
40:35So, Schluss mit dem Spielchen.
40:37Wer sind Sie?
40:42Tom?
40:45Tom?
41:09Das freut mich auch, dich zu sehen.
41:11Und jetzt möchte ich sofort wissen, was hier gespielt wird.
41:18Was sagt denn eigentlich Herr van Weyden zu Ihrem Besuch?
41:21Sagen Sie bloß, Sie haben noch mich gefragt.
41:24Aber ich zweifle nicht daran, dass er nichts dagegen hat.
41:27Das werden wir ja sehen.
41:29Ich will wissen, ob du mit Jan Delbruck gemeinsame Sache machst.
41:31Nein, ich bin noch auf deiner Seite.
41:35Komm mit mir.
41:36Wir gehen gemeinsam fort.
41:38Dann beweise ich dir, dass ich deine Mutter bin.
41:40Beweis es mir jetzt, bitte.